Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 25.07.2021
Tierische Highlights im August
Wie viele Zehen hat der Strauß? Und wie macht man das perfekte Erdmännchenfoto?Der August wird einfach tierisch gut: Neben den Jungtieren bei Seehund, Trampeltier und Zwergotter locken auch die Veranstaltungen im August zahlreiche große und kleine Tierfreunde in den Tiergarten Kleve. „Leider können wir aufgrund der aktuellen Coronaauflagen nicht alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden lassen, aber wir haben einige spannende Alternativen gefunden, die den August zu einem tierischen Highlight machen“, erklärt Tiergartenleiter Martin Polotzek. Das für den 7. und 8. August geplante Tiergartenfest kann leider nicht in der geplanten Weise durchgeführt werden. Polotzek: „Als Alternativprogramm bieten wir am 7. und 8. August eine kostenlose Rätselrallye an, bei der die Kinder Spannendes über unsere Tiere lernen und als kleines Dankeschön eine Gratispackung Tierfutter erhalten. Hier lernen Kinder zum Beispiel, wie viele Zehen Strauße haben und was Gürteltiere bei Gefahr machen.“ Am 21. August findet der Patentag statt. Alle TierpatInnen erhalten an diesem Tag neben kostenlosem Eintritt auch die Möglichkeit, an der ersten Abendführung im Tiergarten teilzunehmen. Polotzek: „Ab Herbst erweitern wir unser Führungsprogramm um Abend- und Nachtführungen. Die erste Abendführung, bei der man exklusiv nach Zooschluss die tierischen Bewohner in der Abenddämmerung erlebt, findet im Rahmen des Patentags am 21. August ausschließlich für unsere TierpatInnen statt. Alle anderen Gäste, die die exklusiven Abend- und Nachtführungen erleben möchten, können diese ab Herbst bei uns buchen.“ Am Patentag darf ausschließlich der Tierpate bzw. die Tierpatin teilnehmen. Begleitpersonen sind leider nicht gestattet (Ausnahme: die Patenschaft läuft auf ein Kind unter 14 Jahren- dieses muss von einem Erwachsenen begleitet werden).Das für den 22. August geplante Klever Kinderfest wurde coronabedingt verschoben. Ein Ausweichtermin wird bald bekannt gegeben. Der Fotokurs am 28. August findet aber dann wieder wie geplant statt. Tierfilmer Kai Malter gibt in diesem Kurs sein Wissen wieder, wie man das perfekte Tierfoto machen kann. „Shoot like a pro“- am 28. August im Tiergarten Kleve. Den Abschluss im August macht der 20. Kindertrödelmarkt unter dem Motto „Tier & Trödel“, auf den sich Tiergartenleiter Martin Polotzek besonder freut: „Nach fünf Jahren Pause setzen wir unsere erfolgreiche Reihe an Kindertrödelmärkten fort und laden am 29. August von 10 bis 17 Uhr zum Kindertrödelmarkt ein.“ Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren können dann nach Herzenslust ihr altes Spielzeug und sonstige Schätze feilbieten. Die Standgebühr für einen 3m-Stand beträgt 5,00 Euro und beinhaltet den Eintritt für den jugendlichen Aussteller. Begleitende Eltern (bei Kindern unter 14 Jahren ist eine Begleitperson zwingend erforderlich), Großeltern, Geschwister, Freunde etc. bezahlen den normalen Eintritt. Für die Standeinteilung bittet der Tiergarten um eine Anmeldung per E-Mail an info@tiergarten-kleve.de bis einschließlich Donnerstag, den 26. August 2021.Am Trödeltag werden die Aussteller gebeten, sich um 9.00 Uhr an der Kasse einzufinden. Hier wird dann die Standgebühr und der Eintritt erhoben und die Standplatznummer zugewiesen. Die Trödelware und die Standausrüstung sollten dabei so verpackt sein, dass sie in Kisten und Kästen auf Bollerwagen, Schub- oder Sackkarren transportiert werden können, da es nicht möglich ist, mit dem Auto die Standplätze anzufahren. Ein Tapeziertisch oder ähnliches ist selbst mitzubringen. Es ist ein Kindertrödelmarkt und es dürfen somit alle gebrauchten Sachen rund ums Kind angeboten werden wie beispielsweise Spielzeug, Bücher, Kleider, Möbel, Dreirad, Kinderwagen usw… Im Tiergarten Kleve tut sich was: Mit Gürteltier und Mara sind erst kürzlich zwei neue Tierarten in den Familienzoo am Niederrhein gezogen. Außerdem begeistern neben den Seehundjungtieren auch der Nachwuchs bei den Trampeltieren und den Zwergottern die BesucherInnen. Besonders beliebt ist derzeit auch des Rendezvous mit dem Lieblingstier, bei dem man für eine halbe Stunde mit seinem Lieblingstier auf Tuchfühlung gehen darf. Der Tiergarten Kleve ist täglich von 9-18 Uhr geöffnet. Eine Online-Reservierung ist nicht mehr erforderlich. Weitere Informationen und tagesaktuelle Hinweise zu den Veranstaltungen unter www.tiergarten-kleve.de

Zoo Dresden, 23. Juli 2021
Baustart für das neue Orang-Utan-Haus
Mit der positiven Entscheidung des Dresdner Stadtrates für das Finanzierungskonzept des neuen OrangUtan-Hauses im Mai diesen Jahres konnten die Planungen für ein naturnahes und den Bedürfnissen seiner künftigen Bewohner entsprechend gestalteten Hauses im Zoo Dresden in die finale Phase gehen. Mit einer geplanten Bausumme von rund 17 Millionen Euro ist der Neubau das bisher größte Bauprojekt in der 160-jährigen Zoogeschichte. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena und Zooaufsichtsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister der Stadt Dresden Detlef Sittel luden heute in den Zoo ein und stellten gemeinsam mit Architekt Jens Krauße vom Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner das Bauprojekt vor, an welchem bereits seit zwei Jahren intensiv geplant wird. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena dankte allen Projektbeteiligten, vor allem aber der Stadt Dresden und dem Dresdner Stadtrat für deren Unterstützung und Engagement. Detlef Sittel ergänzte, dass mit dem Neubau des Orang-Utan-Hauses natürlich eine Menge Geld ausgegeben wird, aber dieses Projekt eben auch von vielen Dresdnern gewollt ist. Und Investitionen in den Zoo bedeuten auch immer Investitionen in die Region, da zu großen Teilen regional ansässige Firmen als planende und ausführende Firmen in die Bauphase eingebunden werden und somit kontinuierlich Arbeitsplätze gesichert werden. Architekt Jens Krauße stellte im Anschluss die Entwürfe und die weiteren Planungsschritte vor. Seit 19. August erfolgt die Baufeldfreimachung und Medienerschließung und Ende September sollen die Erdaushubarbeiten starten. Geplante Fertigstellung des neuen Orang-Utan-Hauses ist für Herbst 2023 anvisiert. Zehn Prozent der Bausumme sollen über Spenden finanziert werden. Aktuell konnte bereits eine Summe von mehr als einer halbe Million Euro für dieses Herzensprojekt gesammelt werden, wofür der Zoo Dresden sich ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken möchte.

Zoo Landau in der Pfalz 23.07.2021
„Rund um die tierischen Patienten“: Öffentliche Zooführung mit Zootierärztin Henrike Gregersen am Sonntag, 15. August
Am 15. August findet die erste der diesjährigen Sonntagsführungen im Zoo Landau in der Pfalz statt. Niedrige Inzidenzen und damit gelockerte Corona-Auflagen ermöglichen es, diese beliebte Veranstaltung wieder anbieten zu können (unter Vorbehalt bis dahin möglicher Änderungen!). Auf einem Rundgang mit der Zootierärztin Henrike Gregersen erfahren die Gäste viel Spannendes aus dem Zooalltag, denn natürlich läuft ein Besuch der Zootierärztin bei einem Wildtier ganz anders ab als der Tierarztbesuch mit Hund, Katze oder Kaninchen. Natürlich gilt auch im Zoo: Vorsorge ist besser als Behandlung! Und so liegt ein wichtiger Fokus der täglichen Arbeit auf vorbeugenden Maßnahmen und Routineuntersuchungen. Gespräche mit dem Tierpflegeteam, das seine Schützlinge natürlich am besten kennt, und regelmäßige Rundgänge gehören natürlich dazu. Die Gäste der Sonntagsführung sind eingeladen, Frau Gregersen auf ihrem Rundgang zu begleiten und zu erfahren, was zu ihren Aufgaben gehört, wie Medikamente verabreicht und Behandlungen durchgeführt werden, und natürlich haben die Gäste auch die Möglichkeit, ihre Fragen an die Zootierärztin zu stellen! Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Voranmeldung für diese Führung erforderlich. Die Anzahl der Personen, die an der Führung teilnehmen können, ist begrenzt. Gäste der Führung sind verpflichtet, auch im Freigelände einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen! Anmeldungen nimmt der Zoo ab sofort unter Tel. 0 63 41/13 7 002 oder per Mail (bitte mit vollständigem Namen, Adresse und Telefonnummer) an zoo@landau.de gerne entgegen. Die Führung ist kostenlos, es ist lediglich der reguläre Zooeintritt zu bezahlen. Treffpunkt ist um 11 Uhr im Eingangsbereich des Zoos. Der Zoo behält sich vor, die Veranstaltung ggfs. witterungsbedingt abzusagen oder zeitlich abzukürzen.

Tierpark Sababurg 23.07.2021
450 Jahre Tierpark Sababurg – das besondere Jubiläum –
Der Tierpark Sababurg ist der älteste, bis heute in seinem ursprünglichen Areal erhaltene, Tiergarten Deutschlands. In diesem Jahr besteht der 1571 von Landgraf Wilhelm IV. am Fuße seines Jagdschlosses Sababurg errichtete Tierpark seit 450 Jahren. Vorgeschichte /Geschichte der Sababurg – Um 1300 legte der Erzbischof von Mainz auf einem Basaltkegel die „Zapfenburg“ an. Sie diente als Grenzbefestigung gegen Braunschweig und Hessen. Um 1330 wurde die Burg erneut befestigt, um die Wallfahrten nach Gottsbüren zu schützen. 1354 musste der Erzbischof die Hälfte der Burg an die Landgrafen von Hessen abtreten.1429 gelangt sie vollständig in hessischen Besitz und verfiel anschließend, da sie ihre Schutzfunktion verloren hatte. Ab 1490 wurde die Burg unter den Landgrafen Wilhelm II. und Philipp dem Großmütigen zu einem Jagdschloss ausgebaut.Wilhelm IV. errichtete dann den Tierpark (132 ha) dazu.Geschichte des Tierparks: Die ersten 200 Jahre: Er ist neben Schönbrunn (Wien 1570) einer der ältesten Tierparks Europas.1571 wurde er vom damaligen Landgrafen (Wilhelm IV.) eingerichtet.Der Tierpark war damals Waldfläche, die von einer Dornenhecke umrahmt war. Diese Dornenhecke hat die Brüder Grimm zu ihrem „Dornröschenmärchen“ inspiriert und die Sababurg so zum „Dornröschenschloss“ werden lassen. In seinem Jagdrevier unterhalb seines Jagdschlosses hielt sich der Landgraf für Forschungszwecke bereits damals auch schon Ure, weiße Hirsche, Damwild, Gämsen, Elche und Rentiere. Die Mauer um den Park wurde 1589 bis 1591 aus den Steinen der Ruine Schöneburg errichtet. Der Tierpark bestand in dieser Form mehr als 200 Jahre. Erst mit dem ausgehenden Absolutismus wurde der Tiergarten barock umgestaltet: Friedrich II. ließ mitten im Park eine Jagdsternanlage für die Parforcejagd errichten (um 1770). Der fast 200-jährige „Dornröschenschlaf“ – Ab etwa 1790 wird im Tierpark mit der Abholzung der Wälder begonnen, nur einzelne Bäume lässt man als Hutebäume auf den Weideflächen stehen. Das Tierparkgelände wird vom Gestüt Beberbeck nun in zunehmendem Maße für die Pferdezucht genutzt. Wild wird in immer geringem Umfang gehalten. Die Pferdezucht gewinnt zunehmend an Bedeutung. Anfang unseres Jahrhunderts nach der Auflösung des Gestüts Beberbeck fällt das Tierparkgelände schließlich der Domäne Beberbeck zu. Die Wiedereinrichtung des Tierparks – Anfang der 70er Jahre begann der Landkreis damit, wieder einen Tierpark auf dem Gelände einzurichten. 1970 wurde der Pachtvertrag für den Mauerpark geschlossen. 1971 wurde der erste Spatenstich für den Ausbau getätigt und die ersten Gehege durch den damaligen Kreis Hofgeismar eingerichtet. 1973 wurde der Tierpark schließlich endgültig offiziell eröffnet und seither ständig ausgebaut. Der Entwicklung des Tierparks lagen bereits damals 3 konzeptionelle Schwerpunkte zugrunde: Urwildpark: Vom Aussterben bedrohte, heimische Wildtierarten ( Wölfe, Luchse, Fischotter, Wisente, Urwildpferde, Rückzüchtungen von bereits ausgestorbenen Tierarten (Ure, Tarpan-Pferde).In Anlehnung an die historische Tradition des Tierparks werden auch heute im Tierpark verschiedene Hirsche, darunter auch weiße Hirsche – wie zu Zeiten des Landgrafen – gehalten. An die Tradition der Pferdezucht für die Kavallerie des Gestüts Beberbeck anknüpfend, werden im Tierpark Pferde gehalten (Przewalskipferde, Tarpane und Exmoorponys).Haustiergarten / Archepark: Alte Haus- und Nutztierrassen, die auszusterben drohen, da sie für unsere Landwirtschaft wirtschaftlich unbedeutend sind: im Tierpark werden verschiedene Ziegen-, Schaf-, Schweine-, Esels- und Hühnerrassen gehalten. Kinderzoo: Streicheltieranlage mit Zwergziegen Für Besucher attraktive Tierarten (Pinguine, Kängurus, Kattas, Erdmännchen, Kaninchen, Waschbären) – Abweichend vom Konzept des Tierparks werden hier auch einige exotische Arten gehalten, da diese Tierarten zum einen für Besucher attraktiv sind und zum anderen für den Biologieunterricht didaktische Bedeutung haben. Seit damals sind das Museum, die Greifvogelstation und die BienenWelt dazu gekommen. Beliebteste touristische Attraktion in der Nordspitze Hessens – Der Tierpark Sababurg hat sich im Laufe der fünf Jahrzehnte – seit seiner Wiedereinrichtung – zu einem attraktiven Tierpark mit touristisch und regionalwirtschaftlich hoher Bedeutung für den Landkreis Kassel und darüber hinaus entwickelt. Mit Besucherzahlen von jährlich über 300.000 Besuchern.Das zeigt, wie beliebt der Tierpark Sababurg ist. Das Jubiläumsjahr 2021- Die Einweihung der Anlage für die Beberbecker Pferde war der Startschuss von besonderen Terminen und Aktionen im Jubiläumsjahr. Folgende Aktionen sind geplant im Jubiläumsjahr: Jubiläumsaktion für Kinder: Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren, Schüler und Studenten (mit Ausweis) jeden Mittwoch im Zeitraum vom 19.07. bis 05.09.2021. D.h. im Zeitraum vom 19. Juli bis 05. September zahlen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre, Schüler und Studenten (mit Ausweis) mittwochs keinen Eintritt. Jubiläumsaktion am Imbiss: Sababurger und ein Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 8,00 €) – vom 19.07. bis 05.09.2021 (alternativ vegetarischer und veganer Burger) Sababurger Bratwurst/Currywurst und Pommes und Ketchup mit einem Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 7,70 €) – vom 19.07. bis 05.09.2021 – Jubiläumsaktion im Tierpark-Shop:Shop-Produkt der Woche zum Aktionspreis, wöchentlich wechselnd, im Zeitraum vom 19.07. bis 05.09.2021 – Gewinnspiele im Jubiläumsjahr – Über die Sommersaison des Jubiläumsjahres verteilt wird es wechselnde Gewinnspiele über Presse, Social Media, Website für die Tierparkfans geben. Gewinnen können die Tierparkfans: – Tag mit dem Falkner – Tag mit dem Tierpfleger – Nachmittag unter Rentierleuten – Grillabend auf der Gasthaus Terrasse – Auch das Gasthaus Zum Thiergarten wird mit besonderen Angeboten im Jubiläumsjahr beitragen. Jubiläumspfanne des Gasthauses (leckere Spezialitäten der Region in der gusseisernen Pfanne) Jubiläums-Grillabende auf den Gasthausterrassen, immer freitags im August Kommentierte Führungen im Jubiläumsjahr „Der Tierpark Sababurg und seine vielfältigen Attraktionen im Wandel der Zeit jetzt und heute“ ist das Thema der kommentierten Führungen im Jubiläumsjahr. Jeweils mittwochs und freitags (beginnend ab 23.07.2021) um 17:30 Uhr, Treffpunkt am Infozentrum des Tierparks, Voranmeldung erforderlich. Maximal 20 Teilnehmer. Ab Mitte September – wird mit der Erweiterung des Luchsgeheges eine neue Attraktion des Tierparks fertiggestellt sein. Jahreskarten des Tierparks Sababurg – Die tierisch günstigen Jahreskarten des Tierparks (25,00 € Jahreskarte Erwachsene, 14,00 € Jahreskarte Kinder u. Jugendliche, 55,00 € Jahreskarte Familien, 55,00 € Jahreskarte Großeltern mit ihren Enkeln) können Sie direkt im Infozentrum erwerben. Die Jahreskarte ist ab Ausstellungsdatum volle 12 Monate gültig!

23.07.2021, Zoo Augsburg
Aus dem Juli-Newsletter
Im Vogelbestand schlüpften ein Temminck Tragopan, sechs Kapuzenzeisige, zwei Kaptriele und eine Rosenhalsfruchttaube.
Nach zwei Jahren gab es wieder eine (gewollte) Geburt bei den Pavianen, und Seehunddame Pia hat einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.
Aus dem Zoo Kerkrade kam einen Partner für den einsamen Mönchssittich. In Kürze wird noch ein weiteres Paar anreisen. (Dann wird es wieder laut in der Voliere)
Nach dem Umbau des Terrariums für heimische Schlangen kamen von einem Privathalter aus Nürnberg drei männliche Kreuzottern.
Aus dem Zoo in Wels kamen vier männliche Kattas zur Verstärkung der Augsburger Männergruppe. Bisher verlief die Zusammengewöhnung leider noch nicht erfolgreich. Die neuen Boys brauchen noch etwas Zeit zur Eingewöhnung.
Die neuen Bewohner der früheren Zwergflamingoanlage, die Wasserschweine oder Capybaras, werden nächste Woche aus den Zoos von Osnabrück und Dortmund geholt und beziehen ihr neues Quartier.
Drei Zwerggürtelschweife wurden an den Zoo Halle abgegeben.
Aus dem Vogelbestand verstarben ein Königsglanzstar, ein Hammerkopf, eine Kolbenente und ein Weißohrbülbül. Bei den Säugetieren verstarb ein Daghestanischer Tur.
Soweit es beurteilt werden kann hat sich Targa erfreulicherweise ziemlich schnell mit dem Verlust ihrer langjährigen Gefährtin arrangiert. Nachdem sie die ersten Tage ziemlich viel unterwegs war, und dabei auch vermehrt das neue Haus aufgesucht hat, ist ihre Entscheidung Anfang Juli gefallen: sie ist nicht mehr in das alte Haus zurückgekehrt. Das Verbindungstor zwischen den Anlagen wurde geschlossen. Die Annäherung an Frosja und Louise wird sicherlich noch etwas dauern, verläuft aber auch schon vielversprechend. Das neue Haus bietet aber auch alle Möglichkeiten die Elefanten getrennt zu halten.
Beim neuen Bauprojekt des Freundeskreises, dem Umbau des Schimpansenhauses sind inzwischen alle Submissionen gelaufen, dem Bau steht nichts mehr im Wege. So wie die derzeitige zeitlichen Planung aussieht wird, wie vorgesehen, nach den Sommerferien begonnen werden, und der Umbau bis Mai 2022 abgeschlossen sein.
So langsam läuft alles wieder seinen geregelten Gang. Inzwischen konnten an Wochentagen auch wieder den Ticketverkauf vor Ort ermöglicht werden. Allerdings wird (wegen der weiter bestehenden Besucherbeschränkungen) in den Sommerferien wieder auf einen reinen Online Verkauf umgestellt.
Statt der Dschungelnacht wird am 30.07. eine Abendführung stattfinden. Wegen der beschränkten Personenzahl können hier auch die Tierhäuser besucht werden. Einige wenige Restplätze sind noch frei. Beginn ist um 19 Uhr, Kostenpunkt 16.- € für Erwachsene und 8.- € für Kinder. Eine Anmeldung per Mail (info@zoo-augsburg.de) oder telefonisch (0821 567149-11, vormittags) ist zwingend erforderlich. Eine zweite Abendführung wird voraussichtlich am 27. August stattfinden.

Erlebnis-Zoo Hannover 22.07.2021
Kleiner Piepser
Erster Nachwuchs bei den Rotfußseriemas im Erlebnis-Zoo Hannover geschlüpf. Es ist eine Premiere im Erlebnis-Zoo: Leise piepst es vom Balkon der schrägen Hütte und ein kleiner Federschopf schaut neugierig aus dem Nest heraus. Die Seriemas Felipe und Oriana haben Nachwuchs bekommen! Am 25. Juni entdeckten die Tierpfleger das winzige Jungtier im Nest. Es ist der erste Nachwuchs der südamerikanischen Vögel überhaupt in Hannover. Die beiden Elternvögel lernten sich im März dieses Jahres im Erlebnis-Zoo kennen und zogen als „Schräge Vögel“ in die neu errichteten schrägen Hütten hinter dem Zoobauernhof ein, als erste Bewohner für die neu geplante Themenwelt „Zoologicum – die Welt, die Wissen schafft“. Die beiden Rotfußseriemas, auch als Schlangenstörche bekannt, fühlten sich in ihrem neuen Zuhause direkt wohl und verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie bereits zwei Wochen nach ihrem Einzug mit dem Nestbau oben auf dem Balkon ihrer schrägen Hütte begannen. „Das ist das schönste Kompliment, das uns die Tiere machen können!“, freuen sich die Tierpfleger, die gemeinsam mit den Zoo-Handwerkern mit viel Liebe zum Detail die neuen Hütten errichtet und die Volieren gestaltet haben. „Unsere Handwerker haben mit viel Herzblut an den schiefen Hütten gearbeitet und dafür Materialien genutzt, die von einem abgebauten Haus hinter den Kulissen stammen. Ein tolles, nachhaltiges Gemeinschaftsprojekt!“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Dass sich die tierischen Bewohner so schnell einleben und schon der erste Brutversuch direkt von Erfolg gekrönt ist, freut mich und das Tierpfleger-Team ganz besonders.“ Das kleine Küken macht mit seinen wirren Federn rund um das Gesicht schon als Jungtier dem Ruf der Eltern als „schräger Vogel“ alle Ehre. Nur so laut rufen wie Felipe und Oriana kann es noch nicht. Die Tierpfleger beschreiben eher ein leises Piepsen, mit dem das Küken rege auf sich aufmerksam macht. Vorbildliche Eltern – Ihr Debut als Eltern meistert das Seriema-Pärchen vorbildlich: Die beiden sammeln reichlich Futter in der Voliere ein, bringen Küken, Mäuse, Fisch, Insekten, Weichvogelfutter und gekochte Eier, in kleinen Stückchen zerkleinert, zu ihrem Nachwuchs. Aufmerksam passen sie auf das Jungtier auf, stellen sich schützend vor das Küken, wenn sich jemand zu sehr nähert. Dank der guten Versorgung der Eltern entwickelt sich das kleine Küken prächtig. Ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist, bleibt allerdings noch ein wohlgehütetes Geheimnis. Erst die Auswertung der Federprobe nach der ersten Mauser wird das Geschlecht verraten. Und dann wird der „kleine Piepser“ auch seinen Namen erhalten. Steckbrief Rotfußseriema (Cariama cristata) Lebensraum: offene Waldgebiete, Buschland, Savannen, Grasland sowie Kultur- und Weideflächen, Größe: 70-90 cm,Gewicht: 1.300-1.500 g, Brutzeit: 24-30 Tage, Nahrung: Insekten, Amphibien, Echsen, Schlangen, Nagetiere, Früchte und Baumharze

Tierpark Innsbruck-Tirol 22.07.2021
„Elstners Reisen“ bei einer Gämsenauswilderung
Viele haben sich bestimmt gefragt, warum Frank Elstner in Begleitung vom Zoodirektor in Karlsruhe, Dr. Matthias Reinschmidt, letzte Woche dem Alpenzoo einen Besuch abgestattet hat. Nun lösen wir das Geheimnis auf. Am Freitag wurden zwei Gämsen im Längental (Kühtai) ausgewildert. Bei einem Tier handelt es sich um eine Nachzucht aus dem Tierpark Oberwald, das andere stammt aus dem Alpenzoo. Die Auswilderung wurde für die nächste Artenschutz-Doku „Elstners Reisen“ von einem Filmteam begleitet. Die Ausstrahlung der 10. Folge dieser Serie wird im Frühjahr 2022 im SWR Fernsehen sein. „Nach den heurigen erfolgreichen Steinbock-Auswilderungen sind wir sehr stolz, dass nun auch die Gämsen-Auswilderung sehr gut geklappt hat und sich die Tiere jetzt in ihrem neuen Zuhause einleben können“, freut sich Zoodirektor Dr. André Stadler.

Tiergarten Nürnberg 22.07.2021
Freier Tiergarteneintritt für Schüler mit einer „Eins“
Für die bayerischen Schülerinnen und Schüler geht bereits das zweite Schuljahr zu Ende, das sie monatelang zu Hause verbringen mussten. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg ermöglicht allen unter ihnen, die eine „Eins“ im Zeugnis haben, einen schönen Tag im Zoo. Am ersten Ferientag, Freitag, 30. Juli, und am letzten Ferientag, Montag, 13. September 2021, dürfen sie kostenfrei den Tiergarten Nürnberg besuchen. Das Angebot gilt für „Einserschülerinnen“ und „Einserschüler“ bis einschließlich 17 Jahren, die an der Tiergartenkasse ihr Zeugnis mit mindestens einer sehr guten Note oder einer lobenden schriftlichen Beurteilung vorlegen. Unter den aktuellen Corona-Bedingungen müssen sich alle Zoogäste vor ihrem Besuch zur Kontaktdatenerhebung kostenlos online registrieren unter www.tiergarten.nuernberg.de. Im Eingangsbereich und in den Gebäuden (WC-Anlagen und geöffnete Tierhäuser) müssen die Besucherinnen und Besucher eine FFP2-Maske tragen. Hiervon ausgenommen sind Kinder bis fünf Jahren. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren benötigen eine Mund-Nasen-Bedeckung. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht allein in den Tiergarten, sondern müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Begleitperson muss den regulären Eintritt bezahlen. Gemäß Tiergarten-Benutzungssatzung dürfen sich Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung einer volljährigen, aufsichtspflichtigen Person auf dem Tiergartengelände aufhalten.

Zoo Hoyerswerda 22.07.2021
40 Jahre im Dienst des Zoos – Dienstältester Mitarbeiter feiert 40-jähriges Jubiläum
Zootierinspektor und Futtermittelmeister Thomas Arndt steht seit vierzig Jahren im Dienst des Zoo Hoyerswerda. In seiner Doppelfunktion kümmert er sich um das leibliche Wohl der Tiere, koordiniert die medizinische Versorgung der Zoobewohner und übernimmt die Arbeitseinteilung der Tierpfleger und Hilfskräfte. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Agrotechniker und Mechanisator für Hopfenproduktion im ehemaligen VEG Zeitz zieht es ihn wieder in seine Heimatstadt zurück. Die Liebe zu Tieren, der Natur und Pflanzenwelt ließen Thomas Arndt sein Berufsfeld erweitern. Und so hatte er seinen ersten Arbeitstag im neuen Traumberuf am 20.07.1981 im Alter von 18 Jahren im Zoo Hoyerswerda. Da war der Zoo noch ein Tiergarten und selbst erst 22 Jahre jung. Unter Dr. Hans-Dieter Hohmann begann er seine Weiterbildung zum Tierpfleger im Huftierrevier und durchlief später jedes weitere Revier. Das dort erlernte Wissen und die gesammelten Erfahrungen waren für Thomas Arndt beste Voraussetzung, um ab 1986 den Posten des Zootierinspektors und Futtermittelmeisters zu übernehmen. „Das Schöne an der Doppelfunktion ist der Wechsel zwischen theoretischer und praktischer Arbeit“, sagt Thomas Arndt. Die Entwicklung vom Tiergarten zum Zoo Hoyerswerda hat er hautnah miterlebt und „ist stolz auf das Erreichte und die eigene eingeflossene Arbeit“. „Besonders gern denke ich an meine erste eigene Handaufzucht eines Dromedars zurück. Dabei entsteht eine sehr enge und vertraute Bindung zum Tier“, erinnert er sich. Und auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen, der vielfältige Aufgabenbereich und der große Tierbestand machen für ihn die Arbeit im Zoo Hoyerswerda seit vierzig Jahren zu seinem Traumarbeitsplatz. Auch privat fand er sein Glück im Zoo Hoyerswerda und lernte hier seine Ehefrau kennen, die zur damaligen Zeit in der Zooverwaltung arbeitete.

Tiergarten Delitzsch 22.07.2021
Bergkängurus – schreckhafte Kraftpakete
Zwei männliche Östliche Bergkängurus sind nunmehr im Delitzscher Tiergarten öffentlich zu sehen. In den letzten Monaten blieben sie teilweise noch hinter notwendigen Absperrungen verborgen. 2019 und 2020 im Zoo Duisburg geboren, wurden die Vertreter der als sensibel und schreckhaft geltenden Art im Delitzscher Tiergarten seit März diesen Jahres eingewöhnt. „Die robusten und wetterfesten Großkängurus sind ihren Körpermaßen ein deutlicher Kontrast zu den um etwa ein Drittel kleineren Bennettwallabies“, schildert Tiergartenleiter Konstantin Ruske. Sie bevölkern in einer erfolgreichen Zuchtgruppe seit vielen Jahren die grabengesäumte, hügelige Freianlage. Auch die Färbung der Bergkängurus, die sich zunächst schokobraun mit weißem Bauch, mit fortschreitendem Alter und Dominanz durch Testosteron bei den Männchen ins Rotbraune umschlagend zeigt, weicht deutlich von den buschwaldbewohnenden Bennett-Kängurus in eher einheitlichem Grau ab. Und auch das Verhalten weist wichtige Unterschiede auf: Während die kleineren Wallabies aufgrund ihres strukturreichen Lebensraums im Herkunftsgebiet bei Gefahr eher kurze Fluchten ins Unterholz unternehmen und im Gebüsch abtauchen, neigen Bergkängurus zu Panik und kopflosem Davonhüpfen in großen Sätzen, wenn sie sich erschrecken. Hindernisse werden dabei eben übersprungen oder „ausgeblendet“, so dass es auch zu Zusammenstößen mit menschengemachten Barrieren kommt. „Daher brauchte es auch einige Wochen, bis unsere beiden Neuen den Graben als symbolische Grenze (der ihnen auch durch einen Elektroweidezaun verleidet wird) akzeptierten“, sagt der Delitzscher Tiergartenleiter. „Die Anlage ist mittlerweile zu ihrem Territorium geworden, in dem sie sich sicher fühlen und gute Erfahrungen gemacht haben. Daher gibt es für sie auch keinen Grund, den Trockengraben, den sie natürlich ganz locker überspringen könnten, zu überwinden.“ Im Tiergarten Delitzsch werden nun Haltungserfahrungen gesammelt, um dann abzuschätzen, ob man in die Vermehrung der Östlichen Bergkängurus einsteigt. Lohnen würde es sich schon aufgrund ihrer Seltenheit, wird diese Art doch außer in Delitzsch und Duisburg in Deutschland nur noch im Tierpark Berlin, in ganz Europa nur in sechs Zoos gehalten.

Zoo Landau in der Pfalz 21.07.2021

Zoo Landau in der Pfalz begrüßt die Resolution des EU-Parlaments mit Bezug zum Artenschutz in Städten – „Ganz auch unser Thema im Zoo Landau in der Pfalz!“
Das EU-Parlament hat die Entschließung „EU-Biodiversitätsstrategie für 2030: Mehr Raum für die Natur in unserem Leben“ verabschiedet. Es reagiert damit auf den Kommissionsvorschlag zur EU-Biodiversitätsstrategie, die einen umfassenden Plan zum Schutz der Natur und zur Umkehrung der Schädigung der Ökosysteme darstellt. Darauf verweist auch eine Mitteilung des Deutschen Städtetages. „Als kommunal getragener Zoo begrüßen wir diese Resolution ausdrücklich,“ sagt der Direktor des Landauer Zoos, Dr. Jens-Ove Heckel. Schon andere gesetzliche Rahmenbedingungen, wie u.a. die EU-Zoo-Richtlinie, schreiben nach Umsetzung in nationale Gesetzgebungen Zoos als den meistgenutzten Erholungs- und Kultureinrichtungen ausdrücklich auch die Umweltbildung, die Forschung und den Arten- und Naturschutz ins Pflichtenheft. Die neue Resolution böte nun eine weitere Chance, den wichtigen Beitrag, den Zoos in Kommunen durch die genannten Aufgaben zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten, weiter zu stärken und deren Rolle dabei noch deutlicher zu machen. Die Entschließung des EU-Parlament weist darauf hin, dass die Belastung der Natur in der EU insgesamt zu 13 % und die Belastung der Meere zu 48 % auf Verstädterung und nicht nachhaltige Freizeitaktivitäten zurückzuführen sind. Außerdem wird betont, dass städtische Grünflächen und die grüne Infrastruktur Ökosystemleistungen zur Unterstützung der biologischen Vielfalt bieten und zum körperlichen und geistigen Wohl der Bevölkerung beitragen können. Spezifische, ehrgeizige und verbindliche Ziele für die biologische Vielfalt in Städten seien festzulegen, die Menschen und Wildtieren Nutzen bringen und zu den allgemeinen Biodiversitätszielen beitragen. „Letztlich lesen sich diese Vorgaben wie eine Blaupause unserer täglichen Arbeit im Zoo, die gerade auch unter dem bereits seit 2000 für den Zoo Landau geltenden Leitbilds der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie steht,“ stellt Heckel erfreut fest. So sei der Beitrag des Landauer Zoos vielfältig. Einerseits durch den sogenannten „ex situ“-Artenschutz in Form einer aktiven Beteiligung an koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen für gefährdete Tierarten, aber auch mittels „in situ“-Artenschutz durch die Förderung regionaler und internationaler Artenschutzprojekte. Häufig vergessen bzw. unterschätzt werde laut Heckel jedoch, dass besonders Zoos im Innenstadtbereich geradezu „Inseln heimischer Artenvielfalt“ und „grüne Lungen“ für Städte und Kommunen darstellen. Heckel verweist auf das Beispiel der Vögel. So konnten während regelmäßiger Exkursionen von Studierenden des Fachbereich 7: Natur- und Umweltwissenschaften am Universitätsstandort Landau alleine mehrere Dutzend Wildvogelarten auf dem Zoogelände dokumentiert werden. Darunter auch einige ‚ornithologische Leckerbissen‘ wie Eisvogel, Wintergoldhähnchen oder Mönchsgrasmücke. Zuletzt fordert das EU-Parlament, dass bei der Konferenz der Vereinten Nationen über biologische Vielfalt im Oktober 2021 ein Abkommen nach dem Vorbild des Klimaübereinkommens von Paris verabschiedet wird. Darin sollten die weltweiten Prioritäten für die Artenvielfalt bis 2030 und darüber hinaus festgelegt werden. „Ganz auch unser Thema im Landauer Zoo!“ sagt Zoodirektor Heckel.

Tierpark Cottbus 21.07.2021
Erste Flamingoküken in der Lagune geschlüpft
Auch in diesem Jahr haben die Kubaflamingos ihre Brutinsel bestens angenommen. Sie haben die von denTierpflegern vorbereiteten Schlammkegelnester bezogen oder ganz neu gebaut, Eier gelegt und gebrütet. Jetzt sind die ersten Flamingoküken geschlüpft. Flamingotypisch füttern beide Eltern das einzige Küken in kurzen Abständen mit einer speziellen Kropfmilch. All dies – und hoffentlich den Schlupf weiterer Küken – können unsere Besucher zur Zeit ganz aus der Nähe in schönster Umgebung erleben und beobachten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 21.07.2021
Hauptblütezeit im Maurischen Garten Tropische Seerosen-Divas gedeihen in exotischem Ambiente
Der Sommer strahlt, der Urlaub steht bevor, aber die Reiseziele fehlen während der Pandemie? Die Wilhelma in Stuttgart stillt das Fernweh mit ihrer eigenen Exotik. Im Maurischen Garten entfalten sich in diesen Wochen die Reize ferner Länder von ihrer schönsten Seite rund um die Blüte der tropischen Seerosen. Baden im Mineralwasser der eigenen Quelle bei einer Wassertemperatur von 28 Grad, während sich auf der Oberfläche des 650 Quadratmeter großen Pools die verspielte Ornamentik orientalischer Architektur spiegelt: Die Diven unter den Wasserpflanzen haben es gut im Zoologisch-Botanischen Garten. Rund 40 Arten und Sorten der Gattung Nymphaea sind zu einem Motiv arrangiert, wie es dem impressionistischen Maler Claude Monet zu Ehren gereicht hätte. Von Mitte Juli bis Ende September ist es am prachtvollsten zu erleben. Ausgewählt sind die Naturschönheiten nicht nur nach der Palette ihrer Farben, sondern auch der Abfolge ihrer Blüte. Nachtblüher mit zumeist weißen oder rötlichen Blüten bleiben bis in den Vormittag offen. Dagegen öffnen sich Tagblüher mittags bis in den späteren Nachmittag. Sie zeigen auch gelbe und blaue Töne. So ändert sich das Erscheinungsbild in einem täglichen Reigen. Eintauchen in das verlockende Becken dürfen allerdings ausschließlich die Gärtnerinnen und Gärtner. Sie tun dies nicht zum eigenen Vergnügen, sondern als Servicepersonal der anspruchsvollen botanischen Badegäste. Zweimal pro Woche steigen dafür Marcus Hoffmann und Jasmin Langhammer in die Fluten, denn – anders als die rosa leuchtenden Lotosblumen am Beckenrand – ist der Seerosenteich nicht selbstreinigend. Die beiden entfernen dann verwelkte Blätter, schneiden ausladende Pflanzen zurück, damit alle Seerosen genug Platz haben, und fischen Algen heraus. Das ist nicht ohne Tücken. Nicht sichtbar unter den vielen Blättern müssen sie die 71 Pflanztröge umgehen und über das Heizgestänge steigen, welches das Becken durchzieht, damit für die Tropengewächse immer „Warmbadetag“ ist. Gut 800.000 Liter Wasser gilt es, auf Temperatur halten. Bei der Arbeit kommen Hoffmann und Langhammer kräftig ins Schwitzen, denn, um sich vor den Stacheln der Victorien zu schützen, tragen sie trotz des warmen Wassers Neoprenanzüge. Zu diesen als Riesenseerosen bekannten Victorien musste Hoffmann vor kurzem zu einem Sondereinsatz ausrücken. Der große Sturm im Juni hatte den Teich aufgepeitscht und es geschafft, die wagenradgroßen Blätter, die dank ihrer kräftigen Struktur eine Tragkraft von über 40 Kilo haben, von der Wasseroberfläche anzuheben und zusammenzufalten. Ohne sie zurückzuklappen, wären sie für die Photosynthese verloren gewesen und wären abgestorben.

Zoo Osnabrück 21.07.2021
Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei „Herr Nilsson“ und Co. Totenkopfaffen, Flamingos und Wasserschweine im Zoo geboren
Bei gleich mehreren Tieren, darunter die südamerikanischen Totenkopfaffen, hat es im Zoo Osnabrück Nachwuchs gegeben. Zuwachs gibt es auch bei den Nandus, allerdings ist hier ein Tier aus einem anderen Zoo nach Osnabrück gekommen. Passend zur tierischen Verstärkung hat der Zoo zudem eine neue Jahreskarte im Angebot, die bis Ende 2022 gültig ist. Totenkopfaffen haben keinen besonders charmanten Namen und trotzdem dürften sich viele Kinder schon einmal einen eben solchen Affen als Haustier gewünscht haben, schließlich hat Pippi Langstrumpf einen Totenkopfaffen mit dem Namen „Herr Nilsson“. Ähnlich wie Pippi Langstrumpf sollten die kleinen Totenkopfaffen aber nicht unterschätzt werden, wie Tobias Klumpe, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück und verantwortlich für das „Südamerikahaus“ erklärt. „Obwohl sie niedlich aussehen, sollte bei unseren Totenkopfaffen im Zoo kein Finger durchs Gitter gesteckt werden, denn die Affen können auch kräftig zubeißen. Allerdings sind die Tiere auch ohne direkten Kontakt sehr schön zu beobachten und aktuell haben sie sogar Nachwuchs.“ Insgesamt drei kleine Totenkopfaffen sind dieses Jahr im Zoo zur Welt gekommen. Noch klammern sie sich fest an den Rücken ihrer Mütter, die zusammen mit ihnen durchs Gehege klettern, doch schon bald werden die Kleinen ihre ersten eigenen Klettertouren unternehmen. „Mit den Jungtieren leben jetzt insgesamt 14 Totenkopfaffen bei uns im Zoo“, erzählt Daniel Chirico, Tierpfleger und Revierleiter im „Südamerikahaus“ „Viele Besucher beobachten die munteren Äffchen besonders gerne, denn bei ihnen ist immer etwas los.“ Etwas weniger hektisch geht es direkt gegenüber der Totenkopfaffen, bei den Capybaras zu, die in Deutschland auch Wasserschweine genannt werden. Auch hier hat es Anfang Juli Nachwuchs gegeben. Wie bei den Totenkopfaffen sind ebenfalls drei Jungtiere zur Welt gekommen. „Sie wurden Anfang Juli geboren, laufen schon munter umher und nehmen auch bereits feste Nahrung zu sich. Das ist bei Capybaras allerdings immer schon sehr früh der Fall, gesäugt werden sie aktuell trotzdem noch“ sagt Chirico. Die kleinen Capybaras sind noch kaum größer als Meerschweinchen und sehen ihnen auch etwas ähnlich. „Capybaras gehören zur Familie der Meerschweinchen, darum auch die Ähnlichkeit zu den bekannten Haustieren. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 60 Zentimetern gelten sie sogar als größte Nagetiere der Welt“, verrät der Biologe Klumpe. Nachwuchs auch bei den großen Vögeln Während die Capybaras im Innenbereich des „Südamerikahaus“ die kleinen Totenkopfaffen als Nachbarn haben, sind es im Außenbereich die großen Nandus. Auch bei den Laufvögeln, die häufig mit Vogelstraußen verwechselt werden – jedoch kleiner als diese sind – gibt es Zuwachs. Der neue Nandu wurde allerdings bereits im September 2020 in Hamburg geboren und ist nun in den Zoo Osnabrück gezogen. „Wir haben einen Hahn namens Udo bekommen“, sagt Chirico. „Mit unserer einzigen Henne Ulla hat er sich auf Anhieb sehr gut verstanden. Damit die beiden nicht nur zu zweit bleiben kommen in Kürze noch zwei weitere Hennen dazu, die wir ebenfalls aus einem anderen Zoo nach Osnabrück holen.“ Insgesamt werden dann drei weibliche und ein männlicher Nandu im Zoo Osnabrück leben. Neben den Neuzugängen im „Südamerikahaus“ kann auch im Eingangsbereich des Zoos Nachwuchs entdeckt werden. Klein, flauschig, aber noch überhaupt nicht Rosa, werden bei den Flamingos drei kleine Küken aufmerksam behütet. „Flamingos sind nicht von Geburt an rosa“, erklärt Andreas Wulftange, ebenfalls zoologischer Leiter im Zoo Osnabrück und verantwortlich für die Flamingos. „Die rosa Farbe ihres Gefieders entsteht erst durch die Aufnahme von Carotinoiden in der Nahrung. Die sind zum Beispiel in planktonischen Algen oder in kleinen Krebsen enthalten. Wenn sie ihr erstes richtiges Federkleid bekommen lagern sich die Carotinoide in den Federn ab und sie werden mit der Zeit rosa.“ Für alle die Flamingos oder die anderen Jungtiere heranwachsen sehen möchten, bietet der Zoo jetzt eine neue Jahreskarte an. Die „Jahreskarte Plus“ ist eine Familienjahreskarte und noch bis zum Ende des Jahres 2021 sowie das ganze Jahr 2022 gültig. Für 179 Euro kann mit ihr eineinhalb Jahre lang jeden Tag der Zoo besucht und damit auch die zahlreichen Jungtiere beim Aufwachsen begleitet werden

Tierpark Chemnitz 21.07.2021
Tierpark Chemnitz: Nachwuchs bei den Capybaras
Anfang Juli hat es auf der Südamerika-Anlage im Tierpark Chemnitz Nachwuchs bei der größten Nagetier-Art gegeben. Capybara-Dame Lotta brachte am 8. Juli drei Jungtiere zur Welt. Für Lotta ist es der erste Nachwuchs überhaupt. Sie kam im September 2019 mit knapp neun Monaten gemeinsam mit einem weiteren Weibchen aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden nach Chemnitz. Vater ist der zehnjährige Fred, der seit 2014 in Chemnitz lebt. Wasserschweine, wie die Capybaras im Deutschen auch genannt werden, kommen als sogenannte Nestflüchter bereits gut entwickelt zur Welt. Wie für die meisten Nagetiere üblich haben auch Capybaras bei der Geburt kein Milchzahngebiss, sondern besitzen gleich die bleibenden Zähne. So nehmen die Jungtiere auch vom ersten Tag an feste Nahrung, hauptsächlich Gräser, zu sich. Gesäugt werden sie ungefähr drei bis vier Monate lang. In Südamerika zählen Capybaras zu den größten Grasfressern des Kontinents. Übersetzt bedeutet die Bezeichnung Capybara auch so viel wie „Herr der Gräser“. Im Tierpark Chemnitz teilen sich die Tiere den Sommer über die Anlage mit Nandus und Alpakas. Werden die Tage kürzer und die Temperaturen kälter, ziehen die eher wärmere Temperaturen gewöhnten Capaybaras in das Tropenhaus um und teilen sich das Gehege als Unterbesatz mit dem Faultier.

Tierpark München Hellabrunn 21.07.2021
Hauptversammlung und Vorstellung des Hellabrunner Geschäftsberichts 2020
2020 war weltweit von der Corona-Pandemie geprägt und so war das vergangene Jahr auch für den Tierpark Hellabrunn ein Jahr mit vielen Ausnahmen, Einschränkungen, Schließungen und weiteren Besonderheiten. Mit der diesjährigen Hauptversammlung der Münchener Tierpark Hellabrunn AG am heutigen Mittwoch, 21.07.2021, wird auch der Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht. Dieser ist ab sofort auf der Website als Download verfügbar. Insgesamt war der Tierpark Hellabrunn im Jahr 2020 – erstmals seit dem zweiten Weltkrieg – 116 Tage lang für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Das wirkte sich natürlich auf die Besucherzahlen aus: Im Vergleich zum Vorjahr haben pandemie-bedingt 72,42 Prozent weniger Menschen den Tierpark besucht. Der Wegfall von Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Pachteinahmen der gastronomischen Betriebe hatte eine finanzielle Situation zur Folge, die der Geschäftsleitung große Sorgen bereitet hat. Schließlich muss der Betrieb 365 Tage im Jahr am Laufen gehalten werden und mehrere Tausend Tiere müssen täglich versorgt und gepflegt sowie sicherheitsrelevante Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten sofort erledigt werden. „Dank des Rettungspakets der Landeshauptstadt München und der Zusage, dem Tierpark in diesen herausfordernden Zeiten beizustehen, ist die Zukunft des Tierparks trotz der schwierigen eineinhalb Jahre, die hinter uns liegen, gesichert“, so Tierparkdirektor Rasem Baban und weiter: „für diese nicht selbstverständliche Unterstützung bin ich der Stadt München und allen voran unserer Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeisterin Verena Dietl äußerst dankbar.“ Auch zahlreiche Spenden und der Kauf von Gutscheinen für Jahres- und Tageskarten halfen Hellabrunn durch die Krise. Es gibt jedoch noch weitere positive Aspekte des Berichtjahres 2020: So konnte Ende letzten Jahres der Bau der neuen Löwenanlage beginnen. Dieses Großprojekt, bei dem auch die Edukation erneut eine wichtige Rolle spielt, ist nicht nur essentieller Bestandteil des Hellabrunner Masterplans und seines Bildungsauftrags, sondern auch ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung moderner und tiergerechter Haltungsprinzipien. In zoologischer Hinsicht war die langersehnte Geburt des Elefantenbullen Otto im November 2020 ein absolutes Highlight. Der kleine Bulle entwickelt sich seither prächtig und bringt inzwischen satte 430 Kilogramm auf die Waage. „Das war für uns alle ein sehr motivierender und erfreulicher Moment in einem nicht einfachen Jahr“, erinnert sich Baban. Auch bei den Kunekune-Schweinen, Tieflandnyalas, Schwarzstörchen, Vikunjas, Roten Pandas und vielen weiteren Tierarten kamen im vergangenen Jahr zahlreiche Jungtiere zur Welt. Hinsichtlich der Erfassung von Tierarten und Individuen gibt es mit dem diesjährigen Geschäftsbericht eine Neuerung, die mit der wissenschaftlichen Standardisierung der Zählweise von Fischarten und Wirbellosen zu tun hat. So verzeichnet der Tierpark Hellabrunn aktuell 529 Tierarten, gibt aber keine Gesamtdaten zu Individuenzahlen mehr bekannt. Im Geschäftsbericht kann weiterhin die Anzahl der Individuen bei vielen Tierarten wie Elefanten, Krokodilen, Flamingos oder Feuersalamander unter der Rubrik „Veränderungen im Tierbestand“ eingesehen werden, sie werden jedoch nicht mehr als Gesamtzahl in den jeweiligen Tier-Klassen (Säugetiere, Reptilien, Vögel, Amphibien etc.) veröffentlicht. Hintergrund dieser Änderung ist, dass bei den Fischen als einer Klasse der Wirbeltiere und bei den Wirbellosen wie z.B. Korallen eine zweifelsfreie Zählung von Tierindividuen oft nicht vorgenommen werden kann und man daher heutzutage auf die Nennung unscharfe Schätzzahlen verzichtet. Vielmehr ist man jetzt sehr bemüht, alle vorhandenen Fisch- und Korallenarten wissenschaftlich einwandfrei zu bestimmen und in ihrer Ordnung aufzuführen. Diese Bestimmung wurde in 2020 erstmals bei 204 Fischarten durchgeführt. Eine Zusammenfassung der Auflistung aller Fischarten befindet sich jetzt in der Tierbestandsdatei des Hellabrunner Geschäftsberichts. Auch Bürgermeistern Verena Dietl zieht nach ihrer ersten Hauptversammlung als Vorsitzende des Aufsichtsrates Bilanz: „Der Tierpark Hellabrunn gehört zu München wie der Marienplatz oder die Frauenkirche. Deshalb war und ist es mir ein besonderes Anliegen, dafür zu sorgen, dass die Zukunft Hellabrunns trotz der corona-bedingten Schwierigkeiten ohne jeden Zweifel gesichert ist“, und weiter: „Ich möchte mich an dieser Stelle bei den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern Hellabrunns und nicht zuletzt bei allen Hellabrunnerinnen und Hellabrunnern für ihren unermüdlichen Einsatz und die dadurch erzielten Erfolge bedanken“. Dem schließt sich Direktor Baban an: „Viele Projekte wären ohne die verlässliche Unterstützung meines couragierten und motivierten Teams in Zeiten einer anhaltenden Pandemie nicht realisierbar. Dafür möchte auch ich meinen herzlichen Dank aussprechen.“

Zoo Köln 21.07.2021
2.000 Tickets: Kölner Zoo hilft Hochwasser-Opfern
Der Kölner Zoo stellt 2.000 Tagestickets für Menschen zur Verfügung, die in den Hochwasser-Katastrophen-Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hochgradig geschädigt sind. Der Zoo will mit der Aktion denjenigen Menschen helfen, die die Flut mit voller Wucht getroffen hat und Ihnen ein wenig Erholung ermöglichen. Da gerade Schulferien sind, richtet sich das Angebot in erster Linie an Familien mit Kindern, die nun eventuell nicht mehr verreisen können. Den Zoo-Verantwortlichen ist bewusst, dass gerade bei schwer betroffenen Menschen derzeit noch andere Dinge im Vordergrund stehen. Aus diesem Grund können die Tickets auch bis zum Ende der Herbstferien 2021 eingelöst werden. Zoo-Vorstand Christopher Landsberg: „Wir verstehen uns nicht nur als Zoo für Köln, sondern als Zoo für die gesamte Region. Viele unserer Gäste kommen aus den betroffenen Hochwasser-Gebieten. All denen möchten wir mit dieser Aktion ein klein wenig zurückgeben und Ihnen etwas Ablenkung im Zoo ermöglichen.“ Unterstützt wird die Aktion zusätzlich von der „Kids2Go GmbH“, die einen Teil der Kosten für die Zoo-Tickets übernimmt. Mit dabei ist auch das Riesenrad am Kölner Zoo, das nochmal die gleiche Anzahl an Freifahrten zur Verfügung stellt. Der Zoo dankt beiden Partnern ausdrücklich dafür für diese großzügige und unbürokratische Unterstützung.

Zoo Wuppertal 21.07.2021
ARALANDIA für begrenzte Besuchermengen ab Freitag geöffnet
Nachdem die Öffnung von ARALANDIA erneut verschoben werden musste, möchten wir den Besucherinnen und Besuchern nun dennoch die Möglichkeit geben, ARALANDIA in Form eines „previews“ endlich begehen und erleben zu können. Ab Freitag, den 23. Juli 2021, können die Gäste des Zoos unter Einhaltung der AHA-Regeln in begrenzten Besuchermengen die Anlage betreten. Bei ARALANDIA handelt sich um das größte Bauprojekt des Zoo-Verein Wuppertal e.V., welches von der vereinseigenen Zoo-Service Wuppertal GmbH in einem Kostenumfang von 6,4 Millionen Euro finanziert wurde. Die offizielle Eröffnung der neuen Freiflugvoliere ARALANDIA und des in der Zoo-Welt einmaligen Projektes einer „Hochzeitsvoliere“ für bedrohte Aras soll zeitnah nachgeholt werden.

Zoo Leipzig 20.07.2021
Sächsische Zoos und Tierparks unterstützen Corona-Impfkampagne Hohe Impfquote sichert die Zukunft der Zoos
Die Zoologischen Gärten und Tierparks zählen zu den am stärksten betroffenen Einrichtungen in der Corona-Pandemie. Mehrmonatige Schließungen haben zahlreiche Institutionen vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Ein Normalzustand wie vor der Pandemie ist noch nicht erreicht. „Einen Besucherverlust über mehrere Monate können Zoos nicht aufholen. Mit Blick auf die Gesamtlage und den nunmehr wieder steigenden Inzidenzwerten blicken wir mit Sorge in die Zukunft – auch der Zoos. Eine erneute Schließung über einen längeren Zeitraum können Zoos nicht mehr verkraften“, betont der Leipziger Zoodirektor Prof. Jörg Junhold, gleichzeitig Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten im deutschsprachigen Raum (VdZ), und ergänzt, dass vor allem Zoos beliebte Freizeiteinrichtungen sind und täglich mehrere tausend Besucher zu Gast haben. Unter diesem Gesichtspunkt und unter Berücksichtigung eines solidarischen Handelns unterstützen wir die Anstrengungen der Sächsischen Staatsregierung, die Impfquote weiter zu steigern, um auch aus den Erfahrungen des letzten Jahres einer möglichen vierten Welle entgegenzuwirken. So bieten die Zoos und Tierparks an, aktiv für die Corona-Impfungen zu werben oder anderweitige logistische Unterstützung zu geben. Allein der Zoo Leipzig hat mehr als 12 Millionen Euro Verlust durch die Pandemie zu verzeichnen. Zahlreiche Zoos und Tierparks konnten nur durch großzügige Spenden oder durch die Unterstützung der jeweiligen Bundesländer gerettet werden. Deshalb sind wir auch dankbar für das sächsische Zoo-Hilfsprogramm. Gert Emmrich, Direktor des Tierparks Weißwasser und Präsident der Deutschen Tierparkgesellschaft, sagt: „Im Sinne des eigenen Schutzes und unserer Tierbestände hoffen wir, dass alle Menschen in Sachsen und darüber hinaus die Impfangebote nutzen und wir damit gemeinsam unsere Zukunft in die Hand nehmen, um auch weiterhin das Zooerlebnis, aber auch alle anderen Kultur- und Freizeitangebote nutzen und ermöglichen zu können.“

Zoo Zürich 20.07.2021
FLEDERMÄUSE IN NOT
Wegen des schlechten Wetters mit viel Regen werden zurzeit besonders viele junge Fledermäuse in der Notpflegestation abgegeben. Sie wieder aufzupäppeln und in die Natur zu entlassen, ist eines der Ziele der Stiftung Fledermausschutz. Viele der dreissig Fledermausarten der Schweiz sind bedroht. Zusammen mit dem Zürcher Tierschutz und der Stiftung Fledermausschutz engagiert sich auch der Zoo Zürich für die einheimischen Fledermäuse. Durch die intensiven Regenfälle der letzten Wochen sind viele junge Fledermäuse in einer ungünstigen Zeit geboren. Die Fledermausmütter finden zu wenig Nahrung, um ausreichend Milch für ihre Jungen zu produzieren. Deshalb müssen viele Mütter ihre Jungtiere aufgeben. Hier helfen die Stiftung Fledermausschutz, der Zürcher Tierschutz und der Zoo Zürich mit der gemeinsam betriebenen Fledermaus-Notpflegestation. 300 Pfleglinge, 3000 Notrufe Jährlich pflegt das Team der Fledermaus-Notpflegestation rund 300 Tiere und bearbeitet über das Notfalltelefon über 3000 Hilferufe rund um die Uhr. Die Notpflegestation nimmt verletzte, verwaiste und erschöpfte Fledermäuse auf – und ist aktuell so voll wie nie zuvor. Unter der Leitung einer Tierärztin und einer Tierpflegerin werden die Fledermäuse von ausgebildeten Fledermaus-Pflegerinnen und -Pflegern gesundgepflegt. Nach einem erfolgreichen Flugtraining können die gesunden Tiere die Station wieder verlassen und in die Natur entlassen werden. Langjähriges Engagement Der Zoo Zürich unterstützt die Stiftung Fledermausschutz seit 1998. Die Stiftung koordiniert mit Unterstützung des Bundes den Fledermausschutz in19 Kantonen. Nebst dem gemeinsamen Betrieb der Fledermaus-Notpflegestation auf dem Zoogelände unterstützt der Zoo zusätzlich zusammen mit der Stiftung weitere Projekte für den Fledermausschutz. So setzen sie sich etwa für den Erhalt bekannter Fledermausschlafplätze in Kirchtürmen, alten Dächern oder hohlen Bäumen ein. Zusätzlich installiert die Stiftung an geeigneten Stellen Fledermauskästen, die den Tieren zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten bieten. Eine bedrohte Tiergruppe Der Bestand an Fledermäusen in der Schweiz ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen. Fledermäuse brauchen Unterschlupfmöglichkeiten. Diese werden durch Renovationen von Dachgeschossen oder auch durch das Fehlen von Altholzbeständen im Wald immer spärlicher. In den Flugkorridoren der Fledermäuse von ihren Quartieren zu ihren Jagdgebieten leiden die Tiere zudem unter der Lichtverschmutzung, der Zersiedelung durch Strassen und der Lärmbelästigung. Und in den Jagdgebieten verschwinden die Insekten, die Beutetiere der Fledermäuse, zunehmend durch intensivierte Landwirtschaft, Pestizide und die Trockenlegung von Feuchtgebieten. Fliegende Säugetiere In der Schweiz bilden die Fledermäuse mit dreissig Arten die artenreichste Gruppe innerhalb der Säugetiere. Als einzige aktiv flugfähige Säugetiere können Fledertiere (Fledermäuse und Flughunde) erfolgreich eine ökologische Nische ausfüllen. Nicht überraschend gibt es deshalb weltweit über 1400 beschriebene Fledermausarten. Die in der Schweiz einheimischen Fledermäuse sind Insektenfresser, die mithilfe ihrer Echoortung Insekten im Flug erbeuten. Während die Männchen der meisten Arten einzelgängerisch leben, bilden die Weibchen im Sommer sogenannte Wochenstuben (Kolonien, in denen Jungtiere aufgezogen werden) mit einigen wenigen oder bis zu 1000 Tieren, je nach Art. Im Winter halten alle einheimischen Fledermäuse einen Winterschlaf. Dabei drosseln sie ihren Energieumsatz drastisch. So reduzieren sie zum Beispiel die Herzschlagfrequenz von 1100 im Flug auf wenige duzend pro Minute. Fledermäuse erreichen mit bis zu 40 Jahren ein für ihre Grösse beachtliches Alter. Virenschleudern? Viele Wildtiere können Krankheiten (sogenannte Zoonosen) auf den Menschen übertragen. Dazu gehören etwa die Schweinegrippe, Vogelgrippe, MERS, SARS oder eben auch Covid-19. Fledermäuse gelten als «Reservoir» für eine Vielzahl von Viren. Tatsächlich haben Forschende in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fledermausschutz auch bei unseren einheimischen Fledermäusen viele verschiedene Viren gefunden. SARS-CoV-2 gehört jedoch nicht dazu. Meist braucht ein Virus ohnehin einen Zwischenwirt und kann nicht direkt von der Fledermaus auf einen Menschen übertragen werden. Das ist auch bei einem dem SARS-CoV-2 ähnlichen Virus der Fall, der bei einer chinesischen Fledermausart entdeckt wurde. Grundsätzlich sollte man direkten Kontakt mit Fledermäusen aber meiden, da sie – wie alle Wildtiere – Krankheiten übertragen können.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 20.07.2021
Dinos im XS-Format Neunfacher Nachzuchterfolg bei den stark bedrohten Krokodilschwanzechsen im Naturschutz-Tierpark Görlitz- Zgorzelec
Die Zerstörung ihrer Lebensräume, der Fang für den internationalen Tierhandel und die Nutzung in der traditionellen chinesischen Medizin haben die Krokodilschwanzechse an den Rand der Ausrottung gebracht. Den Namen verdanken diese Reptilien übrigens der Beschuppung ihres Schwanzes, die dem charakteristischen Schwanzkamm der Krokodile ähnelt. „Im Freiland leben derzeit nur noch wenige hundert Exemplare in zwei Populationen im südlichen China und in Nord-Vietnam“, erklärt Tierparkkuratorin Catrin Hammer. „Umso glücklicher sind wir über den neunfachen Nachwuchs dieser seltenen Mini-Dinos.“ Die Aufzucht der Reptilien ist recht aufwendig. Um zu gewährleisten, dass alle Tiere genügend Futter aufnehmen, werden sie dreimal wöchentlich separat aufgestallt und mit verschiedenen lebenden Insekten, Würmern und Spinnentieren gefüttert. Im Görlitzer Tierparks leben seit 2016 vier dieser charismatischen Reptilien im tibetischen Kleintierhaus. Um sie zu entdecken, muss man allerdings schon etwas genauer hinschauen, denn leicht werden die gut getarnten bis zu 40cm langen Tiere übersehen, wenn sie bewegungslos auf einem Ast sitzen. Während fünf beschuppte Nachwuchs-Dinos hinter den Kulissen aufgezogen werden, können die Besucher des Tierparks mit etwas Glück, Geduld und guter Beobachtungsgabe vier Jungtiere in der Anlage der Alttiere entdecken.

Tiergarten Nürnberg 19.07.2021
Tiergarten wildert erneut Ziesel in Tschechien aus
Am Donnerstag, 15. Juli 2021, wilderte der Tiergarten der Stadt Nürnberg das dritte Jahr in Folge Europäische Ziesel (Spermophilus citellus) in Tschechien aus. Dort gelten die kleinen Nagetiere als vom Aussterben bedroht. Die 28 ausgewilderten Ziesel, je 14 Männchen und Weibchen, sind in diesem Jahr im Tiergarten geboren und aufgewachsen. Insgesamt hat der Tiergarten Nürnberg seit 2014 bereits 110 Ziesel an Auswilderungsprojekte abgegeben. Solche Projekte müssen langfristig angelegt werden, besonders bei Arten, die wie Ziesel in der Nahrungskette eher unten stehen, und die von Natur aus regelmäßig gefressen werden. Dies gehört auch zu Auswilderungen mit dem Ziel der Wiederherstellung von Natur und natürlichen Prozessen dazu. Die diesjährige Auswilderung fand in Kooperation mit dem Museum Karlovy Vary, der Agentura ochrany přírody a krajiny ČR (Agentur für Natur- und Landschaftsschutz der Tschechischen Republik) und dem südböhmischen Zoo Hluboká sowie dem Opel-Zoo Kronberg im Taunus statt. Ausgewildert wurden die Ziesel am Písečný vrch, einem knapp 340 Meter hohen Hügel etwa vier Kilometer westlich der tschechischen Stadt Děčín. Děčín liegt im Norden des Landes, in der Nähe der Grenze zu Sachsen. Einige Ziesel – auf Tschechisch „sysel“ – wurden in verlassene, mit Futter ausgestattete Baue gesetzt, andere kamen in kleine Gehege. Die Tiere sollten einige Zeit benötigen, um sich heraus zu graben. So haben sie schon einen sicheren, vertrauten Bau und werden davon abgehalten, unvorsichtig davonzurennen und möglicherweise gleich gefressen zu werden. Zooinspektor Thomas Seitz vom Tiergarten Nürnberg begleitete die diesjährige Auswilderung: „Wir freuen uns riesig, dass wir mit Tieren aus dem Tiergarten Nürnberg zur Bestandstützung dieser sympathischen Erdhörnchenart in Tschechien beitragen können. Ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Zoos und Naturschutz im Freiland“, sagt Thomas Seitz. Ziesel sind kleine, etwa 200 bis 400 Gramm schwere Nagetiere, die sonnige und nur niedrig bewachsene Lebensräume wie Trockenrasen bevorzugen. Dazu gehören auch menschengemachte Lebensräume wie Flugfelder oder Golfplätze. Diese wurden bereits von Nürnberger Zieseln in Tschechien besiedelt. Das Ziel der Auswilderungsaktion in Tschechien ist es, die bestehenden, räumlich getrennten und zum Teil nur wenig vitalen Kolonien der Region zu verstärken und wieder zu vernetzen und einen genetischen Austausch zu ermöglichen. Unter Umständen ist so zukünftig auch eine Einwanderung von Zieseln nach Deutschland möglich. Dort kam die Tierart noch bis in die 1980er Jahre im Erzgebirge vor. Heute gelten Ziesel in Deutschland jedoch als ausgestorben.

Zwergflusspferd Paula verstorben 19.07.2021
Der Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust der Zwergflusspferd-Dame Paula.
In der Nacht von Samstag zu Sonntag ist das 45 Jahre alte Tier verstorben. Seit längerem zeigte Paula alterstypische Symptome und war deshalb in ständiger medizinischer Behandlung. In letzter Zeit zeigte das Zwergflusspferd-Weibchen eine Verschlechterung der Bewegungsfähigkeit und wenig Appetit. In Abstimmung mit dem Tierarzt wurde eine für sie passende zusätzliche Therapie begonnen. Trotz aller medizinischer Maßnahmen verstarb Paula dennoch an ihren Altersleiden. Das Zwergflusspferd kam im Oktober 2017 aus Arnheim nach Hoyerswerda. Mit einem damaligen Alter von bereits 41 Jahren war die Flusspferd-Dame schon im gesetzten Alter und verbrachte hier ihren Lebensabend. Paula lebte mit ihrem Partner Hombori (36) im Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda. Da die bedrohten Zwergflusspferde Einzelgänger sind, lebten beide bislang in getrennten Abteilen. Der Zoo plant nun ohne neue Partnerin für Hombori, stattdessen soll das Flusspferd-Männchen die gesamte Anlage allein nutzen können.

Tierpark Berlin 19.07.2021
Berlins neuer Höhepunkt Vorstellung der Baupläne für das Himalaya-Gebirge im Tierpark Berlin
Ein Hochgebirge mitten in der Metropole: An den Berghängen der Nebelwälder klettern Kleine Pandas hoch über den Köpfen der Schopfhirsche durch das Geäst. Vorbei an Francois-Languren, Blauschafen und Schneeleoparden windet sich der Pfad durch dichte Bambushaine immer höher in Richtung Baumgrenze und gipfelt schließlich auf dem „Dach der Welt“. Schon im Frühjahr 2022 können Besucher*innen im Tierpark Berlin die einzigartige Tierwelt des Himalaya bestaunen. Bei der feierlichen Enthüllung des neuen Eingangstores und anschließendem Baustellen-Rundgang mit Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz gab der Tierpark Berlin erste Einblicke in den Entstehungsprozess einer neuen geographischen Zone: Das asiatische Hochgebirge. „Der Tierpark ist eine Institution in Berlin – beliebt bei Groß und Klein. Das von Herrn Dr. Knieriem und seinem Team angestoßene Konzept von Themenlandschaften beeindruckt mit großer Artenvielfalt und bietet Familien interessante Naherholung. Deshalb fördern wir gezielt Modernisierungsmaßnahmen wie den Bau der Himalaya-Gebirgslandschaft“, bekräftigt Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz. „Die Neugestaltung nach geografischen Zonen mit vegetationstypischen Landschaften und spezifischen Tierarten ist sinnvoll und zeitgemäß. Damit werden die Attraktivität und der Wissenstransfer spürbar gesteigert. Es entsteht im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Highlight.“ Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem bedankt sich für das Engagement des Landes Berlin: „Nach der Eröffnung des Regenwaldhauses im letzten Sommer freue ich mich, dass unser Finanzsenator sich auch in diesem Jahr persönlich einen Eindruck vom Baufortschritt des nächsten Großprojekts verschafft und sich davon überzeugt, dass die finanziellen Mittel der Senatsverwaltung hier in besten Händen sind.“ Die ersten Planungen zusammen mit den Landschaftsarchitekten von Hager Partner AG begannen bereits 2018. Seit Anfang 2021 nehmen die Bauarbeiten an Fahrt auf. Die Projektkosten betragen 4,85 Millionen Euro, welche durch Fördermittel der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin finanziert wurden. Zusätzlich hat die Gemeinschaft der Förderer von Zoo und Tierpark Berlin den Bau der Francois-Languren-Anlage mit 150.000 € unterstützt. Das Himalaya-Gebirge entsteht auf einer Fläche von rund 60.000 m². Für eine naturnahe Gestaltung sorgt unter anderem das Unternehmen Krahnstöver & Wolf. Zu Besuch bei Bharal, Markhor und Co.: Wo früher Elche, Habichtskäuze und Rothunde lebten, wird zum Ende des Jahres die Tierwelt des Himalaya Einzug halten. Rund 100 Individuen aus 20 verschiedenen Arten werden in Berlins Hochgebirge ihr neues Zuhause finden. Auf der Entdeckungsreise in die asiatische Gebirgswelt begegnen den Bergsteiger*innen nicht nur bekannte Bewohner, wie Kleine Pandas, Schneeleoparden und Bartgeier, sondern auch weniger bekannte Arten wie Goldtakin, Goral, Manul, Kiang und Satyrtragopan. Leben am Himalaya Das höchste Gebirge der Erde erstreckt sich auf über 2.500 km von Pakistan bis zum Grenzgebiet von Indien und China. Im Himalaya befindet sich mit dem Mount Everest und dem Gali-Gandaki-Tal zugleich der größte Berg sowie die tiefste Schlucht der Welt. Die dadurch entstehenden verschiedenen Klimazonen bilden den perfekten Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Verschiedene Wissens-Stationen erklären im Tierpark Berlin auf dem Weg zur Spitze die Entstehung und Bedeutung dieses extremen Lebensraumes und zeigen, welche faszinierenden Eigenschaften die Tierwelt hier entwickelt hat, um im höchsten Gebirge der Erde zu überleben.

Zoo Duisburg 19.07.2021
Zoo Duisburg: Erster Tierarztbesuch bei den Mini-Tigern
Neben dem veterinärmedizinischen Check-Up wurde das Geschlecht der Jungtiere bestimmt. Mit der Entwicklung der kleinen Raubtiere ist das Zoo-Team sehr zufrieden. Duisburg Zehn Wochen sind die kleinen Tiger im Zoo Duisburg alt. Nun hat sich die Tierärztin gemeinsam mit den Tierpflegern den Nachwuchs das erste Mal aus der Nähe angeschaut. Dabei wurde auch ein Geheimnis gelüftet, denn das Geschlecht der Jungtiere steht nun fest: Es ist ein kleiner Kater und eine kleine Katze. Das Ergebnis der veterinärmedizinischen Untersuchung freut alle Beteiligten: „Die kleinen Tiger sind gesund und wohlgenährt“, erzählt Zootierärztin Dr. Carolin Bunert. Etwa sieben Kilo wiegen die Jungtiere bereits – und wissen anscheinend schon genau, dass aus ihnen einmal stattliche Raubtiere werden. „Fauchen können die Minis schon fast wie die großen“, lacht Bunert. Bei der tierärztlichen Untersuchung der noch namenlosen Jungtiere wurde neben der Gewichtsbestimmung auch das Gebiss kontrolliert, eine Wurmkur verabreicht, der Bauchraum abgetastet und ein Blick auf die Pfoten geworfen. Auch die Impfung gegen Katzenschnupfen haben die zwei kleinen Tiger erfolgreich überstanden. Wie alle Zootiere hat der Nachwuchs während der Untersuchung auch seinen Transponder bekommen. „Mit der einzigartigen Nummer lässt sich jedes Tier identifizieren. Sie ist auf einem Reiskorn großen Chip gespeichert, welcher von uns mit einer Kanüle unter die Haut gesetzt wird“, erklärt die Tierärztin, welche bei den Untersuchungen Unterstützung von den betreuenden Tierpflegern erhielt. Schon nach wenigen Minuten ging es für die zwei Wonneproppen zurück ins Strohbett. Dann konnte Tigerin Dasha zurück zu ihren Kleinen. „Nach der ganzen Aufregung hat Dasha ihren Nachwuchs vorbildlich beruhig“, erzählen die Tierpfleger. Bis die Besucher die Jungtiere live vor Ort im Zoo beobachten können, wird es nicht mehr lange dauern. „Die Zwei werden von Tag zu Tag agiler, erkunden ihre Umgebung und werden bald auch die Außenanlage erobern“, wissen die Tierpfleger. Sibirische Tiger sind die größten lebenden Katzen der Welt, ihre Bestände gelten als stark gefährdet. Ursprünglich war diese Tigerart in weiten Regionen Asiens verbreitet. Durch Wilderei und Lebensraumzerstörung ist der Bestand im ursprünglichen Verbreitungsgebiet in den letzten 100 Jahren um mehr als 90% gesunken. Heute leben schätzungsweise nur noch 600 Sibirische Tiger in wenigen Naturreservaten, die kaum mehr als 5% seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes ausmachen. Obwohl alle Tigerarten streng geschützt sind, floriert der illegale Handel mit ihren Fellen, Knochen und Zähnen auf dem asiatischen Markt. Jede Zucht in Zoologischen Gärten ist daher enorm wichtig und hilft, eine gesunde Reservepopulation unter geschützten Bedingungen zu erhalten.

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