Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 04.03.2022
Winterwunder wird flügge Pinguine überraschen den Tierpark + Fossilium Bochum mit Nachwuchs zu ungewöhnlicher Zeit
Flauschig, grau und vor allem bei bester Gesundheit – so fanden die Zootierpfleger:innen das Humboldt-Pinguinküken im Tierpark + Fossilium Bochum Anfang des Jahres in einer der Bruthöhlen und staunten nicht schlecht. Denn eigentlich ist der Winter nicht ihre typische Brutzeit. Doch das hinderte die bedrohten Meeresvögel offensichtlich nicht daran, ein prächtiges Küken großzuziehen, das nun bereits fast flügge ist. „Nach jahrelanger Erfahrung haben wir uns auch bei diesem Jungtier wieder dazu entschlossen, die Elterntiere in Ruhe ihren Instinkten folgen zu lassen – und das mit Erfolg“, freut sich Jens Stirnberg, Abteilungsleiter der Zoologie. „Wir greifen bei der Aufzucht so wenig wie möglich ein – kein häufiges Wiegen, nur die wichtigsten Gesundheits-Checks. Das hat sich am besten bewährt.“ In dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Humboldt-Pinguine – der Pazifikküste Südamerikas – gibt es keine festen Brutzeiten. „Dennoch passen sich die meisten Tiere an die hiesigen Witterungsbedingungen an und warten oft bis es etwas milder wird“, ergänzt Stirnberg. Nicht so das Bochumer Brutpaar. Im Zoo können sich die Tiere natürlich ganzjährig auf reichlich verfügbare Nahrung verlassen. Wen stören da schon die kühleren Temperaturen, wenn man im pelzigen Dunenkleid schlüpft? Wie für Humboldt-Pinguine charakteristisch, haben Mutter- und Vatertier das Ei gemeinsam bebrütet. Die Jungvögel schlüpfen nach rund 38 Tagen. „Wir haben es mit einem typischen Einzelkind zu tun“, erklärt Nicolas Jung, stellvertretender Revierleiter, schmunzelnd. „Die Elterntiere haben ganze Arbeit geleistet, das Küken ordentlich verwöhnt und ein prächtiges Jungtier herangezogen – ganz so wie es sein sollte.“ Das Geschlecht kann erst in den kommenden Wochen bestimmt werden. Da sich das bei Vögeln oft nicht ohne Weiteres erkennen lässt, werden bald Federproben für eine genetische Geschlechtsbestimmung ins Labor geschickt. Noch hält sich der zwei Monate alte Pinguin in der geschützten Bruthöhle auf dem Landteil der Bochumer NORDSEEWELTEN auf, doch schon bald werden Tierparkbesucher:innen den Neuzugang bei den ersten Schwimmversuchen im Wasser beobachten können. Humboldt-Pinguine werden auf der Roten Liste der Gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet gelistet. Die Bestände nehmen rasch ab. Gründe hierfür sind vor allem der Abbau von Guano für die Pflanzendüngung sowie die Überfischung der Meere, infolgedessen die Vögel nicht ausreichend Nahrung finden. Auch El Niño[1]Erscheinungen bedrohen die Bestände. Daher sind koordinierte Nachzuchten in zoologischen Einrichtungen äußerst wichtig. Der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich mit der Zucht der Humboldt-Pinguine am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP und ist Mitglied des Vereins „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“. Der Verein setzt sich aktiv für den Schutz der schwarzweißen Frackträger ein. Wichtige Ziele hierbei sind zum Beispiel die Errichtung von Meeresschutzzonen, die Durchsetzung von Fangverboten mit nicht nachhaltigen Fischereimethoden und die Aufklärungsarbeit.

Tierpark und Tropen-Aquarium Hagenbeck 04.03.2022
Hagenbecks Schaufütterungen sind zurück – Saisoneröffnung im Tierpark startet mit verlängerten Öffnungszeiten
Spannende Tiergeschichten aus erster Hand – nach zwei Jahren Pause finden endlich wieder die beliebten Schaufütterungen im Tierpark Hagenbeck statt. Täglich und zu bestimmten Uhrzeiten berichten Hagenbecks Tierpfleger Wissenswertes zu ihren Schützlingen. Den Anfang machten heute die Pfleger der Asiatischen Elefanten, die ab dem 05. März täglich um 14 Uhr den beliebten Keeper-Talk durchführen. Wie sieht die Morgenroutine der Elefanten aus? Wie sind die Verwandtschaftsverhältnisse unter den Dickhäutern? „Durch die Schaufütterungen haben unsere Besucher endlich wieder den direkten Kontakt zu unseren Tierpflegern. Sie erfahren neben den Ernährungsgewohnheiten der Tiere auch viel über die Trainingsmöglichkeiten und das vielseitige Beschäftigungsprogramm“, erläutert Dr. Guido Westhoff, Zoologischer Direktor bei Hagenbeck. Ab dem 05. März hat der Tierpark wieder bis 18.00 Uhr geöffnet, durch die verlängerten Öffnungszeiten während der Hauptsaison. Damit bleibt ausreichend Zeit, sich den 19 Hektar großen Park und seine Bewohner genau anzuschauen. Als tierischen Neuzugang begrüßen wir ein Weibchen bei den Weißrüssel-Nasenbären. Bonita, die aus dem Tiergarten Schönbrunn kommt, ist die erste Vertreterin bei der Umstellung auf die neue Tierart. „Durch eine EU-Verordnung für invasive Tierarten ist es Hagenbeck nicht mehr möglich, Südamerikanische Nasenbären zu züchten. Daher müssen wir unsere Haltung mittelfristig auf Weißrüssel-Nasenbären umstellen“, weiß Dr. Michael Flügger, Zootierarzt bei Hagenbeck. Weißrüssel-Nasenbären sind an der Nase und im Schulterbereich deutlich heller und dadurch optisch gut von den anderen Nasenbären zu unterscheiden. Verschiedene Jungtiere in den unterschiedlichen Gehegen versüßen nicht nur den kleinsten Besuchern den Hagenbeck-Aufenthalt. Neben Pavianen, Vierlingen bei den frei laufenden Maras oder Zwergziegen entzücken auch vier Jungtiere bei den Ouessantschafen im Haustier-Revier. Die robuste Haustierrasse gilt als kleinste Schafrasse der Welt. Auch der Aufstieg zur Gretchen-Nische, eine Aussichtsplattform im Hauptfelsen am Japan-Teich, ist ab Samstag wieder möglich. Von hier aus haben alle Besucher einen fantastischen Blick über die weitläufige Parkanlage. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Hamburger bis heute die Treue gehalten haben. Mit der Hauptsaison und dem Start der Schaufütterungen kehrt Schritt für Schritt wieder Normalität in den Hagenbeck-Alltag ein“, freut sich Dr. Dirk Albrecht, Tierpark Geschäftsführer über die Neuerungen.

Zoo Hoyerswerda 04.03.2022
Zoo Hoyerswerda ruft zu Spenden für Ukrainische Zoos auf – Zoo-Team möchte ukrainischen Kolleg*innen und Zootiere unterstützen
Zoo Hoyerswerda startet eine Spendenaktion zur Unterstützung des Ukrainischen Zooverbandes UAZA (Ukrainischen Assoziation Zoos und Aquarien). Mit jedem Ticket können die Zoobesucher*innen freiwillig einen Artenschutz-Euro spenden, dessen Erlöse an den ukrainischen Verband weitergeleitet werden. „Wir sind geschockt und sprachlos über das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und möchten unseren ukrainischen Zookolleg*innen in dieser tragischen Situation unterstützen“, erläutert Tierpflegerin Katrin Visser. „Wir hoffen, mit den Erlösen wenigstens einen kleinen Beitrag leisten zu können“, ergänzt Tierpfleger Robert König. Das gesamte Zoo-Team ist mit seinen Gedanken bei den Zookolleg*innen und den Zootieren. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich damit an der Unterstützungsaktion der Deutschen Tierparkgesellschaft (DTG), welche im direkten Kontakt mit dem Präsidenten der Ukrainischen Assoziation Zoos und Aquarien (UAZA), Wladimir Nikolaijewitsch Topchiy, steht. Sowohl der Verband als solches, als auch einzelne Mitgliedzoos der DTG sammeln Finanzmittel, um die Versorgung der Zoos in der Ukraine zu unterstützen. Der Artenschutz-Euro im Zoo Hoyerswerda wurde mit Beginn des vergangenen Jahres eingeführt und kann freiwillig zu jedem Ticket dazu gebucht werden. Mit den bisherigen Erlösen unterstützt der Zoo die NABU Ortsgruppe Hoyerswerda und die WildCats Conversation Alliance, welche sich für bedrohte Raubkatzen in Asien einsetzt.

Wisentgehege Springe 04.03.2022
Anonymer Spender beschenkt auch Wisentgehege – Thomas Hennig und der Vorstand des Fördervereins sagen „danke“
Der anonyme Spender hat auch dem Wisentgehege Springe 6000 Euro zukommen lassen. Wisentgehegeleiter Thomas Hennig fand den Umschlag mit dem Geld in seinem privaten Briefkasten. Auch in diesem Umschlag fand sich ein ausgedruckter Zettel mit den Worten „Möge es Segen bringen!“ „Ich war völlig perplex als ich den Umschlag fand“, sagt er. Dann habe er sich gefreut. Hennig hat das Geld auf das Spendenkonto des Fördervereins Freunde des Wisentgeheges und der Jagdschau eingezahlt. Der beschloss in der Vorstands- und Beiratssitzung des Vereins, die unerwartete Geldspende für den Neubau der Vielfraßanlage zu verwenden, den der Verein voll finanziert. Der Wisentgehegeleiter und der Vorstand des Fördervereins bedanken sich herzlich bei dem anonymen Wohltäter. „Die jetzige Vielfraßanlage ist nicht mehr zeitgemäß“, betont Hennig. Die beiden Vielfraßdamen namens Stella und Puka sollen noch in diesem Jahr in das neue, große Gehege umziehen. Die ersten Vorarbeiten auf dem Areal sind bereits gelaufen.

Zoo Schwerin 04.03.2022
Öffentlicher Frühjahrsputz im Zoo Schwerin am 02. April 2022
Genug von Blättern, Astbruch und verschwemmten Wegen – der Zoo Schwerin leitet den Frühling ein und beseitigt die letzten Spuren von Herbst, Winter und den Stürmen der vergangenen Wochen. Damit den Besuchern pünktlich zu Ostern ein perfekter Start in die Zoosaison geboten wird, hofft der Zoo auf viele freiwillige Helfer! In diesem Jahr stehen der Parkplatz des Zoos sowie ein Bereich der Teichanlage, der von Schlamm befreit werden muss, auf der Agenda. Aber auch Zäune müssen in Stand gesetzt werden, Pflanzungen gepflegt werden uns vieles mehr. Natürlich bietet sich dabei auch die Gelegenheit sich mit dem Zoopersonal einmal persönlich auszutauschen und einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen. Die Aktion findet am Samstag, den 02. April 2022, ab 9 Uhr statt. Alle fleißigen Helfer erhalten an diesem Tag natürlich freien Eintritt in den Zoo (Voranmeldung erforderlich) und werden zu einem Mittagessen eingeladen. Das Mindestalter zur Teilnahme am Frühjahrsputz beträgt 16 Jahre. Wir bitten alle Helfer sich bis zum 28. März per E-Mail unter info@zoo[1]schwerin.de anzumelden. Treffpunkt am 02. April ist um 9 Uhr am Haupteingang. Hier werden alle Freiwilligenarbeitsgruppen für verschiedene Einsatzorte zugeteilt und in die jeweiligen Tätigkeiten eingewiesen. Auch die Mitglieder des Zoovereins helfen beim Frühjahrsputz fleißig mit. © Zoo Schwerin Frühjahrserwachen im Zoo Ablauf für den Tag des Frühjahrsputzes: • 09.00 Uhr Einlass (Treffpunkt Haupteingang) & Gruppierung • 09.15 Uhr Einweisung & Arbeitsaufnahme • 13.00 Uhr Feierabend und Mittagessen für alle Helfer

Zoo Frankfurt 03.03.2022
Was den Zoobesuch wertvoll macht – der Zoo zeigt eine Ausstellung zu den vom ihm geförderten Naturschutzprojekten und zieht Bilanz nach einem Jahr Naturschutz-Euro
Heimische Honigbienen, südamerikanische Pinguine, südostasiatische Orang-Utans – sie alle und viele mehr profitieren vom Naturschutz-Euro, der vor genau einem Jahr im Frankfurter Zoo eingeführt wurde. Wie genau das funktioniert und wo die Spendenmittel in konkreten Naturschutz umgewandelt werden, das erklärt der Zoo ab heute in einer kleinen Ausstellung in der neuen „Infobox Naturschutz“. Ein riesiger grüner Frosch ziert eine Seite des neuen Ausstellungspavillons am Großen Weiher. Manche kennen ihn bereits als Symbol auf dem Naturschutz-Euro, der freiwilligen Spende, die an der Zookasse zur Förderung von sechs Naturschutzprojekten gegeben werden kann. „Und genau um diese Projekte geht es in der neuen Infobox Naturschutz, die ab jetzt für Besucherinnen und Besucher geöffnet hat. Hier erfährt man auf ansprechend und spannend gemachte Art und Weise, wie Naturschutz funktioniert und wofür die Spendengelder genutzt werden. Eine gelungene kleine Ausstellung, die die wichtige Arbeit des Zoos und seiner Partner gut auf den Punkt bringt“, findet Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Positive Bilanz nach einem Jahr Naturschutz-Euro – Laut einer Forsa-Studie im Auftrag des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) aus dem Jahr 2020 halten über 90 Prozent der Zoobesucherinnen und Zoobesucher den Arten- und Naturschutz für die wichtigste Aufgabe der Zoos*. Sie erfüllen diese Aufgabe zum Beispiel über die Teilnahme an Erhaltungszuchtprogrammen (Ex-situ-Naturschutz). Immer häufiger führt der Weg aber auch über die Förderung von In-Situ-Projekten, also von Projekten in den Ursprungsländern der Tiere. Sofern die Zoos keine eigenen Projekte unterhalten, arbeiten sie hierbei mit renommierten Partnerorganisationen zusammen. So auch der Frankfurter Zoo. Eine wesentliche Säule dieser Zusammenarbeit ist die finanzielle Unterstützung der Partner und ihrer Projekte vor Ort. Der Naturschutz-Euro, der zum 1. März 2021 vom Zoo eingeführt wurde, leistet hierzu einen signifikanten Beitrag. „Die freiwillige Spende, die beim Kauf von Tages-, Jahres- und Gruppenkarten gegeben werden kann, geht zu einhundert Prozent an die Projekte, die der Zoo unterstützt. Trotz pandemiebedingt niedriger Besucherzahlen, konnten über den Naturschutz-Euro im letzten Jahr knapp 120.000 Euro eingenommen und an die Partner weitergegeben werden“, erklärt Hartwig. Und Zoodirektorin Dr. Christina Geiger führt weiter aus: „Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt erhielt insgesamt gut 96.000 Euro für ihre Schutzbemühungen im Manu-Nationalpark in Peru, auf Sumatra, im Hessischen Wispertaunus und der Serengeti in Tansania. Knapp 18.000 Euro konnten an Sphenisco – Verein zur Rettung des Humboldt-Pinguins ausgezahlt werden, und 6.000 Euro gingen an die Bienenbotschaft in der Wetterau.“ Obwohl der Zoobesuch im zweiten Jahr der Pandemie mit einigen Einschränkungen verbunden war, war die Akzeptanz für den kleinen freiwilligen Aufschlag auf den Zooeintritt von Anfang an sehr groß: Entsprechend dem Motto der Einführungskampagne „Mach deinen Zoobesuch wertvoller“ entschieden sich über 70 Prozent der erwachsenen Besucherinnen und Besucher für den Beitrag. „Dafür“, so Geiger, „bedanken wir uns sehr herzlich – auch mit Hilfe der neuen Ausstellung, denn alle Spenderinnen und Spender sollen sehen, wohin ihr Naturschutz-Euro geht.“ Ausstellung Zoo und Naturschutz im neuen Ausstellungspavillon – Die Ausstellung im neuen Pavillon ermöglicht es, bei einem Zoobesuch noch etwas tiefer in die Naturschutzbemühungen des Zoos und seiner Partner einzutauchen. An vier Stationen kommt man dem praktischen Naturschutz in den Ursprungsgebieten der Zootiere auf die Spur. Über interaktive Elemente und Videosequenzen werden die Bedrohung von Lebensräumen und der Mensch-Tier-Konflikt verdeutlicht. Aber es wird auch die Arbeit der Ranger sowie das Engagement der örtlichen Bevölkerung gezeigt, und es wird erklärt, was wir alle zum Schutz der Tiere und der Natur beitragen können. Für die Konzeption der Ausstellung zeichnet die Abteilung Bildung und Vermittlung des Zoos verantwortlich. „Die Herausforderung bei der Planung einer solchen Ausstellung ist es, Umweltzerstörung klar zu zeigen, aber damit nicht zu frustrieren, sondern zu motivieren, den Schutz unserer Natur, und damit auch unserer Lebensgrundlagen, aktiv anzugehen. Außerdem sollte sich eine Ausstellung im Zoo natürlich an alle Altersgruppen richten und Inhalte so interessant wie möglich präsentieren. Auch unsere Partnerorganisationen wie die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, Sphenisco und die Bienenbotschaft müssen sich in der Darstellung wiederfinden, denn schließlich ist es ihre Arbeit, die die Spender unterstützen möchten“, erklärt Martina Weiser, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung. Finanziert wurde der neue Ausstellungspavillon von der Stiftung Zoo Frankfurt, die dafür 23.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstattung konnte dank einer Zuweisung von Mitteln aus der Tourismusförderung der Stadt Frankfurt realisiert werden. Ein Naturschutzreferent bereichert das Zoo-Team – Auch wenn Natur- und Artenschutz stets Aufgaben des Zoos waren – ersichtlich wurde das für Besucherinnen und Besucher nicht immer. Zukünftig sollen diese wichtigen Themen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und im Zoo sichtbarer werden. Der Zoo hat daher zum Jahreswechsel eine neue Stelle besetzt: Der Biologe Marco Dinter betreut als Naturschutzreferent nicht nur die Naturschutz-Euro-Projekte, sondern wird die Naturschutzarbeit des Zoos insgesamt weiter ausbauen. Er wird die Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen fördern, Betriebsabläufe nachhaltiger gestalten und der Öffentlichkeit Naturschutzthemen näherbringen. Die aus Drittmittleln der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt finanzierte Stelle ist in der Wissenschaftlichen Abteilung des Zoos angesiedelt und bietet so die Möglichkeit für Kooperationen und Austausch mit diversen Zoofachverbänden. Die Inhalte der Naturschutzarbeit werden dann in enger Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Zoos in verschiede Formate umgesetzt. Bereits seit dem letzten Sommer moderiert Dinter den Podcast „Hinter dem Zoo geht’s weiter“, den der Zoo zusammen mit der Zoologischen Gesellschaft produziert. Außerdem betreut er die Naturschutzbotschafter. Diese Gruppe Ehrenamtlicher informiert die Besucherinnen und Besucher im Zoo über Naturschutzprojekte – darunter viele Projekte der ZGF. Noch mehr Naturschutz – Über die Naturschutz-Euro-Projekte hinaus, unterstützt der Zoo in Kooperation mit den Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) des europäischen Zooverbandes EAZA weitere Projekte weltweit. Hierbei helfen die Einnahmen aus den Spendenbrunnen im Exotarium und den Affenanlagen. 2021 konnten dank vieler Spenderinnen und Spender folgende Auszahlungen vorgenommen werden:
Bartgeier: Vulture Conservation Foundation, Zürich/CH, 1.500 Euro
Goldgelbes Löwenäffchen: The Lion Tamarin of Brazil Fund, Kopenhagen/DK, 1.500 Euro
Grevyzebra: Marwell Wildlife, Winchester/UK, 1.500 Euro
Komodowaran: The North of England Zoological Society, Chester/UK, 1.000 Euro
Goodfellow Baumkänguru: Tenkile Conservation Alliance, Lumi/PNG, 1.500 Euro

Zoo Krefeld 03.03.2022
Zoo Krefeld: Spitzmaulnashorn Nane ist tot – Trauriger Abschied von fünffacher Mutter
In der vergangenen Woche mussten sich die Mitarbeiter im Zoo Krefeld von der 31 Jahre alten Spitzmaul-Nashornkuh „Nane“ verabschieden, nachdem diese schwer erkrankt war. Für alle ist es ein trauriger Abschied von einem außergewöhnlichen Tier. Sie ist Mutter von fünf Jungtieren und Großmutter von sieben Enkeln. Zwei ihrer Enkel, Manny und Mandela, wurden im Jahr 2019 mit vier weiteren Nachzuchten aus europäischen Zoos nach Ruanda ausgewildert. Pflegerteam und Tierärztinnen mochten die vertrauensvolle, entspannte Nashornkuh und vermissen sie sehr. Zahlreiche Nachkommen von Nane und Usoni leben in den europäischen Zoos. Das Spitzmaulnashorn wurde zuletzt intensiv von den beiden Zootierärztinnen behandelt, die sich für Untersuchungen und Narkosen zusätzlich externe Unterstützung von Spezialisten in der Behandlung der sensiblen Dickhäuter holten. Zunächst sah es so aus, als erholte sich das Tier von der Erkrankung. Nach einer erneuten dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes entschied sich der Zoo schweren Herzens, die Nashornkuh einzuschläfern. Die folgende Sektion ergab eine schwere Darmerkrankung, die in dem bis zu 20 Meter langen Darm keinesfalls operabel gewesen wäre. Nane wurde 1991 im Zoo Berlin als viertes Jungtier ihrer Mutter geboren. Daher ihr Name, der „Die Vierte“ bedeutet. Sie zog 1994 in Krefeld ein und lebte zunächst mit dem Bullen Jakob hier. Dieser hatte jedoch wenig Erfolg bei ihr und wurde vom Zuchtbuch nach Frankreich umgesiedelt. Im Jahr 2003 zog dann Bulle Usoni in Krefeld ein. Die beiden harmonierten sofort. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Im Februar 2006 kam Davu als erstes Spitzmaulnashorn in NRW zur Welt. Diese Sensation bescherte dem Zoo einen immensen Besucherzulauf und markierte den Beginn der Erfolgsgeschichte in der Nashornzucht. Zügig folgten vier weitere Jungtiere: Thabo (2008), Kibibi (2010), Nabila (2013) und Najuma (2016). Najuma war das erste Jungtier, das in Krefeld unter freiem Himmel geboren wurde. Sie kam am frühen Morgen auf der gerade eröffneten neuen Außenanlage zur Welt. Nach dem Umzug von Najuma 2019 veränderte sich der Zyklus von Nane und sie duldete Bullen Usoni auch außerhalb ihrer Hitze in ihrer Nähe. So konnten die Besucher die beiden Spitzmaulnashörner, die normalerweise Einzelgänger sind, häufiger einträchtig nebeneinander dösen sehen. Nashörner, insbesondere Spitzmaulnashörner, sind stark bedroht. Im Schnitt wird alle 22 Stunden ein Nashorn gewildert. Ziel ist immer das Horn, das wegen seiner angeblichen Heilwirkung mit Gold aufgewogen wird. Die Tiere werden schwer verletzt oder tot zurückgelassen. Bei einer Auswilderung, wie von den Enkeln des Krefelder Paares, ist der Schutz der Tiere daher besonders wichtig. Ranger sorgen für Sicherheit, der Aufenthaltsort der Tiere wird mit Hilfe von Sendern überwacht. Der Zoo Krefeld unterstützt daher schon seit Jahren den Nashornschutz in Afrika durch Spenden an www.savetherhino.org. Auf der website gibt es umfassende Informationen über Bedrohungen und erfolgreiche Schutzprojekte für die liebenswerten Dickhäuter. Bulle Usoni soll in Krefeld nicht allzu lange alleine bleiben. Er ist erst 28 Jahre alt und kann bei einer Lebenserwartung von bis zu 45 Jahren noch für weiteren, wichtigen Nachwuchs sorgen. Das Zuchtbuch hält nun Ausschau nach einer würdigen Nachfolgerin. Nane aber wird dem Zooteam immer in wunderbarer Erinnerung bleiben.

Kölner Zoo 03.03.2022
Heute ist Weltartenschutztag: „Arche für den Artenschatz“ – Kölner Zoo weltweit für den Erhalt der natürlichen Biodiversität aktiv
Der Kölner Zoo engagiert sich auf vielen Feldern für den Erhalt der natürlichen Biodiversität. Machen statt mahnen – und positive Taten folgen lassen: So lautet das Motto. Nicht nur am heutigen Weltartenschutztag. Der Kölner Zoo hat dafür allein seit 2010 rund 2,2 Millionen Euro aus seinem Etat bereitgestellt. Dass dieses Geld gut angelegt ist, zeigen folgende Beispiele, die ausschnittartig für das breite Engagement hier in Köln stehen: Erstnachzucht und Rückführung bei einer der bedrohtesten Panzerechsen – Ligaya“, „Mutya“, „Mayumi“ und „Tala“, so heißen die die vor rund 8 Monaten im Aquarium des Kölner Zoos geschlüpften Jungtiere bei den hochseltenen Philippinenkrokodilen, eine der bedrohtesten Panzerechsenarten der Erde. Die vier sollen später einmal in eine durch den Kölner Zoo unterstützte Auswilderungsanlage auf den Philippinen rückgeführt werden. Vor gut einem Jahr hat das Team um Aquariumskurator Prof. Dr. Thomas Ziegler, dem auch die europaweit erstmalige Nachzucht bei dieser Art gelang, diese Form der Rückführung bereits erfolgreich vorexerziert. Damals wurden erstmals zwei Kölner Nachzuchten auf die Philippinen gebracht. Beide haben sich gut akklimatisiert und werden von den dortigen Spezialisten aktuell auf ihre Auswilderung vorbereitet. Ziel ist, mit ihnen eine kleine Population in einem Schutzgebiet im Süden der Philippinen aufzustocken.Wirkungsvoller Elefantenschutz in Sri Lanka – Seit vielen Jahren kooperiert der Kölner Zoo mit dem „Elephant Transit Home“ (ETH) in Udawalawe im Süden Sri Lankas. Die Auffang- und Wiederauswilderungsstation kümmert sich um junge Elefanten, die bei Konfliktsituationen, z.B. mit Wilderern, zu Schaden gekommen sind. In der Station werden die Tiere zunächst wieder aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Danach versucht man, sie in kleinen sozialen Gruppen wieder im angrenzenden Nationalpark auszusiedeln. Die Mitarbeiter der Station kümmern sich außerdem um Mensch-Tier-Konflikte in der Region. Sie siedeln zum Beispiel „Problemelefanten“ um oder verhandeln mit den Bauern Ausgleichszahlungen. Der Kölner Zoo unterstützt die Wiederauswilderung der Elefanten, indem er medizinische Mittel bereitstellt, Halsbänder für die telemetrische Überwachung finanziert, die Auswilderung wissenschaftlich betreut und das Know-how aus der Elefantenhaltung in Zoos weitergibt. Kurator Dr. Alexander Sliwa hat darüber hinaus jüngst die Erweiterung der Anlagen der Auffangstation biologisch betreut und u.a. zusätzlich den Bau von Anlagen für verletzte Wildkatzen vorangetrieben. Immer mehr Tiere können auf diese Weise gerettet, versorgt und wiederausgewildert werden. Gegen das Verstummen im Regenwald – aktiv für den Vogelschutz in Südostasien – Der Kölner Zoo hat seit jeher eine große ornithologische Expertise. Diese setzt er auch für den Arterhalt ein. Die Vogelabteilung um Kurator Bernd Marcordes züchtet z.B in den Backstage-Bereichen des Regenwaldhauses zahlreiche hochbedrohte Vogelarten. Paradebeispiel ist der Balistar. In der Wildnis durch Lebensraumzerstörung und Abfang für den illegalen Handel nahezu ausgestorben, sichern Zoos wie der in Köln durch Reservepopulationen in Menschenhand das Überleben hochbedrohter Arten. Immer wieder können aus Köln Balistare auf die indonesische Insel rückgeführt und dort ausgewildert werden. Die Artenschutz-Projekte auf einen Blick unter www.koelnerzoo.de/artenschutz. Die jährliche Summe, die der Kölner Zoo aus seinem Etat für seine Artenschutz-Arbeit bereitstellt, betrug zuletzt pro Jahr rund 200.000 Euro. Durch den neu eingeführten Artenschutzeuro, der nun in die Erwachsenen-Tageskarte inkludiert ist, soll sich diese Summe in Zukunft sogar verdoppeln. Schließlich zählt der Kampf gegen den Verlust der biologischen Vielfalt neben dem Klimaschutz zu den drängendsten Herausforderungen, die die Menschheit zu lösen hat. Der Kölner Zoo konnte seine Expertise in Sachen Artenschutz zuletzt weiter verstärken. Dr. Johanna Rode-Margono ist seit 1. Februar neu im Biologen-Team des Zoos. Sie kommt von der Berliner Stiftung Artenschutz, für die sie als Geschäftsführerin tätig war. In dieser Rolle hat sie v.a. kleinere Zoos bei ihrer Artenschutzarbeit beraten. Im Kölner Zoo steht Dr. Rode-Margono als Kuratorin dem Huftier- und Primatenbereich vor. Einer ihrer Schwerpunkte wird darüber hinaus die Koordination der verschiedenen Artenschutz-Aktivitäten sein, die der Kölner Zoo für die hochbedrohte endemische Fauna und Flora Madagaskars leistet.

Zoo Landau 03.03.2022
Europäische Zoo- und Aquarienvereinigung verurteilt Angriff auf die Ukraine – Spendenaufruf des Zoo Landau in der Pfalz: Hilfe für ukrainische Zoos
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landauer Zoos sind sehr betroffen und in großer Sorge wegen des traurigen Schicksals sehr vieler Menschen in der Ukraine. Zugleich sind die Bedenken groß wegen der massiven ökologischen Auswirkungen dieses völlig unverhältnismäßigen kriegerischen Akts gegen dieses Land, aber auch wegen der Auswirkungen auf Wild- und Haustiere in der Natur und in der Obhut von Menschen. Schon seit Tagen sind daher die Gedanken auch bei den ukrainischen Zookolleginnen und -kollegen und ihren Schützlingen. Der Zoo Landau steht in engem Austausch mit allen relevanten Zooverbänden. Der Europäische Zoo- und Aquarien-Verband EAZA hat ein Positionspapier zum Krieg in der Ukraine herausgegeben. Darin drückt die EAZA auch im Namen aller ihrer Mitgliedszoos ihre Solidarität mit den Zoos des Ukrainischen Verbands der Zoos und Aquarien UAZA, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Familien und der Bevölkerung der Ukraine aus. Der von der russischen Staatsführung befohlene Überfall wird verurteilt. Die EAZA ist im engen Austausch mit drei ukrainischen Zoos, die Mitglied des Verbands sind. Derzeit gibt es nach den vorliegenden Informationen noch nichts Konkretes, was diese Zoos als Hilfe benötigen würden. Dennoch hat die EAZA einen speziellen Fonds eingerichtet, um bereit zu sein, wenn finanzielle Unterstützung benötigt wird. Entscheidungen darüber, wie die Mittel am besten zur Unterstützung der Pflege von Tieren und der Wiederherstellung von Zoos eingesetzt werden, werden mit Hilfe von Mentorinnen und Mentoren im EAZA-Ausschuss für technische Hilfe und der UAZA getroffen. Der Zoo Landau bittet ab sofort an der Zookasse um Spenden, die dem genannten Hilfsfonds der EAZA zukommen werden. Spenden an die EAZA sind auch online möglich: https://useplink.com/payment/0QGQi3DTKejUifIrdVzHx. Das Zooteam dankt allen Zoofreundinnen und -freunden für die Unterstützung!

Zoo Zürich 03.03.2022
LMOTI: Das Züricher Nashorn in Ruanda
Vor sieben Jahren verliess das Östliche Spitzmaulnashorn Olmoti den Zoo Zürich. Heute lebt das Weibchen wild – aber gut überwacht – im Akagera-Nationalpark in Ruanda. Ein Update.
Zum heutigen Welttag des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) gibt es ein Update zur erfolgreichen Auswilderung des «Zürcher» Spitzmaulnashorns Olmoti. Die Nachrichten aus dem Akagera-Nationalpark in Ruanda könnten besser nicht sein: Olmoti, das letzte im Zoo Zürich geborene Spitzmaulnashorn, hat den Einstieg ins Leben in der Wildnis erfolgreich gemeistert. Sie ist in guter körperlicher Verfassung und sucht in ihrem bevorzugten Streifgebiet mit gesundem Appetit nach Blättern. Mit zwei anderen ausgewilderten Nashörnern, dem Weibchen Jasiri aus dem Safari Park Dvůr Králové (Tschechien) und dem Männchen Mandela aus dem Ree Park Safari (Dänemark), pflegt sie lockeren Kontakt, wenn immer sich ihre Wege kreuzen. Die Nationalpark-Ranger, die alle Nashörner beobachten und überwachen, sind sehr zufrieden: «Alles weist darauf hin, dass Olmoti sich gut an das Leben in der Natur gewöhnt und anpasst». Mit Mandela hat sich Olmoti auch schon mehrfach gepaart. Ob die Vereinigungen der beiden erfolgreich waren, wird die Zeit zeigen. Vom Aussterben bedroht – Spitzmaulnashörner sind nach Einstufung der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN vom Aussterben bedroht. Gemäss der IUCN gibt es derzeit noch etwas mehr als 3000 wildlebende erwachsene Tiere der Art. In weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets in Afrika ist das Spitzmaulnashorn ausgerottet. Neue Gene für gesunde Population – Olmoti war Mitte Jahr 2019 zusammen mit vier weiteren zoogeborenen Spitzmaulnashörnern nach Ruanda gereist (wir berichteten), im Rahmen einer vom Safari Park Dvůr Králové initiierten Kooperation zwischen dem europäischen Zooverband EAZA, dem Rwanda Development Board RDB und der Non-Profit-Naturschutzorganisation African Parks, die den Akagera-Nationalpark in Kooperation mit dem RDB verwaltet. Die Tiere aus europäischen Zoos sollten neue Gene in die seit 2017 im Nationalpark wiederangesiedelte Population von rund 20 Spitzmaulnashörnern bringen.In Ruanda kamen die drei Weibchen Olmoti (7), Jasiri (5) und Jasmina (22) und die zwei Männchen Mandela (6) und Manny (10) zunächst in eingezäunte Bereiche innerhalb des Nationalparks, sogenannte «Boma». Unter ständiger Aufsicht und Betreuung wurde ihr Aktionsradius nach und nach erweitert. Inzwischen leben die ausgewilderten Tiere nahezu wild im Akagera-Nationalpark. Einzig von der bestehenden Nashornpopulation sind sie vorderhand noch getrennt. Ein spezialisiertes Ranger-Team überwacht die Tiere weiterhin täglich. Ebenfalls zur Überwachung sind auch alle Tiere mit einem Sender ausgerüstet.Schweiz, England, Tschechien, Ruanda – Olmoti kam am 28. Dezember 2014 im damaligen Afrikahaus im Zoo Zürich zur Welt. Schon damals stand fest, dass die Spitzmaulnashörner wenig später Zürich verlassen würden, da der Zoo das Afrikahaus zum Australienhaus umnutzte und die Nashornhaltung bis zum Bau der Lewa Savanne vorübergehend aufgab. Olmoti reiste darauf mit ihrer Mutter Samira im September 2015 in das Flamingo Land in Malton (England). Die Auswahl der Tiere für das Auswilderungsprojekt in Ruanda erfolgte durch den Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP für das Spitzmaulnashorn. Olmoti reiste im November 2018 schliesslich in erster Etappe in den Safari Park Dvůr Králové (wir berichteten). Von dort aus reisten alle fünf für die Auswilderung vorgesehenen Nashörner gemeinsam weiter nach Ruanda. Ein komplexer Prozess – Eines der fünf Tiere, der Bulle Manny, verstarb im Februar 2020 im Verlauf der Auswilderung. Die pathologischen Untersuchungen ergaben keine klare Todesursache. Sie lassen aber darauf schliessen, dass Manny – trotz aller Betreuung und Zufütterung – sich nicht an die neuen Lebensbedingungen anpassen konnte. Im Oktober 2020 fanden die Ranger dann das Weibchen Jasmina tot auf. Ein Elefant hatte sie bei einer Auseinandersetzung tödlich verletzt. Die beiden Todesfälle zeigen, dass Auswilderungen komplexe Prozesse sind und ihr Erfolg von sehr vielen Faktoren abhängig ist. Umso erfreulicher ist es, dass Olmoti und die zwei anderen Nashörner diesen grossen Schritt bisher so gut gemeistert haben.

Zoo Leipzig 03.03.2022
Vom Aussterben bedroht Schimpansen-Taufe zum Welt-Artenschutz-Tag
Am heutigen 3. März wird der Welt-Artenschutz-Tag gefeiert, der vor allem für Zoos und somit auch für uns immer mehr an Bedeutung gewinnt. Während wir als Zoo das Thema Artenschutz an 365 Tagen im Jahr intensiv begleiten und über 25 Projekte und Organisationen weltweit unterstützen, ist es in den Köpfen der Menschen nicht immer ganz präsent. Mit der Taufe unseres Schimpansenjungen, der am 22. Dezember 2021 geboren wurde, möchten wir das Thema Artenschutz heute in den Fokus rücken und fest verankern. Denn die westafrikanischen Schimpansen sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als „vom Aussterben bedroht“ gelistet. In Westafrika gibt es nach aktuellem Kenntnisstand nur noch ca. 35.000 Individuen. Badu, wie der kleine Schimpanse nun getauft wurde, steht exemplarisch für seine Artgenossen, die vor allem aufgrund von Lebensraumzerstörung durch Entwicklung von Wohngebieten, Straßensystemen oder Bergbau und aufgrund von Wilderei vom Aussterben bedroht sind. „Um diesen Gefahren zu entgegnen, unterstützen wir seit über 20 Jahren die Wild Chimpanzee Foundation aktuell mit einer jährlichen Spende von 40.000€. Diese Spende nutzt die Stiftung vor allem, um die Bevölkerung vor Ort im Umgang mit Schimpansen zu schulen. Was Wenige wissen: Artenschutz bezieht sich hierbei nicht nur auf die Erhaltungszucht einer Art, sondern bedeutet zudem Umweltbildung und Forschung“ erklärt unser Artenschutzbeauftragter Michael Meyerhoff das Engagement des Zoos für den westafrikanischen Schimpansen. Und so leistet auch unser Partner von Pongoland, das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie – einen großen Beitrag, denn das Haus dient als einmaliges Forschungszentrum für Wissenschaftler aus der ganzen Welt. 10027 860 555 92 • 1 100 152 110 +49 341 5993-306/-308 Badu und seine Crew Badu, der sich aktuell prächtig entwickelt, weiter wächst und immer aufmerksamer wird, bedeutet übrigens „das zehnte Kind“, auch wenn es das Sechste von Mutter Corry (45) ist. Die Tierpfleger von Pongoland und die Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts hatten über zwei Wochen Zeit, ihre Stimme für den Favoriten abzugeben. Die Tatsache, dass der Kleine erst drei Monate nach seiner Geburt einen Namen erhält, hat einen Grund: Mutter Corry trägt das Jungtier immer eng an sich und wollte nicht so recht zeigen, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Nachdem Mitte Februar feststand, dass es ein Junge ist, wurden Namensvorschläge gesammelt, die zur Abstimmung freigegeben wurden. Badu hat am Ende das Rennen gemacht und wurde aus fünf Vorschlägen ausgewählt. Somit hat nun auch das 20. Crewmitglied der großen Schimpansengruppe einen Namen.

ZOOM Erlebniswelt 03.03.2022
ZOOM Erlebniswelt: Neue Tiere in der Westenergie Zooschule
Gar nicht glitschig, sondern eher glatt und weich fühlt sie sich an: Saja, die ca. 1,20 Meter lange Boa constrictor aus der Westenergie Zooschule, darf von den Kindern angefasst werden und soll Vorurteile gegenüber Schlangen abbauen. Die Boa, das Bartagamenpärchen Inala und Monaro sowie einige Insekten sind neu in der Westenergie Zooschule. „Anhand der Reptilien können wir beispielsweise erläutern, was wechselwarm bedeutet oder wie die Art an ihren Lebensraum angepasst ist “, sagt Zoopädagogin Anna Bresser. Selbstverständlich ist die Riesenschlange, die in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist, völlig ungefährlich. „Sie kann höchstens eine Ratte erwürgen“, so Anna Bresser. Die Zoopädagogin beobachtet oft, dass ihre Schüler zunächst ein distanziertes Verhältnis zu Schlangen haben: „Bei näherem Kennenlernen finden sie die Schlange dann aber ganz toll.“ Auch die in Australien beheimateten Bartagamen nimmt Bresser aus ihrem Terrarium heraus, um diese anfassen und näher betrachten zu können. „Die Kinder sollen bei uns Tiere mit allen Sinnen erleben können“, erklärt Bresser. Das gilt auch für Insekten: Ebenfalls neu eingezogen in die Westenergie Zooschule sind Wandelnde Blätter sowie Stab- und Gespenstschrecken. Besonders die Wandelnden Blätter aus dem asiatischen Raum sorgten bei den Zooschülern für Erstaunen, sagt die Zoopädagogin. Die Weibchen, die etwa die Größe einer Handfläche erreichen, sehen wie ein grünes Blatt aus – eine perfekte Tarnung. Auch hier versucht Anna Bresser, Berührungsängste abzubauen: „Die Wandelnden Blätter sind sehr entspannt – sie bewegen sich langsam, beißen nicht und die Kinder können sie in Ruhe beobachten.“ Eine Rote Chile-Vogelspinne, Fauchschaben und Achatschnecken gehören ebenfalls zu den Zooschultieren. Die kostenlosen Programme der Westenergie Zooschule sind sowohl für Kitakinder, als auch Jugendliche und Erwachsene geeignet. Für jede Zielgruppe gibt es unterschiedliche Themen – unter anderem geht es um den Plastikmüll in den Meeren, den Energiehaushalt der Tiere oder die Evolution der Primaten. Neben den Tieren gibt es noch jede Menge spannender Exponate: Schädel und Gebisse diverser Tiere, Krallen von Tigern oder das Fell von Löwen. Letzteres kommt besonders gut an, wenn Zoopädagogin Anna Bresser mit ihren Schülern vor dem Löwengehege steht. „Wenn ich dann die Löwenmähne zum Anfassen aus dem Rucksack ziehe, während die Schüler das Rudel beobachten, kommen sie den Tieren quasi zum Anfassen nah.“ Die Begeisterung für die Tiere sorge dann dafür, dass sich Kinder für den Artenschutz interessieren und einsetzen – ein weiteres, wichtiges Ziel der Westenergie Zooschule. Da Energiethemen, Klima- und Artenschutz nicht mehr voneinander zu trennen sind, freut sich die ZOOM Erlebniswelt besonders über ihren Werbepartner, die Westenergie AG. Das Unternehmen ist der führende Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter in Deutschland. Als langjähriger Business Partner der ZOOM Erlebniswelt unterstützt Westenergie den Zoo im Bereich Zooschule und leistet einen wichtigen Beitrag in der Bildungsarbeit, insbesondere für den MINT- und Nachhaltigkeitsbereich. Bildung gehört zu den Kernaufgaben von Zoos – die Westenergie Zooschule ist ein schönes Beispiel dafür, wie Unterricht praxisnah und auf eine spannende Art und Weise gestaltet werden kann.

Tierpark + Fossilium Bochum 02.03.2022
Deutsche Tierpark-Gesellschaft und Tierpark + Fossilium Bochum bieten ukrainischen Zoos Hilfe an
Die Deutsche Tierparkgesellschaft (DTG) und der Tierpark + Fossilium Bochum haben ihren ukrainischen Zookolleginnen und -kollegen Unterstützung und Hilfe zugesagt. „Nach dem heimtückischen Überfall Putins auf die Ukraine sind unsere Gedanken bei den Menschen dort!“ so die DTG. „Als Zooverband denken wir natürlich vor allem an unsere Zookolleg:innen, ihre Familien und an die Tiere! Deshalb wollen wir konkret helfen.“ Die DTG steht in direktem Kontakt mit dem Präsidenten der Ukrainischen Assoziation Zoos und Aquarien (UAZA), Wladimir Nikolaijewitsch Topchiy. Dieser teilte DTG-Geschäftsführer Jan Bauer am Montag mit, dass er sich über die Hilfsbereitschaft sehr freue und diese im Fall der Fälle auch abrufen wird. Aktuell sei die Lage in den meisten Zoos der Ukraine noch relativ ruhig, da die russischen Angriffe bisher abgewehrt werden konnten. In dem von ihm geleiteten Zoo in Mykolajiw gehen die Mitarbeitenden dem gewohnten Tagesablauf nach. In der Nähe der zweitgrößten Stadt der Ukraine Charkiw wurden bereits einige Gebäude im Feldman Ecopark von feindlichen Granaten zerstört. Die Folgen der jüngsten Angriffe auf die Stadt und die dortigen Zoos sind noch nicht gänzlich erfasst. Sowohl der Verband als solches, als auch einzelne Mitgliedzoos der DTG sammeln Finanzmittel, um die Versorgung der Zoos in der Ukraine sicher zu stellen. Darunter auch der Tierpark + Fossilium Bochum. Der Zoo hat eine besondere Verbindung zu dem Kharkiv Zoo in Charkiw, der bereits seit Ende Februar zum Schutz von Mensch und Tier geschlossen ist. „Im Oktober 2021 zogen drei unserer Humboldt-Pinguinweibchen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms in den ukrainischen Zoo, um dort Teil einer neuen Zuchtgruppe zu werden. Dies war vor Ort eine kleine Sensation und ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz, denn mit den drei deutschen Neuankömmlingen wurde eine frisch gebaute Lebensraumanlage als Grundstein für den zukünftigen Zuchterfolg eingeweiht. Wir hoffen auf Frieden und ein schnelles Ende dieses Alptraums!“, berichtet Ralf Slabik, DTG-Vizepräsident und Zoodirektor des Bochumer Tierparks, berührt. Als Zeichen der Solidarität werden ab sofort Spenden im Tierpark gesammelt, die zu gleichen Teilen an den Ukrainischen Zooverband (UAZA) und an die Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. gehen werden. Darüber hinaus haben einzelne deutsche Zoos auch die Bereitschaft erklärt, die Familienangehörigen von Zoopersonal aus der Ukraine aufzunehmen, wenn diese evakuiert werden müssen. „Einige Zoos haben Ferienwohnungen, die sie gerne für die vorübergehende Unterbringung von geflüchteten Kollegen bzw. deren Familien zur Verfügung stellen, um diesen schnell und unbürokratisch zu helfen“, so DTG-Vizepräsident Dr. Nils Kramer vom Tierpark Nordhorn, der ebenfalls entsprechende Wohnungen hat. Spendenkonto der Deutschen Tierpark-Gesellschaft Volksbank an der Niers eG IBAN: DE52 3206 1384 1511 4060 01 BIC: GENODED1GDL Verwendungszweck: Ukrainehilfe UAZA Spendenkonto der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. Sparkasse Bochum IBAN: DE85 4305 0001 0001 3907 07 BIC: WELADED1BOC Verwendungszweck: Nothilfe

Tierpark Nordhorn 02.03.2022
Dritte große Impfaktion im Tierpark Nordhorn
Zusammen mit dem DRK und dem Landkreis Impfaktion im Familienzoo – Freier Eintritt für die Impflinge und eine Begleitperson Im vergangenen Jahr gab es bereits zwei erfolgreiche Impfaktionen im Tierpark durch eine enge Kooperation mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). An diesen Erfolg möchten die Beteiligten anknüpfen und planen aus diesem Grund am Samstag, den 12. März in der Zeit von 10 bis 17 Uhr eine dritte Impfaktion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt erfolgt über das Expressgate. Hier werden Mitarbeiter des DRK die Anmeldung aufnehmen. Zur Impfung, die im ehemaligen Saal Borggreve stattfindet, müssen ein gültiger Ausweis und wenn vorhanden der Impfausweis mitgebracht werden. Kinder von 5 bis 16 Jahre dürfen nur mit der Einwilligung eines Erziehungsberechtigten geimpft werden, der auch während des Aufklärungsgesprächs anwesend sein muss. Die Person, die sich impfen lassen möchte und eine weitere Begleitperson ihrer Wahl haben an dem Tag freien Eintritt in den Familienzoo! Folgende Personen werden am 12.03. im Tierpark geimpft: • Alle Erst- und Zweitimpfungen ab 5 Jahren • Boosterimpfungen ab 12 Jahren (ab 3 Monate nach Zweitimpfung) • Impfung nach einer Johnson & Johnson Impfung (Zweitimpfung nach 4 Wochen, Booster-Impfung nach 3 Monaten) Mindestens 4 Ärzte sind bei der Impfaktion im Tierpark eingeplant, um möglichst kurze Wartezeiten zu gewährleisten. Mögliche Impfstoffe sind die Präparate von Moderna und Biontech. Ab 18 Jahren wird zudem das Präparat von Novavax angeboten. Wer sich im Tierpark die Erstimpfung abholt, kann die Zweitimpfung problemlos in den Grafschafter Impfzentren bekommen. Bei Fragen zur Impfung im Tierpark empfehlen wir eine E-Mail an servicepoint@tierparknordhorn. de zu schreiben.

Zoo Salzburg 02.03.2022
Zum Tag des Artenschutzes: Junge Nashorndame Tamika als würdige Botschafterin ihrer Art
Das Datum für den Internationalen Tag des Artenschutzes am morgigen Donnerstag wurde bewusst gewählt. Es soll an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora kurz CITES) am 3. März 1973 erinnern. Ziel des Abkommens ist der Schutz von durch Handelsinteressen bedrohten, wildlebenden Arten. Trotz aller Schutzbemühungen stellen Wilderei und der illegale Handel mit Wildtieren, beispielsweise für Nashörner, eine große Bedrohung dar. Allein zwischen 2008 bis 2018 wurden in Afrika etwa 9.000 der beeindruckenden Dickhäuter gewildert. Grund ist die in Asien ungebrochen hohe Nachfrage nach dem aus Keratin bestehenden Horn der urzeitlichen Tiere. Heute leben auf dem afrikanischen Kontinent noch 17.000 bis 19.000 Südliche Breitmaulnashörner, die meisten davon in Südafrika. Genau deshalb und vor dem erschreckenden Hintergrund, dass ein Kilo Nashorn-Horn mit bis zu 60.000 US-Dollar mehr wert ist als Gold, sollen die im Zoo Salzburg lebenden Breitmaulnashörner am Tag des Artenschutzes besonders auf die Situation ihrer wilden Artgenossen aufmerksam machen. Dabei hat vor allem die junge Nashorndame Tamika ihre Nase vorn. Die Tochter von Nashornkuh Tamu wurde am 3. Juni 2020 in Salzburg geboren und ist bei den Zoobesuchern ausgesprochen beliebt. „Aufgrund der prekären Lage, in der sich die in freier Wildbahn lebenden Nashörner befinden, ist jedes im Zoo geborene Tier ein enorm wichtiger Beitrag für den Arterhalt. Unsere Tamika, die viele Besucher seit ihren ersten Lebenstagen kennen, ist daher eine sehr würdige Botschafterin ihrer Art“, berichtet Geschäftsführerin Sabine Grebner. Um auch den Besuchern die Möglichkeit zu bieten, sich anlässlich des Internationalen Tags des Artenschutzes mehr über das Thema zu informieren, wird es am Sonntag, den 6. März 2022 von 13 bis 16 Uhr einen „Infotisch“ im Nashornunterstand schräg gegenüber der Pinguinanlage geben. Zudem wird ein Zooguide um 13.30 Uhr im Rahmen eines „Tiertreffpunktes“ vor der Nashornanlage ebenso spannende wie wissenswerte Fakten liefern und über weitere, im Zoo Salzburg lebende, bedrohte Tierarten sprechen.

Zoo Berlin 01.03.2022
Das Prinzip Hoffnung – Licht und Dunkel: Inventur 2021 und Spendenaufruf für Zoo Kiew
Der Rückblick auf das Jahr 2021 in Zahlen, Daten und Fakten wird – wie derzeit alles -überschattet von den aktuellen Entwicklungen im Osten Europas und dem düsteren Ausblick auf das, was noch kommen mag. „Auch, wenn uns die Pandemie und ihre Folgen nach wie vor sehr beschäftigen, sind unsere Gedanken in diesen Tagen bei den Menschen in der Ukraine“, stellt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem fest. „In Zeiten der Krise besinnen sich Menschen auf das, was ihnen wirklich wichtig ist. Und im Angesicht des Krieges erscheinen viele andere Sorgen plötzlich vergleichsweise klein und nebensächlich. Als Teil der internationalen Zoogemeinschaft stehen wir den Kolleg*innen in der Ukraine im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Seite.“ Die Zoologischen Gärten Berlin haben ein Spendenkonto für den Zoo Kiew eingerichtet – jeder Cent wird weitergeleitet: IBAN: DE84 1004 0000 0661 2345 00 BIC: COBADEFFXXX Verwendungszweck: Zoo Kiew Rückblick auf 2021: Kernaufgaben im Fokus Das Resümee aus dem zweiten Corona-Jahr steht ganz im Gegensatz zu den aktuellen politischen Geschehnissen: Es könnte für Zoo und Tierpark ein Licht am Ende des Pandemie-Tunnels geben. Das zumindest signalisieren die leicht ansteigenden Besucherzahlen aus 2021. Mit insgesamt 3.609.805 Besuchern in Zoo und Tierpark lässt sich mit einer Portion Optimismus im Vergleich zum Vorjahr (3.487.564) ein zaghafter Trend nach oben erkennen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welche Folgen die Zerstörung von Naturräumen habe kann. Deshalb verstärkten die Zoologischen Gärten Berlin weiterhin ihren Einsatz für Wildtiere und ihre natürlichen Lebensräume. Zu den Highlights des vergangenen Jahres zählten deshalb die Auswilderungen von Bartgeiern, Aalen, Waldrappen und Wisenten durch Zoo und Tierpark Berlin. Vom Zoll konfiszierte und vom Aussterben bedrohte Strahlenschildkröten fanden im Tierpark Berlin ein neues Zuhause und werden mit eigenem Nachwuchs für den Erhalt ihrer Art beitragen. Gleiche Hoffnung ruht auf den bedrohten Coquerel-Sifakas, die der Tierpark Berlin 2021 erstmal nach Europa brachte und dessen Erhaltungszuchtprogramm im Tierpark koordiniert wird. Um vor allem die nachfolgenden Generationen für Tiere und Natur zu begeistern, wird das Angebot der Tierparkschule laufend erweitert: 2021 erhielt die Tierparkschule hierfür die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Doch nicht nur Arten-, auch Tierschutz ist nach wie vor ein Herzensthema für Zoo und Tierpark Berlin. Im Zoo war die Grundsteinlegung des neuen Nashornhauses ein wichtiger Meilenstein bei der Verbesserung der Haltungsbedingungen für die hoch bedrohten Dickhäuter, die dort zusammen mit Tapiren und Pustelschweinen noch in diesem Jahr einziehen werden. Im Tierpark wurden die Baupläne für das neue Himalaya-Gebirge im Rahmen eines Baustellenrundgangs vorgestellt, das Anfang April 2022 für Besucher*innen zu erklimmen ist. Zahlen im Überblick Zoo & Aquarium Berlin 2.344.236 Besucher (2020: 2.267.398 Besucher) 19.444 Tiere gesamt 1.074 verschiedene Arten Tierpark Berlin 1.265.569 Besucher (2020: 1.220.166 Besucher) 6380 Tiere gesamt 645 verschiedene Arten

Zoo Landau in der Pfalz 01.03.2022
32 grüne und rote Dromedare für die Südpfalzmetropole: Landau bekommt individuelle Ampelfiguren – OB Hirsch: „Zeichen für Zoo als wichtige Einrichtung für Freizeit und Familien sowie Artenschutz und Umweltbildung setzen“
Dromedare regeln ab sofort den Verkehr in der Stadt Landau – zumindest an den Ampeln für Fußgängerinnen und Fußgänger an den Kreuzungen Hindenburgstraße/Nordring und Hindenburgstraße/Godramsteiner Straße. Auf Initiative von OB Thomas Hirsch wurden insgesamt 32 neue Signale installiert, 16 grüne und 16 rote. Die Ampeln in unmittelbarer Nähe des Zoos zeigen jetzt ein laufendes bzw. stehendes Dromedar, das von einer „Ampelfrau“ geführt wird. Sie weisen nicht nur den Fußgängerinnen und Fußgängern den Weg, sondern gleichzeitig auch auf eine der wichtigsten Einrichtungen in der Südpfalzmetropole hin: den Zoo Landau in der Pfalz. „Individuelle Ampelfiguren gibt es in einigen Städten, von Elvis bis zum Mainzelmännchen“, fasst OB Hirsch zusammen. „Mit unseren Dromedaren wollen wir eine regionale Besonderheit herausstellen, ein Zeichen für unseren ‚kleinen, aber feinen‘ Zoo setzen, aber natürlich auch die Passantinnen und Passanten zum Schmunzeln bringen.“ Der Weg dorthin war nicht ganz einfach: „Ampelfiguren haben klare Anforderungen zu erfüllen, etwa muss deutlich erkennbar sein, dass die Figur sich bewegt bzw. stillsteht“, erläutert Farid Moayyedi, stellvertretender Leiter der Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Stadtbauamt. Das Design der Landauer „Dromedar-Ampeln“ stammt aus der Feder der Landauer Firma Barbara Schwitzke Design und basiert auf dem offiziellen Zoologo, das drei Dromedare zeigt. OB Hirsch macht deutlich, wie wichtig der Zoo als „weicher Standortfaktor“ und Wahrzeichen für die Stadt Landau ist. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was unser wissenschaftlich geführter Zoo um Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel und sein Team leistet – denn er ist viel mehr als ‚nur‘ beliebte Freizeiteinrichtung. Unser Zoo ist ein pädagogisch wertvolles Ausflugsziel für Groß und Klein, er lehrt Kindern wie Erwachsenen den Wert der Natur und setzt sich fortwährend und höchst erfolgreich für den Schutz wildlebender Tierarten ein. Gerade als Stadt unserer Größe können wir sehr stolz auf einen so engagierten Zoo sein“, so der Stadtchef. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel freut sich über das – im wahrsten Sinne des Wortes – Signal der Stadt Landau für ihren Zoo. „Unsere Logotiere als Ampelfiguren sind eine schöne Würdigung des Zoos und seiner Bedeutung als Ort der Erholung, der Umweltbildung, des Artenschutzes und der Forschung“, so Dr. Heckel. Der Zoochef berichtet, dass die Dromedare auf den Ampeln schon jetzt für den einen oder anderen erfreuten Schmunzler bei Zoofans gesorgt hätten. Die Kosten für die neuen „tierischen Ampeln“ mit den einhöckrigen Kamelen belaufen sich auf rund 3.000 Euro.

Tierpark Neumünster 01.03.2022
Der Tierpark Neumünster sammelt Sachspenden für ukrainische Flüchtlinge
Was im aktuellen Ukraine-Konflikt passiert ist einfach furchtbar. Das Tierpark-Team möchte helfen und hat die Möglichkeit, über einen direkten, privaten Kontakt, Sachspenden ohne weitere Umwege zu ukrainischen Flüchtlingen zu bringen. Das Tierpark-Team unterstützt eine private Aktion aus Reinfeld, indem Sachspenden bis Donnerstag, den 03.03.2022, um 12°° Uhr direkt im Tierpark abgegeben werden können. Der Tierpark ist täglich von 9°° – 17°° Uhr geöffnet. Die Sachen werden vom Tierpark aus dann nach Reinfeld gebracht, von wo aus eine Spedition die Spenden übernimmt und weiter transportiert. Vor allem benötigt werden: Kinderkleidung, Babynahrung, Babyflaschen und Zubehör, Spielsachen (Stofftiere), Hygieneartikel, Decken, Kissen, Rucksäcke, Schlafsäcke und Powerbanks. Bitte keine verderblichen Lebensmittel vorbeibringen! Das Tierpark-Team hofft auf viele Spenden.

Zoo Heidelberg 28.02.2022
Willkommen zurück: Die Vögel sind wieder da! Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen im Zoo Heidelberg aufgehoben
Die Vögel sind zurück im Zoo: Nach über einen Monat mit Einschränkungen aufgrund des Vogelgrippe-Ausbruchs Anfang des Jahres können die damit verbundenen Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden. Für Besucher bedeutet dies, dass die Vögel bei einem Zoobesuch zu sehen sind. Die vorübergehend gesperrten Bereiche werden wieder geöffnet. Somit kann der Zoo pünktlich zum Start der Hauptsaison wieder im gewohnten Umfang besucht werden. Für den Zoo-Eintritt gelten ab 1. März die regulären Eintrittspreise der Hauptsaison. Hundehalter dürfen sich ebenfalls wieder auf den Zoobesuch freuen, denn mit der Aufhebung der Maßnahmen können ab 1. März auch Hunde wieder mit in den Zoo. Die Regelungen zu den Corona-Maßnahmen bleiben davon unberührt, es gilt für den Eintritt weiterhin 3G. „Wir sind sehr froh, dass wir unsere Vögel endlich in ihre gewohnten Anlagen zurückbringen konnten und nun auch die gesperrten Bereiche für unsere Besucher öffnen dürfen. Endlich kehrt Leben in die Volieren zurück! Die letzten Wochen waren für das gesamte Team sehr kräftezehrend. Ich möchte allen Mitarbeitern danken, die sich in dieser sehr belastenden Situation so gewissenhaft um die Vögel im Zoo gekümmert haben“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Nach mehreren Tests wurden auch bei der abschließenden Beprobung des Vogelbestands keine weiteren Vogelgrippe-Erreger festgestellt. „Die Veterinärabteilung der Stadt Heidelberg gab und grünes Licht zur Aufhebung der der Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen. Die Abschluss-Beprobung ohne weitere Befunde war ausschlaggebender Teil des Hygienekonzepts, das zwischen der Stadt Heidelberg, dem Land Baden-Württemberg und dem Zoo abgestimmt wurde. So können wir sicher sein, dass keine Vogelgrippeerreger mehr bei unserem Tierbestand vorhanden sind.“ Wieder mehr Angebote für Zoobesucher Beim nächsten Zoobesuch lohnt also ein Blick in die Volieren: Die Waldrappe, die roten Sichler und die Inkaseeschwalben aus dem Küstenpanorama können ihre Häuser verlassen und in den Volieren umherfliegen. Die Mandschurenkraniche und Flamingos ziehen zurück auf ihre Seen und derer Rundweg um den Flamingosee ist geöffnet. Auch einige Säugetiere, die in großer Nähe zu Vögeln untergebracht waren – wie die Affen im Großen Affenhaus oder die Faultiere und Waschbären – sind bei einem Besuch zu sehen. Mit Aufhebung der Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen gelten ab dem 1. März 2022 wieder die regulären Preise der Hauptsaison. Aufgrund des aktuellen Geschehens bleibt das Zoo-Team jedoch wachsam. „Vollständig überstanden ist die Vogelgrippe noch nicht. Auch wenn wir die Maßnahmen aufheben dürfen, möchten wir unsere Vögel weiterhin schützen“, sagt der Zoodirektor. Daher bleiben die Folienabdeckungen auf den Volieren vorerst bestehen, sowie die Desinfektionsmatten vor den Vogelhaltungen. Zusätzlich haben die Tierpfleger ihre Schützlinge genau im Blick, um eine Veränderung des Gesundheitszustands der Vögel möglichst schnell zu erkennen. Maßnahmen haben Spuren hinterlassen So groß die Freude derzeit im Zoo ist, die Maßnahmen haben Spuren hinterlassen: Für die Vögel bedeutete der Umzug in ungewohnte Quartiere Stress. Bis sie sich davon vollständig erholt haben, wird es noch einige Wochen dauern. Der Zoo geht davon aus, dass in diesem Jahr nur wenige Vögel ein normales Brutverhalten zeigen werden und es weniger Nachwuchs als üblich geben wird. Auch für die Mitarbeiter und den Zoo als Betrieb waren die letzten Wochen hart. Der Vogelgrippe-Ausbruch verursachte eine sehr hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiter. Deutlich mehr Zeit musste für das Säubern und Füttern der Tiere in den epidemiologischen Einheiten aufgewendet werden. Hinzu kam die stete Sorge, dass sich eines der Tiere trotz hoher Schutzmaßnahmen infiziert oder an den stressbedingten Folgen der Aufstallung stirbt. „Nach diesem eher dunklen Jahresbeginn freuen wir uns auf einen schönen, sonnigen Frühling mit all unseren Zoo-Freunden und Unterstützern. Wenn die vielen Wiesen und Sträucher um die Osterzeit in voller Blüte stehen, ist es im Zoo besonders schön. Und hoffentlich ist der Spaziergang durch unseren Park dann für unsere Gäste ‚wie immer‘ – abwechslungsreich, spannend und erholsam“, zeigt sich der Zoodirektor optimistisch. Im Küstenpanorama schnattern die Inkaseeschwalben bereits wie immer um die Wette, die Flamingos sind herrliche Farbtupfer auf dem großen See und die Mähnenrobben schwimmen munter durch ihr Wasserbecken, während die Löwen lieber auf der faulen Haut liegen.

Tiergarten Nürnberg 28.02.2022
Holzstall im Tiergarten in Brand geraten – Tiere wurden nicht verletzt
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg ist am heutigen Montagmorgen, 28. Februar 2022, gegen 6.30 Uhr ein Holzstall in Brand geraten. Ursache war vermutlich eine Elektroheizung, die im Winterquartier der Kronenkraniche Feuer gefangen hatte. Einsatzkräfte der Feuerwehr Nürnberg konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Mitarbeitende des Tiergartens und die Tiere wurden nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden im niedrigen sechsstelligen Bereich. Das Gehege der Kronenkraniche befindet sich im rückwärtigen Bereich des Tiergartens und ist für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich. Der Vorfall ereignete sich vor der Öffnung des Tiergartens und hat keine Auswirkungen auf den öffentlichen Zoobetrieb. Der Tiergarten hat heute regulär geöffnet.

Tierpark Hellabrunn München 28.02.2022
Gleisbaustelle sorgt für Beeinträchtigungen bei der Anreise zum Tierpark
Vom 14. März bis 19. Juni 2022 kommt es wegen Gleisbauarbeiten im Bereich der Implerstraße zu erheblichen Einschränkungen im Betrieb der U-Bahn-Linien U3 und U6. Wer in diesem Zeitraum einen Tierparkbesuch plant und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, muss sich auf Schienenersatzverkehr einstellen und etwas mehr Zeit einplanen. Ab Mitte März endet die U-Bahn-Linie U3 im Süden an der Brudermühlstraße. Im Norden endet die U3 je nach Tageszeit am Goetheplatz oder bereits am Sendlinger Tor. Für den Schienenersatzverkehr setzt die MVG über 40 Ersatzbusse ein, die zwischen Brudermühlstraße und über den unterbrochenen Streckenabschnitt hinaus bis Hauptbahnhof verkehren, um den Fahrgästen dort möglichst viele Umsteigemöglichkeiten zu bieten. Von der Sperrung betroffen sind aus dem Münchner Norden anreisende Tierparkbesucherinnen und -besucher: Sie können am Goetheplatz oder bereits am Hauptbahnhof auf den Schienenersatzverkehr ausweichen. Auf dem Weg nach Hellabrunn bringen Ersatzbusse mit der Liniennummer „U3“ die Fahrgäste über die Bahnhöfe Poccistraße und Implerstraße zur Station Brudermühlstraße. Von dort aus ist die U-Bahn-Station Thalkirchen (Tierpark), die in fußläufiger Entfernung des „Isar-Eingangs“ liegt, binnen eines Halts mit der U-Bahn erreichbar. Nach Angaben der MVG verlängert sich die Fahrzeit durch die Nutzung der Ersatzbusse voraussichtlich um 10 bis 15 Minuten. Eine weitere Anreisemöglichkeit besteht mit der ExpressBus Linie X30, die während der Arbeiten vom Harras bis zum Rotkreuzplatz verlängert wird. Für Besucherinnen und Besucher des Tierparks, die aus dem Nordwesten der Stadt anreisen, besteht daher eine Direktverbindung vom Rotkreuzplatz zum U-Bahnhof Brudermühlstraße – dort ist die U-Bahn-Station Thalkirchen (Tierpark) mit einem Halt erreichbar. Alternativ fährt die Buslinie 52 vom Sendlinger Tor über die U-Bahnhöfe Marienplatz, Kolumbusplatz und Candidplatz regulär zur Station „Tierpark Alemannenstraße“ am Flamingo-Eingang des Tierparks. Nicht von den Einschränkungen beeinträchtigt werden aus dem Münchner Süden anreisende Besucherinnen und Besucher. Auf dem Streckenabschnitt von der Endhaltestelle Fürstenried-West über Thalkirchen (Tierpark) bis zur Brudermühlstraße bleibt der reguläre Bahnbetrieb der U3 wie gehabt bestehen. Hintergrund der Gleisbaumaßnahmen ist die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Weichen, Kreuzungen und Schienen an der Implerstraße. Gemeinsam investieren die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) einen zweistelligen Millionenbetrag in den Umbau. „Nach knapp 50 Jahren hat die Weichenanlage nördlich des Bahnhofs Implerstraße das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und muss dringend erneuert werden, um zukünftig einen verlässlichen und einwandfreien Betrieb zu gewährleisten“, so Johannes Boos, Pressereferent der MVG. Dazu müsse die Strecke in diesem Bereich gesperrt werden. Die Arbeiten an den Gleisen werden am Morgen des 15. März aufgenommen und dauern bis in den Juni an. Tierparkdirektor Rasem Baban bittet um Verständnis und ruft dazu auf, das alternative Angebot des ÖPNV wahrzunehmen: „Wir bedauern die Umstände und Unannehmlichkeiten, die sich aus der Streckensperrung für Tierparkbesucherinnen und -besucher ergeben und bitten darum, auf das umfangreiche Schienenersatzangebot der MVG umzusteigen und auch etwas längere Fahrzeiten in Kauf zu nehmen.“ Der Tierpark Hellabrunn bittet darum, sich vor dem Besuch auf der Website www.hellabrunn.de/anfahrt über die Anreisemöglichkeiten und bei der MVG unter www.mvg.de/impler über die aktuellen Einschränkungen bei der U3 und alternative Verbindungen zu informieren

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