Helen MacDonald: Abendflüge (Rezension)

Helen Macdonald sieht in der Natur, was anderen verborgen bleibt. In ihrem lange erwarteten neuen Buch nimmt sie uns mit zu den Abendflügen der Mauersegler, erzählt von wilden Tieren, Mythen und Märchen, und führt in versteckte Lebensräume, die heute im Verschwinden begriffen sind.
Über die Entfremdung von der Natur wird überall gesprochen. Doch was bedeutet das wirklich? Helen Macdonald zeigt, dass wir uns selbst nur im Wechselspiel mit unserer Umwelt wirklich verstehen können – und was wir verlieren, wenn wir unseren Platz auf dem Planeten nicht radikal überdenken. Ein persönliches und zugleich bewegend politisches Buch, das uns ermutigt, die Natur und das Leben mit neuen Augen zu sehen.

Abendflüge ist das lang erwartete Buch der Bestsellerautorin von „H wie Habicht” über den Menschen, die Natur und unseren Platz in der Welt und bisher das erste Buch der Autorin das ich gelesen habe, aber mit Spannung erwartet habe, denn zumindest von ihren beiden vorangegangenen Büchern habe ich schon sehr viel Positives gehört. Und so bin ich auch mit der Ansicht an das Buch herangegangen, nach Habicht und Falke etwas über Mauersegler zu erfahren, sehr interessante Tiere, die auf den ersten Blick wie Schwalben erscheinen aber doch ganz anders sind.
Und auch Abendflüge ist anders als erwartet. Es geht nicht um Mauersegler, jedenfalls nicht ausschließlich. In zahlreichen Esseys erzählt MacDonald von ihren Erfahrungen, Abenteuern, Erkenntnissen mit und in der Natur. Da geht es um die „Evolution“ von Bestimmungsbüchern, einsame Sonnenfinsternissen, Gewitter, Haustiere geben Wildtieren die Klinke in die Hand und alles ist gespickt mit Wissenswertes über die Natur und Anekdoten aus dem Leben der Autorin.
Eine gute Mischung, mit bunt zusammen gemischten Themen ohne ersichtlichen Zusammenhang. Aber vielleicht wird der Leser dadurch animiert die Natur mit anderen Augen zu sehen und den Blick mal nach oben (zu dem Mauerseglern) oder zur Seite (zu den Wicken) zu richten.
Allerdings kann ich aufgrund meiner Unkenntnisse keinen Vergleich zu ihren vorherige Büchern anstellen, bei der es um eine einzige „Art“ ging.

(Rezensionsexemplar)

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