Stell dir vor, du bist tot. Und dann … oh?!
In der beschaulichen Küstenstadt Fowey wird die beliebte Fudge-Königin Granny Smith ermordet. Die ambitionierte Lokalreporterin Jona Gold wittert die Story ihres Lebens und stürzt sich in die Ermittlungen. Doch was als einfacher Einbruch erscheint, entpuppt sich schnell als ein Netz aus düsteren Familiengeheimnissen, uralten Flüchen und tödlicher Gier.
Unterstützt von Grannys Geist, einem vorlauten Kater und ihrem treuen Airedale Terrier, taucht Jona tiefer in die verborgene Welt der Magie ein. Sie muss nicht nur einen kaltblütigen Mörder überführen, sondern auch ein mysteriöses Manuskript finden, das den Schlüssel zu allem birgt.
Während die Grenzen zwischen Realität und Übernatürlichem verschwimmen, wächst die Gefahr. Kann Jona das Rätsel lösen, bevor der Mörder erneut zuschlägt? Und welche Rolle spielt ihr Chef in diesem mörderischen Spiel?
Cosy Crime trifft Fantasy, nicht neu, aber noch selten, und nicht immer gut. Aber hier … köstlich. C. C. Ravenmiller besticht durch einen flüssigen Stil und interessante Protagonisten. Hinzu kommt eine durchaus spannende Handlung und einige höchst amüsante Szenen … Geister mal anders könnte man sagen. Oder Ghost in the Shell. Dem Autorenteam ist eine skurrile und amüsante Geschichte gelungen, die so unglaubwürdig sie auch ist (sprechende Tiere und Geister … und Magie), sehr glaubwürdig und natürlich erzählt wird, das man fast alles glauben kann. Witzige Situationen, witzige Dialoge, ein kleines Highlight, das mehr Aufmerksamkeit verdient.
Der größte Reiz des Romans liegt in seiner Atmosphäre. Die Autorin zeichnet ein liebevoll detailliertes Setting, das sofort Vertrautheit erzeugt: kleine Läden, lokale Traditionen, kulinarische Versuchungen – und mittendrin ein Mord, der die Idylle zerreißt. Klingt wie Inspector Barnaby oder DEATH IN PARADISE. Wer das mag (und Fantasy), der wird hier gut bedient. Besonders gelungen ist, wie das Motiv des Vermächtnisses nicht nur als Plotmotor dient, sondern auch emotional wirkt. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, wodurch die Ermittlungen persönliches Gewicht bekommen. Und ich mag es sowieso wenn sich vergangene Ereignisse auf die Gegenwart auswirken.
Ich würde mir gerne mehr davon wünschen und das Ende ist, obwohl es sich um ein abgeschlossenes „Abenteuer“ handelt, soweit offen, dass noch vieles möglich ist. Und ich hatte schon bedenken was Granny Smith (oh ja, was für ein Name… aber irgendwie passend zum Stil des Romans) anbelangt.
Wie gesagt, wer Inspector Barnaby (die TV-Serie) und Death in Paradise mag, und sich auch an Fantasymotive nicht stört … der wird hier ein wirklich lesenswertes Vergnügen vorfinden. Eine Geschichte auch für Hunde- UND Katzenfans.
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(Rezensionsexemplar)
C.C. Ravenmiller ist das gemeinsame Pseudonym von Charlotte McGregor (alias Carin Müller) und C.A. Raaven (alias Christian Raabe). Die beiden haben in ihrem Podcast »Der literarische Saloon« gemeinsam den Roman »Appletree Murders – Fudge, Vermächtnis und Verderben« geschrieben und wollten dafür einen passenden Namen kreieren. Inzwischen schreiben sie auch einzeln unter diesem Pseudonym – jedenfalls dann, wenn sie fantastische Elemente bedienen.

