Alpenzoo Innsbruck 18.06.2026
Sommerliche Temperaturen: Der Alpenzoo bietet Abkühlung für Mensch und Eisbomben für die Tiere
Die kommenden Tage bringen sommerliche Temperaturen nach Tirol. Viele Menschen denken bei heißen Tagen zuerst an das Schwimmbad oder den Badesee, doch auch der Alpenzoo bietet zahlreiche Möglichkeiten, um sich abzukühlen und den Sommer entspannt zu genießen. Während die Besucherinnen und Besucher Erfrischung im Zoo finden, zeigen auch die Tiere, wie sie mit der Wärme umgehen. Braunbär Ander macht es vor: Der Bär nutzt regelmäßig seinen Teich zur Abkühlung und sorgt dabei nicht selten für neugierige Blicke bei den Zoogästen. Besonders die Eisbomben der Pfleger haben es Ander bei diesen Temperaturen angetan. Auch für Besucherinnen und Besucher gibt es im Alpenzoo verschiedene Möglichkeiten, der Sommerhitze zu entkommen. Mehrere Trinkbrunnen im Gelände laden dazu ein, den Durst zu stillen, eine Nebeldusche sorgt für eine willkommene Abkühlung zwischendurch. Aber besonders der neue Wasserspielplatz bietet an heißen Tagen eine erfrischende Möglichkeit für Familien, eine Pause einzulegen und den Aufenthalt im Zoo noch angenehmer zu gestalten. Darüber hinaus finden sich im gesamten Zoogelände zahlreiche schattige Plätze, die zum Verweilen und Ausruhen einladen. Ein besonderer Tipp ist der Artenschutz-Pavillon: Hier können Besucherinnen und Besucher eine entspannte Pause im Schatten genießen und gleichzeitig Wissenswertes rund um den Schutz bedrohter Arten erfahren. Damit die Sommerzeit im Zoo sicher genossen werden kann, steht den Gästen außerdem ein kostenloser Sonnencremespender im Gelände zur Verfügung. Der Alpenzoo freut sich darauf, große und kleine Gäste auch bei sommerlichen Temperaturen willkommen zu heißen – mit tierischen Erlebnissen, schattigen Ruheplätzen und vielen Möglichkeiten zur Erfrischung.
Erlebnis-Zoo Hannover 18.06.2026
REPTILIENBURGEN UND HASENAPOTHEKE: JUGEND HILFT HEIMISCHEN TIERARTEN
Verleihung des Artenschutz-Schulpreises ZAP! 2026 im Erlebnis-Zoo Hannover mit der Schirmherrin Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg Sie haben einen Bauwagen zur Vogelbeobachtungsstation umgebaut, Schulgärten angelegt, eine Hasenapotheke zusammengestellt, Rehkitze gerettet, Reptilienburgen gebaut und Biberexkursionen gestartet. Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler Niedersachsens zum Artenschutzpreis ZAP! 2026 des Erlebnis-Zoo Hannover sind tierisch kreativ beeindruckend! Gemeinsam mit der Schirmherrin Kultusministerin Julia Willie Hamburg wurden heute die besten Schulprojekte zum Thema „Heimische Tiere. Artenschutz vor der Haustür“ im Erlebnis-Zoo prämiert. Wie kann dem Feuersalamander geholfen werden, was brauchen Amsel, Drossel, Fink und Star zum Überleben, welche Pflanzen bieten den bedrohten Wildbienen Nahrung? „Die Schülerinnen und Schüler haben sich für den Schutz der heimischen Tiere mit ausgefallenen Ideen und kühnen Projekten geradezu übertroffen“, schwärmte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Beim großen Aktionstag im Zoo gab Moderator André Gatzke („Sendung mit der Maus“) bekannt, welche Klassen und Lerngruppen die begehrten ZAP!-Trophäen mit ins heimische Klassenzimmer nehmen durften. Rund 350 Kinder feierten die Gewinnenden mit lautem Applaus, Jubelrufen und begeistertem Fußgetrappel – und die Ausgezeichneten freuten sich über Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro. Als größter außerschulischer Lernort Niedersachsens bringt der Erlebnis-Zoo Hannover mit dem Schulwettbewerb ZAP! den Artenschutz direkt dorthin, wo Zukunft gestaltet wird: in die Klassenzimmer. Mit Neugier, Kreativität und großem Engagement haben mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen ihre eigene Rolle im Artenschutz vor der Haustür entdeckt. Die Kinder und Jugendlichen eigneten sich Wissen über Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge an und erlebten dabei ihre eigene Wirksamkeit. „Artenschutz beginnt genau dort, wo wir leben“, sagte Zoo-Geschäftsführer Casdorff, „Alle Teilnehmenden haben mit ihren Projekten gezeigt, wie viel jede und jeder von uns bewegen kann, wenn man genau hinschaut, Verantwortung übernimmt, Zusammenhänge kritisch hinterfragt und Lösungen für die Zukunft mitgestaltet.“ Genau auf diese nachhaltige Weise macht der ZAP! Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lebendig erlebbar und wird daher vom Niedersächsischen Kultusministerium besonders empfohlen. Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg betonte zur Übergabe der Sonderpreise „Artenschutz aktiv“ und „Peer Learning“: „Es ist wirklich bemerkenswert, mit wie viel Engagement und Freude am Lernen sich wieder mehr als 60 Schulteams am ZAP beteiligt haben. Sie setzen sich aktiv für ihre Umwelt und die Natur ein – und damit zugleich für ihre eigene Zukunft auf unserer Erde. Dabei wirken die vielfältigen Projekte weit über den Unterricht hinaus und beziehen ganze Schulgemeinschaften sowie Menschen außerhalb der Schule mit ein. Was die Projekte besonders auszeichnet: Die Schülerinnen und Schüler haben über ihren Alltag hinausgedacht und erkannt, wie eng unser Leben mit der Umwelt verknüpft ist. Genau darin liegt der Kern einer nachhaltigen Bildung und Entwicklung: Zusammenhänge verstehen und daraus verantwortungsbewusst handeln. Der ZAP insgesamt zeigt eindrucksvoll, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung konkret wirkt und Verantwortung lebendig wird. Dafür danke ich dem Erlebnis-Zoo Hannover und seinem Bildungsteam ausdrücklich. Ganz besonders freue ich mich, heute zwei Sonderpreise verleihen zu können – an Projekte, die Artenschutz aktiv gestalten und andere zum Mitmachen inspirieren.“ Neuer Sonderpreis BNE Weil der ZAP! die junge Generation auf so nachhaltige Weise begeistert, sich für den Artenschutz zu engagieren, wird der Wettbewerb auch vom Sparkassenverband Niedersachsen gefördert. Erstmalig wurde in diesem Jahr, als Weiterentwicklung des ZAP!, der neue Sonderpreis „BNE“ vergeben. Der BNE-Sonderpreis würdigt Schülerinnen und Schüler, die sich beim Zoo-Artenschutzpreis besonders engagiert mit nachhaltigem Handeln auseinandergesetzt haben, verstanden haben, wie ihr eigenes Verhalten Natur und Tiere beeinflusst, und eigene Ideen entwickelt haben, um Arten zu schützen. „Den Schutz der Biodiversität meistern wir nur gemeinsam und über Generationen hinweg. Das Projekt ZAP! bringt mit dem Schulwettbewerb den Artenschutz direkt in die Klassenzimmer, wo Schülerinnen und Schüler die Lebensräume heimischer Tierarten erforschen und ganz praktisch schützen“, so Guido Mönnecke, Vizepräsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen. „Es ist uns eine große Ehre, das herausragende Engagement der jungen Menschen mit dem Sonderpreis BNE zu würdigen. Der Sparkassenverband Niedersachsen fördert die Initiative des Zoos aus Mitteln der Lotterie Sparen+Gewinnen, weil wir an den Erfolg dieses Zusammenspiels glauben: Spitzenforschung gepaart mit dem Tatendrang der Zukunft.“ ZAP!-Thema 2027 Beim ZAP! 2027 geht es um das wichtige Thema Plastikmüll. Unter dem Motto Schützen statt Verschmutzen, lautet das Thema: „Plastik vermeiden, Arten bewahren“. „Der Erlebnis-Zoo lädt alle Klassen und Lerngruppen ein, sich mit Leidenschaft und Ideenreichtum für die Vermeidung von Plastikmüll einzusetzen. Gemeinsam können wir viel bewegen!“ Zoo-Geschäftsführer Casdorff. Beim ZAP! 2026 haben gewonnen (in der jeweiligen Alterskategorie): 1.Platz (je 1.000 Euro) Grundschule: Klimaparlament der Grundschule auf dem Süsteresch Klasse 5-6: Schulgarten AG des Albert-Einstein-Gymnasium Hameln Klasse 7-10: Projektgruppe Wildbienen der IGS Stöcken Sekundarstufe II: Projektgruppe Jahrgang 11 der Kämmer International Bilingual School, Hannover 2.Platz (je 500 Euro) Grundschule: Klasse 3B der Comeniusschule Hannover Klasse 5-6: Naturgucker AG & AG (Avi-)Faunistik des Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen Klasse 7-10: Klasse 7E der IGS Rodenberg Sekundarstufe II: Jahrgang 12 des Gymnasium Schillerschule Hannover 3.Platz (je 250 Euro) Grundschule: Klasse 4B der Schule Am Wingster Wald, Wingst Klasse 5-6: Klasse 6 der IGS Bothfeld Klasse 7-10: Wahlpflichtkurs Werken Jahrgang 7 der Realschule Misburg Sekundarstufe II: Bio-Leistungskurs Jahrgang 12 der St. Ursula-Schule Hannover Sonderpreise BNE (1.000 Euro): Leibniz-Garten der Leibniz-Realschule Wolfenbüttel Artenschutz aktiv (500 Euro): AG Artenschutz & Ökologie der Freien Waldorfschule Benefeld Peer Learning (500 Euro): Wahlpflichtkurs Biologie Jahrgang 7 der Jeetzel-Oberschule Lüchow Großer Aktionstag Beim großen Aktionstag im Erlebnis-Zoo hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich an 18 Ständen der verschiedensten Organisationen über weitere Möglichkeiten zum Schutz der Arten und ihrer Lebensräume inspirieren zu lassen. Der Erlebnis-Zoo bedankt sich herzlich für ihren Einsatz bei: Misburger Wald Forum, Otter-Zentrum Hankensbüttel e.V., Chances for Nature, BUND, RUZ Steinhuder Meer, aha Zweckverband Abfallwirtschaft, Schulbiologiezentrum Hildesheim, Schulbiologiezentrum Hannover, Hannover summt e.V., NABU und AG Feldhamsterschutz Niedersachsen e.V.
Zoo Krefeld 18.06.2026
Nachwuchs bei den Bergzebras im Krefelder Zoo – Betty bringt ein „süßes Mädchen“ zur Welt
Bei den Bergzebras im Krefelder Zoo gibt es Nachwuchs. Am vergangenen Sonntag entdeckten die Tierpfleger bei Dienstbeginn den lang erwarteten Nachwuchs von Zebrastute Betty im Stall. In der Nacht zu Sonntag hatte sie ihr zweites Fohlen nach rund zwölf Monaten Tragzeit zur Welt gebracht. Etwa zehn Monate wird es Muttermilch trinken, bevor es entwöhnt wird. Einen Namen hat das Fohlen auch bereits bekommen, und der ist Programm. Sie heißt Tamika – das bedeutet „süßes Mädchen“. Voller Begeisterung drehte die kleine Stute bereits ihre ersten Runden auf der Anlage. Schon seit einigen Wochen war Betty vom Vater des Fohlens, dem Hengst Mwana getrennt. Auch jetzt darf er seine Tochter nur durch den Zaun der Hengstanlage beobachten. Denn anders als Steppenzebras sind Bergzebras in kleineren Herden unterwegs und deutlich weniger sozial. Stute Betty würde den Hengst nicht in der Nähe ihres Fohlens dulden. Seit 2021 leben im Zoo Krefeld Hartmann-Bergzebras. Die Neugestaltung der Anlage wurde zum Anlass genommen, von den Damara- Steppenzebras auf die bedrohten Bergzebras umzustellen. Von der Weltnaturschutz-Union IUCN wird das Hartmann-Bergzebra als gefährdet eingestuft. Grund dafür ist unter anderem der Klimawandel, der zu Nahrungsknappheit durch Trockenheit führt. Der Zoo Krefeld beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Erfahrungen aus der Haltung in Menschenhand fließen in den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern mit ein. Bergzebras haben zwei besondere Anpassungen an ihren Lebensraum in Wüstengebieten des südlichen Afrikas. Ihr Herz ist größer als das der Steppenzebras, so dass sie auch in der Höhe leistungsfähig sind. Dank ihrer spitzen und steilen Hufe bewegen sie sich trittsicher auch auf schwierigem Untergrund wie Geröll. Tamika wird jetzt täglich auf der Außenanlage sein, gegen 17 Uhr werden die Tiere in den ersten Tagen noch in den Stall geholt.
Tierpark Hagenbeck 18.06.2026
Trauer im Tiger-Revier bei Hagenbeck
Tigerdame Maruschka überraschend gestorben Mit großer Betroffenheit müssen wir mitteilen, dass unsere Tigerdame Maruschka gestern, am 17. Juni im Alter von 15 Jahren während einer tierärztlichen Untersuchung unter Narkose gestorben ist. In den vergangenen Tagen zeigte die Tigerin ein verändertes Verhalten – sie war geschwächt und fraß weniger als gewöhnlich. Um die Ursache für die Auffälligkeiten abzuklären und eine gezielte Behandlung einzuleiten, entschieden sich die Tierärzte für die Untersuchung unter Narkose, aus der sie tragischerweise nicht mehr erwachte. Zur Abklärung der genauen Todesursache wurde eine pathologische Untersuchung durchgeführt. Durch die Obduktion wurde festgestellt, dass Maruschka an einem hochgradigen Krebsbefall am Herzen litt. Infolge der eingeschränkten Herzfunktion sind zudem Flüssigkeitseinlagerungen in der Brusthöhle und im Herzbeutel entstanden. Diese schränkten die Lungenfunktion massiv ein. „Wir sind sehr bestürzt über den plötzlichen Tod unserer Tigerdame. Maruschka lebte seit 12 Jahren im Tierpark und hat uns einige gesunde Jungtiere geschenkt und viele Jahre die Besucher mit ihrem stattlichen Auftreten begeistert.“, so Zootierarzt Dr. Michael Flügger. Maruschka wurde am 11. Mai 2011 im russischen Novosbirsk Zoo geboren und kam 2014 zu Hagenbeck. 2017 und 2022 brachte die Tigerdame insgesamt sechs Jungtiere zur Welt und kümmerte sich sehr fürsorglich um ihren Nachwuchs. Ihre Jungtiere sind u.a. in zoologische Einrichtungen nach Schottland, Japan und Frankreich gegangen, sodass die Tigerdame mit ihren wertvollen Genen einen wichtigen Beitrag zum internationalen Erhaltungszuchtprogramm geleistet hat. Mit dem Tod von Maruschka verbleiben unser Tigerkater Yascha und Tochter Rida im Tierpark Hagenbeck. Sie soll Hagenbeck zeitnah verlassen und wird nach Kanada gehen.
Opel-Zoo Kronberg 18.06.2026
Sommerferienprogramm im Opel-Zoo
Führungen, Zooschulaktionen, Tierpfleger-Gespräche und jede Menge Jungtiere Endlich Sommerferien in Hessen! Kinder, Eltern und sicher auch Lehrer und Lehrerinnen freuen sich immer auf die sechs Wochen ohne Schulverpflichtungen. Gerade weil in Hessen die Ferien 2026 zum frühestmöglichen Termin beginnen, werden viele Familien sicher gleich in den Urlaub starten. Viele suchen aber auch schon zu Ferienbeginn Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung. Im Opel-Zoo erwartet die Familien ein umfangreiches Ferienprogramm, an dem sie kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis, und ohne Anmeldung teilnehmen können: Auch die beliebten Fledermausführungen mit der Fledermausexpertin Ulrike Balzer finden wieder zu Ferienbeginn und -ende statt und zwar jeweils freitags am 26. Juni 2026 um 20.30 Uhr und 07. August 2026 um 20 Uhr. Treffpunkt für diese Führungen ist jeweils vor dem Haupteingang, da die Kassen dann schon geschlossen haben. Sie sind geeignet ab dem Alter von 8 Jahren und kosten 30 € pro Person. Auch für diese Führungen ist keine Anmeldung erforderlich. Ulrike Balzer geht mit den Teilnehmenden durch das abendliche Zoogelände, spürt die Fledermäuse mit Detektoren auf, erläutert alles Wissenswerte über Batman & Co. und steht für Fragen zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter, wenn die Fledermäuse nicht unterwegs sind, geht es in die Zooschule und auch dort gibt es viel Interessantes zu berichten, zu zeigen und zu erläutern. Ein weiteres Angebot für einen Besuch im Opel-Zoo sind die ebenfalls täglich stattfindenden, kostenfreien Tierpfleger-Gespräche, bei denen die Tierpfleger ihre Schützlinge anfüttern und sie den Besuchern vorstellen. Last but not least bieten die Zoopädagogen in den Hessischen Sommerferien zu den bereits zwei Mal täglich stattfindenden Führungen in die Madagaskar-Voliere noch einen zusätzlichen Termin an, so dass die Zoobesucher jeweils um 12, um 14 und um 16 Uhr in kleinen Gruppen von bis zu 15 Personen den Kattas und Roten Varis nahe sein können. Diese Führungen müssen allerdings zuvor online unter opel-zoo.de gebucht für einen Obolus von 3 € pro Person gebucht werden, der Artenschutzprojekten zugutekommt, die vom Opel-Zoo unterstützt werden. Aber auch ohne Teilnahme am Ferienprogramm ist der Opel-Zoo ein attraktives Ausflugsziel für Groß und Klein: Die Zoobesucher erwarten rund 1.700 Tiere in 220 Arten, darunter viele Jungtiere, so beispielsweise Elefantenkalb „Kaja“, Nachwuchs bei den Netzgiraffen „Kianga“ und „Mumbi“, bei den Trampeltieren „Chuck“ und „Victoria“ und vielen mehr bei kleinen und großen Tierarten. Für das leibliche Wohl sorgen das Zoorestaurant Sambesi, die verschiedenen Kioske auf dem Zoogelände oder aber das mitgebrachte Picknick. Auf dem großen Spielplatzgelände neben dem Streichelzoo können zudem Grillplätze reserviert werden.
Zoo Basel 18.06.2026
Leichter Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025
Der Zoo Basel verzeichnete 2025 einen Rückgang von 6.6% bei den Besucherzahlen. Der Erlös aus verkauften Eintritts- und Jahreskarten ging auf CHF 9’967’519 zurück. Personal- und Betriebsaufwand blieben mit CHF 13’660’463 bzw. CHF 5’003’702 auf Vorjahresniveau. Der Verwaltungsaufwand, CHF 984’359 geringer als 2024, ist auf einmalige Aufwendungen im Jubiläumsjahr zurückzuführen. Aus Spenden und Nachlässen kamen im Berichtsjahr CHF 18’618’474 zusammen. Leichter Besucherrückgang Nach dem Jubiläumsjahr 2024 musste der Zoo Basel 2025 erwartungsgemäss einen leichten Rückgang von rund 81’000 Eintritten (-6.6%) vermelden. Der Zoo Basel berichtete am 13. April 2026. Der Gesamtertrag aus Eintritten und Abonnenten lag mit CHF 9’967’519 rund 5.7% unter Vorjahr (CHF 10’562’219). Mitarbeiter:innen Inklusive der Restaurants beschäftigte der Zolli im Berichtsjahr im Durchschnitt, saisonal bedingt, 230 Mitarbeiter:innen in 177 Vollzeitstellen (Vorjahr: 213 Mitarbeiter:innen in 169 Vollzeitstellen). 146 davon (Vorjahr: 154) arbeiteten in der Verwaltung, an der Kasse, im Garten und in den Werkstätten. Der Personalaufwand für diese 121 Vollzeitstellen (analog Vorjahr) betrug CHF 13’660’436 (Vorjahr: 13’702’291). Betriebswand, Verwaltungsaufwand und negatives Betriebsergebnis Der Betriebsaufwand von CHF 5’003’702 lag gegenüber Vorjahr (CHF 5’310’172) auf vergleichbarem Niveau. Der Rückgang beim Verwaltungsaufwand von CHF 984’359 ist auf einmalige Aufwendungen im Jubiläumsjahr 2024 zurückzuführen. Nach Abschreibungen von CHF 935’954 (Vorjahr: CHF 884’467) ergibt sich ein negatives Betriebsergebnis von CHF -11’874’700 (Vorjahr: CHF -13’688’011). Werden Bau- und Planungskosten berücksichtigt, ergibt sich zunächst ein negatives Betriebsergebnis von CHF -23’069’974 (Vorjahr: CHF -15’552’465). Drittmitte Der grösste Anteil der Drittmittel resultierte aus Spenden, Nachlässen, Legaten sowie Patenschaften und ergab im Jahr 2025 ein Total von CHF 18’618’474 (Vorjahr: CHF 10’369’990). Davon wurde der Betrag von CHF 11’371’062 im Sinne der Geldgeber in zweckbestimmte Fonds für laufende bzw. zukünftige Projekte überführt. Der verbleibende Anteil an Drittmitteln von CHF 9’510’214 (Vorjahr: CHF 8’124’095) wurde für die Deckung des negativen Betriebsergebnisses verwendet. Die Abgeltung des Kantons Basel-Stadt ist von CHF 1’450’000 (2024) auf CHF 2’000’000 erhöht worden. Die Abgeltung des Kantons Basel-Landschaft blieb unverändert. Die Beiträge der Gemeinden sind auf CHF 23’750 (Vorjahr: CHF 50’750) gesunken. Nach Zuweisung von total CHF 4’079’538 (Vorjahr: CHF 3’670’020) an zweckbestimmte Fonds resultierte ein im Vergleich zu 2024 (CHF 65’873) leicht niedrigerer Jahresgewinn von CHF 62’013.
Tiergarten Schönbrunn 18.06.2026
Tierischer Trubel bei Schönbrunner Nasenbären
In der tierischen Wohngemeinschaft der Nasenbären und der Brillenbären im Tiergarten Schönbrunn ist derzeit besonders viel los: Vier junge Weißrüssel-Nasenbären unternehmen ihre ersten Ausflüge in die naturnahe Außenanlage. „Ende März hat unser jüngeres Weibchen Jungtiere zur Welt gebracht. Nasenbären sind Nesthocker. Sie kommen blind zur Welt und verbringen ihre ersten sechs bis sieben Lebenswochen gut versteckt in Baumnestern. Deshalb waren sie für unsere Besucherinnen und Besucher bisher kaum zu sehen“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Inzwischen werden die beiden Weibchen und die beiden Männchen immer neugieriger, erkunden ihre Umgebung und haben auch den Rest des Nasenbären-Clans kennengelernt. Weißrüssel-Nasenbären sind in Mexiko, Zentralamerika sowie im nordwestlichen Südamerika beheimatet und leben in unterschiedlichsten Lebensräumen – vom Regenwald bis zur offenen Landschaft. Die Allesfresser ernähren sich vor allem von Insekten, Spinnen und Würmern, aber auch von Früchten, Pflanzenknollen und gelegentlich von kleinen Wirbeltieren. Damit sie auch im Tiergarten ihr natürliches Verhalten ausleben können, ist die Anlage besonders naturnah gestaltet. „Wir lassen bewusst Totholz liegen und schneiden die Vegetation nur so weit zurück, wie es notwendig ist. So finden zahlreiche Insekten einen Lebensraum und unsere Nasenbären können tagsüber nach Krabbelgetier suchen“, sagt Rupert Kainradl, MSc, zoologischer Kurator im Tiergarten Schönbrunn. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher die Jungtiere bereits bei ihren ersten Kletterversuchen beobachten.
Zoo Innsbruck 17.06.2026
EXTREM. ANPASSUNGSSTARKE NATUR
Die neue Ausstellung „Extrem“ in der Weiherburg beim Alpenzoo beleuchtet Tiere und Pflanzen, die in extremen Lebensräumen zu Hause sind, und erzählt von ihren faszinierenden Strategien und Fähigkeiten. Weiherburg beim Alpenzoo // 18.6.2026 – 30.1.2028 Die Ausstellung „Extrem. Anpassungsstarke Natur“ in der Weiherburg beim Alpenzoo erzählt von Lebewesen, die dort zu Hause sind, wo das Leben aus menschlicher Sicht schwierig wird: in eisiger Kälte, großer Hitze, extremer Trockenheit oder dauerhafter Nässe. Sie führt durch Wüsten, Moore, Hochgebirge und andere besondere Lebensräume und zeigt, wie Pflanzen und Tiere im Laufe der Evolution erstaunliche Strategien entwickelt haben, um genau dort bestehen zu können – mit Rückzug, Tarnung, Frostschutz oder erstaunlicher Geduld. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Moore, die nicht nur Lebensraum hoch spezialisierter Arten sind, sondern auch wertvolle Kohlenstoffspeicher, Wasserspeicher und Archive der Klima- und Umweltgeschichte. Im Mittelpunkt stehen originale Objekte aus den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen: Fossilien, Präparate, Modelle und historische Sammlungsstücke erzählen von Anpassung, Wandel und Überleben. Zu feucht, zu trocken, zu kalt, zu heiß? Gibt’s nicht! Evelyn Kustatscher, Kuratorin und Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, erklärt: „Pflanzen und Tiere haben im Laufe der Evolution erstaunliche Strategien entwickelt, in Lebensräumen zu leben und zu überleben, die für uns Menschen undenkbar sind. Sie vermeiden zum Beispiel Hitze oder Frost durch Rückzug, schützen sich mit speziellen Stoffen vor dem Gefrieren oder Austrocknen, wieder andere nutzen Habitate, die für uns lebensfeindlich erscheinen, als idealen Lebensraum. In der Ausstellung ,Extrem. Anpassungsstarke Natur‘ beleuchten wir eine kleine Auswahl dieser faszinierenden Pflanzen und Tiere und sorgen anhand anschaulicher Beispiele für Staunen.“ André Stadler, Direktor des Alpenzoos, ergänzt: „,Extrem‘ ist bereits die fünfte Ausstellung, die die Tiroler Landesmuseen im Naturkundemuseum Weiherburg beim Alpenzoo präsentieren. Wir freuen uns sehr, in der Weiherburg wieder außergewöhnliche Einblicke in die faszinierende Natur um uns herum bieten zu können.“ Einfrieren, austrocknen, eingraben Die Libelle etwa ist in ihren frühen Entwicklungsstadien – vom Ei zum Erwachsenenstadium – ans Gewässer gebunden, es kann ihr gar nicht zu feucht sein. Flechten hingegen fühlen sich in der Regel auf exponierten Gesteinsflächen, wo Wasser Mangelware ist, überaus wohl – sie können auch vollständig austrocknen, ohne Schaden zu nehmen. Auch die Eier des Triops, des winzigen Urzeitkrebses, können jahrzehntelang im ausgetrockneten Boden überleben. Kommt es dann zu starkem Regen, geht alles ganz schnell: die Triopse schlüpfen. Kälte wiederum macht bestimmte Arten von Fröschen nichts aus, zum Beispiel den Nordamerikanischen Moorfröschen: Sie frieren im Winter vollständig ein und überstehen Temperaturen bis zu –16°C. Zucker und spezielle Proteine verhindern dabei, dass gefährliche Eiskristalle die Zellen zerstören. Beim Auftauen beginnt das Herz des Frosches wieder zu schlagen. Auch der Floh überlebt Kälte bis –15°C, da sein Stoffwechsel dem des Frosches gleich ein körpereigenes Frostschutzmittel aus Zuckern und Alkohol produziert. Gegen extreme Hitze hat hingegen die Wüstensandviper eine Strategie entwickelt: Tagsüber gräbt sie sich im lockeren Boden ein und schützt sich so vor Hitze und Austrocknung. Gleichzeitig hält sie dabei auch nach Beute Ausschau. „Die Ausstellung ,Extrem‘ lädt dazu ein, die eigene Perspektive zu wechseln und zu entdecken, wie vielfältig, präzise und erstaunlich das Leben unter extremen Bedingungen sein kann“, betont Kuratorin Evelyn Kustatscher. Naturwissenschaftliche Sammlung vor den Vorhang Die Naturwissenschaftliche Sammlung der Tiroler Landesmuseen besteht aus mehr als 3,5 Millionen Objekten – von Tieren und Pflanzen über Pilze und Fossilien bis hin zu Mineralien und Gesteinen. Sie machen die Tiroler Landesmuseen zu einem besonderen Wissensspeicher über die Natur des Alpenraums. So stehen zahlreiche dieser originalen Objekte aus den Naturwissenschaftlichen Sammlungen im Mittelpunkt der Ausstellung „Extrem“: Fossilien, Präparate, Modelle und historische Sammlungsstücke. „In Zusammenarbeit mit dem Alpenzoo Innsbruck werden diese naturwissenschaftlichen Schätze in der Weiherburg vor den Vorhang geholt und ins Blickfeld gerückt. Es freut uns sehr, dass das Freizeitangebot der Stadt Innsbruck mit dieser gelungenen Zusammenarbeit zwischen den Tiroler Landesmuseen und dem Alpenzoo um diesen spannenden Einblick in unsere faszinierende Natur bereichert wird“, so Johannes Anzengruber, Bürgermeister der Stadt Innsbruck. Besuch im Alpenzoo und der Ausstellung „Extrem“ Ein Ausstellungsbesuch lässt sich gut mit einem Ausflug in den Alpenzoo kombinieren. Der Eintritt ist im Ticketpreis des Zoos inbegriffen. Regulär ist die Ausstellung, gleich wie der Alpenzoo, täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr im Sommer bzw. bis 17 Uhr im Winter geöffnet. Kuratorin Evelyn Kustatscher und ihr Team geben im Rahmen von Führungen ihre eigene Begeisterung für die Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen und die faszinierende Welt der Moore an die Besucher*innen weiter. Die genauen Termine finden Sie auf unserem Flyer und online unter tiroler-landesmuseen.at/ausstellungen/extrem
Zoo Heidelberg 17.06.2026
Rekordjahr bei den Störchen im Zoo Heidelberg
Zahlreiche Jungstörche wurden beringt, zwei mit speziellen Sendern Wie in jedem Frühjahr haben wilde Weißstörche den Zoo Heidelberg als Brutplatz gewählt. Doch in diesem Jahr ist die Storchenkolonie so groß wie nie zuvor: Mehr als 50 Nester sind besetzt. Vergangene Woche wurden einige der Jungvögel beringt – zwei von ihnen tragen zudem erstmals spezielle Senderringe, mit denen sich ihre Reise in die Winterquartiere verfolgen lässt. Bereits seit mehreren Wochen sind sie gut zu hören: Mit lautem Schnabelklappern begrüßen sich die Weißstörche auf den Dächern, Nisthilfen und Bäumen des Zoo Heidelberg. Mit mehr als 50 Brutpaaren beherbergt der Zoo in diesem Jahr die größte Storchenkolonie seiner Geschichte. Die Population wächst dabei seit Jahren kontinuierlich. Die wilden Weißstörche kehren jeden Frühling in den Zoo Heidelberg zurück, um hier ihre Jungen großzuziehen. In den Nestern sitzen derzeit zwischen einem und fünf jungen Störchen, zwei bis drei Jungvögel pro Paar sind dabei die Regel. Die Küken sind vor etwa vier bis sechs Wochen geschlüpft und werden von ihren Eltern intensiv versorgt. Vergangene Woche stand für die Störche die jährliche Nestkontrolle an. Gemeinsam mit dem Storchenbeauftragten der Region, Helmut Stein, wurden fünf Nester mit einem Hubsteiger angefahren. Die vielen weiteren Nester können mit dem Hubsteiger nicht erreicht werden. Insgesamt erhielten elf Jungstörche einen individuellen Erkennungsring, anhand der Nummer auf dem Ring lassen sich die Störche zukünftig eindeutig identifizieren. Die Beringung erfolgt schnell und ohne Beeinträchtigung für die Tiere. Gleichzeitig können Gesundheitszustand und Anzahl der Jungvögel kontrolliert werden. Besonders spannend: Zwei der jungen Weißstörche haben zusätzlich einen modernen Senderring bekommen. Mit der App „Animal Tracker“ lässt sich nachvollziehen, welche Route die Tiere nach ihrem Abflug im Herbst wählen und wo sie den Winter verbringen. Die gewonnenen Daten helfen Wissenschaftlern, das Zugverhalten und die Lebensweise der Weißstörche noch besser zu verstehen. „Die wachsende Storchenkolonie zeigt, dass der Zoo Heidelberg für die Tiere ein attraktiver und sicherer Brutplatz ist“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Besonders die beiden Senderringe bieten die Chance, den Zug einzelner Jungvögel in Echtzeit zu verfolgen und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Wir freuen uns jetzt schon, wenn die Jungvögel im nächsten Frühjahr zu uns zurückkehren.“ Wer derzeit durch den Zoo spaziert, kann die Störche gut beobachten. Bei sonnigem Wetter nutzen die erwachsenen Vögel die aufsteigende Warmluft, um sich ohne großen Kraftaufwand in die Höhe zu schrauben – ein beeindruckendes Naturschauspiel, das sich am Himmel über dem Zoo Heidelberg beobachten lässt.
Zoo Berlin 17.06.2026
Antilopenhaus in neuem Gewand Okapis sind nach Modernisierungsmaßnahmen im Herzen des Zoos zuhause
Im Zoo Berlin ist ein neues Kapitel für eines seiner ältesten Gebäude angebrochen: Nach umfangreichen Umbau- und Modernisierungsarbeiten wurden die neuen Außenanlagen rund um das historische Antilopenhaus eröffnet und bieten nun auch für die seltenen Okapis ein neues Zuhause. Während die südöstliche Seite des Hauses Tieren aus den Regenwäldern Zentralafrikas eine neue Heimat gibt, kommen die Bewohner der nordwestlichen Seite aus den Wüsten und Halbwüsten Nordafrikas. Seit Sommer 2025 wurde das denkmalgeschützte Antilopenhaus umfassend saniert. Ziel war es, die Haltungsbedingungen für die Tiere zu optimieren und zugleich neue Möglichkeiten für spannende Tierbeobachtungen zu schaffen. Durch das Zusammenlegen kleinerer Abschnitte entstanden größere Anlagen, in denen verschiedene afrikanische Tierarten gemeinsam leben. Diese sogenannte Vergesellschaftung entspricht dem natürlichen Zusammenleben unterschiedlicher Arten in ihrem ursprünglichen Lebensraum und bietet den Tieren mehr Abwechslung durch soziale und visuelle Reize. Auf der südöstlichen „Regenwald“-Seite teilen sich die stark gefährdeten Okapis, auch „Waldgiraffen“ genannt, ihre neue Anlage nun mit den Sitatungas. Die naturnah gestaltete Anlage mit dichter Bepflanzung, zusätzlichen Rückzugsmöglichkeiten und vergrößerten Innenbereichen trägt den besonderen Ansprüchen der scheuen Regenwaldbewohner Rechnung. Zudem bietet sie optimale Voraussetzungen für die Haltung eines Zuchtpaares. „Wir engagieren uns bereits seit rund 40 Jahren für den Schutz der stark gefährdeten Okapis in ihrem natürlichen Lebensraum. Sie kommen ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo vor“, erklärt Kuratorin Dr. Jennifer Hahn. „In den vergangenen Jahrzehnten sind die Bestände um 50% gesunken. Ursachen sind bewaffnete Konflikte, illegaler Holzeinschlag, Bergbau sowie Wilderei. Besonders im Ituri-Wald führt die fortschreitende Abholzung zu einem dramatischen Verlust des Lebensraums. Die Bedeutung der Haltung in menschlicher Obhut nimmt daher stetig zu.“ Die nordwestliche Außenanlage bietet künftig mehreren nordafrikanischen Tierarten ein gemeinsames Zuhause. Noch sind die beiden Giraffenbullen etwas schüchtern, doch schon bald werden sie sich ihre Junggesellen-WG mit Straußen, Säbelantilopen und Mhorrgazellen teilen. Die vom Aussterben bedrohte Mhorrgazelle ist inzwischen häufiger in menschlicher Obhut als in der Natur zu finden. Hier gab und gibt es dank stabiler Reservepopulationen bereits Wiederansiedlungsversuche. Diese waren bei der Säbelantilope, die einst als „in der Natur ausgerottet“ galt, so erfolgreich, dass ihr IUCN-Status auf „stark gefährdet“ herabgestuft werden konnte. „Die neuen tierischen Wohngemeinschaften vermitteln einen lebendigen Ausschnitt natürlicher Lebensräume. Mit dem Einzug der Säbelantilopen greifen wir bewusst auch die Geschichte dieses historischen Gebäudes auf“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Arten wie Okapi, Kordofan-Giraffe oder auch Mhorrgazellen zeigen, wie wichtig moderne Zoos als Reservepopulationen für bedrohte Tierarten geworden sind. Wenn von einer Art heute bereits mehr Tiere in menschlicher Obhut als in der Natur leben, verdeutlicht das die Rolle der Zoos als Arche Noah für bedrohte Wildtiere. Zugleich müssen wir uns weiterhin für den Schutz ihrer natürlichen Lebensräume einsetzen, um langfristig eine Rückkehr in die Wildnis zu ermöglichen.“ Das Antilopenhaus gehört zu den ältesten Gebäuden des Zoo Berlin und prägt bereits seit 1872 dessen Erscheinungsbild. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Gebäude in vereinfachter Form wiederaufgebaut und zuletzt in den 1980er Jahren denkmalgerecht saniert. Die jüngste Modernisierung wurde durch die außerordentlich großzügige Unterstützung einer pferdebegeisterten Berlinerin ermöglicht, die knapp eine Million Euro beisteuerte, sowie durch die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e.V., die weitere 455.000 Euro bereitstellte. „Es erfüllt uns mit großer Freude zu sehen, wie aus einer Idee nun eine moderne und großzügige Anlage für die Tiere geworden ist“, sagt Thomas Ziolko, Vorsitzender des Fördervereins. „Der Förderverein unterstützt den Zoo Berlin seit vielen Jahren bei wichtigen Bau- und Artenschutzprojekten. Dass wir gemeinsam zur Weiterentwicklung dieses traditionsreichen Hauses im Herzen des Zoos beitragen konnten, macht uns besonders stolz.“ Wer die Okapis einmal aus ganz besonderer Nähe erleben möchte, hat bei einem der exklusiven Lieblingstierbesuche besondere Gelegenheit – weitere Infos: https://shop.zoo-berlin.de/okapi.
Zoo Leipzig 17.06.2026
Große Freude über Zuchterfolge in Afrika, Asien und Südamerika – Nachwuchs bei den Giraffen, Südpudus & Roten Pandas
Zuchterfolg bei den Rothschildgiraffen in der Kiwara-Savanne (Giraffa camelopardalis rothschildi): Giraffenkuh Sipiwe (8) sorgte Dienstagnacht für ein männliches Kalb. Die Pflegerinnen und Pfleger entdeckten zu Dienstbeginn in dem eigens für die Geburt vorbereiteten Stall ein bereits trocken gelecktes Jungtier neben Sipiwe. „Besser kann es nicht laufen, wenn der Nachwuchs ohne Komplikationen zur Welt kommt und uns am Morgen überrascht. Seit Tagen haben wir mit der Geburt gerechnet und Sipiwe bereits von der Herde abgetrennt, um ihr Raum und Ruhe zu geben. Das Jungtier macht nach Aussage des Zootierarztes, der heute Morgen die Jungtierprophylaxe durchgeführt hat, einen gesunden und kräftigen Eindruck, es trinkt regelmäßig und wird von Sipiwe vorbildlich umsorgt“, freut sich Kurator Ruben Holland über den Zuwachs. Für Sipiwe ist es das zweite Jungtier, seitdem sie im Jahr 2022 aus dem Zoo Aalborg nach Leipzig kam. Vater des Herdenzuwachses ist der sieben Jahre alte Bulle Matyas. Zusammen mit ihrem Sprössling wird Sipiwe in den nächsten Tagen separat gehalten, wenn auch mit Sichtkontakt zur Herde, damit sich die Mutter-Jungtier-Bindung ausprägen und festigen kann, bevor sie schrittweise wieder mit der Herde vergesellschaftet wird. Für die Zoogäste sind sowohl Mutter und Jungtier als auch die Herde im Giraffenstall zu sehen. Erstmals Nachwuchs bei den Südpudus (Puda puda) in Südamerika: Intensiv hat das Tierpflegerteam darauf hingearbeitet, und die Freude über den Nachwuchs von Südpudu-Weibchen Mette (3) und Zuchtmann Benjamin (3) ist entsprechend groß. Am 11. Juni brachte Mette ein weibliches Jungtier zur Welt, das inzwischen 1,13 Kilogramm auf die Waage bringt und ebenfalls einen stabilen Eindruck macht. Das Südpudu-Paar kam im Jahr 2024 nach Leipzig und bewohnt zusammen mit den Capabaras und Großen Maras die Pantanalanlage in Südamerika. Perspektivisch werden sie eine Anlage in Feuerland beziehen. Für die Zoogäste sind Mette und ihre Tochter gegenwärtig nicht zu sehen. Währenddessen wartet auf die Besucherinnen und Besucher aber bereits ein anderes tierisches Familienglück: Darwinnandu-Hahn Hannibal (8) erkundet seit kurzem zeitweise mit seinen beiden im April geschlüpften Küken die Freianlage. Flink folgen die beiden Küken ihrem Vater auf Schritt und Tritt. Wie bei Darwinnandus (Rhea pennata) typisch, brütet der Hahn die Eier aus und kümmert sich allein um die Aufzucht. Auch bei den Publikumslieblingen der Himalaya-Hochgebirgslandschaft gibt es erfreuliche Nachrichten: Das Nepalesische Rote-Panda-Weibchen Kamala (2) hat am 3. Juni Junge zur Welt gebracht. Verraten hat sich der Nachwuchs zunächst nur durch zarte Fieplaute aus einer gut geschützten Felsenspalte, die sich die junge Mutter als Kinderstube ausgesucht hat. Inzwischen konnten die Pfleger einen ersten kurzen Blick auf die vermutlich zwei Jungtiere werfen. Kamala meistert ihre erste Aufzucht bislang vorbildlich. Vater ist der zwei Jahre alte Asa. Bis sich die Neuankömmlinge auf der Außenanlage zeigen, werden noch einige Woche jedoch vergehen. Bis sich allerdings die Neuankömmlinge auf der Außenanlage zeigen wird es noch etwas dauern.
Zoo Frankfurt am Main 17.06.2026
Gut geschützt und doch bedroht: Mit den seltenen Ohrenschuppentieren ist eine neue Art ins Grzimekhaus eingezogen
Ohrenschuppentiere bekommt man in europäischen Zoos nur sehr selten zu Gesicht – eines von ihnen ist jetzt im Frankfurter Zoo eingezogen. Die nachtaktiven Tiere kommen in Süd- und Südostasien vor und sind dort vom Aussterben bedroht. Der Zoo wird nun am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teilnehmen. Schuppentiere, auch Pangoline genannt, wirken auf uns wie Wesen aus der Urzeit. Und dieser Eindruck ist nicht falsch. Funde in der Grube Messel belegen, dass die Tiere bereits vor etwa 47 Mio. Jahren auch hierzulande heimisch waren. Der Körper der Schuppentiere ist heute wie damals fast vollständig mit großen Hornschuppen besetzt – einzigartig unter den Säugetieren. Auffällig sind auch ihre ausgeprägten Grabkrallen an den Vorderfüßen, ihre lange wurmartige Zunge und ihr muskulöser Schwanz. „Schuppentiere sehen aus wie Fabelwesen“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Als nachtaktive Nahrungsspezialisten werden sie in Zoos nur selten gehalten. Die Zoos von Prag und Leipzig waren bislang die einzigen in Europa, in denen Ohrenschuppentiere zu sehen waren. Umso mehr freue ich mich, dass nun auch wir in Frankfurt diese besondere Tierart zeigen können, denn sie steht symbolisch für die zahlreichen Arten, die immer wieder menschlichen Aktivitäten zum Opfer fallen. Damit spielen die Schuppentiere auch eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit des Zoos“, so Hartwig. Das sechsjährige Ohrenschuppentier (Manis pentadactyla) GUO BAO kam Anfang Juni aus dem Prager Zoo nach Hessen. Mittlerweile hat es sich gut eingelebt. Dafür ist vom Team des Grzimekhauses auch viel getan worden, erklärt Zookurator Dr. Johannes Köhler. Denn dass der Zoo Frankfurt jetzt Schuppentiere halten kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Das Zuchtbuch, das im Zoo von Taipeh in Taiwan geführt wird, hat strenge Kriterien für neue Haltungen. Diese basieren auf langjährigen Erfahrungen. So ist der Zoo Taipeh führend sowohl bei der Rettung und Rehabilitation verletzter Schuppentiere als auch was Haltung und Vermehrung in menschlicher Obhut betrifft. „Ohne das große Fachwissen und die Erfahrung des Grzimekhaus-Teams hätten wir BAO nicht zu uns holen können. Unter anderem mussten wir zunächst die Anlage im Dunkelbereich den Bedürfnissen der Tiere entsprechend umbauen“, so Köhler. „Die größte Herausforderung war aber, die Versorgung mit geeignetem Futter sicherzustellen. Schuppentiere sind extreme Nahrungsspezialisten. In ihrer Heimat ernähren sie sich von Ameisen und Termiten. Wir profitieren nun von der Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen in Prag und Taipeh etwa in Hinblick auf das Ersatzfutter, denn Schuppentiere sind hier äußerst wählerisch. Sie empfahlen uns, eine stetige Versorgung mit Bienenlarven und Drohnenbrut zu organisieren. Dank der großzügigen Unterstützung lokaler Imkereien und des Frankfurter Instituts für Bienenkunde ist uns das auch gelungen“, so Köhler. GUO BAO hat im Zoo Prag bereits zweimal für Nachwuchs und damit für die erste erfolgreiche Nachzucht in Europa gesorgt. Auch im Zoo Frankfurt soll er weiterhin züchten. Ein weibliches Ohrenschuppentier soll daher perspektivisch ebenfalls im Grzimekhaus einziehen. „Ohrenschuppentiere sind bedingt durch ihren Schuppenpanzer relativ langsam, weshalb sie leider sehr leicht zu fangen sind. Wilderei setzt ihnen in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes stark zu. So zählen Schuppentiere inzwischen zu den am häufigsten geschmuggelten Säugetieren auf dem internationalen Schwarzmarkt. Insbesondere die Verwendung der Schuppen zu pseudomedizinischen Zwecken hat die Wilderei auf Schuppentiere stark befördert. Durch ihre geringe Verbreitungsdichte und die niedrige Geburtenrate können die Bestände solche Verluste nicht ausgleichen und wir laufen unmittelbar Gefahr, diese einzigartigen Wesen für immer zu verlieren. Über Bildung und Zucht wollen wir unseren Beitrag zur Erhaltung dieser sehr besonderen Tierart leisten,“ sagt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „Jetzt geht es aber erstmal darum, dass GUO BAO sich in seiner neuen Umgebung wohlfühlt. Auf seiner Reise nach Frankfurt wurde er von seinem Tierpfleger aus Prag begleitet, der auch gleich Teile der Inneneinrichtung des Geheges mitbrachte, denn Schuppentiere haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Wenn alles riecht wie in seinem alten Zuhause macht ihm das die Eingewöhnung leichter“, so Kurator Köhler.
Tierpark Dessau 17.06.2026
Grünpflege im Tierpark Dessau
Alles Grün macht nicht nur der Mai. Wie überall, so herrschen aktuell auch im Tierpark Dessau fast ideale Wachstumsbedingungen für Gräser, Kräuter, Sträucher und Bäume. Auf dem elf Hektar großen Gelände des Tierparks Dessau sorgen der Technische Leiter Mathias Smarsly mit seinen drei Gärtnern, einen Bundefreiwilligendienstleistenden und einem weiteren Helfer, das Gelände für Mensch und Tier sicher und attraktiv zu halten. Dabei ist der Spagat zwischen naturbelassenen, insektenfreundlichen Flächen und gärtnerisch intensiv gepflegten Bereichen nicht immer einfach. „Wir verbinden bei der Parkpflege gleichzeitig das Schöne mit dem Nützlichen und nutzen einige Flächen auch mit zur Grünfuttergewinnung für unsere Tiere“ erklärt der Mathias Smarsly. Früher wurde die große Wiese vor dem Mausoleum als Futterwiese genutzt, wodurch sie aber auch eine geraume Zeit im Jahr abgesperrt war und weder für Spiel und Spaß noch für Sommerkino oder Theater genutzt werden konnte. Mit der Nutzung der großen Wiese vor dem Mausoleum als Erholungs- und Veranstaltungsfläche wurden nun ersatzweise überall im Park andere Flächen zur Grünfuttergewinnung gesucht. Zukünftig sollen die Flächen als Lebensraum für Insekten und Futterflächen gekennzeichnet und mit in das pädagogische Konzept der Lehrparkschule aufgenommen werden.
Zoo Köln 17.06.2026
Wenn Kinder Artenschutz möglich machen: 2.500 Euro für Nashörner Besonderer Einsatz der Mathilde-von-Mevissen-Grundschule in Köln-Nippes für das „Team Nashorn Köln“ von Zoo und WWF
Mit großem Engagement haben die Schülerinnen und Schüler der Mathilde-von-Mevissen-Grundschule in Köln-Nippes bei ihrem diesjährigen Sponsorenlauf insgesamt 2.500 Euro gesammelt. „Bei den Kindern ist das Thema Tier- und Artenschutz sehr präsent“, sagt Lehrerin Lena Kollmann. Und so fiel im Kinderparlament die gemeinsame Entscheidung, den Erlös dem „Team Nashorn Köln“ – einer Kooperation zwischen Kölner Zoo und WWF Deutschland – zugutekommen zu lassen. Bei der symbolischen Scheckübergabe am gestrigen Dienstag im Kölner Zoo überreichten die 24 Klassensprecherinnen und Klassensprecher der ersten bis vierten Klassen den Spendenscheck an Dr. Johanna Rode-White, Nashorn-Kuratorin des Kölner Zoos. Begleitet wurden die Kinder der Kinderkonferenz dabei von Schulleiterin Frau Limbach sowie der OGS-Leiterin Frau Wirtz. Im Rahmen des Besuchs erhielten die Grundschüler spannende Einblicke in den Schutz der stark bedrohten Nashörner, überreichten den symbolischen Spendenscheck und bekamen eine Urkunde als Dank für ihr Engagement. Besonders beeindruckt zeigten sich die Kinder von Spitzmaulnashorn „Hazina“, die sie während ihres Besuchs beobachten konnten. Die Begeisterung war bei allen Beteiligten groß.In den kommenden Klassenkonferenzen werden die Klassensprecherinnen und Klassensprecher ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vom Besuch im Zoo berichten sowie die Urkunde und die entstandenen Fotos präsentieren. Die Spende unterstützt wichtige Artenschutzprojekte des WWF Deutschland wie z.B. die Bekämpfung der Nashornwilderei im südlichen Afrika und Projekte zur Verringerung der Nachfrage nach Nashorn-Horn in Vietnam und China. Gleichzeitig kommt die Spende im Kölner Zoo der Nachzucht von bedrohten Spitzmaulnashörnern zugute. Gemeinsam für den Nashornschutz Team Nashorn Köln ist eine gemeinsame Artenschutzinitiative von WWF Deutschland und des Kölner Zoos. Ziel der Kooperation ist es, bedrohte afrikanische Nashörner zu schützen – sowohl in ihrem natürlichen Lebensraum als auch durch Erhaltungszucht im Zoo. Weitere Informationen zum „Team Nashorn Köln“ finden Sie hier: https://www.wwf.de/spenden-helfen/wwf-zoo-kooperationen/team-nashorn-koeln.
Zoo Neunkirchen 16.06.2026
Nachwuchs bei den seltenen Fanalokas
Europaweit einzigartiges Fanaloka-Zuchtpaar hat erneut ein Jungtier
Der Neunkircher Zoo darf sich über einen ganz besonderen Zuchterfolg freuen. Am 23. Mai entdeckte das Team der Tierpflege ein Jungtier bei den Fanalokas. Die Geburt ist ein riesiger Erfolg für den Artenschutz, denn das Paar in Neunkirchen bildet aktuell das einzige Zuchtpaar dieser in ihrer Heimat bedrohten Raubtierart in ganz Europa. Da das Geschlecht des kleinen Madagaskar-Raubtiers noch unbekannt ist, hat es aktuell auch noch keinen Namen. Die erfahrene Mutter „Hanitra“ zeigt sich äußerst fürsorglich und ist stets eng bei ihrem Nachwuchs. Mit etwas Geduld können Besucherinnen und Besucher erste Blicke auf das Jungtier erhaschen, während es mit seiner Mutter durch die Anlage im Affenhaus neben den Kattas läuft. Fanalokas stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Madagaskars. In ihrer Heimat sind die Tiere bedroht und werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft. Ihr Bestand in freier Wildbahn nimmt kontinuierlich ab – Hauptgründe hierfür sind der Verlust ihres natürlichen Lebensraums, die Bejagung sowie die Konkurrenz durch Hunde und verwilderte Hauskatzen. Für den Neunkircher Zoo, in dem die Elterntiere „Ravo“ und „Hanitra“ seit 2019 leben, ist diese insgesamt 7. Nachzucht daher ein ganz besonderer Meilenstein und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Tierart. Nach Erfahrung des Zoos sind FanalokaAufzuchten nicht immer problemlos, so dass gerne alle verfügbaren Daumen gedrückt werden dürfen, damit das aktuelle Jungtier gesund groß wird und wie zwei ältere Brüder, die in die Wilhelma Stuttgart zogen, später auch den Bestand eines anderen Zoos bereichern kann!
Zoo Dresden 16.06.2026
Zoo Dresden eröffnet erweiterte Giraffen- und Zebraanlage
Nach rund vier Monaten Bauzeit ist die Erweiterung der Giraffen- und Zebraanlage abgeschlossen. Die drei Kordofan-Giraffen Diko, Tessa und Gaia sowie die vier Chapman-Steppenzebras können ab sofort deutlich mehr Platz nutzen. Gleichzeitig profitieren auch die Besucherinnen und Besucher von der neugestalteten Anlage, die spannende neue Perspektiven auf die Tiere eröffnet. „Auf dieses Projekt sind wir besonders stolz, da es komplett durch Spenden finanziert wurde und die Verbundenheit der Menschen mit unserem Zoo zeigt“, sagte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena bei der heutigen offiziellen Einweihung der erweiterten Giraffen- und Zebraanlage. So kamen insgesamt 500.000 Euro zusammen: 250.000 Euro vom Zoofreunde Dresden e.V. und 250.000 Euro durch Spenden an den Zoo. Die Bauarbeiten begannen im Februar 2026 und umfassten neben dem Abriss des ehemaligen Terrariums die umfassende Neugestaltung des Areals. Die Anlagenbegrenzungen wurden neu modelliert, ein Trockengraben angelegt, ein neuer Unterstand für die Zebras errichtet sowie neue Besucherwege geschaffen. Dank des Unterstandes können die Zebras nun 23,5 Stunden täglich draußen auf der Anlage bleiben. Zudem bieten zwei Sandkuhlen und eine beheizbare Wassertränke, die auch in den kalten Monaten das Wasser frisch sprudeln lässt, den Tieren mehr Komfort. Mit der Erweiterung verbessert der Zoo Dresden die Haltungsbedingungen seiner Tiere nachhaltig. Den Giraffen und Zebras stehen nun insgesamt etwa 2.800 m² und damit rund ein Drittel mehr Fläche zur Verfügung. Das zusätzliche Platzangebot schafft neue Bewegungsmöglichkeiten für die Tiere und erhöht die Strukturvielfalt der Anlage. Gleichzeitig ermöglichen die neu angelegten Wege, Sichtachsen und Sitzgelegenheiten den Gästen einen attraktiven Ort zum Verweilen und Beobachten der Tiere. Welt-Giraffen-Tag am 21. Juni 2026 Die Besucherinnen und Besucher können die neue Anlage ab sofort entdecken und am Sonntag, den 21. Juni 2026 im Rahmen des Welt-Giraffen-Tages mit vielen Aktionen erleben. Der längste Tag des Jahres wurde dank einer Initiative der Giraffe Conservation Foundation (GCF) den Tieren mit dem längsten Hals gewidmet und soll auf die Bedrohung der Giraffen in freier Natur aufmerksam machen. Auch der Zoo Dresden beteiligt sich in diesem Jahr wieder an dem Aktionstag. Von 10 bis 17 Uhr stehen daher die drei Kordofan-Giraffen besonders im Mittelpunkt. Bei zusätzlichen Treffpunkten um 10:45 Uhr und 13:45 Uhr geben die Tierpflegerinnen und Tierpfleger Einblicke in die Haltung und den Alltag der Tiere. Darüber hinaus laden Bastel- und Mitmachangebote dazu ein, die faszinierenden Langhälse näher kennenzulernen. Es können zudem Giraffenfellmuster gefilzt, gemeinsam mit den Zooscouts Perlenketten gestaltet und das Wissen über die Lebensweise sowie die Bedrohung der Giraffen in freier Wildbahn getestet werden. Gleichzeitig bietet der Aktionstag die ideale Gelegenheit, die neue Anlage aus nächster Nähe zu entdecken und sich über die umfangreichen Veränderungen zu informieren. Verlängerte Öffnungszeiten in den Sommerferien – 1 Stunde plus Wer den Zoobesuch nicht auf einen einzigen Tag beschränken möchte, hat in den Sommerferien noch mehr Zeit für tierische Entdeckungen. Vom 2. Juli bis zum 16. August öffnet der Zoo Dresden von Donnerstag bis Sonntag jeweils bis 19:30 Uhr und damit eine Stunde länger als gewohnt. In entspannter abendlicher Atmosphäre können Gäste den Feierabend im Zoo ausklingen lassen. Auch das Pinguin Café ist an diesen Tagen bis 19 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils um 18:45 Uhr.
Naturschutz-Tierpark Görlitz 16.06.2026
TTT-Temperamentvolles Trio Dreifacher Nachwuchs bei den Thüringer Waldeseln im Naturschutz Tierpark Görlitz – Zgorzelec
Der Eselstall des Görlitzer Tierparks gleicht derzeit einer lebhaften Kinderstube: Zu dem vor knapp zwei Wochen geborenen Hengstfohlen Titus haben sich nun auch Tessa und Theo gesellt. Dass die drei Fohlen Halbgeschwister sind, lässt sich noch leicht erklären – ihr gemeinsamer Vater ist der dreijährige Hengst Tarius. Etwas komplizierter wird es allerdings beim Blick auf den Familienstammbaum. „Mütterlicherseits wird es bei unseren Thüringer Waldeseln familiär etwas komplizierter“, erklärt Tierpark-Inspektorin Steffi Späthe mit einem Schmunzeln. „Unsere Stute Tessina ist nicht nur die Mutter des einzigen Stutfohlens Tessa, sondern auch die Mutter der beiden anderen Mutterstuten. Damit ist sie gleichzeitig Mutter und Großmutter der diesjährigen Fohlen. Ihre älteren Töchter wiederum sind für den Nachwuchs sowohl Mütter als auch Tanten.“ Der Thüringer Waldesel stammt ursprünglich aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Über Jahrhunderte hinweg war er als robuster und genügsamer Arbeitsesel ein wichtiger Helfer in der Landwirtschaft. Mit der zunehmenden Technisierung verlor der Esel jedoch seine Rolle als Arbeitstier. Heute erfreuen sich die freundlichen Langohren vor allem als Freizeit-, Begleit- und Therapietiere großer Beliebtheit. Erst vor drei Jahren zog die bedrohte Rasse in den Görlitzer Tierpark ein. Umso größer ist die Freude über den dreifachen Nachwuchs, der einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser seltenen Haustierrasse leistet. Die drei Nachwuchsstars zeigen schon jetzt, wie man Besucherherzen gewinnt: Mit ihrer neugierigen Art und ihrem unverwechselbaren Eselcharme ziehen Titus, Tessa und Theo Groß und Klein in ihren Bann.
Zoo Münster 16.06.2026
Zehnfacher Nachwuchs: Weißrüssel-Nasenbären entdecken Anlage im Allwetterzoo Münster
Auf der Anlage der Weißrüssel-Nasenbären im Allwetterzoo Münster geht es momentan besonders wuselig zu. Zehn kleine Nasenbären erkunden seit Montag (15.06.2026) die Außenanlage. Sie klettern die Bäume im Eiltempo rauf, dann wieder runter, recken ihre Nasen in die Luft oder suchen auf dem Boden nach neuen Entdeckungen. Die zehn Jungtiere sind am 5. April, 6. April und 23. April 2026 zur Welt gekommen und waren bislang nicht für die Besucher*innen zu sehen. Ihre Mütter sind drei der vier Nasenbären-Weibchen, die seit April 2025 im Allwetterzoo leben. „Freya“ hat vier Jungtiere zur Welt gebracht, „Hel“ und „Skadi“ jeweils drei. Die Jungtiere leben gemeinsam mit ihren Müttern und Tante „Sif“ auf einer Anlage. Da Nasenbären-Männchen Einzelgänger sind, lebt Vater „Loki“ auf der benachbarten Anlage. Nasenbären-Jungtiere bleiben vorerst im Allwetterzoo Münster Nasenbären kommen blind und taub zur Welt und verlassen in den ersten Wochen ihres Lebens nicht ihre Nester. Deswegen blieb der Nachwuchs bislang hinter den Kulissen. Mittlerweile nehmen die fünf Weibchen und fünf Männchen ihre Umgebung aber mit allen Sinnen wahr und dürfen nun auch die Außenanlage erkunden. Der Weißrüssel-Nasenbär ist ein Raubtier aus der Familie der Kleinbären und kommt ursprünglich in Mittel- und Südamerika vor. Wie geschickt er klettern kann, ist bereits bei den Jungtieren gut zu beobachten: Sie schaffen es sogar kopfüber zu klettern. Nasenbären-Population nimmt immer weiter ab Der Nasenbär ist ein Allesfresser, ernährt sich aber hauptsächlich von Insekten, Früchten, Eiern und kleinen Wirbeltieren wie Mäuse, Eidechsen oder Frösche. Früher wurden Weißrüssel-Nasenbären in der Landwirtschaft als Schädlingsbekämpfer eingesetzt oder als Haustiere gehalten. Schwindende Lebensräume und die Jagd bedrohen den Bestand der Tiere, die Population nimmt immer weiter ab. Die Art gilt aber noch nicht als gefährdet.
Wildpark Lüneberuger Heide 16.06.2026
Generationswechsel im Wildpark Lüneburger Heide Norbert Tietz verabschiedet sich aus Geschäftsführung – Alexander Tietz übernimmt alleinige Leitung
Es war ein emotionaler und zugleich sehr persönlicher Abend: Gemeinsam mit seiner Familie, langjährigen Mitarbeitenden, Freunden und Wegbegleitern feierte Norbert Tietz jüngst seinen 80. Geburtstag im Restaurant des Baumwipfelpfades Heide Himmel in Hanstedt-Nindorf. Im Rahmen der Feier verkündete der Unternehmer zugleich seinen Rückzug aus der Geschäftsführung des Wildpark Lüneburger Heide. Damit übernimmt Sohn Alexander Tietz künftig die alleinige Leitung des Familienunternehmens. Bereits seit 2014 hatten Vater und Sohn den Wildpark gemeinsam geführt. In einer bewegenden Rede blickte Norbert Tietz auf viele gemeinsame Jahre, Herausforderungen und Erfolge zurück. Besonders dankte er den Menschen, die ihn auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. „Ohne die vielen engagierten Mitarbeitenden, treuen Partner und Freunde wäre die Entwicklung unseres Unternehmens niemals möglich gewesen“, sagte Tietz sichtlich bewegt. Vor mehr als drei Jahrzehnten hatte Norbert Tietz den Wildpark übernommen und ihn mit viel Leidenschaft, Mut und Unternehmergeist zu einem modernen Erlebnisunternehmen entwickelt. Neben dem Wildpark gehören heute auch das Schäferdorf, der Baumwipfelpfad Heide Himmel und das Grillhus „Zum Hirsch‘n“ in Nindorf zur Unternehmensgruppe. Besonders stolz zeigte sich Norbert Tietz darüber, die Verantwortung nun in die Hände seines Sohnes legen zu können. „Alexander kennt den Wildpark seit seiner Kindheit. Er hat die Entwicklung des Unternehmens von klein auf miterlebt und selbst entscheidend mitgeprägt. Ich bin überzeugt, dass er unseren Weg mit Herz, Verstand und vielen neuen Ideen weiterführen wird.“ Alexander Tietz würdigte das Lebenswerk seines Vaters mit sichtbarer Dankbarkeit. „Mein Vater hat mit großem Einsatz und außergewöhnlicher Leidenschaft etwas geschaffen, das weit über einen klassischen Familienbetrieb hinausgeht. Dafür empfinde ich tiefen Respekt“, sagte er. Gleichzeitig freue er sich auf die neue Aufgabe und darauf, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens weiterzuschreiben. „Für mich steht der Mensch immer im Mittelpunkt – unsere Gäste, unsere Mitarbeitenden und alle Menschen, die unseren Weg begleiten. Genau dieses familiäre und persönliche Miteinander soll auch in Zukunft die Grundlage unseres Handelns bleiben“, so Alexander Tietz. Dass Vater und Sohn über viele Jahre eng und vertrauensvoll zusammenarbeiteten, prägte die Entwicklung des Unternehmens entscheidend. Noch 2015 hatte Norbert Tietz auf die Frage nach einem möglichen Ruhestand augenzwinkernd geantwortet: „Nie.“ Nun sei aber der richtige Zeitpunkt gekommen, Verantwortung weiterzugeben – verbunden mit dem guten Gefühl, dass das Unternehmen auch künftig in Familienhand bleibt. Mit dem nun vollzogenen Generationswechsel sieht sich der Wildpark Lüneburger Heide weiterhin auf einem zukunftsorientierten Kurs – verbunden mit der Philosophie, Naturerlebnisse, Gastfreundschaft und innovative Ideen miteinander zu verbinden.
Tierpark Berlin 16.06.2026
Goldiger Nachwuchs im Tierpark Berlin Seltene Mongozmaki-Geburt stärkt internationales Erhaltungszuchtprogramm
Im Tierpark Berlin gibt es überaus seltenen und zugleich besonders niedlichen Nachwuchs. Bei den stark bedrohten Mongozmakis wurde Anfang Mai ein Jungtier geboren. Weltweit gab es in diesem Jahr in menschlicher Obhut bislang nur drei Geburten dieser seltenen Lemurenart – eine in den USA, eine im Zoo Ostrava und eine nun im Tierpark Berlin. Für das internationale Erhaltungszuchtprogramm ist die Geburt daher von besonderer Bedeutung. Die Eltern des Jungtiers, welches im rückwärtigen Bereich gemeinsam mit seiner Mutter aufwächst, kamen erst Ende 2024 aus den USA nach Berlin. Vater Javier (10) hatte zuvor bereits zwei Jungtiere gezeugt, Mutter Natasha (14) zog in der Vergangenheit fünf Jungtiere erfolgreich auf. Das Geschlecht des Berliner Nachwuchses ist derzeit noch unbekannt. Wie bei Makis üblich, erfolgt die genaue Untersuchung erst nach einigen Monaten, sobald sich die Jungtiere selbstständig bewegen. „Ein Jungtier bei den Mongozmakis ist aktuell quasi Goldstaub für den Artenschutz“, erklärt Dr. Andreas Pauly, Kurator für Primaten und Leiter der Abteilung Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung im Tierpark Berlin. „Die Art wird nur selten erfolgreich gezüchtet. Der Bestand in Europa ist überaltert, es gibt zu wenige zuchtfähige Weibchen und insgesamt nur sehr wenige Tiere. Umso bedeutender ist dieser Nachwuchs für das internationale Erhaltungszuchtprogramm.“ Der Mongozmaki zählt laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. In europäischen Zoos leben derzeit lediglich 32 Tiere. Obwohl diese Lemuren als robust in der Haltung gelten und ein hohes Alter erreichen können, bleiben Nachzuchten selten. „Solche Zuchterfolge zeigen, wie wichtig die enge internationale Zusammenarbeit zoologischer Einrichtungen für den Erhalt bedrohter Arten ist“, betont Tierpark- und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Dass wir von unserem erst kürzlich zusammengestellten Paar nun bereits Nachwuchs bekommen haben, ist ein großer Erfolg für unser Team und ein wertvoller Beitrag zum Schutz dieser faszinierenden Tierart.“ Auch wenn das kleine Mongozmaki-Jungtier derzeit nicht für Gäste zu sehen ist, können Besucher*innen im Tierpark ein Mongozmaki-Paar gegenüber der Möwenkuppel erleben und weitere außergewöhnliche Tiere aus Madagaskar im Affenhaus entdecken. Darunter die Coquerel-Sifakas, die Strahlenschildkröten oder die seltenen Fingertiere, auch Aye-Ayes genannt. Im Tierpark Berlin leben mit Vinny und Nino seit diesem Frühjahr zwei Fingertiere in einer speziell gestalteten Anlage im Affenhaus. Besonders außergewöhnlich ist dabei ihre enge Verbindung. Eigentlich gelten Fingertiere als Einzelgänger, doch Vinny hat sich des jungen Nino angenommen, nachdem dessen Mutter verstorben war. Damit übernimmt er gewissermaßen die Rolle eines Ziehvaters. Durch eine besondere Lichtsteuerung wird der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere im Affenhaus umgekehrt, sodass Besucher*innen die seltenen Tiere beobachten können, ohne sie zu stören. Die nachtaktiven Kletterkünstler gehören zu den ungewöhnlichsten Primaten der Welt und sind aufgrund ihrer Seltenheit und ihres markanten Aussehens eine echte Besonderheit. Mit ihrem langen Mittelfinger orten sie Insektenlarven in Baumrinden und übernehmen damit eine wichtige Rolle im Ökosystem der madagassischen Wälder. Auch das Fingertier gilt aufgrund von Lebensraumverlust und Jagd in seiner Heimat Madagaskar als stark gefährdet.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 16.06.2026
Langjährige persönliche Verbindung mündet in Tierpatenschaft in der Wilhelma – Kinder- und Jugendpraxis Dogan übernimmt Gorilla-Patenschaft
Die Kinder- und Jugendpraxis Dogan aus Stuttgart hat im Mai 2026 in der Wilhelma eine Patenschaft für die Gorillas übernommen. Im Rahmen eines Besuchs nahm Praxisinhaber Dr. med. Özgür Dogan die Patenschaftsurkunde aus den Händen von Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin entgegen. Die Patenschaft unterstreicht die enge Verbundenheit zwischen der Praxis und dem Zoologisch-Botanischen Garten und setzt zugleich ein Zeichen für den Schutz bedrohter Menschenaffen. Für Dr. Dogan ist die nun übernommene Patenschaft eng mit einer persönlichen Erfahrung verknüpft: „Mit der Gorilla-Patenschaft verbindet sich für mich eine sehr persönliche Geschichte, weil ich in der Wilhelma vor einigen Jahren bereits bei einem medizinischen Eingriff an einem Gorilla-Jungtier mitwirken durfte. Umso mehr freut es mich, dass daraus nun über meine Kinder- und Jugendpraxis Dogan eine bleibende Verbundenheit mit der Wilhelma entsteht“, erklärt Dr. med. Özgür Dogan, der 2014 gemeinsam mit dem Wilhelma-Tierarzt Dr. Tobias Knauf-Witzens ehrenamtlich eine Lymphknotenbiopsie beim Gorilla-Jungtier Okanda durchführte. Da die Menschenaffen dem Menschen physiologisch so ähnlich sind, erhält die Wilhelma regelmäßig Unterstützung von Expertinnen und Experten aus der Humanmedizin. „Patenschaften sind ein wichtiger Baustein, um die Weiterentwicklung der Wilhelma zu unterstützen“ betont Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Gleichzeitig helfen sie dabei, auf die Bedrohung von Arten aufmerksam zu machen und für ihren Schutz zu werben.“ Bei den in der Wilhelma gehaltenen Gorillas handelt es sich um Westliche Flachlandgorillas, die aus den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas stammen. Gorillas zeichnen sich durch eine ausgeprägte Sozialstruktur aus, in der Familiengruppen von einem dominanten Silberrückenmännchen geführt werden. In zoologischen Gärten leisten moderne Haltungskonzepte einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von Verhalten, Gesundheit und Fortpflanzung dieser laut Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedrohten Tiere. Gorillas gelten als Schirmarten für den Schutz ihrer Lebensräume: Ihr Erhalt trägt dazu bei, ganze Ökosysteme der tropischen Regenwälder zu bewahren, die durch Abholzung, Wilderei und Krankheiten zunehmend unter Druck geraten. Zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher nicht nur in internationalen Erhaltungszuchtprogrammen, sondern auch in Schutzmaßnahmen in den natürlichen Habitaten der Menschenaffen.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 15.06.2026
Buchungsstart für Sommerferienprogramm im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart – Ferien voller Entdeckungen in der Wilhelma
Auch in den Sommerferien 2026 lädt die Wilhelma Kinder im Grundschulalter wieder zu spannenden Entdeckungsreisen in die Tier- und Pflanzenwelt ein. Das Team der Wilhelmaschule hat drei abwechslungsreiche Ferienprogramme vorbereitet, bei denen Naturwissen, Kreativität und unmittelbare Tierbeobachtungen im Mittelpunkt stehen. Ab sofort sind alle drei Programme buchbar. Unter dem Titel „Fell und Federn“ gehen Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren am 4. und 11. August 2026 jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr auf Spurensuche durch die Wilhelma. Gemeinsam erkunden sie verschiedene Tiergruppen und erfahren, welche Aufgaben Fell, Federn oder Schuppen erfüllen. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalten dabei ein eigenes Sammelalbum mit unterschiedlichen Naturmaterialien und lernen ganz nebenbei, was die was die Hautbedeckung der Tiere über ihre Verwandtschaft verrät. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro pro Kind. Wer die Tier- und Pflanzenwelt Australiens kennenlernen möchte, ist beim Ferienprogramm „Down Under“ richtig. Am 13. und 20. August 2026 reisen Kinder zwischen acht und zehn Jahren von 10.00 bis 15.00 Uhr ans andere Ende der Welt. Neben prominenten Vertretern der australischen Fauna wie Kängurus und Koalas lernen sie auch weniger bekannte Arten kennen. Gemeinsam wird Beschäftigungsmaterial für die Beuteltiere gestaltet, der Nachttierbereich der Terra Australis erkundet und allerlei Wissenswertes über Australiens einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vermittelt. Außerdem wartet die Herausforderung, die als besonders hart geltende Macadamia-Nuss zu knacken. Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Kind. Am 18. und 25. August 2026 steht schließlich ein „Tag am Meer“ auf dem Programm. Kinder von sieben bis zehn Jahren tauchen von 10.00 bis 15.30 Uhr gedanklich in die faszinierende Unterwasserwelt ein. Sie lernen tropische Fischarten kennen, werfen einen Blick hinter die Kulissen des Aquariums und erfahren, welche Folgen Plastikmüll für Meereslebewesen haben kann. In der Wilhelmaschule gestalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem maritime Dekorationen zum Mitnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 55 Euro pro Kind. Für alle Angebote gilt: Der Eintritt in die Wilhelma ist bereits in der Kursgebühr enthalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden ausschließlich telefonisch unter der Nummer 0711-5402-136 entgegengenommen.
Tierpark Gotha 12.06.2026
Stahl-Tiger hat seinen Platz im Tierpark Gotha eingenommen
Ein besonderer Blickfang begrüßt ab sofort die Besucherinnen und Besucher des Tierparks Gotha: Die von der Bystronic Maschinenbau GmbH Gotha gefertigte lebensgroße Tiger-Skulptur wurde heute offiziell an den Tierpark übergeben und an ihrem neuen Standort im Eingangsbereich aufgestellt. Für den Transport des über 300 Kilogramm schweren Kunstwerks kam ein Radlader zum Einsatz, der den aus Stahlgefertigten Tiger sicher auf sein Podest hob. Dort verweist eine Beschriftung auf den Sponsor und die enge Partnerschaft zwischen Bystronic und dem Tierpark Gotha. Die Skulptur steht symbolisch für das gemeinsame Engagement von Wirtschaft und kommunalen Einrichtungen für den Tierpark und die Weiterentwicklung der Tigeranlage. Bereits im Rahmen des Thüringentags 2025 hatte Bystronic mit einer Spendenaktion den Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt. Die markante Installation wird künftig die Gäste des Tierparks willkommen heißen und die Verbundenheit des Unternehmens mit der Stadt Gotha und ihrem Tierpark sichtbar machen.
Zoo Magdeburg 12.06.2026
Tierisches Klassik-Konzert feierte Premiere
Großer Applaus für das Kammermusikensembles der Magdeburgischen Philharmonie im Zoo Magdeburg „Gestern gastierte das Kammermusikensembles der Magdeburgischen Philharmonie im Zoo. „Die begeisterten Konzertbesucher quittierten die gelungene Premiere des eigens zusammengestellten tierischen Konzert-Programm mit Zugabe“, freut sich Zoodirektor, David Pruß, Ph.D. über den Erfolg des neuen Eventformates. Bekannte Werke von Camille Saint-Saëns in Auszügen aus Der Karneval der Tiere, Jan Koetsiers Kinderzirkus für fünf Blechbläser op. 79 b, Peter Tschaikowskys Tanz der kleinen Schwäne aus dem Ballett Schwanensee oder auch Gioaccino Rossini – Ouvertüre zur Oper Der Barbier von Sevilla erklangen stimmungsvoll im sommerlichen Vogelgesangpark des abendlichen Zoos. Neu im Zoo: Klang & Kulinarik – Ein Abend voller Genuss im Zoo am 7.8.2026 Wer gerne ein weiteres klassisches Konzert im Zoo erleben möchte, der hat bei dem neuen Event Klank & Kulinarik – Ein Abend voller Genuss im Zoo am 7.8.2026 die Gelegenheit. Das Besondere: Auf der Blutbrustpavian-Anlage werden Musiker ein Klassik-Konzert spielen, während die Besucher dieses entspannt auf der Terrasse der Africambo-Lodge genießen können. Harmonische Klänge klassischer Meisterwerke verbinden kulinarische Gaumenfreuden dann zu einem einzigartigen Erlebnis. Veranstaltungstipp Weinlounge-Abend beim Nashorn am 18. Juli 2026, 18 Uhr Zum 1. Mal findet am 18. Juli 2026 im Zoo ein Weinlounge-Abend beim Nashorn statt. Bei ausgewählten Weinen, feinen Leckereien und besonderer Atmosphäre können Zoobesucher den Alltag hinter sich lassen und den ‚Sundowner‘ an der Savannenanlage der Spitzmaulnashörner genießen. Der exklusive Abend in der zooeigenen Weinlounge wird begleitet von stimmungsvollen Saxophonklängen. Die majestätischen Nashörner als Zuschauer und die beruhigende Naturkulisse machen diesen Zooabend zu einem einzigartigen Erlebnis. Über den Zoo Magdeburg Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, unterstützt zehn Artenschutzprojekte weltweit vor Ort und beteiligt sich aktuell an 70 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen.
Alpenzoo Innsbruck 12.06.2026
Wo die Liebe hinfällt…Schneehase im Alpenzoo geboren
Aufmerksame Alpenzoobesucher kennen sicher „Heidi“, die Schneehäsin, die in der Birkhuhnvoliere lebt. Während „Heidi“ aus Vorarlberg stammt und schon seit Jahren in Innsbruck lebt, gesellte sich erst im April dieses Jahres „Balu“ zu ihr. Der 3-jährige Schneehase stammt aus dem Tierpark Germendorf nördlich von Berlin und genießt offensichtlich die Tiroler Bergwelt und deren Bewohnerin. So kam es bereits Ende Mai zur Geburt eines kleinen Schneehasen. Als Nestflüchter ist er von Beginn an erstaunlich selbstständig und hoppelt schon munter zwischen seinen Eltern umher, wenn diese nicht in ihren Sassen ruhen. „Manchmal braucht es nur den richtigen Partner und ein passendes Zuhause – dann stellt sich der Nachwuchs ganz von selbst ein“, freut sich Zoodirektor Dr. André Stadler über den jüngsten Zuchterfolg. Schneehasen sind perfekt an das Leben im Hochgebirge angepasst: Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte, und im Winter färbt es sich weiß, um sie im Schnee zu tarnen. Im Alpenzoo können Besucher diese faszinierende Tierart aus nächster Nähe beobachten und mehr über ihre Lebensweise in den Alpen erfahren.
Zoo Heidelberg 12.06.2026
Von A wie Amphibienschutz bis Z wie Zoll
Artenschutztag im Zoo Heidelberg macht Naturschutz erlebbar Beim Artenschutztag am Sonntag, 5. Juli 2026, von 11 bis 16 Uhr machen der Zoo Heidelberg sowie zahlreiche Organisationen, Vereine und Institutionen Natur- und Artenschutz erlebbar. An mehr als 20 Stationen geben sie mit Mitmachaktionen, Tierbeobachtungen und Führungen spannende Einblicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Mit dabei sind unter anderem WWF Deutschland, NABU, BUND, Zoll, das Artenschutzzentrum Feldhamster, die Zoo-Akademie sowie zahlreiche weitere regionale und internationale Artenschutzakteure. Der Aktionstag ist im Zooeintritt enthalten. „Artenschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben wissenschaftlich geführter Zoos. Doch viele Menschen wissen gar nicht, was wir alles tun – direkt vor der Haustür und weltweit“, stellt Zoodirektor Klaus Wünnemann, fest. Dazu zählen unter anderem Auswilderungen von Steinkäuzen und Feldhamstern in der Rhein-Neckar-Region, Moorenten in Tschechien oder Waldrappen in Spanien. Gleichzeitig unterstützt der Zoo Schutzprojekte für Arten wie Asiatische Elefanten, westafrikanische Affen oder Goldkatzen und engagiert sich in internationalen Erhaltungszuchtprogrammen für hochbedrohte Tierarten. „Am Artenschutztag wollen wir diese Themen in den Fokus rücken und zahlreichen Artenschutz-Partnern die Chance geben, ihre Arbeit vorzustellen.“
Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm. Das Zoo-Team zeigt live die wissenschaftliche Beringung von Wildvögeln. Bei einer Citizen-Science-Challenge mit der App iNaturalist lernen Besucher, wie sie selbst heimische Arten erfassen und ganz einfach Forschungsprojekte mit ihren Beobachtungen unterstützen. Auf den Besucher mit den meisten Sichtungen am Artenschutztag wartet um 15 Uhr eine tierische Überraschung. Kinder und Jugendliche können basteln, mikroskopieren oder am Stand der Zoo-Akademie beim Robo-Wildbienen-Labyrinth erste Programmiererfahrungen machen und ihr Tierwissen in einem Profi-Quiz testen. In der Explo-Halle finden kostenlose Führungen durch die neue Sonderausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ statt und auch die kommentierten Trainingseinheiten der Mähnenrobben und Asiatischen Elefanten greifen das Artenschutzthema auf. Die beteiligten Organisationen geben Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Artenschutzes: Das Artenschutzzentrum Feldhamster informiert über Aktivitäten für den stark bedrohten Feldhamster und ermöglicht Begegnungen mit den seltenen Tieren. Der BUND Dossenheim stellt das Projekt „Gemeinsam für den Steinkauz“ mit dem Zoo Heidelberg vor, während der BUND Heidelberg Themen wie Fledermäuse und Wildbienen in den Fokus rückt. WWF Deutschland präsentiert das „Team Schildkröte Heidelberg“, Chances for Nature den Schutz Asiatischer Elefanten in Myanmar. Das Red Panda Network berichtet über die Bemühungen zum Erhalt der Roten Pandas in Nepal, Plumploris e.V. über den Schutz von Plumploris in Asien und der NABU über ein Löwenprojekt in Äthiopien. Das Hauptzollamt Karlsruhe zeigt anhand beschlagnahmter Exponate, welche tierischen „Urlaubssouvenirs“ verboten sind und warum illegaler Wildtierhandel Arten weltweit bedroht. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg lädt zum Mikroskopieren von Kleinstlebewesen ein, die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde sowie Citizen Conservation informieren über den Schutz bedrohter Amphibien- und Fischarten. Zahlreiche weitere Akteure ergänzen das Programm mit Einblicken in ihre Arbeit. Wetterhinweis: Bei anhaltend schlechter Wettervorhersage kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Weitere Informationen zum Artenschutztag gibt es unter zoo-heidelberg.de/artenschutztag
Zoo Berlin 12.06.2026
Drachenzähmen leichtgemacht?
Zwischen Mythos und Wirklichkeit: Komodowaran Drakaris zieht nach Berlin
Er stammt nicht aus Westeros, sondern aus Spanien. Mit Drakaris bereichert fortan ein junger Komodowaran den Zoo Berlin. Das etwa 1,35 Meter lange Männchen zieht aus dem Bioparc Fuengirola nach Deutschland und ist ab diesem Wochenende im Reich der Jäger zu sehen. Noch ähnelt der Neuberliner zugegebenermaßen eher dem kleinen Tabaluga als einem mächtigen, furchteinflößenden Drachen. So bleibt Drakaris mit seinen aktuell 3,8 Kilogramm deutlich unter den beeindruckenden Ausmaßen ausgewachsener Artgenossen, doch steht ihm noch Großes bevor. Komodowarane gelten als die größten Echsen der Welt und können ausgewachsen über drei Meter lang und bis zu 80 Kilogramm schwer werden. Mehr als die Hälfte ihrer Körperlänge entfällt dabei auf den kräftigen Schwanz, ein wichtiges Werkzeug für Balance und Verteidigung. Den Namen „Komododrachen“ verdanken Sie ihren Ähnlichkeiten mit den bekannten Fabelwesen: Klauen, Schuppen, gespaltene Zunge und ihr tödlicher Biss erinnern an die mystischen Fantasiewesen aus Legenden und Filmen. Der Name des Berliner Neuzugangs ist daher sehr passend angelehnt an die Serie Game of Thrones in der der Begriff „Dracarys“ aus der valyrischen Sprache stammt und wörtlich „Drachenfeuer“ bedeutet. „Wenn ein Komodowaran einzieht, dann bringt er natürlich eine gewisse Drachen-Ästhetik mit sich, auch wenn unser Drakaris aktuell noch eher ein kleiner Drache ist “, berichtet Reptilien-Kurator Markus Klamt. „Gerade das macht es aber so spannend. Besucherinnen und Besucher können seine Entwicklung bei uns über die nächsten Jahre hinweg miterleben, denn erst mit etwa neun Jahren sind Komodowarane vollständig ausgewachsen und geschlechtsreif.“ Komodowarane stammen von den indonesischen Inseln Komodo, Rinca, Flores, Gili Dasami und Gili Motang. Dort leben sie als Spitzenprädatoren und jagen alles von kleinen Säugetieren bis hin zu großen Huftieren. Mit ihrer gespaltenen Zunge nehmen sie Gerüche wahr und können Beute über mehrere Kilometer wittern. Trotz ihres massigen Körpers sind sie überraschend schnelle Jäger. Die Jagd auf große Säugetiere wird durch ein in spezialisierten Drüsen im Unterkiefer produziertes Gift unterstützt, welches unter anderem die Blutgerinnung verringert und einen Schock verursacht. Entflohene Beute kann an diesem Gift auch noch nach Tagen zugrunde gehen. Die Zähne der Komodowarane besitzen eine eisenhaltige Beschichtung, die ihnen eine auffällige orange Färbung verleiht und vermutlich dazu beiträgt, die Schärfe und Widerstandsfähigkeit der Zähne zu erhöhen. Die Echsen können pro Mahlzeit bis zu 80 Prozent ihres Körpergewichts fressen. Da sie auch kleinere Artgenossen jagen, verbringen Jungtiere ihre ersten Lebensjahre überwiegend in den Bäumen. Mit der Körpergröße wächst ihr Beuteschema. Ein ausgewachsener Komodowaran kann ein 30-Kilogramm-Wildschwein in nur 17 Minuten verputzen. Danach sind die Tiere oft für bis zu zwei Wochen satt. Trotz ihrer Stärke sind Komodowarane bedroht. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt sie als stark gefährdet. Lebensraumverlust, menschliche Eingriffe und die Folgen des Klimawandels setzen den Populationen zunehmend zu. Zoologische Einrichtungen wie der Zoo Berlin leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Art. „Komodowarane gehören zu den faszinierendsten Reptilien überhaupt. Sie verbinden eine urzeitlich anmutende Erscheinung mit hochspezialisierter Anpassung. Daher freue ich mich sehr, dass sich mit Drakaris die Geschichte von Komodowaranen in Berlin fortsetzt“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Der Bestand des Komodowarans wird meist mit etwa 4000 Exemplaren angegeben, könnte mittlerweile jedoch auf unter 3000 gesunken sein. Umso wichtiger ist es, auf die Bedrohung dieser außergewöhnlichen Tiere aufmerksam zu machen und Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, ein Stück lebendige Urzeit hautnah zu erleben.“ Außer in Berlin werden die großen Echsen deutschlandweit nur noch in zwei anderen zoologischen Einrichtungen gehalten. Hintergrund 1980 wurde zum Schutz des Komodowarans der Nationalpark Komodo gegründet, später wurden noch im Westen von Flores das Wae Wuul Reserve und im Norden das Wolo Tado Reserve gegründet. Die Tiere sind in Indonesien streng geschützt. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) listet den Komodowaran in Anlage I, somit ist ohne Sondergenehmigungen jeglicher Handel mit lebendigen Komodowaranen oder Körperteilen von ihnen (z. B. Häute) verboten. Der erste Komodowaran in Berlin war das Männchen Moritz, das von 1927 bis 1943 im Aquarium Berlin lebte und trotz seiner Drachengestalt ein sehr friedliches Wesen hatte. Die Haltung von Komodowaranen war damals, kurz nach ihrer Entdeckung für die westliche Welt, eine Sensation. Moritz folgte seinem Pfleger wie ein Hund durch alle Etagen des Hauses. Nach dem Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Aquariums war erst 1984 wieder ein Komodowaran in Berlin zu sehen. Ein Weibchen traf als Staatsgeschenk durch die Vermittlung von Bundeskanzler Helmut Kohl ein, 1991 folgte ein Männchen. Mit der Ankunft von Drakaris ist der Zoo Berlin nun einer von insgesamt nur drei Zoologischen Gärten in Deutschland, in denen die seltenen Echsen leben.
Tiergarten Kleve 11.06.2026
Tiergarten Kleve sucht Verstärkung für das Team Tiergarten
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten wichtigen Beitrag für den Familienzoo am Niederrhein Der Tiergarten Kleve möchte sein ehrenamtliches Engagement weiter ausbauen und sucht deshalb neue Unterstützerinnen und Unterstützer für das Team Tiergarten. Die Ehrenamtsgruppe engagiert sich bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Bereichen des Tiergartens und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Familienzoos am Niederrhein. Ob bei Aufsichtsdiensten, der Unterstützung am Einlass, dem Waffelverkauf, bei handwerklichen Tätigkeiten, Gartenarbeiten oder bei Veranstaltungen – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und bieten für nahezu jede Interessenslage die passende Aufgabe. „Der Tiergarten Kleve wäre ohne die Unterstützung unserer Ehrenamtlichen nicht derselbe“, betont Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Das Team Tiergarten bringt jedes Jahr unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein und unterstützt uns bei vielen Aufgaben, die weit über den regulären Tiergartenbetrieb hinausgehen. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.“ Besonders mit Blick auf die neue Veranstaltungsreihe „Tierische Sommerabende“, die erstmals vom 2. Juli bis zum 23. August im Tiergarten Kleve stattfindet, freut sich der Tiergarten über weitere Helferinnen und Helfer. Während der Sommerabende bleibt der Tiergarten bis in die Abendstunden geöffnet und bietet seinen Gästen ein abwechslungsreiches Programm mit zusätzlichen Aktionen, gastronomischen Angeboten und besonderen Tiererlebnissen. „Mit den Tierischen Sommerabenden starten wir in diesem Jahr ein völlig neues Veranstaltungsformat“, erklärt Dr. Polotzek. „Gerade bei solchen Großveranstaltungen zeigt sich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für gemeinnützige Einrichtungen ist. Jede helfende Hand trägt dazu bei, dass wir unseren Gästen besondere Erlebnisse ermöglichen können.“ Neben der Unterstützung des Tiergartens profitieren die Ehrenamtlichen auch selbst von ihrem Engagement. Regelmäßig werden exklusive Veranstaltungen, gemeinsame Ausflüge und besondere Einblicke hinter die Kulissen organisiert. So besuchte das Team Tiergarten in diesem Jahr bereits den niederländischen Burgers’ Zoo und erhielt dort Zugang zu Bereichen, die normalen Besucherinnen und Besuchern nicht offenstehen. „Unser Ehrenamtsteam ist weit mehr als eine Helfergruppe“, so Dr. Polotzek. „Es ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ihre Begeisterung für Tiere, Natur und den Tiergarten teilen. Viele langjährige Freundschaften sind hier entstanden.“ Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit interessiert, hat die Möglichkeit, das Team unverbindlich kennenzulernen. Der nächste Ehrenamtsstammtisch findet am Samstag, 20. Juni 2026, um 10 Uhr im Tiergarten Kleve statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und sich über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Alternativ können sich Interessierte direkt an Sonja Struckmeyer wenden. Sie ist per E-Mail unter struckmeyer@tiergarten-kleve.de erreichbar. „Ehrenamtliches Engagement ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft“, betont Dr. Polotzek abschließend. „Wer Freude an Tieren, Natur und dem Umgang mit Menschen hat, ist bei uns herzlich willkommen. Gemeinsam können wir viel bewegen.“
Allwetterzoo Münster 11.06.2026
Größte Artenschutzorganisation für Orang-Utans feiert Jubiläum im Allwetterzoo Münster – Berühmter Orang-Utan-Schützer Willie Smits hält Vortrag
Wer sich mit dem Schutz von Orang-Utans beschäftigt, kommt an Dr. Willie Smits nicht vorbei. Der Forstwissenschaftler gründete 1991 die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS), die weltweit größte Organisation zum Schutz der Orang-Utans. In diesem Jahr gibt es die Foundation bereits seit 35 Jahren. Dieses besondere Jubiläum feiert BOS am kommenden Samstag, 13.06.2026, im Allwetterzoo Münster und lädt im Anschluss zu einem öffentlichen Abend mit spannenden Vorträgen und anschließender Frage-Runde ein. Auch BOS-Gründer Smits wird vor Ort sein und einen Vortrag über 35 Jahre Orang-Utan-Schutz halten und den Zuhörenden tiefe und bewegende Einblicke in seine wertvolle Arbeit geben. Zoodirektorin Dr. Simone Schehka hält Vortrag Erweitert wird das Vortrags-Programm von Dr. Simone Scheka, Zoodirektorin des Allwetterzoo Münster und seit 2018 Koordinatorin des EAZA Ex-situ Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans. Sie beleuchtet in ihrem Vortrag die vielfältigen Herausforderungen für den Schutz dieser faszinierenden Tiere und zeigt auf, wie Zoos, Naturschutzorganisationen und internationale Partner gemeinsam daran arbeiten, Orang-Utans und ihre Regenwaldlebensräume langfristig zu erhalten. „Artenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn Zoos, Naturschutzorganisationen, Wissenschaft und die Menschen vor Ort an einem Strang ziehen, können wir bedrohte Arten langfristig erhalten. Die Partnerschaft zwischen dem Allwetterzoo Münster und der BOS Foundation steht beispielhaft für diesen One-Plan-Approach und zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für den Schutz der Orang-Utans ist“, sagt Schehka. BOS und Allwetterzoo setzen Austausch fort Der Schutz der Orang-Utans ist für beide Sprecher eine Herzensangelegenheit und hat die Institutionen immer enger zusammenrücken lassen. „Wir haben eine langjährige, vertrauensvolle Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster“, sagt Daniel Merdes von BOS Deutschland. „Daraus entstand ein Austauschprogramm, in dessen Rahmen 2025 zum ersten Mal Expertinnen und Experten der BOS Foundation zu einem Wissensaustausch nach Europa eingeladen wurden. Ein Gegenbesuch aus dem Allwetterzoo Münster folgt demnächst. Auch durch dieses gemeinsame Projekt haben wir den Zoo als sehr wertvollen Partner kennengelernt und uns entschieden, unser Jubiläum dort zu feiern.“ Online-Tickets für den Abend kosten 5 Euro pro Person, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Die Vorträge beginnen um 17 Uhr. Einlass in den Zoo ist bereits ab 15.30 Uhr, ein zusätzliches Zoo-Tickets ist nicht nötig.
Zoo Landau in der Pfalz 10.06.2026
Tiere, Wissen, Spiel, Spaß und Comic-Helden bei der Traumnacht im Zoo Landau in der Pfalz: Zoo und Zooschule Landau bereiten Familien einen besonderen Abend
Kürzlich fand im Zoo Landau in der Pfalz erneut die „Traumnacht im Zoo“ statt – eine Sonderveranstaltung für schwer bzw. chronisch kranke sowie behinderte Kinder und deren Familien. Die internationale Aktion geht auf eine Initiative des Rotterdamer Zoos Blijdorp aus dem Jahr 1996 zurück. Damals wurde erstmals ein kostenloser Abend für krebskranke Kinder und ihre Angehörigen veranstaltet. Inzwischen beteiligen sich Zoos weltweit an der besonderen Veranstaltung. Der Zoo und die Zooschule Landau sind seit 2007 Teil dieser Aktion. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit können die betroffenen Familien einen unbeschwerten Abend im Zoo verbringen. In diesem Jahr waren über 400 Gäste angemeldet. Das Team der Zooschule hatte dafür erneut ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Auf dem gesamten Zoogelände und in der Zooschule warteten zahlreiche Mitmach- und Erlebnisstationen auf die Familien. Mit echter Dromedarwolle bastelten die Kids Erinnerungsstücke, außerdem gab es verschiedene Spielangebote. Spielerisch erfuhren die Kinder Wissenswertes über die Futtervorlieben der Zootiere sowie über Schädel und Gebisse unterschiedlicher Tierarten. Bei „Frag die Biologin“ konnten Fragen zum persönlichen Lieblingstier gestellt werden. Gemeinsam gestalteten die Gäste zudem ein Erinnerungsbanner zur Traumnacht. Beliebt waren außerdem das Kinderschminken sowie die Tierkontakte mit Gecko, Schlange und Riesentausendfüßer. Die Erdmännchen, Zebramangusten und Otter erhielten einen besonderen Abendsnack, während Raubtierpfleger Michael Schwan spannende Einblicke in seine Arbeit mit den Tieren gab. In der Freiflughalle durften die Kinder sogar selbst Mehlkäferlarven an die Vögel verfüttern und natürlich waren auch das Füttern und Striegeln der Streichelzooziegen sehr beliebt. Ein weiteres Highlight des Abends waren die „Helden für Herzen“. Mitglieder des gleichnamigen gemeinnützigen Vereins schlüpfen ehrenamtlich in die Rollen von Superhelden, Prinzessinnen und Fantasiefiguren, um kranken oder behinderten Kindern Freude zu bereiten. Ob Spiderman, Obi-Wan Kenobi oder die Eisprinzessin – die Figuren begeisterten die Kinder und waren gefragte Fotomotive. Unterstützt wurden Zoo und Zooschule erneut von der Jugendfeuerwehr Landau. Unter der Leitung von Marcel Esch und Ferdinand Weis sorgten die jungen Feuerwehrleute mit einem beliebten Feuerlösch-Spiel für viel Spaß bei kleinen und großen Gästen. Für die Verpflegung sorgte das Team der Zoogastronomie „Erdmännl“ mit Grillgut und Getränken. Traditionell klang der Abend auf der großen Zoowiese bei Lagerfeuer und Stockbrot aus. Die „Traumnacht im Zoo“ bedeutet jedes Jahr einen großen organisatorischen Aufwand und viel Vorbereitung. Gleichzeitig zählt sie zu den schönsten Veranstaltungen des Zoojahres. Viele Familien nehmen bereits seit Jahren teil – und auch diesmal hieß es zum Abschied vielfach: „Bis nächstes Jahr“.
Tierpark + Fossilium Bochum 10.06.2026
Teamgeist, der Spuren hinterlässt TARGO Bank Mitarbeitende unterstützen Tierpark Bochum beim Social Day
Rund 10 Mitarbeitende der TARGO Bank haben sich beim jüngsten Social Day im Tierpark + Fossilium Bochum engagiert und vielfältige Projekte umgesetzt. Ziel der Aktion war es, den Tierpark als gemeinnützige Einrichtung und Ort der Bildung, Erholung und des Artenschutzes nachhaltig zu stärken. Ein besonderer Fokus lag auf der Pflege und Instandhaltung verschiedener Tieranlagen. So unterstützten die Mitarbeitenden unter anderem umfangreiche Streicharbeiten an der Voliere der Beos sowie an der Vordachkonstruktion der Riesenschildkrötenanlage. Darüber hinaus standen Garten- und Landschaftspflegearbeiten bei den Stachelschweinen und Nasenbären auf dem Programm. Durch den gemeinsamen Einsatz konnten wichtige Bereiche des Tierparks optisch aufgewertet und zugleich funktional erhalten werden. Die Arbeiten leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Anlagen und zur Attraktivität des Tierparks für Besucherinnen und Besucher. „Mit unseren Social Days möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit geben, sich außerhalb des Arbeitsalltags gemeinsam für eine gute Sache einzusetzen und gleichzeitig einen konkreten Beitrag für den Tierpark zu leisten“, sagt Kai Kruse, Leitung Produktmanagement Versicherungen, „solche Aktionen zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Motivation und Teamgeist alle Beteiligten dabei sind und wie viel wir dabei auch erreichen können.“ Auch der Tierpark schätzt die Unterstützung sehr. „Die Wirkung dieser Hilfe reicht weit über die eigentlichen Arbeiten hinaus“, erklärt Ralf Slabik, Zoodirektor des Tierpark + Fossilium Bochum, „sie unterstützt unsere tägliche Arbeit und trägt dazu bei, den Tierpark für Tiere und Gäste gleichermaßen attraktiv zu halten.“ Der Social Day zeigt, wie Unternehmen Verantwortung übernehmen, ihre Mitarbeitenden für gemeinschaftliches Handeln begeistern und dabei einen nachhaltigen Beitrag für die Region leisten – ein Gewinn für Tiere, Natur und Menschen.
Tierpark Hagenbeck Hamburg 10.06.2026
Von Knuffingen in den Tierpark Hagenbeck übernimmt Schirmherrschaft der Büchertürme
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Miniatur Wunderlands, hat der Tierpark Hagenbeck die Schirmherrschaft der Büchertürme übernommen. Für den Tierpark nahm Geschäftsführer Dr. Guido Westhoff den symbolischen Schirm von Miniatur Wunderland Mitgründer und Vorjahres-Schirmherr Frederik Braun entgegen. „Bildung, Neugier und die Begeisterung für unsere Umwelt sind zentrale Werte, die wir als Tierpark Hagenbeck gern fördern möchten. Es freut uns sehr, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr zu würdigen“, so Dr. Guido Westhoff. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die „Büchertürme“, das bundesweit erfolgreiche Leseförderprojekt der Hamburger Kinderbuchautorin Ursel Scheffler. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2011 haben bereits zahlreiche Schulklassen in Hamburg und weit darüber hinaus Millionen von Büchern gelesen und damit eindrucksvoll gezeigt, wie Lesefreude, Teamgeist und Bildung miteinander verbunden werden können. Die erfolgreichsten Klassen des letzten Schuljahres waren vor Ort und wurden von Ursel Scheffler und ihrer Kollegin Ulrike Funk persönlich geehrt. Die prämierten Klassen erhielten Urkunden sowie attraktive Preise. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war der musikalische Beitrag von Rolf Zuckowski. Der Hamburger Musiker und Liedermacher sorgte mit seinen Songs und der Unterstützung seines Kinderchores „Blankenäschen“ für eine stimmungsvolle Atmosphäre und begeisterte das Publikum. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft möchte der Tierpark Hagenbeck sein Engagement für Bildungsprojekte in Hamburg weiter ausbauen und junge Menschen für Natur, Kultur und das Lesen begeistern.
Zoo Berlin 10.06.2026
Brötchen – ein Name zum Anbeißen Mini-Zwergflusspferd hat einen Namen | Enie van de Meiklokjes wird Ehrenpatin im Zoo Berlin
Man nehme ein niedliches Tierbaby mit großen Kulleraugen, den wohl beliebtesten Snack der Deutschen und würze es mit einer Prise Berliner Hippo-Nostalgie – heraus kommt der frisch gebackene Publikumsliebling dieses Sommers: Brötchen. Mit ihrem neuen Namen ist die kleine Hippo-Dame absolut en vougue: „Tiere nach Nahrungsmitteln zu benennen, scheint derzeit ein beliebter Internettrend zu sein“, stellt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem fest. „Genau genommen wusste man in Berlin aber schon vor Jahrzehnten, dass kleine runde Snacks sich hervorragend als Tiernamen eignen: Flusspferddame Bulette gehörte bis 2005 zu den ganz großen Lieblingen im Zoo Berlin.“ Mit seinem markanten Namen reiht sich das kleine Zwergflusspferd in die Riege bekannter Hippo-Persönlichkeiten im Zoo Berlin ein. Auch international begeistern Tiere wie Pinguin Pesto sowie die Zwergflusspferde Haggis, Moo Deng und Poppy mit ihren originellen, essensinspirierten Namen die Fans. Das inzwischen über 20 kg schwere Jungtier hat in den vergangenen Tagen zusammen mit seinen „Bademeister*innen“ fleißig an der Wassergewöhnung gearbeitet. So war es schon einen Monat nach seiner Geburt am 9. Mai bereit für den ersten Ausflug auf die große Außenanlage – deutlich früher als Schwester Toni, die erst 2,5 Monate nach ihrer Geburt die Außenanlage eroberte. Mit einem guten Gespür für das richtige Rezept von süßen Lieblingen übernimmt nun Deutschlands wohl bekannteste Backfee die Ehrenpatenschaft für das kleine Brötchen: Enie van de Meiklokjes. „Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin sind für mich ganz wichtige Institutionen in unserer Hauptstadt. Ich bin in Potsdam aufgewachsen und lebe in Berlin, da gehören diese Orte einfach dazu“, sagt die Moderatorin. „Umso schöner ist es, jetzt selbst ein Teil davon zu sein. Ich freue mich sehr, die Ehrenpatenschaft für das kleine Brötchen zu übernehmen und den Zoo dabei zu unterstützen, sich noch mehr für den Schutz bedrohter Arten wie der Zwergflusspferde einzusetzen.“ Zwergflusspferde zählen zu den seltensten Säugetieren Afrikas. Laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gibt es im natürlichen Lebensraum in Westafrika nur noch weniger als 2.500 ausgewachsene Zwergflusspferde – Tendenz sinkend. An der Elfenbeinküste, in Guinea, Liberia und Sierra Leone gibt es die scheuen Wald- und Sumpfgebiets-Bewohner noch. In Nigeria sind sie bereits ausgestorben. Ihre größte Bedrohung ist der Mensch – er ist für den Verlust ihres Lebensraumes durch Rodung der Wälder für Bergbau und landwirtschaftliche Nutzung verantwortlich. Moderne Zoos leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erhaltungszucht, sondern unterstützen zugleich Schutzmaßnahmen in den Herkunftsländern der Tiere. Hintergrund Schutz Zwergflusspferde Der Zoo Berlin engagiert sich seit mehr als einem Jahrhundert in der Haltung und Zucht von Zwergflusspferden. Bereits 1921 gelang hier die europäische Erstzucht der stark gefährdeten Tierart. Zwergflusspferde leben überwiegend einzelgängerisch, weshalb männliche Tiere nicht an der Aufzucht beteiligt sind. Internationale Erhaltungszuchtprogramme zoologischer Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt der Art und schaffen zugleich Aufmerksamkeit für den Schutz ihrer natürlichen Lebensräume. Dank Publikumsliebling Toni konnte der Zoo Berlin im Rahmen einer Charity-Auktion 2024 mehr als 5.000 Euro an das Pygmy Hippo Project der Gola Rainforest Conservation in Sierra Leone überweisen. Mit der Auktionsspende wurden Maßnahmen im Gola Rainforest Nationalpark finanziert, um die dort lebenden Zwergflusspferde besser zu schützen. Ergänzend dazu unterstützt der Zoo Berlin ein aktuelles Schutz- und Forschungsprojekt im Herkunftsgebiet der Zwergflusspferde in der Elfenbeinküste. Ziel des Vorhabens ist es, die Verbreitung der Art in zwei zentralen Schutzgebieten neu zu erfassen und damit eine wichtige Grundlage für die geplante Aktualisierung der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN zu schaffen. Im Fokus stehen dabei das Cavally Nature Reserve im Westen sowie der Dassioko Classified Forest im Südwesten des Landes. Im Rahmen des Projekts arbeiten zwei Masterstudierende mit dem Einsatz von Kamerafallen, um die Präsenz der Zwergflusspferde zu bestätigen oder auszuschließen und zugleich Einflussfaktoren auf ihre Verbreitung zu analysieren. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, bestehende Wissenslücken zur aktuellen Verbreitung der Zwergflusspferde zu schließen und künftige Schutzmaßnahmen wissenschaftlich fundiert zu unterstützen. Hintergrund Enie van de Meiklokjes Enie van de Meiklokjes ist für ihren unverkennbaren Look bekannt! Ihre Karriere begann 1996 beim Musiksender VIVA. Von hier aus ging es weiter als Gesicht und Moderatorin von BRAVO TV. 2004 konnte die gelernte Dekorateurin ihr handwerkliches Geschick in der täglichen VOX-Sendung „Wohnen nach Wunsch – Ein Duo für vier Wände!“ bzw. seit 2008 in „Wohnen nach Wunsch – Das Haus“ unter Beweis stellen. Von 2012 – 2024 zeigte Enie van de Meiklokjes bei sixx in ihrer eigenen Show „Sweet & Easy – Enie backt“, was sie in der Küche alles kann. Seit 2014 moderiert Enie die erfolgreiche SAT.1-Show „Das große Backen.“ Auch die Ableger „Das große Backen – die Profis“ und „Das große Promibacken“ werden von Enie präsentiert. Aktuell läuft die neuste Staffel „Das große Backen – die Profis“ mittwochs 20:15 Uhr in Sat.1.
Tiergarten Worms 10.06.2026
Tiergarten Worms sagt Danke Nachbarschaftsaktion spendet 3.000 Euro an den gemeinnützigen Tiergarten
Was in der Adventszeit 2025 mit einer offenen Einladung der Familie Christ in der Nachbarschaft begann, fand nun seinen sichtbaren Abschluss: Im Rahmen einer gemeinsamen Spendenübergabe mit dem Inner Wheel Club Worms durfte sich der gemeinnützige Tiergarten Worms über eine Zuwendung in Höhe von 3.000 Euro freuen. Der Ursprung dieser Unterstützung liegt in einem besonderen Adventsfenster der Familie Christ, die im vergangenen Dezember zahlreiche Menschen zusammenbrachte. Mehr als 250 Besucher kamen zusammen – nicht für ein großes Event, sondern für Begegnung, Gemeinschaft und die Idee, gemeinsam etwas Gutes zu bewegen. Viele Beteiligte aus Pfiffligheim trugen dazu bei, dass aus dem Abend mehr wurde als ein geselliges Treffen: Der Lions Club Worms organisierte den Waffelstand, das AWO-Pflegeheim bereitete Wildschweingulasch zu, Edeka Röß unterstützte mit Bratwürsten, die Bäckerei Seiler mit Brötchen und das Weingut Keller mit passenden Getränken. Zahlreiche weitere freiwillige Beiträge machten die Aktion möglich. Gemeinsam mit dem Inner Wheel Club entstand daraus schließlich eine Spendensumme von 3.000 Euro – zugunsten des Tiergarten Worms. Bei der Übergabe zeigte sich der Tiergarten dankbar für die Unterstützung und die dahinterstehende Haltung. Als gemeinnützige Einrichtung ist er auf Spenden und gesellschaftliches Engagement angewiesen, um seinen Bildungsauftrag, den Erhalt der Anlage und besondere Projekte langfristig fortführen zu können. „Diese Spende steht für weit mehr als einen finanziellen Beitrag. Sie zeigt, was entstehen kann, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich für ihre Gemeinschaft einsetzen. Wir freuen uns sehr und sind dankbar, Teil einer so engagierten Stadtgesellschaft zu sein“, betonte Lisa Hauk, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Tiergartens, bei der Spendenübergabe. Für viele Menschen ist der heimische Tiergarten seit Generationen ein Ort gemeinsamer Erinnerungen – und durch Aktionen wie diese entstehen neue dazu. Die Spendenübergabe macht deutlich: Gemeinschaft wirkt – manchmal weit über einen einzelnen Abend hinaus. Foto © Stadt Worms Beteiligungs-GmbH, Maja Hommrich: Viele kleine Beiträge zeigen große Wirkung: Bei der gemeinsamen Spendenaktion kamen insgesamt 3.000 Euro für den Tiergarten Worms zusammen. Im Bild (Mitte, v. l. n. r.): die Vorsitzende des Clubs, Verena Wedemeier mit Club-Hund „Zeus“, Lisa Hauk, die Geschäftsführerin der Tiergarten Worms gGmbH sowie Familie Christ und weitere Mitglieder des Clubs.
Zoo Magdeburg 09.06.2026
Hurra, im Zoo Magdeburg wurde ein Onager-Fohlen geboren! Seltener Nachwuchs bei den stark gefährdeten Onagern
„In Magdeburg ist eine Onager-Geburt am 6. Juni 2026 geglückt. Für den Zoo Magdeburg und für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Onager (Equus hemionus onager) ist ein Jungtier bei dieser stark gefährdeten Art sehr bedeutsam und es stärkt die Reservepopulation im EEP“, informiert Zoodirektor, David Pruß Ph.D. Nach rund zwölf Monaten Tragzeit hat Onager-Stute Däni ein gesundes Fohlen zur Welt gebracht. Bereits kurz nach der Geburt stand es sicher auf den Beinen, lief umher und folgte seiner Mutter. Arttypisch nahm es rund zwei Stunden nach der Geburt erstmals Milch auf. Das Fohlen wird voraussichtlich etwa zwei Jahre gesäugt, bevor es selbstständig wird. Optisch ähnelt es schon jetzt seinen Eltern: Es zeigt die typische Wild- bzw. Falbfärbung, die durch das dominante Dun-Gen (Falbgen) die aufgehellte Fellfarbe der Onager hervorruft. Auf der Außenanlage ist das temperamentvolle Fohlen bereits für die Zoobesucher zu sehen. Onager: Kurz vor der Ausrottung wegen zunehmenden Lebensraumverlusts Nur noch geschätzt wenige hundert Onager sind in ihrem Ursprungsgebiet Iran in zwei voneinander getrennten Teilarealen im Bahram-e-Goor-Schutzgebiet und im TouranNationalpark verbreitet. Sie sind an extreme Trockengebiete mit karger Nahrung und großen Temperaturunterschieden angepasst, der zunehmende Lebensraumverlust setzt diese Tierart erheblich zu. Im Gegensatz zum afrikanischen Wildesel wurde der Onager in Asien nicht domestiziert. Er ist ein schneller Läufer und kann kurzzeitig Geschwindigkeiten von 60-70 Kilometer pro Stunde erreichen und auf langen Strecken eine Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde halten. Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für Onager Aktuell gehört dieser asiatische Halbesel zu den seltenen Pfleglingen in deutschen Zoos und in Europa. Außerhalb Magdeburgs ist der Onager in Deutschland nur noch in vier weiteren zoologischen Einrichtungen zu finden – im Zoo Augsburg, im Tierpark Hagenbeck/Hamburg, Tierpark Oberwald/Karlsruhe und Zoo Köln. In Europa sind es insgesamt 13 zoologischen Einrichtungen, die Onager im Tierbestand haben. Seit 2010 engagiert sich der Zoo Magdeburg im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Onager und begann zunächst mit der Haltung von OnagerJunggesellengruppen für die Bildung eines EEP-Zuchtreservoirs. Der Zoo sammelte wertvolle Erfahrungen mit Onager-Hengsten. Im Rahmen des EEP begann der Zoo ab 2014 eine Onager-Zucht aufzubauen. Das erste Onager-Fohlen wurde im Zoo Magdeburg 2016 geboren – die Stute Suri, die noch heute zur Magdeburger OnagerHerde gehört. Derzeit lebt in Magdeburg eine fünfköpfige Onager-Herde. Daten der Onager-Herde – Hengst Sadri: geb. 29.09.2009 im Zoo Köln, seit 15.09.2010 im Zoo Magdeburg (Vater des Jungtieres vom 6.6.2026) – Stute Däni: geb. 18.11.2019 im Ree Park-Ebeltoft Safari, seit 11.8.2022 im Zoo Magdeburg (Mutter des Jungtieres vom 6.6.2026) – Stute Suri: geb. 4.6.2016 im Zoo Magdeburg (Erstzucht im Zoo Magdeburg) – Stute Zola: geb. 28.6.2018, Zoo Chester/Nordengland, seit 9.8.2022 im Zoo Magdeburg – namenloses Jungtier: geb. 6.6.2026 im Zoo Magdeburg
Tierpark Berlin 09.06.2026
Neues Zuhause für Pelikan, Flamingo & Co. Tierpark Berlin eröffnet neue Netzvolieren für Wasservögel
Der Tierpark Berlin hat heute zwei neue Netzvolieren für Flamingos und Pelikane offiziell eröffnet. Mit den großzügig gestalteten Anlagen werden die Haltungsbedingungen für beide Wasservogelgruppen deutlich erweitert und stärker an ihre natürlichen Bedürfnisse angepasst. Gleichzeitig besteht nun die Möglichkeiten für die Tierpark-Gäste, die Vögel in der naturnah gestalteten Umgebung einer begehbaren Pelikananlage aus neuer Perspektive zu beobachten. „Die neuen Anlagen ermöglichen es uns, unterschiedliche Wasservogelarten in einem vielfältigen Lebensraum zu zeigen. Die Flamingo-Voliere bildet die südamerikanischen Feuchtgebiete ab und die Pelikan-Voliere veranschaulicht durch verschiedene Arten wie groß die Vielfalt innerhalb der Familie der Pelikane ist“, erklärt Vogel-Kurator Tim Meschke. Die beiden Volieren sind als strukturreiche Lebensräume konzipiert, die Wasser- und Landbereiche miteinander verbinden und den Tieren mehr Raum für Ruhe und Sozialverhalten bieten. Innerhalb der Flamingo-Voliere leben unter anderem Kuba- und Chileflamingos, ergänzt durch zukünftig insgesamt sechs weitere Wasservogelarten, die unterschiedliche ökologischen Nischen innerhalb der Anlage nutzen werden. Auch bei den Pelikanen findet sich eine vielfältige Zusammensetzung von Arten, darunter Nashorn-, Brillen-, Fleckschnabel- und Krauskopfpelikane, die jeweils unterschiedliche Anforderungen an Raum, Wasserfläche und Sozialstruktur stellen. „Wir freuen uns, die Entwicklung des Tierparks bereits seit 70 Jahren begleiten zu dürfen und mit unserer Unterstützung dazu beizutragen, besondere Projekte wie diese möglich zu machen“, sagt Thomas Ziolko, Vorsitzender der Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e.V.. Die Gesamtfläche der beiden Anlagen umfasst rund 3.450 Quadratmeter. Die Flamingo-Voliere misst etwa 1.800 Quadratmeter, die Pelikananlage rund 1.650 Quadratmeter. Beide Volieren erreichen eine Höhe von bis zu zehn Metern und werden von einem UV-beständigen Kunststoffnetz überspannt. Insgesamt tragen 32 Stahlstützen die Konstruktionen, deren Fundamente bis zu 15 Meter tief im Boden verankert wurden. Die technische Umsetzung ermöglicht Stabilität bei zugleich möglichst zurückhaltender, transparenter Einbindung in die parkartige Landschaft. Das Highlight ist ein Besuchersteg, der neben dem Lenné-Tempel in die Pelikan-Voliere hineinführt und so eine völlig neue Perspektive auf Tier und Landschaft für die Tierpark-Gäste ermöglicht. „Der Tierpark Berlin ist ein Ort mit großer öffentlicher Wirkung: Er verbindet Erholung, Bildung, Artenschutz und Forschung auf besondere Weise. Die neuen Volieren für Flamingos und Pelikane zeigen sehr konkret, was gute öffentliche Investitionen leisten können: Sie verbessern die Infrastruktur, stärken moderne Tierhaltung und schaffen einen echten Mehrwert für Berlin. Haushaltsmittel sind nie Selbstzweck – sie sollen dort wirken, wo sie die Stadt langfristig attraktiver und zukunftsfester machen“, erklärt Staatssekretär Wolfgang Schyrocki (Senatsverwaltung für Finanzen). „Die heutige Eröffnung ist die erste Einweihung einer neuen Anlage seit zwei Jahren. Nachdem wir das wirtschaftlich herausfordernde Jahr 2025 hinter uns gelassen haben, freuen wir uns sehr, dass es nun insgesamt wieder bergauf geht“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und ergänzt: „Im Mai konnten wir im Tierpark Berlin einen Besucherrekord mit einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern noch viele weitere Höhepunkte in diesem Sommer zu feiern.“ Die neuen Volieren sind Teil von umfassenden baulichen Maßnahmen im Tierpark Berlin. Nach der Neugestaltung des Regenwaldhauses (2020), der Himalaya-Gebirgswelt (2022) und der Otter-Insel (2024) wird die Fertigstellung des Elefantenhauses die afrikanische Savannenlandschaft (2023) komplettieren. Finanziert wurde das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 1,75 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus Fördergeldern der PMO (Partei- und Massenorganisationen der DDR) in Höhe von 1,115 Millionen Euro, aus Unterstützung der Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e.V. in Höhe von 250.000 Euro sowie aus Eigenmitteln des Tierparks in Höhe von 385.000 Euro.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 09.06.2026
Nachwuchs bei den Markhoren in der Wilhelma Drei junge Kletterkünstler auf der Gebirgsanlage
In der Wilhelma hat es Nachwuchs bei den Markhoren gegeben: Ende Mai und Anfang Juni kamen drei Jungtiere der seltenen Wildziegenart zur Welt – darunter ein Weibchen und zwei kleine Böcke. Markhore stammen aus den felsigen Gebirgsregionen Zentral- und Südasiens. Dort besiedeln sie steile Hänge und zerklüftete Felslandschaften in Höhen von mehreren tausend Metern. Schon wenige Tage nach der Geburt folgen die Jungtiere ihren Müttern über anspruchsvolles Gelände. Die ausgeprägte Kletterfähigkeit schützt die Tiere vor vielen Fressfeinden und gehört zu den bemerkenswertesten Anpassungen dieser Wildziegenart. „In den ersten Lebenswochen gibt es für die neugierigen Markhor-Jungtiere so viel zu entdecken. Besucherinnen und Besucher können derzeit sehr schön beobachten, wie sie ihre Umgebung erkunden, miteinander spielen und dabei ihre bereits jetzt erstaunliche Trittsicherheit trainieren“, erklärt die zuständige Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher. Unverwechselbar sind vor allem die ausgewachsenen Männchen mit ihren schraubenförmig gedrehten Hörnern, die über einen Meter lang werden können. Ihnen verdankt die Art ihren deutschen Namen „Schraubenziege“. Während die Böcke außerhalb der Paarungszeit häufig allein oder in lockeren Junggesellengruppen leben, bilden Weibchen mit ihrem Nachwuchs stabile Herdenverbände. Die Wilhelma beteiligt sich an einem Europäischen Ex-situ-Programm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA). Innerhalb dieses Netzwerks werden die Bestände in europäischen Zoos koordiniert, um langfristig genetisch vielfältige und gesunde Populationen zu erhalten. Empfehlungen zu Zucht und Tiertransfers helfen dabei, die Zukunft der Art in menschlicher Obhut nachhaltig zu sichern. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Jede erfolgreiche Geburt ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer Art, die in europäischen Zoos nur selten zu sehen ist. Die internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Ex-situ-Programms zeigt, wie moderne Zoos Verantwortung für bedrohte Tierarten übernehmen.“ Trotz ermutigender Entwicklungen in einigen Herkunftsländern gilt der Markhor weltweit weiterhin als potenziell gefährdet. Nachdem die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten durch Wilderei, Lebensraumverlust und Konkurrenz mit Weidevieh stark zurückgegangen waren, konnten verschiedene Schutzmaßnahmen vielerorts eine Erholung bewirken. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Art derzeit als „Near Threatened“ („potenziell gefährdet“). Die Bestände sind jedoch weiterhin auf zahlreiche voneinander getrennte Teilpopulationen verteilt, was die Art langfristig verwundbar macht.

