Archil Kikodze: Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann (Rezension)

Ein Georgier, der seinen Lebensunterhalt als Wanderführer für ausländische Touristen verdient, ist mit einem alten Engländer im Gebirge, um Vögel zu beobachten. Auf ihrer Reise erzählen sie einander Geschichten aus ihrem Leben und von den Tieren und Menschen, die diese Gegend bevölkern und so einzigartig und charaktervoll sind wie die faszinierende Landschaft Georgiens selbst.
Eine etwas andere Geschichte Georgiens: lakonisch, abgründig komisch und tiefsinnig.

Manchmal können Titel und Klappentexte ganz andere Erwartungen schüren. Ich war mir nicht sicher, welche Art von Buch ich erwartet habe, aber auf keinen Fall, das, was ich vorgesetzt bekam. Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich die Rezension überhaupt auf diesem Blog veröffentlichen sollte (oder nicht doch auf mein Buchgelaber ausweichen). Aber nachdem das Buch nur so voller Vogelnamen wimmelt (Kaiseradler, Chukarhuhn, Felsenkleiber….) wimmelt, passt es auch ganz gut hierher…auch wenn Vögel eher eine untergeordnete Rolle spielen und diese, sowie die Personen, die sie beobachten, kaum von Bedeutung sind.
Wichtiger sind die Geschichten, die erzählt werden und das auf lakonische und tiefsinnige Art, aber nicht abgründig komisch.
Die Erzählform ist eigenwillig und nicht immer chronologisch, aber auch das ist nicht von Bedeutung. Der Autor (vor dem ich bisher noch kein Buch gelesen habe) erschafft ein atmosphärisches Bild von Georgien, beschreibt Menschen und Vogelwelt mit ihren besonderen Eigenarten.
Als Reiseführer eher nicht geeignet, als Bestimmungsbuch für Vögel (von denen viele nicht unbedingt bekannt sein dürften) nicht geeignet, aber ein lesenswertes Stück Literatur.
Ruhig erzählt, aber nie langweilig und viel zu schnell am Ende.
Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann bei Amazon

(Rezensionsexemplar)

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