Zoopresseschau

Tierpark Nordhorn 28.12.2018
Regionale Tradition lebt im Tierpark Nordhorn – Über 2300 Förderer, Freunde, Nachbarn und Besucher nutzen das trockene Wetter und genießen traditionelles „Schuhsohlenbacken“
Schuhsohlen – Wer isst Schuhsohlen!? Doch tatsächlich, in der deutsch-niederländischen Grenzregion der Grafschaft Bentheim ist der alte Brauch des „Schoosollenbacken“ – auf hochdeutsch „Schuhsohlen“ – auch heute noch lebendig! Schon seit Jahrhunderten werden an kalten Wintertagen und besonders zur Jahreswende in der Grafschaft Bentheim „Schoosollenbacken“ gebacken. Familie, Freunde und Nachbarn treffen sich, um mit uralten Waffeleisen am offenen Feuer die schmackhaften Waffeln zu backen und am besten sofort frisch und knackig zu genießen. Schon seit 1995 wird auch im Tierpark Nordhorn diese Tradition gelebt. Der Förderverein, sowie Freunde, Nachbarn und der Nordhorner Treckerclub kommen in den Nordhorner Familienzoo um am knisternden Feuer gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Der Erhalt und vor allem auch das Leben und Zeigen alter regionaler Bräuche ist dabei fest im Aufgabenportfolio des Nordhorner Familienzoo verankert. Neben den klassischen Zooaufgaben wie Erholung und Freizeit, Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung ist der Nordhorner Tierpark mit seinen jährlich fast halben Million Besuchern in besonderer Weise dem regionalen Kulturgut, seinem Brauchtum und seiner Geschichte verhaftet. Als Zoo steht hier natürlich die Zucht und Haltung alter, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen wie dem Bunten Bentheimer Landschwein oder dem Bentheimer Landschaf in der historischen Gebäudekulisse der regionaltypischen Gebäude des „Vechtehofes“ im Fokus. Aber neben der musealen Funktion soll hier im Tierpark Geschichte und Brauchtum der Region lebendig werden. ´ Das „Schuhsohlenbacken“ zwischen Weihnachten und Neujahr erfreut sich dabei immer größerer Beliebtheit. Und in diesem Jahr spielte auch das Wetter mit, denn es blieb bis in den Abend hinein trocken. Über 2300 Besucher fanden deshalb zum Jahresausklang in den Tierpark. Das diese Tradition schon sehr alt ist und sehr verbreitet war, kann man an den Waffeleisen ablesen. Diese alten schweren handgeschmiedeten „Kokeniesen“ sind oft seit Generationen in Familienbesitz und zeigen ein Stück der Familiengeschichte. Neben „Familienwappen“ wie Hof, Mühle oder anderen markanten Gebäuden sind sehr oft die Namen des Ehepaares und das Hochzeitsdatum zu finden. Denn früher wurden diese Eisen zur Hochzeit eines Paares hergestellt und an die neu gegründete Familie verschenkt. Natürlich finden sich auch Eisen mit Bibelsprüchen und frommen Zitaten. Neben einem eigenen Tierparkwaffeleise ist der Familienzoo in Nordhorn im Besitz mehrerer bis zu 200 Jahre alter Waffeleisen, die von der langen Tradition zeugen. Das Tierparkwaffeleisen zeigt den Bison als Wappentier und den Namen des Tierpark Gründer Heinrich Johannink sowie das Gründungsdatum. Die „Kokeniesen“ wurden in der Regel an die Kinder vererbt und von diesen weiter genutzt. So wurden die Erinnerungen an die eigenen Vorfahren und deren Traditionen wachgehalten.Durch die Technisierung und die Erfindung des elektrischen Waffeleisens wurde diese schöne Tradition nach dem Krieg so langsam verdrängt. Aber seit einigen Jahren besinnen sich viele Familien wieder auf diese alte Grafschafter Tradition und holen die alten Eisen vom Dachboden. Denn so manches „Kokeniesen“, dass nur noch zur Dekoration über dem Kamin hing wurde mittlerweile wieder in Funktion genommen. Umso schöner ist es deshalb, dass sich gemäß der alten Tradition Förderer, Freunde und Nachbarn des Tierpark Nordhorn treffen und gemeinsam in gemütlicher Runde das Jahr ausklingen lassen. Und dass sie dabei den Besuchern diese gesellige Tradition vorleben und diese daran teilhaben lassen, lässt hoffen, dass sich dieses alte Kulturgut auch in Zukunft von Generation zu Generation vererbt. Denn immerhin gehen jedes Jahr vor und nach dem Schuhsohlenbacken beim Tierpark Anfragen ein, wo solche Eisen denn heute noch angefertigt werden. Die Tradition geht in ihre nächste Generation. Auch überregional wächst das Interesse an diesen alten Traditionen. So berichtete in diesem Jahr der NDR in seiner Show „Hallo Niedersachsen“ live aus dem Nordhorner Tierpark

Tierpark Hagenbeck 28.12.2018
Tierischer Check-Up im Tropen-Aquarium
Gewicht, Größe, Zuchtreife und Gesundheitszustand waren die Parameter für den diesjährigen Check-Up-Termin im Tropen-Aquarium. Wichtige Daten, die das Team um Dr. Guido Westhoff regelmäßig sammelt, um die Entwicklung der Tiere zu kontrollieren. Neugierig wand sich die Dschungel-Teppichpython (Morelia spilota cheynei) aus ihrer Box, um sich vom Leiter des Tropen-Aquariums, Dr. Guido Westhoff, ausgiebig untersuchen zu lassen. Befinden sich Schuppenreste an Körper oder Schwanz? Ist die Zungenspitze verklebt? Diese Fragen konnten mit nein beantwortet werden und zeigten, dass das achtjährige Weibchen in einem optimalen Gesundheitszustand ist. Auch ihr Gewicht von 1855 Gramm macht deutlich, dass einer Zucht nichts im Wege steht, da diese Riesenschlangen ihre Zuchtreife ab 1500 Gramm erreichen. Somit bleibt abzuwarten, wann das Teppichpython-Pärchen im Tropen-Aquarium für Nachwuchs sorgen wird. Bei den tagaktiven Wüstenbewohnern, den Oman-Dornschwanzagamen (Uromastyx thomasi), traute ausschließlich das Männchen sich von Tierpfleger Florian Ploetz untersuchen zu lassen. Auch hier waren die Ergebnisse erfreulich. Vor rund drei Jahren zogen zwei Agamen in das Tropen-Aquarium ein. Ihre damalige Größe lag bei rund acht Zentimetern. Heute zeigte sich, dass das männliche Tier doppelt so groß ist und 16 Zentimeter misst, bei einem Gewicht von 75 Gramm. Auch wenn sich das Weibchen so gut versteckte und vor der Untersuchung drückte, geht Florian Ploetz von einer ähnlichen Entwicklung aus. „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und hoffen auch hier in Zukunft auf Nachwuchs dieser wärmeliebenden Tiere“. Für eine besondere Abwechslung sorgten fünf Wassermelonen, die Florian Ploetz den Nilkrokodilen (Crocodylus niloticus) als besonderes Beschäftigungsprogramm in den Krokodilsee warf. Chef Raja, Oberhaupt der vierköpfigen Gruppe, machte sich als erster an das fruchtige Objekt, biss zu und zog die Beute unter Wasser. Bei den drei Weibchen gab es schon mehr Gerangel. Zwar war Nilkrokodilweibchen Audrey zuerst an der Melone, Vicky schnappte ihr das Spielzeug aber vor der Schnauze weg und verschwand damit. „Wassermelonen eignen sich perfekt, um die Tiere mehrere Stunden zu beschäftigen. Sie schnappen, beißen und ziehen so lange an dem Obst, bis die Melone in winzige Stücke zerkleinert ist“, weiß Florian Ploetz, der sich immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die intelligenten Tiere überlegt. Der Hierarchie-Check zeigte, dass bei den Panzerechsen zwar das Männchen das ranghöchste Tier ist, dass es bei den Weibchen aber immer wieder zu Auseinandersetzungen um die Rangfolge kommt. Zudem machte der Test deutlich, dass auch das rangniedrigste Weibchen Vicky Interesse an den Beschäftigungsangeboten hat.

Opel-Zoo 28.12.2018
Jede Menge Zicklein und Lämmer im Opel-Zoo Weihnachtliches – Grünfutter für Elefanten
An den Weihnachtsfeiertagen kamen im Opel-Zoo zahlreiche Ziegen und die ersten Lämmer bei den Rhönschafen im Streichelzoo zur Welt. Inzwischen wurde auch auf der großen Ziegenwiese am Haupteingang ein Zicklein geboren, dem noch viele weitere folgen werden. Es ist stets eine Freude, dem munteren Treiben und Toben dieser Jungtiere zuzusehen: Da geht es in rasantem Wettlauf über Stock und Stein, notfalls auch über die eigenen Artgenossen, da werden mutig Schaukämpfe ausgefochten, die Mütter umsprungen und das übermütige Spiel erst abgebrochen, wenn der Milchnachschub eingefordert und danach ein Päuschen eingelegt werden muss. Interessant ist es auch, die Elefanten dabei zu beobachten, was sie mit den Tannenbäumen, die ihnen die Pfleger in diesen Tagen ins Gehege geben, alles anstellen. Weihnachtsbäume, die vor den Feiertagen nicht verkauft werden konnten, finden nun bei Schafen, Ziegen, Hirschen und auch den Elefanten Verwendung als zunächst willkommene Abwechslung im Speiseplan. Geschickt schälen die Dickhäuter die Stämme mit Hilfe von Rüssel und Stoßzähnen; sie zupfen filigran die zartesten Tannennadel-Spitzen als seien es die größten Leckerbissen und letztlich dienen die Tannengerippe dann noch als Spielzeug, das man durch das Gehege werfen kann. So besonders gut scheinen sie aber nicht zu schmecken, denn nach einiger Zeit des „Baumfutters“ erlahmt das Interesse und fast glaubt zu erkennen, dass sich die Elefanten wieder nach neuer Abwechslung oder bereits nach dem saftigen Frühjahrs-Grün sehnen. Dier erste Öffentliche Führung im Jahr 2019 geht dann auch zu den Elefanten und darüber hinaus zu den Giraffen, da das Leben in den Tierhäusern des Opel-Zoo erläutert wird. Sie findet am 12. Januar um 15 Uhr statt und startet am Haupteingang. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis.

Zoo Landau 27.12.2018
Veranstaltungshinweis: Samstag, 19. Januar 2019 von 14.00 Uhr -17.00 Uhr in der Zooschule – NEU: Kreativ-Workshop für Kinder in der Zooschule: Wir basteln mit alten Kalendern
Wohin mit den alten Kalendern? Viel zu schade zum Wegwerfen! Mit Phantasie und Kreativität lassen sich damit tolle Sachen gestalten. Anregungen dazu liefert die Zooschule Landau. Für Kinder im Alter von 7-11 Jahren findet hier am Samstag, den 19. Januar 2019, ein Kreativ-Workshop statt. Von 14.00 bis 17.00 Uhr wird nicht nur mit Kalenderbildern gebastelt, sondern es können auch Tiere hautnah erlebt werden. Kosten Workshop: 8,50 Euro zuzüglich Zooeintritt. Bastelmaterial ist im Preis enthalten, ein alter Kalender sollte jedoch mitgebracht werden. Treffpunkt: Um 13.45 Uhr an der Zookasse. Eine telefonische Anmeldung ist dringend erforderlich und nehmen wir sofort entgegen: Zooverwaltung: 06341 / 13 70 10 und 13 70 11 oder unter zoo@landau.de Mehr Info zum Zoo Landau unter www.zoo-landau.de sowie www.zooschule- landau.de

Zoo Frankfurt 27.12.2018
Vortrag im Zoo Der Große Ameisenbär – auch ohne Zähne sehr wehrhaft
Große Ameisenbären werden in zoologischen Gärten nur selten gehalten, 1951 erstmalig im Frankfurter Zoo. Erst Anfang der 1970er Jahre gelang die Zucht in Frankfurt, die Jungtiere überlebten aber nur kurze Zeit. 1995 gab der Zoo die Haltung der Tiere auf. Seit 2017 sind im Ukumari-Land des Frankfurter Zoos wieder Große Ameisenbären zu sehen. Ameisenbären-Expertin Dr. Nicole Schauerte promovierte 2005 über die „Reproduktion von Großen Ameisenbären in Menschenobhut“. In ihrem Vortrag werden diese „Spezialisten im Tierreich“ vorgestellt. Dabei erklärt sie nicht nur die anatomischen Besonderheiten der zahnlosen Tiere, sondern spricht anhand der im Zoo Frankfurt lebenden Tiere FALIN, INES und JUNIO über die anspruchsvolle Haltung und Zucht, die Kinderstube sowie das medizinische Training. Ebenso berichtet sie über die Situation der großen Ameisenbären im Freiland. Referent: Dr. Nicole Schauerte, Tierärztin Zoo Frankfurt Wann: Dienstag, 8. Januar 2019 Wo: Kleiner Saal, Zoogesellschaftshaus Beginn: 18 Uhr Eintritt: kostenfrei Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt.

Tierpark Berlin 27.12.2018
Kawumm, Peng & Knall – Für die Tiere in Zoo und Tierpark Berlin ist Silvester nicht das Highlight des Jahres
Alle Geschenke sind ausgepackt, die Festtage sind gut überstanden und schon steht für viele Berliner und zahlreiche Touristen das letzte Fest des Jahres an: Silvester. Giraffen, Elefanten und Co. fiebern diesem Tag jedoch nicht entgegen, denn sie sind regelrechte Partymuffel. Der Großteil der Tiere in Zoo und Tierpark verbringt die Silvesternacht gut geschützt in ihren vertrauten Stallungen und Innenanlagen. Wenn rund um den Zoo lautstark gefeiert wird, bleiben sie davon jedoch nicht ganz unbeeindruckt. Gerade die Knallkörper, die schon vor der erlaubten Uhrzeit gezündet werden, registrieren die Tiere durchaus. Antilopen und Giraffen zucken bei besonders lauten Böllern auch schon mal zusammen. Die Beobachtungen der letzten Jahre haben zwar gezeigt, dass die meisten Tiere die Nacht trotz allem relativ ruhig verbringen, die Belastung durch Lautstärke und Feinstaub ist jedoch außerordentlich hoch. Glücklicherweise wohnen einige Tierpfleger und Tierärzte direkt im Zoo, sodass sie jederzeit bei ihren Schützlingen vorbeischauen können. Der Tierpark ist mit seiner Größe von 160 ha deutlich weitläufiger als der Zoo. So leben viele der sensibleren Tiere wie Giraffen und Gazellen weit ab des Lichtenberger Trubels. Doch selbst hier sind die Knallkörper am hell erleuchteten Berliner Himmel deutlich zu hören. Das kleine Panzernashorn Karl sieht rein optisch zwar sehr robust aus, die wilde Knallerei wird er mit seinem feinen Gehör jedoch definitiv wahrnehmen. Daher wird er die letzte Nacht des Jahres dicht an der Seite seiner Mutter Betty verbringen. „Ich möchte an all die feiernden Menschen in der Stadt appellieren, auf sich und ihre Umwelt Acht zu geben. So können alle Bewohner dieser Stadt – ob Mensch, ob Tier – entspannt in das neue Jahr rutschen“, bittet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Die Diskussion über ein generelles Verbot von Knallkörpern ist indes bereits entbrannt, in einigen deutschen Städten sind in Bereichen der Innenstadt Feuerwerke und Böller ganz verboten. „Investieren Sie Ihr Geld lieber sinnvoller. Auch Ihr Haustier wird es Ihnen danken“, ergänzt Knieriem. Glücklicherweise ist es in Zoo und Tierpark Berlin bisher noch nie zu ernsthaften Zwischenfällen gekommen. Natürlich werden die Mitarbeiter von Zoo und Tierpark aber auch in der diesjährigen Silvesternacht wieder ganz besonders aufmerksam auf ihre Schützlinge achten.

Tierpark Hagenbeck 25.12.2018
Weihnachtsbaby mit Rüssel
Was für eine grandiose Weihnachtsüberraschung! Nach 648 Tagen Tragezeit brachte Elefantenkuh Lai Sinh am 24. Dezember ein gesundes Bullenkalb zur Welt. Nach einer mehrstündigen Wehenphase purzelte der kleine Rüsselträger genau um 2:40 Uhr auf die Welt. Mit 97 Zentimetern Körperhöhe und etwa 100 Kilogramm Gewicht ist er ein properes Elefantenkalb. Wie bei allen Elefantengeburten im Tierpark Hagenbeck waren auch diesmal die Herdenmitglieder dabei, um die Mutter zu unterstützen. Da diese Geburt bereits die vierte für die 28-jährige Lai Sinh war, bewältigte sie die – im Wortsinn – gewichtige Aufgabe souverän. Gemeinsam sorgten die Kühe dafür, dass der neugeborene Bulle schnell auf seinen kleinen Beinen stand und nahmen in schützend im Kreis auf. „Wir freuen uns sehr, dass alles so unkompliziert abgelaufen ist,“ so Tierarzt Dr. Michael Flügger nach der Geburt. Nachdem der acht Monate alte Halbbruder Raj seine anfängliche Scheu überwunden hatte, begann er bereits am 2. Tag mit dem noch namenlosen Kleinen zu spielen. Das neu geborene Elefantenkind ist während der Öffnungszeiten des Tierparks bereits in der Elefanten-Freilaufhalle zu sehen.

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