Zoopresseschau

Tiergarten Worms 18.09.2026
Ein Wiedersehen mit den tierischen Schützlingen: Mehr als 150 Patinnen und Paten erleben besondere Einblicke bei den traditionellen Patentagen im Tiergarten Worms
Worms, 16.09.2026. Besser hätte es kaum passen können: Bei bestem Spätsommerwetter fanden an den vergangenen beiden Wochenenden die traditionellen Patentage im Tiergarten Worms statt. Mehr als 150 „Patenonkel und Patentanten“, wie der Freundeskreis Tiergarten Worms e. V. seine Unterstützerinnen und Unterstützer gerne nennt, waren gemeinsam mit ihren Familien gekommen, um ihre tierischen Schützlinge zu besuchen. Viele von ihnen halten dem Freundeskreis bereits seit Jahren die Treue. Mit ihren Patenschaften unterstützen sie die tierischen Bewohner und leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Wormser Tiergarten. Dass dabei längst persönliche Verbindungen entstanden sind, war an den beiden Wochenenden an vielen Stellen zu spüren: Für manche gehört der Patentag seit Jahren fest in den Kalender. Bestens organisiert durch Freundeskreis-Geschäftsführerin Michaela Schmitt und begleitet vom Tiergarten-Team machten sich die Gruppen zu verschiedenen Führungen durch alle drei Reviere auf. Dort warteten besondere Einblicke, Begegnungen und vor allem viele Geschichten über die Tiere aus dem Alltag der Tierpflegerinnen und Tierpfleger. Dass ein Patentag nicht vollständig planbar ist, gehört dabei zum besonderen Reiz. Die Tiere entscheiden selbst, ob und wie sie sich ihren Besuchern zeigen möchten. So hielt sich der Kolkrabe bei einer der Führungen diesmal eher zurück. Ganz genau hatte er allerdings beobachtet, wo seine Leckereien für ihn versteckt worden waren. Im vergangenen Jahr hatte er sich den Paten gegenüber noch etwas mutiger gezeigt. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Gäste genossen die Gelegenheit, gemeinsam mit der Tierpflegerin im Gehege zu stehen, den Ausführungen zu lauschen und dabei die eine oder andere Anekdote über den klugen Rabenvogel zu erfahren. Eine besonders schöne Begegnung gab es auch auf der Südamerikaanlage. Dort traf Tanja Orlemann auf ihre Patentiere, die Alpakas. Mit sichtlicher Begeisterung durfte sie „Robert“ und seinen Mädels einige Leckereien bringen und kam ihren Schützlingen dabei ganz nah. Für Orlemann und ihre Familie haben Tierpatenschaften inzwischen eine lange Tradition: Über drei Generationen hinweg hat die Familie Patenschaften für ganz unterschiedliche Tierarten übernommen und gehört damit zu den besonders langjährigen Unterstützern und Förderern des Freundeskreises. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Verbundenheit mit dem Tiergarten innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann. Auch abseits der Führungen herrschte reges Treiben. Während sich die Gruppen auf den Weg zu ihren Patentieren machten, wurde an anderer Stelle bereits eifrig Kaffee gekocht, Kuchen ausgegeben und für Nachschub gesorgt. Die Mitglieder des Freundeskreises hatten als Dankeschön für ihre Patinnen und Paten ein großes Kuchenbuffet vorbereitet. So blieb nach den Führungen ausreichend Gelegenheit, zusammenzusitzen, Erlebnisse auszutauschen und den spätsommerlichen Tag im Tiergarten ausklingen zu lassen. „Unsere Patinnen und Paten sind dem Tiergarten und seinen Tieren oft über viele Jahre eng verbunden. Mit dem Patentag möchten wir ihnen dafür Danke sagen und ihnen einmal im Jahr besondere Einblicke ermöglichen“, erklärt Schmitt vom Freundeskreis. „Eine Patenschaft ist grundsätzlich für jede im Tiergarten gehaltene Tierart möglich. Dabei wird bewusst keine Patenschaft für ein einzelnes Tier, sondern für die jeweilige Tierart übernommen.“ Einmal im Jahr, traditionell im September, lädt der Freundeskreis zu den Patentagen ein. Die beiden diesjährigen Wochenenden zeigten einmal mehr, warum sich viele „Patenonkel und Patentanten“ schon lange darauf freuen: Tiere aus nächster Nähe erleben, mit den Menschen hinter den Kulissen ins Gespräch kommen und andere Unterstützer treffen – bei bestem Spätsommerwetter waren es rundum gelungene Patentage. Alle Infos zu Tierpatenschaften finden Sie unter: www.tiergarten-freundeskreis-worms.de

Zoo Leipzig 18.09.2026
Tashi und Maya: Rote Panda-Zwillinge haben Namen erhalten
Die im Juni geborenen Roten Panda-Zwillinge im Zoo Leipzig haben heute ihre Namen erhalten: Maya und Tashi – Magischer Zauber und Glück. Mehr als 3.000 Vorschläge waren im Rahmen der Namenssuche eingegangen. Aus den zahlreichen Einsendungen hatten die Tierpflegenden fünf Namenspaare ausgewählt, über die mehr als 13.000 Teilnehmer abgestimmt haben. Bei der heutigen Namensverkündung bekamen die Zwillinge Unterstützung von ihren Eltern Kamala und Asa, die bei der Taufe ihres Nachwuchses halfen und die Namen enthüllten. Die Jungtiere entwickeln sich weiterhin gut und werden zunehmend aktiver. Nachdem sie ihre ersten Lebenswochen geschützt in einer Höhle verbracht haben, beginnen Maya und Tashi nun, ihren Lebensraum im Zoo Leipzig immer selbstständiger zu erkunden. Sie klettern auf die Bäume, werden zunehmend sicherer in der Umgebung und sind inzwischen auch für die Gäste immer häufiger zu sehen. „Wir freuen uns sehr, dass die beiden Jungtiere sich so gut entwickeln und nun immer mehr von ihrer Umgebung entdecken“, sagt das Tierpflegerteam rund um Bereichsleiterin Anke Scheller. „Mit den Namen Maya und Tashi können wir sie nun gezielt rufen – und gleichzeitig richten sie die Aufmerksamkeit auf eine Tierart, deren Zukunft in der Natur alles andere als sicher ist.“ Die Taufe der beiden Jungtiere fand am Vortag des morgigen International Red Panda Day, statt. Der weltweite Aktionstag macht auf die Situation der charismatischen Roten Pandas und ihre Bedrohungslage aufmerksam. Weniger als 10.000 Rote Pandas leben noch im natürlichen Lebensraum, der zunehmend zerstört wird. Auch Wilderei bedroht den Bestand massiv. Schutzmaßnahmen in den natürlichen Verbreitungsgebieten sind deshalb von entscheidender Bedeutung. Der Zoo Leipzig unterstützt das Red Panda Network, das sich gemeinsam mit Partnern für den Schutz der Roten Pandas im natürlichen Lebensraum einsetzt. Gleichzeitig leisten Zoos einen Beitrag zum Erhalt der Art, indem sie einen koordinierten Reservebestand in menschlicher Obhut erhalten.

Zoo Hoyerswerda 18.09.2026
Zooschulprojekt erreicht dritten Platz bei der Ferry Porsche Challenge 2026

10.000 € für „Raus aus der Wohnung – Rein ins Leben“ Hoyerswerda, den 18. September 2026. Die Zooschule des Zoo Hoyerswerda ist mit dem dritten Platz bei der Ferry Porsche Challenge 2026 ausgezeichnet worden. Für ihr Projekt „Raus aus der Wohnung – Rein ins Leben“ erhält sie ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Mit dem Projekt möchte der Zoo älteren Menschen mit eingeschränkter Mobilität gesellschaftliche Teilhabe und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen. „Wir sind wirklich stolz und freuen uns für unsere Seniorinnen und Senioren, dass wir jetzt mit dem Projekt starten können“, freut sich Silke Kühn, Zooschulpädagogin im Zoo Hoyerswerda. Das Projekt „Raus aus der Wohnung – Rein ins Leben“ ist eine Kooperation mit dem Seniorenbeirat und den Pflegeeinrichtungen der Stadt Hoyerswerda. Im Mittelpunkt steht die Idee, Seniorinnen und Senioren, die aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität nur selten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wieder stärker miteinander und mit ihrer Umgebung in Kontakt zu bringen. Ein externer Fahrdienst holt die Teilnehmenden zu Hause ab und bringt sie in den Zoo. Dort erwartet sie eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Führung durch das Zooschulteam. Dabei geht es nicht nur um die Tiere. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erleben, der Austausch und die Begegnung. Anschließend lädt das Zoorestaurant Sambesi bei Kaffee und Kuchen zum gemütlichen Beisammensein ein. „Und wer weiß, vielleicht werden so Kontakte geknüpft, die bleiben und es entstehen neue Bekanntschaften“, hofft Silke Kühn. Das Preisgeld der Ferry Porsche Challenge ermöglicht es dem Zoo, den notwendigen Fahrdienst zu finanzieren. Für die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren bleibt damit lediglich eine Pauschale von 20 Euro für Eintritt, Führung sowie Kaffee und Kuchen. Damit soll die Teilnahme möglichst unkompliziert und auch für Menschen mit kleinem Budget erschwinglich sein. Mit dem Motto „Gemeinsam älter – Gemeinsam stärker“ stellte die Ferry Porsche Challenge 2026 die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen in den Mittelpunkt. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig den Herausforderungen des Älterwerdens begegnet werden kann von neuen Begegnungsräumen über Angebote gegen digitale Ausgrenzung bis hin zu Projekten, die ältere Menschen wieder stärker in die Gemeinschaft einbinden. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Porsche Museum zeichnete die Ferry-Porsche-Stiftung am Nachmittag des 10. September 30 gemeinnützige Organisationen für ihre überzeugenden Konzepte aus. Die 2018 gegründete Ferry-Porsche-Stiftung fördert und initiiert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur und Sport.

Zoo Salzburg 18.09.2026
„Ein echter Gentleman“: Zoo Salzburg hat wieder einen männlichen Löwen
Er ist vier Jahre alt, imponiert mit seiner stattlichen Größe sowie seiner üppigen, dunklen Mähne und besticht mit seinem ruhigen Wesen. Dank des in der vergangenen Woche aus dem Zoo Pilsen angereisten Löwenmännchens „Kiano“ hat der Zoo Salzburg wieder einen „König der Tiere“. Der kleine Wehmutstropfen dabei: Für Besucherinnen und Besucher ist Kiano, ebenso wie die junge Löwin „Dara“, nicht zu sehen. „Wir befinden uns mit beiden Raubkatzen immer noch in der sensiblen Eingewöhnungsphase“, sagt Geschäftsführerin Sabine Grebner. „In dem Fall gehen die Tiere einfach vor und geben das Tempo an. Kiano geht aber morgens schon vor den Öffnungszeiten kurz nach draußen und lernt seine Außenanlage kennen. Die zwei Jahre jüngere Dara ist noch zu unsicher, um mit ihr diesen Schritt zu wagen.“ „Da Kiano sich, seit er bei uns ist, stets besonnen und freundlich verhält und Dara am Schieber immer wieder seine Nähe sucht, werden wir aber bald versuchen die beiden Löwen zusammenzulassen“, verrät Kuratorin Lisa Sernow. Noch kann sich das zukünftige Paar mit einem Gitter dazwischen „beschnuppern“ und die zwei wurden auch schon dabei beobachtet, wie sie sich direkt nebeneinandergelegt haben. Nachdem sich Kiano seit seiner Ankunft wie „ein echter Gentleman“ verhält, stehen die Zeichen für die erste hautnahe Begegnung in jedem Fall gut. „Aufgrund der Eingewöhnungsphase, die bisher reibungslos verlief, ist auch das Löwenhaus noch geschlossen und unsere Besucherinnen und Besucher müssen sich leider noch ein wenig gedulden“, schließt Sabine Grebner.

Zoo Berlin 18.09.2026
Plüschohren im Anmarsch
Nachwuchs bei den Roten Pandas im Tierpark Berlin Es gibt zuckersüße Neuigkeiten bei den Roten Pandas im Tierpark Berlin. Am 25. Juni brachte die sechsjährige Rosie ein Jungtier zur Welt. Für die Rote-Panda-Dame ist es der dritte Nachwuchs. Vater ist erneut der elfjährige Joel. Die Tiere zogen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Jahren 2020 (Joel) und 2021 (Rosie) in den Tierpark Berlin. Das EEP ist ein zooübergreifendes Projekt zur koordinierten und gezielten Zucht von bedrohten Tierarten in menschlicher Obhut. Bei einer ersten tierärztlichen Untersuchung konnte das Vet-Team feststellen, dass sich das Jungtier prächtig entwickelt. Dabei gab es noch eine weitere spannende Neuigkeit: Rosie zieht in diesem Jahr ein kleines Weibchen auf. „Inzwischen wird die Kleine zunehmend aktiver. Rosie trägt sie bereits immer häufiger umher und ermöglicht ihr so erste Erkundungen außerhalb der Wurfbox“, sagt Kurator Martin Kränzlin. Mit etwas Glück können Besucher*innen das Jungtier daher schon selbst auf der Anlage beobachten. Rote Pandas kommen mit einem Gewicht von nur rund 100 Gramm und geschlossenen Augen zur Welt. Erst nach etwa fünf Wochen öffnen sie ihre Augen und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. In den ersten Lebenswochen sind sie daher vollständig auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen. Nach und nach werden sie selbstständiger und entwickeln sich zu geschickten Kletterern, die einen großen Teil ihres Lebens hoch oben in den Bäumen verbringen. Dabei hilft ihnen unter anderem ein verlängertes Handgelenk, mit dem sie Äste und Nahrung besonders gut greifen können. Auf ihrem Speiseplan steht vor allem Bambus. Schätzungsweise weniger als 10.000 Rote Pandas leben noch in den Bergwäldern des Himalayas und angrenzenden Regionen. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird die Art als „stark gefährdet“ geführt. Eine der größten Herausforderungen ist die zunehmende Zerschneidung ihres Lebensraums. Werden Waldgebiete voneinander getrennt, wird es für die Tiere schwieriger, zwischen geeigneten Lebensräumen zu wechseln. Das Artenschutzprogramm der Zoologischen Gärten Berlin unterstützt das Red Panda Network, das sich seit mehr als 15 Jahren gemeinsam mit lokalen Gemeinden in Nepal für den Schutz der Roten Pandas und ihrer Lebensräume einsetzt. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Wiederaufforstung. Bis zum Jahresende soll in Nepal der millionste Baum im Rahmen der Projekte des Red Panda Network gepflanzt werden – knapp 960.000 Bäume sind es bereits. „Nachhaltiger Artenschutz beginnt dort, wo Menschen und Tiere denselben Lebensraum teilen. Deshalb ist es entscheidend, die lokalen Gemeinden in die Schutzmaßnahmen einzubeziehen und gemeinsam tragfähige Lösungen für den Erhalt der Lebensräume zu entwickeln.“ betont Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Zoologische Einrichtungen können solche Schutzprojekte gemeinsam mit Partnern vor Ort unterstützen und gleichzeitig durch koordinierte Erhaltungszucht Verantwortung für den Erhalt bedrohter Arten übernehmen.“ Mit ihren weißen Plüschohren und dem rostroten Fell gehören die Roten Pandas zu den bekannten Bewohnern des Tierpark Berlin. Der französische Naturforscher Frédéric Cuvier, der den Roten Panda wissenschaftlich beschrieb, bezeichnete ihn einst als „schönstes Säugetier auf Erden“. Seit fünf Jahren unterstützt die Stiftung „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ des 1. FC Union Berlin die Roten Pandas im Tierpark als offizieller Pate.

Alpenzoo Innsbruck 18.09.2026
„Merlo“ ist wieder zurück im Alpenzoo
Blobeziegen sind echte Tiroler und seit Anfang September ist der Blobeziegenbock „Merlo“ wieder zurück im Alpenzoo Innsbruck. Den Sommer durfte er auf der Bergweide am Michlshof in Berwang verbringen – gemeinsam mit seinen Brüdern, viel frischem Gras und jeder Menge Bergluft.Während Merlo seine Sommerfrische genießen konnte, hatten seine Damen im Alpenzoo Zeit, sich ganz in Ruhe um ihren Nachwuchs zu kümmern. Jetzt ist „Merlo“ wieder zurück in Innsbruck und hat vor allem eines zu tun: seine Mädels begrüßen. Nach ein paar Monaten auf der Weide ist die Wiedersehensfreude bei der kleinen Ziegengruppe groß. Auch die Jungtiere sind mittlerweile ordentlich gewachsen. Und nicht nur bei den Jungtieren hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan: Merlo ist inzwischen fast 1,5 Jahre alt und seine Hörner sind deutlich gewachsen. Aus dem jungen Bock ist langsam ein stattlicher Blobeziegenbock geworden. Wer Merlo und seine Damen besuchen möchte, hat also wieder Glück: Merlo ist wieder bei seinen Mädels!

Zoo Heidelberg 17.09.2026
Kleine Sprünge auf der Australien-Wiese
Zoo Heidelberg: Junge Kängurus auf Entdeckungstour Auf der Australien-Wiese im Zoo Heidelberg gibt es derzeit besonders viel zu entdecken: Zwei Weibchen der Roten Riesenkängurus haben Nachwuchs. Noch verbringen die Jungtiere die meiste Zeit gut geschützt im Beutel ihrer Mütter. Schon seit einigen Wochen können Besucher bereits einen kleinen Fuß oder sogar den Kopf des Nachwuchses entdecken. Die Jungtiere sind inzwischen rund ein halbes Jahr alt und beginnen die Beutel zu verlassen. Außerhalb des Beutels gibt es für die jungen Kängurus viel Neues zu entdecken. „Die Kleinen sind neugierig und interessieren sich sogar schon für das Futter. Immer wieder sieht man sie daran schnuppern und ihre Umgebung erkunden“, berichtet Tierpfleger Jonathan Truman. Nach ihren ersten Ausflügen kehren die Jungtiere weiterhin regelmäßig in die Sicherheit des Beutels zurück. Die Entwicklung der Känguru-Jungtiere beginnt auf ungewöhnliche Weise: Nach der Paarung trägt die Mutter ihren Nachwuchs rund 33 Tage aus. Bei der Geburt ist das Jungtier nur ein bis zwei Zentimeter groß, etwa so groß wie ein Gummibärchen. Es klettert selbstständig in den Beutel seiner Mutter und wächst dort weiter heran. Erst nach mehreren Monaten beginnt es, seine Umgebung immer häufiger zu erkunden. Auch dann kehrt es regelmäßig zur Mutter zurück, um zu trinken und Schutz zu finden. Eine besondere Fähigkeit macht die Fortpflanzung der Kängurus noch ungewöhnlicher: Die Weibchen können die Entwicklung eines bereits befruchteten Embryos vorübergehend pausieren. Diese sogenannte embryonale Diapause ermöglicht es ihnen, die nächste Entwicklung im Mutterleib aufzuhalten, solange sich noch ein Jungtier im Beutel befindet. Erst wenn dieses den Beutel dauerhaft verlässt, setzt sich die Entwicklung des Embryos fort. So kann eine Känguru-Mutter mehrere Jungtiere in unterschiedlichen Entwicklungsstadien versorgen. Für Besucher lohnt sich derzeit ein Blick auf die Australien-Wiese besonders. Die Jungtiere zeigen sich immer öfter und erkunden gemeinsam mit den erwachsenen Kängurus ihre Umgebung.

Zoo Landau in der Pfalz 17.09.2026
Afrikanische Schweinepest: Asiens einzigartige Wildschweinarten vor der Ausrottung – Wissenschaftliche Studie mit Beitrag aus Landau legt im Fachjournal Nature Reviews Biodiversity erstmals einen internationalen Rettungsplan vor
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht zwölf Wildschweinarten, die ausschließlich in Asien vorkommen. Für mehrere von ihnen könnte das Virus zur existenziellen Gefahr werden. Denn wo die ASP zuschlägt, kommt es zu Verlusten ganzer Tierpopulationen. Fünf der zwölf Arten gelten laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) bereits als „vom Aussterben bedroht“, eine weitere als „stark gefährdet“. Dr. Jens-Ove Heckel, Direktor und Tierarzt des Zoo Landau in der Pfalz und Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) e.V., ist Teil einer Gruppe von 31 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die nun erstmals einen konkreten Fahrplan vorlegt, um die drohende Ausrottung zu verhindern. Die Studie ist aktuell in der sehr renommierten Fachzeitschrift Nature Reviews Biodiversity erschienen. Eine der rasantesten Ausrottungskrisen Seit die ASP Ende 2018 erstmals in China auftrat, hat sich das Virus in kurzer Zeit über Asien ausgebreitet. Die dort heimischen Wildschweinarten waren zuvor nicht mit dem Erreger konfrontiert. Für einige Populationen sind die Folgen verheerend. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benennen acht zentrale Maßnahmen, mit denen Regierungen, Zoos und Naturschutzorganisationen gegensteuern können. „Wir erleben hier eine der rasantesten Krisen, die jemals eine ganze Gruppe von Säugetieren mit Ausrottung bedroht hat. Das Zeitfenster zum Handeln wird bei einigen Arten bereits sehr klein“, befürchtet Heckel. Besonders dringend sind demnach Frühwarnsysteme für ASP-Ausbrüche, der schnelle Ausbau von Erhaltungszuchtprogrammen und sofort verfügbare Notfallfinanzierungen. Auf Inseln ist die Lage besonders dramatisch Besonders gefährdet sind die Wildschweinarten der Inselwelt Südostasiens. Auch auf den Philippinen kommen mehrere Arten nur auf einzelnen Inseln vor. Dazu zählen die Visayas-Mähnen- bzw. Pustelschweine, die unter anderem im Zoo Landau gezüchtet werden und sonst in der Natur nur noch in kleinen Restbeständen auf Negros und Panay leben. Noch fehlt für mehrere Arten eine formelle IUCN-Bestandsbewertung. Gleichzeitig gibt es bislang nur für fünf der zwölf endemischen Arten Populationen in menschlicher Obhut. Einige dieser Bestände sind noch zu klein, um die genetische Vielfalt langfristig zu sichern. „Wir dürfen nicht warten, bis eine Art unmittelbar vor der Ausrottung steht. Erhaltungszucht muss beginnen, solange noch ausreichend Tiere und genetische Vielfalt vorhanden sind“, mahnt Heckel. „Zoos können dabei eine entscheidende Sicherungsoption, gleichsam Rettungsboote, für das Überleben bedrohter Arten bilden.“ Die ZGAP engagiert sich seit Jahrzehnten vor Ort für den Schutz besonders gefährdeter und wenig bekannter Tierarten. Die asiatischen Wildschweine standen bereits 2022 im Mittelpunkt der Kampagne „Zootier des Jahres“, die insbesondere auf die Bedrohung der sogenannten Pustelschweine aufmerksam machte. Wenn mit den Wildschweinen ganze Ökosystemfunktionen verschwinden Der Verlust der Tiere wäre weit mehr als das Verschwinden einzelner Arten. Wildschweine verbreiten Samen, sind Lebensraumgestalter und eine wichtige Nahrungsgrundlage für große Beutegreifer wie Tiger und Leoparden. Für zahlreiche lokale und indigene Gemeinschaften haben sie zudem eine wichtige Bedeutung für Ernährung und Kultur. „Wenn eine solche Art verschwindet, verlieren wir nicht einfach eine weitere Tierart aus der Natur. Wir verlieren ein einzigartiges Stück Evolution und zugleich wichtige Funktionen innerhalb eines Ökosystems“, sagt Heckel. ASP ist längst keine reine Frage der Schweinehaltung Die Autoren fordern deshalb einen koordinierten „One-Health“-Ansatz, der Naturschutz, Veterinärmedizin, Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und lokale Gemeinschaften zusammenbringt. Denn die ASP betrifft inzwischen nicht nur die Schweinehaltung, sondern auch Biodiversität, Ökosysteme, Ernährungssicherheit und menschliche Lebensgrundlagen. Die wirtschaftlichen Schäden für die Schweinezucht werden allein auf bis zu 192 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wissenschaftlicher Weckruf an die internationale Artenschutzgemeinschaft Mit der Veröffentlichung der Studie im Fachjournal Nature Reviews Biodiversity (https://www.nature.com/articles/s44358-026-00198-2) erhält die bislang wenig beachtete Artenschutzkrise zusätzliches internationales Gewicht. Während die wirtschaftlichen Folgen der ASP seit Jahren Aufmerksamkeit erhalten, geraten die möglichen Auswirkungen auf die asiatische Biodiversität deutlich seltener in den Fokus. „Wir wissen inzwischen, was auf dem Spiel steht, und wir kennen die wichtigsten Maßnahmen. Jetzt kommt es darauf an, dass aus wissenschaftlichen Empfehlungen konkretes Handeln wird, bevor es zu unwiederbringlichen Verlusten kommt“, so der Tiermediziner Heckel. Die Studie knüpft an eine im vergangenen Jahr verabschiedete IUCN-Resolution zur asiatischen Wildschwein-Krise beim Welt-Artenschutz-Kongress in Abu Dhabi an. Die beteiligten Organisationen arbeiten bereits an der Umsetzung der Empfehlungen. Unter anderem soll das Thema bei der UN-Biodiversitätskonferenz CBD COP17 im Oktober in Jerewan, Armenien, weiter auf die internationale Agenda gesetzt werden.

Neunkirchener Zoo 17.09.2026
Aktiv im Artenschutz – Neunkircher Steinkäuze fliegen nun im Saarland
Neben Umweltbildung, sinnvoller Freizeitgestaltung und Forschung gehört der Arten- und Naturschutz zu den Aufgaben, denen sich Zoologische Gärten seit etwa 100 Jahren verschrieben haben. Der Neunkircher Zoo nimmt einerseits in diesem Zusammenhang an verschiedenen Erhaltungszuchtprogrammen des Europäischen Zooverbandes teil, andererseits unterstützt er ganz direkt mit Tieren, die in seinen Anlagen gezüchtet wurden, Auswilderungsprogramme. Eine lange Tradition haben in dieser Hinsicht die einheimischen Steinkäuze, bei denen seit 1991 immer wieder im Zoo geschlüpfte Jungvögel die rückläufigen Bestände im südöstlichen Saarland stützen konnten. Seit der Eröffnung der Ökopädagogischen Erlebnis-Falknerei im Zoo im Jahr 2003 wurde die Zuchtarbeit mit einer der kleinsten Eulen Deutschlands intensiviert und mit der Eröffnung des Steinkauzzentrums auf eine neue Qualitätsstufe gehoben. Das Steinkauzzentrum ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der LIK.Nord, der Saarländischen Naturlandstiftung, dem Umweltministerium und dem NABU. Im Jahr 2019 wurden dort eigens für die Steinkauzvermehrung zwei Zuchtvolieren ergänzt. Daher sind wir auch besonders stolz, dass im Ergebnis der diesjährigen Brutsaison Zoofalknerei und Zoo gleich zwei Auswilderungsprojekte mit insgesamt fünf hier ausgeflogenen Jungkäuzen unterstützen konnten. So wurden Axel Hagedorn, Vorsitzendem des NABU Fechingen-Kleinblittersdorf, drei Vögel für das dortige, seit Jahren aktive Auswilderungsprogramm überlassen. Auch der Naturlandstiftung wurden, vertreten durch ihren Geschäftsführer Ulrich Heintz, zwei Jungvögel für Freilassungen auf LIK.Nord-Flächen bei Wemmetsweiler übergeben. In beiden Projekten wurden die Jungvögel mit zum Teil dort selbst gezüchteten, aber auch von engagierten, artenschutzinteressierten Privatzüchtern zur Verfügung gestellten Jungvögeln der Saison ergänzt, sodass genetisch breit aufgestellte Auswilderungsgruppen die ausgesuchten Habitate bevölkern können. Seit 2018 wurden insgesamt 55 junge Steinkäuze der Zoofalknerei Neunkirchen ausgewildert.
Steinkäuze sind in Deutschland vielerorts rückläufig, was auf eine ganze Bandbreite an Faktoren zurückzuführen ist. Neben auffällig schwankenden Witterungsbedingungen und hohem Feinddruck, vor allem durch Marder, sind das Fehlen oder die Umnutzung ihrer bevorzugten Lebensräume in unserer Kulturlandschaft – Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen, möglichst ohne Insektizideinsatz – Hauptgründe für die starke Bedrohung des Steinkauzbestandes im Saarland. Umso glücklicher sind wir, dass wir 2026 an verschiedenen Freilassungen mit Tieren aus der Zoofalknerei beteiligt sein können, und freuen uns bereits auf die nächste Zuchtsaison.

Kölner Zoo 17.09.2026
Das gab‘ s noch nie: Doppelter Dreierpack bei den Mausmakis im Kölner Zoo
Eine besondere Rarität gibt es derzeit im Madagaskarhaus des Kölner Zoo zu bestaunen – und das gleich doppelt in dreifacher Ausführung: Im Juni und im August wurden hier zweimal Drillinge bei den Goodman-Mausmakis geboren. Im Freiland des Ursprungsgebiets auf der afrikanischen Insel Madagaskar bekommt diese Tierart gewöhnlich nur einmal im Jahr Nachwuchs. In der Regel handelt es sich dabei auch nur um ein oder zwei Jungtiere. Umso erstaunlicher sind die zwei Dreierpacks, die im Madagaskarhaus des Kölner Zoos zur Welt gekommen sind. Die Tiere sind noch nicht geschlechtsbestimmt, da sie noch scheu sind. Dementsprechend hat der Nachwuchs auch noch keinen Namen. Eltern sind der neunjährige „Connor“ und die sechsjährige „Shannon“. Goodman-Mausmakis sind in Deutschland sonst nur noch im Zoo Berlin zu sehen. Mausmakis zählen zu den Lemuren. Heimatgebiet ist Madagaskar. Sie kommen nur dort vor. Die nachtaktiven Goodman-Mausmakis wurden 2005 wissenschaftlich erstbeschrieben. Sie zählen zu den kleinsten und seltensten Primaten der Erde. Zwar ist ihr Verbreitungsgebiet geschützt, doch setzt die rapide Zerstörung der Naturräume im bitterarmen Madagaskar auch den Goodman-Makis stark zu. Die einmalige Flora und Fauna des vor Afrika liegenden Inselstaats steht durch Abholzung, Bejagung und die Auswirkungen des Klimawandels massiv unter Druck. Goodman-Mausmakis erreichen einen Kopf-Rumpf-Umfang von 9 Zentimetern. Ihr Gewicht kann bis 64 Gramm betragen. Das Fell ist an der Oberseite rotbraun bis orange-bräunlich gefärbt. Der Bauch ist weißlich. Der Schwanz ist rotbraun gefärbt. Zwischen den vergleichsweisen sehr großen Augen befindet sich ein auffallend heller Nasenrücken. Ihr Lebensraum sind tropische Regenwälder Madagaskars. Mausmakis sind Allesfresser, die sich meist von Früchten und Insekten ernähren. Sie sind nachtaktiv. Damit die Gäste die wuseligen Hingucker dennoch sehen können, zeigt der Kölner Zoo sie in einem abgedunkelten Nachttierbereich. Er hat den Tag-Nacht-Rhythmus der Bewohner dafür umgestellt, sodass sich die Tiere ab 9.30 Uhr beobachten lassen. Madagaskar ist einer der weltweiten Hotspots der Artenvielfalt. 90 Prozent der Wirbeltiere, die auf der Insel leben, sind nur hier zu finden. Dieser Artenschatz ist massiv bedroht. Grund ist vor allem der Lebensraumverlust durch Abholzung und Brandrodung für die lokale Landwirtschaft oder kommerzielle Plantagen. Hinzukommen die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die die Insel besonders heftig betreffen, sowie die Bejagung von Tieren durch die bitterarme, oft hungernde madagassische Bevölkerung. Artenschutz, der ankommt: Der Kölner Zoo setzt sich nachhaltig für die Bewahrung der madagassischen Artenvielfalt ein: In seinem Madagaskarhaus hält, züchtet und erforscht der Kölner Zoo hochbedrohte Tiere dieser Insel – so neben den werden dort auch Tenrek-, Frosch- oder Geckoarten gehalten. Im Aquarium betreibt der Kölner Zoo Erhaltungszuchtprogramme für hochbedrohte madagassische Tierarten, darunter das Grüne Marmorkrötchen oder der Mangarahara-Buntbarsch. Letzterer zählt zu den seltentesten Fischen der Erde. Den Kölner Aquariums-Experten gelang erstmals die Nachzucht. Auf dieser Basis konnte inzwischen Nachwuchs an andere Zoos in Deutschland und Europa abgegeben werden, um weitere Reservepopulationen aufzubauen. Der Kölner Zoo ist Mitglied der „Madagaskar Fauna & Flora Group“. In diesem Zusammenschluss sitzen Experten renommierter Zoos, Botanischer Gärten, Repräsentanten der madagassischen Regierung sowie Vertreter von Naturschutzbehörden und ortsansässigen NGOs, um gemeinsam Schutzkonzepte für die madagassische Flora und Fauna zu entwickeln und umzusetzen. Mit dem Projektpartner „Tropical Biodiversity Social Enterprise“ im Süden Madagaskars hat der Kölner Zoo eine Forschungsstation sowie ein Informations- und Trainingszentrum aufgebaut und unterstützt Ranger-Patrouillen, die den Wald schützen. Gleichzeitig wurden auch die Mausmaki-Populationen vor Ort untersucht. Wer das Engagement des Kölner Zoos für Flora und Fauna Madagaskars unterstützen will, kann hier spenden: https://foerdern.koelnerzoo.de/spenden/artenschutz/schutz-der-flora-und-fauna-auf-madagaskars

Tiergarten Schönbrunn 17.09.2026
Zuchterfolg nach Schmuggelfall: Rotspiegel-Amazonen sorgen für Nachwuchs
Was vor 15 Jahren mit einem spektakulären Schmuggelfall am Wiener Flughafen begann, ist heute eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte für den Artenschutz: Im Tiergarten Schönbrunn ist bei den äußerst seltenen Rotspiegel-Amazonen heuer erstmals die natürliche Aufzucht von drei Küken durch die Elterntiere gelungen. 2011 erhielt der Tiergarten 74 Papageien-Eier, die vom Österreichischen Zoll beschlagnahmt worden waren. Aus ihnen schlüpften Rotspiegel-Amazonen und Jamaika-Amazonen – darunter auch jene Vögel, die inzwischen selbst für Nachwuchs sorgen. „Aus einem dramatischen Fall von illegalem Wildtierhandel ist über viele Jahre hinweg ein bedeutender Erfolg für den Artenschutz geworden. Dank der Expertise und Ausdauer unseres Pflegeteams können wir diese anspruchsvollen Papageien nicht nur erfolgreich halten, sondern nun auch nachzüchten. Dass die Rotspiegel-Amazonen heuer erstmals drei Küken selbstständig großgezogen haben, ist für uns ein besonderer Meilenstein“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Der aktuelle Nachwuchs ist europaweit von besonderer Bedeutung: Rotspiegel-Amazonen werden derzeit nur noch in einem zweiten europäischen Zoo, dem Zoo Prag, gehalten. Der Tiergarten Schönbrunn besitzt das einzige Zuchtpaar und ist damit der einzige zoologische Garten Europas, dem die erfolgreiche Nachzucht dieser seltenen Art gelingt. In ihrer Heimat Jamaika gelten Rotspiegel-Amazonen seit 2020 als stark gefährdet. Die Art kommt ausschließlich in zwei kleinen Gebieten der Insel vor. Die wildlebende Population wird nur mehr auf maximal 15.000 Tiere geschätzt. „Rotspiegel-Amazonen erleben rapide Bestandsrückgänge. Diese werden unter anderem durch den Verlust des natürlichen Lebensraums, Prädation durch invasive Arten und die Auswirkungen des Klimawandels verursacht. Gerade bei einer Art mit einem derart kleinen Verbreitungsgebiet hat die Zerstörung des einzigen natürlichen Lebensraumes besonders schnell schwerwiegende Folgen“, so Dr. Eveline Dungl, zoologische Abteilungsleiterin im Tiergarten. Umso wichtiger ist eine stabile Reservepopulation dieser Papageien in menschlicher Obhut. Gleichzeitig sind Amazonen äußerst sensible Tiere, deren Haltung viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl des gesamten Vogelpflege-Teams erfordert. Besonders beeindruckend ist dabei auch das langjährige Engagement der Teamleiterin Petra Stefan, die diese Vögel seit der Beschlagnahme der Eier vor 15 Jahren begleitet und entscheidend zu diesem Meilenstein beigetragen hat. Und der Artenschutzerfolg setzt sich fort: Neben den drei jungen Rotspiegel-Amazonen wachsen derzeit auch vier Küken der gefährdeten Jamaika-Amazonen im Tiergarten heran. So erfreulich diese Entwicklung ist, sie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der illegale Wildtierhandel eine ernstzunehmende Bedrohung für Amazonen und zahlreiche andere Tiere darstellt.

Opel-Zoo Kronberg 17.09.2026
Scharfe Krallen, flinke Pfoten – Raubtiere im Opel-Zoo
Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo am Samstag, 26.09.2026, 15 Uhr In der nächsten Öffentlichen Führung geht es um Raubtiere, von denen im Opel-Zoo insgesamt 16 Arten gehalten werden. Davon sind allein acht Arten in ihrem Bestand gefährdet, bei weiteren nimmt der Bestand durch Klimaveränderung und/oder durch die Veränderung des Lebensraumes stetig ab. Was ist für Raubtiere charakteristisch, was unterscheidet sie von anderen Säugetieren bzw. untereinander und warum haben sie scharfe Krallen oder flinke Pfoten? Wo leben die verschiedenen Raubtierarten, was fressen sie und welches sind ihre Jagdstrategien? Diese und weitere Fragen werden bei der Führung anschaulich vor Raubtierarten wie Gepard, Eisfuchs, Erdmännchen etc. behandelt. Sie startet am Samstag, dem 26. September 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Zooschule Landau 16.09.2026
Schlange, Echse, Frosch und Co“ Erlebnisführung für die ganze Familie – Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr
Einen ganz besonderen Einblick in die Welt der Reptilien und Amphibien bietet die Zooschule Landau am Sonntag, 4. Oktober, von 11 Uhr bis ca. 13 Uhr. Die Zoopädagog*innen werden Eltern, Großeltern und Kinder ab 6 Jahren auf einen Erlebnisrundgang durch den Zoo mitnehmen und Schlangen, Kaimane, Schildkröten und andere Tiere vorstellen. Dabei geht es auch um Fragen wie „Sind alle Schlangen gefährlich?“ „Kann ich im eigenen Garten eine Schildkröte halten?“ und „Womit wird der Kaiman im Zoo Landau gefüttert?“. Besondere Anschauungsobjekte, wie ein Schildkrötenpanzer oder Schlangenhaut, machen die spannenden Informationen auch für Kinder „greifbar“. In der Zooschule können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gleich zu Beginn herausfinden, was Reptilien und Amphibien voneinander unterscheidet und die Terrarientiere der Zooschule kennenlernen. Die direkte Begegnung mit einem dieser Tiere stellt den besonderen Höhepunkt des erlebnisreichen Vormittages dar.

Tierpark Nordhorn 16.09.2026
Oldtimer-Blaulichttag im Tierpark Nordhorn Verein „Blaulichtfreunde Nord-West e.V.“ wieder zu Gast im Familienzoo
Am Sonntag, den 27. September 2026 findet in der Zeit von 10 bis 17 Uhr bereits zum vierten Mal ein Oldtimer-Blaulichttag im Tierpark Nordhorn statt. Der Verein für historische Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzfahrzeuge hat seinen Sitz im „Haus der Vereine“ in Osterwald, Grafschaft Bentheim. Die Mitglieder des Vereins sind Freunde und Liebhaber alter Fahrzeuge mit Blaulicht, zumeist von Freiwilligen Feuerwehren oder Hilfsorganisationen. Die Blaulichtfreunde Nord-West e.V. und einige befreundete Feuerwehren- und Vereine aus NRW und Ostfriesland stellen in diesem Jahr mehr als 30 alte Schmuckstücke im Tierpark aus. Die Veranstaltung passt gut in das Konzept des Familienzoos, der sich seit vielen Jahren sehr um die Regionalhistorie bemüht. Erprobt ist eine derartige Ausstellung auch durch den jährlich stattfindenden Oldtimertreff im Zoo. Hier kamen in der Vergangenheit zum Teil bis zu 100 Oldtimer aus der Grafschaft, NRW, Ostfriesland und den Niederlanden für einen Tag im Zoo zusammen. In diesem Jahr findet der beliebte Oldtimertreff am Sonntag, den 11. Oktober statt. Wer aber vorher schon Lust auf alte Fahrzeuge und hier speziell Blaulichter hat, der ist am letzten Septembersonntag im Tierpark Nordhorn gut aufgehoben. Neben den großen Originalen sind auch einige kleine Modell der Blaulichtfahrzeuge zu bewundern. Und natürlich sind die Mitglieder des Vereins immer in der Nähe der Fahrzeuge, um die neugierigen Fragen der kleinen und großen Besucher zu beantworten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 16.09.2026
Welt-Nashorn-Tag am 22. September Nashörner im Fokus: Aktionstag in der Wilhelma
Wie schnell kann ein Nashorn laufen? Warum braucht es trotz seiner Kurzsichtigkeit keine Brille? Und was haben Nashörner eigentlich mit Zebras und Tapiren gemeinsam? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Dienstag, 22. September, in der Wilhelma. Anlässlich des internationalen Welt-Nashorn-Tags lädt der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart von 11 bis 17 Uhr zu einem Aktionsstand vor der Nashornanlage ein. Das Team der Wilhelmaschule bringt dabei nicht nur Wissenswertes über die Biologie der imposanten Großtiere mit, sondern auch reichlich Anschauungsmaterial. Unter anderem können die Besucherinnen und Besucher das naturgetreue Replikat eines Spitzmaulnashorn-Horns aus nächster Nähe betrachten. Beim Nashorn-Memory und einem Quiz lässt sich das neu erworbene Wissen gleich testen. Dabei dürften einige Fakten selbst ausgewiesene Tierfans verblüffen: Nashörner gehören wie Zebras und Tapire zu den Unpaarhufern. Nashornkälber kommen zunächst ohne Horn zur Welt, schon wenige Tage nach der Geburt beginnt es jedoch zu wachsen. Und behäbig sind die massigen Tiere keineswegs: Nashörner können Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde erreichen. Auch ihre Sinne halten Überraschungen bereit. Nashörner sehen zwar nicht besonders gut, gleichen das aber durch ein ausgezeichnetes Gehör und einen ausgeprägten Geruchssinn aus. Kommunikation funktioniert zudem über gemeinsame Dungplätze: Anhand der dort hinterlassenen Duftinformationen können die Tiere feststellen, welche Artgenossen sich in der Umgebung aufhalten. Und selbst akustisch zeigen Nashörner eine unerwartete Seite – neben Keuchen und Zischen gehören auch hohe Quietschlaute zu ihrem Repertoire. Hinter dem spielerischen Zugang steht allerdings ein ernstes Thema. Weltweit existieren heute fünf Nashornarten: Breitmaul- und Spitzmaulnashorn in Afrika sowie Panzernashorn, Sumatra-Nashorn und Java-Nashorn in Asien. Alle sind bedroht: Wilderei und Lebensraumverlust haben ihre Bestände massiv dezimiert. Begehrt ist vor allem das Horn. In pulverisierter Form wird ihm in Teilen Asiens eine angebliche medizinische Wirkung, z. B. in der Krebsbekämpfung, zugeschrieben. Außerdem wird gemahlenes Nashornhorn als Statussymbol konsumiert, einzig und allein, um den eigenen Reichtum zur Schau zur stellen. Dabei besteht es nur aus Keratin – demselben Stoff, aus dem auch menschliche Haare und Fingernägel aufgebaut sind. Mit Mitteln aus dem Artenschutz-Euro engagiert sich die Wilhelma gleich bei drei Projekten für Nashörner in ihren natürlichen Lebensräumen. Im südafrikanischen Greater Kruger Nationalpark unterstützt sie die „Black Mambas“. Die rein weibliche Ranger-Einheit setzt sich gegen Wilderei ein und leistet zugleich wichtige Bildungsarbeit in den umliegenden Gemeinden. Als Teil der „Black Mamba Conservation Alliance“ hat die Wilhelma seit 2022 bereits mehr als 100.000 Euro zu ihrer Arbeit beigetragen. Besonders dramatisch ist die Situation des Sumatra-Nashorns. Nur noch wenige Dutzend Tiere leben in freier Wildbahn. Seit 2019 ist die Wilhelma strategischer Partner der International Rhino Foundation und hat rund 270.000 Euro in das von der indonesischen Naturschutzorganisation YABI betriebene Sumatran Rhino Sanctuary investiert. Dort werden Sumatra-Nashörner gezielt nachgezüchtet. Fünf Kälber sind in dem Schutzzentrum bereits zur Welt gekommen – angesichts eines geschätzten weltweiten Bestands von nur noch rund 40 Tieren ist jede einzelne Geburt von enormer Bedeutung. Nach diesem Vorbild soll auch auf Java eine Zuchtstation für das ebenfalls vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn entstehen. Die Namen Sumatra- und Java-Nashorn täuschen darüber hinweg, dass beide Arten einst über weite Teile Südostasiens verbreitet waren. Heute haben lediglich kleine Restbestände auf den beiden namensgebenden indonesischen Inseln überlebt. Ohne menschliche Hilfe drohen auch sie, zu verschwinden. Einen lebenden Botschafter für seine bedrohten Verwandten können die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma direkt neben dem Aktionsstand erleben: Panzernashorn Bruno. Der in der Wilhelma geborene Nashorn-Senior ist das älteste Panzernashorn, das derzeit in einem europäischen Zoo lebt. Bruno selbst hat einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seiner Art in menschlicher Obhut geleistet. Mehrfach sorgte er in der Wilhelma für Nachwuchs. Seine mittlerweile 24 Nachkommen leben heute in verschiedenen europäischen Zoos, unter anderem in Frankreich, Spanien, Portugal, Polen und Großbritannien. Der Welt-Nashorn-Tag macht damit unmittelbar vor seiner Anlage deutlich, wie eng Zoohaltung, Umweltbildung und Artenschutz miteinander verbunden sein können.

Zoo Innsbruck 16.09.2026
25.000 Euro für den Artenschutz: 5. Alpenzoo-Lauf verbindet Sport und Naturschutz
125 Läufer:innen, rund 250.000 absolvierte Meter und eine Spende von 25.000 Euro für den Artenschutz: Der 5. Alpenzoo-Lauf hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich sportlicher Einsatz und Naturschutz verbinden lassen. Am 23. August 2026 gingen Teilnehmer:innen im Alter von vier bis 72 Jahren unter dem Motto „Laufen für den Artenschutz“ an den Start. Organisiert wurde der Charitylauf von den FREUNDEN DES ALPENZOO, der SPORTUNION Tirol und der TURNERSCHAFT INNSBRUCK, Sektion Leichtathletik. Bei herrlichem Sommerwetter führte die 3.800 Meter lange Hauptstrecke quer durch den Alpenzoo – vorbei an Bären, Steinböcken und Wölfen. Bis zu 100 Höhenmeter machten den Lauf zu einer besonderen Herausforderung. „Eine wahrhaft sportliche Herausforderung“, betonten TI-Obmann Mag. Daniel Pichler und Hermann Juen, Leiter der Sektion Leichtathletik. Für zusätzliche Abwechslung sorgte ein Bewegungsprogramm der SPORTUNION Tirol. Auch bei den Teilnahmeerinnerungen wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt: Statt Medaillen aus Kunststoff oder Metall erhielten die Läufer:innen eine kleine Holzscheibe mit der Aufschrift „Laufen für den Artenschutz im Alpenzoo“. Die Klassensieger:innen wurden jeweils mit Holzpokalen ausgezeichnet. Für jeden gelaufenen Meter spendeten die FREUNDE DES ALPENZOO zehn Cent. Bei der Scheckübergabe am 15. September 2026 überreichte der Förderverein dem Alpenzoo 25.000 Euro für den Artenschutz. „Mit der Spende wollen wir einen Beitrag zum Artenschutz leisten und uns bei allen Teilnehmer:innen bedanken, die diese großartige Spendensumme ermöglicht haben“, erklärte der Obmann des Fördervereins Christoph Kaufmann. Auch Zoodirektor Dr. André Stadler zeigte sich begeistert: „Laufen für den Artenschutz im Alpenzoo ist ein voller Erfolg – und es hat auch noch Spaß gemacht.“ Auch Frau Maga Ines Rapposch-Hödl, Präsidentin der SPORTUNION Tirol, zog eine positive Bilanz: „Die Veranstaltung hat eindrucksvoll bewiesen, dass sich Sport sowie Tier- und Artenschutz auf wunderbare Weise verbinden lassen.“ Die Erfolgsgeschichte des Alpenzoo-Laufs soll auch 2027 fortgesetzt werden, die Planungen haben bereits begonnen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 16.09.2026
Kürbis-Führungen & Kürbis Spenden Herbstliches Kürbisvergnügen im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Wenn die Blätter bunt werden und die Tage kürzer, beginnt im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec wieder die Kürbiszeit. Die vielseitigen Herbstfrüchte sorgen dabei nicht nur für farbenfrohe Akzente, sondern vor allem für Abwechslung bei den tierischen Bewohnern. Bei besonderen Kürbis-Führungen am 14. und 21. Oktober 2026, jeweils um 10.00 Uhr, können Besucherinnen und Besucher live erleben, was passiert, wenn Zebramangusten, Rhesusaffen und andere Tierparkbewohner auf Kürbisse treffen. Mal werden sie genüsslich verspeist, mal untersucht, zerlegt oder als Beschäftigungsmaterial genutzt – spannende Tierbeobachtungen sind garantiert. „Kürbisse sind für unsere Tiere nicht nur ein Leckerbissen, sondern auch eine tolle Beschäftigung. Für unsere Gäste bietet sich dabei die Gelegenheit, unsere Tiere bei ganz unterschiedlichen Verhaltensweisen zu beobachten und einen besonderen Einblick in den Tierpark-Alltag zu erhalten“, erklärt Tiertrainerin Kati Sommer. Eine Führung dauert etwa eine Stunde und kostet 25 Euro pro Person inklusive Tierparkeintritt. Pro Termin können maximal 20 Personen teilnehmen. Eine rechtzeitige Anmeldung unter service@tierpark-goerlitz.de wird daher empfohlen. Wer im Garten mehr Kürbisse geerntet hat, als selbst gebraucht werden, darf die Ernte gern mit unseren Tieren teilen. Ob als Leckerbissen, Beschäftigung oder herbstliche Dekoration – intakte Kürbisse jeder Größe, Form und Farbe sind herzlich willkommen. Bis zum 31. Oktober 2026 können Kürbisse an der Tierparkkasse abgegeben werden. Kommen genügend zusammen, entsteht außerdem eine kürbisbunte Fotowand für herbstliche Erinnerungsfotos.

Zoo Duisburg 16.09.2026
Ökumenischer Gottesdienst zwischen Tigern, Luchsen und Bären im Zoo Duisburg findet erstmals statt
Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung findet am 26. September ein Gottesdienst im Zoo Duisburg statt. Das neue Angebot auf Initiative der Stadtkirche Duisburg verbindet die evangelische und die katholische Kirche mit dem Zoo Duisburg – und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Duisburg Wo sonst Tiger, Luchse und Bären die Hauptrolle spielen, steht am Samstag, 26. September ein besonderer Gottesdienst im Mittelpunkt. Dass Tiere und Religion wunderbar zusammenpassen, steht schon in der Bibel. Fast jeder kennt die Geschichte der „Arche Noah“: Noah baute ein großes Schiff, die Arche, nahm von jeder Tierart ein Paar mit und sicherte damit ihr Überleben. Für Samstag, 26. September, laden die evangelische und die katholische Kirche erstmals zu einem Gottesdienst vor tierischer Kulisse ein. Rund 30 Minuten lang können Besucherinnen und Besucher gemeinsam innehalten – und die besondere Atmosphäre des Zoo Duisburg genießen. Überschrieben ist der Tag dabei mit dem Motto „Viele Tiere – viele Menschen – eine bunte Welt“. Der Gottesdienst richtet sich besonders an Familien mit Kindern im Grundschulalter. Er beginnt um 12.30 Uhr am Tigerturm, direkt neben der Tigeranlage, und wird gemeinsam mit Stadtdechant Andreas Brocke und Superintendent Dr. Christoph Urban von der evangelischen Kirche gefeiert. Führung, Rallye und Mitmach-Stationen Doch damit ist der Tag noch lange nicht zu Ende: Um 14 Uhr gibt es eine besondere Führung mit dem Titel „Biblische Tiere“, an der alle Interessierten teilnehmen können. Treffpunkt dafür ist der Haupteingang des Zoos. Besonders für Familien gibt es darüber hinaus und im Anschluss an den Gottesdienst eine Menge zu entdecken. Bei einer Rallye und verschiedenen Mitmach-Stationen für Kinder wird der Zoobesuch zu einem spannenden Erlebnis. In der Luchshütte erwartet sie eine kreative Malstation, im Entdeckerhaus eine abwechslungsreiche Aktivstation. Kinder, die beide Stationen erfolgreich absolviert haben, erhalten in der Bärenhütte eine Urkunde als Andenken an diesen spannenden Tag. Das Angebot ist kostenfrei, Besucherinnen und Besucher zahlen lediglich den Zooeintritt. Kirche und Zoo verbinden Zoodirektorin Astrid Stewin freut sich, gemeinsam mit der Stadtkirche Duisburg Gastgeber für diese besondere Veranstaltung sein zu dürfen. „Unser Zoo ist auch ein Ort der Begegnung – für Menschen und Tiere. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadtkirche Duisburg eine ganz besondere Atmosphäre schaffen zu können. Zwischen Tigern, Luchsen und Bären über die Vielfalt unserer Welt nachzudenken, ist eine wunderbare Verbindung. Wir hoffen, dass dieser besondere Tag viele Menschen neugierig macht und ihnen ganz neue Perspektiven eröffnet.“ Auch Stadtdechant Andreas Brocke ist überzeugt davon, mit dem Gottesdienst Kirche an einem außergewöhnlichen Ort zu erleben: „Unsere Welt ist so vielfältig – immer wieder lädt sie uns zum Staunen ein. Dieser Gottesdienst im Zoo lässt uns ganz konkret auf die Schöpfung und das schauen, was uns Menschen untereinander und mit allen Lebewesen verbindet.“

Tiergarten Kleve 16.09.2026
Doppeltes Pandaglück entwickelt sich prächtig
Erster Gesundheitscheck bestätigt: Der Nachwuchs bei den Roten Pandas sind zwei Weibchen; Tiergarten Kleve feiert Red Panda Weekend am 19. und 20. September 2026 Rund zweieinhalb Monate nach der Geburt gibt es erfreuliche Neuigkeiten aus dem Reich der Roten Pandas im Tiergarten Kleve: Die beiden am 21. Juni 2026 geborenen Jungtiere von Kamala und Janak entwickeln sich bislang sehr gut. Nun stand für den doppelten Pandanachwuchs erstmals ein tiermedizinischer Gesundheitscheck an – und dabei wurde auch das bislang noch gut gehütete Geheimnis um die Geschlechter gelüftet: Beide Jungtiere sind weiblich. „Wir sind überglücklich, dass sich unsere beiden kleinen Roten Pandas bislang so hervorragend entwickeln“, freut sich Tiergartenleiter und Zootierarzt Dr. Martin Polotzek. „In den ersten Lebenswochen haben wir ganz bewusst auf einen Gesundheitscheck verzichtet, um Kamala und ihre Jungtiere möglichst wenig zu stören. Nachdem die beiden nun rund zweieinhalb Monate alt sind, war der richtige Zeitpunkt für eine erste ausführliche Untersuchung gekommen.“ Beim Gesundheitscheck wurden die beiden Jungtiere zunächst gründlich untersucht und gewogen. Außerdem erhielten sie eine Wurmkur sowie jeweils einen Mikrochip zur eindeutigen Identifikation. Abschließend wurde das Geschlecht bestimmt – mit dem Ergebnis, dass im Tiergarten Kleve künftig gleich zwei junge Pandadamen heranwachsen. „Beide Jungtiere machten bei der Untersuchung einen sehr guten Eindruck“, berichtet Polotzek. „Natürlich ist die Aufzucht noch nicht abgeschlossen, deshalb heißt es weiterhin Daumen drücken. Aber wir sind mit der bisherigen Entwicklung ausgesprochen zufrieden und Kamala kümmert sich nach wie vor vorbildlich um ihre beiden Töchter.“ Die meiste Zeit verbringen die beiden jungen Roten Pandas weiterhin in ihrer geschützten Wurfhöhle. Doch langsam werden sie neugieriger auf die Welt außerhalb ihres bisherigen Zuhauses: Immer häufiger schaut bereits ein kleines Pandaköpfchen aus der Wurfhöhle heraus. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher den Nachwuchs daher schon jetzt entdecken. „Für unsere Gäste beginnt jetzt eine besonders spannende Zeit“, so Polotzek. „Man braucht aktuell noch ein bisschen Geduld und natürlich auch Glück, aber hin und wieder zeigt sich bereits eines der Jungtiere am Eingang der Wurfhöhle. In den kommenden Tagen und Wochen werden die beiden ihre Umgebung zunehmend erkunden – und wir freuen uns sehr darauf, sie dabei begleiten zu dürfen.“ Die Geburt der beiden Jungtiere ist auch aus Sicht des Artenschutzes von großer Bedeutung. Mutter Kamala und Vater Janak wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) als Zuchtpaar zusammengestellt. Ziel ist es, durch eine koordinierte Zucht eine genetisch vielfältige und langfristig stabile Population in zoologischen Einrichtungen zu erhalten. Rote Pandas sind in den Bergwäldern des Himalayas und Südwestchinas beheimatet und werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Lebensraumverlust und die Zerschneidung ihrer natürlichen Lebensräume gehören zu den größten Bedrohungen für die Art. Der Tiergarten Kleve engagiert sich deshalb nicht nur durch die Haltung und Zucht der Tiere für deren Erhalt, sondern unterstützt auch das Red Panda Network in Nepal. Aus dem zweckgebundenen Artenschutzbeitrag der Tiergartentickets fließt jährlich eine fünfstellige Summe in das Artenschutzprojekt für Rote Pandas und weitere Artenschutzprojekte weltweit. Passender könnte daher der Zeitpunkt für das diesjährige Red Panda Weekend am 19. und 20. September kaum sein. An diesem Wochenende dreht sich im Tiergarten Kleve alles um sein Wappentier. Besucherinnen und Besucher erfahren unter anderem, woher der Name „Panda“ stammt, wie ein Roter Panda trinkt, warum die Tiere in ihrer Heimat stark gefährdet sind und wie sich der Tiergarten Kleve gemeinsam mit dem Red Panda Network für ihren Schutz in Nepal engagiert. „Mit unseren beiden Jungtieren haben wir in diesem Jahr natürlich zwei ganz besondere Botschafterinnen für das Red Panda Weekend“, erklärt Polotzek. „Wir möchten die Begeisterung, die solche Jungtiere bei unseren Gästen auslösen, nutzen, um gleichzeitig auf die Situation ihrer wildlebenden Artgenossen aufmerksam zu machen. Denn erfolgreicher Artenschutz bedeutet für uns beides: bedrohte Tierarten im Rahmen international koordinierter Programme zu züchten und gleichzeitig ihren Schutz in der Wildbahn zu unterstützen.“ Die 2023 eröffnete Anlage der Roten Pandas im Tiergarten Kleve wurde nach modernen Erkenntnissen naturnah gestaltet und bietet zahlreiche Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten. Seit diesem Frühjahr sorgt zudem eine Benebelungsanlage in einem Teil der Außenanlage an heißen Tagen für Abkühlung. Den benötigten Bambus baut der Tiergarten sogar selbst an: Auf einer außerhalb des Tiergartens gelegenen Bambusplantage wachsen die sieben bevorzugten Bambussorten der Klever Roten Pandas. Der Tiergarten Kleve ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Mit etwas Glück sind auch schon die Roten Pandajungtiere zu sehen. Weitere Informationen zum Red Panda Weekend am 19. und 20. September 2026 sowie zum Tiergarten gibt es unter www.tiergarten-kleve.de

Naturschutz-Tierpark Görlitz 15.09.2026
Trauer um Zayah Sechsjährige Pandamutter im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec plötzlich verstorben
Vor vier Wochen hatte das Team des Görlitzer Tierparks bei der zweiten Gesundheitskontrolle der diesjährigen Pandazwillinge über deren gute Entwicklung berichten können. Nun kam der plötzliche Verlust der Mutter. Kuratorin Catrin Hammer fasst den Ablauf zusammen: „Kamaraaufzeichnungen zeigten, dass Zayah um 13.30 Uhr noch munter im Gehege herumlief, eine halbe Stunde später war sie tot.“ Der Tierkörper wurde sofort zur Obduktion ins Landesuntersuchungsamt nach Dresden gebracht. Erste Untersuchungsergebnisse lieferten bislang keinen konkreten Hinweis auf die Todesursache; es besteht allerdings der Verdacht einer akuten Virusinfektion. Parallel zur Klärung der Todesursache konzentriert sich das Tierpflege-Team auf die Aufzucht der zwei Pandawelpen. „Mit drei Monaten beginnen die Welpen erst allmählich feste Nahrung auszuprobieren, noch sind sie von den Milchmahlzeiten abhängig,“ erklärt Catrin Hammer. Flaschenfütterung sei aufgrund der Gefahr von Aspirationspneumonien nicht vorgesehen. Nach einigen Versuchen akzeptiert das Weibchen Nishu den Milchaustauscher vom Löffel, ihr Bruder Kiran nimmt Brei vom Pinsel. Verschiedene andere Futtermittel, insbesondere Bambus, werden angeboten, das Interesse daran ist noch gering, beide nehmen aber aktuell zu. Der Tierpark hofft, dass es so bleibt und keine Komplikationen bei der weiteren Aufzucht auftreten.

Zoo Hannover 15.09.2026
Suchspiel nach Stupsnase – Nachwuchs bei den Zweifingerfaultieren im Erlebnis-Zoo Hannover
Es hat weit auseinanderstehende schwarze Knopfaugen und einen flachen Kopf mit winzigen Ohren, die irgendwie zu weit hinten sitzen. Die Stupsnase ist eine putzige Mischung aus Hundeschnauze und Kartoffel, die Arme sind extrem lang, die Haare borstig. Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es Nachwuchs bei den Eigentlichen Zweifingerfaultieren (Choloepus didactylus), der erst auf den zweiten Blick entdeckt wird: Das Faultier-Jungtier liegt flach auf dem Bauch der Mutter, die schwarze Stupsnase ist nur zu sehen, wenn es den Kopf hebt. Der Nachwuchs der Faultiere „Aimara“ und „Artus“ kam am 7. September zur Welt. Die ersten Tage verbrachte der Winzling mit seiner Mutter in aller Ruhe im Innenbereich des „Zoologicums“. Doch jetzt hangelt sich „Aimara“ bei sonnigem Wetter wieder auf der Außenanlage von Baum zu Baum – und wer genau hinsieht, entdeckt einen flachen behaarten Hügel sowie Arme und Beine, die ihren Körper umschlingen. Faultier-Jungtiere wachsen auf dem Bauch der Mutter wie in einer natürlichen Wiege heran. Nach einer Tragzeit von 330-350 Tagen ist das Jungtier bei der Geburt bereits vollständig entwickelt: Es hat Fell, Krallen, und selbst alle Zähne sind bereits gewachsen. Auf dem Bauch der Mutter liegend wächst es immer weiter heran, bis es nach etwa 50 Tagen zum ersten Mal die Umgebung erforscht. Mit sechs bis zwölf Monaten wird das Jungtier langsam selbstständig. Aber erst nach etwa zweieinhalb Jahren hat es die Größe der Eltern erreicht – bei Familie Faultier dauert eben alles ein wenig länger. Ob das Jungtier männlich oder weiblich ist, steht noch nicht fest, denn eine Geschlechtsbestimmung wäre nur bei einem medizinischen Check möglich – und der steht noch lange nicht an. Bis es Gewissheit gibt, ist der Nachwuchs einfach ein „Faultierchen“.

Zoo Wuppertal 14.09.2026
Artenschutz aus Mexiko zu Gast in Wuppertal – am 22.09. um 18:00 Uhr Die „Flusswächter von Teuchitlán“ im Grünen Zoo Wuppertal
Die Goodeid Working Group (GWG) ist eine gemeinnützige, internationale Arbeitsgruppe, die 2009 in Dänemark auf rein ehrenamtlicher Basis gegründet wurde, mit dem Ziel dem Rückgang wildlebender Hochlandkärpflinge – sogenannter „Goodeiden“ – entgegen zu wirken. Die GWG fördert die Zusammenarbeit zwischen Aquarianern, Universitäten, Zoos, Museen und Naturschutzprojekten mit dem übergeordneten Plan durch kontrollierte Erhaltungszuchten und gleichzeitige Arbeit zum Schutz der Lebensräume, Wiederansiedlungen möglich zu machen und Arten zu erhalten. Am 22. September lädt der Grüne Zoo Wuppertal zu einem außergewöhnlichen Vortrag ein. Ab 18:00 Uhr (kostenfreier Einlass ab 17:45 Uhr) berichten die mexikanischen „Flusswächter von Teuchitlán“ der GWG aus erster Hand über ihre bahnbrechende Arbeit im Artenschutz. Hochlandkärpflinge werden zurecht als Schätze des mexikanischen Hochlandes bezeichnet, leben diese außergewöhnlichen Fische doch ausschließlich dort. Noch etwas zeichnet die wohl menschenähnlichsten aller Fische aus: Sie bringen lebende Junge zur Welt, die sie über ähnliche Strukturen wie Nabelschnüre im Mutterleib bis zur Geburt ernähren. Da fast alle dieser Arten stark bedroht sind, greift hier ein einzigartiges Konzept: Wo der Einzelne chancenlos ist, bewegt die enge Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Zivilbevölkerung durch gezielte Umweltbildung Großes. Der Vortrag stellt diesen modernen Ansatz des Artenschutzes und den grenzenlosen Einsatz der Menschen vor Ort in den Mittelpunkt. Es ist gleichzeitig die Erfolgsgeschichte des kleinen Fisches „Zoogy“, der vor beinahe zehn Jahren mit seiner Rückkehr in die Natur weltweit für Aufsehen sorgte. Denn die kleinen Kärpflinge galten bis vor zehn Jahren in der Natur als ausgestorben und feierten durch gemeinsames Engagement ihr Comeback. Die „Flusswächter“ halten den Vortrag in ihrer Muttersprache Spanisch. Für das Publikum wird die Präsentation direkt live ins Deutsche übersetzt. Der Vortrag ist öffentlich und kostenfrei. Für den Vortrag, welcher in der Kantine im Zoo stattfinden wird, ist der Einlass nur von 17.45 – 18.00 Uhr über den Personaleingang am Selmaweg 14 (graues Tor) möglich.

Zoo Hof 14.09.2026
Rettungshunde im Zoo Hof: Neuer Schnüffelparcours für alle Vierbeiner eröffnet
Zwischen Luchs, Erdmännchen, Stachelschwein und unzähligen fremden Gerüchen mussten die Rettungshunde im Zoo Hof zeigen, was ihre Nasen können. Das Training war ein voller Erfolg und stellte die Hunde vor genau die Herausforderungen, auf die es auch im Ernstfall ankommt. Eine menschliche Geruchsspur aus all den tierischen Gerüchen herauszufiltern, ist schließlich nicht ganz einfach. Für die Hunde bedeutete der Zoo deshalb jede Menge Ablenkung, neue Eindrücke und vor allem wertvolle Trainingserfahrung. Nach getaner Arbeit durfte es dann etwas entspannter werden: Die Rettungshunde gehörten zu den ersten Testern unseres neuen Schnüffelparcours. An verschiedenen Stationen können Hunde dort gezielt Gerüche aus dem Zoo wahrnehmen und so eine ganz neue Seite des Zoobesuchs entdecken. Der Parcours ist ab sofort offiziell für alle vierbeinigen Zoobesucher geöffnet. Egal ob Rettungshund, Familienhund oder einfach besonders neugierige Spürnase – jeder Hund darf seine Nase testen. „Für viele Familien gehört der Hund ganz selbstverständlich zum Ausflug dazu und soll nicht zuhause bleiben. Deshalb wollten wir den Zoobesuch auch für ihn spannender machen – vor allem über die Nase“, sagt Zooleiter Michel Vollprich. Und falls nach so viel Nasenarbeit der Hunger kommt, ist natürlich auch daran gedacht: Im Zoocafé wartet auf Wunsch sogar Hundeeis.

Tierpark Hellabrunn München 14.09.2026
Hellabrunn passt Eintrittspreise in zwei Schritten an
Der Tierpark Hellabrunn passt seine Eintrittspreise für Tageskarten zum 1. Oktober 2026 sowie zum 1. Oktober 2027 an. Hintergrund sind die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Betriebs-, Energie-, Futter- und Personalkosten. Ziel der Anpassung ist es, den laufenden Betrieb langfristig zu sichern und den hohen Qualitätsstandard in Tierhaltung, Artenschutz, Bildung und Besucherservice auch künftig zu gewährleisten. „Unser Ziel ist es, den Tierpark Hellabrunn auch künftig in der hohen Qualität zu erhalten, die unsere Gäste kennen und schätzen. Trotz intensiver Bemühungen, Kosten nachhaltig einzusparen und effizienter zu wirtschaften, machen die stark gestiegenen Ausgaben eine Anpassung der Eintrittspreise leider unumgänglich“, erklärt Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban. Vor allem die gestiegenen Energiepreise belasten den laufenden Betrieb des Tierparks. Gleichzeitig sind auch die Kosten für hochwertiges Tierfutter in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Frisches Obst und Gemüse, Cerealien, Nahrungsergänzungsmittel sowie Fisch und Fleisch kosten heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Hinzu kommen gestiegene Kosten für die aufwendige veterinärmedizinische Betreuung des umfangreichen Tierbestands. An der Qualität der Versorgung und Betreuung seiner Tiere wird Hellabrunn jedoch auch künftig keine Abstriche machen. Auch die Personalkosten haben sich weiterentwickelt. Als kommunaler Tierpark trägt Hellabrunn Verantwortung für seine rund 200 Mitarbeitenden. Die Vergütung orientiert sich am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) und entwickelt sich entsprechend der Tarifabschlüsse kontinuierlich weiter. Um die finanzielle Belastung für die Besucherinnen und Besucher möglichst gering zu halten, erfolgt die Erhöhung der Tageskarten bewusst in zwei moderaten Schritten. Zum 1. Oktober 2026 erhöht sich die Tageskarte für Erwachsene um 3 Euro. Zum 1. Oktober 2027 folgt eine weitere Anpassung um 2 Euro. Die Kinder-Tageskarten steigen jeweils um 1 Euro. Die Kleine Familien-Tageskarte wird in beiden Schritten jeweils um 3 Euro angepasst. Bei der Großen Familien-Tageskarte beträgt die Erhöhung 6 Euro in der ersten Stufe und 5 Euro in der zweiten Stufe. Die Jahreskarten bleiben unverändert. Damit bleiben sie insbesondere für Münchnerinnen und Münchner sowie alle regelmäßigen Besucherinnen und Besucher weiterhin das attraktivste Angebot für einen ganzjährigen Tierparkbesuch. „Die Preisanpassung dient nicht der Erzielung von Gewinnen, sondern ausschließlich dazu, den laufenden Betrieb des Tierparks unter den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langfristig zu sichern“, betont Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban. Auch nach der Anpassung bleibt Hellabrunn im Vergleich mit anderen großen zoologischen Einrichtungen in Deutschland weiterhin einer der preisgünstigsten Zoos. Die Eintrittseinnahmen ermöglichen den täglichen Betrieb des Tierparks, die Versorgung der Tiere, notwendige Instandhaltungen, Bildungsangebote sowie das Engagement im internationalen Artenschutz. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Preisanpassung dienen ausschließlich dazu, die gestiegenen Betriebs-, Energie-, Futter- und Personalkosten auszugleichen und die Qualität des Tierparks dauerhaft zu sichern.

Tiergarten Worms
Publikumslieblinge aus dem Bauernhof-Revier: Neuer Tiergarten-Sammelkalender 2027 vorgestellt
Der Freundeskreis Tiergarten Worms e. V. präsentiert seinen neuen Kalender für das Jahr 2027, der diesmal ganz im Zeichen treuer Bauernhoftiere steht. Das Beste daran: Der Verkaufserlös kommt zu 100 Prozent den Bewohnern des Tiergartens zu Gute. Glanrinder, stattliche Kaltblüter, Schafe, Hühner, Enten und Puten: Im neuen Sammelkalender 2027 des Freundeskreises stehen diesmal die Bauernhoftiere des Tiergartens im Mittelpunkt. Viele von ihnen sind den Besucherinnen und Besuchern bestens bekannt und gehören längst zu den Publikumslieblingen. Nun begleiten sie mit zwölf eindrucksvollen Aufnahmen durch das kommende Jahr. Die Bilder stammen von Hobbyfotograf und Freundeskreismitglied Alexander Brinkmann, der die Tiere mit viel Geduld und einem besonderen Gespür für den richtigen Moment in Szene gesetzt hat. Entstanden sind die Aufnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Dabei zeigte sich auch, wie vertraut die Tiere mit ihren Bezugspersonen sind. Manchmal genügte schon ein Pfiff eines Tierpflegers, und die Schafe versammelten sich. Brinkmann hielt diese und viele weitere besondere Augenblicke mit seiner Kamera fest. So zeigt der Kalender die ganze Vielfalt der heimischen Tierwelt im Tiergarten – vom imposanten Glanrind und die eindrucksvollen Kaltblüter bis zur Hühnerschar in der rheinhessischen Hofreite. Neben ausdrucksstarken Porträts finden sich lebendige Gruppenaufnahmen und Momentaufnahmen, die den Charakter der Tiere einfangen. „Wer sich Zeit nimmt und genau hinschaut, entdeckt bei den Tieren immer wieder neue Seiten. Gerade bei den Bauernhoftieren gibt es viele besondere Situationen und Details, die man im Vorbeigehen vielleicht gar nicht wahrnimmt“, sagte Fotograf Brinkmann bei der Vorstellung des Kalenders. Tiergarten-Geschäftsführerin Lisa Hauk zeigte sich begeistert vom diesjährigen Schwerpunkt: „Unsere Bauernhoftiere gehören für viele Besucher ganz selbstverständlich zu einem Tiergartenausflug dazu. Mit wunderschönen Aufnahmen zeigt der Kalender, wie viel Persönlichkeit und Vielfalt auch in diesem Bereich des Tiergartens steckt. Dass dieser Kalender ein echtes Herzensprojekt unseres Freundeskreises ist, spürt man bei allen Beteiligten. Für diese wunderbare Verbundenheit bin ich sehr dankbar.“ Herausgegeben wird der Kalender vom Freundeskreis Tiergarten Worms e.V., der die beliebte Kalendertradition Jahr für Jahr fortführt. Seit mittlerweile 32 Jahren engagiert sich der Verein für den Tiergarten und unterstützt mit seinen Aktivitäten zahlreiche Projekte. Auch beim Kalender steht dieser Gedanke im Mittelpunkt: Der Verkaufserlös wird zu 100 Prozent für den Tiergarten gespendet. „Mit dem Kalender möchten wir nicht nur die besonderen Tiere unseres Tiergartens zeigen, sondern gleichzeitig ganz konkret etwas für sie tun“, betonen die beiden Freundeskreis-Lenker Achim Herb, 1. Vorsitzender, und Michaela Schmitt, Geschäftsführerin des Vereins. „Jedes verkaufte Exemplar trägt dazu bei, den Tiergarten zu unterstützen.“ Der Kalender 2027 ist ab sofort an der Tiergartenkasse und im Tiergartenshop zum Preis von 10 Euro erhältlich. Damit eignet er sich nicht nur als Begleiter durch das neue Jahr, sondern auch als Weihnachtsgeschenk für Familie, Freunde und alle Tiergartenfans – verbunden mit einer direkten Unterstützung des Tiergartens.

Tierpark Nordhorn 14.09.2026
Beliebte „Zootage“ in Niedersachsen und Bremen finden am 26. und 27. September statt
Eintritt frei für alle Jahreskarteninhaber der Zoos Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr veranstalten die zoologischen Einrichtungen in Niedersachsen und Bremen am 26. und 27. September 2026 zum vierten Mal die „Zootage“ in Niedersachsen und Bremen. An diesen Tagen erkennen die Zoos die Jahreskarten der jeweils anderen mitmachenden Einrichtungen an. Wer also im Besitz einer gültigen Jahreskarte eines der teilnehmenden Zoos ist, hat an diesen Tagen auch freien Eintritt in den anderen teilnehmenden Einrichtungen. Von der Küste bis zum Harz, von der niederländischen Grenze bis vor die Tore Hamburgs sind verschiedene Zoos, Tierparks, Wildparks und Co dabei. Über das ganze Land verteilt können die Zoofans an diesen beiden Tagen die Vielfalt der Zoos in Niedersachsen und Bremen kennen lernen und sich über die Arbeit der Zoowelt informieren. Insgesamt 25 Zoos nehmen dieses Jahr an den Zootagen in Niedersachsen und Bremen teil. Informationen zu den teilnehmenden Zoos findet man unter www.zootage-niedersachsen.de. Auch der Tierpark Nordhorn ist 2026 wieder dabei: „Wir freuen uns, für unsere treuen Stammkunden, dass sie an den Niedersächsischen Zootagen nun auch andere Parks kennenlernen können. Ebenso freuen wir uns hier in Nordhorn über den Besuch aus dem ganzen Land,“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer vom Tierpark Nordhorn. „Die Niedersachsen lieben ihre Zoos,“ so Nils Kramer weiter. Rund 6 Millionen Besucher können die über ganz Niedersachsen verteilten Zoos, Tierparks und Wildparks jedes Jahr in ihren Einrichtungen etwa begrüßen. Und viele dieser Gäste sind dabei auch „Wiederholungstäter“, da sie dank ihrer Jahreskarte öfters ihren Zoo besuchen. „Eine riesige Unterstützung unserer wichtigen Arbeit! Und durch die Niedersächsischen Zootage können wir diesen treuen Gästen etwas zurückgeben,“ so der Nordhorner Zoodirektor. Im Familienzoo in der Grafschaft Bentheim erwartet die Gäste am Sonntag, den 27. September zudem ein ganz besonderes Programm. Die Besucher können sich über zahlreiche Blaulichtoldtimer-Fahrzeuge im gesamten Park freuen. Wer also Lust auf alte Fahrzeuge und hier speziell Blaulichter hat, der ist am letzten Septembersonntag im Tierpark Nordhorn gut aufgehoben. Neben den großen Originalen sind auch einige kleine Modelle der Blaulichtfahrzeuge zu bewundern. Und die Besitzer sind immer in der Nähe der Fahrzeuge um die neugierigen Fragen der kleinen und großen Besucher zu beantworten. Insgesamt wollen die zoologischen Einrichtungen im Land mit den Niedersächsischen Zootagen nicht nur ihren Stammgästen einen besonderen Mehrwert bieten. Die Zoogemeinschaft will auch auf die Wichtigkeit der Arbeit der Zoos aufmerksam machen. Die Zoos haben eine immens wichtige Aufgabe, ein wohnortnahes und niederschwelliges Erholungs- und Bildungsangebot insbesondere für Kinder anzubieten, so die Vertreter der Zoos in Niedersachsen und Bremen. Jede Einrichtung betont aufgrund seiner Größe und Ausrichtung unterschiedliche Schwerpunkte in den Bereichen Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung. Aufgaben, die angesichts der weltweiten Biodiversitätskrise von entscheidender Bedeutung sind. Deshalb begeistern wir mit unserem hautnahen Tiererlebnis die Artenschützer von morgen, so die niedersächsischen Zoos. „Denn nur wer Tiere kennt, wird Tiere schützen.“

Tiergarten Kleve 14.09.2026
Tierisch toller Herbst im Tiergarten Kleve
Vom NRW-Partnerzootag über neue Nachtführungen bis zum Halloweenfest: Zahlreiche Veranstaltungen sorgen für einen erlebnisreichen Herbst Wenn der Herbst langsam am Niederrhein einkehrt, beginnt im Tiergarten Kleve eine besonders abwechslungsreiche Veranstaltungszeit: Mit dem Red Panda Weekend, dem erstmals in Kleve stattfindenden NRW-Partnerzootag, einer Tierischen Weinverkostung, dem Herbst-Kindertrödel, neuen Nachtführungen für Familien, dem erstmals stattfindenden Herbstmarkt und dem großen Halloweenfest warten in den kommenden Wochen zahlreiche tierische Highlights auf kleine und große Gäste. „Nach einem ereignisreichen Sommer möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern auch im Herbst immer wieder neue Gründe bieten, den Tiergarten zu entdecken“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Dabei reicht unser Programm vom Artenschutz über besondere Angebote für Familien bis hin zu Genussveranstaltungen für Erwachsene. So möchten wir den Tiergarten auch außerhalb der klassischen Hauptsaison als lebendigen Erlebnis- und Begegnungsort für alle Generationen etablieren.“ Den Auftakt macht am 19. und 20. September 2026 das Red Panda Weekend. An diesem Wochenende dreht sich alles um das Wappentier des Tiergartens. Mit verschiedenen Aktionen erfahren die Gäste Spannendes über Rote Pandas, ihre Bedrohung in der Wildbahn und das Engagement des Tiergartens für ihren Schutz. In diesem Jahr lohnt sich der Besuch besonders: Die beiden im Juni geborenen Pandajungtiere von Kamala und Janak beginnen inzwischen, ihre Wurfhöhle zu verlassen und sind mit etwas Glück bereits für die Besucher zu sehen. „Unsere beiden Jungtiere sind natürlich ganz besondere Botschafterinnen für ihre stark gefährdeten Artgenossen“, so Polotzek. „Beim Red Panda Weekend möchten wir die Begeisterung für diese faszinierenden Tiere mit einer wichtigen Botschaft für ihren Schutz verbinden.“ Direkt am Sonntag, 20. September, folgt eine weitere Premiere: Erstmals beteiligt sich der Tiergarten Kleve am NRW-Partnerzootag. Besitzerinnen und Besitzer einer gültigen Jahreskarte eines teilnehmenden NRW-Partnerzoos erhalten an diesem Tag kostenlosen Eintritt in den Tiergarten Kleve. Umgekehrt können Inhaberinnen und Inhaber einer Jahreskarte des Tiergartens Kleve kostenlos zahlreiche andere teilnehmende Zoos in Nordrhein-Westfalen besuchen – darunter beispielsweise die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, den Kölner Zoo und viele weitere zoologische Einrichtungen. „Mit dem NRW-Partnerzootag möchten wir unseren Jahreskartenbesitzerinnen und Jahreskartenbesitzern einen echten Mehrwert bieten“, so Polotzek. „Eine Jahreskarte für den Tiergarten Kleve öffnet an diesem Tag plötzlich auch die Türen zu zahlreichen anderen Zoos in Nordrhein-Westfalen – und gleichzeitig freuen wir uns darauf, viele Jahreskarteninhaber unserer Partnerzoos bei uns in Kleve begrüßen zu dürfen.“ Genussvoll geht es am 9. Oktober weiter. Aufgrund der großen Nachfrage nach den bisherigen Tierischen Weinverkostungen bietet der Tiergarten einen weiteren Termin an. Bei diesem exklusiven Abend verbindet sich ein besonderer Tiergartenbesuch mit ausgewählten Weinen und kulinarischen Genüssen. Die Teilnehmerzahl ist bewusst limitiert und nur noch wenige Tickets sind erhältlich. Nur zwei Tage später heißt es wieder „Tier & Trödel“: Nach dem großen Erfolg des Kindertrödelmarktes im Frühjahr veranstaltet der Tiergarten am Sonntag, 11. Oktober, erstmals einen zusätzlichen Herbst-Kindertrödel. Kinder und Jugendliche können dort ausgedientes Spielzeug, Bücher, Kleidung und andere Schätze rund ums Kind anbieten. Wer selbst verkaufen möchte, sollte sich rechtzeitig einen Standplatz über den Onlineshop des Tiergartens oder an der Tiergartenkasse sichern. Ein völlig neues Tiergartenerlebnis wartet im Herbst und Winter auf Familien: Erstmals bietet der Tiergarten Kleve an ausgewählten Terminen Nachtführungen speziell für Familien mit Kindern an. Wenn die regulären Besucherinnen und Besucher den Tiergarten verlassen haben und langsam Ruhe einkehrt, beginnt für manche Tiere erst der besonders spannende Teil des Tages. Gemeinsam geht es nach Einbruch der Dunkelheit auf Entdeckungstour durch den Tiergarten. „Ein Tiergarten verändert nach Einbruch der Dunkelheit vollkommen seinen Charakter“, erklärt Polotzek. „Während einige Tiere ihre Schlafplätze aufsuchen, werden andere erst richtig aktiv. Mit unseren neuen Familien-Nachtführungen möchten wir Kindern und ihren Eltern ermöglichen, den Tiergarten aus einer Perspektive kennenzulernen, die ihnen bei einem normalen Tagesbesuch verborgen bleibt.“ Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Tickets sind ab sofort im Onlineshop und an der Tiergartenkasse erhältlich. Eine weitere Premiere folgt am 24. und 25. Oktober: Zum ersten Mal lädt der Tiergarten Kleve zu einem großen Herbstmarkt ein. An beiden Tagen präsentieren mehr als 20 Ausstellerinnen und Aussteller ihre Produkte. Das Angebot reicht von Insektenhotels und Tierzubehör über Strick- und Häkelwaren bis hin zu Dekorationen für Haus und Garten, Trockenblumendekorationen und Kerzen. Auch für Kinder gibt es viel zu erleben: Beim Kürbisschnitzen entstehen gruselige und fantasievolle Kunstwerke, ein Wollmemory verbindet Spiel und Wissen und am Sonntag sorgt zusätzlich Kinderschminken für herbstlich-bunte Gesichter. So verbindet der neue Herbstmarkt den klassischen Tiergartenbesuch mit Kunsthandwerk und zahlreichen Mitmachaktionen für die ganze Familie. Den schaurig-schönen Abschluss des Veranstaltungsherbstes bildet schließlich das beliebte Halloweenfest. Und auch hier gibt es 2026 eine Premiere: Aufgrund der großen Nachfrage findet das Halloweenspektakel erstmals an zwei Tagen, am 30. und 31. Oktober, statt. Kleine und große Halloweenfans dürfen sich auf ein schaurig-schönes Tiergartenerlebnis und ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie freuen. „Halloween gehört inzwischen zu den beliebtesten Veranstaltungen in unserem Jahreskalender“, freut sich Polotzek. „Dass wir das Fest erstmals an zwei Tagen anbieten, gibt noch mehr Familien die Möglichkeit, den Tiergarten in dieser ganz besonderen Atmosphäre zu erleben. Da die Anzahl der Tickets dennoch bewusst begrenzt ist, empfehlen wir allen Halloweenfans, sich frühzeitig ihre Karten zu sichern.“ Tickets für das Halloweenfest, die Tierische Weinverkostung und die neuen Familien-Nachtführungen sowie Standplätze für den Herbst-Kindertrödel sind im Onlineshop beziehungsweise im Vorverkauf an der Tiergartenkasse erhältlich. „Vom Red Panda Weekend und Zoohopping mit der Jahreskarte über Trödel und Kunsthandwerk bis hin zu nächtlichen Tierbeobachtungen und Halloween – dieser Herbst zeigt einmal mehr, wie vielfältig ein Besuch im Tiergarten Kleve sein kann“, fasst Polotzek zusammen. „Wir freuen uns auf einen tierisch tollen Herbst mit unseren Gästen.“

Wildpark Lüneburger Heide 11.09.2026
Wenn der Hirsch ruft: Wilder Herbst im Wildpark Lüneburger Heide
Rotwildbrunft, Tier des Jahres 2026 und spannende Entdeckerstunden: Im September wird der Wildpark zur Bühne für eindrucksvolle Naturerlebnisse Hanstedt-Nindorf. Wenn am Abend ein tiefes Röhren durch den Wildpark Lüneburger Heide hallt, ist unüberhörbar: Der Herbst steht vor der Tür – und mit ihm eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele des Jahres. Die Brunft des Rotwilds beginnt. Passend dazu steht in diesem Jahr ein ganz besonderer Protagonist im Mittelpunkt: Der Rothirsch ist Deutschlands Tier des Jahres 2026. Im September zeigt sich der Wildpark Lüneburger Heide deshalb von einer besonders stimmungsvollen Seite. Die Tage werden kürzer, erste warme Herbstfarben ziehen in die Landschaft ein und die Rufe der Hirsche sind weithin zu hören. Besucherinnen und Besucher können diese besondere Jahreszeit bei einer Führung zur Rotwildbrunft am 26. September erleben. Für Familien und neugierige Naturfans stehen außerdem zwei Entdeckerstunden im Wilden Klassenzimmer auf dem Programm – am 20. September rund um den Igel und am 27. September passend zur Hirschbrunft. Wenn der Hirsch ruft: Führung zur Rotwildbrunft Im September beginnt die wohl spektakulärste Zeit im Jahreslauf des Rotwilds. Während der Brunft konkurrieren die Hirsche um die weiblichen Tiere. Schon ihr tiefes Röhren ist Teil des Kräftemessens: Es signalisiert Präsenz und Stärke und soll Rivalen beeindrucken. Reicht das akustische Imponieren nicht aus, können sich die Kontrahenten gegenübertreten. Dann kommen auch die mächtigen Geweihe zum Einsatz. Die Hirsche verhaken sie miteinander und versuchen, den Rivalen zurückzudrängen. Solche Auseinandersetzungen wirken spektakulär, doch häufig lässt sich die Rangordnung bereits durch Rufe, Imponierverhalten und gegenseitiges Einschätzen klären. Wie sich dieses faszinierende Verhalten beobachten lässt und was während der Brunft im Rotwildrudel geschieht, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Führung zur Rotwildbrunft am Samstag, 26. September 2026. Unter fachkundiger Begleitung des Wildpark-Teams geht es auf Entdeckungstour zum Rotwild. Dabei gibt es Wissenswertes über das Paarungsverhalten, die Bedeutung der Brunftrufe, die Rolle dominanter Hirsche und viele weitere Besonderheiten dieser eindrucksvollen Wildart. Termin: Samstag, 26. September 2026, 17:30 Uhr Dauer: ca. 1,5 Stunden Kosten: 10 Euro Erwachsene / 8 Euro Kinder Treffpunkt: Artenschutzpavillon direkt am Eingang/Spielplatz Tickets sind im Onlineshop des Wildparks Lüneburger Heide unter https://wild-park.ticketfritz.de erhältlich. Entdecken und Staunen im Wilden Klassenzimmer Auch die Entdeckerstunden im Wilden Klassenzimmer gehen im September weiter. Hier wird nicht nur zugehört: Es wird beobachtet, ausprobiert, gefragt und gemeinsam entdeckt. Mit spielerischen Aktionen, kleinen Experimenten und spannenden Geschichten aus der Tierwelt wird Naturwissen für große und kleine Wildparkfans lebendig. Das Motto lautet: Augen auf, Ohren spitzen und selbst entdecken! Denn wer die Natur verstehen möchte, muss sie mit allen Sinnen erleben. 20. September: Der Igel – ein heimlicher Gartenbewohner Was steht eigentlich auf dem Speiseplan eines Igels? Wo verbringt er seinen Tag? Und was braucht der stachelige Gartenbewohner, damit er sich auch in unserer Nachbarschaft wohlfühlen kann? Bei der Entdeckerstunde am Sonntag, 20. September, dreht sich alles um den heimlichen Gartenbewohner. Groß und Klein erfahren Spannendes über seine Lebensweise, seinen Lebensraum und darüber, wie jeder mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen kann, Gärten und Grünflächen igelfreundlicher zu gestalten. Wann: Sonntag, 20. September 2026, 11:00–14:00 Uhr Wo: Wildes Klassenzimmer im Wildpark Lüneburger Heide Kosten: Die Entdeckerstunde ist im Eintrittspreis enthalten. 27. September: Wenn der Hirsch ruft – die große Hirschbrunft Einen Tag nach der Führung zur Rotwildbrunft bleibt das Tier des Jahres 2026 im Mittelpunkt. Bei der Entdeckerstunde „Wenn der Hirsch ruft – die große Hirschbrunft“ geht es um Geweihe, Brunftrufe und das spannende Sozialleben der Hirsche. Welche Hirscharten gibt es eigentlich? Was unterscheidet Rothirsch und Reh? Warum tragen nur die männlichen Rothirsche ein Geweih – und weshalb werfen sie es jedes Jahr wieder ab? Und was genau passiert, wenn im Herbst das mächtige Röhren der Hirsche durch den Wildpark schallt? Gemeinsam gehen die Besucherinnen und Besucher diesen und weiteren Fragen auf den Grund und lernen das Rotwild aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Wann: Sonntag, 27. September 2026, 11:00–14:00 Uhr Wo: Wildes Klassenzimmer im Wildpark Lüneburger Heide Kosten: Die Entdeckerstunde ist im Eintrittspreis enthalten. Auf in einen wilden Herbst! Ob beim Spaziergang durch die langsam herbstlich werdende Landschaft, beim tiefen Röhren eines Rothirsches oder beim gemeinsamen Forschen und Staunen im Wilden Klassenzimmer: Der September steckt im Wildpark Lüneburger Heide voller besonderer Naturmomente. Und wann ließe sich das Tier des Jahres 2026 besser kennenlernen als jetzt?Wenn die Rothirsche ihre Stimme erheben und die Brunft ihren Höhepunkt erreicht, lässt sich erleben, was Naturbeobachtung so faszinierend macht: hören, sehen, verstehen – und staunen. Also: Jacke einpacken, Ohren spitzen und den beginnenden Herbst im Wildpark Lüneburger Heide mit allen Sinnen erleben! Infokasten: Tier des Jahres 2026: Ein majestätischer Wanderer im MittelpunktPrächtiger Geweihträger, geselliges Rudeltier und während der Brunft weithin hörbarer „Rufer“: Der Rothirsch (Cervus elaphus) wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung zum Tier des Jahres 2026 gewählt. Damit rückt eine Tierart in den Fokus, die vielen Menschen vertraut erscheint, deren Lebensweise aber zahlreiche Überraschungen bereithält. Der Rothirsch ist das größte regelmäßig in Deutschland an Land vorkommende Wildtier. Ausgewachsene männliche Tiere wiegen meist zwischen 100 und 160 Kilogramm, besonders kräftige Exemplare können sogar bis zu 250 Kilogramm erreichen. Der Name „Rothirsch“ bezeichnet dabei übrigens die gesamte Art – also nicht nur die männlichen Tiere. Die Weibchen heißen Hirschkühe, ihre Jungen Kälber. Eine Besonderheit ist das Geweih der männlichen Tiere: Es wird jedes Jahr abgeworfen und vollständig neu aufgebaut. Dabei vollbringt der Organismus eine erstaunliche Leistung. Während der Wachstumsphase kann das Geweih um bis zu zwei Zentimeter pro Tag zulegen. Innerhalb von rund 140 Tagen entstehen durchschnittlich sechs bis sieben Kilogramm neue Knochensubstanz, bei besonders starken Hirschen sogar mehr als zehn Kilogramm. Auch ökologisch ist Rotwild von Bedeutung. Die Tiere verbreiten Pflanzensamen über weite Strecken, schaffen durch Suhlen und das Aufwühlen feuchter Böden Kleinstlebensräume und hinterlassen mit abgeworfenen Geweihstangen eine wertvolle Mineralstoffquelle, die beispielsweise von Nagetieren genutzt wird. Von Natur aus ist der Rothirsch keineswegs ausschließlich ein Bewohner dichter Wälder. Ursprünglich bevorzugt er halboffene Landschaften mit Wiesen, offenen Flächen und Gehölzen. Zudem ist Rotwild ausgesprochen wanderfreudig. Heute sind viele Vorkommen jedoch durch Straßen, Siedlungen und andere Barrieren voneinander getrennt. Genau auf diese Herausforderungen und die Bedeutung vernetzter Lebensräume macht die Wahl zum Tier des Jahres 2026 aufmerksam.

Zoo Schwerin 10.09.2026
Start der Aufbauarbeiten für Herbstevent im Zoo Schwerin – Premiere der „WILD LIGHTS“ ab 9. Oktober
Es sind nur noch wenige Wochen, bis der Schweriner Zoo am Abend die Tore noch einmal öffnet und zu einem ganz besonderen Event einlädt: Die WILD LIGHTS vom 09.10. bis 29.11.2026 zeigen erstmals in Norddeutschland eine faszinierende Lichtkunst mit riesigen Tier- und Pflanzenfiguren – alle Installationen sind thematisch und visuell einzig für den Zoo Schwerin kuratiert. Viele regionale Unternehmen unterstützen und begleiten das Format. Seit wenigen Tagen laufen nun die unmittelbaren Vorbereitungen. Es wird entpackt, geschraubt und kilometerweise Kabel bereitgelegt. Vor wenigen Tagen sind die ersten Vorbereitungen auf dem Gelände angelaufen. Container werden entladen, die einzelnen Elemente der Laternenkunst sortiert und für ihren Einsatz vorbereitet. Anschließend beginnt der Transport der einzelnen Lichtfiguren an ihre vorgesehenen Standorte im Zoo. Ein internationales Team aus Kunstschaffenden, Technikexperten und Mitarbeitenden des Zoo Schwerin arbeitet dabei Hand in Hand. Die Dimension des Projekts „WILD LIGHTS“ zeigt sich auch im eng getakteten Aufbauplan. Mit speziellen Transportfahrzeugen und Hebetechnik werden die zahlreichen Lichtgruppen parallel vorbereitet, installiert und anschließend technisch geprüft. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Einbindung der Kunstwerke in die einzigartige Landschaft des Schweriner Zoos. Zwischen Bäumen, Wasserflächen und Wegen entstehen in den kommenden Wochen Schritt für Schritt eindrucksvolle Szenerien. Inhaltlich bleibt sich der Zoo Schwerin treu: Das Thema Artenschutz und Aufmerksamkeit für bedrohte Arten werden im Zuge des Rundwegs und mit der Auswahl der Installationen immer wieder aufgegriffen. Hohe Sorgfalt und Achtsamkeit im Bereich der Tieranlagen Das erfahrene Team achtet zu jeder Zeit darauf, dass kein großer Lärm oder anderer Stress für die Tiere in den anliegenden Bereichen entsteht. Die Arbeiten finden während der regulären Besuchszeiten statt – zu einer Zeit also, in der die Tiere die Anwesenheit von Menschen und die damit verbundene Aktivität im Zoo ohnehin gewohnt sind. Zoodirektor Dr. Tim Schikora erklärt: „Wir sehen bei unseren Tieren bei Sonderveranstaltungen oder Besuchen zu ungewohnten Zeiten häufig ein aufmerksames und neugieriges Verhalten. Sie sind viele Zoogäste gewöhnt und beobachten und bewerten das Geschehen im Rahmen ihres natürlichen, wachsamen Verhaltens. In allen Anlagen stehen jederzeit Rückzugsbereiche und natürlich die Stallungen zur Verfügung, sodass jedes Tier selbst entscheiden kann, ob es Abstand zum Geschehen halten möchte.“ Während der Festivalzeiten werden die Tiere größtenteils bereits in ihren Nachtquartieren sein und somit erfahrungsgemäß keine Veränderung zu den gewohnten Abläufen bemerken. Entscheidende Phase steht bevor Die Aufbauarbeiten laufen noch bis Anfang Oktober. Dann folgt die entscheidende Phase: Die Beleuchtung wird getestet, technische Abläufe werden abgestimmt und jede einzelne Installation überprüft. Erst wenn alle Elemente perfekt zusammenspielen, erstrahlt der Zoo in seiner neuen, abendlichen Atmosphäre. Für das Team ist das eine besondere Zeit: „Wir freuen uns auf dieses neue Format und hoffen, dass wir viele Menschen in der eher düsteren Jahreszeit damit begeistern können“, hofft Schikora. Der Zuspruch durch zahlreiche regionale Partner ist dem Zoo bereits sicher. Mehrere regionale Unternehmen und Institutionen unterstützen und begleiten die WILD LIGHTS im Zoo Schwerin. Unterstützung der regionale Partner Präsentiert werden die WILD LIGHTS von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Zu den offiziellen Partnern der WILD LIGHTS zählen außerdem die Stadtwerke Schwerin sowie der Nahverkehr Schwerin (NVS). Der Nahverkehr ermöglicht allen Gästen eine bequeme An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Fahrkarte ist im Ticketpreis enthalten. Thomas Schlüter, Geschäftsführer NVS: „Wir freuen uns, als Mobilitätspartner unseren Teil zu dieser besonderen Veranstaltung beizutragen. Mit Bus und Straßenbahn bringen wir die Schwerinerinnen und Schweriner sowie die Gäste aus dem Umland bequem und sicher zum Zoo – und damit mitten hinein ins Geschehen. Denn für uns gehört zu einem gelungenen Abend nicht nur das Ziel, sondern auch eine entspannte Anreise.“ Tickets für die Veranstaltung sind zudem im NVS-Service-Center am Marienplatz erhältlich. Als Medienpartner wirkt der Radioriese „Ostseewelle“ bei den WILD LIGHTS mit. Zusätzliche Unterstützung erhält der Zoo mit der Veranstaltung durch die Landesmarke „MV tut gut“, die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG), Lotto Mecklenburg-Vorpommern und das Schlossparkcenter Schwerin. Veranstaltungszeiten im Überblick: 09. Oktober bis 29. November 2026 09.10. bis 24.10.: täglich von 18:30 bis 21:30 Uhr 25.10. bis 29.11. (nach Zeitumstellung): täglich von 17:30 bis 21:00 Uhr Der Zoo empfiehlt den Erwerb von Tickets im Vorverkauf. Verschiedene Ticketoptionen gibt es ab sofort im Webshop des Zoos unter: https://shop.zoo-schwerin.de/ Für Firmenevents und Gruppen ab 10 Personen gibt es zusätzliche Angebote. Alle Informationen finden sich auf der Webseite des Zoos.

Tiergarten Nürnberg 10.09.2026
Bundesamt für Naturschutz zu Gast im Tiergarten: Wie viel Klimakrise verträgt der Wald?
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg freut sich, am Donnerstag, 24. September 2026, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit seiner Präsidentin Sabine Riewenherm zum sogenannten „Gartengespräch“ zu begrüßen. Unter dem Motto „Klimawandel & Biodiversität: Wie viel Klimakrise verträgt der Wald?“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis bei der bundesweiten Veranstaltungreihe über Zusammenhänge von Biodiversität und Klima. Die Veranstaltung findet von 16.30 bis 21 Uhr im Tiergartenrestaurant Waldschänke statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung noch bis Montag, 21. September, per E-Mail an garten@bfn.de möglich. Wälder sind für Natur und Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie speichern Kohlenstoff, regulieren den Wasserhaushalt, schützen Böden und bieten Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig sind sie Erholungsraum und wirtschaftliche Lebensgrundlage. Doch Dürreperioden, Stürme, Waldbrände und Schädlingsbefall setzen Waldökosysteme zunehmend unter Druck und gefährden ihre vielfältigen Funktionen. Zugleich wachsen die Erwartungen an den Wald als natürlichen Klimaschützer. Aufforstung, nachhaltige Waldbewirtschaftung und der Erhalt naturnaher Wälder sind wichtige Bausteine des natürlichen Klimaschutzes. Auch die Bedeutung alter Wälder und Wildnisgebiete sowie die Wiederherstellung geschädigter Waldökosysteme rücken verstärkt in den Fokus. Wie können Wälder unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig widerstandsfähiger werden? Wie lassen sich Klimaschutz, Biodiversitätsschutz und eine nachhaltige Nutzung so miteinander verbinden, dass die vielfältigen Leistungen des Walds auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben? Und welche Impulse setzen aktuelle politische Strategien und Instrumente für die Entwicklung resilienter Wälder? Diesen Fragen geht das Gartengespräch nach. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie die Auswirkungen des Klimawandels auf Waldökosysteme anschaulich vermittelt und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert und die Zukunft unserer Wälder gestärkt werden können. In einem Podiumsgespräch werden BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm und Tiergartendirektor Dr. Dag Encke dazu zunächst mit verschiedenen Fachleuten in den Austausch treten: Prof. Dr. Georg Winkel, Universität Wageningen, Lehrstuhl Forest and Nature Conservation Policy (Impulsvortrag), Dr. Britta Böhr, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, Dr. Hans-Martin Hauskeller, Vorsitzender des Fachausschusses für Klimaschutz und Biodiversität des Deutschen Forstwirtschaftsrats, Dr. Ralf Straußberger, Wald- und Jagdreferent, BUND Naturschutz in Bayern e. V., sowie Kirsten Krüger, Luftbild, Umwelt, Planung GmbH; Technische Universität München, Lehrstuhl für Ökosystemdynamik und Waldmanagement. Ein anschließender Rundgang über den Klimawaldpfad im Tiergarten Nürnberg macht diese Zusammenhänge unmittelbar vor Ort erfahrba

Opel-Zoo Kronberg 10.09.2026
70. Opel-Zoo-Geburtstag am 10. September 2026: Grundsteinlegung für die Panzernashörner mit dem Hessischen Ministerpräsident Boris Rhein und Artenschutzprojekt „Team Tapir Kronberg“ mit dem WWF Deutschland
Seinen 70. Geburtstag kann der Opel-Zoo am heutigen 10. September 2026 mit einem ganz besonderen Ereignis feiern: Für das neue Bauprojekt „Panzernashörner“ ist der Hessische Minister­präsident und Schirmherr des Projekts Boris Rhein ins Freigehege gekommen, um gemeinsam mit den Zooverantwortlichen den Grundstein für das zukünftige Nashornhaus im Opel-Zoo zu enthüllen.„Seit 70 Jahren steht der Opel-Zoo für Artenschutz, Bildung und die Nähe zur Natur. Er ist eine wahre Bereicherung für die gesamte Rhein-Main-Region. Mit der neuen Asien-Anlage leistet der Zoo einen weiteren wichtigen Beitrag dafür, die Vielfalt der Natur zu erhalten und bedrohten Tierarten einen geschützten Lebensraum zu bieten. Gleichzeitig entsteht ein weiterer attraktiver Anziehungspunkt für die Besucherinnen und Besucher. Dafür habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen und danke dem Zoo für sein großes Engagement“, so der Ministerpräsident. Auf 18.000 m² des bestehenden Zoogeländes entstehen neue, naturnah gestaltete Anlagen für sieben asiatische Tierarten. Als besonders charismatische Botschafter für ihre wildlebenden Verwandten in Asien werden darunter Panzernashörner und Schabrackentapire sein. Gregor von Opel, Sohn des Opel-Zoo-Gründers Georg von Opel und Vorstandsvorsitzender der den Zoo tragenden ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘ betont: „Noch nie haben wir auf unserem Gelände ein größeres und aufwendigeres Bauvorhaben umgesetzt. Es steht für die Zukunft unseres Zoos und für unseren Anspruch, moderne Tierhaltung, Artenschutz, Naturschutz und Bildung miteinander zu verbinden. Mein großer Dank gilt allen – Unterstützern, Partnern, Mitarbeitenden und besonders unseren Besucherinnen und Besuchern, die uns auf diesem Weg begleiten.” Der Opel-Zoo und der WWF Deutschland nehmen die Grundsteinlegung zudem zum Anlass, ihre Zusammenarbeit im Rahmen des neu gegründeten „Team Tapir Kronberg“ vorzustellen. Über eine Team-Mitgliedschaft haben Tierfreundinnen und Tierfreunde die Möglichkeit, den Schutz des Schabrackentapirs direkt zu unterstützen. Die stark gefährdete Art wird künftig eine der sieben asiatischen Tierarten auf den neuen Anlagen im Opel-Zoo sein. Die Partnerschaft basiert auf zwei sich ergänzenden Säulen: Mit dem Bau der Asienanlagen und seinem Engagement im Europäischen Ex -situ Programm (EEP) trägt der Opel-Zoo zum Aufbau und Erhalt einer Reservepopulation des Schabrackentapirs bei. Parallel dazu setzt sich der WWF Deutschland im südlichen Thailand sowohl im Kui-Buri- als auch im Kaeng-Krung-Nationalpark für den Schutz eines bedeutenden Lebensraums der bedrohten Tapirart ein. Dr. Stefan Ziegler, Bereichsleiter Asien beim WWF Deutschland erläutert: „Schabrackentapire sind faszinierende Tiere, die in den Wäldern Südthailands ein wichtiges letztes Refugium finden. Das Überleben dieser stark gefährdeten Art hängt unmittelbar vom Erhalt intakter Waldlebensräume ab. Es ist entscheidend den Wald als Ganzes zu schützen, damit helfen wir nicht nur dem Tapir, sondern vielen weiteren bedrohten Tierarten.“ Mithilfe moderner Drohnentechnologie können dort illegale Entwaldungsaktivitäten nahezu in Echtzeit erkannt und bekämpft werden. Davon profitieren neben dem Schabrackentapir auch weitere bedrohte Arten wie Tiger und Elefanten. Über das nun gegründete „Team Tapir Kronberg“ hinaus unterstützt der Opel-Zoo diese Arbeit des WWF in Thailand bereits seit 2024 finanziell. Bis die Zoobesucher die ersten Schabrackentapire und Panzernashörner im Opel-Zoo beobachten können, dauert es allerdings noch ein wenig: Die Eröffnung der neuen Anlagen ist für das Frühjahr 2028 geplant.

Zoo Augsburg 10.09.2026
Der Zoo Augsburg zeigt eine neue Art: den Kings Felsenwaran
Der Zoo Augsburg zeigt jetzt Kings Felsenwarane und ist damit einer der weltweit wenigen Zoos, die diese Art ihren Besuchern näherbringen. Die Art ist in der Haltung selten und wird bisher nur vom Zoo Crocosaurus Cove in Darwin City, Australien gezeigt. Die Tiere stammen aus einer Beschlagnahmung und wurden von Behörden an den Augsburger Zoo übergeben. Die neue Art wird im Elefantenhaus gezeigt. „Wir hatten dort ein Terrarium, das wie für Felsenwarane gemacht ist, und hatten daher den Behörden angeboten, Tiere zu übernehmen,“ erklärt Dr. Philipp Wagner, Direktor des Augsburger Zoos, „und ich freue mich, dass wir so nicht nur die Behörden unterstützen konnten, sondern jetzt auch in der Lage sind, eine, wie ich finde, superspannende Art zu zeigen.“ Beim Kings Felsenwaran handelt es sich um eine kleine Waranart, die nur maximal 40 cm lang wird. Sie stammt aus Australien und kommt dort in felsigen und trockenen Regionen des Northern Territory und Westaustralien vor. „Mir ist natürlich bewusst, dass die Warane im Elefantenhaus starke Konkurrenz haben, aber ich hoffe, dass unsere Besucherinnen und Besucher auch auf die kleinen Arten schauen. Immerhin können die Warane bei der Intelligenz mit ihren großen Nachbarn mithalten“, erläutert Wagner. In Studien konnten Weißkehlwarane zeigen, dass sie bis zur Zahl sechs zählen können. Warane finden geschickte Wege, um an Beute zu gelangen, nutzen Werkzeuge oder setzen ihre Gliedmaßen gezielt ein, um Hindernisse zu überwinden. Sie sind sogar in der Lage, die Tierpfleger individuell wiederzuerkennen und auch zu unterscheiden. Darüber hinaus besitzen sie ein gutes räumliches Gedächtnis, lernen aus Erfahrungen und passen sich schnell an neue Umgebungen an. Bedrohung und Schutz von Varanus kingorum Varanus kingorum gilt als eine eher wenig erforschte Waranart, weshalb über die Bestands- und Bedrohungssituation nur begrenzte Informationen vorliegen. Insgesamt gilt die Art derzeit aber als nicht bedroht und zeigt einen stabilen Populationstrend. Zum letzten Mal wurde das aber 2017, also vor fast zehn Jahren, untersucht. Der Kings Felsenwaran bevorzugt intakte, felsige und trockene Lebensräume, die lokal durch Bergbau, Straßenbau, Landwirtschaft und andere menschliche Eingriffe bedroht sind. Der größte Schutz für den Waran ist wahrscheinlich seine geringe Größe, denn derzeit bedroht die in Australien eingeschleppte Agakröte zahlreiche der mittelgroßen und großen Arten. Das Gift der Kröte ist so stark, dass die Warane daran versterben, wenn sie die Kröte fressen. Das hat bei Arten wie dem Mitchellwaran dazu geführt, dass in einigen Gebieten über 90 % der Population mittlerweile verschwunden sind. Philipp Wagner sagt dazu: „Und sicherlich ist auch der Mitchellwaran eine Art, die ich gerne zukünftig im Augsburger Zoo zeigen würde, um mich an der Erhaltungszucht der Art zu beteiligen.“

Zoo Krefeld 10.09.2026
Sumatra-Tiger im Krefelder Zoo freuen sich über Nachwuchs – Der Jungtiger ist bald auch auf der Außenanlage zu sehen
Sumatra-Tigerkatze Mau und Kater Leopold im Krefelder Zoo haben Nachwuchs bekommen. Am 7. Juni brachte Mau drei Jungtiere zur Welt. Eines starb unmittelbar nach der Geburt. Bei einem zweiten Jungtier wurde ein Herzfehler festgestellt. Da es nicht lebensfähig war, entschieden sich Tierpfleger und Zootierärztinnen dazu, das Jungtier einzuschläfern. Der verbliebene junge Kater wird von seiner Mutter Mau liebevoll versorgt, nimmt auch bereits feste Nahrung zu sich. Die Zusammenführung von Mau und Leopold hatte zwischen dem 25. Februar und 1. März stattgefunden. Dass diese erfolgreich war, zeigte sich einige Wochen später. Für Mau ist es der zweite Wurf. Bereits im November 2022 hatte sie drei Jungtiere zur Welt gebracht, von denen zwei erfolgreich aufgezogen wurden. In den ersten Lebensmonaten hielt sich der junge Tiger ausschließlich mit seiner Mutter im Bereich hinter den Kulissen auf. In den kommenden Tagen soll er nun erstmals die Wurfhöhle und den rückwärtigen Bereich des Tigerhauses verlassen und für einzelne Stunden auch in die für Besucher einsehbare Außenanlage kommen. Wann und wie lange er dort zu sehen sein wird, bestimmen Mau und ihr Jungtier selbst. Besucher brauchen daher zunächst etwas Glück, um einen Blick auf den jungen Tiger zu erhaschen. Die Entwicklung des kleinen Katers wird engmaschig veterinärmedizinisch begleitet. Er wird regelmäßig gewogen, untersucht und erhält die notwendigen Impfungen. Mit seinen inzwischen rund 13 Kilogramm ist er bereits ein stattlicher Jungtiger. Vor seinen Tierpflegern versteckt er sich gerne, zeigt sich bei Untersuchungen und Behandlungen aber ausgesprochen ruhig und kooperativ. Bis zum ersten Nachzuchterfolg von Mau und Leopold brauchten die Tierpfleger einen langen Atem. Die ersten Begegnungen der Großkatzen verliefen eher unharmonisch. Mau zeigte sich zunächst abweisend gegenüber Leopold, der aus dem Naturzoo Rheine stammt und vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm als Partner ausgewählt wurde. Auch der junge Leopold musste zunächst lernen, wie man sich erfolgreich paart. Im November 2022 kam schließlich der erste Nachwuchs des Paares zur Welt. Der aktuelle Wurf ist nun der zweite Zuchterfolg. Alle Tigerarten sind in der Natur akut vom Aussterben bedroht. Im Zoo Krefeld lebt mit dem Sumatra-Tiger die kleinste Unterart der gestreiften Großkatze. Auf Sumatra ist ihre Anzahl durch Lebensraumverlust, beispielsweise durch Palmölplantagen, und Bejagung, unter anderem für die traditionelle chinesische Medizin, auf nur noch wenige hundert Tiere zusammengeschmolzen. Damit steht diese Katzenunterart kurz vor der Ausrottung. Die Nachzucht der hoch bedrohten Sumatra-Tiger in Zoos im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms ist für die Schaffung einer Reservepopulation ein wichtiger Schritt zum Überleben der Tiger. Zoos helfen dem Überleben dieser Art nicht nur durch den Aufbau einer Reservepopulation, sondern sind aktiv in den Artenschutz vor Ort involviert. So koordiniert die Zoological Society of London nicht nur das internationale Zuchtbuch dieser Art, sondern ist Mitbegründer der „Wild Cats Conservation Alliance“, welche zahlreiche Schutzmaßnahmen auf Sumatra koordiniert. Diese werden zu einem großen Teil aus Spenden von Zoos finanziert. Auch der Zoo Krefeld unterstützte jahrelang ein Projekt im Kerinci-Seblat-Nationalpark finanziell. Neben der Arterhaltung in den Zoos ist auch die Wiederauswilderung von in Menschenhand geborenen Raubkatzen möglich. Ein Beispiel vor unserer Haustür ist etwa die gelungene Wiederansiedlung der europäischen Luchse und Wildkatzen in Deutschland. Auch bei weiteren Wiederansiedlungsprojekten arbeiten Zoos und Artenschutzorganisationen eng zusammen.

Tierpark Nordhorn 10.09.2026
Nachwuchs bei den Seehunden und Erdmännchen
Mit „Jolo“, „Lotte“ und „Molly“ leben im Tierpark Nordhorn drei recht junge Seehunde. Vor 5 Jahren kam „Jolo“ als 1,5 Jahre alter Bulle in die Grafschaft Bentheim um zukünftig die neue Zuchtgruppe anzuführen. 1 bzw. 2 Jahre später war mit den beiden Weibchen die neue Gruppe komplett. Frühestens im Alter von 5-6 Jahren sind Seehund geschlechtsreif. Deshalb war die Freude im Tierpark sehr groß, als am 11.08. ein junger Seehund das Licht der Welt erblickte. Die junge Mutter „Lotte“ ist nach der Geburt sehr nervös gewesen, so dass sie mit dem Nachwuchs vom Rest der Gruppe und von den Besuchern komplett abgeschirmt wurde. Gerade die ersten Tage und Wochen sind extrem wichtig, damit Mutter und Jungtier eine gute Bindung zueinander aufbauen können. Da sie das Jungtier offenbar nicht ausreichend mit der nahrhaften Muttermilch versorgen konnte, wurde das kleine Seehundweibchen von den Tierpflegern bis zu 4 x am Tag zugefüttert. Anfangs mit einer speziellen Lachsölaufzuchtmischung, die auch die Seehundaufzuchtstationen verwenden. Inzwischen ist der jüngste Sprössling bereits auf Fisch umgestellt und nimmt diesen auch schon aus der Hand der Tierpfleger. Da die kritische Zeit damit gut überstanden ist, kann nun auch die Abschirmung zu den Besuchern entfernt werden. Für ein paar Tage bleiben „Lotte“ und ihr Nachwuchs noch zusammen in dem kleineren Gehegeteil, bevor sie zum Rest der Gruppe dazustoßen können. Bei den täglichen Informationsfütterungen um 11.15 und 15.30 Uhr können nun alle vier Seehunde gut beobachtet werden. An anderer Stelle im Tierpark gibt es gleich vierfachen Nachwuchs zu entdecken! Bei der Familie Erdmännchen kamen vor einigen Wochen vier quietschfidele Jungtiere zur Welt. Die erste Zeit verbringen die kleinen Mangusten mit der Mutter in der Wurfhöhle. Inzwischen sind aber alle Erdmännchen gemeinsam in der großen Anlage zu sehen. Um 10:50 und 14:45 Uhr werden die Mangusten vor den Augen der Besucher gefüttert. Der Zoo ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Das Parken ist kostenlos und Hunde dürfen an der kurzen Leine mitgenommen werden. Eintrittstickets können bequem und günstiger online erworben werden unter: https://shop.tierpark-nordhorn.de

Kölner Zoo 10.09.2026
Nachwuchs bei den Dikdiks: Kleiner „Karim“ ist da
Sie sind kaum größer als Hasen – und dennoch echte Antilopen: Die Kirk-Dikdiks (Madoqua kirkii) im Kölner Zoo, auch Afrikanische Zwergantilopen genannt, sind echte Hingucker. Nun hat sich im Zoo der Domstadt erstmals Nachwuchs bei dieser Tierart eingestellt. Männchen „Karim“ kam am 21. Juni 2026 zur Welt. Die kleine Antilope hat sich also den längsten Tag des Jahres für den ersten Lebenstag ausgesucht. Vater ist der zweijährige „Kalle“. Die dreijährige Mutter heißt „Abena“. Für beide ist es das erste Jungtier. Das Zuchtpaar lebt seit Ende 2024 auf der extra dafür umgestalteten Anlage am Alten Nashornhaus in der Mitte des Zoos. Die Kopfrumpflänge dieser Tiere schwankt zwischen 50 und 70 Zentimetern. Die Schulterhöhe kann 30 bis 40 Zentimeter betragen. Dikdiks wiegen zwischen drei und sieben Kilogramm. Ihr Fell ist an der Oberseite grau oder hellbraun gefärbt. Die Unterseite ist grau oder weiß. Männchen tragen spießartige, nach hinten gerichtete Hörner. Diese sind so kurz, dass sie in der Regel durch die Haare des Stirnschopfs überdeckt werden. Dikdiks haben eine länglich gedehnte Schnauze, die bei manchen Arten in alle Richtungen beweglich ist. Die Zwergantilopen bewohnen trockene Steppen und Halbwüsten Afrikas. Ihr Lebensraum muss Sträucher bieten, hinter denen sie Deckung suchen. Dikdiks sind nacht- und dämmerungsaktiv. Sie ernähren sich überwiegend von Laub und Gräsern, fressen aber auch Früchte, Schoten und Blüten. Dikdiks haben viele Fressfeinde Durch ihre geringe Größe und die Färbung sind sie in ihrem Lebensraum kaum zu erkennen. Die Tiere sind scheu und laufen bei der kleinsten Störung in einem Zickzackkurs davon, wobei sie einen lauten Alarmruf von sich geben. Dikdiks werden von nahezu allen afrikanischen Raubtieren gejagt. Dazu zählen Leoparden, Geparde, Schakale, Adler und Paviane, aber auch Warane und Riesenschlangen. Durch ihre Wachsamkeit und die hohe Fluchtgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h können Dikdiks Verfolgern oft entkommen. Im Gegensatz zu anderen Antilopen leben Dikdiks in Paaren und bleiben ein Leben lang zusammen. „Kalle“ und „Abena“ haben also viel Zeit für Zweisamkeit. Wildlebende weibliche Tiere können zweimal im Jahr ein Kitz gebären. Das Zuchtbuch für diese Art wird im Zoo von Hannover geführt.

Tiergarten Kleve 10.09.2026
Erstes Fohlen für Lama Naja
Tierischer Nachwuchs im Tiergarten Kleve: Auch Vater Newt freut sich über sein erstes Jungtier Tierische Freude im Tiergarten Kleve: Am Montag, 7. September 2026, hat Lamastute Naja zum ersten Mal ein Fohlen zur Welt gebracht. Das männliche Jungtier ist zugleich der erste Nachwuchs von Lamahengst Newt, der vor wenigen Jahren aus dem Zoo Rostock nach Kleve gekommen ist. Für den Tiergarten ist die Geburt auch deshalb etwas Besonderes, weil Naja selbst im Tiergarten Kleve geboren wurde und nun erstmals eigenen Nachwuchs großzieht. „Wenn ein Tier, das bei uns geboren und aufgewachsen ist, Jahre später selbst zum ersten Mal Mutter wird, ist das natürlich auch für unser Team ein schöner Moment“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Naja kümmert sich bislang gut um ihren kleinen Sohn und wir freuen uns sehr, nun die nächste Lamageneration bei uns im Tiergarten begrüßen zu dürfen.“ Auch für Vater Newt ist das Jungtier eine Premiere. Der Hengst kam vor wenigen Jahren aus dem Zoo Rostock an den Niederrhein und hat nun erstmals für Nachwuchs gesorgt. „Mit Newt haben wir damals einen neuen Hengst nach Kleve geholt, der frisches Blut in unsere Lamazucht bringen sollte. Dass es nun sowohl für ihn als auch für Naja der erste Nachwuchs ist, macht die Geburt für uns gleich doppelt besonders“, so Polotzek. Lamas stammen ursprünglich aus Südamerika und gehören gemeinsam mit Alpakas, Guanakos und Vikunjas zu den südamerikanischen Kamelartigen, den sogenannten Neuweltkamelen. Sie wurden bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert und insbesondere als Lasttiere und für ihre Wolle gehalten. An ihre ursprüngliche Heimat in den teils kargen Höhenlagen der Anden sind sie hervorragend angepasst. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Gräsern, Kräutern und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Besonders spannend ist die Fortpflanzungsbiologie der Lamas. Anders als bei vielen anderen Säugetieren findet bei den Weibchen kein regelmäßiger Eisprung unabhängig von einer Paarung statt. Lamas zählen zu den sogenannten induzierten Ovulatoren: Der Eisprung wird im Zusammenhang mit der Paarung ausgelöst. Forschungen zeigen, dass dabei ein ovulationsauslösender Faktor im Seminalplasma des Hengstes eine entscheidende Rolle spielt. Anschließend ist Geduld gefragt: Die Tragzeit beträgt bei Lamas etwa elf bis zwölfeinhalb Monate. In aller Regel bringt eine Stute nur ein einziges Fohlen zur Welt; Zwillingsgeburten sind ausgesprochen selten. Lamafohlen sind als Nestflüchter bereits kurz nach der Geburt vergleichsweise weit entwickelt. Schon bald stehen sie auf ihren langen Beinen und folgen ihrer Mutter. In den kommenden Monaten wird das Jungtier noch von Naja gesäugt und gleichzeitig zunehmend beginnen, auch pflanzliche Nahrung aufzunehmen. Die Säugezeit beträgt bei Lamas mindestens etwa sechs Monate. „Nun darf unser kleiner Lamahengst erst einmal in Ruhe seine neue Welt kennenlernen“, so Dr. Polotzek. „Für unsere Gäste ist es besonders schön, seine Entwicklung von den ersten noch etwas wackeligen Schritten bis hin zu einem selbstbewussten jungen Lama unmittelbar miterleben zu können.“ Das männliche Fohlen ist gemeinsam mit Mutter Naja ab sofort für die Besucherinnen und Besucher des Tiergartens zu sehen.

Zoo Duisburg 09.09.2026
Elefantendamen sind sicher in Polen angekommen
Daisy, Saiwa und Etosha haben am Dienstag, 8. September, den Zoo Duisburg verlassen. Sie sind am Mittwoch sicher in ihrer neuen Heimat in Poznań angekommen. Im Zoo Duisburg endet damit eine Ära – vorerst. Duisburg Die drei Elefantendamen Daisy, Saiwa und Etosha haben den Zoo Duisburg am Dienstag verlassen und sind sicher in ihrer neuen Heimat im polnischen Poznań angekommen. Ein Kran hob die drei Boxen auf zwei Tieflader, die am Nachmittag die rund 800 Kilometer lange Strecke nach Polen fuhren. Am Mittwoch sind die drei Damen wohlbehalten in Poznań angekommen. Begleitet wurden die Tiere durch drei langjährige Duisburger Tierpfleger, die noch einige Wochen in Poznań verweilen werden, um den Elefanten die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu machen. Ein aufwendiges Vorhaben Die drei Elefantendamen ziehen auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Poznań – das Zuchtbuch für die Elefanten wird von Dr. Arne Lawrenz im Grünen Zoo Wuppertal geführt. Rund ein Jahr hat die Vorbereitung des Elefantentransports gedauert – so wurde etwa das Training der Elefanten im vergangenen Jahr intensiviert. „Tiertransporte sind immer aufwendige Vorhaben, die viele Herausforderungen mit sich bringen. Grundlage für den erfolgreichen Transport war das enge Vertrauensverhältnis zwischen den Elefanten und ihren Pflegern. Gemeinsam haben sie sich auf den Transport vorbereitet. Ein Unterfangen, das nur durch das Zusammenspiel aller möglich ist und schlussendlich erfolgreich war“, sagt Kuratorin Janine Riesener, die den Transport organisiert hat. „Natürlich vermissen wir unsere Elefanten schon jetzt – der Abschied fällt uns schwer. Sie waren über viele Jahre Teil unseres Zoos und sind uns ans Herz gewachsen. Umso mehr tröstet uns der Gedanke, dass sie in Poznań ein neues Zuhause gefunden haben und dort ein neues Kapitel beginnen können“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin. Die drei Elefantendamen haben den Zoo Duisburg seit Mitte der 90er-Jahre begleitet. „In Poznań erwartet sie eine moderne, tiergerechte Haltung. Das Wohl der Tiere steht klar im Fokus der Entscheidung, die Elefanten abzugeben, im Zoo Poznań können sie auch in Zukunft gemeinsam als Herde leben“, erklärt Astrid Stewin. Elefantenanlage zählt zu den modernsten ihrer Art Piotr Przyłucki, Direktor des Zoologischen Gartens Poznań, freut sich, die Tiere in Poznań begrüßen zu dürfen: „Wir freuen uns, dass wir die Elefanten erfolgreich herholen konnten. Die Vorbereitungen haben über ein Jahr gedauert. Nun verfügen wir über ein gut ausgestattetes Elefantengehege und erfüllen alle Tierschutzanforderungen. Wir hoffen, dass sie sich hier wohlfühlen werden, und der mehrwöchige Aufenthalt ihrer deutschen Pfleger in unserem Zoo wird ihnen sicherlich dabei helfen, sich in ihrer neuen Heimat einzuleben.“ Die Elefantenanlage in Poznań gehört zu den größten und modernsten ihrer Art in Europa und bietet weitläufige, naturnahe Lebensräume mit viel Platz, Wasserflächen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Bedeutung hinter dem Abschied Die Haltung von Elefanten am heutigen Standort ist nicht zukunftsweisend. Auf der Fläche der heutigen Elefantenanlage, der ehemaligen Giraffenanlage, sowie kleineren angrenzenden Wegeflächen entsteht perspektivisch eine neue Savannen-Anlage. Damit werden auch die Voraussetzungen geschaffen, dass sich dann wieder Giraffen am Kaiserberg beobachten lassen. Das bestehende Giraffenhaus bleibt bestehen. Auch ohne den Bau der Savannen-Anlage müsste die heutige Elefantenanlage an einem anderen Standort im Zoo komplett neu gebaut und deutlich erweitert werden, da die zur Verfügung stehende Fläche am heutigen Standort die Anforderungen an eine zukunftsfähige Haltung der Dickhäuter nicht erfüllt – auch, wenn alle Randflächen genutzt werden würden. Auch wenn der Zoo Duisburg sich übergangsweise von den Elefanten verabschieden muss, ist perspektivisch der Bau einer neuen Elefanten-Anlage im Rahmen des Masterplans des Zoos geplant. Als Zukunftsprojekt ist vorgesehen, dass in den nächsten Jahren an anderer Stelle auf dem Zoogelände eine den Anforderungen gerechte neue Elefanten-Anlage entstehen wird. Dazu haben bereits erste Gespräche stattgefunden.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 08.09.2026
Internationaler Red Panda Day im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Am 27. September 2026 von 11 bis 16 Uhr feiert der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec den internationalen Red Panda Day. Mit Mitmachaktionen, tierischen Begegnungen und spannenden Einblicken in das Leben der charismatischen Tiere lädt der Tierpark zum Internationalen Red Panda Day ein. Der Rote Panda zählt nicht nur zu den beliebtesten Bewohnern des Görlitzer Tierparks, sondern ist in seinem natürlichen Lebensraum stark bedroht. Anlässlich des Internationalen Red Panda Day können große und kleine Besucher die faszinierenden „Katzenbären“ näher kennenlernen und erfahren, warum ihr Schutz so wichtig ist. Von 11 bis 16 Uhr wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die ganze Familie. Kreative Panda-Fans können eigene Panda-Masken basteln, mit einem Activity-Guide spielerisch mehr über die Tiere erfahren oder ein Erinnerungsfoto mit dem Panda-Maskottchen machen. Von 13:30 bis 15:00 Uhr können Kinder sich beim Schminken selbst in einen Roten Panda verwandeln. Außerdem erhält jedes Kind bereits an der Tierparkkasse einen Panda-Taler. Bei einer Tierpräsentation um 14:45 Uhr am Panda-Gehege erfahren die Besucher Wissenswertes über das Verhalten und den Lebensraum der Roten Pandas sowie über die Gefahren, denen die Tiere in der Natur ausgesetzt sind. Dr. Sven Hammer, Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec, erklärt: „Der Red Panda Day ist eine wichtige Gelegenheit, um über den Rückgang der Wildpopulation aufzuklären und unsere Artenschutzarbeit vorzustellen. Mit Nachzuchten, Bildungsarbeit und der Unterstützung internationaler Projekte wie dem Red Panda Network tragen wir aktiv zum Erhalt dieser besonderen Tierart bei.“ Jeder kann etwas bewirken. Aktuelle Informationen und die Möglichkeit zu unterstützen, gibt es hier: https://www.tierpark-goerlitz.de/Internationale-Artenschutz-Projekte.html

Zoo Landau in der Pfalz 08.09.2026
Zooführung „Der Zoo und seine Tiere im Wandel der Zeit“ mit dem Team der Zooschule speziell für Seniorinnen und Senioren am Sonntag, 27. September, 14 Uhr
Bei einem gemütlichen Spaziergang können am 27. September Seniorinnen und Senioren Wissenswertes über die tierischen Bewohner sowie den Zooalltag früher und heute erfahren. Die Zoopädagoginnen und -pädagogen bieten Einblicke in die Entwicklung des Landauer Zoos und dessen Engagement für den Artenschutz. Auch die direkte Begegnung mit einem außergewöhnlichen Tier in der Zooschule gehört zum vielfältigen Programm der Veranstaltung.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.09.2026
In der Wilhelma werden zwei Grünarassaris flügge Zwei Grünschnäbel entdecken das Amazonienhaus
In der Wilhelma gibt es gefiederte Neuzugänge: Bei den Grünarassaris sind die ersten zwei Jungvögel des Jahres flügge geworden. In der zweiten Augusthälfte haben sie ihre Nisthöhle verlassen und erkunden mittlerweile selbstständig die tropische Waldlandschaft im 1.100 m² großen Amazonienhaus. Bei Grünarassaris handelt es sich um einen im nördlichen Südamerika verbreiteten Tukan. Charakteristisch für diese Vogelfamilie ist der riesige Schnabel. Obwohl dieser so massiv wirkt, ist er federleicht, da er von Luftkammern durchzogen wird. Er dient als körpereigene Klimaanlage, durch die der Vogel überschüssige Wärme nach außen abgeben kann. Außerdem hilft er, Früchte von Bäumen zu pflücken und zu zerquetschen. Eine weitere Besonderheit von Tukanen ist ihre erstaunlich lange, ausgefranste Zunge, die dabei unterstützt, die Nahrung in den Hals zu befördern. Tukane gehören zur Ordnung der Spechtvögel und sind damit Höhlenbrüter. Aufgrund ihres leichten Schnabels können Sie im Gegensatz zu den eigentlichen Spechten nur in morschem Holz selbst Nisthöhlen anlegen. Ansonsten nutzen sie zur Brut verlassene Spechthöhlen oder natürliche Hohlräume. In der Wilhelma stehen den Grünarassaris speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Nistkästen zur Verfügung. In diese werden zwei bis vier reinweiße Eier gelegt, aus denen nach 16 bis 17 Tagen Brutzeit die Jungvögel schlüpfen. Obwohl sich Grünarassaris als erwachsene Vögel vorwiegend von Früchten ernähren, wird zur Brutzeit ein hoher Anteil an proteinreicher tierischer Nahrung an den Nachwuchs verfüttert. Rund sechs Wochen nach dem Schlupf verlassen die flüggen Jungvögel ihren Nistkasten. Oft haben ihre Eltern zu dem Zeitpunkt schon längst in einer weiteren Höhle mit dem Brutgeschäft bekommen und ziehen bereits die nächste Generation Jungvögel groß. So auch aktuell in der Wilhelma: Während die ersten beiden Jungvögel des Sommers bereits ihre Runden durchs Amazonienhaus drehen, sprießen bei ihren beiden Geschwistern, die in einem anderen Nistkasten erbrütet worden sind, gerade einmal die Federkiele aus der Haut.

Tierpark Berlin 08.09.2026
Kleine Eulen, große Mission Erstmals werden Steinkäuze aus dem Tierpark Berlin im Harzvorland ausgewildert
Mit vier im Tierpark Berlin aufgezogenen Steinkäuzen beteiligt sich der Tierpark erstmals an einem Auswilderungsprojekt für die bedrohte Eulenart. Gemeinsam mit dem Wiederansiedlungsprojekt im nördlichen Harzvorland und Großen Bruch in Sachsen-Anhalt soll eine langfristig stabile und sich selbst erhaltende Population aufgebaut werden. Der Steinkauz war im nördlichen Harzvorland einst heimisch, verschwand jedoch infolge des Verlusts geeigneter Lebensräume und der Intensivierung der Landwirtschaft. Da eine natürliche Wiederbesiedlung des Gebietes aufgrund der großen Entfernung zu bestehenden Vorkommen kaum zu erwarten ist, werden seit mehreren Jahren junge Steinkäuze ausgewildert. Parallel schaffen umfangreiche Maßnahmen zur Biotopentwicklung, darunter die Pflege von Streuobstwiesen und Grünland, wieder geeignete Lebensräume für die charakteristische Eulenart. Das Wiederansiedlungsprojekt blickt dabei auf eine langjährige Geschichte zurück: 2026 geht das Engagement für den Steinkauz bereits in das 34. Jahr. Im Jahr 2000 wurde im nördlichen Harzvorland bei einem Wildbestand von null Brutpaaren mit der Wiederansiedlung begonnen. Inzwischen gibt es im Arbeitsgebiet rund 16 Brutpaare, die je nach Bedarf betreut werden. Parallel zur Auswilderung wird der Lebensraum für die Steinkäuze gezielt verbessert. Dazu gehören unter anderem der Kauf und die Pacht von Streuobstwiesen, deren Entbuschung und Einzäunung sowie die Nachpflanzung von Bäumen. Auch die extensive Beweidung mit Ziegen und Schafen trägt dazu bei, geeignete Lebensräume zu erhalten. Mit der Aufzucht und Abgabe von vier Jungvögeln leistet der Tierpark Berlin nun erstmals einen direkten Beitrag zu diesem erfolgreichen Artenschutzprojekt. „Als Tierpark Berlin verfügen wir über die Möglichkeit, mit der Zucht bedrohter Tierarten einen direkten Beitrag für konkreten Naturschutzprojekten in der Natur zu leisten. Dass wir mit unseren erstmals ausgewilderten Steinkäuzen die Rückkehr dieser faszinierenden Eulenart ins nördliche Harzvorland unterstützen können, freut uns sehr und zeigt, wie wichtig starke Partnerschaften für den Artenschutz sind“, sagt Christian Kern, Leitender Zoologe von Zoo und Tierpark Berlin. Die vier Jungvögel wurden im Tierpark Berlin unter fachkundiger Betreuung aufgezogen und für die Auswilderung vorbereitet. Im Projektgebiet werden sie schrittweise an ihre neue Umgebung gewöhnt und anschließend in die Wildnis entlassen. Dort ergänzen sie die bestehende Population, die sich dank der kontinuierlichen Auswilderungen und der intensiven Lebensraumverbesserungen in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat. „Die Haltung und erfolgreiche Nachzucht von Steinkäuzen ist eine wichtige Voraussetzung, um Wiederansiedlungsprojekte wie dieses zu unterstützen. Entscheidend ist dabei auch die enge Zusammenarbeit mit den Naturschutzakteuren vor Ort. Erst das Zusammenspiel aus geeigneten Lebensräumen und gesunden Jungvögeln schafft die Grundlage für einen langfristigen Erfolg“, erklärt Kurator Tim Meschke. Seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts konnte die Zahl der Steinkauzreviere im nördlichen Harzvorland kontinuierlich gesteigert werden. Inzwischen gibt es dort rund 16 freilebende Brutpaare – ein ermutigendes Zeichen dafür, dass Auswilderung und Biotopentwicklung gemeinsam wirken. „Jeder einzelne Jungvogel erhöht die Chance, dass sich die Population langfristig selbst trägt. Besonders wertvoll ist die Unterstützung durch zoologische Einrichtungen wie den Tierpark Berlin, denn erfolgreiche Wiederansiedlung gelingt nur gemeinsam. Ebenso wichtig wie die Auswilderung selbst ist die kontinuierliche Pflege und Entwicklung geeigneter Lebensräume, damit die Steinkäuze dauerhaft eine Zukunft in der Region haben“, sagt Eckhard Kartheuser, zweiter Vorsitzender des Arbeitskreises zum Greifvogel- und Eulenschutz in Sachsen-Anhalt e.V., das Wiederansiedlungsprojekts für den Steinkauz im nördlichen Harzvorland. Mit der Auswilderung der vier Steinkäuze verbindet der Tierpark Berlin die erfolgreiche Nachzucht in menschlicher Obhut mit konkretem Artenschutz in der Natur. Damit steht das Projekt beispielhaft für das umfassende Engagement des Tierpark Berlin im weltweiten Artenschutz: Der Tierpark zählt zu den zoologischen Einrichtungen, die sich sowohl der Zucht bedrohter Arten als auch ihrer Wiederansiedlung in geeigneten Lebensräumen widmen. So engagiert sich der Tierpark unter anderem in erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekten für Wisente in Aserbaidschan und Wildpferde in Kasachstan. Darüber hinaus werden im Rahmen verschiedener Artenschutzprogramme regelmäßig Bartgeier, Gänsegeier, Waldrappen, Feldhamster und Habichtskäuze ausgewildert. Hintergrund Steinkäuze: Der Steinkauz zählt zu den kleinsten Eulen Europas und ist ein typischer Kulturfolger. Über Jahrhunderte besiedelte er extensiv genutzte Streuobstwiesen, Weidelandschaften und offene Agrarflächen mit alten Höhlenbäumen als Brutplätzen. Heute gilt die Art in vielen Regionen Deutschlands als gefährdet; bundesweit leben nach Schätzungen noch rund 7.500 bis 8.000 Brutpaare. Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind der Verlust geeigneter Lebensräume, das Verschwinden alter Obstbäume sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Charakteristisch für den Steinkauz ist zudem sein Verhalten: Anders als viele andere Eulen ist er häufig auch tagsüber zu beobachten, wenn er auf Zaunpfählen, Telefonmasten oder Steinmauern nach Beute Ausschau hält.

Zoo Neunkirchen 07.09.2026
Zoo inside – So schön war’s beim Zoogeburtstag
Am vergangenen Sonntag feierte der Neunkircher Zoo ein ganz besonderes Zoofest: Zum 100. Geburtstag des Zoos war das Interesse bei bestem Wetter groß. Rund 3.000 Gäste nutzten über den gesamten Tag hinweg die zahlreichen Möglichkeiten, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, an den vielfältigen Informationsständen Wissenswertes zu erfahren und regionale Aussteller und Anbieter kennenzulernen. Für Begeisterung bei den kleinen und großen Zoofans sorgten die zahlreichen Mitmachangebote. So konnten Kinder einmal dort klettern, wo sonst die Orang-Utans schwingen. Besucherinnen und Besucher versteckten selbst bestückte Beschäftigungsobjekte für die Kragenbären oder konnten im Giraffenhaus die Perspektive der langhalsigen Wiederkäuer einnehmen. Auch das Programm bot zahlreiche Höhepunkte. Dazu gehörten die Tierpräsentation und die Vorstellung der Zoo-Chronik gemeinsam mit Zoodirektor a. D. Norbert Fritsch. Für ein besonderes Erlebnis sorgte die Live-Performance der Elefanten-Druckkünstlerin „Trinh“. Historische Vorträge von Obertierpfleger Dirk Backes gaben zudem spannende Einblicke in die Geschichte des Neunkircher Zoos. Zahlreiche Partnerinnen und Partner unterstützten den Zoo dabei, den Geburtstag zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Mit dabei waren unter anderem die Freeman Farm, die ASJ im Verbund mit dem ASB, die Tourismus- und Kulturzentrale Neunkirchen, Imker Thorsten Schmidt, der VdK, das Hofgut Henricus sowie das Familienbüro der Kreisstadt Neunkirchen. Sie hatten den Neunkircher Zoo bereits bei früheren Zoofesten tatkräftig unterstützt und auch diesmal wieder tolle Angebote für Jung und Alt zusammengestellt. Traditionsgemäß beteiligte sich auch der Zooverein Neunkirchen am Zoofest. Zum 100. Geburtstag konnten zudem neue Partner gewonnen werden. Dazu gehörten BOS (Borneo Orangutan Survival), Solaris, die Freien Wähler sowie die Verkaufsstände von Lumber and Magic und GlitzerFaden Handmade by Angie und das Atelier Zwanzig Drei. Mit dabei war außerdem „Kapp der guten Hoffnung“. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Mützen fließt in die Unterstützung des aktuellen Azubi-Projektes AfrikaVoliere. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Neben der Zoogastronomie sorgten die F+M Kaffeebar und der SnackStar Foodtruck für köstliche Angebote. Der Dank des Neunkircher Zoos gilt allen Mitwirkenden, Partnerinnen und Partnern sowie den zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern. Sie alle haben den 100. Zoogeburtstag zu einem ganz besonderen Tag gemacht und eindrucksvoll gezeigt: Auch nach 100 Jahren ist der Neunkircher Zoo vor allem eines – zeitgemäß!

Zoo Dresden 07.09.2026
Zoo Dresden passt Preise für Jahreskarten ab Oktober an
Der Zoo Dresden passt zum 1. Oktober 2026 die Preise für seine Jahreskarten an. Zoo-Geschäftsführer Karl-Heinz Ukena begründet die Entscheidung in erster Linie mit gestiegenen Energie- und Personalkosten. „Die aus den Jahreskartenverkäufen resultierenden Mehreinnahmen werden benötigt, um weiteren Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Die kürzlich vom Dresdner Stadtrat bewilligten Zuschüsse dienten ausschließlich dazu, die Verluste der Jahre 2025 und 2026 auszugleichen.“ Bei vorangegangenen Preisanpassungen wurde der Faktor, ab dem sich der Kauf einer Jahreskarte rechnet, stets konstant gehalten. Nun musste an dieser Preisschraube gedreht werden – der Kauf einer Jahreskarte lohnt sich bei vier jährlichen Besuchen des Zoos. Ab dem 1. Oktober gelten folgende Preise: Jahreskarte Preis Preis bisher Erwachsener 70,00 € 53,00 € Ermäßigt 48,00 € 35,00 € Kind 34,00 € 25,00 € Große Familie (2 Erwachsene + 3 Kinder) 195,00 € 150,00 € Kleine Familie (1 Erwachsene + 3 Kinder) 135,00 € 100,00 € Inhaberinnen und Inhaber des Dresden-Passes erhalten weiterhin eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die genannten Preise. Rabatt bei rechtzeitiger Verlängerung Stammgäste profitieren ab Oktober von einem neuen Verlängerungsrabatt: Wer eine noch gültige Jahreskarte vor ihrem Ablauf verlängert, erhält einen Nachlass von 10 Prozent auf den dann geltenden Preis. Bis Ende September 2026 können Jahreskarten noch zu den bisherigen Konditionen erworben werden. Dies gilt auch für Gutscheine. Sie sind ab dem Kaufdatum drei Jahre gültig und werden beim ersten Zoobesuch aktiviert. Die Preise für Tageskarten sind von den aktuellen Anpassungen nicht betroffen und bleiben unverändert. Ab dem 1. November gilt für Tageskarten zudem der im vergangenen Jahr eingeführte Winterrabatt.

Tierpark Hellabrunn München 07.09.2026
Ein gutes Zuhause für alle: Münchner Wohnen übernimmt Patenschaft für Königspinguine Willem und Nautilus
Was haben ein kommunales Wohnungsunternehmen und zwei Königspinguine gemeinsam? Beide wissen, wie wichtig ein gutes Zuhause ist. Während die Münchner Wohnen in München für bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Quartiere sorgt, finden die Königspinguine Willem und Nautilus im Tierpark Hellabrunn ihr Zuhause in der Polarwelt. Die Münchner Wohnen übernimmt nun die Patenschaft für die beiden markanten Vögel und unterstützt damit zugleich die Arbeit des Tierparks für Arten- und Naturschutz. „Als kommunales Wohnungsunternehmen tragen wir Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt. Wir schaffen Quartiere, in denen Nachbarschaft, Teilhabe und ein gutes Miteinander wachsen können. Dieses Zusammenleben gelingt aber nur, wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen und jeder seinen Beitrag zur Gemeinschaft leistet. Deshalb passt die Patenschaft für die Königspinguine Willem und Nautilus so gut zu uns: Sie leben eng zusammen, geben sich gegenseitig Halt und trotzdem hat jedes Tier seinen eigenen Platz.“ sagt Jörg Franzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Wohnen GmbH. Rund 75.000 Wohnungen gehören inzwischen zum Bestand der Münchner Wohnen. Rund 150.000 Menschen leben darin. Damit ist die städtische Gesellschaft die größte Vermieterin Münchens. Und auch bei den Königspinguinen gilt: Ein guter Lebensraum braucht Platz, passende Bedingungen und eine funktionierende Gemeinschaft. „Bei der Münchner Wohnen geht es um Wohnungen und Quartiere, bei uns um Tieranlagen und Lebensräume – aber der Grundgedanke ist durchaus ähnlich: Ein gutes Zuhause ist mehr als vier Wände beziehungsweise eine Pinguinanlage. Es braucht die richtigen Bedingungen, Raum für Individualität und ein funktionierendes Miteinander“, sagt Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban. „Wir freuen uns deshalb sehr, mit der Münchner Wohnen ein Unternehmen an unserer Seite zu haben, das mit seiner Patenschaft nicht nur Willem und Nautilus unterstützt, sondern auch ein Zeichen für den Erhalt der biologischen Vielfalt setzt.“ Willem und Nautilus: zwei Königspinguine mit Charakter Willem und Nautilus gehören zu den Königspinguinen der Hellabrunner Polarwelt. Der 34-jährige Nautilus ist der älteste Königspinguin der Gruppe. Er schlüpfte am 17. April 1992 in Japan und trägt einen blauen Farbring. Mit seinem eher gemütlichen Temperament lässt er es inzwischen gerne etwas ruhiger angehen – manchmal bleibt er beim gemeinsamen Trott durch die Anlage auch ein wenig hinter der Gruppe zurück. Willem ist mit 27 Jahren etwas jünger. Er wurde am 23. Februar 1999 im texanischen San Antonio geboren und ist an seinem orange-weißen Farbring zu erkennen. Auch er hat seine ganz eigenen Vorlieben: Beim Fressen nimmt er seinen Fisch besonders gerne direkt aus der Hand – am liebsten quer in den Schnabel gelegt. Bei beiden könnte die Familie in diesem Jahr noch größer werden: Nautilus‘ Sohn Oleg und seine Partnerin Theodora sowie Willem und seine Partnerin „Spanierin“ brüten jeweils ein Ei aus. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Ende September weiterer Königspinguin-Nachwuchs schlüpfen. Patenschaft für Artenschutz Die Patenschaft der Münchner Wohnen unterstützt nicht nur die Haltung der Königspinguine in Hellabrunn, sondern auch den Bildungs- und Artenschutzauftrag des Tierparks. Hellabrunn beteiligt sich beim Königspinguin am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Die erfolgreiche Zucht ist ein wichtiger Bestandteil der ex situ-Arbeit zoologischer Gärten. Zugleich macht Hellabrunn auf die Bedrohungen aufmerksam, denen viele Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen ausgesetzt sind. Bei den Königspinguinen gehören insbesondere die Folgen des Klimawandels zu den Herausforderungen. Die Patenschaft verbindet damit zwei Münchner Aufgabenbereiche, die auf den ersten Blick ungewöhnlich weit auseinanderliegen: Wohnraum schaffen und Arten schützen. Bei näherem Hinsehen geht es bei beiden um dasselbe grundlegende Thema – um die Verantwortung dafür, dass Menschen und Tiere gute Lebensräume vorfinden und langfristig erhalten bleiben.

Zoo Hof 04.09.2026
Zootier des Monats: Der Luchs – kommt die große Katze zurück nach Oberfranken?
Er bewegt sich nahezu lautlos, sieht hervorragend und bleibt selbst dort oft unsichtbar, wo er längst wieder lebt: Der Luchs ist das neue Zootier des Monats im Zoo Hof. Der Luchs ist die größte wildlebende Katzenart Europas. Seine Pinselohren, der kurze Schwanz mit schwarzer Spitze und die langen Beine machen ihn unverwechselbar. Trotzdem braucht es in freier Natur sehr viel Glück, ihn tatsächlich zu Gesicht zu bekommen. Luchse leben überwiegend als Einzelgänger, beanspruchen große Streifgebiete und sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Für Hof ist das Thema aktueller, als man vielleicht denkt. Oberfranken gilt durchaus als „Luchserwartungsland“. Im Fichtelgebirge wurden bereits Luchse und sogar Nachwuchs nachgewiesen, auch aus dem Frankenwald gibt es Nachweise einzelner Tiere. Fichtelgebirge und Frankenwald spielen zudem eine wichtige Rolle als mögliche Wanderkorridore zwischen verschiedenen deutschen Mittelgebirgen. Auch im Zoo Hof spielt der Luchs eine besondere Rolle. Unsere beiden Luchse Sami und Khedira leben seit 2024 wieder in einer neu gestalteten, deutlich größeren Anlage. Nach rund zwei Jahren Bauzeit entstand dort ein neuer Lebensraum mit mehreren Gehegebereichen, Rückzugsmöglichkeiten und einem zoopädagogischen Konzept rund um das Thema Wald. Ergänzt wird die Anlage durch ein Artenschutzhaus, in dem Besucher mehr über bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten sowie über die Aufgaben moderner Zoos erfahren können. „Dass der Luchs wieder durch Bayerns Wälder streift, macht ihn für mich besonders spannend. Er zeigt, dass Artenschutz nicht irgendwo weit weg stattfindet, sondern direkt vor unserer Haustür“, sagt Zooleiter Michel Vollprich. Der Gedanke, dass irgendwann wieder ein Luchs durch die Wälder rund um Hof streift, ist deshalb keineswegs völlig abwegig. Passend dazu bekommt unser Zootier des Monats am Donnerstag 1. Oktober eine ganz besondere Bühne. Um 19 Uhr ist der Naturfotograf und Autor Berndt Fischer im Zoo Hof zu Gast und stellt sein Buch „Luchs – Schattenwesen und Lichtgestalt“ vor. Fünf Jahre lang hat Fischer wilde Luchse im Bayerischen Wald begleitet. Mit Fotofallen, langen Ansitzen und viel Geduld entstanden außergewöhnliche Aufnahmen und persönliche Geschichten über einzelne Tiere. Sein Buch verbindet diese Erlebnisse und Fotografien mit wissenschaftlichen Informationen über die Lebensweise, Rückkehr und Zukunft des Luchses in Mitteleuropa. Der Vortrag dauert etwa 60 bis 90 Minuten und bietet damit nicht nur beeindruckende Bilder, sondern auch reichlich Gesprächsstoff über eine Tierart, die vielleicht näher vor unserer Haustür steht, als viele Hofer vermuten. Und wer nicht bis zum 1. Oktober warten möchte, kann sich im Zoo Hof schon einmal mit dem Luchs vertraut machen. Hier stehen die Chancen auf eine Sichtung zumindest deutlich besser als bei einer Wanderung durch den Frankenwald.

Tierpark Nürnberg 04.09.2026
Harpyie Domingo ist in den Weltvogelpark Walsrode gezogen
Harpyien (Harpia harpyja) gelten als die stärksten Greifvögel der Welt, doch durch menschliche Aktivitäten geraten sie zunehmend in die Defensive. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg setzt sich für ihren Erhalt ein und koordiniert die Zucht der gefährdeten Art innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP. In diesem Zusammenhang ist das Nürnberger Harpyien-Männchen Domingo in den Weltvogelpark Walsrode umgezogen. Domingo ist 1993 im Tiergarten Nürnberg geschlüpft und lebte hier bis auf zwei Stationen im Zoo Dortmund (1995 bis 2000) und im Grünen Zoo Wuppertal (2005 bis 2014). In Walsrode soll er idealerweise mit Cupcake, einem siebenjährigen Weibchen aus dem US-amerikanischen Zoo Miami, zusammengeführt werden. „Die Idee ist, dass er mit einem blutsfremden Tier züchten kann“, sagt der Kurator für Artenschutz und Forschung im Tiergarten Nürnberg, Dr. Lorenzo von Fersen. Er hat das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Zooverbandes EAZA für die Art aufgebaut und ist seit der Gründung 2025 dessen Koordinator. Harpyien zusammenzuführen ist eine Herausforderung und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Wenn die Tiere nicht harmonieren, kann es zu schweren Auseinandersetzungen kommen, bei denen beide Tiere gefährdet sind. Deswegen werden potenzielle Paare langsam aneinander gewöhnt, indem sie sich zunächst von ihren jeweiligen Gehegen aus durch eine Plexiglasscheibe beobachten können. Erst, wenn sie miteinander interagieren und beispielsweise beginnen, Material für ein Nest zu sammeln, kann eine Zusammenführung versucht werden. Der Weltvogelpark Walsrode hat für Domingo und seine mögliche Partnerin eine ehemalige Voliere für Riesenseeadler entsprechend umgebaut und an die Bedürfnisse der Harpyien angepasst. „Es ist wichtig, dass wir dort, wo die Tiere in Europa zu sehen sind, auch Zuchtmöglichkeiten schaffen“, sagt Lorenzo von Fersen. „Diese Tiere sind Botschafter für die tropischen Regenwälder Mittel- und Südamerikas. Wie viele andere, weniger bekannte Arten sind sie von voranschreitender Abholzung und den unmittelbaren Folgen des Klimawandels massiv betroffen.“ Heiko Janatzek, Kurator des Weltvogelpark Walsrode: „Unser Team freut sich, nun wieder ein Pärchen dieser faszinierenden Vogelart halten zu können. Wir sind gespannt auf die Herausforderung, die beiden miteinander zu vergesellschaften und hoffentlich zur Zucht zu bewegen, um zum Erhalt dieser hochbedrohten und charismatischen Tiere beitragen zu können“, Harpyien sind langlebige Greifvögel und können in menschlicher Obhut ein Alter von mehr als 40 Jahren erreichen: Ihre vergleichsweise langen Fortpflanzungszyklen erschweren es ob der rasanten Zerstörung ihrer Lebensräume, einen stabilen Bestand in der Natur zu bewahren – nur durchschnittlich alle drei Jahre zieht ein Paar ein Jungtier groß, mit etwa sechs Jahren sind die Vögel geschlechtsreif und begeben sich auf Partnersuche. Bisher nur 18 Tiere im Zuchtprogramm Das Ziel des EEP besteht darin, eine sich selbsterhaltende Population aufzubauen, die als Reserve dienen kann, falls die Art in der Natur ausstirbt. Perspektivisch soll das Zuchtbuch alle weltweit in menschlicher Obhut gehaltenen Individuen beinhalten. Das EEP umfasst derzeit 18 Individuen, von denen 8 im Zoo São Paulo leben. Die anderen verteilen sich auf vier europäische Zoos. In Nürnberg und auf seiner Außenstation Gut Mittelbüg leben derzeit fünf der Tiere. Der Tiergarten Nürnberg hält seit 1980 Harpyien. Das damalige Paar kam durch eine Beschlagnahmung aus einer Privathaltung in die Obhut des Zoos. Im Jahr 2023 ist mit Amaya zum ersten Mal seit bis dahin 20 Jahren wieder ein Jungvogel in Nürnberg geschlüpft und erfolgreich groß gezogen worden. Amaya ist für Besucherinnen und Besucher im Bereich der Greifvögel oberhalb der Bartgeiervoliere zu sehen. Hier möchte der Tiergarten mit Unterstützung des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. perspektivisch eine neue Harpyien- Voliere mit Innen- und Außenanlage bauen.

Alpenzoo Innsbruck 04.09.2026
Sie kommen nur in den Alpen vor und sind auf intakte, vielfältige Lebensräume angewiesen: der Zitronenzeisig, die Waldbirkenmaus und die Bayerische Kurzohrmaus gehören zu den seltenen Tierarten, für deren Schutz im bayerisch-tirolerischen Grenzraum neue Maßnahmen entwickelt werden. Unter dem Namen ZiWaCo – Zitronenzeisig, Waldbirkenmaus und Co. haben der Alpenzoo Innsbruck-Tirol, das Land Tirol, der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und die Regierung von Schwaben ein gemeinsames grenzüberschreitendes Schutzprojekt gestartet. Bis Ende 2028 sollen wertvolle Lebensräume des alpinen Offenlands und lichter Waldbereiche untersucht, aufgewertet und langfristig gesichert werden. Das Gesamtbudget des Projekts „BA0100473 – Zitronenzeisig, Waldbirkenmaus und Co. (ZiWaCo) Schutz von Alpen-Endemiten im bayerisch-tirolerischen Grenzraum“ beläuft sich auf rund 822.000 Euro. Es wird zu 75 % (rund 616.000 Euro) durch die Europäische Union im Rahmen des Förderprogramms INTERREG VI-A Bayern-Österreich 2021–2027 kofinanziert. Die Finanzierung des Eigenanteils von 25 % erfolgt durch den LBV, den Alpenzoo Innsbruck-Tirol, das Land Tirol sowie das Bayerische Umweltministerium und den Bayerischen Naturschutzfonds. „Ob Alm in Oberbayern oder Alpe im Allgäu: Die traditionell bewirtschafteten Bergflächen sind wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten“, erläutert Ethelbert Babl von der Regierung von Schwaben. Gerade für Arten, deren weltweite Verbreitung auf die alpinen Gebiete beschränkt oder stark eingegrenzt ist, haben diese Lebensräume eine besondere Bedeutung. Maßnahmen für die Zielarten kommen dabei zahlreichen weiteren Vogel- und Kleinsäugerarten zugute. Zitronenzeisig unter Druck Besonders aufmerksam beobachten die Projektpartner die Entwicklung des Zitronenzeisigs. Für die Finkenart zeichnet sich im bayerischen Projektgebiet derzeit ein deutlicher Rückgang ab, und auch in Tirol konnten deutliche Rückgänge festgestellt werden. „Gemeinsam gehen wir im Projekt den genauen Ursachen für das Verschwinden auf den Grund“, erklärt Florian Lehne von der Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol. „Auf Basis dieser grenzübergreifenden Daten können wir gezielte Schutzmaßnahmen wie die Wiederherstellung nahrungsreicher Offenlandstrukturen und Trittsteinbiotope direkt vor Ort umsetzen.“ Bei den zu untersuchenden Kleinsäugern können die Projektpartner unter anderem auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus einem vorangegangenen Interreg-Projekt des Alpenzoo und des Bayerischen Landesamtes für Umwelt „(BA0200319 – Wir retten eine (fast) unbekannte Art – Das Artenschutzprojekt Bayerische Kurzohrmaus (Microtus bavaricus) in der EZWK 2025-2026)“ aufbauen. „Die daraus gewonnenen Erkenntnisse über die Bayerische Kurzohrmaus wollen wir mit bestehendem Wissen zur Waldbirkenmaus im Alpenraum kombinieren – diese wichtige Datengrundlage werden wir in diesem neuen Projekt für den effektiven Schutz gefährdeter Kleinsäuger in alpinen Lebensräumen einsetzen“, berichtet Nora Weyer, Artenschutzkoordinatorin am Alpenzoo Innsbruck-Tirol. Idealerweise werden von den Maßnahmen auch weitere gefährdete Kleinsäuger profitieren. André Stadler, Direktor vom Alpenzoo erklärt: „Mit dem Projekt ZiWaCo schützen wir seltene Arten und ihre Lebensräume, gemeinsam und über die Grenzen hinweg. So bewahren wir die besondere Vielfalt der Alpen am effektivsten.“ Traditionelle Berglandwirtschaft als Schlüssel zum Artenschutz Eine zentrale Rolle für das Projekt spielt die extensive traditionelle Bewirtschaftung von Almen und Alpen. Sie hält Flächen offen und schafft strukturreiche Übergänge zwischen Wiesen, Weiden und Wald – Lebensräume, in denen viele seltene Arten vorkommen. „Wir freuen uns sehr, dass die Bayerischen Staatsforsten, die Österreichischen Bundesforste und die Alm- und Alpgemeinschaften ihre Unterstützung für das Projekt signalisiert haben“, sagt Michael Schödl, Alpenreferent beim LBV. Gemeinsam mit Grundeigentümern und Bewirtschaftern wollen die Projektpartner klären, welche Maßnahmen bereits geplant sind, wo Handlungsbedarf besteht und welche Unterstützung gewünscht wird. Dabei geht es auch um Herausforderungen durch Klimawandel und veränderte Nutzungsbedingungen. So gewinnt die Wasserversorgung angesichts zunehmender Trockenheit an Bedeutung. Gleichzeitig verbuschen und verwalden offene Flächen zunehmend. Über das Projekt können geeignete Maßnahmen unterstützt und mit bereits laufenden Aktivitäten abgestimmt werden. Gemeinsamer Schutz über Grenzen hinweg Mit einer ersten Arbeitssitzung in der Vogelschutzwarte Garmisch-Partenkirchen wurde das Projekt Anfang September offiziell gestartet. Bereits in der Antragsphase wurden die ZiWaCo-Partner von den nationalen EUREGIO-Geschäftsstellen unterstützt. Zum Auftakt war auch Sabrina Blandau, Geschäftsführerin der EUREGIO Zugspitze-Wetterstein-Karwendel, anwesend. Der grenzüberschreitende Ansatz ist entscheidend: Die Lebensräume und Populationen der Zielarten machen nicht an politischen Grenzen halt – ihre Gefährdung auch nicht. Die Partner aus Bayern und Tirol wollen deshalb Forschung, Monitoring und konkrete Schutzmaßnahmen eng miteinander verzahnen – über die Ländergrenze hinweg.

Tierpark Rheinböllen 03.09.2026
Eine Million Besucher im Tierpark Rheinböllen
Tierpark Rheinböllen begrüßt seinen millionsten Besucher. Eine Zahl mit sechs Nullen: Am 30.08.2026 konnte der Tierpark seinen millionsten Besucher begrüßen. Anna-Lena Englert aus Ellern war gemeinsam mit ihren Söhnen Jona und Paul im Tierpark unterwegs und wurde dabei zum ganz besonderen Jubiläumsgast. Die Familie Englert wurde bereits an der Kasse mit der Neuigkeit überrascht. Vor allem für Anna-Lena war das ein besonderer Moment. Als Jahreskartenbesitzer und regelmäßige Besucher, liegt ihnen der Tierpark sehr am Herzen. „Ich kenne den Park noch aus meiner Kindheit.“, erinnert sich Englert. Die Entwicklungen und Neuerungen der vergangenen Jahre seien sehr schön mit anzusehen. Zu ihrem Besuch erhielten Anna-Lena und ihre Söhne ein Überraschungs-Paket mit Besonderheiten und Leckereien aus dem Tierpark-Shop. Begrüßt wurde der millionste Besucher vom Geschäftsführer Kristof Fröhlich und Astrid Wolff, Leitung Marketing. „Eine Million Besucher, die unseren Park besucht, unsere Tiere erlebt und ihre Zeit bei uns verbracht haben. Eine Million Besuche, hinter denen unzählige Begegnungen, Erlebnisse und Erinnerungen stehen. Das ist für uns vor allem ein Grund, Danke zu sagen. Diese Zahl darf uns stolz machen – vor allem aber ist sie das Ergebnis der Arbeit, die hier jeden Tag von jedem Einzelnen geleistet wird.“, so Fröhlich. Seit der Umbenennung und offiziellen Neuausrichtung am 01.10.2020 hat sich der Tierpark Rheinböllen in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt. Die Tierparkschule wurde um neue Angebote ergänzt und ein eigener Tierparkschul-Bauwagen bietet inzwischen noch mehr Raum für Natur- und Umweltbildung. Auch bei der Infrastruktur hat sich etwas bewegt: In diesem Jahr wurden Wege erneuert und seit Kurzem ist der Tierpark montags bis freitags direkt über die Buslinie 647 im VRM-Netz erreichbar. „Wir haben in diesen knapp sechs Jahren unglaublich viel erreicht – und gleichzeitig noch jede Menge vor.“ erklärt der Geschäftsführer. Im kommenden Jahr steht das 60-jährige Jubiläum des Parks an. Viele neue Ideen stehen schon in den Startlöchern, unter anderem auch eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Artenschutz. Der Tierpark Rheinböllen bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern, die den Park in den vergangenen Jahren besucht und zu dieser besonderen Zahl beigetragen haben.

Zoo Augsburg 03.09.2026
Hoffnung für die Wechselkröte: LBV und Zoo Augsburg wildern Hüpferlinge aus.
Die Wechselkröte ist eine der am stärksten bedrohten Amphibienarten in Bayern, mit nur noch einem Vorkommen in Schwaben. Ehrenamtliche des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz betreuen die Wechselkröte in einem LBV-Schutzgebiet und suchen nach weiteren Vorkommen in Schwaben und Oberbayern. Dabei wurden unzählige Kaulquappen in einem kleinen Gewässer gefunden, das kurz vor der Austrocknung stand. Um die Quappen zu retten, wurden sie teilweise auf andere Gewässer verteilt, aber auch dem Zoo Augsburg zur Aufzucht übergeben. Nun wurden die aus den Kaulquappen hervorgegangen Kröten ausgewildert. Die Wechselkröte ist selten geworden, denn geeigneter Lebensraum und vor allem geeignete Laichgewässer werden immer seltener. Zum Ablaichen bevorzugt die Wechselkröte temporäre kleine Gewässer mit niedrigem Wasserstand. Normalerweise ist sie hier konkurrenzlos, denn es gibt weder Fische noch Libellenlarven. Die Kaulquappen müssen in ihrer Entwicklung schnell sein, denn der Vorteil hat auch einen Nachteil: die Gewässer trocknen schnell aus. Mittlerweile zu schnell, denn die Niederschläge nehmen ab und die Temperaturen sind schon früh im Jahr sehr hoch. Kurz vor der Austrocknung stand auch ein kleines Gewässer, in dem Ehrenamtliche des LBV noch Kaulquappen gefunden und dann zur Rettung entnommen haben. Aufgabe des Zoos Ein Teil dieser Kaulquappen kam mit Genehmigung der zuständigen Behörde Kaulquappen an den Augsburger Zoo, um hier die Kaulquappen aufzuziehen, um sie später als kleine Kröten auszuwildern umso die Überlebenschancen zu steigern. Das Kaulquappen-Stadium ist immerhin die gefährlichste Zeit im Leben einer Wechselkröte. Nachdem sich alle Kaulquappen zu Hüpferlingen entwickelt haben, konnten LBV Augsburg und der Zoo gemeinsam rund 170 Wechselkröten in einem LBV-Schutzgebiet auswildern. Der LBV hat dort vorher neue Verstecke angelegt und den Lebensraum so angepasst, dass möglichst viele der Kröten überleben werden. Der ex-situ-Artenschutz soll auch zukünftig eine wichtige Rolle beim Schutz der Wechselkröte spielen, denn sie wird in den nächsten Jahren auf menschliche Hilfe angewiesen sein. Der LBV wird es schaffen sein Schutzgebiet so zu gestalten, dass die Wechselkröte sich dort wieder zu einer stabilen Population entwickeln kann und sich so das Potential zu einer stärkeren Ausbreitung aufbaut. Und der Zoo verschafft dafür die Zeit, in dem die Population über eine höhere Zahl an Hüpferlingen oder durch Nachzuchten stark gehalten und wieder aufgebaut wird. Nicht nur für die Wechselkröte ist das eine sehr erfolgreiche Kooperation, sondern auch die beiden Organisationen profitieren jeweils von den Stärken des anderen. „Ich freue mich natürlich, wenn wir hier als Zoo unserer Aufgabe gerecht werden,“ sagt Dr. Philipp Wagner, Zoodirektor in Augsburg „denn mir ist durchaus bewusst, wie stark die Wechselkröte und andere heimische Amphibien gerade zurückgehen. Es zeigt für mich aber auch, dass der Schutz im Lebensraum und der Schutz außerhalb der Lebensräume viel stärker kombiniert werden muss, wenn wir in der heutigen Zeit effektiv gegen das anthropogene Artensterben vorgehen wollen.“ Und mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz und dem Zoologischen Garten Augsburg haben sich hier zwei starke Partner gefunden. Das findet auch Günter Hansbauer, Leiter der AG Amphibien des LBV Augsburg: „Natürlich ist es wichtig wieder mehr Lebensraum für die Wechselkröte zu schaffen und diese Lebensräume zu vernetzen. Zur Stabilisierung des letzten Vorkommens ist es aber wichtig, dass auch die Reproduktion gewährleistet ist.“ Auch für Peter Bretschneider ist es ein besonderer Tag: „Ich habe mich in den letzten Wochen täglich um die Kaulquappen gekümmert und freue mich, dass wir als Zoo hier unseren Beitrag leisten können.“ „Auch wir als Stadt Augsburg profitieren von diesem Projekt,“ fügt Frank Pintsch, Umweltreferent der Stadt Augsburg und Aufsichtsratsvorsitzender des Zoos an, „denn auch in Augsburg gab es Vorkommen der Wechselkröte und vielleicht bekommen wir so die Chance diese Art wieder bei uns anzusiedeln. Und als Umweltreferent freue ich mich natürlich, dass es zwei Augsburger Organisationen sind, die hier gemeinsam kooperieren, um einer Art zu helfen.“

Kölner Zoo 03.09.2026
Gekrönte Neuzugänge: Kölner Zoo präsentiert Ostafrikanische Kronenkraniche
Teil der „Zootier des Jahres“-Artenschutzkampagne „Kibo“ und „Mara“ – so heißt das Ostafrikanische Kronenkranichpaar, das im Kölner Zoo zu sehen ist. Der Zoo hat für die elegant gekrönte Kranichart mit dem namensgebenden Kopfgefieder eigens einen neuen Stall im Hippodom gebaut. Dort lebt das Paar zusammen mit Flusspferden, Perlhühnern und Sitatunga-Antilopen – also Tieren, die sie auch aus ihrem ostafrikanischen Ursprungsgebiet kennen. Männchen „Kibo“ – benannt nach dem höchsten Punkt Afrikas als Teil des Kilimandscharo-Massivs – schlüpfte 2019 im Vogelpark Walsrode. Weibchen „Mara, die nach dem kenianischen Serengeti-Gebiet Massai Mara benannt ist, schlüpfte 2025 – ebenfalls in Walsrode. Beide zogen im April 2026 nach Köln. Nach erfolgreicher Quarantäne und behutsamer Eingewöhnung hinter den Kulissen sind sie auch für Gäste zu sehen. „Kibo“ und „Mara“ leben ausgesprochen harmonisch zusammen. Das lässt die Tierpflegerinnen und Tierpfleger voller Zuversicht darauf hoffen, dass sich bald Nachwuchs bei dieser stark bedrohten Kranichart einstellen wird. Glücksbringer in Not Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern und leben in zwei Arten und mehreren Unterarten südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Ostafrikanische Kronenkranich als Wappentier die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen. Vogelbeobachter aus aller Welt reisen nach Afrika, um diesen prächtigen Vogel in seinem natürlichen Lebensraum zu erleben. Nicht zuletzt trägt der Kronenkranich dadurch zum Einkommen vieler afrikanischer Familien bei. Besonders diese charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume gefährdet. Auch der verstärkte Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, die Kollision mit Stromleitungen und die direkte Nachstellung durch den Menschen zum Verzehr von Fleisch und Eiern oder zur Haltung als Dekoobjekte in Haus- oder Hotelgärten tragen dazu bei, dass die Kronenkranichbestände in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgehen. Die Zahl der Kronenkraniche nahm etwa in Ostafrika in den vergangenen 40 Jahren um 80 Prozent ab. In Tansania, gut drei Mal so groß wie Deutschland, leben nur noch ca. 2.000 Vögel. Der Kronenkranich ist „Zootier des Jahres“ Kronenkraniche stehen daher 2026 im Mittelpunkt der bundesweiten „Zootier des Jahres“-Kampagne. Sie wird als Gemeinschaftsinitiative von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ), der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG) und dem Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) durchgeführt. Auch der Kölner Zoo ist als Platinförderer beteiligt und hofft, bald zusätzlich auch einen Erhaltungszucht-Erfolg mit Nachwuchs bei „Kibo“ und „Mara“ verkünden zu können. Gemeinsam mit afrikanischen Projektpartnern will die Artenschutz-Kampagne den wenig im Fokus stehenden Kronichkranichen eine Lobby geben und nachhaltige Schutzprojekte in Tansania und Kenia umsetzen. Schutzprojekt Tansania: Das Projektteam von „Nature Tanzania“ arbeitet mit lokalen Gemeinden zusammen, um nachhaltige Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Durch Naturschutzbildung und einer nachhaltigeren Landwirtschaft mit der Reduzierung von Agrochemikalien sowie dem Schutz und der Neuanpflanzung von Schlafbäumen sollen die Lebensbedingungen von Kranichen verbessert werden. Schutzprojekt Kenia: Das Projektteam „Cranes Conservation Volunteers“ bemüht sich seit zehn Jahren um den Erhalt der Grauen Kronenkraniche und konnte deren Bestandszahlen im Projektgebiet bereits erhöhen. Nun soll ihre Arbeit in Zentralkenia ausgeweitet werden, wofür ein Netzwerk von Freiwilligen aufgebaut wird. Zunächst sollen 20 Kranichschützende ausgebildet und ausgestattet werden.

Zoo Heidelberg 03.09.2026
Erste Untersuchung beim Goldkatzen-Nachwuchs
Die jüngste Goldkatze im Zoo Heidelberg entwickelt sich sehr gut Vergangene Woche untersuchte Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach erstmals das Goldkatzen-Jungtier, das Mitte Juni im Zoo Heidelberg geboren wurde. Nach einem kurzen Gesundheits-Check wurde das Geschlecht bestimmt: Es ist ein Weibchen. Die Tierpfleger haben sich für den Namen „Mei“ entschieden, was auf Chinesisch „schön“ bedeutet. Außerdem erhielt die junge Goldkatze ihre erste Impfung und einen Transponder-Chip. „Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck. Es ist fit, gut ernährt und erscheint sehr gesund“, sagt Dr. Barbara Bach. Bei der Aufzucht hält sich das Zoo-Team weiterhin bewusst zurück. Über Kameras können die Tierpfleger regelmäßig nach den Tieren sehen, ohne Mutter und Jungtier zu stören. Die Goldkatze übernimmt die Versorgung vollständig selbst. „Wir freuen uns sehr über die Entwicklung des Jungtiers und darüber, wie gut die Mutter ihre neue Aufgabe meistert“, sagt Kuratorin und EEP-Koordinatorin Sandra Reichler. Inzwischen wird das Jungtier zunehmend aktiv und verlässt gemeinsam mit seiner Mutter häufiger die Wurfkiste. Dadurch haben Besucher mit etwas Glück die Chance, das junge Weibchen auf der Anlage zu entdecken und erste Erkundungstouren zu beobachten. Die Asiatische Goldkatze ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von Nepal bis Sumatra zunehmend bedroht und gehört in europäischen Zoos zu den seltensten Katzenarten. Der Zoo Heidelberg koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Art. Mit dem aktuellen Nachwuchs leben nun neun Asiatische Goldkatzen in europäischen Zoos, fünf davon im Zoo Heidelberg. Seit 1976 engagiert sich der Zoo in der Haltung und Zucht der Art und hat bereits 28 Jungtiere erfolgreich aufgezogen.

Tierpark Hellabrunn 03.09.2026
Willkommen in Hellabrunn: Mittelamerikanischer Tapir zieht ins Nashornhaus
Der Münchner Tierpark hat eine neue Tierart: Ein männlicher Baird-Tapir, auch Mittelamerikanischer Tapir genannt, ist am vergangenen Dienstag in das Hellabrunner Nashornhaus eingezogen und wird aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt. Die Anlage wurde dafür im Innen- und Außenbereich neugestaltet und bietet künftig Platz für ein Tapir-Paar. Für Besucherinnen und Besucher wird der charismatische Neuzugang voraussichtlich ab Freitag sukzessive zu sehen sein, abhängig vom Verlauf der Eingewöhnung. Baird-Tapire gehören zu den größten Säugetieren Mittelamerikas. Die Tiere können mehr als 300 Kilogramm wiegen. Ihr Fell ist graubraun, zu erkennen sind sie an den weißen Ohrenspitzen. Sie leben in Wäldern, Feuchtgebieten und anderen naturnahen Lebensräumen und ernähren sich vor allem von Blättern, Trieben, Früchten und Wasserpflanzen. Zunächst ist ein männlicher Mittelamerikanischer Tapir in Hellabrunn eingezogen. Perspektivisch soll ein Weibchen aus Amerika nach München kommen. Die Haltung dieser Tapir-Art ist in Europa bislang sehr selten. Neben Hellabrunn ist sie aktuell nur im Zoo Cottbus zu sehen. Die EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) baut derzeit ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) auf, das die Haltung und Zucht der Art innerhalb der europäischen Zoos koordinieren soll. „Wir freuen uns sehr, mit dem Mittelamerikanischen Tapir eine neue Tierart in Hellabrunn begrüßen zu können. Die neue Tapir-Anlage ermöglicht es uns, das Nashornhaus im Sinne des Hellabrunner Masterplans weiterzuentwickeln und den Bereich künftig stärker auf die Geozone Amerika auszurichten. Gleichzeitig zieht mit dem Mittelamerikanischen Tapir eine weitere bedrohte Tierart in Hellabrunn ein. Perspektivisch möchten wir mit der Haltung der Art auch das EEP mit Nachzuchten unterstützen“, so die zuständige Kuratorin Lena Bockreiß. Mit der neuen Haltung möchte Hellabrunn auch auf die Bedrohung der Mittelamerikanischen Tapire und ihrer natürlichen Lebensräume aufmerksam machen: Der Mittelamerikanische Tapir wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Die Gesamtpopulation in Mittelamerika wird auf weniger als 5.500 Tiere geschätzt. Besonders der Verlust und die Zerschneidung ihrer Lebensräume bedrohen die Art. Schutzprojekte, etwa die Überwachung wild lebender Populationen und Forschungsprojekte in Nationalparks, sollen zu ihrem Erhalt beitragen. Auch Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Verena Dietl zeigt sich begeistert vom Neuzugang: „Tapire gehören wirklich zu meinen Lieblingstieren. Deshalb freue ich mich persönlich sehr, dass wir diese besondere und zugleich stark gefährdete Tierart künftig in München zeigen und unseren Besucherinnen und Besuchern näherbringen können.“ Wie alle Tiere in Hellabrunn hat auch der Tapir jederzeit die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Insbesondere während der Eingewöhnungszeit kann es daher sein, dass er nicht immer für die Besucherinnen und Besucher zu sehen ist.

Zoo Leipzig 01.09.2026
Das Abenteuer Feuerland beginnt Spektakuläre Beobachtungen, neue Perspektiven und Artenschutzfokus
Das Tor ist geöffnet, das Abenteuer Feuerland im Zoo Leipzig hat begonnen: Die heute feierlich eröffnete Küsten- und Meereslandschaft nimmt die Besucher mit auf eine Reise an den Pazifik Südamerikas. Mehr als fünf Millionen Liter Wasser füllen das riesige Schwimmbecken, durch das ein mehr als 100 Meter langer Unterwassertunnel führt, der den Gästen spektakuläre 360Grad-Einblicke verspricht. Wer hindurchgeht, taucht mitten ein in die Welt der Robben und Humboldtpinguine. Eine Wellenanlage sorgt für Bewegung im Wasser, während Strandbereiche den Tieren Rückzugs- und Ruheplätze bieten. „Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen“, sagte Zoodirektor Prof. Jörg Junhold, der die Gäste zu den Live-Klängen von „Kling, Klang“ von Keimzeit nach Feuerland führte. Die Eröffnung würdigten zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft sowie der internationalen Zoogemeinschaft. Neben Zoodirektor Prof. Jörg Junhold sprachen unter anderem Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, der Feuerland als „Lebenswerk von Zoodirektor Junhold“ würdigte und als „phänomenale Erfolgsgeschichte und unglaubliche Werbung für Leipzig“ lobte. Christoph Schwitzer, Präsident der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) sprach dem Zoo Leipzig seine Anerkennung aus: „Leipzig setzt Maßstäbe. Feuerland ist mehr als eine neue Tieranlage – es ist ein Symbol, was moderne Zoos sein können und leisten müssen. Hier sieht man, wie Tierwohl, Besucherbedürfnisse, Bildung und Artenschutz Hand in Hand gehen.“ Auch Architekt Peter Rasbach sieht Feuerland mehr als Prozess denn als Bauwerk: „Feuerland ist eine Reise. Die Idee, die Umsetzung und das Erwachen des Lebens. Feuerland wird zum Lebensraum und tritt als Bauwerk in den Hintergrund.“ Der Präsident des Freundes- und Fördervereins des Zoo Leipzig Michael Weichert betonte, dass die Zivilgesellschaft eng an der Seite des Zoos steht und übergab im Rahmen der Eröffnung einen Scheck über 300.000 Euro, womit sich die Unterstützung des Vereins an den Zoo auf 4,8 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren erhöht. Ein Grußwort sprach zudem S.E. Jorge Sandrock, Botschafter der Republik Chile, der die Arbeit des Zoo Leipzig in Chile für den Artenschutz lobte. Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks würdigte den Zoo als Leuchtturm für Tourismus, Fortschritt und Mut in Sachsen. Feuerland will nicht nur faszinieren, sondern auch Wissen vermitteln. Lernstationen, digitale Angebote und filmische Elemente erzählen von der Küstenlandschaft, ihren Bewohnern und den Herausforderungen des Artenschutzes. Insbesondere die Humboldtpinguine stehen dabei im Fokus. Der Zoo Leipzig engagiert sich auch im natürlichen Lebensraum der bedrohten Art für ihren Schutz und fungiert als Erlebnis- und Bildungsbrücke zwischen dem Zoo und der Natur.

Wildpark MV Güstrow 01.09.2026
Wildpark-MV trauert um Braunbär Fred
Fred und Frode sind am 22.01.2004 geboren und kamen aus dem Bärenpark Orsa Björnpark aus Schweden, der seit November 2022 geschlossen ist. Seit Mai 2006 lebte Fred zusammen mit seinem Bruder bei uns im Park. Fred hat durch seinen ausgeglichenen Charakter und seine Gutmütigkeit jeden Pfleger bestechen können. Er war ein absolut friedlicher und freundlicher Bär, der äußerst gemütlich war, was ihm bei den Pflegern den Namen „Balu“ aus dem Dschungelbuch einbrachte. Fred hatte viele liebenswürdige Eigenheiten, die ihn ausmachten. Sein wohl größtes Markenzeichen war seine Liebe zum Wasser, er war eine Wasserratte durch und durch, was ihn deutlich von seinem Bruder Frode unterschied. Ob es das charakteristische Benutzen seines Hinterbeines war, um die „Eisbombe“ darauf ablegen und essen zu können oder seine kleine Rebellion gegen die Tierpfleger wenn diese seinen Frühstücksapfel nicht ganz genau zu ihm warfen. Denn bewegt hat er sich dafür keinen Millimeter. Fred ist am 27.08.2026 von uns gegangen. Innerhalb weniger Tage verschlimmerte sich sein Zustand drastisch und er zog sich schließlich komplett zurück. Lieber Fred, du hinterlässt eine große Lücke bei uns und wirst uns allen schrecklich fehlen!

Naturschutz-Tierpark Görlitz 01.09.2026
Marvin aus Marlow Neuer Partner für Singschwänin im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Nach dem überraschenden Tod ihres langjährigen Partners im Juni ist die Singschwänin im Görlitzer Tierpark wieder in Gesellschaft: Der junge Singschwanenrich „Marvin“ ist eingezogen – und die Chemie zwischen den beiden stimmt bereits. „Singschwäne werden nur in wenigen Zoos gehalten und gezüchtet. Umso glücklicher waren wir, als wir im Vogelpark Marlow fündig geworden sind. Dort stand ein junger Schwanenrich aus dem vergangenen Jahr, zur Abgabe“, berichtet Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer. Mit seinem gerade gehaltenen Hals sowie der gelben Wachshaut und Schnabelbasis ist der Singschwan gut vom bekannten Höckerschwan zu unterscheiden. Und auch akustisch macht er seinem Namen alle Ehre: Singschwäne sind ausgesprochen ruffreudig und verfügen über ein vielfältiges Stimmrepertoire. Beim Fliegen sind sie dagegen erstaunlich leise – ihre Flügel verursachen kaum hörbare Geräusche. Ursprünglich sind Singschwäne in den Taigagebieten Osteuropas und Sibiriens beheimatet. Inzwischen gibt es auch weiter südlich kleine Brutpopulationen, unter anderem in der Lausitz. Auf Nachwuchs müssen sich die Tierparkbesucher allerdings noch gedulden. Marvin ist mit einem Jahr noch jung: Singschwäne werden in der Regel erst mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif. Bis dahin haben die beiden also reichlich Zeit, sich noch besser kennenzulernen.

Zoo Zürich 01.09.2026
GESTALTUNGSPLAN FÜR DEN ZOO DER ZUKUNFT
Der Zoo Zürich entwickelt sich bis ins Jahr 2050 Schritt für Schritt zum Zoo der Zukunft. Um den angestrebten Fortschritt im Natur- und Artenschutz zu erreichen, ist eine neue planungsrechtliche Grundlage notwendig – beispielsweise für einen modernen und artgerechten Lebensraum der Orang-Utans. Um die Verkehrssituation zu verbessern, die Strassenräume aufzuwerten und die Biodiversität zu fördern, soll die Parkierung in einer unterirdischen Parkierungsanlage gebündelt werden. Der hierfür erarbeitete neue kantonale Gestaltungsplan liegt ab heute 1. September 2026 öffentlich auf. Der aktuelle Gestaltungsplan des Zoo Zürich stammt aus dem Jahr 1996 und wurde seither mehrmals punktuell angepasst. Für die bis ins Jahr 2050 geplante Weiterentwicklung zum Zoo der Zukunft (zoo.ch/zukunft) ist eine neue planungsrechtliche Grundlage notwendig. Zukünftig soll der rund 27 Hektar grosse Zoo aus insgesamt elf Lebensräumen bestehen, die stellvertretend für das Naturschutzengagement des Zoos in den natürlichen Habitaten stehen. Jeder Lebensraum soll neue Standards in der Tierhaltung setzen, dem Erhalt von bedrohten Tierarten dienen und den Gästen ein bleibendes Erlebnis in der Tierwelt ermöglichen, wodurch sie für den Schutz der weltweiten Artenvielfalt sensibilisiert werden. Aktuell entsteht das Pantanal Feuchtgebiet für die bedrohte südamerikanische Tierwelt. Der Ndoki Wald soll bedrohten afrikanischen Arten, wie den Westlichen Flachlandgorillas, einen naturnahen Lebensraum mit Klettermöglichkeiten auf echten Bäumen bieten. Als weitere Lebensräume sind der Sumatra Regenwald unter anderem für Orang-Utans sowie eine Meeresküste für Pinguine vorgesehen (vgl. separate Hintergrundinformationen zum Zoo der Zukunft im Anhang). Moderner, wissenschaftlich geführter Zoo Vor diesem Hintergrund hat der Zoo Zürich zusammen mit der Baudirektion des Kantons Zürich als festsetzender Behörde und der Stadt Zürich als Standortgemeinde den neuen kantonalen Gestaltungsplan erarbeitet. Die Federführung lag beim Amt für Raumentwicklung der Baudirektion. «Wir wollen weiterhin unsere Gäste für den Schutz der Biodiversität begeistern und als Aushängeschild einer modernen und wissenschaftlich geführten zoologischen Institution zum Natur- und Artenschutz beitragen. Um dies zu erreichen, muss sich der Zoo im Hinblick auf seine Tierhaltung weiterentwickeln können. Für die Realisierung der geplanten neuen Lebensräume unseres Entwicklungsplans 2050 sind wir deshalb auf einen verbindlichen neuen Gestaltungsplans angewiesen», betont Zoodirektor Severin Dressen. Solide Grundlage für die bauliche Weiterentwicklung des Zoos «Aufgrund der grossen Bedeutung des Zoos als Freizeiteinrichtung mit schweizweiter Ausstrahlung ist es der Baudirektion des Kantons Zürich ein wichtiges Anliegen, eine koordinierte und qualitativ hochstehende räumliche Entwicklung sicherzustellen», sagt Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom. Als federführende Behörde hat die Baudirektion den Gestaltungsplan umfassend geprüft – vom Ortsbild- und Landschaftsschutz über den Gewässerschutz und die Archäologie bis hin zur Umweltverträglichkeit und den Auswirkungen auf das Quartier. «Es freut mich, dass wir mit dem Gestaltungsplan eine solide Grundlage für die bauliche Weiterentwicklung des Zoos schaffen konnten», ergänzt Neukom. Was ist ein kantonaler Gestaltungsplan? Ein kantonaler Gestaltungsplan ist ein planungsrechtliches Instrument, mit dem der Kanton Zürich Bau- und Nutzungsregeln für Projekte von kantonaler oder regionaler Bedeutung festlegt. Er ermöglicht die Realisierung komplexer Bauvorhaben, die im kantonalen oder regionalen Richtplan vorgesehen sind, wie beispielsweise der Bau von Spitälern, Mittelschulen oder bedeutenden Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Der kantonale Gestaltungsplan legt verbindlich fest, wie ein Gebiet bebaut, genutzt und erschlossen werden darf, und kann dabei von kommunalen Bau- und Zonenordnungen abweichen. Damit schafft er die rechtliche Grundlage für Projekte, die überkommunale Interessen betreffen und besondere Anforderungen an Raum und Umwelt stellen. Verbesserung der bisherigen Verkehrssituation Der Gestaltungsplan beinhaltet ebenfalls die planungsrechtliche Grundlage für die Verbesserung der bisherigen Verkehrssituation rund um den Zoo. Der Zoo unternimmt seit Jahren grosse Anstrengungen, um die Anreise seiner Gäste auf den Zürichberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern. Als Freizeiteinrichtung mit schweizweiter Ausstrahlung wird aber auch in Zukunft ein Teil der Zoogäste mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) anreisen. Das dem neuen Gestaltungsplan zugrunde liegende Fahrtenmodell verpflichtet den Zoo künftig, die Zahl der An- und Abfahrten auch mit den angestrebten Entwicklungen zu regulieren, so wie es bei grossflächigen Bauvorhaben üblich ist. Zusätzlich zu der im neuen Gestaltungsplan festgehaltenen absoluten Anzahl Fahrten zu und vom Zoo Zürich verabschiedete der Zürcher Stadtrat bereits im Jahr 2022 ein «Verkehrskonzept Zoo», um unter anderem den Suchverkehr im Quartier zu reduzieren. Erarbeitet wurde es durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit der Dienstabteilung Verkehr (DAV), den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ), Vertreter*innen aus den Quartieren Fluntern, Hottingen und Schwamendingen sowie dem Zoo Zürich. Unterirdische Parkierungsanlage für mehr Lebensqualität im Quartier Ein bedeutendes Element des Verkehrskonzepts ist die Bündelung der Parkierung an einem zentralen Ort. Heute verteilen sich die etwa 1200 Parkplätze für Zoogäste rund um den Zoo und auch in den angrenzenden Quartieren. Geplant ist, dass diese oberirdischen Parkplätze aufgehoben und in eine neue Parkierungsanlage unter dem bereits bestehenden ASVZ-Sportplatz Fluntern verlegt werden. So können Autoabstellplätze auf einer Fläche von rund 1.5 Hektar zwischen der jetzigen Tramendhaltestelle und dem Zooeingang aufgehoben werden. «Das ermöglicht uns, Strassenräume umzugestalten, aufzuwerten und zu entsiegeln», sagt Stadträtin Simone Brander, «und das Quartier wird vom heutigen Autoverkehr befreit». Förderung der Biodiversität Im Bereich des heutigen Parkplatzes vor dem Masoala Regenwald entsteht zudem ein öffentlich zugängliches Naturareal, das die Lebensqualität für die Anwohner*innen des Zoos steigert. Die renaturierten Bereiche verbessern die lokale Biodiversität durch die Förderung von Lebensräumen für bedrohte einheimische Tierarten wie die Haselmaus, den Grauspecht, den Feuersalamander und verschiedene Insekten. Mit der Aufhebung der oberirdischen Parkplätze wäre ausserdem eine Verlängerung der Tramlinie bis zur Bergstation der geplanten Zooseilbahn möglich und damit ein Anschluss der Seilbahn ans städtische ÖV-Netz. Für mehr Qualität in der Zukunft Am 1. September 2026 beginnt die öffentliche Auflage des überarbeiteten kantonalen Gestaltungsplans. Die Baudirektion des Kantons Zürich wird allfällige Einwendungen prüfen und anschliessend den Gestaltungsplan festsetzen. Parallel dazu erfordert die Parkierungsanlage einen politischen Prozess in der Stadt Zürich, da sie auf einer städtischen Parzelle zu liegen kommt. Der Abschluss des hierfür nötigen Baurechtsvertrags wird vom Stadtrat unterstützt. Definitiv wird darüber der Gemeinderat entscheiden. «Mit der Festsetzung des neuen kantonalen Gestaltungsplans für den Zoo Zürich werden die Grundlagen für den weltweiten Schutz der Artenvielfalt, eine Tierhaltung auf höchstem Niveau, einen international führenden Zoo in Zürich und eine nachhaltige Entlastung für die Nachbarschaft geschaffen», erklärt Severin Dressen. «Nun freuen wir uns darauf, gemeinsam mit der Politik und der Bevölkerung den Zoo der Zukunft zu realisieren.»

Tierpark Berlin 01.09.2026
Ausgezeichnete Ausbildung bei Zoo und Tierpark Berlin – Zoologische Gärten Berlin gehören zur Spitze – IHK-Siegel für Ausbildungsexzellenz würdigt Engagement beider zoologischer Einrichtungen
Die Zoologischer Garten Berlin AG und die Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH gehören zu den besten Ausbildungsbetrieben Berlins. Beide Unternehmen wurden mit dem IHK-Siegel für Ausbildungsexzellenz ausgezeichnet und dürfen das Siegel für die kommenden drei Jahre führen. Damit würdigt die Industrie- und Handelskammer Berlin Unternehmen, die sich in besonderem Maße für eine hochwertige und zukunftsorientierte Berufsausbildung engagieren. Von rund 4.500 Ausbildungsbetrieben in Berlin tragen derzeit etwa 70 Unternehmen das Exzellenzsiegel. Zoo und Tierpark Berlin gehören damit zu den obersten rund 1,5 Prozent der Berliner Ausbildungsbetriebe. „Mit dem IHK-Siegel für Ausbildungsexzellenz zeichnen wir Unternehmen aus, die sich in besonderem Maße für die Qualität ihrer Ausbildung engagieren. Eine gute Ausbildung braucht mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Sie braucht engagierte Ausbilderinnen und Ausbilder, gute Rahmenbedingungen und die Bereitschaft, jungen Menschen Verantwortung und Perspektiven zu geben. Dass Zoo und Tierpark Berlin zu den ausgezeichneten Betrieben in Berlin gehören, unterstreicht die hohe Qualität ihres Ausbildungsengagements“, so Jan Pörksen, Geschäftsführer Bildung & Beruf der IHK Berlin. Die Ausbildung in der Tierpflege hat in Berlin eine besondere Tradition. So legte der Tierpark Berlin bereits in den 1950er Jahren wichtige Grundlagen für das Berufsbild der Zootierpflege. „Professor Heinrich Dathe hat früh erkannt, dass gute Tierpflege nicht allein auf Erfahrung und Leidenschaft beruht, sondern eine qualifizierte Ausbildung und hohe fachliche Standards braucht“, sagt Michael Horn, Ausbilder und Obertierpfleger im Tierpark Berlin. „Diesen Gedanken führen wir heute weiter. Wir geben Wissen und Erfahrung an die nächste Generation weiter und entwickeln den Beruf zugleich stetig weiter, dabei steht immer das Tierwohl im Mittelpunkt.“ Heute verbindet die Ausbildung bei Zoo und Tierpark Berlin diese lange Tradition mit den Anforderungen einer modernen zoologischen Einrichtung. Die Auszubildenden lernen unterschiedliche Tierarten und Reviere kennen und verbinden theoretisches Wissen unmittelbar mit praktischer Erfahrung. Dabei geht es längst nicht nur um die tägliche Versorgung der Tiere. Auch Tierverhalten, Beschäftigung, die Gestaltung von Lebensräumen und die Zusammenarbeit mit Tierärzt*innen und anderen Fachabteilungen gehören zum Ausbildungsalltag. „Ausbildung ist bei uns echte Teamarbeit“, betont Marco König, Ausbilder und Obertierpfleger im Zoo Berlin. „In jedem Revier arbeiten mehrere Kolleginnen und Kollegen gemeinsam daran, unseren Auszubildenden Wissen und praktische Fähigkeiten zu vermitteln. Dabei profitieren die Nachwuchskräfte nicht nur von der Erfahrung ihrer direkten Ausbilder, sondern vom Wissen des gesamten Teams. Der Austausch zwischen Zoo und Tierpark erweitert diesen Erfahrungsschatz noch einmal.“ Allein im Zoo Berlin sind in den sieben Revieren jeweils mehrere Mitarbeitende mit der Ausbildung betraut. Insgesamt engagieren sich dort mehr als 30 Mitarbeitende regelmäßig in der praktischen Ausbildung des Nachwuchses. Durch den Austausch mit dem Tierpark erhalten die Auszubildenden zudem die Möglichkeit, weitere Tierarten und unterschiedliche Haltungsbereiche kennenzulernen. Es gibt europaweit keine zoologische Einrichtung, in der Auszubildende in der Tierpflege ein so breites Spektrum kennenlernen können. „Dass Zoo und Tierpark mit dem IHK-Siegel für Ausbildungsexzellenz ausgezeichnet werden, ist eine Anerkennung für all diejenigen, die sich tagtäglich um unsere Auszubildenden kümmern und ihnen Wissen und praktische Erfahrung mit auf den Weg geben“, sagt Adriane Simaitis, Leiterin Personal der Zoologischer Garten Berlin AG. „In der Qualität unserer Ausbildung spiegelt sich auch die starke Verbindung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unseren Einrichtungen wider. Unsere Fluktuationsrate liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt.“ Auch 2026 wird bei Zoo und Tierpark Berlin wieder ausgebildet. Zum 1. September 2026 werden insgesamt 8 neue Auszubildende in den beiden Einrichtungen willkommen geheißen. Bewerbungen für die Ausbildung in der Tierpflege mit Start im September 2027 sind noch bis zum 15. Oktober 2026 möglich.

Tierpark Dessau 01.09.2026
Trauer um Amurkatze
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks Dessau trauern um Amurkatzenkater CHARLY. Er schlief am 23. August friedlich ein. Trotz schneller veterinärmedizinischer Hilfe durch den betreuenden Tierarzt konnte dem Tier nicht mehr geholfen werden. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde er in das Landesuntersuchungsamt nach Stendal eingeschickt. Der Zwischenbefund ergab eine starke Veränderung der Leber, die nun noch weitere Untersuchungen nach sich zieht. CHARLY kam am 1. Mai 2020 zur Welt. Da ihn seine Mutter nicht annahm, kümmerten sich die beiden Raubtierpflegerinnen Konstanze Thomas und Sabine Werner um seine Aufzucht. In ihrer Obhut wuchs und gedieh der kleine Kater zu einem stattlichen Tier heran. Er war stehts der stille Beobachter der Besucher in seiner Anlage am Philosophenweg und gleichzeitig ein kleiner Publikumsliebling der nicht nur die Herzen der Besucherinnen und Besucher eroberte, sondern auch Einzug in das Tierparkheftchen von Roland Böhme fand. Im Heft 1, welches 2025 veröffentlicht wurde, ist seine ganze Aufzuchtgeschichte nachzulesen.

Zoo Duisburg 01.09.2026
Nagetier mit Charme: Neuer tierischer Bewohner im Zoo Duisburg eingezogen Mit dem Aguti beherbergt der Zoo nun eine weitere Tierart.
Ein Schwarzrückenaguti-Männchen ist aus dem Zoo Leipzig in den Zoo Duisburg eingezogen. Das südamerikanische Nagetier erkundet bereits neugierig sein neues Zuhause und sorgt damit für eine besondere Attraktion für die Besucherinnen und Besucher des Zoo Duisburg. In Gesellschaft mit dem Gürteltier ist es ab sofort in der Anlage gegenüber den Seekühen im Rio Negro zu sehen. Für den Einzug wurde die Anlage entsprechend den Bedürfnissen des Tiers gestaltet. Verschiedene Versteckmöglichkeiten, natürliche Strukturen und Bereiche zur Futtersuche bieten dem Aguti Abwechslung und fördern das natürliche Verhalten. Der tagaktive Nager ist mit den Meerschweinchen verwandt, lebt aber anders als seine Verwandten als Einzelgänger. Mit ihrem kompakten Körperbau, den kräftigen Hinterbeinen und ihrem dunklen Rücken sind die Tiere gut an das Leben am Waldboden angepasst. Dort suchen sie unter anderem nach Früchten, Samen und anderer pflanzlicher Nahrung. Sie legen Vorräte an, indem sie beispielsweise Nüsse vergraben, und tragen so, wie unsere heimischen Eichhörnchen, zum Erhalt der Wälder bei. Verbreitung nimmt dank Zucht zu Wie alle Agutis, kommt auch das Schwarzrückenaguti nur in Südamerika vor. Es lebt vorrangig in Nordost-Brasilien südlich des Amazonas und östlich des Rio Tocantins. Zu seinem Lebensraum zählen Laubwälder und Busch, sowie Regenwälder entlang der Küste. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von rund 60 Zentimetern bei einem Gewicht von bis zu etwa 4,2 Kilogramm.

Zoo Magdeburg 31.08.2026
Löwin nach umfassendem Gesundheitscheck wohlauf Spezialisiertes Zahnröntgen bestätigt gesundes Gebiss
Die 13-jährige Löwin des Zoos Magdeburg wurde im August für eine umfassende tiermedizinische Untersuchung in Narkose gelegt. Anlass waren die Überprüfung ihrer Zahngesundheit und eine allgemeine Kontrolle ihres Gesundheitszustandes. Die Narkose wurde von Zootierärztin Anna Hauffe durchgeführt. Unterstützt wurde das Magdeburger Zooteam von externen Fachleuten auf dem Gebiet der Veterinärzahnmedizin. Diese brachten spezielle zahnmedizinische Röntgengeräte mit, die eine hochauflösende und gezielte Darstellung jedes einzelnen Zahnes einschließlich seiner Wurzeln ermöglichten. Die Aufnahmen wurden daher nicht mit dem gewöhnlichen Röntgengerät des Zoos angefertigt. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen das vollständige Gebiss sowie eine auffällige Schwellung des Zahnfleisches. Mithilfe der spezialisierten Technik konnten detaillierte Röntgenaufnahmen sämtlicher Zähne erstellt und mögliche Veränderungen unterhalb des sichtbaren Zahnfleischrandes überprüft werden. Das Ergebnis war erfreulich: Alle Zähne der Löwin sind gesund. Ein Zahn musste nicht entfernt werden. Zur weiteren Abklärung der Zahnfleischschwellung wurde während der Narkose eine Gewebeprobe entnommen und anschließend im Labor untersucht. Die inzwischen vorliegenden und ausgewerteten Befunde zeigen eine gutartige Wucherung. Beeinträchtigungen der Löwin sind dadurch nicht zu erwarten. „Bei einer älteren Löwin ist es besonders wichtig, Veränderungen frühzeitig und umfassend abzuklären. Dass alle Zähne gesund sind und sich auch die auffällige Schwellung als gutartig erwiesen hat, ist ein sehr beruhigendes Ergebnis. Durch die Unterstützung der externen Spezialisten und den Einsatz der besonderen Zahnröntgentechnik konnten wir das gesamte Gebiss äußerst präzise beurteilen, wir bedanken uns bei den Kollegen ausdrücklich“, erklärt Zootierärztin Anna Hauffe. Die Untersuchung bot zugleich eine besondere Lernmöglichkeit für die Auszubildenden des Zoos. Unter fachlicher Anleitung konnten sie miterleben, welche Vorbereitungen bei der Narkose eines gefährlichen Tieres erforderlich sind, wie das narkotisierte Tier während der Untersuchung gesichert wird und wie Tiermedizin, Tierpflege und externe Fachleute dabei zusammenarbeiten und wie wichtig ein gut angeleitetes Team in solchen Situationen ist. Der praktische Einblick in einen solchen Einsatz ist ein wichtiger Bestandteil einer fundierten zoologischen Ausbildung.

Zoo Duisburg 28.08.2026
Kleine Entdeckerin auf vier Pfoten: Wildkatzen-Jungtier am Kaiserberg geboren
Mitte März erblickte eine kleine Wildkatze das Licht der Welt. Der Zoo Duisburg beteiligt sich an Auswilderungsprojekten. Bereits am 26. März wurde ein weibliches Wildkatzen-Jungtier im Zoo Duisburg geboren. Wie alle Katzen kommen auch Wildkatzen blind und taub zur Welt, erst nach wenigen Tagen öffnen sie das erste Mal ihre Augen. In dieser kritischen Zeit brauchten Mutter und Kitten viel Ruhe. Revierleiter Mike Kirschner beschreibt sie als zurückhaltendes Tier, das sich gerne in der Anlage versteckt – so, wie es für Wildkatzen üblich ist. Mit Glück und etwas Geduld können Besucherinnen und Besucher des Zoos das Jungtier jetzt entdecken. Zoo unterstützt Projekt zur Auswilderung von Wildkatzen Erst im vergangenen Jahr stellte der Zoo Duisburg 16 seiner Wildkatzen für Ansiedlungen im ursprünglichen Lebensraum bereit. Seit 2023 wildert die Organisation ‚Saving Wildcats‘ zoogeborene Tiere in einem Naturreservat aus.In den schottischen Highlands wurden im vergangenen Jahr zoogeborene Wildkatzen in die Wildbahn entlassen mit dem Ziel, die Art vor dem Aussterben zu schützen. Einst war die Wildkatze, die häufig auch ‚Highland Tiger‘ genannt wird, in ganz Großbritannien verbreitet. Lebensraumverlust und die Jagd setzten den Beständen drastisch zu. Schätzungen gehen davon aus, dass im besten Fall nur noch wenige hundert Tiere in der Wildbahn Großbritanniens leben – in Südengland sind die Räuber bereits ausgestorben.

Tiergarten Schönbrunn 28.08.2026
Schönbrunner Koalas testen Eukalyptus aus der Steiermark
Im Tiergarten Schönbrunn stehen täglich frische Eukalyptusblätter auf dem Speiseplan der beiden Koalas. Um die Versorgung der Tiere künftig regionaler und damit ressourcenschonender zu gestalten, hat die Firma Frutura in Zusammenarbeit mit dem Tiergarten im Frühjahr 2026 einen Testbetrieb mit selbst gezogenen Eukalyptuspflanzen gestartet. In Stainz bei Straden wachsen die Eukalyptuspflanzen in Töpfen in Gewächshäusern, in Bad Blumau werden sie in Folientunneln direkt im Mutterboden kultiviert. Bislang bezieht der Tiergarten einen Teil des Eukalyptus aus Belgien und Großbritannien. Langfristig sollen diese Importe durch regionale Produktion ersetzt und damit die Transportwege deutlich verkürzt werden. „Wir setzen bei all unseren Futtermitteln auf Nachhaltigkeit und Regionalität, vom Fleisch für unsere Raubkatzen über den Bambus für unsere Pandas aus dem Burgenland bis hin zum Eukalyptus für unsere Koalas. Bereits jetzt beziehen wir einen Teil unseres Eukalyptus aus Simmering. Das soll auch weiterhin so bleiben. Mit zusätzlichem steirischen Eukalyptus könnten wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen“, erläutert Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Aktuell befindet sich die Zusammenarbeit von Frutura und dem Tiergarten noch in der Testphase. Bei den Koalas kam die erste Testlieferung des steirischen Eukalyptus jedenfalls gut an. Jedes der beiden Schönbrunner Tiere frisst täglich etwa 300 bis 500 Gramm Eukalyptus, wobei längst nicht jeder Trieb ihren Geschmack trifft. „Koalas sind richtige Eukalyptus-Kenner. Vor allem junge Triebe werden gefressen, da diese weniger ätherische Öle und giftige Substanzen enthalten. Die Tiere haben auch individuelle Vorlieben. Von den über 600 bekannten Eukalyptusarten nehmen sie bei Weitem nicht alle an. In Australien finden Koalas in ihren Territorien in der Regel nur vier bis fünf fressbare Arten. Wir bieten ihnen im Tiergarten bewusst mehr als 30 Arten an, damit die Tiere selber auswählen können, was sie fressen“, so Dr. Eveline Dungl, zoologische Kuratorin im Tiergarten. Auch beim Anbau in der Steiermark setzt Frutura auf Vielfalt. Geschäftsführer Manfred Hohensinner: „An unseren beiden Standorten ziehen wir derzeit mehr als 1.200 Pflanzen aus 25 verschiedenen Eukalyptusarten auf. So wie es unser Anspruch ist, die geschmackvollsten Tomaten Österreichs zu produzieren, wollen wir auch den geschmackvollsten Eukalyptus kultivieren.“

Alpenzoo Innsbruck 28.08.2026
Hoppeln, flitzen und entdecken: Nachwuchs bei den Zwergkaninchen
Nach dem zahlreichen Nachwuchs der vergangenen Wochen bei den Wildkatzen, Schmutzgeiern und Enten gibt es nun auch am Bauernhof im Alpenzoo wieder Grund zur Freude: Im Gehege der Zwergkaninchen wuselt es derzeit nur so vor Nachwuchs. Mitten im Bauernhof gelegen, ist das Gehege derzeit ein besonders lebendiger Ort. Die kleinen Zwergkaninchen sind eifrig dabei, ihre Umgebung zu erkunden. Neugierig hoppeln sie durch das Gehege, flitzen umher und sind dabei kaum zu bremsen. Wer genau hinschaut, kann die kleinen Nager bei ihren ersten Erkundungstouren beobachten oder sieht sie ganz entspannt bei einem Schläfchen nahe ihrer Mama. Wer in den nächsten Tagen einen Besuch im Alpenzoo plant, sollte daher unbedingt einen Abstecher zum Bauernhof machen. Mit etwas Glück lassen sich dort die kleinen Zwergkaninchen bei ihren Abenteuern beobachten.

Tierpark Hagenbeck 27.08.2026
Hagenbecks Wahrzeichen ist zurück
Nachbau des Historischen Jugendstil-Tores feierlich eröffnet Ein Stück Hamburger Stadt- und Kulturgeschichte kehrt an seinen ursprünglichen Ort zurück. Das Historische Jugendstil-Tor des Tierpark Hagenbeck wurde heute feierlich eröffnet. Nach rund 15 Monaten intensiver Bauzeit ist der originalgetreue Nachbau des einstigen Eingangsportals fertiggestellt. Besucher können das traditionsreiche Wahrzeichen somit erstmals wieder durchschreiten. „Der Neubau erfolgte nach jahrelanger, detaillierter Planung und unter strengen Auflagen des Denkmalschutzamtes. Fachfirmen aus ganz Deutschland waren an der aufwendigen Rekonstruktion beteiligt“, erklärt Hagenbeck Geschäftsführer Walter Wolters. Zur Eröffnung waren neben der Geschäftsführung des Tierparks auch zahlreiche geladene Gäste vor Ort. Ein besonderer Moment der Eröffnung war das feierliche Durchschneiden des roten Bandes durch Christa Tiedemann, Erste Vorsitzende des Vereins der Freunde des Tierparks Hagenbeck e. V. Damit gab sie das historische Tor offiziell für die Öffentlichkeit frei. Der Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck hat die Rekonstruktion finanziell ermöglicht. Die Historie des Tores wird auf einem eigens für den Neubau angefertigten Schild dargestellt. „Dass wir ein Stück Hagenbeck und somit ein Stück Hamburg heute wiedereröffnen können, erfüllt uns mit großer Freude und auch mit Stolz. Mein besonderer Dank gilt allen, die mit großem Fachwissen, viel Engagement und Liebe zum Detail dazu beigetragen haben, dieses historische Wahrzeichen wieder zum Leben zu erwecken“, so Dr. Guido Westhoff Geschäftsführer des Tierpark Hagenbeck. Mit der feierlichen Eröffnung ist das Historische Jugendstil-Tor nun wieder Teil des täglichen Hagenbeck-Erlebnisses und auch für kommende Generationen erlebbar.

Kölner Zoo 27.08.2026
Eine der seltensten Primatenarten der Erde: Bartaffen-Jungtier im Kölner Zoo
Nachwuchs bei den Bartaffen im Urwaldhaus des Kölner Zoos: Die 16-jährige „Indira“ hat hier vor acht Monaten ein weibliches Jungtier zur Welt gebracht. „Indiras“ erster Nachwuchs wurde von den Tierpflegerinnen und -pflegern auf den Namen „Priya“ getauft, was so viel wie „die Liebe“ oder „die Teure“ bedeutet. Mutter „Indira“ kam Ende 2023 aus Großbritannien nach Köln. Vater ist der 15-jährige „Obi“, der aus dem Lissaboner Zoo an den Rhein kam. Die Kölner Bartaffengruppe umfasst damit nun sechs Tiere in der Zuchtgruppe. Neben „Obi“, „Indira“ und dem neuen Nachwuchs leben noch die 17-jährige „Medini“, ihre vierjährige Tochter „Mayuri“ sowie ihr zweijähriger Sohn „Paddy“ auf der Anlage. Hinzukommt eine 4-köpfige Bachelorgruppe, die nur vorübergehend im Kölner Zoo zu Hause ist. „Es ist hocherfreulich, dass die bislang noch kinderlose ‚Indira‘ hier in Köln Nachwuchs bekommen hat. Bartaffen sind stark bedroht. Es ist wichtig, dass ‚Indira‘ mit ihrem Jungtier für einen stabilen Bestand der Reservepopulation sorgt“, erklärt Dr. Johanna Rode-White, Kuratorin im Kölner Zoo und Leiterin des Europäischen Erhaltungsprogramms für Bartaffen. Kölner Zoo koordiniert das Erhaltungszuchtprogramm Bartaffen zählen zur Gattung der Makaken. Ihre Ursprungsregion ist Südwest-Indien. Die Art ist stark bedroht: Lebensraumzerstörung, Wilderei und der Straßenverkehr machen ihr schwer zu schaffen. Nur noch 2.500 ausgewachsene Tiere werden laut Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN in ihrem Heimatgebiet vermutet. Bartaffen pflanzen sich aufgrund später Geschlechtsreife und langen Geburtsintervallen nur langsam fort. Somit erholen sich dezimierte Populationen leider schlecht. Der Kölner Zoo setzt sich besonders für die Bewahrung von Bartaffen ein, denn der Zoo führt schon lange das international koordinierte Erhaltungsprogramm für diese Art. Bartaffen leben in größeren Gruppen, die sich im Freiland aus einigen Männchen und vielen Weibchen zusammensetzen. Das Fell der Bartaffen ist schwarz. Herausragendes und namensgebendes Merkmal ist die silberweiße Mähne rund um Kopf, Wangen und Kinn. Mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 60 Zentimetern zählen Bartaffen zu den kleineren Makaken, wobei die Männchen zwischen fünf und 15, Weibchen zwischen vier und neun Kilogramm wiegen. Bartaffen ernähren sich in erster Linie von Früchten. Zusätzlich fressen sie Blätter, Knospen, Insekten und kleine Wirbeltiere. Pate werden, Zoo unterstützten Bartaffen und viele weitere Tiere freuen sich über neue Paten. Im Onlineshop unter www.koelnerzoo.de einfach und unkompliziert buchbar – auch als Geschenk immer eine „tierisch“ schöne Idee.

Zoo Landau in der Pfalz 26.08.2026
Tiger MANU zieht nach Landau: Vorsichtiges Kennenlernen mit DARIA im Zoo
Zoologische Gärten sind auf vielfältige Weise vernetzt, unter anderem im Rahmen der Europäischen Ex-situ-Erhaltungszucht-Programme (EEPs). Diese haben zum Ziel, genetisch vielfältige, stabile und verhaltensintakte Reservepopulationen besonders bedrohter Tierarten in Menschenobhut aufzubauen und langfristig zu erhalten. So besteht nun die Hoffnung auf eine „Win-Win-Situation“ für den Tiergarten Nürnberg und den Zoo Landau in der Pfalz. Der Sibirische Tigerkater MANU zog jüngst in die Südpfalz, um hier ein neues Zuhause zu finden. Im Tiergarten Nürnberg soll in Zukunft die Zucht der Asiatischen Löwen priorisiert werden, weshalb die der Sibirischen Tiger vorerst pausiert wird. Im Zoo Landau lebt derzeit die Tigerkatze DARIA als Einzeltier. Prinzipiell kein Problem, da Sibirische Tiger, die größten noch überlebenden Großkatzen der Welt, eigentlich Einzelgänger sind. Im natürlichen Lebensraum finden sie sich nur zur Paarung zusammen. Die einzige längere soziale Verbindung besteht zwischen Mutterkatze und Jungtieren, bis diese geschlechtsreif werden. „Im geschützten Umfeld eines Zoos, in dem Umweltbedingungen wie z.B. Verfügbarkeit von Beutetieren keine limitierenden Faktoren sind, ist es aber oft möglich, auch Tigerpaare dauerhaft zusammen zu halten“, erläutert Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Der EEP-Koordinator für diese Tiger-Unterart hatte den Transfer des Tigerkaters nach Landau vorgeschlagen. Nach eingehenden Überlegungen und einiger Vorbereitungszeit, in der auch eine Raubtierpflegerin des Zoo Landau im Tiergarten Nürnberg zu Besuch war, um Tigerkater MANU kennenzulernen, kam es zum Entschluss, MANU seinen Lebensabend in Landau verbringen zu lassen. MANU wurde seither mit intensivem Kistentraining auf eine möglichst stressfreie Verladung und den Transport vorbereitet. Jetzt war es soweit, dass der Umzug stattfinden konnte. Begleitet wurde der inzwischen bereits 15jährige Tigerkater von zwei ihm vertrauten Pflegerinnen aus dem Tiergarten Nürnberg. Das Ein- und Ausladen verlief problemlos. Spannend waren dann für beide Tiger und die beiden Zooteams die ersten Reaktionen zwischen MANU und DARIA. Die Tiere werden in der zeitlich noch nicht absehbaren Eingewöhnungszeit in für die Zoogäste nicht einsehbaren getrennten Vorgehegen und Stallboxen gehalten. Die Tiger können sich durch die Gehegegitter sehen und riechen. Sie haben aber auch jederzeit die Möglichkeit, sich in Bereiche zurückzuziehen, in denen sie keinen Kontakt haben müssen. Dazu gab es in Landau auch noch Umbaumaßnahmen am Innengehege. Das erste, noch sicher getrennte Kennenlernen verlief durchaus positiv: MANU und DARIA zeigten sich neugierig aufeinander, beäugten sich aufmerksam durch die Gehegegitter und begrüßten sich sogar mit einem vorsichtigen Prusten. Dieses Verhalten nutzen Tiger als freundlichen Gruß untereinander. „Ziel ist es jetzt, im nächsten Schritt die Tiere wechselweise auf die große Außenanlage zu lassen“, sagt Dr. Jens-Ove Heckel. „Ob der Versuch einer späteren Zusammenführung möglich ist, wird sich jedoch erst anhand des Verhaltens zeigen.“ Denn: Auch wenn MANU als sehr gelassener und umgänglicher Kater gilt, birgt die Vergesellschaftung von Großkatzen selbst bei sorgfältigster Vorbereitung immer das Risiko gegenseitiger, möglicherweise auch schwerer Verletzungen. In Landau wird man sich deshalb Zeit lassen und die Tiere sehr gut beobachten, um möglichst gut einschätzen zu können, ob sie sich verstehen und der Versuch einer Zusammenführung überhaupt gewagt werden kann. Allen Beteiligten ist zudem sehr klar, dass der derzeit körperlich noch fitte Kater MANU altersbedingt eine nur noch begrenzte Lebenserwartung haben wird. Die beiden 2024 im Zoo Landau mit 17 Jahren verstorbenen Tigergeschwister IGOR und NINOSHKA gehörten zu den bereits sehr alten Tigern im EEP.

Tierpark Bern 26.08.2026
Tierpark Bern zeigt sich mit neuem visuellem Auftritt
Der Tierpark Bern gibt seiner neuen Ausrichtung ein Gesicht: Ab sofort wird «Mehr Raum für Vielfalt» auch visuell sichtbar. Ein neues Logo, eigens entwickelte «Wildzeichen» und erste grossflächige Gestaltungen im Park machen den Wandel nun für Besucherinnen und Besucher erlebbar. Von «Mehr Platz für weniger Tiere» zu «Mehr Raum für Vielfalt» Über viele Jahre stand der Tierpark Bern für das Leitmotiv «Mehr Platz für weniger Tiere». Dieses Versprechen bleibt gültig: Grosszügige Anlagen und naturnahe Lebensräume gehören weiterhin zum Kern des Tierparks. Gleichzeitig liegt der neue Fokus auf dem Schutz regionaler und internationaler Tierarten, vielfältigen Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche sowie einer vermehrten Zusammenarbeit in den Bereichen der Wissenschaft und Forschung zum Wohle der Tiere. Tier und Wald als neue Bildsprache Grundlage des neuen Erscheinungsbilds ist ein überarbeitetes Logo, das auf der bisherigen Wort-Bild-Marke aufbaut. Aus den bekannten Bildelementen wurden zwei eigenständige Zeichen entwickelt, welche für die zentralen Themen des Tierparks stehen: Tier und Wald. Der Eingang im neuen Gesicht Erste Umsetzungen des neuen Auftritts sind bereits im Tierpark zu sehen: ein grossflächiges Wandgemälde mit Wildzeichen und dem neuen Logo am Eingang neben der Kasse sowie zusätzliche Wildzeichen im Bereich der Kasse und an einer Wand im Vivarium. Neu gestaltete Tafeln und Plakate vor dem Eingang am Weg informieren zu den Jungtieren, Öffnungszeiten, Veranstaltungen und aktuellen Highlights im Tierpark. Auch die Social-Media-Kanäle und der Newsletter des Tierparks zeigen sich visuell im neuen Gesicht. Es folgen nach und nach die Beschilderung vor den Tieranlagen mit faszinierenden Fotos, spannenden Informationen zu den Tieren und zum Engagement des Tierparks sowie die Website. «Mit dem neuen Auftritt machen wir sichtbar, wofür wir stehen», sagt Direktorin Friederike von Houwald. «Wir schaffen mehr Raum für Tiere, Natur, Forschung und Begegnung – diese Haltung soll man dem Tierpark Bern künftig auch auf den ersten Blick ansehen.» Identität und Zugehörigkeit Der Tierpark Bern ist eine Institution, die aus zwei Standorten besteht: Dem Dählhölzli und dem BärenPark. Der neue visuelle Auftritt vereint diese Zusammengehörigkeit nun erstmals auch optisch. Bereits im Zuge der Gesamtplanung von 2016 wurde der frühere Name „Tierpark Dählhölzli“ offiziell in „Tierpark Bern“ überführt. Dieser Schritt spiegelt die Entwicklung der letzten Jahre wider: Der Tierpark ist weit über die Region hinaus aktiv und national wie auch international im Natur- und Artenschutz sowie in der Wissenschaft vernetzt. Für viele Bernerinnen und Berner bleibt der Tierpark im Herzen das «Dählhölzli». Diese Verbundenheit ist Teil seiner Identität und trägt zu seinem Charme bei. Gleichzeitig tritt der Tierpark nach aussen einheitlich als Tierpark Bern auf – mit zwei Standorten und einer gemeinsamen Vision für die Zukunft. Ergänzt wird das Logo durch «Wildzeichen»: Eigens entwickelte grafische Tier- und Naturmotive, die die Vielfalt des Tierparks sichtbar machen und je nach Einsatz informieren, orientieren oder neugierig machen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 25.08.2026
Historisches Engelstor in Schönbrunn feierlich eröffnet
Ein neuer Weg führt direkt in den Schönbrunner Schlosspark: Mit der heutigen feierlichen Öffnung des Engelstors steht ab sofort ein zusätzlicher Zugang zum Schönbrunner Areal zur Verfügung. Das neue Tor liegt unmittelbar bei der Kennedybrücke und schafft damit eine direkte Verbindung zwischen einem der wichtigsten öffentlichen Verkehrsknotenpunkte im Westen Wiens und dem Schlosspark. Das Gemeinschaftsprojekt des Tiergarten Schönbrunn, der Schönbrunn Group, des KHM-Museumsverbands und der Österreichischen Bundesgärten wurde im Beisein von Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags, als Vertreter von Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Ludwig offiziell eröffnet. „Die Stadt Wien hat die Umsetzung des Projekts maßgeblich unterstützt. Dahinter steht auch das basisdemokratische Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger und ihrer Vertreterinnen und Vertreter auf kommunalpolitischer Ebene. Damit wird der Zugang zu den Einrichtungen in Schönbrunn deutlich erleichtert und darüber freuen wir uns ganz besonders. Das wird auch für die Hietzingerinnen und Hietzinger positive Auswirkungen haben“, so Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags. Auch auf Bundesebene wird die Öffnung des historischen Zugangs als wichtiger Schritt für das Schönbrunner Areal begrüßt. „Die Öffnung des Engelstores erleichtert wesentlich den Zugang für Besucherinnen und Besucher und schafft damit einen deutlichen Mehrwert für alle Institutionen am Areal Schönbrunn. Zusätzlich berücksichtigt das Projekt das historische Umfeld des UNESCO-Weltkulturerbes ‚Schloss und Gärten von Schönbrunn‘, das heuer sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Projekt ist ein Beleg für das laufende Engagement des BMWET, das kulturelle Erbe Österreichs langfristig zu bewahren und weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Severin Gruber, LL.M., Generalsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Im Bezirk Hietzing war die Öffnung des Engelstors ein großes Anliegen. Mit dem neuen Zugang entsteht für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks eine zusätzliche Verbindung zum Schlosspark, einem der bedeutendsten Erholungsräume Wiens. „Ich freue mich sehr, dass das Engelstor nun geöffnet ist und damit ein lang ersehnter Schritt für Hietzing umgesetzt wurde. Der neue Zugang schafft kürzere und sicherere Wege zum Schlosspark und zum Tiergarten und ist damit eine echte Verbesserung für die Hietzingerinnen und Hietzinger ebenso wie für die vielen Besucherinnen und Besucher Schönbrunns. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die die Öffnung ermöglicht haben“, so Bezirksvorsteherin Mag.a Johanna Zinkl. Für alle, die mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus nach Schönbrunn kommen, wird der Weg deutlich kürzer und komfortabler. Statt entlang der stark frequentierten Straße führt der neue Zugang unmittelbar in den denkmalgeschützten Schönbrunner Schlosspark. Von dort aus sind der Barockgarten sowie die weiteren Attraktionen und Einrichtungen des Schönbrunner Areals direkt erreichbar. Die Koordination des Projekts erfolgte durch den Tiergarten Schönbrunn, der auch als Bauwerber auftrat. Für Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, CEO/Geschäftsführer der Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft m.b.H., schließt sich mit der Öffnung des Engelstors ein Kreis: „Als ich vor meiner Zeit als Tiergartendirektor lediglich als Tourist in Schönbrunn war, wunderte ich mich über den umständlichen und zum Teil auch gefährlichen Weg zum Tiergarten. Dieses Projekt anzustoßen, war mir als Direktor daher ein großes Anliegen. Aus einer Idee ist heute ein neuer attraktiver Zugang zu Schönbrunn geworden. Ein großer Dank gilt der Stadt Wien. Das Projekt unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern am Areal.“ Das Engelstor ist nicht nur ein neuer Zugang zum Schlosspark, sondern stärkt auch die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen des Schönbrunner Areals. „Kulturerbe zu bewahren, heißt für uns nicht, es stillzustellen, sondern sorgsam und partnerschaftlich in die Gegenwart zu führen. Mit der Öffnung des Engelstors rückt Schönbrunn ein Stück näher an die Menschen. Genau das ist unser Auftrag: Diesen einzigartigen Ort verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und seine Geschichte den Menschen zugänglich zu machen“, sagt Mag. Klaus Panholzer, CEO/Geschäftsführer der Schönbrunn Group. Für die Kaiserliche Wagenburg, eine Einrichtung des KHM-Museumsverbands, verbessert sich die Erreichbarkeit deutlich. Sie liegt nur wenige Gehminuten vom neuen Eingang entfernt. „Unsere Sammlung in der Wagenburg beschäftigt sich mit der Frage, wie man von A nach B kommt. Früher brauchte man dafür Pferde, Kutschen, Personal – und im Idealfall war man Kaiser. Heute braucht man dafür weder Pferde noch einen Hofstaat. Heute genügt die U-Bahn. Dass wir nun ein historisches Tor wieder öffnen, gibt dem Anlass eine zeitgemäße Bedeutung: Aus einem Ort des höfischen Zugangs wird ein Ort des öffentlichen Zugangs“, sagt Jonathan Fine, Ph.D., Generaldirektor des KHM-Museumsverbands. Neue Portierloge nach historischem Vorbild Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Errichtung einer neuen Portierloge innerhalb der Schlossparkmauern beim Engelstor. Die Portierloge wird von den Österreichischen Bundesgärten besetzt. „Der denkmalgeschützte Schlosspark Schönbrunn zählt zu den bedeutendsten Gartendenkmälern Europas und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, das wir als Österreichische Bundesgärten mit viel Aufwand und traditionellem Fachwissen erhalten und weiterentwickeln. Jährlich kommen rund 12 Millionen Menschen nach Schönbrunn, neben internationalen Gästen zählt der Schlosspark auch zu einem der bedeutendsten Naherholungsräume für viele Wienerinnen und Wiener. Die Bedeutung großer gesunder Grünflächen mit einem vitalen Baumbestand haben wir in den letzten Wochen aufgrund der extremen Hitze erfahren. Mit dem Engelstor erhält einer der bekanntesten Barockgärten der Welt nun einen weiteren Eingang, der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesgärten betreut wird“, betont HR Ing. Dipl.-HLFL-Ing. Gerd Koch MBA, Dienststellenleiter HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten. Die Architektur der Portierloge orientiert sich an einer historischen Wachstube, die sich früher an dieser Stelle befand. Das ursprüngliche Gebäude bestand später nicht mehr und wurde nach Kriegsschäden vermutlich im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bereichs rund um die heutige Kennedybrücke abgetragen. Die Planung wurde unter besonderer Berücksichtigung des sensiblen historischen Umfelds und des UNESCO-Weltkulturerbes entwickelt. Architekt DI Georg Töpfer: „Bei der Portierloge standen wir vor der besonderen Herausforderung, ein Gebäude anhand sehr weniger historischer Grundlagen zu rekonstruieren. Im Wesentlichen dienten uns zwei historische Fotos als Ausgangspunkt für die Planung. Gleichzeitig war die neue Portierloge baurechtlich wie ein Neubau zu behandeln und musste alle heutigen Auflagen erfüllen. Entscheidend war für uns, diese Vorgaben mit dem Anspruch zu verbinden, das historische Erscheinungsbild und den Charakter des Ortes so weit wie möglich zu bewahren.“ Die neue Portierloge wurde in traditioneller Bauweise als Ziegelbau mit Kalkmörtelputz und Holzdachstuhl errichtet. Gleichzeitig wurde das Innere an die Anforderungen eines modernen, ganzjährigen Betriebs angepasst und unter anderem mit Sanitär- und Kommunikationsinfrastruktur ausgestattet. Zusätzlich zur neuen Portierloge wurde beim Engelstor aufgrund sicherheitstechnischer Vorgaben eine Polleranlage installiert, wie sie bereits bei anderen Toren des Schlossparks eingesetzt wird. Das Engelstor steht Fußgängerinnen und Fußgängern offen und ist zugleich so ausgeführt, dass eine Zufahrt für Einsatzfahrzeuge möglich ist. Projektkosten Die Projektkosten wurden mit rund 650.000 Euro budgetiert. Darin enthalten sind die Kosten der Polleranlage, die zur Gänze von der Schönbrunn Group übernommen wurden. Die übrigen Kosten werden vom Tiergarten Schönbrunn, der Schönbrunn Group und dem KHM-Museumsverband getragen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 25.08.2026
Höckerparade Trampeltier-Fohlen-Trio erobert das Tibetische Dorf im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Das Anfang Mai im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec geborene Trampeltierfohlen Sonam hat Verstärkung bekommen: Die fast gleichaltrigen Halbbrüder Riaz und Hafiz verbringen gemeinsam mit ihren Müttern den Sommer auf der Kamelanlage des Tibetischen Dorfes. Damit die drei Jungtiere ausreichend Platz zum Spielen und Aufwachsen haben, sind vorübergehend drei erwachsene Kamele aus der Anlage ausgezogen. Sie verbringen die Sommermonate auf der privaten Kamelanlage von Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer im Kodersdorfer Ortsteil Särichen. „Wie die meisten Jungtiere genießen es auch Trampeltiere, mit Gleichaltrigen aufzuwachsen. Das gemeinsame Spiel fördert die körperliche und geistige Entwicklung der Tiere. Diese Möglichkeit möchten wir allen drei Jungtieren bieten“, erklärt Dr. Sven Hammer. Aus Kapazitätsgründen ist die ungewöhnliche Höckerparade im Tierpark allerdings nur für einige Monate zu sehen. Umso mehr dürfen sich die Besucherinnen und Besucher in dieser Zeit auf ein lebhaftes Trio und jede Menge Kamelspaß freuen. Wer auch über den Sommer hinaus Freude an den Höckerträgern des Tierparks haben möchte, kann eine Tierarten-Patenschaft übernehmen und damit gleichzeitig die Arbeit des Naturschutz-Tierparks unterstützen.

Zoo Leipzig 25.08.2026
Schlussspurt für Leipzigs Feuerland
Noch eine Woche bis zur Eröffnung In einer Woche ist es so weit: Feuerland wird im Zoo Leipzig erlebbar. Wenn sich am 1. September um 16 Uhr zum ersten Mal das Tor nach Feuerland für die Zoogäste öffnet, können sie eine faszinierende Küsten- und Meereswelt entdecken. Zahlreiche Baufachleute und Künstler haben einen Lebensraum für Robben, Pinguine und viele weitere Vogelarten erschaffen, der vor zerklüfteten Felsen zu einem Abenteuer inmitten einer spannenden Tierwelt einlädt. Mehr als fünf Millionen Liter Wasser füllen das riesige Schwimmbecken, durch das ein mehr als 100 Meter langer Unterwassertunnel führt, der die Gäste fußläufig auf einen Tauchgang zu unvergesslichen Tierbeobachtungen mitnimmt. Im Wasser sorgt eine Wellenanlage für artgemäße Lebensbedingungen für die quirligen Seelöwen und fracktragenden Humboldt-Pinguine. Strandbereiche sollen als Ruheplätze für die Tiere dienen. „Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Eine besondere Perspektive auf die stark vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine, die der Zoo Leipzig auch im natürlichen Lebensraum unterstützt, haben die Zoobesucher künftig aus dem Bauch eines historisch anmutenden Schiffes heraus, das aus heimischen Hölzern gebaut wurde. Das Schiff wurde im Beisein der Tierpflegerinnen und Tierpfleger der neuen Feuerland-Welt sowie den Mitarbeitenden des ausführenden Garten- und Landschaftsbaus Krahnstöver & Wolf von deren Geschäftsführer Hannes Krahnstöver und Zoodirektor Prof. Jörg Junhold in Anlehnung an die nachgebildete Pazifikküste auf den Namen Pacifico getauft. Feuerland im Zoo Leipzig wird neben den tierischen Momenten auch durch seine moderne Edukation im Gedächtnis bleiben. Neben analoger Wissensvermittlung an verschiedenen Lernstationen gibt es auch digitale Formate sowie filmische Momente, die auf eine Reise nach Feuerland entführen. „Es ist wie in der Adventszeit“, umschreibt Zoodirektor Prof. Junhold seine Gefühlslage. „Es ist, als darf man auf dem Weg zur Eröffnung jeden Tag ein Türchen aufmachen. Ständig passiert etwas Aufregendes und wir machen den nächsten Schritt auf dem Weg zur Eröffnung.“ Einer dieser besonderen Momente war auch die Ankunft von acht Meerespelikanen aus dem Bergzoo Halle. Sie leben sich nun ebenso wie die 40 Humboldt-Pinguine und neun Robben in der neu entstandenen Anlage ein. „Oberstes Ziel ist es, dass wir die Tiere kennenlernen, alle futterfest werden und wir ihr Vertrauen gewinnen“, fasst Bereichsleiterin Meriam Pietsch die aktuellen Herausforderungen neben der Fertigstellung von Feuerland zusammen. Weitere Informationen zum Feuerland im Zoo Leipzig finden Sie hier: www.zooleipzig.de/feuerland.

Zoo Dresden 25.08.2026
Giraffe Gaia in den Zoo Planckendael umgezogen
Das Giraffen-Weibchen Gaia hat am Montagmorgen den Zoo Dresden verlassen und ist in den Zoo Planckendael nach Belgien umgezogen. Dort wird sie künftig in einer neuen Giraffengruppe leben. Gaia wurde 2013 im Touroparc Zoo in Romanèche-Thorins (Frankreich) geboren und lebt seit 2015 im Zoo Dresden. Der Umzug erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Da die bisherigen Zuchtversuche mit Giraffenbulle Diko über einen Zeitraum von rund zehn Jahren nicht erfolgreich waren, wurde im Rahmen des EEP entschieden, Gaia in einen anderen Zoo zu geben, in dem sie mit einem erfahrenen Zuchtbullen zur Erhaltung der Population beitragen kann. Erhalt der Kordofan-Giraffe im Fokus Kordofan-Giraffen gelten als vom Aussterben bedroht. Umso wichtiger ist es, die Unterart innerhalb der europäischen Zoopopulation zu erhalten und fortzupflanzen. In Deutschland werden KordofanGiraffen neben dem Zoo Dresden derzeit nur noch im Zoo Dortmund gehalten. Mit den beiden Weibchen Tessa und Gaia lebten in Dresden zwei Giraffenkühe, die grundsätzlich noch viele Jahre zuchtfähig sein können. Trotz mehrfach beobachteter Paarungsversuche kam es zwischen Gaia und Diko jedoch bislang nicht zu einer erfolgreichen Nachzucht. Da die europäische Population der Kordofan-Giraffen derzeit deutlich zurückgeht, ist es besonders wichtig, jedes fortpflanzungsfähige Weibchen in einer potenziellen Zuchtsituation zu halten. „Unser gemeinsames Ziel ist es, diese Tierart für die Zukunft zu erhalten. Deshalb steht die Zucht im Vordergrund“, erklärt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. „Auch wenn es uns sehr schwerfällt, Gaia abzugeben, haben wir dem Umzug aus fachlichen und züchterischen Gründen zugestimmt. Hier stehen die langfristigen Ziele des Erhaltungszuchtprogramms und damit die Zukunft der Kordofan-Giraffe im Vordergrund.“ Sorgfältig vorbereiteter Transport Der Transport von Giraffen ist aufgrund der Größe und des Temperaments der Tiere logistisch anspruchsvoll und mit besonderen Risiken verbunden. Deshalb werden solche Transporte stets sorgfältig geplant und nach gründlicher Abwägung durchgeführt. Durch gezielte Vorbereitungen und Maßnahmen lassen sich mögliche Gefahrensituationen minimieren. Das Team des Zoo Dresden hatte Gaia über mehrere Wochen gezielt auf den Transport vorbereitet und trainiert. Die Abstimmungen zwischen Kurator, Inspektor, Revierleitung, Tierärzten und dem Transporteur verliefen eng und reibungslos. Für den Transport wurde mit Roy Smith von der INTERZOO Service + Logistik GmbH ein erfahrener Zootiertransporteur beauftragt, der bereits zahlreiche Giraffentransporte erfolgreich durchgeführt hat. Die vorbereiteten Maßnahmen konnten am Montag planmäßig umgesetzt werden. Gaia betrat den speziell für den Transport vorgesehenen Anhänger selbstständig. Der Aufbau und die anschließende Verladung verliefen zügig, ruhig und ohne unnötigen Lärm. Gegen 10 Uhr konnte der Transport starten. Am Montagabend gegen 22 Uhr erreichte Gaia bei guter Gesundheit den Zoo Planckendael. Nach Auskunft ihrer neuen Pfleger hat sie dort bereits gefressen und beginnt, sich in ihrer neuen Anlage zu orientieren. „Wir sind immens erleichtert und glücklich, dass der Transport ohne Komplikationen und so reibungslos verlaufen ist. Ein großer Dank gilt dem gesamten Team“, sagt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. Tessa und Diko bleiben in Dresden Trotz der inzwischen deutlich vergrößerten Giraffenanlage verbleiben Giraffenkuh Tessa und Giraffenbulle Diko im Zoo Dresden. Eine weitere Abgabe ist nicht vorgesehen. Auch Zugänge weiterer Giraffen sind aktuell nicht geplant. Mit dem Umzug von Gaia leistet der Zoo Dresden einen Beitrag zur internationalen Zuchtplanung und damit zum Erhalt der Kordofan-Giraffe. Die Entscheidung, ein zuchtfähiges Weibchen in einen Bestand mit besseren Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung zu geben, folgt dabei den langfristigen Zielen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms.

Tierpark Hellabrunn 25.08.2026
Hellabrunn begrüßt Kirk-Dikdiks – eine der kleinsten Antilopen der Welt
Der Tierpark Hellabrunn hat tierischen Zuwachs bekommen – mit den Kirk-Dikdiks ist eine der kleinsten Antilopenarten der Welt in München eingezogen. Die zierlichen Paarhufer sind ab sofort gegenüber der Streichelanlage am Isar-Eingang zu sehen. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa 35 bis 45 Zentimetern und einem Gewicht von drei bis sieben Kilogramm zählen Kirk-Dikdiks zu den kleinsten Antilopen der Welt. Beheimatet sind sie in den Busch- und Trockensavannen Ost- und Südwestafrikas. Ihren Namen verdanken sie ihrem charakteristischen Alarmruf, der wie „dik-dik“ klingt. Kirk-Dikdiks leben meist paarweise in festen Revieren, sind tagaktiv und ernähren sich überwiegend von Blättern, Trieben, Knospen und Früchten. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie nahezu vollständig über ihre Nahrung. „Mit den Kirk-Dikdiks bereichern wir den Tierbestand in Hellabrunn um eine faszinierende Antilopenart, die viele Besucherinnen und Besucher vermutlich noch nicht kennen. Trotz ihrer geringen Größe zeigen die Tiere spannende Verhaltensweisen und sind eine schöne Ergänzung unseres Tierbestands“, so Lena Bockreiß, in Hellabrunn als Kuratorin unter anderem für Huftiere zuständig. Kirk-Dikdiks gelten laut IUCN derzeit nicht als gefährdete Art. Dennoch sind ihre natürlichen Lebensräume durch Veränderungen der Busch- und Savannenlandschaften verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt. Die Haltung der Art im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) unterstützt die koordinierte Zucht innerhalb zoologischer Einrichtungen mit dem Ziel, genetisch vielfältige Populationen zu erhalten und wertvolles Wissen über die Art zu bewahren. Die beiden Tiere haben sich bereits gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und können ab sofort gegenüber der Streichelanlage am Isar-Eingang beobachtet werden.

Tierpark Nordhorn 24.08.2026
Der Förderverein Tierpark Nordhorn e.V. ehrt langjährige Mitglieder
Eine ganz besondere Ehrung wurde einigen Mitgliedern des Fördervereins Tierpark Nordhorn e.V. beim diesjährigen Förderergrillen am vergangenen Freitag im Familienzoo zuteil: Der Verein ehrte Holger Hüsemann, Familie Rademaker, Familie Vogel, die Firma Büter Bauunternehmen GmbH & Co.KG und in Abwesenheit Familie Richter für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft! Die Feierstunde fand auf dem Vechtemarkt im Tierpark Nordhorn beim jährlichen gemeinsamen Grillen statt. Der Vorsitzende des Fördervereins, Dietmar Brookmann, und seine Stellvertreterin, Phila Swafing, hoben das außergewöhnliche Engagement hervor und bedankten sich herzlich für die langjährige Treue zum Förderverein. Der Vorsitzende hob in seiner Rede die Bedeutung des gemeinschaftlichen Engagements hervor, ohne dass der Erfolg des Vereins nicht möglich ist. Fast 900 Mitgliedschaften, hinter denen weit mehr als 2.500 Menschen stehen, zählt der Förderverein mittlerweile als Unterstützer. Zoodirektor Dr. Nils Kramer betonte an dem Abend vor den 200 Mitgliedern den unschätzbaren Einsatz des Fördervereins, der maßgeblich dazu beigetragen hat, den Tierpark Nordhorn zu einem beliebten Ausflugsziel mit überregionaler Bedeutung zu machen. Mit kontinuierlichen Verbesserungen und innovativen Projekten setzt sich der Tierpark für den Natur- und Artenschutz ein und sorgt dafür, dass der Tierpark als Botschafter für diese wichtigen Themen fungiert. Von einigen konkreten Projekten konnten sich die Teilnehmer in Führungen vor dem geselligen Teil an dem Abend persönlich überzeugen. Ein Besuch der Baustelle für die Leoparden-Anlage, für die der Förderverein die bisher größte Summe der Vereinsgeschichte in Höhe von 1.000.000 Euro geleistet hat, war dabei sicherlich für alle Teilnehmer etwas ganz Besonderes.

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