7. Zooreise 2026 – Tag 1: Nach Zwickau und in Zwickau

Zwickau …. wer kommt eigentlich auf die Idee in Zwickau zu übernachten, wenn es nicht beruflich ist. Oder anders gesagt: Kann man in Zwickau Urlaub machen?
Keine Ahnung, zumindest kann man übernachten, Hotels sind vorhanden. Und wir waren in Zwickau, wenn auch nur eine Nacht und ohne wirklich viel gesehen zu haben…. aber alles der Reihe nach, denn Freitag morgen waren wir noch in München.
Zwischenziele waren der Vogelpark in Abensberg, Burg Epprechtstein und die Tierparks in Klingenthal und Falkenstein.
Alle drei Ziele waren nicht gut besucht, alleine waren wir aber auch nicht und ab Epprechtsstein hat es hin und wieder geregnet, aber nicht so, dass es gestört hätte oder wir durchnässt geworden wären.
In Abensberg aber waren wir noch trocken. Highlights waren wegelagernde Ziegen, die sich jedoch gut mit sich selbst beschäftigen konnten und sich lieber mit kämpfen befassten als mit den Besuchern. Allerdings musste man darauf achten nicht als Kolateralschaden zu enden.

Granitlabyrinth am Epprechtstein

Der Epprechtstein ist ein 798 m ü. NHN hoher Berg im nördlichen Fichtelgebirge (Nordostbayern). Er ist der mineralogisch interessanteste Berg im Fichtelgebirge. Rund um den Gipfelbereich gibt es rund 20 Steinbrüche. In drei Steinbrüchen wird der Epprechtstein-Granit abgebaut, die anderen sind stillgelegt und teilweise renaturiert. Zu dem Berg führen mehrere Wanderrouten. Zu seinen Attraktionen zählen neben der Burg Epprechtstein ein Labyrinth aus Granitblöcken und ein Lehrpfad, der an den Bergbau erinnert.
Der Anstieg erfolgt auf dem Nordweg (Hauptwanderweg des Fichtelgebirgsvereins) von Buchhaus aus. Am Fuße des Berges, beim Ortsteil Buchhaus von Kirchenlamitz, gibt es seit 2009 ein Labyrinth aus mächtigen Granitblöcken, erbaut von der Stadt Kirchenlamitz.
Nach der Übernahme der Markgraftums Bayreuth durch Preußen besuchten die Landesherren, König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, am 21. Juni 1805 mit großem Gefolge den Epprechtstein. Der steinerne Tisch mit Steinbänken, fälschlicherweise als Teufelstisch bezeichnet, wurde eigens für die Einnahme des Mittagsmahls errichtet. Wilhelm III. soll auf dem Epprechtstein die Nachricht erhalten haben, dass Napoleon I. mit seinen Truppen den Rhein überschritten hatte.
Der Lehrpfad zum Bergbau auf dem Epprechtstein, der Steinbruchweg, beginnt bei Buchhaus. Er umfasst mehrere beschilderte Stationen. Zu sehen sind Spuren des Bergbaus in Form von Steinbrüchen, Stolleneingängen, Resten von Unterkünften der Bergleute und zurückgebliebenen Gerätschaften. Der Pfad ist Teil des Geoparks Bayern-Böhmen.

Luisentisch

Der Luisentisch ist ein historischer Rastplatz aus Granit unmittelbar unterhalb der Burgruine Epprechtstein bei Kirchenlamitz. Er erinnert an einen königlichen Besuch im Jahr 1805 und ist nicht einfach nur ein moderner Picknickplatz.
Am 21. Juni 1805 besuchten der preußische König Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Königin Luise von Preußen (1776–1810) mit größerem Gefolge den Epprechtstein. Das Gebiet gehörte damals zum preußischen Fürstentum Bayreuth. Für den hohen Besuch wurden Wege hergerichtet und ein steinerner Tisch mit Sitzbänken aus Granit angelegt, an dem das Königspaar sein Mittagsmahl eingenommen haben soll.
Der heutige Name „Luisentisch“ bezieht sich auf Königin Luise. Gelegentlich wird die Anlage auch als „Teufelstisch“ bezeichnet; diese Bezeichnung gilt jedoch als irrtümlich.
Ich habe auch ein kleines Steinhäufchen gebaut, aber … die Haltbarkeit war weniger als eine Stunde …

Tja… was soll ich dazu sagen. Neu aufgebaut habe ich es nicht mehr.

Burg Epprechtstein

Die Burg Epprechtstein ist die Ruine einer Gipfelburg auf dem gleichnamigen 782,1 m ü. NN hohen Berg Epprechtstein, der sich über dem Ort Kirchenlamitz im bayrischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge erhebt.
In einer Schenkungsurkunde des Herzogs Otto II. von Meranien wurde erstmals 1248 ein „Eberhardus de Eckebretsteine“ urkundlich erwähnt. 1308 belehnte König Heinrich VII. die Brüder Ulrich, Heinrich und Nickel, die Säcke genannt, mit der Veste Epprechtstein, die von Wild wurden Mitbesitzer. 1337 belehnte Kaiser Ludwig der Bayer noch den Vogt Heinrich von Plauen mit einem kleinen Teil der Veste. 1352 erstürmten die Burggrafen von Nürnberg das Raubschloss, danach erhielten sie es zu Lehen. Unter den Angreifern befand sich Heinrich von Kotzau mit seinen beiden Brüdern. 1355/1356 kamen sie durch Kauf in den gesamten Besitz der Burg, des Amtes und von Kirchenlamitz, womit der Epprechtstein und Kirchenlamitz Teil des Sechsämterlandes und Sitz von Amtmännern wurden. Der Burgturm war Bestandteil des Verteidigungssystems der Wartordnung von 1498. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg durch Truppen des Vogts Heinrich von Plauen zerstört und verfiel.
Die Burgruine wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem Heimatforscher Johann Theodor Benjamin Helfrecht und dem Kartographen Johann Christoph Stierlein erforscht. Der Maler Georg Könitzer zeichnete eine Lithografie der Burgruine innerhalb seines Themenkreises rund um das Fichtelgebirge.

Fichtelgebirge von Burg Epprechtstein aus gesehen

Der Zoo in Klingenthal war eine kleine Enttäuschung, da das Warmhaus geschlossen war … und das wohl dauerhaft. Die Toiletten waren noch erreichbar, dahinter … Dunkelheit.
Danach ging es zum Tierpark Falkenstein. Das neue Eingangsgebäude kann sich sehen lassen, das würde man in einem Zoo dieser Größe nicht erwarten. Aber eine kleine Gastronomie befindet sich auch dabei, eigentlich ganz nett zu Beginn oder zum Abschluss eines Zoobesuchs. Haben wir auch genutzt mit Kaffee und Torte, bevor es ins Hotel ging.
Zwickau und unser erstes B&B …
Bevor wir im Wenzel gegessen haben haben wir uns noch ein bisschen durch Zwickau bewegt, im Regen bis zum Schwanenteich und um den See herum. Schwäne gab es nur als Tretboote, dafür Unmengen an Nilgänsen. Volieren und ein Ziegengehege gab es auch.

Nilgänse und Tretboote auf dem Zwickauer Schwanenteich

Der Schwanenteichpark ist ein Park in Zwickau. Er wurde auch als Stadtpark bezeichnet und ist die älteste gartengestalterische Anlage der Stadt.
Die Ursprünge des Parks reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Teiche wurden auf Initiative der beiden Zwickauer Ratsherren Martin Römer und Hans Federangel angelegt. Römer besaß einen Garten vor der Stadt und war einer der Nießnutzer des „großen Teiches“, des heutigen Schwanenteichs, den er zusammen mit Hans Federangel 1473 anlegen ließ. Zweck der Teiche war die Zucht von Fischen für die Fastenzeit. Nach dem Tod Römers ging die Anlage, die aus mehreren Teichen bestand, in den Besitz der Stadt über. Um 1850 wurden Schwäne auf dem Teich angesiedelt und der Teich erhielt den Namen Schwanenteich. 1853 entwarf Eduard Petzold, fürstlich Pücklerscher Garteninspektor in Muskau hier einen Landschaftsgarten. Der Parkteil nördlich des Unterdamms wurde 1874/75 nach Petzoldschen Entwürfen angelegt und einige Teiche im Zuge dieser Umgestaltung trockengelegt.
Heute gibt es von ehemals fünf nur noch zwei Teiche im Park, den Schwanenteich und den Langen Teich.
Im Park wurden im Laufe der Jahre mehrere Denkmäler errichtet und Gedenktafeln angebracht. 1901 wurde das Lothar-Streit-Denkmal zur Erinnerung an den ersten Oberbürgermeister der Stadt und Reichstagsabgeordneten Lothar Streit errichtet. Am 11. September 1948 wurde das Ehrenmal für die Verfolgten des Naziregimes eingeweiht. 2016 und 2018 wurden Gedenktafeln für Gertrud Schubart-Fikentscher und für Bertha von Groitzsch angebracht.

Und dann: Unser erstes Mal im Zwickauer Wenzel, aber was das Essen anbelangt …. wie erwartet. Die Getränke, wie erwartet und die Bedienung nett. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Portionen auch kleiner werden. Beweisfoto kommt mit dem nächsten Wenzelbesuch …. über mein Essen konnte ich mich nicht beschweren. Der Wenzelburger war wie immer … obwohl… ich hatte den Eindruck dass es Veränderungen an den Zutaten gab und er dich sehr würzig war. Und allem Gemecker zum Trotz … ich konnte ihn nicht ganz aufessen.

Vorteil in Zwickau … Hotel und Wenzel sind nicht weit voneinander entfernt. Nur der Dom liegt dazwischen. Den hätten wir uns auch gerne angesehen, aber die Besichtigungszeiten waren bereits beendet … bis 17 Uhr kann man ihn sich anschauen, wir waren kurz nach sechs vor Ort…. aber vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit. Nicht morgen, denn wenn ich das richtig in Erinnerung habe fangen die Besichtigungszeiten auch erst um 12.30 an.
Aber vielleicht muss man, also wir, noch einmal nach Zwickau. Es gibt ja einiges zu sehen:
Zwickau (obersorbisch Šwikawa, tschechisch Cvikov oder Zvíkov) ist mit über 87.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen und ein Oberzentrum im südwestlichen Teil des Landes.
Ein Gebiet mit der Bezeichnung territorium Zcwickaw wurde erstmals 1118 erwähnt. Nahezu 800 Jahre lang wurde hier und in der umliegenden Region Steinkohle abgebaut. Die Stadt entwickelte sich dadurch zum Zentrum des Zwickauer Steinkohlenreviers. Als bis 1806 kurfürstliche Stadt war Zwickau im Königreich Sachsen seit 1834/1835 Kreisdirektionssitz, ab 1874 Sitz der Kreishauptmannschaft (nach 1939 Regierungsbezirk Zwickau) und wurde 1907 eine kreisfreie Stadt. Im Zuge des Totalumbaus der Verwaltungsstrukturen zur Durchsetzung des Prinzips des sogenannten demokratischen Zentralismus in der DDR verlor Zwickau 1952 seinen seit 1834 währenden Rang als Bezirksregierungssitz und wurde Teil des Bezirkes Karl-Marx-Stadt (bis 1953 Bezirk Chemnitz). Seit 2008 ist Zwickau nicht mehr kreisfrei; die Stadt wurde in den neu gebildeten Landkreis Zwickau eingegliedert.
Die Stadt ist Gründungsmitglied der Metropolregion Mitteldeutschland und Teil des Ballungsraums Chemnitz-Zwickau. Hier hat auch die Verwaltung des vorgenannten Landkreises ihren Sitz. Durch die seit 2000 zunehmende Urbanisierung der städtischen Randgebiete wächst die flächenmäßige Ausdehnung der Stadt, die mittlerweile das Tal der Zwickauer Mulde größtenteils überdeckt.
Die bei Automobilisten beliebte, landschaftlich reizvolle und mit vielen kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten ausgestattete Touristikroute der Sächsisch-Böhmischen Silberstraße verbindet, dem Verlauf des Erzgebirges in östlicher Richtung folgend, die alte Bergstadt Zwickau mit der Landeshauptstadt Dresden.
Zwickau ist eine Wiege der deutschen Automobilindustrie. Die mehr als hundertjährige Tradition in der Automobilherstellung in Zwickau begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der Werke von Horch (1904) bzw. Audi (1909/1910), die in den 1930er und 1940er Jahren von der Auto Union AG und während der DDR-Zeit von den Sachsenring-Werken weitergeführt wurde. Nach dem Ende der Teilung Deutschlands gründete die Volkswagen AG im heutigen Zwickauer Stadtteil Mosel eines der größten Unternehmen der neuen Bundesländer, die Volkswagen Sachsen GmbH, die diese Automobilbau-Tradition weiterführt.
1810 wurde hier der Komponist der Romantik Robert Schumann geboren. Die Stadt wird daher Automobil- und Robert-Schumann-Stadt genannt. Darüber hinaus erhielt sie am 21. April 2016 den Titel „Reformationsstadt Europas“.
Das August-Horch-Museum, die Westsächsische Hochschule Zwickau, das Robert-Schumann-Konservatorium und das Theater Plauen-Zwickau sind überregional bedeutende Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Vogelpark Abensberg
Tiergarten Klingenthal
Tiergarten Falkenstein
Zwickau

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