Zoopresseschau

Tierpark Sababurg 21.9.2018
„Herbstfest“ am 29. und 30. September im Tierpark Sababurg
Unter dem Motto „Rund um Kartoffel, Apfel und Kürbis“ findet am Samstag, den 29. und Sonntag, den 30. September jeweils von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein bunter Herbstmarkt im Tierpark Sababurg statt. Rund 70 Aussteller bieten regionale Produkte an. Es gibt alte Apfel- und Kartoffelsorten, Ess- und Zierkürbisse, Liköre und Schnäpse, frisch gepressten Apfelsaft sowie Käse- und Wurstspezialitäten, Trockenfrüchte, Gewürze, diverse Teesorten, Honig, Marmeladen und Gelees. Wer gerne wissen möchte, welche Apfelsorte auf seinem Baum im Garten wächst, kann sie vom Experten bestimmen lassen. Dazu einfach 3 – 5 unbeschädigte Äpfel von der Sonnenseite des Baumes mitbringen. Neben Kulinarischem gibt es auch viel Dekoratives und Nützliches, das Kunsthandwerker und Hobbybastler ausstellen: Herbst-Floristik, Keramik oder Schmuck sind ebenso wie Seifen und Badeöle, Holzspielzeug, Felle, Socken und Taschen oder selbst genähte Kissen, Accessoires und Kinderkleidung mit dabei. Auch der Messer- und Scherenschleifer ist wieder dabei. Besucher können ihre mitgebrachten Messer schärfen lassen: egal ob Gartenschere, Rasenmäher-Messer, Äxte, Beile, Küchen- oder Jagdmesser, sowie Messerscheiben von Brotschneide- oder von Aufschnittmaschinen. Er schärft sie alle, auch die Messer mit Wellenschliff. Ab Mittag stehen Haustiervorführungen und Kartoffelernte auf dem Programm. Besucher können hier ein Stückchen „gute alte Zeit“ live erleben: Kaltblutpferde und Rinder bei der Feldarbeit und Border Collies beim Schafe hüten. Außerdem werden Kartoffeln – wie einst – mit Kartoffelroder und einem Traktor-Oldie vom Trecker-Verein Gottsbüren („Historische Agrar- und Forsttechnik Gottsbüren e.V.“) aus der Erde geholt. Die Kartoffelernte ist eine Mitmachaktion: Alle Kinder dürfen gegen eine kleine Kostenbeteiligung von 0,50 € eine Tüte Kartoffeln auflesen und mit nach Hause nehmen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 21.9.2018
Tierische Eindrücke bei den Tierpräsentationen im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Bereits seit 2016 bietet der Naturschutz-Tierpark Görlitz- Zgorzelec seinen Besuchern spannende Tierpräsentationen. In einer Viertelstunde tauchen Sie tiefer ein in die Welt verschiedener Zoobewohner. Ob Honigverkostung, Hühnertraining oder Tierbeschäftigung, bei jeder Präsentationen erleben Sie Besonderes und kommen den Tieren ganz nah. Manche dürfen selbst einmal gefüttert werden, andere zeigen den Besuchern ihre natürlichen Futterstrategien. Wie schwer sind unsere Löwenaffen oder warum haben Kamele ihre Höcker? All das und viele andere spannende Fragen beantwortet Tiertrainerin Kati Sommer in der Hauptsaison (April bis Oktober) jeden Freitag bis Sonntag jeweils um 15 und 16 Uhr. Dabei wird das täglich wechselnde Angebot stetig ausgebaut. Für Neugierige bietet der neue Internetauftritt des Tierparks unter dem Menüpunkt „Besuchen“ einen kleinen Ausblick, was es zu den einzelnen Tieren zu entdecken gibt. Im Tierpark kann man direkt im Eingangsbereich einsehen, welche Präsentationen am jeweiligen Tag stattfinden. Also, nicht verpassen und auf in den Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec!

Wisentgehege Springe, 21.9.2018
Im Wisentgehege machen die Hirsche Hochzeit
Kostenlose Führungen zur Rotwildbrunft laufen bis 30. September
Die Brunft, also die Paarungszeit des Rotwildes hat begonnen. Das Röhren der Hirsche schallt weit durch das Wisentgehege. Während sich der Platzhirsch um das Rudel der weiblichen Tiere kümmert, warten die Nebenbuhler auf ihre Chance ihn abzulösen oder ihm einige Tiere zu entführen. Häufig geht das nicht ohne kleinere oder größere Rangeleien unter den Hirschen ab. All das ist auch tagsüber gut zu beobachten. Spezielle Führungen zum Thema Rotwildbrunft bietet das Wisentgehege täglich, ab sofort, bis Sonntag, 30. September an. Treffpunkt ist jeweils der Eingangsbereich um 17.30 Uhr. Die Teilnahme an den Führungen ist im Eintrittspreis enthalten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wilhelma Stuttgart 19.09.2018
Umzug in ungenutzte Eisbärenanlage komplett – Seelöwen-Expedition in neue Gewässer
Die Seelöwen der Wilhelma in Stuttgart sind wieder vereint: Mit lautem Prusten und vielen Nasenstübern wurde der Bulle Unesco gestern, Mittwoch, 19. September, von seinen Damen in der zuletzt ungenutzten Eisbärenanlage willkommen geheißen. Im August zogen dort zunächst Bella, Mercedes und Samantha ein, die das Becken in den vergangenen Wochen auf Seelöwentauglichkeit testen durften. Mit Unesco, Evi und dem jüngsten Nachwuchs Fiete ist die Gruppe seit heute wieder komplett.Hatten beim Umzug der ersten Seelöwen noch starke Hände gereicht, um die Transportkisten mit den Tieren aus der Anlage zu hieven, war für den massigen Bullen Unesco schwere Technik nötig. Anders als die rund 70 Kilo schweren Weibchen bringt er immerhin etwa 280 Kilogramm auf die Waage. Rechnet man das Eigengewicht der entsprechend stabilen Transportkiste dazu, kommt man insgesamt auf eine halbe Tonne, die mit Ruhe und Bedacht über das Gelände manövriert werden musste. Ihren angestammten Platz vor dem Aquarium müssen die Kalifornischen Seelöwen nun erst einmal den Bauarbeitern überlassen. In der nächsten Zeit werden dringend nötige Sanierungen vorgenommen, damit das Bassin bald wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Zoo Magdeburg 19.09.2018
Ferienprogramm: Schimpansen-Entdeckertouren und Nachwuchs-Tierpfleger
Wie beschäftigt man Schimpansen artgerecht in Zoos? In den Herbstferien haben die Ferienkinder viermal die Möglichkeit, dies bei den Schimpansen-Entdeckertouren zu erfahren (Termine: 1.10. / 2.10. / 11.10. / 12.10.2018 jeweils von 11:00 bis 12:30 Uhr). Unter Anleitung des Zoo-Guides basteln die Kids dabei geeignete Spielsachen zur Beschäftigung der Schimpansengruppe. Anschließend wird es spannend: Die Kinder beobachten, wie die gebastelten Dinge bei der Schimpansengruppe ankommen, wer sich welches Beschäftigungsspiel zuerst greift und ob es sogar Streit um das Lieblingsspielzeug gibt. Das Angebot ist für Kinder von 5-10 Jahrengeeignet und auf 15 Teilnehmer pro Termin begrenzt (Treffpunkt: Africambo Lodge, Kosten: 5 Euro pro Kind). Eine Voranmeldung ist erforderlich an: fuehrung@zoo-magdeburg.de. Nachwuchs-Tierpfleger gesucht!– so heißt es am 4.10. / 5.10. / 8.10. / 9.10.2018 jeweils von 10:00 bis 12:30 Uhrim Zoo Magdeburg! Welches Kind möchte gern mal in die Rolle eines Zootierpflegers schlüpfen? Jetzt gibt es erstmals diese Chance im Zoo Magdeburg. Im Haustierbereich des Zoos dürfen Kinder beim Ausmisten, Füttern und bei kleineren Tierpflegearbeiten tatkräftig mithelfen. Der Zoo-Guide steht den Kids dabei natürlich zur Seite und beaufsichtigt das tierische Erlebnis. Das Angebot ist für Kinder im Alter von 8-12 Jahren geeignet. Schnelles Anmelden unter fuehrung@zoo-magdeburg.de lohnt sich, denn pro Termin können nur 8 Kinder mitmachen. (Treffpunkt: Zooeingang/Zoowelle, Kosten: 15 Euro pro Kind).

Zoo Zürich 19.09.2018
FAST EIN HALBES DUTZEND JUNGER KÖNIGE UND DIE TÜCKEN EINER GEMEINSCHAFTSHALTUNG MIT KAPUZINERN – ERFOLGREICHE BRUTSAISON BEI DEN KÖNIGSPINGUINEN.
Junge Königspinguine waren schon verschiedentlich Thema am Medien-Apéro. Sie sind es dieses Jahr erneut, weil wir auf eine äusserst erfolgreiche Brutsaison zurückblicken. Das schöne und warme Wetter kann hierfür aber nicht die Ursache sein, leben die Königspinguine doch in einer klimatisierten, gekühlten Anlage. Noch nie erreichte Schlupfrate – Sieben Eier legten und bebrüteten die Königspinguine. Ein Ei war unbefruchtet, aus sechs schlüpften Jungtiere – so viele wie noch nie in der nunmehr dreissigjährigen Geschichte der Zürcher Brutkolonie. Der Umstand, dass ein Küken beim Schlupf starb und ein anderes knapp drei Wochen alt einer Infektion erlag, schmälert den Erfolg etwas. Aber vier Küken wachsen heran, was wir erst einmal erleben durften, im Jahr 2001. Wie man eine Paarbeziehung verkomplizieren kann – Die familiären Beziehungen in der Kolonie der Königspinguine sind nicht bis ins letzte Detail nachvollziehbar. So gibt es zum Beispiel zwei Dreiecksgeschichten. Ein Männchen etwa hat sich gleichzeitig mit zwei Weibchen liiert, die sich gegenseitig aber nicht ausstehen können. Beide Weibchen hatten ein Ei. Das eine Weibchen «verlor» ihr Ei, beim anderen Weibchen schlüpfte ein Küken. Wenn die Mutter des Kükens sich entfernt, darf das andere Weibchen das Küken neben «ihrem» Partner füttern. Beim anderen Trio sind die beiden Weibchen schon länger eng befreundet. Auch hier legten beide ein Ei. Das Männchen im Bunde «fand» (siehe oben) dann noch ein weiteres Ei, und so betreuten sie zu dritt drei Eier. Die Probleme begannen, als zwei Küken schlüpften und ein Weibchen beide betreuen wollte. Die Tierpfleger entschärften die Situation, indem sie dem noch brütenden Weibchen das dritte Ei, das sich als unbefruchtet erwies, wegnahmen und ihr stattdessen das zweite Küken (aus dem «gefundenen» Ei) unterschoben. Dieses Küken starb leider im Alter von zwanzig Tagen. Das überlebende Küken des Trios wird nun von drei Elterntieren mit Futter versorgt. Da das «Klauen» von Eiern oder gar Jungtieren unter Königspinguinen durchaus ein Thema ist, haben zwei Paare sich zugeneigter Männchen je ein Gipsei erhalten. Das wird den Zuchterfolg nicht erhöhen, bringt aber den Tieren Beschäftigung und Ruhe in die Kolonie. Fruchtbare Kooperation Zürcher und Basler Pinguine – Neunzehn erwachsene und jungerwachsene Königspinguine sowie vier Küken umfasst die Kolonie im Zoo Zürich. Sie ist ein schönes Beispiel einer erfolgreichen nachbarschaftlichen Zusammenarbeit: Abgesehen von den aktuellen Küken sind neun der Pinguine in Zürich und acht im Zoo Basel geschlüpft, zwei Tiere stammen aus anderen Quellen. Mit den diesjährigen Jungtieren sind nun seit 1991 53 Königspinguine im Zoo Zürich geschlüpft. Dreissig Prozent der Jungvögel starben beim Schlupf oder innerhalb der ersten drei Lebensmonate. Dass ein solcher «Kükensegen» nicht selbstverständlich ist, zeigt ein Blick in die internationale Tierdatenbank ZIMS. Dort sind aktuell 532 Königspinguine in weltweit 34 Institutionen erfasst. Gemäss dieser Datenbank sind in den letzten 12 Monaten 24 Jungvögel geschlüpft – ein Viertel davon alleine in Zürich! (Der Zoo Basel, der auch regelmässig Jungvögel nachzieht, hat seine Königspinguine zurzeit wegen Bauarbeiten in einem anderen Zoo eingestellt). NACHWUCHS BEI DEN SCHWARZHALSSCHWÄNEN – MIT HINDERNISSEN: Es ist eine spezielle Form von Vergesellschaftung, die im Pantanal zwischen Schwarzhalsschwänen und Gelbbrustkapuzinern gelebt wird. Während sich der Aktionsraum der Kapuziner auf zwei Inseln beschränkt, können die Schwarzhalsschwäne diese Inseln sowie eine weitere und das umgebende Gewässer nutzen. Das heisst, die Schwäne sind quasi Gäste bei den Kapuzinern. Das sind sie bei Landgang für Ruhephasen oder die Gefiederpflege. Und sie haben wiederholt diese Inseln für das Brutgeschäft ausgesucht. Die Schwäne sind gross und können mit ihrem Schnabel weitreichend und empfindlich zwicken, sodass die Kapuziner ihnen Respekt zollen – oder zumindest zollten. Zunehmendes Interesse der Kapuziner am Brutgeschehen – Der erste Brutversuch der Schwäne startete 2014 mit einem noch rudimentären Nest. Ein Jungtier zog das Paar auf. Ein umfangreicheres Nest bauten sie 2015 und gleich fünf Jungtiere schlüpften und wuchsen auf. 2016 zeigten die Kapuziner entweder ein gesteigertes Interesse an den Eiern oder das Schwanenpaar wurde bei der Verteidigung des Nestes nachlässiger. Auf jeden Fall klauten die Kapuziner die Eier und zerstörten sie. 2017 verteidigten die Schwäne ihr Nest mitten auf der Kapuzinerinsel erfolgreich. Fünf Jungtiere schlüpften. Doch diesmal gerieten auch sie in den Fokus der Kapuziner. Als die Jungschwäne im Alter von zwei Wochen bis einem Monat waren, schnappten sich die Kapuziner ein Jungtier nach dem anderen und töteten sie. Unbeirrbare Nestplatzwahl – Trotz baulicher Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität alternativer Neststandorte hielt das Schwanenpaar an ihrer ursprünglichen Wahl fest und startete auch 2018 den ersten Brutversuch anfangs Jahr auf der Kapuzinerinsel. Die Eier wurden wiederum eine Beute der Kapuziner. Ein zweiter Brutversuch im März schien zunächst erfolgversprechender. Doch auch hier schnappten sich die Kapuziner – kurz vor der geplanten «Umsiedlung» der ganzen Schwanenfamilie – das eine geschlüpfte Jungtier und die verbliebenen Eier. Daraufhin wurde den Schwänen der Aufstieg zur Kapuzinerinsel versperrt. Das Schwanenpaar fand darauf einen anderen Zugang zur Insel. Im Mai kam es zur dritten Eiablage, obwohl alle weiteren Nestbauversuche unterbunden wurden. Die Eier wurden von der Tierpflege akribisch eingesammelt, sieben an der Zahl, und durch Gipseier ersetzt. Auch die Gipseier stiessen bei den Kapuzinern auf grosses Interesse. Sie klauten sie, und mit handwerklichem Geschick gelang es ihnen, auch diese zu beschädigen. Kunstbrut und Pflegemutter – Die eingesammelten Eier wurden in einen Inkubator eingelegt. Kurz vor dem Schlupf wurden die Eier einer Amme unterlegt, einer Moschusente. Am 11. Juli schlüpften schliesslich vier Küken; zwei Embryonen waren im Laufe der Entwicklung abgestorben, ein Ei war unbefruchtet. Die Schwarzhalsschwan-Küken verbrachten die ersten Lebenswochen mit ihrer Pflegemutter in einer Hintergrundanlage. Sie wechselten dann ins Pantanal in das Gewässer der Tapir- und Capybara-Anlage – ausserhalb der Reichweite der Kapuziner. Eine nachträgliche Zusammenführung mit den leiblichen Eltern war nicht möglich, da diese nicht alle Wasservögel in ihrer Nähe dulden und sie die Jungvögel nicht als die eigenen Nachkommen erkennen. Die Moschusente führt ihre Pflegekinder, die sie mittlerweile an Grösse übertreffen, auf dem Gewässer herum. Im Pflanzenteppich aus Muschelblumen und Wasserlinsen suchen sie nach Nahrung. Leider ist die Geschichte nicht von einem vollen Happyend gekrönt, denn in den letzten beiden Tagen sind zwei der Jungschwäne überraschend verstorben. Von der Autopsie erhoffen wir uns nun Aufschluss über die Todesursachen und allfällige weitere Hindernisse, die einer erfolgreichen Aufzucht im Wege standen.

Tierpark Hellabrunn 19.09.2018
Neue Bewohner in der Fledermausgrotte
14 Textorweber leben seit wenigen Tagen im Münchner Tierpark Hellabrunn. Die Vogelart, die auch unter dem Namen Dorfweber bekannt ist, ist mit den Pfirsichköpfchen in der Freiflug-Anlage in der Fledermausgrotte zu sehen. Zwar haben die Textorweber ein nicht ganz so farbenfrohes Gefieder wie die Pfirsichköpfchen, jedoch sind die gelbgefiederten Vögel mindestens genauso lebhaft und lautstark wie ihre bunten Mitbewohner. Textorweber sind Koloniebrüter, die ihre kugelförmigen Nester dicht beieinander hängend an Sträuchern oder Ästen bauen. Der Nestbau ist Aufgabe der Männchen, die zunächst aus Grashalmen oder Palmblättern einen aufrecht stehenden Kreis flechten. Hiervon ausgehend werden weitere Fasern über den Kreis gelegt und zu einer Kugel verwoben. Gefällt einem Weibchen das Kugelnest, beginnt es dieses auszupolstern und legt meist drei Eier hinein. Das Brüten und Aufziehen der Jungen übernimmt das Weibchen, während das Männchen das Nest bewacht. Entspricht das Nest nicht den Vorstellungen des Weibchens, zerstört es das Nest und das Männchen muss von neuem mit den Nestbau beginnen. Die in Hellabrunn lebenden Vögel sind zum Großteil erst in diesem Jahr im Zoo Krefeld geschlüpft. Unter der Gruppe der Textorweber im Tierpark befindet sich auch ein Vogel, der durch eine Verletzung nur noch ein Bein hat. Es lässt sich jedoch gut beobachten, dass er mit dieser Einschränkung hervorragend zurechtkommt. Ursprünglich kommen Textorweber aus Afrika. Ihr natürlicher Lebensraum sind Waldränder und landwirtschaftliche Anbauflächen. Seine volle Farbpracht zeigt das Gefieder eines Textorwebers während der Balzzeit. Dann unterscheidet sich das Männchen nicht nur durch den Schnabel deutlich vom Weibchen, sondern auch durch ein leuchtend gelbes Federkleid.

Zoo Basel 19.09.2018
Nach 10 Jahren endlich wieder Ermännchen-Nachwuchs im Zoo Basel
Zehn Jahre ist es her, seit die Erdmännchen im Zoo Basel das letzte Mal Junge hatten. Die Freude war daher gross, als im Sommer ein zartes Piepsen aus dem Bau zu hören war. Nach langem Warten kletterte ein einzelnes, winziges Erdmännchen aus der Höhle im Etoschahaus. Mitte August beobachteten die Tierpfleger, dass das Erdmännchen-Weibchen ein dickes Bäuchlein und geschwollene Zitzen hatte. Dann verschwand es von der Bildfläche und tauchte erst Anfang September wieder zu Fütterung auf. Flugs packte es ein paar Heuschrecken und versteckte sich wieder in der Erdhöhle. Lieblingsbeschäftigung: scharren im Sand – Am 7. September tauchte ein einzelnes Junges erstmals auf der Innenanlage auf. In den ersten Tagen kam es nur morgens früh noch vor den Öffnungszeiten kurz aus dem Bau. Jetzt geht es bereits auf die Aussenanlage, immer gut bewacht von den Erwachsenen. Diese geben sofort Alarm, wenn weit oben am Himmel ein Raubvogel auftaucht. Am liebsten scharrt das Kleine eifrig im Sand. So übt es schon einmal in der Erde nach Nahrung zu suchen. Bald wird es sich wohl am Erdmännchen-typischen Wache halten versuchen und Heuschrecken und Mehlwürmer knabbern. Wie alt das Junge ist, kann niemand genau sagen, denn Erdmännchen gebären versteckt im unterirdischen Bau. Wenn man sie im Zoo zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, sind die Augen der Jungen bereits offen und sie tapsen recht flink über die Anlage. Gemeinsame Jungenaufzucht – Die Mutter des Jungen hatte im Frühling zwei neue Partner bekommen, mit denen sie sich sofort gut verstand. Das winzige Fellbündel ist das erfreuliche Resultat dieser neuen Liaison. Auch das Zusammenleben mit dem vorherigen Partner war sehr harmonisch. Erst die beiden Neuen haben aber ihre Frühlingsgefühle geweckt. Das kleine Erdmännchen wird jetzt von allen drei Erwachsenen betreut. Das ist bei Erdmännchen so üblich. Alle Tiere der Gruppe halten ein wachsames Auge auf das Junge und bringen ihm schrittweise das Beutemachen bei. In der Natur bekommen junge Erdmännchen von den Erwachsenen sogar giftige Skorpione vorgelegt. Vorsorglich wird zum Üben anfangs der Giftstachel entfernt. Erst wenn die Kleinen sicher genug sind, nehmen sie sich auch gefährliche Beute vor. Die geselligen Erdmännchen teilen sich auch andere Pflichten auf. Während einige Familienmitglieder auf den Hinterbeinen sitzen und nach Feinden Ausschau halten, suchen die anderen nach Nahrung. Die Nahrung von Erdmännchen besteht fast ausschliesslich aus Insekten und zu kleineren Anteilen aus Vögeln, Eidechsen und Eiern. Im Zoo erhalten sie neben Heuschrecken und Mehlwürmern auch Mäuse, Schnecken, Eier und etwas Gemüse und Obst. Erdmännchen gehören zu den beliebtesten Tieren im Zoo Basel und rangieren bei Umfragen jeweils auf den vordersten Plätzen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 18.09.2018
Fruchtbarer Franzose – Pandadame im Naturschutz Tierpark Görlitz – Zgorzelec wird zeitgleich Mutter und Oma.
Mit dem sprichwörtlichen südländischen Charme hat der französischstämmige Pandamann Metok nicht nur Pandadame Nima beeindruckt. Auch Nimas Tochter Upendra konnte sich den Avancen des erst im vergangenen September im Görlitzer Tierpark eingezogenen Pandamannes nicht entziehen. Zeitgleich brachten beide Pandadamen insgesamt drei Welpen zur Welt. Upendra zieht ihre Zwei allerdings nicht in Görlitz auf. Der für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Rote Pandas verantwortliche Koordinator empfahl Aachen als neue Bleibe und so zog Upendra im Frühjahr an die Niederländische Grenze. Die Freude über den ungeplanten doppelten Nachwuchs dort war riesig! Bei der sommerlichen Hitze hatte Nima in diesem Jahr einiges zu tun ihr Einzelkind, Sohn Sanju, kühl zu halten. Je nach Sonneneinstrahlung schleppte Nima ihn von einer Wurfhöhle in die nächste. Die regelmäßige Beregnung sorgte für Kühlung durch Verdunstung. Damit unterstützten die Tierpfleger die Temperaturregulation um die Höhle. Mit Erfolg! Sanju ist wohlauf und entwickelt sich prächtig, seine zwei Halbgeschwister, bzw. Vettern übrigens ebenfalls. Ein wichtiger Beitrag für den Erhalt dieser bedrohten Tierart. Mit seinen fast drei Monaten folgt Sanju nun ab und zu schon seiner Mutter durch die großzügige Anlage. Die meiste Zeit verbringt er allerdings noch in der Wurfhöhle. Eine dort installierte Live Cam überträgt 24 Stunden rund um die Uhr tolle Bilder. So kann sich jeder Rote Panda Fan über die Website des Tierparks das kleine Raubtier direkt ins eigene Wohnzimmer holen. Der Panda to go ….

Zoo Heidelberg 18.09.2018
„Wir schaffen was“ im Zoo Heidelberg – Über 50 Helfer im Zoo beim Freiwilligentag der Metropolregion
Die Wand im Känguru-Gehege bemalen, ein Insekten- und Feendorf basteln, einen Picknick-Platz im Zoo vorbereiten oder Zaun und Brunnenhäuschen streichen: Beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein Neckar kamen vergangenen Samstag, 15. September 2018, über 50 freiwillige Helfer im Zoo Heidelberg zusammen. Gemeinsam unterstützten sie den Zoo bei insgesamt fünf ganz unterschiedlichen Projekten. Bei bestem Wetter packten zahlreiche große und kleine freiwillige Helfer vergangenen Samstag im Zoo Heidelberg tatkräftig mit an. Fünf Projekte im Zoo standen für sie beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein Neckar zur Auswahl – für alle Projekte haben sich Helfer zusammengefunden. „Der Tag war ein voller Erfolg! Die Ergebnisse können sich richtig sehen lassen. Alle Projekte sind fertig geworden – manche sogar schneller als geplant. Unsere Freiwilligen haben sich dafür richtig ins Zeug gelegt. Ohne diese Unterstützung hätten einige Arbeiten in Eigenleistung erst viel später durchgeführt werden können. Dafür möchte ich allen Helfern ein großes Dankeschön aussprechen“, betont Zoodirektor Dr.Wünnemann die Bedeutung der Freiwilligen-Arbeit für den Zoo Heidelberg. Zur Mittagszeit kam Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck in den Zoo, um sich bei einem Rundgang über die Projekte im Zoo zu informieren. Im Känguru-Gehege griff er dann selbst zu Schwamm und Farbe und half bei der farbigen Gestaltung der Wände mit. Dort verschönerten die Freiwilligen die alten, noch grauen Wände mit einer speziellen Schwammtechnik. Durch die dafür verwendeten unterschiedlichen Grüntöne erinnert die Wand nun an Buschwerk und passt gut zur übrigen Bepflanzung in das Gehege. Mitten im Zoo, an der Aktionswiese neben den Rhesusaffen, kümmerte sich eine Gruppe um die Zaunelemente. Die zentrale Wiese, die für Aktionen genutzt wird, ist durch eine Holzumzäunung eingefasst. Dieser Zaun war mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und musste dringend aufbereitet werden. Motiviert machten sich die Helfer an die Arbeit und versahen den Zaun mit einer neuen, schützenden Lasur. Gleich nebenan wurde das alte Brunnenhäuschen gesäubert und ebenfalls mit einer Schutzlasur gestrichen. Zaun und Häuschen erstrahlen nun wieder in neuem Glanz. Ein richtiger Kreativ-Workshop fand auf dem Wirtschaftshof statt. Dort bastelten die Teilnehmer aus Holzstämmen und Naturmaterialien ein Insekten- & Feendorf. Die meisten Insekten, wie die stark bedrohten Wildbienen, suchen und bauen sich Bruträume in Pflanzenstängeln, Holzritzen, Lehmböden oder sogar in leeren Schneckenhäusern. Angebohrte Holzstämme, mit einem Dach aus Rindenstücken versehen, eignen sich gut als sichere Rückzugsorte. Bunt bemalt und phantasievoll gestaltet sind die kleinen Feen- und Insekten-Häuschen ein echter Blickfang geworden und werden bald den Zoo an geeigneten Stellen schmücken. In der Nähe der Afrika- und Elefantenanlage ist ein neuer Picknickplatz entstanden. In schweißtreibender Arbeit verteilte eine Helfergruppe der SAP dort Kies und Holzschnitzel, um einen geeigneten Untergrund für die Picknick-Tische zu schaffen. Der erste Tisch konnte bereits am Samstag platziert werden und wurde nach dem anstrengenden Einsatz von den Teilnehmern gleich getestet – und für gut befunden. Der bisher ungenutzte Platz zwischen hohen Bäumen lädt nun zum Verweilen und Pause machen ein. Wer Lust bekommen hat, sich freiwillig im Zoo Heidelberg zu engagieren, muss nicht bis zum nächsten Freiwilligentag warten. Das ganze Jahr über ist es möglich, den Zoo bei Veranstaltungen, bei Arbeiten in den Revieren oder mit Info-Point und Zoo-Mobil zu unterstützen. Interessierte können sich gerne per Mail an freiwillig@zoo-heidelberg.de für weitere Informationen melden

Tierpark Berlin 18.09.2018
Gib‘ mir ein „K“! Panzernashorn-Nachwuchs im Tierpark Berlin heißt Karl
Am 18. September war es soweit – das Panzernashörnchen im Tierpark Berlin hat endlich einen Namen und dieser wurde feierlich mit großen, aus Äpfeln und Karotten gelegten Buchstaben bekanntgegeben. „Karl“ soll das noch hornlose Jungtier heißen, für diesen Namen hat sich seine Patin entschieden. Mittlerweile ist der kleine Karl knappe zwei Wochen alt. Neugierig erkundet er täglich mehr und mehr die Außenanlage am Dickhäuterhaus. Auch sonst entwickelt sich Karl bisher prächtig. Er hat bereits merklich an Gewicht zugelegt. Etwa 65 kg bringt das junge Nashorn nun schon auf die Waage. Mit fünf bis sechs Jahren sind Panzernashörner ausgewachsen und können bis zu 2 Tonnen schwer werden. Hintergrund: Nach 482 Tagen Tragzeit brachte Panzernashorn Betty (23) am 5. September 2018 mit einem kleinen Nashornbullen ihr siebtes Jungtier zur Welt. Die Geburt des rund 55 kg-schweren Nashörnchens verlief für die erfahrene Mutter komplikationslos. Etwa 20 bis 25 Liter Milch trinkt das Jungtier täglich und mit ca. zwei Wochen beginnt es sich auch für feste Nahrung zu interessieren. Ungefähr 18 Monate lang wird der kleine Bulle bei Mama Betty trinken. Um die Nashornmütter bei der Geburt nicht zu verletzten, kommen Nashorn-Jungtiere ohne Horn auf die Welt. Der Vater des kleinen Panzernashorns ist der 28-jährige Belur. Wie bei Nashörner üblich, ist Belur nicht in die Aufzucht des Jungtiers involviert. Die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft das Panzernashorn als gefährdete Tierart ein. Heute sind nur noch etwa 3.500 Nashörner in Indien und Nepal zu finden.

Zoo Landau in der Pfalz 18.09.2018
„Streichelzooführerschein“ für Kinder von 6 – 8 Jahren im Zoo Landau in der Pfalz am 6. Oktober 2018, 14 -17 Uhr
Das Streicheln von Tieren im Streichelzoo macht vielen Kindern Freude. Doch im Um­gang mit ihnen machen sie oft unwissentlich Vieles falsch. Deshalb können die kleinen Tierfreunde jetzt einen Streichelzoo-Führerschein machen. In der Zooschule lernen Kin­der zwischen 6 und 8 Jahren im Rahmen eines Workshops, wie man auf Ziegen und Schafe zugeht, ohne sie zu erschrecken, wie man diese Tiere fachgerecht streichelt, striegelt und füttert. Sie lernen die Körpersprache der Tiere richtig zu deuten und erfahren, was Jungtieren Angst bereitet. Darüber hinaus lernen die Kinder Interessantes zum Umgang mit Kanin­chen, Minischweinen und Hühnern. Die besondere Veranstaltung wird anlässlich des Welttierschutztages, der international am 4. Oktober begangen wird, durchgeführt.

Zoo Frankfurt am Main 18.09.2018
Nach 88 Jahren wieder im Zoo Frankfurt: Binturong – Schleichkatze mit Greifschwanz
Seit einigen Tagen kann man ein großes schwarzes Tier im Orang-Utan-Gehege im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald beobachten: Es handelt sich dabei um Binturong THEO. Bär oder Katze? Das Aussehen des Binturongs mit seinem struppigen schwarzen Fell und den spitzen Ohren lässt eine Zuordnung auf den ersten Blick nicht ohne Weiteres zu. Binturongs werden auch als Marderbären bezeichnet, gehören aber zur Familie der Schleichkatzen. Neuzugang THEO liegt auf einem Baumstamm und schläft, er gähnt, kratzt sich, gähnt wieder. Allenfalls macht er einen kurzen Rundgang. „Die großen Augen weisen darauf hin, dass Binturongs dämmerungs- und nachtaktiv sind – THEO ist also nicht faul, sondern müde!“, erklärt Zoodirektor Dr. Miguel Casares. THEO hat schon eine kleine Reise hinter sich: Geboren wurde er 2005 in Saint-Martin-la-Plaine in Frankreich, er kam dann über Arnhem (Niederlande) und Cambron (Belgien) nach Frankfurt. „Unser Plan ist es, THEO mit den Sumatra Orang-Utans zu vergesellschaften. Beide Tierarten teilen sich auch den Lebensraum in ihrer Heimat in Süd- und Südostasien. Noch ist die Zusammengewöhnung aber nicht abgeschlossen; da gehen wir sehr langsam und behutsam vor. Es kann auch durchaus mal sein, dass die Tiere nicht so gut miteinander auskommen“, so Casares. Wie auch im Ukumari-Land, wo Brillenbären mit Waldhunden und Große Ameisenbären mit Brüllaffen vergesellschaftet wurden, verspricht man sich hier für beide Arten eine Verhaltensanreicherung. Für die Besucherinnen und Besucher des Zoos ist eine spannende neue Art hinzugekommen. Binturongs (Arctictis binturong) sind große, stattliche Tiere. Sie erreichen ein Gewicht von 15 Kilogramm und mehr und können etwa 25 Jahre alt werden. Sie leben in tropischen und subtropischen Regenwäldern sowie im Grasland. Trotz ihres etwas tollpatschigen Aussehens, sind sie wahre Kletterkünstler. Die spitzen Krallen, der Greifschwanz und ihre kräftigen Beine helfen ihnen, sich behände fortzubewegen. Binturongs sind Einzelgänger. Sie ernähren sich von Früchten, fressen aber auch Aas, kleine Tiere, Fische und Vögel. Die weiblichen Tiere sind größer und schwerer als die Männchen – eine Seltenheit bei Säugetieren. Das Fleisch des Binturongs wird mancherorts als Delikatesse angesehen, weshalb die Tiere gejagt werden. Durch die Abholzung ihres Lebensraums hat sich ihr Bestand im Freiland drastisch verringert, sie werden von der IUCN als gefährdet eingestuft. THEO ist nicht der erste Binturong im Frankfurter Zoo. Bereits von 1925 bis ca. 1930 wurde diese Art in Frankfurt gehalten.

Tierpark Sababurg 18.09.2018
Das besondere Naturschauspiel – DIE HIRSCHBRUNFT STEHT AN
Wenn tiefe, dröhnende Laute durch die Wälder tönen, dann ist es soweit: Die Paarungszeit bei den Hirschen beginnt. Mit laut imposantem Röhren macht sich der Platzhirsch während der Brunft bei seinen Rivalen bemerkbar. Wird er auch in diesem Jahr wieder der Stärkste und damit Herr des Rudels sein? Zu dieser Jahreszeit sind die Geweihe der männlichen Rothirsche fertig ausgebildet und der Hormonspiegel steigt. Die Hirsche untereinander werden zu Rivalen. Die lockeren Rudelverbände der männlichen Hirsche lösen sich auf, denn nun locken die weiblichen Tiere. Sind die Platzhirsche wieder bei ihrem Rudel, röhren sie lautstark, um ihren Anspruch auf die Hirschkühe zu zeigen und um Konkurrenten abzuschrecken. Wenn das nicht reicht, kommt es auch schon mal zu spektakulären Kämpfen, in denen die Geweihe der Hirsche lautstark aufeinander krachen. Ein männlicher Rothirsch muss etwa sechs Jahre alt sein, bevor er ein Rudel verteidigen kann. Während der Brunft wird die Nahrungsaufnahme für die Hirsche zur Nebensache. Die Paarung mit den weiblichen Tieren und die Verteidigung des Rudels nimmt die ganze Kraft und Zeit in Anspruch. Der Tierpark Sababurg bietet wieder Führungen zur Brunft an, damit dieses Naturschauspiel hautnah erlebt werden kann.

Tiergarten Schönbrunn Wien 18.09.2018
Eukalyptus-Plantage für Koalas in Wien
Was das Futter betrifft, zählen die Koalas zu den Besonderheiten im Tiergarten Schönbrunn. Die verschlafenen Beuteltiere fressen ausschließlich Eukalyptus, der aufwändig beschafft werden muss. Künftig soll zusätzlich auch Eukalyptus „made in Vienna“ auf ihrem Speiseplan stehen. „Derzeit bekommen wir zweimal pro Woche eine Eukalyptus-Lieferung aus England. Wir hatten früher schon eine kleine Menge an Eukalyptus in einem Glashaus in Wien als eiserne Reserve, aber jetzt haben unsere Gärtner mit dem Eukalyptus-Anbau im größeren Stil begonnen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Dafür hat der Tiergarten ein Glashaus in Alt-Simmering gemietet, wo auf 600 Quadratmetern gerade eine „Eukalyptus-Plantage“ mit zehn verschiedenen Eukalyptus-Arten entsteht. Eukalyptus anzubauen, ist eine eigene Wissenschaft. „Wir ziehen Eukalyptus aufwändig aus Samen“, erklärt Zoo-Gärtner Konrad Käfer. „Zusätzlich haben wir Jungpflanzen gekauft, die aufgrund des heißen Sommers schnell angewachsen sind. Wir können bereits die ersten Triebe ernten.“ Bis der Wiener Eukalyptus mehr als nur ein kleiner Snack für zwischendurch ist, wird es jedoch dauern. Das Projekt ist mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden. Deshalb hat der Verein der Freunde eine Aktion ins Leben gerufen. Um 15 Euro kann man unter www.herzenspatenschaft.at Herzenspate der Koalas werden und ihnen ein symbolisches Eukalyptus-Frühstück spendieren. Als Dankeschön gibt es eine hübsche Urkunde und einen Namenseintrag auf der Homepage des Tiergartens. Der Eukalyptus ist übrigens auch der Grund für die Verschlafenheit, für die Koalas bekannt sind. „Eukalyptus ist sehr nährstoffarm. Deshalb müssen die Tiere Energie sparen und dösen bis zu 20 Stunden am Tag vor sich hin“, so Revierleiterin Simona Gabrisova. Durch Abholzung der Eukalyptus-Wälder ist der Lebensraum der Koalas in Australien massiv dezimiert worden und die Tiere sind stark gefährdet. Im Tiergarten lebt derzeit das sechs Jahre alte Koala-Männchen Wirri Wirri. Das Weibchen Mirra Li ist im Mai im hohen Koala-Alter von 18 Jahren entschlafen. Bald soll Wirri Wirri über das internationale Zuchtprogramm eine junge Partnerin bekommen. Koalas sind Einzelgänger und bewohnen im Tiergarten getrennte Gehege. Wie im Freiland kommen sie auch im Zoo nur zur Paarungszeit zusammen.

Zoo Vivarium Darmstadt 18.09.2018
Jugendclub des Zoo Vivarium startet am 25. September
Kinder und Jugendliche, die sich für Tiere interessieren und hinter die Kulissen des Zoo Vivarium schauen möchten, können sich ab sofort anmelden. Das erste Treffen des „Zoo-Jugendclubs“ wird immer nach den Sommerferien angeboten. Der Jugendclub trifft sich einmal im Monat dienstags zwischen 14:30 und 17:30 Uhr. Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Jahr und Kind. Termine sind der 25. September, 23. Oktober, 20. November und der 18. Dezember. Das Angebot des „Zoo-Jugendclubs“ richtet sich an Kinder im Alter von zehn bis vierzehn Jahren. Für drei Stunden können die Kinder unter Anleitung der Zoomitarbeiterinnen und -mitarbeiter zum Beispiel ein Aquarium einrichten oder Nistkästen bauen. Für 2018/19 werden zehn Termine angeboten.

Zoo Osnabrück 17.09.2018
„Zoo-Lights“ gestartet – „Brasilianische Nächte“ am kommenden Wochenende – Lichterfest mit Musikern und Künstlern im Zoo Osnabrück
Sie leuchten wieder: die „Zoo-Lights“ im Zoo Osnabrück. Auf einer neuen Route geht es für die Besucher noch bis zum 11. November täglich von 18:30 bis 22 Uhr vorbei an vielen neuen Lichtinstallationen und durch den „Magic Forest“. Begleitet wird das Lichterfest von Eventwochenenden: Den Start machen am kommenden Wochenende (21./22.09.) die „Brasilianischen Nächte“ mit Musik und Tanz. Seit vergangenen Samstagabend, 15. September, leuchtet der Zoo Osnabrück in den Abendstunden wieder in bunten Farben: Zum offiziellen Start der diesjährigen „Zoo-Lights“ kamen bereits rund 1.000 Lichterfans abends in den Zoo. „Es ist toll zu beobachten, wie die Besucher auf die Figuren reagieren. Direkt am Eingang freuen sich bereits viele erstaunte Kinder über die riesigen Giraffenköpfe“, berichtet Jennifer Ludwig, Veranstaltungsfachwirtin im Zoo Osnabrück. Bei den diesjährigen „Zoo-Lights“ wandeln die Besucher auf einer neuen Route zum Beispiel durch den „Magic Forest“ in der neuen nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“: „Der beleuchtete Wald ist eines der Highlights dieses Jahr. Es geht über den Höhenpfad, während der Buchenwald links und rechts und über den Köpfen der Besucher die Farben von leuchtendem Orange über Grün und Blau in ein sattes Lila wechselt“, so Ludwig. Neben der neuen Route können sich die Besucher über viele neue Lichtinstallationen wie Flamingos, Zebras oder Pinguine freuen.

Zoo Dresden 17.09.2018
Zoo bittet um Mithilfe – Hyazinthara entflogen
Am gestrigen Tag entflog unser Hyazinthara-Weibchen aus der Flugvoliere. Sie ist ein Wildvogel und somit scheu und nicht auf Menschen geprägt. Von alleine findet sie nicht in den Zoo und zu ihrem Partner zurück. Daher bitten wir um Ihre Mithilfe. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie das Tier sichten konnten und teilen Sie uns den aktuellen Aufenthaltsort mit. Wenn der Vogel am Boden sitzt, können Sie eine Decke über ihn werfen und ihn somit festsetzen. Durch die Dunkelheit wird er ruhig und fliegt nicht weg. Bitte greifen Sie den Ara nicht mit den Händen, denn er hat einen kräftigen Schnabel und wehrt sich.
Wir sind für jeden Hinweis dankbar und unter folgender Rufnummer erreichbar: Tel.: 0160-97243268 (Zooinspektor) Die Polizei und die Feuerwehr sind bereits seit gestern informiert.

Tiergarten Worms 17.09.2018
Kaninchen- und Hühnervilla für den Tiergarten Worms – Fiege engagiert sich erneut im Rahmen sogenannter Ehrenamtstage („Corporate Volunteering“)
Seit vielen Jahren engagiert sich der führende Logistikanbieter Fiege mit seinem Standort in Worms für den Tiergarten Worms. Neben Sachspenden und finanziellen Zuwendungen, wirken Fiege-Auszubildende im Rahmen des jährlich stattfindenden Ausbildungsprojekts tatkräftig im Tiergarten mit. Über mehrere Wochen hinweg nehmen sich die Fiege-Auszubildenden unterschiedlicher Fachrichtungen – von klassischen Logistikberufen über den Elektroniker bis hin zum Fachinformatiker – als „Corporate Volunteers“ verschiedener Projekte im Tiergarten an. Neues Zuhause für Klopfer, Meister Lampe und Hinkel – Auch in diesem Jahr sind wieder rund 40 Lehrlinge vor Ort, die gemeinsam mit ihren Ausbildungsleitern Ramona Ziegler und Ronni Jankowski kräftig zupacken. „Das macht zusammen richtig Spaß“, ist man sich einig und die gute Stimmung untereinander ist deutlich zu spüren. An diesem Tag helfen alle gerne mit, um die Fläche für einen neuen Teilbereich des Reviers Bauernhof – der Kaninchen- und Hühnervilla – vorzubereiten. Und die Bilanz des Tages kann sich sehen lassen: Meterlange Zaunreihen entlang der Anlage wurden versetzt, alte Stallungen abgebaut und Bohrungen für das neue Fundament der Anlage gemacht. Viel Lob gab es dafür von Wilfried Adelfinger, Tiergartenleiter und dem Ausbildungsleiter Jankowski, die sich äußerst zufrieden mit ihren Schützlingen zeigten: „Den jungen Leuten machen diese Aktionstage im Tiergarten großen Spaß. Für sie ist es eine dankbare Aufgabe, mit einem unmittelbar greifbaren Ergebnis. Sie packen mit an und sind aufmerksam bei der Sache“, sagt Jankowski. Fiege entsendet seit Jahren freiwillige Helfer im Rahmen des unternehmenseigenen Corporate-Volunteering-Programms und stellt die Auszubildenden für die Helfertage im Tiergarten frei. Davon profitieren am Ende alle Seiten: Der Tiergarten, aber auch die Helfer, die ihren Horizont erweitern. Und nicht zuletzt Fiege selbst. Ohne Ehrenamt geht es nicht – Betriebsleiter Adelfinger betont die Wichtigkeit solcher ehrenamtlicher Einsätze: „Wir freuen uns über ehrenamtliche Unterstützung. Bei uns im Tiergarten gibt es viele Aufgaben. Ohne die Unterstützung von freiwilligen Helfern ist das gar nicht zu bewerkstelligen.“ Damit jedoch neben der Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz kommt, hatte Adelfinger gemeinsam mit seinem Team einige tierische Highlights in Form von Schau-Fütterungen als Dankeschön organisiert.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 17.09.2018
Jugendstiltor wird aufwendig restauriert
eit 111 Jahren steht das markante Jugendstiltor am gleichen Platz. Der ehemalige Eingang in die Tierwelt von Carl Hagenbeck ist zu einem Wahrzeichen des Tierparks Hagenbeck geworden. Viele Millionen Menschen sind seit der Eröffnung im Jahr 1907 hindurch gegangen. Das Tor hat Regen, Sturm, Hagel, Frost und Hitze standgehalten. Mehrfach wurde es renoviert, doch nun steht dem Baudenkmal etwas bisher nicht Dagewesenes bevor: Es wird in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt restauriert. Zunächst werden umfangreiche Untersuchungen angestellt. Denn das Denkmal soll nicht nur stabil und schön, sondern auch originalgetreu wie im Jahr 1907 wieder hergestellt werden. Das ist weder einfach noch schnell zu erledigen. Zunächst ist das Tor eingerüstet worden. Jetzt können Restauratoren und Gutachter die notwendigen Untersuchungen durchführen. Wenn die Fachleute herausgefunden haben, was in welcher Form zu tun ist, können die eigentlichen Arbeiten erst beginnen. Insgesamt veranschlagen wir zunächst mindestens eineinhalb Jahre für die Restaurierung. Eine kleine Zeitspanne, verglichen mit der bisherigen Lebensdauer. Aus Sicherheitsgründen gibt es Absperrungen am Tor, der Durchgang wird aber immer möglich sein. Der Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. unterstützt das Projekt und startet damit seine nächste große Aktion im Tierpark. Der Förderverein finanziert die Restaurierung mit voraussichtlich einer halben Million Euro.

Tiergarten Nürnberg 17.09.2018
Delphinsenior Moby im Tiergarten Nürnberg gestorben
Am Sonntag, 16. September 2018, ist der männliche Große Tümmler Moby im Tiergarten der Stadt Nürnberg im Alter von etwa 58 Jahren gestorben. Moby galt als einer der ältesten bekannten männlichen Großen Tümmler. Er wurde etwa 1960 an der Küste von Florida, USA, geboren und lebte seit 1971 im Tiergarten Nürnberg. Ein weißer Fleck auf dem Kopf machte ihn unverkennbar. Moby hat die Geschichte der Delphinhaltung in Nürnberg von Beginn an miterlebt und geprägt. Er ist Vater von 13 Jungtieren. Vier seiner Nachkommen leben noch. Sie haben ihr heutiges Zuhause in Holland, Spanien und Portugal. Moby galt als souveräner Chef in der Delphingruppe in Nürnberg – in unterschiedlichsten sozialen Konstellationen. Dabei agierte er durch natürliche Autorität, was sich in einem ruhigen, aber sehr bestimmten Verhalten gegenüber anderen Bullen in der Gruppe äußerte. Kräftemäßig konnte sich kein anderes Tier mit ihm messen. Erst im sehr hohen Alter von über 50 Jahren konnte er sich nicht mehr dauerhaft gegen jüngere Bullen durchsetzen. So ist sein Sohn Noah auch der Vater des letzten, 2014 in Nürnberg geborenen Delphinkalbs Nami. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wechselten die jüngeren Bullen in andere Delphinarien in Holland, Spanien und Portugal. In den letzten Jahren seines Lebens hatte sich Moby bereits zeitweise aus dem sozialen Leben der Gruppe zurückgezogen. Man konnte ihn deshalb oft alleine spielen, ruhen oder seine Runden schwimmen sehen. Moby hatte ein sehr enges Verhältnis nicht nur zu seinen Weibchen, sondern auch zu seinen Pflegerinnen und Pflegern, denen er bis zum Ende vertraute. Er ließ sich freiwillig Blut nehmen und Medikamente verabreichen, was eine stressfreie Behandlung ermöglichte. Am Sonntagmorgen kam Moby nicht zur üblichen Futterrunde und die Pfleger reagierten sofort und holten ihn in ein rückwärtiges Becken. Dort wurden noch Proben zur Diagnose genommen. Trotz der eingeleiteten Therapie verschlechterte sich sein Zustand sehr schnell und er starb binnen weniger Stunden. Mit etwa 58 Jahren war Moby der älteste, männliche Delphin in menschlicher Obhut im EEP, wie auch in den USA. Als überaus bekannter Vertreter seiner Art hat er, ähnlich wie Gorilla Fritz, Tiergartengeschichte in Nürnberg geschrieben.

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