Zoopresseschau

Tierpark Görlitz-Zgorzelec 31.05.2019
Zoos leisten wertvolle Bildungsarbeit
Das ist das Ergebnis einer Studie des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), in dem auch der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec seit vielen Jahren aktiv tätig ist Im vergangenen Jahr nutzten mehr als 1,2 Millionen Menschen die über 170.000 speziellen Bildungsangebote der Verbandsmitglieder (derzeit 71 deutschsprachige Zoos in Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien). Dazu zählen unter anderem Führungen, Vorträge und informelle Bildungsangebote wie z.B. Ausstellungen auf dem Zoogelände, aber auch Fortbildungsangebote für Multiplikatoren wie Lehrer und Studierende. Zu dieser Zahl kommen noch all jene Besucher, die bei den fast 100.000 kommentierten Fütterungen dabei waren, ihre Zahl lässt sich aus logistischen Gründen nicht genau ermitteln. Moderne zoologische Gärten wie der Naturschutz-Tierpark Görlitz- Zgorzelec erfüllen ihren gesetzlichen Bildungsauftrag damit mustergültig. „Die Untersuchung zeigt, dass Zoos zu den bedeutendsten außerschulischen Lernorten im naturwissenschaftlichen Bereich zählen“, sagt Isa Plath, Zoopädagogin des Naturschutz-Tierparks. „Besonders in Zeiten einer zunehmenden Naturentfremdung aller Gesellschaftsschichten ist die einzigartige Kombination emotionaler (Wild-)Tiererlebnisse mit Bildungsinhalten von unschätzbarem Wert. Nur so können wir die Menschen wieder für Themen begeistern wie den Schutz der Biodiversität und nachhaltige Lebensgestaltung.“

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 31.05.2019
Jetzt neu: Morgensafaris in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen. Die ZOOM Erlebniswelt ganz früh am Morgen erleben – das können Besucher ab sofort auf einer Morgensafari. Bei dieser neuen Führung lernen Frühaufsteher den Zoo kennen, bevor er offiziell für alle Besucher öffnet. Um 07:30 Uhr geht es gemeinsam mit einem Zoolotsen los. Der Zoo erwacht und Gruppen mit maximal 25 Personen erkunden die ZOOM Erlebniswelt fast für sich allein. Vielleicht erleben sie, wie die Flusspferde ihr erstes Bad nehmen oder wie Zebras, Antilopen und Strauße in ihr weitläufiges Revier gelassen werden. In jedem Fall herrscht eine ganz besondere Atmosphäre: Vielfältige Tierstimmen sind zu hören, während die Tierpfleger die Gehege säubern und Futter verteilen. Liegen die Orang-Utans noch in ihren Schlafnestern? Heulen die Wölfe in den Tag hinein? Nach 90 Minuten Morgensafari voll faszinierender Erlebnisse werden Besucher es wissen. Buchbar ist die Morgensafari ausschließlich im Online Shop der ZOOM Erlebniswelt. Dort stehen auch die jeweiligen Veranstaltungstermine. Pro Person kostet eine Morgensafari pauschal 35 Euro. Im Preis inbegriffen ist eine Tageseintrittskarte. Mehr Infos unter: https://www.zoom-erlebniswelt.de/fuehrungen.html

Erlebnis-Zoo Hannover 31.05.2019
Kletternde Krabbel-Tiger – Die Tiger-Drillinge im Erlebnis-Zoo Hannover werden immer aktiver
Vorbei sind die ruhigen Zeiten von Tiger-Mutter Alexa: Die am 12. April im Erlebnis-Zoo Hannover geborenen Sibirischen Tiger werden immer aktiver, krabbeln auf ihrem Rücken herum, klettern über den Rand der Wurfbox und kämpfen miteinander. „Die drei entwickeln sich einfach bestens“, freut sich Tierarzt Dr. Viktor Molnár. Tigerin Alexa zeigt sich als bewundernswert geduldige Mutter, die ihre kleinen Jungs immer wieder in die Box zurückträgt, wenn sie einen Ausflug wagen, und es stoisch hinnimmt, wenn die Drillinge ständig auf ihr herumklettern. Bis die Jungtiere groß genug sind, um ihre Wurfbox hinter den Kulissen zu verlassen und endlich ihr Reich im Dschungelpalast erkunden zu können, zeigt der Erlebnis-Zoo regelmäßig neue Filmausschnitte aus der Wurfbox im Dschungelpalast, damit die Zoo-Besucher die Entwicklung der Drillinge verfolgen können. Hintergrund: Die Tiger Alexa und Aljoscha kamen vor zwei Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 550 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch. Mit ihrem Nachwuchs leisten Aljoscha und Alexa einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Art. Die letzten Sibirischen Tiger-Jungtiere im Erlebnis-Zoo kamen übrigens 2003 zur Welt.

Zoo Augsburg 31.05.2019
Zoo-Vortrag „Der Feldhamster, ein Nager mit Charakter“ am 11. Juni 2019
Im Juni-Vortrag geht es um eine Tierart von der die meisten Menschen schon gehört haben, die die wenigsten aber auch tatsächlich schon gesehen haben: Den Feldhamster. Er ist ein einheimisches Nagetier und in Deutschland mittlerweile vom Aussterben bedroht. Dabei galt er bis vor einigen Jahrzehnten als Ernteschädling und tausende Feldhamster wurden jährlich erlegt. Heute gibt es viele Schutzprojekte für diese Art, die besonders unter den modernen Produktionsmethoden in der Landwirtschaft leidet. Schutzprogramme, Zuchtstationen und Auswilderungsprojekte sollen helfen, das Überleben der Art in Deutschland zu sichern. Mehr über die Lebensweise und Bedrohungen, Schutz und ganz besondere Feldhamster voller Überraschungen erfahren Sie von Markus Domanegg, Volontärassistent im Zoo Augsburg, am 11. Juni ab 14 Uhr in der Zooschule im Zoo Augsburg. Der Besuch des Vortrags ist kostenlos, es ist lediglich der Eintrittspreis in den Zoo zu entrichten. Der Zoo freut sich auf Ihren Besuch!

Tiergarten Kleve 31.05.2019
Wolle ade… Das traditionelle Schafschurfest findet dieses Jahr am Sonntag, dem 16. Juni 2019 von 10.00 bis 17.00 Uhr statt.
Wir erhalten dieses Jahr wieder professionelle Unterstützung vom Kreisverein der Schafzüchter und –halter Kleve! Schafschur live – Die Schafschur wird vom Schafzüchter Volker Thomas aus Goch-Pfalzdorf durchgeführt und vom Schafzüchter und Preisrichter Heinrich Wessendorf aus Duisburg kommentiert. Moderation live – Heinrich Wessendorf informiert die Besucher ebenfalls über die Schafhaltung im Allgemeinen und über die im Tiergarten vorhandenen Landschafrassen, sowie über die zusätzlich ausgestellten Schafrassen, die es sonst im Tiergarten nicht zu sehen gibt. Klauenpflege live – Die Tierpfleger des Tiergartens schneiden die Klauen der Schafe und entwurmen dann die Tiere. Wollverarbeitung – Was geschieht mit der frisch geschorenen Wolle? Der Spinnkreis Kleve, die Stockumer Wollwerkstatt aus Voerde und die Spinngruppe De Spintol aus Zelhem in den Niederlanden werden mit ihren Helferinnen und Helfern im Laufe des Tages die unterschiedlichen Verarbeitungsmöglichkeiten der Wolle demonstrieren. Dazu gehören u.a. kardieren und spinnen. Informationen – Informationsmaterial über die Schafzucht und –haltung wird vom Schafzuchtverband NRW und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Die Schäfer des Kreisvereins der Schafzüchter und –halter Kleve stehen den ganzen Tag für Informationsgespräche zur Verfügung. Der Imkerverein Kellen informiert rund um die Honigbiene. Die Imker bieten Honig, Bienenwachscremes und weitere Produkte der Bienen an. Selbstverständlich kommt bei all diesen Attraktionen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Wer sich zwischendurch stärken möchte, kann dies an unserem beliebten Imbiss der Klever Fleischerei Verhoeven tun der seine Gäste direkt vorne an der Kasse und dem Spielplatz verwöhnt.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 29.05.2019
Hagenbecks Ziegen gehen jetzt in die Schule
Nach einem Babyboom mit 20 Ziegenjungtieren – allein in diesem Frühjahr – durften heute zwei junge Böcke und zwei Zicklein in die Ganztagsschule Fährstraße in Wilhelmsburg umziehen. Die Auswahl der Tiere trafen Tierpfleger und Zootierarzt des Tierparks Hagenbeck gemeinsam: „Ein Mindestalter von sechs Monaten war das oberste Kriterium“, erklärt Tierpfleger Sebastian Behrens, „darüber hinaus haben wir uns für ruhige, wesensfeste Tiere entschieden, die am besten in eine fremde Umgebung mit vielen verschiedenen Kindern passen.“ Anderthalb Jahre Vorbereitung lagen hinter Schulleiter Jochen Grob, bevor er die vier jungen Ziegen heute entgegen nehmen konnte: „Die Auswahl fiel auf Zwergziegen, weil sie robust sind, einen hohen Kuschelfaktor besitzen und gut zu versorgen sind.“ Über das lange Wochenende haben die zwei Zicklein und die beiden Böcke nun Zeit, sich an ihr rund 500 Quadratmeter großes, neues Zuhause zu gewöhnen, bevor die Schüler sie am kommenden Montag zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. „Die Versorgung der Tiere ist reine Schülersache“, erklärt Jochen Grob, „wir haben einen Ziegen-Dienstplan aufgestellt, der festlegt, dass sich die Klassen beim Füttern, Streicheln und Ausmisten wochenweise abwechseln.“ Auch Hagenbecks Tierpfleger freuen sich: „Es ist immer wieder schade, die Tiere abzugeben, die einem ans Herz gewachsen sind, andererseits ist es auch ein gutes Gefühl, sie in guten Händen zu wissen“, erklärt Sebastian Behrens.

Zoo Berlin 29.05.2019
Großes Jubiläum im exotischen Herzen der Stadt – Der Zoo Berlin feiert als ältester Zoo Deutschlands 175-jähriges Jubiläum
Vorbei an modernen Hoteltürmen und den bunten Werbetafeln der Stadt durchschreiten jedes Jahr Millionen Besucher das mit anmutigen Löwen aus Stein geschmückten Tor am Hardenbergplatz und begeben sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise in die zauberhafte Welt der Tiere. Am 1. August 2019 feiert Berlins älteste Aktiengesellschaft und gleichzeitig Deutschlands ältester Zoo nun 175-jähriges Bestehen. Der über die Landesgrenzen bekannte Zoo Berlin ist erholsamer Rückzugsort, grünes Klassenzimmer und Zentrum für Forschung und Artenschutz zugleich – er begeistert Menschen aus allen Nationen für die einmalige Schönheit der Natur. „Wie keine andere Institution spiegelt der Zoo Berlin die atemberaubende Vielfalt der Erde wieder. Wir möchten unser großes Jubiläum dafür nutzen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und gemeinsam mit unseren Gästen zu feiern“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Mit einer feierlichen Geburtstagstorte wird das beachtliche Jubiläum des artenreichsten Zoos der Welt am 1. August eingeleitet. Am 2. August wird der Zoo dann sogar erstmals ganze 175 Minuten länger öffnen, sodass Berlinerinnen und Berliner sowie Touristen aus aller Welt bis 21:25 Uhr die magische Abendstimmung mit Okapi, Elefant und Co. genießen können. Am anschließenden Wochenende erwartet die Besucher ein buntes Programm in exotischer Kulisse. Ob tierische Bastelei oder ein exklusiver Blick hinter die Kulissen – Groß und Klein werden zum großen Jubiläum zusammenkommen und 175 Jahre Zoo Berlin feiern. Um die Wartezeit bis zu den großen Jubiläums-Feierlichkeiten zu „verkürzen“, entführt der Zoo Berlin seine Besucher schon ab sofort auf eine kleine Reise in die Vergangenheit: An acht im Park verteilten Bildstation zeigen historische Fotos, wie es einst an den jeweiligen Orten ausgesehen hat. Und auch Kinder und Jugendliche können die abwechslungsreiche Geschichte des Zoos erkunden! Welches Geheimnis verbirgt sich im Steinbockfelsen? Von welcher Zoo-Ikone handelt ein beliebtes Chanson der 1930er Jahre? Mit einem spannenden Rallye-Bogen können sie ihr Wissen testen und einen Ausflug in die Geschichte des Zoos unternehmen. Auf den Social-Media Kanälen des Zoo Berlins (https://www.facebook.com/zooberlin/ und https://www.instagram.com/zooberlin) werden ab jetzt die Vorbereitung auf das große Jubiläum mit spannenden Rückblicken und tierischen Anekdoten begleitet. Weitere Informationen zum Jubiläums-Programm im Zoo Berlin und den Download-Link zum Rallyebogen finden Sie hier: www.zoo-berlin.de/jubiläum

Zoo Frankfurt am Main 29.05.2019
Vortrag im Zoo – Was gibt es Neues im Zoo?
In seinem Vortrag stellt der Frankfurter Zoodirektor Dr. Miguel Casares die neuesten Entwicklungen im Zoo vor. Dabei berichtet er unter anderem von tierischen Neuankömmlingen, spannenden Vergesellschaftungen von Tierarten und weiteren besonderen Ereignissen im Tiermanagement des Zoos. Auch geplante Forschungsvorhaben im Zoo wird Dr. Casares erläutern. Darüber hinaus weiß er Spannendes über die zahlreichen kleineren und größeren Bauprojekte zu berichten, so zum Beispiel über die Eröffnung der neuen Pinguin-Anlage. Referent: Dr. Miguel Casares, Direktor Zoo Frankfurt Wann: Dienstag, 4. Juni 2019 Wo: Kleiner Saal, Zoogesellschaftshaus Beginn: 18 Uhr Eintritt: kostenfrei Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo – Abenteuer Naturschutz“ statt.

Tierpark Hellabrunn 29.05.2019
Nachwuchs und Neuzugang bei den Takinen
Die Hellabrunner Takin-Familie wächst weiter: Seit vorletzter Woche lebt Kuh Saona im Tierpark. Sie kam aus dem französischen Zoo Beauval, wo sie 2017 geboren wurde, nach München. Auch wenn die Mishmi-Takine nicht zu den Besuchermagneten in Hellabrunn zählen, so sei ein Besuch bei den ungewöhnlichen Huftieren wärmstens empfohlen. Denn die zotteligen Hornträger, die zur Gruppe der Ziegenartigen gehören, haben durchaus das Potenzial zum Lieblingstier. Vor allem der kleine Tadeus, der Ende März zur Welt kam, sorgt mit seinen großen dunklen Augen und seinem dichten Fell für ordentlich Stimmung, wenn er flink über die Anlage springt. Auch die knapp zweijährige Takin-Dame Saona hat sich in ihren ersten Tagen bei ihrer neuen Takin-Familie gleich mit Tadeus angefreundet. „Die Eingewöhnung von Saona verlief sehr ruhig und unkompliziert, alle Herden-Mitglieder haben die neue Takin-Kuh schnell in die Gruppe aufgenommen“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban. Neben Saona und Tadeus leben derzeit vier weitere Takine in Hellabrunn, darunter Zuchtbulle Till, die beiden Kühe Franzi und Kim sowie Schorsch, der 2018 geboren wurde. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Takinen ist das Hochgebirge des Himalayas. Mit ihren stämmigen, kurzen Beinen und den breiten Hufen sind sie optimal an die rauen Gegebenheiten angepasst und kommen in Höhen von bis zu 5.000 Metern vor. Ihr dichtes Fell ist mit einem öligen Hautfett getränkt und schützt vor dem feuchtkalten Klima des Hochgebirges. Auch ihre Füße sind eine hilfreiche Anpassung: Zwei ihrer Klauen können sie abspreizen – auf felsigem Terrain haben sie deshalb einen sicheren Tritt und im Schnee sinken sie nicht so tief ein. Außerdem zeigen Takine eine hohe Lernbereitschaft – so gelingt es im Tierpark Hellabrunn, die Tiere medizinisch zu trainieren. Das ist unter anderem hilfreich für die Klauenpflege, die ansonsten unter Narkose stattfinden müsste. Takin-Bulle Till wird beispielsweise seit gut zwei Jahren mehrmals in der Woche in einem extra gebauten Trainingsstand trainiert, sodass die Tierpfleger die Klauen ohne Narkose und mit positiver Belohnung behandeln können.

Zoo Leipzig 29.05.2019
Zehn Namen stehen zur Abstimmung – Namenssuche für Elefantenkalb auf der Zielgeraden
Die Resonanz war enorm: 5.597 Vorschläge wurden beim Namensaufruf für das Elefantenkalb im Zoo Leipzig eingereicht. Zehn Namen haben die Elefantenpfleger für die finale Abstimmung, die heute beginnt, ausgewählt. Alle Zoofreunde und Elefantenfans können sich auf der Website des Zoo Leipzig unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf bis Sonntag um 24 Uhr daran beteiligen. Zur Wahl stehen: Bền Lòng – durchhalten trotz Widrigkeiten Tình Thực – Wahre Liebe Kho Báu – Schatz bzw. Kostbarkeit Tâm – Herz/Seele Khổng Lồ – Mammut/Riese Jadoo – Zauber/Magie (bengalisch) Cái Lớn – das Große Amar – der Unsterbliche (aus dem indischen Sprachraum) Thông Minh – intelligent sein/der Kluge Churak – in Anlehnung an die Tanten Don Chung und Rani Vor vier Monaten ist das Elefantenkalb im Zoo Leipzig zur Welt gekommen. Seither hat es seine Kämpfernatur vielfach bewiesen. Nachdem Mutter Hoa es nicht angenommen hat, wurde die Ernährung auf Ersatzmilch umgestellt und die Elefantenkühe Don Chung und Rani haben gelernt, die Betreuung des Jungtieres zu übernehmen. Auch die Operation eines Nabelbruchs vor drei Wochen hat der Jungbulle überstanden, die Wunde heilt. „Der kleine Kerl hat einen immensen Willen bewiesen und gemeinsam mit unseren Pflegern und den Tierärzten eine schwierige Zeit gemeistert. Wenn man ihn jetzt mit Don Chung und Rani sieht, könnte man meinen, es war nie anders“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Das Jungtier darf unter Don Chungs Bauch Schutz suchen und ist auch nachts mit den Tanten zusammen. Das bevorstehende lange Wochenende mit dem 90. Geburtstag der Bärenburg und einem bunten Familienprogramm mit Maskottchen-Parade am Kindertag bietet gute Gelegenheiten, den Nachwuchs zu besuchen und zu entscheiden, welcher Name am besten zu dem Jungtier passt. Die Taufe findet am Montag, 03. Juni, um 14.30 Uhr statt.

Zoo Osnabrück 29.05.2019
Endlich Pinguin-Kindergarten im Zoo Osnabrück – Doppelter Nachwuchs bei den Waldbisons
Zuchterfolg bei den Humboldtpinguinen: Nachdem im Zoo Osnabrück über viele Jahre keine gefiederten Jungtiere aufwuchsen, sind in Kürze auf der Außenanlage sogar fünf Küken mit dem ältesten Pinguinweibchen in einem eigenen Bereich zu sehen. Nachwuchs Jimmy, geschlüpft im Februar, planscht hier bereits. Bei den Waldbisons kam doppelter Nachwuchs zur Welt. „Wir haben in den letzten Jahren viele Gehege-Optimierungen durchgeführt und standen in regelmäßigem Kontakt und Austausch mit anderen Zoos, in denen die Humboldtpinguin-Nachzucht gut klappt. Sieben Jahre mussten wir warten und es klappte einfach nicht, aber jetzt haben wir einen richtigen Kindergarten hier“, berichtet Priska Hennig-Lippe, Tierpflegerin bei den Pinguinen. Den Anfang machte Männchen Jimmy, der im Februar zur Welt kam und von den Tierpflegern aufgezogen wurde (der Zoo berichtete). Nach Jimmy schlüpften vier weitere Pinguinküken, die anfangs sogar alle von ihren Eltern aufgezogen wurden. „Wir schauten regelmäßig nach den Jungtieren und wogen sie ab und zu. Das geht bei unseren Bruthöhlen sehr gut, denn wir können die Rückwände öffnen. Zwei Küken nahmen leider ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu, daher nahmen wir sie aus den Höhlen, um sie hinter den Kulissen mit der Hand weiter aufzuziehen“, berichtet die Tierpflegerin. Die Freude sei besonders groß, dass zwei Jungtiere weiterhin von ihren Eltern gut umsorgt werden: Die Pinguine Snorre und Kreuzschnabel sowie Melli und Paul kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs – Humboldtpinguine teilen sich die Jungenaufzucht. „Bei ihnen herrscht Gleichberechtigung. Unsere Pinguin-Paare haben sogar schon einen richtigen Rhythmus entwickelt und lösen sich immer fast zur gleichen Uhrzeit ab“, freut sich Hennig-Lippe. Generationsübergreifendes „Nichtschwimmerbecken“ – Für die Jungtiere richtete der Zoo einen „Kindergarten“ mit Betreuung durch eine Pinguinseniorin ein: „Unsere Handwerker haben das kleine Salzwasserbecken umzäunt, damit das ältere Pinguinweibchen Sommersprosse und die Jungtiere dort eine Möglichkeit haben, ganz in Ruhe ins Wasser zu gehen. Dieses Becken ist deutlich flacher als das große und der Ein- und Ausstieg ist so leichter“, erläutert Hennig-Lippe den Umbau. Die 30-jährige Sommersprosse, die aufgrund ihres Alters nicht mehr bei der großen, turbulenten Gruppe ist, könne so trotz ihrer altersbedingt schwerfälligen Bewegungen bequem und sicher ins Wasser. Sobald die jungen Pinguine ihr Jugendgefieder tragen, dürfen auch sie in den gesicherten Bereich. Das derzeitige Dunengefieder schützt nur vor Kälte, aber nicht vor Wasser. Jimmy plantscht bereits jetzt im „Nichtschwimmerbecken“. „Damit sich die Jungtiere langsam an das Wasser gewöhnen können und auch ein bisschen geschützt sind vor den manchmal etwas rabiaten älteren Artgenossen, leben sie sich erst einmal in diesem Bereich ein“, so die Tierpflegerin. Zu Anfang lassen die Tierpfleger die jungen Wasservögel nur unter Beobachtung die ersten Schwimmversuche machen. Auch die Pinguine, die von ihren Eltern großgezogen werden, ziehen hier bald ein, wie die Tierpflegerin erklärt: „So lernen sie das Wasser kennen, werden aber auch sicherer darin, ihren Fisch zu fressen.“ In der großen Gruppe bestehe die Gefahr, dass die älteren Artgenossen ihnen den Fisch wegnehmen. DNA-Tests stehen noch an – Bei dem im Februar geschlüpften Pinguin Jimmy konnte bereits das Geschlecht ermittelt werden – äußerlich sind Männchen und Weibchen nicht voneinander zu unterscheiden, deswegen muss ein DNA-Test einer Feder gemacht werden. Der DNA-Test bei den vier jüngeren Humboldtpinguinen steht noch aus. Nach dem Wechsel zum Jugendgefieder mit etwa 12 Wochen ist auch bei ihnen die Untersuchung möglich. „In der Wildbahn gelten Humboldtpinguine als ‚gefährdet‘. Zoos führen deswegen ein Zuchtbuch und daher ist es nicht nur für uns, sondern auch für den Zuchtbuchkoordinator wichtig zu wissen, um welches Geschlecht es sich bei unseren Jungtieren handelt“, so Hennig-Lippe. Im slowenischen Zoo Kosice koordiniert der Zuchtbuchführer den Austausch und mögliche Paarbildungen zwischen europäischen Zoos nach wissenschaftlichen und sozialen Kriterien. Besucher können mit etwas Glück Jimmy und Sommersprosse auf der rechten, umzäunten Seite der Außenanlage beobachten oder die zwei Jungtiere, die von ihren Eltern aufgezogen werden, in den Bruthöhlen entdecken. An den Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien (täglich) finden außerdem zweimal täglich um 10:40 Uhr und um 15:30 Uhr kommentierte Fütterungen bei den Pinguinen statt. Fürsorglicher Vater – Auch in der neuen, nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ freuen sich die Tierpfleger über Nachwuchs: Die Waldbison-Weibchen Eliza und Nschotschi brachten am 13. sowie am 20. Mai jeweils ein Jungtier zur Welt. „Am 13. Mai kam ich morgens zum Saubermachen in den Bisonstall und entdeckte das neugeborene Kalb. Da war die Freude groß“, berichtet Tierpflegerin und Revierleiterin Tanja Boss. „Wir vermuteten schon, dass Eliza tragend ist. Am Bauchumfang war das unter dem dichten, langen Winterfell zwar nicht zu erkennen, aber vor der Geburt zeichnete sich schon ein Euter ab. Wir waren ganz gespannt, denn die Bisons leben ja erst seit September 2017 bei uns“, so Boss weiter. Das weibliche Jungtier, das die Tierpfleger „Akai“ tauften sowie das männliche Jungtier „Avan“ laufen auf der Anlage auf noch etwas wackeligen Beinen zwischen ihren Müttern Eliza und Nschotschi sowie Vater Winnetou oder legt sich gerne auch im Futter der Drei ab. Besonders freut die Tierpfleger, wenn Akai und Avan zu Vater Winnetou wackeln: „Eigentlich kümmern sich Bison-Väter nicht um ihren Nachwuchs. Winnetou allerdings leckt den beiden auch schon mal über den Kopf und zeigt Interesse – sehr untypisch, aber es ist schön, wie harmonisch die fünf Wildrinder zusammenleben.“ Besucher können Akai und Avan mit ihren Eltern auf der Anlage entdecken, die Gruppe ist dort rund um die Uhr zusammen. Wissenswertes zu den Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti) Der Humboldt-Pinguin gehört zu der Art der Brillenpinguine und lebt ursprünglich an der Pazifikküste Südamerikas in Peru und Nordchile. Sie haben eine Körpergröße von circa 65 Zentimetern und rund vier Kilo Körpergewicht. Nach einer Brutdauer von bis zu 42 Tagen schlüpfen in der Regel ein bis zwei Jungtiere. Es ist die einzige Pinguinart, die zweimal im Jahr brüten kann. Das Hauptbrutgebiet waren in früherer Zeit die Guanoinseln vor der chilenischen und peruanischen Küste. In den Guano (der Kot der Seevögel) gruben sich die Pinguine ihre Bruthöhlen. Der Guano wurde schon zu den Zeiten der Inkas als Dünger genutzt. Bedingt durch industriellen Abbau haben die Humboldt-Pinguine ihre natürlichen Bruthöhlen verloren und ziehen jetzt in Felsgrotten und Höhlen ihre Nachkommen auf, was für sie aber sehr schwierig ist. Der Guano-Abbau, Überfischung, aber auch Klimaphänomene wie El-Nino führten zur starken Dezimierung des Bestandes. Die Art gilt als „gefährdet“ (IUCN – Rote Liste). Wissenswertes über den Waldbison (Bison Bison Athabascae) Während der Präriebison in den Weiten der Grassteppen Nordamerikas zuhause ist, beschränkt sich das Vorkommen des Waldbisons auf einige Teile von Alaska und Kanada. Sie halten sich bevorzugt in Waldgebieten auf, sind aber keine reinen Waldbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Laub, Zweigen und Rinde, aber auch aus Flechten, Kräutern und Gräsern. Wie alle Rinderartigen sind auch die Bisons Wiederkäuer. Waldbisons leben in Herden, die allerdings deutlich kleiner sind als die der Präriebisons und nur aus einigen Kühen mit ihrem Nachwuchs bestehen. Die Bullen leben am Rande dieser Gruppen. Waldbisons können etwa 30 Jahre alt werden. Die Tiere können bis zu 50 km/h schnell werden, obwohl die Bullen fast eine Tonne Gewicht auf die Waage bringen. Bei der Geburt wiegt ein Kalb zwischen 20 und 30 Kilogramm. 1957 wurde die letzte reinblütige Herde Waldbisons in Kanada entdeckt und unter Schutz gestellt. Rund 50 Jahre später war der Bestand wieder auf etwa 3.000 Tiere gewachsen. Heute gilt die Tierart als „potenziell gefährdet“.

Zoo Wuppertal 29.05.2019
Elefantentausch zwischen Wuppertal und Rhenen: Schwertransporte im Grünen Zoo Wuppertal
Am gestrigen Dienstag, 28. Mai 2019, gingen im Grünen Zoo Wuppertal zwei Schwertransporte über die Bühne. Der seit 1995 im Wuppertaler Zoo lebende Elefantenbulle „Tusker“ verließ am frühen Morgen den Grünen Zoo in Richtung Rhenen in den Niederlanden, während sich zeitgleich von dort der gleichaltrige Elefantenbulle „Tooth“ auf die Reise ins Bergische Land machte und am frühen Nachmittag wohlbehalten in Wuppertal ankam. Auch „Tusker“ erreichte am Nachmittag gesund und sicher seine neue Heimat im Ouwehands Dierenpark in Rhenen. Aufgrund ihres Gewichts von 6,5 Tonnen (Tusker) bzw. 5,8 Tonnen (Tooth) und ihrer beeindruckenden Größe von 3,20 Metern waren die Transporte eine logistische Herausforderung. Die Elefantenbullen wurden von erfahrenen Tiertransporteuren in speziellen geeigneten Containern auf Tiefladern von Zoo zu Zoo transportiert. Der 1992 im Krüger Nationalpark in Südafrika geborene „Tusker“ lebte seit 1995 in Wuppertal, wo er zusammen mit ursprünglich vier Weibchen heranwuchs. 2005 wurde er zum ersten Mal Vater, seine Tochter „Bongi“ war der erste in NRW geborene Afrikanische Elefant. Mittlerweile hat „Tusker“ stolze dreizehn Mal für Nachwuchs gesorgt, sein letztes Jungtier „Gus“ kam am 20.04.2019 in Wuppertal zur Welt. Der gleichaltrige „Tooth“ stammt ebenfalls aus dem Krüger Nationalpark und lebte seit 2007 im Ouwehands Dierenpark in Rhenen. In den kommenden Tagen wird sich „Tooth“ nun langsam an seine neue Umgebung und die Tierpfleger gewöhnen, bevor er die Wuppertaler Elefantenherde mit den Kälbern kennen lernen wird. Der Tausch der Elefantenbullen fand im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) statt, welches für Afrikanische Elefanten im Grünen Zoo Wuppertal koordiniert wird. Er war notwendig, da die Töchter von „Tusker“, die weiterhin im Grünen Zoo Wuppertal leben, sich nicht mit ihrem Vater fortpflanzen sollen.

Zoo Landau in der Pfalz 28.05.2019
Träume werden wahr – bei der Traumnacht im Zoo Landau in der Pfalz am 7. Juni 2019, ab 18 Uhr
Zoo, Zooschule und Freundeskreis Landau beteiligen sich in diesem Jahr bereits zum 13. Mal an der exklusiven Veranstaltung für schwer bzw. chronisch kranke und behinderte Kinder mit deren Familien! Auch in diesem Jahr öffnet der Zoo Landau in der Pfalz seine Türen wieder zur „Traumnacht im Zoo“ – das bedeutet, dass der Zoo an diesem Abend exklusiv ganz besonderen, kleinen Gästen vorbehalten ist. Schwer kranke, chronisch kranke und behinderte Kinder haben häufig nicht die Möglichkeit, den Zoo zu den normalen Öffnungszeiten zu besuchen. Sie bekommen im Rahmen der „Traumnacht“ die Gelegenheit, den Zoo auf ganz besondere Weise kennen zu lernen und ausgewählten Zootieren mal ganz nahe zu kommen! Die Veranstaltung hat folgenden Hintergrund. 1996 ergriff der Rotterdamer Zoo Blijdorp die Initiative, einmal jährlich einen besonderen Abend für Kinder des Sophia Kinderkrankenhaus zu veranstalten. 175 krebskranke Kinder samt ihren Angehörigen nahmen daran teil. Bis 2001 schlossen sich alle Zoos der Niederlande dieser Aktion an, und so ist die Traumnacht im Zoo entstanden, die jährlich am 1. Freitag im Juni in inzwischen in rund 300 Zoos weltweit stattfindet. Zoo und Zooschule Landau beteiligen sich in diesem Jahr zum 13. Mal an der Traumnacht, die von Mal zu Mal von immer mehr Familien besucht wird. Die Tierpfleger des Zoos und die Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule werden den Kindern wieder ein tolles Programm zusammenstellen. Außerdem ist auch in diesem Jahr erneut die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landau mit dabei. Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und Unterstützung eines ganz besonderen Abends! Viel Spaß, Spiele, Informationen und öffentliche Fütterungen gehören an diesem Abend dazu, außerdem das gemeinsame Stockbrotbacken am Lagerfeuer zum Abschluss des Abends auf der großen Zoowiese. Der Freundeskreis des Landauer Tiergartens unterstützt die Veranstaltung ebenfalls bei der Getränkeausgabe und mit einem Stand, an dem sich die Kinder kostenlos einen tollen Erinnerungsbutton gestalten können. Los geht es am 7. Juni um 18 Uhr, das Ende der Veranstaltung ist gegen 21.30 Uhr vorgesehen, doch jeder kann seinen Rundgang zu den verschiedenen Stationen im Zoo frei planen! Um die Veranstaltung angemessen planen zu können, bitten wir um eine telefonische Anmeldung in der Zooverwaltung unter der Telefonnummer: 06341 – 137010 oder – 137011. Wir bitten um Verständnis, dass der Zoo am 7. Juni bereits um 17 Uhr schließt, um die Veranstaltung vorbereiten zu können!

Zoo Köln 28.05.2019
Nachwuchs im Hippodom: Flusspferd im Kölner Zoo geboren – Jungtier ist sehr wahrscheinlich ein Bulle – momentan ist es noch nicht für Besucher zu sehen
Große Freude im Kölner Zoo: Ende vergangener Woche kam hier ein Flusspferd zur Welt. Es ist die erste Flusspferdgeburt im Kölner Zoo seit Eröffnung des Hippodoms, der Heimat der Kölner Flusspferde, im Jahr 2010. Das Geschlecht des Jungtiers ist sehr wahrscheinlich männlich. Ein Name wurde noch nicht vergeben. Das Jungtier und seine 29-jährige Mutter „Jenny“ sind momentan noch im hinteren, für die Besucher nicht einsehbaren Geburtsbeckenbereich des Hippodoms vom Rest der nun vierköpfigen Kölner Flusspferdgruppe separiert. Jungtier und Mutter brauchen derzeit noch viel Ruhe. Die Geburt und die ersten Lebenstage verliefen reibungslos. Das Jungtier trinkt eifrig und dreht bereits Premieren-Runden im Becken des Mutter-Kind-Bereichs. Wann das Jungtier für die Besucher zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. „Wir geben ,Jenny‘ und ihrem Jungtier nun erstmal ausreichend Zeit, um zu Kräften zu kommen. Es braucht noch ein paar Tage, um Restrisiken vollständig ausschließen zu können. Das ist in der Natur nicht anders und völlig normal. Bislang gibt es keinerlei negativen Anzeichen. Verläuft alles weiterhin so gut und reibungslos, können unsere Besucher schon bald erste Blicke auf den Nachwuchs werfen“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. Vater des Jungtiers ist der 26-jährige Bulle „Albert“ so wie bereits bei „Jennys“ letzten Geburten in den Jahren 2002 und 2005. Die Tragzeit bei Flusspferden umfasst insgesamt acht Monate. Der Hippodom wurde 2010 zum 150-jährigen Zoojubiläum gebaut. Besucher können hier Flusspferde, Nilkrokodile, Antilopen, Erdferkel, exotische Vogelarten und andere Bewohner der Flussebenen Afrikas unter Wasser, aus der Vogelperspektive oder Auge in Auge beobachten. Waren Flusspferde früher weit verbreitet, gelten sie heute als gefährdet. Die Gründe sind vielfältig. Hauptursache ist Lebensraumzerstörung. Es gibt kaum noch natürlich erhaltene Flusslandschaften. Durch die Verbauung der Flüsse sind viele der verbliebenen Populationen voneinander isoliert. In Regionen, wo der Siedlungsbau zu nah an die Lebensräume heranreicht, kommt es zu gravierenden Konflikten. Denn die schwergewichtigen Dickhäuter sind schreckhaft und dann aggressiv. Mitunter kommt es zu tödlichen Attacken auf Menschen. Gemeinsam mit Partner „Big Game Parks“, einer Naturschutzorganisation aus Swasiland, bemüht sich der Kölner Zoo um regionale Lösungen bei solchen Konflikten. So werden z.B. Uferbereiche eingefriedet oder Tiere, die immer wieder Schäden anrichten oder Menschen gefährden, in geschützte Gebiete umgesiedelt. Durch den Bau oder die Reparatur von Dämmen entstehen neue Stauseen und damit zusätzliche Lebensräume.

Tiergarten Schönbrunn Wien 28.05.2019
Zwillinge bei den Zwergseidenaffen im Tiergarten Schönbrunn
Damit es mit Nachwuchs klappt, bedarf es manchmal ungewöhnlicher Mittel: Das zeigt der entzückende Nachwuchs bei den Zwergseidenaffen im Tiergarten Schönbrunn, der ab sofort für die Besucher zu sehen ist. Die Zwergseidenaffen Timida und Goliath lebten eigentlich in einer Wohngemeinschaft mit Springtamarinen. Aber bei der Paarbindung der jungen Affen störten die aufgeweckten Mitbewohner. Deshalb wurden die beiden auf „Liebesurlaub“ in eine Anlage hinter den Kulissen geschickt. Und prompt hat es mit Nachwuchs geklappt: „Bereits am 1. Jänner sind Jungtiere zur Welt gekommen. Bei der Geburt waren sie nur daumengroß und etwa 15 Gramm schwer. Zwergseidenaffen sind die kleinsten Trockennasenaffen. Selbst ausgewachsen wiegen sie nur 120 Gramm“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Nun wurde die Zwergseidenaffen-Familie wieder zurück ins Affenhaus übersiedelt. Vorerst lebt sie zur Eingewöhnung noch getrennt von den Springtamarinen, doch das wird sich demnächst ändern. Die Zwillinge sind ein Weibchen und ein Männchen und haben passend zum Geburtsdatum als „Neujahrsbabys“ die Namen „Happy“ und „Felice“ bekommen. Die Eltern machen ihre erste Aufzucht prima. Tierpfleger Sascha Grasinger: „Eigentlich trägt bei den Zwergseidenaffen, die in den Regenwäldern Südamerikas heimisch sind, vor allem der Vater die Jungtiere und die Mutter nimmt sie nur zum Säugen. Doch Timida ist eine kleine Glucke und deshalb sind sie oft auf ihr gesessen.“ Mittlerweile sind die Kleinen schon selbstständig unterwegs. Sie werden kaum noch gesäugt und springen aufgeweckt durch die Anlage.

Opel-Zoo Kronberg 28.05.2019
Pony-Nachwuchs im Opel-Zoo – Shetlandpony-Fohlen ‚Trixxie‘ am 5. Mai 2019 geboren
Bereits am 5. Mai brachte Shetlandpony-Stute ‚Tosca‘ im Opel-Zoo ein weibliches Fohlen zur Welt. Nun sind beide im Bereich der Ponyreitbahn oder auf der Dromedarweide für die Zoobesucher zu sehen. Das überwiegend schwarze Fohlen ‚Trixxie‘ kann man gut an seiner charakteristischen weißen Zeichnung auf der Kruppe erkennen, die auf den ersten Blick ein wenig an Zebras erinnert. Innerhalb weniger Wochen gab es damit bei den Böhmzebras, Hauseseln und Shetland-Ponys im Opel-Zoo Nachwuchs. Alle drei Arten gehören zur Familie der Pferde (Equidae), unterscheiden sich aber in ihren Verbreitungsgebieten ebenso wie in ihrem Verhalten. Trotz ihres äußerlich ähnlichen Körperbaus sind sie auch nicht näher miteinander verwandt. Alle Pferdearten haben aber gemeinsam, dass sie auf nährstoffarme Nahrung wie hohe Gräser spezialisiert sind, in Herden leben und auf Bedrohung mit Flucht reagieren. Die Fohlen müssen nach der Geburt daher schnell aufstehen, um mit der Herde mitlaufen und vor Feinden fliehen zu können. Sie werden „fast fertig“ geboren, haben kräftige Beine, gut entwickelte Sinne und können etwa 30 Minuten nach der Geburt bereits stehen. Um die Orientierung zu behalten und die Mutter nicht zu verlieren, laufen die Fohlen anfangs immer in nächster Nähe zum Muttertier. Erst nach einigen Tagen beginnen sie, sich zunehmend von ihr zu entfernen und selbständig ihre Umgebung zu erkunden.
Dass Zebrahengst ‚Nawiri‘ aus dem Opel-Zoo etwas mit der ungewöhnlichen Fellzeichnung von Ponyfohlen ‚Trixxie‘ zu tun haben könnte, kann indes ausgeschlossen werden: Stute ‚Tosca‘ war bereits tragend, als sie im Frühjahr in den Opel-Zoo kam…
Die Kassen im Opel-Zoo haben täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, ab

Thüringer Zoopark Erfurt 28.05.2019
60 Jahre Zoopark: Historische Anlagen näher betrachtet
Wer weiß heute (noch), dass die ersten Elefanten auf dem Bauernhof ihre Boxen hatten? Oder wo die Eisbären lebten? Für die älteren Thüringer sind Elefantendame „Marina“, das Seelöwenbecken und der Eisbär „Tromsö“ noch gut im Gedächtnis. Aber nicht jeder hat seine Kindheit schon im Zoopark der 60er und 70er verbracht. Die jüngere Generation kennt den Zoopark nur von heute. Zum 60. Geburtstag des Zooparks wurde nun an elf Standorten Tafeln mit historischen Tierhäusern und Anlagen aufgestellt. Für die einen ist es eine schöne Erinnerung an früher, für die anderen ein spannender Ausflug in die Geschichte. Der Wandel des Zooparks im Lauf der Jahre zeigt sich nicht nur in den verschiedenen Bewohnern einzelner Gehege, sondern auch darin, dass viele der alten Anlagen durch neue, moderne Tierhäuser und Gehege ersetzt wurden. Die Tafeln findet man entlang des Rundwegs: an der heutigen Löwen- und Afrikasavanne, am Katagehege, am alten Elefantenhaus, am Bistro auf dem Plateau, am Mittelweg, auf dem Bauernhof und am Känguruland.

Tiergarten-Gesellschaft Zürich 28.05.2019
TIERGARTEN-GESELLSCHAFT ZÜRICH GRATULIERT ZOO ZUM NEUNZIGSTEN
Zum 90. Geburtstag macht die Tiergarten-Gesellschaft Zürich (TGZ) dem Zoo Zürich ihr bisher grösstes Geschenk: Mit 3 Mio. Franken finanziert sie die Hyänenanlage in der neuen Lewa Savanne des Zoos. Der Förderverein des Zoos, der seinerseits vor 94 Jahren gegründet wurde, zählt mittlerweile 43’776 Mitglieder, ein neuer Rekord. Diese Zahl zeigt, wie gut der Zoo Zürich bei der Bevölkerung verankert ist und dass der Zoo von einer breiten Öffentlichkeit finanziell und ideell mitgetragen wird. Anlässlich der 95. Mitgliederversammlung der TGZ am Dienstagabend, 21. Mai 2019, im Zoorestaurant Pantanal stimmte Dr. Oliver Höner, Leiter des Ngorongoro-Hyänenprojektes des Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Anwesenden in seinem Vortrag «Hyänen – die wahren Königinnen der Savanne» auf die neuen Bewohnerinnen der Anlage ein. Die über 200 anwesenden Mitglieder haben an der Mitgliederversammlung den Antrag des Vorstandes, den Bau der neuen Hyänenanlage mit 3 Mio. Schweizer Franken zu unterstützen, einstimmig gutgeheissen. Ältester beständiger Unterstützer des Zoos – Seit ihrer Gründung fördert die TGZ entsprechend ihren Statuten den Zoo Zürich tatkräftig. Mittlerweile sind es Spenden in der Höhe von 14,5 Mio. Schweizer Franken, mit denen die TGZ den Zoo massgeblich unterstützt hat. Das Geld ging dabei immer an einzelne Projekte, wie zum Beispiel im Jahr 2012 an den Kaeng Krachan Elefantenpark (CHF 2 Mio.) oder 2003 an das Informationszentrum Masoala Regenwald (CHF 1 Mio.). Auch bei Riesenwarananlage im neuen Australien (2017), dem Umbau des Aquariums (2016) oder der Mongolischen Steppe (2014), die TGZ war stets als aktive Unterstützerin mitbeteiligt. Vielfältige Aktivitäten im Geburtstagsjahr «90 Jahre Zoo Zürich» Gleich zum Auftakt machte die TGZ allen Mitgliedern und dem Zoo Zürich ein besonderes Geschenk: Sie gab den Jubiläums-Zookalender «90 Jahre Zoo Zürich» heraus, der in über 40’000 Wohnungen durchs Jubeljahr begleitet. Dazu kommen verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel die beliebten Nachtführungen oder der TGZ-Sommernachtstraum am 6. Juli (Zoo bis 22 Uhr geöffnet), die Mitgliederreisen nach Norditalien, Schottland und in den Ballenberg oder der Abendanlass vom 22. August. Und auch für ihre kleinsten Zoo-Fans hat die TGZ ein attraktives Angebot: Der Tukanino- Kinderclub geht bereits in sein fünftes Jahr. Präsidentin Claudia Poznik: «Mit dem Tukanino Kinderclub sprechen wir Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren an und bieten ihnen das ganze Jahr hindurch ganz besondere Anlässe und Einblicke in die Welt des Zoo Zürich.» Damit engagiert sich der Förderverein als ältester und treuster Unterstützer auch im runden Geburtstagsjahr tatkräftig und engagiert für einen der besten Zoos Europas. Und zeigt Herz für Hyänen, die wahren Königinnen der Savanne!

Zoo Basel 28.05.2019
Australische Echsen mit Unterschieden
Im Zoo Basel sind nach einer Umgestaltung der Anlagen im Vivarium wieder die australischen Echsen zu sehen. Auf der rechten Seite (Terrarium 55) lebt ein Paar Stachelschwanzwarane (Varanus acanthurus), auf der linken Seite (Terrarium 53) ein Paar Tannenzapfenechsen (Tiliqua r. rugosa). Während die Tannenzapfenechsen erst im Jahre 2017 aus Australien nach Basel importiert wurden und noch nicht gezüchtet haben, lebt das Paar Stachelschwanzwarane seit über fünf Jahren im Zoo Basel und der letzte Nachwuchs vom August 2018 ist im Jungtierterrarium neben den Schildkröten zu sehen. Stachliger Schwanz – Während den letzten Monaten wurde das Zuchtpaar Stachelschwanzwarane (Varanus acanthurus) etwas kühler und getrennt gehalten, bei den steigenden Temperaturen kann man bei ihnen oft Paarungen beobachten. Diese Waranart erreicht eine Gesamtlänge von etwa 70 Zentimetern, wobei etwa zwei Drittel auf den langen, mit Stacheln bewehrten Schwanz fallen. Diese Art lebt in trockenen, felsigen Gebieten des nördlichen und zentralen Australiens. Bei Gefahr verkriechen sich die Warane in Felsspalten, die sie mit dem dornigen Schwanz verschliessen und sich so vor Feinden schützen. Fettschwanz – Wie der Name sagt, ähneln die knapp 40 Zentimeter langen Tannenzapfenechsen (Tiliqua r. rugosa) einem Tannenzapfen. Der kurze abgerundete Schwanz dient als Fettspeicher. Die Art kommt in der südlichen Hälfte Australiens vor und bewohnt dort Grasländer, Buschsavannen aber auch trockene Wälder. Diese sich sehr langsam bewegende Echse aus der Familie der Skinke übernimmt dort die ökologische Nische der Landschildkröten, die in Australien komplett fehlen. Fühlt sich die Tannenzapfenechse bedroht, so kann sie sich aber weder in einen Panzer wie die Schildkröte noch in eine Felsspalte wie der Stachelschwanzwaran zurückziehen, sondern sie reisst ihr Maul weit auf und versucht den potentiellen Feind durch das Herausstrecken der grossen blauen Zunge einzuschüchtern. Unterschiedliche Fortpflanzung – Ausserhalb der Fortpflanzungszeit leben die Stachelschwanzwarane wie die meisten Warane einzelgängerisch. Etwa 120 Tage nach der Eiablage schlüpfen bei 27 bis 30 °C die etwa zwölf Zentimeter langen Jungtiere und sind vom ersten Moment an auf sich gestellt. Ein Gelege kann bis zu 17 Eier umfassen. Ganz im Gegensatz dazu ist die Tannenzapfenechse lebendgebärend. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 4 bis 5 Monaten ein oder zwei Jungtiere (nur selten drei) zur Welt, die mit einer Gesamtlänge von 15 Zentimetern fast 40 Prozent der Grösse der Mutter aufweisen. Ein weiterer Unterschied zum Stachelschwanzwaran und unter Reptilien eine absolute Besonderheit ist die Tatsache, dass Tannenzapfenechsen über viele Jahre hinweg streng monogam sind und auch im Zoo einen anderen, neuen Partner nicht akzeptieren würden. Im Zoo Basel hofft man, dass das noch junge Paar sich gut versteht und wie schon die Stachelschwanzwarane in den Vorjahren zur erfolgreichen Fortpflanzung schreitet. Das Paar gehört zu einer besonders prächtig gefärbten Form, die man im südwestlichen Australien in der Nähe von Kalgoorlie findet.

Zoo Osnabrück 27.05.2019
Inklusions-Vorzeigepartnerschaft für Osnabrück – Zoo Osnabrück eröffnet „Toilette für alle“ für Menschen mit hohem Pflegebedarf
Der Zoo Osnabrück geht einen weiteren bedeutenden Schritt für mehr Barrierefreiheit. Als erste Freizeiteinrichtung der Region hat der Zoo eine „Toilette für alle“ für Besucher mit hohem Pflegebedarf eröffnet. Möglich gemacht hat dies ein in dieser Form sicherlich bundesweit einzigartiges Inklusions-Netzwerk in Osnabrück. „Der Zoo ist ein Teil der Gesellschaft, an dem jeder teilhaben soll“, betonte Zoopräsident Reinhard Sliwka in seiner Begrüßung. „Wir wissen, dass eine große Anzahl mobilitätseingeschränkter Menschen uns gerne besucht. Dennoch gibt es auch Menschen, für die ein Tagesausflug bislang beschwerlich oder sogar unmöglich war.“ Für Menschen mit hohem Pflegebedarf fehlte bislang insbesondere eine Liegemöglichkeit für die spezielle Pflege wie den Windelwechsel. „Ich bin sehr dankbar, dass es uns dank einer großartigen partnerschaftlichen Unterstützung gelungen ist, diese ‚Toilette für alle’ installieren zu können.“ Elektrische Pflegeliege und mobiler Lifter – Auf einer Fläche von 14 m2 wurde ein ehemaliger Tierpflegerraum am Giraffenspielplatz zu einem Pflegeraum umgebaut. Kernstück ist eine elektrisch höhenverstellbare Pflegeliege, für den Transfer vom Rollstuhl auf die Liege und zurück steht ein mobiler Lifter zur Verfügung. „Auch das Waschbecken ist unterfahrbar“ ergänzt der stellvertretende Zooinspektor Thorsten Vaupel, der den Umbau geleitet und vorangetrieben hat. Vaupel freut sich besonders über die erfolgreiche Umsetzung des Projektes. „Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Anfragen, ob ältere Kinder oder Erwachsene im Zoo gewickelt werden können. Das ist jetzt endlich möglich.“ Besuchern, die das Angebot nutzen möchten, empfiehlt der stellvertretende Zooinspektor aus hygienischen Gründen eine Wickelunterlage sowie ein Hebetuch für den Lifter selbst mitzubringen. Der Zahlencode, mit dem die Tür zur Pflegetoilette geöffnet werden kann, ist am Eingang an der Zoo-Kasse erhältlich. Impulsgeber Lebenshilfe Osnabrück – Der entscheidende Impulsgeber für das Projekt war die Lebenshilfe Osnabrück als Selbsthilfevereinigung für behinderte Menschen und deren Angehörige. „Aus unserer Mitgliederschaft heraus war der Wunsch geäußert worden, dass eine spezielle Pflegetoilette den beliebten Zoobesuch enorm erleichtern würde“, berichtete Thomas Schmidt-Benkowitz, stellvertretender Vorsitzender der Lebenshilfe Osnabrück. „Als wir den Zoo darauf angesprochen haben, sind wir offene Türen eingerannt“, so Schmidt-Benkowitz weiter, der dem Zoo als weitere Lebenshilfe-Unterstützung die Kostenübernahme für die Pflegeliege zusicherte. Einzigartiges Inklusions-Netzwerk – Für die Umsetzung der Idee fanden sich in den Reihen der langjährigen Zoo-Partner sofort weitere Unterstützer. Die Joh. Wolfgang Fischer GmbH aus Osnabrück übernahm im Rahmen eines Sachsponsorings die Sanierung und Erneuerung der Leitungen und Rohre mitsamt Sanitärinstallation. „Als wir von diesem ganz besonderen Projekt gehört haben, haben wir unsere Unterstützung sofort zugesagt“, sagte Geschäftsführer Kai Schaupmann. Als vierter Partner kam die Firma Gehrmeyer, Zentrum für Orthopädie und Rehatechnik, zum einzigartigen Inklusions-Netzwerk dazu und steuerte den mobilen Lifter bei. „Auch für uns war sofort klar, dass wir mit dabei sind“, ergänzte Timo Bußmann, Vertriebsleiter der Firma Gehrmeyer. Nachahmer gesucht – „Wir hoffen natürlich, dass dieses großartige Inklusions-Projekt viele weitere Nachahmer in der Region und darüber hinaus findet“, betonte Zoopräsident Reinhard Sliwka. „Wir sind jedenfalls schon von weiteren überregionalen Freizeiteinrichtungen angesprochen worden, die sich bei uns erkundigt haben, wie wir das Projekt auf die Beine gestellt haben.“ Thomas Schmidt-Benkowitz dankte allen Beteiligten für das vorbildliche Engagement. „Der Inklusionsgedanke ist auch zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention leider noch nicht so fest in der Gesellschaft verankert wie wir uns das wünschen würden. Von diesem vorbildlichen Projekt können wir alle viel lernen.“ Hintergrund „Toiletten für alle“ Die Stiftung „Leben pur“ setzt sich dafür ein, dass es bundesweit an öffentlichen Orten mehr „Toiletten für alle“ gibt – und orientiert sich dabei an Ländern wie z.B. Großbritannien, wo „Toiletten für alle“ durch entsprechende DIN-Normen inzwischen gängiger Standard geworden sind. Mehr Informationen unter: https://www.toiletten-fuer-alle.de https://www.stiftung-leben-pur.de http://www.changing-places.org

Zoo Duisburg 27.05.2019
Neue Bewohner: Zoo hält nun Mini-Rinder – Drei Dahomey-Zwergrinder sind im Streichelzoo eingezogen
Sepp ist der neue Chef am Kaiserberg – zumindest im Streichelzoo. Der einjährige Dahomey-Zwergrind-Bulle zog vor einigen Tagen von München ins Ruhrgebiet. Im Zoo teilen sich Sepp und seine beiden Weibchen ein Gehege mit den Zwergeseln. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist das Dahomey-Zwergrind die kleinste Rinderasse der Welt. Die schwarz gefärbten Tiere sind nicht größer als ein Pony und zeichnen sich durch einen ausgeglichenen, ruhigen Charakter aus. Anfang des letzten Jahrhunderts gelangten die ersten Dahomey-Zwergrinder über das Königreich Dahomey in den Zoo von Antwerpen, von wo aus die Verbreitung in Europa erfolgte. Im Streichelzoo ersetzen die Mini-Rinder die zuvor gehaltenen Hinterwälder Rinder. Diese verließen den Zoo bereits zum Jahreswechsel und werden seitdem in Leipzig im Rahmen eines Naturschutzprojektes zur Landschaftspflege eingesetzt. „Durch das Beweidungsprojekt werden wertvolle Offenlandflächen geschaffen – früher sorgten Wildpferd, Auerochse und Wisent für diese Flächen. Verschiedene Vogel-, Insekten- und Reptilienarten profitieren von den so geschaffenen Lebensräumen“, weiß der zoologische Leiter am Kaiserberg, Johannes Pfleiderer.

Tierpark Herborn 27.05.2019
Familientag im Tierpark schlägt alle Rekorde – Aktionstag am Sonntag lockte Besuchermassen nach Uckersdorf
Die Sonne lachte am vergangenen Sonntag vom Himmel und sorgte für einen regelrechten Ansturm auf den Tierpark. Der Förderverein und die Mitarbeiter des Parks hatten allerdings auch ein spannendes Programm auf die Beine gestellt. Neben freiem Eintritt für Kinder gab es an diversen Ständen ein buntes Programm. Kinder konnten sich beim Kinderschminken selbst in Tiere verwandeln lassen, am Glücksrad Preise gewinnen und Fledermaus-Mobilés oder Schildkröten basteln. Wem das nicht genug Action war, der konnte seine Geschicklichkeit beim Blasrohrschiessen unter Beweis stellen oder mit Verena Burghoff bunte Tiere stempeln oder ausmalen und selbstbedruckte Taschen erstehen. Der Förderverein kam mit dem Verkauf der frisch gegrillten Bratwurst kaum nach. Tierparkleiterin Britta Löbig strahlt: „Das Wetter hat gepasst und wir haben damit gerechnet, dass viele, nachdem sie wählen waren, einen Ausflug zu uns machen, aber mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet – das ist wirklich toll!“ Mehr als 1500 Besucher passierten laut Löbig an diesem Tag die Tore des Parks, der aufgrund seiner Größe von derzeit knapp einem Hektar Fläche damit an seine Kapazitätsgrenzen geriet. Und da seien Kinder unter 3, Vereinsmitglieder und Jahreskarteninhaber nicht miterfasst. „Erst einmal in der Geschichte des Parks (ein Kindertag im Jahr 2004) waren mehr Besucher an einem Tag in Uckersdorf“ so Löbig. „Es ist toll, was der Förderverein und viele freiwillige Helfer auf die Beine gestellt haben.“ Neben den vielen Mitmachaktionen luden – passend zum Familientag – auch zahlreiche Tierfamilien zum Beobachten ein. Neun kleine Störche lugen immer wieder über den Nestrand, kleine Schwäne, Bartkäuze, etliche Entenfamilien, ein kleiner Rüsselspringer und das Kängurujungtier machten für viele den Familientag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und so strahlten an diesem Tag die Besucher, die Helfer des Fördervereins und die Mitarbeiter um die Wette. Am Sonntag, den 16.06.19 plant das Tierparkteam gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren, wie dem BUND, den Freunden der Flora herbornensis e.V., der Abfallwirtschaft Lahn-Dill und dem Herborner Bioladen Natur pur den nächsten Aktionstag. Unter dem Motto „Der Zukunft zuliebe“ wird es um Müllvermeidung, vor allem Plastikmüll gehen. Auf spielerische Weise soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie sehr unser Verbraucherverhalten den Planeten derzeit belastet und was jeder einzelne tun kann, um ihn für künftige Generationen zu erhalten. Weitere Ideen für Aktionen und Stände rund um das Thema Müll sind sehr willkommen. Wer Interesse hat, sich an diesem Tag zu beteiligen, kann sich unter info@tierpark-herborn.de oder per Telefon (02772 42522) gerne melden!

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 27.05.2019
Zukünftige Umstellung von Umgang und Haltungsform – Wilhelma setzt neue Maßstäbe in der Elefantenhaltung
Die Wilhelma in Stuttgart, und mit ihr die Zoologischen Gärten des Europäischen Zooverbandes (EAZA), wird zukünftig die Haltung der beliebten und sensiblen Elefanten umstellen. Das bringt Veränderungen mit sich, die sowohl den Umgang der Tierpfleger*innen mit den Dickhäutern, als auch das Zusammenleben von Elefantenherden in Zoos und Tierparks betreffen. Die beiden alten Elefantendamen des Zoologisch-Botanischen Gartens Stuttgart kennen es nicht anders: Sie leben täglich im direkten Kontakt zu ihren Pfleger*innen, die sie als Herdenmitglieder ansehen und zudem als ihre Leittiere verstehen. Für die Tierpfleger*innen ist der direkte Umgang mit Zella und Pama nur möglich, weil die beiden Elefanten als Jungtiere lernten, dass der Mensch eine dominante Rolle einnimmt. Elefanten sind ansonsten dem Menschen körperlich weit überlegen. Der ungeschützte Kontakt zu ihnen kann lebensgefährlich sein. Darum tragen die Tierpfleger*innen immer einen Elefantenhaken mit sich. Dieses Werkzeug kommt nur im äußersten Notfall zum Einsatz und ermöglicht es, den Elefanten kontrolliert zu steuern. „Diese Haltungsform ist jedoch ganz klar ein Auslaufmodell“, betont Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin, der seit März 2018 auch Vorsitzender der Elefanten-Spezialisten-Gruppe der EAZA ist. „Gemeinsam mit meinen Kollegen aus den anderen EAZA-Zoos haben wir im April entschieden, dass es ab 2030 keinen direkten Kontakt mehr zu den Elefanten geben wird.“ Stattdessen wird nur noch der sogenannte geschützte Kontakt zwischen den Dickhäutern und ihren Pfleger*innen erlaubt sein. Außerdem müssen Elefanten in ihrer natürlichen Sozialstruktur gehalten werden. Eine Herde besteht damit aus den Muttertieren mit ihrem Nachwuchs, die auch in der Wildbahn immer zusammenleben. Ausgewachsene Elefantenbullen können auch als Einzelgänger gehalten werden. Nur Junggesellen, die noch nicht geschlechtsreif sind, dürfen sich in einer kleinen Gruppe eine Anlage teilen. Die Umstellung des Konzepts bedeutet aber nicht, dass gar kein Kontakt zwischen Tierpfleger*innen und Elefanten mehr möglich ist. Dieser findet jedoch in Zukunft geschützt an einer Trainingswand statt. „Mit den gelehrigen und intelligenten Tieren wird täglich ein medizinisches Training gemacht, bei welchem sie auf tierärztliche Untersuchungen oder auf die wichtige Fußpflege vorbereitet werden“, berichtet Kölpin. Die Elefanten arbeiten dabei freiwillig mit und werden für richtiges Verhalten belohnt. Bis zum Jahr 2030 müssen alle EAZA-Zoos, die Elefanten halten, auf die neue Haltungsform umsteigen. Da der Umbau einer Elefantenanlage entsprechend Zeit, Platz und auch Geld beansprucht, gibt es diese Übergangszeit von etwas mehr als zehn Jahren. Die neue Elefantenwelt der Wilhelma, welche im Bereich des heutigen Schaubauernhofs auf einer Fläche von ungefähr eineinhalb Hektar entsteht, setzt diese Forderungen vorbildlich um. Ein großzügiges Haus und eine reich strukturierte Außenanlage bieten einer Herde von Kühen mit ihren Jungtieren reichlich Platz. Außerdem wird es einen Bereich für einen Zuchtbullen und ein Gehege für noch nicht geschlechtsreife Männchen geben. Insgesamt können dann bis zu 14 Asiatische Elefanten in Stuttgart gehalten werden.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.