Zoopresseschau

Erlebnis-Zoo Hannover 18.01.2019
Kleiner Bootsmann auf der Yukon Queen – Nachwuchs bei den Brillen-Pinguinen im Erlebnis-Zoo
Kleiner Bootsmann auf der Yukon Queen gesichtet! Mit seinen dunklen Knopfaugen, dem frechen Blick, seinem flauschigen Federkleid und seiner liebenswerten Speckfalte am Bauch erobert der kleine Bootsmann die Herzen der Tierpflegerinnen (und auch Tierpfleger) im Erlebnis-Zoo Hannover im Sturm. Denn Bootsmann ist der jüngste Nachwuchs bei den Brillenpinguinen in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay. Statt den normalen Aufgaben eines Seemanns, wie putzen oder Reparatur-Arbeiten, stehen bei ihm eher piepsen und futtern auf der Tagesordnung, um groß und stark zu werden. Seinen Namen verdankt der kleine Bootsmann dem besonderen Ort des Nests, das sich Mutter Chantalle und Vater Joachim auf der Yukon Queen ausgesucht haben: gut versteckt im umgedrehten Boot hat das erfahrene Pärchen ihr Ei bebrütet. Die Tierpfleger, als gute Freunde und Fischlieferanten bei den Pinguinen sehr beliebt, schauten gegen Ende der Brutzeit immer wieder nach dem Rechten. Nachdem sie bemerkten, dass das kleine Küken doch sehr lange Zeit beim Schlüpfen brauchte, halfen sie dem im Ei schon piepsenden Vogel vorsichtig aus der bereits angerissenen Eischale. Fürsorgliche Eltern – Etwa zehn bis elf Wochen nach dem Schlupf bleibt das Pinguin-Küken an Land. Wie bei Brillenpinguinen üblich, kümmern sich auch Chantalle und Joachim gemeinsam um ihren Nachwuchs. Neben dem Wärmen gehört vor allem das Füttern mit einem selbstgemachten Fischbrei zur Aufzucht dazu. So konnte Bootsmann sein Schlupfgewicht von etwa 60 Gramm auf mittlerweile stolze 3,3 Kilogramm erhöhen, sodass sich mittlerweile sogar eine kleine Speckfalte am Bauch des Kükens abzeichnet. Die wird er bald schon brauchen, denn langsam kommt Bootsmann in das Alter, ab dem er sich selbst versorgen und den Fisch alleine zu sich nehmen muss – was sich als deutlich mühsamer herausstellen wird, als von seinen Eltern gefüttert zu werden. Männchen oder Weibchen? – Ob der kleine Pinguin ein Männchen oder Weibchen ist, wird zurzeit mit einer Federprobe im Labor untersucht, die erst jetzt durch die erste Mauser möglich war. Bleibt noch eine entscheidende Frage offen: Was machen die Tierpfleger, wenn Bootsmann doch ein Mädchen ist? „Dann wird es wahrscheinlich Frau Bootsmann werden“, schmunzelt Tierpflegerin Ann Katrin Schumacher. Der Nachwuchs wird bei guter Witterung ab dem Frühjahr für Besucher in Yukon Bay zu sehen sein.

Zoo Erfurt 18.01.2019
Kakadu Schlampi geht auf Hochzeitsreise
Endlich ist es soweit: Kakadu Schlampi darf auf Hochzeitsreise gehen. Die Auswahl des richtigen Partners war gar nicht so einfach. Denn laut Papieren aus der Papageienzuchtstation sollte Schlampi zu einer sehr seltenen Unterart gehören: Cacatua sulphurea abbotti war der klangvolle Name. Der Abbotts Gelbwangen-Kakadu ist einer der seltensten Vögel der Welt. Zur Rettung dieser Unterart wird gerade ein Zuchtprogramm auf die Beine gestellt. Bedingung zur Teilnahme ist der genetische Beleg der Art bzw. Unterart. Europaweit wurden deshalb weiße Kakadus mit gelber Haube – wie auch Schlampi – getestet. Die Abbotts Unterart des Gelbwangenkakadus ist relativ klein. Und Schlampi ist durchaus ein stattlicher, großer Vogel. Die genetische Untersuchung ergab: Schlampi ist eine andere Art: Cacatua galerita Eleonora! Auch im Zoo Krakau ergab die genetische Untersuchung eines männlichen Tieres exakt diese Unterart des Gelbhaubenkakadus – also einen potenziellen Partner für Schlampi. Nun darf Schlampi in den Zoo Krakau reisen, wo sie hoffentlich für Nachwuchs sorgen wird. Im Thüringer Zoopark Erfurt hatten die brütenden Aras den bei Besuchern und Tierpflegern gleichermaßen beliebten Vogel aus der Anlage vertrieben. Da Schlampi außerdem stark auf Menschen geprägt war, wurde sie einige Zeit lang hinter den Kulissen gehalten, wo sie ihre Fehlprägung überwinden und sich auf die Partnerschaft mit einem Artgenossen vorbereiten konnte. Bis zum Ergebnis der Genetikstudie musste Schlampi ohne Partner auskommen. Nun hat das Warten ein Ende: am Dienstag, den 22. Januar, geht Schlampi auf Hochzeitsreise.

Wilhelma Zoologischer-Botanischer Garten Stuttgart 18.01.2019
Bisons bereits ausgezogen – Masterplan: Vorbereitung für Bau der ersten Asienanlage startet
Die Zukunft hat für die Wilhelma begonnen. Mit dem Bau neuer Gehege für asiatische Huftiere setzt sie ab Februar eine Säule ihres Masterplans um. Er bildet die Basis für die Weiterentwicklung des Zoologisch- Botanischen Gartens in Stuttgart. Ins neue Revier für Trampeltiere und Mesopotamische Damhirsche werden künftig auch Yaks einziehen. Zu den vier geplanten Bausteinen der Asienanlagen am oberen Ende des Parks gehören zudem noch Bauernhof, Tigergehege und Elefantenwelt. „Wir erstellen damit ein modernes Lebensumfeld für die Tiere, das es uns erlaubt, sie für die Besucher attraktiv zu präsentieren und die zentralen Fragen des Artenschutzes verständlich zu machen“, erklärt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Das ist ein wegweisendes Großprojekt. Insgesamt geben wir damit zehn Prozent unseres 30 Hektar großen Geländes ein neues Gesicht.“ Entlang der Pragstraße reihen sich in Zukunft Gehege für verschiedenste asiatische Tiere von den Elefanten über die Huftiere, Tiger, Schabrackentapire und Panzernashörner bis zu den Löwen. Geschaffen wird auf diese Weise ein kontinentaler Schwerpunkt, der die regionalen Besonderheiten dieses Lebensraums besser veranschaulicht. Die Wilhelma – mit fast 1200 Tierarten einer der vielseitigsten Zoos in Europa – verzichtet hier auf manche Spezies, um anderen mehr Platz geben zu können. So geht es bei den Vorbereitungen der Bauarbeiten darum, zunächst für die Tiere ein neues Zuhause zu finden, die bislang auf dem Terrain der künftigen Asiatischen Huftieranlage leben. So sind jetzt die drei Bisons an einen privaten Halter in Südhessen abgegeben worden. Und der Blauhalsstrauß zieht vorerst auf den Tennhof um, die nicht-öffentliche Außenstation der Wilhelma in Fellbach. Nach Fertigstellen der Huftieranlage werden Blauhalsstrauße wieder zu sehen sein. Ab Februar wird das Baufeld geräumt. 2020 sollen die Huftiere in das neue Domizil umziehen können. Dann fällt der Startschuss für den neuen Bauernhof, in dem, wie beim Streichelzoo, wieder Tierkontakt möglich sein wird: Geplant sind dafür Schafe, Ziegen, Hühner und Schweine. Diese Anlage nimmt die Gestalt eines Asiatischen Dorfes an. „Die größte Herausforderung für den Artenschutz ist heutzutage die rasant wachsende Weltbevölkerung und deren zunehmender Ressourcenverbrauch“, sagt Kölpin. „Dadurch entstehen weltweit immer mehr Konflikte zwischen Mensch und Tier, deren Lebensräume sich verstärkt überlappen. Das wollen wir mit unserem zoopädagogischen Konzept vor Augen führen.“ Die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen. Im Anschluss folgen ein Landschaftsgehege für Tiger und als krönendes Projekt die Elefantenwelt.

Tiergarten Nürnberg 18.01.2019
Artenschutz mit Yaqu Pacha auf der BOOT 2019
Zum 17. Mal ist die im Tiergarten der Stadt Nürnberg beheimatete Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha vom 19. bis zum 27. Januar 2019 auf der weltweit größten Wassersportmesse „boot 2019“ in Düsseldorf vertreten. Der Messeauftritt in Halle 3 F 93 steht unter dem Motto „Artenschutz, Warum und Wie?“ Damit verfolgt Yaqu Pacha das Ziel, als Botschafter für den Artenschutz Gelder für die Rehabilitation gestrandeter LaPlata-Delfine zu sammeln. Langfristiges Ziel ist es, in Kooperation mit dem Ozeanarium Mundo Marino in San Clemente del Tuyú, Argentinien, ein Rehabilitation- und Forschungszentrum zu errichten. Seit 1992 engagiert sich Yaqu Pacha e.V. in Lateinamerika für den Artenschutz. Zahlreiche Projekte wurden von der Gesellschaft entweder selbst durchgeführt oder finanziert. „Von zentraler Bedeutung für die Arbeit von Yaqu Pacha ist,“ sagt Dr. Lorenzo von Fersen, 1. Vorsitzender von Yaqu Pacha, „dass nicht nur eine bedrohte Tierart im Vordergrund steht, sondern auch die Menschen, die den Lebensraum mit dieser Art teilen.“ Über 25 Jahre Forschung hat Yaqu Pacha wichtige Erkenntnisse über den La Plata-Delfin geliefert. Umweltpädagogische Programme wiederum haben die Delfinart bekannter gemacht und Menschen für den Schutz der Art, nicht nur in Südamerika, sondern auch in Europa, sensibilisiert. Wissenschaft, aber auch Aufklärung und die Verbreitung von Informationen haben letztendlich dazu geführt, dass die Regierung Brasiliens 2012 ein neues Fischereigesetz verabschiedet hat. Dieses Gesetz hat die Küstenfischerei neu reguliert und Schutzareale definiert. Damit ist nicht nur dem La Plata-Delfin geholfen, sondern auch dem gesamten Küstenökosystem Brasiliens. Der La Plata-Delfin hat somit eine wichtige Funktion als Botschafter für den Artenschutz erfüllt. Weitere Informationen zu den Projekten unter www.yaqupacha.org.

Zoo Salzburg 18.01.2019
Familienführung – „Streichelzookenner“ Sonntag, 27. Jänner 2019, von 14 bis 15.30 Uhr
Ein Besuch im Streichelzoo ist für kleine und auch große Zoofreunde immer ein ganz besonderes Erlebnis: Hier können Tiere gestreichelt und gestriegelt werden, und mit den eigens für den Zoo hergestellten Spezialpellets gefüttert werden. Bei dieser speziellen Familienführung gibt es Spannendes über die Körpersprache von Alpakas, Zwergziegen und Schafen zu erfahren. Die Teilnehmer lernen aber auch Kaninchen, Minischwein und Co. besser kennen, um ihnen respektvoll begegnen zu können. Zum Abschluss erhält jeder eine „Streichelzookenner“-Urkunde mit seinem Foto. Kosten € 3 Führungsgebühr zzgl. Eintritt pro Teilnehmer. Anmeldung erbeten unter E: erlebnis@salzburg-zoo.at oder T: +43 (0)662 82 01 76 Führung findet bei jedem Wetter statt!

Zoo Osnabrück 18.01.2019
Eisstockschießen im Zoo Osnabrück ab dem 26. Januar
Schnell anmelden: Am 26. Januar beginnt der Kampf um den „Löwen-Ice-Cup“ im Zoo Osnabrück. Noch können sich Mannschaften für das Turnier im Eisstockschießen zugunsten der Vergrößerung der Löwenanlage anmelden. Besucher und Fans der Mannschaften haben an den Turnierabenden freien Eintritt in den Zoo und können sich kostenlosen Führungen zu Seehunden, Tigern und Co. anschließen. Wer platziert seinen Eisstock am nächsten an der „Daube“? Diese Frage wird beim Turnier um den „Löwen-Ice-Cup“ im Zoo Osnabrück geklärt. Insgesamt 70 Mannschaften haben die Gelegenheit sich hier ab dem 26. Januar im Eisstockschießen zu messen. Mitmachen kann jeder: „Nach einer kurzen Einführung ist das Eisstockschießen sehr schnell zu erlernen und bringt eine Menge Spaß. Die 4 bis 8-köpfigen Mannschaften können zum Beispiel aus Freunden, Familie oder Kollegen bestehen und erleben gemeinsam auf jeden Fall einen sehr geselligen und lustigen Abend“, berichtet Christian Schäfer von der Agentur „alles bestens“ Schäfer, Events & Medien, die das sportliche Event im Zoo Osnabrück organisiert. Das Prinzip vom Eisstockschießen ist einfach: „Die Spieler lassen ihren Eisstock über das Kunsteis schlittern und versuchen ihn möglichst nah an dem Ziel, der sogenannten Daube, zu platzieren. Dafür gibt es nach jeder Runde Punkte und am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten“, erklärt Schäfer weiter. Noch können sich interessierte Teams per E-Mail an eisstockschiessen@agentur-allesbestens.de anmelden. Sport und Spaß für den guten Zweck – Veranstaltet wird das Turnier auf der 10 mal 16 Meter großen Kunsteisfläche, die im Rahmen des „Winterzaubers“ an der Zoogaststätte aufgebaut wurde. Während kleine und große Besucher hier an den Wochenenden tagsüber mit Schlittschuhen ihre Runden drehen können, findet das Eisstockschießen abends von 18 bis etwa 21:30 Uhr voraussichtlich an folgenden Terminen statt: Die Vorrundenspiele laufen am 26. Januar sowie am 6., 9. und 20. Februar. Im Halbfinale am 27. Februar entscheidet sich, wer weiterkommt und beim Finale am 9. März wer den „Löwen-Ice-Cup“ und weitere Preise mit nach Hause nehmen kann. Während des Turniers können sich die Spieler am Abend mit winterlichen Speisen und heißen Getränken aufwärmen und stärken. Eine Mannschaft muss aus 4 bis 8 Spielern bestehen und die Teilnahme kostet pro Team 50 Euro, der Zoo-Eintritt ist für den Turnierabend inklusive. „Wie der Name schon verrät, unterstützen die Spieler des ‚Löwen-Ice-Cup‘ mit der Anmeldegebühr die Vergrößerung der Löwenanlage bei uns im Zoo“, berichtet Jennifer Ludwig, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück. Die Anlage der sechs Raubkatzen soll für etwa zwei Millionen Euro flächenmäßig circa verdreifacht werden. Dann soll auch wieder Löwennachwuchs möglich sein. Freier Eintritt und kostenlose Führungen – Die Löwen profitieren aber nicht nur von dem Turnier, sondern können auch am Abend bei kostenlosen Führungen mit den Zoopädagogen beobachtet werden: „Besucher und Fans der Mannschaften haben während der öffentlichen Turnierabende ab 18 Uhr freien Eintritt in den Zoo und können die Spieler anfeuern. Außerdem bieten unsere Zoopädagogen dann kostenlose Führungen zu den Zoobewohnern an und klären dabei zum Beispiel, ob Elefantenjungtier Minh-Tan im Liegen oder Stehen schläft“, so Ludwig weiter. Eisstockschießen als Firmenevent – Immer donnerstags und freitags können außerdem Firmen die Kunsteisbahn exklusiv zum Eisstockschießen mieten. Besucher haben an diesen Abenden keinen Zutritt. „Das Eisstockschießen ist zum Beispiel perfekt für eine verspätete Weihnachtsfeier oder einfach nur einen netten gemeinsamen Abend mit den Kollegen“, berichtet Jennifer Ludwig. Zooführungen und Catering können zusätzlich gebucht werden. Interessierte Firmen können sich per E-Mail an ludwig@zoo-osnabrueck.de anmelden. Das Turnier um den „Löwen-Ice-Cup“ wird unterstützt von der Filmpassage Osnabrück, Kinnius Fleischverarbeitung, Antenne Niedersachsen, der Rahenbrock Gruppe, den Stadtwerken Osnabrück, der Sparkasse Osnabrück sowie Berenswerth Energieservice, Coors – Ihre Bäckerei, der Handelskrankenkasse und der Joh. Wolfang Fischer GmbH. […]

Zoo Magdeburg 18.01.2019
Erster Nachwuchs im Zoo Magdeburg – Putziger Nagernachwuchs bei den Gundis
Zwei kleine „Mini-Gundis“ wuseln seit wenigen Tagen im Wüstenterrarium des Nashornhauses herum. Es sind nicht nur die ersten tierischen Neulinge des Zoojahres 2019, sondern auch der Erstzuchterfolg mit dieser Art in Magdeburg. Diese außergewöhnlichen Nagetiere sind in Deutschland nur in zehn zoologischen Einrichtungen zu sehen und gehören erst seit 2017 zum Tierbestand des Zoos. Den hohen „Niedlichkeitsfaktor“ verdanken die Gundis – die auch „Kammfinger“ genannt werden – ihrem demonstrativen Putzverhalten. Mit ihren Hinterpfoten, die mit kammartigen Borsten versehen sind, bürsten sie sich immer wieder mit hoher Geschwindigkeit durch ihr Fell, um es von Staub und Sand zu befreien. Für die Gundis ist ein möglichst glattes Fell im Freiland überlebenswichtig, denn es rettet sie mit etwas Glück aus den Fängen ihrer Feinde (zum Beispiel Goldschakale). Gundis sind in den nordafrikanischen Bergen des Hohen Atlas in Tunesien, Algerien, Marokko beheimatet. Sie trinken nicht, sondern nehmen das überlebenswichtige Wasser ausschließlich über ihre Nahrung auf, die vor allem aus Gräsern und ausgewählte Kräuter, sowie deren Samen und Blüten bestehen. Damit sind sie hervorragend an die extreme Trockenheit angepasst. Diese tagaktiven, sonnenliebenden Kleinsäuger leben sehr sozial in Gruppen von bis zu 20 Induviduen. Im Zoo treffen die Besucher die niedlichen Fellknäuel oft unter den wärmenden Lampen des Großraumterrariums im Nashornhaus zusammengekuschelt an. Derzeit zählt die quirlige Magdeburger Gundi-Gruppe vier Männchen und ein Weibchen sowie die beiden Jungtiere.

Tierpark Nordhorn 18.01.2019
Messen, wiegen, zählen im Tierpark Nordhorn – Inventur gibt es auch im Zoo – Tierbestand steht alljährlich auf dem Prüfstand
Egal ob sie Haare, Federn oder Schuppen haben – einmal zu Beginn des Jahres sind alle Tiere des Familienzoos dran. Die Inventur, ein Vorgang den man aus dem Supermarkt oder anderen Geschäften zum Jahreswechsel kennt, findet auch in einem Zoo statt. Über mehrere Tage wird von den Tierpflegern der gesamte Tierbestand gezählt, gemessen und gewogen, die Bestandslisten dabei auf Aktualität überprüft. „Bei Tierarten wie den Weißrüssel-Nasenbären, die durch Tiertraining gut gehändelt werden können, ist das natürlich relativ einfach!“, so Zootierärztin und Kuratorin Dr. Heike Weber. „Hier können wir die Tiere durch das regelmäßige Training mit Leckereien sogar ganz einfach wiegen.“ Bei Schwarmtieren wie den Wellensittichen in der großen Voliere mit „Gefiederten Australiern“ ist es mitunter schwer die genaue Anzahl zu ermitteln, auf Gewichte wird hier selbstverständlich ganz verzichtet. Die Tierpfleger arbeiten mit mehreren zusammen, um auf möglichst genaue Schätzungen zu kommen – mit 665 geschätzten Wellensittichen bilden die kleinen Papageien auch 2019 die „mitgliederstärkste“ Art im Familienzoo. Die gesammelten Daten werden von Heike Weber zusammenfügt und den Behörden gemeldet. Spätestens Mitte Januar müssen die Daten vorliegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand im Tierpark Nordhorn nicht wesentlich verändert. Auf über 2000 Tiere in etwas mehr als 100 verschiedenen Arten kommt der Zoo zum Jahreswechsel. Dabei gab es insgesamt keine großen Veränderungen im Artenbestand. Auffälligster Neuzugang im vergangenen Jahr war vermutlich das Lakenvelder Kälbchen „Dientje“. Ob es im Verlauf des Jahres bei der Anzahl Tiere bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von der Vermehrungsrate einiger Arten, aber auch vom Tausch einzelner Tiere mit anderen wissenschaftlich geführten Zoos in Europa. Besonders bei den Arten, für die es Erhaltungszuchtprogramme im Rahmen des ex-situ-Artenschutzes gibt, entscheiden zum Teil Zuchtbuchführer darüber, ob bestimmte Tiere mit anderen Zoos getauscht werden, um so einen stabilen und gesunden Tierbestand für mögliche Auswilderungsprojekte aufzubauen oder zu erhalten.

17.01.2019, Wildpark Müden
“Zahl was Du willst” – Aktion im Wildpark Müden
Am 26. und 27. Januar 2019 lädt der Wildpark Müden alle Besucher ein, den Eintrittspreis an diesem Wochenende selbst zu bestimmen.
Mindestens 0,50 € haben die Besucher jedoch für eine Eintrittskarte zu entrichten, sonst liegen die Eintrittspreise je Erwachsener bei 9,00 Euro und für Kinder bei 6,50 Euro.Diese Aktion soll allen zugutekommen, die sonst nicht die Möglichkeit haben den Wildpark Müden zu besuchen.
Natürlich freut sich das Team vom Wildpark Müden auch über eine Unterstützung durch freiwillige Mehrzahlung, diese wird der seit Oktober letzten Jahres andauernden Sanierung des Elchgeheges dienen.Weitere Informationen zur Aktion auf der Facebookseite des Wildpark Müden oder auf www.wildpark-müden.de.
Der Wildpark Müden hat ganzjährig geöffnet, von November bis Februar täglich von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr und von März bis Oktober täglich von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Zoo Heidelberg 17.01.2018
Ganz schön was los bei den Elefanten im Zoo Heidelberg – Wird Tarak der neue Chef der Jungbullen-WG?
Im Oktober 2018 hat Gandhi, der ehemalige Leitbulle bei den Asiatischen Elefanten, den Zoo Heidelberg verlassen und ist nach Frankreich gezogen. Die drei Elefanten Tarak, Ludiwg und Yadanar müssen nun ihre Rangordnung in der Gruppe neu finden. Das sorgt für viel sichtbare Aktivität auf der Elefantenanlage, was auch für Zoobesucher spannend zu beobachten ist. Ob Tarak wirklich der neue Chef werden wird, bleibt abzuwarten – die Chancen stehen bisher gut. „Im Elefantengehege ist derzeit ganz schön was los. Tarak, Yadanar und Ludwig kämpfen viel. Nach Gandhis Auszug aus der WG, müssen die drei nun unter sich ausmachen, wer das Zeug zum neuen Anführer hat. Das kann kein Tierpfleger beeinflussen“, erklärt Dr. Klaus Wünnemann, Direktor im Zoo Heidelberg und Kurator für die Asiatischen Elefanten. Besucher können dieses besondere Verhalten der drei grauen Riesen gut beobachten. Die Elefanten schieben sich gegenseitig durch das Gehege, versperren die Laufwege des anderen oder jagen sich über die Anlage. Wenn mehreren Tonnen Elefant in Bewegung geraten, stellt das ein beeindruckendes Schauspiel dar. Die Rangeleien können zum Teil ganz schön gefährlich aussehen – bis auf kleine Schrammen oder Kratzer gab es jedoch noch keine ernsthaften Verletzungen. Tarak setzt sich gegenüber Yadanar und Ludwig durch Es ist nicht das erste Mal, dass ein Leitbulle den Zoo Heidelberg verlässt. Die Tierpfleger konnten inzwischen wichtige Erfahrungen mit dieser Situation sammeln. „Nicht nur neue Elefanten mischen die Gruppe auf, auch der Fortgang von Tieren sorgt für Unruhe. Meist dauert es mehrere Monate, bis jeder seinen Platz gefunden hat und wieder Normalität einkehrt“, berichtet Dr. Wünnemann. Ein möglicher Nachfolger für Gandhi könnte Elefant Tarak sein. Mit 13 Jahren der Älteste in der Gruppe, steht er bisher im Rang über den beiden jüngeren Elefanten Yadanar und Ludwig. Neben dem Alter spielt jedoch auch die Persönlichkeit der Elefanten eine Rolle, wenn es um die Position als Leitbulle geht. Ein Elefant mit Führungsqualitäten benötigt Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Stärke, nur so wird er von der Gruppe akzeptiert. Tarak ist ein vergleichsweise sanftmütiger Zeitgenosse. Er sucht seltener die Konfrontation, als seine beiden jüngeren Mitbewohner. Diese beiden sorgen dagegen eher für Aufruhr in der Dreiergruppe. Der neunjährige Yadanar testet jetzt vermehrt seine Grenzen gegenüber Tarak und provoziert ihn deutlich. Bisher kann sich Tarak gegen Yadanar jedoch behaupten und weist ihn in seine Schranken. Ludwig, mit seinen acht Jahren das Nesthäkchen, hat sich noch nicht für eine Seite entschieden und versteht sich mit beiden gut. „Es herrscht weiterhin deutliche Dynamik in der Gruppe. Im Moment sieht es für uns so aus, als ob Tarak das Rennen macht – es heißt aber abwarten. Unsere Tierpfleger und das Zoo-Team empfinden die Situation natürlich ebenfalls als spannend und aufregend. Die Entwicklungen auf der Elefantenanlage werden wir in der kommenden Zeit daher besonders genau im Auge behalten“, erklärt Dr. Wünnemann.

Zoo Osnabrück, 17.01.2019
Das große Zählen: 2.261 Tiere aus 289 Arten im Zoo Osnabrück – Freude über ersten Nachwuchs im neuen Jahr
Um den Jahreswechsel zählten die Tierpfleger im Zoo Osnabrück mehrere Tage lang Frösche, Pinguine, Nacktmulle und Co. für die tierische Inventur. Am 30. Dezember kam noch ein männliches Kirk-Dikdik zur Welt – das letzte in 2018 geborene Jungtier. Bereits am 1. Januar schlüpfte der erste Nachwuchs des neuen Jahres: ein Balistar, Vertreter einer vom Aussterben bedrohten Art. „Mit 2.261 Individuen aus 289 Tierarten beherbergen wir weniger Tiere als vor einem Jahr – da waren es 298 Arten und 2.656 Individuen“, fasst der wissenschaftliche Kurator Andreas Wulftange die tagelange Arbeit der Tierpfleger zusammen. „Generell wissen wir natürlich wie viele Löwen, Tiger oder Elefanten bei uns leben. Einmal im Jahr überprüfen wir aber alle Zahlen noch einmal und führen sie zusammen.“ Die Zoomitarbeiter zählten zum Jahreswechsel von Axolotl bis Zebramanguste alle Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose, die im Zoo Osnabrück leben. „Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Die Kollegen müssen zum Beispiel nicht jede Ameise und jeden Fisch abzählen – einige Arten werden auch als Völker, Gruppen oder Kolonien in unserem Bestand geführt“, schmunzelt der Biologe. Wenn die Tierpfleger und Kuratoren zwischen Weihnachten und Neujahr den Tierbestand erfassen, nutzen sie die Gelegenheit, um einige Zoobewohner auch zu wiegen und zu vermessen, weiß Wulftange. „Das machen wir aber natürlich auch das ganze Jahr über bei den regelmäßigen Gesundheits-Checks.“ Wie viele Ameisenvölker, Giraffen oder Tiger im Zoo leben sei nicht nur wichtig für die interne Planung, sondern auch für die Behörden, berichtet Andreas Wulftange: „Die Zahlen müssen wir anschließend an verschiedene Behörden geben – so zum Beispiel an das Veterinäramt und die Naturschutzbehörden.“ Weniger Tiere und Tierarten als im Vorjahr – Insgesamt beherbergt der Zoo Osnabrück neun Tierarten und 395 Individuen weniger als im Vorjahr. „Allgemein geht der Zootrend dahin weniger Tiere und Tierarten zu halten, dafür den einzelnen Individuen aber mehr Platz zu bieten“, erklärt Wulftange. Zwar seien für die 2018 eröffnete Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ neue Tierarten eingezogen, dafür sind andere Arten jedoch nicht mehr am Schölerberg vertreten. Insbesondere bei den Vögeln schlage ein Unterschied von zehn Arten weniger als im Vorjahr ins Gewicht. „Dieser Unterschied ist aber genauer betrachtet gar nicht so groß: Bei uns lebten von einigen Tierarten nur noch einzelne Tiere, die im letzten Jahr verstarben – so zum Beispiel die letzte Graugans. Mit dem Tod eines Tieres fällt dann direkt eine ganze Tierart weg“, erklärt Wulftange die Zahlen. Auch bei der Anzahl der einzelnen Individuen ist die Differenz zwischen den Jahren 2017 und 2018 vergleichsweise hoch: Ende 2018 lebten am Schölerberg 395 Individuen weniger als im Vorjahr. „Besonders bei den Fischen und Vögeln schlagen Abgaben an andere Zoos zu Buche: Wir haben 50 Rote Neons weniger, unsere 200 Guppys haben wir komplett abgegeben sowie bei den Vögeln 80 Rußköpfchen“, so Wulftange. […]

Zoo Duisburg 17.01.2019
Neue Bewohner im Zoo Duisburg – Elegante Meerbrennessel-Quallen treiben durch das Aquarium Duisburg
Anmutig treiben Japanische Meerbrennnessel-Quallen durch das Aquarium im Duisburger Zoo. Der Name der glitschigen Tierchen ist Programm. Bei Berührung droht ein brennender Schmerz mit einhergehenden Hautreizungen – vergleichbar wie bei einer Brennnessel. Betritt man das Aquarium im Duisburger Zoo, so fällt der Blick direkt auf den ‚Quallenkreisel‘ am gegenüberliegenden Ende des Eingangs. Die neuen, nahezu durchsichtigen Bewohner bannen die Blicke der kleinen und großen Zoobesucher. Immerzu im Kreis treiben die Quallen durch das Aquarium. Selber schwimmen können sie nicht, eine kreisrunde Strömung hält die Tiere in Bewegung. Dabei ziehen sie ihre langen Tentakel in der Hoffnung hinter sich her, dass ein unvorsichtiges Beutetier in ihre Fänge gerät. Gespickt mit hunderten Nesselzellen sind Quallen-Tentakeln effektive Waffen. Berührt ein Beutetier eine solche Nesselzelle, so feuert die Qualle eine Art ‚Mini-Harpune‘ ab, welche einen Giftcocktail in das Beutetier injiziert und es lähmt. Im ‚Quallenkreisel‘ sind sie auf der Jagd nach Artemien, einer kleinen Krebsart. Meerbrennnessel-Quallen leben ursprünglich in den kalten Gewässern rund um Japan. Im Vergleich zu anderen Quallenarten sind diese Nesseltiere überaus langlebig – gute zwei Jahre alt kann eine Qualle werden. Die neuen Bewohner im Duisburger Zoo stammen nicht etwa aus japanischen Gewässern, sie wurden im Zoo Rostock gezüchtet und werden erstmals am Kaiserberg gehalten.

Tiergarten Nürnberg 17.01.2019
2018: Tiergarten Nürnberg verbessert Jahresergebnis erneut
Das Jahr 2018 war mit 1.186.352 Besuchen (2017: 1.135.515) wieder das drittbeste Jahr in der Geschichte des Tiergartens (stärker waren nur das „Flockejahr“ 2008 und das Jahr der Eröffnung der Lagune 2011). Mit einer Verbesserung von 4,5% gegenüber dem Vorjahr und 9,5% bezogen auf den Fünf-Jahres-Durchschnitt (1.082.966 Besuche) wurde ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Es zeigte sich, dass weder die erstmals seit sieben Jahren erhöhten Eintrittspreise noch der Hitzesommer 2018 die Zahl der Besuche im Ergebnis beeinträchtigten. Die feste Zustimmung zum Tiergarten als Erholungs- und Bildungseinrichtung zeigte sich 2018 erneut an der weiter gestiegenen Zahl der verkauften Dauerkarten von 9.698 (2017: 8.438), das ist ein Plus von 15% gegenüber 2017. […] Tierbestand und Artenschutz – Der Tierbestand erreichte 2018 zum Jahresende 5.208 Tiere (2017: 4.649) aus 312 Arten (2017: 308), davon 228 Wirbeltierarten (2017: 221) mit 2.836 Individuen (2017: 3.020). […] Forschung – Im Verlauf des Jahres 2018 wurden die Untersuchungen bei der Großen Tümmler Population fortgeführt. Zwei wichtige wissenschaftliche Publikationen zur Genetik, aber auch zum Sozialverhalten dieser Population wurden veröffentlicht. Yaqu Pacha: Im Einsatz für den Artenschutz – Der Tiergarten Nürnberg war auch 2018 in Kooperation mit der im Tiergarten beheimateten Artenschutzgesellschaft für Meeressäugetiere in Südamerika, Yaqu Pacha, sehr aktiv im Bereich Forschung und Artenschutz. […] Lernen im Zoo – Insgesamt wurden im Jahr 2018 von der Abteilung Zoopädagogik 16.472 Teilnehmende (2017: 14.920) in 1.412 Führungen (2017: 1.384) über Zoothemen informiert und mit Zoowissen ausgerüstet. […]

Zoo Hoyerswerda 17. 01.2019
Zoo Hoyerswerda saniert Schildkrötenhaus – Neue Lüftungsanlage auch im Flamingohaus
Die Schildkröten im Zoo Hoyerswerda können pünktlich zum Jahresanfang in ihr renoviertes Zuhause einziehen. Mit Unterstützung durch regionale Firmen wurde das Schildkrötenhaus in den vergangenen Monaten aufwändig energetisch saniert. Energisch und schneller als man denkt, liefen die vier Schildkröten des Hoyerswerdaer Zoos in den sanierten Bereich. Natürlich lockte auch das vielfältige Einweihungsmenü in Form einer sechzig. Denn der Zoo Hoyerswerda feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Nach der ausgiebigen Mahlzeit erkundeten die Schildkröten ihr neues altes Zuhause. Schwerpunkt der Sanierung bildete der Einbau einer neuen Be- und Entlüftungsanlage, die für einen optimalen und kontrollierten Luftaustausch im Gebäude sorgt. Im Zuge der Arbeiten ist außerdem das Dach gedämmt sowie abgedichtet worden, die Wände wurden erneuert und Fenster ausgetauscht. Eine Zoo-Mitarbeiterin hat zudem eine Galápagos-Landschaft auf die Wände gezaubert. Die gepanzerten Tiere bevorzugen kuschelig warme 28 bis 29 Grad in ihrem Gehege. Durch die Sanierungsmaßnahmen, die zu 48,4 % mit Fördermitteln durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie den Kulturraum realisiert wurden, kann der Zoo nun künftig deutlich Energiekosten einsparen. Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes belaufen sich auf rund 40.000 Euro. Im Schildkrötenhaus gleich am Eingang des Zoos sind zum einen Bert und Jolante zu Hause. Sie sind das einzige Galápagos-Riesenschildkrötenpaar in Deutschland. Die gefährdeten Galápagos-Riesenschildkröten können bis zu 300 Kilogramm schwer und 170 Jahre alt werden. Außerdem leben im Gehege mehrere Spornschildkröten. Sie verdanken ihren Namen den Spornen an den Oberschenkeln der Hinterbeine, werden mehr als 70 Jahre alt und bringen über 80 Kilogramm auf die Waage. Für eine bessere Belüftung und deutlich geringere Energiekosten wurde auch im Flamingohaus gesorgt. Dort verbringen die Vögel zum Schutz vor Raubtieren die Nächte. Während der kalten Jahreszeit sind neben den Flamingos auch die Pelikane und andere Wasservögel untergebracht. Durch das Wasser und die Wärme herrschte im Haus eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine starke Geruchslage. Dank der neuen Lüftungsanlage wird das Gebäude nun optimal durchlüftet und Besucher können die Vögel auch im Winter besser sehen, weil die Scheiben nicht mehr so stark beschlagen. Die Rosa-Flamingos am Schlossgraben gehören zu den Stamm-Bewohnern des Zoos Hoyerswerda. Sechs der Vögel leben schon seit Anfang der 1980er-Jahre auf der Anlage und sind damit die Tiere, die am längsten im Zoo zu Hause sind.

Güstrower Wildpark-MV 17.01.2019
Erster Nachwuchs des Jahres im Wildpark-MV – Jungtiere bei den Zwergziegen und Skudden geboren
Sie wurden bereits erwartet, nun war es endlich soweit. Der erste Nachwuchs des Jahres wurde im Wildpark-MV geboren. Am 13. Januar 2019 kamen Zwillinge bei den Zwergziegen im Streichelzoo zur Welt: ein schwarz-weißes Männchen und ein hellbraunes Weibchen. Beide hielten sich in den ersten Tagen noch hinter den Kulissen im Ziegenstall im kuscheligen Stroh auf. Doch nun sind sie neugierig und wagen den ersten Schritten nach draußen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis beide fröhlich umhertollen. Bei den Skudden, die auf der Streuobstwiese am Besucherparkplatz leben, gab es am 16. Januar 2019 ebenfalls eine süße Nachricht: Das Wildpark-Team kann sich über ein weibliches Lamm freuen. Weitere Jungtiere, sowohl bei den Zwergziegen als auch bei den Skudden, werden in den kommenden Tagen erwartet. Spätestens zu den Winterferien werden vermutlich alle Lämmer auf der Welt sein. Wie groß die Kindergarten-Gruppen werden? Lassen wir uns überraschen!

Zoo Frankfurt 17.01.2019
Zahlen und Daten – der Zoo zieht Bilanz für 2018
Zum Jahresbeginn wird im Frankfurter Zoo gezählt, Datenbanken werden ausgelesen und Statistiken geprüft. Besonders aufwändig dabei ist die Inventur des Tierbestandes zum Stichtag 31. Dezember. Betrachtet werden aber auch die Entwicklungen bei den Besucherzahlen, den Tierpatenschaften und den Angeboten der Pädagogischen Abteilung sowie besondere Ereignisse im zurückliegenden Jahr. Besucherplus der Hitze zum Trotz – 868.799 Besucherinnen und Besucher kamen im letzten Jahr in den Zoo – 32.629 mehr als im Jahr 2017; das entspricht einer Steigerung um 3,9 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend aus dem Vorjahr fort. Hitze und Trockenheit sorgten in den Monaten Juli und August zwar für etwas weniger Besucher, aber schon der September wartete wieder mit einem Plus von 35 Prozent auf. Überschattet wurde das Zoo-Jahr durch einen tragischen Unglücksfall, bei dem im Juni ein zweijähriger Junge in einem Wassergraben bei den Kamelen ertrank. Im Dezember 2018 wurde das Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Lebendiges Lernen: Führungsangebote gut angenommen – Auch 2018 war das Interesse an dem Führungsangebot der Pädagogischen Abteilung wieder groß. Trotz des heißen Sommers nahmen 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an rund 1.000 Führungen teil. […] Wertvolle Unterstützung: Tierpatenschaften, ehrenamtliches Engagement und die Arbeit der Stiftung Zoo Frankfurt – Auch 2018 erhielt der Zoo wieder sehr viel Unterstützung durch Tierpatinnen und Tierpaten. 2.253 Paten übernahmen 2.672 Tierpatenschaften – das entspricht nochmals einer deutlichen Steigerung zum Vorjahr. Etwa 210.000 Euro an Spenden durch Patenschaftsbeiträge konnten so eingenommen werden. Die Einnahmen fließen in Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Tierhaltung. […] Veränderungen im Tierbestand – Bei den Säugetieren gab es 2018 viele erfreuliche Geburten. In der Gunst der Besucherinnen und Besucher ganz oben standen die kleinen Brillenbären MANU und SUYANA sowie die Löwen-Drillinge YARO, KIRON und MIRA, die im April zur Welt kamen. Im Sommer gab es unter anderem Nachwuchs bei den Großen Ameisenbären, den Erdferkeln, Fingertieren und den Fossa, und im Oktober brachte Orang-Utan ROSA ein Jungtier zur Welt. Zum Stichtag der Inventur am 31. Dezember waren die Säugetiere im Zoo mit 1.120 Individuen in 88 Arten vertreten. Als neue Arten kamen 2018 Binturong und Mausopossum hinzu. […] ZOOKUNFT 2030+: Der Zoo macht sich fit für die Zukunft – Im Herbst 2018 hat der Zoo die Arbeit an der Konzeptstudie „ZOOKUNFT 2030+ – Entwicklungsplan für den Zoo der Stadt Frankfurt am Main – aufgenommen. Gemeinsam mit dem Planungsbüro The Logical Zoo – Zoo and Aquarium Design & Consultancy – und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) entwickelt das Team um Dr. Casares eine Vision für die Neugestaltung des Zoos in den nächsten 15 Jahren. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr vorgelegt werden. Die Konzeptstudie dient dann als Basis für einen Masterplan, in dem Entwürfe, zeitliche Abläufe und Kosten konkretisiert werden. „Die Besucherzahlen zeigen es: Unser Zoo ist sehr beliebt! Wir müssen die Chance nutzen, die Menschen im Herzen der Stadt in zeitgemäßer Art und Weise für den Natur- und Artenschutz zu begeistern. Der Zoo braucht Zukunft und mit dem Masterplan wird der Grundstein für eine notwendige Neugestaltung dieser beliebten Kultureinrichtung gelegt“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. […]

Zoo Salzburg 16.01.2019
Aller guten Dinge sind drei: Gänsegeier Gypsi konnte heute wieder in die Lüfte entlassen werden
Bisher war der rund 6 Jahre alte Gänsegeier Gypsi nicht vom Glück verfolgt: Im Sommer 2016 wurde er ausgehungert und verletzt in Thüringen nahe einer Windkraftanlage aufgefunden. Wahrscheinlich war der große Aasfresser mit Rotoren einer Windkraftanlage kollidiert. Rund ein Jahr lang verbrachte der Geier in einer Großvoliere. Seine erste Auswilderung übernahm die Geierschutzinitiative „Gesi“, die ihn bis zum heutigen Tag begleitet. Im August 2017 wurde er besendert und im Baden-Württembergischen Donautal in die Lüfte entlassen. Der solarbetriebene Sender ermöglichte es, seine Flugbewegungen genau zu verfolgen. Anfänglich zog es den Geier in Richtung Schweiz. Dort schloss er sich einer Geierpopulation an, die sich im Sommer in den Westalpen aufhält. Mitte September 2017 änderte Gypsi seine Flugroute. Es zog ihn wieder in Richtung Norden. Vorerst landete er in Baden-Württemberg. Einen Monat später ließ sich Gypsi von heftigen Herbststürmen rund 300 Kilometer nach Osten tragen. Aus unerklärlichen Gründen wurde er einige Zeit später entkräftet und mit nassem Gefieder von Mitarbeitern des Zoo Schmiding im oberösterreichischen Krenglbach eingefangen und versorgt. Wenig später wurde er in den Zoo Salzburg gebracht. Nach einer kurzen Erholungszeit in einer Voliere wurde er zu den Salzburger Stammgeiern zum zweiten Mal in den Freiflug entlassen. Einige Zeit zog er mit den anderen seine Kreise über Salzburg. Im November machte er sich dann auf den Weg Richtung Süden. Anfang Dezember wurde Gypsi in Slowenien in geschwächtem Zustand aufgefunden. Nach wenigen Tagen in einer Pflegestation wurde er in die niederösterreichische Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) gebracht. Der Verdacht einer Bleivergiftung hatte sich nach der Untersuchung an Veterinärmedizinischen Universität Wien leider bestätigt. Durch angeschossene, tote Tiere, die von Jägern nicht gefunden werden, kommt Blei in die Nahrungskette und gelangt so in die Körper von Aasfresser. Ein Jahr lang in Pflege – Ein ganzes Jahr verbrachte Gypsi nun in einer Großvoliere in der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee von Hans Frey, dem international renommierten Eulen- und Greifvogelexperten. Um das Blei aus seinem Körper zu bekommen, wurde er einer Chelat-Therapie unterzogen. Das ist eine spezielle Therapie, die das Schwermetall aus dem Körper herausschwemmt, bevor es sich in den Knochen ablagern kann. „Gypsi ist nun soweit wieder gesund und fit, dass er heute erneut in die Lüfte entlassen werden konnte“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. Seine Flugbewegungen können mittels eines etwa 50 Gramm leichten Senders des Max-Planck-Instituts für Ornithologie genau verfolgt werden. Grebner weiter: „Wir alle hoffen, dass die mittlerweile dritte Freilassung von Gypsi erfolgreich ist. Wie uns seine bisherige Geschichte zeigt, ist das Überleben von Aasfressern leider nicht gesichert. Sollte ihm nochmals etwas zustoßen, können wir ihm – Dank des Senders – rasch zur Seite stehen“.

Zoo Landau in der Pfalz 16.01.2019
Kinderferienbetreuung im Zoo Landau in den Winterferien und an Fasching 2019
Das beliebte erweiterte Betreuungsangebot der Zooschule Landau geht in die „zweite Runde“! Ab sofort können Eltern ihre schulpflichtigen Kin­der zwischen 6 und 12 Jahren bereits ab 7:30 Uhr in die Zooschule bringen und um 13:00 Uhr, 14:00 Uhr oder um 16:00 Uhr abholen. Bleiben die Kinder länger als 13:00 Uhr im Zoo, erhalten sie ein warmes Mittagessen. Dieses wird ge­mütlich mit der Gruppe im Zoorestaurant eingenommen. An jedem Tag steht ein anderes spannendes Thema auf dem Programm! Ti­ger, Pinguine, Erdmännchen und andere Zoobewohner werden beobachtet, an­dere kann man teilweise auch hautnah erleben. Dabei erfahren die Kinder in der Zoo­schule nicht nur Interessantes über die großen und kleinen Zoobewohner, son­dern auch, was sie selbst zum Schutz der Tiere und der Natur beitragen können. Exklusiv ist es möglich, mal einen Blick hinter die Kulissen des Zoos zu werfen! Zum Pro­gramm gehören außerdem Aktivitäten wie Mikroskopieren, Modellieren mit Ton, Spielen und Basteln.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 16.01.2019
Neuzugang aus Edinburgh – Weibliche Gesellschaft für Schabrackentapir Penang
Mit großen Augen beäugt Schabrackentapir Maya ihr neues Zuhause in der Wilhelma in Stuttgart. Ende der vergangenen Woche traf das junge Weibchen aus Schottland im Zoologisch-Botanischen Garten ein: Nun ist es auch für die Besucher im Tapirhaus zu sehen. Dort reckt Maya nun immer wieder prüfend ihre lange bewegliche Nase in die Luft, während sie an Salatblättern und Ästen knabbert. Mit ihrem aufmerksamen Ohrenspiel lauscht sie den Schritten der Tierpfleger und den leisen Rufen ihres künftigen Partners Penang. Mit ihm soll Maya bei der bedrohten Art für Nachwuchs sorgen. Doch bevor die beiden sich näher kennenlernen dürfen, soll die Tapirdame erst einmal zur Ruhe kommen und sich an den Tagesablauf in ihrer neuen Heimat gewöhnen. Ihre Reise aus Edinburgh scheint sie erst einmal gut überstanden zu haben. „Sie macht insgesamt einen sehr fröhlichen Eindruck“, erklärt Tierpfleger Nico Sauer. „Am Wochenende war sie natürlich etwas aufgeregt. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie erst ein paar Tage da ist, ist sie wirklich recht ruhig.“ Bereits kurz nachdem Maya ihre Transportkiste verlassen hatte, unternahm sie sogar schon ihren ersten Ausflug in das Badebecken des Tapirhauses. „Maya lag bisher jeden Tag im Wasser“, berichtet Sauer erfreut. „Schließlich bekommt sie hier auch täglich zwei warme, frisch befüllte Becken von uns.“ Solche Tauchgänge sind bei dieser Tierart nicht ungewöhnlich, denn die in Südostasien beheimateten Schabrackentapire genießen die Abkühlung und sind ausgezeichnete Schwimmer. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Myanmar, Thailand, Malaysia und auf Sumatra, wo sie die tropischen Regenwälder des Flachlandes bewohnen. Ihre charakteristische Fellzeichnung lässt die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere optisch mit ihrer Umgebung verschmelzen und dient ihnen als Tarnung. Doch mit der Abholzung der Regenwälder für Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung schrumpft auch das Habitat der Schabrackentapire zusehends. Daher gelten sie in ihrer asiatischen Heimat inzwischen als gefährdet. Die Zucht in den Zoos bildet aus diesem Grund einen wichtigen Baustein zum Fortbestand der Schabrackentapire. In Europa werden derzeit nur etwa 50 dieser Tiere gehalten. Mit dem Einzug von Maya wird sich auch die Wilhelma am Europäischen Erhaltungsprogramm beteiligen. Die ersten vorsichtigen Annäherungen zwischen der Tapirkuh und ihrem Nachbarn Penang verliefen jedenfalls vielversprechend. „Wenn wir morgens saubermachen, können sich die zwei durch ein Sichtgitter beobachten und beschnuppern“, erzählt Nico Sauer. „Das sieht von beiden Seiten erst einmal sehr entspannt aus.“ Die gegenseitige Sympathie lässt hoffen, dass Penang und Maya auch in Zukunft ein harmonisches Zuchtpaar bilden werden. Mit 16 Monaten ist das neue Weibchen noch sehr jung. Geschlechtsreif werden Tapire erst mit rund drei Jahren, sodass die beiden nun ausreichend Zeit haben, um sich miteinander vertraut zu machen.

Zooschule Heidelberg 15.01.2019
Der Verein MARWIN e.V. ermöglicht optimierte Neuauflage des gefragten Projekts „Erlebnis Zoo“ für Förder- und Brennpunktschulen
Der Verein MARWIN unterstützt durch eine großzügige Förderung von 15.000 Euro erneut das bereits 2016 ins Leben gerufene Projekt „Erlebnis Zoo“ der Zooschule Heidelberg. Es ermöglicht Klassen aus Förderschulen und sog. Brennpunktschulen, den außerschulischen Lernort Zoo kennenzulernen. In den vergangenen beiden Jahren hat die Zooschule über 100 Schulklassen im Rahmen des Projektes empfangen. Basierend darauf wurde das Projekt nun von Fachkräften überarbeitet und auf die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen abgestimmt. Sowohl die Kosten für den Zooeintritt als auch die Gebühr für die Zooschule werden von MARWIN e.V. übernommen. Erfahrungsgemäß ist es Schulklassen aus Förder- und Brennpunktschulen ohne externe Bezu-schussung aus finanziellen Gründen meist nicht möglich, den Zoo zu besuchen. Es gibt sogar zahlreiche Schüler, die noch nie im Zoo waren. Die Zooschule Heidelberg startet daher im Jahr 2019 mit einer Wiederauflage vom Projekt „Erlebnis Zoo“, das durch die finanzielle Unterstützung in Höhe von 15.000 Euro durch MARWIN e.V. gefördert wird. Der Verein MARWIN hat es sich u. a. zur Aufgabe gemacht, ganz besonders Jugendliche durch Projekte und Workshops für den Erhalt der Artenvielfalt der Tiere sowie den Tierschutz zu sensibilisieren. Das Projekt „Erlebnis Zoo“ soll erneut zahlreichen Schulklassen aus der Metropolregion Rhein-Neckar die Gelegenheit bieten, den Zoo zu besuchen und exotische Tiere live zu sehen, zu riechen und zu hören und somit aus dem Zoobesuch ein Erlebnis zu machen. Insbesondere Schülern aus Großstädten fehlt häufig der Bezug zur belebten Natur. Der Zoobesuch kann diesen Mangel an Erfahrungen mit Natur und Tieren ausgleichen. Durch die kompetente pädagogische Betreuung durch die Zooschule werden die Schüler für die Tierwelt und ihre Bedürfnisse sensibilisiert. Hierbei steht das handlungs- und erlebnisorientierte Lernen im Vordergrund, das nicht im geschlossenen Klassenraum, sondern vor den Gehegen der Tiere stattfindet. Gleichzeitig werden mit diesem Projekt die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien verbessert und es wird ihnen die Teilhabe an Bildung ermöglicht. Interessierte Lehrkräfte können sich ab sofort um einen Termin bewerben. Weitere Informationen zum Projekt sowie den Bewerbungsbogen finden Sie unter: www.zooschule-heidelberg.de/erlebnis-zoo Über MARWIN e.V. Der Verein führt den Namen „Förderverein Tierhilfe MARWIN e. V.“ und wurde 2004 von Frau Margot Pfeil als gemeinnütziger Verein gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung des Tierschutzes durch finanzielle und ideelle Unterstützung von Tierheimen und Tierschutz-organisationen. Um den Gedanken des Tierschutzes verstärkt im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, unterstützt MARWIN e. V. Projekte und Workshops mit Jugendlichen, die auch der Sensibilisierung für den Tierschutz und damit seiner Förderung dienen.

Thüringer Zoopark Erfurt 15.01.2019
Namenstaufe des Nashornbabys
Das kleine Breitmaulnashorn im Thüringer Zoopark Erfurt hat seinen Namen erhalten. Der kleine „Wirbelwind“ heißt ab sofort Kiano. Am Dienstagnachmittag gaben Oberbürgermeister Andreas Bausewein, Zoodirektorin Dr. Dr. Sabine Merz und Zooinspektorin Saskia Fiebig den Namen bekannt. Kiano stammt aus dem Kenianischen und bedeutet übersetzt Wirbelwind. Ein perfekter Name für das Nashörnchen, das sehr temperamentvoll ist und ein lebhaftes und quirliges Wesen hat. Der kleine Nashornbulle wurde am 29. Dezember 2018 geboren und ist bereits das siebte Jungtier, das im Nashornhaus des Thüringer Zoopark Erfurt das Licht der Welt erblickt hat. Er ist das erste Kind von Nashornkuh Marcita, die seit 2016 in Erfurt lebt. Das Nashornhaus ist täglich zwischen 10 Uhr und 15:30 Uhr für alle Gäste des Thüringer Zoopark Erfurt geöffnet.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 15.01.2019
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: 2018 war ein erfolgreiches Jahr
Mehrfach ausgezeichnet, Eisbärnachwuchs und erhöhte Besucherzahlen: Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Das Konzept der naturnahen Gestaltung und der „Weltreise an einem Tag“ in die Erlebniswelten Alaska, Afrika und Asien kommt bei den Besuchern nach wie vor sehr gut an, so dass die ZOOM Erlebniswelt auch überregional ein Publikumsmagnet bleibt“, sagt Dr. Hendrik Berendson, Leiter der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. Der sehr heiße Sommer sorgte im Vergleich zu 2017 dafür, dass die Besucherzahlen während dieser Zeit zurückgingen. Dennoch konnte die ZOOM Erlebniswelt insgesamt einen Besucheranstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Ein wichtiges Highlight in der ZOOM Erlebniswelt war und ist das Eisbärjungtier Nanook. Im Frühjahr 2018 zeigte sich das Eisbärbaby gemeinsam mit seiner Mutter Lara erstmalig auf der Außenanlage und ist zum Publikumsliebling geworden. Nanook hat sich in der gesamten Zeit prächtig entwickelt, ist sehr neugierig und verspielt. Auch in 2019 bleibt es etwas Besonderes, einen jungen Eisbären beim Aufwachsen zu beobachten. Ganz bestimmt wird Nanook auch in diesem Jahr weiterhin viele Besucher der ZOOM Erlebniswelt in ihren Bann ziehen. Gleich drei Auszeichnungen hat die ZOOM Erlebniswelt in 2018 erhalten. Im Sommer wurde sie von rund 50 000 Familien zum familienfreundlichsten Zoo Deutschlands gewählt. Dieses Ergebnis ermittelte das unabhängige Analyse- und Beratungsunternehmen „ServiceValue“ in Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt im Rahmen einer Online-Befragung. Im Herbst folgte die zweite Auszeichnung: Der „Excellence Award for Polar Bear Breeding 2017“. Mit dieser international beachteten Auszeichnung würdigt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm „EEP“ Zoos, die ein Eisbärjungtier aufziehen. Zusätzlich gewann die ZOOM Erlebniswelt auch noch den „Parkscout Publikums Award 2018“ als bester Zoo Deutschlands. Die Auszeichnung der Internetplattform „parkscout.de“ gilt als eine der wichtigsten für die deutsche Freizeitparkbranche. Zu den Meilensteinen im vergangenen Jahr gehört auch die fünfzehnteilige WDR Dokumentation „Wilder wilder Westen“, die in der ZOOM Erlebniswelt im Sommer gedreht wurde. Ausgestrahlt wurden die Zoogeschichten über Mensch und Tier im WDR Fernsehen. Die Zuschauer bekommen dabei intensive Einblicke in die Arbeit der Tierpfleger, in ihre emotionalen Beziehungen zu den Tieren und in den abwechslungsreichen Alltag, den die ZOOM Erlebniswelt mit sich bringt. In den sozialen Medien wurden die Fernsehfolgen bereits sehr positiv bewertet und als Kultserie gefeiert.

Tierpark Hellabrunn München 15.01.2019
Hellabrunn in Eis und Schnee
Auch im Winter lohnt sich der Besuch im Münchner Tierpark. Denn auch bei Temperaturen im einstelligen Bereich gibt es viel zu sehen: Seien es die Tiere der Polarwelt, die in ihrem warmen Winterfell der Kälte trotzen oder Tiger, Löwen oder Bisons, die energisch durch den Schnee spazieren. Der Wintermantel sollte auf jeden Fall dabei sein, wenn man zu dieser Jahreszeit nach Hellabrunn kommt, schließlich können die Temperaturen in den Isarauen – zumindest gefühlt – noch ein paar Grad kälter als in der Innenstadt sein. Doch wer es am Auer Mühlbach entlang bis zur Polarwelt geschafft hat, wird mit eindrucksvollen Bildern belohnt: Die beiden Eisbären-Damen Giovanna und Quintana werden fast eins mit der weißen Schneedecke, auf der sie ganz gemütlich liegen oder nehmen ein entspanntes Bad in ihrem knapp 10 Grad warmen Badebecken. Auch Schneehase, Polarfuchs und Schneeeule fügen sich perfekt in die Winterlandschaft ein. „Es fasziniert mich jeden Winter aufs Neue, wenn der Schnee Hellabrunn komplett in Weiß hüllt – für mich gibt es dann kaum einen schöneren Ort in München“, schwärmt Tierpark-Direktor Rasem. Schaut man bei Panzernashorn, Elefant oder Giraffe vorbei, so kann man auch diese Tierarten auf der Außenanlage antreffen und stellt fest: Tiere, deren natürlicher Lebensraum weit entfernt von Schnee und Eis liegt, finden ebenfalls Gefallen am winterlichen Treiben. Je nach Witterung dürfen die Hellabrunner Panzernashörner, Giraffen und Elefanten im Winter stundenweise an die frische Luft. Die Sibirischen Tiger hingegen bleiben solange draußen, wie sie möchten und sind manchmal an kalten Tagen sogar aktiver als im Hochsommer, wenn sie den ganzen Tag im Schatten dösen. „Wir müssen unsere Anlagen im Winter wie Sommer gut im Blick behalten – friert ein Wassergraben zu, so könnten die Tiere über das Eis die Anlage verlassen oder einbrechen“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban. „Um dem vorzubeugen, haben wir in vielen Anlagen, wie beispielsweise bei den Flinkwallabies, das Wasser bereits im Herbst abgelassen. In anderen Wassergräben, wie zum Beispiel bei den Tigern, sorgen besondere Vorrichtungen dafür, dass das Wasser stets in Bewegung bleibt und sich so keine geschlossene Eisschicht an der Oberfläche bilden kann“, so Rasem Baban weiter. Auch Schneemengen wie die der vergangenen Woche können Anlagen verändern. So mussten aufgrund der Schneehöhe die Erdmännchen vorübergehend in eine Anlage hinter die Kulissen ziehen. Es bestand das Risiko, dass sich die Tiere versehentlich unter den Schneemengen einbuddeln oder über die Schneehügel ihre Anlage verlassen könnten. Einige Tiere beobachten das winterliche Treiben lieber von drinnen und genießen die Wärme der Tierhäuser – schließlich wäre es für Wasserschweine, Kattas oder Orang-Utans aktuell auch viel zu kalt draußen. Wem es nach einigen Stunden an der frischen Luft ähnlich geht, dem sei die Orang-Utan-Halle als Platz zum Aufwärmen empfohlen: Der neugestaltete Besucherraum lässt einen fast ein bisschen von wärmeren Gefilden träumen.

Zoo Magdeburg 15.01.2019
Vortrag am 25. Januar 2019 im Zoo: „Kultur und Natur – Konkurrenz oder Symbiose?“
Die Zoo-Vortragsreihe 2019 startet am 25. Januar mit einem brisanten Thema zum Verhältnis von Kultur und Natur vor dem Hintergrund des fortschreitenden Artensterbens auf unserer Erde. Der Zoo Magdeburg konnte Jörg Adler, einen der renommiertesten Artenschützer und Zoodirektor i.R. (Zoo Münster), als Referenten für den Vortrag gewinnen. Jährlich verschwinden auf unserem Planeten tausende Arten – für immer. Dem Artensterben Einhalt zu gebieten, kostet neben der Bewusstseinsbildung leider auch Geld – viel Geld. Internationale und nationale Programme und Budgets sind dafür nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Also ist bürgerschaftliches Engagement gefragt. Und da konkurrieren die Bewahrung der Natur mit der Bewahrung der Kulturgüter, denn Ressourcen können nur einmal verteilt werden. Der Referent Jörg Adler versucht, einerseits diese Crux zu beleuchten, aber auch den untrennbaren Zusammenhang zwischen Natur und Kultur darzustellen. Ohne Natur keine Kultur, so die schlichte Erkenntnis. In atemberaubenden Bildern führt Jörg Adler die Bedrohung der Tierwelt von Nord- bis Südpol den interessierten vor Augen, aber er zeigt auch Möglichkeiten auf, was gerade Zoologische Gärten für die Zukunft der Artenvielfalt tun zu können. Nicht nur mit den erhobenem Zeigefinger, auch mit Augenzwinkern berichtet Jörg Adler über das Schweigen der Frösche, das Liebesleben der Pinguine oder ein Geierrestaurant in Kambodscha. Der Vortrag findet um 17 Uhr im Zooeingangsgebäude, Zooallee 1 (Zoowelle) statt und kann kostenfrei besucht werden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 15.01.2019
Indoor-Spaß für Kattas, Giraffen & Co.
Bälle-Spaß, Becher-Spiel und Rohr-Challenge: Die Tierpfleger im Tiergarten Schönbrunn lassen sich allerhand einfallen, um ihre Schützlinge an kalten Wintertagen indoor zu beschäftigen. Obwohl der Großteil der Tiere auch jetzt ins Freie geht, gibt es an frostigen Tagen ein paar „Stubenhocker“. Dazu zählen die Giraffen. Wenn der Boden eisig ist, bleiben Fleur und Sofie im großen Wintergarten. Dort erwartet sie nun eine neue Beschäftigung. „Giraffen haben eine rund 50 Zentimeter lange Zunge, mit der sie Blätter abreißen. Die Pfleger haben ihnen einen Behälter gebastelt, der mit Bällen gefüllt ist. Durch Löcher müssen sie mit ihrer Zunge das Futter zwischen den Bällen herausfischen. Das ist eine nette Abwechslung für die Tiere und gleichzeitig ein Spaß für die Besucher zum Zusehen“, so Zoologin Simone Haderthauer. Verspielt geht es auch bei den beiden Flachlandtapiren zu. Die in Südamerika heimischen Tiere schätzen im Winter ihre Innenanlage mit Fußbodenheizung und warmem Badebecken. Tierpflegerin Denise Diederich und ihre Kollegen haben sich eine spezielle Herausforderung für Tibor und Deszö einfallen lassen. „Wir hängen Rohre auf, in die wir Obst und Gemüse füllen. Die Tapire müssen an einem Seil ziehen, damit das Futter herauspurzelt. Obendrauf gibt es eine Extraportion Streicheleinheiten“, verrät Diederich. Bei den Kattas erregt eine bunte Schachtel gefüllt mit Holzwolle Aufmerksamkeit. Neugierig versuchen sie, die darin versteckten Insekten zu finden. Auch Becher mit Haferflocken sind eine Herausforderung für diese Lemuren. So mancher trägt kurzzeitig einen „Helm“ auf dem Kopf.

Zoo Osnabrück 14.01.2019
8.500 Euro dank Teilnehmerrekord beim 6. Zoo-Lauf – Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockt Reinerlös zugunsten von Kinderprojekten auf
Insgesamt 8.500 Euro fließen dank des 6. Zoo-Laufs im September 2018 je zur Hälfte in die Kinderprojekte von „Sportler 4 a childrens world“ und das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“. So viele Läufer wie noch nie schnürten bei dem Charity-Lauf ihre Laufschuhe zugunsten von Kindern. In dem Betrag enthalten: Eine zusätzliche Aufstockung durch die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die den Zoo-Lauf damit in den letzten Jahren mit über 22.000 Euro unterstützte und mit weiteren 10.000 Euro Umweltbildungsprojekte im Zoo fördern will. In seinem sechsten Jahr feierte der mittlerweile zur Tradition gewordene „Zoo-Lauf“ im Zoo Osnabrück einen Teilnehmerrekord: „Wir bedanken uns bei den insgesamt 610 kleinen und großen Läufern für ihr sportliches Engagement. Durch ihren Ehrgeiz und die großzügige Aufstockung des Reinerlöses von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte fließen nun 8.500 Euro in Kinderprojekte“, freute sich Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der symbolischen Scheckübergabe am heutigen Montag. Bislang lag der Teilnehmerrekord bei 560 Läufern im Jahr 2014. Der Reinerlös geht zu gleichen Teilen an die Organisatoren des Charity-Laufes: den Verein „Sportler 4 a childrens world“ (s4acw), der sich für notleidende Kinder einsetzt, sowie den Zoo Osnabrück, der seinen Teil für das Sprachförderprojekt für Grundschüler „Deutsch lernen im Zoo“ nutzt. Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockt Reinerlös auf – Seit dem Start des Laufes 2013 unterstützte die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte den Zoo-Lauf nun bereits mit über 22.000 Euro. Dieses Jahr stockte sie den Reinerlös von 5.144 Euro durch die Anmeldegebühr der Läufer um weitere 3.356 Euro auf die finale Summe von 8.500 Euro auf. „Wir als Stiftung möchten Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen dadurch einen guten Start ins Leben ermöglichen. Die Projekte von ‚s4acw‘ und dem Zoo Osnabrück tun eben dies“, begründet Walter Roppes, Vorstandsmitglied der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte die Zusammenarbeit. Das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ hat die Stiftung selbst mit ins Leben gerufen: Die Kinder erleben im Zoo eine besondere und kostenfreie Führung, bei der sie viele neue Wörter wie „Pfote“ oder „Rüssel“ lernen. Die Tiere motivieren sie zum Sprechen und das Erlebte wird anschließend im Unterricht als Referat, Bildercollage oder Aufsatz nachbereitet. Auf internationaler Ebene hilft der Verein „s4acw“: „Wir freuen uns sehr, dass erneut so viel Geld zusammen gekommen ist, mit dem wir Kindern helfen können. Es ist mir persönlich ein großes Anliegen Kinder weltweit zu schützen und zu fördern“, bedankt sich John McGurk, 1. Vorsitzender von „s4acw“. Der Verein feierte 2018 seinen 10. Geburtstag. Neben dem Zoo-Lauf engagiert sich die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte mit weiteren 10.000 Euro im Bereich Umweltbildung im Zoo Osnabrück: „Der Zoo ist ein toller Ort um Kinder zum Lernen anzuregen und ihnen Themen wie Natur und Umwelt näher zu bringen“, begründet Walter Roppes die Spende. Welche Projekte konkret unterstützt werden, besprechen die Stiftung und der Zoo noch. Neben der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte geht ein zusätzlicher Dank für die Unterstützung beim 6. Zoo-Lauf an die Firma TSO-DATA, die einen Großteil der Veranstaltungskosten übernahm und somit den Reinerlös des Laufes erhöhte. Mit Sachmittelspenden wie Getränken, Obst und ähnlichem halfen außerdem: die AOK Gesundheitskasse, Alfred Mader, Manss Frische Service, Sodexo, HK Medien, TuS Nahne, laufen-os.de und Vivaris Getränke. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Kinderprojekte erneut über Unterstützung freuen: Voraussichtlich im Mai findet der 7. Zoo-Lauf vorbei an Löwen, Elefanten und Co. im Zoo Osnabrück statt. „Wir sind gespannt, ob wir die stolzen 610 Teilnehmer vom letzten Mal toppen können und freuen uns über jede engagierte Läuferin und jeden engagierten Läufer“, betont Sliwka. Laufen um und durch den Zoo – Beim Zoo-Lauf können kleine und große Lauf-Fans antreten: Für die ganz Kleinen geht es beim „Bambini-Lauf“ durch die afrikanische Tierwelt „Takamanda“. Hobby-Läufer laufen beim 3,3 Kilometer „Fun-Lauf“ oder der 6,6 Kilometer Nordic-Walking Strecke durch den Zoo. Beim 10-Kilometer-Lauf mit Zeitmessung messen sich die schnellsten Läuferinnen und Läufer.

Tierpark + Fossilium Bochum 14.01.2019
2018: Ein neues Rekordjahr für den Tierpark + Fossilium Bochum
Der Tierpark + Fossilium Bochum beginnt das neue Jahr mit positiven Nachrichten, denn in den vergangen zwölf Monaten konnte ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden! Mehr als 332.000 Besucher*innen kamen 2018 in den Bochumer Zoo, um in die Welt der Tiere einzutauchen – fast 100.000 Menschen mehr als noch vor fünf Jahren. Bisher galt das Vorjahr 2017 als Jahr der Superlative mit Spitzenergebnissen in allen Bereichen. Diese konnten 2018 nun erneut getoppt werden! Bereits im Sommer zeichnete sich eine positive Besucherentwicklung ab. Selbst heiße Sommertage konnten Tierparkliebhaber nicht davon abhalten, ihren Zoo zu besuchen. Auch die Else-Baltz-Zooschule freut sich über eine erneute Besuchersteigerung im vergangenen Jubiläumsjahr. Über 22.000 Kinder und Erwachsene nahmen an einem Umweltbildungsangebot der Zooschule teil. Dabei betreute die Bildungseinrichtung des Tierparks nicht nur Schulklassen, Kitas und andere Besuchergruppen aus Bochum. Mittlerweile machen die Besucher*innen aus den umliegenden Städten mehr 55% der Gesamtzahlen aus. Zoodirektor Ralf Slabik blickt mehr als zufrieden auf die Bilanz zurück: „Wir sind sehr stolz auf den erneuten Zuwachs, wissen jedoch, dass es neben Quantität vor allem Qualität ist, die einen guten Zoo ausmacht. Aus diesem Grund sind wir immer in Entwicklung!“ In der Vergangenheit wurden kontinuierlich bauliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks unternommen. Als Paradebeispiele seien hier die Schaufutterküche und der Zoologische Bewegungsspielplatz zu nennen, auch die Tieranlagen werden stetig saniert und modernisiert. Im letzten Jahr zählte dazu z.B. der gesamte Haustierbereich, inklusive Streichelzoo. Außerdem wurde mit dem Umbau der neuen Australienvoliere begonnen, die in naher Zukunft von farbenprächtigen Gebirgsloris und anderen australischen Vogelarten bezogen wird. „Besonders gespannt blicken wir in 2019 auf ein großes Bauprojekt, mit dem wir einen völlig neuen Lebensraum mit neuen Tierarten schaffen werden. Ein Teilbereich dieser Anlage wird zudem einer interaktiven Ausstellung gewidmet, mit der wir den hohen Stellenwert unserer Bildungsarbeit erneut in den Fokus rücken möchten“, verrät Ralf Slabik über die Pläne der nächsten Monate. „Als Tierpark sehen wir uns auch als Umweltbildungszentrum und arbeiten nach dem Motto ‚entdecken, lernen, schützen‘.“ Mit Beginn des Jahres wurde außerdem die alljährliche Inventur abgeschlossen. Das Ergebnis: Auf einer Fläche von 20.000 m² zeigt der Tierpark + Fossilium Bochum eine Vielfalt aus 3.750 Tieren in 340 Arten! Zuletzt konnten im Rahmen der großen Zählung zwei Afrikanische Zwergziegen in die Bestandsliste aufgenommen werden, die Anfang der zweiten Januarwoche geboren wurden. Seit Weihnachten erblickten insgesamt acht Zicklein das Licht der Welt und sorgen seitdem für ordentlichen Wirbel im Streichelzoo. 2018 hat sich einiges im Tierbestand verändert. Im Haustierbereich können Besucher die beiden Kune Kune-Schweine Carne und Bocca sowie zwei neue Rasseziegen – eine Walisische Schwarzhalsziege und eine Thüringer Waldziege – entdecken. Im Aquarienhaus gab es ebenfalls Zuwachs! Zuletzt hieß das Team eine Gruppe von Fischen aus dem Zoo Leipzig willkommen, darunter drei Epaulettenhaie und einen Igelfisch. Eine Inventur in kleinerer Größenordnung findet jedoch eigentlich jeden Tag statt, erklärt Jens Stirnberg, Abteilungsleiter der Zoologie: „Zur morgendlichen Routine gehört ein Rundgang durch die Reviere, bei dem wir überprüfen, ob es allen Schützlingen gut geht oder ob über Nacht vielleicht ein Jungtier geboren wurde bzw. geschlüpft ist.“ Alle Veränderungen werden genauestens protokolliert. Die aktualisierten Bestandsübersichten werden an das für den Tierpark zuständige Veterinäramt und andere verantwortliche Behörden geschickt. Da der Tierpark außerdem an diversen zooübergreifenden Zuchtprogrammen für gefährdete Tierarten teilnimmt, übermittelt das Team die Daten auch an die Zuchtbuchkoordinatoren, die auf dieser Grundlage neue Zuchtpaare und –gruppen zusammenstellen oder die Wiederansiedlung eines Tieres in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in die Wege leiten.

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