Dominic de Vujevic: Beutelwolf Lilly (Rezension)

Es wird mal wieder Zeit sich ein bisschen um den Beutelwolf zu kümmern, wenn auch anders, als man es vielleicht erwarten würde.

Lilly ist ein Kind, wie jedes andere im Grundschulalter auch. Sie ist aufmerksam und wissbegierig. Mit ihren Schulfreundinnen, ihren Eltern und ihrem Kuscheltier Klemi macht sie täglich neue Erfahrungen. Manche davon gefallen Lilly gar nicht, weil sie es nicht versteht. Wenn sie dann abends ins Bett geht, passiert etwas Wunderbares: Nachts in ihren Träumen ‘erwacht‘ Lilly als ein Beutelwolf und erlebt gemeinsam mit ihrem treuen Begleiter Klemi, dem Erdmännchen, erstaunliche Abenteuer, durch die es ihr gelingt, andere Betrachtungswinkel einzunehmen und das Erlebte vom Vortag noch einmal aus anderer Perspektive zu sehen. Die Träume bringen sie in viele Länder der Erde. Als Beutelwolf freundet sich Lilly mit vielen Tieren an und trifft auf jeweils landestypische Bräuche, die ihr helfen, die eigenen Probleme noch einmal neu zu überdenken. Sie erfährt, was es heißt, sich möglichst eine eigene Meinung zu bilden und dem Gruppenverhalten zu widerstehen – egal, ob es sich um Markenklamotten, Mobbing, Neid, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung handelt oder darum, Selbstvertrauen aufzubauen.
Man nehme einen Wolf und einen Tiger und wenn sie ein Kind haben kommt ein Beutelwolf heraus … oder so ähnlich. Zumindest sieht es so aus wenn Lilly in ihren Träumen durch fremde Länder reist und interessante Erfahrungen macht und einige Dinge besser verstehen lernt. Dabei begleitet sie ihr Vater als Wolf und ihre Mutter als Tiger und sie selbst … nun, der Buchtitel verrät es bereits. Natürlich müssen Träume nicht groß erklärt werden, aber ich hätte mir doch eine Erklärung gewünscht, warum gerade diese Konstellation so ist wie sie ist.
Abgesehen davon lernt Lilly in jedem Kapitel andere (sprechende) Tiere, Länder und Probleme kennen. Und nach jedem Traum ist sie ein besserer Mensch. Es wäre schön wenn der junge Leser (oder Zuhörer, denn meiner Meinung nach eignet sich das Buch besser zum Vorlesen und erklären) nach dieser Lektüre ebenfalls ein besserer Mensch wäre (und seine Eltern ebenso).
Die einzelnen Geschichten sind leicht verständlich und vermitteln wertvolles Wissen. Es geht um Mobbing, Nachhaltigkeit, die richtige Ernährung, Hygiene und auch um die Zustände in anderen Ländern. Die Geschichten lassen sich unabhängig voneinander lesen, selbst die Reihenfolge spielt keine große Rolle.
Kinder und ihre Eltern können viel aus diesem Buch lernen. Nicht alles ist perfekt (meiner Meinung nach hätte man auf manche Erklärungen verzichten können) aber im Großen und Ganzen ein Buch das absolut empfehlenswert ist.
Beutelwolf Lilly zeigt wie wichtig die Welt für uns ist und auch, was man besser machen kann … als Kind, aber auch als Erwachsener.
Wichtig erscheint bereits das erste Kapitel, dass sich mit den Eltern Lillys befasst und Kindern den Grund und den Sinn einer Scheidung nahebringt. In der heutigen Zeit durchaus ein wichtiges Thema. Aber nur eines von vielen in diesem Buch (und es gäbe noch viele mehr …)

(Rezensionsexemplar)

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