Zoopresseschau

Zoo Hof 09.08.2026
Unsere Nandus heißen Shakira und Franz
Die Namen unserer beiden Nandus stehen fest: Shakira und Franz! Zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie viele Hoferinnen und Hofer haben sich an der Abstimmung beteiligt und für ihre Favoriten gestimmt. Am Ende setzten sich Shakira bei den weiblichen und Franz bei den männlichen Namen durch. Wir freuen uns sehr über die große Beteiligung und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben. Urban Art & Animals am 14. August Am Freitag, den 14. August 2026, findet im Zoo Hof „Urban Art & Animals“ statt. Wir laden zu einem besonderen Sommerabend mit Networking, Kunst, Musik und Tieren ein. Im Ticketpreis von 30 Euro sind unter anderem eine exklusive Zooführung mit Blick hinter die Kulissen, Live-Musik, Urban Art und Live-Kunst sowie Flying Fingerfood enthalten. Getränke und Cocktails werden separat über das Zoo-Café angeboten.

Erlebnis-Zoo Hannover 07.08.2026
KURIOSE MISCHUNG AUS BÄR UND KATZE MIT POPCORNDUFT
Seltene Binturongs erobern den Dschungelpalast im Erlebnis-Zoo Hannover Die zwei Neuen im Erlebnis-Zoo Hannover sehen aus wie eine Mischung aus Bär und Katze und klettern meisterhaft wie ein Affe. Binturongs (Arctictis binturong) werden auch Marderbären genannt, gehören aber zu den Schleichkatzen. Die kurios aussehenden Tiere haben in den Regenwäldern Südostasiens eine wichtige Funktion für das Ökosystem, doch ihr Bestand ist gefährdet. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramms (EEP) will der Erlebnis-Zoo zum Erhalt der seltenen Binturongs beitragen. Die Schleichkatzen sind langgestreckt, haben schwarz-braunes Fell, lange weiße Schnurrhaare an der eher spitzen Schnauze, Knopfaugen, lustige Puschel an den Ohren, große Pfoten mit ausgeprägten Krallen und einen buschigen, muskulösen Greifschwanz. Dieser Greifschwanz funktioniert wie eine zusätzliche Hand. Mit ihm können sich die Binturongs an Ästen festhalten, auch wenn sie kopfüber durch die Bäume klettern. So bleiben die Vorderpfoten frei, um nach Nahrung zu suchen. Auch beim Balancieren im Geäst hilft der meist über einen halben Meter lange Schwanz und sorgt für mehr Stabilität. Ihre Kletterkünste machen die Binturongs im Ökosystem Regenwald zur „Schlüsselart“, zu einer Tierart mit einem besonders positiven Einfluss auf ihren Lebensraum. Binturongs sind sogenannte Samenverbreiter: Sie fressen Früchte und scheiden deren Kerne unverdaut aus. Bei ihren Klettertouren verteilen sie die Samen auf diese Weise überall im Regenwald und tragen damit zum Erhalt der Biodiversität bei. Doch die wichtige Schlüsselart Binturong ist bedroht! Immer mehr Flächen im Regenwald werden abgeholzt, sodass die Tiere ihren Lebensraum verlieren. Außerdem werden Binturongs gefangen, zum Beispiel für die Nutzung in der traditionellen Medizin oder um sie als Haustiere zu halten. Der Bestand hat während der letzten 30 Jahre um mehr als 30 % abgenommen. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Binturong daher als „gefährdet“ eingestuft. Im Rahmen eines europaweiten Erhaltungsprogramm (EEP) arbeiten die Zoos zusammen mit dem Ziel, eine genetisch vielfältige Reservepopulation der Binturongs in den Zoos zu erhalten. Aus dieser könnten Tiere später zur Wiederansiedlung im ursprünglichen Lebensraum bereitgestellt werden. Der Erlebnis-Zoo Hannover hofft, dass sich die neuen Binturongs „Runa“ und „Golias“ gut riechen können und es in Hannover bald Nachwuchs bei den bedrohten Schleichkatzen gibt. Wussten Sie schon? Binturongs haben ein „duftes“ Erkennungszeichen – der Geruch ihres Urins ist mit dem von frischem Popcorn vergleichbar. Die Tiere nutzen die Duftnote zum Markieren ihres Reviers und zur Kommunikation mit anderen Individuen. Steckbrief Binturong (Arctictis binturong) Lebensraum: Regenwälder Südostasiens Größe: 62 bis 97 cm Körperlänge (+50 bis 84 cm Schwanzlänge) Gewicht: 9 bis 20 kg Nahrung: Früchte (vorrangig Feigen), kleine Vögel, Wirbellose Tragzeit: 84 bis 99 Tage

Zoo Magdeburg 07.08.2026
Ein historischer Moment im Zoo – Historischer Nachwuchs im Zoo Magdeburg
Erstes Afrikanisches Elefantenkalb in der Geschichte des Zoos geboren Historischer Moment im Zoo der Landeshauptstadt Magdeburg: In der Nacht zum Donnerstag wurde erstmals in der Geschichte des Zoo Magdeburg ein Elefant geboren. Elefantenkuh Sweni brachte ihr Jungtier am 6. August 2026 um 1:18 Uhr zur Welt. Vater des Kalbes ist der Magdeburger Elefantenbulle Kando, der vielen Menschen auch als Mitteldeutsches WM- Orakel bekannt ist, auch wenn seine Tippsicherheit eher zweifelhaft war. Nach der Einschätzung des tierärztlichen Teams und der erfahrenen Tierpflegerinnen und Tierpfleger verlief die Geburt den Umständen entsprechend gut und vergleichsweise schnell. Das Jungtier stand bereits kurze Zeit nach der Geburt auf eigenen Beinen und suchte die Nähe seiner Mutter. „Die erste Geburt eines Afrikanischen Elefanten in Magdeburg ist ein historisches Ereignis für unseren Zoo und für die gesamte Landeshauptstadt. Wir freuen uns sehr über das Jungtier. Gleichzeitig wissen wir, dass die ersten Lebenstage bei einem Elefantenkalb eine besonders sensible und kritische Phase darstellen. Deshalb stehen für uns jetzt das Wohlergehen des Jungtiers und eine stabile Mutter-Kind-Bindung im Mittelpunkt“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Geschlecht bleibt vorerst ein Geheimnis Ob es sich bei dem Jungtier um ein weibliches oder männliches Kalb handelt, steht derzeit noch nicht zweifelsfrei fest. Das tierärztliche Team und die Tierpflege verzichten bewusst auf jede vermeidbare Untersuchung. Sweni soll ausreichend Zeit und Ruhe erhalten, um sich ganz auf ihr Jungtier zu konzentrieren. Bislang hat die Elefantenkuh ihr Kalb dem Zooteam noch nicht in einer Position gezeigt, die eine sichere Bestimmung des Geschlechts ermöglicht. Auf eine aktive Annäherung wird zum jetzigen Zeitpunkt bewusst verzichtet. „Das Geschlecht werden wir erfahren, sobald Sweni und ihr Jungtier es zulassen. Es gibt keinen Grund, diesen Prozess zu beschleunigen. Entscheidend ist, dass das Kalb trinkt, seiner Mutter folgt und beide Tiere eine enge und stabile Bindung entwickeln“, so Pruß. Sweni ist aus dem Grünen Zoo Wuppertal 2024 nach Magdeburg gekommen. Die Umsiedlung erfolgte im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms für Afrikanische Elefanten mit dem Ziel, gemeinsam mit Kando eine neue Elefantenfamilie in Magdeburg aufzubauen. Der Grüne Zoo Wuppertal koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Afrikanische Elefanten. Sweni entscheidet, wann das Jungtier zu sehen ist Ab dem 8. August ist das Elefantenhaus täglich von 10:00 bis 15:30 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Sweni kann sich dort gemeinsam mit ihrem Jungtier zeigen, wenn sie dies selbst möchte. Mutter und Kalb haben jederzeit die Möglichkeit, sich in die für Besucher nicht einsehbaren Bereiche zurückzuziehen. Der Zoo behält sich vor, das Elefantenhaus jederzeit vorübergehend oder vollständig zu schließen, wenn Sweni Anzeichen von Unwohlsein zeigt oder die notwendige Ruhe für Mutter und Jungtier durch das Verhalten einzelner Besucherinnen und Besucher nicht gewährleistet ist. Der Schutz der Tiere hat uneingeschränkt Vorrang. Der Zoo bittet alle Gäste deshalb ausdrücklich um Ruhe, Rücksichtnahme und die Beachtung der Hinweise des Zoo-Personals. Mit etwas Geduld und Glück bietet sich die besondere Gelegenheit, das Elefantenkalb bei seinen ersten Erkundungen zu beobachten. Eine Sichtung kann jedoch nicht garantiert werden. Magdeburg ist der einzige Ort in Sachsen-Anhalt, an dem Elefanten erlebt werden können. Mit der ersten erfolgreichen Geburt beginnt nun ein neues Kapitel der Elefantenhaltung im Zoo der Landeshauptstadt. Intensive Betreuung während der kritischen ersten Tage Das tierärztliche Team des Zoo Magdeburg sowie die Tierpflegerinnen und Tierpfleger begleiten die ersten Lebenstage intensiv. Mutter und Jungtier werden engmaschig beobachtet. „Wir sind sehr glücklich über den Ablauf der Geburt, diese haben wir intensiv geplant und extrem eng begleitet. Auch für uns als Team war dies eine Ausnahmesituation. Das Wichtigste ist nun, dass das Jungtier sich weiterhin gut entwickelt und gesund bleibt.“ berichtet Fr. A. Hauffe, Tierärztin des Zoos. „Der Zoo Magdeburg steht zugleich in einem engen und intensiven fachlichen Austausch mit dem Grünen Zoo Wuppertal. Innerhalb der Europäischen Zoogemeinschaft werden Erfahrungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktisches Know-how zwischen den beteiligten Einrichtungen geteilt.“ „Wir verfügen in Magdeburg über eine moderne Elefantenanlage und ein hochqualifiziertes Team aus Tierpflege und Tiermedizin. Gleichzeitig nutzen wir das Wissen und die Erfahrungen des gesamten europäischen Netzwerkes. Diese enge Zusammenarbeit ist gerade in den ersten Lebenstagen eines Jungtieres von besonderem Wert“, betont der Zoodirektor David Pruß. „Trotz des guten Geburtsverlaufs ist die kritische Phase noch nicht überstanden. Wie bei allen Jungtieren können sich insbesondere in den ersten Tagen Veränderungen ergeben.“ Botschafter einer bedrohten Art Die Freude über den Magdeburger Nachwuchs ist zugleich mit einer wichtigen Botschaft für den Artenschutz verbunden. Der Afrikanische Savannenelefant wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Nach Angaben der IUCN ging sein Bestand innerhalb von 50 Jahren um mindestens 60 Prozent zurück. Zu den wesentlichen Bedrohungen zählen die Wilderei wegen des Elfenbeins sowie der Verlust und die zunehmende Zerschneidung geeigneter Lebensräume. Die Situation ist regional sehr unterschiedlich. Während Elefantenbestände in einzelnen Schutzgebieten stabil sind oder lokal zunehmen können und dort teilweise als Herausforderung für Menschen und Landschaften wahrgenommen werden, bleibt der Gesamtbestand des Afrikanischen Elefanten deutlich unter seinem historischen Niveau. Nutzungskonflikte zwischen Menschen und Elefanten entstehen insbesondere dort, wo Siedlungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen in die Lebensräume der Tiere hineinwachsen. Diese regionalen Konflikte dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Afrikanische Elefanten insgesamt weiterhin bedroht sind und langfristig geschützte, miteinander verbundene Lebensräume benötigen. „Mit der Geburt eines vitalen Elefantenkalbes nach rund 22 Monaten Tragezeit beginnt für unsere Elefantenkuh Sweni eine ganz besondere neue Phase, denn Sie begründet ihre eigene Matrilinie. Das ist für uns ein außergewöhnlicher Erfolg, auf den wir lange hingearbeitet haben und auf den wir sehr stolz sind. Gleichzeitig ist diese Geburt ein wichtiger Erfolg des europaweit koordinierten Erhaltungszuchtprogramms für Afrikanische Elefanten. Wissenschaftlich geführte Zoos leisten damit einen Beitrag zum Erhalt einer genetisch vielfältigen Reservepopulation und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für Haltung, Tiermedizin und Artenschutz. Der Schutz der natürlichen Lebensräume in Afrika bleibt dabei unersetzlich. Angesichts des anhaltenden Bestandsrückgangs durch Wilderei und Lebensraumverlust freut es uns besonders, mit diesem Kalb einen Beitrag zum langfristigen Erhalt dieser stark bedrohten Art leisten zu können. Nun blicken wir mit großer Freude darauf, Swenis Herde in den kommenden Jahrzehnten wachsen zu sehen.“ berichtet Frau Dr. C. Unruh, zoologisch-wissenschaftliche Assistenz im Zoo Magdeburg.

Zoo Leipzig 07.08.2026
Spektakuläres Feuerland im Zoo Leipzig im Schlussspurt Eröffnung am 1. September 2026
Der Countdown läuft: Am 1. September 2026 wird die spektakuläre Wasserwelt Feuerland im Zoo Leipzig eröffnet. Schroffe Felswände, ein fünf Millionen Liter fassendes Wasserbecken und Strandabschnitte sind entstanden. An den finalen Arbeiten, der Inbetriebnahme der Technik sowie der Landschaftsgestaltung wird noch kräftig gearbeitet. Doch schon jetzt ist zu erahnen, welch einzigartiges Erlebnis auf die Zoobesucher wartet. Durch einen mehr als 100 Meter langen Unterwassertunnel werden die Besucher die Pinguine und Robben beim Schwimmen aus neuer Perspektive beobachten können. Edukative Bereiche werden über die verschiedenen Tierarten, Lebensräume und das Artenschutzengagement des Zoos informieren. Die Arbeit mit den Tieren wird unmittelbar im Rahmen öffentlicher Trainings erlebbar und ein filmisches Erlebnis nimmt die Gäste mit auf eine Reise nach Südamerika. In den vergangenen Tagen sind bereits die ersten Tiere zur Eingewöhnung in die rückwärtigen Bereiche eingezogen. Während die Seelöwen aus dem zooeigenen Bestand in das neue Areal umgesiedelt wurden, kommen die Humboldtpinguine aus verschiedenen Zoos als neue Tierart nach Leipzig. „Wir freuen uns riesig darauf, das Abenteuer Feuerland bald mit unseren Gästen erleben zu dürfen. Am 1. September wollen wir eröffnen“, verkündete Zoodirektor Prof. Jörg Junhold heute im Rahmen eines Presse-Previews. „Die Tiere fungieren dabei als Botschafter für bedrohte Tierarten im natürlichen Lebensraum, deren Schutz wir weiter ausbauen wollen.“ Im Fokus des Zoo-Engagements in Südamerika liegen drei hochbedrohte Arten, die wie keine anderen für ihren Lebensraum stehen: der winzige Darwin-Nasenfrosch mit seiner außergewöhnlichen Evolutionsgeschichte, der südliche Flussotter, der in abgelegenen Feuchtgebieten ums Überleben kämpft und der Humboldt-Pinguin, dessen Brutkolonien an der zerklüfteten Pazifikküste massiv unter Druck stehen. „Wir verstehen uns als Natur- und Artenschutzzentrum, das die Brücke zum natürlichen Lebensraum bietet und unsere Gäste einlädt, die Faszination Feuerland mit allen Sinnen zu erleben“, sagt Prof. Jörg Junhold und freut sich schon jetzt darauf, das Abenteuer einzuläuten.

Alpenzoo Innsbruck 07.08.2026
Flauschige Nachrichten zum Weltkatzentag: Nachwuchs bei den Wildkatzen im Alpenzoo
Pünktlich zum Weltkatzentag am 8. August gibt es vom Alpenzoo besonders erfreuliche Neuigkeiten: Nachwuchs bei den Europäischen Wildkatzen. Drei kleine Wildkatzen erkunden inzwischen neugierig ihr Zuhause und sorgen dafür, dass ihrer Mutter keine ruhige Minute bleibt. Um der Wildkatzenmutter und den Jungtieren in den ersten, besonders sensiblen Lebenswochen möglichst viel Ruhe zu ermöglichen, blieb der Bereich rund um das Wildkatzengehege vorübergehend für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Mittlerweile sind die kleinen Wildkatzen fast sechs Wochen alt und entwickeln sich prächtig. Mit jedem Tag werden sie mutiger und erkunden ihr Gehege ein Stück weiter. Dabei zeigt sich schnell ihr neugieriger und abenteuerlustiger Charakter. Immer wieder wagen sich die Jungtiere ganz allein hinaus, um ihre Umgebung zu entdecken – sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die alle drei gleichzeitig im Blick behalten muss und alle Pfoten voll zu tun hat. „Der Alpenzoo führt das Europäische Zuchtbuch für die Europäische Wildkatze und trägt damit eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art. Unsere Wildkatzenmutter ist genetisch äußerst wertvoll und leistet mit ihrem Nachwuchs einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer gesunden Reservepopulation. Deshalb freut uns dieser Zuchterfolg ganz besonders“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. Die Europäische Wildkatze ist die einzige ursprünglich in Mitteleuropa heimische Wildkatzenart. Obwohl sie einer Hauskatze auf den ersten Blick ähnelt, unterscheidet sie sich unter anderem durch ihren kräftigeren Körperbau, das dichte Fell und den buschigen, schwarz geringelten Schwanz mit stumpfer Spitze. Als scheuer Waldbewohner bekommt man sie normalerweise nur äußerst selten zu Gesicht. Wer den flauschigen Nachwuchs entdecken möchte, sollte etwas Geduld mitbringen. Die kleinen Wildkatzen sind zwar zunehmend aktiv, verbringen aber noch viel Zeit gut versteckt im Gehege oder in der Nähe ihrer Mutter. Mit etwas Glück lassen sich die neugierigen Kätzchen jedoch bereits bei ihren ersten gemeinsamen Erkundungstouren beobachten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 07.08.2026
Ältester Okapi-Bulle Europas aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert
Okapi-Senior Vitu in der Wilhelma verstorben Ende Juli 2026 musste der Okapi-Bulle Vitu im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart aufgrund von alters- und krankheitsbedingten Leiden eingeschläfert werden. Der im Zoo von Basel zur Welt gekommene Vitu wurde 28 Jahre und 4 Monate alt. Vor seinem Tod war er das älteste Okapi in Europa. In den Wochen zuvor hatte sich Vitus Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt: „Vitu konnte sich zuletzt nur noch schlecht fortbewegen. Er fraß kaum mehr und zeigte immer deutlichere Alterserscheinungen. Um unnötiges Leiden zu vermeiden, mussten wir die Entscheidung treffen, ihn zu euthanasieren. Nach der Obduktion wird sein Körper dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart für wissenschaftliche Zwecke übergeben.“ In die Wilhelma kam Vitu bereits 1999 im Alter von 1,5 Jahren. Zwischen 2005 und 2015 wurde er sechsmal Vater. Über verschiedene Zoos verteilt leben heute noch 17 seiner Nachkommen in insgesamt vier Generationen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin verdeutlicht, warum das so bedeutsam ist: „In der Natur kommen Okapis ausschließlich in den Regenwäldern im Norden und Nordosten der Demokratischen Republik Kongo vor. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise und oft schwer zugänglicher Lebensräume weiß niemand genau, ob es von ihnen noch 10.000, 30.000 oder vielleicht doch mehr gibt. Fest steht jedoch: Lebensraumverlust, Wilderei und politische Instabilität bedrohen die Wildpopulation. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft das Okapi daher als „stark gefährdet“ ein. Eine Reservepopulation in menschlicher Obhut ist darum wichtig, um die Zukunft der Art zu sichern. Unser verstorbener Okapi-Bulle hat dafür einen wertvollen Beitrag geleistet.“ Bei Okapis handelt es sich um kurzhalsige Waldgiraffen. Sie erreichen eine Schulterhöhe von rund 1,5 Metern. Okapis ernähren sich fast ausschließlich von frischem Laub, was sie in zoologischen Gärten zu anspruchsvollen Pfleglingen macht. Trotz ihrer Größe wurde die Art, obwohl sie den Menschen im Kongo lange bekannt war, von europäischen Forschungsreisenden sehr spät entdeckt und erst Anfang des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich beschrieben. In Europa werden Okapis seit 1956 erfolgreich gezüchtet, in der Wilhelma seit 1989. Alle Zoos, die Okapis halten, leisten zudem einen alljährlichen finanziellen Beitrag für das Okapi Conservation Project, das sich im kongolesischen Ituri Forest für das Überleben der dortigen Okapi-Population einsetzt.

Kölner Zoo 06.08.2026
Premiere im Kölner Zoo: Erstmals Nachwuchs bei den Sulawesi-Hirschebern
Diesen Sonntag Extra-Aktionen zum Action Indonesia Day im Zoo Große Freude im Kölner Zoo: Bei den Sulawesi-Hirschebern (Babyrousa celebensis) gibt es zum ersten Mal Nachwuchs. Das weibliche Ferkel kam Ende Mai zur Welt. Es heißt „Peri“, was auf Indonesisch so viel wie „Fee“ oder „Himmlisches Wesen“ bedeutet. Vater ist der fast fünfjährige „Kopa“, Mutter die vierjährige „Dua Hati“. Beide leben seit 2024 in Köln – nun hat sich zum ersten Mal bei ihnen Nachwuchs eingestellt. „Peri“ ist für die Zoo-Gäste bereits oft und gut zu sehen. Aktiv für Indonesien! An diesem Sonntag ist Action Indonesia Day im Kölner Zoo, an dem wir die Schönheit, aber auch Bedrohung der Tierwelt Indonesiens in den Fokus rücken. Zoobegleiter informieren an einem Zoo-Mobil über Hirscheber, Banteng & Co und die Schutzmaßnahmen, die der Zoo für sie anstößt. Außerdem gibt es Keeper-Talks um 11, 14 und 16 Uhr, Treffpunkt am Zoo-Mobil. Die Hirscheber-Familie lebt auf der Bantenganlage im Norden des Zoos zusammen mit Asiatischen Wildrindern (Bos javanicus) – auch Bantengs genannt – und Prinz-Alfred-Hirschen (Rusa alfredi). Biologen nennen das Prinzip, unterschiedliche und untereinander verträgliche Arten aus demselben Lebensraum zusammenzuführen „Vergesellschaftung“. Den Tieren bietet das Abwechslung und Beschäftigung. Zoo-Gäste freuen sich über spannende Interaktion und Beobachtungen. Wie ihre Mitbewohner sind leider auch die Hirscheber in ihrem natürlichen Lebensraum bedroht. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) gibt ihren Status als „bedroht“ an – wahrscheinlich wird er aber bald noch weiter angehoben. Denn die durch Lebensraumzerstörung und Bejagung ohnehin schon schwer dezimierten Wildbestände der Hirscheber erleiden durch das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest auf Sulawesi einen zusätzlichen dramatischen Rückgang. Jüngste Erhebungen haben ergeben, dass auf den indonesischen Inseln kaum wilde Schweine die Seuche überlebt haben. Fehlen die Schweine, die z.B. bei der Suche nach Futter mit ihrer Schnauze den Boden auflockern, Samen verteilen oder als Beute für Raubtiere dienen, leidet das gesamte Ökosystem. Alles hängt mit allem zusammen. One Plan Approach: Artenschutz, der alle mitnimmt Der Kölner Zoo engagiert sich auf vielfältige für wildlebende Schweinearten, für die er in den vergangenen Jahrzehnten breite biologische Expertise angesammelt hat: Erhaltungszucht im Zoo: „Peri“ soll später einmal selbst für Nachwuchs sorgen und das Erhaltungsnetzwerk, das europäische Zoos für diese Art gegründet haben, stärken. Ziel sind Rückführungen in die Heimatgebiete, wenn die Schweinepest eingedämmt ist. Support vor Ort: Dabei unterstützt der Kölner Zoo zwei indonesische Initiativen, die sich für den Schutz gefährdeter indonesischer Tierarten stark machen – zum einen Action Indonesia, zum anderen Expertise Action Indonesia. Wissen bündeln: Seit 2024 unterhält der Kölner Zoo zusammen mit der „Species Survival Commission“ der IUCN ein Artenschutzzentrum, das sich u.a. speziell auf wilde Schweinearten konzentriert. Das von Zoo-Biologe Dr. Matthias Markolf koordinierte Zentrum ermittelt u.a. den Bedrohungsstatus von asiatischen Wildschweinarten, um herauszufinden, bei welchen Arten am dringendsten Handlungsbedarf besteht. Hierzu gehört auch, Beteiligte von Zoos und Aquarien, Botanischen Gärten, Naturkundemuseen sowie NGOs im Bereich Naturschutz zusammenzubringen, um gemeinsam im Sinne des One Plan Approach Pläne zum Arterhalt auszuarbeiten. Tieren eine Lobby geben: Das Kölner Artenschutzzentrum profitiert dabei auch vom Fachwissen der Kölner Zoo-Kuratorin Dr. Johanna Rode-White. Sie ist Vorsitzende der IUCN SSC Wild Pig Specialist Group und leitet in dieser Rolle internationale Konferenzen, Fachtagungen und Expertennetzwerke, stößt Kommunikationskampagnen an und leistet Lobbyarbeit für wilde Schweine bei Behörden und Regierungen. Sulawesi-Hirscheber haben einzigartige Hauer Sulawesi-Hirscheber sind auf der gleichnamigen indonesischen Insel beheimatet. Es gibt sie nur dort. Sie leben in tropischen Regenwäldern in Rudeln von bis zu 13 Tieren zusammen. Die tagaktiven Hirscheber sind Allesfresser, die neben Wurzeln, Nüssen und Früchten auch Fleisch verzehren können. Ausgewachsene Männchen werden bis zu 1 m lang und erreichen ein Gewicht von bis zu 100 kg. Besonders bemerkenswert sind die einzigartigen Hauer des Hirschebers: Die oberen Hauer wachsen nicht wie bei anderen Schweinen aus dem Maul heraus, sondern durchbrechen den Rüssel und biegen sich dann bogenförmig nach oben. Sie können eine Länge von bis zu 30 cm erreichen und in manchen Fällen sogar wieder in den Rüssel einwachsen. Die unteren Hauer wachsen seitlich am Rüssel vorbei nach oben. In der Wildnis brechen diese Hauer oft bei Kämpfen ab. Ein weiteres faszinierendes Merkmal der Hirscheber ist, dass die Stellen, an denen die Hauer die Haut durchbrechen, niemals entzündliche Infektionen zeigen. Dies macht sie zu einem interessanten Forschungsobjekt für die Medizin.

Zoo Salzburg 06.08.2026
Zum Weltkatzentag: Wenn Jaguar, Schneeleopard und Gepard im Mittelpunkt stehen
Katzenliebhaber wissen es wahrscheinlich. Am Samstag, 8. August 2026, ist Weltkatzentag. Zwar galt dieser Tag ursprünglich der Hauskatze, doch auch Zoos nehmen den Internationalen Katzentag gerne zum Anlass, um auf die Situation der wildlebenden großen Verwandten aufmerksam zu machen. Deshalb dreht sich im Zoo Salzburg einen Tag später, nämlich am Sonntag, 9. August, von 10 bis 14 Uhr alles um die imposanten Raubkatzen Jaguar, Gepard und Schneeleopard. Stehen sie als Botschafter doch stellvertretend für ihre wildlebenden Artgenossen, die aufgrund von Lebensraumverlust, Wilderei oder Mensch-Tier-Konflikten in Bedrängnis geraten sind. So werden Gepard und Schneeleopard auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als „gefährdet“ gelistet und der Jaguar gilt als „potenziell gefährdet“. Als besonderes Highlight für Besucherinnen und Besucher finden am Veranstaltungstag drei kommentierte Fütterungen statt, bei denen Anwesende die Tiere nicht nur beobachten können, sondern auch ein paar spannende Fakten mit auf den Weg bekommen. Zusätzliche Informationen, beispielsweise zum Thema Artenschutz, können Interessierte an den Infotischen erfahren. Kommentierte Fütterungen: 10:00 Uhr – Jaguar 11:30 Uhr – Schneeleopard 13:30 Uhr – Gepard Infostände: 10:00 – 11:30 Uhr – Gegenüber der Schneeleoparden-Anlage 12:00 – 13:30 Uhr – Gegenüber der Geparden-Anlage

Opel-Zoo Kronberg 06.08.2026
Sommerbesuch im Opel-Zoo:
Landtagsabgeordnete informieren sich über Bildungsarbeit der Zoopädagogik Hoher Besuch im Opel-Zoo: Während viele Zoobesucher einen Sommerferien-Ausflug zu den Tieren im Opel-Zoo genossen, nutzten Mitglieder des kultuspolitischen Ausschusses im Hessischen Landtag die politische Sommerpause, um sich am gestrigen Mittwoch, 5. August über die zoopädagogische Arbeit im Opel-Zoo zu informieren. Der Rundgang startete in der Zooschule, wo im Rahmen des Sommerferienprogramms „Mitmachen, erforschen und erleben“ Stationen zu verschiedenen Themen aufgebaut waren: Während Kinder Insekten, Federn und andere Präparate unter dem Mikroskop erforschten oder mit ihren Eltern einen versteinerten Mammutzahn mit einem rezenten Elefantenzahn verglichen, krachte in einer Ecke mit lautem Scheppern ein mit Bildern bedrohter Tierarten beklebter Turm Holzklötze zusammen. Hier hatten einige Besucher spielerisch erkundet, was mit einer Artengemeinschaft passiert, in der immer mehr Tiere verschwinden. Anhand weiterer Exponate stellte die Leiterin der Zoopädagogik Dr. Tanja Spengler vor, wie vielfältig die Arbeit der Zoopädagogik ist: vom „Streichelzoo-Führerschein“ für Kinder im Vorschulalter über die vielen Angebote und Kooperationen für und mit Schulen bis zur Ausbildung von Studierenden der Goethe-Universität inklusive vieler Forschungsarbeiten im Opel-Zoo reicht das Spektrum. Erfreulich groß ist aber auch das Interesse von Privatpersonen und Firmen: „Fast die Hälfte der rund 25.000 zoopädagogisch betreuten Besucher im vergangenen Jahr waren privat im Zoo.“ erläuterte Dr. Spengler. Dabei werde die Begegnung mit den Tieren mit den pädagogischen Inhalten und Anregungen für den eigenen Alltag verbunden und könne so zu einem nachhaltigeren Lerneffekt beitragen. Davon konnte sich die Gruppe anschließend selbst einen Eindruck verschaffen. Sie durfte bei den Netzgiraffen einen Blick hinter die Kulissen werfen; ein besonderes Angebot, das Interessierte auch als „Spezialführung“ buchen können. „Außerschulische Lernorte wie der Opel-Zoo sind mit ihrem vielfältigen, erlebnisorientierten Angebot wertvolle Bildungseinrichtungen, die über die Hessischen Landesgrenzen hinaus Bürger aller Alters­stufen und Bevölkerungsgruppen erreichen.“ stellte der Landtagsabgeordnete Sebastian Sommer während des Rundgangs fest, und er ergänzte: „Auch wir nehmen aus dem heutigen Besuch gute Anregungen mit.“ Zum Ausklang der Hessischen Sommerferien gibt es am Freitag, 7. August ab 20 Uhr noch eine besondere Führung im Opel-Zoo: Fledermausexpertin Ulrike Balzer geht mit den Teilnehmenden nach Kassenschluss auf „Fledermaus-Pirsch“ im abendlichen Zoo. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang, eine Voranmeldung nicht erforderlich. Die Führung ist auch für Schüler ab 8 Jahren geeignet und kostet 30 € pro Person.

Zoo Basel 06.08.2026
Sechslinge bei den Geparden
Die vom 4. auf den 5. Juni 2026 im Zoo Basel geborenen sechs Geparde wurden inzwischen tierärztlich untersucht, geimpft und gesext. Über die Geburt informierte der Zolli bereits Anfang Juli über die sozialen Medien. Allen sechs Jungtieren geht es gut, sie sind nun uneingeschränkt auf der Anlage zu sehen. Für Mutter Malaika (4), die im April 2024 aus Stuttgart in den Zoo Basel kam, ist es der erste Nachwuchs, um den sie sich aufmerksam und fürsorglich kümmert. Die sechs Geparde, die Anfang Juni 2026 zur Welt gekommen sind, werden zunehmend aktiver. Sie erkunden die Anlage, tollen miteinander herum und ziehen sich zwischendurch in den Schatten unter dem Felsen zurück. Die Jungschar hält Malaika (4) auf Trab. Sie kümmert sich aufmerksam um ihren Nachwuchs, säugt und putzt ihn. Vier Männchen und zwei Weibchen Im Rahmen der tierärztlichen Untersuchung vor einigen Tagen wurden die sechs Jungtiere geimpft, ihr Geschlecht erkannt und ihr allgemeiner Gesundheitszustand überprüft. Allen sechs Tieren geht es gut. Es sind vier Männchen und zwei Weibchen. Zudem haben sie ihre Namen erhalten. Im Zolli beginnen alle Namen im selben Kalenderjahr geborener Tiere mit demselben Anfangsbuchstaben. 2026 ist das X-Jahr. Somit heissen die Männchen Xeros, Xolobeni, Xeric und Ximba, die Weibchen Xhosa und Xenia. Gefährdete Art mit abnehmendem Bestand Geparde (Acinonyx jubatus) werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet (vulnerable) eingestuft. Gemäss Schätzung leben in der Wildbahn weniger als 7’000 erwachsene Tiere und der Bestand nimmt weiter ab. Zu den grössten Bedrohungen zählen der Verlust ihres Lebensraums, Konflikte mit dem Menschen sowie der Rückgang ihrer Beutetiere. Im Rahmen eines EAZA Ex-situ-Programms (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) tragen Zoos dazu bei, langfristig eine genetisch gesunde Reservepopulation zu erhalten. Auch der Nachwuchs im Zolli ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

Zoo Augsburg 06.08.2026
Nationale Auszeichnung für den Zoo Augsburg: Ein grünes Klassenzimmer für nachhaltige Entwicklung
Der Zoologische Garten Augsburg ist mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. Damit würdigen das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Deutsche UNESCO-Kommission das besondere Engagement des Augsburger Zoos für zukunftsorientierte Bildungsarbeit. Der Zoo Augsburg ist für viele Menschen ein Ort der Begegnung mit faszinierenden Tierarten. Zugleich ist er ein Lernort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt, Klimaschutz und nachhaltigem Handeln entdecken können. Als grünes Klassenzimmer der Stadt macht der Zoo globale Herausforderungen verständlich und zeigt, wie jeder Einzelne zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen beitragen kann. Die Deutsche UNESCO-Kommission würdigt dieses Engagement nun mit der Nationalen Auszeichnung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Zoo Augsburg ist zudem aktives Mitglied des Augsburger Netzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). In diesem Netzwerk arbeiten Bildungseinrichtungen, Vereine, Initiativen und die Stadt Augsburg gemeinsam daran, nachhaltiges Denken und Handeln in allen Bildungsbereichen zu stärken. Die Auszeichnung des Zoos zeigt beispielhaft, wie die Ziele des Netzwerks in die Praxis umgesetzt werden und Menschen aller Altersgruppen für eine nachhaltige Entwicklung begeistert werden können. Mit der Nationalen Auszeichnung werden Einrichtungen geehrt, die Menschen dazu befähigen, verantwortungsvolle Entscheidungen für Umwelt, Gesellschaft und kommende Generationen zu treffen. Die Auszeichnung ist Teil des UNESCO-Programms BNE 2030, das Bildung als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft versteht. Durch Führungen, Bildungsprogramme und die unmittelbare Begegnung mit Tieren vermittelt der Zoo Augsburg Wissen über biologische Vielfalt und die Bedeutung intakter Ökosysteme. Besucherinnen und Besucher erfahren dabei, wie eng das eigene Handeln mit dem Schutz von Natur und Klima verbunden ist. Damit leistet der Zoo einen wichtigen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Augsburg und weit darüber hinaus. Aufsichtsratsvorsitzender Frank Pintsch freut sich über die Auszeichnung: „Der Zoo Augsburg begeistert jedes Jahr viele Menschen für die Vielfalt unserer Tierwelt. Gleichzeitig vermittelt er auf anschauliche Weise Wissen über Nachhaltigkeit, Arten- und Naturschutz. Dass dieses Engagement nun bundesweit ausgezeichnet wird, ist eine besondere Anerkennung für das gesamte Team rund um Maximilian Fuchs und ein großer Erfolg für unsere Stadt.“ Zoodirektor Dr. Philipp Wagner betont: „Artenschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind zentrale Bestandteile der Arbeit des Zoos Augsburg, denn ohne BNE wird der Artenschutz nicht nachhaltig wirken können. Die Umweltbildung in unserem Zoo schafft Bewusstsein für die Herausforderungen unserer Zeit und macht Mut, selbst aktiv zu werden. Die Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission bestätigt die hohe Qualität dieser wichtigen Arbeit.“ Die Ehrung wurde im Juli 2026 im Rahmen des BNE-Festivals „Wandel als Chance – Mut für das Abenteuer Zukunft“ in Stuttgart verliehen. Bundesweit wurden 31 Organisationen und Initiativen ausgezeichnet, die Bildung für nachhaltige Entwicklung mit innovativen und hochwertigen Angeboten voranbringen. Der Zoo Augsburg gehört damit zu einem ausgewählten Kreis von Einrichtungen, die bundesweit als Vorbilder gelten. Für die Stadt Augsburg ist die Auszeichnung zugleich eine Bestätigung ihres langjährigen Engagements für Nachhaltigkeit und Bildung. Mit dem Zoo verfügt die Stadt über einen besonderen Lernort, der Wissen, Erlebnis und Verantwortung miteinander verbindet und als wichtiger Partner im Augsburger BNE-Netzwerk dazu beiträgt, die Zukunft nachhaltig zu gestalten.

Tiergarten Kleve 06.08.2026
Vierfacher Nachwuchs im Tiergarten Kleve: Erdmännchen Beyoncé bringt vier Jungtiere zur Welt
Die kleinen Erdmännchen wurden am 9. Juli 2026 geboren und erkunden inzwischen immer häufiger ihre Anlage. Mutter Beyoncé kümmert sich aufmerksam um ihren Nachwuchs. Gleich vierfachen Grund zur Freude gibt es derzeit im Tiergarten Kleve: Am 9. Juli 2026 brachte Erdmännchen-Weibchen Beyoncé vier Jungtiere zur Welt. In den ersten Wochen hielten sich die Kleinen überwiegend geschützt im Bau auf. Mittlerweile werden sie zunehmend neugieriger und wagen sich immer häufiger nach draußen. Dort beginnen sie, ihre Umgebung zu erkunden und das lebhafte Treiben innerhalb der Erdmännchengruppe kennenzulernen. Für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Tiergartens ist die Geburt von gleich vier Jungtieren ein besonders erfreuliches Ereignis. In der ersten Zeit nach der Geburt war für das Team vor allem Geduld gefragt. Junge Erdmännchen verbringen ihre ersten Lebenswochen in einer geschützten Höhle und sind für die Besucherinnen und Besucher zunächst kaum zu sehen. Auch die Tierpflege achtet in dieser sensiblen Phase darauf, Mutter und Nachwuchs möglichst wenig zu stören. Inzwischen zeigen sich die vier Jungtiere regelmäßig außerhalb ihres Baus. Noch bleiben sie meist in der Nähe ihrer Mutter und der übrigen Gruppenmitglieder. Mit jedem Tag werden ihre Ausflüge jedoch etwas länger und mutiger. Neugierig untersuchen sie den Boden, beobachten die erwachsenen Tiere und sammeln erste Erfahrungen in ihrer neuen Umgebung. „Wir freuen uns sehr über die Geburt der vier Erdmännchen. Mutter Beyoncé kümmert sich ausgesprochen fürsorglich um ihren Nachwuchs. Es ist schön zu beobachten, wie die Jungtiere von Tag zu Tag aktiver werden, miteinander spielen und immer neugieriger ihre Umgebung entdecken“, sagt Dr. Martin Polotzek. „Für unser Tierpflegeteam ist es natürlich ein besonderer Moment, wenn sich nach den ersten ruhigen Wochen schließlich alle vier Jungtiere außerhalb des Baus zeigen.“ Erdmännchen sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie leben in Gruppen mit einer klaren Aufgabenverteilung und einem engen Zusammenhalt. Die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht nur die Mutter, sondern auch andere Mitglieder der Gruppe beteiligen sich an der Betreuung und am Schutz des Nachwuchses. Die Jungtiere lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Sie orientieren sich an den älteren Tieren und übernehmen nach und nach die Verhaltensweisen, die sie für das Leben in der Gruppe benötigen. Dazu gehören die Suche nach Nahrung, das Graben im Boden und die aufmerksame Beobachtung der Umgebung. Auch das Spielen untereinander ist für ihre Entwicklung wichtig: Beim gemeinsamen Toben trainieren die jungen Erdmännchen ihre Geschicklichkeit und lernen, miteinander zu kommunizieren. Besonders bekannt sind Erdmännchen für ihre typische aufrechte Haltung. Während ein Teil der Gruppe nach Nahrung sucht oder sich ausruht, übernimmt häufig ein Tier die Rolle des Wächters. Es stellt sich auf die Hinterbeine und hält aufmerksam Ausschau nach möglichen Gefahren. Wird etwas Verdächtiges entdeckt, warnt der Wächter die anderen Gruppenmitglieder mit einem Ruf. Dieses ausgeprägte Sozialverhalten macht Erdmännchen zu besonders spannenden Beobachtungstieren.

Goethe-Universität Frankfurt am Mainm 05.08.2026
Zoobildung stärkt Naturverbundenheit von Menschen
Wer an einem Bildungsprogramm in einem Zoologischen Garten teilnimmt, fühlt sich anschließend der Natur näher – insbesondere dann, wenn sie oder er zuvor nicht besonders naturverbunden war. Dies ergab eine Studie der Goethe-Universität, für die Daten aus 20 zoologischen Einrichtungen in Europa ausgewertet wurden. Tierkontakt sowie Natur- und Artenschutzthemen rufen verstärken den Effekt zusätzlich.
Zoologische Gärten sind Orte der Begegnung mit Tieren und Natur. Darüber hinaus dienen sie Artenschutz, Forschung und Erholung. Für das Selbstverständnis moderner Zoos spielen Bildungsprogramme eine große Rolle. Ein zentrales Ziel ist es dabei, Besucherinnen und Besucher stärker mit der Natur in Verbindung zu bringen. Doch wie gut gelingt das? Und welche Personengruppen profitieren besonders von Führungen, Workshops oder mehrtägigen Programmen? Diesen Fragen ist eine Studie aus der Biologiedidaktik an der Goethe-Universität gewidmet. In Kooperation mit 20 zoologischen Einrichtungen aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Portugal untersuchte das Team unter Leitung von Prof. Paul Dierkes, wie sich das Gefühl der Naturverbundenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ein Bildungsprogramm verändern kann. „Wir wollten wissen, ob Zoobildungsprogramme Menschen wirklich näher an die Natur heranführen können und welche Rolle dabei die Ausgangslage der Teilnehmenden spielt“, erklärt Dierkes, Inhaber der Opel-Zoo Stiftungsprofessur für Zootierbiologie und Leiter der Abteilung Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universität.
Für die Studie füllten die Teilnehmenden unmittelbar vor Beginn und direkt nach Ende eines Bildungsprogramms Fragebögen aus. Erfasst wurden neben der Naturverbundenheit auch andere mögliche Einflussfaktoren: Alter und Geschlecht der Teilnehmenden, die Häufigkeit von Zoobesuchen, die Dauer des Programms, ob im Rahmen des Bildungsprogramms Tierkontakt stattfand und ob das Thema Natur- oder Artenschutz in dessen Verlauf angesprochen wurde. Anschließend wurde ausgewertet, wie sich die Naturverbundenheit im Verhältnis zu den anderen Merkmalen darstellte und wie sie sich vor und nach dem Programm verändert hat.
Es zeigte sich, dass Bildungsprogramme die Naturverbundenheit vieler Teilnehmender kurzfristig erhöhten. Besonders deutlich war der Effekt bei Menschen, die sich zu Beginn als mittelmäßig naturverbunden beschrieben. „Unsere Daten zeigen, dass Zoobildungsprogramme gerade diejenigen erreichen können, die sich vorher weniger stark mit der Natur verbunden fühlten“, sagt Dr. Matthias Kleespies, Mitautor der Studie. „Das ist aus Sicht der Umweltbildung eine wichtige Erkenntnis, weil ihre Angebote diese Zielgruppe besonders im Blick haben“, so Kleespies weiter. Programme für gering oder mittelstark naturverbundene Teilnehmende waren insbesondere dann wirksam, wenn sie einen direkten Kontakt mit Tieren beinhalteten, Natur- und Artenschutz thematisierten oder über einen längeren Zeitraum stattfanden.
Bei Personen mit bereits hoher Naturverbundenheit fielen die Veränderungen geringer aus. Das bedeute jedoch nicht, dass Zoobildung für diese Gruppe weniger wichtig sei, betonen die Forschenden. Die verwendete Skala reicht nur bis zu einem Höchstwert. „Wer bereits zu Beginn sehr hohe Werte erreicht, hat daher weniger Spielraum für eine weitere messbare Steigerung“, erläutert Dierkes. „Solche Programme könnten dennoch dazu beitragen, bestehende Einstellungen zu festigen oder zu vertiefen.“ Unterschiede zeigten sich auch mit Blick auf andere Merkmale: Bei Menschen, die häufiger Zoos besuchen, fielen die Effekte teilweise stärker aus als bei solchen, die nur selten in Zoos gehen. Auch das Alter spielte eine Rolle. Besonders Kinder mit geringer oder mittlerer Naturverbundenheit zeigten deutliche Zuwächse. Auch das Geschlecht hat offenbar Relevanz: Frauen verzeichneten etwas größere Steigerungen als Männer.
Aus Sicht der Forschenden liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung von Zoobildung. Künftig sei stärker darauf zu achten, welche Voraussetzungen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen. „Ob jemand bereits sehr naturverbunden ist oder sich kaum als Teil der Natur wahrnimmt, kann beeinflussen, wie stark ein Bildungsprogramm wirkt. Das sollte bei Evaluationen, in der Forschung und bei der Planung von Angeboten berücksichtigt werden.“, sagt Matthias Kleespies.
Die Studie erfasst kurzfristige Effekte nach der Teilnahme an einem Programm. Ob der Zuwachs an Naturverbundenheit langfristig bestehen bleibt, ist noch zu erforschen. Dennoch sehen die Autorinnen und Autoren in den Ergebnissen ein starkes Argument für professionelle Bildungsarbeit in Zoos. „Zoos erreichen sehr unterschiedliche Menschen“, sagt Viktoria Feucht, Erstautorin der Studie. „Gerade deshalb können sie wichtige Orte sein, um die Naturverbundenheit verschiedener Besuchergruppen gezielt zu stärken.“
Originalpublikation:
Viktoria Feucht, Paul Wilhelm Dierkes, Martin Bratteler, Anna Bresser, Sandra Buchberger, Jule Hadler, Andreas Haeser-Kalthoff, Elia Heule, Axel Kästner, Constanze Mager, João Neves, Kathrin Rapp Schürmann, Kathrin Monika Röper, Rebecca D. Schulte-Iserlohe, Lisa Schwarz, Tanja Spengler, Marcel Stawinoga, Ina Steinert, Franziska Waked, Stephan Worm, Matthias Winfried Kleespies: The impact of zoo education programs on connection to nature considering program type, participants‘ demographics, and their initial connection. People and Nature (2026) https://doi.org/10.1002/pan3.70396

Zoo Magdeburg 05.08.2026
Artenschutz vor der Haustür Zoo Magdeburg unterstützt den Storchenhof Loburg mit Futter, Futterschalen und medizinischem Material
Artenschutz beginnt nicht erst in fernen Ländern, sondern auch schon vor der eigenen Haustür. Der Zoologische Garten Magdeburg hat daher Mittel aus seinem Artenschutzeuro eingesetzt, um die wichtige Arbeit der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg e.V. zu unterstützen. Angeschafft und übergeben wurden mehrere hundert Kilogramm Futtermäuse und Fisch, verschiedene Futterschalen sowie medizinische Hilfs- und Verbandsstoffe. Übergeben wurden die Sachspenden vor Ort durch den Futtermeister Herr Drees des Zoos, die zoologisch-wissenschaftliche Assistenz Frau Dr. Unruh sowie Zoodirektor David Pruß Ph.D. (Zoo Magdeburg). „Mit dem Artenschutzeuro unterstützen wir nicht nur Projekte auf anderen Kontinenten, sondern ganz bewusst auch konkrete Artenschutzarbeit in unserer Region. Der Storchenhof Loburg leistet seit vielen Jahren praktische, engagierte und fachlich wertvolle Hilfe für verletzte und verwaiste Wildvögel. Diese Arbeit verdient unser aller Unterstützung in einer Form, so wie sie für jeden am Besten zu leisten ist “, betont Zoodirektor David Pruß. Der Storchenhof Loburg ist eine vereinsgetragene Vogelschutzwarte in Loburg. Zu seinen Aufgaben gehören die Aufnahme verletzter oder verwaister Jungvögel und Gelege, die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge sowie des Tier-, Arten- und Umweltschutzgedankens in der Öffentlichkeit und der aktive Einsatz für den Schutz der Lebensräume des Weißstorchs. Auch die Weiterführung der Satellitentelemetrie und die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen sind in der Arbeit des Vereins verankert. Verletzte Störche und einige Greifvögel werden in Loburg aufgenommen, tierärztlich behandelt, gepflegt und nach Möglichkeit wieder ausgewildert. Verwaiste Storchenjungtiere werden aufgezogen und auf das Leben in der Natur vorbereitet. Das Hauptziel des Storchenhofes Loburg ist der Erhalt der Weißstörche und ihrer Lebensräume in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Mit der Unterstützung des Storchenhofes Loburg setzt der Zoo Magdeburg ein Zeichen für regionalen Artenschutz und für die enge Zusammenarbeit engagierter Einrichtungen in Sachsen-Anhalt. Der Artenschutzeuro der Zoobesucherinnen und Zoobesucher wirkt damit nicht nur weltweit, sondern auch ganz konkret in der unmittelbaren Umgebung. „Ich bin mir sicher, dass bei einer leeren Futterkühlkammer der Zoo noch einmal eine Füllung übernehmen wird, wir konnten uns persönlich vor Ort von der tollen Arbeit des engagierten Teams überzeugen und möchten gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen,“ so David Pruß. Über den Zoo Magdeburg Der Zoo Magdeburg verbindet Naturerlebnis, Bildung, Forschung und internationalen Artenschutz. Als moderner wissenschaftlich geführter Zoo engagiert er sich für den Schutz bedrohter Tierarten, beteiligt sich an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und unterstützt Artenschutzprojekte weltweit vor Ort. Im Artenschutz weltweit vor Ort engagiert sich der Zoo Magdeburg an internationalen Zuchtprogrammen, darunter für viele vom Aussterben bedrohte oder stark gefährdete Arten. Der Zoo ist an weltweiten Artenschutzprojekten beteiligt und unterstützt den Schutz bedrohter Tierarten auch in ihren natürlichen Lebensräumen. Der Zoo ist Mitglied der EAZA, des VdZ, des VZP und der ZGAP.

Tiergarten Straubing 05.08.2026
Welt-Tiger-Tag stieß im Tiergarten Straubing auf großes Interesse
Anlässlich des internationalen Welt-Tiger-Tages drehte sich am Samstag, 1. August 2026, im Tiergarten Straubing vieles um Tiger sowie deren Lebensweise und dringend notwendigen Schutz. Der jährlich am 29. Juli begangene Aktionstag macht weltweit auf die anhaltende Bedrohung der größten Katzenart aufmerksam. Viele Zoologische Einrichtungen nutzen daher dieses Datum, um die Öffentlichkeit noch einmal gezielt über die faszinierenden Prädatoren zu informieren. Auch der Tiergarten Straubing beteiligte sich an diesem Aktionstag und erweiterte ihn thematisch zudem um Informationen auch zu den Löwen und Luchsen, welche in direkter Nachbarschaft zu den Tigern zu sehen und ebenfalls bedroht sind. Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit nur noch etwa 3.700 bis 5.600 Tiger in freier Wildbahn. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es noch rund 100.000 Tiere. Heute kommt der Tiger in verschiedenen Unterarten nur noch in zehn Ländern unserer Erde vor und gilt weiterhin als stark gefährdet. Neben Wilderei zählen vor allem der Verlust und die Zerschneidung seiner Lebensräume zu den größten Bedrohungen. Am gut besuchten Infostand des Tiergartens konnten die Gäste ein Tigerfell, einen Tigerschädel und ein Luchsfell aus nächster Nähe betrachten. Weitere Anschauungsmaterialien vermittelten viel Wissenswertes über die Tarnung, die besonderen körperlichen Merkmale und die Verwandtschaftsverhältnisse der Katzenartigen. So ließ sich beispielsweise nachvollziehen, weshalb die auffällige Fellzeichnung eines Tigers für viele seiner Beutetiere deutlich weniger kontrastreich erscheint als für das menschliche Auge. Erstmals stand außerdem die neue digitale Raubtierrallye des Tiergartens für einen öffentlichen Test bereit. Über einen QR-Code konnten Kinder und Erwachsene die Rallye direkt mit dem eigenen Smartphone aufrufen und ihr Wissen an verschiedenen Stationen unter Beweis stellen. Das große Interesse am Infostand zeigte, wie gut sich anschauliche Exponate und digitale Angebote miteinander verbinden lassen. Die vielen positiven Rückmeldungen der und das große Interesse der Besucher zeigten, dass der Tiergarten Straubing auf diese Weise nicht nur Wissen über Tiger und andere Raubtiere vermitteln, sondern auch das Bewusstsein für den Schutz ihrer wildlebenden Verwandten und Lebensräume stärken konnte.

Zoo Heidelberg 05.08.2026
Ein Abend für Elefantenfreunde – Der Ticketverkauf für den Elefantentag im Zoo Heidelberg ist gestartet
Der beliebte Elefantentag im Zoo Heidelberg findet wieder statt! Am Dienstag, 22. September 2026, lädt der Zoo Elefantenfreunde zu der exklusiven Abendveranstaltung ein. Die Teilnehmer erhalten spannende Einblicke hinter die Kulissen der Elefantenanlage, lernen das Zoo-Team persönlich kennen und erfahren, wie sich der Zoo Heidelberg für den Schutz Asiatischer Elefanten einsetzt. Ein weiteres Highlight ist die Versteigerung der beliebten ElefantenKunstwerke. Tickets sind ab sofort online unter www.zoo-heidelberg.de/elefantentag erhältlich. Die Asiatischen Elefanten gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tierarten weltweit. Gleichzeitig ist die Art laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) stark gefährdet. Lebensraumverlust, Mensch-Tier-Konflikte und Wilderei setzen den Beständen in Asien zunehmend zu. Der Zoo Heidelberg unterstützt deshalb seit vielen Jahren internationale Artenschutzprojekte und beteiligt sich mit seiner Jungbullenhaltung am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Wie moderner Elefantenschutz heute aussieht, erfahren die Teilnehmer beim Elefantentag aus erster Hand. Bei einer kommentierten Trainingseinheit an der Trainingswand, einem exklusiven Blick ins Elefantenhaus und persönlichen Gesprächen mit dem Zoo-Team gibt es viele spannende Einblicke in den Alltag der Heidelberger Elefanten und ihrer Tierpfleger. Die Besucher erfahren, wie medizinisches Training funktioniert, wie die Tiere regelmäßig beschäftigt werden und welche Rolle Zoos beim Schutz der bedrohten Art spielen. Zum Abschluss des Abends versteigert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann wieder die beliebten Kunstwerke der Heidelberger Jungbullen. Mit ihren Rüsseln führen die Tiere Pinsel sicher über die Leinwand und gestalten so regelmäßig individuelle Bilder. Auch Abdrücke von Füßen und Rüsseln der Dickhäuter stehen zur Versteigerung. Jedes Werk ist ein Unikat. Der Erlös der Auktion kommt den Elefanten im Zoo und im Freiland zugute. Für den Höchstbietenden gibt es zusätzlich ein besonderes Erlebnis: Er darf bei einer der nächsten Malstunden der Heidelberger Elefanten exklusiv dabei sein. Tickets für den Elefantentag sind ab sofort online unter www.zooheidelberg.de/elefantentag erhältlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Erwachsene zahlen 39 Euro, Kinder und Jugendliche 29 Euro. Der Zooeintritt am Veranstaltungstag ist bereits im Ticket enthalten, sodass Besucher den Zoo schon vor Beginn der Veranstaltung erkunden können. Los geht es am 22. September 2026 um 18 Uhr am Elefantenhaus. Die Veranstaltung dauert etwa drei Stunden.

Tierpark Hellabrunn München 05.08.2026
Hellabrunn beteiligt sich an Auswilderung von Alpensteinböcken
Der Tierpark Hellabrunn hat sich erneut erfolgreich an der Auswilderung von Alpensteinböcken beteiligt. Gemeinsam mit dem Zoo Salzburg, der Wilhelma Stuttgart und dem Zoo Ljubljana wurden in der vergangenen Woche insgesamt zehn Tiere im österreichischen Sölktal ausgewildert. Ziel des internationalen Artenschutzprojekts ist es, drei bislang voneinander getrennte Populationen miteinander zu verbinden und ihre genetische Vielfalt langfristig zu stärken. Für Hellabrunn nahm eine junge Steinbockgeiß an der Auswilderung teil. Gemeinsam mit den Tieren der anderen beteiligten Zoos wurde sie in den frühen Morgenstunden an den Auswilderungsort gebracht. Bereits wenige Augenblicke nach dem Öffnen der Transportboxen verschwanden die Tiere zwischen den Felsen und Geröllfeldern der steilen Berghänge und erkundeten ihre neue Umgebung. „Eine Auswilderung ist für uns als wissenschaftlich geführter Zoo der Moment, in dem Artenschutz unmittelbar sichtbar wird. Durch die Nachzucht unserer Tiere können wir wildlebende Populationen gezielt unterstützen und so zum langfristigen Erhalt einer Art beitragen“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. Die Auswilderung ist Teil eines langfristigen Wiederansiedlungsprojekts in den Alpen. Das Auswilderungsgebiet im Sölktal wurde im Vorfeld sorgfältig ausgewählt und bietet gute Voraussetzungen für den Aufbau einer stabilen Population. Die neu ausgewilderten Tiere sollen bestehende Bestände genetisch ergänzen und langfristig miteinander vernetzen. Mithilfe ihrer Ohrmarken können sie auch künftig identifiziert und bei Sichtungen dokumentiert werden. Der Alpensteinbock galt Mitte des 19. Jahrhunderts in den Alpen nahezu als ausgerottet. Lediglich eine kleine Restpopulation im italienischen Gran-Paradiso-Gebiet überlebte. Dank konsequenter Schutzmaßnahmen und zahlreicher Wiederansiedlungsprojekte konnten sich die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten erholen. Hellabrunn beteiligt sich bereits zum vierten Mal an einer Auswilderung dieser Art und leistet damit gemeinsam mit seinen internationalen Partnern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Alpensteinbockpopulation. Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Verena Dietl dazu: „Die Rückkehr des Alpensteinbocks in den Alpen ist eine echte Erfolgsgeschichte des Artenschutzes. Umso mehr freut es mich, dass der Tierpark Hellabrunn mit seinem langjährigen Engagement und seinen Tieren zu dieser positiven Entwicklung beiträgt.“ Aktuell leben neun Alpensteinböcke im Tierpark Hellabrunn, darunter ein einjähriger Bock sowie zwei Jungtiere aus diesem Jahr. Die Planungen für eine weitere Auswilderung im kommenden Jahr laufen bereits. Durch die gezielte Auswilderung in unterschiedlichen Regionen der Alpen wird der Bestand der Alpensteinböcke langfristig gesichert und die genetische Vielfalt der Populationen gestärkt.

Tiergarten Kleve 04.08.2026
Tiergarten Kleve mit GdZ-Preis „Aktion des Jahres 2025“ ausgezeichnet
Interaktive Känguruanlage überzeugt durch Tierwohl, Umweltbildung und starkes ehrenamtliches Engagement Große Auszeichnung für den Tiergarten Kleve: Die Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) hat dem Tiergarten am Montagabend den Preis „Aktion des Jahres 2025“ verliehen. Prämiert wurde das Projekt „Ein Stück Outback in Kleve“, bei dem die ehemalige Przewalskipferdanlage mit viel Kreativität und ehrenamtlichem Engagement in eine interaktive Känguruanlage verwandelt wurde. Nach der Beendigung der Haltung der Przewalskipferde war die rund 2.500 Quadratmeter große, in die Jahre gekommene Anlage zunächst nicht neu besetzt worden. Der entscheidende Impuls kam dem Team des Tiergartens: Auf Wunsch der Tierpflegerinnen und Tierpfleger sollte dort ein naturnahes Zuhause für Bennett-Wallabys entstehen – eingebettet in eine australische Erlebniswelt. Gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des „Team Tiergarten“ wurde die Fläche Schritt für Schritt umgestaltet. Rustikale Unterstände, Eukalyptuspflanzungen und fantasievoll entworfene Dekorationselemente lassen mitten in Kleve ein kleines Stück australisches Outback entstehen. Die Ehrenamtlichen unterstützten die handwerklichen Arbeiten, bemalten unter anderem farbenfrohe Pfähle und brachten eigene Ideen in die Gestaltung ein. „Unsere Känguruanlage zeigt auf wunderbare Weise, was entstehen kann, wenn gute Ideen, fachliches Können und großes ehrenamtliches Engagement zusammenkommen“, sagt Josef Kanders, 1. Vorsitzender des Tiergartens Kleve. „Die Anlage bietet den Bennett-Wallabys ein naturnahes Zuhause, begeistert unsere Gäste und vermittelt zugleich anschaulich Wissen über die Tierwelt Australiens. Wir freuen uns sehr über die bundesweite Auszeichnung als ‚Aktion des Jahres 2025 ‘. Sie ist eine großartige Anerkennung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die dieses besondere Projekt möglich gemacht haben.“ Ein besonderer Schwerpunkt der Anlage liegt auf der Umweltbildung. Ein integrierter Rundgang lädt die Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Tierwelt Australiens spielerisch zu entdecken. Fest installierte „Fernrohre“, gefertigt aus alten Stahlteilen der früheren Przewalskipferdanlage, lenken den Blick auf zehn künstlerisch gestaltete Metallschilder. Sie zeigen australische Tierarten vom Bilby bis zur Kragenechse, ohne dass diese Tiere im Tiergarten gehalten werden müssen. Klapptafeln vermitteln zusätzliche Informationen über Arten, Lebensräume und Bedrohungen. Auch der ausgestorbene Beutelwolf, der sogenannte Thylacin, wird thematisiert. Sein Beispiel macht deutlich, welchen Beitrag moderne Zoos durch Artenschutz, Forschung und Bildungsarbeit zur Bewahrung bedrohter Arten leisten können. Auch im laufenden Betrieb bleiben die Ehrenamtlichen eng eingebunden. Sie begleiten die Begegnungen zwischen Menschen und Tieren und tragen dazu bei, dass diese harmonisch und respektvoll verlaufen. All diese Aspekte überzeugten die Jury der Gemeinschaft der Zooförderer. Besonders gewürdigt wurden die kreative und nachhaltige Umgestaltung der bestehenden Anlage, die gelungene Verbindung von Tierwohl und Umweltbildung sowie die beispielhafte Einbindung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Die Jury entschied daher, das Projekt „Ein Stück Outback in Kleve“ mit dem Preis „Aktion des Jahres 2025“ auszuzeichnen. „Der Tiergarten Kleve zeigt mit diesem Projekt eindrucksvoll, wie aus einer klugen Idee und großem gemeinschaftlichem Engagement etwas Besonderes aus einfachen Mitteln entstehen kann“, sagt Bruno Hensel, Präsident der GdZ. „Die Känguruanlage verbindet eine tiergerechte Gestaltung mit anschaulicher Bildungsarbeit und einem außergewöhnlichen Besuchserlebnis. Besonders beeindruckt hat uns, wie stark die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die vielen Ehrenamtlichen ihre Ideen eingebracht und gemeinsam umgesetzt haben. Genau dieses vorbildliche Zusammenspiel möchten wir mit der Auszeichnung als ‚Aktion des Jahres 2025‘ würdigen.“ Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung waren Bruno Hensel und seine Vorstandskollegin Lea Reichel im Tiergarten Kleve zu Gast. Gemeinsam würdigten sie die besondere Qualität des Projekts und das herausragende Engagement aller Beteiligten.

Zoo Hof 04.08.2026
Klein, fleißig, unschlagbar: Die Honigbiene ist Zootier des Monats
Sie ist kaum größer als ein Fingernagel, aber ohne sie würde es in Hof ziemlich kahl aussehen: Die Honigbiene ist unser neues Zootier des Monats! Und sie lebt in einer der größten Wohngemeinschaften der Tierwelt: Ein normaler Bienenstock zählt im Sommer etwa 20.000 bis 30.000 Tiere. An der Spitze steht eine einzige Königin, die sich ausschließlich um den Nachwuchs kümmert, während zehntausende Arbeiterinnen den Betrieb am Laufen halten – und ein paar hundert Drohnen für die Fortpflanzung zuständig sind. Kommuniziert wird dabei nicht per E-Mail, sondern per Schwänzeltanz: Damit teilen Sammlerinnen ihren Kolleginnen genau mit, wo es die ergiebigsten Futterquellen gibt. Auch bei uns im Zoo ist ordentlich was los: Von den Bienenkästen an der Erdmännchen Anlage aus schwärmen unsere fleißigen Damen durch den Theresienstein und sammeln dort Nektar und Pollen von zahlreichen Blüten. Um unsere Völker kümmert sich Imker Markus Wolf mit voller Hingabe .quasi der Betriebsleiter für tausende Mitarbeiterinnen. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von unserem Nachbarn, dem Botanischen Garten: Ein wahres Blütenparadies, in dem unzählige verschiedene Pflanzenarten wachsen und gedeihen – vom duftenden Heilpflanzenquartier über das Alpinum bis zum idyllischen Seerosenteich. All diese Blütenpracht will bestäubt werden, eine Aufgabe, die unseren fleißigen Bienen wie auf den Leib geschneidert ist. Und genau diese Vielfalt ist es auch, die unserem Honig später seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht. . Ein Spaziergang bei unseren botanischen Nachbarn lohnt sich immer. Leicht haben es die Bienen aktuell aber nicht: Hitze und Trockenheit setzen den Blühpflanzen zu, wodurch das Nahrungsangebot knapper wird. Umso wichtiger ist es, dass Hof blüht – vom Frühling bis in den Herbst. Das Ergebnis der harten Arbeit gibt’s bei uns im Zoo : unseren Zoo-Honig, in echter Handarbeit hergestellt – ein Produkt aus Hof, für Hofer. Die Vielfalt der Blüten aus dem Zoo, dem Theresienstein und dem Botanischen Garten verleiht ihm einen unverwechselbaren Geschmack. Besonders bei Teeliebhabern ist unser Honig deshalb sehr beliebt, denn er bringt ein wirklich einzigartiges Aroma aus unzähligen teils seltenen Blüten mit. Und wer nach dem Honig immer noch nicht genug von Bienen hat: Im Zoocafé gibt’s ein Stück Bienenstich dazu – und von dort aus lassen sich die fleißigen Bienen bei der Arbeit an den Blüten wunderbar beobachten.

Zoo Schwerin 04.08.2026

Sommer-Aktion im Zoo Schwerin: Ab 15 Uhr für nur 10 Euro in den Zoo
Der Zoo Schwerin bietet zur zweiten Hälfte der Sommerferien ein besonderes Angebot für alle kleinen und großen Zoo-Fans: Von Montag bis Donnerstag können Gäste mit dem Sommer-Nachmittagsticket ab 15 Uhr für nur 10 Euro pro Person den Zoo besuchen – unabhängig vom Alter. Das Angebot gilt bis zum 30.09. Mit dem Sommer-Nachmittagsticket können Gäste den Zoo Schwerin bis zur Schließung in entspannter Atmosphäre erkunden. Rund drei Stunden bleiben Zeit, um das weitläufige Gelände zu entdecken, Tiere zu beobachten und die sommerliche Stimmung im Zoo zu genießen. Dabei stehen sämtliche Besucherbereiche uneingeschränkt zur Verfügung. Das Angebot soll den Zoobesuch zur Nachmittagszeit zum Vorteilspreis möglich machen. Öffentliche Fütterungen und Kommentierungen bei Löwen und Co. Auch am Nachmittag erwartet die Zoo-Gäste noch ein abwechslungsreiches Programm. Neben Begegnungen mit den tierischen Bewohnern des Zoos und der Möglichkeit, einige Tiere zu füttern, finden auch öffentliche Kommentierungen und Fütterungen statt: Um 17:00 Uhr ist Treff im Humboldthaus mit Faultieren, Ameisenbären und vielen anderen Tierarten. Ein weiteres Highlight steht um 17:15 Uhr an: die öffentliche Kommentierung und Fütterung bei den Asiatischen Löwen. Besucherinnen und Besucher erhalten hier spannende Einblicke in das Verhalten und die Rudeldynamik der Tiere. Für eine kleine Pause zwischendurch laden die gastronomischen Einrichtungen mit kühlen Getränken und Snacks ein. Auch der Zoo-Shop hat bis zum Ende des Zoobesuchs geöffnet. Das Sommer-Nachmittagsticket ist im Webshop des Zoo Schwerin sowie an der Tageskasse erhältlich. Der Zoo Schwerin lädt alle Einheimischen und Urlaubsgäste ein, die Sommerferien für einen entspannten Nachmittag zwischen Löwen, Giraffen und vielen weiteren Tierarten zu nutzen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 04.08.2026
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart leistet Beitrag zur Bestandsstützung in Österreich
Erneut Steinböcke aus der Wilhelma in den Alpen ausgewildert Für zwei Alpensteinböcke aus der Wilhelma hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Am Donnerstag, 30. August 2026, wurden sie in den Hohen Tauern in die Natur entlassen. Sie waren dabei nicht alleine: Mit ihnen zusammen wurden noch acht Artgenossen aus drei weiteren europäischen Zoos ausgewildert. Initiiert und koordiniert wurde die Aktion durch eine lokale Initiative vor Ort in Österreich. Für die beiden weiblichen Tiere, die 2024 in der Wilhelma zur Welt gekommen sind, begannen die Reisevorbereitungen bereits einige Wochen vorher: Am 1. Juli wurde ihr Gesundheitszustand veterinärmedizinisch überprüft, Blutproben genommen und die vorgeschriebenen Ohrmarken angebracht. Am Vormittag des 29. Juli wurde jede der beiden Geißen dann von den zuständigen Tierpflegerinnen in eine eigene Transportkiste bugsiert und in einen klimatisierten Transporter verladen. In Österreich angekommen wurde zunächst noch eine Zwischenübernachtung eingelegt. Am folgenden Morgen ging es dann im Konvoi ins Gebirge. Am Ort der Auswilderung angekommen, wurden die zehn Transportkisten der vier beteiligten Zoos vorsichtig nebeneinander platziert und zeitgleich geöffnet. Die Auswilderung aller zehn Tiere verlief erfolgreich. Dr. Ulrike Rademacher, Kuratorin für Huftiere in der Wilhelma, erklärt: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Zoos zu dieser gelungenen Aktion beitragen durften. Zwar gelten Steinböcke heutzutage nicht mehr als gefährdet. Oft leben sie aber in Inselpopulationen, die nicht miteinander verbunden sind. Seit 1994 haben wir daher nun insgesamt 25 unserer eigenen Nachzuchten für bestandsstützende Maßnahmen in Österreich zur Verfügung gestellt. Sie helfen dabei, Populationslücken zu schließen und genetische Vielfalt in den Beständen zu sichern.“ Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin fügt hinzu: „Der Alpensteinbock ist eine Art, bei der schon seit langer Zeit erfolgreich ausgewildert wird. Möglich ist das, da seine Lebensräumer weitgehend intakt sind und er nicht mehr verfolgt wird. Das sind die Grundvoraussetzungen für jede Auswilderung: Zunächst müssen die Ursachen behoben sein, die einst zur Dezimierung einer Art in der Natur geführt haben. Bei vielen in Zoos gehaltenen Arten ist dieser Zeitpunkt aber noch nicht erreicht. Artenschutz ist darum eine langfristige, oft generationenübergreifende Aufgabe.“ Der Alpensteinbock war noch bis ins 16. Jahrhundert in den Hochgebirgslagen der Alpen sehr verbreitet Art. Aufgrund von intensiver Bejagung war die Art bis Mitte des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet. Im Gran Paradiso Nationalpark in Italien blieb eine Restpopulation erhalten, die 1821 auf rund 60 Exemplare geschätzt wurde. Dank strenger Schutzmaßnahmen konnte sich der dortige Bestand bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wieder auf rund 3.000 Tiere erholen. Gezielten Wiederansiedlungen von Steinböcken, sowohl aus der Population am Gran Paradiso als auch aus Wildparks und Zoos in zuvor verwaisten Gebieten, ist es zu verdanken, dass heute wieder über 50.000 der charismatischen Bergziegen im gesamten Alpenraum heimisch sind.

Tiergarten Schönbrunn 04.08.2026
Hitzewelle: Elefantenkalb im Tiergarten Schönbrunn entdeckt Badevergnügen
In der aktuellen Hitzewelle genießen auch die Afrikanischen Elefanten im Tiergarten Schönbrunn jede Möglichkeit zur Abkühlung. Duschen, Baden und anschließende Schlamm- und Sandbäder gehören an heißen Sommertagen zu ihren liebsten Beschäftigungen. Schlamm und Sand erfüllen dabei wichtige Funktionen: Sie schützen die empfindliche Haut vor Sonne und lästigen Insekten und sorgen für viel Wohlbefinden. „Unsere Elefanten nutzen Wasser, Schlamm und Sand genau wie ihre Artgenossen in der Wildbahn zur Hautpflege. Besonders schön ist es zu beobachten, wie unser kleiner Elefantenbulle dieses natürliche Verhalten von den erwachsenen Tieren imitiert und mit großer Begeisterung mitmacht“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Der kleine Elefantenbulle wird am 20. August ein Jahr alt und hat sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt. Mittlerweile wiegt er rund 400 Kilogramm und sorgt mit seiner verspielten Art für viel Leben in der Herde. Wenn er nicht gerade bei seiner Mutter trinkt, ist er gerne mit seiner „Tante“ unterwegs. Weil diese derzeit häufig im Badebecken ist, wird auch der Kleine immer mutiger und wagt sich immer weiter ins kühle Nass. „Unser kleiner Bulle beobachtet die erwachsenen Elefanten ganz genau und versucht, vieles nachzumachen – besonders die Körperpflege seines Vaters. Wenn dieser mit dem Rüssel Sand auf seinen Rücken wirft, probiert er das sofort selbst aus. Noch klappt das nicht perfekt, aber er wird jeden Tag geschickter“, erzählt Tierpflegerin Jenny Bukowski.

Zoo Hannover 03.08.2026

Überraschung mit Geduldsspiel und Fruchtsorbet Schimpanse „Max“ im Erlebnis-Zoo Hannover wird 62 Jahre alt
Die Schimpansen brauchten schon ein wenig Geduld, um an die Leckereien zu gelangen: In unknackbaren Behältern mit fingergroßen Öffnungen steckten Haferflocken umhüllt von Honig. Ein köstliches Geduldsspiel. Am 03. August ist Schimpansen-Männchen „Max“ im Erlebnis-Zoo Hannover 62 Jahre alt geworden – ein für Schimpansen außergewöhnlich hohes Alter! Für diesen besonderen Tag haben sich die Tierpflegenden auch etwas Besonderes einfallen lassen. „In der Wildbahn angeln sich die Schimpansen Termiten aus den Gängen ihres Baus, das ahmen wir hier mit den Hartplastikbehältern nach“, erklärt Tierpfleger Frank Wilhelms. „Die Schimpansen nutzen ihre Finger, aber auch Bambusstöckchen, um die klebrigen Haferflocken zu bergen.“ Wer aus dem Schimpansen-Clan nicht so viel Geduld aufbringen wollte, schnappte sich Melonenschnitten oder eines der großen Eisstücke – gefrorener Eistee mit Beeren –, die die Tierpflegenden bei den sommerlichen Temperaturen überall auf der Anlage versteckt hatten. „Wir haben es für ‚Max‘ natürlich nicht zu schwierig gemacht, er ist mit seinen 62 Jahren ja nicht mehr der Beweglichste“, schildert Frank Wilhelms. Für sein hohes Alter ist das Schimpansen-Männchen zwar noch fit, aufgrund der altersbedingten Arthrose in den Gelenken aber langsamer geworden. „Er schläft sehr viel, steht morgens eher spät auf, und Regen mag er gar nicht“, beschreiben ihn seine Tierpflegenden. Aber immer noch ist „Max“ sehr neugierig und interagiert viel mit den Besuchenden. „Er ist eine echte Tierpersönlichkeit – viele unserer Gäste haben ihn über Generationen hinweg begleitet“, erzählt Frank Wilhelms. „Wir freuen uns, dass wir ihn an diesem Tag besonders verwöhnen konnten.“ Die Tierbeschäftigung teilte sich „Max“ übrigens mit den anderen Schimpansen „Maleika“ (47), „Chunja“ (42) und „Viktoria“ (32).

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert