Zoopresseschau

Tierpark Nordhorn 04.02.2022
Erste Wildstörche im Tierpark sind zurück! Frühlingsboten wurden gesichtet
Wenige Tage früher als im vergangenen Jahr wurde im Tierpark Nordhorn der erste Wildstorch auf der Afrikascheune gesichtet und auch aus der näheren Umgebung des Zoos gab es erste Meldungen. Die das ganze Jahr über auf dem Vechtehof im Tierpark ansässige Storchendame „Oma“ wurde in den letzten Tagen bereits unruhig, meist ebenfalls ein sicheres Zeichen dafür, dass andere Störche in der Nähe sind. Die Rückkehrer, die bisher noch nicht gebrütet haben, haben noch keine Nestbindung und vagabundieren umher, bevor sie konkret beginnen um die vorhandenen Nistplätze zu kämpfen oder sich ein eigenes Nest anzulegen. Die erfahrenen Altstörche kehren hingegen direkt auf ihren angestammten Nistplatz zurück. Zwischendurch begutachten sie die vorhandenen Nester in der näheren Umgebung und „stehlen“ dort mitunter Stöckchen zur Aufbesserung ihres Eigenheimes. Gespannt sein darf man, wie viele Störche wohl in diesem Jahr den Tierpark Nordhorn als lohnenswertes Brutgebiet auswählen. Speziell in den letzten Jahren stieg die Anzahl der im Familienzoo brütenden Wildstörche immens an. Während es im Jahr 2014 gerade einmal 6 Brutpaare waren, werden mittlerweile alleine im Familienzoo rund 30 Brutpaare gezählt. Die Storchenentwicklung in der Grafschaft Bentheim – Anfang des 20. Jahrhunderts gab es noch ca. 4500 Brutpaare in Niedersachsen. Der Bestand ging dann stetig zurück, bis auf ca. 250 Paare in 1988. In der Grafschaft Bentheim gab es ab etwa 1930 keine Brutpaare mehr! Seit Ende der 1980er Jahre hat sich der Bestand in Niedersachsen dann wieder auf über 1000 Paare erholt. In der Grafschaft Bentheim sind es aktuell 46 Brutpaare. Einen besonderen Anteil an der guten Bestandsentwicklung in der Grafschaft Bentheim haben die Störche bei uns im Tierpark. Bei Storchenliebhabern sehr bekannt ist die mächtige Storcheneiche, in der ein Großteil der Nester zu finden ist. Generell versucht der Tierpark in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim die hübschen Schreitvögel in die Flächen außerhalb des Zoogeländes zu ziehen. Durch das Aufstellen mehrerer Nester im Bereich der Vechteaue soll ihnen hier ein attraktiver Ort zur Jungenaufzucht geboten werden. Hier sollen sich die Tiere ihr Futter in der Vechteaue und auf den Wiesen und Äckern in der Umgebung selber suchen.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 04.02.2022
Niedlicher Nachwuchs auf dem Bauernhof im Alpenzoo – Gänseküken im Winter
Unsere Landgänse haben mitten im Winter Nachwuchs bekommen. Drei putzmuntere Küken sind vorgestern, pünktlich mit dem Schnee geschlüpft. Aufgrund des Schnees halten sich die Kleinen erstmal „nur“ im Stall auf und kuscheln sich gerne und viel bei der Mutter unter. Wenn die Küken etwas größer sind und weniger Schnee liegt, werden sie dann den ganzen Bauernhof erkunden. Zoodirektor Dr. André Stadler freut sich sehr über den Nachwuchs: „Landgänse sind eine alte und mittlerweile bedrohte Haustierrasse. In ganz Österreich wird mit weniger als 200 Landgänsen gezüchtet. Es ist ein schöner Erfolg des Alpenzoo und es macht einfach Spaß, die drei Küken bei ihren ersten Ausflügen zu beobachten. Der Alpenzoo setzt sich nicht nur für bedrohte Wildtiere ein, sondern auch für bedrohte Haustierrassen“.

Tierpark Goerlitz 04.02.2022
Jede freie Hand hilft bei der Fertigstellung des neuen Tierpark-Eingangs
Ob eine Nutzung für die Besucher wie geplant im März schon möglich sein wird, steht derzeit jedoch in den Sternen. Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Eingangs zum Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec sind in vollem Gange. Ein kleiner Zwischenerfolg ist die pünktliche Fertigstellung der Außenhülle des Gebäudes. Der Termin dieses Bauabschnitts zum 31.12.2021 konnte somit dank hoher Flexibilität und Hilfe regionaler Gewerke wie Dach, Fenster und Türen gehalten werden. Die Kosten dafür in Höhe von 98.000€ wurden zur Hälfte vom Kulturraum und der Stadt Görlitz projektbezogen bezuschusst. Nun gibt es weiterhin allerhand zu tun. Der zweite Bauabschnitt des Innenausbaus mit der Installation von Heizung, Strom und EDV muss spätestens bis März abgeschlossen sein. Daher packt nun jede freie Mitarbeiterhand mit an, damit das Ziel der Fertigstellung bis zum Saisonstart erreicht wird. Auch dafür konnte der Tierpark kurzfristig eine Förderung ergattern: mit 50.000 € fließen 90% der Kosten aus PMO-Mitteln in das Projekt. Zuletzt kam die Frage auf, wie Spendenaufrufe für den Erhalt des Tierparks mit dem Neubau des Eingangs zu vereinbaren seien. Der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins Carsten Liebig erklärt die Situation: „Die laufenden Kosten für den Unterhalt des Tierparks und einmalige Projektkosten für Neubauten sind zwei völlig unabhängige Dinge.“ Die laufenden Kosten sind für gewöhnlich durch den Tierparkbetrieb gedeckt – funken keine Beschränkungen wie jene durch Corona dazwischen und sorgen dafür, dass der Tierpark auf zusätzliche Spenden angewiesen ist. Großprojekte wie der neue Eingang hingegen werden oftmals erst durch die Akquise entsprechender Fördertöpfe möglich. Daher sind Trägerverein und Mitarbeiter des Tierparks sehr dankbar für die riesige Unterstützung und Spendenbereitschaft, die der Tierpark in den letzten zwei Corona-Jahren erfahren durfte. „Nach sieben Jahren Suche nach Fördergeldern und Bewilligung der entsprechenden Bauanträge können wir dieses sehr wichtige und dringend benötigte infrastrukturelle Projekt für unsere Besucher nun umsetzen. Somit erfüllen wir damit auch die Auflagen der Trennung zwischen eingehenden und ausgehenden Besucherströmen“, so Carsten Liebig weiter. „Dankbar sind wir auch über das hohe Engagement unserer Mitarbeiter. Mittels der Eigenbeteiligung des Tierparkpersonals konnten die geschätzten Kosten von über 350.000€ deutlich gesenkt werden.“

Tiergarten Kleve 04.02.2022
Tierische Inventur im Tiergarten Kleve
Einmal im Jahr geht das große Zählen los: Nach zahlreichen Geburten, Neuzugänge aus anderen Zoos oder abgegebenen Tiere wird kontrolliert, ob alle Listen noch korrekt sind und wie viele Tiere tatsächlich im Tiergarten Kleve leben. Bei manchen Tieren wie den Gürteltieren oder den Maras ist die Anzahl schnell bestimmt, während insbesondere bei sehr flinken Tieren in großen Gruppen die Inventur zu einer größeren Herausforderung wird. „Unsere Seidenreiher sind mit acht männlichen und sechs weiblichen Tieren nicht mehr so leicht zu zählen wie unsere Gürteltiere, bei denen wir mit Pedro und Paloma nur ein Pärchen haben“, berichtet Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Auch bei unseren 26 Zwergziegen haben wir zum Jahresende mehr Arbeit, weil wir uns jede einzelne Ziege einmal genau anschauen und die Ohrmarke kontrollieren. So können wir den Ist-Bestand mit dem aus unseren Listen ermittelten Soll-Bestand abgleichen und eventuelle Abweichungen akribisch nachverfolgen.“ Und so hat sich tierbestandsmäßig im vergangenen Jahr einiges im Tiergarten Kleve getan: Mit Strauß, Mara, Gürteltier, Rüsselspringer, Lisztaffe und Alpaka sind gleich sechs neue, spannende Arten in den Familienzoo am Niederrhein gezogen. Gleichzeitig wurde 2021 die Haltung einiger Tiere wie dem Ungarischen Steppenrind oder dem Uhu ganz aufgegeben. Polotzek: „Vergangenes Jahr ist viel bei uns im Tiergarten Kleve passiert. Persönliche Highlights waren für mich zweifelsohne die neuen Tierarten wie Lisztaffe oder Gürteltier, aber auch Zuchterfolge wie bei Zwergotter, Trampeltier und Seehund haben 2021 für mich aus zoologischer Sicht besonders gemacht.“ Nach mehreren Wochen des Zählens dann das Ergebnis: Am 31.12.2021 lebten 309 Tiere aus 61 verschiedenen Arten und Rassen im Tiergarten Kleve, darunter 255 Säugetiere (46 Arten/Rassen) sowie 54 Vögel (15 Arten/Rassen). Doch wie geht es 2022 im Tiergarten Kleve weiter? Tiergartenleiter Martin Polotzek blickt voller Vorfreude auf zahlreiche Neuigkeiten im neuen Jahr: „Zoologisch wird 2022 einiges bei uns passieren. Erstmalig in unserer Geschichte möchten wir dieses Jahr das erste Reptil bei uns begrüßen und sind derzeit in den Vorbereitungen für eine neue, hochbedrohte Affenart. Und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms wird unser Roter Panda Spike auch nicht länger alleine bleiben: Im Laufe des Jahres soll nämlich ein neues Pandaweibchen bei uns Einzug erhalten, sodass 2022 hoffentlich wieder tierisch gut wird!“

Zoo Hoyerswerda 03.02.2022
Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust von sechs Erdmännchen – Tragischer Unfall – Erdmännchen im Zoo Hoyerswerda gestorben
Der Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust von sechs Tieren seiner siebenköpfigen Erdmännchen-Gruppe. Sie konnten sich vermutlich aufgrund eines kleineren Erdrutsches nicht mehr aus ihrem selbstgebauten Höhlentrakt befreien. Die Bergungsversuche der Tierpfleger*innen blieben leider ohne Erfolg. „Wir haben noch einmal gründlich gesucht, aber haben keine Lebenszeichen gefunden oder die Familie bergen können“, erklärt Tierpflegerin Heidi Sladek. Erdmännchenanlage verfügt über Einsturzschutz – Unfälle wie diese kommen im natürlichen Habitat der Erdmännchen aufgrund ihrer intensiven Grabetätigkeit genauso vor. Dementsprechend wurde nach Rücksprache mit anderen Zoologischen Einrichtung beim Bau der Anlage vor sechs Jahren besonders auf die Zusammensetzung des Bodensubstrates geachtet, um eben diese unterirdische Höhleneinstürze weitestgehend vermeiden zu können. Die circa zwei Meter tiefe Substratschicht aus unterschiedlicher Körnung und Lehm bietet normalerweise ausreichend Stabilität. Auch ein Untergrabeschutz verhindert ein zu tiefes Graben und ein Pflegersteg sichert Tiere und Mitarbeiter vor Einsturz. „Warum jetzt gerade nach über sechs Jahren die Erde nachgab, können wir leider nicht sagen“, äußert sich Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, zu dem Unfall. Eins ist jedoch Gewiss: Die sechs Erdmännchen, darunter Frank und Kurt, der Nachwuchs des vergangenen Jahres und deren große Schwester, werden vom Zoo-Team und Königin Heidi schmerzlich vermisst. „Der Verlust schon eines einzelnen Tieres schmerzt, aber gleich eine Gruppe zu verlieren, hat uns alle unglaublich mitgenommen“, berichtet die namensgebende Tierpflegerin Heidi Sladek bestürzt. Erdmännchen leben in großen Familienverbänden und eignen sich nicht für eine Vergesellschaftung mit einer ihnen unverwandten Gruppe. Damit das Erdmännchen-Weibchen Heidi nicht lange einsam ist, wird nach neuen möglichen männlichen Partnern für eine passende Vergesellschaftung gesucht. Bevor jedoch neue Erdmännchen einziehen, wird die Substratschicht der Anlage erneut geprüft und gegebenenfalls optimiert.

Kölner Zoo 03.02.2022
Junger südamerikanischer Schweifaffe geboren: Kölner Zoo freut sich über erneuten Nachwuchs bei den Weißkopfsakis
Zuwachs im jüngst eröffneten „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ im Kölner Zoo: Das beliebte Weißkopfsaki-Paar „Liv“ und „Kourou“ zieht hier das männliche Jungtier „Mana“ groß. Er kam am 13. Januar dieses Jahres zur Welt und klammert sich an den Bauch seiner Mutter die mit ihm auch über den Köpfen der Besucher springt und klettert. Seine Mutter „Liv“ und wurde 2016 im Zoo Overloon, Niederlande, geboren, sein Vater „Kourou“ im gleichen Jahr im Combe Martin Wildlife Park in England. Seit Mitte vergangenen Jahres bewohnen sie die neu entstandene Dschungelerlebniswelt des „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses“ im Kölner Zoo mit frei sich bewegenden Säugetieren und Vögeln Mittel- und Südamerikas. „Liv“ und „Kourou“ haben in Köln bereits ein Jungtier großgezogen. Es ist ebenfalls ein Männchen etwas über ein Jahr alt und heißt „Belize“. Weißkopfsakis gehören zu den Schweifaffen. Ihr Fell ist auffällig buschig. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich. Männchen sind schwarz und haben eine weiße Gesichtsmaske. Weibchen sind durchgehend braungrau, beide erreichen ein Gewicht von 1.5 – 1.8 kg. Sakis bewegen sich in großen Sprüngen und auf Ästen und Stämmen laufend und kletternd fort. Sie leben in monogamen Familienverbänden, schließen sich aber kurzzeitig auch mit anderen Affenarten zusammen. Die Jungen werden ausschließlich von der Mutter versorgt. Sakis sind nicht nur durch den Holzeinschlag bedroht, sondern werden auch wegen ihres Fleisches bejagt. Sie kommen allerdings noch in größeren, bisher nicht stärker bedrohten Populationen in den Ländern des Guyana-Schilds (Guyana, Surinam, Französisch Guayana), Venezuela und Nordbrasilien, in nördlichen Teil Südamerikas vor. Echter Hingucker und Gute-Laune-Macher – Das wachsende Ökosystem im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ macht – nicht nur – an grauen Wintertagen gute Laune. In der Warmhalle sorgen Löwen- und Silberäffchen, Riesentukan oder Sonnenralle für exotische Farbtupfer. Die beiden Faultiere „Jumi“ und „Perez“ zeigen, dass man sich ruhig einmal hängen lassen darf. Warm ums Herz machen auch botanische Besonderheiten in unseren Breiten, wie Kakao- und Breiapfelbaum, Kaffeestrauch oder seltene Bromelien. Das denkmalgerecht kernsanierte Tropenhaus – ehemals „Historisches Südamerikahaus“ genannt – steht seit Herbst 2021 für Besucher offen. Gekoppelt an Artenschutzprojekt im Ursprungsgebiet – Als Teil seines breiten und sukzessive größer werdenden Engagements für den Schutz der Biodiversität hat der Kölner Zoo die Sanierung an die Unterstützung eines Artenschutzprojekts im Ursprungsgebiet der Tiere, die im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ leben, geknüpft. Konkret arbeitet der Zoo mit dem International Tropical Conservation Fund zusammen. Gemeinsam erreichte man in den vergangenen Jahren u.a., dass im mittelamerikanischen Staat Belize ein mehr als 400 Quadratkilometer großes Schutzgebiet aus unterschiedlichen, seltenen und wertvollen Waldtypen – von Trocken- bis Regenwäldern – geschaffen wurde. Gleichzeitig werden Umweltbildungs- und Ökotourismus-Maßnahmen gefördert, siehe auch www.koelnerzoo.de/artenschutz.

Erlebniszoo Hannover, 03.02.2022
Hoffnungsträger im Doppelpack
Nachwuchs bei den Madagassischen Spinnenschildkröten im Erlebnis-Zoo Hannover
Große Freude im Erlebnis-Zoo Hannover: In kurzer Zeit sind gleich zwei kleine Hoffnungsträger der vom Aussterben bedrohten Madagassischen Spinnenschildkröten zur Welt gekommen: Am 29. November schlüpfte das erste Jungtier mit 12 Gramm, am 6. Januar folgte eine zweite Mini-Schildkröte mit 10 Gramm Schlupfgewicht. Bei ihrer Geburt sind die Reptilien nur etwa so groß wie eine Ein-Euro-Münze. Madagassische Spinnenschildkröten zählen zu den kleinsten Landschildkröten der Welt. Und sie sind echte Seltenheiten: In der Wildnis nimmt ihr Bestand immer mehr ab. Als besonders kleine Schildkröten sind die Pyxis arachnoides bei Terrarienbesitzern geschätzt und damit ein beliebtes Ziel für den illegalen Wildtierhandel: In ihrer Heimat Madagaskar, wo sie im Südwesten der Insel in Trockenwäldern und Dornbuschsavannen entlang eines Küstenstreifens leben, werden sie zuhauf an den Stränden eingesammelt und für viel Geld auf dem Schwarzmarkt verkauft. Außerdem bedroht der Verlust ihres Lebensraums den Bestand der Tiere: Ihr Lebensraum wird für Plantagen zum Anbau von Bananen, Ölpalmen und Soja genutzt. Zudem haben Madagassische Spinnenschildkröten eine geringe Reproduktionsrate: Ein Weibchen legt nur ein Ei pro Gelege. Erfolgreiche Nachzucht einzigartig – Mit der erfolgreichen Nachzucht der Spinnenschildkröten leistet der Erlebnis-Zoo einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt. Zurzeit gibt es in Deutschland innerhalb der im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisierten Zoos nur in Hannover Nachwuchs bei den Madagassischen Spinnenschildkröten. Seit 2011 sind hier 13 Jungtiere der seltenen Schildkröten geschlüpft. Und nun sogar im Doppelpack. Die ersten Tage verbringt der winzige Nachwuchs gut behütet hinter den Kulissen. Die Tierpfleger haben ein aufmerksames Auge auf die Jungtiere, setzen sie regelmäßig auf die Waage, um sicherzugehen, dass die kleinen Seltenheiten sich gut entwickeln. Erst, wenn der Panzer ausgehärtet ist und der Mini-Schildkröten stetig zunehmen, dürfen sie zu den anderen Jungtieren in den Spinnenschildkröten-Kindergarten ziehen. Das Zoo-Team zeigt sich hoffnungsvoll: Im Inkubator werden zurzeit noch vier weitere Eier bebrütet, aus denen in den kommenden Wochen und Monaten noch weitere Hoffnungsträger schlüpfen könnten. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir aus Hannover weiter erfolgreich unseren Beitrag zum Arterhalt der Madagassischen Spinnenschildkröten leisten können.“ Steckbrief – Madagassische Spinnenschildkröte (Pyxis arachnoides) Lebensraum: Dornenbuschsavanne und semiraride laubabwerfende Trockenwälder Südwestmadagaskars – Nahrung: Blätter, Wildkräuter, junge Früchte, Blütem – Größe: bis 12 cm – Brutzeit: 300 bis 330 Tage – Erreichbares Alter: bis 70 Jahre – Bedrohungsstatus: Vom Aussterben bedroht

Zoo Duisburg 03_02_2022
Erster Tiergeburt im neuen Jahr: Meißner Widder haben Nachwuchs
Noch halten sich die sechs kleinen Kaninchen in ihrem schützenden Nest auf. Die Haustierrasse zählt zu den bedrohten Tierarten. Die ersten Tierkinder im neuen Jahr passen noch auf die Handfläche eines erwachsenen Menschen: Sechs Meißner Widder haben Anfang Januar das Licht der Welt erblickt. Die ersten Lebenswochen verbrachten die nackten wie blinden Widderbabies im ausgepolsterten Nest im warmen Kaninchenstall. „Mittlerweile werden sie deutlich aktiver und haben die Nase auch schon aus der Wurfbox gestreckt“, erklärt Revierleiter Maik Elbers. In den nächsten Tagen erwartet der Tierpfleger dann auch die ersten Ausflüge der Kleinen. Zuerst im schützenden Stall, bei wärmeren Temperaturen dann auch auf der Außenanlage. Das Besondere an den kleinen Widder sind die Ohren. Maik Elbers erklärt: „Noch haben die Jungtiere Stehohren. Diese kippen meist ab der zwölften Lebenswoche zur Seite“. Meißner Widder zählen zu den bedrohten Haustierrassen. Früher wurden die Tiere wegen ihres samtigen Fells häufig gezüchtet. Aufgrund der geringen wirtschaftlichen Bedeutung geriet die Rasse in den letzten Jahrhunderten aber zunehmend in Vergessenheit und die Bestände schrumpften deutlich. Im Jahr 1976 lebten in Deutschland lediglich noch 50 registrierte Meißner Widder. Engagierte Züchter wie auch Zoologische Gärten setzen sich dafür ein, alte Haustierrassen wie die Meißner Widder zu bewahren. Denn diese „alten Rassen“ gelten als widerstandsfähiger gegenüber denen, welche in der konventionellen Landwirtschaft gehalten werden.

Zoo Heidelberg 03.02.2022
Wunder Wahrnehmung – Interaktive Dauerausstellung im Zoo Heidelberg entdecken
Spannende Mitmachstationen rund um das Thema Wahrnehmung laden im Zoo Heidelberg zum Experimentieren und Entdecken ein. Menschen, Tiere und Pflanzen – jedes Lebewesen nimmt die Umgebung wahr, egal ob mit Ohren, Augen oder Rezeptoren. In der Explo-Halle im Zoo Heidelberg können große und kleine Entdecker ab sofort in vier Bereichen – Mensch, Tier, Pflanze und Zukunft – an abwechslungsreichen Mitmachstationen die Wahrnehmungsphänomene der Natur erleben und erfahren. Der Zoo Heidelberg freut sich, den Zoobesuchern mit der Ausstellung „Wunder Wahrnehmung“ ein weiteres spanendes Erlebnis beim Zoobesuch zu bieten. „Naturphänomene erleben, erforschen und verstehen kann ganz wesentlich unsere Wertschätzung der Natur steigern und Menschen für Tiere und Natur begeistern. Vielleicht gibt es uns sogar den Impuls, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten“, sagt Zoodirektor Dr. Wünnemann. Besucher der Ausstellung werden durch vier Themenwelten geleitet. Zu Beginn steht die menschliche Wahrnehmung, das Sehen, im Fokus. Optische Täuschungen und Spiegel-phänomene stellen die Augen der Besucher auf die Probe: Sehen wir wirklich das, was wir sehen oder spielt uns unsere Wahrnehmung Streiche? In einem Spiegelkabinett fühlt man sich, als würde man schweben, beim Zeichnen an den Spiegelexponaten ist höchste Konzentration gefragt und an der Lichtorgel lassen sich unterschiedliche Klänge erzeugen. Beim Weitergehen durch die Halle kommen die Besucher zu überraschenden Phänomenen im Tierreich. Hier dreht sich alles darum, wie Tiere hören. Viele Tiere haben besondere Ohren und ein sehr empfindsames Gehör, und nicht immer sind die Ohren das einzige, womit Töne wahrgenommen werden. Was es mit Ultraschall und Infraschall auf sich hat, welche Tiere besonders gut hören und wie die Form der Ohren Einfluss darauf nimmt, können Besucher hier selbst entdecken. Wer schneidet am besten beim Tierstimmen-Memory ab? Pflanzen sind Lebewesen, die auch ohne Augen und Ohren Reize aufnehmen. Einige von ihnen besitzen besondere Fähigkeiten, sich in ihrem Lebensraum zu verbreiten. Wer es nicht glaubt, kann sich davon im Pflanzenbereich der Ausstellung überzeugen. Unsere Wahrnehmung beeinflusst unser Handeln, unser Handeln beeinflusst unsere Zukunft: Der Bereich Zukunft gibt Denkanstöße zu erneuerbaren Energien und nachhaltigem Handeln. Wie Sonnenenergie genutzt werden kann, zeigt die Solarflieger-Station: Nur, wenn das Licht korrekt auf die Modellflugzeuge trifft, setzen sich die Flieger in Bewegung. Ein sichtbares Symbol für nachhaltige Nutzung von Ressourcen bildet die große englische Telefonzelle: Sie ist zur Sammelstelle für ausgediente Handys geworden. Die Handys werden im Zoo gesammelt und bei einem zertifizierten Unternehmen recycelt, um die darin enthaltenen Edelmetall wieder nutzen zu können. Zoobesucher können ihr altes Handy in den Zoo mitbringen und direkt in die Telefonzelle einwerfen. Wer die Wunder der Wahrnehmung erkunden möchte, sollte die Ausstellung besuchen. Dank der Informationen an den verschiedenen Exponaten und den Anleitungen kann jeder den Phänomenen selbst auf den Grund gehen. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Die Dauerausstellung „Wunder Wahrnehmung“ in der Explo-Halle des Zoo Heidelberg ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis des Zoos bereits enthalten. Die Ausstellung richtet sich an alle Altersklassen.

Tierpark Gotha 02.02.2022
Auf die Tatzen, fertig, los – Der neue Online-Ticketshop für den Tierpark Gotha
Für die digitale Erweiterung arbeitet der Tierpark Gotha mit dem Partner zoo2go zusammen. Seit Veröffentlichung der neuen Webseite des Tierpark Gotha Ende des letzten Jahres steht den Besuchern der neue Ticketshop unter tickets.tierpark-gotha.de zur Verfügung. Grundlage hierfür ist die Einbindung in das System des Online-Anbieters zoo2go. Zoo2go ist eine Plattform für Zoos, Tier- und Wildparks, um die beiden Welten Online & Offline zu verbinden. Nach dem Prinzip „Eine Plattform – alles im Griff” ermöglicht sie zoologischen Einrichtungen das einfache Management digitaler Dienste und kombiniert diese mit einer ansprechenden mobilen App. Besucher können nun sowohl über die neue Tierpark-Webseite als auch die zoo2go-App aus dem App-Store gemütlich von Zuhause aus tagesgebundene Tickets für den Tierpark Gotha kaufen.

Zoo Magdeburg 02.02.2022
Neuzugang mit 30.000 Stacheln: Neuer Partner für Baumstachler Trixie
Zusammengerollt wie eine stachlige Kugel, faultierartig langsam bewegend oder als hervorragender Kletterer auf Bäumen präsentiert sich der neueste Zugang im Zoo Magdeburg. „Es ist ein Baumstachler namens Erwin, der aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck nach Magdeburg gekommen ist, um mit unserem Baumstachler-Weibchen Trixie die Zucht fortzusetzen. Trixie lebte kurzzeitig mit ihrem jüngsten Nachwuchs allein, da ihr Partner Borstel im hohen Alter von 17 Jahren verstarb. Baumstachler – auch Ursons genannt – werden nicht häufig in den deutschen Zoos gehalten und entsprechend selten sind auch die Zuchterfolge“, erklärt Felix Husemann, Kurator und Tierarzt des Zoo Magdeburg. Seit 1997 gehört der Baumstachler zum Tierbestand des Magdeburger Zoos. Seit 2003 gibt es regelmäßige Zuchterfolge bei dieser Nagetierart – insgesamt neun Jungtiere waren es bisher. Auf Grund ihres außergewöhnlichen Aussehens sind sie bei den Besuchern besonders beliebt. Im Zoo Magdeburg bewohnen die Baumstachler mit den Schwarzschwanz-Präriehunden eine gemeinsame Anlage neben dem Tapirhaus. Beide Tierarten leben im gleichen Verbreitungsgebiet, bewohnen aber unterschiedliche „Stockwerke“. Wuseln die Präriehunde nicht auf der Anlage umher, sondern halten sich in ihren unterirdischen Bereichen auf, dann können die Besucher die putzigen Baumstachler, oftmals auf den Bäumen liegend und kletternd beobachten. Erwachsene Baumstachler haben etwa ein Gewicht von 8 bis 10 Kilogramm. Das Markenzeichen dieser etwas plump erscheinenden Nagetiere sind ihre Stacheln. Sie tragen teilweise verdeckte Stacheln im langborstigen, braunen Fell mit dichter, isolierender Unterwolle. Der Schwanz ist dicht und kurz bestachelt. Muss sich ein Urson verteidigen, setzt er seine bis zu 30.000 Stacheln ein, die mit ihren winzigen Widerhaken in der Haut des Angreifers stecken bleiben und dort gefährliche Entzündungen hervorrufen können. In ihrem natürlichen Lebensraum – in den Wäldern von Mexiko bis Alaska – verbringen die Ursons den Großteil ihres Lebens auf Bäumen.

Zoo Landau in der Pfalz 02.02.2022
„Rund um die Liebe bei Tieren“: Zooführung zum Valentinstag mit kleinem Sektempfang am Montag, 14. Februar 2022, um 15 Uhr
„Rund um die Liebe bei Tieren“ dreht sich die erste Veranstaltung des Jahres 2022 im Zoo Landau in der Pfalz: Am Valentinstag (Montag, 14. Februar 2022) geht es mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Landauer Zooschule auf einen Zoorundgang zu den tierischen Familien und Pärchen im Zoo. Im Warmhaus gibt es rund um die sprichwörtliche Affenliebe viel zu erfahren – im Harem, der Klein- oder Großfamilie oder auch unter Geschwistern. Bei den Sudangeparden muss das Feuer der Liebe durch räumliche Trennung wachgehalten werden, bei den Humboldt-Pinguinen hält es (mit Ausnahmen) meist ein Leben lang. Die Natur hält im Tierreich viel Spannendes und Unterhaltendes zum Thema bereit. Nicht überall kann allerdings der tierischen Liebe im Zoo Landau freier Lauf gelassen werden. Bei Arten, die Teil eines europaweit koordinierten Erhaltungszuchtprogramms (Europäisches Ex-situ-Programm EEP) sind, gelten strenge Regeln, wer sich mit wem fortpflanzen darf und wie oft. Zur etwa eineinhalbstündigen Führung gehört auch ein kleiner Sektempfang im Freien vor der Zooschule. Die Führung richtet sich an das erwachsene Zoo-Publikum.

Tierpark Hellabrunn München 02.02.2022
Hellabrunn verabschiedet Schwarzspitzen-Riffhai Else
Vor etwa 18 Jahren bezogen Else und Kurt als junges Riffhai-Pärchen das Aquarium des Tierparks. Nachdem Kurt im Februar 2019 verstorben war, musste Else nun leider aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands im hohen Alter von etwa 20 Jahren eingeschläfert werden. Von 2004 bis 2019 lebte Else mit ihrem Gefährten Kurt zusammen im Hellabrunner Aquarium. Beide zählten zu den Senioren des Europäischen Zuchtbuchs für Schwarzspitzen-Riffhaie. In den letzten zwei Jahren bewohnte Else als einziger Schwarzspitzen-Riffhai mit vielen anderen Fischen und einer Netzmuräne das größte Aquarium in Hellabrunn. Die Tierpfleger beobachteten den gesundheitlichen Zustand des betagten Hai-Weibchens schon seit einiger Zeit mit wachsender Sorge. In Anbetracht ihres hohen Alters waren die Alterserscheinungen keine Überraschung: „Besonders auffallend war die Körperhaltung des Tiers, welche mit veränderten Schwimmbewegungen einherging“, erklärt Lena Bockreiß. Als Kuratorin des Aquariums steht sie in engem Austausch mit dem zuständigen Tierpflege- und Tierärzte-Team. Da auch eine tiermedizinische Behandlung keinerlei Besserung brachte, wurde Else am heutigen Mittwoch eingeschläfert. „Dass wir nun auch den zweiten Riffhai aus Hellabrunn verabschieden mussten, ist sehr bedauerlich“, so Tierparkdirektor Rasem Baban, und weiter: „Bei dieser Entscheidung, die uns nicht leichtgefallen ist, steht immer das Tierwohl im Mittelpunkt.“ Bis das große 100.000 Liter fassende Haibecken im Aquarium neu besetzt wird, bleiben die vielen kleinen Riffbewohner und die ebenfalls darin lebende Netzmuräne erst einmal unter sich. Kuratorin Lena Bockreiß ist bereits im Gespräch mit der Koordinatorin des Europäischen Zuchtbuches für Schwarzspitzen-Riffhaie und kann den Besucherinnen und Besuchern versichern, dass sie sich zeitnah auf den Nachbesatz freuen dürfen: „Hellabrunn beteiligt sich weiterhin am Erhaltungszuchtprogramm für Schwarzspitzen-Riffhaie und so werden auch in naher Zukunft wieder neue Tiere dieser Art im Aquarium zu sehen sein.“ In ihrer Heimat, den Küstenregionen des Indischen Ozeans und um die Inselgruppen des westlichen Zentralpazifiks, gelten Schwarzspitzen-Riffhaie aufgrund der Zerstörung ihrer Habitate und Wasserverschmutzung, aber auch durch gezielte Bejagung als bedroht und werden laut Roter Liste der IUCN als gefährdet eingestuft.

Zoo Salzburg 02.02.2022
Bartwuchs und Banane: Junge Kaiserschnurrbarttamarine im besten „Flegelalter“
Was Mama frisst, muss doch irgendwie gut sein. Und in der Tat: Banane schmeckt nicht nur, sie ist sogar richtig lecker. Wenn es gelingt, einmalige Momente nicht nur mitzuerleben, sondern auch bildlich festzuhalten, ist die Freude doppelt groß. So ging es jüngst den Zoo-Tierpflegern, als sie beobachteten, wie Kalani, einer der Ende 2021 geborenen Kaiserschnurrbarttamarine, zum ersten Mal in seinem jungen Leben feste Nahrung in Form eines Stückchens Banane zu sich nahm. Erst wollte Momo ihrem aufdringlichen Nachwuchs wohl nichts abgeben. Dann hat sie Kalani aber doch etwas von der Banane hingehalten und der Gesichtsausdruck beim ersten Bissen des Kleinen haben wirklich Bände gesprochen. Bei den beiden Jungtieren Kalani und Suri steht Banane immer noch ganz oben auf dem Speisezettel. Allerdings betteln sie jetzt nicht mehr ausschließlich ihre Eltern Gordon oder Momo an, sondern greifen ab und zu schon selbst in die Futterschüssel. „Solange sie noch nicht wissen, was sie fressen dürfen und was nicht, nehmen sie ihr Obst, Gemüse und Insekten direkt von den Eltern“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Ist der Hunger groß können die zwei auch richtig laut werden.“ Dabei machen sich die kleinen Kaiserschnurrbarttamarine im besten „Flegelalter“ nicht nur lautstark bemerkbar, auch ihr Bartwuchs ist bereits recht beeindruckend. Ein Blick auf den „kaiserlichen Bart“ der Eltern lässt jedoch erahnen: Da ist noch Luft nach oben. Der lange weiße Schnurrbart ist zweifelsohne das auffälligste Merkmal der in Südamerika beheimateten Krallenaffen. Ihm verdanken sie ihren Namen. Da die 1907 erstmals entdeckten Kaiserschnurrbarttamarine in Europa zunächst nur als präparierte Exemplare – mit in kaiserlicher Manier nach oben gezwirbeltem Bart – in Museen zu sehen waren, basiert er jedoch auf einem „kleinen Irrtum“. Dennoch ist den kleinen Bartträgern der Name geblieben. Für Gordon, der am 31. März 2018 im Zoo Salzburg geboren wurde und seine vierjährige Partnerin Momo, die im vergangenen Jahr aus dem Tierpark Bern nach Salzburg kam, sind Kulani und Suri die ersten Jungtiere. „Dafür haben sie ihre Sache sehr gut gemacht. Wie bei diesen Primaten üblich, hat sich Vater Gordon in erster Linie um den Nachwuchs gekümmert und die Kleinen in den ersten Wochen auf seinem Rücken getragen. Zum Säugen hat er sie dann der Mutter übergeben“, verrät Sabine Grebner. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Wer die quirlige Affenfamilie dabei beobachten möchte, wie sie flink von Ast zu Ast springen, sollte bei seinem nächsten Zoobesuch unbedingt im Gibbonhaus vorbeisehen.

Zoo Gelsenkirchen 01.02.2022
ZOOM Erlebniswelt: Schnupperkurse als Tierpfleger ab sofort buchbar
Fische für Seelöwen zubereiten, den Giraffenstall einstreuen oder Rote Varis füttern: Die Aufgaben der Tierpfleger sind vielfältig und spannend. Wer diese abwechslungsreiche Arbeit kennenlernen will, kann in der ZOOM Erlebniswelt einen Schnupperkurs als Tierpfleger machen. Ab heute, 01. Februar 2022, ist dieses Angebot buchbar – los geht es mit den Schnupperkursen dann ab März. Jeweils vier Stunden lang dauert ein Schnupperkurs, der immer samstags und sonntags von 07:30 bis 11:30 Uhr in verschiedenen Revieren stattfindet. Begleitet wird der Kurs von einem Zoolotsen und ist für maximal zwei Teilnehmer möglich. Zur Auswahl stehen derzeit die Reviere von Alaska und Afrika. Neu hinzugekommen ist der Grimberger Hof mit dem Schildkrötengarten – auch hier darf kräftig mitangepackt werden. Futtertröge reinigen, Heu und Stroh bereitstellen, Ställe ausmisten: Auf einem Bauernhof ist immer viel zu tun. Nebenbei lernen die Schnupperkursteilnehmer Husumer Protestschweine, Schafe, Ziegen und Co kennen und dürfen den Tierpflegern gerne ihre Fragen stellen. Wer sich für einen Schnupperkurs in der Erlebniswelt Alaska entscheidet, hat erstmals die Möglichkeit, Brillenpinguine zu füttern. Daneben gibt es viele weitere, interessante Arbeiten zu erledigen: Beispielsweise dürfen die Teilnehmer gerne mithelfen, die Ställe von Waschbären und Elchen auf Vordermann zu bringen oder Eis- und Braunbären mit Leckereien zu versorgen. In den Revieren Afrikas warten ebenfalls viele Aufgaben auf die Teilnehmer – etwa die Ställe der Watussirinder herzurichten oder im Giraffenhaus das Futter vorzubereiten. Dabei bekommen sie besondere Einblicke hinter die Kulissen der ZOOM Erlebniswelt und erleben einzigartige Momente, wie beispielsweise die Giraffen zu füttern.

Zoo Krefeld 01.02.2022
Zoo Krefeld: Bildungspartnerschaft mit drei weiterführenden Schulen – Außerschulischer Lernort, anschauliche naturwissenschaftliche Lerninhalte
Der Zoo Krefeld als bedeutender außerschulischer Lernort ist jetzt mit drei weiterführenden Schulen aus der Umgebung eine Bildungspartnerschaft eingegangen. Ziel ist es, den Bildungsauftrag beider Seiten durch die Kooperation zu intensivieren. Zu den neuen Partnern gehören die Krefelder Gesamtschule Uerdingen, das Lise-Meitner-Gymnasium aus Willich und die Rupert-Neudeck-Gesamtschule aus Tönisvorst. Für die Schulen bieten sich durch die Bildungspartnerschaft zahlreiche Vorteile. Lerninhalte aus den verschiedenen Fächern wie Biologie, Erdkunde, Deutsch, Philosophie oder Kunst können im Zoo intensiver von den Schülern bearbeitet werden. Forschendes, fächerübergreifendes und nachhaltiges Lernen wird erleichtert. Naturwissenschaftliche Aspekte werden durch die Zoolehrer und die Pädagogen des BNE-Regionalzentrums (Bildung für nachhaltige Entwicklung) anschaulich und lebendig vermittelt. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft bietet der Zoo auch Informationsveranstaltungen zu Facharbeiten mit zoologischem oder pädagogischem Schwerpunkt an. Haben Jugendliche Interesse an einem Freiwilligen Ökologischen Jahr oder an Schülerpraktika, kann der Kontakt direkt zum Zoo hergestellt werden. Für Lehrkräfte gibt es Fortbildungen zu den Themen der Zooschule und des BNE-Regionalzentrums. Der Zoobesuch ist durch den Erwerb einer Jahreskarte für alle Schüler der Schule oder einzelne Jahrgänge für den einzelnen Schüler kostenfrei. Ohne Schuljahreskarte zahlen Schüler bei ihrem Besuch der Zooschule oder des BNE-Regionalzentrums einen stark ermäßigten Eintritt.

Tierpark Bern 31.01.2022
Leb wohl, «Enrik»
Der Tierpark Bern musste einem langjährigen Bewohner des Dählhölzli Lebwohl sagen. Aufgrund fortschreitender chronischer Lahmheit wurde Wisentbulle «Enrik» gestern, am 31. Januar 2022, von seinem Leiden erlöst. Einige seiner Nachkommen tragen heute zur erfolgreichen Wiederansiedlung dieser fast ausgestorbenen Tierart bei. Wisentstier «Enrik» wurde am 22. Mai 2005 in Eriksberg, Schweden, geboren und kam am 27. Oktober 2006 nach Bern. In den mehr als 15 Jahren seit seiner Ankunft sorgte er für insgesamt 40 Nachkommen im Tierpark Bern. Acht seiner Nachkommen wurden im Rahmen von Wiederansiedlungsprojekten in Polen, Rumänien und jüngst auch im Kaukasus in Aserbaidschan ausgewildert. Da die Wisente in Bern in der weitläufigen, 5 Hektar grossen Waldanlage fast wie in der freien Natur umherstreifen und ihr Futter teilweise selbständig suchen können, sind sie für das Leben in der Wildnis bestens vorbereitet. Andere von «Enriks» Nachkommen fanden innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EAZA Ex Situ Programm (EEP) in Zoos, Tier- oder Naturparks eine neue Heimat. «Enrik» war ein gutmütiger Wisentstier, der eine besondere Beziehung mit seinem langjährigen Tierpfleger suchte und aufbaute. Diese ging so weit, dass er sich vor einigen Jahren zweimal täglich während einer Woche von ihm eine Augensalbe verabreichen liess, als er unter einer Entzündung litt. Einzig während der Brunftzeit war auch sein vertrauter Tierpfleger nicht in der Nähe erwünscht. Trotz ausgezeichneter tierpflegerischer und medizinischer Betreuung des Tierpark-Teams hatte der betagte Wisentstier in letzter Zeit immer mehr Mühe mit dem Gehen. Die zunehmenden Schmerzen, an denen er trotz Schmerzmittelbehandlung litt, bewogen den Tierpark, das Tier gestern in seiner vertrauten Umgebung friedlich einschlafen zu lassen. Das EEP hat bereits mögliche Nachfolger für «Enrik» in Aussicht gestellt, welche genetisch besonders wertvoll sind. Noch ist nicht definitiv bestimmt, welcher Wisentstier nach Bern kommt, einzig, dass sein Name mit «Bo» beginnt – nach dem Herkunftsort Borås in Schweden. So kann der Tierpark Bern hoffentlich auch zukünftig mit Wisent-Nachzuchten zum Erhalt des grössten lebenden Landsäugetiers in Europa beitragen.

Zoo Basel 31.01.2022
Mbali, der «König der Löwen», mit knapp 20 Jahren im Zoo Basel gestorben
Löwe Mbali starb in der Nacht auf Freitag, den 28. Januar. Er befand sich trotz seines hohen Alters bis zuletzt in guter körperlicher Verfassung. Zurück bleiben die drei Weibchen Uma (19), Nyoma (5) und Nikisha (5). Wann ein neues Löwenmännchen in die Weibchengruppe im Zolli kommt, ist Stand heute noch unklar. Am vergangenen Freitagmorgen, 28. Januar, fand der Tierpflegende des Hauses Gamgoas den verstorbenen Mbali im Stall liegend. Der Tod des alten Löwen mit der beeindruckenden Mähne kam nicht unerwartet: Mbali war mit knapp 20 Jahren ein sehr altes Tier und durfte ein langes Leben leben – er war immer fit und gesund. Im Dezember 2021 zeigte Mbali Schwierigkeiten beim Gehen; sein Gang war teilweise schwankend und unsicher. Die Gleichgewichtsprobleme verschwanden aber im Verlauf des Januars wieder. Es ging Mbali besser. Der verstorbene Löwe wurde in einer «schlafenden» Körperstellung vorgefunden. Seine drei Weibchen waren bei ihm im Stall und verhielten sich ruhig. Mbali wurde noch am Freitag in die Pathologie der Universität Bern überführt. Erfolgreicher Zuchtkater Die drei gleichaltrigen Löwen Mbali, Uma und Okoa (im März 2021 verstorben) stammen aus den Nationalparks Pilanesberg und Madikwe im Nordwesten Südafrikas, in denen Etoscha-Löwen aus Namibia angesiedelt wurden. Mbali ist schätzungsweise im Spätsommer 2002 im Freiland geboren. Zoo-Tierarzt Christian Wenker flog im September 2003 nach Südafrika, um die drei Löwen zu untersuchen, ihren Transport nach Basel zu begleiten und sie zur Eröffnung der Gamgoas-Anlage in den Zolli zu bringen. Die drei Löwen waren Teil eines Ex-situ Artenschutzprogramms, das zum Ziel hatte, die stark gefährdete namibische Löwenpopulation zu retten. Im Zoo Basel wurde gezielt mit ihnen gezüchtet, um eine nachhaltige Reservepopulation aufzubauen. Mbali war Vater von 18 Löwen in neun Würfen. Seine in Basel geborenen Nachkommen gingen in verschiedene Zoos in Europa und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 2018 war Mbali vasektomiert um zu verhindern, dass er sich mit seinen beiden Töchtern Nyoma und Nikisha fortpflanzt. Ob und wann ein neues Oberhaupt zur Weibchengruppe stösst, ist zurzeit noch unklar. Das Leben als König Die Amtszeit von Anführern einer Gruppe ist in der Natur zeitlich begrenzt. Spätestens dann, wenn die älteste Tochter des Anführers geschlechtsreif wird, übernimmt ein junges Männchen oder eine kleine Gruppe von Brüdern das Rudel. Die Übernahme beinhaltet einen Kampf, der das alte Männchen meist das Leben kostet. Die Töchter verbleiben ihr ganzes Leben in ihrem Rudel, während die Söhne abwandern. So verhindert die Natur die Verpaarung zwischen verwandten Löwen. Übernimmt ein neues Männchen das Rudel, tötet es alle vorhandenen Jungtiere. Die Muttertiere kommen dadurch schneller wieder in die Brunst, die fortpflanzungsfähige Zeit, und können vom neuen Männchen gedeckt werden. So kann er sofort seine Gene weitergeben. Während der Säugezeit der Weibchen würden Brunst und Eisprung ausbleiben und sie könnten nicht trächtig werden.

Zoo Zürich 31.01.2022
ÄLTESTER BRILLENBÄR EUROPAS WIRD DREISSIG
Die Brillenbärin Sisa wird heute Montag dreissig Jahre alt. Sie ist somit der älteste Brillenbär Europas. Im Zoo Zürich lebt sie mit ihrer Tochter und zwei Enkelinnen zusammen. Sisa wurde am 31. Januar 1992 im Zoo Zürich geboren. Nach einem kurzen Abstecher in den Tiergarten Schönbrunn in Wien kam sie 1995 auf die Eröffnung des neuen Sangay Bergnebelwaldes zurück nach Zürich. Seither hat Sisa fünf Jungtiere erfolgreich aufgezogen. Obwohl Brillenbären nicht sonderlich sozial sind, lebt Sisa heute friedlich zusammen mit ihrer Tochter Cocha (2002) und ihren Enkelinnen Rica (2017) und Uyuni (2020). Mit dem seit 2010 in Zürich lebenden Männchen Apu versteht sich Sisa hingegen nicht so gut. Die beiden befinden sich deshalb immer in voneinander getrennten Anlagenbereichen. Inzwischen merkt man Sisa ihr Alter etwas an. So bleibt sie morgens lieber noch ein bisschen länger im Stall, wenn es draussen kalt ist. Auch bewegt sie sich im Vergleich zu den anderen Tieren eher gemächlich. Damit sie trotzdem genug Futter bekommt, hat sie im Hintergrund Zugang zu extra Futterrationen. Einzige Bärenart Südamerikas Brillenbären sind eine von acht Bärenarten weltweit und die einzige Art Südamerikas.Sie leben in den Anden, wo sie bevorzugt feuchte Nebelwälder bewohnen, aber auch bis auf 4700 M.ü.M. vorkommen. Obwohl Allesfresser, ernähren sich Brillenbären vorwiegend vegetarisch. Brillenbären sind in ihrem Bestand durch die illegale Jagd sowie den Verlust und die Fragmentierung ihres Lebensraumes bedroht. Tradition in der Haltung von Brillenbären Der Zoo Zürich hält seit 1976 Brillenbären und konnte inzwischen schon 14 Jungtiere aufziehen. Seit 1995 leben die Brillenbären zusammen mit den kleineren Nasenbären im Sangay Bergnebelwald.

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