Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 07.01.2022
Sorge um die gefiederten Bewohner im Zoo Heidelberg – Nach Vogelgrippe-Fall werden Schutzmaßnahmen für Zootiere eingeleitet
In einigen europäischen Ländern breitet sich die Geflügelpest-Epidemie weiter aus. Viele Vögel in Finnland, Irland, Portugal und Russland sind bereits an der Vogelgrippe gestorben, auch in Deutschland hat das Friedlich Löffler Institut bereits Fälle erfasst. Einen konkreten Verdachtsfall gab es nun im Zoo Heidelberg bei einer Rothalsgans. Anfang des Jahres 2022 wurde die Gans in ihrem Gehege am Geysir-See im Zoo Heidelberg tot aufgefunden. Bei der anschließenden pathologischen Untersuchung bestätigte sich, dass die Gans mit dem Vogelgrippe-Erreger H5N1 infiziert war. Vermutlich hat sie sich bei einem der Wildvögel angesteckt, die den See anfliegen. Weitere Todesfälle im Zoo Heidelberg in Zusammenhang mit dem Vogelgrippe-Erreger sind bisher nicht bekannt. Um die weiteren gefiederten Zoobewohner zu schützen, werden nun in enger Absprache mit den Veterinärbehörden bei der Stadt Heidelberg und dem baden-württembergischen Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz umgehend Sicherheitsmaßnahmen getroffen.„Bei uns im Zoo leben über 400 Vögel in über 80 Vogelarten, davon einige hochbedroht, wie die Socorro-Tauben oder die seltenen Hornvögel. Um unsere gefiederten Zoobewohner bestmöglich vor einer Infektion zu schützen, werden wir ab sofort notwendige Maßnahmen, die wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Veterinärbehörden entschieden haben, einleiten. Der Zoo hat einen detaillierten Tierseuchenplan, der in Fällen wie diesem umgesetzt wird. Für alle Vogelbereiche wurden beispielsweise die Hygienemaßnahmen in der Tierpflege verschärft und Notfallpläne zur Aufstallung der Vögel werden nun umgesetzt“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Konkret bedeutet dies im Zoo Heidelberg: Seit heute werden viele der Vögel in ihre Häuser oder in überdachte Rückzugsorte gebracht. Um eine Virenübertragung durch vorbeiziehende Wildvögel zu vermeiden, werden alle Volieren mit Planen abgedeckt und engmaschig verstärkt. Zudem werden Wasserflächen abgelassen, um keine weiteren wildlebenden Vögel anzuziehen. Bei allen Vogelarten werden konstant Kontrollen durchgeführt und Proben genommen, um eine Ausbreitung des Erregers möglichst frühzeitig festzustellen. „Die Veränderungen, wie das Aufstallen oder das Abdecken der Volieren durch die Folienabdeckungen, bedeuten erheblichen Stress für die Vögel. Bei einigen Vogelarten müssen wir damit rechnen, dass sie im nächsten Jahr nicht brüten werden. Jedoch sind sie unvermeidbar und sehr wichtig für den Erhalt des gesamten kostbaren Vogelbestands im Zoo“, erklärt Zoodirektor Dr. Wünnemann. Für die Besucherinnen und Besucher bedeuten die Maßnahmen, dass viele gefiederte Zoobewohner vorerst nicht zu sehen sein werden und dass begehbare Volieren geschlossen bleiben. Mit der Abschirmung der Vögel soll jeder Kontakt zu möglicherweise weiteren infizierten Wildvögeln bzw. deren Ausscheidungen verhindert werden, aber auch der Kontakt zwischen Vögeln und Mensch vermieden werden. Das Risiko für den Menschen, sich mit dem Erreger zu infizieren, gilt laut Robert-Koch-Institut als sehr gering und betrifft in aller Regel nur Menschen, die sehr engen Kontakt zu infizierten Tieren hatten – zum Beispiel durch ihre Arbeit in der Geflügelzucht. In Deutschland sind bislang keine Erkrankungen beim Menschen mit aviären Influenzaviren aufgetreten. Dennoch sollten Menschen, die einen kranken oder verendeten Greif- oder Wasservogel finden, direkten Kontakt vermeiden und sich an die zuständige Veterinärbehörde wenden – in Heidelberg ist diese über das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt erreichbar (E-Mail: veterinaeramt@heidelberg.de). Wie lange die Maßnahmen im Zoo Heidelberg noch andauern werden, ist noch offen. „Wir hoffen, dass wir mit den getroffenen Maßnahmen eine weitere Ausbreitung des Vogelgrippevirus verhindern können“, sagt Zoodirektor Dr. Wünnemann.

Tierpark Nordhorn 07.01.2022
Glücks-Nachwuchs zum neuen Jahr im Familienzoo – Drei kleine Litschi-Wasserböcke tragen zur Arterhaltung bei
Seit etwa 1 Jahr leben die bedrohten Kafue-Litschi Wasserböcke im Tierpark Nordhorn gemeinsam mit Steppenzebras, Marabus und Helmperlhühnern auf der Afrika-Anlage. Dass sich die zunächst sehr schreckhaften und scheuen Antilopen gut im Zoo am Heseper Weg eingelebt haben, wurde vor etwa einem Monat deutlich, denn der erste kleine Wasserbocknachwuchs kam zur Welt! Wenige Tage später erblickte sein Halbbruder das Licht der Welt. Wasserböcke sind Ableger, das heißt, dass sich die Jungtiere an einem geschützten Ort ablegen. Das Weibchen geht normal zur Futtersuche und kehrt nur zum Säugen des Nachwuchses zurück. Daher durften die kleinen Wasserböcke mit ihren Müttern im Tierpark bisher auch nur in den Stall und in das angrenzende Vorgatter. Zu kalt ist der deutsche Winter für die Jungtiere, so dass der warme Stall der bevorzugte Aufenthaltsort sein sollte. Kurz vor dem Jahreswechsel brachte dann auch das dritte Weibchen ein Jungtier zur Welt. Diesmal ein kleines Weibchen. Die drei Jungtiere durften zu Beginn der Woche zum ersten Mal mit ihren Müttern und ihrem Vater die große Außenanlage kennenlernen. Ausgelassen tobten sie über die Fläche und animierten mit ihren Sprüngen selbst den ausgewachsenen Bock zu wilden Sprungkapriolen. In den nächsten Tagen wird die Gruppe je nach Wetterlage nur stundenweise auf die Außenanlage gelassen. Spannend wird demnächst die Zusammenführung mit den übrigen Bewohnern der Afrikaanlage werden. Bis es soweit ist, können die drei kleinen Wasserböcke aber noch unbeschwert über die Afrikaanlage toben. Die Geburt der drei kleinen Kafue-Litschi Wasserböcke ist ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung. In ihrer Heimat, den Schwemmebenen des Kafue-Flusses in Zentral Sambia, werden die Tiere wegen ihres Fleisches und die Böcke zusätzlich wegen ihrer Hörner gejagt. Da zudem ihr Lebensraum immer weiter schrumpft, ist der Bestand der hübschen Antilopenart in der Natur stark gefährdet. Man schätzt, dass es vom Kafue-Litschi Wasserbock nur noch ca. 20.000 Tiere gibt, während es vor 100 Jahren noch 250.000 Tiere waren. Das bedeutet, dass ihr Bestand um über 90% eingebrochen ist und er nimmt weiter ab. Die Tiere in den Zoologischen Gärten werden aus diesem Grund in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) geführt und die Verteilung und Zucht der Tiere somit von zentraler Stelle europaweit koordiniert. Umso mehr freut es die Zoomitarbeiter, dass die Neuzugänge bereits nach so kurzer Zeit in der Grafschaft Bentheim für den ersten Zuchterfolg gesorgt haben. Ein hoffnungsvolles Zeichen für ein erfolgreiches Jahr 2022.

Zoo Köln 06.12.2022
Drei Neue bei den Humboldtpinguinen
Humboldtpinguine leben an der Pazifikküste Südamerikas, ihre Nahrung besteht aus erster Linie aus Fischen, die sie in der fischreichen kalten Humboldtströmung erbeuten. Spheniscus humboldti sind eine global vom Aussterben bedrohte Vogelart. Sie werden in der IUCN Rdlist in der Kategorie „gefährdet“ geführt. Ihr Rückgang im Freiland hängt stark mit der Überfischung des Meeres in ihrem Verbreitungsgebit zusammen. Die EAZA (Europäische Aquarien- und Zoo Gemeinschaft) koordiniert für diese Art ein EEP (Arterhaltungs-Zuchtprogramm) in dem weit über 1000 Vögel geführt werden, damit ist dieses Programm eines der Erfolgreichsten in der Zoowelt. Kurz vor Weihnachten trat eine im Rheinland beheimate Stiftung an uns heran und bat uns in Zusammenhang mit dem dort ansäßigen Veterinäramt um „Amtshilfe“ für drei junge Humboldtpinguine, die aus einem Nachlass in qualifizierte Hände übergeben werden sollten. Nach Rücksprache mit dem zuständigen EEP-Zuchtbuchführer übernahmen wir die Tiere als Zuchtleihe. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Pinguingruppe durch diese zwei Weibchen und ein Männchen nun wieder auf insgesamt 13 Paare vergrößern konnten. Die Vergesellschaftung der drei Jungtiere mit unserer Gruppe funktionierte sehr gut und die drei Ankömmlinge lebten sich schnell in die Gruppe ein.

Tiergarten Kleve 05.01.2022
97.442x Danke
Trotz der coronabedingten Einschränkungen und Herausforderungen blickt der Tiergarten Kleve positiv auf das vergangene Jahr. Zahlreiche Veränderungen sorgten für frischen Wind im Familienzoo am Niederrhein und der neue Tiergartenleiter blickt voller Tatendrang auf das neue Jahr 2022. Derzeit befindet sich der Tiergarten Kleve im Umbruch. Mit dem neuen Tiergartenleiter Martin Polotzek, der seit dem 01.01.2021 im Amt ist, möchte sich der Park zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum wandeln und neue Anlagen für teils hochbedrohte Arten errichten. Nach seinem ersten Amtsjahr zieht Polotzek ein positives Resümee und blickt zufrieden auf 2021: „Im vergangenen Jahr ist viel bei uns passiert: neue Arten wie die Gürteltiere oder Lisztaffen, die kurz vor der Ausrottung stehen, sind neu an den Niederrhein gekommen, die neue Adleranlage wurde eröffnet und mit der Einführung des Hunde-Montags konnten wir vergangenes Jahr 575 Hunde in unserem Park begrüßen. Bedeutende Zuchterfolge wie bei Trampeltier, Zwergotter und Bentheimer Schweinen haben nicht nur die Herzen unserer Gäste, sondern auch die unserer TierpflegerInnen höherschlagen lassen. Und zahlreiche kleine Veränderungen an den verschiedensten Stellen im Park haben uns viel positives Besucherfeedback beschert, sodass wir trotz aller Herausforderungen zufrieden auf 2021 blicken.“ Und Herausforderungen gab es im vergangenen Jahr genug: Bis zum 7. März war der Tiergarten coronabedingt geschlossen. Durch die erste Einführung der 3G-Regel im April/Mai kamen täglich rund 90 Prozent weniger Gäste als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Polotzek: „Jeden Tag müssen wir Betriebskosten im vierstelligen Bereich stemmen, was insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2021 trotz Coronahilfen schwierig war. Erfreulicher Weise haben uns zahlreiche Privatpersonen und Unternehmen mit Spenden unterstützt, denen wir an dieser Stelle auch nochmal herzlich danken möchten.“ Und auch trotz der ganzen Zuchterfolge gab es 2021 zoologisch gesehen auch einige schwierige Momente. „Unvergessen bleibt für mich, wie wir im Sommer trotz intensiver Bemühungen unser Seehundjungtier Carmen an einem Herzfehler verloren haben“, so Polotzek. Und auch bei den Roten Pandas riss der Tod von Weibchen Xena eine große Lücke im Tiergarten auf. „Doch trotz aller Höhen und Tiefen, die ein Zoojahr mit sich bringt, hatten wir unterm Strich ein erfolgreiches 2021“, freut sich Polotzek über sein erstes Jahr im Tiergarten Kleve. „Die zahlreichen Veränderungen und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sorgten dafür, dass wir trotz der coronabedingten Einschränkungen im vergangenen Jahr 97.442 BesucherInnen begrüßen durften. Wir möchten Menschen für Tiere begeistern- und das konnten wir im vergangenen Jahr gleich 97.442 Mal. Daher sagen wir 97.442-mal danke!“ Und was steht für 2022 im Familienzoo am Niederrhein an? „Langweilig wird uns nicht“, lacht Polotzek. „Hinter den Kulissen soll dieses Jahr eine neue Futterküche entstehen. Die Sanierungsarbeiten an unserer Toilettenanlage gehen auf die Zielgerade zu und außerdem möchten wir dieses Jahr eine begehbare Präriehundanlage bauen, wo unsere Gäste auf Tuchfühlung mit den beliebten Nagern gehen können. Mit der Einführung des Artenschutz- und Ausbaueuros können wir dieses Jahr noch mehr Artenschutzprojekte unterstützen und am meisten halten uns doch auch immer wieder Jungtiere wie das neue Lamafohlen, welches am 27. Dezember geboren wurde, auf Trab. Ich bin gespannt, welche Jungtiere wir 2022 alles bei uns begrüßen dürfen, und freue mich auf ein neues, tierisch gutes Jahr!“ Wer das neue Lamafohlen im Tiergarten Kleve erleben möchte, kann das täglich von 9-17 Uhr tun. Für alle Gäste ab 16 Jahren gilt aktuell die 2G-Regel (geimpft oder genesen). In den Weihnachtsferien (bis einschließlich zum 9.1.22) gilt zusätzlich für alle Kinder von 6 bis 15 Jahren die 3G-Regel (geimpft oder genesen oder getestet). Der entsprechende Nachweis wird an der Kasse kontrolliert, im Anschluss können ganz normal die Tickets gekauft werden. Für Kinder bis einschließlich 5 Jahren gelten diese Regeln nicht. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de

Zoologisch-Botanischer Garten Wihelma Stuttgart 05.01.2022
Der Christmas Garden unterstützt die Aktion „Zukunft schenken mit Hitradio antenne 1“
Der Christmas Garden in der Wilhelma Stuttgart spendet den Reinerlös des historischen Karussells an die Aktion „Zukunft schenken mit Hitradio antenne 1“. Die Scheckübergabe an den Schirmherrn der Aktion, Forstminister Peter Hauk, fand am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz in der Wilhelma statt. Schon seit November 2020 können die Menschen in Baden-Württemberg bei der Aktion „Zukunft schenken mit Hitradio antenne 1“ mit einer Spende von fünf Euro zur Erhaltung der regionalen Wälder beitragen. Über 100.000 Bäume wurden seitdem gespendet. Auch in 2022 geht das Bäume pflanzen nun weiter. Der Christmas Garden Stuttgart unterstützt dieses Engagement. So geht der Reinerlös des historischen Karussells der Wilhelma an die Initiative „Zukunft schenken“. Am Dienstagabend hat Forstminister Peter Hauk in der Wilhelma einen Scheck über 3.333 Euro überreicht bekommen. Minister Peter Hauk, Schirmherr der Aktion ist begeistert: „Es freut mich sehr, dass der Christmas Garden Stuttgart die tolle Baumpflanzaktion von Hitradio antenne 1 unterstützt. Ich finde die Idee, dass alle Einnahmen des Kinderkarussells gespendet werden, super. Da macht es den Eltern garantiert Spaß, wenn ihre Kinder viele Runden drehen.“ Christian Doll, Geschäftsführer der C² CONCERTS GmbH ergänzt: „Weihnachten ist auch die Zeit des Gebens und wir wollen mit unserem Christmas Garden jedes Jahr auch etwas Gutes tun. Dieses Jahr haben wir uns entschieden, die Aktion „Zukunft schenken“ von Hitradio antenne 1 zu unterstützen. Bäume und Wälder sind elementar wichtig und gehören geschützt – für jetzt und für künftige Generationen. In der Wilhelma gibt es passend dazu den wunderschönen Mammutbaum- Wald, der ein Highlight in unserem Christmas Garden darstellt. Mit jeder Fahrt im historischen Karussell, können die Besucher*innen Geld an die Aktion spenden. Daher ist das Karussell inzwischen ein sehr wichtiger Bestandteil im Christmas Garden.“ Wilhelma Direktor Dr. Thomas Kölpin betont die Relevanz der Aktion: „Wir setzen uns als Zoologisch-Botanischer Garten weltweit für den Erhalt und den Schutz der Artenvielfalt ein. Darum freuen wir uns, dass der Christmas Garden in diesem Jahr die Aktion „Zukunft schenken“ unterstützt. Damit können die heimischen Wälder auch im Angesicht des Klimawandels zukunftsfähig gemacht werden.“

Tierpark Hellabrunn München 05.01.2022
Frohes neues Rind – erstes Jungtier Hellabrunns in 2022 bei den Murnau-Werdenfelsern!
Das Jahr ist erst wenige Stunden alt, als eine der beiden Murnau-Werdenfelser Kühe am Neujahrstag im Hellabrunner Mühlendorf einen gesunden kleinen Bullen zur Welt bringt. Die Geburt des ersten Jungtiers 2022 wurde von den Tierpflegern im Mühlendorf begleitet und das Kalb ist wohlauf uns macht einen fitten Eindruck. Die Vorgeschichte: Im Juni zogen zwei Hellabrunner Murnau-Werdenfelser Kühe auf ‚Hochzeitsreise‘ ins Haupt- und Landgestüt Schwaiganger der Bayerischen Staatsgüter nahe Garmisch-Patenkirchen, um dort mittels Natursprung zweier dort beheimateter Bullen befruchtet zu werden. Eine der beiden Kühe kam im September trächtig nach Hellabrunn zurück und erwartet im Frühjahr 2022 ihr Kälbchen. Begleitet wurde die Kuh bei ihrer Rückkehr von einer weiteren, ebenfalls trächtigen Kuh aus dem Bestand in Schwaiganger, welche eben am Neujahrstag den kleinen Bullen zur Welt brachte und die kommende Zeit in Hellabrunn verbringen wird. „Der Neuzugang hat sich bereits gut im Hellabrunner Mühlendorf eingelebt und das Zusammenleben mit ihr in der Gruppe funktioniert problemlos. Für das Tier war die Niederkunft eine Erstgeburt und sie war erwartungsgemäß etwas unruhig und aufgeregt. Die Tierpfleger haben ihr aber sehr gut beigestanden und sie in den Stall verbracht, wo die Geburt dann reibungslos über die Bühne ging“, berichtet Carsten Zehrer, zoologischer Leiter in Hellabrunn. „Wir sind froh, dass der kleine Bulle seine Geburt gut überstanden hat und recht fit ist – er macht einen aufgeweckten Eindruck und wird von seiner Mutter vorbildlich umsorgt“, ergänzt Zehrer. Rasem Baban, Vorstand und Tierparkdirektor in Hellabrunn bekräftigt zudem „Wir freuen uns, dass wir das Hellabrunner Mühlendorf gemäß seiner Bestimmung auch mit dieser Jungtiergeburt weiterhin als Lebensraum und Zuchtort von bedrohten Nutztierrassen etablieren können. Gerade die nur noch selten gepflegte Rinderrasse der Murnau-Werdenfelser liegt uns hier besonders am Herzen, da sie durch die konventionelle Milchwirtschaft mit ihren auf Hochleistung getrimmten Rinderrassen schmerzlich in ihrem Bestand reduziert wurde und fast ausgestorben war. Umso wichtiger ist, dass sich zoologische Einrichtungen und kompetente Zuchteinrichtungen gegenseitig unterstützen.“ Der kleine Murnau-Werdenfelser Bulle wird, so wie es sein Gesamtzustand und die Witterung zulassen, auch bald auf der Außenanlage im Mühlendorf zu sehen sein. Voraussichtlich wird er das erste Halbjahr 2022 in Hellabrunn bleiben können; sein Verbleib wird sich aber auch nach den Empfehlungen des lokalen Zuchtverbands richten.

Thüringer Zoopark Erfurt 04.01.2022
Thüringer Zoopark Erfurt blickt auf seinen Vogelbestand am Weltvogeltag
Heute piept es besonders laut, schrill und melodisch. Denn am 5. Januar dreht sich am Weltvogeltag alles um unsere Vögel. Dieser Tag ehrt die Tiere, soll aber auch über Missstände im Umgang mit ihnen aufmerksam machen. Vor allem der Mensch trägt Schuld daran, dass viele Vogelarten vor der Ausrottung stehen. Klar, jeder kennt Vögel: sie haben Federn und einen Schnabel, legen Eier und können fliegen – die meisten zumindest. Insgesamt 23 Vogelarten zählt der Zoopark derzeit. Doch von Emu Elli und dem Graupapageien-Paar Bärbel und Bruno gibt es noch mehr zu berichten. Wir wollen den Januar 2022 nutzen, um gezielt unsere Vogelwelt in den Vordergrund zu rücken. Wir klären diesen Monat die spannenden Fragen, warum der Lachende Hans so heißt, warum Flamingos krumme Schnäbel haben, warum Aasfresser wie Geier oder Karakaras wichtig für unser Ökosystem sind und warum nicht alle Eulen nachtaktiv sind. Jeder Vogel hat seine Daseinsberechtigung, auch wenn er nicht kunterbunt wie ein Papagei ist. Am heutigen Weltvogeltag sollte auch ein kritischer Blick auf Züchtungen geworfen werden. Denn leider stellt der Mensch nicht immer das Tierwohl an oberste Stelle, sondern seinen Ertrag oder vermeintliche Schönheitsideale. Sog. „Hochleistungsrassen“ bei den Masthühnern oder -enten werden viel zu schnell zu schwer – die Vögel können nicht einmal mehr laufen. Auch bei den Ziervögeln gibt es gezüchtete Monstrosität. Die Vögel können nicht mehr aus den Augen sehen oder ihre Schnäbel sind verkrüppelt. Diese Qualzuchten sind verboten – nur hält sich nicht jeder daran. Der Weltvogeltag ist deshalb ein wichtiger Tag, um über unsere ethische Verantwortung gegenüber unserer Vögel nachzudenken. An dieser Stelle schauen wir noch in die Zukunft: Balistar, Vietnam-Fasan und Sonnensittiche bereichern noch in diesem Jahr, nach Erbauung der neuen Vogelvoliere, unseren Zoopark. Denn seltene Vogelarten sollen erhalten bleiben, um die Artenvielfalt zu gewährleisten.

Zoo Krefeld 04.01.2022
Zoo Krefeld: Zugang zu Außenanlage für Schimpansen Bally und Limbo – Stadt erteilt Baugenehmigung für provisorische Außenanlage
Am 21. Dezember 2021 erteilte die Stadt Krefeld dem Zoo die Genehmigung zum Bau der provisorischen Außenanlage für die Schimpansen Bally und Limbo. Nun sollen die Pläne schnellstmöglich umgesetzt werden. Für das Gehege wird der hintere Teil des GorillaGartens mit einer Holzpalisadenwand abgetrennt. Wegen der guten Kletterfähigkeit und Kraft von Schimpansen wird die Anlage mit einem Edelstahlnetz überspannt. Darunter wird ein Klettergerüst aus Holzstämmen aufgebaut. Die Besucher können die Schimpansen über einen Monitor beobachten. Die Fertigstellung des Geheges soll in der ersten Jahreshälfte 2022 erfolgen. Die Kosten für das provisorische Gehege liegen bei rund 200.000 Euro. Finanziert wird es aus Spendengeldern, die nach der Brandkatastrophe eingegangen sind. Bei der Planung des Geheges wurde darauf geachtet, dass es später auch für andere Tiere wie Gorillas nutzbar ist. Friedrich R. Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde, ist froh: „Endlich kann es mit dem Bau losgehen. Die Erweiterung um eine Außenanlage für Bally und Limbo ist ein guter Schritt, bevor der Schimpansen-Wald im Affenpark bezugsfertig ist. Wir Zoofreunde sind glücklich, dass es den beiden dank ihrer Tierpfleger und Tierärzte heute so gut geht.“ Die Schimpansen Bally und Limbo leben seit der Brandnacht in Räumlichkeiten des GorillaGartens. Da diese nicht für die Besucher einsehbar sind, gibt eine Liveübertragung im Besucherbereich Einblick in die Innenanlage. Bally und Limbo befinden sich in einem ausgezeichneten psychischen und körperlichen Zustand. Dies bestätigte ein erneutes Gutachten des Primatologen Patrick van Veen am 9. August 2021. Darin bekräftigt er die Aussagen seines Gutachtens von Januar 2021. Beide Gutachten sind auf der website des Zoos www.zookrefeld.de einsehbar. Ursprünglich sollten Bally und Limbo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in eine bestehende Schimpansengruppe in einem europäischen Zoo integriert werden. Da die Zusammenführung von erwachsenen Schimpansen sehr komplex ist und der andere Zoo zunächst ebenfalls hätte bauen müssen, wurde der Plan verworfen. Dafür wurden die Pläne für das ArtenschutzZentrum Affenpark vorangetrieben. Im November 2021 hat der Rat der Stadt Krefeld dem Konzept des Artenschutzzentrums mit großer Mehrheit zugestimmt. 2022 wird der Spatenstich für das ArtenschutzZentrum Affenpark mit der Erweiterung des GorillaGartens erfolgen. Danach soll mit dem Bau eines Warmhauses mit großzügiger Außenanlage für die Schimpansen der nächste Abschnitt des Affenparks entstehen.

Zoo Zürich 04.01.2022
Vikunja knabbert an Christbaum im Zoo Zürich. CHRISTBAUMRECYCLING IM ZOO
Weihnachtsbäume, die im Handel keine Abnehmer fanden, erhalten in diesen Tagen im Zoo Zürich einen alternativen Verwendungszweck: Sie gehen als Futter und Verhaltensanreicherung zu verschiedenen Tieren. Aktuell erhalten verschiedene Tierarten im Zoo Zürich eine nachweihnachtliche Gabe: unverkaufte Weihnachtsbäume. Verschiedene Händler, darunter etwa die Migros, langjährige Hauptsponsorin des Zoo Zürich, bringen in den letzten Tagen des alten Jahres jeweils ihre übriggebliebenen Christbäume in den Zoo. Bedingung ist, dass die Tännchen unbehandelt und ungebraucht sind. Aus privater Hand nimmt der Zoo aus Sicherheitsgründen keine Christbäume entgegen. Die Weihnachtsbäume gehen zu verschiedenen Tierarten, etwa zu den Elefanten, den Kamelen und Kleinkameliden wie Alpaka, Lama und Vikunja, aber auch zu verschiedenen Antilopen und anderen Huftieren. Die Tiere fressen die Nadeln als schmackhafte Ergänzung zu ihrem regulären Futter oder nutzen die Tännchen einfach als interessantes, weil ungewohntes Objekt. Manchmal erhalten auch die Grosskatzen Christbäume, damit sie daran schnüffeln und sich daran reiben können. Die Anzahl Weihnachtsbäume, die so zu den Zootieren kommen, schwankt von Jahr zu Jahr. Heuer sind es rund 300 Tännchen, was eher etwas über dem Durschnitt liegt. In der Regel ergänzen die Christbäume den ganzen Januar hindurch den Menüplan der Zootiere.

Tierpark Cottbus 04.01.2022
Start ins neue Tierparkjahr 2022
Mit guten und schlechten Nachrichten ist der Tierpark Cottbus ins neue Jahr gestartet. Unerwartet ist unser Sumatratiger „Masat“ kurz vor dem Jahreswechsel gestorben. Der Tigerkater hatte sich ein Stück des großen Eckzahnes abgebrochen, was vor Weihnachten zunehmend Probleme zu machen begann und eine entsprechende Zahn-OP in Vollnarkose notwendig machte. Nach der erfolgreichen Operation baute der Tiger stark ab und stellte die Nahrungsaufnahme weitgehend ein. Trotz intensiver Behandlung ist „Masat“ dann für uns doch überraschend am 28.12.2021 gestorben. Wir warten derzeit noch auf Befunde und Diagnose der pathologischen Untersuchungen und können dann sicherlich genauere Angaben zum Krankheitsbild machen. Einige Sorgen bereitete uns über die Feier- und Festtage auch unser Tapirkind „Bamika“, das sich einen Virusdurchfall zugezogen hatte. Auf Grund der notwendigen Ruhe und Behandlungen war „Bamika“ einige Tage nicht im Tapirhaus zu sehen. An einzelnen Tagen mußten so einige erfreulich interessierte Besucher noch vertröstet werden. Zu unser aller Erleichterungen geht es „Bamika“ wieder gut, sie nimmt zu und zeigt zunehmend Interesse auch am eigentlich ihrer Mutter zugedachten Futter. In der Gesamtsicht ebenfalls erfreulich sind die 163.275 Besucher (2020: 176.830), die im Jahr 2021 den Weg in unseren Tierpark gefunden haben – und dies trotz Schließzeiten und Auflagen wie Masken- oder Testpflicht oder der aktuell geltenden 2-G-Regel. Mit der für 2022 absehbaren Fertigstellung des Elefantenhauses und des 2. Bauabschnittes Raubtierhaus blicken wir optimistisch ins neue Jahr, in dem es dann auch wieder Tiger bei uns geben wird. Wir wünschen allen Besuchern, Freunden, Unterstützern und Förderern alles erdenklich Gute für 2022 und freuen uns auf neugierige und an unseren Tieren und dem Park interessierte Besucher.

Zoo Leipzig 03.01.2022
Kleiner Nachwuchs bei den Schimpansen 100. Bewohner in Pongoland
Schöne Neuigkeiten zum Jahresstart: bei den Westafrikanischen Schimpansen gibt es Nachwuchs. Das Schimpansenweibchen Corry (45 Jahre) hat am 22. Dezember ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Als erfahrene Mutter kümmert sie sich fürsorglich um ihren Schützling, der ihr 6. Jungtier ist. Vor allem Tante Tai (19 Jahre) ist sehr interessiert am Nachwuchs und war auch bei der Geburt dabei, die innerhalb der Gruppe auf der Innenanlage stattfand. Bereichsleiter Daniel Geissler freut sich sehr über den Nachwuchs bei dieser vom Aussterben bedrohten Schimpansen-Unterart: „Das kleine Schimpansenjungtier trinkt regelmäßig bei seiner Mutter und entwickelt sich aktuell gut. Mit seiner Geburt sorgt es für ein kleines Highlight, denn es ist der 100. Bewohner, der seit der Eröffnung von Pongoland hier lebt“. Da das Geschlecht noch nicht bekannt ist, wird die Taufe des kleinen Schimpansen noch etwas warten müssen. Und auch bis Corrys Schützling für Besucher zu sehen sein wird, vergeht noch einige Zeit, denn aufgrund der derzeit gültigen Coronaverordnung sind die Tierhäuser geschlossen.

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