Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck 16.08.2019
Sumatra Flusslauf – Großprojekt erfolgreich fertiggestellt
Äußerst flink, aber ohne Panik, eroberten heute die letzten 450 Fische, darunter Hummelgrundeln, Zebra-Prachtschmerlen und Espes Keilfleckbärblinge, ihren Lebensraum: den neuen Sumatra Flusslauf im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Gut sechs Monate sind von der Planung bis zum vollständig eingerichteten und bezogenen Biotop vergangen. Ein Projekt der Superlative – denn dabei handelt es sich um Deutschlands größtes bepflanztes Süßwasserbecken. Es ist zehn Meter lang, zwei Meter hoch, hat eine Tiefe von zwei bis vier Metern und beherbergte mehr als 10 Jahre lang die Fischwelt des Amazonas. Dann machte sich ein Team aus bekannten Aquascapern und Tropen-Aquarium-Mitarbeitern an das Abenteuer, den Amazonas in einen Sumatra Flusslauf zu verwandeln und gestaltete 28.000 Liter Lebensraum komplett neu. Die Aquascaper George Farmer und Volker Jochum, der Plantahunter Stefan Hummel, Dr. Guido Westhoff, Leiter des Tropen-Aquariums und Marian Merckens, Reviertierpfleger des aquatischen Bereichs, setzten die Nachbildung eines indonesischen Flusslaufs anhand von Fotos und Videos, ganz nah am Original, aus einem Materialmix von Steinen, Kies, Wurzeln und natürlich Pflanzen um. Mehr als 1.000 Pflanzen aus 15 Arten wachsen nun auf dem bis in Detail gestalteten Wurzelwerk und im feinen Flusssand. Technisch auf neuestem Stand wird sogar die natürliche Strömung des Flusses nachempfunden. „Beim Aquascapen geht es nicht um den Fischbesatz – er ist eher schmückendes Beiwerk – sondern darum, einen Lebensraum möglichst genau nachzubilden“, sagt Dr. Guido Westhoff, Leiter des Tropen-Aquariums. Die neu entstandene Biotop-Anlage bietet gerade deswegen beste Lebensbedingungen und ist nun die ideale Heimat von 14 Fischarten, darunter verschiedene Schmerlen, Barben und Bärblinge und auch optisch markanten Fischarten wie Glaswelsen und Mosaikfadenfischen. Abgerundet wird die Lebensgemeinschaft des Sumatra Flusslaufs durch eine Armada von etwa 700 Amano Garnelen.

Thüringer Zoopark Erfurt 16.08.2019
Vorverkauf für die Tropennacht am 31. August gestartet
Der Thüringer Zoopark hat den Vorverkauf für die Tropennacht am 31. August gestartet. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, können die Besucher jetzt schon ihre Tickets für das Event an der Kasse des Zooparks oder online unter www.zoopark-erfurt.de erwerben. Am Samstag, den 31. August, lädt der Thüringer Zoopark Erfurt zur Tropennacht ein. Die Gäste können sich auf faszinierende Tanzshows, fabelhafte Wesen und außergewöhnliche Musik freuen. Auf insgesamt fünf verschiedenen Bühnen sorgen Musiker und Tänzer für einen unvergesslichen Abend. Bereits im Eingangsbereich begrüßen tropische Klänge des Hang (Musikinstrument) die Gäste. Während Philipp Gerisch auf der Australienbühne die Besucher mit seinem Didgeridoo in ferne Welten entführt, zeigen „Sila Laká“ auf der Afrikabühne eine mitreißende Afrika-Show. Auf der Festwiese begeistern die Tänzer der „Yussara Dance Company“ mit ihrer Show „Around the Tropics“ und großen bunten Kostümen die Besucher. Ebenfalls auf der Festwiese finden zwei atemberaubende Feuershows statt. Auch die Plateaubühne ist mit großartigen Musikern besetzt: Hier unterhält die Band „Leyenda Latina“ mit südamerikanische Rhythmen und animiert zum Hüftenschwingen. Wer möchte, kann gleich vor Ort an einem kurzen Salsa-Kurs teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Auf der Westernbühne auf dem Bauernhof treten die Bands „David & Heart“ und die“ Cottonmen Blues Band“ auf. Unterstützt werden sie von der Line Dance Gruppe „Red Angels“. Den ganzen Abend flanieren farbenprächtige Fantasie- und Stelzenwesen über die Wege, auf denen auch das ein oder andere geführte Zootier unterwegs ist. Aber nicht nur für Augen und Ohren wird viel geboten, auch der Gaumen kann sich mit fruchtigen Cocktails und kulinarischen Leckerbissen verwöhnen lassen. Als großes Highlight endet die Tropennacht mit einer Lasershow. Auf das Feuerwerk wurde verzichtet. Das schont die Umwelt und die Bewohner des Zooparks.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 16.08.2019
Wiedehopf zurück im Alpenzoo
Der Alpenzoo hat neue, tierische Bewohner bekommen. Die Besucher können sich ab sofort wieder über ein Wiedehopfpaar freuen. Die zwei Vögel aus den Niederlanden haben seit Dienstag in der Waldrappvoliere ihr neues Zuhause. „Wir freuen uns, dass wir nach einer kleinen Unterbrechung nun wieder diese wunderschönen Vögel zeigen können. Sie haben sich auch schon gut eingewöhnt und können in der Voliere bei den Waldrappen beobachtet werden“, so Zoodirektor Dr. André Stadler. Besondere Kennzeichen des Wiedehopfes sind sein langer, dünner, gebogener Schnabel, sowie die aufrichtbare, mit schwarzen Spitzen versehene Federhaube. Er wird ca. 28 cm groß und erreicht ein Alter bis zu 11 Jahren. Dem Wiedehopf macht, abgesehen von klimatischen Faktoren, vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft zu schaffen. Hoher Pestizideinsatz und der Verlust von extensiv genutzten Wiesen und Weiden zählen zu den wesentlichen Gefährdungsfaktoren.

Tierpark Gotha 16.08.2019
Tiere hautnah beim großen Tierparkfest 2019
Der Tierpark Gotha lockt mit einem vielfältigen Programm – ein Bus-Shuttle steht den Besuchern zur Verfügung. Am 1. September 2019 wird aus dem Erlebnisparadies im Naturschutzgebiet „Kleiner Seeberg“ ein Veranstaltungsort der besonderen Art, denn der Höhepunkt des Tierparkjahres steht vor der Tür. Der Tierpark Gotha und der Förderverein Tierpark Gotha e.V. veranstalten das in der ganzen Region bekannte Tierparkfest, bei dem von 10.00 bis 18.00 Uhr ein buntes und natürlich tierisches Programm auf die Besucher wartet. Der Bus-Shuttle bringt die Besucher vom NKD-Parkplatz an der Schönen Allee 12 zum Tierpark und wieder zurück. Ein Karussell, Kutschfahrten, eine Rollenrutsche und eine Hüpfburg lassen an diesem Tag keine Wünsche offen. Beim Kinderschminken können sich die Kleinen in ihr Lieblingstier verwandeln und ein Puppenspieler sowie das tierische Kinderprogramm auf der Bühne werden den Festbesuchern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Neben einer Tiershow wird das Veranstaltungsprogramm durch Fütterungen sowie die alljährliche Tierkindertaufe ergänzt und die festen Bestandteile des Tierparks, wie beispielsweise der Naturlehrpfad, der Abenteuerspielplatz und der Streichelzoo, laden zum Erkunden und Toben ein. Um 10.30 Uhr können die Besucher die Stachelschweine bei der Fütterung beobachten. Im Anschluss daran folgt um 12.00 Uhr die Fütterung der Pelikane und um 12.30 Uhr die Fütterung der Affen. Um 13.00 Uhr können Interessierte bei „Tiere zum Anfassen“ im Terrarien- und Schildkrötenhaus den Tieren ganz nahe komme und um 17.00 Uhr bekommen bei der letzten Schaufütterung an diesem Tag die Wölfe ihre Leibspeise serviert. Doch das war natürlich noch nicht alles. Als eines der Höhepunkte findet um 14.30 Uhr an der Tierparkbühne die alljährliche Tierkindertaufe statt. Unter anderem erhalten dabei die zwei im Juni geboren Weißschwanz-Stachelschweinkinder ihre Namen. Für die musikalische Umrahmung sorgt ab 16.00 Uhr die Band „Black River“ mit einer Mischung aus Pop- und Rocksongs, Titeln vergangener Jahre und Modern Country. Einem vergnüglichen und ereignisreichen Sonntag mit der ganzen Familie steht also nichts im Weg. Aus Sicherheitsgründen wird an diesem Tag der Töpfleber Weg vollständig für Fahrzeuge gesperrt. Somit entfallen die Parkplätze entlang dieses Weges. Um den Besuchern weiterhin einen entspannten Weg zum Tierpark zu ermöglichen, ist von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Shuttlebus eingerichtet, der vom NKD-Parkplatz an der Schönen Allee 12 bis zum Tierpark und zurück pendelt. Dieser Bus kann auch größere Objekte wie Kinderwägen transportieren. Des Weiteren empfiehlt sich die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Vom südlichen Ausgang des Gothaer Hauptbahnhofs sind es beispielsweise knapp 10 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Tierpark Gotha. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2, in 99867 Gotha, und hat das ganze Jahr geöffnet. Der Eintritt in den Tierpark kostet 6,00 €, ermäßigt 3,00 €. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.tierpark-gotha.de. […]

Tiergarten Schönbrunn 16.08.2019
Aufzucht der Tiger-Jungtiere in Schönbrunn
Vor einer Woche hat der Tiergarten Schönbrunn auf Wunsch der Behörden zwei Tiger-Jungtiere vorübergehend zur Aufzucht übernommen. Die beiden wenige Tage alten Tiere wurden in einer Privatwohnung in Hainburg (NÖ) abgenommen. Im Backstagebereich des Tiergartens kümmern sich nun Tierpfleger und Tierärzte um die Kleinen. Die meiste Zeit schlafen die beiden. In einer Wanne, die kuschelig mit Heu ausgebettet ist, fühlen sie sich richtig wohl. Noch sind ihre Augen geschlossen. Sie beginnen sie aber langsam zu öffnen. Thomas Voracek, Leiter der Tierärztlichen Ordination Tiergarten Schönbrunn, zeigt sich mit der Entwicklung der Jungtiere bis jetzt sehr zufrieden. „Sie trinken brav. Wir kontrollieren ihr Gewicht regelmäßig und sie nehmen ordentlich zu.“ Die Aufzucht liegt in den Händen des erfahrenen Tierpflegers Andreas Eder, seit vielen Jahren Revierleiter des Großkatzenreviers in Schönbrunn. Derzeit ist es für ihn ein 24-Stunden-Job. Eder: „Die Jungtiere werden alle zwei bis drei Stunden mit Aufzuchtmilch gefüttert. Danach würde ihre Mutter sie ablecken, um die Verdauung anzuregen. Wir simulieren diesen Vorgang durch eine Bauchmassage mit einem feuchten Tuch. Das klappt sehr gut.“ Die Jungtiere sind von der Nasen- bis Schwanzspitze derzeit rund 62 Zentimeter lang. Eder: „Wenn ihnen etwas nicht passt, können sie schon richtig laut werden. Das ist erstaunlich für so einen kleinen Körper, aber es sind eben Tiger.“ Wie lange sich der Zoo um die Tiger kümmern soll, werden die Behörden entscheiden.

Kölner Zoo 15.08.2019
Optimiertes Zuhause für den „König der Tiere“: Kölner Zoo präsentiert umgebaute Löwenanlage
Der Kölner Zoo hat seine Löwen-Anlage modernisiert. Der Raubtierbereich hatte in den 60er Jahren Maßstäbe bei der artgerechten Haltung der Großkatzen gesetzt. Heute entsprach er jedoch nicht mehr durchgängig den Ansprüchen an ein natürliches Habitat. Ziel der nun abgeschlossenen Umbaumaßnahmen ist außerdem, das Kölner Löwenpaar „Navin“ und „Gina“ noch besser sichtbar für die Besucher zu präsentieren – also ein „Win-Win“ für Tiere und Besucher. Der Umbau kostete knapp 200.000 Euro. Die Zooverantwortlichen haben dafür u.a. eine neue, rund 2,50 Meter hohe Plattform in Form eines breiten Hügels mit beheizbaren Liegeflächen zentral in der Anlage platziert. Die Löwen werden die für Besucher ideal einsehbaren Liegeflächen sehr wahrscheinlich als bevorzugte Ruhepunkte nutzen. Für zusätzlichen Wetterschutz sorgt eine vor der Plattform modellierte Höhle. Diese ist ebenfalls gut einsehbar und mit einer beheizbaren Liegefläche ausgestattet. Sie bietet den Tieren gleichzeitig aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Plattform und Höhle gliedern sich harmonisch in die Übergänge des Geländes ein. Um das asiatische Heimatgebiet der Löwen gestalterisch noch besser nachzuempfinden, wurde die ehemalige Schieferfassade der Löwenanlage durch eine aufwendige Kunstfelsverkleidung ersetzt. Die Zoogärtner haben außerdem die Bepflanzung der Anlage erneuert. Zudem lichteten sie die Bepflanzung am Besucherweg. Zoogäste haben damit neue Einblicke in die Anlage. Im Vorgriff auf die Erweiterung der Tigeranlage wurde auch der erste Teil einer künftig mittig zwischen Löwen- und Tigeranlage liegenden Blockhütte fertiggestellt. Hier werden ab Herbst Snacks, Kaffeespezialitäten und Erfrischungsgetränke angeboten. Die Arbeiten am Löwengehege starteten im Mai dieses Jahres. Sie sind ein Vorgriff auf die Optimierung der direkt angrenzenden Tigeranlage, mit der der Zoo ab September beginnt. Die beiden Kölner Tiger, Kater „Sergan“ und Katze „Hanya“, sind deshalb bereits seit Längerem vorübergehend in anderen Zoos untergebracht. Die Kölner Löwen konnten daher für die Zeit der Arbeiten an ihrem Stammquartier auf die leere Tigeranlage ausweichen. Die Eröffnung der neuen Tigeranlage ist für die erste Jahreshälfte 2020 geplant. Der Kölner Zoo hält seit rund 20 Jahren Asiatische Löwen. 15 Jungtiere erblickten am Rhein bereits das Licht der Welt, letztmals im Jahr 2004. Der Zoo will an diese Erfolge anknüpfen und mit dem dreijährigen „Navin“ und der fünfjährigen „Gina“ in die Nachzucht gehen. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf der Roten Liste als gefährdet (vulnerable) geführt. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder rund 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in Europäischen Zoos. Eckdaten der modernisierten Löwenanlage: Gesamtfläche Außenanlage: 1.140 m², davon Wasserfläche: 340 m², Fassadenfläche Kunstfelsen: 160 m², Beheizbare Liegeflächen: 3, Kosten: knapp 200.000 Euro.

Zoo Landau in der Pfalz 15.08.2019
Zooführung speziell für Seniorinnen und Senioren im Zoo Landau in der Pfalz am Sonntag, 22. September, 14 Uhr – ein gemütlicher Nachmittag im Zoo mit anschließendem Kaffeetrinken im Zoorestaurant
Im Rahmen der diesjährigen öffentlichen Sonntagsführungen im Zoo Landau findet am 22. September um 14 Uhr eine Führung, die speziell Senioren vorbehalten ist, statt. Gemeinsam mit den geschulten Pädagoginnen und Pädagogen der Landauer Zooschule geht es auf einem seniorengerechten Rundgang zu den beliebtesten Zootieren. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über einige ausgewählte Arten, ihr Leben in der Wildbahn und im Zoo und die Artenschutzbemühungen des Zoo Landau. Nach dem Rundgang klingt der Nachmittag optional gemeinsam bei Kaffee und Kuchen im besonderen Ambiente der Zoogaststätte aus. Der Zooeintritt und die Führung kosten 10 Euro pro Person. Das Zoorestaurant bietet für die Gäste der Führung 2 Tassen Kaffee und 1 Stück Kuchen zum Preis von 6,50 Euro an. Um die Veranstaltung angemessen planen zu können, bitten wir um eine telefonische Anmeldung unter 06341–137010 oder 137011 bis Dienstag 17. September. Die Mindestanzahl für diese Veranstaltung ist 15 Personen.

Zoo Osnabrück 15.08.2019
1. Open Air-Kino im Zoo: Erfolgreiche Zwischenbilanz – Reinerlös geht an Vergrößerung der Löwenanlage
„Bohemian Rhapsody“ vor rot leuchtendem Sonnenuntergang, „Erschrecker“ bei „Friedhof der Kuscheltiere“ und Löwengebrüll im Hintergrund: Beim 1. Open Air-Kino im Zoo Osnabrück hält der Zoo eine bunte Filmauswahl, eine tierische Kulisse und an mehreren Abenden Zusatzaktionen für Cineasten und Zoo-Fans bereit. Insgesamt sind bereits über 2.500 Tickets verkauft, für einige Vorstellungen sind noch Tickets verfügbar. Sechs Vorstellungen gab es bereits, elf folgen noch: Bis zum 31. August laufen immer donnerstags, freitags und samstags spannende, mitreißende und tierische Kinofilme im Herzen des Zoos. Danach folgen aufgrund der großen Nachfrage zwei Zusatzvorstellungen zu dem Disney-Remake „Der König der Löwen“, die aber inzwischen auch schon ausverkauft sind. „Besonders gut kommen die Filme an den ‚Famous Fridays‘ und ‚Safari-Samstagen‘ an – Filme wie ‚Bohemian Rhapsody‘ waren so gut wie ausverkauft“, berichtet Jennifer Ludwig, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück. Der Film über den Aufstieg von Sänger Freddie Mercury startete am vergangenen Freitag mit dem Tigertempelgarten und rot leuchtendem Sonnenuntergang im Hintergrund vor einem knapp 300 Personen starken Publikum. Vorab konnten die Besucher noch einigen tierischen Zoobewohnern einen Besuch abstatten, das Löwenrudel machte sich mit Gebrüll bemerkbar und die Schweinsaffen beobachteten die Cineasten, die sich die besten Plätze suchten. Gruselfans kamen am vergangenen Samstag auf ihre Kosten, als im dunklen Zoo „Friedhof der Kuscheltiere“ lief. Als besonderes Extra zogen insgesamt neun „Erschrecker“ durch den Zoo, die sonst beim Halloween-Festival ihrem Namen alle Ehre machen. „Erschrecker und Besucher hatten am Samstag eine Menge Spaß – der Wald und der dunkle, nächtliche Zoo boten eine perfekte Kulisse“, so Ludwig. „Die Hudson Bay-Wölfe in unserer nordamerikanischen Tierwelt ‚Manitoba‘ trugen außerdem mit ihrem Geheul für die passende akustische Untermalung bei.“ Beim Horrorfilm „ES“ am Freitag, 30. August werden die Erschrecker mit neuen Kostümen erneut vor Ort sein und auf den Wegen für Gänsehaut sorgen. Für die Verfilmung des Stephen King-Klassikers sind noch Tickets verfügbar. Auch bei weiteren Filmen hält der Zoo Osnabrück Extras bereit: Bei „Aquaman“ am heutigen Donnerstag, 15. August wird ein „Aquaman“-Darsteller vor Ort sein und mit einem Dreizack für Fotos bereitstehen. Tierische Walking-Acts laufen am Samstag, 24. August ab etwa 19 Uhr durch den abendlichen Zoo, um auf den Kassenschlager „Pets 2“ am „Safari-Samstag“ einzustimmen. Am Affentempel steht zudem ein „Fotopunkt“, an dem Besucher auf Kinosesseln und mit Dschungelhintergrund Erinnerungsfotos von dem Kinoabend machen können. Reinerlös für Löwenrudel – „Bislang können wir eine positive Zwischenbilanz ziehen – etwa die Hälfte aller Tickets ist verkauft“, freut sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Der Erfolg sei besonders wichtig, denn der Reinerlös des Events gehe an den Verein „Löwen für Löwen“ und damit an die Vergrößerung der Löwenanlage. „Der Umbau soll noch in diesem Jahr starten und im kommenden Jahr wird den Löwen dann das Dreifache an Fläche zur Verfügung stehen“, so Busemann weiter. Gemeinsam mit der Filmpassage Osnabrück führt der Zoo Osnabrück das Kino-Event erstmals durch. Außerdem unterstützen das Autohaus Rahenbrock, die Hagensieker & Trame GmbH VGH Versicherungen sowie die Agentur „alles bestens. Schäfer events und medien“ die Filmabende. Tickets für das Open Air-Kino im Zoo sind an der Kasse der Filmpassage Osnabrück oder unter www.filmpassage.de erhältlich. 1. Open Air-Kino im Zoo Osnabrück im Überblick ·1.-31. August 2019 (+ Zusatztermin „Der König der Löwen“ am 1.9. und 5.9.; beide ausverkauft), Einlass: 18:30 Uhr – 21 Uhr, Zooeintritt (ab 18:30 Uhr) inklusive […] Alle Filme im Überblick: Helden-Donnerstag: X-Men Dark Phoenix (22.8.), Avengers: Endgame (29.8.), Famous Friday: Rocketman (16.8.), A Star ist born (23.8.), ES (30.8.), Safari-Samstag: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (17.8.), Pets 2 (24.8.), Der König der Löwen (31.8.; ausverkauft), Zusatztermine Der König der Löwen (1.9., 5.9.; ausverkauft)

Zoo Heidelberg 15.08.2019
Geschicklichkeitstraining für die Affen – Sparkasse Heidelberg spendet Beschäftigungsspielzeug für Gorillas
Im Gorillagehege sorgt ein neues Geschicklichkeitsspiel für interessante Abwechslung. Dank einer Spende der Sparkasse Heidelberg konnte das zusätzliche Beschäftigungsmaterial im Innengehege der Flachlandgorillas aufgebaut werden. Die Menschenaffen können sich daran verweilen: Um an das schmackhafte Futter im Innern des Kastens heranzukommen, müssen die Affen die Leckereien mit einem Stock herausangeln. Die Sparkasse Heidelberg unterstützt den Zoo Heidelberg und seine Projekte regelmäßig mit finanziellen Mitteln. In diesem Jahr wurde das Geld für das neue Geschicklichkeitsspiel für die Gorillas sowie für ein neues Dienstfahrrad verwendet. Konzentriert sitzt der imposante Silberrücken und Chef der Gorillagruppe im Zoo Heidelberg vor einem dunklen Kasten. In der Hand hat er einen langen Stock – sein Werkzeug. Geschickt steckt er den Stab in die Schlitze des Kastens, denn er hat ein Ziel: Er möchte an das leckere Gemüse im Innern herankommen. Nach einigen Versuchen hat er den Dreh raus, das Futter fällt aus der Öffnung am unteren Ende des Kastens. Die Belohnung für seine Mühe lässt sich der Gorilla genussvoll und in Ruhe schmecken. Ein sogenannter „Stocherkasten“ ist für die Affen im Zoo Heidelberg ein hervorragendes Geschicklichkeitsspiel. Sie müssen sich geistig und motorisch anstrengen und lernen, mit den Stöcken gut umzugehen, um an das Futter im Innern des Kastens zu gelangen. Das Besondere an dem neuen Beschäftigungs-spielzeug ist der integrierte Futterspeicher: Die Tierpfleger können im Speicher Futter deponieren. Per Zeitschaltuhr legen sie fest, wann sich der Speicher öffnet und das Futter in den Kasten fällt. So können die Gorillas den Stocherkasten auch dann nutzen, wenn keine Tierpfleger vor Ort sind – zum Beispiel in den Abendstunden oder nachts. Das sorgt für Abwechslung im Zoo-Alltag und lässt bei den schlauen Zootieren keine Langeweile aufkommen. „Bereits seit vielen Jahren haben wir mit der Sparkasse Heidelberg einen starken Partner an unserer Seite. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung, welche die Anschaffung dieses Geschicklichkeitsspiels für die Gorillas ermöglicht hat“, freut sich der Kaufmännische Geschäftsführer des Zoo Heidelberg, Frank-Dieter Heck. Auch die Tierpfleger im Vogelrevier dürfen sich freuen. Ein Teil der Spende wurde für ein neues Dienstfahrrad verwendet. Das erleichtert die Arbeit immens, denn die Wege durch den Zoo können nun einfacher und schneller erledigt werden. Zudem lassen sich dank des Anhängers auch schwere Lasten gut zu den Gehegen transportieren. Der Zoo Heidelberg versucht notwendige Ausgaben für den laufenden Betrieb mit Hilfe von Eintrittsgeldern, sonstige Erlösen und durch einen laufenden Zuschuss der Stadt Heidelberg zu decken. Großzügige Spenden wie diese durch die Sparkasse Heidelberg oder durch viele weitere Einzelpersonen und Unternehmen haben für den Zoo Heidelberg eine hohe Bedeutung. Sie helfen dabei, zusätzliche Projekte zu finanzieren, damit der Zoo weiterhin für die Tiere artgerecht und abwechslungsreich gestaltet werden kann.

Zoo Magdeburg 15.08.2019
Prominente Patin: Kleiner Nashornbulle heißt Malte
Jetzt hat der kleine Nashornbulle, der am 28. April 2019 geboren wurde, einen Namen erhalten: er heißt Malte. Die Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, übernahm heute die Tierpatenschaft für den jüngsten Nachwuchs der Spitzmaulnashörner im Zoo Magdeburg. Natürlich gab es eine große Futterportion mit frischen grünen Zweigen und Möhren für die fürsorgliche Nashornmutter Maleika, die von der Präsidentin des Landtages, Gabriele Brakebusch extra zuvor auf der Tieranlage vorbereitet wurde. Da derzeit noch der Livestream auf der Nashornanlage geschaltet ist, schaute dabei die weite Welt zu. Das Zoo-Team konnte sich über Glückwünsche zur Geburt und jetzt zur Namensgebung sogar aus den USA, England und natürlich den zahlreichen Nashorn-Fans aus Europa freuen. Indes nahm der kleine Nashornbulle den prominenten Besuch heute gelassen hin. Neugierig knabberte Malte am leckeren Futter und dann sauste er davon – Herumtollen auf der Außenanlagen ist einer seiner Lieblingsbeschäftungen zur Zeit und kommt dem Bewegungsdrang des kleinen Rhinos derzeit am nächsten. mehr erfahren

Zoo Frankfurt 15.08.2019
Tag des Orang-Utans – Montag, 19. August 2019, 10 – 17 Uhr
Aktionstag mit den Naturschutzbotschaftern im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald Jährlich wird am 19. August in vielen Zoos und Tierparks der Welt der Orang-Utan-Tag gefeiert. Die Menschenaffen in Indonesien sind weiterhin stark durch Landwirtschaft mit Monokulturen bedroht. Ihr Lebensraum, der tropische Regenwald, schwindet im großen Stil. Auf diese Problematik machen die Naturschutzbotschafter des Frankfurter Zoos an ihrem Infomobil am Borgori-Wald aufmerksam. Sie geben aber auch Hinweise, was jeder Einzelne zum Schutz der großen Menschenaffen beitragen kann. Oftmals sind es kleine Handlungen im alltäglichen Leben, ein kritisches Hinterfragen unseres Konsumverhaltens reicht manchmal schon aus, um ein kleines Stück Regenwald und damit Lebensraum für Orang-Utans retten zu können. Wissenswertes gibt es über das Projekt der Wiederauswilderung von Orang-Utans der ZGF in Sumatra zu erfahren. Warum müssen die Menschenaffen dort noch einmal die Schulbank drücken bevor sie in den Dschungel dürfen? Und was gibt es bei der Haltung von Orang-Utans im Zoo zu beachten? Außerdem gibt es interessante Tierpfleger-Gespräche und Kinderschminken. Es gelten die regulären Zooeintrittspreise. Ab 18 Uhr: Vortrag zum Tag des Orang-Utans von Benni Over Foyer Menschenaffen-Haus Borgori-Wald Benni Over liebt Orang-Utans so sehr, dass er die rothaarigen Menschenaffen unbedingt einmal in ihrer Heimat auf der Insel Borneo besuchen wollte. Das wäre nichts Besonderes, würde er nicht an der unheilbaren Erbkrankheit Muskeldystrophie Duchenne leiden. Der Rheinland-Pfälzer ist seit seiner Pubertät völlig gelähmt. Wie Benni dennoch 15.000 Kilometer weit im Rollstuhl nach Indonesien reiste, darüber berichtet er am World Orang-Utan Day im Frankfurter Zoo. Seine Familie und Helfer machten das Unmögliche möglich: Er besuchte Orang-Utan-Camps, traf Umweltschützer, begegnete dem indigenen Volk der Dayak und begeisterte ganze Schulklassen mit seinem unerschütterlichen Lebensmut. Am Ende seiner Reise wurde Benni zum Orang-Utan Warrior ernannt und konnte sogar sein Patenkind HENRY treffen: ein Orang-Utan Jungtier, dem er bereits das Bilderbuch „Henry rettet den Regenwald“ gewidmet hat. Der Eintritt ist frei! Zugang zum Foyer über die Rhönstraße gegenüber der Einmündung Maulbeerstraße.

Tierpark Berlin 15.08.2019
Team Tiger Berlin – Tierpark Berlin und WWF starten Artenschutzkooperation
Majestätisch bewegt sich der Sumatra-Tiger durchs Dickicht, bevor er seinen Körper elegant niederlegt. Doch er ist weit mehr als ein faszinierendes Tier, denn er ist Teil eines weltweiten Rettungsplans für den Sumatra-Tiger. Für den Schutz dieser akut vom Aussterben bedrohten Tigerart arbeiten WWF Deutschland und Tierpark Berlin künftig eng zusammen. Dazu haben der Tierpark Berlin und die Naturschutzorganisation am heutigen Tage das Team Tiger Berlin ins Leben gerufen. Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Großkatzen der Welt. Nach Schätzungen leben nur noch 400 Tiger in den Regenwäldern Sumatras. Lebensraumzerstörung und Wilderei setzen dem Sumatra-Tiger zu. Mit Hilfe des neu initiierten Projekts kann der Tierpark Berlin die Außen-Anlagen der Tiger modernisieren und auch weiterhin seiner Rolle als „Arche der Gene“ nachkommen. Der WWF wird, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und weiteren Partnern vor Ort die regionalen Schutzmaßnahmen gegen Wilderei und Lebensraumzerstörung intensivieren können. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Zukunft und das Überleben der majestätischen Tiger zu gewährleisten. Deshalb arbeiten der WWF und der Tierpark Berlin künftig im engen Schulterschluss für den Sumatra-Tiger. Das »Team Tiger Berlin« wird damit Teil einer der größten Rettungsaktionen von Staaten und Organisationen weltweit, die jemals für eine Tierart gestartet wurde“, sagt Tania Roach, Geschäftsleitung beim WWF Deutschland. 2010 hat sich die internationale Staatengemeinschaft gemeinsam mit der Naturschutzorganisation zu dem Ziel bekannt, nicht nur die letzten wildlebenden Tiger zu retten, sondern den Bestand bis 2022 zu verdoppeln. Der Tierpark Berlin engagiert sich bereits seit vielen Jahren erfolgreich bei der Nachzucht bedrohter Tierarten. In Zusammenarbeit mit zoologischen Einrichtungen weltweit sollen so stabile Reservepopulationen für bedrohte Tierarten geschaffen werden. Seit den 1960ern Jahren sind im Tierpark Berlin bereits 119 Sumatra-Tiger geboren, die weltweit in Zoos zogen und dort abermals Nachwuchs erhielten. „Der Schutz bedrohter Arten ist für uns ein äußerst wichtiges Anliegen. Wir freuen uns mit einer modernen und naturnahen Anlage für die Sumatra-Tiger zukünftigem Nachwuchs deutlich mehr Platz zu bieten und auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der faszinierenden Tiger leisten zu können“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Hintergrund: Während es in den 1970er Jahren noch rund 1000 Sumatra-Tiger gab, sind es heute weniger als 400. Sie sind besonders durch Waldrodung und illegale Jagd bedroht und werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als von „vom Aussterben bedrohten“ klassifiziert. Mit bereits zwölf Euro im Monat können Besucher und Tierfreunde zu Schützern der Sumatra-Tiger werden. Dadurch helfen die Teammitglieder dem Tierpark die Fläche der Außenanlage deutlich zu vergrößern und zukünftigen Nachwuchs einen naturnahen Lebensraum zu bieten. Gleichzeitig unterstützt der WWF die regionalen Anti-Wilderei Maßnahmen wie auch Projekte zur nachhaltigen Wald- und Plantagenwirtschaft und der Generierung alternativer Einkommensquellen für die Menschen vor Ort.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 15.08.2019
Geburt im Menschenaffenhaus – Zuwachs der Bonobo-Sippe wichtig für Fortbestand der Art
Kinderüberraschung im Menschenaffenhaus der Wilhelma: Beim morgendlichen Rundgang bei den Bonobos haben die Tierpflegerinnen und Tierpfleger in der vergangenen Woche ein zusätzliches Köpfchen entdeckt. „Huenda lief gebückt, als ob sie etwas Schweres tragen würde“, erzählt Revierleiterin Bea Jarczewski von dem 13-jährigen Weibchen. „Beim zweiten Blick stellte sich heraus, dass es nur ein zierliches Neugeborenes war.“ Auf trächtige Tiere achtet sie immer besonders und schätzt den Geburtstermin ab. „Wir wissen aber nie, wann genau es so weit ist“, sagt Jarczewski. „Unsere Bonobos bringen ihre Jungtiere so problemlos in der Gruppe auf die Welt, dass sie keine menschliche Hilfe brauchen.“ Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart leben nun 20 Bonobos. Unsere nächsten Verwandten, die nur in den Wäldern Zentralafrikas vorkommen, sind in der Natur stark bedroht. Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten setzen ihnen zu. Zudem vermehren sie sich nur langsam. Mit einer der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen international ist die Wilhelma eine der führenden Institutionen im Einsatz gegen das Aussterben der Bonobos. Rund um den Globus leben etwa 200 Bonobos in Zoos, die dabei zusammenarbeiten, für den Erhalt der Tierart eine Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen. „Unser Augenmerk liegt darauf, dass in den Zoos eine möglichst breite Basis des Erbguts erhalten bleibt“, erklärt Dr. Marianne Holtkötter, Menschenaffen-Kuratorin der Wilhelma. „Die familiäre Linie von Huenda ist noch nicht stark vertreten, deshalb ist ihr Nachwuchs wichtig.“ Nach ihrem Sohn Makasi, der im November 2015 geboren wurde, ist es das zweite Jungtier für Huenda. Mit dem Kleinen, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, legt sie sich – gar nicht scheu – manchmal sogar direkt an die großen Panoramascheiben zum Besucherbereich. Auch draußen im Klettergarten haben die Wilhelma-Gäste die beiden, kaum eine Woche nach der Geburt vom 5. August, inzwischen schon entdeckt. Im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms tauschen die Zoos untereinander Tiere aus, um eine optimale genetische Mischung zu gewährleisten. Vor einem Jahr waren mit Mary Rose aus dem US-amerikanischen Zoo von Columbus/Ohio und Bikita aus dem Frankfurter Zoo zwei Weibchen nach Stuttgart gekommen, von denen die Zoologen erhoffen, dass die beiden von Mobikisi Nachwuchs bekommen. Denn der hat trotz seiner 39 Jahre erst eine Tochter gezeugt. Stammhalter seiner Linie wären sehr wünschenswert. „Die Neuzugänge haben sich gut eingelebt, aber bisher trägt das noch keine Früchte“, sagt Holtkötter. Mobikisis eine Tochter ist vergangenes Jahr den umgekehrten Weg gegangen und in den Frankfurter Zoo gewechselt. Dort ist sie ihrerseits vor kurzem Mutter geworden. Neben der Haltung und Zucht von Bonobos im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart fördert die Wilhelma mit Spenden aus dem Artenschutz-Euro der Besucherinnen und Besucher Maßnahmen zum Überleben der Art vor Ort. In der Demokratischen Republik Kongo sind dies die Projekte „Bonobo alive“, das Anti-Wilderer-Patrouillen im Salonga-Nationalpark finanziert, und „Lola ya Bonobo“, eine Auffangstation zur Rettung und Auswilderung beschlagnahmter Bonobowaisen.

Zoo Zürich 15.08.2019
Neue Tigerdame aus Dänemark
Vor knapp einem Jahr verstarb das Amurtiger-Weibchen Elena an den Folgen einer Auseinandersetzung mit Kater Sayan. Nun hält ein neues Weibchen aus dem dänischen Zoo in Odense Einzug in der Tigeranlage. Anfang Juli dieses Jahres kam das etwas über vier Jahre alte Amurtiger-Weibchen Irina nach Zürich. Erste Station für sie war hier– wie für alle neu eintreffenden Tiere – die Quarantäne. Während der gut dreissig Tage dauernden Quarantänezeit wurde die Gesundheit von Irina überprüft. Zudem wurde in dieser Zeit mit dem Aufbau eines Trainings begonnen, um ein Vertrauensverhältnis zwischen Tigerin und Tierpfleger zu ermöglichen und das künftige Management dieses Tieres zu erleichtern. In der Quarantäne war Irina wohl alleine und in der ersten Zeit vor allem mit der Verarbeitung der neuen Situation beschäftigt. Sie wird aber sicher realisiert haben, dass sich in Rufdistanz (und wohl auch in Riechdistanz) ein Artgenosse aufhält. Sie hat vereinzelt gerufen, was andererseits dem Kater Sayan kaum entgangen sein dürfte. Vor einer Woche wurde Irina nun in die Tigeranlage gezügelt und vorerst mit dem Stall und einem kleinen Aussengehege vertraut gemacht. Am Gitter konnten die beiden Tiger bereits Kontakt aufnehmen. Jetzt erhält Irina Zugang zur Aussenanlage, damit sie diese Schritt für Schritt erkunden und sich auch mit ihr vertraut machen kann. Noch nutzt sie diese Möglichkeit aber sehr zurückhaltend und ist deswegen auch noch nicht immer verlässlich für die Besucher sichtbar. In dieser Eingewöhnungsphase bleiben die beiden Tiger getrennt. Es wird noch einige Zeit dauern, bis eine Zusammenführung von Irina mit dem gut dreieinhalb Jahre alten Kater Sayan in Angriff genommen werden kann.

Zoo Halle 14.08.2019
Bundestagsabgeordneter Christoph Bernstiel übernimmt Patenschaft für Riesenotter
Die Riesenotter „Maku“ und „Amana“ haben seit Mitte Juli im Krokodilhaus des Bergzoo ein neues Zuhause gefunden, welcher damit einer von nur 20 Zoos in Europa ist, in dem diese Tiere zu bestaunen sind.. Was Sie bisher noch nicht hatten ist einen Paten, der sich jedoch schneller als erwartet fand. Als der Bundestagsabgeordnete, Zoofreund und Tierpate Christoph Bernstiel von den Neuankömmlingen erfuhr, hat er sich umgehend beim Zoo nach der Möglichkeit einer weiteren Patenschaft erkundigt und diese heute über das Riesottermännchen „Maku“ übernommen. Zoodirektor, Dr. Dennis Müller und Zoofördervereins-Vorstandsmietglied Doris Schneider, begrüßten Christoph Bernstiel MdB an der Otterlage, um ihm sein neues Patentier vorzustellen. Dabei hatte der frischgebackene Pate auch die Möglichkeit seinem neuen Schützling etwas näherzukommen und ihn mit einem leckeren Fisch zu verwöhnen. Maku fasste zugleich Vertrauen und nahm den Fisch direkt aus seiner Hand. Zu seiner Motivation für eine erneute Patenschaft befragt, sagte Christoph Bernstiel MdB: „Sehr gern habe ich die Patenschaft von Maku übernommen, um damit die Arbeit des Zoo-Fördervereins zu unterstützen. Es freut mich zudem außerordentlich, dass der Reilsberg nun Heimat von zwei äußerst seltenen Riesenottern ist. Dass die Tiere nach Halle gekommen sind, ist ein Verdienst des gesamten Bergzoo-Teams und es ist ein weiterer Beleg für die sehr gute Arbeit, die dort geleistet wird. Jetzt hoffe ich natürlich, dass sich die beiden bei uns wohlfühlen und wir irgendwann auch Otterbabys bestaunen können.“ Riesenotter sind eine stark vom Aussterben bedrohte Tierart. Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzungen und die illegale Jagd gefährden die ohnehin schon stark zersplitterten Restpopulationen dieser eindrucksvollen Großmarder. Daher setzt sich die Internationale Zoogemeinschaft für den Erhalt der Riesenotter ein. Mit Hilfe eines Zuchtbuches soll eine Reservepopulation in den Zoos erhalten werden. Der Bergzoo Halle übernimmt die Rolle der Altersresidenz für die Tiere, um Erfahrung in deren Haltung sammeln zu können. Nach erfolgreicher Eingewöhnung kann zukünftig auch an die Zucht dieser wunderschönen Tiere gedacht werden.

Zoo Wuppertal 14.08.2019
Liza Gadsby – von „Pandrillus“ besucht den Zoo Wuppertal
Was Jane Goodall für die Schimpansen ist und Dian Fossey für die Berggorillas war, ist Liza Gadsby für die Drills. Diese außergewöhnliche Frau setzt sich seit über 30 Jahren für den Schutz der eher unbekannten und seltenen Primaten Westafrikas ein. Wir durften Liza Gadsby im Zoo Wuppertal begrüßen und haben ihr die 3-köpfige Drillfamilie, unsere Botschafter dieser vergessenen Affenart, vorgestellt. Liza freute sich über den Bau des Geheges und hob anerkennend das natürliche Verhalten der Tiere hervor. Die Gründung von Pandrillus – Liza Gadsby kann viele Geschichten über Regierungswechsel, Korruption oder Dauerregen und verschüttete Camps erzählen. Als die amerikanische Biologin zusammen mit ihrem Partner Peter Jenkins vor über 30 Jahren nach Afrika reiste, ahnte sie noch nicht, welchen Herausforderungen sie sich bis heute stellen würde. In Nigeria und Kamerun beobachteten die Forscher damals, wie junge verwaiste Drills für den Haustierhandel oder den Verzehr von Buschfleisch angeboten wurden. Sie gründeten 1988 die Organisation „Pandrillus“, die der Zoo Wuppertal schon seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Zoo-Verein e.V. über „Rettet den Drill e.V.“ unterstützt. Denn der Bestand der Drills ist durch Wilderei, Abholzung des Lebensraumes und Besiedelung des Menschen stark bedroht – geschätzt gibt es heute nur noch 3000 Tiere. Kurz nach der Gründung von „Pandrillus“ startete Liza Gadsby gemeinsam mit ihrem Partner ein ehrgeiziges Schutzprogramm. Sie organisierten Interessengemeinschaften mit einheimischen Jägern, starteten Aufklärungskampagnen und errichteten Auffangstationen in Nigeria und Kamerun. Sie schafften außerdem neue Arbeitsplätze und förderten den Ökotourismus in den Regionen. Bereits 1996 wurden Liza Gadsby und Peter Jenkins für ihr nachhaltiges Engagement mit dem renommierten Whitley Award des Whitley Fund for Nature ausgezeichnet. Für die Zukunft hofft Liza, bereits zeitnah geplante Auswilderungsprojekte in angrenzenden Schutzgebieten umsetzen zu können. Ein großes Anliegen auch für den Zoo Wuppertal, der sich weiterhin gemeinsam mit dem Zoo-Verein e.V. für den Artenschutz der Drills engagiert. „Uns liegt auch die Weiterbildung der Veterinäre vor Ort am Herzen.“ sagt Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz. „Zur Auswilderung dient nur ein gesunder Tierbestand dem Artenschutz.“

Zoo Basel 14.08.2019
Bellen, schreien, heulen – Eine neue Gruppe Varis macht die Insel unsicher
Am 16. Juli ist im Zoo Basel eine Vari-Familie eingezogen. Die quirlige fünfköpfige Schar besteht aus zwei jungen Männchen, einem Weibchen und den Eltern der drei. Die vom Aussterben bedrohten Schwarzweissen Varis gehören zu den Lemuren, einer Primatengruppe, die nur auf Madagaskar vorkommt. Die Perlhuhn-Schar wächst und wächst – Die Perlhühner im Zoo Basel bewohnen nicht nur die Elefantenanlage, sondern auch die umliegenden Bereiche zwischen den Gehegen. Dort brüten sie in Büschen und Rabatten. Zoo Basel erhält Glace-E-Bike für den Verkauf des legendären Zolli-Cornets «Gelati Gasparini» – vielen Menschen wegen des Kult-Glaces «Zolli-Cornet» ein Begriff – schenkt dem Zoo Basel ein Glace-E-Bike als mobile Verkaufsstation. Am 14. und 15. August kosten Zolli-Cornets an diesem Verkaufs-Stand nur einen Franken. Der Erlös geht in den Fonds für Naturschutzprojekte des Zoo Basel.

Zoo Berlin 14.08.2019
Trächtig oder Scheinträchtig? Zoo Berlin bereitet sich auf Panda-Nachwuchs vor
Hormonkurven, Veränderung der Gebärmutter, träges Verhalten – so klein neugeborene Pandas auch sind, so groß ist der „Trommelwirbel“ mit dem sie sich ankündigen. Nach der Panda-Paarung im April dieses Jahres sollen verschiedene Untersuchungen nun Meng Mengs (6) Trächtigkeit feststellen. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, sodass sich der Zoo Berlin auf eine mögliche Geburt vorbereitet. Die zwischenzeitlich auftretenden Verhaltensänderungen ließen es vermuten, Ultraschall- und Hormonuntersuchungen stützen den Anschein: „Bisher spricht viel dafür, als dürften wir uns schon bald über schwarz-weißen Nachwuchs freuen. Sobald die Keimruhe endet und die eigentliche Entwicklung des Nachwuchses beginnt, zeigen sich werdende Panda-Mütter zeitweise träge und hören auf zu fressen. In dieser Zeit implantiert sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter. Aber auch die Ultraschallbilder und Hormonwerte bestätigen, dass die Besamung bisher erfolgreich verlief“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Die regelmäßigen Untersuchungen führt das renommierte Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) durch. Dank eines umfangreichen Trainings war ein regelmäßiger Ultraschall bei Meng Meng kein Problem. Allerdings wirkt sich ihre zwischenzeitliche Trägheit und Appetitlosigkeit auch auf ihre Trainingsmotivation aus, sodass weitere Untersuchungen derzeit nur unregelmäßig möglich sind. Dabei zeigte sich Meng Meng in den vergangenen Wochen noch sehr hungrig und futterte sich so über die letzten Monate etwa 15 kg Gewicht auf insgesamt 96 kg an. Auch dieses Verhalten ist typisch vor einer anstehenden Geburt. „Das Ergebnis der letzten Untersuchung am 14. August: Die Eierstöcke sind aktiviert, die Gebärmutter ist deutlich vergrößert, eine kleine Wölbung, bei welcher es sich um ein oder zwei Embryos handeln könnte, ist sichtbar. Auch wenn es bei Großen Pandas häufiger zu Scheinträchtigkeit kommt, gehen wir bisher zu etwa 85 % davon aus, dass Meng Meng tatsächlich Nachwuchs erwartet“, erklärt Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Spezialist für Reproduktionsmanagement des IZW. Als drittes mögliches Anzeichen einer Trächtigkeit wird seit einigen Wochen auch wieder der Verlauf von Meng Mengs Hormonwerten beobachtet. Und auch diese regelmäßigen Urinuntersuchungen brachten bisher vielversprechende Ergebnisse: „Der Wert des schwangerschaftsbewahrenden Hormons Progesteron ist bei Meng Meng bereits deutlich gestiegen. Nun beobachten wir noch die Prostaglandin-Werte, die, nachdem sie ein hohes Niveau erreicht haben, mit ihrem steilen Anstieg kurz vor der Geburt die Wehen auslösen“, berichtet Dr. Jella Wauters, Hormonexpertin des IZW. Während alle bisherigen Untersuchungsergebnisse auch bei einer Scheinträchtigkeit vorkommen würden, kommt es nur bei einer tatsächlichen Trächtigkeit zu einem starken Anstieg des Prostaglandins und seines Metaboliten (PGFM). Nach enger Abstimmung mit dem IZW bereitet sich der Zoo Berlin nun auf eine Panda-Geburt Ende August bzw. Anfang September vor. In dieser Woche reisen außerdem wieder chinesische Fortpflanzungsexperten zur Unterstützung nach Berlin.

Zoo Magdeburg 13.08.2019
Zoonacht mit Tierischen Musical-Highlights und sieben Bühnen mit Live-Bands
Was machen die Elefanten, Eulen und Pinguine nachts? Was passiert in der Schimpansengruppe bei Einbruch der Dunkelheit? Brüllt der König der Löwen auch nachts? Bei der Zoonacht am 24. August 2019 kommt man diesen Geheimnissen auf der Spur, erlebt auf sieben Bühnen Livebands, tierische Musical-Highlights sowie abendliche Tierfütterungen und Führungen hinter die Zookulissen. „Der König der Löwen“ – er heißt im Zoo Magdeburg Madiba – ist nicht nur in natura bei der Zoonacht dabei, wir präsentieren passend auch das Musical „König der Löwen“, freut sich der Zoodirektor, Dr. Kai Perret. Erstmals stehen tierische Musical-Highlights, wie das „Dschungelbuch“ und „Tarzan“, eine Zoo-Safari und eine kulinarische Weltreise auf dem Zoonacht-Programm. Das Sommerkino um 21 Uhr lädt die Besucher zu einer Reise in den Tiefen des Dschungels ein. Sie können mit dem kleinen Jungen Mogli mitfiebern, der in einem Wolfsrudel nicht nur Beschützer vor dem mächtigen Tiger Shir Khan, sondern auch eine neue Familie findet. Der Zoo möchte mit vielen tierisch nahen Einblicken und Momenten die Besucher auf eine besondere Art und Weise überraschen. Tierpfleger bieten Führungen in die rückwärtigen Tierbereiche an und „Extra-Abendfütterungen“ bei ausgewählten Tierarten. Sieben Bühnen erwarten die Besucher zu einem Kunstgenuss der Superlative mit heißen Rhythmen, Salsa, Soul, Jazz, Pop bis zu Discoclassics – für jeden ist etwas dabei. Auf den Bühnen sind zu erleben: der Didgeridoo-und Cajonspieler Philipp Gerisch, die A-Capella-Band „Anders“, das afrikanische Ensemble „Wontanara“, die „Ladies Live Band“, das Gesangs- und Gitarrenduo „Sandy und Zigge“ und das Unplugged-Duo „R2“. Die Band „Modern Walking“ ist im ganzen Zoo unterwegs mit bekannten Hits von The Beatles, Udo Lindenberg, Michael Jackson, Robbie Williams

Zoo Landau in der Pfalz 13.08.2019
Kinderbetreuung in der Zooschule in den Herbstferien sowie Weihnachtsferien
Das beliebte erweiterte Betreuungsangebot der Zooschule Landau steht auch in den beiden Wochen in den Herbstferien 2019 sowie in den Weihnachtsferien 2019/2020 zur Verfügung. Eltern können ihre schulpflichtigen Kin­der zwi­schen 6 und 12 Jahren bereits ab 7:30 Uhr in die Zooschule bringen und um 13:00 Uhr, 14:00 Uhr oder um 16:00 Uhr abholen. Bleiben die Kinder länger als 13:00 Uhr im Zoo, erhalten sie ein warmes Mittagessen. Dieses wird ge­mütlich mit der Gruppe im Zoorestaurant eingenommen. An jedem Tag steht ein anderes spannendes Thema auf dem Programm! Ti­ger, Pinguine, Erdmännchen und andere Zoobewohner werden beobachtet, an­dere kann man teilweise auch hautnah erleben. Dabei erfahren die Kinder in der Zoo­schule nicht nur Interessantes über die großen und kleinen Zoobewohner, son­dern auch, was sie selbst zum Schutz der Tiere und der Natur beitragen können. Exklusiv ist es möglich, mal einen Blick hinter die Kulissen des Zoos zu werfen! Zum Pro­gramm gehören außerdem Aktivitäten wie Mikroskopieren, Modellieren mit Ton, Spielen und Basteln.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 13.08.2019
Weißstörche in Freiheit entlassen
Drei Nachwuchs Störche konnten im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft erfolgreich ausgewildert werden. Der Start ins Leben der drei Tierpark-Weißstörche verlief nicht gerade glatt. Obwohl erfahren in der Aufzucht, wollten sich die Storcheneltern in diesem Jahr nicht um ihren Nachwuchs kümmern. Diese Aufgabe übernahmen die versierten Tierpfleger des Naturschutz-Tierparks in Görlitz. Das Ergebnis ist jedoch mehr als zufriedenstellend. Alle Drei haben sich gut entwickelt und konnten erfolgreich in die Freiheit entlassen werden. Traditionell werden die Störche auf dem Hof der Biosphärenreservatsverwaltung in Wartha ausgewildert. Dort können sie für ein paar Tage beobachtet und gegebenenfalls betreut werden. So erfolgreich die Aufzucht und Freilassung der Weißstörche verlief, so tragisch sind einige der Fälle, mit denen sich die Wildtierauffangstation des Görlitzer Tierparks in diesem Jahr befassen musste. So wurde ein Jungstorch mit schweren Bisswunden eines Hundes eingeliefert und einer mit einem abgeschnürtem Bein. Obwohl die Reste von Heunetzen und Plastikbändern entfernt werden konnten, war die Blutzufuhr im Bein des Tieres zu lang unterbrochen, was zum Absterben der Extremität führte. Beide Störche mussten euthanasiert werden, da die Verletzungen zu groß waren. Röntgenaufnahmen eines weiteren Jungstorches zeigten die Verkürzung seines Oberarms. Leider wird der Vogel nie richtig fliegen können und muss daher dauerhaft im Görlitzer Tierpark verbleiben. Ein letzter Jungstorch entwickelt sich nach seiner überstandenen Infektion hingegen prächtig. Da er allerdings vier Wochen später schlüpfte, ist sein Federwachstum noch nicht vollständig abgeschlossen und so konnte er nicht gemeinsam mit seinen drei Artengenossen ausgewildert werden. Ein bisschen Zeit bleibt ihm aber noch, bis er Ende August für die Lausitzer Störche auf den Zug in Richtung Süden geht. Hoffen wir, dass er diese Reise antreten kann

Opel-Zoo Kronberg 13.08.2019
Nandu-Küken im Opel-Zoo geschlüpft: Hahn brütet die Eier mehrerer Hennen allein aus
Ein Nandu-Hahn schart mehrere Hennen um sich, die ihre Eier in ein gemeinsames Nest ablegen. Und nun beginnt die Arbeit für den Hahn, während die Hennen mit dem Brutgeschäft nichts mehr zu tun haben. Er bebrütet die Eier allein, bis nach 35-40 Tagen die Küken schlüpfen. Der Nandu-Hahn im Opel-Zoo hat auch nach dem Brüten weiter jede Menge zu tun: Ab 6. August sind mehrere Küken geschlüpft, die er nun versorgt und beschützt. Er zeigt ihnen, wie sie Grüne Sauce, Salat und anderes Futter picken. Wird es zu kühl oder feucht, wärmt er sie. Nach einem halben Jahr haben die jungen Nandus die Größe der Eltern von bis zu 1,50 m und das Gewicht von bis zu 25 kg erreicht. Mit zwei Jahren sind sie geschlechtsreif und sorgen dann selbst für Nachwuchs. Die südamerikanischen Nandus gehören zu den Laufvögeln wie auch die australischen Emus oder der Vogel Strauß aus Afrika. Ihr Lebensraum sind die Grassteppen. Sie haben ein gutes Seh- und Hörvermögen und erkennen ihre Feinde wie Jaguar oder Puma meist früh. Auf der Flucht erreichen sie Geschwindigkeiten von gut 50 km/h. Hierbei sind ihnen die noch recht großen Flügel nützlich, da sie mit ihrer Hilfe plötzliche Richtungsänderungen selbst in vollem Lauf ausführen können und so den Feind ins Leere laufen lassen. Die Nanduküken sind mit ihrem Vater in einem Absperrgehege im eigentlichen Nandugehege im Opel-Zoo zu beobachten, in dem sie zunächst bleiben, bis sie etwas größer geworden sind.

Zoo Osnabrück 13.08.2019
Tierarzt untersucht Wolfswelpen im Zoo Osnabrück – Männlicher oder weiblicher Rudelzuwachs?
Für die kleinen Hudson Bay-Wölfe, die Anfang Mai im Zoo Osnabrück zur Welt kamen, stand nun der erste Besuch vom Zootierarzt an. Dieser ermittelte dabei auch das Geschlecht der Welpen. Drei Monate sind sie alt und bereits rund 15 Kilogramm schwer: Die jungen Hudson Bay-Wölfe im Zoo Osnabrück. Nun bekamen sie erstmals Besuch vom Zootierarzt: „Bei der ersten Untersuchung schauen wir zunächst, ob die Tiere gesund sind, um sie anschließend zu impfen. Der Impfstoff für die Wölfe ist dabei mit dem für unsere Haushunde zu vergleichen, da sie ganz ähnliche Krankheiten bekommen können. Anschließend setzten wir, ebenfalls wie bei Hunden, einen Mikrochip zur Wiedererkennung ein“, erklärt Zootierarzt Thomas Scheibe das Vorgehen. Ein abschließender Blick auf die Welpen verriet außerdem das Geschlecht: „Bei den untersuchten Jungtieren handelt es sich um vier Weibchen und ein Männchen“, verkündet der Veterinär. Die Zoomitarbeiter beobachteten die insgesamt sieben Jungtiere bislang nur aus der Entfernung. „Für die Untersuchung haben wir die Jungtiere eingefangen – zumindest fünf der sieben Welpen: Die anderen zwei versteckten sich schnell in ihrer Höhle“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Aber auch sie werden noch untersucht: „Damit wir die beiden Nachzügler unter ihren Geschwistern erkennen können, wurden die bereits untersuchten Tiere mit einem blauen, für die Tiere ungefährlichen Farbspray markiert.“ Die ersten Lebenswochen verbrachten die Jungen in ihrer geschützten Wurfhöhle, nach und nach wurden sie jedoch immer mutiger und neugieriger: „Mittlerweile laufen die Jungen gut mit dem Rudel mit. Bislang wichen sie immer noch in ihre Höhle zurück, wenn wir das Gehege zum Saubermachen betreten wollten. Daher haben wir mit der Untersuchung noch etwas gewartet, um auch das Familienleben nicht zu stören“, so Klumpe. Neben ihrer geringeren Größe sind die Jungen noch gut an ihrem bräunlich-beigen Fell zu erkennen, das sie deutlich von den sechs ausgewachsenen weißen Wölfen unterscheidet. Familien und Wolfsfreunde können gut die letzten Ferientage nutzen, um den Nachwuchs zu beobachten: Vom Höhenpfad aus haben Besucher eine sehr gute Sicht auf die über 4.000 Quadratmeter große Anlage in der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“, wo das Rudel durch den alten Buchenwald streift. Wissenswertes zum Hudson Bay-Wolf (Canis lupus hudsonicus) Der Hudson Bay-Wolf lebt nördlich und westlich der Hudson Bay (Kanada) in den Provinzen Manitoba, Nunavut und in den North West Territories. Diese Unterart des Wolfes ist vergleichsweise zu anderen Unterarten sehr hochbeinig. Die weißen Wölfe besitzen ein Fell mit dichter Unterwolle bis zu 6.500 Haare pro Quadratzentimeter – damit schützt sie das Fell vor Temperaturen von unter minus 50 Grad. Wie alle Unterarten des Wolfes lebt der Hudson Bay-Wolf im Familienverband. In der Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Kleinsäuger wie Schneehasen, aber auch Karibus und Elche, die sie sozial organisiert jagen.

Tierpark Nordhorn 12.08.2019
Fledermausführung im Tierpark Nordhorn: Mit einem Experten den nächtlichen Jägern auf die Spur kommen – Anmeldung erforderlich!
In diesem Jahr geht es im Nordhorner Tierpark am Freitag, den 23. August ab 20.00 Uhr wieder auf die Suche nach einheimischen Fledermausarten! Die Führung richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 7 Jahre. Nach einer kleinen gemeinsamen, filmischen Einführung in der Zooschule des Tierparks werden Kinder und Erwachsene zunächst für unterschiedliche Schwerpunkte getrennt. Bei den Erwachsenen geht es mit dem Biologen und Fledermaus-Regionalbetreuer des NLWKN für die Grafschaft Bentheim, Johannes Deiting, in der Zooschule vor allem um Hintergrundinfos und praktische Tipps im Umgang mit Fledermäusen. Wer Fragen zum Umgang mit Fledermausvorkommen am eigenen Gebäude hat oder Fledermäusen eine neue Heimat im eigenen Garten bieten will, ist hier genau richtig. Die Zoobiologin und Leiterin der Zooschule, Ina Deiting, wird mit den Kindern einige Fledermaus-Spiele machen und ihnen die Biologie der nächtlichen Jäger im Arten und Naturschutz Netzwerkcamp näherbringen. Die Praxis wird an diesem Abend aber sicherlich nicht zu kurz kommen, so dass es nach Einbruch der Dunkelheit mit der gesamten Gruppe raus in den Familienzoo geht. Bei dem Rundgang werden die Ultraschalllaute der Fledermäuse durch mehrere Detektoren auch für uns Menschen hörbar gemacht, was ein fantastisches und spannendes Erlebnis ist. Die verschiedenen Arten sind dabei anhand der Rufe deutlich zu unterscheiden. Die nächtlichen Säugtieren haben mitunter einen schlechten Ruf und treiben Hausbesitzern mitunter Sorgenfalten auf die Stirn, wenn mit dem Hereinbrechen der Dunkelheit ein Zirpen, Kratzen, Wispern und Zetern auf dem Dachboden beginnt. „Oft handelt es sich dabei um Fledermäuse, die sich als heimliche Mitbewohner vorübergehend einquartiert haben“, erläutert Johannes Deiting. „Unterschlupfmöglichkeiten wie Dachböden oder Mauerspalten in Häusern bieten den Tieren optimale Bedingungen für die gemeinschaftliche Aufzucht des Nachwuchses im Sommer oder für die Überwinterung während der kalten Jahreszeit,“ so Deiting weiter. Der Familienzoo bietet mit seinen alten Gebäuden und dem alten Baumbestand vielen Fledermäusen Unterschlupf. Des Weiteren wurden beim Neubau der Zooschule Quartiere im Gebäude integriert und weitere Quartierkästen an den Bäumen befestigt. So werden bei den Rundgängen durchaus Tipps gegeben, wie Jeder etwas zum Schutz der Fledermäuse tun kann.

Zoo Magdeburg 12.08.2019
Tierpaten im Doppelpack für Afrikanische Elefanten
„Es ist eine besonders schöne Form seine Verbundenheit mit dem Zoo Magdeburg auszudrücken: die Übernahme einer Tierpatenschaft. Dies genau am Welt-Elefantentag für die beiden Afrikanischen Elefanten Kando und Mwana zu tun, ist ein deutliches Statement“, erklärt Zoodirektor Dr. Kai Perret. Die Situation der Afrikanischen Elefanten in Afrika erfordere einen zielgerichteten Artenschutz. Aus den Händen des Zoodirektors, Dr. Kai Perret, erhielten heute die Rasch-Reinigungs- und Dienstleistungs GMBH / Volkmar Pape die Patenschafturkunde für den Elefantenbullen Kando und die mia Magdeburg Ingenieurbüro für Anlagentechnik GmbH / Axel Reckling für die Tierpatenschaft über die Elefantenkuh Mwana überreicht. Daten der Patentiere Elefantenkuh Mwana, geb. 1982 in Simbabwe, seit 22.12.1983 im Zoo Magdeburg Elefantenbulle Kando, geb. 20.05.2007 im Tierpark Berlin, seit 12.07.2018 im Zoo Magdeburg

Zoo Hannover 12.08.2019
Erlebnis-Zoo spendet weitere 5.000 € an Rettet den Drill e.V. – Fahrzeug dringend benötigt – Liza Gadsby, Gründerin der Drill-Rettung in Afrika, besucht Afi Mountain in Hannover
Er gehört zu den am stärksten bedrohten Säugetieren Afrikas und ist doch kaum bekannt: Der Drill (Mandrillus leucophaeus). Der Erlebnis-Zoo Hannover hält die seltenen Tiere seit über 50 Jahren und unterstützt gemeinsam mit dem Verein Rettet den Drill e.V. den Kampf um das Überleben der Tiere in freier Wildbahn. Heute übergab Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff einen Scheck über 5.000 € an den Verein Rettet den Drill – und begrüßte zugleich die Frau, die vor über 25 Jahren die Schutzstationen für Drills in den Afi Mountains in Nigeria und in Kamerun aufgebaut hat: Liza Gadsby. Liza Gadsby besuchte die Themenwelt Afi Mountain in Hannover heute zum ersten Mal und dankte dem Erlebnis-Zoo für die langjährige finanzielle und materielle Unterstützung. Als die Drill-Ranch in den echten Afi Mountains 2017 zweimal nacheinander durch schwere Stürme und Unwetter schwerst beschädigt wurde, hatten unter anderem die spontane Hilfe des Erlebnis-Zoos mit 15.000 € und der große Spendenaufruf durch Rettet den Drill e.V. die Zukunft der Ranch gesichert. „Ohne euch wären wir nicht mehr am Leben“, schrieb Liza Gadsby damals in ihrem Dankesbrief. Und auch über die heutige Scheckübergabe in Höhe von 5.000 € an Rettet den Drill freut sich Liza Gadsby riesig, denn für die Drill-Ranch in den Afi Mountains wird dringend ein neuer (gebrauchter) Geländewagen benötigt, um die abgelegene Station mit Futter und Material zu versorgen. Kathrin Paulsen, Vorsitzende des Vereins Rettet den Drill e.V., die selbst schon in den Afi Mountains war und die Straßenlage aus eigener Erfahrung kennt, brachte auch gleich ein entsprechendes Foto mit und klebte es symbolisch auf den Scheck: „Nicht hübsch, aber robust und zuverlässig!“ Wie alles begann – Eigentlich waren die Biologen Liza Gadsby und Peter Jenkins aus den USA in den 1980er Jahren nach Afrika gereist, um Schimpansen zu erforschen. Zufällig sahen sie auf einem Markt in Calabar im Süden Nigerias ein verwaistes weibliches Drilljungtier, das als Haustier verkauft werden sollte. Es gelang ihnen, das Tier von dem Händler zu bekommen – und so begann die Geschichte der Rettung der Drills. 1991 gründeten Gadsby und Jenkins eine Schutzstation in Calabar, die Drill-Ranch. Es folgten das Limbe Wildlife Center in Kamerun und 1996 die Drill-Ranch in den Afi Mountains. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr beschlagnahmte und verwaiste Tiere in den Stationen in Kamerun und Nigeria aufgenommen und zu großen sozialen Zuchtgruppen zusammengewöhnt. Rund 700 Drills leben heute in den Stationen, rund 25 Prozent der weltweiten Gesamtpopulation. Langfristiges Ziel ist es, die Tiere in geschützten Gebieten ihres natürlichen Lebensraumes wieder auszuwildern. Viele Einheimische, unter ihnen viele ehemalige Wilderer, haben Arbeit beim Schutz der Drills gefunden: Sie sind als Tierpfleger, Fahrer, Gärtner oder Tierarzt bei Pandrillus – so der Name der Organisation von Liza Gadsby und Peter Jenkins – angestellt. 2017 eröffnete der Erlebnis-Zoo Hannover seine neue Themenwelt für die bedrohten Drills und nannte sie nach der Gegend, in der die Drill-Ranch liegt: Afi Mountain. „Der Erlebnis-Zoo will helfen, den wunderbaren Drill zu erhalten! Wir zeigen diese leider eher unbekannte Affenart in unserer Themenwelt Afi Mountain und machen dort auf besondere Weise auf die Bedrohung aufmerksam“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „In unserem Informationscenter stellen wir die Arbeit am echten Afi Mountain vor und zeigen, wie jeder zum Erhalt der Drills beitragen kann.“ Für das Team des Erlebnis-Zoo war der Besuch von Liza Gadsby eine emotionale Begegnung und einmalige Gelegenheit, die Frau kennenzulernen, die ihr Leben dem Schutz der Drills in freier Wildbahn gewidmet hat. Rettet den Drill e.V. Rettet den Drill e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich in Nigeria und Kamerun für den bedrohten Drill einsetzt. Neben der weltweiten Aufklärung über die bedrohliche Lage der Drills, unterstützt der Verein die Schutz-Projekte der PANDRILLUS-Organisation in Calabar und dem Afi-Mountain-Reservat in Nigeria sowie dem Limbe Wildlife Center in Kamerun. Drill (Mandrillus leucophaeus) Drills leben in Kamerun, Nigeria und auf der Insel Bioko in einem Gebiet von weniger als 30.000 Quadratkilometern. Aufgrund des kleinen Gebiets, der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der schonungslosen Jagd auf die Affen sind die Drills stark bedroht. Ihr Bestand wird heute nur noch auf etwa 3.000 Tiere geschätzt.
Steckbrief Herkunft: Kamerun, Nigeria, Insel Bioko Nahrung: Früchte, Blätter, Nüsse, Wurzeln, kleine wirbellose Tiere Größe: 65 – 95 cm lang Gewicht: bis zu 35 kg Tragzeit: 168-176Tage Erreichbares Alter: 35 Jahre

Tierpark Hellabrunn München 12.08.2019
Hochsommer in Hellabrunn: Aktionswochenende Tropen, Wüsten und Meer
Mitten in den bayerischen Sommerferien bietet der Tierpark seinen Besuchern am 24. und 25. August 2019 ein spannendes Wochenende voller Extreme: von staubtrockener Hitze zu feuchtwarmem Regenwald und unendlichen Wasserwelten – alles dreht sich um die Lebensräume Tropen, Wüsten und Meer. Höhepunkt ist ein Kino-Open-Air am Samstagabend in der Hellabrunn Arena. Zusammen stellen sie einen Großteil der Lebensräume unseres Planeten dar und könnten unterschiedlicher nicht sein: trockene Wüsten, feuchtwarme Tropen und tiefe Meere. Umso spannender ist es, mehr über die dort vorkommende große Vielfalt des Lebens zu erfahren. Sei es am Aktionsstand von Borneo Orang-Utan Survival Deutschland e.V., am Info-Point in der Fledermausgrotte, im Rahmen einer Quizrallye durch den Tierpark oder beim abendlichen Kino-Open-Air. Als besonderer Höhepunkt findet am Samstag, 24. August ein exklusives Kino-Open-Air in der Hellabrunn Arena statt. Gezeigt werden individuell zusammengestellte Ausschnitte aus der Dokumentarfilm-Reihe „Planet Wüste“ von Michael Martin. Der Münchner Fotograf und Diplom-Geograph berichtet seit über 30 Jahren über seine Reisen in die verschiedensten Wüstenregionen der Erde und gehört zu den renommiertesten Wüstenfotografen weltweit. Neben den Trockenwüsten hat er auch Kälte- und Eiswüste bereist und Expeditionen an die entlegensten und extremsten Gebiete der Erde unternommen. Hellabrunn zeigt die beeindruckendsten Landschaftaufnahmen aus „Planet Wüste“ auf der großen Leinwand unter freiem Himmel.

Zoo Duisburg 12.08.2019
Ein Hippo mit Charakter – Zwergflusspferd-Oma Quirle lebt seit 45 Jahren am Kaiserberg
Sie zählt zu den absoluten Charaktertieren im Zoo am Kaiserberg: Zwergflusspferd Quirle. Seit 45 Jahren lebt die betagte Hippo-Oma in Duisburg, sie reiste am 11.08.1974 ins Ruhrgebiet. Da ihr genaues Geburtsdatum nicht übermittelt wurde, feiern die Tierpfleger den Ankunftstag des sympathischen Flusspferdes – so auch am vergangenen Sonntag. Eine große Torte aus frischem Gras, gekochten Kartoffeln und Salat steht in der Mitte des Zwergflusspferd-Geheges. Liebevoll dekorieren Quirles Tierpfleger die Veggie-XXL-Torte mit Heupellets und lassen die Seniorin in das Innengehege, wo sie sich gleich über die Überraschung her macht. „Quirle ist wirklich einmalig, ein ganz tolles, liebes Zwergflusspferd“, schwärmt Revierleiter Alexander Nolte. Altersbedingt kann Quirle mittlerweile nicht mehr gut sehen, bewegt sich langsam und bevorzugt vor allem weiches Futter. „Ich glaube auch, dass sie etwas altersstarsinnig ist“, lacht Nolte, „sie frisst Bananen nur, wenn die Schale noch dran ist. Aber die soll sie bekommen“. Stetiger Begleiter an Quirles Seite ist Atu, der 10-jährige Flusspferdbulle. Dabei ist Atu nicht etwa ihr Partner, sondern vielmehr ihr Schwiegersohn. „Schwierige Verhältnisse bei Familie Zwergflusspferd“, schmunzelt Nolte. Denn die zickige Ayoka, Quirles Tochter, duldet Atu nur selten bei sich. „Man kann schon fast sagen, dass Quirle eine Übermutter ist. Sie hat Atu sozusagen adoptiert und lässt ihn sogar bei sich trinken – ein sehr ungewöhnliches Verhalten“, erzählt Alexander Nolte. Nolte kennt auch die kuriose Geschichte, wie Quirle zu ihrem Namen gekommen ist. „Sie hat ihren Kot mit ihrem Mini-Schwänzchen im Wasser immer so doll gequirlt – da hat man sie Quirle getauft“. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich scheint, ist ein vollkommen normales Verhalten, denn so markieren die Tiere weiträumig ihr Revier. Hinter Quirle liegt ein bewegtes Flusspferd-Leben. Stolze 13 Jungtiere brachte sie im Zoo Duisburg zur Welt und genießt heute ihren Lebensabend in vertrauter Umgebung. „Wir hoffen sehr, dass uns unsere Quirle noch lange erhalten bleiben wird“, so das Tierpfleger-Team. Zwergflusspferde sind vom Aussterben bedroht. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Regenwäldern Westafrikas, setzen Lebensraumverlust, Jagd, der Bau von Minen sowie kriegerische Auseinandersetzungen den Tieren zu. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Zwergflusspferde setzt sich der Zoo Duisburg daher dafür ein, eine stabile Reservepopulation in Zoos langfristig zu erhalten.

Tiergarten Schönbrunn 12.08.2019
Elefantenbaby Kibali wird belauscht
Heute ist Weltelefantentag! Christopher Gorofsky hat eine Aufgabe, um die ihn viele beneiden: Der 24-jährige Student steht den ganzen Tag bei der Elefantenanlage im Tiergarten Schönbrunn und belauscht Elefantenweibchen Numbi und die kleine Kibali, die morgen einen Monat alt wird. Dabei sammelt er Daten für seine Masterarbeit zum Thema „Frühe Mutter-Kind-Kommunikation bei Afrikanischen Elefanten im Zoo“. „Seit dem Tag nach der Geburt darf ich in einem Bereich des Elefantenparks stehen, der sonst den Pflegern vorbehalten ist, und kann Mutter und Jungtier beobachten.“ Erste Ergebnisse kann er schon vorweisen: „Am Anfang hat Kibali kaum Laute von sich gegeben. Die Kommunikation nimmt aber stetig zu. Wenn sie bei ihrer Mutter trinken will, gibt sie eine Art Quieken von sich“, beschreibt Gorofsky. Während er mit einem Spezialgerät die Laute aufnimmt, notiert er auch das Verhalten, das die Tiere dabei zeigen: Ob Kibali trinken oder spielen möchte oder ihre Mutter nach ihr ruft. Die Masterarbeit ist Teil eines mehrjährigen Forschungsprojektes der Universität Wien, das vom Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert wird. Geforscht wird in erster Linie in Südafrika. Doch in freier Wildbahn können sich die Forscher Elefantenmüttern und ihren Jungtieren oft nicht ausreichend nähern. „Im Tiergarten haben wir mit Kibali die Möglichkeit zu erforschen, wie sie mit ihrer Mutter kommuniziert. Die Fragestellungen lauten zum Beispiel, welche Laute angeboren und welche erlernt sind, und, ob Kibali ihre Laute an jene ihrer Mutter angleicht“, erklärt Projektleiterin Angela Stöger-Horwath vom Department für Kognitionsbiologie. Elefanten haben verschiedene Lauttypen. Am bekanntesten ist das Trompeten. „Der häufigste Lauttyp ist aber das sogenannte Rumblen. Dieses Brummen erinnert an den Motor eines Lastwagens. Der tiefste Frequenzanteil liegt im Infraschallbereich und ist für uns Menschen nicht hörbar, aber mit unseren speziellen Geräten können wir auch die tiefen Laute aufnehmen.“

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