Irene M. Pepperberg: Alex und ich (Rezension)


Als Irene Pepperberg vor über 30 Jahren mit ihren Studien begann, glaubte man, dass Vögel über keinerlei Intelligenz verfügen. Doch dann kam der Graupapagei Alex und strafte die gängige Lehrmeinung Lügen. Irene Pepperberg brachte ihm bei, sich mit ihr zu verständigen. Er lernte zu zählen und konnte komplexe Mengenkonzepte wie »mehr« oder »weniger«, »größer« oder »kleiner« verstehen. Das Besondere an der Beziehung der beiden war jedoch ihre Freundschaft. Als Alex überraschend starb, waren seine letzten Worte zu Irene: »Sei brav. Ich liebe dich.
Alex und ich beginnt und endet mit dem Tod von Alex, dem berühmtesten Graupapagei der Welt.
Irene Pepperbergs Studien mit dem Graupapagei Alex gelten als ein Meilenstein der Sprachforschung. Alex’ Wortschatz sowie die gezielte Anwendung desselben haben zu einer Neubewertung der kognitiven Fähigkeiten von Vögeln geführt. Alex’ Fähigkeit, die Bedeutung von Worten zu erkennen und anzuwenden, werden von der Forscherin als vergleichbar mit der eines zweijährigen Kindes betrachtet.
Alex und ich erzählt die Geschichte von Irene und Alex. Es ist eine interessante Geschichte, die allerdings auch ein paar Schwächen hat:  Der Werdegang der Autorin nimmt meiner Meinung nach zu viel Platz ein, ihr Gejammer (in Bezug auf Festanstellung und die Schwierigkeiten, die vermutlich jeder Wissenschaftler in seinem Leben in mehr oder weniger ähnlicher Weise erleben wird) und das Fehlen von Quellenangaben.
Es handelt sich zwar nicht um ein wissenschaftliches Werk, eher um eine Liebeserklärung an ein wunderbares Tier, aber weiterführende Literatur hätte durchaus erwähnt werden können.
Zwischen diesen kleinen Schwächen gibt es Anekdoten rund um Alex und die Arbeit mit ihm. Unglaublich, interessant, witzig, traurig und manchmal auch ergreifend.

Alex, der Papagei der mir zeigte, wie schön das Leben ist (Neuauflage bei amazon)

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