Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 27.03.2020
Pfoten-Paten gesucht Tierpark + Fossilium Bochum bittet seine Besucher*innen um Unterstützung
Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein – dennoch sind die Besucherwege verwaist, der Zootierpfleger füttert die Seehunde und Pinguine ohne Publikum und auch der Spielplatz ist menschenleer. Seit dem 15. März 2020 ist der Tierpark + Fossilium Bochum aufgrund behördlicher Anordnungen zur Bekämpfung der Corona-Krise geschlossen. Die ausbleibenden Einnahmen stellen den Tierpark vor eine Herausforderung. Deshalb bittet er seine Besucherinnen und Besuchern jetzt um Hilfe und sucht „Pfoten-Paten“, die dem Bochumer Zoo als Zeichen der Solidarität die „Tatze“ reichen. „Schon ab einer Spende von 25 Euro kann man eine ‚Pfoten-Patenschaft‘ erwerben und uns dadurch bei der Erfüllung unserer Aufgaben unterstützen. Als Dankeschön für das Engagement erhalten alle ‚Pfoten-Paten‘ eine personalisierte Urkunde.“, erklärt Zoodirekter Ralf Slabik die Spendenaktion. „Jeden Tag erreichen uns Anrufe, Mails oder Facebook-Nachrichten, über die Menschen ihre Hilfe anbieten. Die Großzügigkeit in dieser schwierigen Zeit rührt uns sehr und ist für uns von unschätzbarem Wert. Wir würden uns freuen, wenn wir mit der Kampagne ‚Pfoten-Pate‘ unsere Tierparkfamilie aus treuen Besuchern und Förderern noch ein Stück vergrößern können“. Um die Versorgung ihrer Pfleglinge sicherzustellen und die hohe Qualität der Zootierpflege weiterhin zu gewährleisten, ist die Tierpark-Belegschaft nach wie vor im Einsatz. Seit Beginn der Krise hat der Zoo sein Arbeitschutzsystem zur Gesunderhaltung der Mitarbeitenden verschärft und alle Abteilungen in A- und B-Teams aufgeteilt, die in einem zeitversetzten Rhythmus arbeiten. Via Facebook teilt der Tierpark jeden Tag Fotos und Videos von seinen Tieren sowie von den finalen Baumaßnahmen der neuen Lebensraumanlage „Asienwelten“, die hoffentlich bald – wie geplant – unter den Augen von Tierparkbesucherinnen und -besuchern eröffnet werden kann. Weitere Informationen zur Spendenaktion gibt es unter: https://www.tierpark-bochum.de/unterstuetzen/pfotenpate

Alpemzoo Innsbruck-Tirol 27.03.2020
Mitmachaktion – Kinder malen Alpenzoo-Tiere
Für alle Kinder, die zurzeit zu Hause sitzen und die Tiere vom Alpenzoo vermissen, hat der Alpenzoo nun eine kreative Idee gefunden. Wir rufen alle Kinder auf, ihre Lieblingstiere aus dem Alpenzoo malen und die Bilder dann an den Zoo schicken. Sobald der Alpenzoo wieder für Besucher geöffnet hat, können die Kunstwerke dann in einer Ausstellung bestaunt werden. Zudem werden auch noch drei Preise verlost. Zu gewinnen gibt es: das Alpenzoo-Malbuch, das Alpenzoo Maskottchen I-BEX als Stofftier und das Alpenzoo-Puzzle. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss zum Bild nur seine Adresse angeben. Schön wäre es auch, wenn vorne auf dem Bild der Vorname und das Alter des Künstlers stehen würden. Da die Bilder ausgestellt werden, können sie aber leider nicht zurückgeschickt werden. „Wir freuen uns auf viele schöne, bunte Kunstwerke und sind gespannt, welche Lieblingstiere die Kinder haben. Also, Stift oder Pinsel in die Hand und los geht’s!“, so Alpenzoodirektor Dr. André Stadler. Wer etwas noch Ideen zum Malen braucht, kann gerne auf den sozialen Medien des Alpenzoos (Facebook und Instagram) nachschauen. Hier sind viele Fotos von unterschiedlichen Tierarten zu finden.

Erlebnis-Zoo Hannover 27.03.2020
Bäriger Badespaß in Yukon Bay – Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover ist eine kleine „Wasserratte“
Der Erlebnis-Zoo ist zurzeit aufgrund der aktuellen Situation geschlossen ist. Damit alle Tierfreunde trotzdem an der Entwicklung des Eisbär-Jungtiers teilhaben können, veröffentlicht der Zoo regelmäßig Neuigkeiten von der kleinen Eisbärin (*20.11.2019) und ihrer Mutter Milana. Seit einer Woche erkundet der Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich in Yukon Bay. Mit jedem Tag wird die Kleine mutiger und kräftiger, rennt den Hügel hinauf (und rutscht oder kugelt ihn wieder hinunter), jagt Krähen (bislang erfolglos) und springt mit Hechtsprüngen ins Wasser. Nach den anfangs eher zaghaften Schwimmversuchen, zeigt sich jetzt schon: Milanas Tochter ist eine echte „Wasserratte“. In den ersten Tagen hielt sich das Jungtier noch in der Flachwasser-Zone auf, in der viele große Steine für Schwimmpausen platziert sind. Inzwischen folgt die Kleine ihrer Mutter ins tiefe Wasser und schwimmt bis vor die Scheiben der Unterwasserwelt. Sie tobt mit Milana im und unter Wasser und guckt sich so manche Fertigkeit von ihrer Mutter ab. Stöckchen erlegen zum Beispiel. Spielt Milana mit großen Ästen im Wasser, schnappt sich ihre Tochter kleine Stöckchen, beißt beherzt zu und schleppt die Beute schließlich an Land. Ganz die Mutter eben. Wenn die mal keine Lust zum Toben hat, zwickt ihre Tochter sie so lange in Füße, Schnauze, Beine, Po, bis Milana nachgibt und mit der Kleinen im Wasser kämpft. Ein weiteres Hobby: Grassoden erlegen. Das Jungtier hat schnell gemerkt, dass es mit seinen langen Krallen ganz vorzüglich Grassoden ausgraben kann, die sich dann herrlich durch die Gegend schleudern lassen. Auch das duldet Mutter Milana stoisch, selbst wenn sie hin und wieder ein Grasbüschel im Gesicht hat. Wenn das Jungtier irgendwann genug erlebt hat, ziehen sich Mutter und Tochter gerne in ihre Höhle zurück, wälzen sich darin, bis beide eher Braunbären gleichen, um dann ausgiebig zu schlafen. Noch trinkt das Jungtier übrigens überwiegend die sehr fetthaltige und nahrhafte Muttermilch. Es probiert aber auch schon Milanas Futter, nagt an gekochtem Fleisch, Fisch und Obststückchen. „Wir beobachten die Futteraufnahme genau“, berichtet Eisbären-Kurator Fabian Krause. „Wenn wir merken, dass das Jungtier zunehmend an der festen Nahrung interessiert ist, erhöhen wir die Portionen.“ Aber das hat noch Zeit. Tierisch-starke Partnerschaft – Der Erlebnis-Zoo Hannover freut sich sehr, dass der GVH die Patenschaft für Hannovers ersten Eisbär-Nachwuchs übernimmt. Gemeinsam mit dem Paten wird nach einem passenden Namen für die kleine Eisbärin gesucht, wenn der Zoo wieder geöffnet ist. Hintergrund: Seit der Geburt der kleinen Eisbärin am 20. November hielten sich Milana und ihr Nachwuchs in der gemütlichen Wurfhöhle hinter den Kulissen auf. Über installierte Kameras konnten Tierpfleger, Zoologen und Tierärzte die Entwicklung des Jungtiers beobachten: vom Öffnen der Augen bis zu den ersten Laufversuchen und schließlich ausgiebigem Toben zwischen Mutter und Kind. In den ersten Wochen näherte sich niemand der Wurfhöhle, denn absolute Ruhe ist ein entscheidender Faktor bei der Aufzucht von Eisbär-Jungtieren. Als das Zoo-Team immer mehr Aktivität in der Wurfhöhle über die Kameras beobachten konnte, nahmen die Tierpfleger langsam wieder Kontakt zu Milana auf und lernten auch das Jungtier kennen, nachdem es aus der Wurfbox herausgeklettert war. Eisbär-Vater Sprinter hat als Männchen, wie auch in der Wildnis, nichts mit der Jungenaufzucht zu tun. Stark bedroht – Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft. Hilfe vor Ort – Seit über zehn Jahren unterstützt der Erlebnis-Zoo die Artenschutz-Organisation Polar Bears International. Das Team aus renommierten Wissenschaftlern erforscht das größte Landraubtier der Welt. Beim sogenannten „Bear Tracker“-Projekt werden weibliche Tiere mit Peilsender-Halsbändern ausgestattet. Dank der modernen Technik können die Wissenschaftler so nachverfolgen, bis wohin sich das Verbreitungsgebiet der Bärinnen erstreckt, wie die Wanderrouten verlaufen und wo die Weibchen ihren Nachwuchs bekommen. Mittels der Daten können die Artenschützer herausfinden, wo notwendige Schutzzonen errichtet werden sollen. Denn das Eis schmilzt den arktischen Tieren buchstäblich unter den Pfoten weg und nimmt ihnen ihre Lebensgrundlage: die Jagdmöglichkeit auf fettreiche Robben an deren Atemlöchern im Packeis. Die Eisbären weichen immer öfter zur Nahrungssuche auf das Festland aus, Mensch-Tier-Konflikte sind die Folge, die durch Schutzzonen verhindert werden sollen. Europäisches Erhaltungszuchtprogramm Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten und für den Schutz des Lebensraumes zu sensibilisieren.

Zoo Landau in der Pfalz 27.03.2020
MdEP Christine Schneider und MdL Peter Lerch besuchten zum Gedankenaustausch den Zoo Landau in der Pfalz – Die wichtige Rolle der Zoos beim Erhalt der Biologischen Vielfalt
Trotz des bereits schon turbulenter werdenden Tagesgeschäfts in Zeiten der Corona-Pandemie ließ es sich die frühere rheinland-pfälzische MdL und jetzige Europaparlamentsabgeordnete Christine Schneider nicht nehmen, am 13.03.2020 zu einem schon länger geplanten ausführlichen Gedankenaustausch den Zoo Landau in der Pfalz zu besuchen. Schneider ist dabei alleine schon wegen ihrer langjährigen Dromedarpatenschaft regelmäßige Besucherin des Zoos. Begleitet wurde MdEP Schneider in den zu der Zeit noch geöffneten Zoo von ihrem Nachfolger als Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, Peter Lerch. Neben einer kurzen „Schmuseeinheit“ bei den tierischen Patenkindern ging es bei der Zusammenkunft jedoch besonders um ernsthafte Themen. U.a. lag Christine Schneider auch daran, zusammen mit Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel und Wolfgang Rades, dem Artenschutzbeauftragten des bekannten Loro Parque auf Teneriffa, über die Bedeutung wissenschaftlich geführter Zoologischer Gärten und über deren Rolle bei der Erhaltung der Biologischen Vielfalt zu sprechen. Von besonderer Bedeutung erweist sich die notwendige Verankerung der Erhaltungszucht gefährdeter Arten in Zoos als eines der Werkzeuge in der neuen Biodiversitätsstrategie der Europäischen Union. Zoologe Rades verwies dabei auch auf die zunehmende Bedeutung der modernen Zoos als eine reale Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier in einer zunehmend verstädterten und virtuellen Welt. Als ein Hindernis für den Naturschutz aber auch für den pragmatischen Tierschutz mit Augenmaß, erweist sich ein ideologisch motivierter Tierrechtsextremismus. So sei es z.B. bedauerlich bzw. unverantwortlich, dass zumeist selbsternannte „Delfin- und Walschützer“ nicht gemeinsam mit den modernen Zoos und Delfinarien Seite an Seite gegen die wirklichen Probleme der gefährdeten Tierwelt vorgehen, anstatt gegen die tiergerechte Haltung von gerade mal etwa 270 Delfinen in europäischen Delfinarien zu protestieren, von denen bereits 75% in menschlicher Obhut geboren wurden. „An zahlreichen Beispielen kann inzwischen belegt werden, dass Zoos zwar sicher nicht die ‚Arche Noah‘ für leider schon zu viele kritisch bedrohte Arten sein können, aber auf jeden Fall unverzichtbare Rettungsboote für sehr wichtige Schlüsselarten“, zeigt sich Landaus Zoodirektor und Zootierarzt überzeugt. Schneider und Lerch ließen zudem keinen Zweifel daran, wie gut in modernen Zoos für die Problematik der Gefährdung von Tierwelt und Natur sensibilisiert wird. „Gerade der Zoo Landau mit seiner vielfach ausgezeichneten Zooschule spielte hier eine vorbildliche Rolle,“ sagte Schneider und plädiert wiederholt für eine nachhaltige Förderung der Zooschule als bedeutende Bildungsinstitution durch die öffentliche Hand.

Tierpark Nordhorn 27.03.202
Wie arbeiten Zoo-Tierpfleger in Corona-Zeiten?
Der Tierpark Nordhorn hat, genau wie alle anderen Zoos in Deutschland, zurzeit geschlossen. Der Zoo steht im Moment deshalb vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen in Corona-Zeiten die Gesundheit von Mensch und Tier zu schützen und zum anderen aufgrund der komplett fehlenden Eintrittseinnahmen einen stringenten Sparkurs zu fahren, um den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu sichern. Diese Maßnahmen betreffen nicht nur die vorübergehende Stilllegung aller neuen Baustellen, sondern natürlich alle weiteren Ausgaben.Aber natürlich sind die 2000 Tiere in 100 verschiedenen Arten noch da und müssen täglich versorgt werden, denn seine Schützlinge will der Tierpark gesund und munter durch diese Krisenzeit bringen. Aber wie läuft eigentlich die Arbeit der Tierpfleger derzeit ab? Die größte Änderung ist sicherlich, dass in den meisten Zoos mittlerweile nur noch in kleinen Teams gearbeitet wird. Speziell im Tierpark Nordhorn wurden vier Tierpflege-Teams mit je 5- 6 Personen gebildet. Jedes Team arbeitet einige Tage am Stück, während die anderen drei zuhause sind. Die Idee dahinter: falls sich ein Tierpfleger mit dem Coronavirus infizieren sollte, muss das gesamte Team wegen des Kontaktes zum Infizierten 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. In dem Fall blieben immer noch drei Teams um die Versorgung der Tiere zu gewährleisten. Normalerweise ist der Tierpark Nordhorn in drei sogenannte „Reviere“ unterteilt. Jeder Tierpfleger ist einem dieser Reviere zugeteilt und arbeitet somit fast ausschließlich mit „seinen“ Tieren aus „seinem“ Revier. Einige „Springer“ arbeiten übergreifend überall. Der Futterküche sind zwei Personen fest, andere im Wechsel zugeteilt. Die Azubis durchlaufen in ihrer Ausbildung alle Reviere, um am Ende die Prüfung zum Zootierpfleger absolvieren zu können. Im Familienzoo gibt es das sogenannte „Haustierrevier“, das alle Tiere vom Eingang bis zum Ende des Vechtehofes sowie die Außenreviere (Beweidungs-und Naturschutzgebiete) umfasst. Dabei handelt es sich zwar nicht nur um Haustiere – denn Präriehunde, Bisons, Nasenbären und Sika-Hirsche sind nun wirklich keine Haustiere – aber der Name ist trotz neuer Aufgaben bestehen geblieben. Das „Huf-und Raubtier-Revier“ dagegen umfasst tatsächlich überwiegend die im Namen enthaltenen Arten. Zu diesem Revier zählen zum Beispiel die Leoparden, Wildkatzen, Seehunde, Wölfe, Fuchsmangusten, Erdmännchen, aber auch die Geier-Steinbockanlage, die Afrika-Anlage und die Stachelschweine. Der gesamte Rest des Tierparks, also Totenkopfaffen, Kängurus, Streichelzoo, sämtliche reinen Vogelvolieren, das Amphibienhaus, die Futterküche sowie die Auffangstation zählen zum „Affen-Vogel-Revier“. In Corona-Zeiten allerdings sind die Reviergrenzen aufgehoben worden – die Teams müssen übergreifend arbeiten. Natürlich wird geschaut, wer sich im Team mit welchen Arten am besten auskennt. Aber im Prinzip wird jeder da eingeteilt, wo gerade Arbeit zu erledigen ist. Das ist ungewohnt, aber auch spannend für die Tierpfleger. Hinzu kommt: Jeder arbeitet, völlig im Gegensatz zum normalen Alltag, möglichst für sich alleine. Abstand halten ist auch bei der Arbeit das Gebot der Stunde! Die Tiere aus den Außenbezirken sind zurzeit sowieso noch im „Überwinterungsmodus“, sprich weitgehend zentral an einem Ort außerhalb des Parks zusammengebracht worden. Im Moment befinden sich die Bentheimer Landschafe noch in der Ablammzeit. Trotz des einsetzenden Frühlings werden die Tiere in den nächsten paar Wochen erstmal weiter in ihrem Winterquartier bleiben. Das spart Zeit und Fahrerei und schützt vor allem die Mitarbeiter vor Fremdkontakten. Ordnung und Sauberkeit sind ausgewiesene Markenzeichen des Nordhorner Tierparks. Da im Moment keine Besucher durch den Zoo spazieren, kann die Arbeit für die Tierpflege aktuell etwas gestrafft werden. Unwichtigere Arbeiten wie Fensterputzen, Unkraut zupfen oder ähnliches bleiben jetzt in diesen Wochen einfach mal etwas länger liegen. Futter- und Wasserversorgung und die Grundreinigung der Gehege: das ist neben der Tierbeschäftigung das Wichtigste in Corona-Zeiten. Die größte „Zeitersparnis“ stellen jedoch die ausfallenden Informationsfütterungen und die nicht stattfindenden Gespräche mit den Besuchern dar. Da zeigt sich deutlich, wie wichtig dem Tierpark Nordhorn diese Besuchernähe und die Wissensvermittlung ist und wie viel Zeit nicht nur die Zoobegleiter, sondern auch die Tierpfleger hier investieren. Schließlich gehört die Bildung neben Freizeit, Erholung und Forschung zu den Hauptaufgaben von Zoos! Das gesamte Zooteam hofft sehr, dass der Tierpark schon bald seine Türen für alle Besucher wieder öffnen darf, um ihnen getreu seinem Motto „einen Tag Glück zu schenken“! Bis dahin halten die Tierpfleger ihren Zooalltag und das Aufwachsen einiger ihrer Schützlinge fotografisch und filmisch fest. Auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram kann man somit auch in der Zeit der Schließung am aktuellen Geschehen teilnehmen.

Zoo Augsburg, 26.03.2020
Aus dem März-Newsletter
Wie alle anderen bayrischen Zoos (und eigentlich alles andere was Kultur und Vergnügen anbelangt) ist auch der Augsburger Zoo derzeit für Besucher geschlossen. Voraussichtlich bis 19. April, aber es kann sich auch nich etwas hinziehen. Wer weiß wie sich die Corona-Krise noch entwickelt.
Aber auch ohne Besucher tut sich was im Augsburger Zoo.
Ein weiblicher Rotbüffel wurde geboren, außerdem drei Baumstreifenhörnchen. Im Ziegenbestand gab es die letzten beiden Geburten, was die Anzahl der Zicklein auf 21 erhöhte. Im Reptilienhaus schlüpften außerdem zwei Fidschileguane.
An Vögeln kamen ein Rothaubenturako, ein Braunbrustbartvogel und ein Bronzekiebitz auf dem Vogelpark Turnersee.
Weitere Tiertranspore sind derzeit nicht möglich.
Ein weibliches Dreihornchamäleon kam in den Zoo. Leider verstarb das Männchen wegen eines Parasitenbefalls.
Im Vogelbestand verstarben eine Rosenhalsfruchttaube, ein Edelpapagei und ein Schwalbensittich. Sowohl die Gruppe der Nilgauantilopen, als auch die der Daghestanischen Ture sind wegen der Beendigung der Zucht vor vielen Jahren zunehmend veraltet. Altersbedingt verstarb hier jeweils ein Tier.
Neues von der Elefantenanlage: Inzwischen sind die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass die Umgewöhnung der beiden Damen angegriffen werden könnte. Könnte deswegen, weil das Wetter nicht mitspielt. Bei deutlichen Nachtfrösten und der Möglichkeit, dass die Elefanten die Nacht im Freien verbringen müssen, wird mit der Umgewohnung begonnen.

Güstrower Wildpark-MV 26.03.2020
Virtuelle Kreativecke für Familien – Keine Langweile mit Memory, Bastelideen & Co. vom Wildpark-MV
Die Tage in den eigenen vier Wänden werden lang, die Bastel-, Rätsel- und Spielideen gehen aus? Der Wildpark-MV hat für Familien einige tierisch tolle Vorschläge parat. Marketingleiterin Maren Gläser erzählt: „Wir haben in den letzten Tagen fleißig Inhalte produziert und eine neue Seite auf unserer Homepage eingerichtet – die virtuelle Kreativecke. Hier bieten wir Bastelanleitungen, Gesellschaftsspiele, Malvorlagen, Malen nach Zahlen, Kreuzworträtsel und vieles mehr an. Zudem veranstalten wir in nächster Zeit regelmäßig Malwettbewerbe – es gibt natürlich auch etwas zu gewinnen. All das soll Inspiration und Anreiz geben, damit die Zeit zu Hause für die Familien nicht zu lang wird. Und es ist ein Dank an unsere Besucher, die trotz vorübergehender Schließung so treu an unserer Seite sind.“ Virtuelle Kreativecke: www.wildpark-mv.de/kreativecke Im Wildpark-MV geht der tierische Alltag derweil weiter. Ganz müssen die Besucher trotz Schließung nicht auf ihre Lieblinge verzichten. So hält das Wildpark-Team sie via Facebook und Instagram auf dem Laufenden. Es gibt täglich Videos, Fotos und Storys. Auch die Webcams, die es schon länger gibt, sind derzeit sehr gefragt. Sie ermöglichen spannende Einblicke in die Raubtier-WG und WasserWelten – Wildpark-Fernsehen für Zuhause. Webcams: www.wildpark-mv.de/besuch-und-service/webcams

Kölner Zoo 26.03.2020
Freude im Kölner Zoo: Jungtier bei den seltenen Weißnackenmoorantilopen
Grazil und munter: Im Kölner Zoo kam ein weibliches Jungtier bei den seltenen Weißnackenmoorantilopen am 4. März, nach rund 240 Tagen Tragzeit, zur Welt. Die Eltern, ein dreijähriger Bock und seine gleichaltrige Kuh, leben seit dem vergangenen Jahr auf der mit Gras- und Wasserflächen gestalteten Anlage in der Mitte des Zoos. Sie stammen aus dem Serengeti-Park Hodenhagen. Die männlichen Tiere weisen ein schwarzes Fell auf, das im Nacken weiß gefärbt ist. Daher leitet sich auch der Name dieser Antilopenart ab. Kühe verfügen über ein rötlich-braunes Fell und sind etwas kleiner. Weißnacken-Moorantilopen, auch Mrs. Grays Wasserböcke genannt, stammen ursprünglich aus dem Südsudan. Dort bevölkern sie das Delta des Weißen Nils. Sie zählen zu den Sumpfantilopen, die den Rändern von Schwemmgebieten folgen und sich von Sumpfgräsern ernähren. Ausgewachsene Tiere sind kräftig und bringen 80 bis 120 Kilogramm auf die Waage. Ihre Schulterhöhe beträgt 80 bis 105 Zentimeter, die Länge variiert zwischen 135 und 165 Zentimetern. Weißnacken-Moorantilopen gelten in freier Wildbahn als bedroht. Grund sind Lebensraumzerstörung und Bejagung. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt sie auf der Roten Liste. Umso mehr freut sich der Kölner Zoo über das 1. Jungtier dieser Tierart im Kölner Zoo seit 1992. In Deutschland halten noch zwei weitere Zoos Weißnackenmoorantilopen. Spendenmöglichkeiten für die großen und kleinen Tiere im Zoo Der Kölner Zoo freut sich angesichts der aktuellen Lage über Spenden „för de Diersche“. Wer den Zoo in dieser Zeit unterstützen will, findet unter www.koelnerzoo.de/spende-sponsoring verschiedene Möglichkeiten, ihm zur Seite zu stehen. Kölner Zoo. Begeistert für Tiere. Seit 160 Jahren. Der Kölner Zoo feiert 2020 sein 160-jähriges Bestehen. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Million Besucher.

Zoo Magdeburg 26.03.2020
Darwin-Nandu geschlüpft: Kükenaufzucht ist „Männersache“!
Schon bei der Brut war der vierjährige Darwin-Nanduhahn sehr beschäftigt, denn bei diesen südamerikanischen Laufvögeln sind Brutgeschäft und Kükenaufzucht „Männersache“. Der vierjährige Nanduhahn ist zwar sehr umgänglich mit seinem Weibchen, duldet aber zur Brutzeit keinen weiteren menschlichen Zweibeiner an oder in seinem Territorium. Mit kräftig aufgeblähtem Hals und einer Mischung aus Fauchen und Grunzen machte er im Januar diesen Jahres jedem deutlich, dass keiner einfach so seine Anlage betritt. Aber gelegentlich muss auch der Stärkste einmal eine Pause einlegen um zu fressen, und so konnten die Tierpfleger dennoch täglich ungefährdet die Nandu-Anlage betreten, während der Hahn im Innenstall die Mischung aus Salat, Grünfutter und Pellets aufpickte. Am 5. Februar 2020 war es soweit: ein Darwin-Nandu schlüpfte im Magdeburger Nandugehege. Die Inkubationszeit beträgt mit bis zu 44 Tagen etwa doppelt so lange wie bei Haushühnern. Das inzwischen sieben Wochen alte Nanduküken hat sich gut entwickelt und ist mit seinen Eltern Paul & Paula auf der Außenanlage unterwegs. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet In Patagonien (Süd-Argentinien und Süd-Chile), leben Darwin-Nandus in Gras- und Buschland. Der Darwin-Nandu ernährt sich vorwiegend vegetarisch von Blättern, Gräsern und Kakteenfrüchten. Gelegentlich erbeutet er auch Insekten und kleinere Wirbeltiere. In der freien Natur und in Zoos ist der Darwin-Nandu sehr selten anzutreffen.

Zoo Schwerin 25.03.2020
ZooCampus sorgt für Wissen und Unterhaltung in Home Office Zeiten
Aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie musste der Zoo Schwerin am 17. März vorrübergehend geschlossen werden, aber das Leben im Zoo bleibt natürlich nicht stehen. Unsere Tierpfleger kümmern sich weiterhin mit Leib und Seele um ihre Sprösslinge. Davon bringt der Zoo Schwerin allen Zoofans täglich ein Stück nach Hause. „Auf Facebook und Instagram haben wir unsere Serie ZOOLEBNISSE für zu Hause gestartet und freuen uns, dass dieser Content so warmherzig aufgenommen wird. Es zeigt uns, dass die Besucher mit uns fühlen in so schwierigen Zeiten. Die finanziellen Auswirkungen sind bislang noch nicht absehbar, werden aber dramatisch sein.“ so Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Die Interessierten können sich die täglichen Videobotschaften für zu Hause auch auf der Homepage des Zoos unter www.zoo-schwerin.de anschauen. Dort finden vor allem die Schulkinder auch weitere spannende Arbeitsblätter für eine zoologische Wissensvermittlung. Mit tierischen Rätseln, tollen Ausmalbildern sowie einem Zoo Schwerin eigenen Memory Spiel wird die Zeit daheim etwas kurzweiliger. Viel Spaß beim Stöbern!

Zoo Leipzig 25.03.2020
Der Zoo im Ausnahmezustand – Löwenjungtiere lernen Löwensavanne Makasi Simba kennen
Seit einer Woche ist der Zoo Leipzig aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 für Besucher komplett geschlossen. „Es fühlt sich sehr surreal und gespenstisch an, durch den Zoo zu gehen und keinen einzigen Besucher zu sehen. Aber es ist notwendig, um die weitere Verbreitung der Pandemie einzuschränken. Ich hoffe, dass jeder Einzelne diese Maßnahmen auch ernst nimmt und umsetzt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Während es für die im Zoo lebenden Tiere in gewohnter Art und Weise weitergeht, weil die Pfleger sich tagtäglich intensiv um ihre Schützlinge kümmern, muss der Zooalltag ansonsten komplett neugestaltet werden. „Wir versuchen die Zeit durch interne Umorganisation bestmöglich zu überbrücken, arbeiten in anderen Bereichen, in denen es möglich ist, im Homeoffice und stellen die Versorgung unseres wertvollen Tierbestandes trotz der Einschränkungen im täglichen Leben sicher“, erklärt Junhold. Die Entwicklungen und Entscheidungen der Bundesregierung rund um den Virus verfolge man sehr intensiv und adaptiere den Zoobetrieb entsprechend. Fakt ist aber auch, dass der Zoo bis auf Weiteres, zunächst bis zum 19. April, auf mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen verzichten muss. „Ziel ist es, dass wir keinen Mitarbeiter verlieren müssen. Wir werden wirtschaftliche Herausforderungen haben, die wir nur gemeinsam schultern können“, blickt Zoodirektor Junhold voraus und ergänzt: „Den Übergang in diesen Ausnahmezustand haben wir intern als Team gut organisiert und umgesetzt.“ Löwenjungtiere & Vater Majo Löwe Majo kümmert sich seit zwei Wochen um seine Jungtiere. „Er hat diese Rolle gut angenommen und ist ein wirklich guter und liebevoller Vater. Die Jungtiere vertrauen ihm und schlafen gemeinsam dicht bei ihm“, erzählt Bereichsleiter Jens Hirmer. Tagsüber sind sie seit einigen Tagen auch im Außenbereich auf Entdeckungstour und lernen die Löwensavanne Makasi Simba kennen. Das Frühlingswetter und die Sonne wirken sich gut auf die Entwicklung der drei Jungtiere aus. Der Kater und seine beiden Schwestern spielen gemeinsam draußen, während Majo sich das muntere Treiben vom Eingang der Höhle aus anschaut. „Diese Konstellation hat den Vorteil, dass er den Nachwuchs zurückrufen kann, wenn er zu mutig wird“, erklärt Jens Hirmer. Mutter Kigali ist immer in unmittelbarer Nachbarschaft und sieht und riecht den Nachwuchs. Sie wirkt wieder zunehmend entspannter. Diese Konstellation soll sich noch einige Zeit einspielen und die Jungtiere weiter an Gewicht und Geschick zunehmen, bevor die nächsten Schritte unternommen werden, das kleine Rudel zu vereinen.

Zoo Basel 25.03.2020
Besucheranstieg 2019: Über eine Million Besuche im Zoo Basel
Im Jahr 2019 wurden im Zoo Basel über eine Million Besuche gezählt. Das sind 8.5 Prozent mehr als im Vorjahr. Gründe für den Anstieg dürften die Wiedereröffnung der Pinguinanlage, der milde Winter und ein milder Sommer sein. Ebenfalls ein Zuwachs konnte bei den Einnahmen über den freiwilligen Naturschutzfranken verzeichnet werden. 2019 verbuchte der Zoo Basel einen Besucheranstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr: 1’007’150 Besuche wurden registriert. In dieser Zahl nicht enthalten sind die Kinder unter sechs Jahren der Besitzerinnen und Besitzer von Jahresabonnements. Diese werden ab 2020 erstmals systematisch erfasst. Einen leichten Rückgang gab es bei den Abos. Mit 32’380 Abos wurden im Vergleich zum Vorjahr (33’011) weniger Abos verkauft. Die Gründe dafür sind die Umstellung auf Abos mit einer Gültigkeit von zwölf Monaten, welche jederzeit erworben werden können, und die Einführung von Wertgutscheinen Ende 2019. Letztere lösen die bisherigen Sachgutscheine für den Erwerb eines Abos ab und werden erst bei deren Einlösung für den Abokauf auch als Abo erfasst. Pinguinspaziergang und gutes Wetter Die gegenüber Vorjahr 78’911 mehr Besuche werden einerseits der Rückkehr der Pinguine und der Wiederaufnahme des beliebten Pinguin-Spaziergangs und den für den Zoobesuch günstigen Wetterbedingungen angerechnet. Wetterbedingt schwankende Besucherzahlen liegen in der Natur von Zoos. Ein milder Winter und milderer Sommer als im Vorjahr lockten 2019 zusätzliche Besucher in den Zoo Basel. Aber auch bei Nässe oder Kälte sorgten die Tierhäuser für einen angenehmen Aufenthalt. In Zukunft wird auch das neue Vogelhaus für einen wetterunabhängigen Besuch im Zoo beitragen. Es wird zurzeit umgebaut und mit einem Neubau ergänzt und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 für die Besucherinnen und Besucher eröffnet Rekord beim Naturschutzfranken Der Zoo Basel verzeichnete im Jahr 2019 einen Rekord bei den Einnahmen für die unterstützten Naturschutzprojekte. Dank des im Jahr 2016 eingeführten Naturschutzfrankens (CHF 1 pro Ticket) kamen 2019 CHF 289’441 für den Naturschutz zusammen. Erfreulich ist die Tatsache, dass über 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher seit Einführung den Naturschutzfranken zusammen mit dem Eintrittsticket freiwillig bezahlt haben. Seit dem Einführungsjahr 2016 kamen über den Naturschutzfranken CHF 832’041 dem Naturschutz zugute. Damit leistet der Zoo Basel einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensräume mit ihren Tieren und Pflanzen. Beispielsweise unterstützt der Zoo Basel seit dem Jahr 2016 das Projekt „Anti-Poaching“ der Big Life Foundation (BLF) in Kenia mit jährlich CHF 50’000.-. Ziel des Projektes im Amboseli-Tsavo-Ökosystem ist es, die Elefanten vor Wilderei zu schützen sowie Konflikte zwischen den Massai und den Tieren zu entschärfen. 2020 ist mit Einbussen zu rechnen Das laufende Jahr startete für den Zolli zuerst erfolgreich. Die milden Wintertage lockten aussergewöhnlich viele Besucher in den Zoo Basel. Klar ist aber, dass der Zoo Basel 2020 aufgrund der Schliessung wegen der Corona-Virus-Situation mit Einbussen bei den Besucherzahlen rechnen muss. Die Einnahmen aus Eintritten, Restaurants und Shop fallen während dieser Zeit aus. Die finanzielle Situation des Zoo Basel lässt es aber zu, den finanziellen Verpflichtungen in dieser schwierigen Zeit nachzukommen. Zolli-Werkstatt für zu Hause Tiere basteln, ein Experiment durchführen oder Tiernamen in einer Fremdsprache lernen? Sowohl der Zoo wie auch die Schulen sind geschlossen. Um diese Zeit zu überbrücken, haben wir einige Ideen und Materialien für den Unterricht zu Hause zusammengestellt. So können sich Kinder in den eigenen vier Wänden mit der Tierwelt des Zoo Basel auseinandersetzen. Das Angebot wird laufend ergänzt. Es lohnt sich für Eltern und Lehrpersonen deshalb, regelmässig einen Blick auf die Homepage zu werfen. Sobald der Zolli wieder offen ist, lassen sich die Tiere erneut live erleben!

Zoo Zürich 25.03.2020
Koala Milo im Zoo Zürich. EIN ZWEITER KOALA VERSTORBEN Der Zoo Zürich verliert auch sein zweites Koala-Männchen an einer Infektionskrankheit.
Am vergangenen Donnerstag, 19. März 2020, musste sich der Zoo Zürich auch von seinem zweiten Koala-Männchen Milo verabschieden. Milo wurde euthanasiert, nachdem er zusehends schwächer wurde und die Untersuchungsergebnisse keine Hoffnung auf eine Besserung seines Zustandes zuliessen. Grosse Teile der Koalapopulation in Australien sind natürlicherweise Träger von sogenannten Retroviren. Beginnen diese Viren, sich im Körper der Träger massenhaft zu vermehren, greifen sie das Immunsystem und die Bildung der Blutkörperchen an. Das betroffene Tier büsst seine Abwehrmöglichkeiten gegenüber Krankheitskeimen ein und die Fähigkeit zur Blutgerinnung. Die Veränderungen im Blutbild entsprechen jenen bei einer Leukämie. Dem Tod beider Koala-Männchen, Milo und Mikey, liegt ein starker Befall mit Retroviren zugrunde. Die Veterinäre des Zoo Zürich nutzen nun alle bei diesen beiden Todesfällen gewonnenen Untersuchungsresultate, um Wege zu einer Früherkennung eines Virenausbruchs zu finden. Treten bereits klinische Symptome auf, kann den befallenen Tieren kaum mehr geholfen werden. Ein Lichtblick bleibt: Milo hat sich vor seinem Tod mit den beiden Weibchen Maisy und Pippa gepaart. Ob diese Paarungen erfolgreich waren, wird sich aber erst in ein paar Monaten zeigen, denn junge Koalas verbringen ihre ersten fünf bis sechs Lebensmonate verborgen im Beutel der Mutter. Die beiden Koala-Männchen Mikey und Milo kamen Anfang Februar 2018 aus dem Australian Reptile Park nach Zürich. Mikey starb am 13. Dezember des vergangenen Jahres an den Folgen eines Retroviren-Ausbruchs.

Freunde Hauptstadtzoos Berlin 24.03.2020
Zeit für Zoofreunde: Solidarität mit Tierpark Berlin und Zoo Berlin Keine Besucher, keine Einnahmen… Herausforderung für Mensch & Tier
Der dynamische Prozess des Corona-Virus hat alle mittlerweile erreicht und beeinflusst das Leben auf vielfältige Art und Weise. In solchen Zeiten sind Verantwortungsbereitschaft, breite bürgerliche Solidarität und ein ausgeprägter Gemeinschaftssinn gefragt. In dieser schwierigen und ungewöhnlichen Situation steht der Förderverein von Tierpark und Zoo auch weiterhin an der Seite der Hauptstadtzoos. „Wie Sie sich sicherlich leicht vorstellen können, hat die verantwortungsvolle Schließung vom Zoo und vom Tierpark große Auswirkungen auf die Hauptstadtzoos und den Förderverein. Der Verlust von Einnahmen stellt in dieser besonderen Situation eine riesige Herausforderung für Mensch und Tier dar.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender des Fördervereins von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. Thomas Ziolko weiter: „Jede Unterstützung ist aber auch eine Geste der Solidarität und ein wichtiger Beitrag zur Aufrechterhaltung der Arbeit. Als Förderverein stehen wir gerade in dieser herausfordernden Zeit an der Seite unseres Zoos und unseres Tierparks und leisten weiterhin ideelle sowie finanzielle Unterstützung.“ Der Förderverein der Hauptstadtzoos ist äußerst dankbar, wenn die Berlinerinnen und Berliner den Hauptstadtzoos in dieser schwierigen Zeit weiterhin die Treue halten. Vielleicht ist es auch möglich, eine Solidaritätsspende zu leisten: Spendenkonto: Freunde Hauptstadtzoos Commerzbank Berlin IBAN DE02 1204 0000 0912 9008 00 BIC COBADEFFXXX Betreff: Solidaritätsspende www.freunde-hauptstadtzoos.de „Solidarität und Gemeinschaft zeigt sich auf viele Arten – auch wenn wir Abstand halten müssen, rücken wir sinnbildlich näher zusammen!“, so Thomas Ziolko.

Thüringer Zoopark Erfurt 23.03.2020
Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Kleines Trampeltier erblickt das Licht der Welt!
Der erste Trampeltiernachwuchs 2020 ist da! Am Mittwoch, dem 11.03.2020, wurde im Thüringer Zoopark Erfurt ein kleiner Kamelhengst geboren. Mutter ist die 6 Jahre alte Stute Sulaija, Papa der 16 Jahre alte Hengst Sahib. Gleich nach der Geburt wurde das Fohlen von seiner Mutter vorsichtig beschnüffelt und beleckt. Inzwischen hat der Kleine seine langen und staksigen Beine gut unter Kontrolle, um seiner Mama auf Schritt und Tritt zu folgen. Der Name des kleinen Trampeltiers steht derzeit noch nicht fest. Wir lassen euch entscheiden! Ab dem 26.03.2020 sind alle Besucher aufgerufen unter 4 verschiedenen Namen auszuwählen. Ganz im Zeichen von Trampetierschwesterchen Arya stehen die Namen Bran, Rickon, Robb und Sandor zur Auswahl. Abgestimmt wird bei Facebook unter: www.facebook.com/zooparkerfurt In Asien sind die domestizierten Trampeltiere als Nutztiere weit verbreitet. Ihre wilden Verwandten in China und der Mongolei gelten jedoch laut Weltnaturschutzunion IUCN aufgrund von anhaltender Bejagung als hochgradig bedroht und daher als „vom Aussterben bedroht“. Die Trampeltiere sind bei gutem Wetter auf dem Plateau des Zooparks zu sehen. Bei schlechtem Wetter können sich die Kamele aber auch im Stall aufhalten, der für Besucher wenig einsehbar ist.

Tierpark Hellabrunn München 23.03.2020
Der Tierpark Hellabrunn für Zuhause
Seit Ende letzter Woche gilt in Bayern eine landesweite Ausgangsbeschränkung. Das Verlassen der Wohnung ist demnach nur mit triftigem Grund erlaubt. Hellabrunn möchte den Menschen in dieser außergewöhnlichen Zeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern und seine Fans auch weiterhin über ihre tierischen Lieblinge auf dem Laufenden halten. „Sozialkontakte sind in der aktuellen Situation sowohl privat als auch beruflich auf das notwendigste Mindestmaß zu beschränken. Auch der Münchner Tierpark ist seit Dienstag, den 17.03.2020 für Besucher geschlossen und stellt sich in seinen Arbeitsabläufen und in der Organisation des Tagesgeschäfts auf die aktuellen Einschränkungen ein. Dennoch wird mit der engagierten und kompetenten Tierpflege Hellabrunns die Versorgung der Zootiere ausnahmslos sichergestellt“, erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban. „Damit die Menschen auch weiterhin am Tierparkgeschehen teilhaben können, publizieren wir derzeit unter der neuen Rubrik ‚Hellabrunn für Zuhause‘ verstärkt Bild-, Ton- und Videomaterial auf den sozialen Netzwerken des Tierparks. Das soll die vielen Facetten des Münchner Tierparks und damit ein wenig Abwechslung in die vier Wände großer und kleiner Tierparkfreunde bringen“, so Baban weiter. So gibt es in den Facebook- und Instagram-Stories nahezu täglich aktuelle Videos, die den Alltag der tierischen Bewohner Hellabrunns während der Schließung des Zoos widergeben. In Facebook-, Instagram- und Twitter-Beiträgen wird regelmäßig Spannendes und Wissenswertes aus der faszinierenden Welt der Tiere veröffentlicht. Auch die über hellabrunn.de einsehbaren Live-Web-Kameras bei Flamingos, Mähnenrobben und Elefanten sind weiterhin eingeschaltet. Mit dem neuen Format „Mia san Tier – Der Zoo-Podcast aus Hellabrunn“ gibt es den Münchner Tierpark seit Jahresbeginn auch ‚auf die Ohren‘: Mittlerweile sind bereits sechs Folgen erschienen. In der aktuellen Folge geht es um „Cool bleiben mit Tiger, Hai & Co. – Der Umgang mit gefährlichen Tieren“. Hier erfährt man unter anderem, wie die Reinigung des Hellabrunner Haifischbeckens abläuft und was es beim so genannten geschützten Kontakt im Umgang mit den Tigern zu beachten gilt. „Über unsere digitalen Kanäle soll der Kontakt zu Hellabrunn nicht abreißen. Die Vorfreude und Neugierde unserer Besucher auf ein baldiges Wiedersehen mit den Tieren soll dadurch erhalten werden. Wir hoffen, dass Sie Hellabrunn in einigen Wochen – gesund und wohlbehalten – wieder besuchen können“, so der Tierparkdirektor.

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