Zoopresseschau

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 14.06.2019
11. Dreamnight für Kinder mit chronischen Beeinträchtigungen – Mehr als 800 Familien erleben unbeschwerten Wilhelma-Abend
Für Familien, die einen schweren Alltag haben, ist es oft auch schwer, die Freizeit wirklich genießen können. Für 800 Kinder ist mit der Dreamnight in der Wilhelma am Freitag, 14. Juni 2019, ein Traum wahrgeworden. Denn diese Mädchen und Jungen, die unter schweren chronischen Erkrankungen oder Behinderungen leiden, hatten den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart abends ganz für sich und ihre Eltern und Geschwister. Nach wechselhaften Tagen ein heiterer Wochenabschluss: Was für die geladenen Gäste galt, unterstrich das Wetter mit frühsommerlichen Temperaturen. So herrschte unter den jungen VIPs ausgelassene Stimmung zwischen Rollstuhlschaukel und Giraffenfüttern, Führungen und Probemelken. Bei der 11. Auflage dieser Benefiz-Veranstaltung reihten sich rund zwei Dutzend ungewöhnlicher Programmpunkte aneinander. Zu den Publikumsmagneten zählten Angebote, bei denen die Kinder selbst mitmachen konnten: vom Ponyreiten über das Pflanzeneintopfen und Schlangenstreicheln bis zum Blasrohrschießen wie ein Zootierarzt. Beliebt waren auch die seltenen Blicke hinter die Kulissen zum Beispiel in der Futterküche oder der Bärenanlage. Dazu gesellten sich zusätzliche Highlights der Blaulicht-Truppe: Einsatzwagen von Polizei, Spritzwand der Feuerwehr und Rettungshundestaffel standen auch hoch im Kurs. Rund 100 Beschäftigte der Wilhelma und Freiwillige waren ehrenamtlich nach Dienstschluss im Einsatz, um das Erlebnis möglich zu machen. „Es ist immer wieder erstaunlich und wunderbar zu sehen, was für ein launiger Abend die Dreamnight trotz aller Beschwernisse für alle Beteiligte ist“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Weil wir als Belegschaft Menschen, die oft wenig zu lachen haben, solch eine Freude schenken können, ist es uns eine Herzenssache, bei dieser internationalen Aktion immer wieder mitzumachen.“ Nach dem Modell, das 1996 im Zoo Rotterdam aus der Taufe gehoben wurde, laden inzwischen fast 300 Einrichtungen auf allen Kontinenten einmal im Jahr zur Dreamnight im Zoo ein. Der Besuch in der Wilhelma ist für die meisten Menschen Entspannung pur. In besonderen Fällen ist aber das anstrengend, wenn die körperlichen Bedürfnisse der Kinder mehr Betreuung erfordern. „Um ein intensives Erleben zu schaffen, sorgen wir bei der Dreamnight für Ruhe und Aufmerksamkeit für jeden unserer jungen Ehrengäste“, sagt die Koordinatorin Stefanie Reska. Dafür ist eine zahlenmäßige Begrenzung notwendig. Da die Kinder und Jugendlichen ihre Familien mitbringen, tummeln sich bei 800 geladenen Gästen bereits rund 3500 Menschen auf dem Gelände. „Wir bitten um Verständnis, dass wir deshalb nicht mehr Einladungen aussprechen“, so Reska. Stattdessen stellt die Wilhelma die Gästeliste jedes Jahr neu zusammen in Absprache mit dem Stuttgarter Olga-Kinderhospital, Kinderhospizen und rund 50 Förderkreisen, die sich um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern wie Herz- und Nierenleiden, Krebs oder Down-Syndrom kümmern.

Zoologischer Garten Magdeburg 14.06.2019
Zoodirektor Dr. Kai Perret in den Vorstand des eurasischen Zooverbandes (EARAZA) gewählt
Auf der Tagung des eurasischen Zooverbandes (EARAZA), die vergangene Woche in Moskau stattfand, wurde der Zoodirektor, Dr. Kai Perret, in den Vorstand gewählt. Erst seit drei Jahren ist der Zoo Magdeburg Mitglied in diesem Verband. In dem zehnköpfigen Vorstand übernahm Dr. Perret die Aufgaben des Bereiches Wissenschaft und Artenschutz. Er verantwortet außerdem die Neuentwicklung von Zuchtprogrammen im Verband. Die ERAZA hat ihren Sitz in Moskau. Im 70. Jubiläumsjahr des Zoologischen Gartens Magdeburg – im kommenden Jahr – findet die Tagung der ERAZA in Magdeburg statt. Derzeit ist der Zoo Magdeburg der einzige Zoo in Deutschland, der Mitglied in der ERAZA ist.

Zoo Dresden 14.06.2019
Neuigkeiten vom Schneeleopardennachwuchs
Am heutigen Morgen stand für unsere Schneeleopardenjungtiere, die am 18. April 2019 im Zoo Dresden zur Welt kamen, erneut ein Wiegetermin auf dem Programm. Das Ergebnis zeigte, dass sich die Zwillinge prima entwickeln und seit der letzten Kontrolle jeweils ca. 800 Gramm zugenommen hatten. Das Weibchen wiegt somit aktuell 3,88 Kilogramm und der Kater 4,28 Kilogramm. Trotzdem die Zwillinge bei den angebotenen Fleischhappen schon ordentlich mitfressen, werden sie von Mutter Istari weiterhin noch gesäugt. Die kleinen Schneeleoparden sind nun mittlerweile auch nicht mehr namenlos, denn unsere Raubtierpfleger wählten für das Weibchen den Namen Tierra und für das Männchen den Namen Kafka aus. Bis die kleinen Schneeleoparden Tierra und Kafka im Außengehege zu sehen sein werden, müssen wir uns weiterhin noch ein wenig gedulden. Wir rechnen damit, dass es mindestens noch bis Juli dauern wird. Daher stellen wir Ihnen heute im Anhang aktuelle Fotos aus dem für Besucher nicht einsehbaren Innengehege zur Verfügung. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Pressefotos und Filmaufnahmen von unserem Schneeleopardennachwuchs erst gemacht werden können, wenn die Tiere ihre ersten Ausflüge auf die Außenanlage machen. Dann informieren wir Sie gern und laden Sie ganz herzlich zu einem Pressetermin in den Zoo ein.

Neunkircher Zoo 14.06.2019
Tierisch nah dran – Anmeldungen für Naturschutz-Camp im Neunkircher Zoo ab Mittwoch, 19. Juni 2019, möglich
In den diesjährigen saarländischen Schulsommerferien findet erstmalig das Naturschutz-Camp in Kooperation mit der Kreisstadt Neunkirchen im Neunkircher Zoo statt: An vier unterschiedlichen Terminen haben jeweils fünfzehn Kinder zwischen acht und zwölf Jahren die Möglichkeit fast zwei Tage und eine Nacht mitten im Neunkircher Zoo zu erleben. Das Naturschutz-Camp findet am Dienstag, 30.07. Mittwoch, 31.07.2019, Freitag, 02.08. – Samstag, 03.08.2019, Dienstag, 06.08. Mittwoch, 07.08.2019 und Freitag, 09.08. – Samstag, 10.08.2019 mit jeweils einer Übernachtung statt. Start ist um 12:00 Uhr und das Camp endet am Folgetag um 14:00 Uhr. Betreut werden die Kinder unter anderem von den erfahrenen und geschulten Mitarbeitern der zoopädagogischen Abteilung des Neunkircher Zoo s. Gemeinsam wird es einen exklusiven Blick hinter die Zookulissen geben, zahlreiche Tiere können die Kinder hautnah erleben, um noch mehr über sie zu erfahren und sie im wahrsten Sinne des Wortes sogar begreifbar zu machen. Natur- und Artenschutz sind aber auch Inhalte dieses besonderen Angebots. Zusätzlich werden auch andere Aktionen wie tierischer Bastelspaß und mehr angeboten. Den Kindern wird ein interessantes, abwechslungsreiches Programm geboten, so dass sicherlich keine Langweile aufkommt. Übernachtet wird in Großzelten in der Zoofalknerei. Der Kostenbeitrag von jeweils 65 Euro pro Teilnehmer beinhaltet die volle Verpflegung, Unterbringung, Versicherung und Betreuung der Kinder. Die verbindliche Anmeldung ist erst ab Mittwoch, 19. Juni 2019, ab 10.00 Uhr möglich und muss schriftlich erfolgen. Reservierungen sind grundsätzlich nicht möglich. Weitere Informationen erhalten Sie ab sofort unter der Telefonnummer 06821 / 91 36 33 oder E-Mail an zoopaedagogik@neunkircherzoo.de. Mehr erfahren Sie unter www.neunkircherzoo.de und auf der facebook-Fanpage des Neunkircher Zoo s.

Erlebnis-Zoo Hannover 14.06.2019
Fellknäuel auf Riesentatzen – Sibirische Tiger-Drillinge im Erlebnis-Zoo Hannover erobern ihr Reich (zurzeit tgl. 12.30-14 Uhr)
Auf ins Abenteuer! Die ersten acht Wochen verbrachte der am 12. April geborene Nachwuchs der Sibirischen Tiger im Erlebnis-Zoo Hannover in der kuscheligen Wurfbox hinter den Kulissen. Jetzt sind die Drillinge groß genug (auch wenn sie immer noch aussehen wie gestreifte Fellknäuel auf Riesentatzen), um ihr Reich im Dschungelpalast zu erobern. Und dort gibt es viel zu entdecken: Raschelnder Bambus, weicher Sand, Wasser, Wind. Säulen und Stufen wollen erklettert, Holzstämme zerkratzt, Grashalme erlegt werden. Unter den wachsamen Augen von Mutter Alexa schleichen die Drillinge durch das hohe Gras, pirschen sich an Schmetterlinge an, plantschen im Wasser – um dann gleich wieder bei Alexa „Schutz“ zu suchen und ausgiebig mit ihr zu toben. „Alexa zeigt sich auch auf der Außenanlage als sehr fürsorgliche Mutter“, erklärt Tierpflegerin Dörte Burdorf, „sie lässt den Kleinen Entdeckungsraum, holt sie aber gleich wieder zu sich, wenn einer ruft oder ihr etwas nicht geheuer ist.“ Keine leichte Aufgabe bei den quirligen Drillingen, die gerne in verschiedenen Richtungen unterwegs sind… Noch werden die mittlerweile rund sieben Kilogramm schweren Mini-Tiger allerdings schnell müde und sind daher in den kommenden Tagen erst einmal stundenweise zu sehen. Von 12.30-14 Uhr haben die Tiger die Möglichkeit, ihr Gehege zu erkunden – wenn sie denn möchten. „Die Öffnung zu ihrer vertrauten Wurfhöhle bleibt geöffnet, damit sich Mutter und Kinder immer zurückziehen können, falls sie das möchten“, erklärt Dörte Burdorf. „Aber die Kleinen werden zusehends kräftiger und neugieriger und werden dementsprechend von Woche zu Woche länger draußen bleiben“, so die Tierpflegerin. Vater Aljoscha hat seinen Nachwuchs übrigens noch nicht kennengelernt, sondern bleibt dem Wurf lehrbuchmäßig fern. Kommen die Kleinen zurück von ihrer Entdeckungstour, erkundet er die Außenanlage und alle Spuren, die die Drillinge mit den Minitatzen hinterlassen haben. Tierisch starke Unterstützung – Die Patenschaft für die Tiger-Drillinge hat das hannoversche Unternehmen GLOBOS übernommen. Der Anbieter für Barcode-Lösungen und die Tiger haben eine ganz deutliche Gemeinsamkeit: Streifen! GLOBOS bleibt mit der Patenschaft seinem Motto „Starke Streifen“ treu und unterstützt nicht nur Tiger-Vater Aljoscha, sondern jetzt auch seinen Nachwuchs! Und die Drillinge wissen ihre Streifen im Dschungelpalast wirklich herzallerliebst in Szene zu setzen. „Nach den vielen Jahren der Verbundenheit mit dem Erlebnis-Zoo Hannover, gehören unsere Patentiere mittlerweile fest zur GLOBOS-Familie. Da der Tiger von klein auf mein Lieblingstier ist, freue ich mich umso mehr über den dreifachen Nachwuchs, “ erklärte Olaf Sauer, Geschäftsführer GLOBOS. Der Erlebnis-Zoo dankt GLOBOS herzlich für die langjährige tierisch starke Unterstützung! Namenssuche – Gemeinsam mit Tiger-Pate und GLOBOS-Geschäftsführer Olaf Sauer wird in Kürze entschieden, wie die Namen für die drei Tigerkinder gesucht werden. Hintergrund – Alexa (4) und Aljoscha (4) kamen vor zwei Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 500 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch.

​Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 14.06.2019
Junges Weibchen bei den Kalifornischen Seelöwen – Neue Heimatgewässer für Seelöwin aus Nürnberg
Ein vorsichtiger Blick, ein kurzes Zögern, dann setzt Seelöwin Heaven ganz mutig die Flossen auf die ihr ungewohnte Robbenanlage der Wilhelma. Nachdem sie sich zunächst im Innengehege an die Umgebung gewöhnen durfte, stand für den Neuzugang jetzt der erste Ausflug auf die Außenanlage an. In der vergangenen Woche war das einjährige Weibchen vom Tiergarten Nürnberg in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart gezogen. Schritt für Schritt soll Heaven nun mit den Seelöwen der Wilhelma Bekanntschaft schließen. „Sie war nach ihrer Ankunft natürlich nervös, hat aber nach zwei Tagen schon Fisch gefressen“, erzählt Tierpfleger Stefan Deibert. „Als sie nach vier Tagen die anderen Seelöwen entdeckt hat, wirkte sie fast erleichtert. Mit ihnen hat sie dann am Sichtgitter auch schon Kontakt aufgenommen.“ Den Anfang in der Vorstellungsrunde machte erst einmal Fiete, der jüngste Spross der Stuttgarter Seelöwengruppe. Er hatte vor kurzem seinen ersten Geburtstag und ist damit ein passender, gleichaltriger Spielgefährte für Heaven. Der Jungbulle ist nun gemeinsam mit ihr im kleineren der beiden Becken zu sehen. Diese Vergesellschaftung ist für Fiete zudem ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Denn junge Männchen können nur eine begrenzte Zeit in ihren Familien bleiben. Dann werden sie von dem Bullen, der seinen Harem aus Seelöwinnen anführt, als Konkurrenten angesehen und vertrieben. Daher wird auch Fiete zukünftig im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms in einen anderen Zoo umziehen, bevor er mit seinem Vater Unesco aneinandergerät. Weibchen Evi hatte außerdem nach einer Fehlgeburt wieder starken Kontakt zu ihrem Sohn Fiete gesucht. Die erfahrene Mutter hatte am vergangenen Samstag ihren jüngsten Nachwuchs statt mit dem Kopf voran mit den Hinterflossen zuerst zur Welt gebracht. Der vorläufigen tierärztlichen Untersuchung zufolge hat das Kalb dabei Fruchtwasser eingeatmet, wodurch es keine Luft mehr bekam. „So kurz nach der Geburt sind die Muttergefühle bei Evi noch sehr stark ausgeprägt“, berichtet Deibert. „Obwohl Fiete eigentlich schon entwöhnt ist, hat sie ihn wieder wie ein Baby behandelt. Die Trennung trägt jetzt dazu bei, dass es bei Evi wieder ruhiger wird und Fiete sich besser abnabelt.“ Bereits am ersten Tag schoss er gemeinsam mit Heaven ausgelassen gemeinsam durch das Wasser. Bleibt es so entspannt, wird als Nächstes die zweijährige Samantha dazukommen. Im Juli soll die Gruppe dann wieder komplett durch die Wellen gleiten. Begleitend zu der Eingewöhnung wird Heaven außerdem behutsam in das tägliche Training einbezogen. „Das lassen wir ganz ruhig angehen“, sagt Deibert. „Sie ist ja gerade entwöhnt und lernt jetzt, Fisch aus der Hand zu fressen. Am wichtigsten ist, dass sie erst einmal richtig Vertrauen fasst.“ Und dafür bekommt sie in der Wilhelma wirklich alle Zeit der Welt. Das Training der Seelöwen ist jeden Tag um 11 und 15 Uhr zu beobachten.

Der Grüne Zoo Wuppertal 14.06.2019
Seelöwen-Mädchen erkundet die Anlage
Seit kurzem steht unser Seelöwen-Weibchen „Kuba“ vor neuen Herausforderungen. Am 06. Juni 2019 brachte die fast vier-jährige ihr erstes Jungtier zur Welt. Ganz ohne Vorankündigung gebar sie ihr Junges hinter den Kulissen, wo sie sich zuvor zurückgezogen hat. Die Geburt verlief reibungslos. Nach den ersten Tagen der Gewöhnung klappt das Zusammenspiel von Mutter und „Kalua“ sehr gut, so dass sich „Kalua“ bereits auf der Außenanlage des Seelöwenbeckens umsehen darf. Mutter „Kuba“ ist dabei natürlich immer in Ruf-weite und passt darauf auf, dass ihr Nachwuchs nicht ins Wasser fällt. Denn das Schwimmen müssen kleine Seelöwen erst erlernen. Die erste Runde durchs Wasser hat „Kalua“ mit Unterstützung durch „Kuba“ bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Neben Mutter und Tochter leben im Grünen Zoo Wuppertal aktuell noch Vater „Mylo“ sowie „Pebbles“ und „Nike“.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 14.06.2019
Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec auf Platz vier der deutschen Zoos! – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gratuliert
Die Zoos in Deutschland erfreuen sich wachsender Beliebtheit. 40 Millionen Zoobesuche jährlich zählen allein die 71 Mitglieder des Verbands der Zoologischen Gärten e.V. Welches die beliebtesten Ausflugsziele sind, hat jetzt das Warentest-Online-Portal testberichte.de im Auftrag der Bild-Zeitung untersucht. Dazu wurden zusätzlich zu den VdZ-Zoos die Mitglieder der Deutschen Tierparkgesellschaft und Zoos oder Tierparks, die in der online-Datenbank zoo-infos.de gelistet sind, einbezogen. Basis der Statistik bildeten damit über 420 000 Google-Bewertungen von insgesamt 158 Zoos. Die Besucher des Görlitzer Naturschutz-Tierparks hatten durchschnittlich 4,7 Sterne vergeben, was dem bundesweiten Spitzenwert entspricht! Tierpark-Direktor Sven Hammer: „So eine Platzierung kann nur erreicht werden mit einem überdurchschnittlichen Mitarbeiter-Team, welches täglich bemüht ist, den Besuch im Tierpark Görlitz zu einem individuellen, tiernahen Erlebnis zu machen. Besonders stolz sind wir darauf, unsere Besucher gleichzeitig für Natur und Artenschutz zu sensibilisieren.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ließ es sich nicht nehmen, vor Ort zu gratulieren und gleich eine Tierpatenschaft für Frodo, das Graue Riesenkänguru, zu übernehmen. „Wir Görlitzer lieben unseren Tierpark und sind stolz auf die hervorragende Bewertung. Dieser Erfolg ist der Lohn für die jahrelange Arbeit der fleißigen Mitarbeiter, ehrenamtlichen Helfer und Vereinsmitglieder.“ Da bei gleicher Punktzahl noch zusätzlich nach Anzahl der Bewertungen gewichtet wurde, liegen vor den Görlitzer Naturschutz-Tierpark auf den Plätzen eins bis drei der Zoo Leipzig, der Heimat-Tierpark Olderdissen und der Vogelpark Marlow mit ebenfalls 4,7 Sternen.

Tierpark Hagenbeck 14.06.2019
Aus dem Amazonas wird der Sumatra Flusslauf
Es ist das größte bepflanzte Süßwasseraquarium Deutschlands und beheimatete zwölf Jahre lang die Unterwasserwelt des Amazonas. Seit Februar 2019 wird es umgestaltet und bekommt einen anderen Schwerpunkt: Indonesische Unterwasserwelt. Mithilfe der Kunstform Aquascaping, eine neuartige Form der Pflanzenaquaristik, bei der gestalterische Elemente der Natur Pate stehen, soll die Biotopanlage so natürlich wie möglich gestaltet werden. Diese, auch Unterwassergärtnern genannte, moderne Art der Nachbildung von Lebensräumen findet weltweit immer mehr Beachtung. „Im Amazonasbecken lag der Fokus auf dem Fischbesatz. Jetzt geht es in erster Linie darum, die natürliche Süßwasser-Welt Südostasiens nachzubilden“, sagt Dr. Guido Westhoff, der Leiter des Tropen-Aquariums Hagenbeck. „Wir haben uns für die Neugestaltung asiatische Unterwasserlandschaften zum Vorbild genommen.“ Mitte Juni sind die umfangreichen Vorbereitungen der Spezialisten von Aquarium Technology Limited aus Großbritannien beendet. Sie gestalteten hinter abgeklebten Scheiben den Hintergrund des Beckens mit festen Einbauten aus Beton, wie kunstvoll nachgebildeten Steinen und Wurzeln. Jetzt wird es richtig spannend! George Farmer, professioneller Aquascaper, wird gemeinsam mit Volker Jochum vor Ort arbeiten. Zum Team des Großprojekts gehört auch Plantahunter Stefan Hummel von Dennerle. Die drei Aquarianer sind bekannte Größen der Aquaristik und werden mit dem Revierleiter Aquaristik Marian Merckens die Bepflanzung vornehmen.

Tierpark Berlin 14.06.2019
Rückkehr der Riesen – Tierpark Berlin und WWF wildern Wisente aus
Leise schnaubend trottet der zottelige Riese durch das hohe Gras und bewegt sich trittsicher auf seine Herde zu – es ziehen wieder Wisente durch die abgelegenen Gegenden des Kaukasus. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit: Europas größtes Landsäugetier galt seit über 90 Jahren in der Natur als ausgestorben. Der Tierpark Berlin setzt sich für die Rückkehr der Wisente ein und wildert auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem WWF Wisente aus. Nachdem Zoo und Tierpark Berlin bereits im vergangenen Jahr mehrere Wisente in Rumänien auswilderten, verließen am 29. Mai 2019 vier weitere Tiere Berlin in Richtung Aserbaidschan. Zwei der vier Wisente lebten bereits mehrere Jahre im Tierpark, die anderen beiden kamen im Rahmen des Projekts vor einigen Wochen aus den tschechischen Zoos Prag und Pilsen vorbereitend dazu. „Bevor die Tiere ihre Heimreise angetreten haben, wurden sie mit modernen GPS bzw. VHF-Halsbändern ausgestattet. So wird es möglich sein ihren Aufenthaltsort nachzuvollziehen und sie auf ihrem neuen Lebensweg zu begleiten“, erklärt der Zoologische Leiter des Tierparks Christian Kern. Noch in diesem Sommer soll die kleine Herde zusammen mit anderen Wisenten aus europäischen Einrichtungen im Shahdag-Nationalpark, am Fuße des großen Kaukasus-Gebirges, ausgewildert werden. Bis dahin werden sich die Wildrinder in einem umzäunten Areal an ihre neue Heimat gewöhnen. „Die Wiederansiedlung von Tieren, deren Art im natürlichen Lebensraum vom Aussterben bedroht oder gar bereits ausgestorben ist, verdeutlicht eindrucksvoll die Bedeutung von Zoos in der heutigen Zeit“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Die Organisation, Koordination und wissenschaftliche Betreuung der Wisent-Auswilderung vor Ort übernimmt der WWF. „Die Wiederansiedlung bringt die Wisente zurück in ihren angestammten Lebensraum. Die großen Pflanzenfresser spielen eine wichtige Rolle bei ökologischen Prozessen und sorgen zum Beispiel dafür, dass in Wäldern Flächen offengehalten werden, die von anderen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden können“, erklärt Kaukasus-Referent des WWF Deutschland Aurel Heidelberg. „Die Kooperation zwischen dem Tierpark Berlin und dem WWF leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Kaukasus.“ Das gesamte Projekt wird im Rahmen eines grenzüberschreitenden Naturschutzprogramms der deutschen Regierung über die KfW Entwicklungsbank finanziert und wurde vom WWF, der EAZA (europäischer Verband der Zoos und Aquarien) sowie nationalen Partnern vor Ort ins Leben gerufen. Hintergrund: Der Wisent wurde 1927 in der Natur durch den Menschen gänzlich ausgerottet, als die letzten Wisente im Kaukasus erschossen wurden. Nur Dank etwa 70 Tieren in der Obhut zoologischer Einrichtungen, konnte diese Tierart vor dem endgültigen Aussterben gerettet werden. Um das weitere Überleben der Art zu sichern, wurde im August 1923 durch die Initiative europäischer Zoodirektoren und Wissenschaftler die „Internationale Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents“ im Zoo Berlin gegründet. Diese gemeinsamen Bemühungen sind somit der Vorläufer der heutigen Erhaltungszuchtprogramme für viele bedrohte Tierarten. Bereits seit 1872 zählen Wisente zum Tierbestand des Zoo Berlin. Auch der Tierpark trägt seit seiner Eröffnung 1955 beachtlich zur Erhaltungszucht der Wisente bei. Bis heute wurden in den Zoologischen Gärten Berlin über 200 Wisente geboren. Der Wisent gilt laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdete Tierart.

Zoo Frankfurt 14.06.2019
Neu: Zoo-Eintrittskarten jetzt auch online kaufen
Ab heute gibt es Online-Tickets im Zoo Frankfurt: Tageskarten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie für Familien können bequem von zuhause aus oder per Smartphone gekauft werden. „Die Besucherinnen und Besucher können jetzt einfacher und komfortabler den Zoo Frankfurt besuchen. Sie können schnell buchen und dadurch Zeit sparen – beim Einlass am Haupteingang und in der Rhönstraße. Das verspricht zufriedene Nutzer auf der einen, aber auch höhere Ticketverkäufe auf der anderen Seite“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Unser Ziel ist es, wichtige städtische Dienstleistungen auch digital anzubieten“, sagt Jan Schneider, der für die städtische IT zuständige Dezernent. „Das Amt für Kommunikations- und Informationstechnik und die Stabsstelle Digitalisierung schaffen dafür gerne die technischen Voraussetzungen.“ Im Webshop sind Tageskarten für Erwachsene, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren, für sonstige Ermäßigungsberechtigte sowie für Familien erhältlich. Man kann die Tickets ausdrucken oder auf dem Smartphone speichern. Die Zahlung ist per Kreditkarte, paydirekt (Mastercard oder Visa) oder giropay möglich. Die Online-Tickets werden an einer separaten Kasse ausgelesen, lange Wartezeiten entfallen dadurch. „Wir sind froh, dass der Online-Shop jetzt genutzt werden kann und ich hoffe, dass er gut angenommen wird. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Online-Tickets, die auch am östlichen Zooeingang an der Rhönstraße angenommen werden, unseren Haupteingang in Stoßzeiten entlasten werden“, so Zoodirektor Dr. Miguel Casares. Erreichbar ist der Online-Shop über die Website des Zoos www.zoo-frankfurt.de oder unter https://zoo-frankfurt.ticketfritz.de Für die Online-Tickets gelten die regulären Eintrittspreise: Erwachsene 12 Euro, Ermäßigungsberechtige/Kinder und Jugendliche 6 Euro, Familien 29 Euro. „Die diesem Angebot zugrunde liegende Lösung bildet die technische Basis für zukünftige Online-Tickets in den städtischen Kultureinrichtungen. In Abstimmung mit unseren Museen, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Zoo werde ich mich weiter dafür einsetzen, den Digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten“, so Hartwig. Schneider bezeichnet die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung beim Online-Ticket für den Zoo als beispielhaft. „Zum Einsatz kommt dabei ein Standard-Produkt, das auch für die Umsetzung anderer Online-Dienstleistungen eingesetzt werden kann. Schließlich wollen wir die Digitalisierung in allen Bereichen der Stadtverwaltung vorantreiben.“

Alpenzoo Inssbruck 14.06.2019
„Dreamnight“ im Alpenzoo: ein spezieller Abend für Erwachsene des Netzwerk St. Josef in Mils
Auf Einladung des Alpenzoo konnten letzte Woche 19 Klienten vom Netzwerk St. Josef in Mils den Alpenzoo exklusiv genießen. Das Netzwerk bietet Wohnen, Arbeit, Therapie und Lebensbegleitung für Menschen mit Mehrfachbehinderung. Im Rahmen einer sogenannten „Dreamnight“ konnten die Erwachsenen mit ihren besonderen Belastungen den Zoo in exklusiven Führungen erkunden und an bestimmten Stationen die Tiere besser kennenlernen. So wurde zum Beispiel der Bär gefüttert, der Tierarzt besucht, Ziegen und Küken gestreichelt, oder aber es wurden mit speziellem Anschauungsmaterial, wie z.B. Tierfellen, weitere Kontakte ermöglicht. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Verköstigung auf Einladung des Pächters vom „Animahl“. Der kostenlose Abend war ein Geschenk der Mitarbeiter des Alpenzoo an die Klienten des Netzwerk St. Josef und deren Betreuern und hat allen Seiten viel Freude bereitet. „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, den Erwachsenen eine Freude zu bereiten und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn wir die Benefizveranstaltung wiederholen möchten“, sagte Direktor Dr. André Stadler.

Opel-Zoo 13.06.2019
Vier Damen für die Arterhaltung: Habichtskauz-Nachwuchs aus dem Opel-Zoo in Wiederansiedlungsprojekt
Seit mehreren Jahren gibt der Opel-Zoo Nachzuchten der Habichtskäuze an ein Wiederansiedelungsprojekt des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Dieses Jahr werden vier weibliche Jungvögel die Bestände in der nordbayerischen Oberpfalz stärken.Obwohl der Habichtskauz in großen Teilen Europas und Asiens vorkommt und ehemals auch in Deutschland weit verbreitet war, sind die Bestände stark zurückgegangen und vielerorts erloschen. So auch in Bayern, wo die Art um 1925 ausstarb.Das Wiederansiedlungsprojekt des VLAB im Naturpark Steinwald hat das Ziel, eine überlebensfähige Population des Habichtskauzes in Nordbayern zu etablieren. Ein ähnliches Projekt wurde im Nationalpark Bayerischer Wald bereits erfolgreich umgesetzt. Daher besteht die Hoffnung, dass die Vögel der beiden Populationen sich langfristig austauschen. Der Opel-Zoo unterstützt das Projekt des VLAB seit Beginn der Auswilderungen. In den Jahren 2017 und 2018 konnte er sich bereits mit der Abgabe von insgesamt fünf im Zoo geschlüpften Jungvögeln beteiligen. Dieses Jahr kommen vier weitere Tiere hinzu.Sie werden zunächst in einer Voliere mitten im Auswilderungsgebiet auf das Leben im Freiland vorbereitet. Dort können sie sich an die Umgebung gewöhnen und die Jagd auf verschiedene Beutetiere erproben. Noch im Sommer werden die vier Käuze ausgewildert, damit sie vor Beginn der kalten Jahreszeit ihren neuen Lebensraum erkunden.Durch die Teilnahme an verschiedenen Wiederansiedlungsprojekten leistet der Opel-Zoo gemeinsam mit den Projektpartnern einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Zoo Osnabrück 13.06.2019
Rund 1.000 Teilnehmer beim 2. Open Air-Rudelsingen im Zoo Osnabrück – Voller Erfolg: Menschenrudel singt zugunsten von Löwenrudel
Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am gestrigen Mittwochabend, 12. Juni insgesamt rund 1.000 Teilnehmer am „Affentempel“ im Zoo Osnabrück. Gemeinsam sangen sie beim 2. Open Air-Rudelsingen zugunsten des Löwenrudels. Während sich der Platz am „Affentempel“ im Zoo Osnabrück langsam füllte, brüllte das Löwenrudel im Hintergrund. Etwa 1.000 Menschen standen vor der Bühne, als Rudelsingen-Erfinder David Rauterberg diese betrat. Die Musiker spielten das erste Lied „Country Roads“ an und die Menge stimmte lauthals mit ein, während die Songtexte auf einer großen Leinwand erschienen. „Es ist toll, dass wieder so viele Menschen zum Open Air-Rudelsingen in den Zoo gekommen sind“, freute sich Rauterberg. „Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wollten wir unbedingt noch einmal in dieser besonderen Atmosphäre gemeinsam singen.“ Während die Teilnehmer beschwingt von rasenden Affen und geklauten Kokosnüssen sangen, beobachteten die benachbarten Schweinsaffen sie neugierig vom „Affentempel“ aus. Spätestens bei dem Song „The lion sleeps tonight“ schunkelte auch der letzte Teilnehmer im Rhythmus zur Musik und „brüllte“ gemeinsam mit dem Menschenrudel das bekannte „Awhmbobweee awimbowehhhe“. Rudelsingen für „Nakuru“ und Co. – Die Löwen stehen an diesem Abend aber nicht nur in den Liedtexten im Fokus: Wie auch im Vorjahr gehen 3 Euro pro verkauftem Ticket des Charity-Rudelsingens an den Verein „Löwen für Löwen“, der Spenden für die Vergrößerung der Löwenanlage sammelt. Insgesamt fließen so in diesem Jahr erneut 3.000 Euro durch das Rudelsingen in die Vereinskasse: „Es gab ja bereits viele verschiedene Aktionen zugunsten des Osnabrücker Löwenrudels, aber das Rudelsingen ist eine meiner liebsten“, schwärmt Petra Knabenschuh vom Verein „Löwen für Löwen. „ Es freut mich, dass wir bei diesem Charity-Event nicht nur an die Löwen denken, sondern auch eine große Gemeinschaft bilden und zusammen singen.“ Nachdem Petra Knabenschuh sich auf der Bühne bei den Teilnehmern und Veranstaltern für ihren Einsatz bedankte, ertönten neben den tierischen Hits auch bekannte Oldies und aktuelle Charts aus den rund 1.000 Kehlen. Von „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten über „Dschinghis Khan“ von Ralph Siegel bis zu „House of the rising Sun“ von The Animals sangen sich die Teilnehmer durch sämtliche Jahrzehnte und musikalische Genres. Sommer im Zeichen den Löwen – Das Rudelsingen bildete aber nur den Anfang einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, mit denen der Zoo in diesem Jahr den Umbau der Löwenanlage unterstützt: Vom 22. Juni bis zum 28. Juli zieht die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ in den Zoo. Dann werben 93 bunte Bärenskulpturen für Frieden und Toleranz und sammeln über Paten zusätzlich Spenden für die Löwen. Im August verwandelt außerdem das 1. Open Air-Kino den Platz am „Affentempel“ in einen Kinosaal unter dem Sternenhimmel. Besucher können sich auf spannende Blockbuster wie „Avengers 3“, „Der König der Löwen“ und „Bohemian Rhapsody“ freuen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie zum Verein „Löwen für Löwen“ finden Interessierte auf der Internetseite des Zoos unter www.zoo-osnabrueck.de.

Zoo Berlin 13.06.2019
Ein exotisches Denkmal für Berlin – Der Zoo Berlin plant eine neue Nashorn-Anlage
Am Fuße der indisch anmutenden Pagode fressen urige Panzernashörner in einer exotischen Sumpflandschaft saftige Blätter, während Tapire vor den staunenden Augen der Besucher auf Tauchstation gehen. Im Zoo Berlin wird es zukünftig ein neues Highlight geben. Im Jahr seines 175-jährigen Jubiläums stellt der Zoo Berlin nun sein Denkmal für den Artenschutz vor. Schon im kommenden Jahr starten die Bauarbeiten der „Nashorn Pagode“. Die bisherigen Anlagen der Panzernashörner und Tapire im Zoo Berlin sind sichtlich in die Jahre gekommen und entsprechen heute nicht mehr den Ansprüchen einer artgerechten und modernen Tierhaltung. Ein Neubau soll dies nun grundlegend ändern und gleichzeitig ein neues Wahrzeichen für den Zoo schaffen. Auf rund 14.000 m² entstehen Anlagen für Panzernashörner, Tapire und Pustelschweine. Zentrum der Anlage wird eine 25 Meter hohe indische Pagode bilden. Im Inneren des Gebäudes erhalten Nashörner & Co. etwa 520 m² vergrößerte Anlagen mit Naturboden, Badeteich und UV-durchlässigem Foliendach. Die wärmeliebenden Tiere werden sich so auch im Winter über großzügige Freilaufflächen mit genügend Tageslicht freuen dürfen. Die Pagode soll an die 1873 errichtete und im zweiten Weltkrieg zerstörte „Elefantenpagode“ erinnern, die einst in unmittelbarer Nähe zur heutigen Elefanten-Anlage ein bekanntes Stilgebäude des Zoo Berlin darstellte. Umgeben wird die Pagode von naturnah-gestalteten Außenanlagen. Hohe Gräser und idyllische Wasserläufe sollen im Halbschatten der alten Zoo-Bäume den sumpfigen Lebensraum der tierischen Bewohner nachempfinden. Gleichzeitig werden die Anlagenflächen von bisher 3.247 m² auf über 5.200 m² vergrößert. Die Vergesellschaftung von Panzernashörnern und Pustelschweinen sorgt für zusätzliche Abwechslung. Die Besucher erhalten durch mehrere Panoramascheiben faszinierende Einblicke in den Lebensraum der Tiere. Dabei wird es weltweit erstmalig möglich sein, die indischen Nashörner beim Baden auch unter Wasser beobachten zu können. „Die Nashorn Pagode ist eine Ode an die Artenvielfalt und den Schutz bedrohter Tierarten. Nach mehrjähriger Planung freuen wir uns nun sehr, schon bald mit dem Bau der Nashorn Pagode beginnen zu können.“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Mit den neuen Anlagen werden die gesetzlichen geforderten Haltungsanforderungen deutlich übertroffen. „Gleichzeitig folgen wir unserer nunmehr 175-jährigen Tradition und errichten ein Gebäude, welches sich in unserem von Stilgebäuden geprägten Zoo, hervorragend einfügt.“ Der imposante Neubau wird zwischen dem Eingang Löwentor, dem Flusspferdhaus und dem Streichelzoo „Hans im Glück“ entstehen. Die ersten Abrissarbeiten starten dafür bereits Ende des Jahres. 2020 beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Die in diesem Bereich bisher untergebrachten Tiere, werden in den kommenden Monaten auf andere Anlagen sowie – Einzelne – in andere Zoos umziehen. Voraussichtlich 2021 soll die Nashorn Pagode eröffnet werden. Für den Bau der Nashorn Pagode sind insgesamt rund 20 Millionen Euro veranschlagt. Davon werden 10.600.000 € Euro mit reinen Eigenmitteln des Zoos und 9.400.000 € Euro über eine GRW-Förderung finanziert. Wie auch der Panda Garden wird die Nashorn Pagode vom Berliner Architekturbüro dan pearlman Erlebnisarchitektur geplant.

Zoo Landau in der Pfalz 13.06.2019
„Die große Vielfalt der Kaninchen“ Rassekaninchenausstellung im Zoo Landau in der Pfalz am 20. Juni 2019, ab 11 Uhr
Nach der sehr positiven Resonanz aus den letzten Jahren wird es am Fronleichnamsdonnerstag, 20. Juni 2019, erneut eine Rassekaninchenausstellung im Zoo Landau in der Pfalz geben. Zahlreiche Zuchtkaninchen samt Nachwuchs in den unterschiedlichsten Größen, Farben und mit den verschiedensten Merkmalen werden auf der großen Zoowiese zu sehen sein. Der „Kaninchenzuchtverein P149 Neustadt e.V.“, bei dem der Zoo Landau seit der Übernahme einer bedrohten Kaninchenrasse, den Deutschen Großsilberkaninchen im neuen Streichelzoo, Mitglied ist, führt diese Ausstellung durch. Unseren Besuchern werden die Rassen und deren besondere Merkmale erläutert und die Bewertungskriterien für ein Zuchtkaninchen vorgestellt. Ab 11 Uhr stehen die Kaninchenzüchter sehr gerne für Fragen zur Verfügung und stellen ihre Schützling vor.

Tierpark Ueckermünde 13.06.2019
Pfingstochse ist da!
Der Feiertag hat wieder ein Baby in den Tierpark mitgebracht. Dahomey-Rinder, Teddy und Annabell sind zum ersten Mal Eltern geworden Seit April 2018 leben die frisch gebackene Eltern in Ueckermünder Tierpark und wie man sieht … die beiden haben sich schnell ineinander verliebt.. Der kleine Ochse kam am Pfingstmontag zur Welt. Im Hintergrund Tante Alpaka und Onkel Kamerunschaf unterstützen die junge Mutti und lassen den schwarzen Nachwuchs nicht aus dem Auge. Tierpark-Aktionstag – Neu im Tierpark Ueckermünde ist in diesem Jahr der Tierpark-Aktionstag. Doch was verbirgt sich dahinter? In den Monaten April bis Oktober 2019 findet immer am letzten Montag eines jeden Monats ein solcher Aktionstag statt. An diesem Tag erhalten alle Rentner, Studenten, Schüler ab 16 Jahren, Arbeitslose und Behinderte sowie Ehrenamtliche mit Ehrenamtskarte nach Vorlage einer gültigen Bescheinigung zusätzlich einen Rabatt von einem Euro auf den Eintritt für den Ueckermünder Tierpark. Weitere Rabatte und Familienkarten sind mit dieser Aktion nicht kombinierbar. Im Juni findet der Aktionstag am Montag, den 24.06. statt, im Juli am 29.07.2019.

Tierpark Hellabrunn 13.06.2019
Neue Bewohner in der Großvoliere
Zehn Silbermöwen leben seit Ende Mai im Tierpark Hellabrunn und sorgen in der Großvoliere für Nordsee-Feeling mitten in München. Silbermöwen sind die häufigste Großmöwen-Art in Nord- und Westeuropa. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Nord- und Ostsee bis hin zum Atlantik. Dort leben sie bevorzugt in Dünengebieten in Strandnähe und ernähren sich von Krebs- und Weichtieren und Fischen. Die zehn Hellabrunner Silbermöwen kommen ursprünglich aus dem Vogelpark Olching. Unter ihnen befinden sich auch Jungvögel, die leicht an ihrem grau-braunen Gefieder erkennbar sind. Dieses tragen junge Silbermöwen bis zum vierten Lebensjahr, danach sind sie nicht mehr von erwachsenen Vögeln zu unterscheiden. Charakteristisch für die Silbermöwe ist zudem das Spektrum der verschiedenen Lautäußerungen. Die vielen unterschiedlichen Rufe der Silbermöwe variieren je nach Situation in Intensität, Betonung, Dauer und Tempo und treten mit bestimmten Verhaltensweisen der Tiere auf. So drückt der sogenannte Katzenruf beispielsweise ein positives Verhältnis zu Partner, Nest und Jungtieren aus und ist vor allem während der Brutzeit zu hören. Neben den Silbermöwen leben in der Hellabrunner Großvoliere über 20 weitere Vogelarten, die erfolgreich miteinander vergesellschaftet sind.

Tiergarten Worms 13.06.2019
Stippvisite im Tiergarten-Storchennest
Im Tiergarten Worms wurden die beiden Jungstörche besendert und beringt. Eine kurze Standardprozedur, die nur wenige Minuten andauerte. Mit einem Hubsteiger gelangten die Storchenexpertin Ingrid Dorner und Dr. Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Radolfzell, zu den Tieren. Da neben der Beringung der Tiere, auch noch spezielle GPS-Sender angelegt werden, verlassen die Tiere für kurze Zeit ihr Nest. Gemeinsam geht es hinab, wo bereits alle erforderlichen Gegenstände bereit liegen. Während die Storchenmutter nervös über dem Geschehen kreist – keine Minute verliert sie ihren Nachwuchs aus den Augen – herrscht auf dem Boden große Gelassenheit, die Routine der erfahrenen Experten ist deutlich zu spüren. Nachdem die Ringe sitzen und der GPS-Rucksack an die Tiere angepasst wurde, geht es auch schon wieder hinauf in das Storchennest, wo die Storchenmutter bereits wartet. Werden die Störche später irgendwo erneut gefangen, verletzt oder gar tot aufgelesen, kann man anhand ihrer individuellen Ringnummer Rückschlüsse ziehen und die Daten wissenschaftlich auswerten. Der GPS-Sender hingegen erlaubt noch weitaus tiefere Einblicke in das Leben der Tiere. Die Auswertung der Sendersignale durch die wissenschaftliche Leitung von Dr. Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut soll langfristig helfen, die Überlebenschancen der Vögel zu erhöhen. Bereits seit 2015 gibt es dieses Projekt, mit dem Ziel, den Weg der Störche nach Süden verfolgen zu können und die einzelnen Stationen sowie die Gefahren auf dieser Reise zu dokumentieren. Die Besenderungsaktion, die vom Tiergarten Worms und auch der NABU Worms unterstützt wird, fand zum fünften Mal in Folge statt. Seit Beginn des Besenderungsprojektes der AktionPfalzstorch e.V. und dem Max-Planck-Institut für Ornithologie Radolfzell wurden insgesamt 102 Störche besendert, deren lebenslangen Bewegungsmuster aufgezeichnet und wissenschaftlich ausgewertet werden. Die Kosten für die hochtechnologischen GPS-Sender und auch die Patenschaften für die beiden Tiergartenstörche, deren Geschlecht noch nicht feststeht, übernehmen für „Luca“ der Tiergarten Worms und für „Hilde“ oder „Niko“, je nach Geschlecht, der NABU Worms-Wonnegau. Jede ihrer Bewegungen können in der App „Animal Tracker“ eingesehen werden. Es lassen sich damit die Aufenthaltsorte, Bewegungen und Flugrouten der Wormser Tiergartenstörche mitverfolgen: einfach im Appstore auf das Smartphone oder Tablet herunterladen, nach den neuesten Tiergartenstörchen Luca, Hilde oder Niko suchen.

Zoo Landau in der Pfalz 13.06.2019
„Otternasen, frische Otternasen“ … jetzt auch im Zoo Landau in der Pfalz
Vier kleine, quirlige, pelzige Raubtierkörper folgen ihren niedlichen, feuchten und neugierigen Nasen durch ihr Gehege. Südostasiatische Kurzkrallenotter präsentieren sich neuerdings im Zoo Landau in der Pfalz. Anfang März 2019 begannen die Umgestaltungsarbeiten der ehemaligen Anlage für Südamerikanische Seebären und gespannt warteten die Besucher auf die angekündigten Otter. Die vier Geschwistertiere, ein Männchen und drei Weibchen, kommen aus dem Zoo im englischen Chester. Ihr Transport hatte sich etwas verzögert, weil es in ihrer Familiengruppe im März einen weiteren Wurf gab. Die für Landau bestimmten Tiere während dieser Zeit aus der Familiengruppe zu entnehmen, hätte zu großen Stress und Gefahr für die frisch geborenen Jungtiere bedeutet. Von daher hieß es für das Landauer Zooteam sich zunächst in etwas Geduld zu üben. Die im Juni 2017 und Februar 2018 geborenen Tiere entpuppten sich dann bei ihrer Ankunft im Zoo Landau zunächst als weniger abenteuerlustig als für die Tierart eigentlich üblich. Und so gab das Zooteam den Tieren eine etwas längere Eingewöhnungszeit hinter den Kulissen, um sich an die neue Umgebung und die Pfleger zu gewöhnen. Doch inzwischen haben die kleinen Wassermarder auch ihre Außenanlage in Besitz genommen und scheinen sich sichtlich wohlzufühlen. Der auch Zwergotter genannte Südostasiatische Kurzkrallenotter ist der kleinste Vertreter der verschiedenen Otterarten. Er erreicht eine Kopf-Rumpflänge von 36 bis 44 cm, eine Schwanzlänge von bis zu 27 cm und ein Gewicht von nur 2 bis 4 kg. Mit dieser neuen Tierart für den Zoo geht man einen in Landau schon lange eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Ändert sich auf fachlicher Grundlage bzw. aus eigener Haltungserfahrung die Sicht auf die Ansprüche an die Haltung von Wildtieren in Menschenobhut, dann werden Gehege umgestaltet oder mit besser geeigneten Arten besetzt. Die jetzige Otteranlage hatte im Laufe ihrer Geschichte bereits Eisbären und Mähnenrobben beherbergt, bevor diese sehr große Robbenart im Jahr 2001 zugunsten der sehr viel kleineren Südamerikanischen Seebären abgegeben wurde. Nachdem der Bestand zuletzt auf nur noch zwei nicht gut harmonisierende Tiere geschrumpft war, stellte sich 2018 in Landau die Frage, die Gruppe erneut zu vergrößern oder die Haltung zu beenden, um einer noch kleineren „Wasserraubtierart“ hier eine neue gute Haltungsperspektive zu geben. Bezogen auf die Prioritätenliste geplanter Umbaumaßnahmen, war diese Umgestaltung allerdings außerplanmäßig und zügig zu gestalten. Gut das sich für Umbauten der Innengehege und die Vergrößerung des Landteils inklusive Bachlauf, Sandbänken, Pflanz- und Flachwasserbereich spontan großzügige Unterstützer fanden. Gefördert wurde der Umbau durch den Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V., die Sparkassenstiftung Südliche Weinstraße und, was läge für Wasserwesen näher, durch eine Spende der Stadtholding Landau GmbH, als Trägerin des Landauer Freizeitbades La Ola. „Die Zwergotter sind sicherlich nicht weniger attraktiv als die Seebären, zumal sie ebenfalls zu den bedrohten Tierarten gehören“, findet Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden sie als „gefährdet“ eingestuft. Die Art ist vor allem durch die Umwandlung ihres Lebensraums an Flussläufen und Mangrovengebieten in landwirtschaftlich genutzte Flächen und Aquakulturen gefährdet. Teils wird der Zwergotter wegen seines feinen Pelzes gejagt. Schwerer wiegt auch der Rückgang der Gesamtbiomasse an Futtertieren (vorwiegend Krebstiere) wegen Übernutzung durch den Menschen. Zwergotter sind überwiegend tag- und dämmerungsaktiv und leben in Familiengruppen von 4 bis 12 Individuen, die auch zusammen auf Nahrungssuche gehen. Um dem Erkundungs- und Bewegungstrieb der Tiere im Zoo Rechnung zu tragen, werden die Tiere mehrmals am Tag auf der Außenanlage gefüttert. Die Tierpfleger lassen sich verschiedenste Dinge einfallen, um die intelligenten und äußerst verspielten Tiere durch sogenanntes Enrichment zu beschäftigen. „Die Zwergotter haben das Potential, zu neuen weiteren Lieblingen unserer Zoobesucher zu werden“, ist sich Zoodirektor Heckel sicher.

Zoo Leipzig 12.06.2019
Zwei neue Koalas aus Australien im Zoo Leipzig – Auch Tüpfelbeutelmarder leben sich ein
Mandie und Moose: Zwei neue Koalas für den Zoo Leipzig, ein Lichtblick für die europäische Population in menschlicher Obhut. Die beiden zwei Jahre alten Tiere, je ein Weibchen und ein Männchen, stammen aus dem Australien Reptile Park Gosford und leben sich seit dem Pfingstwochenende in ihrem neuen Zuhause ein. Seit dem Beginn der Koalahaltung in Leipzig im Mai 2016 waren die Anstrengungen in enger Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm darauf gerichtet, perspektivisch ein Weibchen für die Zucht der Beuteltiere zu bekommen. Aufgrund der kleinen Population und Rückschlägen in verschiedenen Zoos, hat sich der Zoo Leipzig in den vergangenen Monaten nun erfolgreich um weitere Tiere direkt aus Australien bemüht. Die Versorgung der Nahrungsspezialisten mit frischem Eukalyptus ist über die Plantage in Schkeuditz vom Garten- und Landschaftsbau Schilling sichergestellt, die auch die beiden Koalas Oobi-Ooobi und Tinaroo seit ihrem Einzug versorgt. „Für den Erhalt der gefährdeten Art ist die Zucht dringend nötig, hierfür haben wir mit den neuen Tieren nun die Voraussetzungen geschaffen“, erklärt Junhold. Die Neuankömmlinge müssen zunächst eine 30-tägige Quarantäne im rückwärtigen Bereich absolvieren, so dass sie für die Besucher noch nicht zu sehen sind. Quoll-Haltung wird fortgesetzt Seit der Eröffnung der Tropenerlebnsiwelt Gondwanaland hält der Zoo Leipzig als weitere Beuteltierart auch Tüpfelbeutelmarder. Als damals einziger Halter in Europa waren große Zuchterfolge gelungen, dank derer inzwischen acht Zoos auf dem Kontinent diese tasmanische Tierart zeigen können. Um die genetische Vielfalt in der kleinen Population aufrecht zu erhalten, kamen Anfang Mai sechs neue Quolls aus dem Trowunna Wildlife Parc (Tasmanien) in Leipzig an. Bei ihnen ist die Quarantäne bereits vorüber. Sie sind gemeinsam mit den fünf bereits vorhandenen Tieren in Gondwanaland untergebracht und vergesellschaftet. Die Eingewöhnung in die Schaugehege erfolgt schrittweise, aber erste Einblicke in die Gehege sind bereits möglich.

Zoo Basel 12.06.2019
100 Jahre Freundeverein Zoo Basel (1919 – 2019)
Am 14. Juli wird der Freundeverein des Zoo Basel 100 Jahre alt. Ziel des Freundevereins ist es, das zoologische Wissen seiner Mitglieder zu vertiefen, ihre Begeisterung für die Tierwelt zu wecken und sie für den Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren. Neues Zuhause für die Bisons Eine grosszügige Spende des Freundevereins ermöglicht den Umbau der Bisonanlage. Die erste Bau-Etappe ist bereits fertiggestellt, die zweite wird diesen Sommer beginnen. Entdecken und forschen: neue Themenkisten und Workshops im Zoo Basel Ab August bietet der Zoo Basel neu Themenkisten zur Ausleihe sowie betreute Workshops für Primarschulen an. Das neue handlungsorientierte Angebot stärkt den Zolli als ausserschulischen Lernort. Der Freundeverein finanziert die beiden neuen Angebote für Schulklassen. Zoo-Nacht Samstag, 29. Juni 2019, 17 bis 24 Uhr Am 29. Juni ist der Zoo bis Mitternacht geöffnet. Die Zoo-Nacht steht unter dem Motto „Ganz nah dran“. An Infoständen und bei verschiedenen Aktivitäten lassen sich faszinierende Details aus der Natur mit Augen, Ohren, Nase und Tastsinn erforschen. Die Besuchenden können unter anderem Papier aus Elefantenmist schöpfen, sich die Termitenzucht erklären lassen, der Tierärztin zuhören oder sich über die bedrohten Singvögel Asiens informieren. Der Zoo Basel beteiligt sich an der internationalen Zoo-Kampagne „Silent Forest“ und sammelt an der Zoo-Nacht gebrauchte, aber noch einwandfreie Ferngläser für den Singvogelschutz in Indonesien.

Tierpark Nordhorn 12.06.2019
„Dori“ heißt die junge Geierdame im Tierpark Nordhorn – Pate Paul Roolfs aus Itterbeck besucht sein Patentier
Ende 2018 zog eine neue, namenlose Gänsegeierdame im Tierpark Nordhorn ein. Im Zoo Vivarium Darmstadt schlüpfte sie aus dem Ei. Sie teilt sich den Geierfelsen, neben Waldrappe, Sibirischen Steinböcken und Europäischen Sumpfschildkröten, mit zwei weiteren weiblichen und drei männlichen Gänsegeiern. Zur besseren Erkennung auch auf die Ferne haben die Zoomitarbeiter ihr einen rosafarbenen Farbring am linken Bein angebracht. Am Dienstag nach Pfingsten hat die Geierdame nun auch endlich einen Namen bekommen. Paul Roolfs aus Itterbeck hatte beim österlichen Eierbaum-Malwettbewerb gewonnen und durfte seinem Patentier einen Namen geben. In Anlehnung an ihren Herkunftsort, sollte dieser mit einem „D“ beginnen. Paul´s Wahl fiel auf „Dori“. „Ein passender und schöner Name“, findet Patenbetreuerin Andrea Snippe, die Paul am Geierfelsen die Urkunde unter kritischen Blicken von „Dori“ überreichte! Und Paul, der seinem Patentier bei dem Termin ziemlich nah kam, freute sich über eine tolle große Gänsegeierfeder von Revierleiter Tom ten Tusscher und auf viele weitere Besuche seines Patentieres im Familienzoo. Informationen zu Tierpatenschaften finden Sie unter www.tierparknordhorn.de/patenschaften/

Tierpark + Fossilium Bochum 12.06.2019
Von und mit den Tieren lernen Sparkasse Bochum und Tierpark + Fossilium Bochum feiern die erfolgreiche Fortsetzung der Bochumer Bildungskooperative
Bochum (Tierpark). Ein weiterer, erfolgreicher Durchgang der Bochumer Bildungskooperative – eine Initiative der Sparkasse Bochum und des Tierpark + Fossilium Bochum – neigt sich dem Ende entgegen. Bereits seit neun Jahren in Folge nehmen jährlich rund 120 Eingangsklassen mit mehr als 2.700 Schüler*innen der Bochumer Grundschulen das Bildungsangebot wahr, welches alle Bochumer Eingangsklassen zu einem kostenlosen Tierparkbesuch mit zoopädagogischer Betreuung einlädt. Jürgen Dieberg von der Sparkasse Bochum ist zufrieden: „Die Bochumer Bildungskooperative ist ein Projekt, auf das wir mehr als stolz sein können. Kinder im städtischen Raum für Tiere zu begeistern und sie schon früh für den Schutz der Natur zu sensibilisieren ist eine wichtige Aufgabe. Mit mehr als 22.000 betreuten Schüler*innen aus insgesamt 944 Klassen seit dem ersten Jahr der Bildungskooperative haben wir für die Umweltbildung unserer Nachwuchsgenerationen einen wertvollen Beitrag geleistet.“ Auch für die 26 Mädchen und Jungen der Waldschule Bochum ging es am Donnerstag, 06. Juni 2019, in den Tierpark. Gemeinsam mit Zoobegleiterin Stephanie Bücker tauchten die Erstklässler*innen in die Welt der rund 4.000 Tierparkbewohner ein. Dabei stand das ganzheitliche Erlebnis im Vordergrund. Ausgestattet mit verschiedenen Handstücken vermittelte die Zoobegleiterin, wie sich z.B. das Fell eines Seehundes anfühlt oder das Ei eines Pinguins aussieht. Zum Abschluss der Führung konnten die Bochumer Stadtkinder noch einmal Landluft schnuppern. Im Bereich der Haus- und Nutztiere lernten sie die die sanftmütige Deutsche Edelziege „Jakob“ kennenlernen. Außerdem wartete dort eine „Melkziege“ auf die neugierigen Schülerinnen und Schüler. Hier konnten die Kinder selbst in die Rolle eines Bauern bzw. einer Bäuerin schlüpfen und das Ziegenmodell „melken“. „Das Entdecken, Lernen und Begreifen mitten unter Tieren ist für Kinder etwas ganz Besonderes“, weiß Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Hautnahe Tiererlebnisse, wie z.B. mit unseren Ziegen oder ausgewählten Reptilien, schaffen dabei ein unmittelbares, unvergleichliches Verständnis für Tiere, wie es nur im außerschulischen Lernort Zoo möglich ist. Der Erfolg der Bochumer Bildungskooperative gibt unserer Arbeit recht und wir freuen uns, dass wir viele Schulklassen nach ihrem Erstbesuch auch in den folgenden Jahrgangsstufen erneut begrüßen und mit einem unserer zoopädagogischen Angebote betreuen dürfen.“ Die Else-Baltz-Zooschule des Tierpark + Fossilium Bochum gewährt Schüler*innen jeden Alters und jeder Schulform einen Einblick in die faszinierende Vielfalt der Tierwelt. Durch das breite Spektrum an Führungsangeboten und Unterrichtsprojekten werden an den Lehrplan angelehnte Themenbereiche abgedeckt sowie biologische Zusammenhänge und zoologische Fakten zielgruppengerecht vermittelt.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.06.2019
Giraffen fliegen auf Rosen und auf ihre neuen Paten
Die Giraffen im Tiergarten Schönbrunn haben einen neuen Paten: die Tierpflegeschule an der Vetmeduni Vienna. Und natürlich weiß Schuldirektor Yves Moens genau, womit er seinen Patentieren eine Freude machen kann: mit einem Korb voller Rosen. Für viele ist es vielleicht schwer vorstellbar, doch die afrikanischen Langhälse schätzen die stacheligen Blumen als Leckerbissen. Das Giraffen-Trio Fleur, Sofie und Obi ließ sich die bunte Mischung aus Hecken- und Kletterrosen gut schmecken. Freudiger Anlass für die Patenschaft ist das 40-Jahr-Jubiläum der Tierpflegeschule. Nachdem im neuen Logo der Schule eine Giraffe eine prominente Rolle spielt, fiel die Entscheidung für die Patentiere leicht. Die allgemein- und berufsbildende Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht bildet seit 1979 Tierpfleger aus. Dabei steht ihr der Tiergarten mit Praktikumsplätzen, Infrastruktur und Fachwissen zur Seite. Zoodirektorin Dagmar Schratter: „Der Tiergarten Schönbrunn steht für eine fachlich fundierte Ausbildung in der Tierpflege. Gemeinsam mit der Tierpflegeschule möchten wir den Schülern eine optimale Vorbereitung auf ihren künftigen Beruf geben.“ Moens ergänzt: „Der Tierpfleger ist in Sachen Mensch-Tier-Beziehung eine wichtige Ansprechperson. Er liefert einen wesentlichen Beitrag, um das Wohlbefinden der Tiere zu fördern, und ist für ihre tiergemäße Haltung verantwortlich.“ Daher ziehen sich Themen der Mensch-Tier-Beziehung und modernen Tierhaltung als roter Faden durch den neuen, modular aufgebauten Lehrplan der Schule.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 11.06.2019
Neu gestaltetes Beet am Haupteingang – Sukkulenten als Begrüßungskomitee
Sommer, Sonne, Sukkulenten: Während schattige Plätze im Moment wohl bei vielen begehrt sind, fühlen sich Sukkulenten, wie die Kakteen, Agaven und Hauswurze der Wilhelma in Stuttgart, bei diesen Temperaturen besonders wohl. An einem ausgesprochen sonnigen Standort direkt am Haupteingang nehmen einige dieser Pflanzen seit kurzem die Gäste des Zoologisch-Botanischen Gartens in Empfang. Denn wo vorher schlichter Buchsbaum wuchs, stimmen nach einer Neugestaltung des Eingangsbereichs nun Yucca-Palmen, Mittagsblumen und Feigenkakteen auf den Wilhelma-Rundgang ein. Da Sukkulenten an trockene Habitate hervorragend angepasst sind, machen ihnen die sommerlichen Hitzewellen nicht zu schaffen. In ihren Wurzeln, Blättern oder Sprossachsen speichern diese Gewächse besonders viel Wasser, wodurch sie auch mit langanhaltenden Trockenzeiten gut zurechtkommen. Einen Blick in die Pflanzenvielfalt der Wüsten und Halbwüsten bieten die entsprechend klimatisierten Bereiche der Wilhelma in der Gewächshauszeile und im Maurischen Landhaus. Für das Beet am Haupteingang wurden jedoch gezielt winterharte Vertreter ausgesucht, die ganzjährig unter freiem Himmel bleiben können. „Im Winter konzentrieren die Pflanzen ihren Zellsaft und ziehen sich zusammen“, erklärt Wilhelma-Gärtner Jürgen Rühle. „So überstehen sie die kalte Jahreszeit. Man kann aber natürlich nicht jeden Kaktus raussetzen. Unsere Arten im Außenbereich kommen in höheren Lagen vor, wo es auch im Winter Frost gibt.“ Zwischen dem Kalkgestein Cannstatter Travertin, der an den Mineralquellen im Neckartal entstand, wird ein Ausschnitt einer Wüste im US-amerikanischen Südwesten gezeigt. Dort bedeckt die spärliche Vegetation zwar nur einen Teil des Bodens, die Artenvielfalt reicht jedoch vom kleinen Igelkaktus bis zur meterhohen Yucca-Palme. „Die Yucca-Palmen entsprechen in der Wüste sozusagen den höheren Bäumen in unseren Wäldern“, berichtet Rühle. „Sie sind allerdings ziemlich empfindlich gegen unsere Winternässe. Wir haben hier immerhin etwa dreimal so viel Niederschlag wie an ihrem natürlichen Standort.“ Daher sorgen die lockere Steinabdeckung, die Drainage aus grobem Kies und die leichte Hanglage des Beetes dafür, dass das Wasser nach einem Regen gut abläuft. Ab Oktober werden diese empfindlichen Pflanzen dann mit einer Überdachung vor der Feuchtigkeit geschützt. Bis dahin können die Sukkulenten aber erst einmal die intensive Sommersonne genießen und für eine besondere Farbenpracht sorgen. Denn im Juni beginnt die Hauptblütezeit der Kakteen. Einzeln oder in kleinen Gruppen entfalten sich die gelben, roten oder rosafarbenen Knospen für eine kurze Zeit: Nur ein bis zwei Tage sind sie bei den klassischen Kakteen zu sehen. Um einiges länger lassen sich dagegen die südafrikanischen Mittagsblumen bewundern. Sie recken ihre Blütenköpfe vor allem zur Mittagszeit dem Sonnenlicht entgegen und begrüßen die Wilhelma-Gäste den ganzen Sommer über mit leuchtenden Farben.

Wildpark MV Güstrow 11.06.2019
Wolfswanderungen in der Dämmerung
Allgemeine Wolfswanderungen in der Dämmerung Juli: 02., 05., 10., 12., 16., 19., 24., 26., 30. / August: 02., 07., 09., 13., 16., 21., 23., 27., 30. Dann geht es in schönster abendlicher Atmosphäre vorbei an Wildschweinen, Wildkatzen und Luchsen. Das Highlight: die Fütterung des Wolfsrudels. Empfohlenes Mindestalter: 6 Jahre. Infos & Anmeldung: Tel. 03843 2468-0. Kinder-Spezial: Wolfswanderung in der Dämmerung Einmal monatlich wird eine Wolfswanderung in der Dämmerung speziell für Kinder ab 6 Jahren angeboten. Alle Kinder, die Lust auf ein spannendes Abenteuer in der Wildnis haben, sind hier genau richtig. Unbedingt vormerken: 19. Juli und 09. August 2019. Infos & Anmeldung: Tel. 03843 2468-0. Barrierefreie Wolfswanderung in der Dämmerung Am 27. Juli und 24. August 2019 findet eine Wolfstour für mobil Eingeschränkte statt (ohne Treppen, Kletterpfad). Eine Begleitperson ist dennoch notwendig, da es teils beschwerliche Wege sind. Empfohlenes Mindestalter: 6 Jahre. Infos & Anmeldung: Tel. 03843 2468-0. NEU: Erlebnis-Büdnerei (LEADER-Leitprojekt) Nach nur einem Jahr Bauzeit ist die Erlebnis-Büdnerei im Wildpark-MV nun eröffnet worden. Der Schaubauernhof im Fachwerk-Stil mit Reetdach, der in den WiesenWelten entstand, wird die Besucher in ein Stück Geschichte eintauchen lassen und Umweltbildung zum Anfassen bieten. Wie hat ein Büdner damals gelebt? Wie sah sein Handwerk aus? Natürlich dürfen auch alte Haustierrassen nicht fehlen, die im Bauernhaus, ganz wie in alten Zeiten, untergebracht sind. Ein Hof-Café mit hausgemachten Spezialitäten und ein Bauerngarten komplettieren das Ensemble.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 10.06.2019
Finanzstaatssekretärin Gisela Splett besucht den Artenschutztag der Wilhelma – Artenschutz-Euro bisher großer Erfolg
Die Wilhelma beherbergt fast 1.200 Tierarten und mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten und unterstützt in vielen Teilen der Welt Programme zum Erhalt bedrohter Arten. Derzeit sind es 18 solcher Programme. Beim Artenschutztag am Pfingstmontag (10. Juni) haben Vertreterinnen und Vertreter der Partnerorganisationen ihre Projekte in Stuttgart vorgestellt. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett nutzte die Gelegenheit, um bei einem Rundgang im Landesbetrieb Wilhelma mit den Artenschützerinnen und Artenschützern ins Gespräch zu kommen. „Die Artenschutzprojekte in verschiedenen Regionen der Erde brauchen eine verlässliche Finanzierung und engagierte Akteure vor Ort“, betonte Splett. An Infoständen im Zoologisch-Botanischen Garten wurden Projekte wie die Nothilfe für die Sumatranashörner, von denen nur noch weniger als 80 Tiere bekannt sind, vorgestellt. Außerdem der Regenwaldschutz im mittelamerikanischen Belize, der einen ganzen Landstrich vor der Rodung rettet, und das Congo­hounds-Projekt, bei dem Spürhunde im Kampf gegen Wilderer zum Überleben der letzten Berggorillas im Kongo beitragen. „Dieses Engagement passt perfekt zur Wilhelma. Die Tiere und Pflanzen in der Wilhelma sind Botschafter für die weltweite Artenvielfalt, die es zu bewahren gilt. Das Interesse der Besucherinnen und Besucher kommt über das Artenschutzengagement der Wilhelma Lebensräumen in Herkunftsländern der gezeigten Tier- und Pflanzenarten zu Gute. Die Wilhelma leistet so einen Beitrag zum Erhalt der globalen Artenvielfalt“, so Splett. Die Artenschutzprojekte finanziert die Wilhelma zum einen aus Spenden, die im Jahr 2018 rund 80.000 Euro betragen haben. Zum anderen gibt es ein eigens im Jahr 2018 geschaffenes Artenschutz-Budget von 150.000 Euro jährlich. Ein großer Erfolg ist auch die Einrichtung des Artenschutz-Euro zum Start der diesjährigen Hauptsaison am 1. März. Seit der Einführung haben sich die Beiträge rasch summiert und bereits nach drei Monaten die 200.000-Euro-Marke übersprungen. „Der Zuspruch ist immens und übertrifft die Erwartungen“, stellte die Staatssekretärin fest. Bei rund 85 Prozent der Kartenkäufe wird die Spende geleistet. „Das ist ein Beleg dafür, dass die Besucherinnen und Besucher die seltenen Tier- und Pflanzenarten nicht nur hier erleben, sondern auch weltweit erhalten wollen.“ Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin freut sich über die zusätzlichen Möglichkeiten: „Es begeistert mich, dass es uns in den vergangenen fünf Jahren gelungen ist, über das durch die vielen kreativen Aktionen extrem gewachsenen Spendenaufkommen zum Global Player im Artenschutz zu werden. Dafür brauchen wir nicht nur gute Ideen und engagierte Partner vor Ort, sondern auch die Rückendeckung der Bevölkerung. Für diese großartige Unterstützung bedanke ich mich ganz herzlich.“ Als zoologischer und botanischer Garten setzt sich die Wilhelma auch für den Erhalt bedrohter Pflanzen und damit deren Artenvielfalt ein. Einen wesentlichen Beitrag leistet das internationale Programm zum Tausch von Samen. Bei diesem aufwändigen Verfahren ernten die Gärtnerinnen und Gärtner die Samen seltener Pflanzen im Wilhelma-Bestand, putzen, sortieren und katalogisieren sie. „Wir betreiben einen erheblichen Aufwand, damit verschiedene Einrichtungen seltene Arten in größerer Zahl kultivieren können. Das erhöht die Chancen, dass bedrohte Arten dauerhaft überleben können, falls es in einzelnen Institutionen zu Ausfällen kommt“, sagte Dr. Björn Schäfer, der Leiter des Fachbereichs Botanik. Die Wilhelma erntet pro Jahr die Samen von rund 600 Pflanzenarten und bietet diese rund 150 Botanischen Gärten und wissenschaftlichen Einrichtungen in 35 Ländern an. Pro Jahr gibt sie rund 2.500 Samenpäckchen ab und bezieht knapp 1.000, um den eigenen Bestand zu erweitern oder aufzufrischen.

Erlebnis-Zoo Hannover 07.06.2019
Meer Müll – Zeit zu handeln! Erlebnis-Zoo Hannover eröffnet neue Ausstellung zum Schutz der Meere in Yukon Bay
Robben, Schildkröten, Vögel– verfangen in Netzen und Verpackungsmüll. Fische, die zwischen Tüten, Deckeln und Verpackungen schwimmen. Gestrandete Wale, deren Mägen voll Plastik sind. Und Strände, übersät von Flaschen, Kanistern und Dosen. Diese Bilder sind Alltag geworden und ein großes Problem für Mensch, Tier und Umwelt! Mit einer eindrucksvollen Ausstellung im Lagerraum im Rumpf der Yukon Queen macht der Erlebnis-Zoo Hannover auf die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere und ihre verheerenden Folgen aufmerksam. Zum Tag des Meeres, am 8. Juni, eröffnet der Zoo die Plastikmüll-Ausstellung „Meer Müll“ in der Unterwasserwelt von Yukon Bay. Sieben verschiedene Stationen regen zum Entdecken, Staunen, Nachdenken und Handeln an. Das Meer ist der Lebensraum von Pflanzen, Fischen, Vögeln, Meeressäugern und vielen anderen Tieren – und er wird immer weiter zerstört. „Jährlich landen bis zu 12,7 Mio. Tonnen Müll in den Ozeanen und werden zu einer Gefahr für unsere Umwelt“, berichtet Zoo-Artenschutzreferentin Kathrin Röper, die für die Planung und Erarbeitung der Ausstellung verantwortlich ist. Präsentiert in der Optik eines Schiffs-Lagerraums wird das Thema Plastik und Meer-Müll an interaktiven Stationen, die in Kisten und Paletten eingearbeitet sind, edukativ und spannend vermittelt. Ein Quiz, Leuchtstationen, Filme, Drehpult, Fernrohre, ein großes Fischernetz voll Müll und eine Votingstation laden zu einer spielerischen und zugleich nachhaltigen Begegnung mit der komplexen Thematik ein. „Kunststoffe, die nicht recycelt werden, sondern die Umwelt vermüllen, werden zu einem immer größeren Problem und belasten nicht nur unsere Generationen, sondern auch noch viele weitere nach uns. Es ist zwar ein globales Thema, aber es entsteht durch lokales handeln. Müllvermeidung muss im alltäglichen Handeln verankert sein“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Mit dieser Ausstellung machen wir einmal mehr auf den nötigen Schutz der Weltmeere mit ihrem Artenreichtum aufmerksam, wollen aber auch Möglichkeiten zum Handeln aufzeigen.“ So wird in der Ausstellung auch der Weg vom vielseitigen und vor allem langlebigen Produkt Kunststoff zum Problem-Produkt beschrieben, die Wege des Mülls ins Meer werden nachvollziehbar präsentiert und Möglichkeiten der Müllvermeidung aufgezeigt. „Glücklicherweise wird schon viel geforscht und getan, um die Ozeane vom Müll zu befreien und die Menschen aufzuklären“, berichtet Artenschutzreferentin Kathrin Röper. Daher werden auch in der Plastikmüll-Ausstellung in der Yukon Queen immer wieder aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse vorgestellt. „Es liegt an uns, zu handeln und die Verschmutzung der Meere zu stoppen!“, fasst Röper zusammen. Tipp: Am Donnerstag, 13. Juni, referiert Prof. Torsten Schlurmann beim Late-Zoo um 19.30 Uhr über das Thema „Plastikmüll im Ozean und Küstenmeer – Ursachen und Wirkungen, Maßnahmen und Technologien“ und greift dabei anschaulich und spannend aufbereitet die Thematik der neuen Zoo-Ausstellung auf – das Müllproblem der Meere. Prof. Schlurmann hat als wissenschaftlicher Beirat an der Erarbeitung der Plastikmüll-Ausstellung mitgewirkt und einen prüfenden Blick auf Texte und Exponate geworfen.

Kölner Zoo 07.06.2019
Neugeborenes Flusspferd im Kölner Zoo ab sofort für die Besucher zu sehen
Der Ende Mai im Kölner Zoo geborene Flusspferdbulle ist ab sofort zu sehen. Besucher können ihn ab heute täglich morgens von 9 bis 12 Uhr (durchgehend und unabhängig von der Witterung) auf der Innenanlage und von 14 bis 17.30 Uhr (bei passender Witterung) auf der Außenanlage des Hippodoms beobachten. Dazwischen sind Jungtier und Mutter kurzzeitig hinter den Kulissen. Sollten die Temperaturen wider Erwarten nachmittags zu kühl sein, wird der Zoo den noch kälteempfindlichen Jungbullen mit Blick auf das Tierwohl in der Zeit zwischen 14 bis 17.30 Uhr ausnahmsweise nicht zeigen können. Er verbleibt dann in dieser Zeit in den nicht einsehbaren Bereichen. Vater „Albert“ und Tante „Afro“ bewegen sich im umgekehrten Rhythmus auf den Außen- und Innenanlagen – im Hippodom sind also durchgehend Flusspferde für die Besucher zu sehen. Der Zoo ist mit der Entwicklung des kleinen Flusspferds, das rund 50 Kilogramm auf die Waage bringt, sehr zufrieden. „Es verläuft alles reibungslos und wunschgemäß. Mutter, Jenny‘ wie auch unsere erfahrenen Tierpfleger machen einen tollen Job“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Die meiste Zeit ruht der Jungbulle entspannt neben der Mutter, was für dieses Alter völlig normal ist. Ab und an nimmt er einen kräftigen Schluck Milch. Er hat auch schon erste Runden in unserem Panoramabecken gedreht.“ Mutter „Jenny“ ist 29. Vater des Jungtiers ist der 26-jährige Bulle „Albert“. Auf der Kölner Anlage lebt zudem noch die 21-jährige Kuh „Afro“. Der Hippodom wurde 2010 zum 150-jährigen Zoojubiläum gebaut. Besucher können hier Flusspferde, Nilkrokodile, Antilopen, Erdferkel, exotische Vogelarten und andere Bewohner der Flussebenen Afrikas unter Wasser, aus der Vogelperspektive oder Auge in Auge beobachten. Am Pfingstwochenende beantworten Zoobegleiter als besonderen Service für die Besucher im Hippodom Besucherfragen. Hinweis: Der Hippodom schließt aus organisatorischen Gründen momentan ausnahmsweise um 17.30 Uhr und damit eine viertel Stunde früher als sonst. Alle anderen Tierhäuser im Kölner Zoo haben wie gewohnt bis 17.45 Uhr auf. Der Zoo hat die gesamten Pfingsttage über geöffnet. Flusspferde sind hochbedroht – Zoos engagieren sich für den Erhalt – Waren Flusspferde früher weit verbreitet, gelten sie heute als gefährdet. Die Gründe sind vielfältig. Hauptursache ist Lebensraumzerstörung. Es gibt kaum noch natürlich erhaltene Flusslandschaften. Durch die Verbauung der Flüsse sind viele der verbliebenen Populationen voneinander isoliert. In Regionen, wo der Siedlungsbau zu nah an die Lebensräume heranreicht, kommt es zu gravierenden Konflikten. Denn die schwergewichtigen Dickhäuter sind schreckhaft und dann aggressiv. Mitunter kommt es zu tödlichen Attacken auf Menschen. Gemeinsam mit Partner „Big Game Parks“, einer Naturschutzorganisation aus Swasiland, bemüht sich der Kölner Zoo um regionale Lösungen bei solchen Konflikten. So werden z.B. Uferbereiche eingefriedet oder Tiere, die immer wieder Schäden anrichten oder Menschen gefährden, in geschützte Gebiete umgesiedelt. Durch den Bau oder die Reparatur von Dämmen entstehen neue Stauseen und damit zusätzliche Lebensräume.

Zoologischer Garten Magdeburg 07.06.2019
Giraffenhaus wieder geöffnet: Giraffenbulle in Flaschenaufzucht
Jetzt ist es soweit: der kleine Giraffenbulle kann bestaunt werden. Die Rothschild-Giraffe erblickte überraschend für die Zoomitarbeiter am 1. Juni 2019 das Licht der Welt. Für die 6-jährige Giraffenkuh Shani war es die erste Geburt – sie hat das Jungtier nicht trinken lassen. Bei der Erstgeburt kann es aufgrund der Unerfahrenheit dazu kommen, das der Nachwuchs nicht angenommen wird. Um die weitere Entwicklung des Jungtieres nicht zu gefährden, fiel die Entscheidung das Jungtier mit der Flasche aufzuziehen. Das Giraffenkalb ist zirka 1,70 Meter groß und wiegt 56 Kilogramm. Derzeit ist es stundenweise mit der Mutter zusammen unter Aufsicht der Zootierpfleger und verbringt die Nacht getrennt von Shani und der Mitbewohnerin Zahra. Sechs bis sieben Mal täglich bekommt das Jungtier jetzt eine Flaschenmahlzeit. Es schafft aktuell eine Tagesration von 5 Liter bis 5,3 Liter. Anschließend gibt es von der Mutter Shani oder vom Zootierpfleger eine „Massage“ zur Förderung der Verdauung. Der kleine Giraffenbulle hat ein erhöhtes Ruhebedürfnis und liegt noch viel im Stroh. Ab sofort ist das Giraffenhaus wieder geöffnet und das Jungtier kann mit etwas Glück auch gut beobachtet werden. Im Interesse des Jungtieres bittet der Zoo darum, sich im Giraffenhaus ruhig zu verhalten.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 07.06.2019
Große Ehre für den Alpenzoo: Zoodirektor Dr. André Stadler leitet nun das Technical Assistance Komitee in der EAZA
Im April wurde Zoodirektor Dr. André Stadler zum Leiter des Technical Assistance Komitee der EAZA (Europäischer Verband der Zoos und Aquarien) ernannt. Die EAZA ist ein tiergärtnerischer Verband, dem ca. 300 Zoos und Aquarien angehören. Alle Zoos in diesem Verband müssen einen gewissen Standard in der Tierhaltung nachweisen. Das Technical Assistance Komitee fördert den Wissensaustausch zwischen eurpäischen Zoos und bietet praktische Unterstützung und Beratung bei Verbesserungen in Bereichen wie Tierschutz, Gehegedesign, Besucherservice, Bildung, Veterinärmedizin und Naturschutz. Es besteht aus erfahrenen Zoo-Mitarbeitern, das auf ein breites Spektrum von Experten wie Direktoren, Tierärzte, Kuratoren und Pädagogen zurückgreift, um alle zoobezogenen Bereiche abzudecken. „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich zum Leiter des Komitees ernannt wurde. Es ist eine Auszeichnung unserer Arbeit im Alpenzoo, und wir sind sehr stolz darauf“, so Zoodirektor Dr. André Stadler.

Opel-Zoo 06.06.2019
Horny Hörnchen im Opel-Zoo
Erstmalig Nachwuchs beim bedrohten Europäischen Ziesel. Bereits seit Mai erkundet der Nachwuchs einer kleinen, flinken und gefährdeten Tierart seine Außenanlage im Opel-Zoo: Es sind Jungtiere des Europäischen Ziesels, der zur Familie der Hörnchen gehört. Anders als das Eichhörnchen lebt der Ziesel jedoch in selbst gegrabenen Bauen unter der Erde. Dazu benötigt er trockene, sandige Böden und bewohnt daher steppenartige Lebensräume. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel- und Südosteuropa und wird durch die Karpaten geteilt. Ehemals kam er auch in Deutschland vor, die letzte deutsche Population im sächsischen Erzgebirge starb jedoch in den 1980er Jahren aus. Seit August 2018 hält der Opel-Zoo Europäische Ziesel auf einer neuen Anlage nahe des Streichelzoos. Die Anlage ist dem natürlichen Lebensraum der Ziesel unter anderem durch Bepflanzung und Bodenbeschaffenheit nachempfunden. Das scheint gut zu funktionieren, denn bereits im ersten Jahr sind mehrere Jungtiere zur Welt gekommen. Sie erkunden derzeit die Anlage und sind dabei sehr gut zu sehen. Besonders bei gutem Wetter kann man sie wunderbar beim Graben, Futtersuchen und Sonnenbaden beobachten. Um zum Erhalt des Europäischen Ziesels beizutragen, der in Deutschland bereits ausgestorben ist, werden die Jungtiere noch dieses Jahr einem Auswilderungsprojekt übergeben und in der Tschechischen Republik ausgewildert. Durch die Zucht und Auswilderung zahlreicher bedrohter Tierarten leistet der Opel-Zoo seit vielen Jahren einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Tiergarten Nürnberg 06.06.2019
Tiergarten-App geht an den Start
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg können sich jetzt Besucherinnen und Besucher mit einer Navigations-App dabei unterstützen lassen, sicher zu einem gewünschten Zielpunkt zu gelangen. Die von dem Engineering- Dienstleister Bertrandt im Auftrag des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. und in Kooperation mit dem Paritätischen, einem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, entwickelte App zielt besonders auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie auf Familien mit Kleinkindern und Senioren ab. Anhand individualisierbarer Routenkriterien können die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden, ob und wenn ja welche Barrieren für eine Navigation ausgeschlossen werden sollen. Das Ziel dieses Projekts ist es im Tiergarten, jeder und jedem barrierefrei den Zugang zu ermöglichen. „Es freut uns sehr, dass der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg mit diesem großzügigen Geschenk der neuen App den Tiergarten dabei unterstützt, den Besucherservice weiter zu modernisieren“, so Dag Encke, der leitende Direktor des Tiergartens Nürnberg. Seit 2013 diskutieren die Verantwortlichen im Tiergarten mit Bertrandt die Möglichkeiten einer Navigations-App im Kontext des Projekts „Fit für Inklusion“. Die Entwicklung der App begleiteten die „Experten in eigener Sache“. Das ist eine Gruppe Ehrenamtlicher des Paritätischen in Nürnberg mit körperlichen Einschränkungen. Sie standen nicht nur für fachspezifische Informationen zur Verfügung, sondern testeten die Prototypen der App mehrfach direkt im Tiergarten. Die App- Entwicklung erfolgte auch in enger Abstimmung mit der Tiergartenleitung und durch ständige Vor-Ort-Checks. Vor dem ersten Einsatz der App können sich die Nutzerinnen und Nutzer anhand eines Tutorials über die Inhalte informieren und festlegen, ob sie Barrieren wie Steigungen, Treppen, Oberflächen und sonstige Hindernisse bei ihrer geplanten Wegstrecke meiden möchten. Barrierefreie Einrichtungen wurden speziell gekennzeichnet. Mit Hilfe der Schnellnavigation können Ernstfallziele wie Defibrillatoren, Toiletten oder die Gastronomie direkt angesteuert werden. In der App wurden sogenannte Points of Interest, das sind häufig gesuchte Orte im Tiergarten, definiert und in die Routingfunktionalität eingebunden.Die Routen- und Zielführung basiert auf GPS mit einer Genauigkeit von bis zu drei Metern. Ziele sind Tieranlagen, Sitz- und Picknickplätzen sowie Essensgelegenheiten und Ernstfallziele. Technisch erfolgt die Darstellung der Informationen über ein kundenspezifisches Content-Management- System, hier im Zusammenspiel mit der Internetseite des Tiergartens. Zielgruppen der Tiergarten-App sind Menschen mit und ohne Einschränkung. Personen mit Geh- und Seheinschränkung erhalten in der Inklusions-App eine besondere Unterstützung. In einer zweiten Ausbaustufe wird die App mit Audiotexten erweitert.

Kölner Zoo 06.06.2019
Startschuss der Umbauarbeiten: Historisches Südamerikahaus im Kölner Zoo wird umfangreich saniert – Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert das Vorhaben mit 200.000 Euro
Generationen von Kindern aus dem Rheinland und ganz NRW haben im Historischen Südamerikahaus des Kölner Zoos bereits exotische Tiere bestaunt. Nun erfolgt der denkmalgerechte Umbau des traditionsreichen Bauwerks von 1899 zu einer frei begehbaren Regenwaldlandschaft für Affen, Piranhas, Salzkatzen, Vögel und Faultiere. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt das Bauvorhaben. Sie stellt dank zweckgebundener Spenden und der Lotterie GlücksSpirale von WestLotto insgesamt 200.000 Euro für die Restaurierung der Türme und der Außenhülle zur Verfügung. Konkret fließt das Geld in Arbeiten an den Unterzügen der Ringbalken, der Mauerkrone und in Teile der Dachkonstruktion. Zudem werden Korrosionsschutzarbeiten, Beiz- und Klempnerarbeiten gefördert. Das Südamerikahaus zählt zu den über 460 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen unterstützen konnte. Den symbolischen Fördervertrag übergaben Lutz Heitmüller, Vorstand der DSD, und Jörg Erich Schubert, Ortskurator Köln der DSD, heute bei einem Pressetermin am Südamerikahaus den Zoovorständen Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Wir danken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sehr für diese Förderung. Die Realisierung eines so großen und ambitionierten Bauvorhabens, wie der Zoo es an dieser Stelle angestoßen hat, wäre ohne solche Partner schlicht nicht möglich“, so die Zoo-Vorstände. Den Dank bekräftigte der ebenfalls anwesende Kölner Stadtkonservator Dr. Thomas Werner. Medienvertreter hatten parallel zur Vertragsübergabe die Möglichkeit, einen Blick hinter die Baustellenkulissen zu werfen. Die Arbeiten wurden vor rund vier Wochen aufgenommen. Das Südamerikahaus ist seitdem für Besucher vorrübergehend geschlossen. Seine früheren Bewohner, die Roten Brüllaffen, sind nun im in direkter Nachbarschaft liegenden Kleinen Südamerikahaus zu sehen. Gäste können sich am großen Holzzaun, der die Baustelle einfasst, auf Infotafeln ein detailliertes Bild über das künftige Aussehen dieses in dieser Form europaweit einzigartigen Hauses machen. Nach Sanierung und Umbau werden Zoobesucher hier eine attraktive Regenwaldlandschaft beschreiten, in der sich u.a. Affen, Vögel und Faultiere frei bewegen können. Zudem sind Anlagen für Piranhas, Salzkatzen und weitere Tiere Mittel- und Südamerikas vorgesehen. Die Kosten dafür liegen bei 8 Millionen Euro. Das Südamerikahaus zählt neben dem Antilopenhaus und der Direktorenvilla zu den ältesten Bauten aus der Gründungszeit des Zoos und ist unverzichtbarer und prägender Bestandteil des Gesamt-Ensembles. Das von Bäumen umsäumte Gebäude ist in seinen Formen einer russisch-orthodoxen Kirche nachempfunden. Der in Gelb und Weiß gehaltene Bau besteht aus einem Mittelschiff mit Apsis, zwei Seitenschiffen und vier flankierenden Ecktürmen auf quadratischen Grundrissen. Die beiden Nordtürme sind schlanker als die wuchtigeren Südtürme. Kielbogige Blendgiebel leiten zu achteckigen Turmaufbauten über, die im Norden als durchfensterte Tambours und im Süden massiv gestaltet sind. Gestreckte Kuppeln mit Laternen und bekrönenden Zwiebeldächern schließen die Türme ab. Lisenen und Bögen gliedern die Fassaden. Das äußere Erscheinungsbild hat sich weitgehend original erhalten. Der Innenraum und das Hauptdach sind aufgrund von Kriegsschäden in der Nachkriegszeit verändert worden. Der Zoo wird das Südamerikahaus nach Fertigstellung zu Ehren seines Großspenders in Arnulf-Reichert-Haus benennen. Weitere Mittel für den Umbau des Südamerikahauses kommen von der NRW-Stiftung, die einen Teil der Mehrkosten für die denkmalgerechte Sanierung übernimmt, sowie von der Stadt Köln.

Neunkircher Zoo 06.06.2019
FLÖCKCHEN mit ABORI im Mutterglück – Schneeweißes Jungtier von Albino-Känguru FLÖCKCHEN im Neunkircher Zoo heißt jetzt ABORI
Im Jahr 2017 hat das erste schneeweiße Albino-Jungtier im Neunkircher Zoo den Beutel seiner Mutter verlassen und wurde in einer öffentlichen Abstimmung auf den Namen FLÖCKCHEN getauft. FLÖCKCHEN hat das schneeweiße Fell, eine rosafarbene Nase und die rötlichen Augen als typische Merkmale eines Albinos. Diese besondere Laune der Natur kommt nur sehr selten vor und die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein Albino geboren wird liegt bei nur 1:20.000. Albinismus allgemein ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen der körpereigenen Farbpigmentherstellung. Nachdem im letzten Frühjahr mit WILLIAM das erste männliche weißes Känguru im Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen eingezogen war, blieb es lange Zeit spannend, ob Flöckchen und er zusammen Eltern werden. Dieses Rätsel konnte vor einiger Zeit gelöst werden: WILLIAM hat mit MANYA, der Mutter von FLÖCKCHEN, ein braun gefärbtes Jungtier gezeugt, aber auch FLÖCKCHEN hat erstmalig Nachwuchs. Dieses Jungtier ist aber wie seine beiden Eltern ein schneeweißes Känguru, das wie sein Halbgeschwisterchen immer öfters bereits den Beutel verlässt. Tochter oder Sohn von FLÖCKCHEN jetzt mit Namen ABORI – Das Geschlecht des ungefähr zehn Monate alten Jungtieres ist immer noch nicht bekannt, um die Mutter-Kind-Bindung nicht zu gefährden. Zusammen mit den kleinen und großen Fans hat der Neunkircher Zoo sich aber in den letzten Wochen auf Namenssuche für dieses weitere besondere Jungtier begeben. Aus über 100 teilweise sehr kreativen Vorschlägen wurden vom Neunkircher Zoo-Team die beiden Favoriten BRUNY (nach Bruny Island) und ABORI (Abkürzung der Aborigines) auserkoren, die je für ein Männchen und Weibchen passend sind. Mehrere hundert Stimmen wurden auf der Facebook-Seite des Neunkircher Zoos abgeben und die Mehrheit hat sich letztendlich für ABORI entschieden. Dieser Name konnte nun von Kurator für Kängurus und Neunkircher Zootierarzt Mark Eichelmann, sowie Bürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen und Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo GmbH Jörg Aumann bekannt gegeben werden. Aumann unterstreicht: Wir freuen uns sehr, dass unser weißes Känguru-Baby jetzt auch einen Namen hat. Abori hat bereits jetzt einen festen Platz im Herzen der kleinen und großen Zoofans und ich bin sicher, dass dieser Sympathieträger viele weitere Besucherinnen und Besucher für unseren Zoo begeistern wird. Pate gesucht – Normalerweise beträgt der Patenschaftsbeitrag für ein Bennett-Känguru 200 Euro. Das besondere schneeweiße Jungtier von FLÖCKCHEN und WILLIAM sucht aber gegen Höchstgebot zu Gunsten der weiteren Aufwertung der Känguruhaltung im Neunkircher Zoo noch einen Tierpaten. Allgemeines zu Bennett-Kängurus – Bennett-Kängurus, auch Rotnackenwallabys, sind eine mittelgroße Känguruart und erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu einem Meter, eine Schwanzlänge von bis zu 75 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 19 Kilogramm. Die Tragzeit bei Bennett-Kängurus beträgt rund 30 Tage, das Neugeborene, anfangs in der Größe eines Gummibärchens, verbringt seine ersten neun Lebensmonate fast komplett im Beutel der Mutter und wird mit einem Jahr erst entwöhnt. Mehr erfahren auch unter www.neunkircherzoo.de und auf der facebook-Fanpage des Neunkircher Zoos

Zoo Dresden 06.06.2019
Vier Humboldtpinguine im Zoo Dresden verstorben
Im Zoo Dresden kam es zu stärkeren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Pinguinpaaren, die zum überraschenden Tod von vier körperlich gesunden Tieren führten. Im Zoo Dresden gab es in diesem Jahr drei brütende Pinguinpaare. Zwei Paare haben ihre Eier erfolgreich ausgebrütet, sodass sich der Zoo über vier Jungtiere freuen konnte. Bei dem dritten Paar hatte die Befruchtung des Eies nicht geklappt. Nachdem mit dem Schlupf eines Kükens schon länger nicht mehr zu rechnen war, wurde das Ei aus dem Nest entfernt, da es mit der Zeit faulig und somit auch zu einem gesundheitlichen Risiko für die Pinguine werden konnte. Offenbar hierdurch ausgelöst entschied sich dieses Pinguinpaar am 21. Mai, die Bruthöhle eines der anderen beiden Paare mit zwei ca. 10 Tage alten Küken aufzusuchen und diese Höhle zu übernehmen. Dabei wurden beide Küken (ca. 300 und 500 g Körpergewicht) von dem fremden Paar angegriffen und getötet. Obwohl sich das Pinguin-Pärchen zunächst in der übernommenen Höhle niederzulassen schien, kam es am 25. und 26. Mai erneut zu heftigen Attacken, die dieses Mal jedoch gegen die Elterntiere der noch verbliebenen zwei Jungvögel gerichtet waren. Die Altvögel verstarben kurz nach den Angriffen vermutlich an einem stressbedingten Herzkreislaufversagen. Beide Pinguine befanden sich in sehr guter körperlicher Verfassung und wiesen keine weiteren Erkrankungen auf. Ein Zusammenhang mit den Problemen früherer Jahre kann mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden. Die beiden bereits rund 1,5 kg schweren Jungvögel, die sich bis dahin sehr gut entwickelt hatten, blieben unverletzt und werden nun von den Tierpflegern mit der Hand aufgezogen. Aufgrund ihrer Größe können sie bereits mit kleinen Fischen gefüttert werden. Die Jungtiere sind stabil und entwickeln sich gut. Ein vergleichbares Verhalten bei ausgewachsenen Pinguinen wurde von unseren Mitarbeitern trotz teils jahrzehntelanger Erfahrung im Zoo Dresden noch nicht beobachtet und kam daher völlig unerwartet. Ähnliche Verhaltensweisen sind bei anderen Pinguinarten im Freiland jedoch nicht unbekannt. Da es nun keine weiteren Nester mehr gibt, besteht aller Wahrscheinlichkeit nach keine Gefahr erneuten aggressiven Verhaltens. Somit erscheint es auch aktuell nicht notwendig, spezifische Maßnahmen zu ergreifen. Bei einer nachfolgenden Brut werden aber auch offensichtlich unbefruchtete Eier länger in den Nestern liegen gelassen oder durch Kunsteier ersetzt. Somit kann das Brutverhalten zunächst weiter ausgelebt werden bis andere Paare Brut sowie Jungvogelaufzucht beendet haben und nicht mehr gefährdet sind.

Zoo Hannover 05.06.2019
„Flugsaurier“ und andere junge Wilde – Babyboom im Erlebnis-Zoo Hannover
Es erinnert an einen Flugsaurier aus einer längst vergessenen Zeit: Das Jungtier der Pelikane im Erlebnis-Zoo Hannover ist dunkelgrau, hat grau-grüne-Augen und ledrig-faltige Haut – und fällt damit unter dem hellrosa Gefieder seiner Eltern umso mehr auf. Ihr Nest haben die Pelikane direkt neben dem Wasserfall am Besucherweg gebaut, und so wurde der Werdegang des „Kükens“ von frischgeschlüpft-rosa bis flugsaurier-grau von vielen Fotografen verfolgt. Gleich gegenüber brüten die Flamingos direkt am Sambesi auf ihren Lehmhügel-Nestern. Ein flauschig-graues Küken wurde bereits gesichtet, das den Schnabel immer mal wieder unter dem Gefieder der Eltern herausstreckt. Und auch bei den Pinguinen in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay sind zwei Küken geschlüpft – Evan und Steven, wie die Tierpfleger sie nennen, sind aber noch so gut versteckt, dass sie erst in einigen Wochen zu sehen sein werden. In Yukon Bay tummelt sich weiterer Nachwuchs: 20 kleine Präriehunde erobern zurzeit ihre Anlage und das am 20. Mai geborene Karibu-Kalb „Norma“ kann jetzt mit ihrem am 29. Mai geborenen Halbbruder „Forrest“ toben. Ein ganzer Antilopen-Kindergarten ist zurzeit am Sambesi unterwegs: Gleich acht kleine Impalas (Schwarzfersenantilopen) erkunden zurzeit stundenweise ihre Anlage und üben sich im Hoch- und Weitsprung. Die ersten Wochen verbrachten die Antilopen hinter den Kulissen, lernten erst ihre Mütter und dann die Impala-Gruppe kennen, bevor sie gemeinsam als starker „Kindergarten“ die Welt erobern. Am 24. Mai kam ein Mini-Quartett mit Schwimmhäuten und Nagezähnen zur Welt. Die vier kleinen Wasserschweine können bereits schwimmen und tauchen und sind ab jetzt stundenweise auf der Außenanlage zu sehen. Übrigens: Bis der kleine Flugsaurier bei den Pelikanen das rosa Gefieder seiner Eltern bekommt, wird es noch einige Monate dauern…

Zoo Onsabrück 05.06.2019
Zoo Osnabrück: Tierarztbesuch bei Polarfuchskindergarten – Nachwuchs bei Zebras und Hudson Bay-Wölfen
Besucher können im Zoo Osnabrück einen regelrechten Kindergarten bei den Polarfüchsen beobachten: Insgesamt kuschelt gleich zehnfacher Nachwuchs auf der Anlage. Freude herrscht auch bei den Zebras und Hudson Bay-Wölfen, denn dort wurden ebenfalls Jungtiere geboren. Besonders viel zu tun hat neuerdings Polarfuchsweibchen Lisa, denn Anfang Mai brachte sie insgesamt 10 Jungtiere zur Welt. In der Höhle der neuen Anlage in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ kam der Nachwuchs blind und taub zur Welt. Für die Tierpfleger ist dies zwar nicht der erste Polarfuchsnachwuchs, jedoch ist die Erfahrung, die Entwicklung der Jungtiere auch in so frühen Stadien beobachten zu können, neu: „In den vorherigen Anlagen buddelten sich die Polarfüchse eine Wurfhöhle und wir konnten die Jungtiere erst sehen, wenn sie alt genug waren, herauszukommen. In dieser Anlage gibt es aber extra einen Innenbereich, den Lisa auch glücklicherweise tatsächlich als Wurfhöhle nutzt“, erklärte Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin. Polarfüchse verlassen die Wurfhöhle erst einige Wochen nach der Geburt, wenn sie sehen und hören können. Um der Familie ein wenig Ruhe zu gönnen, sperrten die Tierpfleger den Bereich mit der Scheibe zum Innenbereich für Besucher ab. „In den nächsten Tagen öffnen wir den Bereich für Besucher wieder, denn auch für sie ist es natürlich spannend, die kleinen Raubtiere zu beobachten“, so Boss. Auf Polarfuchs Lisa kommt besonders viel Arbeit zu, denn eigentlich teilen sich Polarfuchs-Eltern die Jungenaufzucht – ihr Partner Louis verstarb jedoch vor wenigen Wochen. Untersuchungsmarathon beim Zootierarzt – Ein wahrer Untersuchungsmarathon wartete auf Zootierarzt Thomas Scheibe: „Das besondere Augenmerk bei dieser Untersuchung liegt auf der körperlichen Entwicklung. Wir schauen, ob die Tiere fit und vital sind, prüfen den Nabel, ob Fell und Augen glänzen und ob schon die ersten Zähnchen zu sehen sind. Nach dem Wiegen ermitteln wir das Geschlecht und verabreichen den Kleinen eine Entwurmung“, erklärte der Wildtierarzt die anstehende Untersuchung. Ganz vorsichtig nahm er ein Jungtier nach dem anderen in die Hände, jedes etwa 20 Zentimeter groß. Besonders interessant sei die Fellfärbung, die jetzt schon deutlich zu sehen ist. „Bei Polarfüchsen gibt es zwei Farbeinschläge: weiß und blau-grau. Manche der Jungtiere sind heller, andere dunkler und wieder andere irgendwo dazwischen – jeder eben ganz individuell“, so Scheibe. Am Ende der Untersuchung bekam jedes Jungtier einen Micro-Chip zur eindeutigen Identifizierung eingesetzt, ähnlich wie bei Haustieren. Insgesamt leben vier Männchen und sechs Weibchen im Polarfuchs-Kindergarten. Für die wichtige Grundimpfung haben die Jungtiere bereits einen neuen Termin beim Zootierarzt: „Die Impfungen können wir erst geben, wenn der Nachwuchs etwa acht Wochen alt ist“, erklärt Thomas Scheibe. Erster Zebranachwuchs seit 20 Jahren – Die Untersuchung von Jungtieren steht bei dem Veterinär im Zoo Osnabrück derzeit auf der Tagesordnung: Am 14. Mai brachte Chapman-Zebra Jule in den frühen Morgenstunden ein Jungtier zur Welt – der erste Zebranachwuchs im Zoo Osnabrück seit rund 20 Jahren. „Das Jungtier war noch etwas wackelig auf den Beinen, aber es konnte schon allein stehen“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. „Zebras bringen ihre Fohlen innerhalb weniger Minuten zur Welt und dann dauert es ebenfalls nur wenige Minuten, bis sie stehen. Das ist wichtig, denn Zebras sind Fluchttiere“, so der Biologe weiter. Bereits am Tag der Geburt stand die erste tierärztliche Untersuchung an. „Zootierarzt Thomas Scheibe und ich haben den Gesundheitszustand des Nachwuchses geprüft, geschaut, welches Geschlecht es hat und ihm einen Micro-Chip eingesetzt“, so Klumpe. Das Jungtier sei ein gesunder Hengst. Einen Namen durfte der Revierleiter des Nashornreviers Franz-Josef Schelshorn aussuchen, denn das Fohlen kam passend zu seinem Geburtstag zur Welt. Auch für ihn ist der Nachwuchs etwas ganz Besonderes: Es der erste Zebranachwuchs im Zoo Osnabrück, den er betreut. „Das Fohlen haben wir ‚Franz das Zebra‘ getauft“, freut sich Schelshorn. „Franz das Zebra macht sich prächtig: Er ist immer in der Nähe seiner Mutter, liegt herum, läuft mit ihr mit oder kaut auch schon mal ein bisschen auf dem Gras herum, das Mutter Jule zu fressen bekommt.“ Derzeit sind Jule und Franz das Zebra noch von Hengst Django getrennt: „Wir gönnen dem Jungtier erst einmal ein bisschen Eingewöhnungszeit, bevor es seinen temperamentvollen Vater und die anderen Mitbewohner nach und nach kennenlernt. Ganz langsam gewöhnen wir sie dann aneinander.“ Nach und nach soll Franz das Zebra dann auch die beiden Pinselohrschweine Hanni und Nanni sowie die drei Nashörner Amalie, Lia und Miguelin kennenlernen. Nachwuchs bei den Hudson Bay-Wölfen – Am Schölerberg herrscht ein regelrechter „Babyboom“: Auch die Hudson Bay-Wölfe in der Tierwelt „Manitoba“ haben Nachwuchs. „Die Wölfe haben eine unterirdische Wurfhöhle gegraben, in der die Jungtiere sich die erste Zeit aufhalten. Ab und zu trägt das Weibchen den Nachwuchs schon nach draußen“, erklärt Klumpe. Wie viele Jungtiere dort lebten, sei noch nicht sicher. „Wir lassen der Familie erst ein wenig Zeit, bevor wir den Nachwuchs das erste Mal untersuchen. In wenigen Wochen wissen wir dann aber mehr.“ Wissenswertes zum Polarfuchs (Alopex lagopus) Polarfüchse leben in Polarregionen (Finnland, Schweden, Norwegen, USA, Alaska, Kanada, Russland, Grönland und Island). Sie sind tag- und nachtaktiv. Die Tiere sind Allesfresser und leben „flexibel“ als Paar, in Familiengruppen oder Erwachsenengruppen ohne Jungtiere. Polarfüchse haben feste Reviere, deren Größe je nach Nahrungsangebot und Besiedelungsdichte variiert. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 50 bis 70 cm, die Schwanzlänge 28 bis 40 cm, die Schulterhöhe 28 bis 32 cm und das Gewicht 2,5 bis 9 kg. Beeindruckend ist das Fell der Polarfüchse. Sie haben ein Winter- und ein Sommerfell. Das Sommerfell ist nur halb so dick und hat weniger als halb so viel Unterwolle wie das Winterfell. Mit dem dicken Winterfell, das zu 70 Prozent aus Unterwolle besteht, können sie Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius aushalten. Es gibt zwei Farbschläge beim Polarfuchs, den Weißfuchs und den Blaufuchs. Während das Sommerfell bei beiden dunkelgrau ist, hat der Weißfuchs ein fast rein weißes Winterfell, beim Blaufuchs färbt sich das Winterfell in verschiedenen Nuancen von grau, braun bis zu blau. Die zwei verschiedenen Farbschläge können in einem Wurf vorkommen. Die Füße der Polarfüchse sind dicht behaart, so können sie gut geschützt über Eis und Schnee laufen. Der Polarfuchs gilt weltweit nicht als gefährdet, in Skandinavien und Finnland ist er jedoch als bedroht eingestuft und es gibt Schutzmaßnahmen der EU. Wissenswertes zum Hudson Bay-Wolf (Canis lupus hudsonicus) Der Hudson Bay Wolf lebt nördlich und westlich der Hudson Bay (Kanada) in den Provinzen Manitoba, Nunavut und in den North West Territories. Diese Unterart des Wolfes ist vergleichsweise zu anderen Unterarten sehr hochbeinig. Die weißen Wölfe besitzen ein Fell mit dichter Unterwolle bis zu 6.500 Haare pro Quadratzentimeter – damit schützt sie das Fell vor Temperaturen von unter minus 50°Celsius. Wie alle Unterarten des Wolfes lebt der Hudson Bay Wolf im Rudel. In der Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Kleinsäuger wie Schneehasen, aber auch Karibus und Elche, die sie im Rudel jagen. Wissenswertes zum Chapman-Zebra (Equus burchellii chapmani) Das Chapman-Zebra ist eine Unterart des Steppenzebras. Es besitzt ein Stockmaß von etwa 120 Zentimetern und eine Körperlänge von rund 200 Zentimetern. Er wiegt bis zu 250 Kilogramm. Chapman-Zebras leben in kleinen Familienverbänden, die von einem Leithengst angeführt werden. Die Tragzeit liegt bei 12 Monaten und das Jungtier wiegt bei der Geburt etwa 30 Kilogramm. Champan-Zebras sind im westlichen Sambia, Simbabwe, Botswana sowie Südafrika beheimatet.

Zoo Salzburg 05.06.2019
Nachwuchs bei den Alpensteinböcken: Aller gute Dinge sind drei
Am 24. und 25. Mai hat jeweils ein Alpensteinbock-Kitz im Zoo Salzburg das Licht der Welt erblickt. Fünf Tage später kam ein weiteres gesundes Jungtier zur Welt. Steinbock-Kindergarten – Nach einer Tragzeit von rund 6 Monaten brachten die drei Salzburger Geißen ihre Kitze zur Welt. Schon wenige Stunden nach der Geburt folgen junge Steinböcke ihren Müttern ins felsige Gelände. Trittsicherheit ist den Kleinen in die Wiege gelegt! Es wird nicht mehr allzu lange dauern, dann kann man die Kleinen bei akrobatischen Sprüngen und kleinere Rangeleien im Felsen beobachten. Die Geißen lassen ihren Nachwuchs nicht aus den Augen. Nach den übermütigen Spielen stärken sie sich bei ihren Müttern. Beinahe ausgestorben – Vor über 100 Jahren stand es schlecht um den Fortbestand des Alpensteinbocks. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts existierte nur mehr eine kleine Restkolonie im italienischen Aostatal in der Region um den Gran Paradiso. Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner berichtet: „Seit Jahrzehnten stellt die internationale Zoogemeinschaft Alpensteinböcke für Bestandsauffrischungen in verschiedenen Alpenregionen zur Verfügung. Der Zoo Salzburg hat sich in den vergangenen Jahren mit über 30 Tieren an diesen Projekte in den Alpen beteiligt“.

Zoo Basel 05.06.2019
Bunter Nachwuchs bei den Rentieren – Drei Rentiere in den Farben weiss und braun sind im Mai im Zoo Basel zur Welt gekommen.
Die drei jungen Rentiere spazieren, immer nahe bei den Müttern, über die Anlage im Zoo Basel. Die Jungtiere vom 23. und 25. Mai sind beide braun und das älteste Junge vom 01. Mai ist schneeweiss und hat blaue Augen. Neugeborene Rentiere sind, anders als die meisten Hirschkälber, nicht gefleckt, sondern einfarbig grau, weiss, braun oder beige. Zarte Rentierkinder – Neugeborene Rentiere sind sehr zart und sehen mit ihren langen Beinen eher fragil aus. In den ersten zwei Tagen nach der -meist nächtlichen – Geburt werden sie das erste Mal gewogen. Ideal ist ein Geburtsgewicht von mindestens fünf Kilogramm. Das blauäugige weisse Junge war mit vier Kilogramm eher ein Leichtgewicht. Rentierjungtiere folgen ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. Wichtig ist, dass sie in den ersten Stunden saugen, nur dann produziert die Mutter die antikörperreiche Kolostralmilch. Die Antikörper schützen in den ersten Lebenswochen, bevor das eigene Immunsystem ausgebildet ist, vor Krankheiten. Ein weiteres wichtiges Indiz ist der Abgang des sogenannten Darmpechs, so nennt man den Darminhalt eines ungeborenen Jungtieres. Folgt dem Darmpech der gelbe „Milchkot“, kann man sicher sein, dass das Junge bei der Mutter getrunken hat. Rentiere sind heikle Esser – In ihrer nordischen Heimat fressen Rentiere vor allem energiereiche Flechten. Im Zoo sind sie sehr wählerisch und erhalten eine ausgeklügelte Diät: Sie erhalten ein sehr fein geschnittenes Kräuter-Gras sowie klein geschnetzelte Randen und Fenchel. In Wasser aufgequollene Trockenrübenschnitzel, Pellets und ein Mineralstoffzusatz bereichern den Menüplan zusätzlich. Im Sommer erhalten sie täglich frisch geschnittenes Gras, welches aber nicht zu grob sein darf, sonst lassen sie es links liegen. Rentiere – in vieler Hinsicht speziell – Rentiere sind die einzige je zum Haustier gewordene Hirschart und die einzige, bei der auch das Weibchen ein Geweih trägt. Bei ihren jahreszeitlichen Wanderungen umfassen ihre Herden gebietsweise mehrere 100’000 Tiere und mit 5000 Kilometern machen sie die längste Wanderung von Landsäugern überhaupt. Noch mit einer weiteren Spezialität warten Rentiere auf: Wer ganz still vor der Anlage steht, hört ein regelmässiges, leises Klicken. Das Geräusch stammt von einer Sehne am Hinterbein, die beim Gehen über den Knochen streift. Von den drei Jungen im Zoo Basel ist eines ein Männchen und zwei sind Weibchen. Die Rentierherde im Zoo Basel umfasst derzeit 11 Tiere. World Oceans Day Samstag, 8. Juni 2019, 13.30 – 17.30 Uhr – Am 8. Juni macht der Zoo Basel, wie viele andere Zoos weltweit auch, anlässlich des «World Oceans Day» auf die Bedeutung der Meere aufmerksam. An diesem Tag dreht sich alles um das Thema «Das Meer entdecken». Es wird ein Spezialprogramm im und ums Vivarium geben. Unter anderem kann man mit seinem Forschungsheft auf Expidition gehen und mit spannenden Aktivitäten das Meer entdecken.

Tierpark Bern 04.06.2019
Eröffnung der Ausstellung «DAS TIER IN MIR»
Ist der Mensch nicht auch ein Tier? Nicht nur das Tier, sondern auch der Mensch wird in dieser einzigartigen Ausstellung im Tierpark Bern in den zoologischen Blick genommen. Claude Kuhn und Simon Haller regen in «DAS TIER IN MIR» mit provokativ-humorvollen Interventionen das Publikum an zum Sinnieren über Verblüffendes zu Mensch und Tier – über Vertrautes und doch so Fremdes. Ausstellung im Dählhölzli – Mensch, wie viel Tier steckt in dir? Tier, was ist anders an dir? Wer darf sich «Krone der Schöpfung» nennen? Zehn Interventionen im Dählhölzli gehen diesen Fragen nach – mit Geschichten über Hundekot und Tagespresse, Entenflosse und Antifrostmittel, über zwei Biberzähne und unsere Dritten, über Leopardenschlaf und Schlafcoaching. In solchen Gegenüberstellungen entsteht Überraschendes, Queres und Inspirierendes. Intervention im BärenPark – Der Bärengraben wiederum bietet einen Blick in den Tierhimmel mit Horoskopen inklusive Schattenseiten. Und es kommen sogenannte Zeotropen zum Einsatz, optische Geräte, mit denen einst die Bilder laufen lernten, noch bevor der Film erfunden war. Gassenkino im Loeb-Schaufenster – Vom 4. bis 16. Juni wird im Loeb-Schaufenster ein Gassenkino für jedermann eingerich-tet. Schauen Sie Ihresgleichen zu. Tierisch, was sich im Alltag offenbart. Die Szenerie wird kommentiert aus der Sicht von Filzlaus, Affe, Regenwurm, Pfau und vier weiteren Tieren. Nicht verpassen! Das Modell Mensch hat sich seit seiner Erfindung kaum verändert. Noch heute teilt der Mensch sein Erbgut zu 98,3% mit jenem vom Schimpansen. Er isst, scheisst, schläft, jagt, sammelt, schuftet und vermehrt sich. Er dreht auf dem Karussell von Brunft, Begattung, Nesteln, Aufzucht und flügge werden. Zwar verlängert er sein Gastspiel auf der Erde, aber das Spiel bleibt dasselbe.

Thüringer Zoopark Erfurt 04.06.2019
60 Jahre Zoopark: Neuer Zooparkführer ist erschienen
Pünktlich zum Jubiläumsjahr ist der neue, 130 Seiten starke, Zoopark-Wegweiser erschienen. Darin werden die tierischen Zooparkbewohner ausführlich und mit schönen Fotos vorgestellt. Die Broschüre enthält aber auch wissenswertes rund um das Thema Zootierhaltung. Bedeutet natürlich auch automatisch gut fürs Tier? Welche Aufgaben haben Zoos heute in der Gesellschaft? Neben den aktuellen Gehegen und Tierbeständen sind zum 60. Geburtstag des Zooparks auch historische Anlagen und ehemalige Tierarten wie Eisbär, Nasenaffen oder Tiger mit aufgeführt. Der Zoowegweiser kostet nur 4 Euro und ist direkt an der Zookasse erhältlich. Wer ihn kauft, leistet auch noch etwas für den Artenschutz: 1 Euro je Broschüre wird für die Kampagne „Silent Forest: das Schweigen der Wälder“ gespendet. Von dem Geld werden dringend benötigte Auffang- und Zuchtstationen für die bedrohten Singvögel Asiens gebaut.

Zoo Wuppertal 04.06.2019
Montage der Stahlbögen für ARALANDIA
Die neue Freiflugvoliere für Aras, Sittiche und Flamingos im Grünen Zoo Wuppertal, ARALANDIA, nimmt immer weiter Gestalt an. In dieser Woche findet die Montage der großen Metallbögen, die die Voliere überspannen werden, statt. Der kleinste der insgesamt sieben Bögen wurde bereits Ende April aufgestellt, nun folgen die sechs weiteren Bögen. Gestern wurde zunächst der längste Bogen aufgerichtet, im Laufe der nächsten Tage sollen dann auch die restlichen Bögen folgen. Die Montage der Stahlbögen gehört sicherlich zu den spektakulärsten Bauabschnitten von ARALANDIA. An den sieben Stahlbögen wird später das Netz befestigt, das die 1.100 Quadratmeter große, begehbare Freiflugvoliere von ARALANDIA überdecken wird. Der kleinste der bis zu 10 Meter hohen Bögen hat etwa 20 Meter Spannweite, der längste ist über 30 Meter lang. Die ungewöhnliche Bogenkonstruktion bildet gleichsam das Rückgrat der Voliere, deren Architektur sich an der Form eines Vogelflügels orientiert und die zugleich auch eine Reminiszenz an eine historische Vogelvoliere an dieser Stelle darstellt. Wegweisend ist auch das zoologische Konzept von ARALANDIA, in der eine Art Hochzeitsvoliere für bedrohte Aras entstehen wird. Neben diesem wichtigen Beitrag zum Ex Situ-Artenschutz unterstützt der Zoo-Verein gemeinsam mit dem Zoo auch Projekte im natürlichen Verbreitungsgebiet der Aras, die sich dem Schutz und der Erhaltung bedrohter Aras widmen. ARALANDIA ist das bislang größte Projekt des Zoo-Verein Wuppertal e.V. und beschert dem Grünen Zoo ein spektakuläres neues Highlight und Alleinstellungsmerkmal. Es wird vollständig vom Zoo-Verein durch Mitgliedsbeiträge, Zuwendungen und Nachlässe finanziert und von der vom Verein betriebenen Zoo-Service Wuppertal GmbH als Bauherr umgesetzt. Den Bau der angegliederten sanitären Anlagen für Besucher unterstützt die Stadt als Betreiberin des Grünen Zoos mit 250.000 Euro. An der Aktion „Netzpaten“, bei der man symbolisch die Patenschaft für ein Stück des Netzes übernehmen kann, beteiligen sich mittlerweile fast 350 sogenannte Netzpaten in den verschiedenen Kategorien „Standard“, „Bronze“, „Silber“, „Gold“ und „Diamant“. Der Zoo-Verein freut sich sehr über diese großartige Unterstützung, die bereits über 100.000 Euro eingebracht hat und zeigt, dass das Projekt von zahlreichen Freunden des Wuppertaler Zoos mitgetragen wird.

Tiergarten Schönbrunn Wien 04.06.2019
Sonne lockt Präriehund-Jungtiere hervor
Das sonnige Wetter zieht nicht nur uns Menschen ins Freie, es lockt auch die vier Präriehund-Jungtiere im Tiergarten Schönbrunn aus ihrem unterirdischen Bau. Die Kleinen sind bereits Ende April zur Welt gekommen. Nun unternehmen die zierlichen Nager ihre ersten Ausflüge. „Präriehunde wiegen bei der Geburt nur etwa 15 Gramm und sind noch nackt, blind und taub. Die ersten Wochen werden sie von ihrer Mutter im Bau versorgt. Jetzt können die Besucher die Jungtiere dabei beobachten, wie sie miteinander spielen und ihre Familie gehörig auf Trab halten“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Knapp zwei Monate werden die Jungtiere gesäugt. Sie knabbern aber auch schon an Gräsern und Kräutern. Schwarzschwanz-Präriehunde sind in Nordamerika heimisch. Sie leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Schratter: „Um zu erkennen, wer zur Familie gehört, beschnuppern sich die Tiere eifrig gegenseitig. Das sieht auf den ersten Blick ein bisschen aus, als würden sie sich ein Bussi geben.“ Ihren Namen verdanken Präriehunde den bellenden Lauten, mit denen sie sich vor Feinden wie Greifvögeln, Füchsen und Kojoten warnen, um schnell in den Bau zu flüchten. Die Anlage im Tiergarten Schönbrunn bietet für die Besucherinnen und Besuchern ein besonderes Erlebnis: Sie können den Präriehunden in zwei Beobachtungskuppeln auf Augenhöhe begegnen.

Zoo Leipzig 03.06.2019
Kleiner Elefantenbulle auf den Namen Bền Lòng getauft – Mehr als 13.000 Teilnehmer haben abgestimmt
Der kleine Elefantenbulle im Zoo Leipzig ist heute von den Elefantenpflegern gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Jung und Zoodirektor Prof. Jörg Junhold auf den Namen Bền Lòng getauft worden. Der Namen bedeutet so viel wie „durchhalten trotz Widrigkeiten“. Tausende Menschen hatten sich an der Suche beteiligt. In der ersten Runde waren 5.597 Vorschläge eingereicht worden, aus der eine Vorauswahl von zehn Namen erstellt wurde. Bei der finalen Abstimmung wurden 13.151 Stimmen abgegeben. Der Name Bền Lòng setzte sich mit 25 Prozent der Stimmen vor Tâm (19 %) und Churak (18 %) durch. „Der Name hätte passender nicht sein können. Ich verfolge die Geschichte des kleinen Elefanten von Beginn an und drücke wie alle Leipziger die Daumen, dass er gut heranwächst. Er hat großen Kämpfergeist bewiesen und mit den Mitarbeitern des Zoos ein großartiges Team, das sich um ihn kümmert“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung. Auch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ist zufrieden mit der Namenswahl: „Angesichts der bisherigen Lebensgeschichte des Jungtieres passt dieser Name perfekt und wir hoffen sehr, dass er auch weiterhin gegen alle Widerstände und trotz der schwierigen Bedingungen heranwächst“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Das Elefantenkalb ist am 25. Januar zur Welt gekommen. Seither hat es seine Kämpfernatur vielfach bewiesen. Nachdem Mutter Hoa es nicht angenommen hat, wurde die Ernährung auf Ersatzmilch umgestellt und die Elefantenkühe Don Chung und Rani haben gelernt, die Betreuung des Jungtieres zu übernehmen und sind seit wenigen Tagen auch nachts beide unbeobachtet mit dem Jungtier zusammen. Zudem fand vor vier Wochen die Operation eines Nabelbruchs statt. Die Wundheilung dauert an und die Tierärzte betreuen das Jungtier weiterhin. Gegenwärtig wiegt Bền Lòng 158 Kilogramm und lernt täglich neue Verhaltensweisen von Don Chung und Rani und entdeckt die Fähigkeiten seines Rüssels. So kann er bereits feinmotorisch Schnürsenkel öffnen und schwenkt elefantentypisch das Grünfutter, wie er es bei den Großen sieht. Bis er feste Nahrung zu sich nimmt, wird es aber noch einige Wochen dauern.

Tiergarten Nürnberg 03.06.2019
Bergmolch – Lurch des Jahres 2019
Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) hat den Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) zum Lurch des Jahres 2019 auserkoren. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg unterstützt die DGHT zusammen mit dem Tiergarten Schönbrunn, Wien, bei der diesjährigen Kampagne des Lurchs des Jahres als Hauptsponsoren. Der Bergmolch mit seiner leuchtend orange bis zinnoberrot gefärbten Bauchseite mutet fast wie ein farbenprächtiges Tropentier an und gehört zu den unverwechselbaren Amphibienarten in Europa. Bei den meisten Amphibienarten in Deutschland schwinden die Populationen und die Bestände gehen zurück. Das ist zwar bei dem Bergmolch häufig noch nicht überall der Fall, doch durch seine plakative Färbung eignet er sich sehr gut, um stellvertretend auf diese Rückgänge aufmerksam zu machen. Der Tiergarten Nürnberg trägt mit seinen naturnahen Anlagen mit vielen Wasserstellen, die den Molchen als Eiablagestätte dienen, wesentlich dazu bei, dass sich Amphibien gut vermehren können. Die Molche nutzen dazu auch Anlagen, bei denen man dies nicht vermutet, wie bei den Buntmardern, Löwen und Tigern oder den Tümpel in der Bartgeieranlage. Nach der Fortpflanzungszeit gehen die Molche zurück an Land und überlassen den Nachwuchs sich selbst. Dieser ernährt sich im Gegensatz zu dem Nachwuchs der Froschlurche fast ausschließlich tierisch. Das sind vor allem wasserlebende Insekten und deren Larven. Eine umfangreiche Information über den Bergmolch stellte der DGHT zusammen. Zu finden ist die Broschüre unter anderem auf der Internetseite des Tiergartens unter https://tiergarten.nuernberg.de/zoowissen-co/arten-undnaturschutz/ einheimische-artenvielfalt.html Die DGHT ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für den Natur- und Artenschutz, die Erforschung von Amphibien und Reptilien sowie deren artgerechte und sachkundige Haltung einsetzt. Zu den etwa 6.000 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern gehören Wissenschaftler und private Tierhalter. Weitere Informationen unter: www.dght.de

Zoo Hannover 03.06.2019
Bezaubernder Late-Zoo! Erlebnis-Zoo Hannover vom 6. Juni – 8. August donnerstags bis 22 Uhr geöffnet
Die Sonne verschwindet langsam hinter den mächtigen Stämmen der Baobabs in Afi Mountain, die letzten Strahlen spiegeln sich im Wasser des Sambesi und tauchen die afrikanische Steppenlandschaft in goldgelbes Licht. In der Ferne stimmen die Timber-Wölfe in der kanadischen Wildnis ihr Lied an, während die Robben im Hafenbecken von Yukon Bay gemütlich durch das stille Wasser schwimmen. Vom 6. Juni bis zum 8. August öffnet der Erlebnis-Zoo jeden Donnerstag beim Late-Zoo bis 22 Uhr. Neben der ganz besonderen Atmosphäre im Zoo, wenn die Sonne versinkt und viele Tiere die lauen Abendstunden draußen verbringen, gibt es bei jedem Late-Zoo ab 16.30 Uhr ein buntes Programm mit stimmungsvoller Live-Musik und Walk-Acts, Jonglage-Mitmachaktionen vom GOP Varieté Theater und tierischen Kommentierungen, bei denen Scouts spannende Zoo-Geschichten erzählen. In der Vortragsreihe „Wildes Wissen“ entführen Wissenschaftler und Artenschützer ins Reich der Tiere, berichten über faszinierende Fakten und die Bedeutung des Artenschutzes, während fantastische Geschichten rund um kleine Raubtiere, schräge Vögel, Verliebte und Märchenbummler von „MärchenErzählenHannover“ Jung und Alt verzaubern. Programm am 6. Juni – Beim ersten Late-Zoo dieses Jahres geht es um das Thema „Dämmerung“. Wie kommen Waschbär, Wolf, Löwe und Eule mit dem schwindenden Licht klar? Wie gut ist ihre Sehkraft im Dunkeln? Um 19.30 Uhr berichtet Dr. Renate Keil vom BUND Fledermauszentrum in ihrem wissenschaftlichen Vortrag „Spannendes aus der Welt der Fledermäuse“ Faszinierendes über die nachtaktiven Flieger und bringt sogar eine von ihr aufgezogene Fledermaus mit in den Prunksaal des Maharadscha! Außerdem im Abendprogramm: Afrikanische Klänge am Sambesi mit dem Leo Keita Duo, im Biergarten auf Meyers Hof unterhält das Duo ConWoy mit Querflöte und Gitarre, Songwriterin Arina Tara verzaubert den Dschungelpalast, während Denis Oakridge Country-Live-Musik in Yukon Bay erklingen lässt. Das GOP Varieté Hannover bietet einen Jonglage-Workshop an und die Fluggefährt.EN zeigen ihr Walk-Act-Wandelprogramm.

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