8. Zooreise 2019 – Tag 6: Zurück nach Deutschland

Bahnhof, Wroclaw

Der Aufenthalt in Polen war nur von kurzer Dauer. Nach zwei Tagen und vier Zoos sollte es wieder nach Deutschland gehen. Übernachtungsziel war Dresden.
Auf dem Weg dort hin waren auf jeden Fall Besuche in den Zoos von Görlitz und Liberec geplant, vielleicht auch noch ein Abstecher nach Zittau.
Und abends wollten wir russisch essen … Mal (wieder) etwas anderes.
Nach dem Frühstück ging es los.

Am Stadteingang von Görlitz wurden wir auf das Tierparkfest aufmerksam gemacht. Wir befürchteten schon einen Megaandrang und kaum Parkplätze, aber es löste sich alles in Wohlgefallen auf. Problemlos bekamen wir einen Parkplatz, es gab keine Warteschlange am Eingang und die Menschenmassen waren auch erträglich. Das hätte schlimmer sein können.
Nach dem Görlitzer Zoo war ein Abtecher nach Liberec, Tschechien geplant, dieser war aber später als geplant … nachdem wir zum zweiten Mal die Qishan-Voliere betraten hatte, ließ ich mich bei der Sichtung des männlichen Goldfasans zu folgender Bemerkung hinreißen:“Oh! Den habe ich vorhin gar nicht gesehen.“ Daraufhin kam die Bemerkung der Aufsicht. „Hier kann man einiges entdecken. Und viele denken die Voliere wäre leer.“ Nun ja, das was ich in der Voliere gesehen habe, wollte ich sehen und Goldfasans habe ich schon so oft gesehen, da hätte ich es verschmerzen können, wenn ich sie nicht gesehen hätte. Durch meine Bemerkung ergab sich aber ein nettes Gespräch mit Frau Axmann und so erfuhren wir, dass es 43 Zebramangusten in der Anlage sind, dass sich viele Besucher nicht an die Regeln halten (eine Tatsache, von der wohl jeder Tierpfleger ein Lied singen kann), dass es Lätzchenhäherlinge sonst nur noch im Tierpark Berlin gibt (Ich mich aber nicht erinnern kann sie dort gesehen zu haben, aber… bei den Mengen an Volieren in der Fasanerie mag man auch den ein oder anderen Häherling übersehen/vergessen), dass Europäische Fischotter schwer Nachwuchs bekommen und noch vieles mehr. Es war ein interessantes Gespräch. Manchen Leuten merkt man an, dass sie Spaß an ihrem Job haben.
Danach verließen wir den Zoo aber ohne weitere Unterbrechung und fuhren, über Polen, nach Liberec:

Im Zoo von Liberec hat sich seit meinem letzten und bisher einzigen Besuch 2013 einiges getan, aber andere Dinge haben sich nicht groß verändert und sind noch so wie sie in Erinnerung blieben. Auch Google Maps ist in der Hinsicht nicht auf dem aktuellen Stand. Seit meinem letzten Besuch gibt es einen neuen Haupteingang, diesen findet man bei Maps noch nicht … wir haben ihn trotzdem gefunden, mussten aber einen längeren Fußweg in Kauf nehmen. Aufgrund defekter Parkuhren haben wir zumindest die Parkgebühr gespart.
Die „Rosenkehlelfe“ ist übrigens mein Highlight, was Zooschilder während dieser Reise anbelangt…
Nach Liberec ging es dann, über Polen, wieder zurück nach Deutschland mit Dresden als Ziel.
Auf dem Weg fuhren wir an Bautzen vorbei und das was wir sahen gefiel uns … irgendwann werden wir uns die Stadt sicher anschauen, wobei die Betonung natürlich auf irgendwann liegt … Mal schauen was das sein wird…
Abends aßen wir in Wenzels Prager Bierstube (von wegen russisch essen ….). Den Rest des Abends verbrachten wir Wein trinkend im Hotel. Ach ja, auch schon fast obligatorisch, das Eis bei McD.
So … Deutschland hat uns wieder. Polen, das Land der Brüste und des Schreigesangs haben wir hinter uns gelassen, jetzt stehen nur noch Besuche in Tschechien auf dem Programm.
Deswegen sei mir nur noch dieser kleine, total zweckfreie Einwurf zum Thema Polen, Brüste und Schreigesang erlaubt:

Breslauer Zwerg am Dresdner Hietzigbrunnen

Und um einen Breslauer Zwerg zu sehen, muss man nicht unbedingt nach Wroclaw fahren, auch in Dresden gibt es einen einsamen Migranten.
Anlässlich der 55-jährigen Städtepartnerschaft von Dresden und Breslau 2014 überreichte der Breslauer Stadtpräsident der Stadt Dresden einen Breslauer Zwerg. Die etwa 30 Zentimeter hohe Bronzefigur hält die Wappen beider Städte in den Händen. Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz weihte am 5. Februar 2015 die Skulptur an ihrem Standort am Rand des Hietzigbrunnens ein. Es gibt noch einen zweiten Zwerg in Dresden: Seit dem 18. Juni 2019 an der Treppe zum Ratskeller am Neuen Rathaus. Das wusste ich aber nicht, als wir in Dresden waren, aber wenn wir wieder dorthin fahren werde ich auch diesen Zwerg aufsuchen (wenn ich mich dann noch an seine Existenz erinnern kann)
Soviel zum Thema Polen. Mag sein, dass wir auf dem Weg nach Tschechien noch einmal die polnische Grenze überqueren, aber einen wirklichen Aufenthalt dort wird es nicht mehr geben.

Naturschutz-Tierpark Görlitz
Zoo Liberec

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