Zoopresseschau

Tiergarten Delitzsch 17.10.2021
Ägyptische Zwerglandschildkröten neu bei uns
Drei Ägyptische Zwerglandschildkröten leben neuerdings im Exotarium unserer Zooschule. Privatzüchter Ron Scheffel aus Teutschenthal hat die im Jahr 2020 geschlüpften Reptilien abgegeben. Gemeinsam mit den Schwarzen Hardunen bewohnen sie nun die nordafrikanische Wüstenkleinlandschaft. Als eine der kleinsten Landschildkrötenart überhaupt reiht sich die Art konzeptionell mit Kingswaran und Rosenboa in den Delitzscher Reptilienbestand ein. Als 13. Zoo in Deutschland kann der Delitzscher Tiergarten die begehrte Schildkrötenart präsentieren. Die Zwerglandschildkröten können auch als ausgewachsene Tiere nur Panzerlängen knapp über zehn Zentimeter vorweisen, wobei die Weibchen mit 300 Gramm doppelt so schwer werden wie die Männchen. „Durch zweimaliges Besprühen der Tiere und ihres Terrariums pro Tag werden den kleinen Panzerträgern aktuell Regenzeitgefühle beschert, wodurch sie besonders aktiv sind, großen Appetit entwickeln und als regelrecht quirlige Schildkröten zu beobachten sind“, berichtet Tiergartenleiter Konstantin Ruske. In Ägypten ist die Zwerglandschildkröte aufgrund von Lebensraumzerstörung und des massenhaften, unkontrollierten Abfangens für den lokalen Heimtiermarkt höchstwahrscheinlich bereits ausgestorben. Bereits seit einigen Jahren gibt es in Ägypten Auswilderungsprogramme, die in Menschenobhut vermehrte Zwerglandschildkröten in ihrem Stammland wieder ansiedeln möchten. Vielleicht können auch die drei Tiere eines Tages ein derartiges Projekt mit ihrem Nachwuchs unterstützen. Die Geschlechterkonstellation mit zwei Männchen und einem Weibchen wäre dafür im Delitzscher Tiergarten günstig, benötigen doch die Männchen dieser Art innerartliche Konkurrenz, um sich konsequent und fruchtbar um die Weibchen zu bemühen.

Tierpark Nordhorn 17.10.2021
Erfolgreicher Oldtimertreff im Familienzoo Oldtimer-Unimog Versteigerung noch bis Sonntagabend 24.10.
Mehr als 70 schmucke Oldtimer kamen am Sonntag, den 17. Oktober 2021 im Tierpark Nordhorn zusammen und säumten Wege und Plätze im Familienzoo. Viele interessierte Oldtimerfans fachsimpelten über die unterschiedlichen Fahrzeuge, die einen Überblick über Meilensteine der Motorisierung in der Autobranche gaben. Nicht selten hörten die kleinen Zoobesucher an diesem Tag Sätze wie: „So ein Auto hatte dein Opa damals auch!“ Unvorstellbar für viele Kinder heutzutage, denn Servolenkung und Co waren damals noch ein Fremdwort. In der historischen Schmiede konnten die Besucher zudem zahlreiche Informationen über das Kunsthandwerk erhalten und den ehrenamtlichen Schmieden bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Besonders häufig wurde beim Oldtimertreff der zur Versteigerung stehende Unimog begutachtet (Details siehe www.tierpark[1]nordhorn.de/unimog-versteigerung/). Ein großzügiger Nordhorner Zoofreund stiftete dem Zoo den voll funktionstüchtigen Daimler-Benz Unimog (U 421) Oldtimer. Der Erlös aus der Versteigerung über das Auktionshaus eBay geht an den Förderverein Tierpark Nordhorn e.V. und kommt damit voll und ganz dem Familienzoo zugute. Die Versteigerung endet am Sonntag, den 24.10.. Bis zum Auktionsende kann die Zugmaschine, die noch bis 03.2023 TÜV zugelassen ist, im Tierpark besichtigt werden. Bei trockenem Herbstwetter fanden am Ende des Tages etwa 2.800 Gäste den Weg in den Zoo am Heseper Weg und nahmen damit Teil an der zweiten kleinen Ausstellung im Tierpark nach der langen Durststrecke durch die erforderlichen Coronamaßnahmen. Die erste richtige Veranstaltung im Familienzoo wird der Zootag am 07. November 2021 sein. Beim traditionellen „Tag der offenen Tür“ ist der Eintritt in den Familienzoo frei. In diesem Jahr kann die Veranstaltung aufgrund der aktuell gültigen Coronaverordnung des Landes nur als 2G Veranstaltung planungssicher und mit größtmöglicher Sicherheit für Mitarbeiter und Besucher durchgeführt werden.

Zoo Heidelberg 15.10.2021
Drei Kraftpakete werden groß – Junge Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg fit und munter
Ein dreiviertel Jahr sind die drei jungen Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg nun alt. Gemeinsam bewegen sich die drei Kraftpakete sicher durch ihr Gehege. Aktivitäten wie spielen, toben, durch das Bambus-Dickicht schleichen und raufen stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Durch den spielerischen Umgang miteinander lernen die jungen Tiger wichtiges Sozialverhalten. Tiger-Mutter Karis ist immer mit dabei und beobachtet den Nachwuchs ganz genau. Damit die jungen Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg ihre motorischen Fähigkeiten trainieren können, bieten die Tierpfleger ihnen viele Beschäftigungsmöglichkeiten im Gehege an. Ob Bälle voller Currypulver und Säcke voll mit Alpaka-Wolle, die den Geruchssinn anregen, der Wassergraben, der zum Schwimmen einlädt oder der Kletterturm, auf dem Futter verteilt wird – die drei Tigerweibchen zeigen sich immer aktiv und munter und möchten alle Angebote genau testen. Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere im Zoo Heidelberg, freut sich: „Wir sind sehr froh, wie sich die drei jungen Sumatra-Tiger entwickeln. Sie sind alle drei fit und kräftig, sind neugierig und interessiert an ihrer Umwelt. Inzwischen lässt sich immer mehr erkennen, dass jedes Jungtier einen eigenen Charakter besitzt“. Während Jambi sich sehr neugierig, aufgeschlossen und vertrauensvoll gegenüber den Tierpflegern zeigt, ist Sabah noch ein wenig schüchtern. Es dauert etwas länger, bis sie sich überwindet, etwas Neues auszuprobieren. Wenn sie sich getraut hat, ist sie jedoch ebenso umgänglich wie ihre Schwester. Die Dritte im Bunde – Dumai – ist eher misstrauisch. Es fällt ihr schwer, eine Bindung zu den Tierpflegern aufzubauen. Beim täglichen Training arbeiten die Tierpfleger daher besonders intensiv mit ihr, um die Beziehung durch positive Erlebnisse zu verbessern. Zudem sollen die jungen Tiger durch das Training von klein auf lernen, beispielsweise den Rufen der Tierpfleger zu folgen oder Fleischstückchen von der Pinzette zu fressen. So können, falls es einmal notwendig wird, über die Fleischstücke Medikamente verabreicht werden. Für jede richtig ausgeführte Übung gibt es eine Leckerei als Belohnung. So unterschiedlich die drei jungen Tigerweibchen auch sind, eins haben alle drei gemeinsam: Sie genießen die täglichen Kuscheleinheiten mit den Geschwistern und der Mutter.

Zoo Landau in der Pfalz 15.10.2021
„Aktiv für den Artenschutz!“:Bildungsveranstaltung in der Zooschule mit 49 Schulkassen erfolgreich zu Ende gegangen
Insgesamt 1036 Kinder nahmen in den letzten Wochen an den Zoo-Natur-Erlebnistagen in der Zooschule Landau teil. So befassten sich 27 fünfte Klassen mit dem Thema „Bedrohung und Schutz der Artenvielfalt“ und übten sich dabei in Teambildung und Kooperation. Das Team der Zooschule sorgte für ein abwechslungsreiches Programm mit Spielen, kleinen Filmen und themenbezogenen „Herausforderungen“ rund um die Tiere des Landauer Zoos. Ausgestattet mit einer Zoo-Natur-Aktivity-Box – ein selbst entwickeltes Medium der Zooschule mit Aktivitätskarten, Büchern und weitern Materialien – werden sich die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler in den nächsten Monaten mit biologischer Vielfalt in ihrem Lebensumfeld befassen und einen Beitrag zum Schutz, zum Beispiel auf ihrem Schulgelände, leisten. 22 zweite Klassen erlebten die Vogelvielfalt im Zoo und wurden mit der Tierklasse Vögel vertraut gemacht. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Pinguine und Flamingos im Gehege zu betrachten, heimische Vögel mit Ferngläsern zu beobachten und Vögel in der großen Vogelflughalle zu füttern. Jedes Kind erhielt am Schluss der Veranstaltung eine Forschermappe, eine Familienmappe zum Vogelschutz und einen „Tier- und Pflanzenführer“. Für jede Lehrkraft der 2. Klassen gab es zusätzlich eine umfangreiche Mappe mit Lehrmaterial. Ein Schuljahr lang werden sich die Zweitklässlerinnen und Zweitklässler nun gemeinsam mit Vogelvielfalt befassen und für kleine Schutzmaßnahmen zu Hause oder in der Schule sorgen. Alle 49 Schulklassen erhielten außerdem einen Gutschein für einen weiteren themenbezogenen Zooschulbesuch. Möglich gemacht hat das umfangreiche Bildungsprojekt das Umweltministerium Rheinland-Pfalz durch eine großzügige finanzielle Förderung.

Tierpark Nordhorn 15.10.2021
Weihnachtsmarkt im Tierpark Nordhorn findet statt
Stimmungsvoller Markt unter 2G Bedingungen
Er ist inzwischen weit über die Grenzen der Grafschaft Bentheim hinaus bekannt – der besinnliche Weihnachtsmarkt im Familienzoo mit seiner ganz besonderen Stimmung rund um die historischen Gebäude und mit einem gelungenen Gesamtkonzept mit viel Kunsthandwerk! Während 2019 noch mehr als 30.000 Besucher auf den Zoo[1]Weihnachtsmarkt strömten, der insbesondere die kleinen Kinder in feierliche Weihnachtsstimmung versetzte, fiel er wie fast alle anderen Märkte dieser Art in 2020 Corona zum Opfer. „Umso mehr freue ich mich, dass ich in diesem Jahr, wenn auch unter besonderen Bedingungen, die größte Veranstaltung in unserem Jahresprogramm wieder planen kann,“ so die Organisatorin Heike Stevens und freut sich bekannt geben zu dürfen: „Von Freitag, den 3.12. bis Sonntag, den 12.12. findet unser Familien-Weihnachtsmarkt statt!“ Der Startschuss fällt am Freitag, den 3. Dezember um 16 Uhr. Die Buden der Kunsthandwerker und der Zoo-Gastronomie auf dem Weihnachtsmarkt öffnen dann erstmals für die kommenden 10 Tage ihre Klappen. Auch die übrige Gastronomie wird in das Gesamtkonzept eingebunden. Mit seinem entsprechenden Hygienekonzept will der Tierpark all seinen Besuchern einen stimmungsvollen Familienweihnachtsmarkt mit größtmöglicher Sicherheit bieten. Aufgrund der aktuell gültigen Corona-Verordnung, speziell im Hinblick auf Weihnachtsmärkte und vergleichbare Veranstaltungen, findet der Zoo-Weihnachtsmarkt in 2021 unter 2G Bedingungen statt. Das bedeutet, dass Besucher des Weihnachtsmarktes am Eingang einen gültigen Impfnachweis oder den Nachweis über ihre Genesung vorzeigen müssen. Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, müssen neben ihrem Attest einen gültigen, das heißt nicht älter als 24 Stunden alten, offiziellen Negativtest vorlegen. Diese Regelungen gelten für alle Personen ab 18 Jahre. Kinder und Jugendliche sind hiervon ausgenommen. Aufgrund der aktuellen Verordnung besteht nur unter den 2G Bedingungen langfristige Planungssicherheit. Zudem kann nur so der Familienweihnachtsmarkt seine besondere besinnliche Stimmung entfalten. Die Gebäude dürfen in dem Fall geöffnet bleiben, die Gastronomie ist in der Lage unsere Gäste adäquat zu versorgen und die Maskenpflicht entfällt. Auf der Webseite des Zoos werden zu gegebener Zeit alle erforderlichen Informationen zu finden sein. Derzeit sind noch keine Tickets für den Markt erhältlich. Die 2G Regel im Tierpark Nordhorn gilt während der gesamten Weihnachtsmarktdauer über den ganzen Tag, d.h. von 9 Uhr morgens bis zur Zooschließung und damit auch für die Besucher, die nicht auf den Weihnachtsmarkt wollen! Durch eine enge Kooperation zwischen dem Landkreis Grafschaft Bentheim, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Tierpark wird es für Kurzentschlossene ein tolles Impfangebot geben, welches nicht nur 2 x freien Eintritt in den Zoo verspricht, sondern damit auch die Möglichkeit eröffnet am Zoo-Weihnachtsmarkt teilzunehmen. So wird am Sonntag, den 24.10. und Sonntag, den 14.11. ein mobiles Impfteam des Landkreises in der Zooschule ohne vorherige Anmeldung mit dem Impfstoff von Biontec impfwillige Personen ab 12 Jahren gegen Covid19 impfen! 12 bis 16-Jährige dürfen dabei jedoch nur mit der Einwilligung eines Erziehungsberechtigten geimpft werden, der auch während des Aufklärungsgesprächs anwesend sein muss. Am 24.10. ist das Team von 9 bis 16 Uhr vor Ort. Wer das Angebot wahrnehmen möchte, kann an dem Tag zum Expressgate (rechte Eingangstür) am Zooeingang kommen. Hier werden Mitarbeiter des DRK die Anmeldung aufnehmen und zur Zooschule begleiten. Die Person, die sich impfen lassen möchte und eine weitere Begleitperson ihrer Wahl haben an dem Tag freien Eintritt in den Familienzoo! Die zweite Impfung kann am 14.11. wieder im Tierpark Nordhorn oder alternativ beim Hausarzt erfolgen. Selbstverständlich erhält die Person, die dann ihre 2. Impfung in Empfang nimmt, inklusive einer Begleitperson, an dem Tag erneut freien Eintritt. Zur Impfung müssen ein gültiger Ausweis und wenn vorhanden der Impfausweis mitgebracht werden. Details zur Impfung, zur Durchführung des Weihnachtsmarktes und sonstigen Fragen werden in Kürze strukturiert auf der Webseite des Zoos unter www.tierpark-nordhorn.de zu finden sein. Wir bitten alle interessierten Personen sich im Idealfall zunächst auf diesem Weg zu informieren und bei Rückfragen eine E-Mail an servicepoint@tierpark-nordhorn.de zu schreiben.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 15.10.2021
Artenschutzprogramm für größte Wolfsspinne der Welt – Wilhelma gelingt erste Nachzucht einer extrem seltenen Tarantel
Nicht nur Gorilla, Elefant und Löwe stehen in der Wilhelma, einem der artenreichsten Zoos der Welt, im Mittelpunkt. Auch die Vielfalt anderer Lebewesen ist unermesslich und verdient geschützt zu werden, wie im 2002 eröffneten Insektarium. Seit rund einem Jahr hält der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart eine wirkliche Rarität: die Deserta-Tarantel (Hogna ingens). Mit rund vier Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannweite von bis zu zwölf Zentimetern gilt sie als die größte Wolfsspinne der Welt. Zudem sind diese schönen, schwarz-weiß gefärbten Spinnen extrem selten. Nun ist deren Nachzucht auch in der Wilhelma erstmals gelungen. Von Natur aus kommen sie nur auf der unbewohnten Insel Deserta Grande vor, die ungefähr 20 Kilometer vor der Küste der Atlantikinsel Madeira liegt. Ihr Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen, da eingeführte Ziegen und ein sich explosionsartig vermehrendes Glanzgras die letzten Rückzugsorte der Tarantel gefährden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass nur noch 4000 dieser Tiere auf Deserta Grande leben, was für eine Spinnenart sehr wenig ist. Darum wurde 2016 unter Leitung des Bristol Zoo ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Deserta-Tarantel gestartet. Dies soll sichern, dass diese Tierart nicht ausstirbt. Die Wilhelma beteiligt sich an diesem EEP seit vergangenem Jahr. „Wir bekamen insgesamt 50 Jungtiere vom Kölner Zoo, der die Art bereits seit 2019 erfolgreich pflegt und züchtet“, berichtet Revierleiter Volker Harport. „Es freut mich auch ganz persönlich, dass wir es nun geschafft haben, diese schöne und äußerst seltene Spinne nachzuzüchten.“ Insgesamt tummeln sich derzeit mehrere hundert Jungtiere in speziellen Aufzuchtterrarien hinter den Kulissen des Insektariums. Rund vier Monate nach der Paarung bauen die Weibchen einen Kokon, den sie bis zum Schlupf der Jungtiere mit sich tragen und auf diese Weise gut bewachen. Auch die frisch geschlüpften Jungspinnen werden einige Zeit auf dem Körper herumgetragen. Danach sind sie aber komplett auf sich allein gestellt. Wie alle Wolfsspinnen, jagt die Deserta-Tarantel nicht mit Hilfe eines Netzes, sondern lauert in ihren Wohnröhren ihren O pfern auf: Käfern, Tausendfüßlern und sogar kleinen Eidechsen. Schon kurze Zeit, nachdem sie geschlüpft sind, leben die Spinnen räuberisch: „Das ist auch der Grund, warum wir die Tiere einzeln halten müssen. Denn sonst würden sie sich gegenseitig auffressen“, weiß Spinnenexperte Harport. Die in der Wilhelma geschlüpften Jungspinnen werden zum Teil weiter für die Zucht eingesetzt und zum Teil an andere Zoos abgegeben. Mit den Erhaltungszuchtprogrammen leisten die Zoologischen Gärten weltweit einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Das Ziel ist es, eine stabile Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen und so dauerhaft vor dem Aussterben zu schützen, falls ihre Zahl in der Natur zu stark abnimmt. Das Wilhelma-Insektarium zeigt die Deserta-Tarantel in einem extra mit für ihren Lebensraum typischen Pflanzen gestalteten Terrarium.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 15.10.2021
Große Ehre für den Alpenzoo – Zoodirektor Dr. André Stadler ist in den Rat des Weltzooverbandes gewählt worden
Dem Alpenzoo ist eine sehr große Ehre zuteilgeworden. Zoodirektor Dr. André Stadler wird ab Oktober im Rat des Weltzooverbandes (WAZA) als Repräsentant für Europa und den Nahen Osten vertreten sein. Der Weltverband der Zoos und Aquarien ist eine der wichtigsten und renommiertesten Organisationen seiner Art, gegründet 1935 in Basel, Schweiz. Die circa 400 Mitgliederinstitutionen haben sich der Pflege und Erhaltung von Tieren und ihren Lebensräumen auf der ganzen Welt verschrieben und verzeichnen insgesamt fast 700 Millionen Besucher pro Jahr. Die WAZA vertritt ihre Mitglieder in anderen internationalen Organisationen, wie der International Union for the Conservation of Nature (IUCN); arbeitet mit dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES), dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) und dem Übereinkommen über wandernde Arten (CMS) zusammen. André Stadler ist der WAZA seit 2018 verbunden. Die erstmalige Berufung als Ratsmitglied im Weltzooverband zeigt die Wertschätzung der Arbeit des Alpenzoo, seiner Person als Zoodirektor sowie als Artenschützer in verschiedensten Gremien. So ist er z.B. seit 15 Jahren in internationalen Organisationen tätig, wo er sehr verantwortungsvolle Positionen bekleidet. Beispielhaft sei die Leitung des Technical Assistance Komitees in dem Europäischen Zooverbandes (EAZA) genannt. Aber auch im Artenschutz für Katzen, Hirsche, Vögel oder Insekten engagiert er sich in verschiedenen Gremien seit Jahren.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 15.10.2021
Vom Tierparkchef zum Filmpreisträger – Dr. Axel Gebauer gewinnt Deutschen Naturfilmpreis
Mit seinem Film „Das geheime Leben der Rothirsche“ setzte sich der ehemalige Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec in einer von zwei Hauptkategorien gegen zehn weitere Bewerber durch. Der seit dem Jahr 2008 von der Deutschen Naturfilm-Stiftung verliehene Preis ist mit je 10 000 Euro dotiert. Die Stiftung will laut eigener Aussage mit der Ehrung für Filmschaffende das Genre Naturfilm für Macher, Sender, das Publikum, aber auch für Naturschutz und Politik zugänglicher machen. Dr. Axel Gebauer leitete den Görlitzer Tierpark in der Zeit von 1985 bis 2011. Ihm verdankt der Tierpark die Ausrichtung auf die Hauptaufgaben einer Zoologischen Einrichtung (Naturschutz, Bildung, Forschung, Erholung) sowie die Weiterentwicklung zu einem Zoo mit den Schwerpunkten Haltung einheimischer und zentralasiatischer Wild- und Haustiere. Ein zentraler Anspruch war die Schaffung von Möglichkeiten, Haustiere im direkten Kontakt zu erleben. Das größte Projekt seiner Amtszeit wurde 2005 mit dem Bau von Deutschlands einzigem Tibetdorf begonnen und wird bis heute unter seinem Nachfolger Dr. Sven Hammer fortgeführt.

Tierpark Hellbrunn 15.10.2021
Zwölfmal Hellabrunn Impressionen: Der neue Tierpark-Kalender ist da
Ab sofort ist der neue Hellabrunn-Kalender für 2022 an den Tierpark-Kassen und in den Zooshops erhältlich. Zwölf besondere Tieraufnahmen bringen die Vielfalt des Münchner Tierparks auch im kommenden Jahr wieder in die eigenen vier Wände. Wunderschöne Motive der Hellabrunner Tiere zu den verschiedenen Jahreszeiten und aus den unterschiedlichsten Geozonen: Der Hellabrunn-Kalender 2022 präsentiert wieder eine bunte Mischung aus Säugetieren, Vögeln und Meerestieren. Zugleich liefert er spannende Fakten rund um die faszinierende Welt der Tiere. Jeden Monat hält eines der Symbole „Vielfalt“, „Grundlage des Lebens“ oder „Faszination“ einen wissenswerten Fakt zum Thema Biodiversität bereit. Auf dem Titelbild ist diesmal der kleine Elefantenbulle Otto abgebildet, der im November 2020 im Tierpark geboren wurde und seitdem die Hellabrunner Elefantengruppe ordentlich auf Trab hält und mit seiner selbstbewusst und verspielten Art die Herzen der kleinen und großen Besucherinnen und Besucher höher schlagen lässt. Außerdem dürfen sich Tierpark-Fans auf außergewöhnliche Porträts von Siamang, Schleiereule, Luchs oder Tiger freuen. Das Kalendarium bietet Platz für Notizen und persönliche Termine. Auch als Weihnachts-geschenk eignet sich der Hellabrunn-Kalender natürlich bestens. Der Kalender in DIN A3-Größe kostet 10 Euro und ist ab sofort exklusiv an den Hellabrunner Tierpark-Kassen und in den Zooshops erhältlich.

Opel-Zoo 14.10.2021
Nationales und internationales ehrenamtliches Engagement für Natur-, Tier- und Artenschutz Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoo, wird mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Er ist nicht nur Direktor des Opel-Zoo und hat in dieser Position mit unermüdlichem Engagement seit nahezu einem viertel Jahrhundert das Kronberger Freigehege zu einem modernen, weit über die Grenzen der Region sowie Deutschlands zu einem international bekannten, in der Fachwelt hoch angesehenen Zoo vorangetrieben. Dr. Thomas Kauffels übernimmt zudem auf nationaler und internationaler Ebene Verantwortung als Zoologe und das ausschließlich im Ehrenamt. So war er von 2007 bis 2019 Mitglied im Vorstand des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ, früher: Verband Deutscher Zoodirektoren) und hatte von 2010 bis 2012 das Amt des Präsidenten inne. Dem VdZ gehören 71 wissenschaftlich geleitete Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz an; sein gesellschaftlicher Auftrag liegt im Erhalt der biologischen Vielfalt. Dr. Kauffels brachte in seiner Amtsperiode die Geschicke des Vereins entscheidend voran, schuf die Grundlage für die Geschäftsstelle in Berlin, war kompetenter Ansprechpartner in allen zoo- und wildtierrelevante Fragen und berät Entscheidungsträger aus Politik, Administration und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. So war er nicht zuletzt in dieser Zeit Mitglied einer Expertenkommission des Bundesumweltministeriums, das die Mindestanforderungen für die Haltung wildlebender Säugetiere überarbeitete. Seit 2016 ist er Vorsitzender der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA), dem größten Zooverband der Welt mit ca. 430 Mitgliedern in Europa und im Nahen Osten. Auch auf dieser Ebene ist er Ansprechpartner und Berater für Gremien, die sich mit dem Natur-, Tier- und Artenschutz befassen. Darüber hinaus bringt er sich ein als Vorsitzender des Membership committees des Weltzooverbandes (WAZA World Association of Zoos and Aquariums). Damit dieses Wissen an die nächste Generation weitergegeben wird, empfahl er dem Vorstand der ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘, dem Träger des Opel-Zoo, die Einrichtung einer Stiftungsprofessur Zootierbiologie an der Goethe-Universität Frankfurt, in der seit 2014 Forschungsarbeiten mit fachwissenschaftlichen (Verhaltensforschung, Mikrombiomanalysen, Bioakustik) und fachdidaktischen Forschungsschwerpunkten (Umweltbildungsforschung, Besucherstudien, Conservation Education) integriert und den Studierenden angeboten werden. Für sein umfangreiches ehrenamtliches Engagement im In- und Ausland wurde Dr. Thomas Kauffels am 6. Oktober das Bundesverdienstkreuz am Bande vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier verliehen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die Leistung von Dr. Thomas Kauffels, dem Direktor unseres Opel-Zoo, auf diese Weise Würdigung gefunden hat und geehrt wurde“, so Gregor von Opel, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Er ergänzt, dass man sich als Außenstehender wohl keine Vorstellungen mache, was es bedeute, Tag für Tag – einschließlich unzähligen Diensten an Wochenenden und Feiertagen – die Geschicke des Zoos mit rund 550.000 Besuchern pro Jahr zu leiten, für 65 Mitarbeiter und rund 1700 Tiere verantwortlich zu sein, große Investitionen wie Afrika Savanne, die Elefantenanlage und viele mehr abzuwickeln, Bildungsaufgaben mit der Zoopädagogik wahrzunehmen und Forschungsprojekte am Tierbestand durchzuführen …., sondern darüber hinaus dann noch seine Expertise in den Zooverbänden einzubringen. „Da muss man schon für seine Aufgabe, die Biodiversität zu erhalten, brennen und sich seiner Verantwortung der nächsten Generation gegenüber nicht nur bewusst sein, sondern auch aktiv stellen“, ergänzt Gregor von Opel.

Zoo Hoyerswerda 14.10.2021
Bärenurlaub für die Bärenbrüder Björn und Bengt – Bärenanlage im Zoo Hoyerswerda wird saniert
Ab Montag wird die Bärenanlage des Zoo Hoyerswerda saniert. Dafür ziehen die beiden Europäischen Braunbären Björn und Bengt in den Zoologischen Garten Augsburg. Durch die Grabetätigkeit der Bären hat sich der Schlossgraben in der Anlage stetig erweitert und wurde wasserdurchlässiger. Nun soll er wieder an seine ursprüngliche Breite angepasst und abgedichtet werden. Während der aufwendigen Sanierungsarbeiten möchte der Zoo Hoyerswerda den Bären den unnötigen Baustress ersparen und schickt sie deshalb in den Bärenurlaub. Im April 2013 bezogen die beiden Bärenbrüder die neugebaute Anlage. In der Zeit wurden Baumstämme erklommen, unzählige Höhlen gebuddelt und viele Schwimmstunden im Schlossgraben verbracht. „Durch die artgerechte Gestaltung der Anlage konnten die Bären ihr natürliches Verhalten voll und ganz ausleben. Das ist der Anlage mittlerweile anzumerken und Bedarf einer Generalüberholung“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerda. Ein wichtiger Arbeitsschritt auch für die Standsicherheit des Schloss Hoyerswerda: „Das Schlossgebäude ist von einem Wallgraben umgeben, dessen Wasser die Durchfeuchtung des Erdreiches unter dem Schloss und damit der Eichenpfähle, auf denen das Schloss gegründet ist, absichert. Die Sicherstellung des Sollpegels hat in den letzten Jahren die Zuleitung erheblicher Mengen Trinkwasser erforderlich gemacht“, erklärt Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur). Mit Hilfe zweier Absperrbauwerke wird der Graben bei den Bären trocken gelegt und anschließend mit Beton ausgekleidet. Eine darin eingebaute Belüftung soll dabei helfen das Wasser im Winter eisfrei zu halten. Eine Anbringung des Stromzaunes auf dem Uferbereich der Schlossseite ermöglicht es den Bären zusätzlich, die Anlage auch an den besonders kalten Wintertagen zu nutzen. Bei der derzeitigen Stromzaunanbringung bilden Eisschollen ein zu hohes Sicherheitsrisiko. „Unsere beiden Bären waren in den vergangenen Wintern immer aktiv und haben keine Winterruhe gehalten. Wir wollten daher nicht, dass die Bären den ganzen Winter im kleineren Vorgehege verbringen müssen, damit die notwendigen Baumaßnahmen auf der Außenanlage durchgeführt werden können. Dank des Bärenurlaubs können die Bären nun den ganzen Winter eine großzügige Anlage genießen, auch wenn das bedeutet, dass sie für unsere Besucher eine Zeit lang nicht zu sehen sein werden“, erzählt Eugène Bruins. Im Zoologischen Garten Augsburg wartet auf die Brüder nun eine 1 Hektar große Anlage mit Wassergraben, einem Innengehege und zusätzlichem Überwinterungsquartier. „Vor einem halben Jahr verstarb unsere Bärin“, berichtet Dr. Barbara Jantschke, Direktorin des Zoologischen Gartens. Seit dem war die Einrichtung auf der Suche nach neuen Bewohnern. Glück für die Hoyerswerdschen Brüder, die so nun wieder bayrischen Luft schnuppern können. Sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen, wird auch der Komfort für die Bären auf der Außenanlage erhöht. Sie erhalten festangebrachte Höhlen und neue Bäume zur Verschattung und robuste Baumstämmen zum Klettern und Toben. Insgesamt werden die Bauarbeiten bis zum Frühjahr des nächsten Jahres andauern. Besucher, die die Bären noch einmal besuchen möchten, sollten dieses Wochenende dafür noch nutzen. Ab Montag werden die Bären im Vorgehege auf ihren Transport Ende des Monats vorbereitet. Die geplanten Baukosten liegen bei 151.100 Euro und werden durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus anteilig gefördert, auf der Grundlage des vom sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts i. H. v. 75.551 Euro, welche über den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien ausgereicht werden.

Zoo Salzburg 14.10.2021
Mutmaßlicher Diebstahl: Pinguin-Jungvogel Lesedi unversehrt nahe Schloss Hellbrunn eingefangen
Erst war die Sorge groß, jetzt ist es die Erleichterung. Der seit Sonntagnachmittag vermisste Brillenpinguin wurde am heutigen Donnerstag um sieben Uhr früh nahe des Hellbrunner Schlosses gesichtet und konnte anschließend von einer Tierpflegerin eingefangen und wohlbehalten zurück auf die Pinguinanlage gebracht werden. „Der junge Pinguin ist jetzt bei seinen Eltern Mhambi und Squid in der Bruthöhle“, berichtet Geschäftsführerin Sabine Grebner. Sie ergänzt: „Er weist zum Glück keine Verletzungen auf. Natürlich hat er ein wenig an Gewicht verloren, ansonsten ist er nach Tagen der Ungewissheit wohlbehalten zurück, und das ist für uns das Wichtigste.“ Wie der am 23. Juli 2021 in Salzburg geschlüpfte Brillenpinguin aus der Pinguinanlage und vom Zoogelände gelangen konnte, um nach vier Tagen gesund und munter am Fürstenweg wieder aufzutauchen, ist für Sabine Grebner, wie auch für die Mitarbeiter des Zoos ein Rätsel, weshalb der Verdacht eines mutmaßlichen Diebstahls im Raum steht. Der Zoo Salzburg erstattete noch am gleichen Tag eine Anzeige gegen Unbekannt.

Zoo Dresden 14.10.2021
Schwerer Start für Zweifingerfaultier-Nachwuchs Lele
Am 11. September brachte unser Zweifingerfaultier-Weibchen Marlies nach elf Monaten Trächtigkeit Zwillinge zur Welt. Eine Zwillingsgeburt ist bei Faultieren sehr selten und stellt ein großes Risiko dar, da das Geburtsgewicht von Zwillingen relativ gering ist und der Platz auf der Muttersowie die Milchmenge eigentlich nur für ein Jungtier ausreichend sind. Durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen während der Trächtigkeit wussten wir, dass Marlies zwei Jungtiere erwartet. Daher wurden bereits im Vorfeld Maßnahmen getroffen, um nach der Geburt auf eine eventuelle Unterstützung bei der Versorgung der Jungtiere oder sogar eine Handaufzucht vorbereitet zu sein. Die Geburt fand in der Nacht statt, so dass unser Tierpfleger-Team erst am Morgen vor Ort war und ein Jungtier auf dem Bauch der Mutter und das zweite Jungtier am Boden vorfanden. Das heruntergefallene Jungtier wurde daraufhin sofort in Obhut genommen und versorgt, jedoch verstarb es leider noch am gleichen Tag. Da bei Marlies kein Milchfluss beobachtet werden konnte und der Zwilling, den sie auf ihrem Bauch trug, nicht trank, entschieden wir uns noch am selben Tage den Nachwuchs in Handaufzucht zu nehmen. Für diese sehr aufwändige 24-Stunden-Aufgabe erklärte sich unsere Tierpflegerin Nicole Brzoska bereit, die bereits Erfahrungen mit Handaufzuchten anderer Tiere sammeln konnte. Mit einem Geburtsgewicht von 280 Gramm und ohne die wichtige erste Vormilch (Kolostrum) der Mutter waren die Startbedingungen für das kleine Faultier-Weibchen, welches den Namen Lene erhielt, nicht optimal. Normalerweise liegt das Geburtsgewicht von Faultieren bei ca. 400 bis 430 Gramm. Lene trank am Anfang nicht und wurde durch die Dehydration und eine Infektion immer schwächer und krank. Die sofortige ärztliche Behandlung mit Infusionen und Antibiotika sowie die Rund-um-die-Uhr-Pflege von unserer Tierpflegerin brachten nach langen Tagen des Bangens und Hoffens glücklicherweise den Umbruch. Lene geht es mittlerweile gut. Sie ist gesund, trinkt gut und nimmt zu. Mit einem aktuellen Gewicht von 355 Gramm ist sie zwar noch zart, aber auf einem sehr guten Weg. Versorgt wird Lene von Nicole Brzoska sieben Mal am Tag mit Ziegenmilch, die sich als gut bekömmlich bewährt hat, aus einer kleinen Spritze mit Mininuckel. Zusätzlich gibt es kleine Häppchen von gedünstetem Gemüse, wie z.B. Süßkartoffel, Möhre, Kartoffel oder Zucchini. Letzteres mag Lene besonders gern. Da die Rund-um-die-Uhr-Versorgung des Faultier-Nachwuchses natürlich über die normale Arbeitszeit im Zoo hinausgeht, nimmt Tierpflegerin Nicole Brzoska Lene zum Feierabend oder an den freien Tagen mit nach Hause. Denn neben der Grundversorgung mit Milch und Nahrung ist für die Aufzucht, wie bei jedem Säugetier, auch der körperliche Kontakt, Wärme und Nähe für die Entwicklung und Gesundheit des Jungtiers sehr wichtig.

Zoo Osnabrück 14.10.2021
„Zoo-Lights“ starten im November mit neuen Figuren
Tierische Lichtinstallationen im Zoo Osnabrück mit Laternenumzug. Im Zoo Osnabrück haben die Aufbauarbeiten für die „Zoo-Lights“ begonnen. Die bunten Tierfiguren bringen den Zoo ab dem 4. November wieder zum Leuchten und überraschen in diesem Jahr mit neuen Figuren. Für Kinder wird es ein gemeinsames Laternelaufen geben. E-Tickets sind um 50 Prozent rabattiert und ab sofort erhältlich. „Es ist immer wieder toll die großen Lichtfiguren aufzustellen“, sagt Diana Reuvekamp, zuständig für die „Zoo-Lights“ des Zoo Osnabrück. Die großen, farbenfrohen Tierfiguren, die von innen beleuchtet werden und den Zoo in ein besonders atmosphärisches Licht tauchen, leuchten in diesem Jahr vor allem in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“. „Wir haben einen schönen Rundweg konzipiert, der mit einem Gang über den neuen Höhenpfad entlang der Löwenanlage beginnt, sich weiter durch den Wald bei Wölfen und Bisons schlängelt und unsere Besucher schlussendlich in die Mitte des Zoos führt,“ so Reuvekamp. Dort lädt die bis 20 Uhr geöffnete Zoogastronomie mit leckeren Speisen zum Verweilen ein. „Die ‚Zoo-Lights‘ leuchten ab dem 4. November jeden Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend von 16 bis 21 Uhr. Wer gegen Abend kommt, kann sein Abendessen also auch in den Zoo verlegen,“ sagt Reuvekamp. Kinder dürfen auch dieses Jahr wieder ihre Laterne zu den „Zoo-Lights“ mitbringen und mit den bunten Tierfiguren um die Wette strahlen. Zusätzlich findet am 19. November ein gemeinsames Laternelaufen mit Livemusik statt. Das Trompetencorps Hesepe führt dabei den Laternenumzug an und spielt bekannte Laternenlieder zum Mitsingen. Während der übrigen Tage sorgen Klanginseln für stimmungsvolle Untermalung und passende Tiergeräusche.Neue Figuren und echte Tiere – Wo die leuchtenden Tierfiguren die beste Wirkung erzielen, hat sich Reuvekamp zusammen mit Hans-Jürgen Klumpe, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur HK-Medien, überlegt. „Dieses Jahr haben wir wieder neue Figuren für den Rundgang“, erklärt Klumpe. „Zusammen mit bekannten Figuren leuchten dann zum Beispiel erstmals Ratten, Waschbären oder eine Nashornfamilie im Zoo.“ Neben den Lichtfiguren werden die Wege zusätzlich mit zahlreichen farbigen Leuchten beschienen. „Wir sind aktuell dabei LED-Schläuche zu verlegen. Es gibt aber auch Beleuchtungen, die fest installiert sind und die wir für den diesjährigen Rundgang nur noch entsprechend vorbereiten müssen“, so Klumpe. Das ist zum Beispiel in der Tierwelt „Manitoba“ der Fall, wo die Baumwipfel am Höhenpfad bei den Hudson-Bay Wölfen während der „Zoo-Lights“ in buntes Licht getaucht werden. Die Beleuchtung wird dabei immer so eingestellt, dass es die Tiere nicht stört. Die Hudson-Bay Wölfe sind in der Dämmerung besonders gerne aktiv und gut für die Besucher zu sehen. 50 Prozent Rabatt auf E-Tickets – E-Tickets können bereits jetzt im Online-Shop des Zoos (shop.zoo-osnabrueck.de) gekauft werden und sind um 50 Prozent rabattiert. An der Abendkasse kosten die Tickets, mit denen ab 16 Uhr der Zoo besucht werden kann, für Erwachsene 19 Euro, für Kinder 10 (3-6 J.) oder 15 Euro (7-16 J.). Jahreskarteninhaber erhalten Sonderkonditionen. Der Reinerlös der „Zoo-Lights“ geht auch in diesem Jahr an die Spendenkampagne „Rüssel voraus!“ und fließt damit in den Umbau und die Vergrößerung der Elefantenanlage. Die aktuell 3.100 Quadratmeter große Anlage teilen sich derzeit die fünf Elefanten Luka, Douanita, Sita, Minh-Tan und Yaro. „Zoo-Lights“ mit Laternelaufen im Überblick: Rundgang mit rund 100 bunt leuchtenden Tierfiguren entlang der Wege und stimmungsvoller Illumination im Waldzoo – Zeitraum: 4. bis 20. November 2021 – Jeden Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend – 16 Uhr bis 21 Uhr (Kassenschluss 20 Uhr) – 19. November: Gemeinsames Laternelaufen mit Livemusik vom Trompetencorps Hesepe ab 18:30 Uhr – Neue „Zoo-Lights“: Nashörner, Rentiere, Waschbären, Ratten, Ziegen – Kinder können an allen Abenden ihre Laterne mitbringen Gastronomie am Affentempel bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt ab 16 Uhr -Erwachsene: 19 Euro – Kinder 3-6 J.: 10 Euro – Kinder 7-16 J.: 15 Euro – E-Tickets: 50% Rabatt (nicht für Jahreskarten), im Vorverkauf erhältlich – Mit Jahreskarte Erwachsene: 5 Euro – Mit Jahreskarte Kind 3-16 J.: 2,50 Euro

Zoo Leipzig 14.10.2021
Erneuter Zuchterfolg bei den Rotschulter-Rüsselhündchen & kunterbunter Herbst im Zoo
Erst im Juni ist das Rotschulter-Rüsselhündchen Rina (7 Monate) in den Zoo Leipzig gezogen. Mit dem bereits hier lebenden Männchen Herbert (2 Jahre) hat die Chemie von Anfang an gestimmt und so können wir erneut einen Zuchterfolg verkünden. In der vergangenen Woche sind zwei Rotschulter-Rüsselhündchen Jungtiere geboren worden, die derzeit wohlauf sind und sich in einem laubbedeckten Erdnest aufhalten. Im letzten Jahr gab es mit einem Zwillingsnachwuchs den ersten Zuchterfolg in einem deutschen Zoo. Kurator Ruben Holland zeigt sich sehr erfreut: „Rotschulter-Rüsselhündchen sind eine in europäischen Zoos selten gehaltene Tierart. Es ist schön zu sehen, dass wir bereits den zweiten Zwillings-Nachwuchs im Neuen Vogelhaus haben und dieser, nach der Handaufzucht im letzten Jahr, in diesem Jahr von der Mutter großgezogen wird.“ In den nächsten Wochen werden sich die beiden Rüsselhündchen auch den Besuchern zeigen.

Ferienprogramm im Herbst – Letzte Chance, die Dino-Ausstellung zu erleben Für alle Schülerinnen und Schüler findet in den Herbstferien (16.10. – 29.10.) eine tolle Aktion statt: gemeinsam mit den Zoolotsen werden täglich von 10 bis 16 Uhr kunterbunte Lampions und Laternen gebastelt. Der Zoobesuch im Herbst sollte nochmals genutzt werden, um sich unsere 20 Urzeit-Giganten anzuschauen, denn diese wohnen nur noch bis zum 31. Oktober im Zoo Leipzig. Südamerikanisches Halloween-Spektakel Am 30. und 31.Oktober wird der Día de los animales Muertos gefeiert, ein buntes Fest mit einer Explosion an Farben und lebensbejahender Freude. Wir möchten an diesen Tagen den ausgestorbenen Tierarten Respekt zollen und auf das Thema Artenschutz aufmerksam machen. Wer sich zum südamerikanischen Halloween besonders toll verkleidet, erhält am 31.10. sogar kostenfreien Eintritt (für Kinder bis 16 Jahre). Südamerikanische Tänze & Musik, leckeres Essen, spannende Aktionen und Kürbis-Dekoration im Zoo laden zum Staunen, Feiern und Verweilen ein. Vor allem in den Abendstunden erscheint die Dekoration in magischem Licht.

Kölner Zoo 14.10.2021
Willkommen „Jumi“ und „Perez“ – Kölner Zoo zeigt erstmals seit über einem halben Jahrhundert Faultiere
Ferienzeit gleich Zeit zum Faulenzen – und Zeit für einen Besuch der Faultiere im Kölner Zoo. Mitten durch einen Tropenwald wandeln – und dabei frei sich bewegende Tiere Mittel- und Südamerikas aus nächster Nähe beobachten: Das geht seit Anfang Oktober im neu eröffneten „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert“-Haus des Kölner Zoos. Zwei der Highlights der von den Besuchern sehr gut angenommenen Dschungelhalle sind die beiden Zweifinger-Faultiere „Jumi“ und „Perez“. Sie machen (nicht nur) in der Herbstferienzeit das, was alle Schüler lieben: einfach mal abhängen und kopfüber das Leben genießen! Weibchen „Jumi“ stammt aus dem Tierpark Nordhorn. Sie lebt seit November 2020 in Köln und wurde zunächst im Quarantänebereich des Hippodom gehalten. „Jumi“ ist knapp über zwei Jahre alt und ein sehr aktives Faultier. Besucher können sie oft aus naher Distanz beim Klettern in den verschiedenen Bereichen des Hauses beobachten. „Jumi“ hat in dieser Zeit ihr Gewicht von knapp 4 auf 7,5 kg verdoppelt. Etwas zurückhaltender ist ihr junger männlicher Partner „Perez“, der aus dem Dierenpark Amersfoort in den Niederlanden stammt. Er ist erst seit Anfang Mai 2021 im Kölner Zoo und muss sich – faultiertypisch und normal – erst langsam vom biologischen Rhythmus des dortigen Nachttierhaus auf den Tagbetrieb im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert“-Haus umstellen. „Perez“ ist 20 Monate alt. Er verschläft den Tag meist in einer ruhigen und erhöhten Ecke des Hauses und wird dafür bei Nacht aktiv. Der Zoo hat bisher nur wenige Interaktionen zwischen „Jumi“ und „Perez“ beobachtet, was auch an den unterschiedlichen Biorhythmen liegt. Das sexuelle Interesse aneinander wird sich erst mit der Geschlechtsreife mit drei Jahren bei Weibchen und etwa 4,5 Jahren bei Männchen einstellen. Langsame Akrobaten: Kletterkünstler „op jöck“ – Beide Faultiere fressen eine Mischung aus frischem Laub, Salat und anderem Gemüse – meist roh, teils aber auch gekocht. Sie teilen sich ihr neues Zuhause im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert“-Haus mit einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Den meisten Kontakt haben „Jumi“ und „Perez“ mit den dort gehaltenen Affenarten, die sie manchmal aus Neugierde berühren. Auf ihren Wanderschaften durch die Halle mit ihren komplexen Wegen aus Kunstlianen, Totholzbäumen und -ästen sowie Lebendbäumen biegen und brechen sie durch ihr Gewicht die Pflanzen zur Seite. Aufgrund der hohen Beweglichkeit kommen „Jumi“ und „Perez“ mit ihren langsamen, aber oft akrobatischen Kletterbewegungen in jeden Winkel des Hauses: so z.B. in die Affenbereiche, die Außengalerien hin zum Besucherweg und regelmäßig auch zum Boden unterhalb des Besucherstegs, wo sie ihren Kot absetzen. Einfach mal anders: Laufend kopfüber und Scheitel am Bauch – Faultiere zeichnen sich durch ihre kopfunter im Baum hängende Lebensweise und ihre gemächliche Fortbewegung aus. Dies liegt unter anderem an der energiearmen Blattnahrung, der Hauptnahrung der Faultiere. Sie sind durch lange Gliedmaßen, die in gebogenen Krallen enden, an das Hängen im Baum angepasst. Zweifinger-Faultiere, zu der die in Köln gehaltenen Eigentlichen Zweifingerfaultiere (auch Unau genannt) sowie das Hoffmann-Zweifinger-Faultier zählen, haben an den Vordergliedmaßen zwei, an den Hinterfüßen drei Zehen. Ihr Fell ist am Bauch gescheitelt, damit das Wasser besser abfließen kann. Vor allem in der Regenzeit kann das Fell mit grünen Algen durchsetzt sein, wodurch das Tier besser im Geäst getarnt ist. Zweifingerfaultiere haben zwar ein großes Verbreitungsgebiet in Mittamerika bis zum nördlichen und zentralen Südamerika, doch verlieren sie durch Brandrodung zunehmend ihren Lebensraum. – Kernsaniertes Schmuckstück Die neue Heimat der Kölner Faultiere, das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert“-Haus hat der Zoo in den vergangenen 28 Monaten für rd. 12. Mio. Euro kernsaniert. Entstanden ist eine begehbare Dschungelerlebniswelt mit frei sich bewegenden Tieren Mittel- und Südamerikas. Für die Sanierung des historischen Hauses von 1899 setzte der Zoo Mittel der Stadt Köln, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie Eigenmittel ein. – Gekoppelt an Artenschutzprojekt im Ursprungsgebiet Als Teil seines breiten Engagements für den Schutz der Biodiversität hat der Kölner Zoo die Sanierung an die Unterstützung eines Artenschutzprojekts im Ursprungsgebiet der Tiere, die im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ leben, geknüpft. Konkret arbeitet der Zoo mit dem International Tropical Conservation Fund zusammen. Gemeinsam erreichte man in den vergangenen Jahren u.a., dass im mittelamerikanischen Staat Belize ein mehr als 400 Quadratkilometer großes Schutzgebiet aus unterschiedlichen, seltenen und wertvollen Waldtypen – von Trocken- bis Regenwäldern – geschaffen wurde. Gleichzeitig werden Umweltbildungs- und Ökotourismus-Maßnahmen gefördert, siehe auch www.koelnerzoo.de/artenschutz.

Tierpark Berlin 14.10.2021
Kommen und Gehen im Tierpark Berlin – Baustart für neue Otter-WG | Neustart für Eugen in Ungarn
Auf der ehemaligen Anlage der Schwarzhalsschwäne in der Nähe des Restaurants „Patagona“ entsteht nun eine spannende neue Wohngemeinschaft für Zwergotter, Sulawesi-Hirscheber und Schopfmakaken. Auch in der Tierwelt kann eine diverse Wohngemeinschaft, in der verschiedene Charaktere aufeinandertreffen, eine echte Bereicherung sein: Die Vergesellschaftung fördert die Interaktionen zwischen den Tierarten und lässt im WG-Alltag keinen Platz für Langeweile. In der Tat sind die zukünftigen Mitbewohner sehr unterschiedlich: Während die Otter sich überwiegend im Wasser aufhalten, fühlen sich die Hirscheber am Land am wohlsten. Die Schopfmakaken sind hingegen am liebsten am Boden und in den Bäumen unterwegs. Neben ihren asiatischen Wurzeln haben die WG-Bewohner noch eine Gemeinsamkeit: Ihr natürlicher Lebensraum schwindet und sie zählen laut der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN inzwischen alle samt zu den bedrohten Arten: Zwergotter und Sulawesi-Hirscheber sind gefährdet, die Schopfmakaken gelten sogar als vom Aussterben bedroht. Deshalb finden die drei Arten als Teil des europäischen Erhaltungszuchtprogramms im Tierpark Berlin ein neues Zuhause. Die Einweihungsparty der neuen WG soll schon im nächsten Jahr steigen. Die Gäste dürfen sich dort dann auch auf einen spannenden Lehrpfad zur Evolution und Entstehung der Artenvielfalt freuen. Von Berlin nach Budapest. Im Zuge der engeren Zusammenarbeit zwischen Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und Tierpark Berlin wird auf dem Gelände des alten Krokodilhauses am nördlichen Rand des Tierparks bald ein neues Forschungsgebäude entstehen. Der Rückbau des Gebäudes soll zum Ende des Jahres beginnen, so dass 2023 die Bauarbeiten für das neue Forschungsgebäude starten können. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für 2025 geplant. „Durch dieses Projekt stärken wir nicht nur den Wissenschaftsstandort Berlin, sondern leisten auch einen bedeutenden Beitrag zum Fortschritt auf dem Gebiet des Tier- und Artenschutzes. Dieses übergeordnete Ziel verbindet unsere beiden Einrichtungen miteinander, auch über den tiermedizinischen Alltag hinaus“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Als eines der letzten Tiere verließ nun Mississippi-Alligator Eugen (46) das Haus in Richtung Budapest. „Vom Gang in die spezialangefertigte Kiste über den Transport bis hin zur Ankunft im Zoo Budapest, verlief der Transport völlig reibungslos“, berichtet Kurator Matthias Papies. „Dies verdanken wir vor allem der sorgfältigen Vorbereitung durch unsere Tierpfleger*innen, die ihn monatelang an seine Transportbox gewöhnt und ihn bis in sein neues Zuhause begleitet haben.“ Dort hat sich die 150 kg schwere und knapp vier Meter lange Panzerechse inzwischen gut eingelebt und wartet auf die Gesellschaft eines Weibchens. Seine langjährige Gefährtin aus dem Tierpark Berlin, die ihn ursprünglich begleiten sollte, ist kurz vor der Abreise an einem Darmdurchbruch überraschend verstorben.- Krokodilhaus Forschung ist heute eine wichtige Grundlage für die Arbeit moderner Zoos und das Leibniz-IZW ist hierbei ein wichtiger Partner für die Zoologischen Gärten Berlin. Neue, wissenschaftliche Erkenntnisse helfen dabei, den Bedürfnissen von Tieren in menschlicher Obhut noch besser gerecht zu werden. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage, um bedrohte Tierarten weltweit besser zu schützen. Um die Forschungsarbeit vor allem im Bereich der Zellbiologie weiter vorantreiben zu können, benötigt das Leibniz-IZW mehr Platz. Das neue Forschungsgebäude soll am nördlichen Rand des Tierparks – auf einer Teilfläche des bisherigen Krokodilhauses – entstehen. Das 1987 eröffnete Gebäudeheute ist heute nicht mehr nachhaltig zu betreiben. Durch das Projekt wird nicht nur eine direkte Verbindung zwischen Leibniz-IZW und Tierpark geschaffen, die Baumaßnahmen finanzieren dem Tierpark auch den Rückbau des nicht mehr sanierungsfähigen Krokodilhauses. Das Gebäude allein ist für etwa 10% des gesamten Wärmebedarfs des 160 Hektar großen Tierparks verantwortlich und hat einen jährlichen Energieverbrauch der dem von rund 150 nicht sanierten Einfamilienhäusern entspricht. Viele der bisher im Krokodilhaus untergebrachten Tiere sind bereits in das Alfred-Brehm-Haus oder andere Bereiche des Tierparks umgezogen. Andere zogen in enger Abstimmung mit den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) in den Zoo oder in andere zoologische Einrichtungen um. Eckdaten Erweiterungsbau III – Zellbiologie · Bauherr: Forschungsverbund Berlin e.V. / Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung · Planungsbüro für Hochbau: Kim Nalleweg Architekten.· Baustart: 2023 · Fertigstellung: 2025

ZOOM Erlebniswelt 14.10.2021
ZOOM Erlebniswelt gewinnt erneut als Service Champion
Erneut erringt die ZOOM Erlebniswelt auch in 2021 einen Sieg hinsichtlich ihrer Servicequalität: In der Branche Zoo gewinnt die ZOOM Erlebniswelt zum dritten Mal in Folge Gold als Service Champion. Das geht aus einem aktuellen Ranking des Analyseunternehmens „ServiceValue“ in Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt hervor. Insgesamt 20 Zoos standen in dieser Studie auf dem Prüfstand. 2019 und 2020 erlangte die ZOOM Erlebniswelt schon einmal Platz 1 im erlebten Kundenservice. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei der Untersuchung um Deutschlands größtes Service-Ranking. Sie umfasst insgesamt über 1,9 Millionen Kundenurteile zu rund 4.200 Unternehmen in mehr als 380 Branchen. Neben der Bewertung in der eigenen Branche gibt es auch ein branchenübergreifendes Gesamtranking aller Unternehmen. Hier erreicht die ZOOM Erlebniswelt als einziger Zoo einen Silber-Medaillenrang. Bei insgesamt 4.196 berücksichtigten Unternehmen und Marken erhält der Gelsenkirchener Zoo mit Platz 347 eine Auszeichnung in den höheren Rängen. Die Studie beinhaltet eine bundesweite Online-Befragung, in der Kunden den erlebten Service des jeweiligen Unternehmens beurteilen sollen. Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden Sie unter www.ServiceValue.de.

Zoo Magdeburg 14.10.201
Wie geht es Elefantenbulle Rungwe? Die ersten Schritte der Eingewöhnung sind sehr gut verlaufen
„Der Transport des Elefantenjungbullen Rungwe im Rahmen des EAZA Ex-situ Programms für Afrikanische Elefanten vom Zoo Magdeburg in den Zoo Györ / Ungarn ist reibungslos verlaufen“, erklärt Felix Husemann, Kurator und Tierarzt des Zoo Magdeburg. Dies war der professionellen Transportvorbereitung und Verladung zu verdanken. „Selten sieht man in der Zoowelt eine so detaillierte Planung und durchdachte Durchführung von einem Großtiertransport“, so der Zoodirektor des Zoo Veszprem László Török, der den Transport begleitete. Inzwischen sind die Magdeburger Zoomitarbeiter wieder aus Ungarn zurückgekehrt und ziehen ein positives Resümee: Am 7. Oktober 2021 erreichte reibungslos der Elefantentransport-Konvoi bestehend aus Transporter und zwei Begleitfahrzeugen den Zoo Györ. Am frühen Morgen wagte Rungwe die ersten Schritte in sein neues Heim, unterstützt durch seinen vertrauten Magdeburger Spezialtierpfleger Michael Banse Die ersten Schritte der Eingewöhnung umfassten gleich mehrere Trainingseinheiten. So konnte Michael Banse seinen ungarischen Kollegen demonstrieren, welche Besonderheiten es beim Training von Rungwe zu beachten gibt. Darüber hinaus traf Rungwe auf seine neuen Artgenossen, die jungen Elefantenbullen Pembé, Bou-Bou und Kito. Der Erstkontakt war durch freundliches und interessiertes Berüsseln, sowie typische Dominanz- und Unterwürfigkeitsgesten gekennzeichnet. „Letztere entschärfen die Situation und vermeiden Aggressionen, die im Ernstfall zu erheblichen Verletzungen führen können“, erklärt Dr. Susan Hambrecht, Biologische Assistentin im Zoo Magdeburg. Sie begleitete den Transport wissenschaftlich und führte in Györ Untersuchungen zum Verhalten der Elefanten durch, während parallel Kotproben gesammelt wurden. Mithilfe einer anschließenden Cortisolmessung kann so das Stresslevel der Tiere quantifizierbar gemacht werden. „Da die Tiere sehr individuell auf neue Situationen reagieren, sind wir sehr auf die Ergebnisse unserer Untersuchungen gespannt. Angesichts des sehr guten Verlaufs der bisherigen Eingewöhnung ist kein Langzeitstress zu erwarten“, so die Forscherin. „Rungwe ist bei den Kollegen aus Györ gut aufgehoben. Wir bedanken uns herzlich für die Offenheit und Gastfreundschaft, die die Kollegen aus Györ – von Pfleger bis Zoodirektor – uns Magdeburgern entgegengebracht haben,“ sagt Michael Banse abschließend. Sobald Rungwe die Außenanlage kennengelernt hat, wird er schon bald mit seinen Artgenossen über die großzügigen Anlagen streifen können. „Unter anderem die Gestaltung der Badebecken der Elefantenanlage im Zoo Györ lieferten uns gute Ansatzpunkte für die Ertüchtigung der Magdeburger Elefantenanlage nach den Leitlinien der EAZA“, erklärt Dr. Susan Hambrecht. EAZA Ex-situ Programme (EEP) Mithilfe von aktuell mehr als 200 EEPs und Europäischen und internationalen Zuchtbüchern bemühen sich Zoos, den Erhalt vieler bedrohter Tierarten zu gewährleisten.(Quelle: VdZ) Dabei teilen sie ihr Expertenwissen für die Zucht und Wiederansiedlungsprojekte und arbeiten eng im Netzwerk der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) zusammen. Auf europäischer Ebene betreut und führt ein Koordinator das EEP für eine entsprechende Tierpopulation. Alle am EEP beteiligten Zoos senden dem Koordinator über eine internationale Tierdatenbank statistisch aussagekräftige Daten, die er für das Populationsmanagement benötigt. Dabei sollen möglichst langfristig sich selbst erhaltende Populationen mit einem optimalen Genpool entstehen. Zoos und Aquarien können so -ohne Wildfänge- einen Beitrag zur Erhaltung der genetischen Diversität leisten.

Tiergarten Schönbrunn 14.10.2021
Herr der Ringe: Nachwuchs bei Mini-Drachen
Seine Verteidigungsstrategie ist außergewöhnlich: Bei Gefahr beißt sich der Panzergürtelschweif in den Schwanz und rollt sich zu einem Ring zusammen. Dadurch ist seine verletzliche Bauchseite geschützt. Im Tiergarten Schönbrunn haben die südafrikanischen Mini-Drachen nun Nachwuchs bekommen. „In Europa gibt es derzeit nur fünf Zoos, in denen Panzergürtelschweife leben. Dass die Nachzucht gelingt, ist etwas ganz Besonderes“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck stolz. „Seit 27. September gibt es zwei Jungtiere. Bei diesen Echsen entwickeln sich die Eier im Körper der Mutter, dort schlüpfen die Jungtiere und kommen lebend zur Welt.“ Die Kleinen sind backstage, sechs erwachsene Tiere sind jedoch im Wüstenhaus vor den Toren des Zoos zu bewundern. Untypisch für Reptilien leben sie in sozialen Verbänden. Ihre stacheligen Schuppen und ihre Verteidigungsstrategie schützen Panzergürtelschweife zwar vor natürlichen Feinden wie Raubvögeln und Schakalen, aber nicht vor dem Menschen. So sind die erwachsenen Tiere 2016 einem Schmuggler vom Zoll am Flughafen Wien Schwechat abgenommen worden. Zur langfristigen Versorgung wurden die Tiere gemeinsam mit Giftschlangen, Schildkröten und Geckos in den Tiergarten Schönbrunn gebracht. Hering-Hagenbeck: „Die bis zu 20 Zentimeter großen Panzergürtelschweife bewohnen felsige Berghänge an der Westküste Südafrikas. Wie groß ihre Population in der Wildbahn noch ist, ist derzeit nicht bekannt. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN geht jedoch davon aus, dass der illegale Handel eine enorme Bedrohung darstellt und sieht dringenden Handlungsbedarf.“

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 13.10.2021
Kreislaufversagen Giraffenbulle Hanck bei medizinischer Behandlung gestorben
Die Wilhelma hat ihren Giraffenbullen verloren. Bei einer medizinischen Behandlung ist „Hanck“ am Dienstag, 12. Oktober, an Kreislaufversagen gestorben. „Die Narkose einer Giraffe ist die heikelste, die es in der Tierwelt gibt“, sagt der Veterinär des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart, Dr. Tobias Knauf-Witzens. Bekannt wegen ihrer langen Beinen und des noch längeren Halses, ist es gerade diese extreme Körperform, die für Giraffen während ihres ganzen Lebens eine Herausforderung darstellt. Bei einem Bullen wie Hanck muss das große und zirka zwölf Kilo schwere Hochleistungsherz das Blut von Huf bis Kopf beständig über einen Höhenunterschied von fünf Metern pumpen. Hingegen können sie auch im gesunden Zustand nicht länger liegen, ohne Kreislaufprobleme zu bekommen. Daher stellt jede Narkose ein erhöhtes Risiko dar. Der am 9. Juni 2000 in Rotterdam geborene Hanck war im April 2002 in die Wilhelma gekommen. Er fühlte sich hier sichtbar wohl und hat sieben Mal Nachwuchs gezeugt und damit zum Erhalt der Netzgiraffen beigetragen. Er erfreute sich dem Anschein nach guter Gesundheit – jedoch machten ihm im mit 21 Jahren bereits in fortgeschrittenem Alter seine Hufe zunehmend zu schaffen. Seine Klauen wuchsen ungleichmäßig. „Dadurch kam es zu einer Fehlstellung des Hufgelenks“, erklärt Knauf-Witzens. „Ohne Korrektur wäre die Folge eine chronische Arthrose. Das Tier bekäme Schmerzen, würde lahmen und wäre auf Dauer nicht mehr lebensfähig. Die Hufpflege war bei Hanck wegen ihrer medizinischen Notwendigkeit daher unaufschiebbar geworden.“ Die Pflegerinnen und Pfleger der Wilhelma betreiben regelmäßig mit den Giraffen ein Training, um mit ihnen einzuüben, verschiedene therapeutische Behandlungen zu dulden und zum Beispiel für die Hufpflege die Beine zu heben. So können manche Narkosen vermieden werden. Die Reaktion ist individuell unterschiedlich. Während zum Beispiel die Giraffenkühe Kiburi und Anna bereitwillig mitgemacht hatten, hatte Hanck das Training nicht angenommen. Daher führte kein Weg an der Narkose vorbei. Eine Obduktion soll zeigen, ob Hanck bis auf Alterserscheinungen gesund war oder versteckte Leiden dazu beigetragen haben könnten, dass sein Kreislauf versagt hat. Eine Lebenserwartung von 25 Jahren ist für Giraffen normal. In der Wilhelma leben aktuell noch die beiden Netzgiraffen Nyiri und Sala, die im April aus dem Kölner Zoo gekommen sind. Die Koordinationsstelle für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Zoos wird eine Empfehlung aussprechen, wann es sich anbietet, dass ein Bulle in zuchtfähigem Alter wieder nach Stuttgart kommt. Seit 2016 zählt die Weltnaturschutzunion IUCN auch Giraffen zu den bedrohten Tierarten auf der Roten Liste. Deren Bestände sind in den vergangenen drei Jahrzehnten um rund 40 Prozent gesunken. Von der Netzgiraffe gibt es in ihrem Verbreitungsgebiet, dem Nordosten Kenias sowie den angrenzenden Teilen Süd-Somalias und möglicherweise dem Süden Äthiopiens, nur noch weniger als 4.700 Tiere.

Zoo Basel 13.10.2021
Nachzucht bei den Rappenantilopen
Im Zoo Basel werden seit 1981 Rappenantilopen gezüchtet. Ende September gab es wieder Nachwuchs, zwei Weibchen wurden geboren. Damit sind im Zoo Basel seit 1981 127 Rappenantilopen zur Welt gekommen. Am 20. und 28. September sind im Zolli zwei Rappenantilopen-Weibchen geboren worden. Die beiden sind Halbgeschwister, sie haben verschiedene Mütter, aber den gleichen Vater. Ena und Evita sind mit ihren 14 Jahren bereits erfahrene Mütter. Der Vater Felix ist sieben Jahre alt. Anders als die Weibchen ist er nicht im Zoo Basel geboren, sondern kam 2016 aus Prag nach Basel. Die Jungtiere sind nun am Ende der sogenannten «Abliegerphase». Bei den Rappenantilopen lassen die Mütter ihre Jungen in den ersten Wochen nach der Geburt an einem geschützten Ort liegen und suchen sie nur ein- bis zweimal täglich zum Säugen und Sauberhalten auf. Nach jedem Besuch suchen sich die Jungen ein neues Versteck. In der Natur verringert sich dadurch die Gefahr, von Fressfeinden gefunden werden. Im Zolli beginnen die beiden Jungtiere so langsam, mit ihren Müttern mitzulaufen. Die Basler Rappenantilopen-Herde besteht momentan aus zehn Tieren: Neben dem Bock Felix und den Kühen Ena und Evita mit ihren Jungtieren leben drei weitere ausgewachsene Weibchen und zwei grössere Jungtiere im Zolli. Rappenantilopen bewohnen in Ostafrika und im nordöstlichen Südafrika Busch- und Baumsavannen sowie Galeriewälder. Sie halten sich gerne in der Nähe von Wasserstellen auf. Züchten für eine gesunde Population Felix, der Bock aus Prag, bringt neue Gene in die Rappenantilopenzucht im Zoo Basel. Durch den weltweiten Tiertausch und durch regelmässige Nachzuchten bleibt der Bestand der Zootiere genetisch gesund. Zootierpopulationen sind heute weitgehend selbsterhaltend. Damit das so bleibt, muss der sogenannte «genetische Pool» so divers wie möglich gehalten werden. Das erreichen Zoos nur mit einer genügend grossen Anzahl fortpflanzungsfähiger Tiere und einem gezielten Tiertausch unter den Zoos weltweit. Zootiere sind Botschafter ihrer Artgenossen in der Natur. Die Nachzuchten dienen also letztlich dem Artenschutz. Territoriale Böcke Die Hörner der Rappenantilopen lassen es erahnen – diese wehrhaften Tiere können gefährlich werden. Die Männchen setzen ihre langen «Säbel» für ritualisierte Kämpfe ein und schlagen in der Natur damit sogar Raubtiere wie Löwen, Wildhunde, Leoparden oder Hyänen in die Flucht. Dieses Verhalten fordert auch die Tierpfleger bei der Zucht der Rappenantilopen. Sie müssen die Herdendynamik genauestens beobachten und einschätzen. Wie auch im Zoo Basel besteht in der Natur eine Herde aus Kühen mit ihrem Nachwuchs, geführt von einer Leitkuh. Ein Bock verteidigt sein Territorium gegen andere Männchen und versucht, die Kuhherde für sich zu gewinnen. Wenn ein neuer Bock in den Zolli kommt, müssen die Tierpfleger das Verhalten der Herde beobachten und die Strukturen genau kennen, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Wie ein Schimpansen-Weibchen Mutter von zwei Neugeborenen wurde Wie ein Schimpansen-Weibchen Mutter von zwei Neugeborenen wurde Schimpansen-Weibchen Kitoko bemuttert im Moment zwei Jungtiere gleichzeitig. Hochträchtig adoptierte sie kurzerhand das Junge ihrer Schwester Fifi, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um ihr Neugeborenes kümmern konnte. Am 26. Juni brachte das 28-jährige Schimpansen-Weibchen Fifi ein gesundes Weibchen zur Welt. Alles schien gut zu laufen, ausser dass Fifi das Junge ungewöhnlich früh an andere Gruppenmitglieder abgab. Fifi säugte ihr Neugeborenes aber immer noch regelmässig. Nach etwa zwei Wochen wurde Fifi schwach und begann, mit den Hinterbeinen zu lahmen. Obwohl sich die Tierärzte intensiv um sie kümmerten, verbesserte sich ihr Zustand nicht. Auch fanden die Tierärzte keine Ursache für deren Symptome. Ende Juli beobachteten die Tierpfleger, dass Kitoko – Fifis Schwester – das Neugeborene mehrheitlich bei sich hatte und es auch zu säugen begann. Wenige Tage später gebar Kitoko selber ein kleines Männchen, welches sie anfangs aber zu ignorieren schien. In der Folge drängten Vater Kume (18) und andere Gruppenmitglieder darauf, dass Kitoko ihr Junges zu sich nahm. Seither kümmert sich die erfahrene Mutter Kitoko um beide Jungtiere. Den beiden Kleinen geht es gut und sie entwickeln sich normal. Das weibliche Junge heisst Sangala, das männliche Junge von Kitoko erhielt den Namen Sabaki. Adoptionen in der Natur Bei Schimpansen kommt es auch in der Natur gelegentlich zu Adoptionen von Jungtieren. Dies liegt daran, dass Schimpansen-Jungtiere relativ lange, nämlich die ersten sechs Lebensjahre, auf ihre Mutter angewiesen sind. Wenn diese vorher stirbt, sinken die Überlebenschancen des Nachwuchses in der Wildbahn erheblich – doch bei Adoptionen der verwaisten Jungtiere durch andere Gruppenmitglieder bleiben die Überlebenschancen hoch. Jedoch sind in der Natur die verwaisten Jungen zum Zeitpunkt ihrer Adoption schon älter. Nur in zwei bekannten Fällen waren die adoptierten Jungtiere jünger als zwei Jahre. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass unter wildlebenden Schimpansen die Chance auf Adoption unter verwandten Tieren grösser ist und vor allem die Adoptionen durch Schwestern der verstorbenen Mutter erfolgreich sind. Dennoch ist Kitokos Adoption der neugeborenen Sangala wohl nur den Umständen im Zoo zu verdanken. In der Natur hätte sich die sterbende Mutter von der Gruppe entfernt und hätte ihr Junges mitgenommen. Die vorhandenen Ressourcen und die Gruppendynamik im Zolli erlaubten es Kitoko, das Junge ihrer Schwester zu übernehmen. Da Kitoko zur selben Zeit Nachwuchs erwartete, war sie bereit, sich um Sangala zu kümmern. Einsatz der Humanmedizin Auch nach weiteren medizinischen Untersuchungen – sogar mit Hilfe von Gynäkologen und Kardiologen der Humanmedizin – konnte bisher noch keine Diagnose für Fifi gestellt werden. Dank der medizinischen Betreuung geht es ihr bis auf die Lähmung der Hinterbeine wieder besser. Das Tierärzte-Team arbeitet weiterhin am Fall.

Zoo Salzburg 13.10.2021
Kürbis Ahoi: Wie sich Pinguine, Fischotter & Co. auf Halloween vorbereiten
Viele zählen schon die Tage. Nur noch zwei Wochen müssen sich eingefleischte Gruselfans gedulden bis zu jener Nacht der Nächte, in der Geister, Hexen und Monster ihren großen Auftritt haben. Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, durften sich einige Tiere des Salzburger Zoos schon über Besuch in Form eines Kürbiskopfs freuen, der entweder bis zum Scheitel mit den Lieblingsleckereien gefüllt war, wahlweise auch ohne Inhalt vorzüglich schmeckte oder sich hervorragend als Spielzeug eignete. Also hieß es für Pinguine, Fischotter & Co. bereits Mitte Oktober „Kürbis Ahoi“. Und während die Fischotter Baba und Maxi mit wachsender Begeisterung testeten, wie gut sich das orangefarbene, kugelähnliche Etwas als Spielzeug umfunktionieren lässt, wurden bei den Pinguinen die Hälse augenscheinlich immer länger. Das lag wohl an der Mischung aus naturgegebener Skepsis angesichts des gruseligen Kürbiskopfes, der sich unheimlicher Weise mitten auf ihrer Anlage befand, und großer Neugier aufgrund des offensichtlich schmackhaften Inhalts. Was also tun, wenn sich Vorsicht und Hunger die Waage halten? Ganz einfach: Immer den Sicherheitsabstand bewahren und Hals und Schnabel so weit wie nur irgend möglich nach vorne recken. Dafür hatten die beiden Stachelschweine im Gegensatz zu den skeptischen Frackträgern weitaus weniger Berührungsängste und rückten dem Kürbis mit vereinten Kräften zu Leibe. Dagegen konnte der Betrachter bei den Kugelgürteltieren fast auf die Idee kommen, die aus Südamerika stammenden Savannenbewohner, wollten dem Kürbis Konkurrenz machen. Wie der Name Kugelgürteltier schon vermuten lässt, bezieht er sich auf die Fähigkeit dieser ebenso spannenden wie sehr alten Spezies, sich bei Gefahr einzurollen. Da der Körper der Kugelgürteltiere mit einem Panzer aus Hornplatten bedeckt ist, haben mögliche Fressfeinde, sobald sich die urzeitlichen Gesellen zu einer Kugel zusammenrollen, kaum eine Chance, an ihre auserkorene Beute heranzukommen. Und so waren mit einem Mal zwei nebeneinander liegende, kugelähnliche Gebilde zu sehen – eine orangefarbene und eine bräunliche. „So perfekt eingestimmt auf die gruseligste Nacht des Jahres, freuen wir uns schon sehr auf das diesjährige Halloween, denn unsere schon zur Tradition gewordene Veranstaltung „Kürbiskopf und Hexenbesen“ wird nach einem Jahr Pause wieder stattfinden“, verrät Geschäftsführerin Sabine Grebner. Ab 15:30 Uhr nimmt das schaurige Stelldichein am 31. Oktober 2021 im Zoo Salzburg seinen Lauf. Weitere Informationen finden Interessierte auf der zooeigenen Website unter https://salzburg-zoo.at/erlebnis/veranstaltungen/halloween-2021.

Zoo Wuppertal 13.10.2021
Eisbärin Anori hat den Grünen Zoo Wuppertal verlassen – Damit endet die Eisbärenhaltung im Wuppertaler Zoo
Am gestrigen Dienstag, 12.10.2021, hat das Eisbärweib-chen Anori den Grünen Zoo Wuppertal verlassen und be-reits ihr neues Zuhause im französischen Mulhouse er-reicht. Damit endet nach über einhundert Jahren die Haltung und Pflege von Eisbären im Wuppertaler Zoo. Die am 4. Januar 2012 in Wuppertal geborene Anori wird in Mulhouse eine rund 3.000 m² große Freianlage be-wohnen, in die zwei Wasserbecken mit 80 m² und 200 m² Wasserfläche integriert sind. Die Anlage ist mit Grasflächen, Felsen, Baumstämmen und Schatten-plätzen attraktiv und naturnah gestaltet. Zwei 180 m² und 50 m² große Innenbereiche stehen den Eis-bären ebenfalls zur Verfügung. Anori soll sich die Anlage mit der fast gleichaltrigen Sesi und deren im November 2020 geborenen Tochter Kara teilen. Der Grüne Zoo Wuppertal hat sich für die Beendigung der Eisbärenhaltung entschieden, da die Anlage der Eisbären, die Teil des historischen Nordlandpanoramas ist, nicht mehr den Ansprüchen an eine moderne Haltung und Pflege dieser charismatischen Tiere entspricht. Das Nordlandpanorama wurde vor über 100 Jahren gebaut und seitdem mehrfach umgebaut und erweitert. Für eine moderne, tier-gerechte Haltung von Eisbären würde allerdings deutlich mehr Fläche als dort vorhanden benötigt und ein Um- oder Neubau wäre finanziell vom Grünen Zoo Wuppertal nicht zu stemmen gewesen. Daher hat der Grüne Zoo bereits seit längerer Zeit auf die Beendigung der Eisbärenhaltung in Wuppertal hin-gearbeitet. Zuletzt wurde im November 2020 das Eisbärenmännchen Luka an den Yorkshire Wildlife Park in England abgegeben. Luka hatte sich seit 2013 mit Anori die Eisbärenanlage im Grünen Zoo Wuppertal geteilt. Anori wurde in der letzten Woche mit dem sogenannten Kistentraining auf den Transport vorbereitet. Dazu wurde die Transportkiste in ihrer Anlage aufgestellt, sodass sie sich an sie gewöhnen konnte und der Transport letztlich für sie mit weniger Aufregung und Stress verbunden war. Von dem freiwerdenden Platz sollen die benachbarten Kalifornischen Seelöwen profitieren, deren An-lage – ebenfalls ein Teil des historischen Nordlandpanoramas – mit der jetzigen Eisbärenanlage ver-bunden werden soll. Die dazu nötigen Arbeiten werden in Kürze beginnen. Der Grüne Zoo Wuppertal ist froh, dass das EAZA Ex-Situ Programm (EEP) für Anori diese ausgezeich-nete Haltung gefunden hat, in die der letzte Eisbär des Wuppertaler Zoos abgegeben werden kann.

Zoo Leipzig 12.10.2021
Abschied im Elefantenhaus – Elefantenkuh Saida nach Karlsruhe abgegeben
Abschied im Elefantentempel: Die 48 Jahre alte Elefantenkuh Saida hat heute Nachmittag den Zoo Leipzig in Richtung Zoo Karlsruhe per Spezialtransport verlassen. Im Zuge der begonnenen Neuausrichtung in der Elefantenhaltung mit dem Ziel, in Leipzig eine neue Elefantenherde mit intaktem Sozialgefüge aufzubauen, wurde bereits vor längerer Zeit beschlossen, Saida, die im Jahr 2006 aus dem Tierpark Hagenbeck Hamburg nach Leipzig kam, an einen anderen Zoo abzugeben. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wurde für Saida der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe als neues Domizil auserkoren. Der Zoo Karlsruhe hat in seinem Masterplan eine Altersresidenz für Elefantenkühe fest verankert und diese vorletztes Jahr in Betrieb genommen. Es ist das erste Projekt dieser Art in Europa und bietet Zoos, die sich ausschließlich auf die Zucht der stark gefährdeten Asiatischen Elefanten konzentrieren, die Möglichkeit, ältere Tiere in eine ihren Bedürfnissen angepasste Anlage geben zu können. Saida wird nach ihrer Ankunft schrittweise an die neuen Gegebenheiten gewöhnt und auf die Elefantenkuh Jenny (38) treffen, die sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Tierpark Hamburg kennen. „Aus unserer Sicht ist es eine große Chance für die sehr dominante Saida, die sich leider nicht in die jeweiligen Herden integrieren ließ und seit dem Tod ihrer Freundin Thura auch allein gehalten werden musste. Daher haben wir uns im Interesse des Tieres und im Zuge des Neuaufbaus zur Abgabe entschlossen. Wir sind froh, dass Karlsruhe mit der Einrichtung einer Altersresidenz uns und auch anderen Zoos die Option gibt, diesen Tieren eine optimale Unterbringung zu ermöglichen“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Hintergründe des Transfers und ergänzt, dass auch die Elefantenkuh Don Chung (38) Leipzig perspektivisch verlassen wird. Auch sie ist in der neuen Elefantenherde um Leitkuh Kewa und Bulle Voi Nam nicht wirklich angekommen. Weil das keine Dauerlösung sein kann, hat der Zoo Leipzig in Abstimmung mit dem EEP im Tierpark Cottbus eine neue Bleibe für Don Chung gefunden.

Tierpark Gotha 12.10.2021
Spenden für den Tierpark Gotha
Volleyball Club Gotha und Evangelische Regelschule Gotha unterstützen die Erlebniswelt am „Kleinen Seeberg“. Die Instandhaltung und Weiterentwicklung eines Tierparks geht mit einem hohen finanziellen Aufwand einher, deshalb ist das Team um Tierparkleiter Frederik Linti für jede Unterstützung dankbar. So beispielsweise für die Spende der Evangelischen Regelschule, die am Montag, den 4. Oktober 2021, an die Leitung überreicht wurde. Die Schüler der 8a hatten im Rahmen eines Klassenprojektes zum Erntedankfest Geld für den Tierpark gesammelt. Insgesamt 118,70 Euro kamen hierbei zusammen. Zwei Tage später, am 6. Oktober 2021, erreichte den Tierpark Gotha eine weitere Spende. Der Volleyball Club Gotha, vertreten durch Präsident Marco Reimer sowie Vorstandsmitglied und BlueVolleys-Managerin Gabi Fischer, überreichte Tierparkleiter Frederik Linti Plexiglasröhren im Wert von 270 Euro. Die Übergabe gab den Startschuss für den Ausbau der neuen Feldhamster-Anlage in der Mitte des Parks. Die insgesamt sieben Meter langen Röhren werden zukünftig als Verbindungsgänge genutzt, sodass die Besucher den kleinen Nagern bei ihren Streifgängen durch die Anlage auch unterirdisch mit den Blicken folgen können. Die Europäischen Feldhamster sind vom Aussterben bedroht und befinden sich mittlerweile auf der Internationalen Roten Liste gefährdeter Arten (IUCN). Nach Ende des Winterschlafs werden diese in die neue Anlage im Tierpark Gotha einziehen. Mit der angestrebten Zucht ist auch die Teilnahme an entsprechenden Auswilderungsprogrammen geplant. Die Spende des Volleyball Club Gotha kam als Dank für die Zusammenarbeit in Hinblick auf den Kalender 2022 zustande, auf welchem die Spieler der BlueVolleys mit den Tieren des Tierparks, zum Beispiel Eseln, Schildkröten, Schlangen, Pelikanen, Stachelschweinen und vielen mehr, abgebildet sind. Der Kalender ist ab sofort im Online-Shop unter www.bluevolleys.de erhältlich.

Tierpark Berlin 12.10.2021
Gestatten, Urs! Kleiner Panda im Tierpark Berlin hat einen Namen | Eiserner Besuch vom Taufpaten
Pünktlich zur Taufe bekommt das jüngste Familienmitglied der Roten Pandas im Tierpark Berlin Besuch von seinem prominenten Namensvetter: Urs Fischer, der beliebte Trainer des 1. FC Union Berlin ließ es sich nicht nehmen, den Patentieren am Montag ganz persönlich einen Besuch abzustatten. Während sich der kleine Urs noch etwas schüchtern zeigte, waren Rosie, Ruby und Polly, seine Verwandten aus der Nachbarschaft, umso interessierter und kamen in den Genuss, vom großen Urs mit ein paar köstlichen Leckereien gefüttert zu werden. Ende September hatten der Tierpark Berlin und der 1. FC Union Berlin zur großen Namenssuche aufgerufen. Aus mehreren hundert Vorschlägen hatte eine dreiköpfige Jury bestehend aus Tierpfleger Nils Frankenfeld, dem stellvertretenden Zoologischen Leiter Dr. Florian Sicks und Jochen Lesching, Vorsitzender der Stiftung “UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ sich für den Namen entschieden. „Ich freue mich natürlich, dass so viele Unioner und Tierpark-Fans den Namen ‚Urs‘ vorgeschlagen haben und sich scheinbar mit der Abstammung meines Vornamens sehr gut auskennen“, schmunzelt Union-Trainer Urs Fischer. Ursus steht im lateinischen für Bär, der Name ist für einen kleinen Katzenbären also ganz passend. „Genaugenommen ist der Rote Panda oder Katzenbär zwar nur entfernt mit den Großbären – den Ursidae – verwandt“, ergänzt der Kurator Dr. Florian Sicks, „doch mit seinem rot-weißen Fell und seiner ursprünglichen Heimat in den Bergen gibt es ja auch noch weitere Parallelen, die unseren Urs mit seinem Namensvetter verbinden.“ Die Eltern Joel und Shine kamen 2020 im Rahmen eines weltweiten Erhaltungszuchtprogramms (GSMP) für Kleine Pandas in den Tierpark Berlin. „Die Kleinen Pandas, auch Rote Pandas oder Katzenbären genannt, werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Umso wertvoller ist der zweite Nachwuchs von Joel und Shine für die Erhaltung der gesamten Art“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „In den nächsten Tagen haben auch unsere Gäste gute Chancen, den kleinen Urs auf der Außenanlage sehen, mir wurde gerade gestern von ersten Sichtungen berichtet.“ Hintergrund: Im Tierpark Berlin kam 2020 erstmals nach 9 Jahren wieder Nachwuchs der seltenen Kleinen Pandas zur Welt und der 1. FC Union Berlin übernahm die Patenschaft.. Katzenbärin Loha – das Jungtier aus dem vergangenen Jahr – ist im Frühjahr auf Empfehlung und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Zoo Pairi Daiza in Belgien gezogen. Das Brüderchen von Panda-Dame Loha, das am 28. Juni 2021 zur Welt kam ist nun das 11. Panda-Jungtier, das im Tierpark Berlin aufwächst. Dabei bringen Kleine Pandas anfangs nur etwa 100 g auf die Waage, sind blind und hilflos. Sie öffnen mit etwa 5 Wochen erstmals die Augen. Ausgewachsene Kleine Pandas erreichen von der Nase bis zur Schwanzspitze eine Länge von ca. 100 cm, mit einem Gewicht von 4 bis 6 kg. Die ersten drei Monate ihres Lebens verbringen Kleine Pandas in der Wurfhöhle. Panda-Papa Joel (6) lebt mit dem Nachwuchs zwar auf einer gemeinsamen Anlage, ist aber – wie alle männlichen Pandas – bei der Aufzucht des Jungtiers nicht involviert. Kleine Pandas sind nicht direkt mit den berühmten Großen Pandas verwandt. Sie gehören einer eigenen Familie, den „Katzenbären“, an. Dennoch teilen sie viele Eigenschaften mit ihren Namensvettern. So ernähren sie sich ebenfalls hauptsächlich von Bambus. Auch haben sie – wie Große Pandas – einen verlängerten Handgelenkknochen, den sie wie einen Daumen zum Festhalten von Bambusstangen nutzen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kleinen Pandas erstreckt sich neben Nordindien auch auf die Bergregionen Nepals, Bhutans, Burmas und Chinas. Die größte Bedrohung für diese sympathischen Tiere stellt der Verlust geeigneter Lebensräume im Himalaya-Gebirge dar. Wie auch in Europa macht den Wildtieren dort die zunehmende Fragmentierung ihres Lebensraumes sehr zu schaffen. Dies stört den genetischen Austausch zwischen den einzelnen Populationen. Das betrifft nicht nur die Großen Pandas in China, sondern auch ihre kleineren Namensvetter, die eng an die dicht mit Bambus untersetzten Bergwälder des Hochgebirges zwischen 1.500 und 4.000 Metern Höhe gebunden sind.

Zoo Magdeburg 12.10.2021
Ferienprogramm: Wer möchte ein Experte im Artenschutz werden?
„Wer schon gern einmal ein Experte im Artenschutz sein wollte, der ist beim diesjährigen Ferienprogramm vom 25.10. bis 29.10.2021 im Zoo genau richtig!“, informiert die Zoopädagogin, Tina Nagorzanski. Der Artenschutz gehöre zu den Kernaufgaben des Zoos. Er ist ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt in der Zoopädagogik in Magdeburg. Grund genug, den Artenschutz im diesjährigen Herbstferienprogramm in den Fokus zu rücken. In dem spannenden abwechslungsreichen Programm erfahren die Ferienkinder mehr über die vielfältigen Gründe aus denen Tierarten auf der ganzen Welt vom Aussterben bedroht sind. An Beispielen verdeutlichen die Zoo Guides, wie Zoos zum Schutz der Arten beitragen. Die Teilnehmer erfahren wie ein Wald-Ranger sich für den Schutz der Roten Pandas einsetzt. Wer mag, kann in die Rolle eines Krallenaffen schlüpfen, dessen Lebensraum weiterhin schrumpft. Angeleitet von den Zoo Guides übernehmen die Kinder spielerisch die Rolle eines Zollbeamten, der Reisegepäck nach unerlaubten Souvenirs durchsucht. Dabei lernen sie außerdem wie Tiere transportiert werden. Jeder darf selbst das Verpacken eines gefährlichen Tieres (eine Tierattrappe) ausprobieren. Am Ende der Tour sind die Kinder Artenschutz-Experten – sie erhalten ein kleines Souvenir und eine Artenschutz-Urkunde! Das Programm findet von 14:00 bis 16:00 Uhr statt, ist für acht- bis zwölfjährige Kinder geeignet und auf maximal zehn Kinder pro Termin begrenzt. Die Buchungsmöglichkeit und die Teilnahmebedingung sind unter zoomagdeburg. ticketfritz.de zu finden.

Tiergarten Kleve 12.10.2021
Neu im Tiergarten: Rüsselspringer
Sie sind so klein wie eine Maus, ihre Hinterbeine erinnern an Kängurus und ihre Nase ist ein kleiner Rüssel: Die Rede ist von Kurzohrrüsselspringern. Pünktlich zum Start der Herbstferien hat nun ein erster Vertreter dieser skurrilen Tierart Einzug im Tiergarten Kleve gehalten. Für Tiergartenleiter Martin Polotzek, der bereits seine Diplomarbeit über diese Tierart geschrieben hat, erfüllt sich damit ein lang ersehnter Wunsch: „Schon lange war es mein Wunsch, unseren BesucherInnen diese faszinierenden Tiere zeigen zu können. Ihr Aussehen und ihr Verhalten ist einfach einmalig im Tierreich: So bilden Rüsselspringer eine eigene Ordnung innerhalb der Säugetiere und sind mit Seekühen und Elefanten näher verwandt als mit Mäusen. Täglich reinigen sie mit ihren kleinen Pfoten ihre Laufstrecken, damit sie immer einen perfekten Weg zum Jagen nach Insekten haben.“ Polotzek erforschte das Fortpflanzungsverhalten dieser Tierart und hofft, dass es bald auch in Kleve Rüsselspringernachwuchs geben wird: „Da Rüsselspringer bei der Partnerwahl sehr anspruchsvoll sind, bauen wir derzeit noch eine große Zuchtanlage hinter den Kulissen. Hier kann man verschiedene Rüsselspringer zusammenführen und bei Bedarf auch leicht wieder trennen. So hoffen wir, dass wir bald ein erstes Paar zusammenstellen und dann auch den ersten Rüsselspringernachwuchs in Kleve begrüßen können.“ Am Montag, 11. Oktober, ist der erste Klever Rüsselspringer aus dem Zoo Neuwied eingezogen. Weitere Tiere sollen bald aus anderen Parks folgen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich im südlichen Afrika von Namibia über Botswana bis nach Südafrika. Hier werden die Tiere meist nicht älter als ein bis zwei Jahre. In menschlicher Obhut können sie durchaus auch sechs Jahre und mehr erreichen. Nach einer Tragzeit von rund zwei Monaten bringt das Weibchen meist ein bis zwei Jungtiere zur Welt, die als Nestflüchter bereits bei der Geburt wie eine Miniaturausgabe ihrer Eltern aussehen. Nach einer Säugezeit von nur rund einer Woche bleiben die Jungtiere noch weitere zwei bis drei Wochen bei den Eltern, bis sie sich dann mit etwa einem Monat komplett abnabeln und selbstständig werden.

Zoo Augsburg 12.10.2021
Nashorngeburt im Zoo Augsburg, leider von der Mutter nicht angenommen
Völlig überraschend hat am Donnerstag die Nashornkuh Kibibi ein Junges geboren. Überraschend deshalb, da der Zoo regelmäßig Hormonuntersuchungen durchführen lässt, um eine Schwangerschaft bei den Nashörnern diagnostizieren zu können. Bisher immer negativ, keine der drei Kühe sei schwanger. Nachdem Kibibi sich schon bei Kibo sehr aggressiv gegenüber ihrem Sohn verhalten hat, wurde sie nach der Geburt genauestens beobachtet. Leider hat sie auch dieses Mal dem Kalb das Trinken verwehrt. Trotz intensiver Bemühungen der Pfleger und der betreuenden Tierärzte war es nicht möglich, dem Kalb den Zugang zur Milchquelle zu ermöglichen. Nachdem das Jungtier am Freitagabend schon sehr stark geschwächt war, traf der Zoo schweren Herzens die Entscheidung das Kalb einzuschläfern, um ihm weiteres Leiden zu ersparen.

Tierpark Herborn 11.10.2021
Indian Summer im Tierpark Herborn
Es ist unübersehbar herbstlich geworden, die Blätter der Bäume und Sträucher leuchten in wunderschönen Rot- und Gelbtönen. Aktuell häufen sich die Anfragen aus der Bevölkerung, unter welchen Auflagen man den Park besuchen kann und wie lange er in diesem Jahr noch geöffnet hat. Aufgrund der aktuell verhältnismäßig niedrigen Corona-Inzidenzen im Lahn-Dill-Kreis kann man den Park ganz spontan besuchen, muss sich weder anmelden, noch einen Test oder Impfnachweis vorlegen. Dafür finden aktuell keine kommentierten Fütterungen und Führungen statt und das Erdmännchencafé hat noch geschlossen. Das Tierpark-Team plant, den Park in diesem Winter wieder durchgehend geöffnet zu halten und nur an den Tagen zu schließen, an denen die Wege aufgrund von Eis und Schnee nicht verkehrssicher gehalten werden können. Abgesehen davon öffnet der Park jeden Tag seine Pforten von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr, ab der Winterzeit bis 17:00 Uhr bzw. bis Einbruch der Dunkelheit. Somit gibt es sicherlich auch in den nächsten Wochen noch reichlich Gelegenheit, den gleich vier von den Tierpflegern aufgezogenen jungen Rosa Flamingos beim Aufwachsen in der Flamingo-Kolonie zuzuschauen. Aktuell werden sie auch noch zweimal täglich von den Tierpflegern gefüttert. Die Jungtiere der Roten Ibisse haben genauso wie die junge Kragentaube vor kurzem ihr Nest verlassen, und erkunden die Freiflugvoliere. Nachdem man bei den Erdmännchen lange vergeblich auf Nachwuchs hoffte, sind nun drei Erdmännchen aus dem Frankfurter Zoo mit eingezogen. Natürlich sorgte der Einzug der Neuen erstmal für Streitigkeiten und Hierarchie-Gerangel, Tierparkleiterin Britta Löbig zeigt sich aber sehr zufrieden: “Obwohl es ungewöhnlich ist, zu einem etablierten Pärchen drei Neuankömmlinge dazuzusetzen, wollten wir es probieren und bislang hat es super geklappt. Mittlerweile wirkt die Gruppe sehr harmonisch und unsere Hoffnungen auf Nachwuchs ruhen jetzt auf den Frankfurter Jungs.“ Auch baulich tut sich einiges im Herborner Tierpark: Die Mitarbeiter haben Sozialräumlichkeiten in Form von Wohncontainern hinter dem Eingangsgebäude bekommen und die Baustellenzufahrt für den dringend benötigten Neubau der Kakaduvoliere wurde oberhalb der Papageienwiese angelegt. In den nächsten Wochen sollen die Bauarbeiten starten, damit die Kakadus ein richtiges Innengehege und größere Außenvolieren bekommen. Finanziert wird das Projekt durch LEADER-Fördermittel, den Förderverein des Parks, die Stadt Herborn und Spendengelder. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll diese Trasse als Besucherweg in das Erweiterungsgelände genutzt werden. Da die Papageien aufgrund der Bauarbeiten ein Stück nach vorne ziehen mussten, hat das Tierpark-Team ihnen jetzt neue Klettermöglichkeiten gebaut. So können die Gelbbrustaras in den hohen Bäumen auf Entdeckungstour gehen und die Grünflügelaras queren den Weg über den Köpfen der Besucher. Zufrieden zeigt sich Britta Löbig auch mit den Besucherzahlen: „Wir haben den 40.000sten Besucher so früh wie noch nie begrüßen dürfen. Trotz der langen Schließung im Frühjahr und den vielen coronabedingten Auflagen hatten wir bislang die beste Saison in der Geschichte des Parks. Das freut uns ungemein und wir sind dankbar für den vielen Zuspruch und die Unterstützung der Bevölkerung in diesen schwierigen Coronajahren.“ Übrigens: Wer den Tierpark untersützen möchte, kann dies jederzeit mit einer Spende oder der Übernahme einer Tierpatenschaft tun. Auch als Weihnachtsgeschenk eine schöne Idee. Auf der Homepage des Parks kann man die Patenschaften online abschließen, aber natürlich auch einfach per Mail oder direkt vor Ort. Als Dankeschön bekommen Tierpaten eine Urkunde, eine Jahreskarte und eine steuerlich wirksame Bescheinigung.

Thüringer Zoopark Erfurt 11.10.2021
„Anmeldezeit verlängert für Zooparklauf“
Der Online-Meldestart für den Zooparklauf ist bis zum 28. Oktober verlängert. Danach kann man sich nur noch direkt am Lauftag im Meldebüro anmelden. Dabei wird jedoch eine Nachmeldegebühr fällig. Deshalb gleich online anmelden! Mehr als 100 Läufer haben das schon getan. Am 30. Oktober um 10 Uhr fällt der erste Startschuss beim Zooparklauf an der Schule am Zoopark. Los geht es mit den flinken Bambinis rund um den Sportplatz. Die 4 km und 10 km Strecken führen dieses Jahr wieder quer durch den Zoopark – auch hinter die Kulissen. Da werden Yaks, Nandus und Co. staunen! Für die Sieger gibt es wieder attraktive Preise. Auch Kitas und Schulen können sich anmelden. Für die Einrichtung mit den meisten Läufern spendet der Zoopark wieder einen Gruppeneintritt für die beste Kita und beste Schule. Auch dieses Jahr ist der Zooparklauf ein Spendenlauf zugunsten des Kimboza-Forest-Gecko Projekts in Tansania. Umkleidemöglichkeiten, Essen und Getränke an der Schule am Zoopark runden den Lauftag ab. Coronabedingt kann es zu kurzfristigen Änderungen der Bedingungen kommen.

Zoo Gelsenkirchen 11.10.2021
Löwennachwuchs in der ZOOM Erlebniswelt
Die ZOOM Erlebniswelt freut sich über drei Löwenjungtiere: Die Drillinge wurden am Freitag, den 08. Oktober 2021, geboren und sind wohlauf. „Die ersten beiden Jungtiere kamen in den frühen Morgenstunden, ein drittes folgte dann am späten Vormittag“, berichtet Tierärztin Judith Wabnitz. „Löwin Fiona kümmert sich vorbildlich um die drei und macht alles so, wie die Natur es vorgesehen hat.“ Trotzdem könne es in der ersten Zeit zu Komplikationen bzw. einer erhöhten Sterblichkeit kommen. Die vierjährige Fiona lebt gemeinsam mit dem Vater der Jungen, Löwe Bantu, und ihrer Zwillingsschwester Lissy auf der großzügigen Anlage in der Erlebniswelt Afrika. Die Löwinnen kam im Herbst 2019 aus dem schwedischen Tierpark Kolmarden in den Zoo nach Gelsenkirchen und verstanden sich von Anfang an sehr gut mit Bantu. Die Geschlechter der Drillinge stehen noch nicht fest. „Es wird noch ein wenig dauern, bis wir die drei zum ersten Mal untersuchen“, so Judith Wabnitz. Am Anfang sei es wichtig, Mutter und Jungtiere in Ruhe zu lassen. Daher sind sie auch noch nicht für die Besucher zu sehen, sondern befinden sich im Stall hinter den Kulissen. „Dort können wir ihre Entwicklung aus der Distanz genau beobachten“, sagt die Tierärztin der ZOOM Erlebniswelt. Während Löwin Lissy ihrer Schwester und dem Nachwuchs im Innengehege Gesellschaft leistet, ist Löwe Bantu für die Besucher zu sehen. Sobald der Löwennachwuchs auch von den Besuchern beobachtet werden kann, wird die ZOOM Erlebniswelt darüber informieren

Zoo Landau in der Pfalz 11.10.2021
Freundeskreis Zoo Landau e.V. auch in Coronazeiten sehr gut aufgestellt – Mitgliederversammlung bestätigt Vereinsvorstand einstimmig
Längere Zeit musste coronabedingt eines der Schwergewichte in der Landauer Vereinslandschaft mit über 3.500 Einzelmitgliedern, der Freundeskreis Zoo Landau e.V., auf eine Mitgliederversammlung verzichten. Doch angesichts der aktuell geltenden Auflagen im Zusammenhang mit einem sorgfältig abgestimmten Hygienekonzept kam am 8. Oktober 2021 eine repräsentative Anzahl Zoofördervereinsmitglieder zusammen, um die Vorstandsarbeit der Jahre 2019 und 2020 zu entlasten und die anstehenden Vorstandswahlen abzuhalten. Als bereits seit 2015 dem regen Verein vorstehender Vorsitzender könne er mit Stolz auf die zurückliegenden Monate der Vorstands- und Vereinsarbeit blicken und gleichzeitig einen entschlossenen und optimistischen Blick in die Zukunft richten, erklärte Sanitätsrat Dr. Helmuth Back eingangs in seinem Rechenschaftsbericht. Und so galt sein ausdrücklicher Dank nicht nur den Mitgliedern des Vorstands, zu dem auch der jeweils amtierende Zooleiter sowie der für den Zoo zuständige Dezernent zählen, sondern in besonderem Maße ebenfalls der gesamten Mitgliedschaft sowie den zahlreichen Förderinnen und Fördern, Spenderinnen und Spendern sowie Tierpatinnen und -paten für die großzügige Unterstützung des Vereins und des Zoos in schwierigen Zeiten. Trotz der jüngsten abgeschlossen großen Baumaßnahme, der im Oktober 2020 eröffneten und gänzlich vom Verein finanzierten Philippinenanlage, steht der Verein dank vorbildlichen Wirtschaftens und erfolgreicher Mittelakquise finanziell äußerst solide da, wie auch die Revisoren bestätigten. Somit bestanden auch bei den Mitgliedern keinerlei Bedenken, die Freigabe der für das nächste namhafte Bauvorhaben „Erweiterung der Afrikaanlage“ benötigten Mittel in Höhe von ca. 360.000 Euro wie auch die Einführung einer neuen vergünstigten Mitgliedskategorie zugunsten von Menschen mit Behinderung einstimmig zu beschließen. Es folgte, mit der Ausnahme der nicht wieder zu Wahl stehenden Schriftführerin Angelika Hey, die einstimmige Wiederwahl aller bisherigen Vorstände für die nächste Amtsperiode. In ihren Ämtern bestätigt bzw. neu gewählt wurden: Sanitätsrat Dr. Helmuth Back (Vorsitzender), Sonja Brunner-Hagedorn (Stellvertretende Vorsitzende), Gerhard Blumer (Geschäftsführer), Klaus Blumer (Schatzmeister) und Sylvia Mattern, die nun neu das Amt der Schriftführerin übernahm. Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Alexander Grassmann übermittelte die Grüße und den ausdrücklichen Dank des Landauer Stadtvorstandes an den Zooförderverein. In seinem wertschätzenden und prägnanten Grußwort ließ Grassmann keinen Zweifel daran, dass dem Förderverein des Zoos in Landau eine besonders wichtige Rolle bei der Unterstützung der Erhaltung und stetigen Fortentwicklung der äußerst beliebten Freizeit- und Kultureinrichtung mit überregionaler Bedeutung zukommt. Zum Abschluss der sehr harmonischen und mit großer Erleichterung aller Anwesenden in physischer Präsenz möglichen Mitgliederversammlung fasste Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel die wichtigsten Meilensteine des vergangenen und diesjährigen Zoojahres zusammen. Neben der Bedeutung als Oase der Erholung führte er ausgewählte Beispiele aus den Arbeiten im Artenschutz, der Umweltbildung und der Forschung an. Er beglückwünschte den neuen Vorstand gepaart mit einem sehr optimistischen und dankbaren Blick auf die nun neu bevorstehenden gemeinsamen Projekte. „Ein starker Zoofreundeskreis, eine erfolgreich arbeitende Zooschule und ein überdurchschnittlich engagiertes Zooteam sind ein Garant für die weitere sehr positive Entwicklung des Zoos in Landau,“ so Heckel.

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