Zoopresseschau

Zoo Magdeburg 09.10.2026
Zoo-Ferienprogramme: Haustiere und Artenschutz
Schnell sein lohnt sich – limitierte Teilnehmerzahl für Ferienprogramme „Exklusiv für 10 Ferienkinder täglich führt der Zoo vom 26.10.-30.10.2026 wieder Ferienprogramme durch, die stets schnell ausgebucht sind. Ab sofort sind die Programme buchbar unter zoo-magdeburg.ticketfritz.de“ erläutert die Zoopädagogische Assistentin, Nina Probst. Haustier-Führerschein: Verantwortung spielerisch entdecken Welches Haustier passt zu mir? Welche Bedürfnisse haben Tiere und welche Verantwortung übernehmen Menschen mit ihrer Haltung? Antworten auf diese Fragen erhalten Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren beim Haustier-Führerschein. Während des zweieinhalbstündigen Programms begegnen die Kinder unter anderem Sittichen, Walliser Schwarznasenschafen und Achatschnecken. Spielerisch lernen sie heimische und exotische Haustiere kennen und erfahren, was diese für ein gesundes und tiergerechtes Leben benötigen. Im Mittelpunkt stehen Tierwohl, Verantwortung und der respektvolle Umgang mit Lebewesen. Die Kinder entdecken, dass jedes Tier individuelle Ansprüche an Ernährung, Pflege und Unterbringung hat. Gleichzeitig wird vermittelt, warum eine gut überlegte Haustierhaltung ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz ist. Zum Abschluss erhalten alle Teilnehmer ihren persönlichen Haustier- Führerschein als Erinnerung an einen erlebnisreichen Tag im Zoo. Für den Haustier- Führerschein sind zwei Termine (27.10/29.10.2026) buchbar, die jeweils um 10:00 Uhr beginnen. Wer schon gern einmal ein Experte im Artenschutz sein wollte, der ist beim Ferienprogramm am 26.10., 28.10. und 30.10.2026 im Zoo genau richtig. DerArtenschutz gehört zu den Kernaufgaben des Zoos. Er ist ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt in der Zoopädagogik in Magdeburg. Grund genug, den Artenschutz im diesjährigen Herbstferienprogramm in den Fokus zu rücken. In dem spannenden abwechslungsreichen Programm erfahren die Ferienkinder mehr über die vielfältigen Gründe aus denen Tierarten auf der ganzen Welt vom Aussterben bedroht sind und wie wir Arten schützen können. An Beispielen verdeutlichen die Zoo Guides, wie Zoos zum Schutz der Arten beitragen. Die Kinder erfahren, wie ein Wald-Ranger sich für den Schutz der Roten Pandas einsetzt. Wer mag, kann in die Rolle eines Krallenaffen schlüpfen, dessen Lebensraum weiterhin schrumpft. Angeleitet von den Zoo Guides übernehmen die Kinder spielerisch die Rolle eines Zollbeamten, der Reisegepäck nach unerlaubten Souvenirs durchsucht. Dabei lernen die Kinder wie Tiere transportiert werden. Jeder darf selbst das Verpacken eines gefährlichen Tieres (einer Tier-Attrappe) ausprobieren. Am Ende der Tour sind die Kinder Experten für das Thema Artenschutz. Mit beiden Ferienprogrammen verbindet der Zoo Magdeburg spannende Erlebnisse mit Umweltbildung, Tierwohl und Artenschutz. Die Teilnehmer lernen Tiere besser zu verstehen und entwickeln ein Bewusstsein für den Schutz biologischer Vielfalt– eine wichtige Grundlage für die Natur- und Artenschützer von morgen.

Zoo Schwerin 09.10.2026
WILD LIGHTS feiern Premiere im Zoo Schwerin
Am heutigen Freitag, 9. Oktober, startet das Lichtfestival WILD LIGHTS im Schweriner Zoo. Bis einschließlich 29. November lädt der Zoo täglich dazu ein, entlang der malerischen Teichanlage hunderte Lichter und bis zu sechs Meter hohe Installationen zu bewundern. Mit den WILD LIGHTS feiert heute ein neues Veranstaltungsformat seine Premiere, das die Besucherinnen und Besucher in eine faszinierende Welt aus Licht, Farben und Fantasie entführt. Vom 9. Oktober bis zum 29. November verwandeln kunstvolle, teils riesige Lichtfiguren den Zoo Schwerin in eine leuchtende Landschaft. Erstmals ist diese besondere Form der fernöstlichen Laternenkunst in Norddeutschland zu erleben. Die WILD LIGHTS versprechen damit ein außergewöhnliches Erlebnis für Familien, Naturbegeisterte und alle, die in der dunkleren Jahreszeit nach einem besonderen Ausflugsziel suchen. Das Besondere an den WILD LIGHTS ist das Zusammenspiel aus der von Wasser und Wäldern geprägten Natur des Zoogeländes und den bunten, großformatigen Lichtinstallationen. Die einzelnen Kunstwerke wurden thematisch und visuell eigens für den Zoo kuratiert. Leuchtende bedrohte Tierarten im XXL-Format, fantasievolle Wasser- und Pflanzenwelten und beeindruckende Figuren, die an heimische Tiere erinnern, eröffnen entlang des Rundwegs immer wieder neue Perspektiven und lassen die vertraute Umgebung in einem völlig anderen Licht erscheinen. Artenschutz als verbindendes Thema Auch bei diesem neuen Veranstaltungsformat bleibt der Zoo Schwerin seinem inhaltlichen Anspruch treu. Das Thema Artenschutz zieht sich durch die Auswahl und Inszenierung der Lichtfiguren. Die leuchtenden Tierwelten schaffen Aufmerksamkeit für die Vielfalt der Natur und erinnern zugleich daran, wie wichtig der Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume ist. „Wir möchten unseren Gästen den Zoo noch einmal auf eine ganz andere Weise näherbringen und ihnen gerade in der dunkleren Jahreszeit ein besonderes Erlebnis ermöglichen“, sagt Zoodirektor Dr. Tim Schikora. „Die WILD LIGHTS verbinden faszinierende Kunst mit unserer einzigartigen Landschaft. Gleichzeitig können wir die Aufmerksamkeit auf Tiere und den Schutz der Artenvielfalt lenken. Wir freuen uns sehr, dass dieses neue Format nun endlich startet.“ Erfolgreiche Generalprobe mit Unterstützern, Partnern, Mitarbeitenden und Stadtvertretern Bereits am Vorabend der offiziellen Eröffnung konnten sich geladene Gäste beim großen Pre-Opening einen ersten Eindruck von den WILD LIGHTS verschaffen. Vertreterinnen und Vertreter der unterstützenden Unternehmen und Institutionen, offizielle Partner, Mitarbeitende des Zoo Schwerin und ihre Familien sowie Gäste aus der Stadtpolitik und dem öffentlichen Leben erlebten die Lichtinstallationen erstmals im fertig inszenierten Rundgang. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, das Ergebnis der intensiven Planungs- und Aufbauarbeiten gemeinsam zu entdecken und den Start des neuen Formats zu feiern. Präsentiert werden die WILD LIGHTS von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, die das Projekt von Beginn an unterstützt und auch beim Pre-Opening vertreten war. „Der Zoo Schwerin ist ein besonderer Ort für unsere Region – für Familien, für Kinder und für alle Menschen, die Tiere erleben, mehr über sie lernen und ihnen mit Respekt begegnen möchten. Mit seiner Arbeit für den Tier- und Artenschutz leistet der Zoo zugleich einen wichtigen Beitrag, der weit über das eigentliche Zoogeschehen hinausgeht. Als Sparkasse ist es uns ein Anliegen, solche Projekte zu unterstützen und damit einen Beitrag zu einem lebendigen und vielfältigen Miteinander in unserer Region zu leisten. Die WILD LIGHTS eröffnen nun eine ganz neue Perspektive auf diesen besonderen Ort und verbinden faszinierende Lichtkunst mit der einzigartigen Natur des Zoos. Wir freuen uns, dieses außergewöhnliche Veranstaltungsformat als Präsentationspartner zu begleiten und gemeinsam mit dem Zoo Schwerin ein neues Highlight für die Stadt und die Region zu ermöglichen“, erklärt Kai Lorenzen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Zu den offiziellen Partnern zählen außerdem die Stadtwerke Schwerin und der Nahverkehr Schwerin (NVS). Der NVS ermöglicht eine bequeme An- und Abreise mit Bus und Straßenbahn; die Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr ist im Veranstaltungsticket enthalten. Als Medienpartner begleitet die Ostseewelle die WILD LIGHTS. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die Landesmarke „MV tut gut“, die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG), Lotto Mecklenburg-Vorpommern und das Schlossparkcenter Schwerin. Letzteres widmet den WILD LIGHTS sogar ein ganzes Themenwochenende inklusive verkaufsoffenem Sonntag. Hohe Achtsamkeit im Bereich von Tieranlagen Bei der Planung und Umsetzung wurde besonders auf die Bedürfnisse der Zootiere geachtet. Die Installationen und Abläufe wurden sorgfältig vorbereitet, damit die Veranstaltung keinen Stress für die Tiere verursacht. In allen Anlagen, die an den Veranstaltungsbereich angrenzen, stehen jederzeit Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei Bedarf können sie sich in ihre Nachtquartiere begeben, wo sich zur Veranstaltungszeit für sich für gewöhnlich die meisten Tiere aufhalten. Veranstaltungszeiten im Überblick: 09. Oktober bis 29. November 2026 09.10. bis 24.10.: täglich von 18:30 bis 21:30 Uhr 25.10. bis 29.11. (nach Zeitumstellung): täglich von 17:30 bis 21:00 Uhr Der Zoo empfiehlt den Erwerb von Tickets im Vorverkauf. Verschiedene Ticketoptionen gibt es ab sofort im Webshop des Zoos unter: https://shop.zoo-schwerin.de/ Eine Abendkasse wird ebenfalls täglich geöffnet sein. Tickets dort kosten 18 Euro für Erwachsene und 14 Euro für Kinder bis einschließlich 17 Jahren. Für Firmenevents und Gruppen ab 10 Personen gibt es zusätzliche Angebote. Alle Informationen finden sich auf der Webseite des Zoos.

Allwetterzoo Münster 09.10.2026
Erfolgreiches Artenschutzprojekt: Zwei junge Gänsegeier aus dem Allwetterzoo werden in Bulgarien auf Auswilderung vorbereitet
Nur zwei beherzte Griffe brauchte es, dann saßen die Gänsegeier-Jungvögel ohne viel Aufregung in ihren Transportboxen. Vom Allwetterzoo Münster aus geht es für die beiden nach Bulgarien. Sie werden vor Ort von der Naturschutzorganisation Green Balkans auf ihre Auswilderung vorbereitet. Die zwei jungen Gänsegeier sind im April 2026 im Allwetterzoo zur Welt gekommen. Sie sind bereits die 17. und 18. Jungvögel aus Münster, die in Bulgarien ausgewildert werden sollen. „In den vergangenen Jahren konnten wir jeweils ein Jungtier an Green Balkans geben, in diesem Jahr sind es sogar zwei, das freut uns natürlich doppelt“, sagt Janine Wendels, Kuratorin im Allwetterzoo Münster.
Erfolgreiche gemeinsame Artenschutzarbeit Bei den beiden Junggeiern handelt es sich um ein Weibchen und ein Männchen. Gänsegeierweibchen legen in der Regel einmal im Jahr ein Ei. Im Allwetterzoo haben in diesem Jahr gleich zwei Geierpaare erfolgreich ein Jungtier großgezogen. Die Jungvögel werden in den kommenden Monaten kleinschrittig in Bulgarien auf die Auswilderung vorbereitet, bevor sie den ersten freien Flug wagen dürfen. Der Allwetterzoo und die Naturschutzorganisation arbeiten bereits seit dem Jahr 2011 zusammen. Green Balkans engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume, insbesondere in Südosteuropa. In gemeinsamen Projekten fließen Erfahrungen aus dem Feld, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Schutzmaßnahmen zusammen – ein gutes Beispiel für In‑situ‑Artenschutz im Rahmen des One Plan Approach. Kaum Gänsegeier in Europa Geier gelten laut der Roten Liste der IUCN nicht als bedroht und sind außerhalb von Europa gut verbreitet. In Europa ist die Art jedoch stark zurückgegangen und teilweise sogar ausgestorben. Es fehlt den Aasfressern vor allem an Nahrung, da Jäger und Weidehalter tote Tiere entsorgen und nicht liegen lassen dürfen. Auch Giftköder, Stromleitungen oder Windenergieanlagen gefährden den Bestand der beeindruckenden Tiere.

Zoo Hoyerswerda 09.10.2026
Forschen, Entdecken und Staunen: Ferienforschertag in Zoo und Schloss
Der Zoo lädt Familien zu einem besonderen Entdeckertag ein. Am 17. Oktober wird zwischen 9:00 und 12:00 Uhr geforscht, beobachtet und die Tier- und Museumswelt entdeckt. Start ist in der Zooschule. Dort entdecken die Kinder gemeinsam mit der Zooschulpädagogin Silke Kühn den Zooschulraum mit allen Sinnen. Beim Mikroskopieren sowie beim Untersuchen von Fellen, Häuten, Zähnen und weiteren Präparaten lernen sie die Tierwelt aus nächster Nähe kennen. Außerdem werden die Tiere des Zooschulraums genauer erforscht und spannende Fragen rund um ihre Lebensweise beantwortet. Im Anschluss geht es ins Schloss, wo gemeinsam mit dem Museumspädagogen Zdeněk Dytrt historische Objekte entdeckt werden. Die Kinder können spannende Exponate selbst erforschen, ausprobieren und Geschichte aktiv erleben. Für neugierige kleine Forscherinnen und Forscher ist garantiert etwas Spannendes dabei. Der Ferienforscher-Tag ist ein Angebot für Familien und dauert etwa vier Stunden. Das Programm kostet 59 € pro Familie. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Voranmeldung per Telefon unter 03571/20937708 oder E-Mail zooschule@zookultur.de erforderlich.

Tierpark Hellabrunn 09.10.2026
Stadtsparkasse München spendet 100.000 Euro für Przewalski-Urwildpferd-Anlage
Die Stadtsparkasse München (SSKM) unterstützt den Tierpark Hellabrunn mit einer großzügigen Spende in Höhe von 100.000 Euro. Mit ihrer Unterstützung ermöglicht die langjährige Partnerin Hellabrunns die Neugestaltung der Anlage für die Przewalski-Pferde. So werden die Bedingungen für die Zucht der bedrohten Wildpferde verbessert und die Grundlage geschaffen, dass Hellabrunn künftig eigene Nachzuchten für internationale Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung stellen kann.In Kürze werden die Hellabrunner Przewalski-Pferde auf die neugestaltete Anlage neben den Haus-Yaks umziehen. Bisher haben die Przewalski-Pferde ihre Anlage mit den Trampeltieren geteilt. Da es aber in dieser Gemeinschaftshaltung nicht möglich war beide Tierarten zu züchten, hat der Tierpark Hellabrunn eine Anlage eigens für die Przewalski-Pferde hergerichtet. Somit ermöglicht die zukünftige Anlage der Przewalski-Pferde die Weiterentwicklung der Zuchtgruppe im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zu verbessern. „Als Stadtsparkasse München sind wir eng mit unserer Stadt und ihren Menschen verbunden. Wir übernehmen Verantwortung und fördern Projekte, die den Münchnerinnen und Münchnern wichtig sind. Dazu zählt seit vielen Jahren auch der Tierpark Hellabrunn. Mit unserer Spende ermöglichen wir die Anlage für die Przewalski-Pferde in Hellabrunn. Das trägt dazu bei, den Tierpark als Ort für Natur, Bildung und Erholung zu stärken“, erklärt Jan Mersmann, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München. Das Przewalski-Urwildpferd gilt als die letzte noch existierende echte Wildpferdart. Nachdem die Art in den 1960er-Jahren vom Aussterben bedroht war, konnte sie durch international koordinierte Erhaltungszuchtprogramme zoologischer Einrichtungen erhalten werden. Auch Hellabrunn beteiligt sich seit vielen Jahrzehnten an der Zucht dieser besonderen Pferde. Seit 2025 wird im Tierpark eine neue Zuchtgruppe aufgebaut. Im Juni 2026 kam in Hellabrunn das erste Przewalski-Fohlen seit zehn Jahren zur Welt – ein wichtiger Erfolg für die Zuchtarbeit des Tierparks. „Wir bedanken uns herzlich bei der Stadtsparkasse München für diese großzügige Unterstützung und das seit über 50 Jahren bestehende Engagement für unseren Tierpark. Die Neugestaltung der Przewalski-Pferde-Anlage ist ein wichtiger Schritt für Hellabrunn. Dass wir dabei auf einen so langjährigen und verlässlichen Partner zählen können, ist für uns von großer Bedeutung“, sagt Rasem Baban, Tierparkdirektor in Hellabrunn. Künftig können Besucherinnen und Besucher die Przewalski-Pferde auf der neu gestalteten Anlage zwischen Hellabrunn-Arena und Mühlendorf beobachten und mehr über die bedrohte Wildpferdart erfahren.

Zoo Heidelberg 09.10.2026
Abschied und Willkommen auf der Löwenanlage
Löwin Nala ist im Zoo Heidelberg eingezogen Abschied und Willkommen im Zoo Heidelberg: Während die 18-jährige Binta Anfang der Woche nach Frankreich umgezogen ist, kam am frühen Abend des 8. Oktober die Löwin Nala aus Belgien nach Heidelberg. Die Veränderungen auf der Anlage sind ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Löwengruppe in Heidelberg. Mit Nala kam eine junge Löwin als zukünftige Partnerin für Nouri nach Heidelberg. Für Binta beginnt damit nach rund zehn Jahren in Heidelberg ein neuer Lebensabschnitt. Die Löwin wurde am 24. April 2008 in einem Zoo in Marokko geboren und kam als Jungtier in den Zoo Hannover. Dort traf sie auf den Löwenkater Chalid und bekam dort 2011 und 2014 mit ihm insgesamt fünf Jungtiere. Im April 2016 wechselte sie gemeinsam mit Chalid nach Heidelberg. Nach der Fertigstellung der neuen Löwenanlage im Jahr 2019 hoffte das Zoo-Team lange auf weiteren Nachwuchs. Am 26. August 2024 kam Nouri zur Welt – der erste Löwennachwuchs im Zoo Heidelberg seit langer Zeit. Inzwischen ist Nouri zu einem kräftigen jungen Löwen herangewachsen und nähert sich der Geschlechtsreife. Damit wäre ein weiteres Zusammenleben mit seiner Mutter nicht mehr möglich. „Binta war viele Jahre bei uns und wir haben uns Anfang der Woche von ihr verabschiedet. Sie war uns sehr ans Herz gewachsen. Es gehört zur Arbeit mit Zootieren, gemeinsam mit anderen Zoos nach einer passenden Lösung für jedes Tier zu suchen“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. Binta lebt nun im Natur’Zoo de Mervent in Frankreich, gemeinsam mit einem 15-jährigen Löwenkater. Mit Nala ist eine Partnerin für Nouri im Zoo Heidelberg eingezogen. Die junge Löwin wurde am 20. November 2024 im Zoo Pairi Daiza in Belgien geboren und ist nur wenige Monate jünger als Nouri. Nach Angaben ihrer belgischen Tierpfleger ist Nala eine freundliche, eher vorsichtige Löwin, die besonders gerne am medizinischen Training teilnimmt. Für Nouri und Nala liegt eine Zuchtempfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) vor. „Wir sind sehr gespannt, wie dieses junge und dynamische Paar unsere Löwenanlage aufmischt“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir freuen uns sehr, dass Nouri bei uns bleiben darf und wir seine Entwicklung weiter miterleben können. Er war der erste Löwe seit langer Zeit, der in Heidelberg geboren wurde. Jetzt können wir zusehen, wie aus dem Jungtier ein stattlicher Löwe wird.“ Bis Nala und Nouri gemeinsam auf der Anlage unterwegs sein werden, braucht es allerdings noch etwas Zeit. Die Tierpfleger lassen die beiden Löwen langsam miteinander vertraut werden. Dabei können sie sich zunächst durch ein sogenanntes „Schmusegitter“ sehen und riechen, ohne direkt aufeinanderzutreffen. Das Raubtierhaus bleibt während dieser Eingewöhnungsphase geschlossen. Wann die beiden erstmals direkt aufeinandertreffen, entscheiden die Tierpfleger. „Wir geben den beiden nun erstmal Zeit sich kennenzulernen“, erklärt Wünnemann. Langfristig hofft der Zoo Heidelberg auf Nachwuchs, rechnet jedoch noch nicht bald damit: „Das kann durchaus noch ein, zwei oder drei Jahre dauern – wir haben Geduld“. Hintergrundinfo: Berberlöwe oder Nördlicher Löwe Der Zoo Heidelberg beteiligt sich mit seinen Löwen am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der Nördlichen Löwen. Die früher gebräuchliche Bezeichnung „Berberlöwe“ basiert auf der Annahme, dass es sich um eine eigenständige Unterart handelt. Genetische Untersuchungen haben inzwischen jedoch gezeigt, dass die Löwen Nordafrikas so eng miteinander verwandt sind, dass sie heute gemeinsam als „Nördliche Löwen“ im Zuchtbuch geführt werden.

Zoo Landau in der Pfalz 09.10.2026
Zootiere erleben, Kürbisse und mehr:
Herbstfest für die ganze Familie im Zoo Landau in der Pfalz am Samstag, 24. Oktober, von 15 bis 19 Uhr Ein Nachmittag rund um die tierischen Zoobewohner und den Kürbis erwartet die Besucherinnen und Besucher des Zoo-Herbstfestes im Zoo Landau in der Pfalz am Samstag, 24.Oktober. Das Team der Zooschule hat ein tolles Programm für die ganze Familie zusammengestellt. Ab 15 Uhr geht es los: Der Fantasie ist beim Kürbisschnitzen und –gestalten in der Zooschule keine Grenze gesetzt, die Schönsten werden im Laufe des späteren Nachmittags prämiert. Die Kürbisse werden auch in diesem Jahr freundlicherweise wieder von Gemüsebau Markus Günther aus Kandel zur Verfügung gestellt; an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese großzügige Spende! Natürlich werden an dem Nachmittag die Zootiere nicht zu kurz kommen, und der eine oder andere tierische Zoobewohner darf sich über einen Kürbis als Snack oder zum Spielen freuen. Um 15.30 Uhr geht es mit einem Pädagogen der Zooschule auf einen Erlebnisrundgang zu den „Waldgeistern“ und anderen Zootieren, bei dem reichlich Anschauungsmaterial zum Berühren und Bestaunen rund um die Zootiere eingesetzt wird. Um 15.10 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr lernen die Gäste einige vermeintliche „Gruseltiere“ kennen und werden sehen, wieviel Spannendes es über die Biologie von Schlange, Tausendfüßer oder Gespenstschrecke zu erfahren gibt und dass es keinen Grund gibt, sich vor ihnen zu fürchten oder zu ekeln. Wer mag, kann sich ein Stockbrot backen, wenn mit Einbruch der Dämmerung das Lagefeuer entzündet wird und die selbstgestalteten Kürbisse im Abendlicht leuchten. Das Team von Zoo und Zooschule freut sich auf einen besonderen Nachmittag für die ganze Familie! Bitte beachten Sie, dass die Zookasse bis 17 Uhr geöffnet ist. Es gelten die regulären Zoo-Eintrittspreise. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 19 Uhr vorgesehen. Der Zoo behält sich vor, die Veranstaltung ggfs. witterungsbedingt abzusagen, umzugestalten oder zeitlich abzukürzen.

Alpenzoo Innsbruck 09.10.2026
Herbstzeit ist Reisezeit im Alpenzoo
Wenn im Alpenzoo der Herbst Einzug hält, beginnt für viele Jungtiere aus dem Frühjahr eine ganz besondere Zeit: Sie verlassen den Alpenzoo und ziehen in ein neues Zuhause. Noch haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einige der diesjährigen Jungtiere zu beobachten, bevor sie in den kommenden Wochen in andere Zoos übersiedeln. So wird etwa der junge Schmutzgeier nach Berlin in den Tierpark wechseln. Auch der Birkhahn, die Zwergtaucher, die Kreuzschnäbel sowie eine Blauracke werden den Alpenzoo verlassen und in tschechischen Zoos neue Heimat finden. Das Schneehasenmännchen übersiedelt in den Natur- und Tierpark Goldau in der Schweiz. „Dass gerade der Herbst für solche Übersiedlungen gewählt wird, ist kein Zufall. Viele Jungtiere verlassen in dieser Zeit ohnehin ihre Elterntiere und beginnen ihren eigenen Lebensabschnitt. In menschlicher Obhut nutzen wir diesen natürlichen Zeitpunkt, um ihnen einen neuen Platz in einem anderen Zoo zu geben“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. Zoos arbeiten gemeinsam für den Artenschutz Die Reisen sind dabei keine Einbahnstraße. Gleichzeitig erwartet der Alpenzoo auch neue Bewohner aus anderen zoologischen Einrichtungen: Ein Elch aus dem Naturtierpark Grünau, Wiedehopfe aus Frankfurt und Heidelberg sowie Bartmeisen und Alpendohlen aus Pilsen werden künftig in Innsbruck zu sehen sein. Hinter den Tiertransfers steckt ein europaweites Netzwerk zoologischer Einrichtungen, die eng zusammenarbeiten. Moderne Zoos verstehen sich längst nicht als voneinander getrennte Tierhaltungen, sondern als Partner im gemeinsamen Einsatz für den Erhalt bedrohter und seltener Arten. Tiere werden entsprechend ihrer genetischen Abstammung und der langfristigen Bestandsplanung zwischen Einrichtungen unentgeltlich ausgetauscht, damit gesunde und stabile Populationen erhalten bleiben können. Wer die Jungtiere des Jahres 2026 noch einmal sehen möchte, sollte die kommenden Tage daher nutzen: Für einige Alpenzoo-Bewohner heißt es schon bald Koffer packen und auf zu neuen Abenteuern.

Zoo Magdeburg 09.10.2026
Eleganter Botschafter des Artenschutzes
Koordinierte Zusammenarbeit zwischen Zoo Dresden und Zoo Magdeburg: Paradieskranich-Pärchen zukünftig in Dresden
Mit ihrem blaugrauen Gefieder, den auffallend verlängerten Armschwingen und ihrem eindrucksvollen Erscheinungsbild gehören Paradieskraniche zu den besonderen Zoobewohnern. Doch hinter ihrer eleganten Erscheinung steht eine ernste Botschaft: Der Paradieskranich ist in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gefährdet und seine Bestände gehen zurück. Im Zoo werden die Tiere deshalb nicht nur gepflegt und gezüchtet, sondern sie sind zugleich wichtige Botschafter für den Schutz ihrer Art und ihrer Lebensräume. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Paradieskranich, als gefährdet ein mit einem rückläufigen Populationstrend mit geschätzten 30.000 adulten Tiere. Das EAZA-Ex-situ-Programm für Paradieskraniche EAZA-Ex-situ-Programme (EEP) sind eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte Zucht. Hier werden im Rahmen des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) alle relevanten Tierdaten erfasst wie Abstammung, Geburten, Transfers, Todesfälle und Weiteres. Dies ermöglicht ein optimales Zuchtmanagement, Vermeidung von Inzucht und koordiniert die Transfers zwischen den Zoos. Mit diesem Hintergrund erfolgte gestern auch der Transfer des Paradieskranich-Paares, dessen Transfer von Magdeburg nach Dresden in enger Zusammenarbeit vorbereitet und durchgeführt wurde. Der Zoo Dresden vergrößert seine Kranich-Population und setzt seine Zuchten fort. Der Zoo Magdeburg hingegen spezialisiert sich auf die Haltung und Zucht von Kronenkranichen, die eine moderne Anlage direkt neben der Grevy-Zebraanlage bewohnen. Ein Kranich mit außergewöhnlicher Silhouette Lange, nach hinten herabhängende Armschwingen, die eine auffällige Schleppe bilden, prägen die außergewöhnliche Silhouette des Paradieskranichs. Mit seiner hellen Kopfplatte unterscheidet er sich stark von anderen Kranicharten. Er erreicht eine Körperhöhe von 100 bis 120 Zentimetern. Das Verbreitungsgebiet liegt fast ausschließlich in Südafrika, nur eine kleine Population lebt im Norden Namibias. Der Paradieskranich ist der Nationalvogel Südafrikas. Sozial, aufmerksam und eindrucksvoll im Verhalten Außerhalb der Brutzeit bilden Paradieskraniche größere Gruppen auf offenen Graslandschaften und leben gesellig zusammen. Der Familienverband und die Paarbildung ist in der Fortpflanzungszeit bedeutsam. Sie leben wie alle Kraniche lebenslänglich monogam zusammen und gelten daher in vielen Ländern als Treuesymbol. In einem Nest, welches sich versteckt am Boden befindet und aus Pflanzenmaterial gebaut ist, legen sie zwei Eier. Beide Eltern kümmern sich auch um die Jungenaufzucht. Bei zwei geschlüpften Küken kümmert sich je ein Elternteil stets um den gleichen Jungvogel- es gibt also „Mama- und Papakinder“ bei den Kranichen. Die Paradieskraniche ernähren sich von Pflanzen, Sämereien und vor allem zur Brutzeit und zur Küken-Aufzucht auch von tierischer Kost wie Insekten, Würmern und kleinen Wirbeltieren. Im Gegensatz zu unserem einheimischen Kranich sind Paradieskraniche keine Zugvögel.

Zoo Berlin 08.10.2026
Stumme Teiche: Amphibien in Gefahr
Berliner Amphibienbericht bestätigt massiven Rückgang | Bestand der seltenen Wechselkröte im Tierpark Berlin stabil Berlins Amphibien verschwinden: Rund drei Viertel der einst großen Vorkommen sind heute nicht mehr vorhanden. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Berliner Amphibienbericht der Stiftung Naturschutz Berlin (SNB), der im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) erstellt wurde. Betroffen sind nahezu alle Amphibienarten – selbst in Schutzgebieten. Vorgestellt wurden die Ergebnisse nun im Tierpark Berlin. Der Ort ist dabei nicht zufällig gewählt: Der Tierpark ist einer von nur noch vier Standorten in Berlin, an denen die vom Aussterben bedrohte Wechselkröte noch vorkommt. Über 700 Gewässer hat die Stiftung Naturschutz Berlin zwischen 2016 und 2023 im gesamten Stadtgebiet untersucht und dabei mehr als 13.000 Amphibiennachweise dokumentiert. Das Ergebnis ist alarmierend: Von den 162 Gewässern, an denen in den 1980er- und 1990er-Jahren besonders große Amphibienvorkommen mit mehr als 100 rufenden Tieren bestanden, sind heute nur noch 43 übrig. Das entspricht einem Rückgang von 73,5 Prozent. „Für Berlins Amphibien ist es fünf nach zwölf“, sagt Susanne Bengsch, Amphibienexpertin und Leiterin der Koordinierungsstelle Fauna der Stiftung Naturschutz Berlin. Sie und ihr Team haben die Funde über die letzten Jahre dokumentiert und den Amphibienbericht erstellt. „Von den größeren Vorkommen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren noch existierten, sind heute wenn überhaupt nur noch Relikte vorhanden“. Und es trifft längst nicht nur seltene Arten. „Auch Erdkröte, Teichmolch und Teichfrosch, die viele Berlinerinnen und Berliner für selbstverständlich halten, finden wir immer seltener in größeren Beständen.“ Auch die Wechselkröte ist aus Berlin fast verschwunden. 1997 gab es noch 102 dokumentierte Laichplätze. Heute kommt die Art in ganz Berlin nur noch an vier Standorten vor – einer davon ist der Tierpark Berlin. Dort finden die Tiere geeignete Laichgewässer und Rückzugsorte und konnten sich in den vergangenen Jahren regelmäßig erfolgreich fortpflanzen. „Auf unseren 160 Hektar bieten wir nicht nur bedrohten Tierarten aus aller Welt ein Zuhause, sondern schaffen auch wertvolle Rückzugsräume für die heimische Natur“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Gerade in einer dicht besiedelten Großstadt werden solche Lebensräume immer wichtiger. Dass sich die stark bedrohte Wechselkröte bei uns seit Jahren erfolgreich fortpflanzt, zeigt, welchen Beitrag naturnah gestaltete Flächen zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten können. Gleichzeitig möchten wir unsere Besucher*innen dafür sensibilisieren, dass Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt.“ Amphibien sind ein Frühwarnsystem Der nun erschienene Bericht nennt eine Reihe von Gründen für den dramatischen Rückgang: Amphibien brauchen nicht nur geeignete Laichgewässer, sondern auch intakte Lebensräume an Land und einen funktionierenden Biotopverbund. Gewässerverlust, Versiegelung, Schadstoff- und Nährstoffeinträge, Nutzungsdruck und Entwässerungssysteme setzen den Tieren ebenso zu wie Waschbären und eingeschleppte Krankheiten. Der Klimawandel verschärft die Situation durch längere Trockenphasen und extreme Hitzesommer. Die Folgen sind deutlich: Alle FFH-relevanten Amphibienvorkommen befinden sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand. Kein einziges Vorkommen wurde als „günstig“ bewertet. „FFH-relevant“ bedeutet, dass diese Arten nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unter besonderem Schutz stehen. Berlin ist verpflichtet, zu ihrem Erhalt beizutragen sowie einen günstigen Erhaltungszustand herzustellen und zu bewahren. Warnsignal über Berlin hinaus Auch über Berlin hinaus sind die Ergebnisse ein deutliches Signal. Amphibien reagieren besonders sensibel auf Veränderungen ihrer Lebensräume und gelten deshalb als wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt. „Der Rückgang der Berliner Amphibien ist mehr als ein Problem des Artenschutzes. Er ist ein Warnsignal für den ökologischen Zustand unserer Stadt“, betont der Ratsvorsitzende der Stiftung, Staatssekretär Andreas Kraus (SenMVKU). „Deshalb arbeiten wir mit unseren Aktivitäten für die biologische Vielfalt Berlins und mit unserem Einsatz für die Umsetzung der Klimaanpassung mit Nachdruck am Schutz ihrer Lebensräume und an der Klimaresilienz der Stadt insgesamt.“ Für Stefan Richter, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Berlin, ist der aktuelle Bericht deshalb ein Arbeitsauftrag. „Die Amphibien zeigen uns auf dramatische Weise, dass wir gerade unsere eigene Lebensgrundlage zerstören. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es gemeinsam gelingen kann, dieses Artensterben noch zu stoppen und umzukehren.“ Der Amphibienbericht gibt deshalb Empfehlungen und benennt konkrete Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden können. So müssen beispielsweise bestehende Gewässer gepflegt und renaturiert, neue Laichgewässer geschaffen, Landlebensräume aufgewertet und Wanderkorridore gesichert werden. Teilweise sollte auch über Unterstützungsaufzuchten oder Nachzuchten nachgedacht werden. Zudem müssen Gefahrenstellen an Straßen und Schächten sowie der Einfluss invasiver Arten stärker in den Blick genommen werden. Ein fortlaufendes Monitoring und die Einbindung der Stadtgesellschaft, etwa über die Bürger*innenforschungsplattform ArtenFinder Berlin, können dazu beitragen, die Situation kontinuierlich zu dokumentieren und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Werden konsequent, zielgerichtet und zeitnah wirksame Maßnahmen umgesetzt, besteht Hoffnung für die Kröten, Frösche, Unken und Molche Berlins. Die Stiftung Naturschutz Berlin hat den Amphibienbericht im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) erstellt. Er liefert zugleich eine Grundlage für den EU-Bericht des Landes Berlin zur Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL).

Allwetterzoo Münster 08.10.2026
Oberbürgermeister Tilman Fuchs übernimmt Schirmherrschaft für die sieben Geparden-Jungtiere im Allwetterzoo Münster
Auf der Geparden-Anlage im Allwetterzoo Münster ist aktuell viel los. Die sieben Jungtiere, die vor knapp drei Monaten (07.07.2026) auf die Welt gekommen sind, erkunden die Anlage, rennen, raufen und halten Mutter Alwa auf Trapp. Siebenfacher Nachwuchs ist bei Geparden eine absolute Besonderheit und ebenso besonders ist der Pate, der nun die Schirmherrschaft für die Jungtiere übernommen hat: Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Er hat am Donnerstag, 08.09.2026, die jungen Geparde an ihrem Gehege besucht und sich im Anschluss mit den Tierpfleger*innen sowie Direktorin Dr. Simone Schehka ausgetauscht. „Sieben Geparden-Jungtiere auf einmal sind etwas ganz Besonderes und ein schöner Erfolg für den Artenschutz. Ich freue mich, mit meiner Schirmherrschaft das Engagement des Allwetterzoos für den Schutz dieser bedrohten Tierart unterstützen zu können“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. So heißen die sieben Geparden-Jungtiere im Allwetterzoo Münster Bei dem Nachwuchs handelt es sich um sechs Männchen und ein Weibchen. Als neuer Schirmherr überließ der Zoo das Privileg der Namensvergabe dem Oberbürgermeister. Der hat entschieden: Die sieben Jungtiere erhalten die Namen seiner zuletzt geborenen Ehrenpatenkinde. Die heißen: Gustav, Caspar, Fritz, Yusuf, Mohammed, Leo und Marilou. Ehrenpatenschaften haben in Münster eine lange Tradition. Der Oberbürgermeister übernimmt die Ehrenpatenschaft für das vierte und jedes weitere Kind von Münsteraner Familien. „Wir hoffen, dass sich die Kinder und ihre Eltern über die Namenswahl freuen. Wir finden die Idee schön, die hier geborenen Jungtiere mit jungen Menschen aus Münster zu verbinden und freuen uns sehr über die Unterstützung von Tilman Fuchs“, sagt Dr. Simone Schehka.

Tiergarten Hagenbeck 08.10.2026
Wertvoller Nachwuchs auf sanften Pfoten
Tierpark Hagenbeck stellt neue Leopardenanlage und Jungtiere vor Im Tierpark Hagenbeck gibt es besonderen Grund zur Freude. Bereits Anfang August wurden drei Nordchinesische Leopardenbabies geboren. Heute wurden die Jungtiere erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und erkundeten noch zurückhaltend und schüchtern die neue, erweiterte Leopardenanlage. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unseres Nachwuchses. Alle drei sind gesund, kräftig und zeigen sich neugierig und aufmerksam. Zwei Männchen und ein Weibchen, damit haben wir einen besonders wertvollen Wurf.“, erklärt Dr. Michael Flügger, Zootierarzt und Säugetierkurator bei Hagenbeck. Die Leopardenanlage wurde in den letzten Jahren erweitert und auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet. Die Anlage bietet den Leoparden zusätzliche Fläche sowie neue Kletter- und Versteckmöglichkeiten. „Die neue Anlage ist großartig geworden. Wir haben nicht nur mehr Platz geschaffen, sondern eine Umgebung, in der sich die Tiere noch mehr ihrem natürlichen Verhalten entsprechend bewegen und beschäftigen können. Ein wichtiger Schritt in Richtung Tierwohl und ein schönes Zeichen für unser Engagement im Artenschutz.“ Sagt Walter Wolters, Geschäftsführer des Tierparks. Als Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Nordchinesischen Leoparden übernimmt Hagenbeck eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser seltenen Leoparden-Unterart. Die Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen tragen dazu bei, eine genetisch möglichst vielfältige Reservepopulation aufzubauen. Hagenbeck engagiert sich bereits seit Jahren für die Zucht und den Erhalt dieser Leopardenart und baute das Leopardengehege aufwendig um, damit die Zucht, die für das Tiermanagement enorm wichtig ist, erfolgreich umgesetzt werden kann. Möglich gemacht wurde das Projekt durch die Stiftung der Freunde des Tierparks Hagenbeck, welche großzügig die finanziellen Mittel für die Umsetzung bereitstellte. „Für die Stiftung Hagenbeck ist es ein großes Anliegen, den Tierpark Hagenbeck zu erhalten, bedrohte Arten zu schützen und sich für eine moderne Tierhaltung einzusetzen. Daher sind wir stolz darauf, durch von Spenden und testamentarischen Zuwendungen von Hagenbeck-Freunden die neue Leopardenanlage ermöglichen zu können“, freut sich Cord Crasselt, Vorstandsmitglied der Stiftung Hagenbeck.

Zoo Leipzig 08.10.2026

Einmal um die Welt – an einem Tag Tierische Herbstferien im Zoo Leipzig
In den Herbstferien wird der Zoo Leipzig zum Reiseziel für eine ganz besondere Weltreise: Ferienkinder, Familien, Urlauber und Leipziger können täglich auf Entdeckungstour gehen – von den Tiefen der Weltmeere über den tropischen Regenwald bis in die Hochgebirgslandschaft des Himalaya, in die afrikanische Savanne und weiter durch das Pantanal bis an die Südspitze Südamerikas nach Feuerland. Auf der Reise rund um den Globus liegen die tierischen Begegnungen dicht beieinander. Badende Elefanten, galoppierende Zebras und ruhende Capybaras. Am jüngsten Reiseziel – der neuen Küsten- und Meereswelt Feuerland – führt ein mehr als 100 Meter langer Unterwassertunnel mitten durch den Leipziger Pazifik. Humboldtpinguine und Robben lassen sich hier aus einzigartiger Perspektive beobachten. Auch sonst gibt es in diesem Herbst viel Neues zu entdecken. Die vier Monate alten Roten- Panda-Zwillinge Maya und Tashi sind inzwischen täglich auf Erkundungstour. Wer statt wie die Pandas hoch hinaus möchte, kann bei verschiedenen Entdeckertouren tiefer in das Zoogeschehen eintauchen oder am Virtual Reality-Trek beim 360-Grad-Filmerlebnis mitten in die Welt der Mantarochen, Berggorillas oder Savannentiere reisen. Eine Bootsfahrt auf dem Urwaldfluss im tropischen Regenwald Gondwanalands sorgt zudem für Dschungelfeeling und die neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum laden ein, bedrohten Vogelarten unmittelbar zu begegnen und aus der Nähe zu beobachten. Wer nach seiner Weltreise noch lange nicht genug hat, kann mit der Jahreskarte jederzeit wiederkommen – 365 Tage am Stück. Denn im Zoo Leipzig lässt sich die Reiseroute ganz flexibel gestalten: Heute Asien, morgen Afrika und übermorgen Südamerika. Dabei geht es nicht nur ums Beobachten. Die Reise durch die Lebensräume der Erde macht auch auf die Bedeutung von Arten- und Naturschutz aufmerksam. Aktuell engagiert sich der Zoo unter anderem im EU-LIFE-Projekt zum Schutz des Feldhamsters in Sachsen und nimmt seine Gäste per Leinwand mit auf eine Reise in die Artenschutzarbeit des Zoo Leipzig in Chile und in Vietnam. Ob Ferienkind, Urlauber oder Leipziger: Für die bevorstehenden Herbstferien gilt damit ein einfacher Reiseplan – anziehen, losgehen und einmal um die Welt staunen. Ganz ohne Koffer und Flugticket. Weitere Informationen auf der Website des Zoo Leipzig.

Kölner Zoo 08.10.2026
Staksig auf vier Beinen: Jungtier bei den bedrohten Weißnacken-Moorantilopen im Kölner Zoo
Im Kölner Zoo kam am 3. Oktober ein männliches Jungtier bei den seltenen Weißnacken-Moorantilopen zur Welt. Der fünfjährige Vater zog vor drei Jahren aus dem Safaripark Hodenhagen nach Köln. Die Mutter wurde vor drei Jahren im Zoo der Domstadt geboren. Männliche Weißnacken-Moorantilopen weisen ein schwarzes Fell auf, das im Nacken weiß gefärbt ist. Daher leitet sich auch der Name dieser Antilopenart ab. Weibchen verfügen über ein rötlich-braunes Fell und sind etwas kleiner. Weißnacken-Moorantilopen, auch Mrs. Grays Wasserböcke genannt, stammen ursprünglich aus dem Südsudan und Äthiopien. Dort bevölkern sie das Delta des Weißen Nils. Sie zählen zu den Sumpfantilopen, die den Rändern von Schwemmgebieten folgen und sich von Sumpfgräsern ernähren. Hoch bedroht – daher ist die Nachzucht so wichtig Ausgewachsene Tiere bringen 80 bis 120 Kilogramm auf die Waage. Ihre Schulterhöhe beträgt 80 bis 105 Zentimeter, die Länge variiert zwischen 135 und 165 Zentimetern. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt Weißnacken-Moorantilopen auf der Roten Liste; sie gelten in freier Wildbahn als bedroht. Grund sind Lebensraumzerstörung und Bejagung. Die letzte Bestandserfassung ergab etwas über 4.000 Tiere, ist allerdings bereits zehn Jahre her. Es wird vermutet, dass durch kriegerische Auseinandersetzungen viele Tiere für die Versorgung von Kämpfern gewildert werden. Umso wichtiger ist Nachwuchs bei dieser hoch bedrohten Tierart. In Deutschland halten noch zwei weitere Zoos Weißnackenmoorantilopen.

Wilhelma Stuttgart 08.10.2026
Fohlen bei hoch bedrohten Somali-Wildeseln geboren
Mit ihren langen Ohren, den auffällig schwarz-weiß gestreiften Beinen und noch etwas vorsichtigen Schritten ist die jüngste Bewohnerin der Somali-Wildesel-Anlage in der Wilhelma ein neuer Publikumsliebling: Am 19. September 2026 ist im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ein weibliches Fohlen zur Welt gekommen, das mittlerweile den Namen „Shakira“ erhalten hat. Daniel Wenning, Leiter des Reviers für Afrikanische Huftiere in der Wilhelma, erklärt: „Unsere Stute Sina hat ihr Fohlen im Beisein ihrer Artgenossinnen auf der Außenanlage zur Welt gebracht. Die Geburt verlief problemlos und die Kleine stand schon bald auf ihren Beinen. Zunächst haben wir Mutter und Jungtier für einige Tage einen geschützten Bereich hinter den Kulissen zur Verfügung gestellt. Dort konnten sie ungestört eine enge Mutter-Kind-Bindung aufbauen. Inzwischen sind beide wieder bei der Gruppe.“ Neben der 17 Jahre alten Stute Sina und ihrem Fohlen Shakira sind in der Wilhelma die 30 Jahre alte Shebili, die 24 Jahre alte Sarina und die neun Jahre alte Afia zuhause. Vater des Fohlens ist der sieben Jahre alte Hengst Norbert. Er verbringt einen Großteil des Jahres auf dem Tennhof, der nicht öffentlichen Außenstelle der Wilhelma. Diese räumliche Trennung entspricht der Sozialstruktur der Wildesel in ihrem natürlichen Lebensraum. Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher erläutert: „Somali-Wildesel bilden keine dauerhaft geschlossenen Herden. Weibchen können sich mit ihren Jungtieren zu kleinen Gruppen zusammenschließen, wobei die engste und stabilste soziale Bindung zwischen Mutter und Nachwuchs besteht. Erwachsene Hengste leben dagegen überwiegend einzelgängerisch, besetzen zum Teil eigene Territorien und suchen den Kontakt zu den Weibchen vor allem zur Fortpflanzung.“ Der in der Natur nur noch in Teilen Äthiopiens und Eritreas vorkommende Somali-Wildesel (Equus africanus somaliensis) ist eine Unterart des Afrikanischen Wildesels (Equus africanus) – dem Vorfahren des Hausesels – und gehört zu den seltensten Pferdeartigen der Erde. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Wildbestand des Somali-Wildesels als „Critically Endangered“, also hochgradig vom Aussterben bedroht ein. Als wesentliche Bedrohungen nennt die IUCN neben der Wilderei vor allem die Konkurrenz mit dem Menschen und ihren Nutztieren um Nahrung und Wasser, was durch den Klimawandel weiter verschärft wird. Umso wichtiger ist neben dem Schutz der letzten Bestände in der Natur eine genetisch und demografisch stabile Population in menschlicher Obhut. Der europäische Zooverband EAZA koordiniert daher die Haltung des Somali-Wildesels im Rahmen eines EAZA Ex situ Programme (EEP). Die Wilhelma beteiligt sich bereits seit 1980 an der koordinierten Erhaltungszucht des Somali-Wildesels. Jede erfolgreiche Nachzucht trägt damit dazu bei, eines der seltensten Huftiere der Welt auch außerhalb seines natürlichen Lebensraums langfristig zu erhalten.

Tiergarten Straubing 08.10.2026
Letzte Zuflucht Zoo
Viele Arten sind weit verbreitet. Andere Arten sind selten. Wieder andere Arten sind bereits ausgestorben. Und dann gibt es noch jene wenigen Arten, die nur noch existieren, weil sie außerhalb ihres natürlichen Lebensraums bewahrt werden. Zu diesen absoluten Ausnahmefällen gehört die Simandoa-Höhlenschabe. Sie gilt international als „Extinct in the Wild“ – in der Natur ausgestorben – und überlebt heute nur noch in Menschenhand. Seit einigen Monaten wird diese außergewöhnliche Art auch im Tiergarten Straubing gehalten, bislang jedoch hinter den Kulissen. Anders als bei vielen anderen Schabenarten ist ihre Vermehrung anspruchsvoll, weshalb zunächst Erfahrungen mit Haltung und Zucht gesammelt und der Bestand gefestigt werden sollte. Nun sind die Tiere aber erstmals für Besucher in der Wirbellosen-Vitrine im Dannerhaus zu sehen. Was die wenigen Zentimeter großen Tiere so besonders macht, erschließt sich erst mit einem Blick auf ihre Geschichte. Denn diese begann für die Wissenschaft erst 2002. Damals wurde die bis dahin unbekannte Schaben-Art im afrikanischen Simandou-Gebirge im südöstlichen Guinea entdeckt. Ihr gesamtes bekanntes Vorkommen beschränkte sich dabei auf nur eine einzige Höhle, in der die Tiere in Ablagerungen von Fledermausexkrementen nahe des Höhleneingangs lebten. Und dies, obwohl das ausgedehnte Simandou-Gebirge zahlreiche weitere Höhlen mit annähernd gleichen Lebensbedingungen aufweist. Trotz dieser Vielzahl möglicher Lebensräume blieb diese eine Höhle der einzige bekannte Fundort der Art – und ausgerechnet diese wurde noch während der wissenschaftlichen Untersuchung und Beschreibung im Zusammenhang mit der Erschließung der Rohstoffvorkommen der Region zerstört. Und mit ihr die Schaben. Glücklicherweise hatten ihre Entdecker aber eine kleine Gruppe lebender Tiere für wissenschaftliche Untersuchungen aus der Höhle mitgenommen, aus denen an der Harvard University eine erste Zucht aufgebaut werden konnte. Später wurden Tiere gezielt an ausgewählte zoologische Einrichtungen in den USA und Europa abgegeben, um die verbliebene Population auf mehrere Haltungen zu verteilen und so besser abzusichern. Dennoch ist die Art bis heute eine ausgesprochene Rarität und nur in sehr wenigen Zoos zu sehen. Passend zu dieser Entwicklung trägt die Art einen wissenschaftlichen Namen, der ihre heutige Situation erstaunlich treffend beschreibt: Simandoa conserfariam. Simandoa bezeichnet das afrikanische Gebirge, in dem die Art entdeckt wurde. Der Artname conserfariam wurde aus den lateinischen Begriffen conservo für „bewahren“ oder „erhalten“ und multifariam für „an vielen Orten“ gebildet. Sinngemäß bedeutet er damit „an verschiedenen Orten bewahren“. Und gerade bei einer noch wenig erforschten Art stellt sich die Frage, welches Wissen, welche ökologische Bedeutung und welches bislang unbekannte Potenzial mit ihrem Verschwinden möglicherweise ebenfalls verloren gingen. Schaben übernehmen als Zersetzer organischen Materials wichtige Funktionen im Nährstoffkreislauf und dienen zahlreichen anderen Tieren als Nahrung. Darüber hinaus werden verschiedene Schabenarten seit Jahren auf medizinisch nutzbare Wirkstoffe untersucht; aus der Amerikanischen Großschabe gewonnene Präparate werden in China beispielsweise bereits zur Wundbehandlung eingesetzt. Welche Eigenschaften die Simandoa-Höhlenschabe selbst noch besitzt und welche Bedeutung ihr einmal zukommen könnte, ist bislang weitgehend unbekannt. Damit steht die Simandoa-Höhlenschabe beispielhaft für zentrale Aufgaben moderner zoologischer Einrichtungen: Arten zu erhalten, ihre weitere Erforschung zu ermöglichen und zugleich Wissen über ihre Geschichte, Ökologie und Bedeutung für die biologische Vielfalt zu vermitteln. Für den Tiergarten Straubing bedeutet das konkret: Mit der Haltung und Zucht der Simandoa-Höhlenschabe leistet er seinen Beitrag zur Bewahrung einer Art, deren natürliches Vorkommen bereits verschwunden ist. Gleichzeitig macht er eine zoologische Rarität erlebbar, die nur in einer Handvoll europäischer Zoos zu sehen ist – und verbindet damit auf besondere Weise, wofür das Motto des Tiergartens steht: „Tiere erleben, verstehen, schützen“.

Tiergarten Kleve 08.10.2026
Tierisch tolle Herbstferien im Tiergarten Kleve
Doppeltes Pandaglück, spannende Ferienaktionen und ein buntes Veranstaltungsprogramm für die ganze Familie Wenn sich die Blätter bunt färben und die Herbstferien vor der Tür stehen, gibt es im Tiergarten Kleve jede Menge zu entdecken. Besonders der doppelte Nachwuchs bei den Roten Pandas sorgt derzeit für Begeisterung: Die beiden im Juni geborenen Pandamädchen werden immer neugieriger und unternehmen inzwischen regelmäßig erste Ausflüge auf die Außenanlage. Doch nicht nur die kleinen Katzenbären machen einen Besuch in den Herbstferien lohnenswert. Mit der neuen Ferienaktion „Tierische Tüftler“, dem Tag der Faultiere, dem erstmals stattfindenden Herbstmarkt und dem großen Halloweenfest wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die ganze Familie. „Unsere beiden Roten Pandas sind derzeit natürlich die unangefochtenen Stars im Tiergarten“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Nachdem sie ihre ersten Lebensmonate überwiegend geschützt in der Wurfhöhle verbracht haben, erkunden sie nun immer häufiger ihre Außenanlage. Für unsere Besucherinnen und Besucher ist es ein ganz besonderes Erlebnis, die beiden Jungtiere bei ihren ersten Kletterversuchen und Entdeckungstouren beobachten zu können.“ Der Nachwuchs ist dabei nicht nur besonders niedlich, sondern auch ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz. Rote Pandas gelten in ihrer natürlichen Heimat in den Bergwäldern des Himalayas als stark gefährdet. Der Tiergarten Kleve beteiligt sich am europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese faszinierende Tierart und unterstützt darüber hinaus das Red Panda Network, das sich in Nepal für den Schutz der Roten Pandas und ihrer Lebensräume einsetzt. Auch abseits des Pandanachwuchses dürfen sich Familien auf spannende Tierbegegnungen freuen. Ob ein Spaziergang mitten durch das begehbare Känguru-Outback, ein Besuch bei den neugierigen Erdmännchen oder die zahlreichen weiteren großen und kleinen Tierpersönlichkeiten: Der Tiergarten bietet gerade in den Herbstferien viele Möglichkeiten, Tiere aus nächster Nähe zu erleben und dabei spielerisch Neues über die Natur zu lernen. Ein besonderes Highlight für junge Tierfreunde ist die Herbstferienaktion „Tierische Tüftler“, die vom 19. bis 23. Oktober angeboten wird. Dabei können Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren selbst zu kleinen Beschäftigungsexperten werden. Gemeinsam mit dem Tiergarten-Team entdecken sie, wie Erdmännchen, Zwergotter und andere Tiere ihre natürlichen Fähigkeiten einsetzen, um Futter zu suchen, zu klettern, zu graben oder knifflige Aufgaben zu lösen. Anschließend werden die Kinder selbst kreativ: Sie entwickeln und basteln eigene Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere und dürfen schließlich beobachten, wie ihre Ideen bei den tierischen Bewohnern ankommen. „Eine gute Tierhaltung bedeutet weit mehr als ausreichend Platz und hochwertiges Futter. Auch die geistige und körperliche Beschäftigung unserer Tiere spielt eine wichtige Rolle“, erklärt Polotzek. „Mit unseren Tierischen Tüftlern möchten wir Kindern spielerisch zeigen, wie wir das natürliche Verhalten unserer Tiere fördern. Besonders spannend ist natürlich der Moment, wenn die Kinder ihre selbst gebastelten Beschäftigungsmöglichkeiten an die Tiere verteilen und beobachten können, wie diese darauf reagieren.“ Die Ferienaktion findet vom 19. bis 23. Oktober jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr statt. Jeder Termin ist ein eigenständiger Ferienvormittag mit identischem Programm. Die Teilnahme kostet 24,90 Euro pro Kind, inklusive eines Eises und eines Getränks. Der reguläre Tiergarteneintritt ist zusätzlich zu entrichten, gültige Jahreskarten können genutzt werden. Jedes Kind muss von einem Erwachsenen begleitet werden, wobei eine Begleitperson maximal zwei Kinder betreuen darf. Für die beliebten Ferienaktionen sind aktuell noch Tickets erhältlich, die im Vorverkauf Onlineshop oder an der Tiergartenkasse gebucht werden können. Bereits am Sonntag, 18. Oktober, dreht sich beim Tag der Faultiere alles um die gemütlichen Kletterkünstler des Tiergartens. An einem Informationsstand erfahren kleine und große Gäste Spannendes über die außergewöhnliche Lebensweise der Faultiere Frieda und Carlo sowie ihrer wildlebenden Verwandten. Warum bewegen sich Faultiere so langsam? Wie schaffen sie es, kopfüber in den Bäumen zu leben? Und weshalb wachsen sogar Algen in ihrem Fell? Diese und viele weitere Fragen werden mit spannenden Informationen und Mitmachaktionen beantwortet. Am darauffolgenden Wochenende, dem 24. und 25. Oktober, feiert der Herbstmarkt im Tiergarten Kleve seine Premiere. Mehr als 20 Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren ihre liebevoll gefertigten Produkte und laden zum gemütlichen Stöbern ein. Von Insektenhotels und Tierzubehör über Strick- und Häkelwaren bis hin zu herbstlicher Dekoration, Trockenblumenarrangements und Kerzen reicht das vielfältige Angebot. Auch für Kinder wird einiges geboten: Beim Kürbisschnitzen können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen, an einem Informationsstand wartet ein spannendes Wollmemory und am Sonntag gibt es zusätzlich Kinderschminken. Der Herbstmarkt findet an beiden Tagen von 9 bis 17 Uhr statt. Den schaurig-schönen Abschluss der Herbstferien bildet schließlich das beliebte Halloweenfest, das aufgrund der großen Nachfrage in diesem Jahr erstmals an gleich zwei Abenden stattfindet. Am 30. und 31. Oktober, jeweils von 17.30 bis 20.30 Uhr, verwandelt sich der Tiergarten in eine geheimnisvolle Halloweenwelt. Beim „Dinner des Schreckens“, im Gruselareal, bei schaurigen Geschichten, geheimnisvollen Fühlstationen und einem großen Stroh-Abenteuer kommen kleine und große Halloweenfans auf ihre Kosten. Auch lebende Insekten können aus nächster Nähe bestaunt werden. Der Playmore Fantasy-Abenteuerspielplatz wird für das Fest besonders ausgeleuchtet, während Waffelhütte und Imbiss für die passende Stärkung sorgen. Da die Tickets für beide Veranstaltungstage begrenzt sind, empfiehlt der Tiergarten, sich frühzeitig Karten im Vorverkauf zu sichern. „Mit unserem abwechslungsreichen Ferienprogramm möchten wir Familien zeigen, dass ein Tiergartenbesuch auch im Herbst ein ganz besonderes Erlebnis sein kann“, betont Polotzek. „Gerade die Kombination aus unserem doppelten Pandanachwuchs, spannenden Bildungsangeboten und Veranstaltungen wie dem Herbstmarkt oder Halloween macht die Herbstferien bei uns zu einer rundum tierisch tollen Zeit. Wir freuen uns auf viele kleine und große Gäste!“

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 07.10.2026
Arbeitskreis des Verbands der Zoologischen Gärten tagte in Stuttgart – Fachleute für Zootechnik zu Gast in der Wilhelma
Vom 23. bis 25. September 2026 war der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart Gastgeber für die Jahrestagung des Arbeitskreises Zootechniker des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). Fachleute aus Zoos im gesamten deutschsprachigen Raum kamen in Stuttgart zusammen, um sich über aktuelle technische Entwicklungen, Erfahrungen aus der Praxis und neue Projekte auszutauschen. Neben dem fachlichen Programm boten Führungen durch die Wilhelma Gelegenheit, technische Anlagen und aktuelle Bauvorhaben vor Ort zu diskutieren. Zootechnik ist ein Arbeitsfeld mit besonderen Anforderungen: Technische Lösungen müssen in zoologischen Gärten nicht nur zuverlässig und sicher funktionieren, sondern zugleich auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Tierarten und die Anforderungen der Tierhaltung abgestimmt sein. „Die Technik in einem Zoo unterscheidet sich in vielen Punkten von der in anderen Betrieben. Wir arbeiten mit sehr unterschiedlichen Anlagen und müssen technische Anforderungen immer mit den Bedürfnissen der Tiere zusammendenken. Genau diese Verbindung macht Zootechnik so vielseitig und besonders“, erklärt Hans-Joachim Treiber, Leiter des Fachbereichs Technik und Bau in der Wilhelma. Wie breit das Aufgabenspektrum ist, zeigte das Programm der dreitägigen Tagung. Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Workshop mit der Beleuchtung im Zoo. Dabei ging es unter anderem um UV-Strahlung, das Farbsehen von Tieren, Tag-Nacht-Rhythmen, Pflanzenbeleuchtung und Wärmestrahlung für Reptilien. Weitere Themen reichten von Wassermanagement und technischen Lösungen für Tieranlagen bis zur Planung der neuen Elefantenwelt der Wilhelma. Es wurden Projekte aus zahlreichen zoologischen Einrichtungen vorgestellt und Erfahrungen geteilt. „Gerade weil viele technische Fragestellungen in Zoos sehr spezifisch sind, ist der direkte Austausch unter Kolleginnen und Kollegen so wertvoll“, betont Treiber. „Man kann voneinander lernen, Erfahrungen aus konkreten Projekten weitergeben und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen entwickeln, die es in dieser Form fast nur in zoologischen Einrichtungen gibt.“ Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) ist der Verband wissenschaftlich geleiteter Zoos im deutschsprachigen Raum. Seine Mitglieder engagieren sich unter anderem in den Bereichen Artenschutz, Forschung und Bildung. In verschiedenen Arbeitskreisen bringt der Verband Fachleute aus den Mitgliedseinrichtungen zusammen und ermöglicht den Austausch zu ihren jeweiligen Arbeitsgebieten.

Zoo Innsbruck 06.10.2026
Zwei Steinkäuze aus dem Alpenzoo Innsbruck helfen beim Aufbau einer neuen Population in Baden-Württemberg
Artenschutz endet nicht an den Grenzen eines Zoos oder eines Landes. Das zeigt die aktuelle Zusammenarbeit zwischen dem Alpenzoo Innsbruck, dem Zoo Heidelberg und dem BUND Dossenheim: Zwei im Alpenzoo geschlüpfte Steinkäuze wurden in diesem Jahr im Rahmen des Projekts „Gemeinsam für den Steinkauz“ erfolgreich in der Region Heidelberg ausgewildert. Die beiden jungen Steinkäuze aus Innsbruck wurden gemeinsam mit vier weiteren Jungvögeln aus dem Zoo Heidelberg vom Zoo Heidelberg und dem BUND Dossenheim an mehreren geeigneten Standorten in Leimen, Reilingen und Heidelberg freigelassen. Zum Einsatz kam dabei die sogenannte Soft-Release-Methode. Die Tiere wurden zunächst für einige Tage in kleinen Volieren untergebracht, die direkt an geeigneten Nisthilfen standen. Dort konnten sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen und wurden weiterhin mit Futter versorgt. Erst anschließend wurden die Volieren geöffnet. So haben die jungen Eulen bereits einen sicheren Rückzugsort kennengelernt, den sie auch nach der Freilassung nutzen können. Für den Alpenzoo ist die Beteiligung an solchen Projekten ein wichtiger Bestandteil seiner Artenschutzarbeit. „Zoos tragen heute nicht nur Verantwortung für die Tiere, die bei ihnen leben, sondern engagieren sich auch für den Schutz bedrohter Arten in ihren ursprünglichen Lebensräumen. Dass unsere im Alpenzoo aufgezogenen Steinkäuze nun dazu beitragen können, eine Population in Baden-Württemberg zu stärken, freut uns ganz besonders“, so Dr. André Stadler, Direktor des Alpenzoo Innsbruck. Eine besondere Bedeutung hat dabei auch der Austausch zwischen verschiedenen Einrichtungen. Die beiden Steinkäuze aus Innsbruck sollen dazu beitragen, die genetische Vielfalt der Population zu sichern. Gemeinsam mit den Tieren aus Heidelberg wurden sie gezielt an Standorten ausgewildert, an denen sich langfristig neue Reviere und Brutpaare entwickeln sollen. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sein können, zeigt die Entwicklung des Projekts „Gemeinsam für den Steinkauz“ eindrucksvoll. Im Jahr 2026 wurden im Projektgebiet insgesamt 90 junge Steinkäuze dokumentiert. Die Zahl der Brutpaare stieg von 17 im Vorjahr auf 22 Brutpaare beziehungsweise 23 Revierpaare. Damit setzt sich der positive Bestandstrend fort, der seit Beginn des Projekts im Jahr 2020 beobachtet wird. Der Steinkauz ist eine der kleinsten heimischen Eulenarten und auf strukturreiche Kulturlandschaften mit geeigneten Brutplätzen angewiesen. Der Erhalt und die Wiederherstellung solcher Lebensräume sowie die Bereitstellung geeigneter Nisthilfen sind daher entscheidende Bausteine für seinen Schutz.

Tierpark Gotha 05.10.2026
Herbstferien im Tierpark Gotha – Mit Taschenlampe, Tierpflegern und Bastelangeboten durch die Ferien.
Wenn im Oktober die Herbstferien beginnen, wartet im Tierpark Gotha ein abwechslungsreiches Programm auf Familien und Kinder. Vom 12. bis 25. Oktober 2026 stehen neben den täglichen Tiererlebnissen auch besondere Aktionen auf dem Programm. Von kommentierten Fütterungen über Taschenlampentouren bis hin zum gemeinsamen Bau von Igelhäusern und dem Basteln von Vogelfutterstellen ist für unterschiedliche Interessen etwas dabei. Ein besonderes Erlebnis versprechen die Taschenlampentouren durch den Tierpark. An fünf Abenden können Besucherinnen und Besucher den Tierpark nach Einbruch der Dämmerung bei einer Nachtwanderung erkunden. Die Touren finden am Montag, 12. Oktober, Mittwoch, 14. Oktober, Montag, 19. Oktober, Mittwoch, 21. Oktober und Freitag, 23. Oktober, jeweils um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist bei den Stachelschweinen. Die Teilnahme kostet 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Tickets sind an der Tierparkkasse erhältlich. Auch tagsüber gibt es während der Herbstferien viel zu entdecken. Bei den kommentierten Fütterungen geben die Tierpfleger Einblicke in den Alltag der Tiere und vermitteln Wissenswertes über ihre Lebensweise, Ernährung und Besonderheiten. Auf dem Programm stehen täglich um 11 Uhr die Stachelschweine, um 12 Uhr die Trampeltiere, um 13.30 Uhr die Otter, um 14 Uhr die Luchse, um 14.30 Uhr die Erdmännchen und um 15 Uhr die Wölfe. Treffpunkt ist jeweils direkt an der entsprechenden Anlage. Bei der Fütterung der Trampeltiere besteht zudem die Möglichkeit, die Tiere mit bereitgestellten Zweigen selbst zu füttern. Zwei besondere Ferienaktionen ergänzen das Programm. Am Montag, 19. Oktober, können von 12 bis 16 Uhr gemeinsam mit der „Igelhilfe Gotha“ Igelhäuser gebaut werden. Gegen eine Materialgebühr von 25 Euro können die Basteleien anschließend mit nach Hause genommen werden. Eine Voranmeldung unter m.mallon@kultourstadt.de ist wünschenswert. Am Mittwoch, 21. Oktober, steht von 10 bis 16 Uhr das Thema Vögel im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Förderverein Tierpark Gotha e.V. entstehen Vogelfutterstellen und Vogeltränken, die anschließend im eigenen Garten oder auf dem Balkon zum Einsatz kommen können. Mit seinem Herbstferienprogramm verbindet der Tierpark Gotha spannende Tierbeobachtungen mit praktischen Aktionen und besonderen Erlebnissen – und bietet damit auch in den Ferien zahlreiche Möglichkeiten, die Tierwelt auf abwechslungsreiche Weise kennenzulernen.

Tierpark Hellabrunn München 05.10.2026
Vertrauen aufbauen, Zusammenarbeit stärken – Tiertraining in Hellabrunn
Die Tiertrainingsverantwortlichen im Tierpark Hellabrunn stärken die Bindung und Zusammenarbeit zwischen Tier und Mensch. Durch regelmäßiges Training werden die Tiere nicht nur beschäftigt, sie lernen auch, bestimmte Abläufe stressfrei mitzumachen. So können beispielsweise medizinische Untersuchungen ohne Aufregung durchgeführt oder Anlagenwechsel unkompliziert gestaltet werden. Einem Trampeltier die Füße sauber machen, einen Mähnenwolf wiegen oder einen Eisbären röntgen – all das ist dank modernen Tiertrainings möglich. Für dessen Umsetzung tragen in Hellabrunn aktuell 8 Tierpflegerinnen und Tierpfleger die Funktion als Tiertrainingsverantwortliche. Sie koordinieren das Tiertraining und gemeinsam mit ihren Teams trainieren sie unterschiedliche Tierarten und erleichtern damit nicht nur die tägliche Arbeit, sondern schaffen auch Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Beim modernen Tiertraining geht es nicht um Dressur, sondern darum, den Tieren Abläufe aus dem täglichen Umgang vertraut zu machen. Sie lernen, auf bestimmte Signale zu reagieren und bei Untersuchungen oder Pflegemaßnahmen mitzumachen. So können viele Situationen, die für die Tiere ungewohnt sein können, Schritt für Schritt trainiert und dadurch möglichst stressfrei gestaltet werden. Dabei gibt es keinen einheitlichen Trainingsplan: Was bei einer Tierart funktioniert, muss bei einer anderen oder auch bei einem einzelnen Tier ganz anders aufgebaut werden. Ein wichtiger Bestandteil ist das sogenannte Medical Training. Dabei lernen die Tiere, bestimmte Positionen einzunehmen oder Körperstellen gezielt zu zeigen. So können beispielsweise Blut- oder Urinproben genommen oder Röntgenaufnahmen angefertigt werden, ohne dass das Tier dafür sediert werden muss. Ganz konkret trainiert Frank Staatsmann, Tierpfleger und Tiertrainingsverantwortlicher in der Hellabrunner Polarwelt, mit den drei Eisbärinnen Nuna, Nooki und Giovanna. Beim sogenannten Targettraining haben die Tiere zunächst gelernt ihre Schnauze an ein Target, z.B. ein roter Punkt, zu halten. Indem der Tierpfleger das Target an unterschiedliche Stellen führt, kann der Eisbär so an verschiedene Orte bewegt werden. Beispielweise wird den Eisbärinnen so gezeigt, dass sie ihren Kopf in einer Plexiglasbox ablegen und ruhig halten, damit eine Röntgenaufnahme des Kiefers gemacht werden kann. Dies ist im Falle von Eisbärin Giovanna aufgrund von Zahnproblemen gelegentlich notwendig. Zudem wird trainiert, dass die Eisbären sich aufstellen oder eine Tatze heben, um das Fell und die Krallen überprüfen zu können. „Für uns ist wichtig, dass die Tiere beim Training gerne mitmachen. Deshalb arbeiten wir mit positiver Verstärkung. Ein kurzes Klickgeräusch mit dem „Klicker“ gibt dem Tier das Signal, dass es etwas richtig gemacht hat. Dazu kommt eine Belohnung, zum Beispiel in Form von Futter. So lernen die Tiere Schritt für Schritt welches Verhalten wir von ihnen wollen – dabei entscheidet aber immer das Tier, ob es mitmachen möchte“, erklärt Lena Bockreiß, in Hellabrunn als Kuratorin für Tierwohl und Training zuständig. Modernes Tiertraining dient jedoch nicht nur medizinischen Untersuchungen, sondern auch der Beschäftigung der Tiere, denn das Training fordert die Tiere auch geistig. Maria Riesch, Tierpflegerin und Tiertrainingsverantwortliche bei den Mähnenwölfen, trainiert mit den eher scheuen Tieren, damit sie Vertrauen zu ihren Pflegerinnen und Pflegern aufbauen. Im Training lernen sie beispielsweise, auf ein Signal auf die Waage zu gehen oder sich die Krallen kontrollieren zu lassen. Gerade bei scheuen Tierarten können solche Übungen den Alltag erleichtern, da notwendige Kontrollen möglichst ohne stressreiches Einfangen durchgeführt werden können. Auch der unkomplizierte Wechsel zwischen verschiedenen Anlagen ist ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Beispielsweise müssen Tiere regelmäßig zwischen Innen- und Außenbereichen wechseln. Das sogenannte Husbandry Training hilft dabei, beispielsweise Trampeltiere, an solche Abläufe zu gewöhnen. Tierpflegerin und Tiertrainingsverantwortliche Lucia Köhler übt mit den Tieren unter anderem das Laufen am Halfter und das ruhige Passieren eines Tores. So können notwendige Wechsel zwischen den Anlagen für Tier und Mensch möglichst entspannt ablaufen. Tierpark-Direktor Rasem Baban betont die Bedeutung des Tiertrainings für die tägliche Arbeit: „Tiertraining gehört für mich ganz selbstverständlich zu einer modernen Tierhaltung. Es hilft uns, die Tiere im Alltag besser zu versorgen und ihnen medizinische Untersuchungen möglichst angenehm zu machen. Gleichzeitig braucht es dafür viel Geduld und ein gutes Gespür für jedes einzelne Tier, denn jedes Tier ist anders – und genau darauf müssen sich unsere Tierpflegerinnen und Tierpfleger einstellen.“ Ob für medizinische Untersuchungen, Beschäftigung oder den täglichen Umgang: Tiertraining ist damit ein wichtiger Bestandteil der modernen Tierpflege in Hellabrunn. Im Hellabrunner Elefantenhaus kann regelmäßig nachmittags um 14:15 Uhr das Training der Elefanten beobachtet werden.

Opel Zoo Kronberg 05.10.2026
Jungtiere im Opel-Zoo Im Juni geborener Roter Panda-Nachwuchs endlich zu sehen
Das „Geheimnis“ ist endlich gelüftet: Bereits im Juni gab es wieder Nachwuchs bei den Roten Pandas. Vier Monate lang wuchs das männliche Jungtier in der Wurfhöhle heran und wurde von der Mutter versorgt, die es nur ab und zu in den kühleren Abendstunden im Gehege herumtrug. Nun ist es endlich soweit und das Jungtier verlässt die Wurfhöhle, erprobt sich beim Klettern und lernt von seinen Eltern, was so ein Junges eben lernen muss. Es ist nun für die Zoobesucher immer öfter im Gehege zu beobachten. Rote Pandas, auch Katzenbär oder Kleiner Panda genannt, leben in den Bergwäldern des Himalayas von Nepal bis Myanmar und im chinesischen Bergland in Höhen zwischen 1.800 und 4.000 m über dem Meeresspiegel. Mit dem dichten Fell sind sie gut an Kälte angepasst und daher sieht man sie im Opel-Zoo tagsüber oft oben in den Bäumen ruhen, während sie erst abends aktiv werden. Rote Pandas sind in ihrem Ursprungsgebiet vom Aussterben bedroht. Gesicherte Bestandszahlen gibt es nicht, die Schätzungen liegen aber bei weniger als 10.000 Tieren. Der Opel-Zoo trägt zum Erhalt des Roten Pandas durch die Teilnahme am European Ex-Situ Programme (EEP) bei, in dem die Nachzucht europaweit auf wissenschaftlicher Grundlage koordiniert wird.

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