5. Zooreise 2021 – Tag 2: Auf Waldmopsjagd

Geplant waren heute Besuche im Zoo Magdeburg, im Tierpark Zabakuck, der Stadt Brandenburg an der Havel (wegen der Waldmöpse) und dem Tiergehege/Tierpark an der Hasenheide in Berlin.
Für den Magdeburger Zoo hatte ich ein Onlineticket, aber man hätte auch Tickets an den Tageskassen kaufen können. Außer uns waren fast nur Schulklassen unterwegs, aber diesen konnte man ganz gut ausweichen. Die Tierhäuser und begehbaren Anlagen waren bis auf wenige Ausnahmen geschlossen und natürlich herrschte Maskenpflicht in den Innenräumen. Babyboom herrschte bei den Krallenaffen, da gab es einiges zu sehen.

Danach ging es weiter in den Tierpark Zabakuck, der relativ schnell durchwandert wurde, ehe es weiter nach Brandenburg an der Havel ging. Auf dem Weg zum Zoo fuhren wir durch Burg und einem Hinweisschild zu einem Bismarckturm konnte ich nicht widerstehen. Leider konnte man den Turm nicht betreten.
Bereits vor 1905 wurde in Magdeburg die Idee der deutschen Studentenschaft ausgegriffen, einen Bismarckturm bei Magdeburg zu errichten. Erste Arbeiten begannen bereits im April 1906, in dem man Steinfuhren zum Bauplatz brachte. Seitens des Ausschusses war um die Spende von Steinen gebeten wurde. Die Anlage der Baugrube erfolgte ab dem 24. Mai 1906, der Grundstein wurde am 3. Juni 1906 gelegt, wobei auf eine offizielle Feierlichkeit verzichtet wurde. Die Einweihung fand am 22. März 1907 statt. Ursprünglich war sie erst für den 1. April 1907 vorgesehen, der jedoch auf Ostern gefallen wäre.
Eine vom Bildhauer Görling geschaffene Bronzebüste Bismarcks befand sich im Erdgeschoss des Turms. Gestiftet worden war die Büste von Albert Fordermann, die Herstellung erfolgte durch die Firma Gladenbeck & Sohn aus Berlin-Friedrichshagen. Seitlich der Büste waren Medaillons angebracht, die dem Kriegsminister Albrecht von Roon und den Generalstabschef Helmuth Karl Bernhard von Moltke zeigten. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Bronzebüste vermutlich eingeschmolzen und 1927 durch eine vom Fußballclub Preußen Burg gespendete Büste aus Gips ersetzt. Die Täfelung des Vereinszimmers fehlte zu diesem Zeitpunkt bereits in Teilen. Die Stadt Burg lehnte im Mai 1927 einen Antrag auf Zuschuss zu Instandsetzungsarbeiten in Höhe von 500 Mark ab. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden neben der Bismarck-Büste Büsten von Adolf Hitler und Paul von Hindenburg aufgestellt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm als Beobachtungsstand der Flak genutzt. Vor dem Turm wurden Feuerwehrfahrzeuge gesammelt um im Fall von Bombenangriffen von hier aus nach Burg einrücken zu können.
Nach Kriegsende stand der Turm leer und wurde mehrfach aufgebrochen. In den 1950er Jahren erfolgte die Umbenennung des Turms in Flämingturm. In den 1960er Jahren wurde der Turm als Umkleideraum für den benachbarten Sportplatz genutzt. Die Feuerschale und auch die innere Treppe waren zumindest seit 1970 nicht mehr vorhanden. Die Rundbogenfenster, die unteren Schlitze und der Turmeingang wurden Anfang der 1970er Jahre zugemauert.
Ende des Jahres 2004 wurde eine Interessengemeinschaft Bismarckturm mit dem Ziel gegründet, eine Sanierung des Turms einzuleiten und ihn wieder nutzbar zu machen. Zwischen dem 21. und 25. Februar 2005 wurde der Eingang durch den Bauhof der Stadt Burg wieder geöffnet und zunächst der Zustand des Turms begutachtet. Ab Anfang September 2006 war der Turm zur Durchführung der Sanierung eingerüstet. Auch die zugemauerten Fenster wurden wieder geöffnet. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals 2006 wurde der Turm erstmals – wenn auch nur bis zur ersten Etage – wieder geöffnet.
Führungen werden im Rahmen einer Altstadtführung durchgeführt. Wir haben den Turm also nur von außen gesehen wie es bei vielen anderen Türmen aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls der Fall ist)

Nach diesem kurzen Abstecher ging es zur Waldmopsjagd nach Brandenburg an der Havel.

Bei der Waldmopsjagd

Die Waldmöpse sind mehrere „lebensgroße“ Skulpturen, die seit 2015 im Stadtgebiet Brandenburgs an der Havel an verschiedenen Stellen aufgestellt sind. Der Waldmops ist eine Kunstfigur des Humoristen Loriot, der gebürtiger Brandenburger und auch Ehrenbürger dieser Stadt ist. Die Skulpturen wurden von der Künstlerin Clara Walter geschaffen.
Die Figur des Waldmopses entstammt dem Sketch Tierstunde – Der wilde Waldmops des Humoristen Loriot, den dieser 1972 in der neunzehnten Folge der Fernsehserie Cartoon präsentierte. In dem Sketch geht es um die fabulierte Zucht des Mopses von einem großen elchartigen und gehörnten Tier zum Rasse- und Schoßhund. In deutschen Wäldern habe nur der „scheue Waldmops“, der als im Grunde mopsähnlich, jedoch ein „kurzes, aber kräftiges Gehörn“ tragend, beschrieben wird, überlebt. Er richte schwere Schäden an Flora und Fauna an, überwintere zu Hunderttausenden in Südafrika und habe im Frühling an der Mündung der Weser seine Paarungsgebiete. Der Kommentar des von Loriot gespielten Moderators der Sendung Tierstunde Horst Stern wandelt sich dabei von scharfer Kritik an blindem Züchterehrgeiz auf Kosten eines ehemals edlen Tieres, das als „Herr des Waldes“ seine „freiheitliche Würde“ gehabt habe, zu einer widersprüchlichen, ebenso scharfen Kritik an der Untätigkeit der Bundesforstverwaltung angesichts der teuren Waldschäden, bei denen romantische Tierliebe fehl am Platz sei. Ein Elch verkörpert im Film den wilden Waldmops in seiner Urform und ein mit einem kleinen Geweih versehener Mops stellt den scheuen Waldmops dar. Die allmähliche Veränderung des Körperbaus und die zunehmende Verkümmerung des Geweihs werden mit mehreren Zeichnungen Loriots illustriert.
In der Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2015, die unter anderem in Brandenburg an der Havel veranstaltet wurde, wurde überlegt, ein sogenanntes „Waldmopszentrum“ in Loriots Geburtsstadt zu schaffen. Es sollte eine Reminiszenz an den bekannten Künstler werden und ein Denkmal für ihn. Die Ausschreibung für das Projekt gewann die junge Künstlerin Clara Walter. Es war ihr erster Großauftrag nach dem Studienabschluss und war mit 50.000 Euro, finanziert vom Brandenburger Kulturverein, dotiert.
Am 17. April 2015 wurde das Waldmopszentrum vom Bundesaußenminister und Vorsitzenden des Kulturvereins Frank-Walter Steinmeier eröffnet, dabei wurden die aus Bronze geschaffenen Figuren offiziell übergeben. Die Figuren wurden in stehender, liegender, lehnender und sitzender Haltung an verschiedenen Stellen in der Innenstadt Brandenburgs in der Nähe der BUGA-Stätten aufgestellt, etwa um die Johanniskirche, im Humboldthain und am Packhofufer.
Ursprünglich sollte das Kunstprojekt nur acht Skulpturen umfassen. Seit der Aufstellung der ersten Figuren wurden sie jedoch in der Bevölkerung schnell sehr beliebt, so dass Aufträge für weitere Plastiken, teilweise von privaten Spendern finanziert, erteilt wurden. Die Kosten von der Idee bis zur Fertigstellung für einen einzelnen gegossenen Waldmops werden mit etwa 4.500 Euro angegeben. Inzwischen sind es 27.

In der Touristeninformation bekommt man einen Plan, der entsprechende Regionen zeigt, in denen man Waldmöpse finden kann. Suchen muss man allerdings selber und der Plan den ich bekommen habe unterschied sich nur in der Anzahl der vorhandenen Waldmöpse von jenem, den ich im Internet gefunden habe. Angeblich gibt es 27 Waldmöpse, die Zahl steigt wohl hin und wieder, aber zwei Stunden sind zu wenig um sie alle zu finden. Zumal wir in der St. Gotthard Kirche versumpft sind, jener Kirche, die sich als Taufkirche Loriots herausstellte. 13 Waldmöpse habe ich aber gefunden…

St. Gotthard Kirche
Sankt Gotthardt ist eine Kirche in der Stadt Brandenburg an der Havel. Sie ist neben Sankt Katharinen und dem Dom zu Brandenburg eine der drei Hauptkirchen der Stadt.
Die Kirche ist auf den Namen des heiligen Bischofs Godehard von Hildesheim geweiht. Sie wurde vor 1147 im damaligen Parduin wahrscheinlich vom slawischen Hevellerfürsten Pribislaw/Heinrich gegründet. Spätestens 1147 wurde dort ein Prämonstratenserstift mit Klerikern aus dem Stift St. Marien in Leitzkau errichtet. 1161 wurde dieses zum Domkapitel Brandenburg erhoben. 1165 zog das Prämonstratenserstift auf die Dominsel um. Seitdem war die Kirche St. Gotthardt Pfarrkirche der Altstadt Brandenburg. Die Pfarrer waren weiter Prämonstratenser aus dem Domkapitel.
1540 wurde auch die St.-Gotthardt-Kirche nach der Reformation evangelisch. In den Räumen der Gemeinde wurde seit dieser Zeit bis 1923 die Bibliothek des aufgelösten Franziskanerklosters aufbewahrt.
Der Humorist Loriot war mit dieser Kirche stark verbunden.
Loriot hatte 1986 öffentlich zu Spenden für die Sanierung der Kirche aufgerufen.
Er starb am 22. August 2011 im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See. Am 30. August 2011 wurde er im engsten Familienkreis auf dem Waldfriedhof Heerstraße im Berliner Ortsteil Westend beigesetzt. In St.-Gotthardt wurde ebenfalls ein Trauergottesdienst für ihn gehalten.
In der Kirche gibt es eine kleine Ausstellung über Loriots Beziehung zu Brandenburg an der Havel und der St. Gotthard Kirche.

Fast hätte man uns eingesperrt, da wir die Öffnungszeiten der Kirche aus den Augen verloren hatten und niemand mitbekommen hatte, dass wir den Turm bestiegen hatten. Irgendwann ging das Licht aus und das Treppenhaus des Turms war dunkel. Wie gut dass es die Taschenlampenfunktion des Smartphones gibt. So konnten wir den Abstieg gefahrlos wagen. Und glücklicherweise war noch jemand da, sonst wären wir wirklich eingeschlossen worden… okay so schlimm wäre das nicht gewesen, an der Tür nach draußen standen Notfallnummern.
Neben dieser Kirche(und den Waldmöpsen) hat Brandenburg an der Havel noch viel mehr zu bieten.

Modell des Doms (Brandenburg an der Havel)

St. Peter und Paul
Der Dom Sankt Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel ist das größte Kirchengebäude der Stadt und wird aufgrund seiner kulturhistorischen Bedeutung als „Wiege der Mark Brandenburg“ bezeichnet. Der Bau begann 1165 auf der Dominsel Brandenburg als einschiffige, kreuzförmige, romanische Saalkirche in Backstein mit späteren Erweiterungen zu einer dreischiffigen Kreuzbasilika im Stil der Backsteingotik.
Der Dom war Kern des historischen Bistums Brandenburg, welches ursprünglich 948 durch Otto I. gegründet wurde für die Slawenmission, welche aber zunächst scheiterte. Das Bistum wurde 1161 neu gegründet mit kurz darauf folgendem Dombaubeginn. Mit der Reformation im 16. Jahrhundert wurde der Dom protestantisch und gehört heute zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Schutzpatrone sind Petrus und Paulus.
Der Dom und sein Museum beherbergen heute wertvolle Kunstwerke vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert Das Domstiftsarchiv ist das älteste Archiv östlich der Elbe und beinhaltet die Urkunde mit der Ersterwähnung der Stadt Berlin.

Jahrtausendbrücke (Brandenburg an der Havel)

Jahrtausendbrücke
Die Jahrtausendbrücke verbindet die Altstadt mit der Neustadt. Die Brücke erhielt ihren Namen, als der Brückenneubau im Jahr 1929 anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt eingeweiht wurde.
Die erste hölzerne Brücke stand um 1230/1240 an dieser Stelle. Unter dem Namen Lange Brücke wurde 1860 an dieser Stelle eine hölzerne Klappbrücke errichtet, die 1892 durch eine eiserne Brücke, die in der Mitte aus einer Zugbrücke bestand, ersetzt wurde. Weil diese Brücke wiederum zum Verkehrshindernis wurde, erfolgte 1928 abermals ihr Abriss. Als Neubau wurde eine dreiteilige Stahlbetonbrücke errichtet, die am 7. September 1929 eingeweiht wurde und den Namen Jahrtausendbrücke erhielt.
Im April 1945 wurde die Jahrtausendbrücke gesprengt und 1946/47 wieder aufgebaut. Im Juli 1993 wurde die Brücke aus Sicherheitsgründen für Fahrzeuge gesperrt und 1995/96 erfolgte der Abbruch sowie der Neubau der Brücke. Am 4. Dezember 1996 wurde der Neubau eingeweiht.

St. Johannis (Brandenburg an der Havel)

St. Johannis
Sankt Johannis ist eine ehemalige Klosterkirche der Franziskaner in der Stadt Brandenburg an der Havel, die als Veranstaltungshalle genutzt wird. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Jahrtausendbrücke.
Das gesamte Westjoch wurde durch einen britischen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Abriss ging mittig durch die westlichsten Fensteröffnungen. Die ursprüngliche Umfassungsmauer des westlichsten Jochs steht noch etwa bis in eine Höhe von drei Metern. 1985 stürzte das Dach über dem Chor ein.
Zum Ende der 1980er-Jahre gab es Pläne, die Kirchenruine zu beseitigen. Bedingt durch die politischen Veränderungen in der DDR 1989/1990 kam es nicht mehr dazu. Seitdem gab es verschiedene Projekte, das Gebäude zu sichern, wiederherzustellen oder einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Im Zuge von Notsicherungsmaßnahmen der Ruine wurde die Kirche ab 1991/92 mit einem Notdach und mit einem Innengerüst versehen. In Vorbereitung von geplanten weitergehenden Sicherungsmaßnahmen im Jahre 2006 wurden erste archäologische Stichgrabungen im und am Gebäude statt.
Im Oktober 2011 wurden seitens der Fachhochschule Potsdam durch radartechnische Aufmessungen im 400-MHz-Bereich mit Antennen der Kirchenfußboden auf das vermutete Vorhandensein von Grüften untersucht. Deren Existenz war auf Grund der nur wenige Meter entfernten Havel bislang strittig. Es gibt jedoch die Untersuchung rechtfertigende Hinweise aus der schriftlichen Überlieferung.
Im Vorfeld der Bundesgartenschau 2015 wurde die Kirchenruine für 3,7 Millionen Euro, die zu 80 Prozent aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ finanziert wurden, umfangreich saniert und zu einem Veranstaltungsort umgebaut und umgenutzt. Richtfest war am 12. Dezember 2013. Während der Bundesgartenschau 2015 beherbergte die St. Johanniskirche verschiedene Floristikausstellungen.
Seit Ostersonntag 2016 nutzt die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde St. Johannis zwischen Frühling und Herbst die Kirche wieder für ihre sonntäglichen Gottesdienste.

Plauer Torturm (Brandenburg an der Havel)

Plauer Torturm
Der Plauer oder Luckenberger Torturm ist ein Turm der Altstädter Stadtmauer in Brandenburg an der Havel. Er gehört zu den ehemals acht, heute noch vier verbliebenen Tortürmen der beiden Städte Brandenburg und ist ein Teil der mittelalterlichen Wehranlage, die insgesamt zehn Tore umfasste.
Das Plauer oder Luckenberger Tor beschützte die Ausfallstraße nach Westen der Altstadt Brandenburg an der Havel. Es ist benannt nach dem etwa 500 m vor dem Tor gelegenen ehemaligen Dorf Luckenberg, das sich mutmaßlich zwischen der Nikolaikirche und dem nördlichen Ufer der Havel befand. Der heute gebräuchlichere Name, der auch enger mit der am Torturm südlich vorbeiziehenden Plauer Straße korrespondiert, ist Plauer Torturm. Er weist darauf hin, dass die westliche Ausfallstraße der Altstadt in Richtung Magdeburg nach dem Fischerstädtchen Plaue führt.
Über das Entstehungsjahr dieses Turmes ist nichts überliefert. Es ist anzunehmen, dass der Plauer oder Luckenberger Torturm mit der Entstehung der steinernen Stadtmauer und der vorgelagerten Doppelwallanlage bereits integraler Bestandteil des Wehrsystems war. Auch wenn die wenigen spätmittelalterlichen Darstellungen, die den Turm zeigen, keine ausgeprägte Doppeltoranlage zeigen, lässt sich begründet vermuten, dass es sich beim Plauer oder Luckenberger Tor um eine gut befestigte Anlage gehandelt hat.
In mehreren Nischen, die einst für die Aufnahme von Gerüstbalken in den Turm eingelassen waren, befinden sich heute Ton-Skulpturen von verschiedenen Tieren (von Nordost nach Nordwest: Ratte, Schlange, Kuh, Schwein, Kamel, Ziege, Esel, Wolf). Sie wurden von dem 2012 verstorbenen Brandenburger Künstler Horst Wall geschaffen.
Der Turm ist gegenwärtig nicht begehbar. Auch zum Brandenburger Türmetag, bei dem die drei anderen verbleibenden Tortürme Brandenburgs an der Havel (Rathenower Torturm der Altstadt, Neustädtischer Mühlentorturm und Steintorturm der Neustadt) von Besuchern begangen werden können, muss der Plauer Torturm geschlossen bleiben, da eine gefahrlose Begehung aus bautechnischen Gründen und Sicherheitsaspekten her nicht gewährleistet werden kann.

Friedenswarte (Brandenburg an der Havel)

Friedenswarte
Die Friedenswarte ist ein Aussichtsturm auf dem Marienberg. Sie steht zentral im Stadtgebiet, gilt als weithin sichtbares Wahrzeichen und ist als Baudenkmal ausgewiesen. Bestiegen haben wir sie allerdings nicht, wir haben sie nur aus der Ferne gesehen … und wenn ich ehrlich bin wusste ich damit nichts anzufangen. Wenn ich gewusst hätte, dass es ein Aussichtsturm ist wäre ich hinauf gestiegen. Aber mich haben im Vorfeld nur die Waldmöpse interessiert, ich wusste nicht, was es in Brandenburg an der Havel sonst noch zu sehen gab.
Und so hässlich ist die Stadt nicht …
Der Brandenburger Spielwarenfabrikant Ernst Paul Lehmann initiierte den Bau einer Bismarckwarte auf dem Marienberg inmitten einer großen städtischen Parkanlage. Die Pläne zur Warte stammten von Bruno Möhring. Am 1. April 1905 erfolgte die Grundsteinlegung und genau drei Jahre später, am 1. April 1908, wurde der etwa dreißig Meter hohe Turm zusammen mit einem neu gestalteten südlichen Aufgang eröffnet. Der Turm bestand aus einem aus Klinkern gemauerten Kern, während das Äußere mit Granitfindlingen gestaltet wurde. In einem Innenraum befand sich eine Halle mit einer Feuerschale, welche zu feierlichen Anlässen entzündet wurde. Der Schein des Feuers war weithin sichtbar. Eine Treppe führte zu einer Aussichtsplattform. In einer Nische auf der Vorderseite des Sockels zum Aufgang war eine von Hugo Lederer geschaffene Büste Otto von Bismarcks eingelassen.
Am 31. August 1958 wurde die Bismarckwarte auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung in Friedenswarte umbenannt.
Am 22. März 1974 wurde die seit 2 Jahren gesperrte ehemalige Bismarckwarte gesprengt und bis auf einen Sockel aus Feldsteinen abgetragen.
Auf dem Feldsteinsockel wurde anschließend innerhalb eines halben Jahres ein neuer Turm errichtet. Zum 25. Jahrestag der Gründung der DDR, am 7. Oktober 1974, wurde er fertiggestellt. Architekten des Bauwerks waren Günter Franke und Wolfgang Schoppe.

Es werden auch Waldmopsführungen angeboten, allerdings nur Sonntags und nicht an jedem … aber es ist ein Grund noch einmal nach Brandenburg an der Havel zu fahren.
Danach wollten wir eigentlich noch das Tiergehege in der Hasenheide besuchen, aber aufgrund der Parkplatzsituation sahen wir davon ab. Es war wohl ein Trugschluss direkt am Park parken zu können.
Gegessen haben wir in der L’Osteria. Geschmacklich war es so wie wir es von der Kette kannten, nur wäre es schön gewesen, wenn die Getränke vor der Vorspeise und nicht erst danach gekommen wären.

Zoo Magdeburg
Zoo Zabakuck
Brandenburg an der Havel

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