Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck 28.05.2021
Hagenbecks Walrossbulle Odin wird erneut Vater Jungtier in Pairi Daiza geboren
Es ist ein großartiger Erfolg für das internationale Zuchtprogramm Pazifischer Walrosse. Drei Tierparks aus drei Ländern verfolgten das Ziel, den Bestand der gefährdeten Tiere zu . Zu diesem Zweck reisten 2019 drei weibliche Walrossdamen aus Spanien nach Hamburg, um von Hagenbecks Walrossbullen Odin, dem einzigen Zuchtbullen in ganz Europa gedeckt zu werden. Da das Oceanogràfic in Valencia die Haltung von Walrossen aufgegeben hat, zogen die drei Weibchen nach ihrer Hochzeitsreise in Hamburg nach Belgien, in den Zoo Pairi Daiza in Brugelette. Hier lebt auch Hagenbecks erster männlicher Walross-Nachwuchs Thor in der 18 Hektar großen Anlage „Land der Kälte“. Tania (17), eines der drei Zucht-Weibchen ist nun zum ersten Mal Mutter geworden. Am 22. Mai kam ein kleiner Walrossbulle mit einem Gewicht von rund 30 Kilogramm auf die Welt. Die Geburt verlief reibungslos und Mutter Tania kümmerte sich sofort um ihren kleinen Schützling, der gleich nach der Geburt das erste Mal trank– ein sehr gutes Zeichen für seinen Zustand und die Mutter-Kind-Bindung. Tim Bouts, Tierarzt von Pairi Daiza: „Das Baby isst gut, er schwimmt bereits und Tania macht intuitiv alles richtig.“ Auch Hagenbecks Tierarzt, Dr. Michael Flügger ist erfreut über die Nachricht aus Belgien: „Die Geburt des männlichen Walrosses in Pairi Daiza ist das Ergebnis eines lang angelegten Zuchtprogramms für diese gefährdete Robbenart. Wir sind stolz darauf, dass unser Walrossbulle Odin wieder Vater geworden ist.“

Erlebnis-Zoo Hannover 28.05.2021
Goldige Wilde – Doppelter Nachwuchs bei den Waldbisons
Im Erlebnis-Zoo Hannover bebt die Prärie: Die Bisons-Jungtiere Caruso und Claire erobern ihr Reich mit wilden Sprüngen, galoppieren vom Teich bis zur Eisenbahnstation, nähern sich neugierig den Wildtruthühnern – und kehren dann als mutige Entdecker zu ihren Müttern zurück (die natürlich immer ein wachsames Auge auf den ungestümen Nachwuchs haben). Der kleine Caruso kam am 16. Mai zur Welt, seine Halbschwester Claire folgte am 25. Mai. Nachdem die beiden einige Tage mit ihren Müttern hinter den Kulissen verbracht haben, gibt es jetzt kein Halten mehr für das Duo mit dem goldbraunen Fell. Waldbison-Kälbchen sind schon kurz nach der Geburt agil, können stehen und laufen. In der Wildnis müssen die Jungtiere ihrer Herde durch die Waldgebiete Nordamerikas folgen und bei Gefahr vor Raubtieren fliehen können. Im Erlebnis-Zoo können die zwei jungen Wilden ihr Reich in aller Ruhe – wenn auch gerne mit beeindruckenden Bocksprüngen – erobern und jeden Winkel entdecken. Ihre Mütter Catori und Yuca sind immer in der Nähe und passen auf, dass sie beiden nicht zu übermütig werden. Auch Vater Tatanka zeigt sich geduldig mit dem Nachwuchs, solange die beiden seinen Grasvorrat nicht anknabbern. Das auffallend goldbraune, flauschige Fell der Jungtiere wird mit der Zeit übrigens immer dunkler, bis es sich nicht mehr vom dunkelbraunen Haarkleid ihrer Eltern unterscheidet. Außerdem werden beiden Jungtieren die Bison-typischen Hörner und der bis zu 50 cm lange Bart wachsen. Potentiell gefährdet – Waldbisons stehen als „potentiell gefährdet“ auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Einst besiedelten große Bisonherden fast den gesamten Nordamerikanischen Kontinent. Doch durch die Bejagung des Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts schrumpfte ihr Bestand drastisch. So sind heute nur noch vereinzelte kleine Populationen in den USA und Kanada anzutreffen, die sich nur dank der ergriffenen Schutzmaßnahmen langsam wieder erholen können. Steckbrief – Heimat: Offene Wälder Nordamerikas, Größe: Schulterhöhe bis zu 2 m, Gewicht: Bullen bis 1.000 kg, Kühe ca. 550 kg, Geburtsgewicht: etwa 15 bis 25 kg, Tragzeit: 285 – 300 Tage, Höchstalter: bis zu 20 Jahre in der Wildbahn, bis zu 30 Jahre in menschlicher Obhut, Nahrung: Gräser, Kräuter, Triebe, Flechten

Tierpark Nordhorn 28.05.2021
Niedlicher Wildkatzennachwuchs im Tierpark Nordhorn
Zooförderverein auf dem Weg zur 600. Mitgliedschaft Mitte März verließen drei junge Wildkatzen den Tierpark Nordhorn in Richtung Wildpark Ostrittrum. Dort haben sich die Geschwister gut eingelebt. Schon wenige Wochen später hörten die Tierpfleger des Huf- und Raubtierreviers wieder Geräusche aus der Wurfbox. Und tatsächlich! Wildkatze „Emilia“ und Kater „Gunnar“ haben erneut für Nachwuchs gesorgt. Bei einem ersten Gesundheitscheck vor etwa drei Wochen wurde auch das Geschlecht der kleinen wehrigen Kätzchen überprüft. Es handelt sich diesmal um eine Katze und einen Kater die vor wenigen Tagen erstmals ihre Wurfbox verlassen haben und nun regelmäßig auf der Außenanlage zu beobachten sind. Die Namenspatenschaften für die beiden süßen Raubtiere kommen auch dieses Mal in einen ganz besonderen „Lostopf“. Der Förderverein Tierpark Nordhorn e.V. ist mit großen Schritten auf dem Weg zur 600. Mitgliedschaft! „Wir erfahren seit dem Beginn der Coronapandemie einen enormen Rückhalt aus der Bevölkerung!“ so der 1. Vorsitzende des Vereins, Dietmar Brookmann. Lagen die Zahlen da noch bei gut 400 Mitgliedschaften, überstiegen die Zahlen recht schnell die 500er Marke. „Dass es in der Geschwindigkeit weitergeht hat uns sehr überrascht und unheimlich gefreut,“ so der stolze Vorsitzende weiter. „Nun wollen wir auch die 600 knacken, um unseren Familienzoo in dieser finanziell so schweren Zeit weiter unterstützen zu können!“ Um einen kleinen Ansporn zu liefern, hat sich der Förderverein zusammen mit dem Tierpark etwas Besonderes ausgedacht. Die 600. Mitgliedschaft erhält einen tollen Frühstückskorb für 2 Personen aus dem Gasthaus „De MalleJan“. Damit kann am Wochenende zu Hause so richtig geschlemmt werden. Unter allen Neumitgliedschaften bis zum 15. Juni verlost der Förderverein zudem die Namenspatenschaften für die beiden Wildkatzen. Jede neue Mitgliedschaft kann somit gewinnen. Mitglied werden lohnt sich also! Informationen zum Förderverein sowie das Antragsformular befinden sich auf der Webseite des Familienzoos unter www.tierpark-nordhorn.de/foerderverein/ Der Tierpark ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Von März bis Oktober sind die Öffnungszeiten von 9 – 19 Uhr. Tickets für einen Zoobesuch können online am Tag vor dem Besuch gekauft werden. Es ist keine Testung für den Ausflug in den Tierpark erforderlich.

Zoo Heidelberg 28.05.2021
Zwei Geschwister entdecken ihre Welt
Junge Gürtelvaris im Zoo Heidelberg zeigen sich im Außengehege Zum dritten Mal dürfen sich die Tierpfleger im Tiere Live Revier des Zoo Heidelberg über besonders wertvollen Nachwuchs freuen. Zwei kleine Gürtelvaris kamen Mitte April im Zoo Heidelberg zur Welt uns zeigen sich inzwischen den Besuchern im Außengehege. Die beiden Vari-Eltern kümmern sich sorgsam um den Nachwuchs und auch die Geschwister aus den Vorjahren zeigen sich ihnen gegenüber neugierig. Gürtelvaris zählen zu den Lemuren und sind in ihrer Heimat, der Insel Madagaskar, vom Aussterben bedroht. Der Zoo Heidelberg engagiert sich mit dem Artenschutzprojekt AEECL direkt vor Ort für den Erhalt des Lebensraums der Lemuren. „Wir sind sehr stolz auf unsere mittlerweile nicht mehr ganz so kleine Vari-Familie. Die beiden Kleinsten leben zusammen mit ihren beiden Eltern und drei weiteren Geschwistern bei uns im Zoo Heidelberg“, erklärt Norman Hänel, Revierleiter im Tiere-Live Revier. Der jüngste Familienzuwachs lernt schnell und zeigt sich sehr aktiv. Inzwischen unternehmen die zwei Geschwister sogar erste Kletter-Versuche. „Sie wollen all das machen, was die Erwachsenen auch machen und entdecken so nach und nach jeden Winkel ihres Geheges. Dazu gehört auch das ein oder andere gewagte Klettermanöver“, sagt Hänel. Passiert ist bisher nichts, denn Lemuren sind von Natur aus geschickte Kletterer. Mit ihrem langen Schwanz fällt es ihnen leicht, die Balance zu halten. Die Grundlagen der Kletterei beherrschen bereits die Jungtiere, mit den Jahren entwickeln sie sich zu echten Kletter-Künstlern. Wer die beiden Kleinsten und ihre Familie beobachten möchte, muss genau hingucken. Mit ihrem noch grau-schwarzen Fell sind sie zwischen dem dichten Bambus gut getarnt. Erst wenn sie älter werden, wird die schwarz-weiße Fellfärbung deutlicher erkennbar. Mit rund eineinhalb Jahren werden die Jungtiere, genau wie ihre älteren Geschwister, kaum mehr von den Erwachsenen zu unterscheiden sein. „Für die beiden ältesten Jungtiere aus dem Wurf von wird es langsam Zeit, Heidelberg zu verlassen. Sie sind nun so gut wie erwachsen und konnten viel von ihren Eltern lernen, zum Beispiel wie man als Vari erfolgreich Jungtiere großzieht. Sobald wir im Rahmen des Zuchtprogramms für beide einen Platz gefunden haben, werden sie umziehen“, erklärt Hänel. Bis es soweit ist, werden sie sicherlich noch mit den beiden jüngsten Geschwistern und dem Rest der Familie eine schöne Zeit im Zoo Heidelberg verbringen. Aufnahmen vom Gürtelvari-Nachwuchs unter: www.zoo-heidelberg.de/deinzoo.Varis – vom Aussterben bedrohte Lemuren Gürtelvaris stammen ursprünglich von der Insel Madagaskar. Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Erde, liegt vor der Ostküste Afrikas und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 70 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten sind endemisch, kommen folglich an keinem anderen Ort der Welt vor – so auch die Varis. Die schwarzweißen Lemuren sind vom Aussterben bedroht. Ihre Lebensräume schrumpfen kontinuierlich, zudem werden die Tiere bejagt. Seit vielen Jahren unterstützt der Zoo Heidelberg das Artenschutzprojekt AEECL (Lemur Conservation Association) auf Madagaskar, das sich dem Schutz der Lemurenarten Madagaskars verschrieben hat. Informationen zu diesem Artenschutzprojekt finden Sie auf der Webseite des Zoo Heidelberg unter www.zoo-heidelberg.de/artenschutz

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 28.05.2021
Digitale Tiere in Form von Alpenzoo-GIFs
Ein kleiner Steinbock, der mit dem Kopf wackelt, ein heulender Wolf oder ein mit den Flügeln schlagender Mauerläufer. Das sind nur ein paar der neuen Alpenzoo Social Media GIFs. Seit dieser Woche können alle Zoobegeisterten auf Instagram, Facebook und auch Whatsapp die offiziellen Alpenzoo-GIFs verwenden und sich gegenseitig schicken. Die Abkürzung GIF steht für den englischen Begriff Graphics Interchange Format. Das klingt zwar sehr kompliziert, beschreibt aber nur ein kurzes Video, eine Animation oder auch ein kleines Bewegtbild. Da der Alpenzoo sehr oft auf den sozialen Netzwerken von seinen Besuchern verlinkt wird, freuen wir uns schon sehr darauf, wenn sich unsere digitalen Tiere auf Social Media verbreiten und unsere Besucher damit Spaß haben. Wie man die GIFs findet, wird auf www.alpenzoo.at und unseren Social Media Kanälen erklärt.

Opel-Zoo 28.05.2021
Neue Madagaskar-Voliere im Opel-Zoo Gemeinschaftshaltung von Kattas und Roten Varis
„Der Opel-Zoo feiert in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag und macht sich und seinen Besuchern ein ganz besonderes Geschenk, nämlich die Madagaskar-Voliere – eine Anlage für Kattas und Rote Varis“, so der Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels bei der Vorstellung der neuen Attraktion im Opel-Zoo. Er führt weiter aus, dass die 12 Kattas und 4 Roten Varis gerade aneinander und an die neue Anlage gewöhnt würden. Sobald dies gelungen sei, werde die Anlage für die Besucher eröffnet, die dann über Schleusen direkt in die Voliere gelangen und somit die beiden Lemurenarten hautnah erleben könnten. Bis dahin sind die Tiere in ihrer Schaustallung zu beobachten, in der zur besseren Tierpräsentation der Boden terrassiert ist und an den Wänden Sitzbretter als Ruheplätze angebracht sind.Die Investitionssumme in Höhe von 1,9 Mio. € brutto hatte die zootragende ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘ bereits vor den Corona-Einbußen angespart und zudem finanzielle Unterstützung von der ‚Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung‘ sowie vom Förderverein des Opel-Zoo erhalten. Auch für die neuen Tierarten können ab sofort Patenschaften übernommen werden. Es werden 12 Kattas und 4 Rote Varis gehalten, für die der Beitrag für eine Premium-Patenschaft jeweils 1.000 € beträgt. Es können auch unterstützende Patenschaften für beide Tierarten mit einem Minimumbeitrag von 150 € übernommen werden. „Mit der für die Besucher begehbaren Voliere und der damit verbundenen Nähe zu den Primaten haben wir im Opel-Zoo ein neues, ganz besonderes Erlebnis des Zoobesuchs geschaffen, mit dem wir die Notwendigkeit des Natur-, Tier- und Artenschutzes auf einzigartige Weise transportieren können“, so das Schlusswort von Dr. Kauffels.

Zoo Hoyerswerda 27.05.2021
Blühende Exoten und zwei neue Arten – Tropenhaus des Zoo Hoyerswerda wieder geöffnet
Über 250 Pflanzen in 150 Arten blühen und gedeihen jetzt zusätzlich im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas. Möglich machte die grüne Pracht der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. Er spendete die Summe für die Anschaffung der Pflanzen. Aber auch zwei neue Bewohner gibt es im Tropenhaus des Zoos zu entdecken: In einem Gemeinschaftsterrarium wohnen nun ein Kurzohrrüsselspringerpärchen und Spaltenschildkröten zusammen. Ab diesem Samstag können Besucher*innen sowohl die exotischer Blüher, als auch die afrikanischen Neubewohner besuchen. Gerade einmal 50 Gramm leicht ist der nun kleinste Tropenhausbewohner des Zoo Hoyerswerda. Der Kurzohrrüsselspringer mit seiner markanten langen und namensgebenden Nase kann dank seiner kräftigen Hinterbeine bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zwar ähneln sie Mäuse optisch, sind aber tatsächlich näher verwandt an Elefanten und Seekühe. Seit Mitte Mai bewohnt das junge Rüsselspringerpärchen nun schon das Terrarium im Tropenhaus des Zoos. Ganz frisch dazu gekommen ist allerdings ihr neuer Mitbewohner die Spaltenschildkröte. Wie alle Schildkröten hat auch sie einen Panzer. Jedoch ist er flacher und weicher. Selbst bei der Atmung bewegt er sich mit. Eins haben die zwei ungewöhnlichen Bewohner gemeinsam: sie verstecken sich gern in Felsspalten. Die bieten sowohl den Kurzohrrüsselspringern, als auch den Spaltenschildkröten Schutz vor Fressfeinden und der heißen Sonne Afrikas. Nun müssen sich beide Arten nur einig werden, wer welche Nische für sich beanspruchen darf. Während die neuen Tiere des Tropenhauses eher einfarbig daher kommen, präsentieren sich die blühenden Exoten in vielen verschieden Farben. Sie haben bunte Blüten, sind grün-, gelb- oder rotblättrig und stammen aus vier Kontinenten mit tropischen Regionen. Allein 25 Arten der in Südamerika heimischen Bromelie zeigen sich in den verschiedensten Ausführungen. Ob als Meter großer Luftwurzler oder als Erdpflanze und kleinste ihrer Art, dem fünf bis acht Zentimeter kleinem Erdstern, für alle hat Zoogärtner Tim Garbrecht den idealen Pflanzbereich geschaffen. Die größte der Pflanzen in den neuen Beeten ist die aus Indochina stammende Fischschwanzpalme mit viereinhalb Metern. Eine besondere Rarität ist der Korallenhibiskus. Er ist sehr selten und nur noch schwer in seiner Heimat Afrika zu finden. Aber auch Nutzpflanzen wie Papaya, Kaffee arabica, Ananas oder Maracuja sind im Tropenhaus des Zoos zu finden. Oder der Indische Maulbeerbaum, dessen große weiße Früchte nach Käse riechen. Mit dem Monkey Face, einer kleinen Art der Monstera, zieht sogar die erste Trendpflanze in den Zoo Hoyerswerda ein. Der Bodhi-Baum, oder auch Pappel-Feige genannt, ist die Lieblingspflanze des Zoogärtners. „Er ist der heilige Baum im Buddhismus. Unter ihm soll Siddhartha Gautama (Buddha) sein Erwachen erlebt haben“, erklärt Zoogärtner Tim Garbrecht. Er freut sich schon darauf bald Führungen durch sein Pflanzenreich für Hobby-Gärtner oder die, die es werden wollen, geben zu können.

Tierpark Nordhorn 27.05.2021
Historische Schmiede im Tierpark Nordhorn eingeweiht Grafschafter Sparkassenstiftung fördert Projekt mit 70.000 Euro
Das Vechtedorf im Familienzoo ist am gestrigen Mittwoch um ein weiteres historisches Gebäude gewachsen. Etwa zwei Jahre haben die Arbeiten an der historischen Schmiede im Tierpark gedauert. Ursprünglich stand das etwa 300 Jahre alte Fachwerkgebäude als Backhaus auf dem Hof der Familie Groven. Das in einem Waldstück eingewachsene, stark verfallene Haus wurde von den Mitarbeitern des Tierparks sauber abgetragen, die Teile nummeriert und dann an neuer Wirkungsstätte in unmittelbarer Nähe zum historischen Vechtehof wiedererrichtet. Zoodirektor Dr. Nils Kramer dankte den anwesenden Personen, allen voran der Grafschafter Sparkassenstiftung mit ihrem Stiftungsratsvorsitzenden Hubert Winter. „Ohne die Unterstützung der Sparkassenstiftung würde eine Schmiede weiterhin nur auf der Wunschliste des Zoos stehen,“ so der Zoodirektor. „Die Spende in Höhe von 70.000 Euro hat durch die mögliche Einbringung der Eigenleistung der Zoohandwerker in der durch die Coronapandemie geprägten Zeit sogar real Arbeitsplätze im Tierpark erhalten!“ so Kramer weiter. Des weiteren dankte Kramer neben der Familie Groven den beiden ehrenamtlichen Korbflechtern Mechthild Schwank und Manfred Meyer, die Ende 2020 etwa 15 Tage lang das nun in großen Teilen bereits unter dem Lehmputz verborgenen Weidengeflecht anfertigten. Das Anschmieden übernahmen bei der Eröffnung des Gebäudes der Schmiedeberater Bernd Keen und Zoohandwerker Jürgen Johannink. Bernd Keen, der einen Teil der Werkzeuge für die Tierparkschmiede dem Zoo überließ, hatte bereits vor acht Jahren Kontakt aufgenommen mit der festen Idee im Kopf, dass eine Schmiede eine tolle Ergänzung des Kulturhistorischen Teils sein würde. Umso mehr freute es ihn nun beim Schmieden des „Sparkassen-S“ dabei zu sein. Hubert Winter nahm dieses dankend entgegen und sagte: „Ich bin immer gerne im Tierpark und freue mich, dass wir als Sparkassenstiftung mittlerweile an so vielen Stellen im Zoo an der Realisierung der Projekte so großen Anteil hatten! Die 70.000 Euro für die Schmiede waren ein doppeltes Geburtstagsgeschenk – zum 25jährigen Jubiläum der Stiftung und dem 70. Geburtstag des Tierparks in 2020.“ Zukünftig soll ein festes ehrenamtliches Team an Sonntagen oder bei Veranstaltungen die Schmiedekunst den Besuchern vorführen. Nils Kramer betonte in dem Zusammenhang: „Wir sind als Zoo Teil des dezentralen Museumskonzeptes der Grafschaft Bentheim und damit stolz und froh das neue Gebäude hier zu präsentieren. Aber klar ist auch, dass wir kein Museum sein wollen, sondern getreu unseres Prinzips auch diesen historischen Bereich erlebbar machen wollen. Das geht nur durch Menschen, die für unsere Besucher da sind und diese begeistern!“ Ein Treffen der potentiellen Interessenten für dieses Ehrenamt im Zoo hat Pandemiebedingt noch nicht stattgefunden. Unter info@tierpark-nordhorn.de nimmt der Familienzoo daher weitere „Bewerbungen“ von schmiedeerfahrenen Personen entgegen.

Kölner Zoo 27.05.2021
Zotteliger Blickfang: Zwei Moschusochsen im Kölner Zoo geboren
Doppelter Nachwuchs bei den Moschusochsen, jedoch keine Zwillingsgeburt. Denn das erste männliche Moschusochsen-Jungtier ist am 12.05.2021 geboren und ist nach 2 Jahren nun das 3. Kalb von Mutter „Lya“. Direkt am nächsten Tag wurde dann auch das zweite, ebenfalls männliche, Jungtier geboren. Die Mutter „Lotte“ ist erst 4 Jahre alt und wurde ebenso wie „Lya“ bereits im Kölner Zoo geboren. Der Vater der beiden zotteligen Neuzugänge ist „Odin“, der seit Mai 2019 im Kölner Zoo lebt. Namen haben die beiden Jungtiere noch nicht. Mit den Jungtieren leben momentan 6 Tiere in der Gruppe der Moschusochsen. In den ersten Tagen waren „Odin“ und „Alina“, das letzte Jungtier von „Lya“, zwar noch von den Müttern getrennt, doch seit einigen Tagen ist die Gruppe wieder zusammen auf der Anlage zu sehen. Moschusochsen sind Paarhufer. Sie sehen zwar aus wie Rinder, ihre tatsächliche Verwandtschaft ist trotz verschiedener Forschungsarbeiten aber immer noch unklar. Die wissenschaftliche Bezeichnung „Ovibos“ bedeutet so viel wie „Schafochse“. Der namensgebende Moschusgeruch lässt sich lediglich in der Brunstzeit im Hochsommer wahrnehmen, wenn die Bullen mit dem Urin eine nach Moschus riechende Substanz ausscheiden. Das ist die Zeit, zu der sie im natürlichen Lebensraum, den niederschlagsarmen Tundren der Arktis, ihre beeindruckenden Kämpfe um die in Herden lebenden kleineren Weibchen austragen. Dabei galoppieren die Männchen frontal aufeinander zu und prallen mit der Stirnpartie heftig zusammen. Die Widersacher stechen einander außerdem in die Seiten, womit sie sich gelegentlich sogar tödlich verletzen. Verlierer verlassen in der Regel die Herde und leben einzelgängerisch oder schließen sich mit anderen männlichen Tieren zusammen. Um den arktischen Winter zu überstehen, müssen Moschusochsen während des in der Tundra sehr kurzen Sommers eine ausreichende Fettschicht anlegen. Ihre Nahrung besteht dann aus nährstoffreichen Kräutern, den Blättern der Zwergweiden und jungen Gräsern. Im Winter suchen sie Gebiete mit geringer Schneedecke auf, unter der sie das verbliebene Gras hervorkratzen können. Ist der Boden vereist, weil zu Beginn des Winters der Niederschlag als Regen gefallen ist, ist dieses Winterfutter nicht mehr verfügbar und die Überlebenschancen sind deutlich reduziert. Das dichte, lange Fell mit der sehr feinen Unterwolle reduziert Wärmeverluste unter kalten und trockenen Bedingungen sehr wirkungsvoll. Allerdings schützt es nicht gegen Nässe.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 27.05.2021
Zuchtprogramm der Zoos rettete Tierart vor Aussterben – In der Natur ausgerottete Davidshirsche neu in der Wilhelma
Besondere Botschafter sind in die Wilhelma eingezogen. Die Neulinge erzählen eine traurige Geschichte mit einer positiven Wendung. Die aus Asien stammenden Davidshirsche würden gar nicht mehr existieren ohne den internationalen Einsatz von Zoos in Europa. Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart äsen jetzt seit genau 20 Jahren erstmals wieder ein Hirsch und zwei Kühe dieser eindrucksvollen Art, fast so groß wie ein Rothirsch. In der Natur sind sie längst ausgerottet. Auch in menschlicher Obhut standen sie vor dem Aus. Sie stehen heute als Erfolgsstory dafür, dass Zoos Tierarten vor dem Aussterben retten können. Einst besiedelten sie die Sumpfgebiete des östlichen Asiens. Die Zahl der begehrten Davidshirsche war immer weiter gesunken, bis es im 19. Jahrhundert nur noch eine Herde im so genannten Südlichen Hirschgarten bei Peking, einem Jagdrevier der chinesischen Kaiser, gab. Das Überleben solcher Einzelvorkommen ist äußerst bedroht, weil eine Seuche oder Naturkatastrophe die gesamte Art auslöschen kann. Auch dieser Restbestand fand sein jähes Ende, als eine Flut 1895 den Park ereilte. Viele Tiere ertranken, einige flohen aus dem Revier, wurden jedoch außerhalb von Wilderern erlegt. Einzelne Überlebende wurden in den Kriegswirren des Boxeraufstands 1900 geschossen. Der letzte Davidshirsch in Asien starb 1922 im Zoo von Peking, so heißt es. Benannt sind sie nach dem französischen Pater Armand David, der sie 1865 als erster Europäer in China sah und Felle zur zoologischen Erstbeschreibung nach Europa schickte. Dass die Milus, wie sie auch genannt werden, überhaupt erhalten geblieben sind, lag einzig und allein daran, dass außerhalb ihres angestammten Lebensraums Zoos im fernen Europa eine Population gehalten haben, die als Reserve dienen konnte. Denn Diplomaten aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten in der Folge vom Kaiser einige lebende Exemplare der seltenen Milus als Präsent bekommen. Diese wenigen Tiere führten sie im Park des Herzogs von Bedford, der bereits exotische Hirscharten in seinen Gärten hielt, zu einer Herde zusammen. In dieser erfolgreichen Zucht wuchs die Zahl über Generationen auf 300 Tiere an, aus denen Zoos nach dem Zweiten Weltkrieg weitere Zuchtgruppen aufbauten. So konnten inzwischen Davidshirsche nach Asien zurückgeführt werden. In einem Naturreservat für Milus in China leben mittlerweile rund 2000 von ihnen. Das Happy End wäre erreicht, wenn sie sich dort auch in der Natur wieder dauerhaft etablieren könnten. Angepasst sind die Davidshirsche auf das Leben in sumpfigen Gebieten, wie tief gelegenes und zeitweilig überschwemmtes Gras- oder Marschland. Ihre großen Hufe sind spreizbar, was ein Einsinken verhindert. Sie ernähren sich dort gleichermaßen von Gräsern, Schilf und Wasserpflanzen sowie Sträuchern. Sie vertragen starke Temperatur-Unterschiede von minus 15 bis plus 35 Grad. Von allen Hirschen haben Milus den längsten Schwanz, der mit seiner schwarzen Quaste an Esel erinnert und 35 Zentimeter Länge erreichen kann. In der Wilhelma gab es Davidshirsche bereits einmal von 1993 bis 2001. Von den drei jetzt rund einjährigen Tieren erhielt die Wilhelma das Männchen aus dem Zoopark Chomutov im tschechischen Erzgebirge, die beiden Weibchen aus dem Tierpark Berlin.

Zoo Zürich 27.05.2021
Zoo Zürich tritt globaler Koalition #unitedforbiodiversity bei
Zusammen mit anderen Zoos hat sich der Zoo Zürich der globalen Koalition #UnitedforBiodiversity der Europäischen Kommission angeschlossen. Zu einer Stimme vereint mit gleichgesinnten Organisationen weltweit will sich der Zoo so für den Schutz und Erhalt der Biodiversität einsetzen. Die Koalition #UnitedforBiodiversity wurde im vergangenen Jahr anlässlich des Tags des Artenschutzes vom EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Virginijus Sinkevičius, ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig die Erhaltung der Biodiversität ist. Bei der diesjährigen UN-Konferenz für Biodiversität (CoP15) im chinesischen Kunming soll ein globales Abkommen über den Schutz der Natur und deren Wiederherstellung verabschiedet werden. Dieses soll vergleichbar sein mit dem Pariser Abkommen zum Schutz des Klimas. Angesichts dieser wichtigen Konferenz ist es das Ziel von #UnitedforBiodiversity, dem Erhalt der Natur eine stärkere Stimme zu geben, die globale Biodiversität aktiv zu fördern und ihren fortschreitenden Verlust zu stoppen. Aktuell ist nach Schätzungen der Wissenschaft etwa eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Als offizielles Koalitionsmitglied ist der Zoo Zürich Botschafter für den Erhalt und Schutz der Biodiversität. Diese Aufgabe teilt er sich mit zahlreichen anderen Organisationen wie Nationalparks, Wissenschafts- und Naturkundemuseen, Zoos, Aquarien und botanischen Gärten sowie mit verschiedenen Forschungseinrichtungen. Bereits über 250 Institutionen aus 49 Ländern weltweit haben sich der Kampagne angeschlossen. Mit #UnitedforBiodiversity hält die Europäische Kommission die Organisationen dazu an, in ihren Ausstellungen, Naturschutzprojekten und Edukationsprogrammen auf das Ausmass der Biodiversitätskrise aufmerksam zu machen. Zoo Zürich setzt sich weltweit für Biodiversität ein – Durch langjährige Naturschutzprojekte wie in Lewa (Kenia), dem Kaeng Krachan Nationalpark (Thailand) oder dem Masoala Nationalpark (Madagaskar) unterstützt und fördert der Zoo Zürich unzählige Arten. Neben der Unterstützung der Biodiversität durch Habitatschutz setzt sich der Zoo Zürich aber auch gezielt für einzelne Arten ein. Unter anderem wildert das Naturschutzprojekt Australian Ark vormals ausgerottete Beuteltierarten in ihren angestammten Lebensräumen in Australien wieder aus. In Kolumbien unterstützt der Zoo Projekte, um den Artenverlust bei Amphibien zu messen und ihm entgegenzuwirken. Er züchtet auch stark bedrohte Froscharten vor Ort, um sie wieder auswildern zu können. Auch in der Schweiz engagiert sich der Zoo Zürich für die Biodiversität. Unter anderem hat der Zoo mit seiner Partnerin, der Stiftung Fledermausschutz, hunderte Fledermauskästen installiert, die den Tieren Unterschlupf bieten und so dem Populationsrückgang entgegenwirken.

Tiergarten Hellabrunn 27.05.2021
Nachwuchs bei Katta, Yak & Co
Viel Regen gab es in diesem Mai – dieser hat jedoch auch dafür gesorgt, dass sich Hellabrunn zum Ende dieses Wonnemonats nun von seiner schönsten Seite zeigt: Die Wiesen und Bäume der Isarauen sind in ein saftiges Grün gehüllt und auf den Anlagen des Tierparks tummeln sich inzwischen einige Jungtiere. Gleich doppelten Nachwuchs gab es bei den Kattas und den Heckrindern, ein Kälbchen kam bei den Yaks zur Welt. Außerdem gibt es das ein oder andere frisch geschlüpfte Enten- und Gänseküken zu entdecken. Das saftige Grün der Bäume und die langsam steigenden Temperaturen locken nun auch die Kattas nach draußen und so können Hellabrunn-Fans mit etwas Glück den Zwillingsnachwuchs bei den auf Madagaskar heimischen Lemuren entdecken. Die beiden Jungtiere kamen Ende April zur Welt. Bereits mit der Geburt haben sie den charakteristischen schwarz-weiß geringelten Schwanz wie die ausgewachsenen Tiere. Nebendran genießen ebenfalls die Braunkopfklammeraffen, Roten Varis und Siamangs nun immer häufiger die wärmenden Sonnenstrahlen und am späten Vormittag schallt der Gesang des Siamang-Pärchens nahezu durch den gesamten Tierpark. Bei den Hausyaks wurde vergangene Woche Kälbchen Viola geboren – das Fell ist komplett schwarz, obwohl Papa Norbu und Mama Patuka eine deutlich hellere Färbung haben. Die domestizierte Rinderart wird vor allem im Himalaya, der Mongolei und dem Süden Sibiriens gehalten und stammt vom in der tibetischen Hochebene lebenden Wildyak ab. Weitere Kälbchen gibt es auch bei den Heckrindern zu sehen. So vielfältig wie die Hellabrunner Tierwelt ist auch der Nachwuchs. Doch eine Besonderheit eint auch in diesem Jahr alle Jung-Hellabrunner: Der Name jedes Tieres, das 2021 in Hellabrunn geboren wird, beginnt mit „V“. So kann sein Alter nach Jahren schnell hochgerechnet werden, ohne dass die Tierdatenbank, die es natürlich auch gibt, befragt werden muss. Auch die wildlebenden Enten und Gänse in Hellabrunn haben inzwischen zahlreich Nachwuchs ausgebrütet und so spazieren hin und wieder kleine Küken gemeinsam mit den Eltern über die Besucherwege. Darüber hinaus können die Besucherinnen und Besucher noch den Kunekune-Ferkeln im Mühlendorf, den Pelikanen-Küken, dem kleinen Sibirischen Uhu und natürlich Elefantenkind Otto zuschauen, wie sie täglich wachsen und gedeihen. „Ein Ausflug nach Hellabrunn lohnt sich zu jeder Jahreszeit – und doch gehören der Mai und Juni zu den schönsten Zeiten für einen Besuch im Münchner Tierpark. Die Natur strotzt nur so vor Lebendigkeit und die Hellabrunner Tiere erfreuen sich an ihren sattgrünen Außenanlagen und den wärmenden Sonnenstrahlen. Umso schöner, dass derzeit ein Tierparkbesuch – wenn auch mit Einschränkungen – möglich ist“, freut sich Bürgermeisterin und Hellabrunner Aufsichtsratsvorsitzende Verena Dietl.

Der Grüne Zoo Wuppertal 27.05.2021
Hirscheber Palu soll in Nürnberg zum Erhalt seiner bedrohten Art beitragen
Sehr geehrte Damen und Herren, der am 8. August 2019 in Wuppertal geborene Hirscheber Palu hat den Grünen Zoo verlassen und sein neues Zuhause im Tiergarten Nürnberg bezogen. Hier soll er einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seiner bedrohten Art leisten und sich fortpflanzen. Dafür wird ihm in Nürnberg schon bald ein Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter zur Seite gestellt. Mit Palu darf sich der Grüne Zoo Wuppertal nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder über die erfolgreiche Aufzucht eines Hirschebers und einen wichtigen Beitrag für das Europäische Ex-Situ Programm (EEP) freuen. Dank einer guten Vorbereitung durch das Tierpflegerteam des Grünen Zoos verlief der Transport reibungslos und stressarm. Palu war in den vergangenen Wochen bereits an seine Transportkiste gewöhnt worden, in die er sich nun für die Reise wie geplant unaufgeregt und selbst hinein begeben hat. Im Tiergarten Nürnberg hat Palu eine großzügige Anlage im sogenannten Tropenhaus bezogen, wo bis Ende der 1990er Jahre schon Hirscheber gehalten wurden. Zwei zusammen über 1.000 Quadratmeter große Außenanlagen, entstanden aus den ehemaligen Gehegen von Pinselohrschweinen und Flachlandtapiren, sowie ein rund 70 Quadratmeter großer Innenbereich mit fünf Boxen und einem Schaubereich stehen Palu und seiner neuen Partnerin hier zur Verfügung. Badebecken und Schlammsuhlen bieten reichlich Möglichkeiten zur Körpferpflege. Der Tiergarten Nürnberg führt das EEP und koordiniert damit die Erhaltungszucht der Hirscheber in den Zoologischen Gärten des europäischen Zooverbands EAZA. Hirscheber gelten als zoologische Kostbarkeit und werden in der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN als „gefährdet“ (vulnerable) eingestuft. Im März dieses Jahres durfte sich der Grüne Zoo erneut über Nachwuchs bei den seltenen Schweineartigen aus dem indonesischen Regenwald freuen. Der kleine Kedua entwickelt sich prächtig und ist inzwischen regelmäßig mit seiner Mutter auf der rund 1.150 Quadratmeter großen Hirscheber-Außenanlage des Grünen Zoos unterwegs. Gemeinsam mit dem Zoo-Verein Wuppertal e.V. setzt sich der Grüne Zoo für den Schutz der hoch bedrohten Hirscheber in ihrem natürlichen Lebensraum ein. Ihre Population ist durch Holzeinschlag und Brandrodungen, illegale Goldschürfungen und Bejagung stark zurückgegangen. Der Zoo-Verein unterstützt ein Projekt der ZGAP (Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.) zum Erhalt der Hirscheberpopulation im Nantu-Regenwald, einem der wenigen noch unberührten Waldgebiete auf der indonesischen Insel Sulawesi. Die ZGAP finanziert dort Ranger, um Hirscheber und andere Tiere vor Wilderei zu schützen, und fördert durch Aufklärung und Einbindung der örtlichen Bevölkerung die Akzeptanz und Unterstützung für die Natur- und Artenschutzmaßnahmen vor Ort. Zoo-Verein und Grüner Zoo leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für den internationalen Natur- und Artenschutz und die Erhaltung einer hoch bedrohten Art und ihres Lebensraumes.

Tiergarten Schönbrunn 27.05.2021
Ein Kindergarten voller Felsenpinguin-Küken
Klein, flauschig und tollpatschig: Im Tiergarten Schönbrunn sind im April elf Felsenpinguin-Küken geschlüpft. Ab sofort sind sie im „Kindergarten“ des Polariums zu sehen. Rücken die Tierpfleger zweimal am Tag mit einem Eimer voll Fisch an, fiepsen die Kleinen vor Aufregung. „Bis zu 20 kleine Heringe und Sprotten verdrückt jedes Küken pro Tag. Selbst das jüngste bringt schon eineinhalb Kilogramm auf die Waage“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Kein anderer Zoo in Europa züchtet Felsenpinguine so erfolgreich. Das Schönbrunner Erfolgsrezept: Zunächst übernehmen die Eltern die Aufzucht ihrer Küken. Später wird die Gewichtszunahme der heranwachsenden Vögel durch die Tierpfleger sichergestellt. Sie füttern die Küken und wiegen sie regelmäßig zur Kontrolle. Der Nördliche Felsenpinguin ist in seiner Heimat rund um die Inselgruppe Tristan da Cunha im südlichen Atlantik aufgrund von Überfischung und Umweltverschmutzung stark gefährdet. In Europa ist die Pinguinart mit den markanten gelben Federbüscheln am Kopf nur in fünf Zoos zu finden. Der Wiener Zoo führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm. Zuchtbuchführerin Sabine Frühwirth: „Egal, ob in München oder Edinburgh, wir haben auf alle 135 Felsenpinguine europaweit ein Auge. Wir stellen die Zuchtgruppen in den anderen Zoos zusammen und geben unsere Erfahrung in Haltung und Zucht weiter.“ Neben Erfahrung bedarf es auch Fingerspitzengefühl. Davon scheinen die Schönbrunner Pinguin-Pfleger eine Menge zu haben. Nicht umsonst gibt es heuer gleich eine ganze Fußballmannschaft Küken.

Zoo Osnabrück 26.05.2021
Bisonkuh Gwenda über Nacht verstorben
Zwei Jungtiere müssen an Flasche gewöhnt werden Aus zurzeit noch nicht nachvollziehbaren Gründen ist Bisonkuh Gwenda in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Zoo Osnabrück verstorben. Die Mitarbeiter fanden die Kuh am Mittwochmorgen tot im Gehege. Gwenda versorgte die zwei im Mai geborenen Jungtiere. „Wir waren alle sehr erschüttert, als wir Gwenda heute Morgen fanden. Aus uns völlig unerklärlichen Gründen ist sie in der Nacht in einer Ecke des Vorhofes verstorben“, berichtet Tobias Klumpe, als zoologischer Leiter zuständig für den Nordamerika Bereich „Manitoba“, in dem die Waldbisons auf einer großen Anlage leben. „Der Körper ist bereits im Institut der Pathologie der tierärztlichen Hochschule Hannover, um Näheres über ihren Tod zu erfahren. Genaueres wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.“ Im Zoo Osnabrück leben nun noch fünf Waldbisons: Bulle Winnetou, die Kühe Eliza und Jamalia sowie zwei Jungtiere. „Große Sorgen machen wir uns nun um die Kälber, die Anfang Mai auf die Welt kamen. Beide haben bei der verstorbenen Kuh getrunken, da sich die zweite Mutter Eliza wegen einer Euterentzündung nicht um ihr Jungtier kümmerte. Nun müssen wir schauen, ob wir den Nachwuchs per Flasche großziehen können“, berichtet Klumpe. Die Jungtiere waren am 7. und am 12. Mai zur Welt gekommen. Die Tierpfleger versuchen sie in den nächsten Tagen im Stall mit viel Geduld an die Flasche zu gewöhnen, das sei jedoch nicht einfach: „Bisonkälber wiegen bei der Geburt zwischen 15 und 20 Kilo, seitdem ist das Doppelte nochmal dazu gekommen. Sie haben erstmal Angst vor der Flasche und der ungewohnten Situation im Stall. Gleichzeitig können wir sie selbst mit vereinten Kräften kaum halten und begeben uns damit auch in Gefahr. Waldbisons sind Wildtiere und keine Hausrinder“, so Klumpe. Eine weitere Herausforderung: Sollte die Flaschenaufzucht gelingen, dürfen sich die Kälber nicht zu sehr an Menschen gewöhnen, damit sie nicht auf Menschen geprägt werden. „Da die beiden aber zu zweit sind, haben die Jungtiere auf jeden Fall einen Artgenossen an der Seite. Denn während wir versuchen sie an die Flasche zu gewöhnen, können sie erstmal nicht zur Herde zurück, haben aber Sichtkontakt“, so der Biologe. Nun heiße es aber erstmal Daumen drücken, dass die Kälber die Flasche überhaupt annehmen.

Tiergarten Kleve 26.05.2021
Nachwuchs bei den Seidenreihern
Schwer beschäftigt sind derzeit die Seidenreiher im Tiergarten Kleve: Die Brutsaison ist im vollen Gange und die ersten Küken sind bereits geschlüpft. Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich über den Zuchterfolg bei den grazilen Vögeln und erklärt: „Seidenreiher haben beim Nestbau eine strikte Aufgabenteilung: Das Männchen beschafft das Nistmaterial, während das Weibchen dieses ins Nest verbaut. Wenn das Nest fertig ist, legt das Weibchen drei bis fünf grün-blau gefärbte Eier, die wiederum von beiden Elternteilen bebrütet werden. Nach rund drei Wochen schlüpft dann der Nachwuchs, der die ersten 30 Tage ausschließlich im Nest verbringt.“ Anfang Mai sind die ersten Seidenreiherküken für dieses Jahr im Tiergarten geschlüpft. Mit der Zeit werden die Küken nun langsam mobiler und erkunden bald auch die Umgebung außerhalb des Nests. Polotzek: „Unsere Seidenreiherküken entwickeln sich prächtig! Es dauert nicht mehr lange, bis die Jungtiere die Äste rund ums Nest erkunden und die ersten Flugversuche unternehmen. Und dann sind sie auch für unsere BesucherInnen zu sehen.“ Doch bei diesen Küken bleibt es nicht: in zahlreichen weiteren Nestern befinden sich noch Eier, wo die Jungtiere jeden Tag schlüpfen könnten. Stellvertretender Tiergartenleiter und Tierpfleger Dietmar Cornelissen hat mit der großen Seidenreiherkolonie im Tiergarten nun alle Hände voll zu tun: „Mit den vielen Jungtieren fressen mir unsere Seidenreiher derzeit sprichwörtlich die Haare vom Kopf! In der Wildbahn suchen diese Vögel vor allem im Uferbereich nach kleinen Fischen, Fröschen, Eidechsen und Würmern. Wir geben unseren Tieren derzeit zweimal täglich eine große Portion an Stinten und klein geschnittenen Eintagsküken, die wir noch mit einer speziellen Vitamin- und Mineralstoffmischung bestreuen. So sorgen wir dafür, dass es unseren Seidenreiher bei ihrer Jungenaufzucht an nichts fehlt.“ Seidenreiher sind eine mittelgroße Reiherart, die mit Südeuropa, Afrika und Asien ein relativ großes Verbreitungsgebiet hat. Ihren Namen verdanken die Tiere ihrem Prachtkleid mit einem Schopf von feinen Schmuckfedern, weswegen sie im 19. Jahrhundert stark bejagt und nahezu ausgerottet wurden. Erst seit 1910 erholen sich die Bestände nun wieder, weswegen der Seidenreiher aktuell auf der Roten Liste als „nicht gefährdet“ klassifiziert wird. Der Tiergarten Kleve ist weiterhin täglich von 9-18 Uhr für BesucherInnen geöffnet. Alle Gäste müssen ihren Besuch vorab unter www.tiergarten-kleve.de anmelden. Für Personen ohne Internet besteht die Möglichkeit, sich dienstags zwischen 9 und 11 Uhr telefonisch unter der 02821 26785 für einen Tiergartenbesuch zu registrieren. Im gesamten Tiergarten gilt Maskenpflicht (auch für schulpflichtige Kinder). Ein Coronatest ist derzeit nicht erforderlich.

Zoo Hoyerswerda 26.05.2021
Zoobesucher unterstützen Neschwitzer Naturschutzstation
Mit einer Spende in Höhe von fast 1500 Euro haben die Besucher des Zoos Hoyerswerda die Arbeit der Naturschutzstation Neschwitz e.V. unterstützt. Das Geld war letztes und vorletztes Jahr im Spendenkegel des Tropenhauses gesammelt worden. Zooleiter Eugène Bruins überbrachte die gute Nachricht an Vereinschefin Angelika Schröter während einer Schutzaktion für Amphibien. Der Verein engagiert sich vornehmlich für den Erhalt und Schutz seltener Arten, die in der Lausitz heimisch sind. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Zoobesucher die Naturschutzstation großzügig unterstützt haben, denn der Arten- und Naturschutz in der Region liegen uns sehr am Herzen“, betont Eugène Bruins. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an verschiedenen Projekten rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und kooperiert seit mehreren Jahren mit dem Neschwitzer Verein. Unterstützend zur Seite stand der Zoo Hoyerswerda der Naturschutzstation auch bei der diesjährigen Amphibienwanderung Ende April. Insgesamt 10 km Amphibienschutzzaun an 25 Stellen sind in diesem Jahr schon an stark befahrenen Straßen angebracht worden. Eine Vielzahl verschiedener Amphibien wird so das Erreichen ihre Fortpflanzungsplätze erst ermöglicht, darunter auch die Erdkröten, Knoblauchkröte, Gras-und Moorfrosch oder die Rotbauchunke. Allein im letzten Jahr konnten so bei den jährlichen Amphibienwanderungen in der Region 13.300 Tiere über die Straße gesetzt werden. Mit Hilfe der Spenden sollen unter anderem Vogelvolieren der Station wieder Instand gesetzt werden. Auch das diesjährige Geld will die Naturschutzstation eigenen Angaben zufolge wieder für die Betreuung und Aufwendungen der Wildvogelpflegestation verwenden. Dort werden in jedem Jahr etwa 100 verletzte oder geschwächte Vögel wie Mäusebussard, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, Amsel und Sperling aufgenommen. In der Wildvogelpflegestation werden die Tiere betreut und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert. Foto: von links nach rechts Eugène Bruins, Madlena Mitschke (Mitarbeiterin Naturschutzstation Neschwitz), Angelika Schröter, Olivia Wirth (FÖJ Zoo Hoyerswerda) und Marie Zenker (FÖJ Zoo Hoyerswerda) Fotografin: Cornelia Kobalz, Naturschutzzentrale Bautzen

Zoo Zürich 26.05.2021
Breitmaulnashörner in der Lewa Savanne im Zoo Zürich. 1,1 MIO. GÄSTE IM PANDEMIEJAHR
Der Zoo Zürich hat seinen Jahresbericht 2020 veröffentlicht. Im Ausnahmejahr mit zwei verordneten Schliessungen zählte der Zoo 1,094 Millionen Besucherinnen und Besucher. Finanzielle Hilfe vom Bund blieb aus, dafür erfuhr der Zoo überwältigende Unterstützung durch Spenden. Das Jahr 2020 war ein ausserordentliches – auch für den Zoo Zürich. Zweimal musste der Zoo den Betrieb im Rahmen der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie für die Gäste schliessen, zuerst ab März, dann erneut vor Weihnachten. Insgesamt war der Zoo Zürich im letzten Jahr so an 94 Tagen für die Besucherinnen und Besucher geschlossen. Die Versorgung der Tiere und Wartung der Anlagen erhielt der Zoo natürlich auch in diesen Zeiten stets aufrecht. Vom Bund gab es trotzdem keinerlei finanzielle Hilfe für den Zoo. Umso dankbarer ist der Zoo Zürich für die überwältigende Unterstützung, die er in dieser herausfordernden Zeit in Form von Spenden, Tierpatenschaften und Aktienkäufen erhielt sowie dafür, dass sich die Gäste in den Monaten zwischen den Schliessungen besonders zahlreich und konsumfreudig zeigten. Dieser starke Beistand, zusammen mit einem guten Börsenjahr und einer einmaligen Versicherungsleistung (Pandemie-Versicherung), hat dem Zoo trotz ausbleibender Hilfe durch den Bund einen positiven Jahresabschluss 2020 ermöglicht. Dass die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, auf 1,094 Mio. (2019: 1,254 Mio.), ist unter den gegebenen Umständen nachvollziehbar. Ein bewegtes Jahr Auch abseits der Coronavirus-Pandemie war 2020 ein höchst bewegtes Jahr für den Zoo. Der schlimmste Tag ereignete sich im Juli, als eine langjährige Mitarbeiterin des Zoos bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben kam. Der Verlust hat den Zoo zutiefst erschüttert und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig schwer getroffen. Mit der Stabsübergabe an der Zoospitze markierte 2020 zudem das Ende der fast dreissig Jahre dauernden Ära Alex Rübel – und den Antritt des neuen Direktors Severin Dressen. Es war das Jahr der Eröffnung der Lewa Savanne und damit der Abschluss des Masterplans 2020 – und gleichzeitig der Beginn für den neuen Entwicklungsplan 2050, den der Zoo diesen Herbst vorstellen wird. Es war das Geburtsjahr des Elefantenbabys Umesh, des Nashornkalbs Ushindi und des Koalas Uki – und das Jahr des Abschieds von Elefantenbulle Maxi, Schneeleopard Villy und Koala Milo.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 25.05.2021
Heute ist Welt-Otter-Tag!
Fischotter sind verspielt, clever und bei vielen Menschen sehr beliebte Tiere. Während sie im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec gut zu beobachten sind, bekommt man die versteckt lebenden Marder in der Natur kaum zu Gesicht. Kein Wunder, dass die Tiere so scheu und nachtaktiv geworden sind – wurden die Fischfresser doch lange Zeit als Nahrungskonkurrenten des Menschen sowie als Pelzlieferanten bejagt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts besiedelten Fischotter alle geeigneten Gewässer und Feuchtgebiete Deutschlands. Mit der Industrialisierung ging jedoch eine enorme Verschmutzung vieler Fließgewässer einher und zahlreiche Flüsse und Bäche wurde begradigt. Den Fischottern blieb nichts anderes übrig, als auf die Teiche auszuweichen. Mit schwerwiegenden Folgen, denn so wurde die Ausrottung des Fischotters in Sachsen zum zentralen Ziel des 1884 gegründeten „Sächsischen Fischerei-Vereins“ erklärt, der für jedes erlegte Tier eine Prämie zahlte. Die intensive Bejagung hatte Erfolg: nur wenige Jahre später brach die Population komplett zusammen. 1945 wurde die Bejagung verboten und aus Mangel an Arbeitskräften in der Nachkriegszeit wurden die Fischteiche sehr extensiv bewirtschaftet, so dass viele Uferbereiche zur Freude der Otter zuwuchsen. So begann sich der Bestand wieder zu stabilisieren. Die östliche Oberlausitz mit ihrer Teichlandschaft zählt mittlerweile zu den am dichtesten von Fischottern besiedelten Gebieten Mitteleuropas. In anderen Teilen Deutschlands finden die Tiere weniger gute Lebensbedingungen vor. Um das für Fischotter und andere Wasser-/ und Uferbewohner zu ändern, werden an verschiedenen Orten Flussbereiche renaturiert. Das in Europa größte Renaturierungsprojekt findet derzeit im Bereich der Havel statt. „Der Lebensraum, der hier geschaffen wird, ist für viele Tier- und Pflanzenarten unersetzlich, daher unterstützen wir dieses Projekt des NABUs“, erklärt Herr Dr. Sven Hammer, Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec. „Wir hoffen, dass noch viele Flusskilometer einer naturnahen und lebendigen Flusslandschaft entstehen werden.“ Mit einer Naturschutzpatenschaft für Fischotter können auch Sie dieses Projekt unterstützen und den Fischottern eine Zukunft schenken. Weitere Informationen unter www.naturschutz-patenschaft.de.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 25.05.2021
Zum Kindertag steppt der Fuchs!
Eröffnung der neuen Anlage für Steppenfüchse im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Neugierig lugt ein kleiner sandfarbener Fuchs aus dem buntgerahmten Fenster des tibetischen Hauses, das der dreiköpfigen Gruppe als Rückzugsort dient. Fuchs Nummer zwei inspiziert schon das Holzlager und klettert über verschiedene Ebenen zum höchsten Punkt, während es sich Nummer drei auf der tibetischen Zimmermannswerkbank gemütlich gemacht hat. Steppenfüchse oder Korsaks gehören mit einer Schulterhöhe von 30 cm und ihren 2,5 kg Körpergewicht zu den kleineren Vertretern der Hundeartigen. Besonders auffällig sind ihre intensiven bernsteinfarbenen Augen. Vor wenigen Tagen durften sie schon still und heimlich das eigens für sie geschaffene Domizil im Tibetdorf des Tierparks beziehen. „Wir freuen uns riesig, dass wir dieses Projekt trotz aller aktuellen Widrigkeiten stemmen und damit wieder eine neue, sehr attraktive Anlage sowohl für unsere Besucher als auch unsere Tiere schaffen konnten“, so Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer. Möglich wurde dies in Eigenleistung der Mitarbeiter und dank einer Spende der Lindenapotheke, die die Kosten für das Baumaterial abdeckt. Die offizielle Eröffnung der Anlage findet pünktlich zum Kindertag am 1. Juni um 13 Uhr statt. Als weiteres Highlight erhält jedes Kind beim Eintritt an der Kasse einen goldenen Pandataler geschenkt. Dieser entspricht dem Gegenwert von 1€ und kann am Imbiss oder Zoo-Shop eingelöst werden oder als goldenes Souvenir den Hausstand bereichern.

Zoo Leipzig 25.05.2021
Kronenmaki-Weibchen Amber sorgt für Zwillings-Nachwuchs Bonobojungtier auf den Namen Gerda getauft
Zwillings-Nachwuchs in Gondwanaland: Das fünfjährige Kronenmaki-Weibchen Amber brachte ein Jahr nach ihrem letzten Jungtier am 9. Mai Zwillinge zur Welt – ein männliches und ein weibliches Jungtier. Die Geburt verlief komplikationslos für die erfahrene Mutter, die in den letzten Jahren regelmäßig für Nachkommen sorgte und sich stets äußerst fürsorglich kümmert. „Die Zwillinge wirken fit, trinken ausreichend und regelmäßig, halten sich gut im Fell der Mutter fest und zeigen bereits Interesse an ihrer Umwelt. Die bisherige Entwicklung stimmt uns optimistisch, dass die Zwillinge, die von den Pflegern auf die Namen Dylan und Daria getauft wurden, gesund heranwachsen werden“, erklärt Seniorkurator Ariel Jacken. Vater des Nachwuchses ist KronenmakiMann Clyde (8). Für das Pärchen ist es der fünfte Nachwuchs, seitdem sie gemeinsam die Anlage in Gondwanaland bewohnen. Ihre einjährige Tochter Cloe (1) musste sich in den letzten Tagen erst an die neue Situation gewöhnen, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Sie hält sich seitdem vermehrt beim Vater auf. Als endemisch lebende Affenart kommen Kronenmakis (Eulemur coronatus) ausschließlich auf der Nordspitze der Insel Madagaskar vor. Aufgrund von Lebensraumzerstörung und Bejagung sind Kronenmakis auf der Roten Liste der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Taufe in Pongoland: Das am 30. April geborene Bonobo-Mädchen von Luiza (16) wurde von den Pflegern und Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts, die traditionell gemeinsam die Namenswahl treffen, auf den Namen Gerda getauft. „Gerda entwickelt sich stabil, nimmt inzwischen neugierig am Geschehen in der Bonobogruppe teil und auch Luiza hat sich gut in ihre neue Mutterrolle eingefunden, ist viel sicherer im Umgang mit ihrer Tochter geworden und kümmert sich äußerst fürsorglich“, bewertet Bereichsleiter Daniel Geissler die Situation. Mit Gerda wachsen insgesamt sechs Jungtiere unterschiedlichen Alters in der Bonobogruppe heran. Bonobo-Junge Hodari, der im letzten Jahr von Weibchen Lexi geboren wurde, ist mittlerweile allein spielend auf der Anlage unterwegs.

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