Tierpark Berlin 26.06.2026
Die Rückkehr der Giganten
Sie sind wieder da: Afrikanische Elefanten kehren in den Tierpark Berlin zurück Nach sechs Jahren ist es endlich so weit: Die Afrikanischen Elefanten sind zurück im Tierpark Berlin. Mit Leitkuh Pori (44), ihrer Tochter Tana (25) (eine gebürtige Berlinerin!) sowie den Enkeln Tamika (10), Elani (6) und Simon (2) zieht ein über Generationen gewachsener Familienverband in die Hauptstadt. Diese Konstellation spiegelt die natürliche Sozialstruktur der Afrikanischen Elefanten eindrucksvoll wider. In ihrem natürlichen Lebensraum leben Elefantenkühe gemeinsam mit ihren Töchtern, Schwestern und Enkeln in stabilen Familienverbänden, die von einer erfahrenen Leitkuh angeführt werden. Junge Bullen verlassen die Herde mit Eintritt der Geschlechtsreife, während weibliche Tiere meist ihr Leben lang bei ihrer Familie bleiben. „Wir können dieser Familie hier den nötigen Raum geben, um sich natürlich weiterzuentwickeln und weiter zu wachsen, denn unsere neue Savannenlandschaft bietet Platz für bis zu 21 Afrikanische Elefanten. Dass unsere Gäste mehrere Generationen einer Elefantenfamilie gemeinsam erleben können, ist nicht nur ein großer Gewinn für den Tierpark, sondern auch ein bedeutendes neues Kapitel in der langen Geschichte der Elefantenhaltung im Tierpark Berlin“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Mein großer Dank gilt dem gesamten Team im Zoo Halle, das in den vergangenen Jahren durch hervorragende Pflege und Training dafür gesorgt hat, dass der Umzug nach Berlin reibungslos klappte.“ Seit ihrer Ankunft am 9. und 10. Juni haben sich die fünf Elefanten bereits gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt. Schritt für Schritt konnten sie sich an ihre neue Umgebung und an ihr neues Tierpflege-Team gewöhnen. Die vertrauten Bezugspersonen aus Halle bleiben noch einige Wochen in Berlin, um die behutsame Eingewöhnung zu begleiten. „Solche über Generationen gewachsenen Familienverbände werden in zoologischen Einrichtungen allmählich häufiger, entsprechen sie doch dem natürlichen Sozialverhalten der Tiere. Im Rahmen moderner Haltungskonzepte gewinnen sie daher zunehmend an Bedeutung. Ein Umzug eines solchen Familienverbandes mit drei Generationen ist in Deutschland bisher allerdings einzigartig. Die moderne, großzügige Elefantenanlage im nicht weit von Halle entfernten Tierpark Berlin war für unsere Tiere die bei weitem beste Option“, bestätigt auch Dr. Dennis Müller, Direktor im Bergzoo Halle. Seit der Eröffnung im Jahr 1955 gehörten Elefanten zu den prägenden Tierarten des Tierparks. Seit ihrem vorübergehenden Auszug im Jahr 2020 wurden die beeindruckenden Tiere von vielen Gästen schmerzlich vermisst. Umso größer ist nun die Freude über ihre Heimkehr. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, erklärt: „Die Rückkehr der Afrikanischen Elefanten ist ein besonderer Moment für den Tierpark Berlin und für unsere Stadt. Generationen von Berlinerinnen und Berlinern verbinden persönliche Erinnerungen mit diesen beeindruckenden Tieren. Umso schöner ist es, dass nun eine ganze Elefantenfamilie in das größte Elefantenhaus Europas einzieht. Berlin unterstreicht damit einmal mehr seine Bedeutung als Standort moderner und zukunftsorientierter zoologischer Einrichtungen.“ Ab dem Wochenende können Tierpark-Gäste die Elefantenfamilie auf der großzügigen Savannenlandschaft beobachten. Der größte Teil des Hauses ist bereits fertiggestellt und wird bereits von den Elefanten bewohnt. Die Arbeiten an den Anlagen für die kleineren Bewohner sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Daher ist das Haus derzeit für Gäste noch nicht zugänglich. Die Eröffnung des Hauses ist für Anfang 2027 vorgesehen. Bedrohung und Schutz der Afrikanischen Verwandten im natürlichen Lebensraum Afrikanische Elefanten sind die größten landlebenden Säugetiere der Welt. Mit ihrem langen Rüssel erreichen die bis zu vier Meter hohen Tiere auch Blätter in sechs Metern Höhe. Sie bewohnen Savannen, Wälder und Buschland in verschiedenen Ländern südlich der Sahara und können bis zu sieben Tonnen auf die Waage bringen. Ihre Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 55 Jahren. Auf der Liste der IUCN sind Afrikanische Elefanten als „stark gefährdet“ gelistet. In vielen Regionen der Welt führen wachsende menschliche Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen zunehmend zu Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren – insbesondere, wenn Elefanten auf der Suche nach Wasser und Nahrung in Dörfer und Felder gelangen. Der Tierpark Berlin unterstützt ein Elefantenschutz-Projekt im Norden Namibias. In Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation EHRA (Elephant-Human Relations Aid) wird die lokale Bevölkerung darin geschult, Elefantenverhalten zu verstehen und sicher mit Begegnungen umzugehen. Gleichzeitig werden praktische Maßnahmen umgesetzt, darunter geschützte Wasserstellen und natürliche Abwehrsysteme, wie Chili-Pflanzen, die Elefanten von Feldern fernhalten, um Konflikte zwischen Mensch und Elefant zu vermeiden. So trägt der Tierpark Berlin dazu bei, ein friedliches Zusammenleben zu fördern und die Lebensräume der Elefanten langfristig zu sichern. Die neue Herde in Berlin Die Afrikanische Elefantenkuh Pori wurde 1981 in Simbabwe geboren und 1983 nach Deutschland gebracht. Zunächst lebte sie von 1983 bis 1997 im Zoo Magdeburg. Von 1984 bis 1986 zog sie kurzzeitig in den Zoo Leipzig. Im Jahr 1997 wurde sie für die Zucht in den Tierpark Berlin geschickt, wo sie 2001 ihr erstes Kalb Tana zur Welt brachte. Tana wurde am 4. Mai 2001 geboren und zog 2008 nach Halle. Als Pori 2020 für den Umbau des Dickhäuterhauses ebenfalls aus dem Tierpark Berlin in den Zoo Halle zog, wurden Mutter und Tochter nach 12 Jahren wiedervereint. Inzwischen hat Tana selbst drei Jungtiere zur Welt gebracht. Tamika erblickte am 26. Juni 2016 im Zoo in Halle das Licht der Welt und ist die erste Tochter von Tana und Elefantenbulle Abu. Elani wurde am 20. September 2019 geboren und ist der zweite Nachwuchs von Tana und Abu. Bruder Simon kam am 04. Februar 2024 als dritter Nachwuchs der beiden im Zoo in Halle zur Welt. Tipp: Die Elefanten sind ab dem 27. Juni für Gäste zu sehen, befinden sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase. Um ihnen einen möglichst entspannten Start zu bieten, dürfen sie selbst wählen, ob sie sich lieber im Elefantenhaus oder auf der Außenanlage aufhalten. Deshalb sind sie nicht zu jeder Zeit sichtbar. Die besten Chancen, die Familie zu erleben, bestehen momentan gegen 11:15 Uhr und 14:00 Uhr. Wer die ersten Blicke auf die neue Elefantenherde im Tierpark erhaschen und gleichzeitig allerhand über die Grauen Riesen erfahren möchte, kann sich jetzt schon eines der stark limitierten Tickets für die Afrika-Thementouren sichern, die an mehreren Terminen im Juli angeboten werden. Weitere Infos: https://shop.tierpark-berlin.de/de/article/521.
Zoo Magdeburg 26.06.2026
Ferienprogramme im Zoo
Auf den Spuren der Zootierhaltung und zum Haustier-Führerschein – zwei tierische Ferienabenteuer an 15 Ferientagen Magdeburg, 26.06.2026. Ferienzeit ist Zoozeit: Während der Sommerferien haben Kinder bis 12 Jahre freien Eintritt in den Zoo Magdeburg. Zusätzlich lädt die Zoopädagogik vom 6. Juli bis 14. August 2026 zu zwei spannenden Ferienprogrammen ein. An insgesamt 15 Ferientagen können junge Tierfreunde den Zoo aus neuen Perspektiven entdecken, Wissen über Tiere erwerben und selbst aktiv werden. Auf den Spuren der Zootierhaltung – Blick hinter die Kulissen Wie funktioniert ein moderner Zoo? Warum werden Tiere in Zoos gehalten und welchen Beitrag leisten Zoos zum Artenschutz? Diesen Fragen gehen Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren bei einer spannenden Entdeckungstour hinter die Kulissen des Zoos auf den Grund. Gemeinsam mit den Zoo-Guides lernen sie unterschiedliche Formen der Tierhaltung kennen und erfahren, welche Ansprüche Tiere an ihren Lebensraum haben. Anschließend entwerfen die Teilnehmer ihr eigenes Tiergehege und setzen sich dabei mit den Bedürfnissen verschiedener Tierarten auseinander. Auch die Themen Tierernährung und Tierbeschäftigung stehen auf dem Programm. Dabei können die Kinder selbst kreativ werden und Beschäftigungsmaterialien für ausgewählte Tiere gestalten. Während des Ferienprogramms schlüpfen die Teilnehmer in die Rollen von Tierpflegern, Kuratoren und Tierärzten und erleben, welche Aufgaben hinter dem täglichen Zoobetrieb stecken. Gleichzeitig erfahren sie, wie moderne Zoos zum Erhalt bedrohter Tierarten beitragen und warum Bildungsarbeit und Artenschutz heute zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören. Das Programm findet an sechs Terminen jeweils von 10:00 bis 15:30 Uhr statt. Haustier-Führerschein: Verantwortung spielerisch entdecken Welches Haustier passt zu mir? Welche Bedürfnisse haben Tiere und welche Verantwortung übernehmen Menschen mit ihrer Haltung? Antworten auf diese Fragen erhalten Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren beim Haustier-Führerschein. Während des zweieinhalbstündigen Programms begegnen die Kinder unter anderem Sittichen, Walliser Schwarznasenschafen und Achatschnecken. Spielerisch lernen sie heimische und exotische Haustiere kennen und erfahren, was diese für ein gesundes und tiergerechtes Leben benötigen. Im Mittelpunkt stehen Tierwohl, Verantwortung und der respektvolle Umgang mit Lebewesen. Die Kinder entdecken, dass jedes Tier individuelle Ansprüche an Ernährung, Pflege und Unterbringung hat. Gleichzeitig wird vermittelt, warum eine gut überlegte Haustierhaltung ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz ist. Zum Abschluss erhalten alle Teilnehmer ihren persönlichen Haustier-Führerschein als Erinnerung an einen erlebnisreichen Tag im Zoo. Für den Haustier-Führerschein sind acht Termine buchbar, die jeweils um 10:00 Uhr beginnen. Mit beiden Ferienprogrammen verbindet der Zoo Magdeburg spannende Erlebnisse mit Umweltbildung, Tierwohl und Artenschutz. Die Teilnehmer lernen Tiere besser zu verstehen und entwickeln ein Bewusstsein für den Schutz biologischer Vielfalt– eine wichtige Grundlage für die Natur- und Artenschützer von morgen.
Zoo Schwerin 26.06.2026
Zoo Schwerin verabschiedet sich von Braunbärin „Lena“
Der Schweriner Zoo musste sich von einem seiner ältesten Tiere verabschieden: Am gestrigen Donnerstag musste der Zoo die 33-jährige Jahre Europäische Braunbärin „Lena“ von ihren Altersleiden erlösen. Die Bärin lebte 30 Jahre in Schwerin und zählte zu den ältesten bekannten in menschlicher Obhut lebenden Bären in Europa. Lena fiel bereits seit Längerem mit gesundheitlichen Beschwerden auf. Zuletzt hatte sie einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr gut erholte. Die Braunbärin Lena wurde 1993 im Münchner Tierpark geboren. Lena lebte zusammen mit Bärin „Magda“ seit 1996 im Zoo Schwerin. Erst im April dieses Jahres konnte sich das Team freuen, dass beide Tiere ihrem Alter entsprechend wieder gut aus der Winterruhe in die Aktivitätsphase übergegangen sind. Lena ist seit 2022 häufiger mit gesundheitlichen Problemen aufgefallen. Die Bärin hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrere Schlaganfälle erlitten. Dank engmaschiger Betreuung und medikamentöser Behandlung kam sie aber immer wieder auf die Beine, wirkte lebensfroh und zeigte keine bleibenden Beeinträchtigungen. Eine CT-Untersuchung brachte ebenfalls keine wesentliche Diagnose hervor. Stark verschlechterter Gesundheitszustand seit zwei Wochen Vor ca. zwei Wochen fiel Lena erneut mit einem schlechten Gesundheitszustand auf. Sie wirkte wackelig auf den Beinen, desorientiert und hielt den Kopf schief. Neu in der Symptomatik war, dass sie zudem nur noch einen Bruchteil ihrer täglichen Futterration aufgenommen hat. Für Bären ist die Nahrungsaufnahme während der Wachzeiten besonders wichtig, damit sie ausreichend Energie für die Winterruhe speichern können. Darüber hinaus zeigte die Bärin vorher nicht dagewesenes aggressives Verhalten gegenüber Magda, der zweiten Bärin im Zoo, und urinierte vermehrt und teils unkontrolliert. Leider zeigte sich auch nach der Anpassung und Erweiterung der medikamentösen Behandlung keine Besserung. Im Gegenteil: Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes der Bärin konnte das Tierpflege-Team sie zum Schutz ihrer eigenen Sicherheit zuletzt auch nicht mehr auf die große Außenanlage lassen. Im Rahmen einer Ethikkommission wurde gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt entschieden, Lena mittels einer Euthanasie von ihren Leiden zu erlösen. Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Für das gesamte Team ist das eine traurige Situation. Besonders betrifft es natürlich die Pflegerinnen und Pfleger, die die Tiere täglich versorgen und mit ihnen arbeiten. Aus medizinischer Sicht konnte der 33-jährigen Bärin leider nicht mehr geholfen werden. Ihre Lebensqualität hat sehr stark abgenommen und von einer Besserung war leider nicht auszugehen.“ Die im Zoo Schwerin verbleibende Braunbärin Magda, die ebenfalls 33 Jahre alt ist, weist aktuell keine gesundheitlichen Auffälligkeiten auf. Sie wird nun allein auf der Anlage leben. Die Aufnahme eines weiteren Bären zur Vergesellschaftung ist aufgrund ihres hohen Alters nicht vorgesehen. Die mittlere Lebenserwartung von Braunbären liegt bei 30 Jahren. Mit der Haltung der Braunbären beteiligt sich der Zoo Schwerin am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EAZA Ex situ-Programm; kurz EEP). Ältere Tiere wie Lena und Magda sind im Zuge des Programms wichtige Botschafter für ihre Art, auch wenn keine eigene Zucht besteht. Rückgang der Braunbären aufgrund von Lebensraumverlust und Jagd In Deutschland leben keine Europäische Braunbären mehr in der Natur. Aufgrund intensiver Bejagung und des Verlusts geeigneter Lebensräume gilt die Art hierzulande als ausgestorben. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits seit dem 18. Jahrhundert keine Braunbären mehr in der Natur nachgewiesen. Heute kommen Braunbären in Ost- und Mitteleuropa nur noch in regional begrenzten Populationen vor, meist in bewaldeten Gebirgsregionen. Weltweit wird der Braunbär derzeit dennoch als „nicht gefährdet“ (LC – Least Concern) eingestuft. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Bestrebungen, verbleibende Populationen zu schützen und ihnen eine Rückkehr in geeignete Lebensräume zu ermöglichen. Eine Wiederansiedlung von Braunbären in Deutschland ist äußerst unwahrscheinlich und zeigt die Grenzen im Natur- und Artenschutz auf.
Zoo Dresden 26.06.2026
Tierisch coole Sommerferien im Zoo Dresden
In den Sommerferien vom 4. Juli bis 16. August warten im Zoo Dresden erlebnisreiche und tierisch spannende Ferientage. Bei den täglich 11 Uhr stattfindenden Reviertreffpunkten nehmen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger alle Ferienkinder mit zu einem Tier, bei dem es gerade etwas Besonderes zu entdecken gibt. Neben der erweiterten Giraffenanlage, den Roten Riesenkängurus oder den Pelikanen steht garantiert auch ein Besuch bei den Löffelhund-Welpen auf dem Programm. An den Feriensonntagen runden zusätzliche besondere Aktionen das Erlebnisangebot ab. Los geht es am 5. Juli mit dem “Löwenstarken Ferienauftakt mit den Dresdner Verkehrsbetrieben“. Von 10 – 17 Uhr lassen Magie, Rätsel-Spaß und eine fröhlich-gelbe DVB-Aktionswiese den Tag wie im Fluge vergehen. Da Löwin Layla das Patentier der Verkehrsbetriebe ist, stehen die afrikanischen Raubkatzen an diesem Tag im Mittelpunkt. Wie groß ist eine Löwenpranke? Wie geschickt sind Löwen bei der Jagd? Die Antworten darauf gibt es am Löwen-Aktionsstand. Darüber hinaus können sich Groß und Klein einen Löwenzahn aus Speckstein schnitzen und bei der Zoo-Rallye tolle Preise gewinnen. Gleich viermal verwandelt sich am 5. Juli das Zookasperhaus in eine magische Bühne. Zauberer Pascal Dalchau erwartet seine Gäste um 11 / 12:30 / 14:30 und 16 Uhr mit der zauberhaften Show „Magie aus dem Häuschen.” Am 12. Juli, 26. Juli und 16. August ist von 10 – 14 Uhr das Zooscoutmobil für alle Neugierigen, Entdecker und Warum-Frager im Zoogelände unterwegs. Am 19. Juli gastiert das Puppentheater Tausendtraum auf der Zookasperbühne mit dem Stück „Der Goldschatz im Zauberwald“. Mit Hohnsteiner Handpuppen gespielt können sich Besucherinnen und Besucher auf ein spannendes Abenteuer voller Spaß, Freundschaft und Magie freuen (11:30 / 13:30 / 14:30 / 15:30 Uhr). Die Aufführungen sind für Zoobesucher kostenfrei. Am 2. und 9. August warten unsere Schminkfeen an der Giraffenanlage. Krokodil-Tag am 5. August Anlässlich des Welt-Krokodil-Tages dreht sich am 5. August alles um Sunda-Gavial „De Gaulle“ und seine Artgenossen in der freien Natur. Am Krokodil-Aktionsstand kann amn spielerisch das eigene Wissen testen und bei verschiedenen Mitmachaktionen aktiv werden. Zudem findet 11 Uhr eine zusätzliche Fütterung beim Sunda-Gavial statt. Verlängerte Öffnungszeiten in den Sommerferien – 1 Stunde plus Wer den Zoobesuch nicht auf einen einzigen Tag beschränken möchte, hat in den Sommerferien noch mehr Zeit für tierische Entdeckungen. Vom 2. Juli bis zum 16. August öffnet der Zoo Dresden von Donnerstag bis Sonntag jeweils bis 19:30 Uhr und damit eine Stunde länger als gewohnt. In entspannter abendlicher Atmosphäre können Gäste den Feierabend im Zoo ausklingen lassen. Auch das Pinguin Café ist an diesen Tagen bis 19 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils um 18:45 Uhr. Tierisch coole Sommerferien im Zoo Dresden auf einen Blick: Täglich 11 Uhr Reviertreffpunkte Montag Raubtiere Treff: Wasserspielplatz Dienstag Vögel Treff: Futterküche Ibisvoliere Mittwoch Orang-Utan-Haus Treff: Riesenschildkröten außen Donnerstag Elefant / Mandrill / Katta Treff: Badebecken Elefanten Freitag 10.7. + 31.7. 17.7. + 7.8. 24.7. + 14.8. Elefant Löffelhund Giraffenanlage Treff: Badebecken Elefanten Treff: Löffelhund Treff: Giraffenanlage Samstag Prof. Brandes-Haus Treff: Lichtung Sonntag Huftierrevier Treff: Brücke über Kanal Nyala / Unzertrennliche SONNTAGs im ZOO 5.7. Löwenstarker Ferienauftakt mit der DVB (10 – 17 Uhr) – Mitmach- und Spielaktionen auf der DVB-Aktionswiese – Löwen-Aktionsstand der Zooscouts + Speckstein schleifen – „Magie aus dem Häuschen“ – Zauber-Shows am Zookasperhaus 11 I 12:30 I 14:30 I 16 Uhr 12.7. I 26.7. I 16.8. Zooscoutmobil unterwegs im Zoo (10 – 14 Uhr) 19.7. Puppentheater Tausendtraum (11:30 I 13:30 I 14:30 I 15:30 Uhr) 2.8. + 9.8. Kinderschminken 11 – 17 Uhr Krokodil-Tag am 5. August, 10 – 17 Uhr Info- und Aktionsstand zum Sunda-Gavial. zusätzlicher Fütterungstreffpunkt Sunda-Gavial De Gaulle: 11 Uhr zusätzlicher Treffpunkt Sunda-Gavial De Gaulle: 15 Uhr Verlängerte Öffnungszeiten in den Sommerferien – 1 Stunde plus Vom 2. Juli bis zum 16. August öffnet der Zoo Dresden von Donnerstag bis Sonntag jeweils bis 19:30 Uhr. Das Pinguin Café ist an diesen Tagen bis 19 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils um 18:45 Uhr.
Alpenzoo Innsbruck 26.06.2026
Blobe Bock Merlo geht auf Sommerfrische
Am Schaubauernhof des Alpenzoo gibt es derzeit besonders viel Leben: Neben den beiden Blobe Ziegen Luna und Lara sorgt vor allem Bock Merlo für Nachwuchsfreuden. Der stattliche Bock ist Teil eines wichtigen Zuchtprogramms der seltenen Blobe Ziege und hat in dieser Saison bereits kräftig für Nachwuchs gesorgt. Luna und Lara stammen von einem privaten Züchter aus Buch in Tirol und haben am Schaubauernhof des Alpenzoo ihr Zuhause gefunden. Bock Merlo kam von einem Züchter, der Familie Bonapace aus Berwang, nach Innsbruck. Seinen Namen trägt er aufgrund seiner Zuchtlinie: In dieser werden die Tiere nach einem festen System benannt – alle Namen beginnen mit dem Buchstaben M, um die Abstammungslinie nachvollziehen zu können. Doch auch ein erfolgreicher Zuchtbock braucht einmal eine Pause: Im Sommer darf Merlo auf „Sommerfrische“ gehen. Er verbringt die warmen Monate gemeinsam mit seinen Brüdern und seinem Vater auf der Bockweide in Berwang. Dort kann er die Zeit in vertrauter Umgebung genießen, bevor er im Herbst wieder in den Alpenzoo zurückkehrt und für die nächste Zuchtsaison am Schaubauernhof erwartet wird. „Die Blobe Ziege ist eine wertvolle Tiroler Nutztierrasse, deren Erhalt uns besonders am Herzen liegt. Mit Merlo leisten wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Zucht und Bewahrung dieser seltenen Rasse“, so Zoodirektor Dr. André Stadler. Besucherinnen und Besucher können die kleinen Kitze und ihre Mütter am Schaubauernhof beobachten – während Merlo seinen wohlverdienten Urlaub in Berwang genießt.
Tierpark Hellabrunn 25.06.2026
Münchens neuer Großstadt-Dschungel: Eröffnung der neuen Hellabrunner Dschungelwelt
Am heutigen Donnerstagvormittag war es soweit: Die Dschungelwelt im Tierpark Hellabrunn wurde nach umfassender Modernisierung und Sanierung durch Tierparkdirektor Rasem Baban und die Bürgermeisterin sowie Aufsichtsratsvorsitzende Verena Dietl feierlich wiedereröffnet. Ab sofort gibt es mitten in Hellabrunn wieder ein Tropenhaus, das bei jedem Wetter echtes Dschungelfeeling vermittelt. Die 1995 erstmals eröffnete Dschungelwelt bietet ein einzigartiges Naturerlebnis. Herzstück der Anlage ist die seit ihrer Eröffnung – auch während der Bauphase – intensiv gepflegte tropische Pflanzeninsel, die zur Wiedereröffnung nochmals erweitert wurde. Nach einer zeitaufwändigen Umbauphase präsentiert sich die Dschungelwelt mit einer innovativen Gebäudetechnik zur Simulation tropischer Klimazonen, ein in Teilen neuem Foliendach, komplett überarbeiteter Anlagengestaltung und neuen Innenanlagen mit Unterwassereiblicken, ein vollständig neues und interaktives Edukationskonzept sowie vielen neuen und altbekannten Tierarten. Hellabrunns Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Verena Dietl betont bei der Eröffnung: „Mit der Wiedereröffnung der Hellabrunner Dschungelwelt möchten wir Familien und Tierliebhabenden die Möglichkeit geben, gemeinsam unvergessliche Erlebnisse zu teilen und in die faszinierende Welt voller exotischer Pflanzen und Tiere einzutauchen. Die Dschungelwelt ist ein Projekt, das den Tierpark Hellabrunn und die Stadt München inhaltlich weiterentwickelt – insbesondere im Bereich Bildung und Artenschutz. Sie ermöglicht noch mehr Naturerlebnisse mitten in der Stadt und schafft damit einen zusätzlichen Ort für Umweltbildung und Begegnung mit biologischer Vielfalt.“ Alle Tieranlagen der Dschungelwelt wurden kernsaniert und bieten nun neuen Tierarten wie Binturong und Zwergotter, aber auch alten Bekannten wie den Fischkatzen und Kleinkantschil einen naturnahen Lebensraum. Für Besucherinnen und Besucher eröffnen sich dabei neue Einblicke – auch unter Wasser. Ein neu errichteter Steg in die ehemalige Löwenanlage vor der Dschungelwelt erweitert zusätzlich die Perspektiven auf die Tierwelt. Insgesamt sind nun 16 Tierarten, darunter zahlreiche Vogelarten, zu sehen. Mittelfristig werden weitere Tierarten folgen. Tierparkdirektor und Vorstand Rasem Baban zeigt sich zur Eröffnung erfreut: „Heute ist ein besonderer Tag für den Tierpark Hellabrunn. Mit der neuen Dschungelwelt können wir die tropische Tier- und Pflanzenwelt in einer völlig neuen Qualität präsentieren. Besonders freue ich mich darauf, zu erleben, wie die Besucherinnen und Besucher die neuen Perspektiven entdecken und wie die Tiere die modernisierten Anlagen annehmen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt während der intensiven Planungs- und Bauphase mit großem Engagement begleitet haben.“ Neben den sichtbaren Modernisierungen wurde auch die komplette Haustechnik erneuert. Zusätzlich entstand ein rückwärtiger Bereich für die mittelfristig geplante Erhaltungszucht bedrohter Vogelarten wie Balistar, Sumatra-Häherling und Mitchell-Lori. Auch die Bildungs- und Informationsangebote wurden im Zuge der Neugestaltung neu konzipiert. Im Mittelpunkt steht der „One Plan Approach“, ein integratives Artenschutzkonzept, das den Schutz von Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum (in situ) und in menschlicher Obhut (ex situ) als gemeinsame Aufgabe versteht. Besucherinnen und Besucher erhalten spannende Einblicke in das Ökosystem Regenwald, seine vielfältige Tierwelt sowie die Herausforderungen und Maßnahmen des modernen Artenschutzes. Vorgestellt wird zudem das Artenschutzprojekt des Cikananga Conservation Center, das Hellabrunn seit mehreren Jahren unterstützt. Das Projekt setzt sich für den Schutz und die Wiederansiedlung bedrohter Singvogelarten sowie den Erhalt ihrer Lebensräume in den indonesischen Regenwäldern ein. Die umfassende Modernisierung der Dschungelwelt war eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre im Tierpark Hellabrunn. Neben den baulichen und technischen Maßnahmen stand dabei das Ziel im Mittelpunkt, einen zeitgemäßen Erlebnis-, Bildungs- und Artenschutzort zu schaffen. Das Gesamtprojekt wurde zudem von der langjährigen Partnerin des Tierparks, der Stadtsparkasse München, unterstützt. Jan Mersmann, Mitglied des Vorstands, zur Eröffnung: „Hellabrunn ist Tierpark, Arbeitgeber, Erholungsraum und vieles mehr. Diese Vielfalt unterstützen und begleiten wir gerne als Stadtsparkasse München. Wenn sich der Tierpark Hellabrunn entwickelt, entwickelt sich auch München. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Dschungelwelt!“ Die neue Dschungelwelt ist ab sofort für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Anlässlich des Eröffnungswochenendes findet eine Quizrallye statt, bei der attraktive Preise gewonnen werden können. Die Aktion bietet die Gelegenheit, die neue Anlage zu erkunden und mehr über ihre tierischen Bewohner sowie die Themen Natur- und Artenschutz zu erfahren. Auch in den kommenden Wochen gibt es in der Dschungelwelt immer wieder Neues zu entdecken: Die Eingewöhnung der tierischen Bewohner im Vogelbereich ist noch nicht abgeschlossen. Daher werden nach und nach weitere exotische Arten einziehen.
Tierpark Bern 25.06.2026
Wie die Tiere im Tierpark Bern die Hitzewelle meistern
Seit über einer Woche steigen die Temperaturen vielerorts auf über 30 Grad. Wie ergeht es den rund 200 Tierarten im Tierpark Bern bei dieser Hitze? Die gute Nachricht: Die meisten von ihnen sind bestens gewappnet – mit cleveren Anpassungen, die sie selbst zum Einsatz bringen. Evolution als bester Schutz vor der Hitze Ein Teil der Tierarten im Tierpark Bern lebt in den Aussenanlagen und stammt ursprüng lich aus nordisch-europäischen oder einheimischen Regionen. Dort sind saisonale Temperaturunterschiede von 30 bis 40 Grad Celsius – oder mehr – keine Seltenheit. Im Lauf der Evolution haben sich diese Tiere entsprechend angepasst: Im Winter schützt sie ein dichtes Winterfell auch vor grosser Kälte, im Sommer übernimmt ein leichteres Sommerfell die Funktion, Hitze auf Distanz zu halten. Selbst entscheiden, was gut tut Genauso wichtig wie das Fell ist die Möglichkeit, selbst zu wählen: Die Anlagen im Tierpark Bern sind so konzipiert, dass sie den Tieren ganzjährig verschiedene Komfortzonen – Schattenplätze, Sonnenplätze, Wasserstellen, Erdhügel oder Höhlen sowie Orte mit mehr Durchzug bieten. So kann jedes Tier je nach Bedürfnis selbst entscheiden, ob es sich abkühlen oder lieber aufwärmen möchte, und sein natürliches Verhaltensrepertoire ausleben. Ebenso können die Tiere – im Gegensatz zu den arbeitenden Menschen – ihre Aktivitäten in die kühleren Tagesrandzeiten verlegen. Wenn die Hitze sogar gut tut Tatsächlich gibt es im Tierpark Bern auch Tierarten, denen die aktuellen Temperaturen entgegenkommen: Wärmeliebende Reptilien wie die kleinasiatische Bergotter, Schildkröten oder die Mauer- und Zauneidechsen verbringen heisse Tage ausgiebig sonnenbadend am Teichrand oder auf Steinen. Auch bei den Wisenten zeigt sich Erstaunliches: Obwohl die Tiere ursprünglich aus kühleren Regionen Europas stammen, legen sie sich trotz ausreichend vorhandenem Schatten immer wieder in die pralle Sonne. Wasser, Schatten und auch mal eine Dusche Damit es den Tieren an besonders heissen Tagen gut geht, sorgt das Tierpflege-Team mit gezielten Massnahmen für zusätzliche Abkühlung: In vielen Anlagen stehen Teiche, Sprinkleranlagen oder fliessendes Wasser zur Verfügung – etwa beim Moschusochsen, der sich bei Bedarf selbst unter die Sprinkleranlage stellt oder ins kühlende Wasser legt. Einigen Tiere, etwa im Kinderzoo, wird an besonders heissen Tagen zusätzlich eine Du- sche zur Verfügung gestellt. Der Zugang zu Trinkwasser ist für alle Tiere selbstverständlich jederzeit sichergestellt. «Glacé» vor allem zur Beschäftigung Bekannt sind auch Bilder aus Zoos, in denen Futter in Eisblöcken in die Anlage gelegt wird. Auch im Tierpark Bern gibt es solche «Glacé»-Leckerbissen, etwa für Eisfüchse, Seehunde oder Bären. Der Hauptgrund dafür ist allerdings weniger die Kühlung als die Beschäftigung: Die Tiere müssen warten, bis das Eis schmilzt, oder es aufbrechen, um an ihr Futter zu kommen. Die kühlende Wirkung ist ein willkommener Nebeneffekt.
Tiergarten Nürnberg 25.06.2026
Luchs aus dem Tiergarten im Pfälzerwald ausgewildert
Am Montag, 22. Juni 2026, ist ein junger männlicher Karpatenluchs (Lynx lynx carpathicus) aus dem Tiergarten der Stadt Nürnberg in Rheinland- Pfalz ausgewildert worden. Das gemeinsame Projekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) und der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) soll die genetische Vielfalt des rheinland-pfälzischen Luchsbestandes langfristig sichern. „Wir freuen uns sehr darüber, dass mit Koda ein weiterer Nürnberger Luchs einen Beitrag zum Erhalt Europas größter Katzenart leistet und die Population im Pfälzerwald stärkt. Auch diese Auswilderung zeigt deutlich, welche wichtige Rolle Zoos im Natur- und Artenschutz spielen“, sagt Jörg Beckmann, Biologischer Leiter und stellvertretender Direktor des Tiergartens. Luchskuder Koda wurde im Mai 2025 im Tiergarten Nürnberg geboren. Im Februar dieses Jahres zog er in ein Koordinierungsgehege des Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe, um dort auf seine Auswilderung vorbereitet zu werden. Er ist damit der vierte Luchs aus dem Tiergarten Nürnberg, der in den letzten Jahren ausgewildert wurde. Drei weitere in Nürnberg geborene Luchse leben heute im Schwarzwald, im Thüringer Wald und im Westerzgebirge. Die Luchs-Anlage im Nürnberger Tiergarten hat mit Blick auf Auswilderungsprojekte entscheidende Vorteile: Sie umfasst eine Fläche von rund 1.850 Quadratmetern, ist reich strukturiert und bewaldet. Damit bietet sie den Tieren viele Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Während der Aufzucht in Nürnberg bekommen die Luchse Rehe als Futter, die natürliche Hauptbeute. So kommt es nicht zu einer Fehlprägung auf andere Beutetiere. Die Rehe stammen vom Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Sie werden bei der regulären, nachhaltigen Jagdausübung im Nürnberger Reichswald erlegt und dienen so als hochwertiges Futter. „Die Rückkehr der Luchse in den Pfälzerwald ist ein großer Erfolg. Forst, Jagd, Nutztierhaltung und Naturschutz arbeiten in diesem Projekt vorbildlich zusammen. Es ist von großer Bedeutung, dass nun die Grundsteine gelegt werden, um diesen Erfolg dauerhaft zu erhalten“, sagte Christine Schneider, Landwirtschafts- und Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz und zugleich Vorstandsvorsitzende der Stiftung Natur und Umwelt. Das Projekt zur Nachzucht der Luchse wird über das Erhaltungszuchtprogramm des Europäischen Zooverbands (EAZA Ex situ Programme, kurz EEP) und das Netzwerk „Linking Lynx“ koordiniert. Das internationale Netzwerk beschäftigt sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses. Ziel ist es, Vorkommen zu stützen, zu gründen und miteinander zu verbinden. Luchs Koda soll sich mittelfristig in der Luchspopulation im Pfälzerwald mit Weibchen paaren und sich dadurch genetisch in die bestehende Population einbringen, um deren Diversität zu stärken. Die Integration und Reproduktion der Tiere werden mittels Telemetrie und genetischem Monitoring evaluiert. Die systematische Sammlung und Analyse von Kot-, Haar- und Gewebeproben sollen Aussagen über die genetische Vielfalt und Verwandtschaftsverhältnisse ermöglichen, die die Basis für weitere Auswilderungen geben. Auch aktuell wieder Luchs-Nachwuchs im Tiergarten zu sehen Auch in diesem Jahr wurden im Tiergarten wieder Luchse geboren. Die beiden Welpen entwickeln sich sehr gut und sind inzwischen immer häufiger außerhalb ihrer Felsnische zu sehen, in der sie die ersten Wochen verbracht haben. Vater der Neugeborenen ist Sitka. Der vierjährige Kuder ist im April 2025 im Zuge des EEPs aus dem belgischen Zoo Monde Sauvage in den Tiergarten gekommen. Ob eines oder beide Jungtiere aus diesem Jahr ausgewildert werden oder im Rahmen des EEP weiter züchten sollen, steht noch nicht fest.
Tierpark Nordhorn 25.06.2026
Neue Tierscheune im Tierpark Nordhorn eröffnet
Historische Scheune wird zum Lernort über Haustiere und invasive Arten Pünktlich vor dem Start der Sommerferien hat der Tierpark Nordhorn sein neuestes Bauprojekt in der Historischen Vechtewelt für Besucher geöffnet. Die Tierscheune ergänzt das stetig wachsende Vechtedorf um einen weiteren authentischen Baustein regionaler Kulturgeschichte und verbindet historischen Gebäudeschutz mit moderner Umweltbildung. Bei der Tierscheune „Heckmann“ handelt es sich um eine rund 150 Jahre alte Scheune aus dem Nordhorner Stadtteil Bookholt. Das historische Gebäude wurde vor einigen Jahren sorgfältig abgetragen, eingelagert und nun im Vechtedorf des Tierparks mit seinen Originalbauteilen wieder aufgebaut. Damit konnte ein wichtiges Zeugnis regionaler Baukultur für kommende Generationen erhalten werden. Das Projekt wird mit 150.000 € über LEADER gefördert. Die Zuwendung wird gewährt aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Als erste Bewohner sind nun Cuys in die neue Anlage eingezogen. Die südamerikanischen Riesenmeerschweinchen unterscheiden sich deutlich von den in Deutschland bekannten Hausmeerschweinchen. Während ein gewöhnliches Meerschweinchen meist weniger als ein Kilogramm wiegt, können Cuys bei entsprechender Haltung ein Gewicht von bis zu drei Kilogramm erreichen. „Mit den Cuys möchten wir zeigen, dass die Beziehung zwischenMensch und Tier kulturell geprägt ist“, erklärt Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. „Welche Tiere wir als Haustiere betrachten und welche Tiere der Lebensmittelversorgung dienen, unterscheidet sich weltweit teilweise erheblich.“ In vielen Regionen Südamerikas werden Cuys seit Jahrhunderten gehalten. Dort erfüllen sie eine ähnliche Rolle, wie sie früher Kaninchen in zahlreichen deutschen Arbeiter- und Bauerngärten innehatten. Während Kaninchen hierzulande über Generationen hinweg häufig für die Eigenversorgung gezüchtet wurden, gehören Cuys in den Andenstaaten bis heute zu den traditionellen Nutztieren und gelten dort als beliebte Delikatesse. Die neue Tierscheune greift dieses Thema auf und macht die Entwicklung von Haustieren, ihre Nutzung durch den Menschen und unterschiedliche kulturelle Sichtweisen erlebbar. Damit erweitert der Tierpark sein Bildungsangebot in der Historischen Vechtewelt um einen weiteren spannenden Aspekt der Mensch-Tier-Beziehung. Doch die Tierscheune wird künftig noch mehr erzählen: In einen weiteren Teil des Gebäudes sollen später Waschbären einziehen. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Tierart breitet sich seit Jahren auch in Niedersachsen zunehmend aus und gilt als sogenannte invasive Art. An ihrem Beispiel möchte der Tierpark künftig über die Auswirkungen eingeschleppter Tierarten auf heimische Ökosysteme informieren. „Die Tierscheune verbindet gleich mehrere wichtige Aufgaben eines modernen Zoos“, so Kramer. „Wir bewahren regionale Geschichte, vermitteln Wissen über Haustierhaltung und schaffen gleichzeitig Verständnis für aktuelle Naturschutzthemen wie invasive Arten.“ Mit der Eröffnung der Tierscheune wächst die Historische Vechtewelt erneut um einen attraktiven Anziehungspunkt. Besucher können die neue Anlage ab sofort im Rahmen ihres Tierparkbesuchs entdecken.
Zoo Magdeburg 25.06.2026
Erneute Geburt bei dem stark gefährdeten Onager
Selten: bisher nur sieben Onager-Fohlen in den USA, Tschechien, Hamburg und Magdeburg geboren – davon zwei Geburten in Magdeburg!
„Am 18. Juni 2026 wurde In Magdeburg erneut eine Onager- Fohlen geboren. Es ist das Zweite in diesem Jahr, am 6. Juni 2026 wurde im Zoo Magdeburg ein Jungtier geboren. „Onager-Geburten sind in Zoos selten: Aktuell wurden in den USA zwei Jungtiere geboren, im Zoo Ostrava/Tschechien auch zwei, im Tierpark Hagenbeck Hamburg gab es ein Jungtier und in Magdeburg können wir uns über zwei Onager-Fohlen freuen. Onager sind stark gefährdet, jedes Jungtier stärkt die Reservepopulation im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), erklärt Zoodirektor, David Pruß Ph.D. Die Onager-Stute Suri ist mit ihrem Fohlen auf der Außenanlage unterwegs und kann gut beobachtet werden. Mitte dieser Woche werden die Stuten Däni und Suri mit ihren Fohlen auf eine Anlage zusammengeführt. Onager: Kurz vor der Ausrottung wegen zunehmenden Lebensraumverlusts Geschätzt wenige hundert Onager sind in ihrem Ursprungsgebiet Iran in zwei voneinander getrennten Teilarealen im Bahram-e-Goor-Schutzgebiet und im Touran- Nationalpark verbreitet. Sie sind an extreme Trockengebiete mit karger Nahrung und großen Temperaturunterschieden angepasst, der zunehmende Lebensraumverlust setzt diese Tierart erheblich zu. Im Gegensatz zum afrikanischen Wildesel wurde der Onager in Asien nicht domestiziert. Er ist ein schneller Läufer und kann kurzzeitig Geschwindigkeiten von 60-70 Kilometer pro Stunde erreichen und auf langen Strecken eine Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde halten. Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für Onager Aktuell gehört dieser asiatische Halbesel zu den seltenen Pfleglingen in deutschen Zoos und in Europa. Außerhalb Magdeburgs ist der Onager in Deutschland nur noch in vier weiteren zoologischen Einrichtungen zu finden – im Zoo Augsburg, im Tierpark Hagenbeck/Hamburg, Tierpark Oberwald/Karlsruhe und Zoo Köln. In Europa sind es insgesamt 13 zoologischen Einrichtungen, die Onager im Tierbestand haben. Seit 2010 engagiert sich der Zoo Magdeburg im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Onager und begann zunächst mit der Haltung von Onager- Junggesellengruppen für die Bildung eines EEP-Zuchtreservoirs. Der Zoo sammelte wertvolle Erfahrungen mit Onager-Hengsten. Im Rahmen des EEP begann der Zoo ab 2014 eine Onager-Zucht aufzubauen. Das erste Onager-Fohlen wurde im Zoo Magdeburg 2016 geboren – die Stute Suri, die noch heute zur Magdeburger Onager- Herde gehört. Derzeit lebt in Magdeburg eine fünfköpfige Onager-Herde.
Tiergarten Schönbrunn 25.06.2026
Erstmals Nachwuchs bei Blauen Wienern im Tiergarten Schönbrunn
Die Freude am Tirolerhof im Tiergarten Schönbrunn ist groß. Im vergangenen November ist eine neue Kaninchenrasse eingezogen: der Blaue Wiener. Nun gibt es erstmals Nachwuchs bei dieser alten, ursprünglich aus Wien stammenden Rasse. Sechs kleine Kaninchen mit dem namensgebenden dunkelblauen Fell hoppeln durch die Anlage. Neugierig erkunden sie ihre Umgebung, knabbern an Blättern und Ästen, fressen ihre Obst- und Gemüseration und kuscheln sich immer wieder eng an ihre Geschwister, um gemeinsam zu ruhen. „Am Tirolerhof halten wir gefährdete heimische Nutztierrassen und vermitteln gleichzeitig Wissen über ihre Geschichte und Bedeutung. Es freut uns sehr, dass es nun erstmals Nachwuchs bei den Blauen Wienern gibt. Diese und andere Zuchterfolge hier am Tirolerhof leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt traditionsreicher österreichischer Rassen“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Der Tirolerhof ist ein einzigartiges Kulturgut. In den vergangenen Wochen wurde das Schindeldach des über 300 Jahre alten Bauernhofs überprüft und stellenweise neu gedeckt. Hering-Hagenbeck: „Jede der mehr als 35.000 handgefertigten Lärchenschindeln wurde von erfahrenen Tiroler Dachdeckern mit spezialisiertem Fachwissen in die Hand genommen, teils gewendet, gedreht oder erneuert. Diese aufwendige Arbeit ist alle sechs bis acht Jahre notwendig, um die Schutzfunktion des Daches gegen Wind und Wetter und den besonderen Charakter des Tirolerhofs zu bewahren.“ Die schönsten der ausgetauschten Lärchenschindeln werden nun Teil einer besonderen Spendenaktion. Ab einer Spende von 50 Euro dankt der Tiergarten den Unterstützerinnen und Unterstützern mit einer originalen Schindel mit Brandstempel des Tiergartens, die ab August am Eingang Tirolerhof abgeholt werden kann. So wird aus einem Stück Dach ein ganz persönliches Erinnerungsstück. Eine Online-Spende für eine originale Tirolerhof-Dachschindel zur Sanierung des historischen Daches ist möglich unter: www.zoovienna.at/schindelaktion
Tiergarten Kleve 25.06.2026
Kleinster Affe der Welt sorgt für großen Nachwuchs
Gefährdetes Zwergseidenäffchen im Tiergarten Kleve geboren Im Tiergarten Kleve gibt es erneut erfreulichen Nachwuchs: Am 5. Juni 2026 wurde bei den Zwergseidenäffchen ein Jungtier geboren. Eltern des kleinen Affen sind Weibchen Anuk und Männchen Luk, die gemeinsam mit ihren älteren Nachkommen in einer Familiengruppe leben. Das Jungtier entwickelt sich bislang sehr gut und sorgt bereits für große Begeisterung bei den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. „Wir freuen uns sehr über diesen Nachwuchs“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Zwergseidenäffchen gehören zu den kleinsten Primaten der Welt und zeigen ein außergewöhnliches Familienleben. Gerade die Aufzucht des Nachwuchses ist bei dieser Art eine echte Gemeinschaftsaufgabe.“ Anders als bei vielen anderen Affenarten übernimmt nach der Geburt vor allem das Männchen einen Großteil der Betreuung. Vater Luk trägt das Jungtier nahezu den ganzen Tag auf seinem Rücken und bringt es nur zum Säugen zur Mutter. Auch die älteren Geschwister beteiligen sich aktiv an der Aufzucht und übernehmen immer wieder die Betreuung des jüngsten Familienmitglieds. „Dieses ausgeprägte Sozialverhalten macht Zwergseidenäffchen für unsere Besucherinnen und Besucher besonders spannend“, erläutert Dr. Polotzek. „Es ist schön zu beobachten, wie die gesamte Familie gemeinsam Verantwortung für den Nachwuchs übernimmt. Gerade die älteren Geschwister sammeln dabei wichtige Erfahrungen für ihre spätere eigene Familiengründung.“ Zwergseidenäffchen stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern des Amazonasbeckens in Südamerika und gelten mit einer Körperlänge von lediglich etwa 12 bis 15 Zentimetern als kleinste Affenart der Welt. Charakteristisch sind ihre langen Krallen, mit denen sie geschickt an Baumstämmen klettern können. Mit ihren spezialisierten Schneidezähnen ritzen sie Baumrinden an, um an Pflanzensäfte zu gelangen, die einen wichtigen Bestandteil ihrer Nahrung bilden. Ergänzt wird der Speiseplan durch Insekten, Früchte und Nektar. Aufgrund der fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes werden Zwergseidenäffchen von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft. Die Abholzung der tropischen Regenwälder, die zunehmende Zerschneidung ihrer Lebensräume sowie der illegale Wildtierhandel setzen den Beständen in der Natur zunehmend zu. Zoologische Gärten wie der Tiergarten Kleve leisten daher durch die Haltung und Zucht sowie ihre Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art und zur Sensibilisierung für den Schutz der tropischen Regenwälder. „Moderne Zoos übernehmen heute weit mehr Aufgaben als die reine Tierhaltung“, betont Dr. Polotzek. „Artenschutz, Forschung und Bildung gehören zu unseren wichtigsten Aufgaben. Gerade bei kleinen, oft wenig bekannten Tierarten wie den Zwergseidenäffchen gelingt es uns, viele Menschen für den Schutz bedrohter Lebensräume und ihrer Bewohner zu begeistern.“ Mit etwas Glück können die Gäste den kleinen Affen bereits entdecken – meist gut versteckt auf dem Rücken seines Vaters oder eines der älteren Geschwister, von denen er durch die Anlage getragen wird.
Zoo Heidelberg 24.06.2026
Schattenplätze, Badespaß und Eisbomben So gehen die Tiere im Zoo Heidelberg mit der Hitzewelle um
Während ganz Deutschland unter der aktuellen Hitzewelle schwitzt, bleiben die Tiere im Zoo Heidelberg gelassen. Schattenplätze, Wasserbecken und kühle Innenbereiche bieten ihnen jederzeit Rückzugsmöglichkeiten, über Duschen und besondere Beschäftigungsangebote freuen sich die Tiere zusätzlich. Besucher können zurzeit beobachten, wie unterschiedlich die verschiedenen Tierarten mit der Hitze umgehen. Mittags steht der Asiatische Elefant entspannt im Schatten, die Alpakas genießen eine erfrischende Dusche und die Gürtelvaris beschäftigen sich mit einer gefrorenen Leckerei. Die aktuellen Temperaturen machen sich im Zoo Heidelberg vor allem durch kleinere Anpassungen im Tagesablauf einiger Tiere bemerkbar, besondere Hitzemaßnahmen sind jedoch meist nicht notwendig. „Unsere Tiere haben in der Regel rund um die Uhr Zugang zu allen Bereichen ihrer Anlagen und können selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. „Wer Schatten sucht, findet ihn unter Bäumen, Unterständen oder in den Innenanlagen.“ Auch kleine und große Wasserstellen auf den Anlagen sorgen für Abkühlung, so können Besucher beispielswiese die Elefanten zurzeit häufig beim Baden beobachten. Viele Zootiere verlegen ihre Aktivitätsphasen derzeit stärker in die kühleren Morgen- und Abendstunden und ruhen sich während der Hitze vermehrt aus. An besonders heißen Tagen sorgen die Tierpfleger zusätzlich für kleine Erfrischungen. Besonders die Alpakas sowie zahlreiche Vögel freuen sich über eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Die Beregnungsanlagen im Elefantenhaus und in den Volieren kommen häufiger zum Einsatz, Wasserschalen werden öfter kontrolliert und frisch aufgefüllt. Für manche Tiere gibt es zudem gefrorene Leckereien. Besonders die Braunbären und die Gürtelvaris freuen sich über sogenannte Eisbomben, in denen Obst, Fleisch oder anderes Futter eingefroren sind. „Dabei steht weniger die Abkühlung im Vordergrund als die Beschäftigung“, erklärt Reichler. „Die Tiere müssen sich das Futter Stück für Stück erarbeiten und sind dadurch längere Zeit aktiv beschäftigt.“ Solche Beschäftigungsangebote werden als Enrichment bezeichnet und fördern die körperliche und geistige Auslastung der Tiere. Nicht nur die Tiere, sondern auch die Mitarbeiter passen sich den Temperaturen an. Körperlich anstrengende Arbeiten erledigen viele Tierpfleger bereits in den frühen Morgenstunden, bevor die größte Hitze einsetzt. Für Zoobesucher bleiben die kommentierten Fütterungen und Trainings grundsätzlich zu den gewohnten Zeiten bestehen. Sollte etwas verschoben oder abgesagt werden müssen, informiert der Zoo Heidelberg auf seiner Website, über seine Social-Media-Kanäle sowie vor Ort.
Tierpark Hagenbeck Hamburg 24.06.2026
Natürlicher Sonnenschutz bei Hagenbeck Wie die tierischen Bewohner mit der Hitze umgehen
Die sommerlichen Temperaturen stellen auch einige Tiere im Tierpark vor besondere Herausforderungen. Durch natürliche Verhaltensweisen und kreative Beschäftigungsangebote der Tierpfleger, wird dafür gesorgt, dass Hagenbecks tierische Bewohner die heißen Tage gut überstehen. Im Eismeer stand für Eisbärendame Victoria eine besondere Erfrischung auf dem Programm. Die Tierpfleger bereiteten ihr verschiedene Leckereien mit Muscheln und Gemüse sowie eine große Eisbombe zu. Auch die Walrosse freuten sich über eine eisgekühlte Beschäftigung und schmackhafte Überraschungen. „An heißen Tagen bieten wir unseren Tieren zusätzliche Möglichkeiten zur Abkühlung und Beschäftigung. Victoria hat die Eisbombe mit großer Begeisterung erkundet und sich die gefrorenen Leckereien Stück für Stück erarbeitet. Auch die Walrosse genießen solche Angebote sehr“, erklärt Reviertierpflegerin Liane Klüber. Natürlichen Hitzeschutz nutzt auch die frischgebackene Bentheimer Landschwein-Mutter, die erst vor drei Tagen zwölf gesunde Ferkel zur Welt gebracht hat. Gemeinsam mit ihrem Nachwuchs sucht sie die Lehmsuhle auf. Der kühlende Schlamm schützt nicht nur vor Überhitzung, sondern hilft den Tieren auch dabei, ihre Haut vor Sonne und Insekten zu bewahren. „Sie kümmert sich hervorragend um ihre zwölf Ferkel. Besonders an warmen Tagen ist die Lehmsuhle sehr wichtig. Der Schlamm wirkt wie eine natürliche Klimaanlage“, berichtet Reviertierpfleger Sebastian Behrens. Auch die Asiatischen Elefanten setzen auf bewährte Methoden gegen die Sommerhitze. Neben ausgiebigen Schlammbädern bedecken sie ihren Körper regelmäßig mit Sand. Die feine Schicht schützt die Haut vor intensiver Sonneneinstrahlung und unterstützt die Temperaturregulierung. „Unsere Elefanten wissen genau, wie sie sich selbst helfen können. Nach dem Bad in der Lehmsuhle werfen sie gezielt Sand auf ihren Körper. Dieses natürliche Verhalten schützt die Haut und sorgt gleichzeitig für eine angenehme Abkühlung“, erläutert Tierpfleger Christian Wenzel, der mittels Wasserschlauch den Sand in eine große Matschpfütze verwandelt hat.
Tierpark Berlin 24.06.2026
Feldhamsterschutz geht in die nächste Runde – Tierpark Berlin beteiligt sich erneut an der Auswilderung bedrohter Feldhamster
Rund 200 Europäische Feldhamster werden in diesem Jahr im Rahmen eines langfristigen Artenschutzprojekts ausgewildert, um das Überleben einer der am stärksten bedrohten Säugetierarten Europas zu sichern. Mehr als 60 der Tiere stammen aus der Feldhamster-Station des Tierparks Berlin. Gemeinsam mit dem Zoo Leipzig, der das Kompetenznetzwerk „Feldhamsterschutz“ koordiniert und dem Zoo Halle sollen durch die Auswilderung stabile Wildpopulationen in Mitteldeutschland aufgebaut werden. Der Europäische Feldhamster war einst weit verbreitet, ist heute jedoch in vielen Regionen bereits verschwunden. Um das Aussterben der Art zu verhindern, werden die für die Auswilderung vorgesehenen Tiere nach genetischen Kriterien ausgewählt, um möglichst widerstandsfähige Populationen zu etablieren. Die diesjährige Auswilderung der Berliner Feldhamster erfolgt auf Flächen in Sachsen-Anhalt, die gezielt feldhamsterfreundlich vorbereitet wurden. Wintergetreide, Luzerne, Klee und Blühmischungen bieten Nahrung und Deckung. Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und speziell vorbereitete Baue erhöhen die Überlebenschancen der Tiere in den ersten Wochen nach ihrer Ansiedlung. „Der Feldhamster zählt heute zu den am stärksten bedrohten heimischen Säugetieren. Umso wichtiger ist es, dass alle beteiligten Akteure gemeinsam handeln, um dieser Art eine Zukunft zu geben“, erklärt Tierpark- und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen zu vermitteln, dass Artenschutz nicht nur in fernen Ländern stattfindet, sondern direkt vor unserer eigenen Haustür beginnt. Umso mehr freut es uns, mit den in unserer Feldhamster-Station aufgezogenen Tieren aktiv an einem regionalen Auswilderungsprojekt mitzuwirken und so einen konkreten Beitrag zum Erhalt dieser heimischen Art zu leisten.“ Früher war der Europäische Feldhamster in Deutschland weit verbreitet. Heute leben bundesweit nur noch wenige Restbestände. Hauptursachen für den dramatischen Rückgang sind die intensive Landwirtschaft, Klimawandel, steigender Flächenverbrauch, der Verlust strukturreicher Feldlandschaften, frühe Erntezeitpunkte sowie der Einsatz von Pestiziden. Dadurch fehlen den Tieren Nahrung, Deckung und die Möglichkeit, ausreichend Vorräte für ihren bis zu sechs Monate dauernden Winterschlaf anzulegen. Lange Zeit wurden Feldhamster außerdem stark bejagt, da man sie als Schädlinge betrachtete. Ohne gezielte Schutzmaßnahmen sowie Bestandsstützungs- und Wiederansiedlungsprogramme droht der Europäische Feldhamster vielerorts vollständig aus unserer Kulturlandschaft zu verschwinden. Der Tierpark Berlin engagiert sich seit vielen Jahren für die Erhaltung bedrohter Tierarten. Allein in diesem Jahr beteiligte er sich bereits an mehreren Auswilderungsprojekten, darunter unter anderem vier Przewalskipferde, zwölf Wisente und 20 Vietnamesische Fasane. Seit Oktober 2025 wird das Feldhamsterschutzprojekt in Sachsen durch die Europäische Union im Rahmen des Projekts „LIFE4HamsterSaxony“ gefördert. Ziel dieses Projektes ist es, die letzten Vorkommen des Europäischen Feldhamsters im Freistaat Sachsen langfristig zu sichern und neue Populationen aufzubauen. Der Tierpark Berlin unterstützt die Erhaltungszucht im Zoo Leipzig durch die Haltung von Tieren und deren Zucht. Durch die nun ausgeführten Auswilderungen – auf Flächen in Sachsen-Anhalt – konnten die Feldhamsterschutzmaßnahmen unabhängig des EU-Projektes auf weitere Flächen in Mitteldeutschland ausgeweitet werden.
Zoo Hannover 24.06.2026
REISE FÜR DEN ARTENSCHUTZ Gorilla-Weibchen „Tara“ zieht zu einem neuen Clan in den Allwetterzoo Münster
Im Erlebnis-Zoo heißt es Abschied nehmen: In Kürze tritt das neunjährige Gorilla-Weibchen „Tara“ eine Reise für den Artenschutz an. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurde für „Tara“ ein neuer Gorilla-Clan mit einem imposanten Silberrücken im Allwetterzoo Münster gefunden. Wenn das Weibchen sich dort gut eingelebt hat, wird es – so die Hoffnung – zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Westlichen Flachlandgorillas beitragen. In der Wildbahn verlassen die heranwachsenden Gorilla-Weibchen ihre Familien, um sich neuen Clans anzuschließen und selbst Nachwuchs zu bekommen. Über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm wurde nun eine passende neue Familie für „Tara“, bestehend aus einem Silberrücken, zwei Weibchen und einem männlichen Jungtier, gefunden. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm ist ein gemeinsames Artenschutznetzwerk zoologischer Gärten in Europa mit dem Ziel, bedrohte Tierarten durch koordinierte Zucht langfristig zu erhalten. Mit wissenschaftlicher Expertise und großem Engagement entstehen so stabile, genetisch vielfältige Reservepopulationen – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. „Tara ist ein kleiner Wirbelwind“, erzählen die Tierpfleger, „sie ist sehr neugierig und probiert gerne viel aus – es macht viel Spaß, sie zu beobachten.“ Zugleich sei sie jetzt im „Teenager-Alter“ und teste gerne mal die Geduld der anderen Gorillas. „Mit ihren neun Jahren wird es daher Zeit, dass sie selbst eine Familie gründet.“ In wochenlangem Training wurde das Gorilla-Weibchen behutsam trainiert, eigenständig in eine Transportkiste zu steigen. Belohnt wurde sie dabei mit Leckereien wie Nüssen, Gorillapellets und Früchtetee. „Da Tara sehr neugierig ist, hat sie beim Training immer sehr gut mitgemacht“, erzählen die Tierpfleger. Vor der Abreise kommen die Tierpflegenden aus Münster nach Hannover, um das Gorilla-Weibchen in der gewohnten Umgebung kennenzulernen. Auf der Reise selbst wird „Tara“ von einem vertrauten Tierpflegenden aus Hannover begleitet. „Wir werden unseren Wirbelwind sehr vermissen, aber wir freuen uns, dass ‚Tara‘ auf so einen tollen neuen Clan trifft“, so das Zoo-Team. Gorillas vom Aussterben bedroht In ihrem herkömmlichen Lebensraum in Afrika sind Gorillas durch Wilderei, den Verlust ihrer Lebensräume und Konflikte mit den Menschen vom Aussterben bedroht. Der Erlebnis-Zoo schützt Gorillas – durch die Erhaltungszucht des Westlichen Flachlandgorillas und ein Artenschutzprojekt für den Berggorilla: zoo-hannover.de/igcp-gorillas
Zoo Hannover 23.06.2026
BEZAUBERNDER LATE-ZOO Erlebnis-Zoo jetzt donnerstags bis 22:00 Uhr geöffnet: Tierisch tolle Sommerabende mit Jazz vom Feinsten
Die Sonne verschwindet langsam hinter den mächtigen Stämmen der Baobabs in Afi Mountain, die letzten Strahlen spiegeln sich im Wasser des Sambesi, über den gemächlich die Boote gleiten. In der Ferne stimmen die Timber-Wölfe in der kanadischen Wildnis ihr Lied an, während die Robben im Hafenbecken von Yukon Bay gemütlich durch das Wasser schwimmen. Beim Late-Zoo im Erlebnis-Zoo liegt eine ganz besondere Stimmung in der Luft! Bis zum 30. Juli öffnet der Erlebnis-Zoo Hannover ab jetzt jeden Donnerstag beim Late-Zoo bis 22:00 Uhr. Neben der ganz besonderen Atmosphäre im Zoo gibt es bei jedem Late-Zoo ein eigenes Programm in Kooperation mit dem Jazz Club Hannover. Auf der Bühne in Yukon Bay begleitet eine Band – kuratiert vom Jazz Club Hannover – den Sommerabend musikalisch und sorgt für jazzig-entspannte Stimmung. Den Auftakt macht am Donnerstag, 25. Juni, die Band Brazzo Brazzone mit einer Mischung aus Jazz, Balkan, Latin, Funk und Soul. Am 2. Juli folgt The Sanborn Project feat. Leonora Tomanoski mit Jazz, Funk und Soul. Am 9. Juli steht das Elmar Braß / Stephan Abel Quartett mit Jazz und Blues auf der Bühne. Weiter geht es am 16. Juli mit Tudo Azul, deren Programm Brazilian und Latin Jazz verbindet. Am 23. Juli spielen Scarcella and Friends mit Jazz, Funk und Soul, ehe am 30. Juli The Ellingtones den Late-Zoo mit Jazz, Pop und Funk musikalisch beschließen. Auch tierisch hat jeder Abend einen besonderen Akzent mit spannenden Spontansafaris und kommentierten Fütterungen. Auf dem Programm stehen – je nach Termin – die Eisbären in Yukon Bay, die Flusspferde am Sambesi oder die Elefanten im Dschungelpalast.
Zoo Magdeburg 23.06.2026
Neu im Zoo: Exklusives Camping-Erlebnis mit tierischer Nachtsafari Übernachten im Zoo, Tiere bei Nacht erleben und Artenschutz hautnah entdecken
Einmal im Zoo übernachten, den nächtlichen Tierstimmen lauschen und den Zoo nach der Schließzeit aus einer ganz besonderen Perspektive erleben: Diese außergewöhnliche Gelegenheit bietet der Zoo Magdeburg am 6. Juli 2026. Das exklusive Camping-Erlebnis ist auf eine begrenzte Teilnehmerzahl limitiert und ab sofort buchbar. „Im Zoo übernachten, mitten in der Natur den vielfältigen Tierstimmen lauschen und sich auf eine geführte Nachtsafari quer durch den Zoo begeben – diese Chance bieten wir unseren Besuchern am 6. Juli 2026“, informiert Zoodirektor David Pruß. Das Camping-Erlebnis im Zoo verbinde Abenteuer, Naturerfahrung, Umweltbildung und Artenschutz auf einzigartige Weise – eine Nacht, die lange in Erinnerung bleibt. Wenn die meisten Besucher den Zoo bereits verlassen haben, beginnt für die Teilnehmer ein ganz besonderes Abenteuer. Rund um die Feuerschale – sofern die Witterung es zulässt – erzählt der langjährig erfahrene Zoologische Assistent Thomas Rolle spannende Geschichten und Anekdoten aus dem Zooalltag. Mit Einbruch der Dunkelheit startet anschließend die geführte Nachtsafari zu Elefanten, Tigern und vielen weiteren Tieren. Dabei erhalten die Gäste faszinierende Einblicke in das Verhalten der Tiere während der Abend- und Nachtstunden. Neben dem außergewöhnlichen Naturerlebnis steht auch der Bildungsauftrag moderner Zoos im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über die Lebensräume der Tiere, die Bedrohungen ihrer Bestände in der Wildnis sowie die vielfältigen Artenschutzprojekte, an denen sich Zoos weltweit beteiligen. So wird die Übernachtung im Zoo nicht nur zu einem unvergesslichen Abenteuer, sondern auch zu einer spannenden Entdeckungsreise in die Welt des Natur- und Artenschutzes. Für das Camping sind eigene Zelte und Taschenlampen mitzubringen. Für ein gemeinsames Abendessen sowie ein Frühstück sorgt das Team des ZooGastronomiepartners Marché Deutschland GmbH. Die Teilnahme ist für Personen unter 18 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich.
Tierpark Berlin 23.06.2026
Zwischen Terrarium und Tropenmedizin Austausch von Expert*innen über globale Gesundheitspolitik im Aquarium Berlin | Fokus auf Umgang mit Giftschlangen in Deutschland
Schlangenbisse zählen weltweit zu den am meisten vernachlässigten Gesundheitsrisiken. Um auf dieses globale Problem aufmerksam zu machen, brachten Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin am 22. Juni gemeinsam mit dem deutschen Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten e.V. (DNTD) Expert*innen aus Zoologie, Tropenmedizin und Politik im Aquarium zusammen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die weltweite Versorgung von Schlangenbissopfern, sondern auch der sichere Umgang mit Giftschlangen in Deutschland. Immer wieder kommt es auch in Deutschland zu Einsätzen wegen entwichener oder beschlagnahmter Giftschlangen aus Privathaltungen. Um Feuerwehr und Behörden in Berlin auf solche Situationen vorzubereiten, trainiert der Kurator des Aquarium Berlin, Markus Klamt Einsatzkräfte im sicheren Handling gefährlicher Reptilien und unterstützt sie mit seiner langjährigen Expertise im Umgang mit diesen Tieren. „Zum Glück sind Einsätze mit Giftschlangen in Deutschland selten. Kommt es jedoch dazu, müssen alle Beteiligten genau wissen, wie sie sicher und besonnen handeln. Unser Ziel in den Schulungen ist es, Einsatzkräfte so vorzubereiten, dass sie in solchen Ausnahmesituationen sowohl die Sicherheit der Menschen gewährleisten als auch die Tiere fachgerecht und möglichst stressfrei sichern können“, erklärt der Reptilienkurator. Während in Deutschland auf ein enges Netzwerk aus Fachleuten und medizinischer Versorgung zurückgegriffen werden kann, sieht die Situation in vielen Teilen der Welt anders aus. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation werden jährlich rund 5,4 Millionen Menschen von Schlangen gebissen. Bis zu 2,7 Millionen entwickeln schwere Vergiftungen, zehntausende sterben an den Folgen oder tragen dauerhafte gesundheitliche Schäden davon. Besonders betroffen sind ländliche Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika, in denen wirksame Gegengifte und medizinische Versorgung oft nicht ausreichend verfügbar sind. „Die Forschung macht uns Hoffnung, doch Schlangenbisse sind kein Forschungsproblem, sondern viel mehr ein Gerechtigkeitsproblem“, erklärt Sascha van Beek, Mitglied des Bundestages und Sprecher des Parlamentarischen Beirats gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten. Am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg wird vor allem daran geforscht, wie die Behandlungsmöglichkeiten in betroffenen Regionen verbessert und Todesfälle sowie bleibende Schäden reduziert werden können. „Trotz wissenschaftlicher Fortschritte sind Entwicklung, Produktion und Verfügbarkeit von neuen Therapien noch einige Jahre davon entfernt die betroffenen Menschen zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielt daher die Prävention“, berichtet Dr. Benno Kreuels, Leiter der Arbeitsgruppe ‚Vernachlässigte Krankheiten und Vergiftungen‘ am BNITM in Hamburg und fügt hinzu: „Im Sinne des One Health Ansatzes darf die Tötung von Giftschlangen jedoch auch nicht die Lösung sein. Schlangen erfüllen eine bedeutende ökologische Funktion, allein bei der Schädlingsbekämpfung für die Landwirtschaft spielen sie eine wichtige Rolle.“ Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten die Fachleute aus Wissenschaft, Zoologie und Politik daher nicht nur über Schlangenbisse als vernachlässigte Tropenkrankheit, sondern auch über globale Gesundheitsgerechtigkeit und die Verantwortung von Forschungseinrichtungen und Politik. „Moderne Zoos leisten heute weit mehr als Artenschutz und Tierhaltung. Sie sind Orte des Wissenstransfers, bringen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zusammen und können mit ihrer Expertise auch Einsatzkräfte im Umgang mit Wildtieren unterstützen. Gleichzeitig nutzen wir unsere Reichweite, um auf globale Gesundheitsherausforderungen wie Schlangenbissvergiftungen aufmerksam zu machen. Ein Thema, das jedes Jahr hunderttausende Menschen betrifft und dennoch vielerorts zu wenig Beachtung findet“, erklärt Dr. Andreas Pauly, Leiter der Abteilung für Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung von Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin. Neben Fachvorträgen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Haltung von Giftschlangen im Aquarium Berlin sowie in die Bedeutung von Prävention, Bildung und internationaler Zusammenarbeit.
Zoo Magdeburg 22.06.2026
Zoo Magdeburg baut zweite Schimpansen-Außenanlage weiter aus Baufortschritt bei anspruchsvoller Baumaßnahme zur Verbesserung des Tierwohls und der Arbeitsbedingungen
Der Zoo Magdeburg gestaltet die zweite Außenanlage für seine Schimpansen umfassend um. Ziel der Baumaßnahme ist es, die Haltungsbedingungen und das Tierwohl weiter zu verbessern sowie zugleich die Arbeitsabläufe in der Tierpflege zu erleichtern. Vollständige Übernetzung der zweiten Außenanlage für Schimpansen Im Mittelpunkt der Baumaßnahme steht die künftige vollständige Übernetzung der zweiten Außenanlage. Diese bauliche Lösung ist anspruchsvoll und erfordert eine besonders sorgfältige Planung und Ausführung. Mit dem Umbau entsteht ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Schimpansenhaltung im Zoo Magdeburg und zugleich eine attraktive, moderne Anlage für die Besucherinnen und Besucher. Der Bauablauf ist aufgrund der Lage der Anlage im Herzen des Zoos besonders komplex. Auf dem Baufeld stehen nur begrenzte Flächen und lediglich eine Zufahrt zur Verfügung. Deshalb müssen die Arbeiten in einer genau festgelegten Reihenfolge erfolgen, sodass sich die Arbeiter nicht gegenseitig behindern oder gefährden. Bereits durchgeführt wurden unter anderem vorbereitende Maßnahmen im Bereich des Wassergrabens und der Leitungsführung für Zu-Ab- und Regenwasser sowie umfangreiche Gründungsarbeiten für die stützenden Fundamente. Umfangreiche Tiefbau und Fundamentarbeiten Aktuell prägen vor allem Tiefbau und Fundamentarbeiten das Baugeschehen. Diese Arbeiten sind für den späteren sichtbaren Aufbau der neuen Konstruktion unverzichtbar, auch wenn der Fortschritt oberirdisch zeitweise noch nicht deutlich erkennbar ist. Hinzu kommen notwendige Abbindezeiten des Betons, die aus bautechnischen Gründen zwingend einzuhalten sind. Zeitweise waren die Arbeiten zudem durch die Witterung eingeschränkt. Darüber hinaus muss bei allen Bautätigkeiten auf den laufenden Zoobetrieb Rücksicht genommen werden. Dazu zählen insbesondere der Schutz der Tiere, die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie Situationen, in denen lärmintensive Arbeiten nur eingeschränkt möglich sind. Auch können z.B. in der Ferienzeit oder an besucherstarken Tagen zum Schutz der Kinder auf dem Zoogelände die schweren Anlieferungsfahrzeuge nur sehr eingeschränkt zufahren. Trotz dieser besonderen Rahmenbedingungen wird die Baumaßnahme mit Nachdruck vorangetrieben. Alle Beteiligten arbeiten daran, die zweite SchimpansenAußenanlage in hoher baulicher Qualität fertigzustellen. Der Zoo Magdeburg investiert damit gezielt in eine zukunftsfähige und tiergerechte Weiterentwicklung seiner Anlagen.

