Zoopresseschau

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 14.02.2020
Geburt im Amazonienhaus – Goldiger Familienzuwachs bei den Schwarzen Brüllaffen
Auf den ersten Blick erkennt man vielleicht nur an den kleinen Händen und dem goldenen Schwänzchen zwischen den Armen von Brüllaffen-Weibchen Montega, dass sie derzeit nicht allein im Amazonienhaus der Wilhelma in Stuttgart unterwegs ist. An ihren Bauch klammert sich ihr jüngster Sprössling, der gerade einmal zwei Wochen alt ist. Für die junge Mutter und Vater Dichoso ist es der zweite Nachwuchs, der gleich ganz routiniert und liebevoll umsorgt wurde. „Bei ihrem ersten Jungtier im vergangenen Jahr hat Montega das schon super gemacht, war aber noch viel vorsichtiger“, berichtet Revierleiterin Kerstin Beigang. „Jetzt merkt man, dass alles schon ganz selbstverständlich für sie ist. Sie hat bei uns ja auch ihre beiden Brüder mit großgezogen, deswegen kann sie das wirklich gut.“ Denn die sozialen Brüllaffen leben in Familienverbänden, in denen die jüngeren Weibchen von den älteren lernen, worauf es bei der Jungtieraufzucht ankommt. So werden sie auf ihren eigenen Nachwuchs bestens vorbereitet. Auch Morrie, der Erstgeborene des Brüllaffen-Pärchens im Zoologisch-Botanischen Garten, ist noch Teil der Familie. Er zeigt allerdings noch nicht viel Interesse an seinem neuen Geschwisterchen. „Weil Morrie selbst erst ein Jahr alt ist, ist das Kleine für ihn eher ein Spielkamerad“, erzählt Kerstin Beigang. „Dazu muss es aber erst einmal selbstständig klettern können, was sicher noch vier bis fünf Monate dauern wird.“ Bis dahin kuschelt sich das neugeborene Brülläffchen dicht an Montegas Bauch, an dem es sich aus eigener Kraft mit Händen und Füßen festhalten muss. Instinktiv setzt der Winzling dabei auch schon seinen langen Greifschwanz ein, der diesen Primaten beim Klettern in den Baumwipfeln zusätzlichen Halt gibt. Welches Geschlecht das Jungtier hat, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Da der Blondschopf wie seine Mutter hell gefärbt ist, ist er in ihren Armen gut vor fremden Blicken geschützt. Denn in ihrer Heimat, den Regenwäldern des Amazonasgebiets, können junge Brüllaffen schnell in den Klauen von Raubkatzen oder Greifvögeln landen. Das namensgebende dunkle Haarkleid entwickeln bei den Schwarzen Brüllaffen nur die Männer im Laufe ihres Wachstums, was sich inzwischen bei dem älteren Bruder Morrie schon gut erkennen lässt. Von der sonoren Stimme, die er einmal bekommen wird, ist dagegen noch nicht viel zu hören. Das charakteristische Brüllkonzert der Primaten trägt kilometerweit und wird so auch von benachbarten Gruppen gehört, die in größerer Entfernung leben. Damit halten die Tiere untereinander Kontakt und signalisieren, welche Reviere schon besetzt sind. In ihrem Ursprungsgebiet ist der Bestand der Schwarzen Brüllaffen zwar rückläufig, wird aber noch nicht als gefährdet eingestuft. Dennoch stehen sie als Botschafter für zahlreiche weitere Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum, der durch Abholzung, Landwirtschaft und Straßenbau immer kleiner wird. Um eine stabile Population in den Zoos zu erhalten, gibt es für die Brüllaffen zudem ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm, an dem sich auch die Wilhelma beteiligt.

Tierpark Nordhorn 14.02.2020
Nachwuchs im Familienzoo – Jüngster Nachwuchs trotzt den kühlen Februar-Temperaturen
Seit vielen Wochen bereits tummeln sich im Streichelzoo viele kleine Ziegenlämmer. Am historischen Vechtehof brachte die Bentheimer Sau „Anni“ am 8. Januar 11 kleine Ferkel zur Welt. Die putzmunteren Jungtiere sind gerne im Ferkelstreichelzoo und lassen sich dort von den Besuchern mit Streicheleinheiten verwöhnen. Nun hat sich auch bei einigen Schafrassen im Park der Nachwuchs eingestellt. So brachten die Zackelschafe und die Jakobschafe in den letzten Tagen ihre Lämmer zur Welt. Während die Zackelschaflämmer fein gelockt und in der Regel einfarbig sind, haben die Jungtiere der Jakob- oder Mehrhornschafe eine hübsche schwarz-weiße Fleckung. Bei den Bentheimer Mutterschafen am historischen Vechtehof warten Bauer Hinnerk und die Tierpfleger tagtäglich auf die ersten Lämmer. Aber auch bei den exotischen Tieren ist der ein oder andere Nachwuchs zu entdecken. So tobt in der Rotte der Halsbandpekaris zum Beispiel ein ganz kleines Jungtier über die Gemeinschaftsanlage mit den stattlichen Waldbisons. Und wer ein wenig Geduld hat, der kann sicherlich bei den Faultieren das nun 5 Monate alte, weibliche Jungtier von „Gypsy“ entdecken. Meist liegt es ziemlich entspannt auf dem Bauch der Mutter und ist bei den Informationsfütterungen gut zu sehen, da es die Leckereien der Tierpfleger gerne annimmt. Die Informationsfütterung bei den Faultieren ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags um 15.10 Uhr. Mehr Informationen zu den Fütterungen gibt es unter www.tierparknordhorn.de/fuetterungen-2

Zoo Schwerin 14.02.2020
Körung der Sattelschweine – Neues Zucht-Traumpaar auf dem Bauernhof
Am 28. Januar fand die Körung des neuen Zuchtpaares der Deutschen Sattelschweine Ortwin und Hellgar auf dem Bauernhof im Schweriner Zoo durch den Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. statt. Die beiden 8 und 9 Monate alten Schweine wurden nach verschiedenen Kategorien untersucht und beurteilt. Durch die durchweg positiven Bewertungen von gut bis ausgezeichnet, erfolgt nun die Aufnahme ins Zuchtbuch. Das Deutsche Sattelschwein gilt laut der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als „extrem gefährdet“. Bei einer Gesamtzahl von gerade mal 400 Tieren (2017) wird sich der Zoo Schwerin auch weiterhin an der Zucht beteiligen und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser Nutztierrasse leisten. Wie auch bei den übrigen Haustierrassen auf dem Zoo-Bauernhof vermittelt der Zoo gerne den Nachwuchs an geeignete und qualifizierte Halter weiter. Allerdings ist dies nicht immer möglich oder in Betrachtung der kleinen Gesamtpopulation sinnvoll. Daher wird es auch dazu kommen, dass der Nachwuchs zur Versorgung der eigenen Raubtiere, wie Tiger oder Rothund, genutzt wird. Hellgar redet nicht nur auffallend viel, sie hört auch auf ihren Namen. Ebenso Ortwin, denn mit beiden Tieren wird täglich trainiert, um beispielsweise medizinische Untersuchungen und Behandlungen für alle Beteiligten stressfreier durchführen zu können. Beide freuen sich gleichermaßen über Streicheleinheiten der Besucher.

ZOOM Erlebniswelt 14.02.2020
Krontaubentraining in der ZOOM Erlebniswelt
Wenn Tierpflegerin Stephanie Fischer mit dem Glöckchen klingelt, wissen die Krontaubenweibchen aus der ZOOM Erlebniswelt Asien, was zu tun ist: Die beiden Vögel kommen angeflattert und nähern sich einem grünen Schild, das mitten auf dem Besucherweg im ELE Tropenparadies liegt. Schon nach wenigen Augenblicken stehen sie ganz auf dem Schild und picken ein paar Mehlwürmer auf, die dort als Belohnung auf sie warten. „Die beiden haben gelernt, auf das Glöckchen und die Farbe des Schildes zu reagieren und so kann ich sie auf Kommando anlocken“, sagt Stephanie Fischer, die regelmäßig Training mit den Tieren der ZOOM Erlebniswelt macht. Im Falle der Krontauben geht es um ein ganz praktisches Ziel: Wenn die beiden Weibchen an einen anderen Zoo abgegeben werden müssen, dann lassen sie sich mit dieser Methode schneller und einfacher einfangen. Schließlich ist die Freiflughalle in dem rund 4500 Quadratmeter umfassenden ELE Tropenparadies ziemlich groß. „Bei diesen Dimensionen ist es eine ganz schöne Herausforderung die Krontauben einzufangen“, sagt Stephanie Fischer. Victoria-Krontauben, die in Indonesien und Papua Neuguinea beheimatet sind und zu den größten Tauben der Welt zählen, sind als gefährdet eingestuft. Daher führt der Zoo Singapur das Europäische Zuchtbuch für diese bedrohten Vögel. Das Zuchtbuch entscheidet über Austausch und Nachzucht von Krontauben in europäischen Zoos. Grundsätzlich könnten die beiden Krontauben die ZOOM Erlebniswelt irgendwann verlassen und in einen anderen Zoo umziehen. Nach den ersten Trainingseinheiten erweitert Tierpflegerin Fischer ihre Übung: Das Schild legt sie diesmal auf eine Waage. Tatsächlich kommen die Tauben beim nächsten Glöckchen klingeln wieder zum grünen Schild geflattert – die Waage darunter scheint sie wenig zu interessieren. Tierpflegerin Stephanie Fischer freut sich: „Jetzt kann ich auch noch ihr Gewicht und somit ihren Gesundheitszustand kontrollieren.“ In einem nächsten Schritt wird sie das grüne Schild in eine Transportkiste legen. Die Tauben lernen dadurch, dass ein Aufenthalt in einer solchen Kiste nichts Schlimmes ist. So verläuft ein möglicher Transport für die Vögel ganz problemlos und ohne Stress – eine Erleichterung sowohl für die Tiere, als auch für die Tierpflegerin.

Zoo Heidelberg 14.02.2020
Laufen für Bobo und seine Mädels – Gorilla-Lauf startet am 05. April 2020 um 9.00 Uhr im Zoo Heidelberg
Eine ganz besondere Aktion für Bobo und seine Mädels: Am 05. April 2020 um 9.00 Uhr startet der jährliche Spendenlauf im Zoo Heidelberg, der jedes Frühjahr große und kleine Läufer begeistert. Bereits zum achten Mal findet der beliebte Lauf in und um den Zoo statt. In diesem Jahr laufen die Teilnehmer für die Heidelberger Gorillagruppe um Silberrücken Bobo und den drei Weibchen Shaila, Zsa-Zsa und N’Gambe. Die Gorillas sollen eine neue, größere Außenanlage erhalten. Die Startplätze sind begrenzt. Wer teilnehmen möchte, kann sich unter www.zoo-heidelberg.de/zoolauf noch bis spätestens zum 08. März 2020 anmelden. Unter den vielen Läufern, die an den Spendenläufen im Zoo Heidelberg teilnehmen, finden sich inzwischen auch zahlreiche Wiederholungstäter. „Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir das ein oder andere inzwischen bekannte Gesicht beim Zoolauf entdecken. Es gibt Läufer, die alle acht Spendenläufe mitgemacht haben. Unsere Teilnehmer schätzen besonders die außergewöhnliche Laufstrecke mit tierischen Zuschauern und die familiäre und lockere, fröhliche Atmosphäre am Lauftag“, berichtet Frank-Dieter Heck, Kaufmännischer Geschäftsführer des Zoos. Der Spendenlauf im Zoo Heidelberg bietet beste Gelegenheit sich sportlich für ein gutes Projekt zu engagieren. Die gesammelten Spenden fließen jedes Jahr in ein wichtiges Projekt im Zoo Heidelberg. In diesem Jahr, 2020, wird der Betrag den Flachlandgorillas im Zoo zugutekommen. Die Gorillagruppe soll eine neue, zwölfmal größere Freianlage erhalten. Einen Teil der Anlage werden sich die Menschenaffen im Rahmen einer Vergesellschaftung mi Pinselohrschweinen teilen. Die Planungen dazu sind in vollem Gange. Ein mehrköpfiges Team von Tierpflegern, Kuratoren, Tierärzten und dem Zoodirektor hat viel Wissen und abwechslungsreiche Ideen in die Planungen einfließen lassen. Um die Anlage optimal gestalten zu können, ist der Zoo Heidelberg auf Spenden angewiesen. „Von den 30 Euro Startgebühren spendet jeder Teilnehmer 20 Euro für dieses Projekt. Wir freuen uns daher über jeden, der beim Gorilla-Lauf 2020 mitlaufen möchte“, so Heck. Schnell sein lohnt sich bereits bei der Anmeldung, denn die Startplätze sind sehr begehrt. Neben Einzelläufern sind auch Firmen-Teams und Laufgruppen herzlich willkommen. Solange noch Startplätze verfügbar sind, ist das Online-Anmeldformular für den Gorilla-Lauf voraussichtlich bis zum 08. März 2020 unter www.zoo-heidelberg.de/zoolauf freigeschaltet. Die Startgebühr beträgt pro Läufer 30 Euro, davon sind 20 Euro Spende. Als Dankeschön für die Unterstützung erhält jeder Läufer ein speziell gestaltetes Laufshirt sowie eine Medaille und eine persönliche Teilnehmerurkunde. Bevor gegen 11.30 Uhr die Besten je Rundenanzahl geehrt werden, können sich die Läufer am Fotopoint verewigen lassen und für die kleinen Besucher gibt es einen Mal- und Bastelstand. Außerdem informiert der Zoodirektor über die weiteren Planungen im Zoo. Die Teilnehmer erwartet eine der schönsten Heidelberger Laufstrecken: Start ist um 9.00 Uhr im Zoo beim Großen Affenhaus direkt am Gorilla-Gehege. Von dort geht es Richtung Löwen und weiter vorbei am großen Flamingo-See bis zur Elefantenanlage. Dort führt die Strecke aus dem Zoo heraus und ein Stück entlang der Tiergartenstraße bis hinter die TSG Heidelberg-Anlage. Entlang des Neckarkanals laufen die Teilnehmer in Richtung Wehrsteg bis zur Explo-Halle. Dort geht es zurück in den Zoo bis zum Zieleinlauf beim Großen Affenhaus. Eine Runde beträgt ca. 3.000 m. Besonders sportliche Läufer können – bevor sie final das Ziel durchlaufen – spontan entscheiden, ob sie noch ein oder zwei weitere Runden drehen möchten. Mit drei Runden bildet die etwa 9000 m lange Strecke eine optimale Vorbereitung für den Heidelberger Halbmarathon. Sportliches Engagement, das sich doppelt lohnt: Für Bobo und seine Mädels und für die eigene Fitness.

Tierpark Hellabrunn 14.02.2020
Schillernder Gast in Hellabrunn
Bei einem Spaziergang durch den Tierpark lohnt sich ein Blick zum Uferbereich des Auer Mühlbachs: Mit etwas Glück entdeckt man dort den farbenprächtigen Eisvogel bei der Futtersuche. In Städten ist diese bunt schimmernde, etwa spatzengroße Vogelart immer seltener zu sehen. Das schillernde Gefieder des Eisvogels macht diesen heimischen Wildvogel unverwechselbar: Auf einem Baum am Gewässerufer sitzend, wo er gerne zur Jagd verweilt, lässt seine orangebraune Unterseite den Eisvogel unauffällig erscheinen. Je nach Lichteinfall wirkt die Oberseite seines Gefieders türkisfarben bis dunkelblau. „Viele heimische Tierarten lassen sich auch gut in Hellabrunn beobachten. Der Tierpark bietet naturbelassene Areale innerhalb der Großstadt München, in denen es sich für Tiere ungestört leben lässt“, so Tierparkdirektor Rasem Baban. Aufgrund seiner Vorliebe für Fische brütet der Eisvogel an fließenden oder stehenden, naturbelassenen Gewässern mit reichem Kleinfischbestand. In stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen ist er mittlerweile immer seltener anzutreffen. Die Gewässerverschmutzung, Baumaßnahmen oder die Begradigung von Flussufern tragen zum Verlust der Lebensräume und des Nahrungsangebots des Eisvogels bei. Im Münchner Stadtgebiet ist Hellabrunn einer der wenigen Orte, an welchem der Eisvogel noch regelmäßig beobachtet werden kann. Durch die natürliche Beschaffenheit des Auer Mühlbachs und seiner Zuläufe bietet der Tierpark hervorragende Lebensbedingungen für den Eisvogel. Zur weiteren Unterstützung der Tiere wurde bereits vor mehreren Jahren eine Brutwand errichtet. In die rund ein Meter hohe Wand wurden zwei etwa 60 cm lange Brutröhrenkästen eingelassen, die natürlichen Bruthöhlen des Eisvogels entsprechen. „Um dem Eisvogel ein optimales Nahrungsangebot im Tierpark zu bieten, hat die Hellabrunner Naturschutz AG in einem Seitenarm des Auer Mühlbachs eine Fischwanne installiert. Dort werden ab Oktober regelmäßig Kleinfische eingesetzt. Ein durchgehendes Nahrungsangebot überzeugt den Eisvogel davon, dass Hellabrunn ein geeigneter Ort zur Aufzucht der Jungen ist“, so Lisbet Siebert-Lang, Mitarbeiterin der Umweltbildung und Mitglied der Naturschutz AG. Die Arbeitsgemeinschaft, die aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenster Bereiche des Tierparks besteht, widmet sich seit vielen Jahren dem Naturschutz und der lokalen Vielfalt in Hellabrunn. „Wenn die Eisvögel sich zur Brut entschließen, schlüpfen die ersten Jungvögel Anfang April“, so Lisbet Siebert-Lang weiter. Die für die Eisvögel errichtete Brutwand ist vom Besucherweg nur aus einiger Entfernung zu erkennen. Denn ein Eisvogelpaar fühlt sich nur an schwer zugänglichen Steilwänden ausreichend geschützt, um sein Gelege zu bebrüten. Blickt man beim Besucherpodest an der Anlage der Emus, Sumpfwallabys und Trauerschwäne geradewegs zum Auer Mühlbach, lässt sich die Brutwand auf der gegenüberliegenden Seite des Ufers ausmachen.

Güstrower Wildpark-MV 14.02.2020
Zwillinge in der Erlebnis-Büdnerei – Nachwuchs bei den Rauhwolligen Pommerschen Landschafen im Wildpark-MV
Sie sind nun zu siebt, die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe in der Erlebnis-Büdnerei des Wildpark-MV. Am 7. Februar 2020 brachte Hella Zwillinge zur Welt, die vom Büdnerei-Team passenderweise Hans und Heinz getauft wurden. Die beiden sind mittlerweile auch auf der Koppel unterwegs und entdecken ihr Zuhause sowie ihre WG-Mitbewohner. Denn die Schafe teilen sich den Auslauf mit drei Weißen Deutschen Edelziegen. Büdnerei-Chefin Britta Genz erzählt: „Unsere Ziegen sind für ihre Neugier und Frechheit bekannt. Mit den Kleinen sind sie jedoch sehr nachsichtig und gehen vorsichtig mit ihnen um.“ Bei der Auswahl der Rassen hat sich der Wildpark-MV an der „GEH – Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ orientiert. Es sollen nicht nur alte Haustierrassen gezeigt, sondern auch durch Züchtung zur Erhaltung der alten Rassen beigetragen werden. Rauhwolliges Pommersches Landschaf War ursprünglich als Schaf der Küstenregionen in Pommern, Mecklenburg, Ostpreußen, Schlesien und Polen verbreitet. Merkmale: Vlies mischwollig blaugrau bis bräunlich; Kopf, Beine und langer Schwanz sind schwarz; Tiere sind alle unbehornt; Mähne bei Altböcken z.T. bis zur Vorderbrust herabreichend; schwarzer Aalstrich vom Kopf bis zum Widerrist. Herkunft: wahrscheinlich Kreuzug von Hannoverschen Schaf und Zaupelschaf Gewicht: Bock = 70-75 kg Muttertiere = 50-55 kg Leistung und Eigenschaft: sehr genügsam, bestens dem Küstenklima angepasst; Wollertrag: 4-6 kg/ Jahr; früher auch als Milchschaft für die Eigenversorgung Wer die beiden neuen Büdnerei-Bewohner besuchen möchte, kann dies mit dem Winterferienspaß im Wildpark-MV verbinden: Montag, 17.02.2020 I Beginn: 11 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Wolfstour für Kids Vorbei an Luchs und Wildkatze besuchen die Kinder das Wolfsrudel, erfahren Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere und dürfen sogar ein Wolfsfell anfassen. Anschließend kann ganz gemütlich Knüppelkuchen (je 1,00 €) am Lagerfeuer gegrillt werden. Keine Anmeldung notwendig. Dienstag, 18.02.2020 I Beginn: 11 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Do it yourself im Winter: Kerzen Wer gern bastelt, kommt hier voll auf seine Kosten. Heutige Bastelaktion: Kerzen selbst machen – gestalte deine eigene individuelle Kerze. Eigene Kerzenreste können gern mitgebracht werden. Ansonsten ist Material vorhanden. Unkostenbeitrag: 1,00 €. Keine Anmeldung notwendig. Mittwoch, 19.02.2020 I Beginn: 11 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Basteln für Meise, Fink & Co. Was fressen Wildvögel im Winter? Und mögen Meisen eigentlich Knödel? Beim heutigen Winterferienspaß erfahren die Kinder Spannendes über die Wintervögel und deren Fütterung. Bastelfreunde können sich freuen: Jeder kann unter Anleitung eine Futterglocke für Zuhause bauen. Unkostenbeitrag: 1,00 €. Keine Anmeldung notwendig. Donnerstag, 20.02.2020 I Beginn: 11 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Selbstgemacht! Hautpflege für den Winter Wenn der Winter kommt, werden die dicken Jacken aus dem Schrank geholt. Doch wie machen das die tierischen Nachbarn? Und welche Tricks haben wir selbst auf Lager? Eine gute Hautpflege ist das A und O. Wie man diese ganz einfach selbst herstellen kann, erfahren die Kinder bei diesem kleinen Workshop. Unkostenbeitrag: 1,00 €. Keine Anmeldung notwendig.Freitag, 21.02.2020 I Beginn: 11 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Wolfstour für Kids Vorbei an Luchs und Wildkatze besuchen die Kinder das Wolfsrudel, erfahren Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere und dürfen sogar ein Wolfsfell anfassen. Anschließend kann ganz gemütlich Knüppelkuchen (je 1,00 €) am Lagerfeuer gegrillt werden. Keine Anmeldung notwendig. Winter-Highlights: www.wildpark-mv.de/winter

Tiergarten Schönbrunn 13.02.2020
Generalprobe absolviert: Ab morgen ist das Eisbären-Jungtier zu sehen!
Bevor das Eisbären-Jungtier im Tiergarten Schönbrunn ab morgen für die Besucherinnen und Besucher zu sehen ist, absolvierte es heute früh im Rahmen eines Pressetermins eine „Generalprobe“. „Ich bin genauso aufgeregt und gespannt darauf wie Sie, das Kleine endlich live zu sehen“, verriet Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck bei der Begrüßung, bevor für Eisbären-Mutter Nora und ihr Jungtier die Tür zur Außenanlage der Eisbärenwelt geöffnet wurde. Ein Blick zurück. Das Eisbären-Jungtier kam am 9. November 2019 zur Welt. Drei Monate lang wurde es von seiner Mutter natürlich und völlig ungestört in ihrer Wurfhöhle großgezogen. Das Team des Tiergartens beobachtete die Aufzucht ausschließlich über eine Kamera. Regelmäßig wurden Videos veröffentlicht, um die Eisbärenfans daran teilhaben zu lassen. Bei der Geburt sind Eisbären nur so groß wie Meerschweinchen, etwa ein halbes Kilogramm schwer, blind und taub. Mit drei Wochen war das Jungtier schon doppelt so groß. Im Alter von einem Monat hatten sich die Augen geöffnet, auch der Gehör- und Geruchssinn entwickelten sich. Mit rund zehn Wochen startete es seine ersten wackeligen Gehversuche. Mittlerweile wiegt das Kleine etwa 12 Kilogramm. Zwei Premieren. „Die Zucht von Eisbären stellt nach wie vor keine Selbstverständlichkeit dar. Eine Nachzucht bei dieser bedrohten Tierart ist besonders erfreulich. In der Arktis schmilzt den Eisbären der Lebensraum unter den Pfoten weg“, so Hering-Hagenbeck. Der bärige Nachwuchs in Schönbrunn ist gleich in zweifacher Hinsicht eine Premiere. „Es ist der erste Nachwuchs für die sechs Jahre alte Nora, die 2017 aus dem Zoo Tallin gekommen ist, und der erste Nachwuchs in der 2014 eröffneten Eisbärenwelt.“ Der letzte Eisbären-Nachwuchs in Schönbrunn, die Zwillinge Arktos und Nanuq, war im Jahr 2007. Abenteuer warten. Die Eisbärenwelt bietet den Tieren jede Menge Abwechslung. Auf das Jungtier wartet eine erlebnisreiche Zeit mit vielen Abenteuern. „Für das Jungtier ist alles neu und es gilt mit der Zeit, alles zu entdecken, wie Felsen, Wasserbecken, Wiesenbereiche und Baumstämme. Die Mutter gibt ihm dafür die nötige Sicherheit und bringt ihm Schritt für Schritt alles bei, was ein kleiner Eisbär können muss“, sagt Tierpflegerin Alessa Esau. Ab morgen sind Mutter und Jungtier für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Die beiden werden aber auch die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Eisbären-Männchen sind in der Wildbahn nicht an der Aufzucht ihrer Jungtiere beteiligt. Sie können für den Nachwuchs sogar gefährlich werden. Nach der Paarung suchen sie das Weite. Deshalb lebt Eisbären-Vater Ranzo, der 2014 aus dem Ranua Wildlife Park in Finnland nach Schönbrunn übersiedelt ist, im anderen Teil der Anlage. Wie in der Wildbahn wird er nie Kontakt zum Nachwuchs haben. Geschlecht noch unbekannt. Ob das Jungtier ein Weibchen oder ein Männchen ist, können die Pfleger leider noch nicht erkennen. Bei so einem kleinen Fellknäuel ist es nicht so einfach zu sehen. Fest steht aber, dass sich der Tiergarten später über Namensvorschläge der Besucherinnen und Besucher freut. „Der Startschuss für die Namenssuche erfolgt, sobald wir das Geschlecht wissen. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten“, so Hering-Hagenbeck schmunzelnd.

Zoo Zürich 13.02.2020
Naturaplan Projektschokoladen machen den Unterschied
Die Qualität des Kakaos ist der Schlüssel zu einer vollkommenen Schokolade. Um den Geschmack und die Qualität langfristig zu garantieren, müssen höchste Ansprüche an eine nachhaltige Wertschöpfungskette erfüllt werden. Coop, Chocolats Halba und der Zoo Zürich haben in Madagascar ein Projekt ins Leben gerufen, das den Anbau des Edelkakaos in Mischkulturen fördert und die Kakaobauern ausbildet. Davon profitieren Mensch, Tier und Natur gleichermassen. Das Resultat: die erste CO2-neutrale Bio Fairtrade-Schokolade mit Edelkakao aus Madagascar. Die klimatischen Bedingungen in Madagascar, die ausgeglichenen Bodenverhältnisse auf dieser Insel im Indischen Ozean und der Edelkakao verleihen der Schokolade von Coop Naturaplan eine einzigartige Geschmacksnote. «Als Weiterführung der Naturaplan Projektschokoladen aus Honduras und Ecuador bieten wir unseren Kundinnen und Kunden nun ein weiteres Genusserlebnis ohne Kompromisse», so Daniel Böni, zuständig für Süsswaren und Salziges bei Coop. Schutz der Biodiversität in Madagascar – Madagascar ist als Naturparadies bekannt. Wegen Waldrodungen geriet die Flora und Fauna Madagascars in den letzten Jahren in Bedrängnis. Die Waldfläche ging um 90% zurück, auch Teile des Masoala Regenwaldes sind betroffen. Die auf Produktivität ausgelegte Landwirtschaft mit Monokulturen entzieht dem Boden wichtige Nährstoffe. Bodenfruchtbarkeit und Erträge nehmen ab, es entsteht eine Armutsfalle. Deshalb ist das Projekt Madagascar von grosser Bedeutung. «Seit 25 Jahren engagieren wir uns direkt in Madagascar für den Schutz des Regenwalds. Dazu gehört, dass wir den Bauern den Kakao als alternative Anbaumethode zur Rodung des Regenwalds aufzeigen», erklärt Dr. Alex Rübel, Direktor des Zoo Zürich. Dynamisches Agroforstsystem: Schlüssel zur Nachhaltigkeit «Die Lösung für einen wirklich nachhaltigen Kakaoanbau liegt im dynamischen Agroforstsystem», erklärt Andreas Hasler, Leiter Chocolats Halba. Die Agroforstsysteme umfassen verschiedene Nutzpflanzen, fördern so die Biodiversität und speichern grosse Mengen an CO2. Die vielseitigen Pflanzungen und fruchtbaren Böden generieren den Kakaobauern ein diversifiziertes, nachhaltiges Einkommen. Nachhaltige Wissensvermittlung – Im Rahmen des Projekts werden Kleinbauern befähigt, die wertvollen Edelkakaosorten Trinitario und Criollo in Kombination mit anderen lokalen Nutzpflanzen wie Bananen, Mango oder Maniok sowie mit Edelholzbäumen in Mischanbau zu kultivieren. Im Sinne von «Train the Trainer» geben die Kleinbauern das Gelernte anschliessend weiter. «Ich sehe es als meine Berufung, meine Erfahrungen mit Kollegen zu teilen, denn nur so erzielt das Projekt eine nachhaltige Wirkung», so Felestin Randrianjafy, Kakaobauer in Madagascar, der seit der ersten Stunde Teil des Projektes ist.

Zoo Frankfurt 13.02.2020
Willkommen ARYA – Neues Kamel eingezogen
Einige Monate war Trampeltier HIRA alleine auf der Kamel-Anlage. Nun leistet ihr die elf Monate alte ARYA, die gestern aus dem Thüringer Zoopark Erfurt an den Main kam, Gesellschaft .Im August 2019 musste die 21 Jahre alte Kamelstute EFRAH eingeschläfert werden. Sie litt unter starker Arthrose. Durch die enge Kooperation der Zoos konnte schnell eine neue Mitbewohnerin für die 18-jährige HIRA gefunden werden. Die knapp einjährige Trampeltier-Stute ARYA kam gestern Mittag aus dem Zoopark Erfurt in Frankfurt an und durfte sogleich auf die Kamel-Anlage. Dort wird sie mit HIRA und einigen Zwergziegen zusammenleben. „Die Trampeltier-Haltung im Zoo Frankfurt hat eine sehr lange Tradition. Die zweihöckrigen Lebenskünstler, die mehrere Tage ohne Wasser auskommen und auch sehr dornige Pflanzen fressen können, faszinieren die Zoobesucherinnen und Zoobesucher schon seit der Eröffnung im Jahr 1858“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.„Für unsere Bildungsarbeit spielen die großen Trampeltiere mit ihren physiologischen Besonderheiten eine wichtige Rolle. Wir sind daher froh, mit der jungen ARYA eine neue Gefährtin für HIRA gefunden zu haben“, so Zoodirektor Dr. Miguel Casares. Trampeltiere (Camelus bactrianus) zählen zu den Paarhufern und gehören innerhalb dieser Ordnung zur Familie der Kamele (Camelidae). Die Gesamtpopulation wird auf über zwei Millionen geschätzt, dabei handelt es sich jedoch im Wesentlichen um Haustiere. Die Wildform stammt ursprünglich aus den Trockensteppen und Halbwüsten Asiens und zählt gerade noch etwa 950 Individuen; der Populationstrend ist abnehmend. Gründe dafür liegen in der Jagd durch den Menschen aber auch in sich verändernden Umweltbedingungen. In der roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Wildform daher als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Die Stuten HIRA und ARYA werden in Frankfurt nicht züchten. Die Kamel-Anlage aus den 1950er Jahren lässt die Haltung einer Zuchtgruppe nach aktuellen Haltungsrichtlinien nicht zu. Um einen Kamelhengst zu halten, müsste das Areal deutlich größer und in unterschiedliche Bereiche teilbar sein.

Kölner Zoo 13.02.2020
Erfolg im Kampf um den Erhalt der Artenvielfalt Madagaskars: Kölner Zoo gelingt Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Mangarahara-Buntbarsche
Madagaskars Artenvielfalt ist einzigartig. 90 Prozent der Wirbeltiere, die auf der vor Afrika liegenden Insel leben, sind nur hier zu finden. Dieser Artenschatz ist massiv bedroht. Grund ist vor allem der Lebensraumverlust durch Abholzung und Brandrodung für Palmölplantagen und das folgende Austrocknen von Flüssen und Seen. Der Kölner Zoo setzt sich nachhaltig für die Bewahrung der madagassischen Artenvielfalt ein. Er erhielt Ende Oktober 2019 überaus seltene Fischnachzuchten aus dem Toronto Zoo in Kanada. Darunter ist auch der Mangarahara-Buntbarsch (Ptychochromis insolitus). Er ist laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedroht („Critically Endangered“). Unter Experten gilt er als einer der seltensten Fische der Erde. Laut Datenbanken ist diese Art in noch keinem anderen Zoo in Deutschland vertreten. Was Europa betrifft, so ist der Mangarahara-Buntbarsch neben Köln lediglich in vier Zoos in Dänemark, England und den Niederlanden mit nur ganz wenigen Exemplaren vertreten. Der Kölner Zoo hat vor, die Haltung dieser bedrohten Arten in Köln zu etablieren, sie anschließend zu vermehren und dann Nachwuchs an andere Zoos in Deutschland und Europa abzugeben. So soll das Haltungsnetzwerk und dadurch der ex situ Schutz dieser Arten erweitert werden – also der Schutz in Menschenhand durch Aufbau von Reservepopulationen. Kaum mehr als zwei Monate nach Ankunft der Mangarahara-Buntbarsche in Köln hat der Kölner Zoo bereits seine „Hausaufgaben“ gemacht: Die vom Aussterben bedrohten Fische konnten nämlich in einer eigens für sie errichteten Aquarienanlage hinter den Kulissen des Kölner Aquariums erfolgreich vermehrt werden. Die bedrohten Fische scheinen sich in Köln wohlzufühlen, denn sie haben in den Wintermonaten unter fachkundiger Betreuung von Süßwasserrevierpflegerin Nathalie Frank-Klein und ihren Kollegen gleich mehrfach abgelaicht, also Eier abgelegt. Hinter den Kulissen des Kölner Zoos schwimmen jetzt Hunderte von jungen Mangarahara-Buntbarschen in verschiedenen Größen in den Aufzuchtaquarien – ein großer Erfolg für den Artenschutz! Zum Aufbau eines Erhaltungszuchtnetzwerkes gehört jedoch nicht nur die erfolgreiche Fortpflanzung bedrohter Arten, sondern auch die Einbindung weiterer Institutionen. Ziel ist es, auch bei ihnen Populationen aufzubauen. So sind die Aquarianer auf der sicheren Seite, falls in einem Zoo der Bestand einmal zusammenbrechen sollte. So wurden vergangene Woche die ersten Nachzuchten des Mangarahara-Buntbarsches von Köln aus an den im Artenschutz ebenfalls international engagierten Tiergarten Schönbrunn in Wien, Österreich, verschickt. Die 30 etwa zwei Zentimeter großen Jungtiere kamen wohlbehalten in der österreichischen Hauptstadt an. Die nächsten Transfers sind bereits geplant, so werden weitere Mangarahara-Buntbarsche in den kommenden Wochen in die Zoos nach Berlin, Duisburg und Stuttgart versendet – und das ist erst der Anfang. Der Kölner Zoo versendete, ebenfalls vergangene Woche, rund 100 Fische aus dem Tanganjikasee-Becken. Sie wurden zuvor behutsam aus dem 20.000 Liter fassenden, großen Schauaquarium im Kölner Aquarium herausgefangen. Anschließend sind diese sind mithilfe eines auf Fischtransporte spezialisierten Trucks in einen Zoo nach Frankreich umgezogen. In Köln wird der frei werdende Platz für die bedrohten Fische aus Madagaskar genutzt. Der Kölner Zoo ist Mitglied der internationalen Madagaskar Fauna & Flora Gruppe, deren letzte Tagung im Mai im Kölner Zoo stattfand. Dort wurde dem Kölner Aquariumsleiter Prof. Dr. Thomas Ziegler die Aufgabe übertragen, die Zoohaltungen bedrohter madegassischer Süßwasserfische international besser zu verteilen. Zoos sind Artenschutzzentren – Durch das Prinzip „Nachzucht und Weiterverteilung“ stellen Zoos sicher, dass immer genügend Tiere in Menschenhand vorhanden sind. Prof. Dr. Thomas Ziegler: „Es kann gut sein, dass eines Tages Rückführungen nach Madagaskar, also Auswilderungen, nötig sind, um die geschwächten natürlichen Bestände aufzustocken oder in der Wildnis verloren gegangene Arten wiederanzusiedeln. Wir haben dann dafür genug Bestände und Nachwuchs in Köln und anderen Zoos, um aushelfen zu können.“ Moderne Zoos sind also nicht nur ein Platz für Freizeit, Erholung und Umweltbildung, sondern auch leistungsstarke Artenschutz-Zentren. Kölner Zoo. Begeistert für Tiere. Seit 160 Jahren. Der Kölner Zoo feiert 2020 sein 160-jähriges Bestehen. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Million Besucher.

Erlebnis-Zoo Hannover 13.02.2020
Wehrhaftes Weibchen mit lauter Stimme – Erste tierärztliche Untersuchung des Eisbär-Nachwuchses in Hannover
Der Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover ist 12 kg schwer, ungemein agil, neugierig, kratzbürstig und – weiblich! Bei der tierärztlichen Erstuntersuchung zeigte die jetzt drei Monate alte kleine Bärin bereits ordentlich Krallen und setzte auch gerne ihre Zähnchen ein. Die Zoo-Tierärzte Dr. Viktor Molnár und Dr. Katja von Dörnberg hatten alle Hände voll zu tun, das Jungtier zu impfen, die Zähne und den Nabel zu kontrollieren. „Der Begriff ‚bärenstark‘ trifft auf jeden Fall zu“, freute sich Zoo-Tierarzt Molnár. Zwölf Wochen lang hatte das Zooteam Eisbärin Milana und ihren Nachwuchs über die installierten Kameras in der Wurfhöhle beobachtet, jede Veränderung und jeden Entwicklungsschub vom ersten Öffnen der Augen bis zu den anfangs wackeligen, dann immer sichereren Gehversuchen notiert. Das Geschlecht ließ sich über die Kameras jedoch nicht feststellen. Dieses Geheimnis konnte bei dem ersten Tierarztbesuch endlich gelüftet werden. Für die Erstuntersuchung wurde zunächst Mutter Milana mit Leckereien aus der Wurfhöhle in ein Nachbargehege gelockt. Dann ging alles ganz schnell: Tierarzt und Tierpfleger näherten sich vorsichtig dem Jungtier, nahmen es auf den Arme, wogen es, warfen einen Blick auf das Gebiss, den Nabel und das Geschlecht. „Die kleine Bärin hat sich sehr gut entwickelt, hat einen ordentlichen Milchbauch, eine wirklich laute Stimme und ist schon sehr wehrhaft“, so Tierarzt Molnár. Zum Schluss wurde der Nachwuchs geimpft, bekam eine Wurmkur und wurde wieder in die Wurfhöhle gesetzt. Nach nur 15 Minuten war Milana wieder zurück bei ihrer Kleinen in der Höhle. Mit ihrem quirligen Jungtier hat Milana kaum noch eine ruhige Minute. Wenn die Jungbärin wach ist, krabbelt sie auf ihrer Mutter herum, kämpft mit deren Tatzen und beißt auch gerne mal in ihre Ohren. Milana nimmt das alles gelassen hin. Nur wenn sich der Nachwuchs neugierig der Barriere vor der Wurfhöhle nähert, zieht sie es entschlossen wieder zurück. Dementsprechend müssen sich auch alle Zoobesucher (und das Zooteam) noch gedulden: Erst wenn die Jungbärin ihrer Mutter sicher folgen und auch so manche Hürde überklettern kann, werden die beiden die Höhle verlassen und auf der Außenanlage zu sehen sein. Zurzeit rechnet der Zoo mit ersten Ausflügen Ende März. „Den Zeitpunkt bestimmen aber Mutter und Tochter ganz allein“, so Eisbären-Kurator Fabian Krause.n Hintergrund: Eisbärin Milana (10) hat am 20. November erstmals Nachwuchs bekommen und kümmert sich vorbildlich um ihr Jungtier, das bei der Geburt nur ungefähr so groß wie ein Meerschweinchen war. Milanas Nachwuchs ist der erste Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover. Absolute Ruhe – Ruhe ist ein entscheidender Faktor bei der Aufzucht – in den vergangenen Monaten wurden die Eisbärin und ihr Jungtier ausschließlich über die installierten Kameras in der Wurfhöhle beobachtet. Nach dem kurzen Tierarztbesuch wird sich weiterhin niemand der Höhle nähern. Wie auch in der Wildnis, wird Milana die Wurfhöhle erst im Frühjahr verlassen. Eisbär-Vater Sprinter hält sich übrigens lehrbuchmäßig fern von der Wurfhöhle. Wie auch in der Wildnis hat er als Männchen nichts mit der Jungenaufzucht zu tun und ist dafür weiterhin für Besucher auf der Außenanlage in Yukon Bay zu sehen. Stark bedroht – Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft. Hilfe vor Ort – Seit über zehn Jahren unterstützt der Erlebnis-Zoo die Artenschutz-Organisation Polar Bears International. Das Team aus renommierten Wissenschaftlern erforscht das größte Landraubtier der Welt. Beim sogenannten „Bear Tracker“-Projekt werden weibliche Tiere mit Peilsender-Halsbändern ausgestattet. Dank der modernen Technik können die Wissenschaftler so nachverfolgen, bis wohin sich das Verbreitungsgebiet der Bärinnen erstreckt, wie die Wanderrouten verlaufen und wo die Weibchen ihren Nachwuchs bekommen. Mittels der Daten können die Artenschützer herausfinden, wo notwendige Schutzzonen errichtet werden sollen. Denn das Eis schmilzt den arktischen Tieren buchstäblich unter den Pfoten weg und nimmt ihnen ihre Lebensgrundlage: die Jagdmöglichkeit auf fettreiche Robben an deren Atemlöchern im Packeis. Die Eisbären weichen immer öfter zur Nahrungssuche auf das Festland aus, Mensch-Tier-Konflikte sind die Folge, die durch Schutzzonen verhindert werden sollen. Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten und für den Schutz des Lebensraumes zu sensibilisieren. Auf seiner Internetseite unter www.zoo-hannover.de/eisbaer berichtet der Erlebnis-Zoo über die Neuigkeiten bei den Eisbären.

Tierpark Chemnitz 12.02.2020
„Fasching im Tierreich“ Öffentliche Führung im Tierpark Chemnitz am 20. Februar, 13 Uhr
Der Tierpark Chemnitz lädt Interessierte am 20. Februar, 13 Uhr zu einer besonderen öffentlichen Führung zum Thema „Fasching im Tierreich“ ein. Die Führung startet am Eingangsbereich des Tierparks und dauert ca. eine Stunde. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl von max. 20 Personen wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an tierpark@stadt-chemnitz.de gebeten. Am 20. Februar ist Weiberfastnacht. Die letzten Tage der fünften Jahreszeit – wie die Faschingszeit scherzhafter Weise gerne auch genannt wird – werden genutzt, um nochmal ausgiebig zu feiern. Das beinhaltet in erster Linie, sich zu verkleiden, aber es wird auch viel gesungen. Gerade diese beiden Aspekte möchte der Tierpark Chemnitz zum Anlass nehmen und einen Blick ins Tierreich werfen: Wie sieht es dort mit Kostümen aus? Und welches Tier hat den schönsten Gesang? Aber auch die vielfältigen Strategien sich zu tarnen, andere zu warnen oder zu täuschen, sollen Thema dieser öffentlichen Führung sein. Und vielleicht finden sich auch Inspirationen für künftige Kostüme.

Zoo Leipzig 12.02.2020
Fünflinge auf Wanderschaft – Löwenjungtiere können Schauanlage erkunden
Fünflinge auf Wanderschaft: Kigalis Schützlinge dürfen das Schaugehege in der Löwenhöhle als ihr neues Spielrevier erkunden. Gegenwärtig noch zögerlich, aber mit einer gehörigen Portion Neugierde ausgerüstet folgen die beiden Kater und drei Katzen der ausgesprochen fürsorglichen Mutter kurzzeitig in die Besucherschauhöhle, um sich dann ins sichere rückwärtige Gehege zurückzuziehen. „Es wird sicherlich ein paar Tage dauern, bis das Rudel regelmäßig in der Schauhöhle zu sehen sein wird. Die Jungtiere müssen sich erst an die neue Umgebung und Gegebenheiten gewöhnen. Wir sind aber zuversichtlich, dass es nicht lange dauern wird, denn sie sind doch recht mobil und sehr interessiert an ihrer Umwelt“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold die Situation optimistisch ein. Kigalis (5) Fünflinge haben sich seit der Geburt (25./26.12.2019) gut entwickelt, beginnen erste kleinere Fleischportionen zu fressen und haben kontinuierlich an Gewicht zugenommen. Aktuell wiegen die Löwenjungen zwischen 4 und 6 Kilogramm. Kater Majo (4) hat bisher noch keinen direkten Kontakt zu seinem Nachwuchs gehabt und die Fünflinge ausschließlich am Sichtgitter in Augenschein nehmen können. „Die Zusammenführung des kompletten Rudels wird noch etwas dauern. Zunächst sollen sich die Jungtiere an die neue Situation in der Schauanlage gewöhnen und weiterhin wachsen, dann planen wir den nächsten Schritt“, so Nötzold.

Zoo Heidelberg 12.02.2020
Affentheater in der Zooschule und tüfteln im Techniklabor
Zoo Heidelberg bringt Abwechslung in die Faschingsferien In den Faschingsferien bieten die Zooschule und das Techniklabor im Zoo Heidelberg vielfältige Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an. Neben dem Angebot Zoo-Karneval am Rosenmontag, bei dem Kinder gerne verkleidet kommen können, laden in der Faschingswoche mehrere ganztägige Workshops rund um die Themen Technik, Natur und Tiere Kinder und Jugendliche zum Staunen, Experimentieren und Entdecken ein. Die Veranstaltungen finden teils im Freien, teils in beheizten Räumen statt. Mit einem fröhlich-farbenfrohen Rosenmontagszug, vorbei an Affen, Robben und Kamelen startet der Zoo mit dem Angebot „Zoo-Karneval“ in das Faschings-Ferienprogramm. Das tierische Fastnachtsprogramm richtet sich an Kinder ab fünf Jahren und dauert von 14 bis 17 Uhr. Warum ist das Fell des Tigers gestreift und nicht kariert? Wieso trägt der Kudu-Bock ein Geweih und keinen Hut? Gemeinsam mit erfahrenen Zoorangern gehen die Teilnehmer witzigen und spannenden Fragen rund um die „Kostüme“ der Tiere auf den Grund. Zoo-Rangerin Patricia verrät: „Zoo-Karneval ist klasse, das macht auch uns Rangern extrem viel Spaß. Bei der Tierpantomime haben wir schon Tränen gelacht. Es ist einfach toll, was den Kindern da alles einfällt. Und später gibt es noch eine Streufütterung – sozusagen Kamelle werfen für Tiere!“ Bei welchen Tieren das passiert, will sie allerdings nicht verraten. „Ein bisschen Geheimnis und Überraschung muss schließlich sein!“ Ab Aschermittwoch mag der Karneval zwar vorbei sein, das Ferienprogramm im Zoo Heidelberg ist es noch lange nicht. Bei den Workshops in der Zooschule beschäftigen sich die Teilnehmer – je nach Thema – einen ganzen Tag lang mit Reptilien oder Affen und erfahren jede Menge Wissenswertes über den Tierpfleger-Alltag im Zoo. Gleichzeitig wird im Techniklabor des Zoos getüftelt, gebaut, programmiert und konstruiert. Die Kinder und Jugendlichen entdecken dabei die spannende Welt der Robotik und der Konstruktion. Dinge, die scheinbar aus dem Nichts entstehen, faszinieren die Teilnehmer im Workshop mit dem 3D-Drucker. Sie konstruieren dabei eigene Objekte, wie z. B. Schmuck oder Schlüsselanhänger und setzen diese im 3D-Druck um. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Im Lego Workshop kommt Bewegung in die bunten, vielseitigen Steine. Die Teilnehmer bauen z. B. Tiere oder Fahrzeuge und erwecken diese mit elektrischen Bauteilen sowie einer einfach zu erlernenden Programmiersprache zum Leben – das Krokodil sperrt das Maul auf, das Flugzeug setzt zum Start an. Richtig spannend wird es, wenn die Teilnehmer immer wieder neue Aktionen erfinden.

Zoo Basel 12.02.2020
Schulpflicht für junge Erdmännchen
Kaum aus dem Untergrund aufgetaucht sind die beiden jungen Erdmännchen im Zoo Basel fleissig am Üben – auch die ausgeklügelte Erdmännchensprache muss erlernt werden. Am 26. Januar schauten im Zoo Basel zwei winzige, knapp vier Wochen alte Erdmännchen zum ersten Mal aus ihrem Bau im Etoschahaus heraus. Seit dieser Zeit flitzen sie zwischen den Beinen der Alten umher und verfolgen ganz genau, was diese tun. Wie alt die Geschwister sind, kann niemand genau sagen- Erdmännchen gebären versteckt in Erdhöhlen. Wenn man sie im Zoo zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, sind die Augen der Jungen bereits offen und sie tapsen recht selbständig über die Anlage. Noch trinken die beiden Jungen bei ihrer Mutter, bereits jetzt kosten sie aber von dem Futter, das ihnen ihre Artgenossen anbieten. Bei der Erziehung der Kleinen wird ihre Mutter unterstützt. Jedem Jungen steht ein Lehrer zur Seite, der ihm zeigt, wie man Nahrung sucht, Steine dreht und kleine Beutetiere fängt. Auch sonst muss sich die Mutter nicht allein um ihren Nachwuchs kümmern. Helfertiere aus dem Erdmännchentrupp pflegen, wärmen und schützen die Kleinen. Gesprächige Erdmännchen Erdmännchen leben in Kolonien und teilen sich die in der Gruppe anfallenden Arbeiten: Es gibt Wächter, Jäger und Babysitter. Erdmännchen koordinieren ihre Aktivitäten mit unterschiedlichen Rufen. Auch im Zoo Basel sind die ständigen «Unterhaltungen» gut zu hören. Sie dienen dazu, die anderen nicht zu verlieren. Da jedes Tier weiss, wo sich das andere gerade aufhält, kommen sie sich so bei der Nahrungssuche nicht in die Quere. Erdmännchen erkennen ihre Gruppen-Mitglieder anhand der Stimme. Je nachdem, wer zuhört, variieren sie ihre Rufe, abhängig davon, wie alt oder wie ranghoch das andere Tier ist. So äussern beispielsweise ältere untergeordnete Weibchen in der Nähe eines dominanten Weibchens besonders kurze Rufe. Achtung Feind im Anmarsch Ein ausgeklügeltes Alarmsystem macht Erdmännchen zu regelrechten Überlebenskünstlern: Abwechselnd hält immer ein Tier des Trupps Wache. Entdeckt der Wächter einen Feind, stösst er sofort einen schrillen Alarmton aus. Je nachdem, auf welche Gefahr er aufmerksam machen möchte, verwendet er einen anderen Ruf. Forscher haben in Studien unzählige Laute und Bedeutungen entschlüsselt. Meldet der Wächter einen Feind aus der Luft, beispielsweise einen Raubvogel, verschwindet der ganze Trupp im Bau oder in eigens zu diesem Zweck angelegten Schutzlöchern. Wird ein auf dem Boden nahender Feind gemeldet, versuchen sie ihn zuerst gemeinsam zu vertreiben. Dabei sind Erdmännchen selbst bei gefährlichen Feinden wie Schlangen oder Schakalen erstaunlich erfolgreich. Grosse Ermännchentrupps leben sicherer als kleine, da ihnen immer genug warnende Wächter zu Verfügung stehen. Erdmännchen gehören zur Ordnung der Raubtiere und der Familie der Mangusten. Sie leben in grossen sozialen Gruppen und kommen im südlichen Afrika in offenen und trockenen Gebieten vor. Im Zolli leben zurzeit acht Erdmännchen. Die Jungen kommen nach einer Tragzeit von nur elf Wochen zur Welt. Vorübergehendes Zuhause für die Zolli-Vögel Vorübergehendes Zuhause für die Zolli-Vögel Das Vogelhaus im Zoo Basel wird zurzeit umgebaut und mit einem Neubau ergänzt. Die Vögel haben in dieser Zeit ein Zuhause in anderen Zoos oder in der für Besucher nicht zugänglichen «Vogelstation Schutzmatte» gefunden. Auch das Zootier des Jahres 2020, der Beo, weilt zurzeit dort. Die „Vogelstation Schutzmatte“ liegt im für das Publikum nicht zugänglichen Teil des Zoo Basel in Binningen. Das Glashaus besteht aus einem beheizten, einem geschlossenen unbeheizten und einem offenen Bereich. Die Vogelstation Schutzmatte dient während der Bauzeit des neuen Vogelhauses als vorübergehendes Zuhause für viele Vögel aus dem Vogelhaus. Im November letzten Jahres sind über 20 Arten in die Vogelstation umgezogen und haben sich gut eingelebt. In sechs miteinander verbundenen grossen Volieren leben verschiedene Arten, wie Dolchstichtauben, Turakos, Kapuzenzeisige und andere, zusammen. Dreizehn Volieren stehen den kleineren Vogelarten, wie Tangaren, Naschvögeln und Brillenvögeln, zur Verfügung. Dank dem mobilen System können die Vögel sorgfältig aneinander gewöhnt werden. Erst wenn sie sich vertragen, werden sie zusammengebracht. An jeder Voliere ist ein Futterkäfig angebracht. Beim Füttern kann der Tierpfleger den Futterkäfig mitsamt dem Vogel abnehmen und an einer anderen Voliere wieder anhängen. So kann ein Vogel ohne Stress und ohne, dass er mit Netzen eingefangen werden muss, in eine andere Voliere gebracht werden. Wellnesszonen für Vögel Die Volieren sind den Bedürfnissen der jeweiligen Art entsprechend eingerichtet. So stehen den am Boden lebenden Vögeln verschiedene Bodensubstrate zur Verfügung. Rückzugsmöglichkeiten aus Büschen und Ästen und mehrere Futterstellen sorgen dafür, dass sich die Arten nicht gegenseitig bedrängen. Mit Wärmelampen und künstlicher Beregnung wurden regelrechte «Wohlfühloasen» geschaffen. Über Beobachtungskameras kann von Ferne kontrolliert werden, ob alles in Ordnung ist. Dem Verhalten der Vögel nach scheint dies der Fall zu sein. Die Dolchstichtauben haben trotz des Winters mit den Brutvorbereitungen begonnen und Drosseln und Oriole geben täglich ihre Melodien zum Besten. Nicht zu überhören sind die Beos. Sie sind nicht nur begabte Sänger, sondern lieben es, Geräusche zu imitieren. Nach Eröffnung des neuen Vogelhauses im Jahr 2022 wird die Vogelstation zur Unterbringung verschiedener Tierarten, als Überwinterungsstation von frostempfindlichen Arten oder zur Separation von Jungvögeln dienen. Zolli-Besucherinnen und -Besucher müssen in der Zwischenzeit zwar auf den Beo, nicht aber auf viele andere Vögel verzichten. Über die Elefantenanlage spazieren Perlhühner, die Hawaiigans bewohnt das Gehege beim ehemaligen «Nagerfelsen» und die im Dezember neu angekommenen Keas sind in der Eulenburg zu sehen. Bei den Königspinguinen beginnt demnächst die Balz und die Störche werden bald wieder in grosser Zahl hoch oben in den Bäumen klappern. Beo ist Zootier des Jahres Auch wenn der Beo derzeit für die Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen ist, engagiert der Zoo Basel sich für den Schutz dieses Vogels in seinem natürlichen Lebensraum. Mit der direkten Unterstützung zweier Artenschutzprojekte im Lebensraum der Beos, leistet die „Zootier des Jahres“- Kampagne 2020 einen ganz konkreten, zeitnahen Beitrag, um hoch bedrohte Beoarten vor der Ausrottung zu bewahren. Um in Form von Öffentlichkeitsarbeit und konkreten Artenschutzmaßnahmen möglichst viel für die im Fokus stehende Tierart bewirken zu können, bündeln vier im Artenschutz aktive Partner ihre Kräfte. Neben der federführenden Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) arbeiten die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG), des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) eng zusammen. Ziel der Kampagne ist es, mehr Aufmerksamkeit auf die schwierige Situation der intelligenten Starenvögel zu lenken und Artenschutz zu betreiben. Ihr einzigartiges Sprachtalent hat den Beo weltweit und besonders im asiatischen Raum zu einem beliebten und vielgehandelten Haustier gemacht. In manchen Ländern werden Beos auch als Delikatesse verkauft. Daher stehen heute einige Beo-Arten kurz vor der Ausrottung durch den Menschen. Der Zoo Basel hält seit 2016 Mittelbeos. Bisher ist die Zucht einmal gelungen und ein Jungtier wurde aufgezogen. Mit der Teilnahme an der Kampagne will der Zoo Basel einen Beitrag zur Erhaltung der Beos leisten. Im Zuge der Kampagne wurde im Vogelpark Marlow ein Zentrum für die Beo-Partnervermittlung aufgebaut. Dort kam auch der Zolli-Nachwuchs hin. Die Paare werden an teilnehmende Zoos übergeben und sollen dort für Nachwuchs sorgen. Die Kampagne unterstützt ausserdem zwei Beo-Schutzprojekte in Indonesien finanziell.

Zoo Frankfurt am Main 11.02.2020
Premiere im Vogelhaus – Marabu-Küken geschlüpft
Seit 2015 leben die Marabus MARA und BU zusammen in den Faust-Vogelhallen. Jetzt hat es zum ersten Mal Nachwuchs bei den großen Storchenvögeln gegeben. Für den Frankfurter Zoo ist es die Erstzucht und ein großer Erfolg – europaweit gibt es nur wenige erfolgreiche Nachzuchten. Bereits Ende vergangenen Jahres konnten Nistaktivitäten und Paarungsversuche zwischen den beiden Marabus beobachtet werden. Am 4. Januar staunten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger dann nicht schlecht, als die mit ihren fünf Jahren noch sehr junge Henne MARA ihr erstes Ei legte. Und das legte sie nicht in das zuvor gebaute Nest, sondern in den Sand der Anlage. Hahn BU, der 2013 aus dem Zoo Amsterdam kam, baute daraufhin ein provisorisches Nest am Boden und machte sich sofort ans Brüten. Normalerweise bebrüten bei Marabus beide Elternteile das Gelege, doch BU lies MARA nicht ans Nest. Er verließ es nur, um zu fressen und vertrieb das unerfahrene junge Weibchen. Nach 35 Tagen Brutdauer schlüpfte das Küken in der Nacht zum 7. Februar. Am Tag davor konnten die Pfleger bereits Rufe aus dem Ei wahrnehmen. Das Geschlecht des Kleinen ist noch unbekannt. „Ich freue mich, dass bei den eindrucksvollen Marabus die Erstzucht im Frankfurter Zoo gelungen ist. Es zeigt, dass ein gutes Team mit viel Know-how trotz begrenzter Fläche viel erreichen und den Tieren eine gute Haltung bieten kann“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Trotz des großen Altersunterschiedes harmonieren MARA und BU sehr gut, was enorm wichtig für eine erfolgreiche Paarung ist. Wir haben uns sehr über das erste Marabu-Ei gefreut, konnten aber nicht sicher damit rechnen, dass es befruchtet ist. Die Geschlechtsreife erreichen Marabus mit vier Jahren und erfolgreiche Nachzuchten sind meist erst ab einem Alter von sechs zu erwarten“, erklärt Zoodirektor Dr. Miguel Casares. In europäischen Zoos werden Marabus zwar häufig gehalten, doch die Nachzucht gelingt nur selten. Marabus (Leptoptilos crumeniferus) stammen aus Afrika und gehören zur Familie der Störche. Sie werden zwischen 1,40 m und 1,50 m groß und können ein Gewicht von bis zu 7,5 kg erreichen. Man trifft sie oft weit vom Wasser entfernt in der Steppe an. Hier sind sie wie die Geier Kostgänger der Löwen oder anderer Raubtiere. Mit dem so gut wie kahlen Kopf und ihrem bis zu 40 cm langen Schnabel tauchen die Tiere tief in die Leibeshöhle toter Tiere ein. Sie fressen allerdings auch Fisch, kleinere Kriechtiere, Kleinsäuger, Insekten und Nestlinge anderer Vogelarten wie Flamingos. Marabus werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „nicht gefährdet“ eingestuft.

Opel Zoo Kronberg 11.02.2020
Erfreuliche Besucherentwicklung 2019, Neue Katta-Vari-Anlage in 2020
Mit Bildern der sechs im Juni geborenen Geparde eröffnet Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoo, seine Ausführungen in der Jahrespressekonferenz. „Unsere Besucher haben die Entwicklung der jungen Raubkatzen mit großem Interesse verfolgt, was sich auch positiv auf die mit 2,3 % auf 557.854 gestiegene Gesamtbesucherzahl ausgewirkt hat“, so der Zoodirektor. So konnte das Jahr 2019 trotz ungünstiger Wetterbedingungen zu Jahresbeginn, im Mai und während der Herbstferien im Oktober als das zweitbeste in der Geschichte des Freigeheges abgeschlossen werden, berichtet er weiter. Mehr Besucher kamen bisher nur im Jahr 2014 in den Opel-Zoo, dem Jahr nach der Eröffnung der neuen Elefantenanlage. Einen weiteren erfreulichen Zuchterfolg stellten die Jungtiere bei den Feldhamstern und Zieseln dar, die im Juni bereits in der ersten Saison nach der Einrichtung der Auffang- und Zuchtstation geboren wurden. Ebenso wie mit der Abgabe von Nachzuchten sieben weiterer mitteleuropäischer Arten in Wiederansiedelungsprojekte beteiligte sich der Opel-Zoo damit aktiv am Schutz der bedrohten heimischen Tierarten. Auch ohne die Eröffnung zusätzlicher Anlagen kamen im vergangenen Jahr eine Reihe neuer Arten nach Kronberg. Dr. Kauffels berichtet, dass kurz nach Jahresbeginn die zwei lang erwarteten Hirscheber aus Großbritannien in das frühere Känguru-Gehege kamen, während die Kängurus derzeit in Gemeinschaftshaltung mit den Löffelhunden zu sehen sind. im Frühjahr bezogen zwei Streifenhyänen die Anlagen, auf denen zuvor Braune Hyänen gezeigt wurden, und im weiteren Jahresverlauf kamen Kaiserschnurrbarttamarine, für die der Opel-Zoo die Haltung von Lisztäffchen aufgab. Zusätzlich wurde noch im November begonnen, die Feldhamster-Station um drei Terrarien im Innenbereich sowie einen Volieren-Anbau im angrenzenden Außenbereich zu ergänzen, um zukünftig Europäische Zwergmäuse, Haselmäuse sowie europäische Flughörnchen zu zeigen. Für diese Maßnahme wurden vom Förderverein ‚Freunde und Förderer des Opel-Zoo e.V.‘ weitere 15.000 Euro zu Verfügung gestellt. Nicht nur im Tierbestand wird es im Opel-Zoo weitere Neuerungen geben, wie der Zoodirektor im Ausblick auf das Jahr 2020 erläutert: Derzeit werden die bisherigen Anlagen der Warzenschweine und der Waschbären für Pinselohrschweine beziehungsweise für Manule, auch Pallaskatzen genannt, hergerichtet. Für die geplante Katta-VariAnlage laufen vorbereitende Arbeiten, der Bau selbst kann voraussichtlich im Lauf des Jahres beginnen. In der Zooleitung wurde Dr. Uta Westerhüs zu Jahresbeginn zur stellvertretenden Zoodirektorin bestellt. Gemeinsam mit Dr. Martin Becker unterstützt sie nun in dieser Funktion den Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Inhaltlich wird die stetig steigende Bedeutung von Natur- und Umweltthemen zum Anlass für eine Neuausrichtung des zoopädagogischen Angebots genommen. Im Mittelpunkt des zoopädagogischen Angebots steht dabei auch weiterhin die direkte Begegnung mit den Tieren, das bewährte Angebot soll jedoch zukünftig noch stärker als bisher auf die bedrohte Biodiversität eingehen und Anregungen für nachhaltiges Handeln geben. Erstes Beispiel dafür sind Familien-Erlebnisworkshops, die ab sofort für Erwachsene und Kinder ab dem Grundschulalter im Opel-Zoo angeboten werden. Zudem strebt die Zooleitung an, den Betrieb des Opel-Zoo noch nachhaltiger zu machen. Stefan Ohmeis, Vorstandsmitglied der ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘ bekräftigt: „Ein nachhaltiger Umgang mit allen Ressourcen ist unverzichtbar für uns. Als Bildungseinrichtung von überregionaler Bedeutung sollte der Opel-Zoo hier eine Vorbildfunktion einnehmen.“ Abschließend geht Dr. Kauffels noch einmal auf Giraffenbulle Gregor ein. Der bei den Besuchern beliebte Zuchtbulle der Rothschildgiraffen war im Oktober 2019 gestorben. Die im Mai und September geborenen Jungtiere Madiba und Kiano sind die jüngsten seiner insgesamt 17 Nachkommen. So wird sich der Kreis schließen, in dem die jetzt noch jungen Giraffenbullen innerhalb des europäischen Zuchtprogramms zur Arterhaltung beitragen werden – wahrscheinlich ganz im Sinne ihres Vaters.

Naturschutz Tierpark Görlitz 10.02.2020
Nachwuchs XXS
Das erst im vergangenen Jahr im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec eingezogene Zwergseidenaffen-Paar Yara und Mocovi zieht erfolgreich seinen ersten Zwillingsnachwuchs auf. Mit einem Lebendgewicht von etwa 140g und einer Körperlänge von ca. 15cm ohne Schwanz sind sie die kleinsten Affen der Welt. Mit 15g Geburtsgewicht ist auch der Nachwuchs entsprechend mini-formatig. Davon konnten sich die Tierpfleger des Görlitzer Tierparks am Heiligen Abend 2019 selbst überzeugen. War es noch recht einfach, die fortschreitende Trächtigkeit Yaras aufgrund ihres zunehmenden Volumens zu verfolgen, wurde es umso schwieriger, die zwei Neugeborenen nach ihrer Geburt im Fell der Eltern zu entdecken. Da hauptsächlich der Vater und bei folgenden Geburten die älteren Geschwister für die Betreuung der Jungen zuständig ist, ist auch nicht immer klar, wo sich wer gerade aufhält. Die Mutter bekommt ihre Jungen nur zum Säugen übergeben. Die biologische Idee hinter diesem Aufzuchtsaufgaben-Sharing ist es, die Kräfte der Mutter zu schonen. Diese soll ihre Energie bevorzugt in die Milchproduktion investieren. Die zwei Neugörlitzer wurden aufgrund ihres Geburtstages und ungeachtet ihres Geschlechts auf die Namen Santa und Claus getauft. Für die Tierpark Besucher wird die Familie zu sehen sein, sobald die Temperaturen in den zweistelligen Temperaturbereich steigen, denn als waschechte Tropenbewohner mögen es die Mini-Affen eher kuschelig.

Zoo Zürich 10.02.2020
EIN SANFTER RIESE IST GEGANGEN
Manchmal liegen Freude und Trauer nahe beieinander: vor ein paar Tagen noch durfte sich der Zoo Zürich über die Geburt eines Elefantenkalbes freuen. Nun musste er sich heute vom betagten Elefantenbullen Maxi verabschieden. Eben haben wir noch sein stattliches Alter von fünfzig Jahren feiern dürfen. Doch heute Montag, 10. Februar 2020, musste der Zoo Zürich eines seiner charismatischsten Tiere gehen lassen: der Elefantenbulle Maxi wurde aufgrund seiner zunehmenden Altersbeschwerden eingeschläfert. Von Thailand nach England nach Zürich Maxi wurde 1969/70 in Thailand geboren und kam 1971 in den Zoo Dudley in England. Ein Jahr später wechselte er zum Zirkusunternehmen Chipperfield, wo er mit auf Tournee ging. Nach einem kurzen Aufenthalt im Safaripark Longleat kam Maxi am 15. September 1981 – vor gut 38 Jahren – nach Zürich. Den Umzug nach Zürich machte eine Erweiterung der 1971 eröffneten Elefantenanlage um einen Bullenstall möglich. Hier wurde der gut trainierte Maxi im geschützten Kontakt betreut. Maxi erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen: Am 27. Juli 1984 kam mit Komali der erste Elefantennachwuchs im Zoo Zürich zur Welt. 2014 bezog Maxi mit den anderen Elefanten den neuen Kaeng Krachan Elefantenpark. Hatte sich Maxi in seinem alten Umfeld bei Veränderungen oft unsicher und vorsichtig gezeigt, erkundete er sein neues Zuhause sehr forsch und zielstrebig. Am neuen Ort erhielt er im gleichen Jahr den jüngeren Bullen Thai als Gesellschafter. Charakteristisch geschwungene Stosszähne Das Markenzeichen von Maxi waren seine gewaltigen Stosszähne. Diese wären noch länger, hätte er nicht verschiedentlich Stücke davon abgebrochen – einmal gar ein Stück Zahn von über 70 Zentimetern Länge – oder hätte man nicht korrigierend kleine Stücke absägen müssen. Zählt man alle diese Abschnitte zusammen, so wären Maxis Stosszähne heute gut drei Meter lang! Engmaschige tierärztliche Überwachung Beim Umzug in den neuen Elefantenpark wog Maxi noch über 5,6 Tonnen. 2017 verlor er deutlich an Gewicht, er wog keine fünf Tonnen mehr. Er wurde veterinärmedizinisch untersucht und als betagtes Tier unter besondere Beobachtung gestellt, einem in regelmässigen Abständen erfolgenden Assessment zur Beurteilung seiner Gesundheit und der ihm verbleibenden Lebensqualität. Dank einer Anpassung in der Ernährung legte Maxi wieder an Gewicht zu und wog wieder über fünf Tonnen. In den letzten Monaten verlor Maxi dann aber wieder an Gewicht. Das sich Hinlegen und Aufstehen wie auch das Fressen von Heu bereiteten ihm zusehends Mühe. Seine Backenzähne scheinen – altersbedingt – soweit abgenutzt zu sein, dass eine ausreichende Aufbereitung der Nahrung nicht mehr möglich war. Um Maxi zu unterstützen, erhielt er eine spezielle Zusatznahrung und Schmerzmittel. Doch auch so verschlechterte sich sein Zustand weiter. Stosszähne werden für edukative Zwecke eingesetzt Am Institut für Veterinärpathologie der Universität Zürich werden nun die altersbedingten Veränderungen von Maxi untersucht. Von dort gehen die sterblichen Überreste in eine Tierkörper-Sammelstelle. Die Stosszähne kommen zurück in den Zoo und werden hier für edukative Zwecke eingesetzt. Bis zuletzt blieb der stets freundliche Maxi eine imposante Erscheinung, und sein ruhiger Gang konnte schon fast als würdevoll bezeichnet werden. Zu Maxis Stammbaum zählen zwölf direkte Nachkommen (darunter die in Zürich lebenden Töchter Chandra, Farha und Omysha), gezeugt mit 4 verschiedenen Kühen, 21 Enkel, sowie 2 Urenkel. So hat Maxi seine genetische Spur in der europäischen Elefantenpopulation hinterlegt.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.