Zoopresseschau

Zoo Schwerin 17.04.2020
Das lange Warten hat ein Ende – Am Mittwoch, den 22. April 2020 öffnet der Zoo Schwerin wieder seine Pforten
Nach über einem Monat der Schließung gibt es nun für alle Zoofans eine gute Nachricht: Ab dem 22. April 2020 ist ein Zoobesuch wieder möglich. „Es gibt in der Landeshauptstadt keine zweite Kultur- und Bildungsstätte, die so beliebt und populär wie unser Zoo ist. Ich freue mich, dass diese Einrichtung den Schwerinerinnen und Schwerinern ab Mittwoch auch für die Naherholung und die Bewegung an der frischen Luft wieder zur Verfügung steht“, so Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier. Allerdings wird es Anpassungen an die aktuellen Umstände geben müssen. So bleiben Gastronomie, Zooladen und Kioske sowie Tierhäuser auf behördliche Anweisung geschlossen. Wie auch im öffentlichen Raum müssen leider die Spielplätze ebenfalls gesperrt werden. Öffentliche Fütterungen müssen ausfallen, damit sich keine Menschengruppen bilden. Es wird dringend das Tragen von Mundschutz empfohlen. Außerdem weist der Zoo ausdrücklich darauf hin, Abstand zu anderen Personen zu halten und die Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Infektionen einzuhalten. Das gilt im Zoo, wie auch im Kassenbereich vor dem Zooeingang. Die sonst lediglich am Wochenende und Feiertag geltenden Öffnungszeiten sind vorerst auch von Montag bis Freitag gültig. Der Zoo ist somit täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet, die Kasse schließt um 18. Uhr. „Die Öffnung ist ein erstes Aufatmen, aber über den Berg sind wir leider noch lange nicht“, so Zoodirektor Dr. Tim Schikora. „Durch die Schließung der vergangenen vier Wochen sind uns erhebliche Umsatzeinbußen u.a. durch das entfallene Ostergeschäft entstanden. Trotz Öffnung müssen wir weiterhin auf Einnahmen aus Gastronomie, Zooladen und Führungen verzichten.“ Diese Ausfälle wird der Zoo nicht wieder ausgleichen können und das wird ab Jahresmitte ein Problem darstellen. Der Einnahmeverlust allein während der 30 tägigen Schließung liegt bei über 350.000 Euro. Darüber hinaus gilt es weiterhin in einer angespannten Personalsituation den Betrieb aufrecht zu erhalten, denn für die Belegschafft gilt weiterhin der interne Pandemie-Plan. Dies betrifft vornehmlich den Bereich der Tierpflege, in dem weiterhin im Wechselmodell gearbeitet wird, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Auch im Bereich Besucherservice und Kasse wird der Zoo vor enorme Herausforderungen gestellt, um die genannten Auflagen umzusetzen. „Auch wenn das für den Zoo eine große Herausforderung bei der Organisation wird, freue ich mich über diese Entscheidung des Landes“ ergänzt Aufsichtsratsvorsitzender Silvio Horn und dankt dem Zoo-Team, dass der Park schnell wieder für die Öffentlichkeit bereit steht. „Wir sind unseren treuen Zoofans für die bisherigen Spenden und den positiven Zuspruch unendlich dankbar. Das motiviert und jeder kleiner Beitrag hilft uns ein kleines Stückchen weiter“ ergänzt Christina Mäder, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit. Wer den Zoo unterstützen möchte findet weitere Informationen unter #zoolidarität oder auf unserer Homepage www.zoo-schwerin.de.

Erlebnis-Zoo Hannover 17.04.2020
Erlebnis-Zoo weiterhin geschlossen – Unterstützung durch Tierpatenschaften, Gutschein- und Karten-Kauf oder Spenden möglich
Der Frühling ist im Erlebnis-Zoo angekommen: Während Erdmännchen, Flamingos und Nashörner die Sonne genießen, das kleine Eisbärmädchen in den Wellen des Hafenbeckens von Yukon Bay tobt und die Elefanten eine kühle Dusche genießen, müssen die Wege im Zoo weiterhin leer bleiben. Laut Beschluss der Bundesregierung nach der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 15. April müssen zoologische und botanische Gärten weiterhin zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 geschlossen bleiben. Mit großer Hoffnung hatte der Zoo auf die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten geblickt, denn im ersten Entwurf der Bundesregierung sollten botanische und zoologische Gärten am Montag wieder öffnen dürfen. Umso größer war die Enttäuschung im Zoo, als am Abend im Beschlusspapier nach der Konferenz zu lesen war, dass Zoos auch weiterhin geschlossen bleiben müssen – vorerst bis zum 03. Mai. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, da wir bereits seit einigen Wochen an einem umfangreichen Hygienekonzept für die Wiederöffnung des Zoos arbeiten und uns sehr, zumindest über eine schrittweise Öffnung des Zoos, gefreut hätten, so Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Aus aktuellen Medienmeldungen haben wir allerdings erfahren, dass es in anderen Bundesländern anscheinend Überlegungen gibt, Zoos in der nächsten Woche wieder zu öffnen, was uns verwundert.“ Schließung stellt Zoo vor finanzielle Herausforderungen Die Schließung traf den Zoo zum Auftakt in die Sommersaison und damit dem Beginn der besucherstärksten und wirtschaftlich wichtigsten Zeit des Jahres. Daher steht auch der Erlebnis-Zoo vor großen finanziellen Herausforderungen. „Ein Zoo-Tag kostet rund 63.000 Euro“, berichtet Zoo-Chef Casdorff. Trotz der schweren finanziellen Situation betont er aber: „Natürlich steht die optimale Versorgung all unserer Tiere weiterhin an erster Stelle und ist in jedem Fall sichergestellt.“ Dennoch brechen aufgrund der aktuellen Zooschließung ein Großteil der Einnahmen weg. „Wir sind zurzeit sehr, sehr dankbar über jeden, der uns in der schweren Zeit finanziell unterstützt, sei es durch eine Geldspende, die Übernahme einer Tierpatenschaft oder den Kauf von Tages- und Jahreskarten sowie Gutscheinen“, so Andreas M. Casdorff. Als gemeinnützige GmbH kann der Erlebnis-Zoo nun auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Dank des Gesellschafters, der Region Hannover, konnte der Zoo kurzfristig seinen Kreditrahmen erhöhen, so dass die Liquidität gesichert wurde. „Kredite müssen aber auch wieder getilgt werden, was uns über Jahre vor große Herausforderungen stellen wird.“ Von direkten Futterspenden bittet der Zoo abzusehen, da der Futtermeister gezielt und bedarfsorientiert das Futter für die Tiere jede Woche frisch einkauft, zum Teil auch bei Fachhändlern, weshalb Geldspenden hierbei besser helfen. Hygiene-Vorkehrungen für Zoo-Öffnung Das Zoo-Team hofft, dass es nach dem 03. Mai zu einer weiteren Lockerung der aktuellen Covid-19-Maßnahmen kommen wird, die zumindest die Öffnung des Zoos, wenn auch mit eingeschränkten Leistungen, möglich macht. Um schnell auf eine mögliche Wiederöffnung reagieren zu können, hat der Zoo bereits umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um die Hygiene- und Abstandsregeln und auch die Steuerung der Besucherströme verantwortungsvoll umzusetzen. Das heißt aber auch, dass nicht alle Angebote gleich zur Verfügung stehen werden, wie zum Beispiel die Spielplätze oder die kommentierten Fütterungen sowie Blicke hinter die Kulissen und die Zoo-Gastronomie. „Der Erfolg unserer Bemühungen hängt aber auch davon ab, dass unsere Besucher die nunmehr gelernten Hygiene- und Abstandsregelungen auch bei uns vor Ort umsetzen und rücksichtsvoll miteinander umgehen“, appelliert Casdorff. „Wir bedanken uns bei allen Zoo-Fans, die uns in den letzten Wochen Mut zugesprochen haben und zum Beispiel ihre Jahreskarten oder Patenschaften verlängert haben, das hilft uns in dieser Zeit enorm“, so Casdorff. „Wir sehnen den Tag herbei, an dem wir den Zoo wieder öffnen können und unsere Besucher wieder persönlich für Tiere und ihren Schutz begeistern und Wissen über unsere Tiere mit Spaß vermitteln können – schließlich sind wir einer der größten außerschulischen Lernorte.“

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 17.04.2020
20-jähriges Jubiläum für Sumatra-Tigerin Dumai
Elegant und leichtfüßig springt Tigerweibchen Dumai täglich auf den erhöhten Aussichtsplatz in ihrer Anlage. Die wenigen Meter überwindet die Tigerdame problemlos mit einem Satz und zeigt damit, dass eine Großkatze auch im hohen Alter noch schnell unterwegs sein kann. Denn am heutigen Tag, dem 17. April, wird die Sumatra-Tigerin bereits 20 Jahre alt. Die Haltung dieser hoch bedrohten Tierart hat im Zoologisch-Botanischen Garten Tradition, bereits 1973 zog der erste Sumatra-Tiger ein. Dumai kam 2001 aus Schottland in die Wilhelma und erhielt kurz darauf Gesellschaft von Kater Tuan aus Lissabon, mit dem sie sich auf Anhieb sehr gut verstand. Bei der Geburt ihrer ersten Jungtiere im Jahr 2005 entschied sich die junge Mutter nicht für die abgeschirmte Wurfbox, sondern brachte ihre beiden kleinen Kater vor den Augen der Wilhelma-Gäste auf der Außenanlage zur Welt. Als im folgenden Jahr schließlich sowohl Tuan als auch der gemeinsame Nachwuchs im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in andere Zoos vermittelt wurden, bekam Dumai mit dem imposanten Carlos aus dem Wuppertaler Zoo einen neuen Partner an die Seite gestellt. 2007 hatten die beiden gleich dreifachen Nachwuchs, der später nach Spanien, Frankreich und Schweden umzog. Seit Kater Carlos 2015 überraschend wegen eines Tumors erlöst werden musste, residiert Dumai allein in ihrer Anlage im Raubtierhaus. Damit kommt sie bis heute sehr gut zurecht, da die Großkatzen in ihrer indonesischen Heimat als Einzelgänger durch die Regenwälder streifen. Jeden Tag wacht die Tigerin von den erhöhten Sitzbrettern aus aufmerksam über ihr Reich und verfolgt jede Bewegung mit neugierigen Blicken. „Dumai ist natürlich eine relativ alte Tigerin und hat mit den Jahren auch Muskelmasse abgebaut“, erklärt Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher. „Das ist in dem Alter aber völlig normal, zudem war sie schon immer sehr schlank. Sie frisst aber sehr gut und ist mobil. Sogar die notwendige Narkose für die Operation an einer eingewachsenen Kralle hat sie kürzlich ohne Probleme weggesteckt.“ Auch Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin freut sich, dass die Tigerin auf ihre älteren Tage noch so fit ist: „Das ist ein Beweis dafür, dass sie bei unserem Pflegerteam wirklich in hervorragenden Händen ist. Dumai ist nicht nur seit vielen Jahren ein absoluter Besucherliebling, sondern auch Botschafterin für ihre Art, die in ihrer Heimat stark gefährdet ist. Dumais Jubiläum setzt heute sogar ein ganz besonderes Zeichen, denn ihre wildlebenden Verwandten erreichen selten dieses stolze Alter.“ Diese kleinste Unterart des Tigers lebt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra. Dort gibt es aufgrund von Lebensraumverlust und Wilderei nur noch etwa 400 Tiere. Seit 2002 unterstützt die Wilhelma daher ein Projekt vor Ort, um die Raubkatzen in ihrem angestammten Habitat zu schützen. Erst in der vergangenen Woche spendete der Zoologisch-Botanische Garten 10.000 Euro an seinen Kooperationspartner, die WildCats Conservation Alliance. Mit dem Betrag wird ein Rangerteam finanziert, das im Kerinci-Seblat-Nationalpark, einem der größten und bedeutendsten Schutzgebiete Südostasiens, gegen Wilderer vorgeht.

Wildpark-MV | Natur- und Umweltpark Güstrow 17.04.2020
Wildpark-MV öffnet ab 20. April wieder – Tierisch wilde Abenteuer mit einigen Einschränkungen
Die Freude beim Wildpark-Team ist riesig: Ab Montag, dem 20. April 2020, darf der Wildpark-MV in Güstrow unter Maßgabe der im MV-Plan enthaltenen Bedingungen und Empfehlungen wieder täglich von 9 bis 19 Uhr seine Tore für Besucher öffnen. Demnach dürfen die Außenbereiche ohne Nutzung von Gastronomie und Spielplätzen und unter Einhaltung von Auflagen, wie der Abstandspflicht und Zugangsbeschränkungen, wieder von der Öffentlichkeit genutzt werden. Da der Park sehr weitläufig ist, wird es nur geringe Einschränkungen geben. Die begehbaren Gehege und Volieren sowie die Raubtier-WG, der Schaubereich der Braunbären, das Wildfreigehege und alle weiteren Wanderwege durch den Wildpark werden geöffnet sein. Auch der Wildpark-Shop lädt wieder zum Stöbern ein. Die wichtigsten Einschränkungen im Überblick (bis auf Widerruf, vorerst bis 3. Mai 2020): Der Eintritt erfolgt wie gewohnt über die Kasse durch das Besucherzentrum mit direktem Zugang zum Park. Der Ausgang erfolgt über ein separates Tor – hier gibt es Hinweisschilder für die Besucher. Das Bärenhaus, die Wolfshöhle, das Haus Spinne, die Schau-Brüterei, das Storchenhaus, das Mäusehaus sowie der Aquatunnel im Besucherzentrum sind geschlossen. Alle gastronomischen Einrichtungen bleiben geschlossen. Es wird ebenso keinen Kioskverkauf geben. Alle Spielplätze werden abgesperrt. Es finden keine kommentierten Fütterungen statt. „Wir freuen uns über jeden Besucher, der zu uns in den Wildpark kommt und die Lockerungen genießt, die nun auf Bundes- und Landesebene beschlossen wurden. Besonders erfreulich ist es, dass pünktlich bis Ostern unsere Freiflugvolieren fertiggestellt werden konnten und damit nun auch für die Besucher zugänglich sind. Darauf haben sich alle schon lange gefreut. Zudem sorgt die startende Rhododendronblüte für zusätzliche Freude bei einem Spaziergang durch den Park“, so Wildpark-Geschäftsführer Klaus Tuscher.

Tierpark Hellabrunn 17.04.2020
Tierpark Hellabrunn bleibt voraussichtlich bis einschließlich 3. Mai für Besucher geschlossen
Seit Donnerstag, den 16. April ist es offiziell: Nach Beratungen von Bund und Ländern werden die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote im Zuge der weiterhin allgegenwärtigen Corona-Pandemie fortgesetzt. Der Tierpark wird bis voraussichtlich einschließlich 3. Mai für Besucher geschlossen bleiben. Diese Entscheidung stellt Hellabrunn vor eine große Herausforderung, die damit verbundenen Umsatzverluste zu schultern. Seit Dienstag, den 17.03.2020 findet kein Besucherbetrieb mehr im Münchner Tierpark Hellabrunn statt. Zu normalen Zeiten eines der beliebtesten und meistbesuchten Ausflugsziele in Bayern sind die Tierhäuser und die Besucherwege nun seit einem Monat menschenleer. So mancher der tierischen Bewohner Hellabrunns wundert sich über das Ausbleiben der großen und kleinen Tierparkgäste, die gerade in dieser wunderschönen Jahreszeit sonst so zahlreich in den Park strömen. „Selbstverständlich richten wir uns nach den staatlichen Verordnungen und werden weiterhin dafür Sorge tragen, dass es all unseren Tieren auch in Zeiten der Schließung an nichts mangelt, alle notwendigen Arbeiten in Hellabrunn reibungslos vonstattengehen und die Arbeitsplätze unserer hochengagierten und motivierten Mitarbeiter erhalten bleiben“, so Rasem Baban, Tierparkdirektor und Vorstand in Hellabrunn. „Der Tierpark ist jedoch auch ein wirtschaftlich geführtes Unternehmen, welches auf seine Kosten- und Ertragslage achten muss, damit es seinen Bildungsauftrag erfüllen kann und die zahlreichen wissenschaftlich geführten Artenschutzprojekte weiterbetrieben werden können. Die derzeitige Situation stellt uns in der Tat vor große Herausforderungen: Die überaus umsatzstarke Frühjahrssaison mit hohen Tages- und Jahreskartenverkäufen sowie Pachterträgen aus der Gastronomie bricht uns vollständig weg. Dies reißt aktuell ein Loch von weit über zwei Millionen Euro in die Bilanz. Denn nicht nur die Einnahmen bleiben aus: Es kostet den Tierpark auch jetzt jeden Tag ca. 50.000,- Euro, die umfangreiche Versorgung, die Pflege und tiermedizinischen Betreuung aller Tiere sicherzustellen und die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten. Unser Dachverband, der Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) hatte zu der aktuellen Notsituation, von der alle zoologischen Einrichtungen in Deutschland betroffen sind, bereits Ende März einen deutlichen Hilferuf an die Bundesregierung formuliert“, so Baban weiter. „Jeder, dem der Tierpark Hellabrunn am Herzen liegt, kann auch abseits einer willkommenen Geldspende einen Beitrag leisten, von dem nicht nur der Tierpark, sondern auch der Geldgeber profitiert“, ergänzt Dennis Späth, Leiter der Unternehmenskommunikation in Hellabrunn. „So kann man während der Schließung des Tierparks Vorverkaufstickets sowie Gutscheine für Jahreskarten über unser Service-Center erwerben. Oder man kann eine Tierpatenschaft eingehen bzw. verschenken. Auch eine regelmäßige Unterstützung des Förderkreises Hellabrunn ist hilfreich, zudem steuerlich absetzbar und bietet den Förderern durch exklusive Veranstaltungen und Informationen noch intensivere Einblicke in Münchens beliebten Zoo. Alle Informationen hierzu finden sich auf unserer Website unter www.hellabrunn.de/helfen-spenden/“, so Späth weiter. Sobald sich eine Wiederöffnung des Münchner Tierparks Hellabrunn abzeichnet – sicherlich zunächst mit einigen Einschränkungen – wird diese auf allen Kanälen kommuniziert.

Thüringer Zoopark Erfurt 17.04.2020
Löwen-Duo feiert ersten Geburtstag
Am 19. April feiern die Löwenjungtiere im Thüringer Zoopark Erfurt, „Makuti“ und „Latika“, ihren ersten Geburtstag. Da der Zoopark für die Besucher aktuell noch geschlossen hat, sind die Mitarbeiter kreativ geworden. In einem Geburtstagsvideo, welches am 19. April veröffentlicht wird, sehen die Zuschauer wie groß die beiden Löwenjungtiere mittlerweile geworden sind. Außerdem erhalten „Makuti“ und „Latika“ ein Geburtstagsgeschenk – anklicken lohnt sich! Das Video ist ab Sonntag auf der Website, sowie auf dem Youtube-Kanal und der Facebook-Seite des Zooparks zu sehen. Das ist aber noch nicht alles! Der Thüringer Zoopark ruft außerdem zu einem Malwettbewerb für Kinder auf. Bis der Thüringer Zoopark Erfurt wieder geöffnet hat, sind alle Kinder dazu aufgerufen, ihre schönsten Bilder der beiden Raubkätzchen an den Zoopark zu senden. Ganz einfach per Mail an presse.zoopark@erfurt.de oder via Facebook unter www.facebook.com/zooparkerfurt. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen! Die Jury, bestehend aus Bereichstierpflegerin Sabine Fuß und Zooparkdirektorin Dr. Dr. Sabine Merz, prämieren die 3 schönsten Bilder mit tollen Zoopark-Überraschungspaketen. Mitmachen lohnt sich! Website: www.zoopark-erfurt.de
Facebook: https://www.facebook.com/zooparkerfurt

Zoo Magdeburg 17.04.2020
Zuchterfolg bei gefährdeter Lemurenart: Mohrenmaki geboren
Sie gehören zu den eher seltenen Pfleglingen in deutschen Zoos, die nur endemisch in Madagaskar lebenden Mohrenmakis (Eulemur macaco). Jetzt hat der Zoo Magdeburg einen Zuchterfolg bei dieser gefährdeten Tierart zu verzeichnen. Nach einer Tragzeit von etwa vier Monaten hat das Mohrenmaki-Weibchen Charlotte ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Der kleine Lemur klammert sich in den ersten Lebenswochen am Bauch der Mutter fest. Wenig später reitet er auf dem Rücken seiner Mutter. Beim Durchstreifen der tropischen Regenwälder in Nordwestmadagaskar führt das dominante Mohrenmaki-Weibchen die Gruppe an. Das Markieren des Terrains mit ihren Analdrüsen ist sehr geruchsintensiv. Das Aussehen der Männchen und Weibchen ist sehr unterschiedlich. Während die Männchen durchgehend schwarz gefärbtes Fell tragen mit auffälligen Haarbüscheln an den Ohren, sind die Weibchen auf dem Rücken braun bis schwarz, der Bauch ist hellbraun bis weißgrau, der Kopf und die Schnauze sind dunkelgrau und die Haarbüschel an den Ohren weiß. Die Augenfarbe beider Geschlechter ist gelb-orange. Ein weiteres “Markenzeichen” ist ihr langer buschiger Schwanz. Nur sechs Zoos in Deutschland haben die gefährdeten Mohrenmakis in ihrem Tierbestand. Der Zoologische Garten Magdeburg ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Mohrenmakis beteiligt.

Tierpark Gotha 17.04.2020
Tierpark Gotha trauert um seinen Tiger Primus
Die majestätische Raubkatze verbrachte fast 19 Jahre im Naturschutzgebiet am Kleinen Seeberg. Zu jeder Jahreszeit berichtet der Tierpark Gotha über den Nachwuchs aus seinen Gefilden, der von einer gelungenen Unterstützung der Arterhaltung zeugt. Manchmal jedoch muss sich das Team der Pfleger von einem liebgewonnenen Tierparkbewohner verabschieden, so in diesem Jahr von Tiger Primus. Primus kam mit einem Jahr aus dem Tierpark Chemnitz nach Gotha und lebte hier fast 19 Jahre. Während dieser Zeit sorgte er zusammen mit Tigerdame Taiga auch für Nachwuchs, denn im April 2014 wurden die Zwillinge Gota und Gotschka geboren. Seit einigen Jahren war Primus jedoch chronisch krank und bekam täglich Medikamente zur Unterstützung seiner Nieren und seines Bewegungsapparates, denn seine Bewegung war altersbedingt oft eingeschränkt. Den neuen Unterstand, der eigens für die Tiger zu Anfang des Jahres errichtet wurde, konnte Primus noch nutzen, erlag jedoch einige Wochen später einem Nierenversagen. Er erreichte ein stattliches Alter von knapp 20 Jahren. Das durchschnittliche Alter von Raubkatzen, speziell Tigern, beläuft sich auf 12 bis 15 Jahre. Obwohl Tiger vorrangig Einzelgänger sind, lebte Primus im Tierpark mit seiner Gefährtin Taiga zusammen. Beide Tiere harmonierten sehr gut miteinander und Taiga wird auch weiterhin ihr Zuhause im Tierpark Gotha haben. „Man merkt Taiga natürlich an, dass sie Primus vermisst. Jeden Tag sucht und ruft sie nach ihm. Wir sind jedoch bereits bemüht, einen weiteren männlichen, altersgerechten Tiger zu finden.“, äußert sich Angelika Wimmer, Fachtierärztin des Tierpark Gotha. Die Aufbereitung von Primus beim zoologischen Präparator Ralf Nowak wird einige Monate in Anspruch nehmen, bevor er anschließend im Naturkundemuseum Erfurt zu sehen sein wird. Die KulTourStadt Gotha GmbH sowie der Tierpark Gotha halten alle Interessierten weiterhin auf www.tierpark-gotha.de über den Schließungszeitraum auf dem Laufenden. Darüber hinaus lädt der Facebook-Kanal des Tierparks (www.facebook.de/TierparkGotha) dazu ein, die Arbeiten hinter den Kulissen und das Tierparkleben von Zuhause aus zu verfolgen.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 16.04.2020
Wichtiger Nachwuchs für den Fortbestand der bedrohten Waldgiraffen und seltenen Riesenesel – Kleine Langohren bei den Okapis und Poitou-Eseln
Gleich doppelt konnte man sich in der Wilhelma in Stuttgart in der vergangenen Woche über Nachwuchs freuen: Im Giraffenhaus erblickte ein gesundes Okapikalb das Licht der Welt, während bei den Poitou-Eseln ein kleines Fohlen über den Schaubauernhof tobt. Beide Jungtiere sind willkommene Lichtblicke im Wilhelma-Alltag, der derzeit aufgrund der Corona-Pandemie hinter verschlossenen Toren stattfindet. Auch für den Fortbestand der beiden Arten sind die Neuzugänge von großer Bedeutung. Die Okapis sind in ihrem Heimatgebiet, der Demokratischen Republik Kongo, stark gefährdet. Dort leben schätzungsweise noch 15.000 dieser scheuen Tiere. Nur rund 70 Waldgiraffen gibt es in 24 europäischen Zoos – nun verstärkt durch den neugeborenen Okapibullen des Zoologisch-Botanischen Gartens. Dass die Geburt nach der 14-monatigen Tragzeit nicht mehr lange auf sich warten lassen würde, hatte Mutter Nyota schon einige Tage vor dem Termin gezeigt. Obwohl der warme Sonnenschein auf die Außenanlage gelockt hatte, blieb sie lieber im Innenbereich. Am Dienstag, 7. April, kam das Kalb dann ganz unbeobachtet auf die Welt. „Als wir morgens kamen, stand der Kleine schon und Nyota hatte ihn sauber und trocken geleckt“, berichtet Revierleiter Daniel Wenning. „Sie säugt ihn regelmäßig und kümmert sich wirklich hervorragend um ihn. Besser könnte es nicht laufen.“ Die Freude darüber ist groß, denn bei Nyotas erstem Nachwuchs im Oktober 2018 gab es Komplikationen. Die unerfahrene Okapikuh ließ ihr Jungtier nicht ans Euter, wenig später starb es während einer notwendig gewordenen Operation. Umso schöner ist es, dass Nyota ihren neuen Schützling nun so liebevoll umsorgt. Der noch namenlose Jungbulle macht einen kräftigen Eindruck und übt sich bereits an ersten Galoppsprüngen. Den Großteil des Tages verbringt er allerdings ruhend im Stall, während Nyota stundenweise Ausflüge ins Vorgehege unternehmen darf. Denn Okapijungtiere sind Ablieger und halten sich die ersten Lebenswochen größtenteils versteckt. Vater Shomari bekommt von seinem Nachwuchs dagegen nur wenig mit. Da die Regenwaldbewohner Einzelgänger sind, beteiligt er sich nicht an der Aufzucht. Eine morgendliche Überraschung war auch das Fohlen bei den Poitou-Eseln auf dem Schaubauernhof. Das neugeborene Langohr stand am Ostersonntag, 12. April, zu Dienstbeginn schon fest mit seinen vier stämmigen Beinen im Leben. Im Gegensatz zu Mutter Brise trägt die kleine Stute noch nicht das rassetypische zottelige Haarkleid, das sich erst im Alter von einem Jahr entwickelt. Das Fohlenfell ist zunächst sehr dunkel, kurz und plüschig, bevor es sich langsam aufhellt. Die Haustierrasse stammt aus dem Westen Frankreichs und ist schon seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Waren sie einst zur Züchtung großer und leistungsstarker Maultiere beliebt, standen die Poitou-Esel in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts fast vor dem Aussterben. Dank eines koordinierten Zuchtprogramms konnte diese Rasse jedoch bis heute erhalten werden. Das jüngste Stutfohlen der Wilhelma ist zudem das Ergebnis einer langen Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband. Während die ersten beiden Fohlen von Mutter Brise und Hengst Nepomuk aber nach Frankreich umgezogen sind, darf der jüngste Sprössling im Zoologisch-Botanischen Garten bleiben und zukünftig hoffentlich selbst einmal zum Erhalt der edlen Esel beitragen.

Tierpark Nordhorn 16.04.2020
Tierpark Nordhorn weiterhin geschlossen – Keine Zooöffnung vor Mai
Mit Spannung hat die deutsche Bevölkerung auf die Pressekonferenz der Bundesregierung am gestrigen Mittwoch gewartet. Erste Lockerungen waren versprochen und werden ab dem kommenden Montag auch angegangen. Entgegen der ersten Vorabmeldungen müssen Zoos und Tierparks jedoch vorerst geschlossen bleiben – dies betrifft natürlich auch den Familienzoo in der Grafschaft Bentheim. Tierparkleiter Dr. Nils Kramer zeigt sich verständnisvoll: „Das Wichtigste ist in diesen Zeiten die Gesunderhaltung von Mensch und Tier! Von einer geordneten Öffnungsstrategie profitieren in diesen Zeiten alle! Natürlich freuen wir uns, wenn wir endlich wieder Gäste begrüßen dürfen.“ Der Tierpark befindet sich in enger Abstimmung mit dem Landkreis als zuständiger Behörde. Nach jetzigem Informationsstand sieht aber auch der Entwurf des Erlasses der niedersächsischen Landesregierung keine Öffnung für Zoos vor Mai vor. Um hier endgültige Klarheit zu haben, wartet der Zoodirektor nun wie viele andere Bürger der Grafschaft Bentheim auf die Verordnungen auf Landes- und Landkreisebene. Wenn diese öffentlich gemacht werden wird abzusehen sein, wie der genauere Fahrplan aussehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch viele Fragen offen. Nicht nur das WANN ist hier entscheidend, sondern auch unter welchen Bedingungen kann der Zoobetrieb wieder aufgenommen werden. Zum Tierpark gehören schließlich nicht nur Tiergehege, sondern auch Spielplätze und Gastronomien. Tierparkmitarbeiter und Besucher müssen sich also zum jetzigen Zeitpunkt weiter in Geduld üben. Die Tierpfleger und das Marketingteam des Zoos versorgen in der Zwischenzeit weiterhin alle Interessierten über die Social-Media-Kanäle Facebook (www.facebook.com/TierparkNordhorn) und Instagram (www.instagram.com/tierparknordhorn/) mit spannenden Informationen aus ihrem Zoo. Mit der Kampagne „Wir sind Zoo! Gemeinsam mit dem Tierpark Nordhorn“ bittet der Förderverein darüber hinaus um Spenden und Tierpatenschaften, um den beliebten Familienzoo in dieser schwierigen Phase finanziell und moralisch zu unterstützen.

Zoo Dresden 16.04.2020
Nachwuchs bei unseren Zweifingerfaultieren im Zoo Dresden
Seit den Ultraschallaufnahmen Anfang des Jahres ist bekannt, dass im Zoo Dresden endlich wieder mit der Geburt eines Zweifingerfaultieres zu rechnen ist. Die letzte Geburt liegt bereits fünf Jahre zurück. Nach dem Tod ihres langjährigen Partners Daniel im Jahr 2015 war es dem Zoo Dresden zunächst nicht gelungen, für Faultierweibchen Marlies einen passenden Partner zu finden. Erst im dritten Anlauf klappte es mit dem noch jungen Männchen Atia aus dem Zoo Ústí nad Labem (Tschechien), bei dem offenbar sofort die Chemie stimmte. Am Morgen des 15. April fanden unsere Tierpfleger auf dem Bauch von Mama Marlies ein augenscheinlich gesundes und gut entwickeltes Jungtier. Für Marlies, die seit 2007 im Zoo Dresden lebt, ist es bereits das siebte Jungtier. Da sie somit als erfahrene Mutter gilt, werden Mutter und Kind unter den wachsamen Blicken von Tierpflegern und Tierarzt zunächst erst einmal in Ruhe gelassen. Das Jungtier wird gesäugt und ist fest am Bauch der Mutter geklammert. Diese Position wird es voraussichtlich die nächsten sechs Monate nicht verlassen, bevor es dann auf eigene Entdeckungstouren durch das Prof. Brandes-Haus geht. Das Geschlecht des Jungtieres kann erst bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Das kann erst erfolgen, wenn sich das Kleine vollständig von der Mutter abgesetzt hat und somit bleibt das Jungtier zunächst auch noch namenlos.

Tiergarten Schönbrunn 16.04.2020
Erste Annäherung bei Großen Pandas in Schönbrunn
Die Paarungszeit der Großen Pandas wurde im Tiergarten Schönbrunn mit Spannung erwartet. Kein Wunder, ist doch der Wiener Zoo der einzige in Europa, in dem die bedrohten Bären bisher auf natürliche Weise Nachwuchs bekommen haben. Nach dem Tod von Männchen Long Hui im Dezember 2016 ist im Frühjahr 2019 Yuan Yuan als neuer Partner für das Weibchen Yang Yang aus China nach Wien gekommen. Yang Yang und Yuan Yuan bewohnen getrennte Anlagen mit Sichtkontakt. Erwachsene Große Pandas sind Einzelgänger. Nur zwei Tage im Jahr sind sie paarungsbereit. Es ist daher entscheidend, dass sich die Tiere gut aufeinander abstimmen können. Bei den ersten Anzeichen ließ das erfahrene Team die Bären regelmäßig die Anlagen wechseln, damit sie über Duftmarken Informationen austauschen konnten. Am 27. März wurden die Verbindungstüren zwischen den Anlagen geöffnet. Nach einem kurzen Gerangel gingen Yang Yang und Yuan Yuan auf Abstand. Ihre Kommunikation über Duftmarken und Laute nahm jedoch in den kommenden Tagen stetig zu. „Sie zeigten das gleiche Verhalten wie damals Yang Yang und Long Hui vor den Paarungen. Yang Yang kletterte auf die Plattform und signalisierte mit bellenden Lauten, dass die Zeit noch nicht gekommen ist. Wie einst Long Hui wartete Yuan Yuan unten in sicherer Distanz und bewachte sie. Immer wieder näherte sich einer von beiden mit beschwichtigendem Gemecker dem anderen. Soweit war alles, wie wir es aus der Vergangenheit kannten“, erklärt Zoologin Eveline Dungl. Dungl: „Sie haben zwar großes Interesse aneinander gezeigt, aber leider ist es heuer noch zu keiner Paarung gekommen. Warum, das wissen nur die beiden. Sie sind in einem fortgeschrittenen Alter und greifen auf unterschiedliche Erfahrungen zurück. Es war ihre erste Begegnung und es klappt eben nicht immer auf Anhieb.“ Am 2. April blieben die Verbindungstüren für beide wieder geschlossen. Yang Yang hat mit fünf Jungtieren schon viel Freude geschenkt und zum Erhalt ihrer Art in Menschenobhut einen wesentlichen Beitrag geleistet. Fu Long, Fu Hu, Fu Bao und die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban leben mittlerweile in China. Große Pandas werden in Zoos bis zu 35 Jahre alt. Yang Yang und Yuan Yuan sind im 20. und 21. Lebensjahr. Sie sind damit nicht mehr die Jüngsten. Aber wer weiß: „Neues Jahr, neues Glück.“ Eigentümervertreterin des Tiergarten Schönbrunn, Bundesministerin Margarete Schramböck, streicht die hohe Qualität der Betreuung der Pandas im Tiergarten Schönbrunn hervor: „Die hervorragende Arbeit der Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Tiergarten Schönbrunn ist über die Grenzen hinweg bekannt. Yang Yang und Yuan Yuan sind hier in den besten Händen. Zwar ist der Tiergarten im Moment noch geschlossen, innerhalb des Tiergartens herrscht dennoch reger Betrieb. Ich bedanke mich bei allen, die im Moment sicherstellen, dass unsere Tiere gut versorgt sind.“

Tierpark + Fossilium Bochum 15.04.2020
Die Lage des Tierpark + Fossilium Bochum in der Corona-Krise. Die Zukunft des Zoos ist gesichert
Corona hat das öffentliche Leben in ganz Deutschland zum Erliegen gebracht – auch in den Zoos. Der Tierpark + Fossilium Bochum ist seit dem 15. März 2020 in Folge behördlicher Anordnungen für Besucher*innen geschlossen. Seit der vorübergehenden Schließung hat der Bochumer Zoo allein für den Monat März einen Umsatzverlust von 100.000 Euro zu verkraften. Außerhalb der Ferien dürfen Zoodirektor Ralf Slabik und sein Team zu dieser Jahreszeit im Regelfall 7.500 Besucher pro Woche im Park begrüßen. „Diese Einnahmen durch Eintrittsgelder sowie Erlöse aus dem Verkauf von Zooshop-Artikeln und der Durchführung zoopädagogischer Veranstaltungen fallen nun weg. Abgesehen davon fallen für uns die ertragreichen Osterferien aus, in denen wir üblicherweise 15.000 Besucher pro Woche verzeichnen dürfen“, berichtet Ralf Slabik. Wie jeder andere Zoo sieht sich der Tierpark trotz Schließung mit weiterlaufenden, nicht unerheblichen Kosten konfrontiert, die sich in Bochum etwa auf 200.000 Euro im Monat belaufen. Mit seinen aktuell rund 3.600 Tieren begeistert der Tierpark jährlich über 340.000 Besucher*innen für die Tierwelt und gewährt faszinierende Einblicke in die Biodiversität der Erde. Gleichzeitig stellt das moderne Umweltbildungszentrum einen der wichtigsten außerschulischen Lernorte der Stadt dar. Um die hohe Qualität der Tierpflege und die Instandhaltung der Anlagen weiterhin zu gewährleisten, ist die Belegschaft des Tierpark + Fossilium Bochum auch weiterhin vor Ort im Einsatz. Zoodirektor Ralf Slabik: „Mit der Stadt Bochum haben wir einen starken Partner, der uns in dieser Krise solidarisch zur Seite steht und uns unmittelbar finanzielle Unterstützung zugesagt und auch schon gegeben hat. Durch eine Sondervorauszahlung unseres jährlichen, städtischen Zuschusses bleiben wir als Betrieb auch in der Krise zumindest bis zum Sommer handlungsfähig. Wir stehen im engen Austausch mit Oberbürgermeister und Stadtkämmerin, mit denen wir gemeinsam an der Existenzsicherung des Tierparks arbeiten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass es – sollte die Krise andauern und eine längere Schließung des Parks erforderlich sein – noch andere Lösungen geben wird.“ Ab April hat der Tierpark + Fossilium Bochum vorübergehend Kurzarbeit für seine Belegschaft angemeldet. Jedoch sollen die individuellen finanziellen Einbußen durch Ausgleichszahlungen kompensiert werden. Überstundenabbau und Teil-Geltendmachung von Urlaubsansprüchen gehören ebenfalls zu den Kompensationsmaßnahmen. „Die aktuelle Krise stellt uns wie viele andere Unternehmen vor eine nie dagewesene Herausforderung. Jedoch steht das Wohl unseres Teams für mich nach wie vor an erster Stelle. Daher setzen wir in dieser Zeit auf wechselseitige solidarische Verhaltensweisen von Mitarbeitenden und Unternehmung“, erklärt Ralf Slabik. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben – so der aktuelle Stand. Wer den Bochumer Tierpark unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende oder dem Kauf von Gutscheinen tun. „Der enorme Zuspruch aus der Bevölkerung gibt uns Kraft. Wir alle stecken gemeinsam in dieser Krise. Dass uns in erster Linie Menschen ihre Hilfe anbieten, die selbst auf diese angewiesen wären, berührt uns sehr und beweist, dass Solidarität und Zusammenhalt für einen Teil unserer Gesellschaft noch nicht zu Fremdwörtern geworden sind“, berichtet Ralf Slabik gerührt. Die Spendenaktion „Pfoten-Pate“, die der Tierpark jüngst ins Leben gerufen hat, hat bereits über 600 Personen zum Spenden animiert. Jetzt hofft der Tierpark auf weitere Nachahmer, die dem Zoo auf diesem Weg helfen, das Zooleben aufrecht zu erhalten.

Tierpark Gotha 15.04.2020
Leopardenanlage im Tierpark Gotha erhält neue Gestaltungselemente Spenden und „Kultur-Gutscheine“ unterstützen den Gothaer Tierpark.
In den letzten Tagen konnten bereits vielfältige Projekte im Tierpark Gotha umgesetzt werden. Dank großzügiger Spenden wurde ein Kratzbaum mit Futteranbringung in der Tiger-Anlage aufgestellt, die Dingos erhielten neue Hütten und die Axishirsche, Lamas, Esel, Damara- und Zwergziegen überdachte Futterraufen. In dieser Woche wurden zudem die Erweiterungen in der Leoparden-Anlage fertig gestellt. Alle drei Innenställe erhielten neue und breitere Holzliegebretter mit Holzrückwänden sowie seitlichen Kratzmöglichkeiten. Im Außenbereich wurden neue und erhöhte Sitzmöglichkeiten in die Gestaltung der Anlage integriert, welche die Chinaleoparden zusätzlich zum Klettern animieren. Beobachtungen der Tierpfleger zufolge, werden die neuen Elemente bereits sehr gut angenommen. Möchten weitere Tierpark-Begeisterte eine Spende vornehmen, so können sie sich unter: foerderverein.tierpark.gotha@gmx.de an den Förderverein des Tierpark Gotha wenden. Ist eine Spendenbescheinigung gewünscht, sollte dies vorher mit dem Förderverein abgesprochen werden. Die Bankverbindung für Spenden lautet wie folgt: Kreissparkasse Gotha, IBAN: DE57 8205 2020 0750 0137 53. Weitere Informationen zum Förderverein des Tierparks sowie zu Tierpatenschaften sind unter: www.fv-tierpark-gotha.de nachlesbar. Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit in dieser schwierigen Zeit besteht im Erwerb eines „Kultur-Gutscheins“. Der Geldwert, welcher vom Käufer selbst bestimmt wird, kann in Form des Gutscheins zu einem späteren Zeitpunkt im Tierpark Gotha, im KunstForum Gotha sowie im Geschäft „Gotha adelt – Tourist-Information & Shop“ (zum Erwerb von Tickets, der Teilnahme an Stadtführungen und weiteren Angeboten) eingelöst werden. Die Mitarbeiter von „Gotha adelt – Tourist-Information & Shop“ nehmen Gutschein-Bestellungen telefonisch unter: 0 36 21 / 510 450 (erreichbar Montag bis Freitag von 10.00 bis 15.00 Uhr) sowie per Mail unter: tourist-info@gotha-adelt.de entgegen. Weitere Informationen zum „Kultur-Gutschein“ sind unter: www.gotha-adelt.de/tourist-information-gotha/kultur-gutschein zu finden. Die KulTourStadt Gotha GmbH sowie der Tierpark Gotha halten alle Interessierten weiterhin auf www.tierpark-gotha.de über den Schließungszeitraum auf dem Laufenden. Darüber hinaus lädt der Facebook-Kanal des Tierparks (www.facebook.de/TierparkGotha) dazu ein, die Arbeiten hinter den Kulissen und das Tierparkleben von Zuhause aus zu verfolgen.

Tierpark Zittau 15.04.2020
Tierpark-Geschichten gesucht!
Keine Veranstaltungen, keine Schule und keine Besuche bei Freunden und Verwandten. Und natürlich ist auch kein Rundgang durch den Tierpark möglich. Das ist eine traurige Zeit für die Besucher und eine sehr schwierige für den Tierpark, da ja die Tiere weiter gut versorgt werden müssen, aber die Einnahmen an der Kasse komplett fehlen. Aber vielleicht ist es auch eine gute Zeit, um mal in Erinnerungen zu kramen. Und bestimmt fällt manchen im Gespräch mit der Familie, beim Sitzen auf der Gartenbank oder auch am Kaffeetisch im Seniorenheim jetzt die eine oder andere Tierpark- Geschichte oder eine kleine Anekdote ein- irgendein Erlebnis, welches sich bei einem der früheren Tierparkbesuche ereignet hat und in Erinnerung geblieben ist. Und da es den Tierpark Zittau nun schon 55 Jahre gibt, dürften da eine Menge Geschichten angefallen sein! Wir würden uns wünschen, dass wir diese Geschichten erfahren- die großen ebenso wie die kleinen. Erzählungen von schönen Erlebnissen ebenso wie von kleinen Missgeschicken, von tierischen Begegnungen und vielleicht auch vom ersten Date mit Freund oder Freundin im Park. Vielleicht erinnert sich ja der kleine Benjamin an ein tolles Spielplatz- Erlebnis und Oma und Opa denken nach, was denn an ihrem Tierparkbesuch vor Jahren mit den nun schon fast erwachsenen Enkeln so besonders war. Geschichten halten die Erinnerung wach und helfen uns auch durch diese Zeit. Wir freuen uns auf viele, viele von ihnen, geschrieben oder gezeichnet, als Brief oder Mail (Anschrift: Tierpark Zittau, Weinaupark 2a, 02763 Zittau bzw. Mail: info@tierpark-zittau.de). Einige davon würden wir natürlich auch gern veröffentlichen. Und natürlich freuen wir uns in dieser Situation auch über jede finanzielle Unterstützung! Unser Spendenkonto: Sparkasse Oberlausitz – Niederschlesien, Kontoinhaber: Tierpark Zittau e.V., IBAN: DE93 8505 0100 3000 093973, Swift BIC: WELADED1GRL

Zoo Landau in der Pfalz 15.04.2020
Ein neues Heim für das „Zootier des Jahres“ im Zoo Landau in der Pfalz
Bereits im Januar dieses Jahres war ein Pärchen Mittelbeos ganz neu in den Zoo Landau in der Pfalz eingezogen. Es hatte sich im „Dating-Center“ des Vogelpark Marlow „gefunden“. Beos sind bei der Partnerwahl äußerst wählerisch, und der Vogelpark Marlow geht deswegen mit einem „Beo-Dating-Center“ neue Wege, um die Zucht dieser selten gehaltenen und im natürlichen Lebensraum zunehmend bedrohten Art, zu stärken. In Marlow werden Beos zunächst mit zahlreichen Tieren in einer Gemeinschaftsvoliere untergebracht und dann nach der Verpaarung gezielt an andere Zoos weitergegeben. Unser Pärchen war zunächst übergangsweise im Volierenkomplex für besonders bedrohte Vogelarten untergekommen. Aber von Anfang an war klar, dass für sie ein ganz neues Heim geschaffen werden soll, und zwar im ehemaligen Absperrgehege der Seebären. Um zeitnah optimale Haltungs- und Zuchtbedingungen zu schaffen, wurde sogleich mit den Umbauarbeiten begonnen, die nun weitgehend abgeschlossen sind. Der Zoo wäre jedoch vor dem Hintergrund der derzeitigen Einnahmeausfälle auch hier dankbar, wenn sich Vogelfreunde zu einer zweckgebundenen Spende für den Umbau oder zu einer „Beo-Patenschaft“ zur Unterstützung entscheiden könnten. Der Mittelbeo kommt von Indien über das südostasiatische Festland bis nach China vor. Sein Lebensraum überschneidet sich in Teilen mit dem der Asiatischen Kurzkrallenotter, die noch etwas weiter südlich bis auf die Philippinen vorkommen. Und philippinische Tierarten werden ja in naher Zukunft in direkter Nachbarschaft von Beos und Ottern zu finden sein. In das momentan im Umbau befindliche Areal des ehemaligen Streichelzoos werden unsere Prinz-Alfred-Hirsche und die Visayas-Mähnenschweine umziehen. Ein ganz neuer Südostasien-Teil entsteht im ehemaligen Streichelzoo- und Robbenbereich, in dem die Zoogäste hoch interessante und gleichzeitig hochbedrohte Tierarten kennenlernen werden. Die Beos sind am 6. April zoointern umgezogen und scheinen sich in ihrer Voliere bereits sehr wohl zu fühlen. Jetzt gilt es die Daumen zu drücken, für hoffentlich baldigen Nachwuchs! Mehr über das aktuelle Zootier des Jahres und die Projekte zum Schutz der Beos in Indonesien findet sich unter www.zootierdesjahres.de.

Zoo Köln 15.04.2020
„Marie“ und „Luise“: Tochter und Enkelin von Marie-Luise Nikuta übernehmen Patenschaft für Hennes-Zicklein
Tochter und Enkelin der kürzlich verstorbenen Kölner Sängerin Marie-Luise Nikuta, Andrea Nikuta-Meerloo und Nelly Nikuta-Meerloo, übernehmen die Patenschaft für die beiden im März geborenen Töchter von FC-Maskottchen Hennes IX. und seiner Partnerin Ilse. Kölner Zoo und 1. FC Köln hatten jüngst einen Namensaufruf gestartet. Zu Wahl standen „Marie“ und „Luise“, „Hope“ und „Faith“ sowie „Lotte“ und „Florentina“. Die überwiegende Mehrheit der vielen tausend Menschen, die am Voting auf den FC- und Zoo-Social Media-Kanälen teilnahmen, entschied sich für „Marie“ und „Luise“ als Namen der beiden Zicklein. Aus den dazu geposteten Begründungen geht hervor, dass die Menschen damit an die Ende Februar verstorbene Kölner Künstlerin Marie-Luise Nikuta erinnern wollen. „Als ich davon erfuhr, war ich sehr bewegt und dankbar“, sagt Andrea Nikuta-Meerloo, die Tochter der kölschen Motto-Queen. Spontan setze sie sich mit dem Kölner Zoo in Verbindung, um geneinsam mit Tochter Nelly die Patenschaft für die beiden Zicklein zu übernehmen. „Zum einen kann ich damit auf eine sehr schöne Art die Erinnerung an meine Mutter lebendig halten. Zum anderen tue ich dem Zoo, der aktuell aufgrund der behördlichen Corona-Vorgaben und -Schließung im Prinzip ohne Einnahmen dasteht, etwas Gutes“, so Nikuta-Meerloo. Bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde auf dem Zoo-Clemenshof dankten die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg herzlich für dieses Engagement. „Es ist toll, wie Familie Nikuta in dieser Zeit an den Zoo denkt. Patenschaften, Spenden oder Gutscheinkäufe sind eine gute Möglichkeit, den Zoo zu unterstützen“, so Pagel und Landsberg. Informationen zu den verschiedenen Patenschafts- und Spendenmöglichkeiten unter: https://koelnerzoo.de/spende-sponsoring Kölner Zoo. Begeistert für Tiere. Seit 160 Jahren. Der Kölner Zoo feiert 2020 sein 160-jähriges Bestehen. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Million Besucher.

Zoo Basel 15.04.2020
Vom Parterre bis zum Dachstock – Fische leben wie im mehrstöckigen Wohnhaus
Fische leben im Wasser. Dass diese Aussage etwas sehr allgemein ist, kann man im Vivarium im Zoo Basel beobachten. Jede Fischart hat innerhalb des Wassers einen bevorzugten Lebensraum, und so werden auch in einem Aquarium alle Schichten bevölkert. Wie in einem mehrstöckigen Haus leben manche Arten im Erdgeschoss, andere Arten in der Mitte und wieder andere dicht unter der Wasseroberfläche. Die Bewohner des Parterres Im Vivarium leben am Sandboden des Aquariums Nummer 34 der kleine Adolfos Panzerwels und der Filament-Störwels. Dort wühlen sie nach Nahrung. Der Filament Störwels wagt sich manchmal aber auch an höhere Stellen aber immer entlang von vertikalen Wurzeln, Steinen oder Wasserpflanzen, an deren Oberflächen er Algen abraspelt. Etwas über dem Boden selbst, aber immer noch in der unteren Zone, leben die Bujurquina-Buntbarsche. Diese bleiben oft in Bodennähe, da sie ihre Eier auf Steine oder Blätter am Grund legen und dort bewachen. Rotblauer Bewohner der Mittelschicht In den mittleren Wasserschichten finden wir einen bekannten Aquarienbewohner: den Roten Neon. Rote Neonfische ziehen als Schwarm durch den freien Schwimmraum und suchen nach Mückenlarven und Wasserflöhen. Die Zucht ist nicht ganz einfach, ist aber im Zoo Basel bereits mehrfach gelungen. Die gezeigten Fische stammen mehrheitlich aus der eigenen Zucht. Wohnen unter dem Wasserdach Direkt an der Wasseroberfläche ist ein neuer Schwarm der Marmorierten Beilbauchfische eingezogen. Am nach oben gerichteten, sogenannt «oberständigen» Maul ist zu erkennen, dass diese Art aus Guyana Insekten von der Wasseroberfläche frisst. Mit seinem geradegestreckten Rücken und dem ausgebuchteten Bauch ist dieser Fisch an das Leben knapp unter der Wasseroberfläche angepasst. Die Brustflossenmuskulatur macht etwa 25 Prozent des gesamten Körpergewichtes aus und bei Gefahr ermöglicht sie den Fischen einen Schnellstart – sogar aus dem Wasser heraus. Mit schnellen Schlägen der Schwanzflosse fliegt der Fisch bis zu drei Meter weit über die Wasseroberfläche. Dabei ist ein flatterndes Geräusch zu hören. Die neuen Beilbauchfische im Zoo Basel halten sich viel an der Wasseroberfläche auf. Damit sind sie die erste Art im Rundgang des Vivariums. Dieser macht auf den evolutionären Übergang vom Leben im Wasser zum Leben an Land aufmerksam. Dieses Auftauchen aus dem Wasser und Anpassungen ans Landleben sind seit der Eröffnung des Vivariums 1972 wichtige Elemente im Bildungskonzept des Hauses. Mit dem nachfolgenden Gezeitenbecken 47 und den Becken für Schützenfische und Schlammspringer, den Pinguinen und den halb aquatisch lebenden Krokodilschwanzechsen wird das Thema ebenfalls erlebbar gemacht. Wissenschaftliche Namen: Adolfos Panzerwels (Corydoras adolfoi) Filament Störwels (Lamontichthys filamentosus) Bujurquina-Buntbarsche (Bujurquina oenolaemus) Roten Neon (Paracheirodon axelrodi) Marmorierter Beilbauchfisch (Carnegiella strigata)

Tierpark Herborn 14.04.2020
Tierpark sucht Unterstützer in Corona-Zeiten
Über vier Wochen ist es nun her, dass der Tierpark aufgrund der Corona-Pandemie schließen musste. Sehr hart trifft die Einrichtung nicht nur die Dauer, sondern auch der Zeitpunkt. Nach dem langen Winter sind die Einnahmen im Frühjahr umso wichtiger. Vor allem rund um Ostern können normalerweise finanzielle Reserven wieder aufgefüllt werden. Da die Tiere weiterhin versorgt werden müssen, laufen die Personal- und Futterkosten weiter, nur dass keine dringend benötigten Einnahmen in die ohnehin immer knappen Kassen gespült werden. Britta Löbig, Leiterin des Tierparks: „Zum Glück haben wir schon einige Spenden und Anfragen, wie man uns in dieser Zeit unterstützen kann, es wäre aber unglaublich wichtig, dass sich weitere Unterstützer in dieser schwierigen Phase finden. Vielleicht kann sich der ein oder andere vorstellen, jetzt schon Jahreskarten zu kaufen, die wir dann per Post zusenden oder eine Patenschaft für eines unserer Tiere abzuschließen oder zu verschenken.“ Alle Informationen zu den Tierpatenschaften, sind auf der Webseite des Parks unter www.tierpark-herborn.de zu finden. Ob Jahreskarte, Tierpatenschaft oder einfach eine Spende: die Mitarbeiter sind auch weiterhin täglich per Email (info@tierpark-herborn.de) oder Telefon (02772 42522) erreichbar. Löbig: „Wir wissen, dass diese Krise im Moment für alle schwierig und für etliche Menschen auch existenzbedrohend ist. Dass die Leute trotzdem bereit sind, sich solidarisch zu zeigen und auch an die Tiere und den Tierpark denken, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.“ Der Herborner Tierpark ist mit dieser Problematik nicht allein: In Deutschland gibt es mehr als 300 zoologische Einrichtungen, die sich in den drei tiergärtnerischen Verbänden der Deutschen Tierpark-Gesellschaft (DTG), dem Verband der zoologischen Gärten (VdZ) und dem Deutschen Wildgehegeverband (DWV) organisiert haben. Die Einrichtungen hoffen, dass sie bald wieder öffnen können. Nur so können viele der Arbeitsplätze erhalten werden. In einem ersten Schritt ist eine Öffnung für die meisten Parks auch unter Auflagen möglich. Besucherzahlen können begrenzt, Abstandsregeln kontrolliert und bestimmte Areale gesperrt bleiben, in diesem Fall ist ein Tierparkbesuch nichts anderes, als ein Spaziergang an der frischen Luft. Wichtig ist es, dass alle tiergärtnerischen Einrichtungen bis zur Wiedereröffnung überleben können. Gespannt schauen die Betreiber der Tierparks, Zoos und Wildparks nach Berlin und in ihre Landeshauptstädte, um die passenden Hilfsprogramme in Anspruch zu nehmen. Ein Programm für Tierparks gibt es bisher noch nicht.

Tierpark Nordhorn 14.04.2020
Tierpark spendet Schutzkleidung für Grafschafter Ärzte
Ein frühes Ostergeschenk konnte der Tierpark Nordhorn der EUREGIO-Klinik und den niedergelassenen Ärzten in der Grafschaft Bentheim bereiten. Die EUREGIO-KLINIK freut sich über 1.800 Schutzanzüge und 1.000 Schutzhandschuhe, die der Tierpark Nordhorn gespendet hat. Hiervon werden 300 Stück den niedergelassenen Ärzten in der Grafschaft Bentheim zur Verfügung gestellt. „Die Schutzanzüge und Handschuhe setzen wir üblicherweise im tierpflegerischen und tiermedizinischen Bereich sowie vor allem in der Gastronomie ein“, so Nils Schleper, der stellvertretende kaufmännische Leiter des Familienzoos. „Da letztere im Moment aufgrund behördlicher Anordnung, wie auch der Rest des Parks, geschlossen ist, werden sie hier nicht benötigt und sind bei den Ärzten in dieser Situation weitaus sinnvoller aufgehoben“. Der Tierpark Nordhorn bekommt im Moment mit seiner Kampagne „Wir sind Zoo! Gemeinsam mit dem Tierpark Nordhorn“ viel Unterstützung aus der Region in Form von Spenden und Tierpatenschaften und kann mit dieser Spende nun selbst etwas Gutes für die Region bewirken. Andreas Bernsen (Leiter Einkaufsmanagement EUREGIO-KLINIK) nimmt die Spende gerne entgegen und bedankt sich recht herzlich. Auch Dr. Markus Kirschner, Vorsitzender des Ärztevereins Grafschaft Bentheim und Dr. Sigrid Leferink, Vorsitzende des Grafschafter Ärztenetzes, freuen sich über die Unterstützung durch den Tierpark. Die Spende kommt gerade zur rechten Zeit, da die Bestände durch die anhaltende Krise bald aufgebraucht sind, sagt Dr. Kirschner. Es ist für uns Ärzte eine tolle Erfahrung, diese Unterstützung zu bekommen und macht uns Mut, diese Krise gemeinsam zu meistern, ergänzt Frau Dr. Leferink.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 14.04.2020
Täglicher Betrieb während Corona-Schließung Wilhelma: Im Ausnahmezustand zur Normalität verpflichtet
Bei zuletzt strahlend blauem Himmel und wärmender Sonne zeigte sich die Wilhelma im erwachenden Frühling von ihrer märchenhaften Seite. Die Farbenpracht der Magnolienblüte, das sprießende Grün der uralten Baumpersönlichkeiten im historischen Park und das Spiel der neugeborenen Jungtiere entfalten ihre bekannten Reize – doch findet dieses Schauspiel erstmals ohne Publikum statt. Eigentlich ist die Wilhelma immer geöffnet: jeden Tag im Jahr. Erst ein einziges Mal musste sie für einen einzelnen Tag schließen, als am 28. November 2010 in der Nähe des Zoologisch-Botanischen Gartens eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen war. Umso eindrücklicher ist jetzt der seit Wochen fast menschenleere Ausnahmezustand in der Traditionseinrichtung, durch die sonst über anderthalb Millionen Gäste im Jahr spazieren. Die Infektionsschutz-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie machen die vorsorgliche Schließung für die Öffentlichkeit notwendig. Doch hat sich kein Dornröschenschlaf über die Wilhelma gelegt. Anders als bei den Gebrüdern Grimm wuchern keine Hecken um die einst königlichen Bauten und kein einziger Mitarbeiter ist in Tiefschlaf verfallen. „Eine Ruhepause können wir uns derzeit nicht erlauben“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Wir müssen alles daran setzen, ein hohes Maß an Normalität zu gewährleisten. Nur so können wir unsere seltenen Tiere und exotischen Pflanzen am Leben erhalten und die Parkanlage in Schuss halten für den Tag, an dem wir wieder öffnen dürfen. Dafür müssen wir weiterhin mit Kopf und Hand vor Ort sein.“ Die Wilhelma hält als einer der vielseitigsten Zoos Europas rund 11.000 Tiere in fast 1200 Arten. „Alle Tiere müssen täglich betreut werden – jede Art auf ihre Weise“, so Kölpin. „Da ist es wichtig, dass die angestammten Pflegerinnen und Pfleger ihre Schützlinge fachgerecht versorgen.“ Um das auch im Krisenfall sicherstellen zu können, wurde die Belegschaft jedes Reviers in mehrere kleine Teams aufgeteilt, die sich durch Wechseldienste aus dem Weg gehen. Bisher ist die Wilhelma noch coronafrei. Doch sollte ein Infektionsfall auftreten, müsste dadurch nicht gleich eine gesamte Abteilung zeitgleich in Quarantäne. Das Prinzip gilt für alle Bereiche des Betriebs. „Damit haben wir immer eine gesunde Ersatzmannschaft in Reserve“, erklärt der Direktor. „Und das ist entscheidend, weil viele Aufgaben bei uns nicht ruhen können. Das bedeutet allerdings, dass alle im Dienst zusätzlich Aufgaben von Kolleginnen und Kollegen zu schultern haben. Dafür, dass alle in der Wilhelma so gut mitziehen, bin ich außerordentlich dankbar.“ Gerade im Außenbereich gibt es im Frühjahr alle Hände voll zu tun. Die Parkpflegerinnen und Parkpfleger stutzen nicht nur Hecken und mähen Wiesen. Im Moment steht Baumpflege an, um Totholz zu entfernen. An den hohen Mammutbäumen und Platanen lässt sich dafür auf den aktuell leeren Wegen leicht eine Hebebühne stellen. Nach dem letzten Sturm windschiefe Jungbäume werden gerichtet. Neupflanzungen, wie am umgestalteten Australienspielplatz, müssen viel gegossen werden. Und die Rasenflächen vor den Raubtieranlagen wurden planiert und neu eingesät. Beim Fachbereich Botanik sind die Aufgaben in den Gewächshäusern weniger von den Jahreszeiten geprägt. Hier stand jetzt aber zusätzlich die Herkulesaufgabe an, das große Wasserbecken im Maurischen Garten von Algen zu befreien, damit danach die tropischen Seerosen einziehen können. Solange noch kein Blatt an der Wasseroberfläche die Sonne abhält, wächst und gedeiht der grüne Teppich in dem 650 Quadratmeter großen Bassins ungebremst. Die aufwendige Säuberungsaktion zwischen den 71 Pflanztrögen und den verzweigten Rohrleitungen der Wasserheizung meistern die Gärtnerinnen und Gärtner sonst mit vereinten Kräften an einem Tag, damit die Besucherinnen und Besucher nicht vor einem kahlen Becken stehen. Ohne Publikum nahmen sie sich angesichts der Rumpfbesetzung nun drei Tage, um das Becken von den unendlichen Girlanden aus Algen zu reinigen. Die Technikabteilung treibt in der Zwischenzeit einige Arbeiten voran, die im Besucherbetrieb hinderlich wären. Dazu gehört zum Beispiel die Belagserneuerung der Wege im Maurischen Garten oder an der Terracotta-Wand vor dem Haupteingang. Zudem macht die Dachsanierung auf einem Betriebsgebäude Fortschritte. Dort soll künftig Eukalyptus für die Koalas wachsen, die Einzug in die Wilhelma halten sollen. Zu deren Domizil wird seit Jahresbeginn das ehemalige Menschenaffenhaus umgebaut. Zu den derzeitigen Baustellen, die kurz vor der Fertigstellung stehen, gehört der große Spielplatz vor dem Amazonienhaus. Dort werden 2000 Quadratmeter mit einem Dschungel-Thema umgestaltet und ein Wasserspielplatz integriert. Dank viel Fleiß und Schweiß im Verborgenen hält die Wilhelma so ihre bekannten und beliebten – aber auch ganz neue – Reize bereit, sobald die Tore sich wieder für die Allgemeinheit öffnen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 14.04.2020
Tagsüber allein im Zoo Was derzeit im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec hinter verschlossenen Türen passiert

Nachts allein im Museum war gestern – Dank Pandemieplan ist der Arbeitsalltag im Görlitzer Tierpark momentan zumindest akustisch als sehr ruhig zu beschreiben. Langweilig ist es dennoch nicht, für genügend Abwechslung sorgen die tierischen Bewohner. So hat Sattelsau Molly ihr Leben als lediglich digitale Rampensau im Tierpark-TV anscheinend satt und machte sich auf eigene Klaue auf die Suche nach ihren ausbleibenden Fans. Auf ihrem Ausflug durch den Oberlausitzer Bauernhof begegnete sie nur ihren Tierpflegern, in deren Begleitung es zurück in den heimischen Stall ging. Ob das bereits als Tier-Training zum „Beifuß-Laufen“ gilt oder damit die jährliche Übung zum Tierausbruch erledigt ist, bleibt offen. Andere Tierparktiere hingegen dürfen jetzt ganz gezielt den leeren Park als Teil der Tierbeschäftigung und -bewegung erkunden. So absolvierte Kamelfohlen Deleg zuletzt mit Mutter Shirin seine erste Expedition innerhalb des Tibetdorfes. Über regelmäßige Touren zur Festwiese freuen sich aktuell die beiden Rinder Heidi und Gretel. Und wenn schon am Ostermontag keine Eier für die Besucher versteckt werden können, so brachte der Osterhase wenigstens den Stachelschweinen, Rhesusaffen, Schweinen und Zebramangusten ein paar bunte Eier vorbei.

Zoo Wuppertal 14.04.2020
Stoßzähne statt Strafraumszenen – Live bei den Elefanten im Grünen Zoo Wuppertal
Damit der Grüne Zoo Wuppertal auch bei momentaner Schließung weiterhin für sein Publikum erlebbar bleibt, wurden in den vergangenen Wochen bereits Drohnenvideos von den Zoobewoh-nern veröffentlicht. Jetzt macht die Wuppertaler Firma Riedel Communications GmbH & Co. KG es möglich, live in die Elefantenanlage zu sehen. In Krisenzeiten wird zusammen gearbeitet, das zeigt sich in den letzten Wochen immer wieder. Statt Bundesliga, Olympia, Formel 1, ESC und America’s Cup, setzt das Wuppertaler Unternehmen Riedel jetzt Teile seiner technischen Infrastruktur im Grünen Zoo Wuppertal ein. Zahlreiche Kameras und Mikrofone wurden bereits in den vergangenen Tagen im und am Elefantenhaus installiert. Zoointe-ressierte sollen so weiterhin die Möglichkeit bekommen, die Dickhäuter im Grünen Zoo sehen zu können. Wählbar aus verschiedenen Perspektiven kann man das Elefantenhaus sowie die komplette Außenanlage überblicken. Vielen Menschen fehlen die Spaziergänge durch den Grünen Zoo und die Besuche bei den Tieren. Auch den am 06.03.2020 geborene Elefantenbulle „Tsavo“ mit seinem „Knickohr“ konnten viele noch nicht kennenlernen. Umso mehr freuen wir uns, dass die Firma Riedel nun diese Einblicke in die Ele-fantenherde rund um Leitkuh „Sabie“ ermöglicht. Übrigens steht noch eine weitere Elefantengeburt kurz bevor – mit etwas Glück kann jeder per Webcam live dabei sein! Die 1987 gegründete Riedel Communications GmbH & Co. KG entwickelt, fertigt, und vertreibt inno-vative Echtzeit-Netzwerke für Video, Audio, Daten, und Kommunikation für zahlreiche Anwendungen in den Bereichen Rundfunk, Pro Audio, Event, Sport, Theater, Sicherheit und Industrie. Die Riedel-Gruppe mit Hauptsitz in Wuppertal beschäftigt heute an 25 Standorten in Europa, Australien, Asien und den USA über 700 Mitarbeiter. Mitarbeiter, die eigentlich bei den Olympischen Spielen sein wollten, sind jetzt im Zoo aktiv und un-terstützen damit ihre Heimatstadt. Das Non-Profit-Projekt, an dem die Mitarbeiter mit Herzblut in ihrer Freizeit arbeiten, wird durch positive Emotionen und ganz viel Spaß bei der Arbeit entlohnt, so Thomas Riedel. Serkan Güner, Sprecher der Riedel Communications GmbH & Co. KG: „Es ist uns eine Freude, den Wuppertaler Zoo zu unterstützen. So können wir den Grünen Zoo auch in Krisenzeiten für ein breites Publikum erlebbar machen.“ Weitere Informationen über Riedel und seine Produkte finden Sie auf www.riedel.net. Zu den Live-Bildern aus der Elefantenanlage gelangt man über Verlinkungen auf der Webseite des Grünen Zoos unter https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Zoo_erleben/erleben/live-bei-den-elefanten-im-gruenen-zoo.php .

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