Zoopresseschau

Opel-Zoo 13.12.2019
Weihnachten und Jahreswechsel im Opel-Zoo – Der Opel-Zoo hat auch im Winter und an den Feiertagen täglich geöffnet
Der Opel-Zoo hat ganzjährig täglich geöffnet, auch an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel. Auch der Zooshop hat täglich geöffnet und neben Honig aus dem Freigehege und Samentüten für farbenfrohe Insektenweiden findet man dort viele Anregungen für Weihnachtsgeschenke gibt. An den Feiertagen selbst gelten folgende Öffnungszeiten: Hl. Abend 9 bis 15 h 25. und 26.12. 9 bis 17 h Silvester 9 bis 15 h Neujahr 10 bis 17 h Alle Jahre wieder… warten Groß und Klein voller Spannung auf das Christkind und die Bescherung am Heiligen Abend. Diese Zeit lässt sich gut mit einem Besuch des Opel-Zoo überbrücken, bei dem man auch den Elefanten, Ziegen, Schafen und Eseln mit einer extra Portion Möhren, die an der Zookasse verkauft werden, frohe Weihnachten wünschen kann. Die Tiere sind im Freigehege auch im Winter zu sehen. Die meisten Tierarten, auch die, die aus wärmeren Gefilden kommen, können sich an die mitteleuropäischen Temperaturen anpassen. Andere wie bspw. die Eisfüchse, Schnee-Eulen oder auch Waldrentiere kommen aus Gebieten nördlich des Polarkreises und sind für das harte Leben unter ungünstigen Wetterbedingungen sehr gut ausgestattet. Die Erdmännchen und Zwergmangusten, ursprünglich in den Savannen im südlichen Afrika beheimatet, wärmen sich unter Lampen auf großen Steinen, wo man sie gut beobachten kann. Wenn es sehr kalt wird, sind die Elefanten und Giraffen in den Tierhäusern aus unmittelbarer Nähe zu sehen.

Zoo Osnabrück 13.12.2019
Zoo Osnabrück: Vergrößerung der Löwenanlage gestartet – Raubkatzen während Umbau für Besucher zu sehen
Abrissbagger und Radlader laufen im Zoo Osnabrück derzeit auf Hochtouren: Die ersten Arbeiten für den Umbau der Löwenanlage laufen an. Das Zuhause der fünf Raubkatzen soll flächenmäßig verdreifacht und im nächsten Jahr eröffnet werden. Möglich gemacht wird der Umbau durch verschiedene Förderungen, Spenden und den Verein „Löwen für Löwen“. In der kalten Jahreszeit ziehen weniger Besucher durch den Zoo Osnabrück, doch das Löwenrudel hat trotzdem viel zu sehen: Der Umbau der Löwenanlage als Teil des neuen Afrika-Areals „Mapungubwe“ ist gestartet. „Wir arbeiten in drei großen Schritten: Erst wird der neue Bereich der Löwenanlage fertig gestellt, dann die derzeitige Anlage angepasst und zum Schluss werden die beiden Bereiche miteinander verbunden“, erklärt Bauleiterin Angelika Mösche vom Planungsbüro Drecker. In direkter Nachbarschaft zu den Löwen lebten bislang die Kirk-Dikdiks sowie zwei Jungfernkraniche. Diese beiden Arten mussten nun innerhalb des Zoos umziehen, denn die Anlage wird in die der Löwen integriert. Das Haus der Kirk-Dikdiks ist wie die Gehege-Eingrenzungen mittlerweile abgerissen. Bevor die Bodenplatte des neuen Löwenstalls gegossen werden kann, muss der Bestand der Wasser- und Stromleitungen erfasst werden. „Die Anlage der Kirk-Dikdiks ist aus dem Jahr 1987. Zwar gibt es noch Pläne der Anlage, aber wir wollen uns selber davon vergewissern, welche Leitungen wo liegen, um dann mit diesem Bestand weiterzuarbeiten“, berichtet Zooinspektor Thorsten Vaupel. Auf die Bodenplatte folgt das Mauerwerk des neuen Löwenhauses – bleiben die nächsten Wochen mild, starten die Handwerker umgehend mit diesen Arbeiten. Erst zum Schluss der Bauarbeiten wird das neue Löwenhaus mit dem bestehenden verbunden, sodass die Löwen dann doppelt so viel Platz im Innenbereich haben. Wie in den meisten Fällen gestaltet sich der Umbau einer Tieranlage im Zoo für alle Beteiligten als besondere Situation, wie Angelika Mösche weiter berichtet: „Für uns ist eine Herausforderung, dass die Löwenanlage in verschiedenen Abschnitten gebaut werden muss, weil die Löwen ja für die Bauarbeiten nicht umziehen und immer einen Teil der Anlage bewohnen. Aber wir haben sehr viel Erfahrung mit Arbeiten im Zoo Osnabrück und sind mit den Handwerkern, Kuratoren und dem Zooinspektor bereits ein eingespieltes Team.“ Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator, erklärt warum das Rudel während des Umbaus in der Anlage bleibt: „Unsere Löwen kennen diese Anlage ihr ganzes beziehungsweise fast ihr ganzes Leben lang. Für sie wäre es mehr Stress, zwischenzeitlich umzuziehen. Außerdem sind die Arbeiten momentan eine tolle Abwechslung für sie: Sie sind regelrecht neugierig und beobachten die Handwerker ganz genau.“ Unterstützung durch „Löwen für Löwen“ und weitere Spender „Anlagen zu vergrößern ist immer eine besondere Herausforderung, da wir ja nur begrenzt Platz zur Verfügung haben“, so Michael Wendt, Schatzmeister der Zoogesellschaft. „Das schaffen wir bei den Löwen genauso wie vor Kurzem bei der Nashornanlage: Die Besucherwege werden in die Anlagen integriert und die Besucher auf Höhenpfaden über die Anlagen geführt. Der Ausblick ist einmalig und man nimmt kaum Zäune oder Abgrenzungen wahr.“ Ein Statiker arbeite derzeit an den letzten Berechnungen für den 132 Meter langen Höhenpfad, dann könne auch dessen Bau beginnen. Mit dem Höhenpfad wird auch die Steigung des Wegen flacher und somit für Kinderwagen- und Rollstuhlfahrer leichter zu bewältigen. Der Umbau der Löwenanlage gehört gemeinsam mit dem Umbau der Nashornanlage zu dem Bauprojekt „Mapungubwe“. Die Nashornanlage wurde in diesem Jahr bereits von 2.600 auf 3.100 Quadratmeter vergrößert. Insgesamt belaufen sich die Umbaukosten auf 4 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen Euro für die Nashorn- und 2,5 Millionen Euro für die Löwenanlage. Möglich gemacht wurde die Finanzierung unter anderem durch europäische Fördermittel und Spenden der Sparkasse Osnabrück, der Stiftung der Sparkassen Osnabrück und der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück. Ein großer Teil der Finanzierung kommt auf einem besonderen Weg zusammen: „Vor drei Jahren haben wir den Verein ‚Löwen für Löwen‘ gegründet, um Geld für den Umbau der Anlage zu sammeln“, so Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Vereins. „Der Verkauf von ‚Löwen-Wein‘, die ‚Löwenmahlzeit‘, das ‚Open Air-Kino‘ und viele andere Aktionen und Veranstaltungen haben Zoo und Verein für die Löwen durchgeführt – auch haben Schulklassen Geld gesammelt oder Zoofreunde haben sich Spenden statt Geburtstagsgeschenke gewünscht. Wir freuen uns, das Löwenrudel mit über 450.000 Euro unterstützen zu können – die 500.000 Euro-Marke haben wir noch fest im Blick“, schmunzelt der Vereinsvorsitzende. Besucher können auch während der Bauarbeiten den fünf Löwen Nakuru (18), Kipangi (11), Amani (11), Mahiri (11) und Weibchen Shaba (19) einen Besuch abstatten: Zwar ist der Besucherweg ab der Löwenanlage bis zum Abzweig zur Tierwelt „Samburu“ gesperrt, aber vom Löwenrondell aus oder auch in ihrem Haus sind die Raubkatzen gut zu sehen. Der Umbau der Anlage soll im kommenden Sommer fertiggestellt sein.

Tiergarten Worms 13.12.2019
Weihnachtszauber im Tiergarten Worms
Weihnachtsfans, Musikliebhaber und Freunde des Tiergartens kommen ganz auf ihre Kosten: „Weihnachtszauber“ heißt es am Samstag, 21.12.2019 ab 14 Uhr, im Tiergarten Worms, mit musikalischem Krippenspiel, Stallsingen und besinnlichem Beisammensein. In einer herrlich weihnachtlichen Kulisse, geprägt von familiärer Gastlichkeit und Gastfreundschaft, feiert der Tiergarten Worms am vierten Adventswochenende ein kleines Weihnachtsfest. Die Kinder der Christusgemeinde Osthofen sorgen mit ihrem musikalischen Weihnachtsmusical rund um Schaf Lenny ab 15 Uhr für Action und Spaß. Chorleiterin Catharina Krell und ihr Team werden gemeinsam mit rund 35 Kindern im Alter von 4 bis 11 Jahren die Besucherinnen und Besucher in der eigens errichteten lebendigen Szenerie verzaubern. Neben der musikalischen Darstellung im Freien, gibt es noch weitere Programmpunkte, die die lange Wartezeit aufs Christkind verkürzen und auf die anstehenden Feiertage einstimmen. So erfahren die jüngeren Besucher viel Wissenswertes in der Sonderführung „Krippentiere“. In dieser eigens an die Kinder gerichteten Sonderführung dreht sich alles um die Krippentiere Esel, Schaf, Ziege und Rind. Kindgerecht werden ihnen in der kurzweiligen Führung die aus der Krippendarstellung bekannten Tiere nahegebracht und die ach so lange Zeit bis zur Weihnacht ein klein wenig verkürzt. Die Führung findet um 14:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos und für Kinder ab 6 Jahre geeignet. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerplätze werden Teilnehmerbändchen an der Kasse ausgegeben. Neben einer kostenlosen Sonderführung zu den Krippentieren, die noch einmal die wichtige Rolle dieser Tiere im Leben der Menschen und in der christlichen Weihnachtsgeschichte erläutern, werden im Stall des Bauernhofes kurzweilige Weihnachtsgeschichten und Gedichte vorgelesen. Die Lesung wird durch gemeinsames Singen mit den anwesenden Kindern begleitet. Auf dem Festplatz lockt der Freundeskreis des Tiergarten Worms e.V. mit heißem Glühwein und Kinderpunsch und Leckereien, aber auch Feuertonnen sorgen für eine schöne und wohlige Atmosphäre. Foto Tiergarten Worms gGmbH: Zum zweiten Mal stimmt der Tiergarten Worms mit dem Weihnachtszauber auf die anstehenden Feiertage ein und verkürzt die lange Wartezeit aufs Christkind. INFOBOX ÖFFNUNGSZEITEN WEIHNACHTEN: Der Tiergarten Worms hat an Heiligabend und Silvester geschlossen. Am 1. Weihnachtsfeiertag, sowie am Neujahrstag öffnet der Tiergarten von 13 bis 17 Uhr. Ab dem 2. Weihnachtsfeiertag gelten wieder die regulären Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr. Bitte beachten Sie, dass der Einlass bis eine Stunde vor Schließung möglich ist.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 13.12.2019
Unterstützung für Zoologisch-Botanischen Garten – Christmas Garden jetzt Pate für das Känguru-Junge Uluru
Ein Lichtblick für den Artenschutz: Die Veranstalter des Christmas Garden, dessen künstlerische Illuminationen aktuell den historischen Park und die maurische Architektur der Wilhelma in Stuttgart in weihnachtlich-winterliche Stimmung tauchen, übernehmen die Patenschaft für das Jungtier der Roten Riesenkängurus, das in diesem Sommer geboren wurde. Der Kleine, der sich sehr lange nicht aus dem Beutel der Mutter traute, hat zur Würdigung der australischen Herkunft der Tierart jetzt den Namen Uluru erhalten. „Der Christmas Garden ist nach der Premiere voriges Jahr in Stuttgart quasi auch noch ein junger Hüpfer“, sagte Christian Doll, Geschäftsführer von C² CONCERTS, bei der Urkundenübergabe. Die Agentur setzt als regionaler Partner das Christmas Garden-Konzept vor Ort um. „Nachdem wir 2019 Paten der Pinguin-Kolonie waren, drücken wir unsere Nähe zur Wilhelma diesmal gerne mit der Unterstützung für ein Jungtier aus. Das passt gut, weil der diesjährige Christmas Garden zwar der Erstauflage ähnelt, aber doch ein eigenes Geschöpf geworden ist und seinen eigenen Charakter entwickelt hat.“ So ist die Route für die Besucherinnen und Besucher auf zwei Kilometer verlängert worden, folgt einer anderen Wegeführung und zeigt zahlreiche neue Installationen, wie zum Beispiel den mystischen „Lasergarten“ im Mammutbaumwald, das „Field of Lights“ mit fortlaufender Choreographie oder einen Lichterregen, den man durchlaufen kann. Für den Wilhelma-Direktor setzt die Gestaltung positive Akzente. „Die Effektbeleuchtung hebt zum einen das historische Kulturerbe der königlichen Parkanlage und des denkmalgeschützten Bauensembles stilvoll hervor“, sagte Dr. Thomas Kölpin. „Wir behalten aber zum anderen immer den heutigen Charakter als Zoologisch-Botanischer Garten im Blick.“ Daher fanden in die Neuauflage zusätzliche Installationen Eingang. So strahlen jetzt am Wegesrand Lichtgestalten von Hirsch und Biber bis Giraffe und Nashorn – sowie auch ein Känguru. „Die erneute Patenschaft ist ein schöner Beleg, dass es Christmas Garden nicht losgelöst nur um eine attraktive Location für diese Veranstaltung geht, sondern die Förderung des Artenschutz-Einsatzes der Wilhelma und der zoopädagogischen Angeboten nicht zu kurz kommt“, so der Direktor. Die Christmas Garden Deutschland GmbH entwickelt und etabliert das in England in Botanischen Gärten entstandene Veranstaltungsformat der weihnachtlichen Illumination hierzulande weiter. Sie ist eine Tochtergesellschaft der DEAG Deutsche Entertainment AG, einem führenden Anbieter von Live- Entertainment in Europa. Rund 4.000 Konzerte und Events führt die DEAG pro Jahr durch und verkauft dabei aktuell über fünf Millionen Tickets. Die C² CONCERTS GmbH ist der regionale Partner, der das Event Christmas Garden nach Stuttgart geholt hat und hier im zweiten Jahr umsetzt. Die Fullservice-Agentur organisiert als örtlicher Veranstalter in ganz Deutschland rund 350 Events jährlich wie Konzerte, Musicals, Shows und Special Events unterschiedlichster Genres und Größenordnungen.

Zoo Zürich 13.12.2019
Nashörner im Zoo Zürich angekommen
Einen Monat nach der Ankunft der Giraffen sind im Zoo Zürich die nächsten Tiere für die Lewa Savanne eingetroffen: die Nashörner. Am späten Donnerstagabend sind im Zoo Zürich vier Breitmaulnashörner angekommen. Die Weibchen Tanda, Teshi, Talatini und der Bulle Rani kommen aus dem Zoo Safari Ramat Gan in Tel Aviv und sind per Flugzeug nach Zürich gereist. Alle Tiere haben die Reise gut überstanden. Sie verbringen nun mindestens dreissig Tage in Quarantäne. Die vier Breitmaulnashörner sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP. Das jüngste Tier ist knapp 1,5-, das älteste 26-jährig. In den kommenden Monaten bis zur Eröffnung der Lewa Savanne am 9. April 2020 lernen sie nun ihr neues Zuhause und ihre künftigen Mitbewohner kennen, darunter die Netzgiraffen Malou, Jahi und Luna, die sich bereits im Zoo Zürich befinden. «Die Nashörner gehören zu den Tierarten, die besonders schlimm von Wilderei betroffen sind», sagt Zoodirektor Alex Rübel. «Insbesondere im asiatischen Raum wird das namensgebende Nasenhorn der Tiere zu astronomischen Preisen gehandelt.» Von fünf Nashornarten sind drei vom Aussterben bedroht. Das Breitmaulnashorn listet die Weltnaturschutzunion IUCN aktuell als potenziell gefährdet. Um wildlebende Nashörner wie im Lewa Wildlife Conservancy, der Namenspatin der neuen Anlage im Zoo Zürich, vor Wilderern zu schützen, sind strenge Sicherheitsvorkehrungen und unermüdliche Anstrengungen der Ranger nötig. Der Zoo Zürich unterstützt das Wildtierreservat in Kenia seit 1998 und hat unter anderem die Aufrüstung von Helikoptern und die Ausbildung von Tracker Dogs ermöglicht. In der «Zürcher» Lewa Savanne ziehen im Verlauf der nächsten Monate über zehn Tierarten ein, neben den Giraffen und Nashörnern auch Grevyzebras, Strausse, Erdmännchen und Tüpfelhyänen.

Zoo Vivarium Darmstadt 13.12.2019
Tiere der Bibel: Führung im Zoo Vivarium am 21. Dezember
Im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ gibt es am Samstag, 21. Dezember 2019, eine Führung zum Thema „Tiere der Bibel“ im Zoo Vivarium. Rund 130 Tierarten tauchen in der Bibel auf. Einige davon, wie Esel und Ziege, werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Führung von Zoopädagoge Frank Velte vorgestellt. Die Besucherinnen und Besucher erfahren außerdem, welche Bedeutung Schafe und Schlangen damals hatt en. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor der Zooschule im Schnampelweg 5. Der Eintrittspreis beträgt 5,50 Euro pro Person. Um telefonische Anmeldung unter 06151 13 46 900 wird gebeten.

Zoo Heidelberg 13.12.2019
Engagement für die Wiederansiedlung von Waldrappen – Zoo Heidelberg unterstützt europaweites Artenschutzprojekt
Bis ins Mittelalter war der Waldrapp von Mitteleuropa bis nach Nordafrika und den Nahen Osten weit verbreitet, heute zählt er zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit. Im Rahmen eines europaweiten Artenschutzprojekts werden Waldrappen gezielt nachgezüchtet und in Europa wieder angesiedelt. Für dieses Wiederansiedlungsprojekt hat der Zoo Heidelberg kurzfristig finanzielle Unterstützung in Höhe von 3000 Euro zugesagt. Die Finanzmittel stammten zum einen Teil aus einem Notfallfonds des Artenschutzbudgets des Zoos, zum anderen Teil aus dem erwirtschafteten Überschuss des Heidelberger Zooleuchtens. Mit diesem Engagement hilft der Zoo Heidelberg gemeinsam mit weiteren Unterstützern dabei, dass das erfolgreich verlaufende Projekt im kommenden Jahr 2020 fortgeführt werden kann. Bis die ersten Erfolge des Wiederansiedelungsprojekt für Waldrappen sichtbar wurden, war viel Vorarbeit des Team Waldrapp nötig. In menschlicher Obhut geborene Waldrappen können nicht problemlos ausgewildert werden. Als Zugvögel müssen sie die Lage des Wintergebiets erst von erfahrenen Artgenossen lernen. 2002 begann das Waldrappteam mit seiner Forschung zum Zugverhalten des Waldrapps. Daraus entstand ein großes EU-gefördertes Projekt (LIFE+ Biodiversity), das seit 2014 die Wiederansiedlung in Salzburg, Bayern und am Bodensee als Ziel hat. Dazu erlernen die Vögel eine neue Zugroute in ein geeignetes Wintergebiet – und zwar von fliegenden Menschen. Menschliche Ersatzeltern ziehen die Nestlinge per Hand auf, um die Küken auf sich zu prägen. Anschließend beginnt im Sommer das Flugtraining. Die „Flugschüler“ lernen, den Zieheltern im Leichtflugzeug zu folgen, bis sie im Herbst gemeinsam in den Süden, in die Toskana, fliegen. Hier überwintern die Vögel in einem Schutzgebiet. Jeder Vogel muss nur einmal von seinem zukünftigen Brut- ins Wintergebiet geführt werden; den Rückweg finden sie selbständig. Im Herbst folgen ihnen die in den Brutgebieten von den eigenen Eltern aufgezogenen Jungvögel wieder ins Wintergebiet. So geben die ehemaligen „Flugschüler“ ihr Wissen an die nächste Generation weiter und sorgen dafür, dass eine Zugtradition etabliert wird. Die aktuelle Projektförderung für das erfolgreiche Projekt läuft Ende 2019 aus, konnte jedoch bereits für einen zweiten Zeitraum ab 2021 für weitere fünf Jahre verlängert werden. Im kommenden Jahr 2020 soll das Projekt jedoch nicht unterbrochen werden, um den erfolgreichen Verlauf der Wiederansiedlung nicht zu gefährden. Für das Jahr 2020 muss das Team Waldrapp notwendige Gelder selbst bereitstellen und hat dazu bei den europäischen Zoos sowie weiteren möglichen Unterstützern um Hilfe geben. „Der Zoo Heidelberg hält und züchtet Waldrappen seit vielen Jahren. Wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne, weil so eine einst fast ausgerottete Vogelart wieder in ihren Lebensraum zurückkehrt. Es ist ein tolles Beispiel wie die Zucht bedrohter Tiere zum Überleben der Art auch im Freiland beitragen kann“, erklärte Zoodirektor Dr. Wünnemann. Die finanziellen Mittel stellte der Zoo Heidelberg aus dem Notfallfond des Zoos bereit, der für Artenschutzprojekte, die schnelle und außerordentliche Hilfe benötigen, bereitgehalten wird. Der andere Teil konnte aus dem erwirtschafteten Überschuss des Heidelberger Zoo-Leuchtens bereitgestellt werden. Waldrappen zählen zu den Ibisvögeln und erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 125 cm. Gut erkennbar sind sie an ihrem charakteristischen Federschopf, der bei erwachsenen Tieren den Kopf umrahmt. Wer die Vögel mit dem schimmernden schwarzen Gefieder aus nächster Nähe beobachten möchte, schaut in der begehbaren Voliere nahe der Robbenanlage vorbei. Dort lassen sich die Heidelberger Waldrappen von Zoogästen gut beobachten. Weitere Informationen zum Artenschutzprojekt: unter waldrapp.eu

Alpenzoo Innsbruck 13.12.2019
Last minute Weihnachtsgeschenk für Tierfreunde – Malbuch aus dem Alpenzoo
Nach dem großen Erfolg mit dem „Kinderführer durch den Alpenzoo“ wurde nun in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Beatrix Weger das allererste Malbuch vom Alpenzoo erstellt. Und zwar ganz bewusst für Kinder und Erwachsene! Auf insgesamt 30 Seiten versammelt es Schwarz-Weiß-Bilder von Tieren aus dem Alpenzoo, die man nach Lust und Laune gestalten kann. Als Mittel gegen Stress oder einfach nur zum Spaß liegen Malbücher – auch für Erwachsene – voll im Trend. „Die meisten von uns haben einen sehr hektischen Alltag, und die Erwachsenen kommen beim Ausmalen körperlich und geistig zur Ruhe und entdecken dabei ihre Kreativität neu. Hoher Druck in der Arbeitswelt, steigende Ansprüche und Reizüberflutung sind mittlerweile Alltag auch für Kinder. Um hiervon entspannen zu können, sind analoge Freizeitaktivitäten genau das Richtige,“ so Zoodirektor Dr. André Stadler. Der Alpenzoo ist übrigens der einzige Zoo in Europa, der solch ein Malbuch anbietet. Das großformatige Buch ist an der Zookassa täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr erhältlich.

Tierpark + Fossilium Bochum 12.12.2019
Die „Asienwelten“ nehmen Gestalt an – Die ersten Tiere sind eingetroffen
Mit großen schwarzen Knopfaugen und noch ein wenig verschlafen schauen die vier Kurzkopfgleitbeutler Reviertierpflegerin Inga Riebel an, die sie für den täglichen Check-Up behutsam aus ihrem „Schlafsack“ hebt. Die beiden Männchen und zwei Weibchen gehören zu den Beuteltieren und werden auch Sugar Glider genannt. Sie sind die ersten Neuankömmlinge, die zukünftig die neuen „Asienwelten“ im Tierpark + Fossilium Bochum bewohnen werden. Die Sparkasse Bochum unterstützt den Bau der neuen Lebensraumanlage mit einer Spende von 500.000 Euro an die Bochumer Tierparkfreunde e.V. „Sugar Glider sind in den Wäldern Neuguineas und Australiens beheimatet. Sie sind nachtaktiv und leben in kleinen Kolonien oder Familiengruppen zusammen. Ihre größte Besonderheit ist eine weiche Flughaut zwischen den Gelenken der Vorder- und Hinterbeine. Breiten die Beuteltiere diese aus, können sie wie mit einem Gleitschirm von Baum zu Baum segeln und dabei Distanzen von fast 60 Metern überwinden“, erklärt Inga Riebel. Im Tierpark sind die Sugar Glider zunächst in einer Anlage hinter den Kulissen untergebracht, wo sie sich eingewöhnen können, bis ihr neues Quartier bezugsbereit ist. Inga Riebel: „Tagsüber kuschelt sich das Quartett am liebsten in einen gefütterten Beutel und krabbelt erst bei Einbruch der Dunkelheit heraus, um zu fressen und die Umgebung zu erkunden.“ In den „Asienwelten“ werden Besucher*innen die pelzigen Flugkünstler aber auch am Tag in Aktion erleben können, denn ein extra abgedunkelter Teilbereich des neuen Tieranlagenkomplexes wird exklusive Einblicke in die Gehege der nachaktiven Bewohner gewähren. Seit Baubeginn im Juli dieses Jahres hat sich bereits einiges getan und die neue Attraktion des Tierparks nimmt immer konkretere Formen an. „Die Arbeiten an den Gebäuden sowie die Einfriedungen der Außenanlagen werden bis zum Ende des Monats abgeschlossen sein“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik. Im ersten Quartal 2020 sollen dann der tiergärtnerische Innenausbau sowie die Bepflanzung und Gestaltung der Außenanlagen erfolgen, sodass die neuen Bewohner sukzessive ihr Domizil beziehen können. „Bei Bauprojekten dieser Größenordnung können immer unvorhersehbare Ereignisse eintreten. So kam es auch bei uns bereits in der ersten Bauphase zu unplanmäßigen Schwierigkeiten bei den Erd- und Gründungsarbeiten. Altes Mauerwerk und größere Betonreste sind zu Tage gefördert worden. Diese haben im weiteren Verlauf des Baugeschehens auch die Arbeiten des Garten-Landschaftsbaus behindert“, begründet Ralf Slabik die Verzögerung der Fertigstellung und ergänzt: „Aber dafür wird es in den unverhofft dazugewonnenen Wintermonaten auf der Baustelle keinen Stillstand geben. Stattdessen werden wir beispielweise die gesamte Haustechnik den neusten tiergärtnerischen Möglichkeiten entsprechend anpassen.“ Dabei greift der Tierpark auf seine gesammelten Erfahrungen in der Aquaristik und Terraristik zurück. Das dort in Kooperation mit der Technischen Hochschule Georg Agricola bereits erfolgreich installierte und getestete Monitoringsystem soll nun auch in den „Asienwelten“ zum Einsatz kommen. Dort wird die digitale Überwachungstechnik die verschiedenen Parameter, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, kontrollieren, die an die individuellen klimatischen Bedürfnisse der verschiedenen Tierarten angepasst werden können. Der neue Eröffnungstermin ist im Frühjahr 2020 geplant und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Zoo Berlin 12.12.2019
Panda-Fans, aufgepasst! Zum dritten Mal in Folge: Zoo Berlin für Giant Panda Global Awards nominiert
Ein rundes Gesicht, puschelige Ohren und scheinbar rundum-gemütlicher Natur – wer liebt sie nicht, die Großen Pandas? Bereits seit einigen Jahren markiert eine ganz bestimmte Preisverleihung das jährliche Highlight der weltweiten Panda-Fangemeinde. So mobilisieren tausende Panda-Fans seit 2012 regelmäßig Groß und Klein, um für Organisationen oder Einzelpersonen, die sich in den vergangenen 12 Monaten besonders für den Panda-Schutz engagiert haben, abzustimmen. Gewinner der einzelnen Kategorien werden schließlich mit einem der beliebten Giant Panda Global Awards ausgezeichnet. Natürlich bleibt auch die Berliner Panda-Erfolgsgeschichte beim Panda-Award nicht unbeachtet. Nachdem der Zoo Berlin in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrere der Preise ergattern konnte, sorgte unter anderem der deutschlandweit erst Panda-Nachwuchs für eine fünffache Nominierung in diesem Jahr: Meng Xiang und Meng Yuan in der Kategorie – Panda-Nachwuchs des Jahres (Panda cub of the year) Der Panda Garden in der Kategorie – Schönste Panda-Anlage in einem Zoo (Most beautiful panda zoo enclosure) Die Geburt der Berliner Panda-Zwillinge in der Kategorie – Panda-Moment des Jahres (Panda moment of the year) Das Tierpfleger-Team in der Kategorie – Panda-Tierpfleger-Team des Jahres (Panda keeper team of the year) Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs in der Kategorie – Panda-Tierarzt des Jahres (Veterinarian of the year) Eine vollständige Liste der Kategorien und Nominierungen sind unter folgendem Link zu finden: http://www.GiantPandaGlobalAwards.com. Unter diesem Link können die Panda-Fans auf der ganzen Welt bis zum 23. Dezember 2019 abstimmen, wer die beliebten Awards erhalten soll. „Mit der Geburt von Meng Xiang und Meng Yuan konnte das Panda-Jahr 2019 für uns kaum besser laufen. Umso mehr freuen wir uns erneut und gleich fünffach für den Panda-Award nominiert worden zu sein“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Diese Verleihung ist eine tolle Plattform, um auf die so wichtigen Schutzmaßnahmen der Großen Pandas aufmerksam zu machen.“ Die als Heiligtümer verehrten Großen Pandas sind wie kein anderes Tier zum Symbol des Artenschutzes geworden. Einst erstreckte sich ihr Lebensraum vom Nord-Osten Chinas bis nach Myanmar und Vietnam. Heute findet man die Pflanzenfresser lediglich in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Die aktuelle Zählung des weltweiten Bestandes an Großen Pandas geht von nur noch etwa 1.860 ausgewachsene Große Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Trotz erfolgreicher Schutzbemühungen ist das Überleben der Tiere in der Natur noch immer nicht gesichert. Vielmehr wird der Große Panda immer noch als „gefährdet“ in der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) eingestuft. Update zu den Panda-Zwillingen – Der Panda-Nachwuchs wächst und gedeiht weiterhin wie im Bilderbuch. Meng Xiang bringt mittlerweile 6.450 g auf die Waage, Meng Yuan 6.406 g. Bereits kurz nach der großen Namensverkündung am vergangenen Montag gingen die beiden bei Mama Meng Meng das erste Mal auf Tuchfühlung mit dem geliebten Bambus.

Zoo Hoyerswerda 12.12.2019
Tierische Bescherung und Weihnachtsführung im Zoo Hoyerswerda
Zwei Höhepunkte erwarten die Tiere und Besucher zum Jahresausklang im Zoo Hoyerswerda: die Bescherung der Tiere am 22.Dezember und die Weihnachtsführung am 27. Dezember 2019. Bei der tierischen Bescherung spielen Zoopädagogin Silke Kühn und der Zoologische Leiter Eugène Bruins am 22. Dezember die Weihnachtswichtel für die Bewohner des Zoos. Um 10 Uhr startet die Runde durch den Zoo, bei der die Kinder mithelfen können, den Tieren große und kleine Überraschungen zu bringen. Unterwegs erfahren die Besucher spannende Geschichten aus dem Zoo. Für die Bärenbrüder Björn und Bengt gibt es ein großes Paket mit Naschereien zum Auspacken. Die Erdmännchenfamilie bekommt ein Geschenk mit schmackhaften Würmern und auch die Schafe bekommen eine Extraportion ihres Lieblingsfutters. Gemeinsam mit den Kindern schmückt Silke Kühn außerdem das Lama-Gehege mit einem ganz besonders knackigen Weihnachtsbaum. Bei der traditionellen Weihnachtsführung am 27. Dezember 2019, ab 10 Uhr, dreht sich alles um den Winter im Zoo. Beim Bummel durch den Zoo verrät Silke Kühn welche Tiere in der kalten Jahreszeit ganz besonders viel Aufmerksamkeit brauchen, welche Arten Schnee und Frost mögen und wer es lieber warm hat. Außerdem wird erklärt, warum es für manche Tiere warmen Tee gibt und wer sogar angewärmtes Fleisch serviert bekommt. An Heiligabend, den 24. Dezember 2019, und an Silvester, den 31. Dezember 2019, bleiben Zoo & Schloss Hoyerswerda geschlossen. An allen anderen Tagen können beide Einrichtungen zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Bescherung der Tiere, Zoo Hoyerswerda, Wann: 22. Dezember 2019, 10 Uhr Weihnachtsführung, Zoo Hoyerswerda, Wann: 27. Dezember 2019, 10 Uhr Eintritt: 8 Euro Erwachsene, 5 Euro Kinder Familien ab 14 Euro

Kölner Zoo 12.12.2019
Zusammen gegen den Wildtierschmuggel: Beschlagnahmung von Reptilien und Amphibien aus Thailand – Aquariumsleiter Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Kölner Zoo hat in der vergangene Woche den renommierten Albertus-Magnus-Lehrpreis der Studierendenschaft der Biologie an der Universität zu Köln erhalten
Zollmitarbeiter konfiszierten Mitte Oktober am Münchner Flughafen vier Schildkröten und diverse Amphibien aus Thailand. Sie fanden diese in Plastikdosen im Gepäck eines Reisenden. Die Tiere wurden nach toller Erstversorgung durch die Auffangstation für Reptilien München e. V. in den Kölner Zoo gebracht. Bei den Schildkröten handelte es sich um Weichschildkröten, bei den Amphibien um zwei Frösche sowie 13 Behälter mit insgesamt über 100 Kaulquappen. Zollmitarbeiter brachten die Tiere zur Erstversorgung umgehend zur Auffangstation für Reptilien München e. V.. Dort wurden auch erste Gesundheitstests durchgeführt. Da insbesondere die Larvalstadien von Amphibien sehr empfindlich sind, kontaktierte Thomas Türbl, Fachtierarzt für Reptilien der Münchener Auffangstation, Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Kölner Zoo, der vergangene Woche den Albertus-Magnus-Lehrpreis der Studierendenschaft der Biologie an der Universität zu Köln empfangen hat. Die Terrarienabteilung des Kölner Zoos verfügt über ausgewiesene Amphibienexpertise und spezielle Quarantäne- und Haltungsräume für Amphibien. Die zuständigen Behörden willigten rasch ein. Der Reisende, bei dem die Tiere gefunden wurden, gab ebenfalls schnell seine Verzichtserklärung. So konnten die eingezogenen Reptilien und Amphibien am 19. November, nach bestmöglicher Versorgung in der Münchner Auffangstation für Reptilien, nach Köln transportiert werden. Im Kölner Zoo werden die Tiere nun erneut quarantänisiert. Später sollen sie in die Haltungsanlagen des Kölner Aquariums einziehen – zunächst hinter den Kulissen. Von den Weichschildkröten wurden bereits Speichelproben genommen, um sie genetisch identifizieren zu können. Dies ist notwendig, da sich die Jungtiere der unterschiedlichen Arten einander sehr ähnlich sehen. Bei den Kaulquappen wird erst die Umwandlung zum fertigen Amphib zeigen, um welche Arten es sich exakt handelt. Bei einigen Fröschen – so genannten kryptischen Artkomplexen, wo die verschiedenen Arten einander sehr ähnlich sehen – wird zusätzlich später zur genauen Bestimmung ein Gentest erforderlich. Der Fall ist also noch längst nicht abgeschlossen. Zehn Kaulquappen haben sich in der Zwischenzeit bereits in kleine Fröschchen umgewandelt, darunter baumbewohnende Ruderfrösche. Die kleinsten davon – mit dem passenden Familiennamen Microhylidae – sind gerade einmal wenige Millimeter groß. Sie machen noch nicht einmal ein Viertel eines kleinen menschlichen Fingernagels aus. Hier ist das Durchbringen und Aufziehen tatsächlich Expertensache. Schon jetzt konnte unter den Fröschen eine bedrohte Art ausfindig gemacht werden: Der Bunte Katzenaugenfrosch (Nyctixalus pictus), auch Zimtbaumfrosch genannt, der laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „Near Threatened“, also potentiell gefährdet, gilt. Seine Bestände in der Natur sind rückläufig. Dieser Tierschmuggelfall, wenn auch ethisch verwerflich, hat erfreulicherweise noch eine gute Wendung genommen. • Dank des Münchner Flughafenzolls, der hier wieder einmal sehr gut aufgepasst und sehr gute Arbeit geleistet hat. • Dank des Teams der Auffangstation für Reptilien, München e. V., das zum wiederholten Mal sofort professionell half, die Tiere aufzufangen. • Dank der Experten des Kölner Zoos, die einmal mehr bei der Bestimmung beschlagnahmter Tiere unterstützten, um diese dann dauerhaft aufzunehmen oder weiterzuvermitteln. • Zudem natürlich, weil die involvierten Behörden, Institutionen und Experten untereinander so rasch und effizient kommuniziert und Entscheidungen herbeigeführt haben. Die Zukunft wird zeigen, ob sich sogar das eine oder andere Nachzuchtprogramm aus dieser Beschlagnahmung aufbauen lässt.

Zoo Salzburg 12.12.2019
Zoo Salzburg: Neuzugang bei den Grevy-Zebras
Der neunjährige Salzburger Grevy-Zebrahengst Fabi staunte heute Morgen nicht schlecht, als eine neue Stute mit den anderen beiden Salzburger Zebras auf der Anlage stand. Die Neue heißt Misa. Sie kam gestern aus dem tschechischen Zoo Brünn nach Salzburg. Fabi war gleich „hin und weg“ von ihr. „Vor mehr als zwei Jahren haben wir unsere Grevy-Zebra-Haltung umgestellt“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm konnten wir von einem Junggesellen-Verband auf eine Zuchtgruppe umstellen. Denn die größte Zebra-Art ist eine stark gefährdete Tierart in freier Wildbahn. Etwa 520 Grevy´s leben weltweit in rund 120 Zoos. Dies entspricht fast 20 Prozent des Wildbestands und ist somit eine wichtige Populationsreserve, zu deren Fortbestand auch der Zoo Salzburg seinen Beitrag leistet“. Ihr Überleben in freier Wildbahn ist derzeit nicht gesichert – Bei keinem anderen afrikanischen Säugetier hat sich das Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahrzehnten derartig verkleinert. Ende der 70er Jahre wurde der Bestand der Grevy-Zebras noch auf rund 15.600 Tiere geschätzt, heute leben nur mehr rund 2.600 in ihrem nordostafrikanischen Verbreitungsgebiet. Wegen dem Verlust von Lebensraumen sowie der vermeintlichen Nahrungskonkurrenz zu Haustieren aber auch wegen der Jagd und Krankheiten ist ihr Bestand so drastisch zurückgegangen.

Zoo Augsburg 12.12.2019
Wirkung von Zoos für Artenschutz nachgewiesen – Bedrohte Tiere haben durch menschliche Obhut eine Chance
Die Wirkung moderner zoologischer Gärten für den Artenschutz ist erneut nachgewiesen worden. Wie die Weltnaturschutzunion IUCN aktuell bekanntgibt, konnte zuletzt die Bedrohung von zehn Tierarten der sogenannten Roten Liste herabgestuft werden. Dazu zählt auch die Guam-Ralle: Vor wenigen Jahren war der kleine flugunfähige Vogel von der gleichnamigen Pazifikinsel in der Wildnis bereits ausgestorben. Durch Nachzuchten in Zoos konnte es gelingen, nach einem 35 Jahre währenden Zuchtprogramm wieder eine wildlebende Population auf einer benachbarten Insel erfolgreich anzusiedeln. Damit ist die Ralle erst die zweite Vogelart, die sich vom Bedrohungsstatus „in der Wildnis ausgestorben“ erholen konnte – nach dem ebenfalls durch die menschliche Obhut bewahrten Kalifornischen Kondor. „Natürlich bestärkt uns der Bericht der IUCN in unserem Handeln“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ). „Für uns heißt das, dass die Natur sich erholen kann, wenn man ihr nur mit vereinten Kräften auch die Chance dazu gibt.“ Auch der Status des Mauritiussittichs hat sich zuletzt verbessert: Die IUCN hat ihn aufgrund von wieder rund 750 Exemplaren in der Wildnis von „stark gefährdet“ zu „gefährdet“ herabgestuft; vor wenigen Jahren noch war der Papagei sogar als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert worden. Als VdZ-Mitglied hat sich auch der Loro Parque auf Teneriffa erfolgreich um die Erhaltung der Art bemüht. „Die erfolgreiche Wiederansiedelung einer bedrohten Art ist ein ungeheurer Erfolg für den Artenschutz der international vernetzten Zoos“, sagt der VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. „Sie ist Höhepunkt und Lohn für die kostenintensive, auf Dekaden angelegte Arbeit unserer wissenschaftlich geleiteten Einrichtungen.“ Immer wieder hatten Tiergärten und Tierparks bereits in der Vergangenheit dazu beigetragen, bedrohte oder sogar bereits ausgestorbene Tierarten zu retten. Dazu zählt unter anderem der Davidshirsch, der aktuell in der Wildnis als ausgestorben gilt, aber in den VdZ-Zoos in Berlin, Hodenhagen und Herberstein vor dem Verschwinden bewahrt wird. Ein anderes Beispiel ist die Säbelantilope, die ebenfalls als im Freiland ausgestorben klassifiziert ist, aber in den Verbandseinrichtungen in Berlin, Darmstadt, Hodenhagen, Karlsruhe, Krefeld, Leipzig und Stuttgart gepflegt wird. „Angesichts der traurigen Tatsache, dass sich zwar der Bedrohungsstatus von zehn Arten auf der Roten Liste verbessert hat, aber zeitgleich 73 Arten schlechter als zuvor eingestuft werden mussten, steigt die Bedeutung moderner Zoos“, sagt Volker Homes. „Unser Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt ist unersetzbar. In vielen Fällen schützen wir die letzten Exemplare ihrer Art und bringen sie – wenn es sinnvoll ist – wieder in die Natur.“ Rote Liste – Die Rote Liste wird seit 1962 von der Weltnaturschutzunion, der International Union for Conservation of Nature herausgegeben. Auf ihr werden vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten verzeichnet. Sie gilt als Fachgutachten, an dem sich Regierungen, Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen in ihrem Bemühen um Umwelt- und Artenschutz orientieren.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 12.12.2019
Südamerikahaus schließt für Umbau: Krallenaffen ziehen zu ihren großen Verwandten – Neue Nachbarn für Gorillas und Namensvergabe für Bonobo-Babys
Neue Nachbarn gibt es für die Gorillas der Wilhelma in Stuttgart: Mit Zwergseidenäffchen und Springtamarinen sind seit dieser Woche südamerikanische Verwandte der großen Primaten im Menschaffenhaus zu sehen. Gemeinsam mit dem Faultierpaar Marlies und Mike bewohnen die Krallenaffen übergangsweise die ungenutzte Handaufzuchtstation für Gorillakinder. Damit kann man nun die größten direkt neben den kleinsten Affen beobachten. Denn während ein Gorilla bis zu 200 Kilogramm auf die Waage bringen kann, wiegt ein Zwergseidenäffchen gerade einmal 150 Gramm. Diese Leichtgewichte waren zusammen mit den Springtamarinen bis vor kurzem noch im Südamerikahaus untergebracht. Weil dort zukünftig umfangreiche Baumaßnahmen anstehen, musste für die Krallenaffen und die Faultiere ein neuer Platz im Zoologisch-Botanischen Garten gefunden werden. Denn das Südamerikahaus wird kernsaniert und zu einem Australienhaus umgebaut, in das unter anderem Koalas und Baumkängurus einziehen werden. Sobald dieses fertiggestellt ist, entstehen daneben neue Anlagen für die südamerikanischen Krallenaffen. Bis es soweit ist, dürfen die Zwergseidenäffchen und Springtamarine im Gorillakindergarten des Menschenaffenhauses herumturnen. Dieser stand bereits längere Zeit leer, da es glücklicherweise immer weniger Fälle gibt, in denen ein Gorillajungtier nicht von seiner Mutter angenommen wird und von Hand aufgezogen werden muss. Ausgestattet mit Kletterseilen, Ästen und frischer Bepflanzung dient die Aufzuchtstation nun also als Zwischenunterkunft für die ehemaligen Bewohner des Südamerikahauses. Ihr Treiben wird von der benachbarten Gorillasippe aufmerksam verfolgt. „Die Halbwüchsigen aus der Gruppe finden das schon ganz interessant“, berichtet Tierpflegerin Malisa Fassnacht. „Sie klopfen auch immer mal an die Scheibe, und versuchen damit, die Neuen nebenan zum Spielen aufzufordern.“ Die Faultiere entspannen allerdings lieber auf ihren gemütlichen Schlafplätzen, während die Äffchen noch etwas vorsichtig unterwegs sind und häufig Ruhe in den Rückzugsbereichen suchen. Von all dem Umzugstrubel haben die Bonobos auf der anderen Seite des Menschenaffenhauses nichts mitbekommen. Gut behütet von ihren Müttern wachsen dort derzeit zwei Jungtiere heran, die im August dieses Jahres zur Welt kamen. Da seit kurzem das Geschlecht der Kleinen feststeht, haben sie nun auch endlich ihre Namen bekommen: Die beiden Jungs heißen Nio und Okelo. „Sie wurden von ihren Müttern sehr gut angenommen und wachsen und gedeihen prächtig“, erklärt Malisa Fassnacht. „Haiba ist sehr innig mit ihrem Nio, den sie immer ganz dicht bei sich behält. Huenda fängt dagegen schon langsam an, den kleinen Okelo auch einmal an die anderen in der Gruppe abzugeben.“ Bis zu vier Jahre umsorgen Bonobo-Mütter ihren Nachwuchs, bevor dieser langsam entwöhnt wird. Nio und Okelo haben also noch viel Zeit, um ihre Kindheit in vollen Zügen zu genießen – und das geht im Moment am besten dicht an den mütterlichen Bauch gekuschelt.

Zoo Schwerin 11.12.2019
Alter Flamingopavillon wird zum neuen Heim
In der Nacht von Montag auf Dienstag sind zwei Weißnackenkraniche in den ehemaligen Flamingopavillon gezogen. Das alte Wasserbecken wurde dafür mit Naturboden aufgefüllt und bepflanzt. Der Pavillon wird dem Pärchen für die nächsten Wochen zur Eingewöhnung dienen bis sie dann ganzjährig die Teichanlage erkunden werden. Die in ihrem Bestand gefährdeten Weißnackenkraniche stammen aus Asien, wo sie sich im Nordosten der Mongolei und in Nordchina zur Brut und Aufzucht ihrer Jungtiere aufhalten und die Winter auf der koreanischen Halbinsel, Japan und in Südost-China verbringen. Dort bevölkern sie Flusstäler und Seeufer mit flachen Sümpfen, Feuchtwiesen und Graslandschaften. Neben Wurzeln und Knollen von Sumpfpflanzen, stehen auch Beeren, Kräuter und Getreide auf dem Speiseplan der Tiere. Aber auch Insekten, Frösche und Mäuse werden besonders während der Jungtieraufzucht gerne genommen. Weißnackenkraniche sind wie alle Kraniche monogame Vögel, die über Jahre eine enge Paarbeziehung eingehen. Zu ihren Besonderheiten gehört der von den Paaren aufgeführte Balztanz mit hohen Sprüngen und Drehungen in der Luft und am Boden. Da immer mehr Feucht- und Sumpfgebiete für landwirtschaftliche Anbauflächen umgewandelt werden, gehen die Bestände der Weißnackenkraniche in ihrem Verbreitungsgebiet stark zurück. Sie werden daher als „gefährdet“ eingestuft.

Zoo Basel 11.12.2019
Neu im Zoo Basel: Keas, die Genies unter den Papageien
Drei Keas sind am 4. Dezember im Zoo Basel angekommen. Der Zolli beginnt nach 30 Jahren Pause neu mit der Haltung dieser Papageienart. Keas sind ausgesprochen verspielt und intelligent. Auf der Roten Liste der IUCN sind sie als «gefährdet» gelistet. Nachwuchs bei den gefährdeten Strahlenschildkröten Im Zoo Basel sind jetzt junge Strahlenschildkröten zu sehen. Bisher waren die Schildkrötchen – von denen die kleinere nur acht Zentimeter Durchmesser hat – hinter den Kulissen untergebracht

Tierpark Hellabrunn München 11.12.2019
Dreifacher Nachwuchs bei den Fischkatzen in Hellabrunn
Hellabrunn freut sich über Nachwuchs bei den Fischkatzen: Drei Jungtiere wurden am 9. November in der Dschungelwelt geboren. Rund vier Wochen später ist der niedliche Nachwuchs nun immer öfter außerhalb der Wurfhöhle bei seinen ersten Erkundungstouren zu beobachten. Eins, zwei, drei: Wer tappst denn da umher? Immer öfter trauen sich die drei Neugeborenen von Mamas Seite. Doch Fischkatze Luzi hat ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs. Das Geschlecht der Kleinen wurde noch nicht festgestellt, denn der erste Jungtier-Check durch das Hellabrunner Tierärzte-Team steht noch aus. Dieser findet in der Regel nach etwa sechs Wochen statt. Wie bei den meisten Tierkindern, die im Tierpark zur Welt kommen, wird der kleinen Familie erst Mal Ruhe gewährt. „Die Nachzucht bei den Fischkatzen ist ein schöner Erfolg für die gefährdete Art und damit auch für Hellabrunn“, freut sich Tierparkdirektor Rasem Baban. Hellabrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Fischkatzen. Denn ihr natürlicher Lebensraum in Süd- und Südostasien schwindet zunehmend: Feuchtgebiete werden trockengelegt und Wälder gerodet, um Platz für wirtschaftliche Nutzungen oder neue Siedlungen zu schaffen. Auch die Überfischung stellt ein Problem dar, denn Fisch ist die Nahrungsgrundlage der Fischkatze. Die Fischkatzen-Babys können – mit etwas Glück – täglich von 9 bis 17 Uhr in Hellabrunn beobachtet werden. Die Anlage der Fischkatzen befindet sich in der Dschungelwelt. Dort herrschen auch bei den derzeit kühlen Außentemperaturen angenehme 25 Grad

Zoo Zürich 11.12.2019
VON GIRAFFEN, MENSCHENAFFEN UND ELEFANTEN
Ausblick ins Jahr 2020 und ins nächste Jahrzehnt. Das Jahr 2019 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die Lewa Savanne. Das kommende Jahr 2020 wird nun sehr spannend. Neben der Eröffnung der Savanne an Ostern erwarten wir drei junge Elefanten und einen neuen Zoodirektor. Bereits laufen aber auch die Vorbereitungen für die nächsten Projekte: eine Grossvoliere für Papageien im Pantanal und neue Anlagen für die Gorillas und Orang-Utans. BAUPROJEKTE Auf der Zielgeraden: Lewa Savanne Die Bauarbeiten für die Lewa Savanne sind nahezu abgeschlossen. Bereits befinden sich Netzgiraffen, Graupapageien, Erdmännchen, Grevyzebras, Nacktmulle und Perlhühner im Zoo in der Quarantäne und warten darauf, die Anlage in Besitz zu nehmen. Auf die Besucher warten dort spannende Begegnungen mit den Tieren und für alle Altersgruppen wird an Führungen und Erlebnissen einiges geboten. In Planung: Neues für Gorilla und Orang-Utan Das heutige Menschenaffenhaus stammt im Kern aus dem Jahr 1959. Dazumal wurde der frühere «Schimpansentrakt» gebaut. 1984 erweiterte man ihn mit den Anlagen für Gorillas und Orang-Utans. Diese Erweiterung galt in der Zoowelt als Vorbild für viele Menschenaffenanlagen in der ganzen Welt. Mit ihr wurde es möglich, auch die Gorillas und Orang-Utans in Gruppen zu halten, was sich bestens bewährt hat. Kaum ein Zoo hat so gut funktionierende Gruppen wie Zürich. Anfangs der 1990-er Jahre wurde schliesslich bei den Gorillas erstmals ein natürlicher Boden verwendet, was man vorher wegen einer möglichen Parasiteninfektion nie gewagt hatte. Doch die Wissenschaft hat Fortschritte gemacht und es ist das Ziel und die Aufgabe eines Zoos, neue Erkenntnisse in der Tierhaltung zeitnah umzusetzen. So gaben wir unsere Schimpansengruppe 2006 an den Zoo Gelsenkirchen weiter, der die Möglichkeit hatte, eine grössere Sippe mit mehreren Männchen zu halten, wie es auch in der Wildnis normal ist. Wir konzentrierten uns fortan auf die in Haremsgruppen lebenden Gorillas und die als Einzelgänger oder in lockeren Verbänden lebenden Orang-Utans. Auch wenn unsere Menschenaffen heute sehr gut gehalten sind und insbesondere viele Massnahmen umgesetzt wurden, die den Tieren ein spannendes Leben ermöglichen, möchte der Zoo schon seit einiger Zeit auch bei den Menschenaffen naturnahe, bepflanzte Anlagen schaffen, wie wir sie für viele Arten in den letzten Jahren gestalten durften. Was dazu noch fehlt, ist die Bewilligung des Gestaltungsplans, die es uns ermöglicht, zwischen dem Zoolino und der entstehenden Lewa Savanne bis 2025 eine neue Anlage für Gorillas zu bauen. Im heutigen Menschenaffenhaus sollen dann anschliessend die Orang-Utans auch ein modernes Heim bekommen. Nächstes Projekt: Pantanal-Voliere Verzögerungen bei der Erneuerung der Menschenaffenanlagen haben dazu geführt, dass wir aktuell ein weiteres Projekt in Arbeit haben: eine Grossvoliere, die es uns ermöglicht, grosse fliegende Schwärme von Papageien zu zeigen. Aber auch die Wasservögel sollen dort so leben können, dass sie nicht mehr gestutzt werden müssen. Im Moment läuft ein Konstruktionswettbewerb für die Voliere, die das gesamte Pantanal bis ins Jahr 2023 übernetzen soll. JUNGTIERE Doch nicht nur was die Bautätigkeiten angeht, wird 2020 ein spezielles Zoojahr. Bei einigen prominenten Arten erwarten wir Nachwuchs. Dreifacher Nachwuchs bei den Elefanten Drei unserer sechs Weibchen im Kaeng Krachan Elefantenpark sind derzeit trächtig. Es sind dies die knapp 33-jährige Indi, ihre bald 6-jährige Tochter Omysha und die 14-jährige Farha, die Tochter von Ceyla-Himali und Mutter von Ruwani. Die Jungtiere von Indi und Farha werden im Frühjahr, jenes von Omysha im Herbst erwartet. Alle trächtigen Elefantenkühe sind wohlauf. Vater all dieser Jungtiere ist der 15-jährige Thai. In Europa besteht für den Asiatischen Elefanten ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm EEP, das vom Zoo Rotterdam geführt wird. Diesem Programm sind aktuell 70 Institutionen mit insgesamt 277 Tieren angeschlossen. Im Freiland gilt der Asiatische Elefant als bedroht, mit einem Bestand von geschätzt 40‘000 bis 50‘000 Tieren, verteilt auf viele vor allem kleine Populationen. Bedrohungsfaktoren sind insbesondere der Lebensraumverlust (Zerstörung, Umwandlung in Landwirtschaftsflächen) und die Lebensraumfragmentierung sowie die illegale Jagd. Der Zoo Zürich unterstützt seit 2009 ein Naturschutzprojekt im Kaeng Krachan Nationalpark in Thailand. Es will die letzten 200 dort lebenden Elefanten erhalten. Lange Geburtsintervalle bei den Menschenaffen Noch drastischer als die Bedrohungssituation wildlebender Asiatischer Elefanten ist jene der Westlichen Flachlandgorillas und der Sumatra-Orang-Utans, die von der Internationalen Naturschutzunion IUCN beide als vom Aussterben bedroht gelistet werden. Orang-Utans haben mit Geburtsintervallen von etwa fünf bis neun Jahren ein bescheidenes Reproduktionspotential. Geburten sind deshalb nicht sehr häufig. Diese geringe Populationsdynamik spiegelt sich auch in der Bestandsentwicklung im Europäischen Erhaltungszuchtprogram EEP für diese Art wieder, das vom Zoo Karlsruhe geführt wird. 1988 waren 119 Sumatra-Orang-Utans in europäischen Zoos im Programm erfasst, heute sind es mit 145 Tieren nur wenige mehr. Im Zoo Zürich leben aktuell 10 Orang-Utans, 3 Männchen und 7 Weibchen im Alter von 2 bis 44 Jahren. Den Kern der Zuchtgruppe bilden eine Mutter mit ihren beiden erwachsenen Töchtern. Wenn alles gut verläuft, steht bei einem dieser Weibchen in nächster Zeit wieder eine Geburt an. Mit seiner Naturschutzpartnerin Stiftung PanEco unterstützt der Zoo Zürich seit 2007 die Wiederansiedlung und den Schutz von Orang-Utans in Sumatra. Wichtigste Gefährdungsursache für die Menschenaffen ist die Lebensraumzerstörung (Holzschlag, Palmölplantagen). Keine Jungtiere gibt es bei den Westlichen Flachlandgorillas im Zoo Zürich. Weil der 42-jährige Silberrücken N’Gola schon sehr viel Nachwuchs hatte, gilt für die sechsköpfige Gruppe aktuell ein Zuchtstopp. Damit stellt das Erhaltungszuchtprogramm sicher, dass N’Golas Linie genetisch nicht überrepräsentiert wird. Das Zuchtbuch für den Westlichen Flachlandgorilla wird vom Zoo Apenheul geführt. Es zählt derzeit rund 430 Tiere. Die Zürcher Gruppe umfasst den Silberrücken N’Gola und fünf Weibchen im Alter von sieben bis achtzehn Jahren. Wichtigste Ursachen für die Bedrohung wildlebender Gorillas sind die Jagd (Bushmeat) und Krankheiten (z.B. Ebola) sowie Lebensraumverlust und -fragmentierung. Hinzu kommen politische Unruhen, die den Artenschutz in den betroffenen Gebieten sehr schwierig machen. Bald schon Nashorn-Nachwuchs? Ob es bei den sehr populären Koalas im nächsten Jahr bereits Nachwuchs gibt, ist angesichts der noch jungen und fortpflanzungsunerfahrenen Tiere ungewiss. Hingegen ist es möglich, dass das eine oder andere Nashorn, das in die Lewa Savanne einziehen wird, schon trächtig bei uns ankommt. Wir sind gespannt und freuen uns auf mögliche Überraschungen.

Tierpark Neumünster 10.12.2019
Die Sparkasse Südholstein übernimmt die Firmenpatenschaft für das Turteltauben-Paar im Tierpark Neumünster
Im Tierpark Neumünster wird es romantisch. Als insgesamt neunte neue Tierart, die in diesem Jahr an der Geerdtsstraße neu eingezogen ist, freut sich das Tierpark-Team sehr über ein Paar Turteltauben (Streptopelia turtur). Die Sparkasse Südholstein übernimmt die Firmenpatenschaft für das Turteltauben-Paar und unterstützt den Tierpark mit einem Betrag von 2500,- €. Zur Scheckübergabe trafen sich am 09.12.2019 von Seiten der Sparkasse Südholstein Herr Tim Ramsl (Direktor Firmenkunden Nord) und Herr Rüdiger Tebel (Firmenkundenbetreuer NMS), sowie von Tierpark Seite Herr Klaus Grassau (1. Vorsitzender der Tierparkvereinigung Neumünster e.V.) und Tierpark Chefin Verena Kaspari. Die Turteltaube wurde für das Jahr 2020, vom NABU und den LBV (Landesbund für Vogelschutz e.V.) als „Vogel des Jahres“ ausgewählt. „Turteltauben haben nicht nur einen starken Symbolcharakter und stehen für Liebe und Treue, leider gehören sie mittlerweile auch zu den stark gefährdeten Tierarten.“, erklärt Tierpark Chefin Kaspari. „Wir sind sehr froh, mit der Sparkasse Südholstein einen seit Jahren treuen Sponsoren an unserer Seite zu haben, nur ein Grund von vielen, weshalb wir gemeinsam die Turteltauben als Patentier ausgewählt haben.“, so die Diplombiologin weiter. Die Sparkasse Südholstein unterstützt dieses Vorhaben sehr gern. „Für uns ist dieses Engagement ein Stück weit auch gelebte soziale Verantwortung“ betonte Ramsl. „Wir schätzen die wertvolle Arbeit, die hier im Neumünsteraner Tierpark geleistet wird“, so Ramsl weiter. Nach aktuellen Schätzungen leben in Deutschland nur noch ca. 22.000 Brutpaare, somit hat sich der Bestand seit 2009 um die Hälfte reduziert. Turteltauben zählen unter den Taubenarten Mitteleuropas als einzige zu den Langstreckenziehern. Ende Juli bis Anfang Oktober verlassen die Tiere Europa und ziehen zur Überwinterung südlich der Sahara. Leider werden die Vögel auf ihren Flugrouten immer noch häufig bejagt. Trotz eines, im Mai 2018 verabschiedeten Aktionsplanes, „Zum Schutz der Europäischen Turteltaube“ der EU-Mitgliedsstaaten, sind bis dato kaum nennenswerte Sofortmaßnahmen der Teilnehmerstaaten umgesetzt worden. Der Tierpark Neumünster und die Sparkasse Südholstein unterstützen die Petition des NABU, bezüglich eines geforderten Jagdstopps für Turteltauben. Am 09. Februar 2020 wird es einen gemeinsamen „Turteltauben-Aktionstag“ im Tierpark geben. Patenschaften für das Turteltauben-Paar können ebenfalls ab sofort abgeschlossen werden.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 10.12.2019
Zu Weihnachten mit der Tierpark-Bahn durch Görlitz!
So manch lang gehegter Traum geht eben irgendwann doch noch in Erfüllung, wenn man nur fest genug daran glaubt. Schon vor über fünf Jahren entwickelte der Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec Dr. Sven Hammer den Wunsch, eine Straßenbahn im Tierpark-Outfit durch Görlitz fahren zu sehen. Da das Werbe-Budget des Tierparks begrenzt, Absprachen mit verschiedensten Stellen nötig und die grafische Gestaltung bis hin zur Beklebung der Bahn zeitintensiv sind, war Geduld und langer Atem gefragt. Mit dem Ergebnis zeigt sich Sven Hammer jedoch mehr als zufrieden: „Wir sind sehr stolz, die Tierpark-Bahn endlich fahren zu sehen. Dank Kooperation mit der GVB und Preisgeldern des Sächsischen Mitmach-Fonds konnten wir uns diese Maßnahme schließlich leisten. Und wir sind uns sicher, dass sie sich auf lange Sicht auszahlen wird. Über 135.000 Touristen kamen 2018 nach Görlitz – davon dürfen noch viel mehr vom Tierpark erfahren und uns besuchen kommen. Außerdem ist sie ein gelungenes Aushängeschild für den öffentlichen Personennahverkehr und damit für angewandten Naturschutz in unserer grünen Stadt.“ Partner für die Umsetzung zu wählen, fiel dank bestehender langjähriger guter Zusammenarbeit indessen nicht schwer. Für Gestaltung und Beklebung griff der Tierpark auf die regional ansässigen Firmen „Die Partner“ sowie „Haufe Werbung“ zurück. Herausgekommen ist auf der einen Seite eine Hommage an die wilde Tierwelt und auf der anderen an das Tibet-Dorf, welche sicherlich nicht nur dem Tierpark-Direktor, sondern auch allen Görlitzern ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Opel Zoo Kronberg 09.12.2019
Neuer Kurator im Opel-Zoo – Dipl. Biol. Jörg Jebram führt das Zuchtbuch für Giraffen
„Wir haben in Jörg Jebram einen erfahrenen Kurator gefunden, der das Leitungsteam des Opel-Zoo vom ersten Tag an unterstützt und den operativen Bereich in der Tierpflege verantwortlich leitet“, erklärt Zoodirektor Dr. Kauffels in einem Pressetermin. Er erläutert, dass man im Freigehege mit seiner privaten Trägerschaft personell anders aufgestellt sei als die öffentlichen Zoos. Und da er selbst für weitere drei Jahre zum Präsidenten der Europäischen Zoovereinigung EAZA gewählt wurde und zudem mit dem Bauvorhaben Panzernashörner ein weiteres größeres Bauprojekt anstehe, seien erfahrene Mitarbeiter, die sofort zu 100 % einsetzbar sind, besonders wichtig. Jörg Jebram hat am 1. Dezember 2019 als neuer Kurator/wissenschaftlicher Mitarbeiter im Opel-Zoo begonnen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jörg Beckmann, der zum Tiergarten Nürnberg gewechselt ist und der im Opel-Zoo zunächst als Volontär begonnen hatte, verfügt Jörg Jebram über langjährige Berufserfahrung, war zuletzt 10 Jahre lang als zoologischer Assistent in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen tätig. Als Kurator im Opel-Zoo wird er sich um die operativen Aufgaben in der Tierpflege kümmern. Er ist der direkte Vorgesetzte der Tierpfleger und arbeitet eng mit der Zootierärztin zusammen, wenn es um das Wohl der Tiere geht, Untersuchungen anstehen oder Transporte in andere Zoos vorbereitet oder durchgeführt werden müssen. Mit den entsprechenden Kollegen aus anderen Zoos ist er gut vernetzt, so wie er es zuvor auch mit den Mitarbeitern des Opel-Zoo war. Zudem hat er von der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen das europäische Zuchtbuch für die Giraffen in den Taunus mitgebracht. Es gibt zurzeit in europäischen Zoos rund 900 Giraffen in verschiedenen Unterarten. Ziel ist es mit Hilfe des Zuchtbuches dafür zu sorgen, dass die Population in den europäischen Zoos über einen langen Zeitraum von mindestens 100 Jahren genetisch gesund gehalten wird. Der Zuchtbuchführer steht in engem Kontakt mit den Zoos, die Giraffen halten, und bestimmt aufgrund der vorliegenden genetischen Daten, in welchen Zoo die Nachzuchten kommen. Dieser Koordination folgen alle Zoos, die der Europäischen Zoovereinigung EAZA angehören. Auch wenn Jörg Jebram aufgrund seiner Tätigkeit zu „großen Tieren“ eine besondere Beziehung hat und ihm insbesondere Giraffen am Herzen liegen, so ist er ganz grundsätzlich an Flora und Fauna interessiert. „Wir wünschen ihm, dass er sich als Gelsenkirchener im Taunus gut einlebt und sich hier auch wohl fühlt“, so der Zoodirektor.

Zoo Köln 09.12.2019
China Light-Festival im Kölner Zoo eröffnet
Im Kölner Zoo wurde am Samstag vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien das China Light-Festival eröffnet. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab gemeinsam mit den Zoovorständen Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg den Startschuss. Die Illuminationen sind noch bis zum 19. Januar 2020 zu sehen. Es ist die dritte Auflage des großen Farbenspektakels für die ganze Familie, das im vergangenen Jahr rund 100.000 Besucher anlockte. Zu sehen sind wieder zahlreiche Lichtensembles mit stimmungsvoll illuminierten Tier- und Phantasiefiguren im asiatischen Stil. Tickets unter www.koelnerzoo.de. Neu in diesem Jahr sind einzigartige Exponate mit Bezügen zu Köln und zur Zoogeschichte – so zum Beispiel die alte „Spielplatz-Lok“ oder das historische Eingangstor. Anlass ist das 160-jährige Bestehen, das der Zoo 2020 feiert. Selbst den Dom haben die Zooverantwortlichen aus diesem Grund als 10 Meter hohe Leuchtfigur nachbauen lassen. Der Dom, Besucherattraktion Nr. 1 in Köln, steht damit eine Zeitlang auch im Zoo, dem zweitmeistbesuchten Highlight der Stadt. Neu sind auch verschiedene interaktive Figuren. Wer immer schon einmal durch das Maul eines 22 Meter langen Riesen-Hais laufen wollte – beim China Light-Festival hat er die Chance dazu. Zu sehen sind außerdem ein Leucht-Korridor mit chinesischen Sagenfiguren, illuminierte Erdmännchen, Bären, Leoparden und Flamingos, überdimensionale Leucht-Schwäne, Leucht-Jaguare und Faultiere, ein Riesen-Oktopus, der farbenfrohe Leucht-Tukan mit buntem XXL-Schnabel sowie große Elefanten, Okapis, Bären und Kugelfische – um nur einiges zu nennen. Größte Exponate sind das nostalgische Greeting-Gate (Länge 12 Meter, Höhe 6 Meter), der 10 Meter hohe Dom, das 22 Meter lange Riesenhai-Maul, der 20 Meter lange Leuchtkorridor und der Riesendrache, der diesmal auf der Wiese gegenüber des Haupteingangs steht (Länge 40 Meter, Höhe 6 Meter). Gebaut wurden die Figuren von chinesischen Illuminations-Künstlern. Ihr phantasievoller und im Vergleich zu den Vorjahren nochmals ausgeweiteter Lichterparcours erstreckt sich über das gesamte Zoogelände. Ein attraktives Rahmenprogramm mit chinesischen Bühnenshows sowie verschiedene gastronomische Angebote runden die Lichterschau wie gewohnt ab.

Zoo Berlin 09.12.2019
100 Tage doppeltes Panda-Glück
Feierliche Namensverkündung für die Panda-Jungs im Zoo Berlin Ein leichtes Kopfheben und ein müder Blick – die Panda-Zwillinge zeigten sich anlässlich der feierlichen Namensverkündung und ihrem ersten kleinen Ausflug im Zoo Berlin nur minimal beeindruckt. Nach chinesischer Tradition wurde heute Vormittag der 100. Lebenstag des Nachwuchses gefeiert und die offiziellen Namen der Tiere bekannt gegeben. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller und dem Botschafter der Volksrepublik China Wu Ken lüftete Zoo und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats Frank Bruckmann dieses bislang streng gehütete Geheimnis: Die beiden männlichen Panda-Zwillinge haben die offiziellen Namen Meng Xiang und Meng Yuan verliehen bekommen. Die Übersetzung der Namen bilden im chinesischen eine stimmige Einheit und bedeuten so viel wie Ersehnter Traum (Meng Xiang) und Erfüllter Traum (Meng Yuan). „Auf diesen freudigen Tag haben wir lange gewartet. Nun zaubern die beiden Panda-Jungs uns – trotz kaltem Dezemberwetter – einfach nur ein Lächeln ins Gesicht“, verkündet Zoo – und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Der Nachwuchs wird die kommenden zwei bis vier Jahre in Berlin verbringen, anschließend werden die Zwillinge nach China ziehen. „Wie im deutschen Gebrauch ist die Namensvergabe auch in der chinesischen Tradition sehr wichtig, denn Namen tragen Segen und Hoffnung. Mit den Namen Meng Xiang und Meng Yuan für die jungen Pandas, die im Chinesischen „Träume verwirklichen“ bedeuten, möchten wir unsere besten Glückwünsche für die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern und Völkern überbringen“, erklärte Botschafter Wu Ken. Nach rund zehn Minuten in ihrem vorgewärmten Panda-Bett ging es für die beiden zurück hinter die Kulissen, wo Panda-Mutter Meng Meng gemütlich bambusfressend auf sie wartete. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller: „Mit großer Freude haben die tier- und zoobegeisterten Berlinerinnen und Berliner bisher schon die Entwicklung unserer beiden Berliner Pandas verfolgt. Sie sind ein wunderbares Geschenk für unsere Stadt und im 175. Jubiläumsjahr besonders für den Zoo Berlin. Ich freue mich, dass ich beim nächsten Schritt auf dem Lebensweg unserer beiden Neu-Berliner dabei sein konnte und ihnen das erste Mal persönlich begegnet bin, als es heute der chinesischen Tradition entsprechend am 100. Lebenstag zur offiziellen Namensgebung gekommen ist. Ich war auf die Namen sehr gespannt und habe mich ebenso wie die Berlinerinnen und Berliner gern überraschen lassen.“ Die Zwillinge bringen mit ihren mittlerweile dreieinhalb Monaten über 6 kg auf die Waage und starten bereits erste Gehversuche. Voraussichtlich Anfang kommenden Jahres – sobald die Zwillinge mobil genug sind, um ihrer Mutter sicher zu folgen – werden auch die Zoo-Besucher die Panda-Familie kennenlernen.

Tierpark Hellabrunn München 09.12.2019
Nachwuchs bei den Murnau-Werdenfelsern
Anfang August zog Murnau-Werdenfelser-Kuh Wilma zu ihrer Artgenossin Kenia ins Hellabrunner Mühlendorf. Doch Wilma kam nicht allein. Nach einer Tragzeit von rund 280 Tagen brachte sie Ende November ein Kälbchen zur Welt. Murnau-Werdenfelser-Kuh Wilma kam auf die Empfehlung des Zuchtverbandes zum Münchner Tierpark Hellabrunn. Denn der Bestand dieser alten Rinderasse mit bayerischen Wurzeln gilt als stark gefährdet. Mit ihrem deutlich kleineren Euter liefern sie weniger Milch als Braun- oder Fleckvieh. In der industriellen Landwirtschaft konzentriert man sich auf wenige, zu Hochleistungen gezüchtete Rassen. „Mit dem Mühlendorf beteiligt sich Hellabrunn an der wichtigen Erhaltungszucht seltener bayerischer Nutztierrassen, so etwa bei dieser widerstandsfähigen und genügsamen Rinderart. Auch UNSER LAND setzt sich nachhaltig für den Artenschutz ein. Wir freuen uns, dass sie bereits seit dem 1. Dezember 2018 eine Patenschaft für die Murnau-Werdenfelser übernommen haben“, so Tierparkdirektor Rasem Baban. Im Rahmen ihrer exklusiven Tier-Patenschaft hatte UNSER LAND nun die Möglichkeit, einen Namen für das kürzlich geborene Bullenkalb auszuwählen. „Wir haben gemeinsam im UNSER LAND Team nach einem Namen gesucht. „Theo“ hat uns allen am besten gefallen. UNSER LAND engagiert sich seit 25 Jahren für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region. Der Erhalt der heimischen Biodiversität liegt uns sehr am Herzen. Deshalb freuen wir uns außerordentlich über den Nachwuchs bei den Murnau-Werdenfelsern“, so Adriane Schua, Vorsitzende des Dachvereins UNSER LAND e.V. Im Netzwerk des UNSER LAND e.V. arbeiten Lebensmittelerzeuger und Verbraucher Hand in Hand, um sich miteinander zu vernetzen und auszutauschen. Es umfasst zehn ehrenamtlich aktive Solidargemeinschaften in elf Landkreisen. Dazu gehören die Landkreise rund um München, die Landeshauptstadt selbst und Augsburg. Der im Jahr 2000 gegründete UNSER LAND Dachverein unterstützt und koordiniert die Arbeit der Solidargemeinschaften. Diese setzen sich insbesondere für die Bildung von Verbraucherbewusstsein ein, während die UNSER LAND GmbH 120 regionale Lebensmittel zu fairen Preisen vermarktet, welche von den Partnerbetrieben erzeugt und verarbeitet werden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 09.12.2019
Eisbären-Jungtier ist einen Monat alt
Das Eisbären-Jungtier im Tiergarten Schönbrunn ist heute einen Monat alt. Mit seiner bisherigen Entwicklung zeigt sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter sehr zufrieden: „Das Kleine trinkt brav und man sieht auf den Videos einen kugelrunden Milchbauch. Findet es einmal die Zitze nicht auf Anhieb, protestiert es lautstark mit einem Quietschen bis Mutter Nora nachhilft.“ Dank der fettreichen Milch der Weibchen wachsen Eisbären-Jungtiere relativ schnell. Beim Jungtier in Schönbrunn stehen jetzt große Entwicklungsschritte an. Schratter: „Das Jungtier hat seine Augen schon offen, es schläft allerdings die meiste Zeit. Auch der Gehör- und der Geruchssinn entwickeln sich bereits. In Kürze werden die ersten Zähne durchbrechen.“ Das Geschlecht des Kleinen ist auf den Videoaufnahmen bis dato nicht erkennbar. Kuscheln steht auf der Tagesordnung von Nora und ihrem Jungtier ganz oben. Schratter: „Das Jungtier wird von seiner Mama fürsorglich gewärmt – ob zwischen den Pfoten oder auf dem weichen Bauch.“ Der Nachwuchs kann seine Körpertemperatur selbst bereits für eine gewisse Zeit halten. Ein- bis zweimal am Tag verlässt Nora die Wurfnische für wenige Minuten, um nebenan in der Box beim Wasserspender zu trinken. Kaum quietscht das Kleine, eilt sie zurück.“ In der Arktis verbringen die Weibchen mehrere Monate in einer isolierenden Schneehöhle, um den Nachwuchs im tiefsten Polarwinter aufzuziehen. In dieser Zeit benötigen die Mütter keine Nahrung, da sie sich vorher einen Fettvorrat angefressen haben. Ende Jänner ist damit zu rechnen, dass Nora ihr Jungtier erstmals in die Außenanlage führen wird.

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