Zoopresseschau

Zoo & Tierpark Berlin 20.12.2021
Zum Tod von Dr. Bernhard Blaszkiewitz
Zoologische Gärten Berlin würdigen Verdienst des ehemaligen Direktors. In der vergangenen Woche verstarb Dr. Bernhard Blaszkiewitz. Der studierte Biologe war von 1991 bis 2014 Direktor des Tierpark Berlin und von 2007 bis 2014 außerdem Direktor des Zoologischen Garten Berlins und damit der erste gemeinsame Direktor von Zoo, Tierpark und Aquarium in Personalunion. Leben und Wirken Bernhard Blaszkiewitz wurde am 17.2.1954 in Berlin geboren und kannte den Zoo Berlin bereits seit seiner Kindheit. Während seines Biologiestudiums an der Freien Universität Berlin (1974-1978) war er dort Tierpfleger-Volontär. Nach Stationen im Zoo Frankfurt und Gelsenkirchen kam er 1984 als Kurator zurück in den Zoo Berlin. 1987 promovierte er an der Universität Kassel bevor er 1991 die Nachfolge von Tierparkgründer Prof. Dr. Heinrich Dathe als Direktor des Tierpark Berlin antrat. Seit 2007 war er darüber hinaus auch Direktor des Zoologischen Gartens Berlins, wo er Dr. Jürgen Lange ablöste. Mit Zoo und Tierpark Berlin war er Zeit seines Lebens eng verbunden und er machte sich – insbesondere in den politisch instabilen Zeiten nach dem Mauerfall – für den Erhalt des Tierparks in seiner bisherigen Form und Größe stark. Der Tierpark hatte in den 1990er Jahren als Folge der wirtschaftlich schwierigen Situation in der Zeit vor dem Mauerfall einen hohen Modernisierungsbedarf. Während der über 20-jährigen Amtszeit von Dr. Blaszkiewitz wurden im Tierpark Berlin die zuvor teils nur provisorisch gebauten Stallungen und Anlagen bis zum Jahr 2000 durch Neubauten ersetzt. So entstanden unter anderem weitläufige Anlagen für afrikanische Huftiere, Haustiere und Gebirgstiere. Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit das Affenhaus sowie das Giraffenhaus, aber auch die beliebten begehbaren Tieranlagen wie der Vari-Wald, der Streichelzoo und die Känguruanlage gebaut. Im Zoo Berlin eröffnete er 2013 das Vogelhaus. Dr. Bernhard Blaszkiewitz begeisterte sich für die Vielfalt des Lebens und besaß eine umfangreiche Artenkenntnis. Zu seinen persönlichen Lieblingstieren gehörten die Dickhäuter – insbesondere Seekühe und Nashörner. Von seinem breitgefächerten Interesse an Tieren bis hin zu zoohistorischen Themen zeugen über 600 wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen aus seiner über 40-jährigen Laufbahn als Tiergärtner. Seine Reisen führten ihn nicht nur in die Zoologischen Einrichtungen der Welt, sondern auch in die natürlichen Lebensräume der Tiere; besonders gern reiste er nach Afrika. Der „Zoologe der alten Schule“ war in der internationalen Zoogemeinschaft bekannt und in zahlreichen zoologischen Verbänden aktiv. Zoologische Schwerpunkte Dr. Bernhard Blaszkiewitz trieb als Direktor die Weiterentwicklung eines artenreichen Tierbestands für Zoo und Tierpark Berlin voran. Besondere tiergärtnerische Höhepunkte waren die erfolgreiche Erhaltungszucht von Afrikanischen und Asiatischen Elefanten sowie Panzernashörnern. Die ersten beiden Koalas auf deutschem Boden waren im Tierpark Berlin als Leihgabe aus dem Zoo San Diego (1994) zu sehen, im gleichen Jahr kamen auch die ersten Rundschwanzseekühe in den Tierpark. Während seiner Zeit als Direktor standen auch schwierige Entscheidungen an: Bis Mitte der 1990iger Jahre erfolgte die Abgabe aller Menschenaffen aus dem Tierpark, weil dort keine artgemäße Haltung mehr möglich war. Weitere Höhepunkte waren:
1991 Europäische Erstzucht Weißlippenhirsch, 1992 Welterstzucht Brillenpelikan, 2003 Welterstzucht Kampfadler Würdigung seines Verdienstes für die Zoologischen Gärten. „Er war ein leidenschaftlicher Tiergärtner und hat vor allem den Tierpark in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt“, resümiert Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem den Verdienst seines Vorgängers. „Wir verdanken es unter anderem auch seinem Einsatz, dass wir heute diese zwei herausragenden zoologischen Einrichtungen in unserer Hauptstadt haben, die an Artenvielfalt weltweit ihresgleichen suchen.“ Frank Bruckmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoologischer Garten Berlin AG, fügt hinzu: „Die Zoologischen Gärten Berlin werden Dr. Bernhard Blaszkiewitz in ehrendem Gedenken behalten. Geleitet von einem festen Wertegefüge, ist er stets unbeirrt seinen Weg gegangen und hat sein Leben in den Dienst der Zoologischen Gärten Berlin gestellt. Im Namen des Aufsichtsrates möchte ich seinen Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid aussprechen.“

Tiergarten Delitzsch 18.12.2021
3x junge Springtamarine in einem Jahr!
Ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk bescherten die Springtamarine dem Tiergarten Delitzsch mit dem am 11. Dezember 2021 geborenen jüngsten Spross der Familie! Nicht nur sind damit bereits neun Geburten bei den eichhörnchengroßen Affen, die seit 2017 im Tiergarten der Loberstadt gehalten werden, zu verzeichnen. 2021 kann auch einen Rekord dahingehend vorweisen, dass noch nie so viele Jungtiere dieser Krallenaffenart innerhalb eines Jahres bei uns zur Welt kamen. Bereits am 27. Januar und am 29. Juni wurden seine älteren Geschwister geboren. Ist auch eine weitere Steigerung der Geburtenrate durch die fünfmonatige Tragzeit schlichtweg unmöglich, ist die Summe dieser Zuchterfolge in kürzester Zeit doch ein eindrucksvolles Zeichen für ein harmonisches und gesundes Paar bei optimaler Haltung und Pflege, auf das wir durchaus stolz sind. Springtamarine gehören zu den sogenannten Krallenaffen. Die namensgebenden Krallen sind dabei eigentlich ausgewachsene Fingernägel und anatomisch nicht mit den Krallen von Hunden oder Katzen gleichzusetzen. So haben Krallenaffen-Embryonen noch Plattnägel wie alle Primaten einschließlich des Menschen, die erst nach der Geburt ihr besonderes Längenwachstum erfahren. Das ermöglicht den Affen später, die mehrere Meter dicken Baumriesen der südamerikanischen Regenwälder problemlos zu erklimmen. Dabei ritzen sie mit ihren meisselförmigen Eckzähnen die Baumrinde an und nehmen die austretenden, stark zuckerhaltigen Baumsäfte als hochenergetischen Teil ihrer Nahrung, der sonst aus Früchten, Pilzen und Insekten besteht, auf. Derzeit sitzt der kleine Neuankömmling noch direkt hinter Mamas Kopf und hält sich an Nackenfell und Schulter fest. Auch wenn die Zooschule derzeit coronabedingt geschlossen ist, nutzt Familie Springtamarin bei trockenem Wetter ab 5° C tagsüber auch immer wieder die Außenanlage, so dass aufmerksame Besucher einen Blick auf den Affenzwerg erhaschen können. Die Population dieser von der Internationalen Roten Liste als „gefährdet“ eingestuften Primatenart in Menschenhand bedarf weiterer Vergrößerung, um zukünftig eine echte Reserve für die rückläufigen Naturbestände sein zu können. Daher ist auch der Delitzscher Nachwuchs sehr begehrt für den Aufbau neuer Zuchten, und wir freuen uns, dass im März 2021 ein Delitzscher Springtamarin im Zoo Novosibirsk verpaart werden konnte. Tamarin-Nachzuchten sind damit für den Tiergarten auch wertvolle Tauschtiere, für die unter anderem die Himalaja- Glanzfasane unseren Tierbestand bereicherten. Auch deshalb ist stets die Freude über und die Hoffnung auf die fortgesetzt gute Vermehrung der Schwarzen Schönheiten bei uns groß!

Zoo Schwerin 18.12.2021
Zoo Schwerin finanziert Forschungsprojekt in Nepal durch gesammelte Spenden
Erfolgreicher Abschluss des ZGAP Rothundprojektes in Nepal. Gleich ein ganzes Rudel der in der Natur selten gewordenen Rothunde lebt im Zoo Schwerin. Hier werden sie von Besuchern häufig mit Füchsen verwechselt. Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten wird der asiatische Wildhund als stark gefährdet (endangered) geführt. Hochrechnungen zur Folge gibt es nur noch etwa 1.000 bis 2.000 ausgewachsene Individuen. In den Mittelgebirgen Nepals gilt der Asiatische Rothund als ökologisch wichtigster Beutegreifer. Allerdings wird er von der lokalen Bevölkerung als potentielle Gefahr für Nutztierherden gesehen und daher massiv bejagt. Wie so häufig haben auch Eingriffe in den Lebensraum, bspw. durch den Bau von Straßen, einen erheblichen Einfluss auf die Verbreitung der Art. Das durch den Zoo Schwerin geförderte, befristete Projekt der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zielte darauf ab, das Raumnutzungsverhalten der Rothunde im Annapurna Schutzgebiet an der Grenze zu Tibet besser zu verstehen und den Status bestehender Bedrohungen zu bewerten. Hieraus ergeben sich wichtige Grundlagen für die Planungen von Schutzräumen aber auch von infrastrukturellen Eingriffen. Im Untersuchungsgebiet wurden auf einer Fläche von ca. 42 Quadratkilometern für einen Zeitraum von zwei Monaten Kamerafallen aufgestellt und anschließend 29.087 Fotos ausgewertet. Zudem wurden illegale Aktivitäten dokumentiert und Schlingfallen von Wilderern entfernt. Neben den Rothunden konnten 19 weitere Säugetierarten erfasst werden. Darunter viele stark gefährdete und seltene Arten wie Leoparden und Nebelparder, aber auch potenzielle Beutetiere des Rothundes wie Muntjaks, Wildschweine und Himalaja-Serau. In einem Areal von dem man annahm, dass Rothunde dort nicht mehr vorkommen, wurde die Art nun als zurückgekehrt klassifiziert. Rothunde ernähren sich von großen Paarhufern, deren Zahl und Vielfalt in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Steigende Wildschweinbestände geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass auch die Rothundpopulationen zukünftig wachsen können da sie sich wieder unabhängig von Nutztierherden ernähren können. „Finanziert wurde das Projekt aus den Einnahmen des 3. Zoolaufes im Jahr 2020 und wir danken allen Teilnehmern ausdrücklich für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Natürlich hoffen wir auf mindestens ebenso viele Teilnehmer beim dann 4. Zoolauf im Jahr 2022“, so Zoodirektor Dr. Tim Schikora. „Das Generieren von Spenden für Projekte auch außerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs gehört zu den wichtigen Aufgaben eines modernen Zoos. Durch Projekte wie diese kann der Artenschutz aktiv vorangetrieben werden“, ergänzt der Vorsitzende des Zoo-Aufsichtsrats Silvio Horn. Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) setzt sich vorwiegend für unbekannte hochbedrohte Arten ein. Der gemeinnützige Verein sammelt Spenden, organisiert Kampagnen und initiiert mit Projektpartnern weltweit fachlich geprüfte Artenschutzmaßnahmen.

Tierpark Görlitz 18.12.2021
Weihnachtsgeschenke in letzter Minute gesucht?
Mit Patenschaften oder Eintrittskarten ein Stückchen Görlitzer Tierpark verschenken. Mit großen Schritten nähert sich das Weihnachtsfest. Wer noch auf der Suche nach außergewöhnlichen, nachhaltigen und regionalen Geschenken ist, wird vielleicht beim Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec fündig. Für echte Zootier-Fans bieten sich die zahlreichen Tier-, Futter- und Unterhaltspatenschaften an. Jede Patenschaft unterstützt den Tierpark ganz konkret bei der Verbesserung der Haltungsbedingungen und hilft, die laufenden Kosten auch in der besucherärmeren Nebensaison zu stemmen. Aufgrund der aktuellen Pflicht zur Eindämmung der Geflügel- und Afrikanischen Schweinepest durch das Aufstallen gefährdeter Tiere gibt es aktuell sogar zwei neue, sogenannte „Lockdown“-Patenschaften. Dabei soll der Neubau eines 330m³ großen „Schweinehofs“ sowie die Anschaffung spezieller UV-Lampen für Hühner finanziert werden. Mit 40€ ist man als „Lampenpate“ dabei, für 45€ gibt es die Patenschaft über 1m³ Schweinehof. Aber auch tierische Erlebnisse sorgen ganz sicher für Freude unter dem Weihnachtsbaum. Egal ob Tageskarte oder gebuchte exklusive Tierbegegnung mit Blick hinter die Kulissen der Roten Pandas, Riesenkängurus und Co. verspricht ein solches Geschenk außergewöhnliche und unvergessliche Momente im neuen Jahr. „Auch in diesem Jahr stand unser Görlitzer Tierpark wieder unverschuldet vor finanziellen Herausforderungen. Umso mehr freuen wir uns über die Unterstützung unserer treuen Besucher, die gerade in diesen Tagen beim Kauf ihrer Weihnachtsgeschenke an uns denken!“, so Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer. Gleichzeitig bei Familie, Freunden oder Firmenkontakten für Freude sorgen und damit der auf Artenschutz und Umweltbildung fokussierten Institution etwas Gutes tun ist ganz einfach vor Ort an der Kasse möglich oder im Online-Shop des Tierparks unter zoo-goerlitz.de/online-shop.

Zoo und Tierpark Berlin 17.12.2021
Möhrenlametta und Apfelsterne – Weihnachtsstimmung in Zoo und Tierpark Berlin
Fleißige Engelchen in Gummistiefeln und Arbeitshosen lassen sich für die Tiere in Zoo und Tierpark in diesen Tagen viele originelle Weihnachtsüberraschungen einfallen: Die Tierpfleger*innen haben für die Großen Pandas im Zoo kleine Lebkuchenmännchen und Tannenbäume gebacken. Hauptbestandteil dieser speziellen Kekse – nach original chinesischem Rezept – sind Mais, Soja, Reis und Hafer. Wie bei Geschwistern nicht unüblich, herrschte unter dem Tannenbaum keinesfalls nur Frieden und Einigkeit: Paule war als erster am Baum und plünderte kurzerhand den Keksteller seines Bruders Pit und machte sich anschließend über den Baumschmuck her. Die Wasserschweine freuen sich über einen Schneemann und einen liebevoll dekorierten Tannenbaum mit Dill-Petersilien-Möhren-Girlanden und Baumschmuck aus Paprika und Süßkartoffeln. Für die Roten Pandas gab es eisige Tannenbäume aus Bambus. Die Zebramangusten im Tierpark wurden mit einem Knusperhäuschen mit leckerer Füllung überrascht und haben die weihnachtliche Abwechslung sichtlich genossen. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen der vergangenen 1 ½ Jahre konnte die Versorgung der rund 30.000 Tiere in Zoo und Tierpark zu jeder Zeit sichergestellt werden – auch dank zahlreicher Spender*innen: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir tagtäglich erleben dürfen. Für ganze Generationen waren und sind Zoo und Tierpark grüne Rückzugsorte in unserer Großstadt – mit einer Portion Ehrfurcht blicke ich auf die tiefe Verbundenheit der zahlreichen Wegbegleiter*innen“, verkündet Zoo und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Tipps für die Feiertage: Tierische Weihnachtstour – Wer ist perfekt an das Leben in der Kälte angepasst? Und wer die größte Frostbeule unter den Tierparktieren? Entdecken Sie an den Festtagen zusammen mit einem Guide die winterliche Welt der Tiere- eine tierisch-weihnachtliche Überraschung inklusive. Die beliebten Führungen im Zoo Berlin sind bereits restlos ausgebucht, im Tierpark sind an folgenden Termine noch wenige Plätze verfügbar:24. Dezember – 10:00 Uhr und 12:00 Uhr, 25. Dezember – 11:00 Uhr und 14:00 Uhr, 26. Dezember – 11:00 Uhr und 14:00 Uhr, Buchungen sind direkt online möglich unter: www.tierpark-berlin.de/weihnachtstouren

Zoo Leipzig 17.12.2021
Zoo Leipzig weiterhin geöffnet Leopardenjungtiere tummeln sich auf den Außenanlagen
Der Zoo Leipzig bleibt mit seinen Außenanlagen auch weiterhin für seine Besucher täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (am 24.12. und 31.12. nur bis 15 Uhr) und bietet vor allem rund um die Weihnachtsfeiertage Abwechslung für Groß und Klein. Die jungen Wilden sorgen beispielsweise im Leoparden-Tal und in der Hochgebirgslandschaft Himalaya für turbulente Stimmung und erklimmen jeden Ast oder Felsen. Und auch die Bewohner der Löwensavanne, die vier Löwenjungen Jasira, Kossi, Youma und Kiyan, trotzen den kalten Temperaturen und spielen draußen Katz und Maus. Große Leuchtfiguren in Gestalt eines Kolibris oder Löwen zaubern passend zur Weihnachtszeit die ideale Stimmung für einen Zoospaziergang durch die sechs Themenwelten und können auch als leuchtendes Weihnachtsmotiv genutzt werden. Für das leibliche und wärmende Wohl sorgen nach wie vor die Zoorestaurants und Außenimbisse. Für den Zoobesuch gilt nach der neuen Sächsischen Corona-SchutzVerordnung weiterhin die 3G-Regel, nur für den Zutritt zur Innengastronomie findet die 2G-Regel Anwendung, die direkt vor Ort kontrolliert wird. Alle weiteren allgemeinen Hygienemaßnahmen, wie das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes an Engstellen bzw. immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, bleiben bestehen. Zudem bleibt der reduzierte Eintrittspreis (für Kinder 10 Euro, Erwachsene 14 Euro und Familien 30 Euro – inklusive Artenschutz-Euro) erhalten. Ein Leckerbissen für das Lieblingstier: Auch in diesem Jahr können Zoofreunde wieder symbolisch zu Weihnachten ihrem Lieblingstier eine Futterration spendieren und damit gleichzeitig den Zoo unterstützen. Wie wäre es mit einer Hand voll Regenwürmer für die Rochen, einer Box Heuschrecken für die Erdmännchen, einem Strauß Eukalyptus für die Koalas oder einem Quaderballen Heu für die Dickhäuter? Die symbolischen Weihnachts-Leckerbissen können auf der Zoo-Website unter Spendenaktion: Weihnachts-Leckerbissen | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) gebucht werden. Die Spender erhalten eine entsprechende Urkunde über den erworbenen Leckerbissen im PDF-Format. Die Urkunde für die Weihnachts-Leckerbissen eignet sich übrigens auch als besonderes Geschenk für andere Tierfreunde.

Zoo Osnabrück 17.12.2021
„Wintergarten“ für Schimpansen – neues Gehege für Kirk-Dikdiks – Kleine und große Umbauten im Zoo Osnabrück
Ob neuer Untergrund, aufwendige Umgestaltung oder ein eigener Wintergarten: Bei den Zebras, Schimpansen und Schweinsaffen wurde im Zoo Osnabrück in den letzten Wochen fleißig gebaut. Die scheuen Kirk-Dikdiks haben sogar ein ganz neues Gehege bekommen, in dem sie von Besuchern leichter entdeckt werden können. Ähnlich wie Pferde behandeln Zebras einen Boden mit ihren Hufen nicht gerade pfleglich – kein Wunder also, dass auch ein Zebragehege irgendwann einmal einen neuen Untergrund benötigt. „Unsere drei Zebras leben zwar erst seit gut einem Jahr in ihrem Gehege in ‚Takamanda‘, aber bereits zuvor wurde der Boden durch andere Huftiere in der rund 11 Jahre alten Anlage stark beansprucht“, erklärt Tobias Klumpe, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück. „Weil der Boden zuletzt insgesamt etwas stärkere Abnutzungserscheinungen gezeigt hat und wir in ein paar Jahren auch unsere Nashörner hierhin umsetzten wollen, haben wir beschlossen schon jetzt den Untergrund der Zebraaußenanlage umfangreich zu sanieren.“ So wurde im Boden ein neues Drainagesytem verbaut und der Untergrund verfestigt, damit der Boden auch für Nashörner tauglich ist. Diese sollen im Rahmen des neuen Elefantenparks hier ihr Zuhause erhalten. Mit dem Ergebnis ist Klumpe sehr zufrieden. „Es sieht wirklich gut aus und unseren Zebras scheint es auch zu gefallen. Sie sind bereits munter über die Anlage galoppiert und haben gleich gezeigt, dass der Boden ihren Ansprüchen gerecht wird.“ Unterstand mit Wintergartenflair – Nur wenige Meter von den Zebras entfernt haben im Zoo Osnabrück die zehn Schimpansen ihr Gehege. Ihr Außenbereich zählt zu den größten für Schimpansen in ganz Europa und auch hier wurde zuletzt fleißig gearbeitet. Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V. ist in etwa gegenüber des Servalgeheges ein neuer Komfortbereich für die Menschenaffen entstanden. „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung des Fördervereins. Für die Besucher gab es hier schon immer einen überdachten Gehegeeinblick“, erklärt Klumpe. „Auf der anderen Seite der Scheibe haben wir es unseren Schimpansen jetzt noch etwas gemütlicher gemacht. Dafür wurde der Besucherunterstand Richtung Besucherweg zurückversetzt. An dieser Stelle haben wir neue Scheiben einzogen, aber von den alten Scheiben davor haben wir einen Teil stehenlassen, sodass dazwischen eine Art Wintergarten für die Schimpansen entstanden ist. Für kältere Tage haben wir ihnen sogar eine Fußboden- und Wandheizung eingebaut.“ Den Schimpansen gefällt der überdachte, warme Bereich sehr gut. Schon häufig konnten Besucher sie in ihrem neuen Komfortbereich, der auch erhöhte Sitzmöglichkeiten beinhaltet, beobachten. „Das Schöne ist: Für die Schimpansen sind die Besucher genauso interessant wie andersherum. Und wenn die Tiere doch einmal ihre Ruhe haben wollen, können sie sich auf ihrer großen Anlage weit zurückziehen“, so Klumpe. Schweinsaffen noch näher an Besuchern – Auch eine andere Affenart kann den Besuchern bald noch näherkommen. Bei den zwölf Schweinsaffen wird am Affentempel im Zoozentrum der große Graben zwischen Besucherscheibe und Tempelruine mit Erde befüllt. „Der Graben stammt noch aus einer Zeit, bevor der Bereich 2012 aufwendig renoviert wurde. Damals hatte man sich dazu entschieden ihn zu erhalten, doch inzwischen hat sich die Natur den Graben zurückerobert und es ist schwer ihn entsprechend zu pflegen“, erklärt Klumpe. Auch die Reinigung der Scheiben war für die Mitarbeiter aufgrund des tiefen Grabens immer eine Herausforderung, weshalb der Zoo den Graben nun zuschüttet. „So reduzieren wir gleichzeitig die Distanz zwischen Besucher und Tier und schaffen den Affen eine neue Naturbodenfläche“, sagt Klumpe. Kleinste Antilopenart neben großen Langhälsen – Ein ganz neues Gehege haben die vier Kirk-Dikdiks erhalten. Zuletzt lebten die kleinen und scheuen Antilopen in einem Gehege am Hang unterhalb des Löwenrondells. Dort konnten Besucher sie mit viel Mühe lediglich in ihrem Außenbereich entdecken. „Die meisten Besucher haben sie dort einfach nicht wahrgenommen oder wussten gar nicht, dass es sie gibt“, sagt Andreas Wulftange, ebenfalls zoologische Leitung im Zoo Osnabrück. Im Giraffenhaus haben die kleinen Antilopen deshalb ein neues Gehege bekommen. „Da wir unsere Buschschliefer mit den Klippschliefern vergesellschaftet haben, ist das ehemalige Gehege der Buschschliefer im Giraffenhaus frei geworden. Wir haben den Bereich für die Kirk-Dikdiks umfangreich renoviert und ihnen Plätze mit verschiedenen Untergründen wie Sand, Stroh oder einem Mineralgemisch geschaffen. Auch eine Außenanlage gegenüber der Langohrziegen ist dazugekommen“, erklärt Wulftange. Da die Tierhäuser ab heute, 17.12.2021 gemäß der neuen Corona-Verordnung wieder geöffnet sind und mit FFP2-Maske betreten werden können, sind die grazilen Tiere im Innenbereich zu sehen – ihre Außenanlage nutzen sie erst wieder im Frühjahr bei wärmeren Temperaturen häufiger.

Tierpark Hellebrunn 17.12.2021
Allergietest für Eisbärin Nuna
Vergangene Woche führte das Hellabrunner Tierärzte-Team bei Eisbärin Nuna einen Allergietest durch – das Besondere daran: Dank des Medical Trainings konnte dieser Test erstmalig ohne Narkose bei einem Eisbären durchgeführt werden. Grund für die Untersuchung sind Haut- und Fellprobleme, sowie Juckreiz, unter denen Nuna seit einiger Zeit leidet. Dass eines der größten Raubtiere der Welt brav die Tatze reicht, um sich das Fell rasieren und einen Allergietest durchführen zu lassen – wohlgemerkt bei vollem Bewusstsein – ist kaum vorstellbar. Und doch ist es dank des erfolgreichen Medical Trainings einem Tierpflegeteam in Hellabrunn gelungen, Eisbärin Nuna so gut auf die Untersuchung vorzubereiten, dass diese ohne Narkose, natürlich mit den nötigen Sicherheitsbarrieren, gelingen konnte. Grundlage für das Gelingen solcher Untersuchungen ist ein regelmäßiges Medical Training, welches auf positiver Belohnung beruht. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger trainieren tagtäglich mit den drei Eisbärinnen für den Ernstfall – dabei werden verschiedene Kommandos am Gitter geübt, wie beispielweise eine Tatze reichen, den Mund öffnen oder Stillhalten. Für den Allergietest, der als intrakutaner Test durchgeführt wurde, war es zunächst notwendig, Nunas Pfote an zwei Stellen frei zu rasieren und den Ablauf Schritt für Schritt zu trainieren. Einige Trainingstage später konnte dann der eigentliche Allergietest durchgeführt werden. Dabei werden verschiedene Allergene in die Haut gespritzt und bei einer Reaktion kann bereits nach einigen Minuten eine Hautverdickung erkannt werden. Durchgeführt wurde der Test von Dr. Christine Gohl, Leitende Hellabrunner Tierärztin, und Professor Ralf Müller, Leiter der Dermatologie und Allergologie der Medizinischen Kleintierklinik der LMU München, der bereits seit vielen Jahren den Tierpark Hellabrunn mit seiner Expertise unterstützt und eng mit ihm zusammenarbeitet. „Es macht uns schon sehr stolz, dass wir diesen Test mithilfe des erfolgreichen Trainings komplett ohne Sedierung durchführen konnten – das war vermutlich eine weltweite Premiere bei einem Bären. Dank der Geduld und des Vertrauens sowohl der Tierpflegerinnen und Tierpfleger, aber vor allem auch von Nuna, war sie während der gesamten Behandlung sehr entspannt und macht bei jedem Training begeistert mit.“, berichtet Tierärztin Dr. Gohl. Der Allergietest ergab, dass Nuna auf mehrere Gräser, eine MiIbenart sowie auf einen Schimmelpilz allergisch ist, der in der Natur vorkommt und besonders im Herbst aktiv ist, was auch die vermehrten Hautprobleme in den vergangenen Wochen erklärt. Ab voraussichtlich Januar erhält die Eisbärin ein individuell hergestelltes Medikament zur Desensibilisierung, welches ihre Beschwerden längerfristig lindert. Diese ist vergleichbar mit einer Heuschnupfen- Hypersensibilisierung beim Menschen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese Therapie bei Nuna gut anschlagen wird, allerdings gibt es bei Eisbären bisher keinerlei Erfahrungswerte“, so Dr. Gohl. Auch bei Eisbärin Giovanna konnten dank des Medical Trainings in diesem Jahr bereits erfolgreich Blutabnahmen und Röntgenaufnahmen im Kiefer-Zahn-Bereich durchgeführt werden. Diese waren für eine folgende Zahnoperation notwendig. Im Tierpark Hellabrunn kümmern sich mehrere Tierärztinnen und Tierärzte täglich um die Gesundheit der tierischen Bewohner. Dabei sind die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Tierpflegerinnen und Tierpflegern, die die Tiere tagtäglich betreuen und jede kleinste Unstimmigkeit beobachten, wichtig. Da gerade Wildtiere die Anzeichen einer Erkrankung oder Schwäche möglichst lange verbergen, lassen sich manche Krankheiten erst sehr spät erkennen. Um eine Blutabnahme, einen Ultraschall oder andere Untersuchungen an den Tieren möglichst ohne Narkose durchführen zu können, setzt Hellabrunn seit einigen Jahren auf dieses Trainingskonzept, durch das Tiere noch intensiver überwacht und Erkrankungen frühzeitiger erkannt werden. Regelmäßig trainiert werden im Münchner Tierpark derzeit Eisbären, Tiger, Elefanten, Primaten und Giraffen.

ZOOM Erlebniswelt 17.12.2021
ZOOM Erlebniswelt: Eisbärnachwuchs ist leider gestorben – Nach Nanook bekam Eisbärin Lara wieder Jungtiere
Die ZOOM Erlebniswelt bedauert, dass der Nachwuchs von Eisbärin Lara ist. Am Freitag, 10. Dezember 2021, hatte die Eisbärin Zwillinge zur Welt gebracht. Eines der Jungtiere ist nach zwei Tagen gestorben, bei dem anderen Jungtier hatte der Zoo zunächst auf ein Überleben gehofft: Es trank regelmäßig, war gut entwickelt und lebhaft. Leider ist auch das zweite Jungtier gestorben. Bei der Nachzucht von Eisbären ist dies nicht ungewöhnlich. Die Sterblichkeitsrate der Jungtiere in den ersten Lebenswochen liegt bei über 45%. Im Durchschnitt überlebt nur jeder zweite Eisbär. „Wir waren zwar von Anfang an nur verhalten optimistisch, dennoch trifft uns diese Nachricht jetzt alle hart – über einen erneuten Eisbärnachwuchs hätten wir uns sehr gefreut“, sagt Dr. Hendrik Berendson, Leiter der ZOOM Erlebniswelt. Da die Bestände der Eisbären in der Natur bedingt durch den Klimawandel immer weiter zurückgehen, nimmt diese Tierart in zoologischen Gärten eine wichtige Botschafterfunktion ein. Die ZOOM Erlebniswelt möchte mit Eisbärnachzuchten unter anderem auf die Problematik rund um die gefährdeten Tiere aufmerksam machen. In 2017 wurde in der ZOOM Erlebniswelt Eisbärin Nanook geboren. Nach erfolgreicher Aufzucht verließ sie 2020 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) den Zoo in Gelsenkirchen, um in den Tierpark Hellabrunn zu wechseln. Wie vor vier Jahren befindet sich Mutter Lara wieder in einer von äußeren Einflüssen abgeschirmten Wurfbox. Die Überwachungskamera hatte deutlich die nur meerschweinchengroßen Jungtiere gezeigt. Die 17 Jahre alte Eisbärin hat zum dritten Mal Jungtiere von Eisbär Bill, 14 Jahre, ausgetragen. Eisbärjungtiere kommen immer zwischen November und Januar zur Welt. Der Nachwuchs ist taub, blind, nackt und mit nur rund 400 bis 800 Gramm Gewicht völlig hilflos. Eisbärmütter bereiten sich Wochen vorher auf die Geburt vor. In einer sicheren Höhle bringt die Eisbärin in Abwesenheit des Vaters in der Regel Zwillinge zur Welt. Selten werden drei Jungtiere geboren. In der ZOOM Erlebniswelt wurde Lara bereits im Herbst von Bill getrennt und bekam Stroh angeboten, mit dem sie sich in ihrer Wurfhöhle ein Nest gebaut hat. Ab Mitte November zog sich Lara in diese Höhle komplett zurück. Dort darf sie jetzt solange verbleiben, bis sie den Tierpflegern durch ihr Verhalten signalisiert, dass sie die Höhle verlassen möchte. Daher kann der Zoo derzeit nicht abschätzen, ab wann Eisbärin Lara wieder für die Besucherinnen und Besucher zu sehen sein wird.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 17.12.2021
Eine Krippe mit Alpentieren
Das Krippenbrauchtum blickt in Österreich auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Es umfasst insbesondere die Aufstellung der Krippen, die Restaurierung alter und die Schaffung neuer Krippen sowie das traditionelle Krippenschauen. Der Krippenbrauch lebt von der Vielfalt der Traditionen und so wird auch im Alpenzoo seit vielen Jahren eine Krippe unter Einbeziehung der Tiere des Zoos aufgestellt. Zusätzlich wird in der Vorweihnachtszeit ein Adventpfad zur besinnlichen und heiteren Wanderung durch den Alpenzoo angeboten. Dieses Jahr findet aufgrund der Covid Maßnahmen eine kleinere Version des Adventpfades statt. In dem sogenannten „Adventpfad Light“ wird ab 16:00 Uhr Weihnachtsmusik über die Lautsprecher im Alpenzoo abgespielt und Kinder können mit ihren Laternen in Begleitung ihrer Familie durch den Zoo gehen. Die bildliche Darstellung der Geburt Jesus Christus in der Form wie wir sie kennen geht zurück in das Jahr 1223, in welchem der Heilige Franziskus in Greccio im Rieti-Tal die Weihnachtsszene von Betlehem nachstellte. Auch damals durften die Tiere in der Darstellung des Weihnachtsevangeliums nicht fehlen. Durch Franz von Assisi gibt es zwischen den Tieren und der Krippe aber auch heute noch eine Verbindung, da er sowohl Schutzpatron der Tiere als auch Patron der Krippenfreunde ist. „Die Aufstellung der Weihnachtskrippe im Alpenzoo ist ein schönes Beispiel der in Österreich so vielfältig gelebten Krippentradition. Diese wurde heuer als „Krippenbrauch in Österreich“ in das nationale Verzeichnis des UNESCO Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen,“ so Klaus Gspan, Bundesobmann des Verbandes Krippenfreunde Österreichs.

Zoo Heidelberg 16.12.2021
Besonderes Weihnachtsgeschenk der Tiergartenfreunde – Tiergartenfreunde spenden 30.000 Euro an den Zoo Heidelberg für den Bau der Gorilla-Außenanlage
Ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk haben die Tiergartenfreunde dem Zoo Heidelberg überbracht: Erfreulicherweise habe sich zwei größere Einzelspenderinnen gemeldet, die es dem Verein der Tiergartenfreunde ermöglichen, die Spendensumme des letzten Quartals 2021 auf 30.000 Euro aufzurunden. Insgesamt hat der Verein damit bereits 95.000 Euro für die Erweiterung des Gorillageheges an den Zoo überwiesen. Den beiden Einzelspenderinnen sei auf diesem Wege nochmals herzlich gedankt. „Ohne den großmütigen Einsatz von besonderen Menschen, denen der Zoo sehr am Herzen liegt, wäre der Betrieb oder die Erweiterung des Tiergartens nicht denkbar“, so Dr. Jan Gradel, erster Vorsitzender des Vereins. Lothar Teichmann als zweiter Vorsitzender ergänzt: „Neben den vielen kleinen Einzelspenden, die uns das Jahr über erreichen und den Beiträgen unserer Mitglieder, ist es doch etwas Besonderes, denn die beiden Spenderinnen sind auch sonst im Verein ehrenamtlich aktiv und setzen sich für das Tierwohl ein.“ Die Heidelberger Gorilla-Gruppe soll ein modernes und abwechslungsreich gestaltetes neues Zuhause erhalten. Auf der neuen Freianlage sollen Klettermöglichkeiten und Ruheplätze entstehen, die den vom Aussterben bedrohten Menschenaffen sowohl Beschäftigung als auch Rückzug bieten. Besonders spannend für Tiere und Besucher wird die Vergesellschaftung der Gorillas mit einer weiteren Affenart und Pinselohrschweinen sein. Zum Konzept gehört eine von den Bildungsexperten des Zoos konzipierte ergänzende Ausstellung, welche die Zoobesucher über faszinierende Details der Biologie der Gorillas und über die Bedrohungen dieser Menschenaffen in den Regenwäldern informiert. Der Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg zählt 341 Mitgliedschaften mit 678 Einzelpersonen und wird im Jahr 2023 sein 90 Jubiläum begehen. Seit Anfang an setzt er sich für den Erhalt und Ausbau des Zoo Heidelberg aktiv ein und hat in den letzten 10 Jahren rund 300.000 Euro an Spendengeldern gesammelt und mit vielen Einzelaktionen den Zoo unterstützt. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann ergänzt: „Die Tiergartenfreude sind ein besonders wichtiger Partner für uns. Seit Jahrzehnten stehen sie uns mit großem Engagement zur Seite. Mit den Spenden und den ehrenamtlichen Einsätzen leisten sie einen wesentlichen Beitrag für die stetige Verbesserung des Tierwohls im Zoo. Das bürgerschaftliche Engagement für den Zoo hat in den letzten Corona-Jahren ein Rekord-Niveau erreicht. Wir danken allen Spendern, Helfern und Tierpaten von Herzen für diesen Beitrag!“

Tierpark Neumünster 16.12.2021
Keine Preiserhöhung der Tagesticket-Preise, Einführung des „Artenschutz-Euros“ ab Januar 2022
Der Tierpark Neumünster führt zum 01.01.2022 den sogenannten „Artenschutz-Euro“ ein. Der „Artenschutz-Euro“, wird bereits seit mehreren Jahren von diversen renommierten Zoos, wie beispielsweise den Zoos in Leipzig und Karlsruhe erhoben. Es handelt sich hierbei um einen freiwilligen Betrag, den die Besucher des Tierparks Neumünster zukünftig beim Erwerb eines Erwachsenen-Tagestickets freiwillig bezahlen können. Kinder-Tickets enthalten keinen „Artenschutz-Euro“. Besucher, die diese fakultative Unterstützung der Artenschutzarbeit des Tierparks nicht bezahlen möchten, können dies vor dem Kartenkauf an der Tierpark-Kasse mitteilen und somit wird der Beitrag nicht berechnet. Der Tierpark möchte, im Zuge des neuen „Entwicklungskonzepts 2035“, seine Artenschutzbemühungen zukünftig noch mehr verstärken. „Der rasante Verlust der Biodiversität geht uns alle etwas an.“, so Tierpark Chefin Verena Kaspari. „Daher möchten wir all unsere Besucher dazu einladen, sich mit einem kleinen Beitrag an den Artenschutzaktivitäten des Tierparks zu beteiligen, um gemeinsam Größeres bewirken zu können.“ Die durch den „Artenschutz-Euro“ eingenommenen Gelder werden zweckgebunden zu 100% an ausgewählte Projekte, die der Tierpark teilweise bereits seit mehreren Jahren unterstützt, fließen. Eines davon ist zum Beispiel das Wisent-Auswilderungsprojekt des WWF Rumänien, welches der Tierpark bereits seit 2016 intensiv begleitet. Bereits mehrere Nachzuchten aus der Neumünsteraner Wisent-Herde konnten mit Hilfe dieses Projekts in den Rumänischen Karpaten ausgewildert werden. Ein weiteres Projekt, welches von den Geldern des neu eingeführten „Artenschutz-Euro“ in umfangreicherem Maße als bisher gefördert werden soll, ist „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguin e.V.“. Seit mehreren Jahren unterstützt der Tierpark dessen Einsatz zum Erhalt der natürlichen Brutgebiete des Humboldt-Pinguins. „Auch wenn wir uns zukünftig, dank des Artenschutz-Euros, ein größeres Budget für den Umwelt- und Artenschutz erhoffen, müssen wir natürlich sinnvoll auswählen, für welche Projekte wir diese Ressourcen nachhaltig einsetzen werden. Wir haben Projektpartner ausgewählt, mit denen wir langjährige gute Erfahrungen haben und bei denen wir uns sicher sind, dass die Gelder auch in den Projekten genau dort ankommen, wo sie am meisten benötigt werden. Wir freuen uns, langjährige Projektpartner wie den WWF Rumänien, Spenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. oder die ZGAP, zukünftig mit Hilfe dieser Gelder noch intensiver unterstützen zu dürfen.“, so die Diplom Biologin. Der 1. Vorsitzende der Tierparkvereinigung Neumünster e.V., Klaus Grassau, erklärt die Vorstandsentscheidung, ab Januar 2022 den freiwilligen Artenschutz Euro im Tierpark einzuführen, zudem wie folgt: „Uns ist auch der Natur- und Umweltschutz vor der eigenen Haustüre sehr wichtig. Sowohl unser tierparkeigenes, langjährig durchgeführtes Wildinsekten-Projekt, als auch lokale Naturschutzorganisationen, wie beispielsweise der Neumünsteraner Verein „Naturhelden SH e.V.“, sollen zukünftig mit diesen Geldern gefördert und unterstützt werden. Dieses zukünftige Budget gibt uns Planungssicherheit für die wichtige Natur- und Artenschutz-Arbeit des Tierparks.“, so Grassau weiter. Das Tierpark-Team ist sehr optimistisch, dass die Neumünsteraner Tierparkbesucher „Ja“ zum „Artenschutz-Euro“ sagen werden und sich mit einem kleinen Beitrag an der wertvollen Artenschutzarbeit des Tierparks beteiligen möchten, zumal eine Preiserhöhung der Tageseintrittskarten für das Jahr 2022 nicht geplant ist. Das TierparkTeam freut sich bereits darauf, seinen Besuchern zukünftig über die wertvollen und nachhaltigen Umwelt- und Artenschutz-Projekte berichten zu dürfen, die durch den Beitrag der Besucher selbst finanziert wurden.

Zoo Frankfurt 16.12.2021
Abschied von Brillenbär NOBODY
Gestern musste der 19 Jahre alte Brillenbär NOBODY eingeschläfert werden. Seit einigen Wochen wurde er wegen eines Hustens schon behandelt, aber trotz intensiver tiermedizinischer Betreuung trat keine Besserung ein. Computer-tomographische Untersuchungen zeigten eine große Umfangsvermehrung in der Lunge. Der 2002 im Zoo Leipzig geborene NOBODY kam 2013 aus dem Centre d’Etude et de Recherche Zoologique in Lisieux (Frankreich) zur Eröffnung der völlig neu gestalteten Bärenanlage Ukumari-Land nach Frankfurt. Da der Brillenbären-Bestand in seiner Heimat, den Bergregionen der südamerikanischen Anden, seit Jahren immer weiter abnahm, und die Art von der Weltnaturschutz-Union (IUCN) als gefährdet („hohes Risiko des Aussterbens in der Natur in unmittelbarer Zukunft“) eingestuft wird, sind die Brillenbären für den Zoo ein wichtiges Element in seiner Ausrichtung auf die Haltung und Zucht bedrohter Arten. Denn unsere Brillenbären erfüllen auf ideale Art und Weise eine Botschafterfunktion für ihre in der Natur bedrohten Artgenossen, da sie auf die wichtige und erfolgreiche Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in den Ursprungsgebieten der Brillenbären (z.B. https://fzs.org/de/aktuelles/smoothies-aus-erntefrischen-zutaten/) hinweisen. Vor einigen Wochen fing NOBODY an zu husten. Genauere Untersuchungen ergaben, dass sich in seiner Lunge und in seinem Brustraum eine große Menge Gewebsflüssigkeit angesammelt hatte. Trotz intensiver tiermedizinischer Betreuung verbesserte sich sein Zustand nicht, sodass man sich für eine computer-tomographische Untersuchung (in Kooperation mit der Tierklinik Hofheim) entschied. Hierbei wurde eine massive Umfangsvermehrung in der Lunge diagnostiziert. Der Befund machte klar, dass NOBODY keine Chance auf Genesung oder ein schmerzfreies Leben hatte, sodass die Entscheidung für eine Einschläferung getroffen wurde. NOBODY war ein verträglicher Vertreter seiner Art. So nahm er die Waldhunde, mit denen er seine Anlage teilte, allenfalls zur Kenntnis. NOBODY war Vater von insgesamt sechs Jungbären, zwei davon in seiner Zeit in Frankfurt zusammen mit Brillenbärin CASHU. Da Letztere z.Zt. im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) des europäischen Zooverbandes (EAZA) in der Stuttgarter Wilhelma für Nachwuchs sorgen soll, ist der dreijährige Sohn MANU aktuell der einzige Brillenbär in Frankfurt. In Abstimmung mit dem EEP wird nun entschieden, wie es mit den Brillenbären in Frankfurt weitergehen wird.

Erlebnis-Zoo Hannover 16.12.2021
Seelöwe & Co.: Der Erlebnis-Zoo im NDR – Neue NDR-Zoo-Serie „Seelöwe & Co. – Tierisch beliebt“ startet am 20. Dezember
Die Geschichten sind berührend, tierisch interessant, mal lauthals lachend lustig, dann wieder stirnrunzelnd ernst. Erstmals hat ein Filmteam die Tierpfleger und Tierärzte des Erlebnis-Zoo für das NDR Fernsehen bei ihrer Arbeit vor und hinter den Kulissen begleitet. Ab Montag, 20. Dezember, sind die Folgen im NDR Fernsehen zu sehen! Ganz nah dran und doch mit respektvollem Abstand war das dreiköpfige Team der Produktionsfirma Doclights aus Hamburg im Auftrag des NDR bei unzähligen tierischen Momenten dabei. Die Freude über ein Jungtier wurde ebenso festgehalten wie die Ausdauer bei einer Tierzusammengewöhnung, der Einfallsreichtum bei der Tierbeschäftigung und die körperliche Anstrengung beim Saubermachen oder Strohballen-Tragen. In allen Geschichten zeigt sich die Fürsorge des Teams für seine Schützlinge, die Leidenschaft für den Beruf und seine große Fachkenntnis über die Biologie der verschiedenen Tierarten, ihre Bedürfnisse und ihre Bedrohung. Porträtiert wird auch die enge Zusammenarbeit von Zoo-Docs und Tierpflegern. Und so begleitet das Filmteam die Tierärzte zur Kontrolle von Senior-Wolf Fluffy, zur Augenuntersuchung von Schneeeule Harry, zum Pinguinküken mit den Spreizbeinen. Sechs 50minütige Filme nebst zwei 90minütigen Spezialfolgen sind mit Unterstützung der niedersächsischen Film- und Medienförderung nordmedia in diesem Sommer entstanden. Das Team war den gesamten Sommer vor Ort, um all die unbekannten und ungemein liebevollen Tierbegegnungen zu begleiten. Der Erlebnis-Zoo freut sich sehr, einen tiefen Einblick in das Zooleben geben zu können! Zu sehen ist die neue TV-Serie „Seelöwe & Co. – tierisch beliebt“ mit den Geschichten aus dem Erlebnis-Zoo Hannover ab dem 20. Dezember im NDR: Folge 1-6: 20. bis 23. Dezember sowie am 27. und 28.Dezember, jeweils um 17:10 Uhr, Special 1: „Seelöwe & Co. XXL – Zoobabys“ am 26. Dezember um 11:00 Uhr im NDR, Special 2: „Seelöwe & Co. XXL – Persönlich“ am 30. Dezember um 05:50 Uhr im NDR

Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) 16.12.2021
Rekordsumme für bedrohte Panzerechsen „Zootier des Jahres“-Kampagne bringt mehr als 150.000 Euro ein
Ein Rekord-Erfolg für den Artenschutz: Die „Zootier des Jahres“ – Kampagne 2021 konnte erstmals mehr als 150.000 Euro erbringen. „Wir sind überwältigt, dass die diesjährige Kampagne diese unglaubliche Summe eingebracht hat“, sagt Dr. Arne Schulze, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). „Es ist die mit Abstand höchste Fördersumme, die wir seit Beginn unserer Kampagne im Jahr 2016 erreichen konnten.“ Die gesammelten Mittel fließen nun in effektive Schutzmaßnahmen für hochbedrohte Krokodilarten auf Kuba, auf den Philippinen, auf Borneo und in Nepal. Viele Krokodilarten gelten als gefährdet und sechs Arten werden von der Weltnaturschutzunion IUCN sogar als „von der Ausrottung bedroht“ eingestuft. Denn Menschen dringen bis heute immer weiter in die Lebensräume der Krokodile vor und töten sie, weil sie die Tiere als Gefahr für sich und ihre Haustiere ansehen. Ihr Fleisch und die Eier werden verzehrt, die Moschusdrüsen der Krokodile werden zur Parfümherstellung genutzt und weil Krokodile Fische fressen, gelten sie darüber hinaus als Konkurrenten der Fischer. Zusätzlich dezimiert der Lebensraumverlust, etwa durch den Bau von Dämmen, sowie die zunehmende Wasserverschmutzung die Krokodilbestände. An den Rand der Ausrottung brachte die Krokodile jedoch insbesondere die wachsende Nachfrage nach ihrer Haut, weil die Modeindustrie anfing, daraus Handtaschen, Schuhe, Koffer, Gürtel und andere Waren herzustellen. Dabei übernehmen Krokodile eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung ihres Lebensraumes. Als große Prädatoren stehen sie an der Spitze der Nahrungspyramide und sind entscheidend für das ökologische Gleichgewicht. Da sie unter anderem Aas fressen, reinigen sie die Gewässer und anliegende Landflächen von Kadavern. Wenn sie jagen, haben sie es besonders auf schwache, verletzte und kranke Tiere abgesehen. Sie regulieren die Bestände räuberischer Welse oder Piranhas, die sich ihrerseits von für den Menschen bedeutenden Speisefischen ernähren. Zudem sind sie wahre „Ökosystemingenieure“, da sie Mangrovenwälder formen und erhalten, indem sie massive Unterwasserhöhlen und -kanäle ausgraben, die Wasserdynamik und essenzielle Mikrolebensräume schaffen, die wiederum Artenvielfalt ermöglichen. Die bereits jetzt erkennbaren, negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme in den Heimatländern der Krokodile machen ihren Schutz daher besonders wichtig. Ausschlaggebend für den Erfolg der diesjährigen „Zootier des Jahres“-Kampagne war die enge Zusammenarbeit mit den zoologischen Gärten und deren rege Beteiligung. Mit ihrer guten Öffentlichkeitsarbeit betrieben sie wichtige Lobbyarbeit für die stark bedrohten Panzerechsen. Neben ihrem Bildungsauftrag züchten Zoos zudem gefährdete Tierarten im Rahmen wissenschaftlich geführter Nachzuchtprogramme. Etwa das Philippinenkrokodil – eine mittelgroße Krokodilart, die in ihrem Heimatland, den Philippinen, von der Ausrottung bedroht ist. Auf den Philippinen leben nur wenige genetisch getestete Tiere in den Zuchtstationen, wodurch der Europäische Zoobestand besonders wertvoll für den Arterhalt wurde, denn reinerbige Tiere sind eine Grundvoraussetzung für die Wiederansiedlung. Die Haltung der Tiere ist aufwendig und kompliziert. Hinzu kommt, dass Philippinenkrokodile erst mit 10 – 15 Jahren geschlechtsreif werden, was eine lange Generationsdauer zur Folge hat. Dies bedeutet, dass es viele Jahre dauert, bis eine stabile Population in menschlicher Obhut aufgebaut ist und an eine Wiederansiedlung gedacht werden kann. Seit Beginn der Zuchtbemühungen in Europa konnte die Anzahl durch Nachzuchterfolge in verschiedenen Zoologischen Gärten von anfangs 15 auf mittlerweile 51 Tiere erhöht werden. Ende Dezember 2020 war es dann erstmals soweit: zwei Philippinenkrokodilnachzuchten aus dem Kölner Zoo, Partner der diesjährigen Kampagne, traten die Reise in ihr ursprüngliches Heimatland an. Sie werden auf den Philippinen ihren Beitrag dazu leisten, eine reinerbige Philippinenkrokodilpopulation zu gründen, mit dem Ziel der Wiederansiedlung im Siplas Naturschutzgebiet. Mit der finanziellen Unterstützung durch die „Zootier des Jahres“-Kampagne werden dafür neue, sogenannte „soft-release“-Anlagen und eine weitere Nachzuchtstation direkt in dem Schutzgebiet gebaut. Zudem soll ein Zentrum für Umweltbildung, sowohl für Einheimische als auch für Touristen, entstehen und ein Konzept für nachhaltigen Tourismus in der Region umgesetzt werden. Auch dieses Jahr schlüpften im Zoo Köln vier Philippinenkrokodile. Die jungen Krokodile werden etwa im Alter von zwei Jahren ebenfalls auf den Philippinen wiederangesiedelt, um dort die lokalen Populationen weiter zu stärken. „Das ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie von Zoos koordinierte Erhaltungszuchtprojekte aktiv zu In-situ-Schutzmaßnahmen beitragen oder, wie in diesem Fall, überhaupt erst möglich machen“, sagt der Kölner Aquariumsleiter Prof. Dr. Thomas Ziegler, der auch Regionaler Vorsitzender der IUCN „Crocodile Specialist Group“ in Europa ist. Durch die gezielte Kombination von Nachzucht in menschlicher Obhut und gleichzeitiger Vorbereitung optimaler Lebensbedingungen im Ursprungshabitat, wird so das bestmögliche zum Schutz bedrohter Arten umgesetzt. „Ganz im Sinne des „One Plan Approaches“, der das effektive Zusammenwirken von In-situ- und Ex-situ-Maßnahmen und Expertengruppen empfiehlt.“ Auch das nächste „Zootier des Jahres“ wird die ZGAP wieder zusammen mit ihren Kampagnenpartnern, dem Verband der Zoologischen Gärten, der Deutschen Tierpark-Gesellschaft, der Gemeinschaft der Zooförderer und weiteren Tiergärten, Zoos und Verbänden Anfang des Jahres, genauer am 26. Januar 2022, im Zoo Landau verkünden.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 15.12.2021
Neuzugang aus dem Zoo Salzburg Kater Milagro komplettiert das Jaguar-Paar der Wilhelma
Gespannter Augenblick: Erstmals seit 23 Jahren standen sich in der Wilhelma wieder zwei Jaguare gegenüber. Mit Milagro ist jetzt der künftige Partner von Taima in das Nachbargehege eingezogen. Das Paar soll für Nachwuchs sorgen, um den Bestand der Reservepopulation der bedrohten Großkatzen in den Zoos zu stabilisieren. Die Wilhelma unterstützt parallel ein Artenschutzprogramm für deren Lebensräume in Mittel- und Südamerika. Es knisterte vom ersten Moment an sichtbar. Die vierjährige Katze kam sofort ans Gitter gesprungen und hüpfte erwartungsvoll hin und her. Obwohl schon groß und kräftig, erstarrte der noch keine anderthalb Jahre alte Kater dagegen zunächst, als er die Artgenossin von einer Aussichtsplattform aus entdeckte. Jeden Muskel angespannt, fixierte er sie gebannt, bevor er von seinem Ausguck heruntersprang und sich ihr langsam näherte, um Kontakt aufzunehmen. Von Gehege zu Gehege trennten sie dann nur noch wenige Meter. Milagro ist auf Empfehlung der Zuchtkoordinatoren der europäischen Zoovereinigung EAZA aus dem Zoo Salzburg nach Stuttgart gekommen. Bis die beiden Jaguare zusammengelassen werden, muss Milagro noch etwas älter werden. So nahm auch nach dem anfänglichen Interesse an Taima seine Neugier überhand, sein neues Domizil eingehend zu erkunden, jede Ecke zu beschnuppern und jeden Stamm hinaufzuklettern. Auch die mächtigen Löwen nebenan und die Okapis in Sichtweite zogen seine Aufmerksamkeit auf sich. Als Milagro am 30. Juni 2020 geboren wurde, kam das für den Zoo in Salzburg einem kleinen Wunder gleich. Denn sein Vater „Sir William“ hatte da bereits ein für Raubkatzen vornehmes Alter von 17 Jahren erreicht und seit elf Jahren keinen Jaguar-Nachwuchs gehabt. So war der kleine Kater ein spätes Wunschkind. Dem betagten Vater kam anfangs eine besondere Rolle in der Aufzucht zu. Denn während die mit vier Jahren junge Mutter „Lucky Limari“ mit ihrem Erstling teilweise ungeduldig und ruppig umsprang, ging der erfahrene Vater behutsamer und gelassener mit dem Kleinen um. Statt der Mutter durfte er daher Milagro bei dessen ersten Ausflügen ins Außengehege begleiten. Dass das Jungtier Milagro (spanisch für „Wunder“) und nicht Primo („der Erste“) heißt, durfte es sogar mitentscheiden. Von zwei entsprechend beschrifteten Schachteln strebte der Kater in seinem Gehege direkt auf die „Milagro“-Box zu, öffnete sie und kroch hinein. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Tierart als „potenziell gefährdet“ ein. Um den Erhalt des Jaguars in der Natur zu fördern, unterstützt die Wilhelma mit den Spenden ihrer Gäste durch den Artenschutz-Euro die Rettung seines Lebensraums im Regenwald. Durch Investitionen in dem mittelamerikanischen Belize konnten bislang bereits 400 Quadratkilometern vor der Rodung gerettet werden. So wurde ein Korridor zwischen zwei Schutzgebieten erhalten, damit die Tiere hin und her wechseln und sich begegnen können. Fotos von Wildkameras haben inzwischen belegt, dass dort mindestens 20 Jaguare leben.

Zoo Basel 15.12.2021
Echter Tierschutz statt Menschenrechte für alle Affen
Am 13. Februar 2022 kommt die kantonale Initiative «Grundrechte für Primaten» in Basel zur Abstimmung. Alle Affen – nicht nur Menschenaffen – sollen das Recht auf Leben sowie auf physische und psychische Unversehrtheit erhalten. Was in der Theorie gut klingt, ist in der Realität nicht praktikabel. Der Zoo Basel erklärt, inwiefern es Affen schadet, wenn von Gesetzes wegen keine Güterabwägung im besten Interesse der Tiere mehr stattfinden darf. Primaten, umgangssprachlich als Affen zusammengefasst, sind eine Ordnung innerhalb der Säugetiere. Nach neuesten Erkenntnissen entstand die Tiergruppe Primates (Affen) vor ca. 75 Millionen Jahren, zur Zeit der Dinosaurier. Sie trennte sich damals von den Hasenartigen und Nagetieren. Die nächsten Verwandten der Affen sind demnach Kaninchen, Mäuse und Ratten. Die Diversität der Affen ist sehr gross. Heute sind über 500 verschiedene Primaten-Arten anerkannt. Die kleinste ist das Berthe-Mausmaki. Es wiegt nur knapp 30 Gramm und erinnert nicht nur vom Namen an ein Nagetier. Im Gegensatz dazu bringt der Westliche Flachlandgorilla, die grösste Art, ein stattliches Körpergewicht von bis zu 200 Kilogramm auf die Waage. Auch wir Menschen sind Primaten. Stammesgeschichtlich sind Menschen mit Lemuren (Halbaffen, jedoch Primaten) aber nur ähnlich nah verwandt wie mit Mäusen. Die Sozialstruktur der Affen Die meisten Affenarten leben in Gruppen, die ganz unterschiedlich organisiert sind. Es gibt Männchen und Weibchen dominierte Systeme oder dominante Pärchen. Bei anderen Arten bleiben Jungtiere lange bei den Eltern und helfen bei der Aufzucht des Nachwuchses. Man findet Organisationen, in denen Männchen oder Weibchen abwandern und das andere Tier ein Leben lang in der Geburtsgruppe bleibt. Es gibt Arten, bei denen beide Geschlechter abwandern, solche, die solitär leben und weitere, die nur selten in Gruppen zusammen sind. Wieder andere sind territorial oder leben in Streifgebieten. Die Sozialstruktur innerhalb der Primatenordnung ist sehr breit und nicht vergleichbar mit dem Sozialsystem des Menschen. Menschenrechte für Affen? Am 13. Februar 2022 kommt die kantonale Initiative «Grundrechte für Primaten» in Basel-Stadt zur Abstimmung. Das Basler Stimmvolk darf darüber befinden, ob allen Affen – nicht nur Menschenaffen, auch Lemuren wie zum Beispiel dem Berthe-Mausmaki – ausgewählte Menschenrechte zugesprochen werden. Konkret geht es um das Recht auf Leben und das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Obwohl die Initiative nur von der öffentlichen Hand gehaltene Affen einschliesst, warnt Zoo-Direktor Olivier Pagan vor einer indirekten Drittwirkung: «Stand heute übernehmen wir Verantwortung für unsere Affen und wägen jede Entscheidung im Interesse der Tiere sorgfältig ab. Mit Annahme der Initiative wandert die Expertise über deren Wohlergehen und Sicherheit von ausgebildeten Biologinnen, Veterinärmedizinern und Tierpflegenden zu einer Ombudsperson oder einem Beistand – vielleicht sogar zu fachfremden Juristen. Ein solcher Vorschlag ist für uns nicht nachvollziehbar. Niemand kennt unsere Affen besser als unsere Mitarbeitenden. Auch wird unsere Tierhaltung regelmässig vom Veterinäramt Basel-Stadt kontrolliert.» Für Kurator Adrian Baumeyer steht die Initiative im klaren Widerspruch zum Schweizer Tierschutzgesetz. Das Tierschutzgesetz nimmt die Tierhalter in die Pflicht, ihre Tiere vor ungerechtfertigtem Leid, Angst und Schmerzen zu bewahren. Die Annahme der Initiative wird spätestens dann zum Problem, wenn ein Tier leidet, aber nicht erlöst werden darf, weil es ein Recht auf Leben hat. «Heute dürfen wir ein schwer krankes Tier einschläfern, um sein Leiden zu beenden», gibt Baumeyer zu bedenken. «Das Menschenrecht auf Leben verunmöglicht diese Lösung.» Zoo-Tierärztin Fabia Wyss präzisiert: «Schläfere ich das Tier trotzdem ein, werde ich bei Annahme der Initiative gesetzeswidrig. Gemäss Tierschutzgesetzgebung kriminalisiere ich mich jedoch auch, wenn ich ein Tier unnötig leiden lasse.» Es sei unklar, inwiefern sie ihren Job bei Annahme der Initiative in Zukunft noch richtig ausüben könne. Dabei sei sie doch Tierärztin geworden, um sich für das Wohlergehen der Tiere einzusetzen. Affen sollen Affen bleiben dürfen Rechte und Pflichten sind nichts Natürliches, sie sind von Menschen für Menschen gemacht. Erhält ein Affe Rechte, trägt das nichts zum Schutz und Wohlergehen des Tieres bei. Ein Affe kann seine Rechte weder selbst ausüben noch durchsetzen. Er wird immer auf die Vertretung seiner Rechte durch einen Menschen angewiesen sein. Ist dieser Mensch nicht fachkundig, wird die mangelnde Expertise durch Bürokratie kompensiert. Den Affen geht es mit Annahme der Initiative also nicht besser. Im Gegenteil, es geht ihnen eher schlechter. Aus Sicht des Zoo Basel sollen Affen das Recht haben, Affen bleiben zu dürfen. Genauso wie alle anderen Tiere sollen sie von fachkundigen Experten geschützt und nach bestem Wissen und Gewissen betreut werden. «Diese Verantwortung können und wollen wir nicht delegieren», schliesst Pagan.

Zoo Köln 15.12.2021
Kölner Zoo rund um die Feiertage durchgehend geöffnet Ausnahmen: Heiligabend und Silvester ab 14 Uhr geschlossen – an diesen beiden Tagen findet daher kein Christmas Garden statt Gratisaktion für Kinder bis 12 Jahre an Heiligabend
Der Kölner Zoo hat rund um die Feiertage regulär geöffnet (9 bis 17 Uhr). Die abendliche Christmas Garden-Veranstaltung findet ebenfalls wie gewohnt statt. Ausnahmen sind Heiligabend und Silvester. Der Zoo schließt an diesen beiden Tagen bereits um 14 Uhr. Tagestickets kosten an diesen beiden Tagen jeweils nur den Gruppentarif. Heiligabend: Kinder bis 12 Jahre können kostenlos in den Zoo An Heiligabend macht der Kölner Zoo allen Pänz darüber hinaus ein besonderes Geschenk. Kinder bis einschließlich 12 Jahre können dann gratis in den Zoo. Das Angebot gilt aufgrund der Aufsichtspflicht nur in Begleitung einer erwachsenen, Aufsichtsperson. Die Zoogastronomie bietet Kindern am Café Almira kostenlos Kinderpunsch. Zoo verschenken – und „tierisch“ viel Freude bereiten Der Geschenk-Tipp: Wer noch nach dem richtigen Weihnachtspräsent für Groß und Klein sucht: Zoo-Jahreskarten sorgen an 365 Tagen für „tierisch“ viel Spaß. Sie sind schon ab 50 Euro erhältlich. www.koelnerzoo.de/jahreskarten-de Christmas Garden: den Zauber der Weihnachtszeit mit ins neue Jahr nehmen Noch bis zum 16. Januar 2022 findet im Zoo der abendliche Christmas Garden statt. Rund 25 Lichtensembles mit kunstvollen Licht- und Soundeffekten an verschiedenen Punkten auf dem Zoo-Gelände sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Das ist perfekt für einen Abendausflug mit Familie und Freunden.

Zoo Zürich 15.12.2021
BUNTER VOGEL, GRAUE MAUS: WIE TIERE FARBEN SEHEN
Im Vergleich zum Menschen nehmen die meisten Säugetiere weniger Farben wahr. Andere Tiere wiederum, wie viele Vögel, Reptilien, Fische oder Insekten, können ein noch grösseres Farbspektrum erfassen als der Mensch. Welche Tiere welche Farben sehen und wie es dazu gekommen ist. Von allen Sinnen ist der Sehsinn bei uns Menschen am besten ausgeprägt. In unserem Auge befinden sich Rezeptoren für die Farben Grün, Rot und Blau. Diese Farben und deren Kombination erlauben es uns, alle uns bekannten Farben wahrzunehmen. Man schätzt, dass wir Menschen zwischen 2,3 und 10 Millionen Farben unterscheiden können. Zusammen mit ein paar anderen Primaten sind wir mit unserem Farbsehen unter den Tieren jedoch eher die Ausnahme. So sehen andere Tiergruppen wie Vögel, Insekten oder Reptilien Farben, die für uns nicht wahrnehmbar sind. Die meisten anderen Säugetiere hingegen sehen weniger Farben als wir. Weniger Farben, dafür mehr Helligkeit Von ursprünglich vier Farbrezeptoren (Blau, Grün, Rot und Ultraviolett) haben die frühen Säugetiere zwei verloren (Rot und Ultraviolett). Da sie vermutlich nachtaktiv waren, war das Farbsehen zu dieser Zeit weniger wichtig. Im Auge konkurrenzieren sich die Farbrezeptoren (Zäpfchen) mit den Hell-Dunkel-Rezeptoren (Stäbchen) um den Platz. Ist Hell-Dunkel-Sehen wichtiger, zum Beispiel bei nachtaktiven Tieren, braucht es mehr Stäbchen und weniger Zäpfchen. So haben viele Meeressäuger, die bei den begrenzten Sichtverhältnissen unter Wasser eher auf die Hell-Dunkel-Rezeptoren angewiesen sind, nur noch einen Farbrezeptor, manchmal sogar gar keinen mehr. Die meisten Landsäugetiere, unter ihnen auch der Hund und die Katze, verfügen über zwei Rezeptoren, die ihnen die Wahrnehmung von Grün und Blau ermöglichen. Das Rotspektrum fehlt jedoch. Im Unterschied zu den meisten anderen Säugetieren hat sich bei einigen Affenarten, inklusive Mensch, ein dritter Farbrezeptor neu entwickelt. Dieser erlaubt es uns, Rot in all seinen Facetten zu sehen. Meister des Farbensehens Während die Säugetiere einen Teil ihres Farbsehvermögens eingebüsst haben, verfügen viele andere Tiergruppen über vier Farbrezeptoren. Neben Blau, Grün und Rot sehen diese Tiere auch noch Farben im Spektrum von Ultraviolett. Dies wurde zuerst bei Insekten festgestellt. Später wurde es auch bei Vögeln, Reptilien und einigen Fischen nachgewiesen. Was dies genau bedeutet und wie diese Tiere die Farben ihrer Umwelt wahrnehmen, ist für uns Menschen nicht vorstellbar. Wir könne die Farben zwar messen, unser Sehsinn erlaubt es uns aber nicht, sie tatsächlich zu sehen. Wir wissen nur, dass diese Tiere in einer Welt der Farben leben, die unsere eigene Wahrnehmung bei Weitem übertrifft. So kann ein für uns unscheinbarer Vogel für andere Vögel farbefroh erscheinen. Es hat sich gezeigt, dass das Gefieder vieler Vögel ultraviolettes Licht reflektiert. Andere Vögel können ein solches Gefieder in vielen unterschiedlichen Farben wahrnehmen, während wir Menschen vielleicht nur einen einfarbigen Vogel sehen. Farben zur Kommunikation Die unterschiedliche Farbwahrnehmung der Tiere erklärt auch deren Erscheinungsbild. Während es Vögel, Reptilien und Fische in allen Farben gibt, sind Säugetiere meist Braun oder Grau. Andere Tiergruppen nutzen Farben intensiv für die Kommunikation innerhalb der Art und zwischen den Arten. Allseits bekannt sind etwa die farbigen Vogelmännchen, die mit ihren Farben die Weibchen zu beeindrucken versuchen. Verschiedene Tiergruppen nutzen auch Warnfarben zum Abschrecken potenzieller Fressfeinde. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch der Fressfeind diese Farbe wahrnehmen kann. Einen grossen Vorteil des Farbsehens sieht man bei der Nahrungssuche. Viele Pflanzen nutzen Farben für die Kommunikation mit Tieren. Sie locken Tiere an, die die farbigen Blüten bestäuben oder die Samen der Früchte verbreiten. Auch bei einigen Primaten und dem Menschen hat die Entwicklung des dritten Farbrezeptoren (Rot) dafür gesorgt, dass sie Früchte und Blüten gegen den grünen Hintergrund der Pflanzen besser erkennen können. Ob farbenblind, mit eingeschränkter Farbwahrnehmung oder Meister des Farbensehens, jedes Tier hat seine Farbwahrnehmung im Laufe der Jahrmillionen perfekt an seine Umgebung angepasst. Beispiele im Zoo Zürich Im Zoo Zürich kann man Tiere mit fast allen Arten von Farbsehen finden. Während der Seehund nur noch eine Farbe erkennen kann, sind andere Tiere wie unsere Taggeckos, Papageien oder auch das Chamäleon in der Lage, neben Rot, Grün und Blau auch noch Ultraviolett zu erkennen. Dazwischen finden sich Tiere wie Elefanten, Nashörner, Zebras oder Löwen, die nur zwei Farben erkennen, nämlich Grün und Blau.

Zoo Duisburg 15.12.2021
Besonderer Moment im Zoo Duisburg: Tierpfleger ist bei Koalageburt live dabei Das Jungtier in Gummibärchengröße krabbelte selbstständig in den Beutel von Mutter Eora. Entwickelt sich das Kleine normal, wird es in etwa fünf Monaten wieder zu sehen sein.
Europaweit gilt der Zoo Duisburg als Kompetenz- und Zuchtzentrum für Koalas. Zahlreiche Jungtiere der grauen Beuteltiere sind bereits am Kaiserberg groß geworden. Nun hat Revierleiter Mario Chindemi eine besondere Beobachtung gemacht: Er konnten die Geburt eines kleinen Koalas live verfolgen. Plötzlich ist es da: Rosa, völlig haarlos und nicht größer als ein Gummibärchen wird das Koalajungtier nach 32 Tagen Schwangerschaft geboren. Mit dem flauschigen Aussehen seiner Artgenossen hat das Kleine noch nichts gemein. Wie ein rosa Wurm krabbelt es selbstständig durch das graue Fell von Mutter Eora in Richtung Beutelöffnung. „Die Strecke von der Urogenitalöffnung des Weibchens bis zum schützenden Beutel ist mit rund sieben Zentimeter aus menschlicher Sicht nicht weit, für so einen Winzling ist es aber ein beschwerlicher Weg mit vielen Gefahren“, weiß Revierleiter und Koalakenner Mario Chindemi. Der Grund: Die Mutter kann ihrem Jungtier nicht helfen. „Bei der Geburt verharren die Weibchen in einer Art Trance. Sie bewegen sich nicht, damit das Kleine den Weg in den Beutel finden kann“, erklärt Chindemi. Im schützenden Beutel angekommen, sucht sich das blinde und taube Jungtier mit Hilfe der Nase eine der zwei Zitzen aus, krabbelt an diese heran und saugt sich fest. In genau diesem Moment schießt die Mutter Milch in die Zitze, die daraufhin im Mund des Mini-Koalas stark anschwillt. „Das Prinzip funktioniert wie bei einem Druckknopf – so wird das Kleine fest an der Zitze gehalten“, veranschaulicht der Koalapfleger. Als das nun geborene Jungtier den schützenden Beutel von Mutter Eora erreichte, machte sich Erleichterung breit. „Die Anspannung fällt etwas ab“, erzählt Chindemi, der aber auch um die Herausforderungen der nächsten Zeit weiß: „Es ist ein erster Schritt, nun müssen wir die Daumen drücken. Passieren kann immer etwas, das haben wir in der Vergangenheit auch erleben müssen“. Im Verborgenen und für Pfleger wie Besucher unsichtbar, wird das winzige Koalakind in den nächsten Monaten hoffentlich stetig wachsen und an Gewicht zunehmen. Nur über die Gewichtskontrolle der Mutter lassen sich Rückschlüsse auf den Entwicklungszustand des Jungtieres ziehen. Läuft die Aufzucht unproblematisch, so wird das Pflegerteam rund vier bis sechs Wochen nach der Geburt auch äußerlich Bewegungen sehen. Später schaut dann mal ein Ärmchen oder Beinchen heraus. Erst nach fünf bis sechs Monaten wird dann der Kopf zu sehen sein. Für Revierleiter Chindemi war es nicht die erste Geburt, die er live verfolgen konnte. „Mittlerweile durfte ich bei diesem besonderen Moment sechs Mal dabei sein. Und es ist jedes Mal wieder sehr bewegend“, betont der Tierpfleger. Denn meist gebären die Weibchen in der Nacht und das ist dann auch für die betreuenden Pfleger unsichtbar. Das dieser so besondere Moment festgehalten werden konnte, ist für die Zucht von Koalas enorm wertvoll. „Die Aufnahmen können wir nun der Fachwelt zur Verfügung stellen. Sie helfen den Kolleginnen und Kollegen dabei den komplexen Geburtsvorgang noch besser verstehen zu können“, so Dr. Kerstin Ternes. Die Zootierärztin koordiniert von Duisburg aus die europaweite Zucht der bedrohten Beuteltiere im Rahmen des EEP (Europäisches ex-situ Programm). „Das EEP ist eine Art Singlebörse für Zootiere und dafür da, genetisch geeignete Partner zu finden und diese zusammen zu führen. Dadurch trägt die Zoogemeinschaft dazu bei, wichtige Reservepopulationen fernab des ursprünglichen Lebensraumes zu schaffen. Das ist insbesondere bei den bedrohten Arten enorm wichtig“, so Dr. Ternes

Zoo Vivarium Damrstadt 15.12.2021
Leckerlis für Esel, Spielzeug für Affen – Zoo Vivarium nimmt am 14. Januar Bio-Weihnachtsbaumspenden an
Am Freitag, 14. Januar 2022, nimmt der Zoo Vivarium, Schnampelweg 5, 64287 Darmstadt, von 13 bis 15 Uhr Bio-Weihnachtsbäume, auch mit Ballen, entgegen. Die Bäume werden zum Beispiel an Esel und Ziegen verfüttert oder als Beschäftigungsmöglichkeit Affen und Aras zur Verfügung gestellt. Bäume mit vorhandenen Ballen werden zur Gehege-Einrichtung verwendet. Zum Wohl der Tiere können nur Bio-Weihnachtsbäume angenommen werden, die nicht mit Pestiziden oder ähnlichem behandelt wurden. Als Nachweis ist der Kassenbeleg vorzulegen. Beim Anliefern der Bäume gelten Abstandsregeln und die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Fotos von der Aktion sollen auf den Social Media-Kanälen des Zoos veröffentlicht werden.

Tierpark Nordhorn 14.12.2021
Wurst-Drive-In am Zooparkplatz Regionale Produkte als Präsent oder zum eigenen Verzehr quasi im Vorbeifahren kaufen
Nachdem Zoodirektor Nils Kramer und unsere Bunten Bentheimer Schweine in der Fernsehshow TV Total zu sehen und zu hören waren, erfreuen sich die regionalen Produkte der bedrohten Haustierrasse einem noch größeren Interesse. Das wichtige Thema „Erhalten durch Aufessen“ hat so eine Plattform mit viel Reichweite erhalten und die nachgeschalteten Informationen des Tierparks zu der Thematik sorgten insgesamt für mehr Verständnis zum Schutz und Erhalt der bedrohten Haustierrassen, die der Tierpark als anerkannter Archehof am Vechtehof zeigt und auf seinen Außenflächen im Naturschutz einsetzt. In der Dorfmetzgerei im Vechtedorf im Tierpark und zubereitet auf dem Weihnachtmarkt oder im Bistro „Mont Blanc“ konnten Besucherinnen und Besucher bereits viele der leckeren Produkte vom Bunten Bentheimer Schwein, dem Bentheimer Landschaf und dem Galloway Rind kosten. Um die Produkte auch den „Nicht-Zoobesuchern“ anbieten zu können, hat sich die zooeigene Gastronomie in der Vorweihnachtszeit wieder etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir werden vorrübergehend eine kleine Außenstelle unserer Dorfmetzgerei quasi als „Drive-, bzw. eher Walk-In“ an der Einfahrt zum Zooparkplatz eröffnen,“ so Gastronomieleiter Jörg Kantor. „Die Nachfrage nach unseren Produkten von den eigenen Tieren ist groß und wir hoffen auf diese Art und Weise so kurz vor Weihnachten den Bedarf unserer Kunden besser decken zu können!“ so Kantor weiter. Die Metzgerei-Hütte eröffnet ab Mittwoch, den 15.12. und hat vorerst im Dezember dienstags bis sonntags von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind das kommende Wochenende (18./19.12.) und die Weihnachtsfeiertage, einschließlich Heilig Abend, an denen die Hütte geschlossen bleibt. Neben den tierischen Produkten wird es dort auch regionalen Honig, Marmelade und andere Köstlichkeiten geben. Sicherlich lässt sich hier auch noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden.

Zoo Magdeburg 14.12.2021
Alle Vorbereitungen auf die langen Weihnachtsferien abgeschlossen: Das Ferienprogramm ist durch die zusätzliche Covid 19-Teststation am Zoo abgesichert
Langeweile in den Ferien hat im Zoo Magdeburg keine Chance! Jetzt laufen im Zoo die Vorbereitungen für die bevorstehenden Ferien und Festtage auf Hochtouren. „Es ist uns nicht nur wichtig, den Kindern einen kostenfreien Zoobesuch in der schulfreien Weihnachtszeit zu ermöglichen. Mit zoopädagogischen Bildungsinhalten verpackt, bieten wir zusätzlich ein spannendes Ferienprogramm rund um den Speiseplan der Zootiere an. Extra dafür gibt es vom 18.12.2021 bis zum 09.01.2022 in der Zeit von 9:00 – 15:00 Uhr eine Covid 19-Teststation am Zoo“, erklärt der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. In SachsenAnhalt gilt für Kinder ab 6 Jahre während der Ferienzeit vom 18.12.2021 bis 09.01.2022 die Testpflicht für den Zoobesuch (2. VO zur Änderung der 15. SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 04.12.2021). „Die Faszination für die Tierwelt bei den Naturschützern von morgen zu wecken, dafür engagieren sich neun Zoo-Guides. Es gibt so viel Überraschendes, Unterschiedliches bei der Ernährung der 200 Tierarten des Zoo Magdeburg zu entdecken“, erklärt der langjährige Zoo-Guide Elke Tantzen. Viele Menschen planen aufwendige Festessen – doch wie sehen eigentlich die Menüs der Zootiere aus? Beim Ferienprogramm „In den Speiseplan der Zootiere geschaut“ erfahren die Schulkinder auf spielerische Art und Weise viel über die artgerechte Ernährung der Tiere und ihre Anpassung an den Lebensraum. Dabei geht es um die Zuordnung der „Zoomenüs“ für die jeweilige Tierart, aber auch um das Unterscheiden von Allesfressern, Pflanzen-, Insekten,- Fleischfressern. Wer bekommt im Zoo eigentlich Fisch, wer leckere Früchte und gesundes Gemüse und wer die Heuschrecken und Würmer? Wer ist ein Nahrungsspezialist, welches Tier bekommt die größte Menge Futter und wer hat die kleinste Portion? Es gibt einiges zum Staunen über die Nahrungsvielfalt in der Tierwelt und die Lebensraumanpassung der Tiere. In welchen Regionen Afrikas leben ausgewählte Tierarten des Zoos? Ein Magnetspiel erleichtert hier die Zuordnung. Dann gibt es vor Ort in Begleitung des Zoo-Guides bei den Tieren und im Futterbereich des Zoos einiges zum Schauen und Staunen. Das Ferienprogramm ist für Kinder von 7-12 Jahre geeignet und vorab zu buchen unter: www.zoomagdeburg. de/veranstaltungen

Zoo Osnabrück 14.12.2021
Zwei besondere Geburtstagskinder sammeln für Osnabrücker Zootiere Orang-Utan Buschi und Elefantennachwuchs Yaro feiern in Kürze Geburtstag
Der eine ist ein Osnabrücker „Urgestein“, der andere der neueste Liebling im Zoo Osnabrück: Orang-Utan Buschi feiert am 21. Dezember seinen 50. Geburtstag, Elefantenbulle Yaro am gleichen Tag seinen 1. Geburtstag. Beide haben einen festen Platz im Herzen vieler Zoobesucher und sammeln nun für ihre tierischen Nachbarn. Fans können bereits jetzt mit einer Teilpatenschaft für Buschi gratulieren – auch ein schönes Weihnachtsgeschenk. Rotes, zotteliges Fell, aufmerksame, dunkle Augen, lange Arme, riesige Backenwülste: Das ist Orang-Utan Buschi, mit vollem Namen Buschmann. Fast jeder Zoobesucher kennt ihn, viele noch aus Kindheitstagen und so mancher hatte ihn als kleines Affenbaby sogar auf dem Arm. Am kommenden Dienstag, den 21.12.2021 feiert er seinen 50. Geburtstag. Gleichzeitig begeht Elefantenjungtier Yaro seinen ersten Geburtstag. „Das hätten wir natürlich gerne groß gefeiert, aber aufgrund der Corona-Situation ist das leider nicht möglich. Trotzdem möchten wir in kleinem Kreis beide Geburtstage begehen und Buschi und Yaro sammeln dabei Geschenke für die Zootiere. Denn die Corona-Zeit bleibt eine Herausforderung für den Zoo und zudem benötigen wir auch Unterstützung, um den Elefanten demnächst ein größeres Zuhause bieten zu können“, so Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Neu: Teilpatenschaft für Buschi verschenken Orang-Utan Buschi ist Zoobesuchern besonders bekannt, weil seine Mutter ihn nach seiner Geburt 1971 zunächst nicht versorgen konnte. Zur damaligen Zeit tickten die Uhren noch anders und so verbrachte der kleine Orang-Utan seine ersten Wochen im benachbarten Kinderkrankenhaus. Später zog er wieder zurück in den Zoo Osnabrück, wuchs hier in engem Kontakt mit seinen Tierpflegern auf und entdeckte irgendwann sein Talent fürs Malen. „Das macht er auch heute noch. Wir reichen ihm Pinsel mit Farbe und er bringt diese dann auf eine Leinwand“, berichtet Heike Läkamp, Tierpflegerin des bekannten Orang-Utans. Während Buschi zu seinem Geburtstag nächste Woche eine kleine Überraschung erwartet, können Buschi-Fans bereits jetzt zu seinem Geburtstag aktiv werden. „Gemeinsam mit unserem Team haben wir uns zwei besondere Sachen überlegt: Zum einen können Buschi-Fans erstmals eine Teilpatenschaft für Buschi abschließen – bislang konnten dies nur Firmen. Diese kostet 39,90 Euro und ist auch ein tolles Weihnachtsgeschenk. Sie gibt es bereits jetzt im Online-Shop des Zoos“, erläutert Busemann. „Die zweite Aktion hat es auch in sich: Wer jetzt zu Buschis und Yaros Geburtstag an die Zootiere spendet, nimmt ab einer Spendensumme von 50 Euro an einer Verlosung teil. Hierfür haben wir uns ganz besondere, nicht käufliche Geschenke ausgedacht – wie beispielsweise eine Decke, mit der Buschi schon mal gekuschelt hat oder einen Zoobesuch mit Video-Erinnerung.“ Diese Aktion läuft sogar bis zu Buschis 51. Geburtstag und jeden Monat werden aus allen Spendern neue Gewinner gezogen. Wer Yaro zum Geburtstag gratulieren möchte, kann dies ebenfalls mit einer Yaro-Teilpatenschaft. Diese kostet 39,90 Euro und ist im Online-Shop des Zoos unter shop.zoo-osnabrueck.de erhältlich. Malwettbewerb für Kinder Auf Kinder bis 14 Jahre wartet zudem noch ein Malwettbewerb: Bis zum 19.12.2021 können Bilder zu Buschis und Yaros Geburtstag an der Zookasse abgegeben oder per E-Mail an gewinnspiel@zoo-osnabrueck.de gesendet werden (Name, Alter und E-Mail-Adresse vermerken). Die Bilder werden nach Öffnung der Tierhäuser im Orang-Utan-Dschungeltempel ausgestellt und unter allen Einsendungen verlost der Zoo tolle Gewinne wie Freikarten oder Buschi-Plüschtiere. Weitere Informationen zu Buschi und Yaro, ihren Geburtstagen und den Aktionen gibt es auf www.zoo-osnabrueck.de auf einer extra Buschi-Seite mit Wissenswertem, Quiz und Ausmalvorlagen.

Zoo Gelsenkirchen 14.12.2021
ZOOM Erlebniswelt: Löwennachwuchs zum ersten Mal draußen
Die drei Löwenjungtiere der ZOOM Erlebniswelt Jamila, Kumani und Malaika haben heute zum ersten Mal ihr Außengehege erkundet. Noch bevor der Zoo für die Besucherinnen und Besucher geöffnet wurde, durften sie für kurze Zeit mit Mutter Fiona und Tante Lissy die großzügige Außenanlage kennenlernen. Sofern die Witterungsbedingungen es zulassen, werden sie ab Donnerstag, den 16.12.2021, auch für die Besucherinnen und Besucher zeitweise draußen zu sehen sein. Die gut zwei Monate alten Jungtiere waren zunächst zögerlich, als sich der Schieber zur Außenanlage öffnete. Nachdem Mutter Fiona sich mit ihren Schützlingen verständigt hatte, ging es dann auf Erkundungstour durch das Gehege. Dabei haben Mutter Fiona und Tante Lissy dem Nachwuchs jede Ecke ausgiebig gezeigt und das Trio immer gut im Blick behalten. Wie immer haben sich die Löwinnen vorbildlich um Jamila, Kumani und Malaika gekümmert. Die drei kleinen Weibchen waren sehr neugierig: Nachdem sie ihre Krallen am Baum gewetzt haben, rollten sie einen Spielball hin und her. Mittlerweile wiegen sie gut achteinhalb Kilo, fangen an Fleisch zu fressen und versuchen sich im Brüllen. Wenn Mutter und Tante den Nachwuchs rufen, antworten diese mit einem schrillen Rufton zurück, der eher einem Babybrüllen ähnelt. Insgesamt entwickelt sich der Löwennachwuchs weiterhin prächtig und wird von Tag zu Tag aktiver.

Zoo Heidelberg 14.12.2021
Affenstarke Unterstützung Volksbank Kurpfalz eG spendet 10.000 Euro an den Zoo Heidelberg
Die Weltsparwoche Ende Oktober ist für viele junge Kundinnen und Kunden der Volksbank Kurpfalz ein wichtiger Termin, denn dann gibt es für das Ersparte nicht nur auf dem Konto ein Plus, sondern noch eine besondere Belohnung obendrauf. In diesem Jahr hatte die Bank ihre Weltsparwoche unter das Motto „Es gibt tierisch viel zu entdecken“ gestellt und mit dem Zoo Heidelberg den perfekten Kooperationspartner dafür gefunden. So erwartete die jungen Besucherinnen und Besucher der Volksbank Kurpfalz neben den Spargeschenken ein Gutschein für den Eintritt in den Zoo. Zudem gab es beim Weltsparwoche-Gewinnspiel einen geführten Rundgang mit den Zoo-Rangern durch die verschiedenen Bereiche des Zoos zu gewinnen. Im Gegenzug unterstützte die Volksbank mit ihrer Aktion „1:1 – Du sparst – wir spenden“ den Zoo Heidelberg. Bei dieser Aktion wurde – bis zu einer Obergrenze von 10.000 Euro – jeder eingezahlte Euro der jungen Sparerinnen und Sparer in einen Spenden-Euro für den Zoo gewandelt. Die so zusammengekommene Spendensumme von 10.000 Euro überreichten am Montag, 13.12.2021, Michael Hoffmann, Mitglied des Vorstands der Volksbank Kurpfalz, und Dr. Christopher Kalinasch, Bereichsleiter der Bank, bei einem Zoobesuch an Direktor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir freuen uns sehr, mit unserer Spende den Zoo Heidelberg und die von ihm geplante weiträumige Erweiterung der Gorillaaußenanlage unterstützen zu können“, erklärte Vorstand Michael Hoffmann bei der Übergabe. Hoffmann weiter: „Unsere Region, die Kurpfalz, hat viel zu bieten. Ein besonderes Highlight ist und bleibt der Zoo Heidelberg.“ Die Geschäftsführung des Zoos freut sich über diese Unterstützung: „Die Spende der Volksbank Kurpfalz hilft uns sehr, den Zoo Heidelberg zu einem immer besseren Ort für unsere Tiere zu machen und die Attraktivität unseres Zoos für unsere Besucher zu steigern. Unser nächstes Großprojekt ist die Erweiterung der Gorilla-Anlage. Vielen Dank allen Sparern und der Volksbank Kurpfalz für ihre großzügige Hilfe!“ Die Heidelberger Gorilla-Gruppe soll eine große und abwechslungsreich gestaltete Freianlage mit Klettermöglichkeiten und Ruheplätzen erhalten. Besonders spannend für Tiere und Besucher wird die Vergesellschaftung der Gorillas mit einer weiteren Affenart und Pinselohrschweinen sein. Zum Konzept gehört eine von den Bildungsexperten des Zoos konzipierte ergänzende Ausstellung, welche die Zoobesucher über faszinierende Details der Biologie der Gorillas und über die Bedrohungen der vom Aussterben bedrohten Gorillas in den Regenwäldern informiert.

Zoo Hoyerswerda 13.12.2021
3G-Pflicht beschert Zoo vor Weihnachten Besuchereinbruch
Viele Branchen leiden derzeit unter den aktuell geltenden 3G-Vorschriften, so auch der Zoo Hoyerswerda. Für einen Zoobesuch muss aktuell ein 3G-Nachweis vorgebracht werden. Zusätzlich müssen das Tropenhaus des Zoos und das Schloss & Stadtmuseum komplett geschlossen bleiben. Im Zoorestaurant Sambesi gilt wiederum die 2G-Regel und muss separat kontrolliert werden. Obwohl der Zoo infolge der Einschränkungen den Eintrittspreis von 9 € auf 5 € pro Person gesenkt hat, sind die Besucherzahlen im November um 35% im Vergleich zum Jahr 2019 eingebrochen. „Wir halten die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen für unbedingt erforderlich. Nur so können wir von den derzeitigen Infektionszahlen runterkommen“, befürtwortet Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo. Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH, den Entschluss des Landes Sachsen. Dennoch sind für einen Zoo im Vergleich zu anderen Branchen, solche Umsatzeinbrüche besonders schwer zu verkraften. „Unsere Tierpfleger*innen können nicht einfach in Kurzarbeit geschickt werden, unsere Tiere werden natürlich weiterhin optimal versorgt“, so Kusber weiter. Zusätzliche witterungsbedingte Kosten erschweren die finanzielle Situation noch weiter. Zooschul- und museumspädagogische Gemeinschaftsprojekte musste aufgrund der Schließung des Museums abgesagt werden, ebenso Veranstaltungen im Sambesi oder geplante Führungen im Zoo wie die beliebte Weihnachtsführung oder die Bescherung der Zootiere. Wer den Zoo Hoyerswerda in dieser schwierigen Lage helfen möchte, kann dies durch Online-Spenden über die Webseite (www.kulturzoo-hy.de), mit der Übernahme einer Tierpatenschaft (ebenfalls online möglich) und dem Kauf von Gutscheinen. Mehr Infos dazu unter der 03571/20937700 oder zoo@zookultur.de.

Zoo Dresden 13.12.2021
Happy Birthday Toni
Ganz klar: Er ist der Chef. Das zeigt Toni jedes Mal aufs Neue, wenn er in seine Anlage gelassen wird und er Veränderung spürt. Mit lauten Rufen und Klopfen an die Scheiben demonstriert er, dass er das Oberhaupt ist. So auch heute morgen. Grund für die Aufregung war eine zuckerfreie Quarktorte mit Polentaboden. Die hatte seine Tierpflegerin Sylvia Pohle einen Tag zuvor gebacken und liebevoll mit Heidelbeeren und Bananen dekoriert. Solche Leckerein gibt es nicht oft, aber heute hat Toni seinen 30. Geburtstag. Toni kam am 13. Dezember im Zoo Budapest zur Welt. Nach dem Tod seiner Mutter wurde er dort von Menschen aufgezogen – was sein bis heute andauerndes, großes Interesse an Besuchern erklärt. Als knapp zweijähriges Jungtier kam er in den Zoo Dresden und wird hier seit dem von Sylvia Pohle betreut. Sie erinnert sich: „Bei seiner Ankunft trug Toni Windeln und hatte zum Teil noch die Flasche bekommen. Wir mussten ihm daher erst einmal beibringen ein Affe zu sein.“ So wurden Toni zunächst die Windeln ab- und feste Nahrung angewöhnt. Erst dann lernte er endlich Artgenossen kennen. Die beiden gleichaltrigen Weibchen Daisy und Dunja waren ideale Spielgefährten. In Daisy fand er später auch eine passende Partnerin. 2003 zeugte Toni mit ihr den ersten Nachwuchs Djasinga. Inzwischen ist Toni vierfacher Vater. Aktuell lebt er mit Daisy und dem 2015 geborenen Dalai als Familie in einer Anlage zusammen. Nach seinem heutigen, stürmischen Auftritt widmete sich Toni direkt seinem Geschenk – und zwar ganz filigran und behutsam. Zunächst wurden die Heidelbeeren abgepflückt. Anschließend die Bananenscheiben. Den Quarkbelag leckte er lieber ab, um sich nicht die Hände damit zu beschmutzen und auch den Polentaboden aß Toni nur mit dem Mund. So war innerhalb einer viertel Stunde fast die ganze Torte verschwunden. Der nächste Meilenstein in Tonis Leben ist bereits in Sicht. Im Herbst 2023 sollen er und die anderen Orang-Utans in das neu gebaute Orang-Utan-Haus umziehen. Für Toni selbst ist dann wohl vor allem die größere Höhe interessant: Denn er kann sich künftig optimale Aussichtspunkte suchen, um sich seiner liebsten Beschäftigung zu widmen: Besucher beobachten.

Zoo Duisburg 13.12.2021
Speed-Dating im Zoo Duisburger: Es knistert im Koalahaus
Koala-Weibchen Sydney ist mehrere Wochen zu Gast am Kaiserberg. Ihre Mission: Familienplanung im Sinne des Artenschutzes. Ihren Partner Irwin hat das schüchterne Beuteltier bereits kennengelernt. Duisburg Das Koalahaus im Zoo Duisburg hat einen neuen Bewohner – aber nur auf Zeit: Sydney (4) reiste bereits Ende November aus dem Zoo von Dresden ins Ruhrgebiet. Da es mit ihrem Partner in Sachsen nicht funkte, soll es nun am Kaiserberg in Sachen Familienplanung klappen. Die Reise an nach Duisburg hat Sydney gut überstanden. „Direkt nach dem Aussteigen aus der Transportkiste hat sie sich aufmerksam umgesehen“, erzählt Revierleiter Mario Chindemi. Begleitet wurde das Dresdener Beuteltier von ihrem vertrauten Pfleger, der auch die Eingewöhnung begleitete. „Alles verlief recht unaufgeregt, auch wenn Sydney zu Beginn beeindruckt von den anderen Koalas war“, so Chindemi, der seinen neuen Schützling als eher schüchtern und zurückhaltend beschreibt. Die erste Zeit verbrachte der Neuankömmling daher noch hinter den Kulissen der Koala-Anlage, ist nun aber phasenweise auch vom Besucherbereich aus zu sehen. „In unserer Koala-Gruppe soll Sydney insbesondere lernen, wie man mit Jungtieren umgeht“, erklärt Fachmann Chindemi. Dass genau das wichtig sein wird, liegt auf der Hand. Denn die Suche nach einem neuen Partner ist es, die Sydney aus Dresden ins fast 600 km entfernte Duisburg verschlagen hat. Mario Chindemi erklärt: „Koalas zählen zu den bedrohten Tierarten, eine stabile Reservepopulation unter geschützten Bedingungen ist für den Erhalt der Beuteltiere enorm wichtig. Das erreichen wir nur, wenn es auch Nachwuchs gibt“. Das man in Duisburg weiß, wie es in Sachen Koalazucht funktioniert, ist kein Geheimnis. In den letzten Jahrzenten zog das Team weit über 30 Jungtiere erfolgreich auf und gilt daher europaweit als Kompetenzzentrum rund um die Haltung der grauen Beuteltiere. Von diesem Wissen soll nun auch Sydney profitieren, bei der es bisher in Sachen Familienplanung nicht geklappt hat. Zuständig dafür ist insbesondere Irwin (13). Der der stattliche Koalamann weiß nur zu gut, wie er einer Partnerin erfolgreich imponiert. Bereits acht Mal hat der gebürtige Australier am Kaiserberg für Nachwuchs gesorgt. Chindemi plaudert aus dem Nähkästchen: „Das erste Rendezvous zwischen Sydney und Irwin verlief vielversprechend. Nun heißt es abwarten“. Wenn alles klappt, wird nach einer Schwangerschaft von etwas über 30 Tagen ein kleiner Koala geboren, der dann in den Beutel der Mutter krabbelt und sich fest an einer Zitze ansaugt. Entwickelt sich das Jungtier arttypisch weiter und geben die Koalaexperten aus Duisburg grünes Licht, so wird Sydney mit ihrem noch unsichtbaren Jungtier im Beutel zu Beginn des kommenden Jahres das Ruhrgebiet wieder verlassen und zurück nach Dresden kehren. In der Hoffnung, dass auch dort eine neue Generation Koalas heranwächst und somit die Reservepopulation dieser bedrohten Beuteltiere unter geschützten Bedingungen stärkt.

Alpenzoo Innsbruck 13.12.2021
Kunstwerke auf Federn im Alpenzoo
Tine Aufschnaiter lebt in Innsbruck und arbeitet als Tierpflegerin im Alpenzoo in der Vogelabteilung. Das inspirierte sie zu einem ausgefallenen Hobby: Das Bemalen von Federn. Nun stellt der Alpenzoo im Psenner Saal erstmalig die Kunstwerke aus. Als Motive für die neue Alpenzoo-Ausstellung hat sie dabei natürlich Alpentiere gewählt. Die bemalten Gänse- und Hühnerfedern stammen zum Teil von unserer Gänsefamilie am Bauernhof. Die Federn wurden dann von ihr mit Acrylfarbe bemalt. Zoodirektor Dr. André Stadler schwärmt von den kleinen Kunstwerken: „Von Tines Talent habe ich lange nichts gewusst. Es freut mich sehr, dass sie nun eine Bühne bekommt, um ihre Kunstwerke zu zeigen. Und was passt besser zum Alpenzoo als die Tierwelt der Alpen?“

Tierpark Bern 13.12.2021
Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des BärenPark
Um eine allfällige Vergrösserung der Anlage für unsere Berner Bären weiterplanen zu können, beauftragte die Tierparkkommission den Tierpark Bern mit der Vergabe und Durchführung einer Machbarkeitsstudie. In deren Rahmen wurde die Möglichkeit einer Erweiterung des Bären Parks aareaufwärts geprüft. Im Auftrag des städtischen Tiefbauamts erfolgten Sondierbohrungen, vertiefte Abklärungen mit externen Fachstellen sowie eine erste Projektentwicklung. Die sehr detaillierte Studie gibt Auskunft über die Machbarkeit, die Hindernisse und den Preis einer möglichen Anlagenerweiterung im BärenPark. Aufgrund der Resultate hat die Tierparkkommission beschlossen, das Projekt zu sistieren. Die unter der Federführung des städtischen Tiefbauamts erarbeitete Machbarkeitsstudie untersuchte unter anderem die Bewilligungsfähigkeit eines Erweiterungsprojekts, die Geologie des Aarehangs, die mögliche Gestaltung, die Auswirkungen auf den Städtebau und die Kosten. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine Anlagenerweiterung machbar ist, die Bewilligungsfähigkeit aber eine grosse Herausforderung darstellt. Da es sich beim Perimeter BärenPark um eine Bauverbotszone handelt, müssen für eine Bewilligung zwingend Verbesserungen in städtebaulicher und tierhalterischer Hinsicht erzielt werden können. Die Sondierbohrungen ergaben zudem, dass der für bauliche Massnahmen notwendige Fels zehn Meter unter der Aare liegt, was umfangreiche Massnahmen im Zusammenhang mit der Hangstabilisierung erforderlich macht. Aus städtebaulicher Sicht ist es zudem notwendig, dass der heutige Schräglift mit Treppe rückgebaut wird. Eine neue Treppenanlage mit integriertem Vertikallift am südlichen Rand des erweiterten Bären Parks stellt neu die behindertengerechte Verbindung her. Ebenfalls macht die Machbarkeitsstudie deutlich, dass im Zuge der Anlagenerweiterung keine zusätzlichen Bauten – für Tiere oder Menschen – geplant und gebaut werden dürfen. Dies schränkt die Optionen stark ein. Die durch die Machbarkeitsstudie geklärten und empfohlenen Massnahmen berücksichtigen das Gesamtbild des Standorts vis-à-vis des UNESCO-Weltkulturerbes (Berner Altstadt). Sie zeigen, dass es möglich ist, vor Ort eine tierhalterisch moderne Erweiterung des BärenParks zu realisieren – eine, die sowohl dem Wahrzeichen und Wappentier Berns als auch den lokalen historischen Gegebenheiten und deren Besonderheiten Rechnung trägt. Die für eine Machbarkeitsstudie bereits sehr detailliert erhobenen Kosten für die Umsetzung werden auf 35 bis 40 Millionen Franken veranschlagt. Die Tierparkkommission kam aufgrund dieser Ausgangslage zum Schluss, dass eine Umsetzung zum aktuellen Zeitpunkt nicht opportun ist. Das Projekt wird deshalb bis auf Weiteres sistiert. Das Konzept im Zusammenhang mit der Zukunft des BärenParks wird auf der Basis dieser neuen Faktenlage in die neue Gesamtplanung Tierpark Bern einfliessen.

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