Unseren ersten Tag in Wien wollten wir nur im Tiergarten Schönbrunn verbringen. Normalerweise ist das anstrengend genug, und bisher hat das auch immer gut funktioniert: Tiergarten, Einkauf im Mannershop, Abendprogramm.
Nur …. ein Abendprogramm hatten wir nicht, und nachdem wir die Karten, die wir abends oft benutzten, in Wels vergessen hatten (zumindest haben wir sie bis zum Schreiben dieses Textes nicht gefunden), würden wir die nächsten Tage wohl nur weintrinkend den Abend im Hotel verbringen.
Nur … so lange wie erwartet war unser Aufenthalt im Tiergarten nicht, also mussten Alternativen her… das Schloss war uns mit 42 Euro zu teuer, also entschieden wir uns für den Stephansdom… Nord – und Südturm bestiegen, Führung durch die Katakomben, jeweils für 8 Euro…. passt. Es hätte noch ein Kombiticket mit Dommuseum für 29 Euro gegeben, das hat uns aber nicht interessiert …. und Katakombenführungen hätte es sowieso erst wieder am Montag gegeben, aber da wollten wir Wien ja wieder verlassen. Aber wir sind ja öfter in Wien (und in der Nähe des Stephansdoms.
Die Türme haben wir aber doch bestiegen. Den Südturm muss man selber besteigen, dann hat man einen tollen Ausblick auf Wien. Auf den Nordturm kommt man mit dem Aufzug, von dort hat man nur einen tollen Ausblick auf einen Teil Wiens.
Der Stephansdom (eigentlich Dom- und Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen) am Wiener Stephansplatz (Bezirk Innere Stadt) ist seit 1365 Domkirche und Sitz einer Priestergemeinschaft (Allerheiligenkapitel), seit 1469/1479 Kathedrale (Bischofssitz mit Domkapitel) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Er ist auch die Pfarrkirche der Dompfarre St. Stephan in der Wiener Innenstadt. Der römisch-katholische Dom gilt als Wahrzeichen Wiens und wird mitunter auch als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet.Namensgeber ist der heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt. Das zweite Patrozinium ist Allerheiligen.
Das Bauwerk ist 109 Meter lang und 72 Meter breit. Der Dom ist eines der wichtigsten gotischen Bauwerke in Österreich. Teile des spätromanischen Vorgängerbaues von 1230/40 bis 1263 sind noch erhalten und bilden die Westfassade, flankiert von den beiden Heidentürmen, die etwa 65 Meter hoch sind. Insgesamt besitzt der Stephansdom vier Türme: Mit 136,4 Metern ist der Südturm der höchste, der Nordturm wurde nicht fertiggestellt und ist nur 68 Meter hoch. Im ehemaligen Österreich-Ungarn durfte keine Kirche höher als der Südturm des Stephansdoms erbaut werden. So wurde beispielsweise der Mariä-Empfängnis-Dom in Linz um zwei Meter niedriger gebaut.
Der von der Wiener Bevölkerung kurz Steffl genannte Südturm ist ein architektonisches Meisterwerk der damaligen Zeit; trotz seiner bemerkenswerten Höhe ist das Fundament weniger als vier Meter tief. Bei seiner Fertigstellung war der Turm für über 50 Jahre das höchste freistehende Bauwerk Europas.
Der Südturm ist als Hauptturm 136,4 Meter hoch und hat einen quadratischen Grundriss, der durch ein raffiniertes Arrangement von Giebeln allmählich in ein Achteck überführt wird. Unterhalb der Spitze ragen zwölf Fialtürmchen empor. Bis auf eine Höhe von 72 Metern ist er für die Öffentlichkeit zugänglich, dort befindet sich die sogenannte Türmerstube. Im Südturm befinden sich insgesamt 13 Glocken, wovon elf das Hauptgeläut des Stephansdoms bilden.
Mit dem Nordturm sollte der Dom in seinem äußeren Erscheinungsbild vollendet werden. Die Bauarbeiten an diesem Turm begannen im Jahre 1467 und dauerten bis 1511. Sie wurden jedoch wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten, religiöser Wirren – Wien war um 1520 eine protestantische Stadt geworden, während die Niederösterreichischen Stände gegen die Protestanten vorgingen und lutherische Gottesdienste in den Bürgerhäusern verboten wurden – und wegen der nahenden Türkengefahr nicht weiter fortgeführt, sodass der Nordturm unvollendet blieb.
Unter Hans Saphoy von Salmansweiler († 1578 in Wien), der von 1556 bis 1578 Dombaumeister von St. Stephan war, gab es Überlegungen, den Steinstumpf auszubauen, die jedoch wieder fallen gelassen wurden. Es blieb bei der Errichtung eines Turmdaches im Stil der Renaissance durch die Brüder Hans und Caspar Saphoy. Es handelt sich dabei um ein kleines achteckiges Glockentürmchen, die so genannte „Saphoysche“ oder „Welsche Haube“, auf dessen Spitze der Doppeladler des Hauses Österreich thront, weshalb der Nordturm auch „Adlerturm“ genannt wird. Der Nordturm ist insgesamt 68,3 Meter hoch. Die Pummerin, die drittgrößte freischwingend geläutete Kirchenglocke Europas, befindet sich seit 1957 im Nordturm unter einer Turmhaube aus der Renaissance.
Es gibt etliche Geschichten und Legenden, welche die Unfertigkeit des Nordturms des Stephansdoms zu erklären versuchen. Die bekannteste Legende besagt, dass der Baumeister Puchsbaum zur Entstehungszeit nur ein Gehilfe des Baumeisters war und mit dem Teufel einen Pakt schloss, um den Nordturm innerhalb eines Jahres fertigzustellen. Dadurch würde Puchsbaum die Bedingung des Baumeisters, seine Tochter ausführen zu dürfen, erfüllen. Puchsbaum konnte allerdings seinen Pakt mit dem Teufel nicht einhalten, da er – durch die Namensgebung der Tochter Maria bedingt – es nicht schaffte, ein Jahr lang weder den Namen des Herrn noch eines anderen Heiligen auszusprechen.
- Wasserspeier im Stephansdom
- Modell des Stephansdoms
- Blick auf den Wurstelprater vom Stephansdom aus
Wir sind dann noch etwas durch die nähere Umgebung des Stephansdoms gegangen und haben ein paar Entdeckungen gemacht:
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Das HIITCH (Kärntner Straße 47) istein auffällig gestaltetes Café mit Teddybär-Thema. Große Plüschbären und entsprechende Dekoration gehören zum Konzept; das Lokal ist stark auf Fotomotive bzw. Social-Media-taugliche Inszenierung ausgerichtet. Wir haben uns auch begeistern lassen, aber nur von der Fassade, getrunken haben wir nichts, aber es gab genug, die das taten … und zu den Getränken gab es auch Teddys dazu.
Die Glasfront des Geschäftslokals ist von unten bis oben mit 2850 kleinen Teddys befüllt.
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ANKERUHR
Die Ankeruhr ist eine große Spieluhr beim Haus der Helvetia-Versicherung – vormals Lebens- und Rentenversicherungs-Gesellschaft „Der Anker“ – am Hohen Markt 10–11 in der Altstadt der österreichischen Hauptstadt Wien.
Sie gilt als eines der herausragenden Werke des Jugendstils und ist eine beliebte Touristenattraktion.
Die Versicherungsgesellschaft „Der Anker“ entwickelte 1911 den Plan, eine große öffentliche Uhr an ihrem neuen Firmensitz im Ankerhof errichten zu lassen. Für die künstlerische Gestaltung wurde der Jugendstilmaler Franz Matsch verpflichtet, das Uhrwerk konstruierte der k.u.k. Hof- und Kammeruhrmacher Franz Morawetz. Daneben wurden zahlreiche weitere Unternehmen und Handwerker verpflichtet: Die Firma Schreiber und Kwaysser entwickelte den elektrischen Antrieb, die Gebrüder Rieger bauten die Orgel, Vinzenz Goller kümmerte sich um die Musikauswahl, die Firma W. A. Richters Söhne baute die Mechanik des Figurenwerks, Franz Siegel besorgte die Kupfertreibarbeiten, Heinrich Hauska die Kupferschmiedearbeiten, die Wiener Mosaik-Werkstätte schuf das Mosaik auf der Vorderseite, Andrea Francini war für die Steinmetz- und Marmorarbeiten zuständig, Viktor Englerth besorgte die Schlosserarbeiten, und die Firma Eduard Ast & Comp. baute die Brücke aus eisenbewehrtem Beton.
Das Gebäude der Versicherung wurde am 29. Juni 1914 bezogen, für die Fertigstellung der Uhr wurde der Herbst 1914 anvisiert. Der Termin ließ sich nicht halten, da mittlerweile der Erste Weltkrieg begonnen hatte, und Material- und Personalknappheit den Bau verzögerte. Am 2. Dezember 1914 wurde die mechanische Orgel erstmals in Betrieb genommen, was eine tausendköpfige Zuschauermenge anlockte. Im Sommer 1915 war die Anlage fertiggestellt, und am 18. August 1915 fand vor vielen Zuschauern der erste Probelauf statt, passend zum Geburtstag des Kaisers. Das Spektakel wurde zu Ehren des Kaisers 1916 wiederholt. Der Höhepunkt jedes Durchlaufs war die Figur Nr. XII, bei der die österreichische Kaiserhymne erklang. Die dazugehörige Figur ist aber nicht – wie in jener Zeit eigentlich üblich – Kaiser Franz Joseph I., sondern der Komponist der Hymne, Joseph Haydn.
Nach den beiden Probeläufen blieb die Uhr eine Zeit lang ausgeschaltet. Man hatte beschlossen, die Anlage als „Friedensuhr“ zu definieren, und sie erst nach dem Ende des Krieges in Gang zu setzen. Dass der Friede irgendwann einmal kommen würde, war zu erwarten, nicht jedoch eine seiner Auswirkungen: der Untergang der Monarchie. Einige der Figuren dienten der Lobpreisung des Hauses Habsburg, und das war 1918 nicht mehr populär. Also wurde nach Ende des Krieges – das genaue Datum ist unbekannt – die Uhr ohne jede Zeremonie einfach eingeschaltet. In Hinblick auf die politische Situation wurde davor jedoch das Musikprogramm geändert: Die Kaiserhymne wurde entfernt und durch ein Stück aus Haydns Oratorium Die Schöpfung ersetzt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde am 11. April 1945 der Ankerhof und die Ankeruhr durch Brandstiftung schwer beschädigt; die Uhr konnte erst 1956 wieder in Betrieb gehen. Allerdings konnte die Orgel nicht repariert werden, sie wurde durch eine Tonanlage ersetzt. Die heutige Fassung der zwölf Musikstücke wurde 1978 auf der Basis der originalen Orgelsätze in einer Wiener Kirche aufgenommen.[2]
Die Ankeruhr ist eine brückenartige Verbindung zwischen den beiden Gebäudeteilen des Ankerhofes, sie überspannt den Bauernmarkt. Diese „Uhrbrücke“ hat eine Spannweite von zehn Metern und eine Höhe von siebeneinhalb Metern; die Uhr selbst hat einen Durchmesser von vier Metern. Getragen wird die Brücke von vier figuralen Konsolen, an denen vorne Adam und Eva und hinten Engel und Teufel dargestellt sind. Über der Uhr befindet sich eine Sonnenscheibe, flankiert von einem Kind mit Schmetterling als Allegorie für das Leben, und einer Sanduhr als Symbol für den Tod – eine für eine Versicherungsgesellschaft bedeutsame Symbolik. Bei Dunkelheit wird die Uhr von Scheinwerfern beleuchtet.
Die Uhr ist als Linearuhr gestaltet, bei der eine Figur mittels eines Kettenlaufwerks eine Stunde lang über eine Skala gleitet und dann von der nächsten Figur abgelöst wird. Die jeweilige Stunde ist als römische Zahl über der Figur angegeben, die Minuten können auf der Skala abgelesen werden. Die Figuren sind zwischen 2,6 und 2,8 Meter hoch und aus Kupfer getrieben, ihre Auswahl hat Franz Matsch persönlich vorgenommen. Zu jeder vollen Stunde ertönt ein sonorer Stundenschlag. Um 12 Uhr ziehen alle zwölf Figuren(gruppen) vorbei, begleitet von einem zur Figur passenden Musikstück, ursprünglich aus einer mechanischen Orgel mit 800 Pfeifen, heute als digitale Tonwiedergabe. Die Reihenfolge des Erscheinens der Figuren entspricht der geschichtlichen Abfolge.
Der Hintergrund der Uhr besteht aus einem 12 m² großen Mosaik aus Glas, Metall und Marmor, in dessen Mitte sich der Doppeladler und das alte Wappen der Stadt Wien befinden. Umgeben werden diese von zwölf weiteren Wappenschilden unter anderem als Symbole für Wissenschaft, Kunst, Liebe, Musik, Theater, Industrie, Handel und Wiener Küche. Unter der Uhr liegt ein Basilisk aus der Wiener Sagenwelt. Auf der Rückseite der Brücke befindet sich eine konventionelle Zeigeruhr sowie der Schriftzug „Der Anker“.
RUPRECHTSKIRCHE
Die römisch-katholische Ruprechtskirche ist die älteste in ihrer Grundsubstanz noch bestehende Kirche der Stadt Wien. Sie befindet sich auf dem Ruprechtsplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Die Ruprechtskirche ist dem heiligen Rupert, dem Schutzpatron der Salzschiffer und von Salzburg, geweiht und gilt daher als Salzburger Gründung. Salz war im Mittelalter eine wichtige Monopolware, die von einer speziellen Stelle, dem Salzamt verwaltet wurde. Bei der Ruprechtskirche wurde Salz durch das Salzamt an Einzelhändler verkauft – daran erinnern auch die Flurnamen Salzgasse, Salzgries, Salztorgasse und die Salztorbrücke.
Der Legende nach wurde die Kirche im Jahre 740 gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1200, in einem Dokument, das auf eine Schenkung von Herzog Heinrich II. Jasomirgott an das Schottenstift Bezug nimmt. Diese Schenkung umfasste auch die Ruprechtskirche, die darin als die älteste Kirche Wiens bezeichnet wird. Aus heutiger Sicht ist dies jedoch nicht korrekt, da die erste Peterskirche die älteste Kirche Wiens war, die Ruprechtskirche ist somit die älteste heute noch erhaltene Kirche Wiens.
Die Ruprechtskirche liegt auf dem Gebiet des ehemaligen römischen Militärlagers Vindobona. Nach der Zerstörung der römischen Siedlung wurde das Entstehen einer Keimzelle des späteren Wien im Bereich um die Ruprechtskirche angenommen, was sich aber archäologisch noch nicht bestätigen ließ. Als erste Pfarrkirche von Wien wird nicht die Ruprechtskirche, sondern die auf die Spätantike zurückgehende erste Peterskirche angenommen, deren Pfarr-Rechte ab 1147 (nach dem Vertrag von Mautern) auf den Stephansdom übertragen wurden.
Die heutige Kirche ist mehrfach verändert und umgebaut worden. Die ältesten, bis heute erhaltenen Mauern stammen aus dem frühen 12. Jahrhundert (die Mauern des Hauptschiffs mit der Empore und die unteren Turmgeschoße mit den romanischen Biforien). Die Kirche wurde während eines Großbrandes 1276, der fast die ganze Innenstadt vernichtete, beschädigt und anschließend gotisiert (Errichtung der neuen, polygonalen Apsis sowie Erhöhung des Turms um ein Geschoß). Die heutige mittlere Glocke überlebte den Brand, mit der Aufstockung des Turms wurde eine zweite Glocke angeschafft. Um 1280 fällte man die Bäume für den Glockenstuhl, in welchem das Glockenpaar künftig hängen sollte. Vermutlich in der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde rechtsseitig an das Langhaus ein gotisches Seitenschiff angebaut und die Südwand des Hauptschiffes durch drei spitzbogige Arkaden durchbrochen. An der Emporenbrüstung befindet sich eine A.E.I.O.U.-Inschrift mit der Jahreszahl 1439. Es handelt sich dabei um den Wahlspruch Kaiser Friedrichs III., und das Jahr, in dem er Herzog von Österreich wurde.
Der Salzamtmann Georg Nagl ließ laut Inschrift von 1622 die schon sehr baufällige Ruprechtskirche wiederherstellen, Johann Baptist Bartolotti von Partenfeld finanzierte die Reparatur der Jahre 1701 bis 1703. Für Bodenplatten im Bereich der Eingangstüre sowie Stufen einer kleinen Stiege auf die Empore wurde Kaiserstein aus Kaisersteinbruch verwende
Und natürlich haben wir auch bei Manner eingekauft, bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht haben, um zu überlegen, wo wir abends essen gehen wollten.
Gegessen haben wir dann bei einem Asiaten, der nicht unbedingt Schnellrestaurant war, aber auch nicht nobel. Aber lecker war es.
Noch ein Nachtrag, weil ich nicht weiß wie ich es noch unterbringen kann: Im Tiergarten sahen wir auch eine Äskulapnatter. Andere Besicher dachten, dass es eine entkommene Schlange wäre. Äskulapnattern sind auch groß und beeindruckend im Vergleich zu Ringelnatter oder Kreuzotter … aber nicht giftig und eher auf der Flucht als auf Angriff.











