Zoopresseschau

27.0.2021, Zoo Augsburg
Aus dem März-Newsletter
Vom 8. – 23. März durfte der Zoo öffnen, dann griff die Notbremse. Nachdem Augsburg an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei der Inzidenz über 100 war, musste der Zoo nach dem 12. BayIfSMV am 24.03. wieder schließen.
Fünf Streifenhörnchen wurden geboren.
Im Vogelbestand kam ein männlicher Bartkauz aus dem Zoo in Stockholm (S), sowie ein Wiedehopf und ein Rosalöffler aus dem Zoo Dresden. Aus Zürich kamen vier männliche Bennett-Kängurus.
In der Nachttierabteilung hat sich auch etwas getan. Die Gruppe Kurzkopfgleitbeutler wurde verkleinert (größer wäre sie auch nicht mehr geworden, da es nur noch 11 männliche Tiere waren) und zog in das ehemalige Gehege der Zwergplumploris um. Das ehemalige Gehege der Gleitbeutler bezog ein Pärchen Nachtaffen aus dem Zoo Berlin und dem Zoo Pilsen.
Ein Paar chinesischer Bambushühner ging an den Tierpark Delitzsch und zwei weibliche Blaue Pfaue an den Kamelhof Olmerswil.
Die weibliche Nachzucht der Rüsselspringer wurde an den Tierpark Hoyerswerda abgegeben, und ein Alpakahengst an einen privaten Halter. Sechs männliche Kurzkopfgleitbeutler wurden an den Zoo Berlin abgegeben.
Seehund Jolo (geboren 2019) ging nach Nordhorn.
Im Vogelbestand verstarben das Weibchen der Mandschurenkraniche, ein Purpurnaschvogel, ein Schwarzhalstaucher und zwei Mönchssittiche. Außerdem verstarben zwei Kurzkopfgleitbeutler und leider das Zuchtweibchen bei den Rüsselspringern.

Tiergarten Kleve 26.03.2021
Tiergarten Kleve weiterhin geöffnet
Nach der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW darf der Tiergarten Kleve weiterhin geöffnet bleiben. Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich, dass die Zoos in NRW ihre Außenbereiche weiterhin öffnen dürfen: „Wir freuen uns sehr, dass wir auch weiterhin unsere Tore für BesucherInnen öffnen dürfen, und begrüßen den Beschluss der Landesregierung, die Außenbereiche von zoologischen Gärten auch weiterhin geöffnet zu lassen! Die ersten drei Wochen der Wiedereröffnung sind bei uns sehr gut verlaufen. Die Online-Anmeldung über unsere Internetseite wird gut angenommen und viele Gäste konnten schon schöne Stunden bei uns verbringen.“ Aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen verschärft der Tiergarten Kleve jedoch die Maskenpflicht: BesucherInnen müssen von nun an im gesamten Tiergarten (inklusive der Parkplätze) eine Maske tragen. Dies gilt auch für alle schulpflichtigen Kinder. Weiterhin sind zusätzlich vermehrt Desinfektionsspender im Tiergarten verteilt und schmale Wege wurden zu Einbahnstraßen deklariert. Polotzek: „Viele Gäste konnten sich schon in den vergangenen Tagen von unserem Hygienekonzept überzeugen und sich selbst ein Bild von unseren aktuellen Projekten und den zahlreichen Jungtieren machen. Besonders beliebt sind unsere drei neuen Maras, für die wir vor wenigen Tagen gemeinsam mit dem Radiosender 1live eine Namensaktion gestartet haben.“ Zahlreiche Namensvorschläge wurden aus ganz NRW beim Radiosender eingereicht und sind in einer großen Tombola gelandet. Am Mittwoch wurden dann in der Morgenshow live die Namen für die drei Maramänner gezogen: Cuja, Thon und Dona heißen nun die neuen Besucherlieblinge im Tiergarten Kleve, die übrigens noch Tierpaten suchen. „Mit einer Tierpatenschaft kann man sein Lieblingstier direkt unterstützen und sich an den Futter- und Pflegekosten für diese Tierart beteiligen. Damit hilft man uns, unsere Tierhaltung stetig zu verbessern, und auch neue, attraktive Tierarten wie die Maras an den Niederrhein zu holen“, erklärt Polotzek. Wer Thon, Cuja und Dona besuchen möchte, kann das täglich zwischen 9 und 18 Uhr machen, denn der Tiergarten Kleve bleibt weiterhin für BesucherInnen geöffnet. Alle Gäste müssen ihren Besuch vorab unter www.tiergarten-kleve.de anmelden. Für Personen ohne Internet besteht die Möglichkeit, sich dienstags zwischen 9 und 11 Uhr telefonisch unter der 02821 26785 für einen Tiergartenbesuch zu registrieren. Im gesamten Tiergarten gilt Maskenpflicht (auch für schulpflichtige Kinder).

Der Grüne Zoo Wuppertal 26.03.2021
Der Grüne Zoo bleibt weiter geöffnet – Zoobesuch nach Voranmeldung möglich
Gemäß der heute veröffentlichten neuen, ab dem 29. März geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW und nach der Entscheidung des Krisenstabs der Stadt Wuppertal kann der Grüne Zoo Wuppertal auch in den kommenden Wochen weiterhin geöffnet bleiben. Dies dürfte besonders die Gäste freuen, die sich auf einen Zoobesuch in den anstehenden Osterferien gefreut haben. Die Buchung von Tickets für die kommenden Wochen bei Wuppertal-live.de ist ab sofort wieder freigeschaltet. Tickets für einen Zoobesuch müssen im Vorverkauf für ein festes Besuchsdatum und ein bestimmtes Zeitfenster für den Zutritt über das Online-Portal Wuppertal-live.de oder in einer der Vorverkaufsstellen von Wuppertal-live.de gebucht werden. Dies gilt auch für InhaberInnen einer Jahreskarte, eines Zoo-Abos oder einer RuhrTop.Card, die kostenlose Tickets bei Wuppertal-live.de buchen können. Für eine mögliche Kontakt-Rückverfolgung ist die Hinterlegung der Kontaktdaten beim Buchen eines Tickets erforderlich. Das Ticket-Buchungssystem mit festen Zeitfenstern für den Einlass und der Begrenzung der Besucherzahl hat sich ebenso wie das umfangreiche Hygiene- und Infektionsschutzkonzept des Grünen Zoos bewährt und wird weiterhin umgesetzt. Gäste, Beschäftigte und Tiere sollen so vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden. Der Einlass in den Grünen Zoo ist weiterhin nur mit einem im Vorverkauf bei Wuppertal-live.de gebuchten Ticket möglich. Gäste, die nicht online buchen können oder möchten, können ihr Ticket bei den Vorverkaufsstellen von Wuppertal-live.de in der Region buchen. Einen Überblick über alle Vorverkaufsstellen mit ihren Öffnungszeiten gibt es unter www.wuppertal-live.de/vorverkaufsstellen. Das Online-Buchungssystem ist auch über entsprechende Links auf der Webseite des Grünen Zoos www.zoo-wuppertal.de erreichbar. Im Grünen Zoo selbst können sich die Gäste weitgehend frei bewegen. An einigen Stellen gibt es Einschränkungen z. B. durch Einbahnstraßensysteme oder Absperrungen, die Tierhäuser bleiben geschlossen. Hygiene-Scouts stehen als zusätzliche Ansprechpartner zur Verfügung. Der Grüne Zoo empfiehlt seinen Gästen im gesamten Zoo das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, an einigen Stellen ist das Tragen einer medizinischen Maske vorgeschrieben. Alle Regelungen werden auf der Webseite des Grünen Zoos www.zoo-wuppertal.de im Detail erläutert. Der Grüne Zoo Wuppertal freut sich, dass er weiter geöffnet bleiben kann, und wünscht allen Gästen schöne Erlebnisse und einen angenehmen Aufenthalt. Ab Sonntag, 28. März, ist der Grüne Zoo mit Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit wieder von 9 – 18 Uhr geöffnet.

Tierpark + Fossilium Bochum 26.03.2021
Gute Nachricht für Zoofreunde – Der Tierpark + Fossilium Bochum bleibt ab dem 29.03.2021 geöffnet
ufatmen im Tierpark + Fossilium Bochum. Laut der am 26.03.2021 veröffentlichten Beschlüsse des Landes Nordrhein-Westfalen dürfen Zoologische Gärten mit vorheriger Terminbuchung und sichergestellter Rückverfolgbarkeit auch ab Montag, 29.03.2021, geöffnet bleiben „Dies ist eine große Erleichterung für alle Familien mit Kindern, Tierbegeisterte und vor allem für unsere Tierpark-Mitarbeiter:innen“, so Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Wir begrüßen es sehr, dass das Infektionsrisiko für Freiluftanlagen wie Zoos neu bewertet wurde und die Öffnungsregelungen entsprechend positiv ausfallen. Diese Entscheidung gibt unserem großen Einsatz der vergangenen Wochen zum Wohlbefinden und der Gesundheit unserer Gäste Recht.“ Aufgrund der aktuell hohen Inzidenzzahlen des Landes greift jedoch an einem Punkt die festgeschriebene Notbremse: Ab einem Inzidenzwert über 100 dürfen geschlossene Ausstellungsräume, wie das Aquarien- und Terrarienhaus im Bochumer Tierpark, für den Besucherverkehr nicht öffnen. In Vorbereitung auf die Wiedereröffnung fuhr der Tierpark sein bereits im vergangenen Jahr etabliertes, umfangreiches Hygienekonzept wieder hoch. Zusätzlich wurden innerhalb kürzester Zeit ein Online-Ticketshop sowie eine digitale Besucherregistrierung eingeführt, um den neuen behördlichen Vorgaben gerecht zu werden. Durch die Aufteilung der Öffnungszeit in zwei buchbare Timeslots konnten die Besucherströme entzerrt und Wartezeiten reduziert werden. „Als gemeinwohlorientierte Einrichtung hat das Wohlbefinden unserer Gäste höchste Priorität. Deswegen unterstützen wir selbstverständlich alle für unseren Betrieb relevanten Anordnungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Mit der Wiedereröffnung gingen wir sogar noch einen Schritt weiter, indem wir die zulässige Besucherzahl eigenverantwortlich auf 530 Gäste gleichzeitig pro Zeitfenster reduziert, um noch mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit zu gewähren“, betont Ralf Slabik. Aufsichtspersonal sorgt täglich für die Einhaltung der Abstände und Maskenpflicht sowie für einen geregelten Einlass in den Park. Auch regelmäßige Schnelltests für die Belegschaft werden zum Infektionsschutzmanagement des Tierparks gehören. Ralf Slabik: „Wir wollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wie von der Regierung empfohlen – zweimal pro Woche testen und arbeiten hierfür eng mit unserem Betriebsarzt zusammen. Es wäre wünschenswert, dass dafür zeitnah ausreichend zertifizierte Selbst- und Schnelltests zur Verfügung stehen würden.“ Der große Wunsch nach einer Abwechslung vom stark eingeschränkten Corona-Alltag und das Bedürfnis nach Mensch-Tier-Begegnungen waren in den vergangenen Tagen im Tierpark deutlich spürbar. „Die vielen glücklichen Familien und begeisterten Gesichter inmitten unserer Tiere haben uns einmal mehr in der Bedeutung unseres gesellschaftlichen Auftrags bestärkt“, reflektiert die stellvertretende Zoodirektorin Kerstin Schulze.

Zoo Duisburg 26.03.2021
Zoo Duisburg: Neues Spielplatz-Highlight in Gestalt eines Seelöwen
Der acht Meter hohe Rutschenturm bietet vielfältige Möglichkeiten zum Spielen, Toben und Erleben. Dabei ersetzt die Holzrobbe den in die Jahre gekommenen Dalbenturm. Ermöglicht wurde der Bau des neuen Spielgerätes durch die Sparkasse Duisburg. Der große Abenteuerspielplatz nahe der Sparkassen-Erlebniswelt im Zoo Duisburg hat ein neues Prachtstück: Einen einzigartigen Rutschenturm in Gestalt eines Seelöwen. Ermöglicht wurde das außergewöhnliche Spielgerät dank der Sparkasse Duisburg. Pünktlich zu den nahenden Osterferien hat Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn das neue Spielplatzhighlight gemeinsam mit Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg, eingeweiht. Er hat eine Gesamthöhe von 8,5 Meter, wurde aus nachhaltig angebautem Robinienholz gefertigt und trägt ein markantes Halstuch in Sparkassen-Rot. Der neue Rutschenturm im Zoo Duisburg ist ein echter Hingucker und bietet jede Menge Spielspaß. Über Einstiegsluken gelangen Spielbegeisterte in das Innere der Holzrobbe. Netzflächen ermöglichen den sicheren Aufstieg, durch Gucklöcher kann die Umgebung aus erhöhter Position beobachtet und den wartenden Eltern zugewinkt werden. Gleich zwei Edelstahlrutschen (Einstiegshöhe bei 2,5 und 4 Metern) sorgen mit je einer 30° Kurve für rasante Abfahrten. „Der Spielplatz neben unserer Sparkassenerlebniswelt mit Entdeckerhaus, Bauernhof und Streichelzoo war schon immer eine wunderbare Ergänzung und ist aufgrund der besonderen Spielgeräte für viele Kinder ein besonderer Anziehungspunkt im Zoo Duisburg“, freut sich Dr. Joachim Bonn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg und weiter: „Daher freue ich mich besonders, dass wir nun den in die Jahre gekommenen Rutschenturm gegen einen neuen austauschen konnten und die Attraktivität so weiter hoch halten.“ Auch die Außenfläche des neuen Rutschenturms ist nutzbar: Neben einem Kletternetz, einer Rutschstange und einem Rampenaufgang ermöglichen Klettergriffe aus Gummi den Aufstieg in eine Höhe von bis zu zwei Metern. „Von dem nachhaltigen Engagement der Sparkasse Duisburg profitieren Tiere und Menschen gleichermaßen. Dadurch können neue Gehege und Lebensräume ebenso entstehen, wie Erlebnisbereiche für unsere Besucher. Ich bin mir sicher, dass der neue Rutschenturm für viele leuchtende Kinderaugen sorgen wird – dafür sind wir der Sparkasse sehr dankbar“, betont Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter am Kaiserberg. Drei Tage hat der Aufbau des hölzernen Seelöwen gedauert. Mit mehreren LKW gelangten die vier großen Einzelelemente auf den großen Abenteuerspielplatz des Zoos, wurden mit einem Autokran auf die richtige Position gehoben und fachgerecht montiert. Zuvor wurde der Spieleturm aus nachhaltig angebauter Robine in Handarbeit von einer auf Spielgeräte spezialisierten Firma in enger Abstimmung mit dem Zoo angefertigt. Dabei entstand eine liebevolle Maßanfertigung, ein einzigartiges Unikat, welches nur am Kaiserberg bespielt werden kann. Der neue Spieleturm ersetzt dabei den in die Jahre gekommenen Dalbenturm, welcher bereits vor einigen Monaten demontiert wurde.

Tierpark Nordhorn 26.03.2021
Tierpark Nordhorn weiter geöffnet! Neue Verordnung berücksichtigt aktuelles Gerichtsurteil
Nach der neuen Niedersächsischen Verordnung, die am Montag, den 29.03. in Kraft tritt, dürfen die Zoos und Tierparks in Niedersachsen weiter öffnen – so auch der Tierpark Nordhorn. „Wir sind sehr erleichtert und froh, dass Ministerpräsident Weil dem jüngsten Gerichtsurteil folgt und die Zoos und Tierparks somit weiter offen hält!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Wir Zoos können vor allem den Kindern endlich ein kleines bisschen Abwechslung und Erholung im Coronaalltag bieten.“ Die Zoos und Tierparks hatten immer wieder betont, dass ein Zoobesuch mit einem Spaziergang an der frischen Luft gleichzusetzen ist. Das Hygienekonzept des Nordhorner Tierparks ist ausgereift und erprobt. Die Besucherzahl ist der Coronalage angepasst, die Beschilderung nebst Einbahnstraßenregelungen verständlich, das Togo-Angebot des Familienzoos ist vielfältig und wurde sogar ausgeweitet, um lange Wartezeiten und damit Menschenansammlungen zu vermeiden. Ordnungsdienste sind an jedem Tag im Einsatz, um die Einhaltung der geltenden Coronaregeln im Auge zu haben. „Wir appellieren zudem an die Eigenverantwortlichkeit der Zoobesucher! Niemand, der nicht möchte, muss einen Zoo besuchen,“ betont der Zoodirektor und resümiert: „Wir stellen fest, dass sich fast alle Menschen an die Regeln gewöhnt haben, Abstand halten und ihre Masken aufsetzen, sobald sie in Bereiche kommen, wo sich mehrere Menschen zeitgleich aufhalten. Es ist einfach nur schön zu sehen, wie glücklich die Besucher und unter ihnen vor allen Dingen die vielen Kinder sind! Endlich können sie wieder ihren Tag Glück bei uns im Tierpark erleben!“ Für einen Besuch des Nordhorner Tierparks ist der Kauf eines Onlinetickets für den Vormittag (9 bis 13.30 Uhr) oder Nachmittag (13.30 bis 18 Uhr) erforderlich. Das betrifft auch die Jahreskarteninhaber, die ein Reservierungsticket für 2 Euro erwerben müssen. Als Gegenleistung erhalten sie am Eingang eine Futtertüte im selben Wert gratis. In der reservierten Zeit muss der Zoo mit dem gültigen Ticket betreten werden. Wann der Tierpark wieder verlassen wird, spielt in dem Fall keine Rolle. Alle erforderlichen Details zum Kauf eines Tickets und zu den Verhaltensregeln sind auf der Homepage des Familienzoos unter www.tierpark-nordhorn.de zu finden. Der Kauf ist ausschließlich über den Onlineshop unter https://shop.tierpark-nordhorn.de/ möglich.

Kölner Zoo 26.03.2021
Kölner Zoo weiter geöffnet – Regeln wie bisher: Zertifikat über Negativ-Corona-Test und Online-Reservierung
Der Kölner Zoo ist auch über das kommende Wochenende hinaus für Besucher geöffnet. Für den Zoobesuch gelten weiter die bereits bestehenden behördlichen Regelungen. Ein Zoo-Besuch ist demnach möglich, wenn zusätzlich zu einem onlinereservierten Zutritt das Zertifikat über einen negativen Corona-Test vorgelegt werden kann. Zudem gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen. Alle Informationen zum Zoobesuch unter www.koelnerzoo.de. Der Zoo ist gerade dabei, im nahegelegenen Zoo-Event (gegenüber Haupteingang Flora) ein Testzentrum aufzubauen. Dieses wird voraussichtlich ab dem 01.04.2021 in Betrieb gehen. Dort kann in Verbindung mit einem gültigen Zoo-Ticket ein bis auf weiteres kostenloser Corona-Schnelltest nach Terminvereinbarung durchgeführt werden. Der Zoo weist darauf hin, dass im Testzentrum nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen und empfiehlt daher, Schnelltests schon vorab an anderer Stelle durchzuführen. Diese werden soweit anerkannt, wie es sich um Tests zertifizierter Teststellen handelt. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Detail-Informationen zum Testzentrum ab kommender Woche unter www.koelnerzoo.de.

Zoo Heidelberg 26.03.2021
Roloway-Meerkatzen ziehen ins Große Affenhaus – Umzug bietet mehr Platz zum Klettern, Spielen, Beobachten
Die Roloway-Meerkatzen im Zoo Heidelberg sind in dieser Woche in ihr neues Domizil im Großen Affenhaus eingezogen. Die dreiköpfige Gruppe hat den Umzug aus dem Kleinen Affenhaus gut überstanden und erkundet nun die neue, noch unbekannte Umgebung. Roloway-Meerkatzen sind in der Natur vom Aussterben bedroht. Seit 2001 setzt sich der Zoo Heidelberg mit dem WAPCA-Artenschutzprojekt für den Schutz dieser Affen in den Wäldern Westafrikas ein. Im Zoo Heidelberg stehen den drei Roloway-Meerkatzen nach dem Umzug zwei Innengehege sowie ein Außengehege zur Verfügung: Eines der Innengehege ist vom Besucherbereich des Großen Affenhaus einsehbar, das andere liegt im Tierpflegerbereich des Affenhauses und dient als gemütlicher Rückzugsort. Für die zuständigen Tierpfleger im Affenrevier bedeutet der Umzug der Meerkatzen-Gruppe eine Erleichterung im Arbeitsalltag. Besonders fasziniert sind die Meerkatzen derzeit noch von der Betriebsamkeit der Tierpfleger, denn im Pflegerbereich im Affenhaus ist immer etwas los. Am liebsten schauen sie den Tierpflegern bei der Arbeit zu. Zumindest so lange, bis im Besucherbereich im Großen Affenhaus wieder Besucher entlangschlendern, die stattdessen beobachtet werden können, denn das Große Affenhaus ist aufgrund der Pandemie geschlossen. Bei frühlingshaftem Wetter zeigen sich die Roloway-Meerkatzen den Besuchern jedoch gerne auf der Außenanlage. Dann sind sie dort beim Fressen, Klettern, und beim gemeinsamen Spielen zu sehen. Mit dem Umzug der Roloway-Meerkatzen in das Gehege neben den Weißscheitelmangaben, leben im Zoo Heidelberg beide Flaggschiffarten des WAPCA-Artenschutzprojekts in unmittelbarer Nachbarschaft. Gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Zoos und Institutionen initiierte der Zoo Heidelberg 2001 das WAPCA-Artenschutzprojekt (West African Primate Conservation Action). Es setzt sich gezielt für den Schutz der in Westafrika vom Aussterben bedrohten Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben ein. Inzwischen beteiligen sich 19 Partner aus Europa an dem Projekt in Ghana und der Elfenbeinküste. Der Zoo Heidelberg stellt einen großen Teil der Projektfinanzierung bereit und unterstützt die Mitarbeiter vor Ort in mit Know-How. Neben der Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Holzeinschlags ist die Aufklärung der Bevölkerung und die Entwicklung von alternativen Einnahmequellen ein weiterer wichtiger Teil der Artenschutzarbeit. Eine Besonderheit des WAPCA Projekts ist zudem die enge Verknüpfung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben. Dabei stehen die Zoos in Europa über das EEP in ständigem Kontakt mit den Projektverantwortlichen vor Ort. Auf Grundlage der jüngsten offiziellen Empfehlung des Zuchtprogramms, wird bald eine weibliche Roloway-Meerkatze aus einem Zoo in Europa in das Zuchtzentrum nach Ghana, Westafrika ziehen, um dort mit einem Männchen eine neue Zuchtgruppe aufzubauen. Bis es in Heidelberg wieder eine junge Roloway-Meerkatze geben wird, wird es noch eine Weile dauern. Im Dezember 2020 verstarb das Zuchtmännchen. Mutter Adriana hat sich in ihrer neuen Rolle als Gruppen-Chefin bereits gut eingefunden und stellt sich schützend vor den Nachwuchs. Für sie soll es erst einen neuen Partner geben, wenn die beiden weiblichen Jungtiere aus den letzten Jahren vollständig ausgewachsen sind. So lange wird das Mutter-Tochter-Trio alleine in Heidelberg leben – stellvertretend als wichtige Botschafterinnen für ihre bedrohten Artgenossen in Westafrika.

Zoo Vivarium Darmstadt 26.03.2021
Zoo Vivarium Darmstadt: Neues Ticketsystem für Eintrittskarten ab 29. März
Ab Montag, 29. März, nimmt der Zoo Vivarium ein neues Ticketsystem für Eintrittskarten in Betrieb. Eintrittskarten für den Zoobesuch gibt es dann ausschließlich über das neue Ticketportal unter www.tickets.zoo-vivarium.dezu erwerben. Die Tickets können die Besucherinnen und Besucher in ausgedruckter Form oder über das Smartphone an der Kasse vorzeigen. Dort werden sie entwertet. Für den Zoobesuch bis einschließlich Sonntag, 28. März, steht die bisherige Online-Terminreservierung auf www.zoo-vivarium.dezur Verfügung. Gemäß den Vorgaben der Hessischen Landesregierung mit Bezug zur Corona-Pandemie ist die Besucherzahl begrenzt. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstands zu beachten (siehe dazu www.corona.hessen.de).Es besteht zudem die Verpflichtung, eine Maske zu tragen. Das zugrundeliegende Hygienekonzept für den Zoo Vivarium orientiert sich an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts.

Erlebnis-Zoo Hannover 26.03.2021
Gemeinsam gegen die Pandemie: Drive-in-Testzentrum ab 31. März am Erlebnis-Zoo Hannover – So funktioniert die kostenlose Bürgertestung mit dem PoC-Antigen-Schnelltest im Testzentrum am Zoo
Seit 8. März haben Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf eine Corona-Testung mittels PoC-Antigen-Schnelltest pro Woche. Nun hat der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover auch den Zoo mit dem Betrieb eines Testzentrums beauftragt. Die Drive-in-Teststation im Parkhaus am Erlebnis-Zoo Hannover nimmt am 31. März 2021 ihren Betrieb auf. „Regelmäßige Testungen von einem Großteil der Bevölkerung werden dazu beitragen, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu stoppen – davon sind wir überzeugt“, sagt Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Mit dem Testzentrum am Zoo leisten wir einen Beitrag zu einer flächendeckenden Teststrategie und der Bekämpfung der Pandemie in unserer Region.“ Das könne ein Schritt zu einer langsamen Öffnung der coronabedingten Einschränkungen und zu mehr Freiheit sein – besonders vor dem Hintergrund, dass die Region Hannover sich mit umfangreichem Hygienekonzept und Teststrategie als Modellkommune bewirbt, so Casdorff weiter. Im Testzentrum am Zoo können sich Menschen ab sechs Jahren nach Anmeldung kostenlos mit einem PoC-Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Der verwendete Antigen-Schnelltest erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und kann das Virus mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nachweisen: Die Tests, die laut BFARM (Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte) zugelassen sind, haben nach Herstellerangaben eine Sensitivität von 92,00% und eine Spezifität von 99,26%. Das Drive-in-Testzentrum befindet sich im Parkhaus direkt am Zoo und ist ab dem 31. März täglich von 08.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab 26. März können auf der Website testzentrum-am-zoo.de verbindliche Termine gebucht werden. Medizinisch geschulte Mitarbeiter führen einen schnellen, schmerzfreien Abstrich im vorderen Nasenraum durch. Nach 20-30 Minuten erhalten Getestete eine E-Mail mit Zugang zu ihrem Testergebnis. Sollte dieses positiv ausfallen, erhalten sie entsprechende Informationen zur weiteren Vorgehensweise. Die positiven Ergebnisse werden vom Testzentrum gemäß Infektionsschutzgesetz an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt. Auf www. testzentrum-am-zoo.de sind alle Informationen zum Ablauf detailliert beschrieben.

Serengeti Park Hodenhagen 26.03.2021
Na wer schaut denn da heraus? Nachwuchs bei den Bennettkängurus unterwegs!
Hodenhagen (26.03.21): Kleine hochstehende Ohren, eine süße schmale Stupsnase und wunderschöne dunkle Kulleraugen, viel mehr hat es noch nicht von sich gezeigt – aber es hat schon ausgereicht, um die Herzen der Tierfleger im Serengeti-Park zu erobern! Bei den Bennettkängurus ist Nachwuchs unterwegs. Wie alt das Jungtier ist und wann es „wirklich da ist“ ist allerdings unklar. Das ist typisch für Beuteltiere, denn ihnen fehlt das Nährgewebe, von dem sich der Nachwuchs im Körper der Mutter bis zur Geburtsreife ernährt. Daher verlassen Kängurujunge bereits nach 30 bis 40 Tagen Tragzeit das Körperinnere der Mutter und müssen sich im Beutel weiterentwickeln. Zum Zeitpunkt dieser Geburt sind sie nur etwa so groß wie ein Gummibärchen und kaum entwickelt. Die anschließende so genannte Beutelzeit dauert bis zu neun Monate. In dieser Zeit kann sich das Tier geschützt entwickeln und wird von seiner Mutter gesäugt. Irgendwann ist es dann auch schon groß genug, um mal einen neugierigen Blick auf die Welt „da draußen“ zu werfen. Und genau das macht das kleine Bennettkänguru im Serengeti-Park seit einigen Tagen schon ab und zu mal. Mit ein wenig Glück und Geduld können Besucher es bereits entdecken. Das Junge ist der erste Nachwuchs in dieser Gruppe Kängurus im Serengeti-Park. In dem zu Fuß erreichbaren Gehege am Rande der Dschungel-Safari leben derzeit fünf Bennettkängurus. Die mittelgroßen Kängurus gehören zur Gruppe der Wallabys und werden nur bis zu 75 cm groß. Sie sind im Südosten Australiens, auf Tasmanien und kleineren, angrenzenden Inseln beheimatet.

Zoo Berlin 26.03.2021
Exzellente Forschung trifft auf bedrohte Tierart
Panda Pit aus dem Zoo Berlin wurde in der Charité untersucht Nachdem beim 1 ½-jährigen Panda Pit im Zoo Berlin vor kurzem Krampfanfälle beobachtet wurden und diverse Ursachen mit Unterstützung der Experten aus Human- und Tiermedizin ausgeschlossen werden konnten, folgte nun eine abschließende MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) in der Charité. Am vergangenen Dienstag hatte das Experten-Team rund um den Neuroradiologen Prof. Dr. med. Jochen Fiebach von der Charité einen besonderen Patienten in ihrem MRT-Gerät. Mit Hilfe dieses bildgebenden Verfahrens können exakte Schichtaufnahmen von Organen und Geweben erstellt werden. Darauf können beispielsweise Tumore, innere Verletzungen oder Ansammlungen von Wasser (Ödeme) oder Blut zu sehen sein. Das verwendete MRT-Gerät kommt in Europas größtem Universitätsklinikum normalerweise in der Schlaganfall-Forschung zum Einsatz. Die Untersuchung in der Charité lieferte detaillierte Bilder von Pits Gehirn. Bei der Analyse der hochauflösenden Bilder konnten weder Anzeichen von Entzündungen oder Tumoren noch Folgen einer früheren Verletzung – wie etwa ein Sturz aus größerer Höhe – gefunden werden. Es ergaben sich auch keine Hinweise auf eine Hirnblutung oder Thrombosen. „Wir haben die Messtechnik in unserem MRT-Gerät auf den großen Kopf des jungen Pandas angepasst und daher hervorragende Bilder bekommen. Glücklicherweise konnten keine Anzeichen für eine Erkrankung gefunden werden“, erklärt Radiologe Prof. Fiebach. Eines hat den erfahrene Human-Mediziner jedoch schon überrascht: „So eine ausgeprägte Kiefer-Muskulatur haben wir bei unseren Untersuchungen wirklich noch nie zu sehen bekommen.“ Große Pandas können mit ihrem starken Kiefer dicke Bambusstäbe knacken, ihre Beißkraft gilt als eine der stärksten im Tierreich. Nach der rund 1,5-stündigen Narkose erwachte Pit problemlos und kam sofort wieder auf die Beine. Krampfanfälle können unterschiedliche Ursachen haben, diese lassen sich nicht immer eindeutig feststellen. „Wir sind sehr dankbar für die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen hier in Berlin. Diese geballte wissenschaftliche Expertise in unserer Stadt ist weltweit vermutlich einzigartig“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Pit ist nun wieder mit seiner Familie vereint und wir haben natürlich weiterhin ein wachsames Auge auf ihn“, ergänzt Knieriem. Der Große Panda gilt als Symboltier für den Artenschutz. Die letzte Zählung des weltweiten Bestandes an Großen Pandas geht von nur noch etwa 1.860 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Hintergrund: Nachdem der junge Panda Pit am 3. März 2021 vier kurze Krampanfälle hatte, untersuchte das Experten-Team rund um Prof. Dr. Barbara Kohn des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin gemeinsam mit dem Zoo-Team den 1 ½-jährigen Panda gründlich. Die Untersuchungen – neben einer Computertomografie (CT) wurde u.a. auch ein Ultraschall der inneren Organe und eine Untersuchung des Nervenwassers durchgeführt – ergaben jedoch, nicht unüblich für diese Situation, bislang keinen Hinweis auf die Ursache dieses Vorfalls. Abgesehen von den vier kurzen Krampanfällen vom Anfang März zeigte der junge Panda keine weiteren Auffälligkeiten. Pit und sein Zwillingsbruder Paule wurden am 31. August 2019 geboren und sind der erste Panda-Nachwuchs in Deutschland überhaupt. Sie leben gemeinsam mit ihrer Mutter Meng Meng (7) im über 1000qm großen Panda Garden im Zoo Berlin. Vater Jiao Qing (10) lebt auf einer separaten Anlage, männliche Pandas sind bei der Aufzucht von Nachwuchs nicht involviert. Die Untersuchung in der Charité fand ohne regulären Patientenbetrieb und unter strengen Hygienemaßnahmen – inklusive anschließendes Durchlüften und Desinfektion – statt. Alle Beteiligten wurden im Vorfeld negativ auf Covid-19 getestet.

Tiergarten Worms 26.03.2021
„Nikolausi? Nein, Osterhasi!“
„Hehehe, nein, das ist nicht Nikolausi, weißt du, jetzt ist ja Frühling. Es ist ja jetzt nicht mehr Winter, hehehehe.“, so Kabarettist Gerhard Polt in seinem populären Sketch „Nikolausi“ – besser hätte der Tiergarten Worms die Umstände der Weihnachtsaktion 2020 nicht auf den Punkt bringen können. Was als vorweihnachtliche Geschenkeaktion begann, konnte aufgrund von Corona erst im Frühling 2021 beendet werden. Bereits Ende letzten Jahres schrieb der Tiergarten einen „Tierischen Wunschzettel“ mit kleinen und auch großen Wünsche, die von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern danach ausgewählt wurden, dass sie den Anforderungen für die Arbeit mit den Tieren optimal entsprechen und das Wohlbefinden der tierischen Bewohner im Tiergarten steigern. Kurz vor Weihnachten hätte die Übergabe ursprünglich stattfinden sollen, berichtet Tiergartenleiter Mitzinger, dann kam der erneute Lockdown. Mit der Öffnung im März, nach viermonatiger Schließzeit, konnten die Präsente endlich überreicht werden – die Freude war bei allen Beteiligten entsprechend groß und das Geschenkpapier wurde kurzerhand vom Weihnachts- in ein Ostermotiv getauscht. Kein Wunsch blieb unerfüllt und so fanden sich mehrere Heutoys, ein Futterautomat für die Paviane, mehrere Beschäftigungsbälle und Futternäpfe, aber auch Leckerlies, Alpakapools oder Fensterreiniger, Schneidbretter, Schnitthandschuhe unter den Geschenken. Weiter hatte Manfred Bumb, der eine Patenschaft für die Zwergziegen übernommen hat, nach Rücksprache mit der Revierleitung seinem Patentier in der heimischen Werkstatt mit ganz viel handwerklichem Geschick ein ganz persönliches Geschenk gezimmert. So kamen die Zwergziegen zu zwei neuen Futtertrögen, sowie einer großen Futterraufe und einer großen Ziegenwippe, die fortan für viel Spaß bei den Zwergziegen sorgen wird. Neben den Sachspenden erhielt der Freundeskreis des Tiergarten Worms viele Geldspenden, die es ermöglichten größere Wünsche zu erfüllen. So konnten für rund 1.700 Euro Beschäftigungsmaterialien für die Pferde gekauft, und ein großer Fangkescher und ein weiterer Futterwurfautomat angeschafft werden. Michaela Schmitt, Geschäftsführerin des Freundeskreis Tiergarten Worms e.V., begleitete die Wunschaktion, stand mit Rat und Tat zur Seite und fand für jeden Geschenkepaten das passende Geschenk. „Eine sehr gelungene Aktion, die mir einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Besuchern und wie groß die Hilfsbereitschaft unter ihnen ist“, berichtet Schmitt begeistert. Jeder hätte „seinem Tiergarten“ unbedingt helfen wollen und das sei eine wirklich schöne Erfahrung und während der langen Zeit der Schließung ein Lichtblick gewesen. „Der erneute Lockdown hatte unsere ursprüngliche Planung mächtig durcheinandergewirbelt, so dass wir die Geschenkeübergabe leider erst mit der Teilöffnung in diesem Monat durchführen konnten. Der Stimmung hat dies aber keinen Abbruch getan“, resümiert Tiergartenleiter Mitzinger. Drei Wochenenden in Folge wurde die Kutsche des Tiergartens, die als Geschenketisch diente, auf Hochglanz poliert und die Geschenkepaten zu unterschiedlichen Zeiten persönlich im Tiergarten empfangen. Der „Tierische Wunschzettel“ wurde in 2020 erstmals als gemeinschaftliche Aktion mit dem Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. und der Tiergarten Worms gGmbH durchgeführt.++++ Besuchen Sie den Tiergarten Worms +++++ Willkommen im Tiergarten Worms! Wir sind weiterhin von Montag bis Sonntag, in der Zeit von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr, für Sie da. Aufgrund der Auflagen und der neuen Allgemeinverfügung zum Infektionsschutz kommt es noch zu Einschränkungen. Aktuell sind alle Außenanlagen geöffnet, lediglich die Tierhäuser mussten wieder geschlossen werden. Weiterhin gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln. Wir bitten um Online-Voranmeldung des Besuches!

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 26.03.2021
Der Alpenzoo Innsbruck-Tirol nimmt am globalen Bündnis #UnitedForBiodiversity” teil
Die Erde ist wohl einzigartig im unserem Planetensystem und bis jetzt – soweit bekannt – der einzige Planet, auf dem Leben vorkommt. Obwohl die Erde während der 4,2 Milliarden Jahre, in der sie existiert, schon viele Veränderungen erfahren hat und tausende von Arten in den verschiedenen Erdzeitaltern entstanden und wieder verschwunden sind, erleben wir gerade eine globale Biodiversitätskrise – 1 Million Arten sind vom Aussterben bedroht – die wohl hauptsächlich durch den Menschen verursacht wird. Tatsächlich wurden und werden viele Schutzprogramme initiiert, um den Biodiversitätsverlust zu verlangsamen. Diese Bemühungen werden aber durch das Tempo, mit dem natürliche Lebensräume verschwinden, den ständig steigenden menschlichen Energiebedarf und die Übernutzung natürlicher Ressourcen zunichte gemacht. Alarmiert durch diese Entwicklungen rief der EU Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Virginijus Sinkevicius, Anfang März 2020 zu einem weltweiten Bündnis für Biodiversität „#UnitedforBiodiversity“ auf. Nationalparks, Aquarien, Botanische Gärten, Zoos, Naturhistorische Museen und Forschungsinstitute wurden dazu aufgerufen, die Öffentlichkeit mit Hilfe von Ausstellungen, didaktischen Einheiten, Artenschutz- und Forschungsprogrammen noch mehr und verstärkt auf den weltweiten, rasanten Artenverlust aufmerksam zu machen. Der Alpenzoo Innsbruck-Tirol beteiligt sich gerne, wie auch weltweit schon viele andere Zoos, Museen und naturwissenschaftliche Institutionen (in Österreich) an dieser Initiative. Der Alpenzoo Innsbruck-Tirol ist ein Tiergarten mit einem ausgesprochen speziellen Tierprogramm: wir zeigen ausschließlich Tierarten, die in den Alpen leben oder gelebt haben. Wir zeigen unseren Besuchern die Einzigartigkeit, Besonderheiten und Probleme der alpinen Tierarten, die z.T. direkt vor ihrer Haustüre anzutreffen sind. Zugleich hat sich aber der Alpenzoo von Beginn an auch der Erforschung der alpinen Tierwelt und ihres Schutzes verschrieben. Wir initiieren und beteiligen uns an Auswilderungsprogrammen, wie z.B. für den Steinbock Capra ibex oder den Bartgeier Gypaetus barbatus und beide Arten sind im Alpenraum wieder heimisch und mit guten Zahlen vertreten. Weitere Schutzprogramme sowie auch eine Findlingsstation für verletzte Wildtiere, die gesund gepflegt werden und wieder in die Freiheit entlassen werden, betreuen wir seit über 40 Jahren. Dennoch unterliegen gerade die Alpen, die seit über 6000 Jahren vom Menschen genutzt und besiedelt werden, einem gewaltigen, vor allem touristischen Nutzungsdruck. Unsere Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit für den Schutz der Alpen noch mehr zu sensibilisieren. Wir laden auch unsere Partnerorganisationen und alle Länder, die Anteil an den Alpen haben, ein, sich diesem Bündnis anzuschließen und Schutzprogramme zu starten. Der Alpenzoo Innsbruck-Tirol unterstützt die Biodiversitätsziele des Bündnisses und wird seine Aktivitäten zum Schutz der Alpen noch intensivieren und erweitern.

Tiergarten Nürnberg 25.03.2021
Tiergarten zeigt „neue Natur“ durch Klimawandel
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg wird wieder gebaut. Im mittig gelegenen Teil des Tiergartens, der sogenannten Mittelspange, saniert der Tiergarten in den nächsten Jahren alle bestehenden Tieranlagen. Als tiergärtnerische Innovation wird versucht, alle sechs Gehege so untereinander zu verbinden, dass alle dort gehaltenen Tierarten in unterschiedlichsten Konstellationen alleine oder vergesellschaftet gehalten werden können. In einem ersten Schritt werden die vorhandenen Gehege der Rentiere, Wapitihirsche und Wisente zusammengefasst. Landschaftlich sind in den verschiedenen Gehegeabschnitten unterschiedliche Lebensraumtypen vorgesehen. Mit dem Umbau hat der Tiergarten Nürnberg die Haltung der Rentiere und Wapitihirsche dauerhaft beendet. Für die Zusammensetzung des zukünftigen Tierbestands in der Mittelspange wurden noch nicht alle Entscheidungen getroffen. Sicher ist, dass es sich durchweg um überwiegend bedrohte asiatische Tierarten handeln wird. Bereits heute gesetzt sind die Schabrackentapire, Hirscheber und Prinz-Alfred-Hirsche. Hinzukommen werden noch eine seltene Rinderart und mindestens eine Antilopen-beziehungsweise Gazellenart. Für die Schabrackentapire und Hirscheber koordiniert der Tiergarten Nürnberg das EEP, also das Erhaltungszuchtprogramm der Europäischen Zoos. Der Arbeitstitel des neuen Gehegeprojekts lautet: „Reichswald von morgen und Tiere von gestern“. Dahinter steht die Tatsache, dass sich die Vegetation im Reichswald durch die Klimaveränderung in Nürnberg so stark verändern wird, dass der Wald keine Ähnlichkeit mehr mit dem uns heute vertrauten Bild haben wird.„Diese Verfremdung wird in dem Projekt der Mittelspange überspitzt dargestellt durch eine exotisch anmutende asiatische Vegetation, die zwischen den heimischen Bäumen ins Auge fallen wird“, erläutert Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. „So könnte jedoch zukünftig durchaus die Vegetation in Mitteleuropa aussehen, wenn sich sowohl die Pilzdurchseuchung der Böden wie auch die Erwärmung fortsetzen und die heimischen Pflanzen keine Resistenzen gegen asiatische Schädlinge und wärmere Temperaturen entwickeln.“ Das verfremdete Waldbild steht symbolisch für eine „neue Natur“, die das Bekannte ersetzen wird. Die Tiere repräsentieren im Gegensatz zu den Pflanzen zwar auch asiatische Lebensräume, verkörpern aber das Gegenteil: Sie werden in ihrer Heimat ausgestorben sein, wenn die Vegetation ihrer ehemaligen Lebensräume in Europa eine neue Heimat gefunden haben könnte. Im neuen Gehege werden unter anderem Paulownia (Blauglockenbaum), Gingko, Hamamelis (Zaubernuss), Azalee, Rhododendron, Bambus, Parrotia (Eisenholzbaum) und asiatische Ahornarten gesetzt. Diese Pflanzen sind auch optisch ein Hingucker. So sorgen sie zu unterschiedlichen Jahreszeiten mit verschiedenen Farben für Aufsehen –von gelber Blüte im Januar bis Herbst bis zum flammenden Rot zum Jahresausklang

Zoo Osnabrück 25.03.2021
„Frühlingsleuchten“ im Zoo Osnabrück – Verlängerte Öffnungszeiten mit leuchtenden Tierfiguren ab Montag
Ab kommenden Montag, 29. März verlängert der Zoo Osnabrück seine Öffnungszeiten. Von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr lädt der Zoo mit dem „Frühlingsleuchten“ zu einem abendlichen Spaziergang ein. Mit Einbruch der Dämmerung stehen zahlreiche beleuchtete Lichtfiguren entlang der Wege im Mittelpunkt des Besuchs. E-Tickets für die Veranstaltung sind um 50 Prozent rabattiert, Jahreskarten bleiben während der späten Öffnungszeiten gültig. Wie tagsüber ist auch abends vorab eine Onlineanmeldung notwendig (ab dem 29.3. möglich). Wer im letzten Jahr bei den „Zoo-Lights“ im Zoo Osnabrück war, hat eine Vorstellung davon, was ab dem 29. März beim „Frühlingsleuchten“ zu erwarten ist. „Wie im vergangenen Herbst möchten wir wieder in den abendlichen, beleuchteten Zoo einladen“, erklärt Margarita Weißbäcker, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück. „Anders als aktuell tagsüber werden die Besucher dabei auf einem Rundweg durch den Zoo geleitet. Es gibt eine lange Einbahnstraße, die entlang der Löwen und durch die Tierwelten ‚Samburu‘, ‚Takamanda‘, ‚Manitoba‘ und ‚Angkor Wat‘ führt.“ Die Tierfiguren werden bis zum 2. Mai täglich zwischen 17:30 Uhr und 21:30 Uhr (Kassenschluss 21 Uhr) den Zoo in ein buntes Licht tauchen. Riesige grüne Grashüpfer, versteckt leuchtende Tiger und rosa schimmernde Flamingos sind nur der Anfang der stimmungsvollen Beleuchtung auf dem Rundweg. Vor dem Besuch ist eine kostenlose Onlineanmeldung unter www.zoo-osnabrueck.de notwendig, da die Besucherzahl aufgrund der aktuellen Coronasituation limitiert ist. Die Onlineanmeldung für das „Frühlingsleuchten“ ist ab dem 29. März möglich. Wer bei der Onlineanmeldung auch gleich online ein E-Ticket kauft, spart 50 Prozent auf den abendlichen Eintrittspreis. Für Erwachsene kostet der Eintritt dann nur 9,50 Euro anstatt 19 Euro. Mit einer Jahreskarte ist der Eintritt frei, eine kostenlose Onlineanmeldung ist aber trotzdem notwendig. Mehr Figuren als letztes Jahr – Im Vergleich zu den „Zoo-Lights“ aus dem vergangenen Jahr gibt es beim „Frühlingsleuchten“ einen entscheidenden Unterschied: „Unsere Besucher können sich auf noch mehr Tierfiguren und Leuchtelemente freuen“, berichtet Weißbäcker. Der Rundweg wurde nicht nur mit den bekannten Figuren aus dem vergangenen Herbst umgestaltet, sondern es sind auch weitere Figuren hinzugekommen. „Im Jahr 2019 hatten wir zum Beispiel sehr beliebte Schneeeulenfiguren, die nach einer Pause im vergangenen Jahr jetzt wieder zwischen den Bäumen schweben“, so Weißbäcker. Dass dieses Frühjahr so viele Leuchtfiguren im Zoo Osnabrück stehen, hat einen einfachen Grund. „Seit 2019 besitzen wir eigene Tierfiguren. Wir haben damals extra mehr Figuren gekauft, um sie auch an andere Zoos vermieten zu können. Aufgrund von Corona war die Nachfrage für das Frühjahr aber nicht so hoch, sodass wir aktuell mehr Figuren haben als wir für den Rundweg eigentlich benötigen. Für unsere Besucher ist das natürlich eine tolle Sache, denn in dieser schweren Zeit können wir ihnen so ein besonderes Präsent machen, indem wir noch mehr Figuren aufstellen als üblich.“ Die abendliche Zoobeleuchtung verspricht somit für alle etwas Neues, vor allem aber einen abwechslungsreichen Spaziergang durch den abendlichen Zoo. Vor dem Besuch online Informieren – Um während des Besuchs bestmöglich vor dem Coronavirus geschützt zu sein, gilt auf dem gesamten Zoogelände eine Maskenpflicht. Außerdem werden Besucher gebeten sich am Tag ihres Zoobesuchs auf der Homepage des Zoos über aktuelle Maßnahmen zu informieren. „Wir gehen im Moment davon aus, dass wir auch über Ostern geöffnet sind. Auch an diesen Tagen findet das ‚Frühlingsleuchten‘ statt“, so Weißbäcker. Unter www.zoo-osnabrueck.de informiert der Zoo Osnabrück tagesaktuell über seine Öffnungszeiten und Corona-Schutzmaßnahmen. Neben den zahlreichen, leuchtenden Tierfiguren werden am frühen Abend auch einige echte Tiere zu sehen sein. „Bei den nachtaktiven Tieren besteht natürlich auch in den Abendstunden die Möglichkeit, dass sie zu sehen sind“, so Weißbäcker. Dazu gehören zum Beispiel die Hudson-Bay Wölfe, Tüpfel-Hyänen oder Baumstachler. „Wie tagsüber kann es aber auch passieren, dass die Tiere lieber schlafen oder in ihren Höhlen liegen. Im Fokus des Besuchs stehen darum die wunderschön leuchtenden Lichtfiguren.“

Zoo Magdeburg 25.03.2021
55 Stunden – Besuch beim Elefanten, Löwen, Erdmännchen und Co.
Wir stellen uns mit geänderten Öffnungszeiten und Zugangsregeln auf unsere Gäste ein. Für die Zoos in Sachsen-Anhalt als beliebte Oster-Ausflugsziele hat der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Haseloff, in dieser Woche auf der Landespressekonferenz geworben. Grund genug, sich auf einen erwartbaren Besucheransturm vorzubereiten und den Magdeburgern und den Gästen aus der Region als besondere Osterüberraschung 55 Stunden Tierwelt und Natur vom 1. April bis zum 5. April 2021 anzubieten. Zoobesuch mit Zutrittsberechtigung – Der Zoo öffnet an diesen fünf Tagen von 08:30 bis 19:30 Uhr. Außerdem ist für den Zoobesuch vorab eine Zutrittsberechtigung für einen bestimmten Zeitraum erforderlich, der online unter https://zoo-magdeburg.ticketfritz.de erworben werden kann. Auch an der Zookasse kann man die Zutrittsberechtigung vorab für einen späteren Besuch für 3,00 Euro erwerben. Diese Vorgangspauschale von 3,00 Euro wird beim Zoobesuch zurückerstattet. Damit wollen wir den No-Show-Reservierungen, bei denen zwar Zeitfenster reserviert aber dann nicht in Anspruch genommen werden und die andere am Eintritt hindern, entgegenwirken. Die Besucher können sich für eins der vier Zeitfenster entscheiden: 08:30 bis 11:00 Uhr, 11:00 bis 14:00 Uhr, 14:00 bis 17:00 Uhr, 17:00 bis 19:30 Uhr. Das Zeitfenster ist sowohl für Jahreskartenbesitzer als auch für Tagesticketkäufer zu reservieren. Der maximale Zutritt pro Zeitfenster beträgt 1.000 Personen, wobei Kinder unter 4 Jahren nicht mitgezählt werden. Alle Personen über 4 Jahre müssen bei der Zutrittsberechtigung registriert sein. Wer zum Beispiel mit 2 Erwachsenen, ein achtjähriges Kind und ein dreijähriges Kind den Zoo besuchen möchte, benötigt eine Zutrittsberechtigung für drei Personen. Übrige freie Zutrittsberechtigungen für einzelne Zeitfenster werden, sofern vorhanden, an der Zookasse am Besuchstag vergeben. Abendtarif „5 € für 5!“, unveränderte Eintrittspreise und Nutzung von Jahreskarten und Gutscheinen – Die Eintrittspreise bleiben unverändert bei freiem Eintritt für Kinder, 13,00 Euro für Erwachsene bzw. 9,00 Euro ermäßigt.). Wer sich jedoch für das letzte Zeitfenster von 17 bis 19:30 Uhr entscheidet, zahlt als Erwachsener nur 5,00 Euro für den Zoobesuch an diesen fünf Ostertagen. Die Zoo-Jahreskarten und Gutscheine sind ebenso nutzbar. Zum Schutze unserer Besucher und Belegschaft bitten wir ausschließlich Gäste aus der Region zu uns zu kommen und sich an alle geltenden Hygieneregeln des RKI zu halten. Der Zoo empfiehlt außerdem den ausgeschilderten Rundweg zu nutzen, um Kontakte weithin zu minimieren. Auch wenn pandemiebedingt von Jedem mehr Achtsamkeit im öffentlichen Raum notwendig ist, gibt der Zoobesuch eine gute Möglichkeit in der Natur neue Kräfte zu sammeln und sich vom Alltagsstress zu erholen. Vorbeischauen lohnt sich in diesen Tagen besonders beim Nachwuchs der südamerikanischen Krallenaffen, Grünen Meerkatzen, Flinken Kängurus, Blessböcken und natürlich Großen Ameisenbären.

Tierpark Bern 25.03.2021
Noch mehr Zoo – längere Öffnungszeiten im Dählhölzli
Ab Sonntag, 28. März 2021 sind die Tore des Dählhölzli-Zoo wieder bis 19.00 Uhr geöffnet. Mit dieser Anpassung reagieren wir auf das Bedürfnis unserer Gäste nach mehr Tiererlebnis und Entspannung in schwierigen Zeiten. Am Sonntag beginnt die Sommerzeit, zudem verspricht die Wettervorhersage frühlingshafte Wärme und Sonnenschein. Unsere erfreulichen Besucherzahlen in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung sprechen Bände über die Bedeutung von Zoologischen Gärten in der Gesellschaft, trotz widriger Umstände, wie geschlossenem Vivarium, BärenHaus und Papageitaucherhalle und kaltem Wetter. Nun tragen wir dem Bedürfnis unserer Besucherinnen und Besucher nach mehr Tiererlebnis und dem angesagten schönen Wetter Rechnung und haben ab Sonntag bis 19.00 Uhr am Abend geöffnet. Das Eulen Bistro wird bis auf weiteres geschlossen bleiben, dies zugunsten der viel geschätzten Sitzgelegenheiten am Brätliplatz. Bei einem Take-Away-Service müssten diese nämlich entfernt werden.

Tierpark Hellabrunn 25.03.2021
Tierpark Hellabrunn plant Öffnung zu Ostern
Im Zuge der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie wurde die Anfang der Woche beschlossene „Ruhetagsregelung“ über Ostern seitens der Bundesregierung kurzfristig wieder zurückgenommen. Das eröffnet erfreulicherweise doch eine Öffnungsperspektive für den Münchner Tierpark Hellabrunn. Hellabrunn wird – abhängig von der weiteren Entwicklung der Inzidenzzahlen gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – seine Pforten für Besucher über die Feiertage aufmachen. Die am Montag von Bund und Ländern beschlossenen verschärften Lockdown-Maßnahmen für die Osterfeiertage sind erfreulicherweise vom Tisch. Wenn der für die Infektionslage wichtige Indikator, die Inzidenzzahl, weiter unter 100 bleibt, darf Hellabrunn auch über die Osterfeiertage im Rahmen der bereits bestehenden Beschränkungen Besucher empfangen. Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende in Hellabrunn und 3. Münchner Bürgermeisterin ist erleichtert: „Es ist erfreulich, dass der Tierpark nun doch über die Osterfeiertage öffnen kann. Für viele Münchner*innen ist der Tierparkbesuch in der Osterzeit eine beliebte Tradition. Gerade in diesem Jahr werden kleine und große Hellabrunn-Besucher*innen dieses beliebte Ausflugsziel besonders schätzen.“

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 25.03.2021
Emus sind bei Roten Riesenkängurus eingezogen – Sprinter und Springer teilen sich jetzt das Australien-Gehege
Verdutzte Blicke auf allen Seiten: Auf der Känguru-Anlage der Wilhelma sind seit kurzem erstmals auch zwei Emus zu Hause. Zwar sind in diesem Gehege Australier unter sich. Doch hatten die Roten Riesenkängurus des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart in ihrem Leben zuvor noch keine Emus gesehen. Deshalb halten sich die sprunghaften Beuteltiere bisher noch sehr im Hintergrund. Derweil haben sich die beiden Vogelarten in dieser Wohngemeinschaft schon arrangiert. „Die großen Emus und die viel kleineren, aber streitbaren Hühnergänse haben begriffen, dass es durchaus unangenehm werden kann, sich mit dem anderen anzulegen“, berichtet der Kurator Dr. Günther Schleussner. Emus haben eine imposante Statur: Von einer Körperhöhe von 1,00 bis 1,30 Meter ragen ihre Köpfe an den langen Hälsen bis knapp zwei Meter hoch. Bei den 30 bis 45 Kilo schweren Laufvögeln sind die Weibchen meist etwas größer, schwerer und dunkler gefärbt als die Männchen. Der Emu ist von Natur aus flugunfähig, kann aber sehr schnell rennen. Für einen Zweibeiner erreicht er das bemerkenswerte Tempo von 50 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Der schnellste Mensch, Usain Bolt, kam bei seinem Weltrekord über 100 Meter in der Spitze „nur“ auf eine Geschwindigkeit von 44,72 Kilometern pro Stunde. Der Emu schafft dies mit einer sehr kräftigen Beckenmuskulatur. Deren Anteil an seiner gesamten Muskelmasse ist etwa so groß wie bei flugfähigen Vögeln die Flugmuskulatur.Schneller läuft nur der noch größere Strauß, der auf Tempo 70 kommen kann. Die großen Laufvögel sind übrigens nicht näher miteinander verwandt. Der Emu in Australien, der Strauß in Afrika und der Nandu in Südamerika haben getrennt voneinander einen ähnlichen Körperbau entwickelt. Vom Emu, der mit den Kasuaren verwandt ist, gab es drei Unterarten. Von ihnen sind zwei nach der Ankunft der europäischen Siedler auf dem Fünften Kontinent ausgestorben. Der Emu lebt in fast ganz Australien und kommt mit landwirtschaftlichen Strukturen so gut klar, dass es heute vermutlich mehr dieser Vögel gibt als vor der Besiedlung durch die Europäer. Auf der Insel Tasmanien wurde die dort vorkommende Unterart jedoch im 19. Jahrhundert ausgerottet. Seit wenigen Tagen schauen die beiden 2018 geschlüpften Emus mit ihren großen Augen wieder verwundert. Für sie bedeutet die Wiedereröffnung der Wilhelma, dass erstmals Gäste vor ihrem Gehege stehen. Der Hahn und die Henne kommen neugierig bis an den Zaun. Der ist vorerst auf Brusthöhe blickdicht verhängt, damit die Emus leichter ihre Grenzen kennen lernen. Die Besucherinnen und Besucher können sie gut beobachten, sollten aber ihre Finger und jede Nahrung bei sich behalten, um nicht Bekanntschaft mit den Schnäbeln zu machen. Während ältere Emus weitgehend Vegetarier sind und vor allem Gräser, Kräuter, Samen sowie Früchte fressen, stärken sich jüngere Emus zusätzlich auch mit Raupen, Insekten und kleinen Wirbeltieren.

Tierpark Chemnitz 24.03.2021
Neuzugänge im Tierpark Chemnitz Bärenmakaken-Gruppe hat Neuzugänge bekommen
Die Gruppe der Bärenmakaken im Tierpark Chemnitz hat neue Mitglieder bekommen. Zu den vier Männchen und zwei Weibchen, die bereits hier leben, sind Anfang März noch drei Männchen aus dem Tier- und Kulturpark Bischofswerda hinzugekommen. Bärenmakaken sind sehr gesellige Primaten, die in relativ großen Gruppen mit komplexen sozialen Beziehungen leben. Die Alteingesessenen und die Neuankömmlinge haben sich zuerst im Innengehege und mit einem Sicht-Schieber dazwischen kennengelernt. Die Neuen hatten auch zunächst Gelegenheit, die ihnen unbekannte Anlage alleine zu erkunden. Nach mehreren Tagen des kontrollierten Annäherns, in denen es keine aggressiven Situationen zwischen den beiden Gruppen gab, wurden die Tiere auf der großzügigen Außenanlage zusammengeführt. Dabei bekamen die Mitarbeiter:innen des Tierparks die ganze Bandbreite der Makaken-Kommunikation zu sehen und zu hören. Unter den Bärenmakaken wurde gekreischt, gegrunzt und es wurde sich teilweise auch gedroht. Gleich darauf wurde aber oft freundlich geschnattert und den anderen Artgenossen das Hinterteil präsentiert – das dient der Beschwichtigung der Artgenossen. Auch weitere interessante Verhaltensweisen konnten beobachtet werden. Gerade die Männchen müssen ihre Artgenossen oft beeindrucken. Das geschieht entweder durch das Rütteln an und auf Bäumen, eine Art der Kraftdemonstration. Außerdem beeindrucken sich die Männchen gegenseitig durch Anschreien und präsentieren so ihre großen Eckzähne. Solch kleinere Konflikte sehen gefährlicher aus, als sie eigentlich sind. Außerdem sind sie beim Zusammenleben in einer Gruppe vollkommen normal. Anschließend versöhnen sich die Bärenmakaken durch die gegenseitige Fellpflege. Der Tierpark Chemnitz ist im Übrigen in Deutschland die einzige zoologische Einrichtung, die Bärenmakaken hält. Insofern ist die Gruppe eine zoologische Rarität und eine besonders spannende noch dazu.

Zoo Köln 24.03.2021
Große Ameisenbärin „Ibera“ neu im Kölner Zoo Zoo möchte bei dieser Tierart erneut in die Zucht gehen – Große Ameisenbären sind in ihrem Ursprungsland Brasilien gefährdet
Neuzugang im Kölner Zoo: Seit Ende November lebt hier die Große Ameisenbärin (Myrmecophaga tridactyla) „Ibera“. Sie kam aus dem Gaia Zoo in Kerkrade an den Rhein. Dort wurde sie am 8. Juni 2019 geboren. In Köln teilt sie sich die Anlage mit ihrem männlichen Artgenossen „Yavi“. „Ibera“ hat sich gut eingewöhnt und lernt „Yavi“ zurzeit kennen. Die Tiere sind beide auf der 2012 komplett neu erbauten Ameisenbär-Anlage im Kölner Zoo zu sehen. „Ibera“ ist sehr groß für einen weiblichen Ameisenbären. Sie ist aktiv und bewegt sich viel. Im Vergleich zum nur etwas größeren „Yavin“ hat sie einen schmaleren Kopf, schmalere Schultern und einen kürzer gezogenen Seitenstreifen. „Ibera“ zog im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramms aus den Niederlanden nach Deutschland. Die Zuchtbuchführerin will mit dieser Verpaarung die genetische Vielfalt in der Ameisenbär-Population der europäischen Zoos stärken. Das Zuchtbuch für diese Art wird vom Zoo Dortmund geführt. „Ibera“ soll in Köln gemeinsam mit „Yavi“ für Nachwuchs sorgen. Im Kölner Zoo wurden bislang zwei Ameisenbären geboren. Große Ameisenbären erhalten u.a. morsches Holz, das sie mit ihrer messerscharfen Riesenkralle zerlegen und nach Fressbarem durchsuchen. Zudem bekommen sie in Zoos einen Brei mit Ballaststoffen, Proteinen und Kohlenhydraten. Sie nehmen sie mit ihrer langen, sichelförmigen Zunge auf. Ab und an erhalten sie als besonderes „Leckerchen“ Avocados. Große Ameisenbären gehören zu den bedrohten Arten. Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) listet sie in ihrem südamerikanischen Verbreitungsgebiet als gefährdet ein. In Uruguay und Nordargentinien gilt der Große Ameisenbär bereits als ausgestorben.

Zoo Zürich 24.03.2021
UNTERSUCHUNGEN ZUM TIGER-VORFALL ABGESCHLOSSEN
Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren zum tragischen Vorfall im Zoo Zürich vom letzten Juli ein. Sie geht von einem selbstverschuldeten Arbeitsunfall aus. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat hat heute Mittwoch, 24. März 2021, mitgeteilt, dass sie das Strafverfahren im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall vom 4. Juli 2020 im Zoo Zürich eingestellt hat. Beim Vorfall war eine Tierpflegerin tödlich von einem Tiger verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft geht gemäss Mitteilung von einem selbstverschuldeten Arbeitsunfall aus. zur Mitteilung der Staatsanwaltschaft Der Zoo Zürich nimmt den Abschluss des Verfahrens zur Kenntnis. «Es ist gut, dass der Vorfall untersucht wurde und diese Untersuchungen nun abgeschlossen sind», sagt Zoodirektor Severin Dressen. «Unabhängig davon bleibt der 4. Juli 2020 ein einschneidender Tag in der Geschichte des Zoos, der uns allen als solcher immer gegenwärtig bleiben wird.» Nicht alle Schieber geschlossen Die erfahrene Tierpflegerin hatte sich am 4. Juli 2020 zu Reinigungsarbeiten in der Aussenanlage der Amurtiger aufgehalten. Weil nicht alle der sogenannten «Schieber» vom Tigerstall in die Aussenanlage vollständig geschlossen waren, hatte das Tigerweibchen fälschlicherweise gleichzeitig mit der Tierpflegerin Zugang zum Aussenbereich, worauf es zum verhängnisvollen Zusammentreffen kam. Obwohl andere Tierpflegerinnen und Tierpfleger sofort reagierten und die Tigerin abrufen und abtrennen konnten, verstarb die Verletzte noch vor Ort. Der Zoo Zürich hält alle Grosskatzen im geschützten Kontakt, bei dem Mensch und Tier jederzeit voneinander getrennt sind. Müssen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger die Anlagen betreten, zum Beispiel zum Reinigen und Futter ausbringen, rufen sie die Tiere zum Abtrennen in den Stall. Die Abtrennung erfolgt dabei über mehrere Schieber. Das sind Türen, die auf Distanz mit Hebeln geöffnet und geschlossen werden können. Die Staatsanwaltschaft kommt bei ihren Untersuchungen zum Schluss, dass davon auszugehen sei, «dass die verstorbene Tierpflegerin infolge Unaufmerksamkeit unterlassen hat, sämtliche Schieber vollständig zu schliessen». Absolute Sicherheit gibt es nicht «Wir überprüfen alle unsere Anlagen und Systeme regelmässig», sagt Severin Dressen. «Im Nachgang des Unfalls haben wir die Raubtieranlagen natürlich erneut überprüft. Dabei konnten wir keine technischen Mängel feststellen.» Bei allen Vorkehrungen lassen sich tragische Unfälle nie ganz ausschliessen. «Ein kleines Mass an Unwägbarkeit bleibt leider immer bestehen», so Severin Dressen. «Selbstverständlich sind wir bestrebt, uns stets weiterzuentwickeln und evaluieren auch laufend neue Möglichkeiten, um das Restrisiko noch mehr zu verkleinern.» Eine hundertprozentig garantierte Sicherheit lässt sich aber nicht herstellen. «Wo Menschen und Tiere involviert sind, bleibt immer ein kleines Restrisiko. Selbst eine kleine Unachtsamkeit kann schwerste Folgen haben. Das hat uns der tragische Vorfall schmerzlich vor Augen geführt».

Thüringer Zoopark Erfurt 24.03.2021
„Sensation im Erfurter Zoo: Hazel ist Deutschlands ältestes Riesenkänguru“
Am 25. März wird im thüringischen Australien Geburtstag gefeiert! Denn Känguru-Dame Hazel, die 2007 über den großen Teich kam und nun in Erfurt wohnt, wird 21 Jahre alt. Und das ist für die Beuteltiere, die durchschnittlich nicht älter als 15 werden, ein stattliches Alter. Der Erfurter Zoo ist stolz: Hazel ist Deutschlands ältestes Riesenkänguru – Bereichstierpflegerin Jana Schilling kennt die „Riesin“ schon von Anfang an: „Sie ist damals mit ihrem Bock Hydn zu uns gekommen. Die beiden haben uns viele kleine Jungtiere beschert. Mittlerweile lebt er nicht mehr. Aber Hazel hat sich Bock Wilson gekrallt und auch mit ihm noch mal Nachwuchs gezeugt.“ Insgesamt hat Hazel sieben Jungtiere in ihrem Beutel groß gezogen – Tochter Filou macht sie dieses Jahr sogar noch zur Oma. Es versteht sich von selbst, dass die gute Pflege von Bereichstierpflegerin Jana Schilling und ihrem Team maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Hazel schon Ü 20 wird. Zwar hat das Känguru typische Alterserscheinungen, aber sie wirkt noch sehr fit: „Klar, Hazel hüpft etwas langsamer als die anderen, hat eine graue Nase und isst am liebsten Süppchen“, erklärt Jana Schilling. Da Kängurus reine Pflanzenfresser sind, nutzen sich ihre Zähne im Laufe der Jahre schnell ab – die Dritten gibt es nicht. Deshalb werden für Hazel harte Pellets eingeweicht, was die Tierpfleger liebevoll „Süppchen“ nennen. Außerdem steht auf dem Speiseplan ein ganz besonderes „Känguruheu“. Es ist ein spezielles Kräuter- bzw. Bergwiesenheu, das einen hohen Anteil an Blättern aufweist. Auf zu viel Stängel im Heu reagieren Kängurus empfindlich, sie sind echte Gourmets. Deshalb kommt das Heu auch mal aus Süddeutschland oder Frankreich. Am Geburtstag ist für Hazel zwar nichts Besonderes geplant, aber über die eine oder andere Gratulation freut sich Australien im Thüringer Zoopark Erfurt mit Sicherheit. Wir wünschen Hazel noch ein langes, glückliches Leben im Erfurter Zoo!

Zoo Basel 24.03.2021
Hai-News im Zoo Basel: Neue Art und seltener Nachwuchs
Im zurzeit für das Publikum geschlossenen Vivarium im Zolli ist eine neue Hai-Art eingetroffen. Ausserdem gab es erstmals seit 2014 wieder Nachwuchs bei den Stierkopfhaien. Nach langem Warten hat es bei den Kalifornischen Stierkopfhaien (Heterodontus francisci) gleich mehrfach Nachwuchs gegeben. Die Umstände sind etwas speziell: Ein Weibchen, das mehrmals erfolgreich gezüchtet hatte, verstarb im Frühling 2020. Kurz vor dem Tod legte es noch ein Ei ab. Nach etwas mehr als sieben Monaten schlüpfte letzten Oktober daraus ein männliches Jungtier, das in einem Aufzuchtbecken hinter den Kulissen des Vivariums heranwächst. Am 15. März hat es Gesellschaft erhalten: Aus einem weiteren Ei schlüpfte ein, mit einer Länge von fast 14 Zentimetern, recht grosses weibliches Jungtier. Die Mutter ist ein neunjähriges Weibchen, das bisher noch nicht gezüchtet hatte. Zuchtprogramm für Haie Das Zuchtprogramm für Stierkopfhaie wird in Amsterdam geführt. Es listet in Europa ungefähr 45 Tiere in zwölf Zoos auf. Es ist nicht bekannt, wie viele Stierkopfhaie es in der Natur noch gibt. Auf der Roten Liste ist derzeit kein Gefährdungsgrad vermerkt. Die kleine Hai-Art stammt aus den Küstengebieten von Kalifornien und der Halbinsel Baja California. Sie ist bodenlebend und vor allem nachts aktiv. Ihre Reviergrösse beträgt meist nicht mehr als maximal 1000 Quadratmeter. Die Tiere sind sehr ortstreu; so wurden einzelne Tiere nach über zehn Jahren an genau der gleichen Stelle wiedergefunden. Hai-Nachwuchs ohne Vater Aus dem gleichen Verbreitungsgebiet wie die Stierkopfhaie stammen die Kalifornischen Schwellhaie (Cephaloscyllium ventriosum). Die beiden Weibchen sind 2018 im Zoo Leipzig geschlüpft und kamen über das Haus des Meeres in Wien nach Basel. Das Besondere ist, dass ihre Mutter seit 2001 ganz alleine im Zoo Leipzig lebte. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei den Jungen also um parthenogenetisch entstandene Tiere. Parthenogenese nennt man im Volksmund auch «Jungfernzeugung». Bei dieser wachsen aus unbefruchteten Eiern Jungtiere heran. Bei Kalifornischen Schwellhaien wurde Parthenogenese bisher nicht beschrieben, bei vielen Hai-Arten – auch bei solchen aus der gleichen Gattung der Schwellhaie – ist sie aber bekannt. Diese Erkenntnis konnte nur dank der Haltung von Haien in Aquarien gewonnen werden. Erstmals wurde Parthenogenese 2001 im amerikanischen Omaha Zoo an Schaufelnasen-Hammerhaien (Sphyrna tiburo) nachgewiesen – seither aber bei vielen Hai-Arten beobachtet. Schwellhai: Bei Bedrohung Wasser schlucken Der Kalifornische Schwellhai kann bis etwa einen Meter lang werden. Seinen Körperumfang kann er ungefähr verdoppeln: Fühlt er sich bedroht kann er seinen Magen mit Wasser füllen. Daher rührt auch sein deutscher Name. Im Freiland ist die Art zwar nicht gefährdet, aber in Europa wird er in nur vier weiteren Institutionen gepflegt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 24.03.2021
Jetzt Nistkästen aufhängen! Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec setzt sich für heimische Singvögel ein
Aktuell wird der Frühlingsanfang von Schneefall, eisigen Winden und Frost begleitet. Doch man fühlt und hört ihn schon. Die ersten Vögel zwitschern, man kann bereits Stare sehen und den Gesang der Feldlerche hören. Doch warum ist der Winter scheinbar immer häufiger so hartnäckig? Paradoxerweise hängt dieses Phänomen mit der Klimaerwärmung zusammen, denn die schrumpfende Eisdecke des Nordpols beeinflusst die atmosphärische Strömung. Diese Starkwindbänder erzeugen Hoch- und Tiefdruckgebiete in der nördlichen Hemisphäre. Studien zufolge kommt es durch die fehlenden Eismassen zu Änderungen in der Windrichtung. Kaltes Wetter, Stürme und Schnee im Frühjahr sind die Folge für Europa, Nordamerika und Ostasien. Für unsere Tierwelt ist es nicht leicht, sich an die stetig wechselnden Bedingungen anzupassen. Zu einem gewissen Teil können wir ihnen jedoch dabei helfen, zu überleben. Passenden Nistkästen im Garten nützen den Singvögeln. Auch hier gibt es ein paar Tricks, um verschiedene Vogelarten zu unterstützen. Kohlmeisen etwa gelten als aggressiv bei der Verteidigung von Wohnraum und so haben schwächere Vogelarten gegen diese Meisen keine Chance auch einen Nistkasten zu ergattern. Werden jedoch Nistkästen mit einem Lochdurchmesser von 28 anstatt 32 mm aufgehängt, bekommen Tannen- und Blaumeisen eine sichere Unterkunft, in die die größeren Kohlmeisen nicht hineinpassen. Nach Mitte März sinken die Chancen mit jedem Tag ein bisschen, dass ein neu angebrachter Nistkasten genutzt wird. Doch für später zurückkehrende Zugvögel wie Trauerschnäpper sind diese noch leeren Nistkästen ein Gewinn. Wer sich darüber hinaus für heimische Vögel engagieren möchte, kann den Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec bei seiner Artenschutzarbeit für Wildtiere in der Region mit einer Naturschutz-Patenschaft unterstützen. Mehr Informationen unter naturschutz-patenschaft.de.

Zoo und Tierpark Berlin 23.03.2021
Verkehrte Welt in Zoo und Tierpark Berlin – Inventur 2020: Zoologischen Gärten Berlin ziehen Resümee aus Corona-Jahr
Nach einem bärenstarken Erfolgsjahr mit rund 5,5 Millionen Gästen im Jahr 2019 stand die Welt im vergangenen Jahr auch für die Zoologischen Gärten Berlin auf dem Kopf. Die beliebten Bärenbrüder Pit und Paule absolvierten ihren – von Panda-Fans lange herbeigesehnten – ersten Ausflug unter Ausschluss der Öffentlichkeit und auch Eisbär-Teenager Hertha spielte vor leeren Rängen als Zoo und Tierpark im Frühjahr 2020 für sechs lange Wochen geschlossen hatten. Doch nicht nur die Gesamttendenz der Besucherrekorde nahm mit der Pandemie eine Kehrtwende, auch die Rollen von Zoo und Tierpark waren plötzlich vertauscht: Im Zoo Berlin, der im Herzen der City West traditionell als Touristenmagnet gilt und sich über mangelnde Besucherzahlen nicht beklagen konnte, herrschte auch nach der Wiedereröffnung am 28. April gespenstische Leere. Der Tierpark, der dem kleineren, aber deutlich zentraleren Zoo im Westen in den Besucherzahlen immer um einiges hinterherhinkte, zeigte sich von der weltweiten Pandemie eher wenig beeindruckt. Während kurze Wege und ein hoher Touristenanteil im Westen bisher als Vorteil galten, zeigt sich in Krisenzeiten die Stärke von Europas größten Landschaftstierpark im Osten der Stadt: Ein weitläufiges Gelände und ein hoher Anteil an treuen Stammgästen, die ihrem Tierpark in guten und besonders auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen. „Der Betrieb von Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin kostet uns täglich rund 140.000 Euro. Aufgrund fehlender Gäste steht der Zoo nun Umsatzverlusten in zweistelliger Millionenhöhe gegenüber. Damit fehlten uns dort nahezu die Hälfte unserer geplanten Einnahmen“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Umso wichtiger war für uns die große Unterstützung, die uns zum einen von Seiten des Senats, aber auch von vielen Privatpersonen und Unternehmen entgegengebracht wurde. Persönlich bewegt haben mich aber auch die vielen Spenden, mit denen man uns und unserer wichtigen Arbeit Verbundenheit und Vertrauen ausgesprochen hat. Dafür möchte ich allen Unterstützer*innen an dieser Stelle meinen ganz herzlichen Dank aussprechen.“ Trotz erschwerter Umstände konnten im Tierpark im vergangenen Jahr zwei Eröffnungen – in kleinem Rahmen – gefeiert werden: Das historische Alfred-Brehm-Haus erstrahlte als Regenwaldhaus in neuem Glanz und auch der erste Teil der neuen afrikanischen Savannenlandschaft wurde im Beisein von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop eingeweiht. Auch zu Beginn des neuen Jahres ist in Zoo und Tierpark von Stillstand keine Spur. Vier große Bauprojekte laufen dank der bereits akquirierten Mittel derzeit auf Hochtouren: Noch im Sommer 2021 wird das ehemalige Raubtierhaus im Zoo die Gäste als Reich der Jäger empfangen und die Himalaya-Gebirgswelt im Tierpark soll schon im Frühjahr 2022 eröffnen. Schwere Baumaschinen sind derzeit auf den Baustellen für das neue Nashornhaus im Zoo und das alte Dickhäuterhaus im Tierpark im Einsatz. Hier soll bis 2023 Europas modernstes Elefantenhaus entstehen und das Herzstück der weitläufigen Savannenlandschaft mit Giraffen, Zebras und Antilopen bilden. Damit es im Anschluss nahtlos mit der Verbesserung der Haltungsbedingungen auch für die übrigen Tiere weitergehen kann, sind Zoo und Tierpark auf Unterstützung angewiesen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 23.03.2021
Auswertung der Treffer in Online-Fotoportal / Wilhelma hat jetzt eigenen Auftritt gestartet
Die Königin der Herzen unter den deutschen Zoos bei Instagram Die Wilhelma in Stuttgart ist als Fotomotiv mit Abstand der beliebteste Zoo in Deutschland. Das hat das Internet-Portal für Kurzreisen kurz-mal-weg.de anhand der auf Instagram gezeigten Aufnahmen jetzt ermittelt. Dafür hat die Agentur erhoben, wie viele Bilder aus den Zoos auf der aktuell populärsten Social Media-Plattform eingestellt wurden und über ein entsprechendes Schlagwort zu finden sind. Bei Instagram ist die Wilhelma demnach die absolute Nummer Eins – und das nicht einmal knapp. Mit 92.594 Einträgen verweist sie die anderen Publikumslieblinge auf die Plätze: Der Zoo Leipzig kommt auf 80.782 Treffer, der Zoologische Garten Berlin auf 78.259. Zu den großen Vier zählt noch der Tierpark Hagenbeck in Hamburg mit 76.323. Danach fällt die Zahl der Nennungen rapide ab. Spannender Fakt dabei: Die Wilhelma hat ihren eigenen Instagram-Auftritt erst in der vergangenen Woche unter wilhelma_stuttgart gestartet. Eigene Veröffentlichungen des Zoologisch-Botanischen Gartens haben den Wert im Ranking also nicht angehoben. „Als Maß der Beliebtheit ist dieser Spitzenrang für uns ein großartiges Lob“, sagt der Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Die Wilhelma hat natürlich den Vorteil, dass sie als einzige Einrichtung zugleich Zoo und Botanischer Garten ist und das in einer historischen Anlage. Das macht sie äußerst fotogen.“ Daher biete der Park viele Gelegenheiten, außer der Tierwelt auch exotische Botanik und außergewöhnliche Architektur abzulichten. Kaum ein Gast geht ohne eine Fotoserie als Souvenir nach Hause: Viele Besucherinnen und Besucher zücken ihr Handy für Schnappschüsse, manche Amateurfotografen gehen mit professioneller Kamera-Ausrüstung auf Fotosafari und verharren teilweise stundenlang vor einem Gehege, um den besten Augenblick festzuhalten. „Die Menschen halten so ihre schönen Erinnerungen an den Besuch fest und teilen sie gerne mit Freunden“, sagt Kölpin. „In Corona-Zeiten lassen sich die Erlebnisse leider nicht in gleicher Form vor Ort auffrischen. Die Zahl der Gäste ist begrenzt und die Häuser müssen geschlossen bleiben. Deshalb haben wir zum Beginn unserer Hauptsaison einen eigenen Instagram-Auftritt gestartet, um unsere Freundinnen und Freunde auf dem Laufenden zu halten.“ Fotos, Videos und Kurzinfos aus dem Alltag zeigen dort in loser Folge, was sich in der Wilhelma tut, und geben gelegentlich auch Einblicke in aus Infektionsschutz-Gründen derzeit geschlossene Bereiche. So gibt es zum Beispiel Impressionen von der Kamelienblüte, die im Wechselschauhaus dieses Jahr ohne Publikum verstreichen muss. Zu sehen sind erste Aufnahmen von Jungtieren oder Neuzugängen, die während der Komplettschließung hinzukamen. Und wer sich für die bevorstehende Magnolienblüte interessiert, kann sich über die Entwicklung der Knospen informieren. Zu finden ist der offizielle Auftritt der Wilhelma unter: www.instagram.com/wilhelma_stuttgart.

Zoo Duisburg 22.03.2021
Kommt mit uns auf Oster-Expedition: Digitales Ferienprogramm im Zoo Duisburg
Das Programm richtet sich insbesondere an Kinder von vier bis acht Jahren. Täglich werden neue, kurzweilige Videos bereitgestellt. Außerdem gibt es ein Logbuch für alle Teilnehmer. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Duisburg Eine Expedition in den Regenwald, auf Tauchstation im Aquarium oder ein Blick ins Delfinarium: Die digitale Oster-Expedition bietet spannende Einblicke in die vielfältige Tierwelt des Zoos. Pro Ferienwoche werden den Teilnehmern vier Expeditionsvideos bereitgestellt, die ein bestimmtes Revier thematisieren und spannende Einblicke geben. Zuvor erhalten angemeldete Kinder ein Begleitheft – das Logbuch – mit Aufgaben und Vorschlägen zur Selbstbeschäftigung. Gleich zwei unterschiedliche Themenblöcke bietet der Zoo im Rahmen der Oster-Expedition an: In der ersten Ferienwoche (29.03. – 01.04.2021) nehmen die Mitarbeiter des Zoos kleine Zoofans mit ins Koalahaus, besuchen die Elefanten und erfahren, wie das Ökosystem Regenwald funktioniert. In der zweiten Ferienwoche (06.04. – 09.04.2021) geht es auf Tauchstation: Neben einem Besuch im Delfinarium geben die Mitarbeiter einen exklusiven Einblick in die farbenfrohe Unterwasserwelt des Aquariums und besuchen außerdem die quirligen Riesenotter. Jeden Morgen wartet innerhalb der Ferienwoche ein neues, rund 20 Minuten langes Video auf die Expeditionsteilnehmer. Im Anschluss an den digitalen Zoobesuch liefert das Logbuch Aufgaben und Anregungen, die sich thematisch auf die Videobeiträge beziehen und spielerisch Inhalte vermitteln. Zum Ende der Expeditions-Woche gibt es eine Abschlussseite, die ausgefüllt an den Zoo gesendet werden kann. Dann bekommen die kleinen Forscher ihre digitale Expeditionsurkunde als Erinnerung zugeschickt. Eine rechtzeitige, vorherige Anmeldung unter info@zoo-duisburg.de ist unbedingt erforderlich. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 45 Euro je Kind je Woche. Jedes angemeldete Kind erhält vorab das Logbuch im Din-A4 Format nach Hause geschickt. Um die täglich wechselnden Videos anschauen zu können, erhalten die Eltern vorab per E-Mail die entsprechenden Zugangsdaten.

Zoo Osnabrück 22.03.2021
Bilanz 2020: Zoo Osnabrück nutzt Krise als Chance Mit Spenden, Marketing und Onlinekanälen Verluste aufgeholt
Vier von 12 Monaten war der Zoo Osnabrück 2020 coronabedingt geschlossen, zwei davon lagen in der absoluten Hauptsaison. Der Verlust durch fehlende Eintrittsgelder belief sich im Frühjahr 2020 auf knapp 2 Millionen Euro. Trotz aller Schwierigkeiten hat der Zoo sich mithilfe von Spenden, Marketing und Zuschüssen gegen die Widrigkeiten gestemmt, um den Zoo zu erhalten, Tiere zu versorgen und Mitarbeiter zu halten. Eine Bilanz des letzten Jahres. „Als wir Mitte März bis Anfang Mai letzten Jahres schließen mussten, sorgte das bei uns allen für schlaflose Nächte. Das sind normalerweise die erfolgreichsten Tage im Jahr. Insgesamt waren wir 2020 sogar vier Monate ohne Einnahmen aus Eintrittsgeldern und die machen in einem normalen Jahr etwa 75 Prozent unseres Budgets aus“, betonte Dr. E.h. Fritz Brickwedde. Doch der Zoo stemmte sich mit aller Macht gegen die Unwägbarkeiten und erhielt viel Unterstützung aus der Bevölkerung. „Das hat mich persönlich sehr berührt – so viele Menschen und auch Firmen haben für den Zoo und seine Tiere gespendet, insgesamt 860.000 Euro! Dafür können wir uns gar nicht genug bedanken. Ohne diese Spenden wäre es hier auch sehr, sehr eng geworden.“ Die Spenden waren der Grundstein für weitere Unterstützung von der Stadt, die diese um etwa 585.000 Euro erhöhte. „Auch dafür ein herzliches Dankeschön“, so Brickwedde. Darüber hinaus erhielt der Zoo Unterstützung vom Land Niedersachsen in Höhe von 800.000 Euro. Gleichzeitig setzte der Zoo aber auch auf eigene Konzepte und gab Vollgas, wie Brickwedde erklärt: „Neben unserem Spendenaufruf mit Video-Podcasts aus dem Zoo haben wir Retterjahreskarten zu Retterpreisen für 2020, 2021 und 2020 plus 2021 verkauft. Damit, mit Tierpatenschaften, der Retterwurst und anderen Zooretter-Produkten konnten uns die Menschen unterstützen und gleichzeitig davon profitieren.“ Dabei nutzte der Zoo seine digitalen Kanäle mit Online-Shop und Online-Spendenformular, baute diese aus und konnte Einnahmen, die sonst über die Kasse liefen, auf diese Kanäle umlegen. Mehr Erlöse dank Spenden, Marketing und Merchandising Mit den zahlreichen Maßnahmen konnte der Zoo seinen Verlust, der im Frühjahr 2020 1,9 Millionen Euro betrug, ausgleichen. Am Ende des Jahres 2020 fielen die Erlöse mit 10,7 Millionen Euro sogar höher aus als 2019 mit 9,8 Millionen. „Unser Zoo ist gemeinnützig, von daher fließt all das Geld zurück in den Zoo. Das sieht man auch an den Aufwendungen, die 2020 8,6 Millionen Euro betrugen und 2019 8,8 Millionen Euro. In 2020 fielen sie aufgrund des wegen der Schließung reduzierten Marketings etwas geringer aus. Mit inbegriffen sind allerdings noch nicht die Abschreibungen, die uns buchhalterisch immer Richtung roter Bereich bringen. Aber das ist normal für einen Zoo“, erläutert Busemann. Deswegen werden die meisten Zoos auch von den Städten bezuschusst, weswegen sich auch nicht jede Stadt einen Zoo leisten könne. Abzüglich der Abschreibungen werde das Polster für den laufenden Betrieb und die weiteren Gehegeverbesserungen benötigt. „Wir wissen ja auch nicht genau, wie das Jahr weitergeht. Andere Zoos konnten das Corona-Jahr etwas beruhigter angehen, da ein Großteil ihres Budgets von der Kommune getragen wird. Der Zoo Osnabrück ist, mehreren unabhängigen Analysen zufolge, der Zoo mit der geringsten kommunalen Bezuschussung. Neben den hohen laufenden Zuwendungen benötigten nahezu alle Zoos im Laufe der Pandemie weitere Förderungen – der Zoo Hannover wurde 2020 von der Region mit über 4 Millionen Euro zusätzlichem Zuschuss bedacht. Das ist bei uns nicht der Fall, deswegen haben wir mit Spendenaufrufen, Marketingaktionen und Merchandising gegen die Verluste gearbeitet“, so Busemann. „Besonders wichtig ist mir dabei die tolle Teamarbeit bei uns hervorzuheben. Alle haben in ihrem jeweiligen Bereich dazu beigetragen, den Zoo in dieser Krise zu erhalten und gleichzeitig haben uns die Gremien den benötigten Spielraum dafür gegeben. Dafür ein großes Dankeschön.“ Erlöse durch Eintrittsgelder, Pachten und Sponsoring gesunken Insgesamt gingen die Erlöse durch Eintrittsgelder im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent zurück (2020: 6,2 Millionen Euro, 2019: 6,7 Millionen Euro), mit Blick auf die Gesamterlöse mit zum Beispiel Pacht oder Spenden sind sie sogar um 10 Prozent gesunken. Entsprechend dazu haben sich auch die Besucherzahlen nach unten entwickelt: „Wir hatten sonst etwa 1.050.000 Besucher, jetzt sind es eher 950.000 gewesen. Das sind allerdings geschätzte Zahlen, da wir die mehrfachen Besuche mit Jahreskarten nicht genau erfassen können. Pro Jahreskarteninhaber rechnen wir mit vier Besuchen pro Jahr.“ Der Jahreskartenanteil hat sich um 2,4 Prozent erhöht, dagegen ist der Verkauf von Tageskarten aufgrund der Schließungen um 13 Prozent gesunken. Dass die Einbußen bei Eintrittsgeldern und Besucherzahlen im Coronajahr nicht höher waren, liegt an einer vorsichtigen, aber nach und nach größeren Öffnung für mehr Besucher im Laufe des Sommers: „Wir haben zunächst mit Besucherobergrenzen gearbeitet und diese dann zurückgenommen – natürlich weiterhin mit entsprechenden Hygienekonzepten. Zusätzlich haben wir die Öffnungszeiten mit unserer Lichterausstellung, den ‚Zoo-Lights‘, verlängert, sodass auch noch abends Besucher kommen konnten. Da für viele Menschen der Sommerurlaub ausfiel, haben sie den Zoo gerne als Ausflugsziel genutzt“, erläutert Busemann. Geringer fallen 2020 auch die Erträge durch Pachten aus, die von 3 Prozent auf 1 Prozent durch die Schließung der Gastronomie zurückgegangen sind. Auch die Sponsoringerlöse durch Firmen sind um 250.000 Euro zurückgegangen. Zugenommen haben dagegen Zuschüsse und Spenden: Die Zuschüsse sind von 12 auf 18 Prozent und die Spenden von 2 auf 9 Prozent angestiegen. Ausblick: Zoo nach erneuter Schließung wieder offen Nun freut sich der Zoo aber erstmal, dass er am vergangenen Samstag, 20. März wieder Besucher begrüßen durfte. Nachdem er am 8. März nach vier Monaten Schließung wieder öffnen konnte, musste er am 17. März wegen zu hoher Corona-Zahlen in Osnabrück erneut schließen. Am vergangenen Freitag hatte jedoch das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die Schließung von Zoos in Hochinzidenzkommunen als unverhältnismäßig beurteilt. „Das war für uns eine tolle Botschaft, die Zoomannschaft hat sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um direkt am nächsten Tag um 9 Uhr die Tore wieder zu öffnen und Besucher willkommen zu heißen – natürlich mit allen notwendigen Corona-Auflagen“, berichtet Zoopräsident Brickwedde. „Sollten noch weitere Sicherheitsmaßnahmen von Seiten der Stadt an uns herangetragen werden, sind wir dafür natürlich offen. Wir hatten selbst bereits mit Kooperationspartner geplant ein Schnelltestzentrum am Zoo zu eröffnen, um einen noch sichereren Zoobesuch zu ermöglichen – allerdings ist die enge Parkplatzsituation dabei ein Hindernis.“ Zusätzlich hat sich der Zoo auch als Veranstaltungsort bei der Luca-App registriert, sodass Besucher zusätzlich zur Online-Anmeldung auch diesen QR-Code vor Ort scannen können und damit Kontaktrückverfolgungen möglich sind. Wackelige Situation und fahren auf Sicht „Für uns ist es wirklich überlebenswichtig, dass wir während der nahenden Osterferien geöffnet sind – da startet unsere Hauptsaison. Selbst mit Öffnung werden wir durch die Besucherobergrenze große Einbußen haben, aber gar nicht öffnen, das wäre richtig schlimm gewesen“, beschreibt der Zoopräsident. Zwar konnte der Zoo ab Ankündigung der Öffnung Anfang März wieder starke Einnahmen verzeichnen, aber diese brachen sofort wieder ein, als der Zoo vergangene Woche vorübergehend erneut schließen musste. Geschäftsführer Busemann erläutert: „Die Situation ist wirklich sehr wackelig. Dadurch, dass wir 2020 bereits Jahreskarten für 2021 verkauft haben, haben wir zwar Einnahmen, aber rein faktisch hatten wir im Januar und Februar im Schnitt etwa 3000 Euro pro Tag in der Kasse. Normalerweise sind das in dieser Jahreszeit etwa 7000 Euro. Und die Versorgung der Tiere kostet am Tag etwa 13.000 Euro. Mit all dem Hin und Her und den Unwägbarkeiten fahren wir zurzeit immer nur auf Sicht.“ Auch könne in diesem Jahr nicht mehr mit hohen Spenden gerechnet werden. Deswegen stelle der Zoo zurzeit noch einen Förderantrag bei der N-Bank, um aufgrund der schwierigen Situation weitere Unterstützung für bereits laufende Umbaumaßnahmen zu erhalten. Der Zoo wird noch attraktiver Dennoch schaut der Zoo optimistisch in die Zukunft, denn mit den laufenden Baumaßnahmen wird der Zoo noch attraktiver und das Tierwohl gesteigert: „Der neue Löwenbereich ist bereits seit Ende November von den Tieren bezogen und die Besucher können das Rudel vom 152 Meter langen Höhenpfad aus beobachten. Der alte, umgebaute Bereich wird in Kürze fertig und angeschlossen“, berichtet Zoopräsident Brickwedde. „Die neue Erdmännchenanlage in der Afrika-Tierwelt ‚Takamanda‘ wird im Mai fertig und unsere Großbaustelle für die neuen ‚Wasserwelten‘ ist bereits eingezäunt und die Abrissarbeiten laufen. Im Mai erfolgt der Spatenstich und im Sommer 2022 finden hier unsere Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Seehunde und Rosa-Pelikane ein neues Zuhause.“ Ein Zoobesuch lohnt sich also sowohl dieses als auch nächstes Jahr besonders – am besten gleich mit einer Jahreskarte, die zurzeit bis zu 5 Euro rabattiert ist und bis zum 1. April 2022 gilt.

Zoo Dresden 22.03.2021
Zoo Dresden nimmt zum 1. Juni eine Eintrittspreisanpassung vor – Kürzung des städtischen Zuschuss bei gleichzeitig steigenden Energie- und Personalkosten
Nun ist es beschlossene Sache: der Zoo Dresden wird zum 1. Juni eine Anpassung der Eintrittspreise vornehmen. Die letzte Preisanpassung erfolgte im Februar 2013. Die Gründe hierfür liegen in gestiegenen Ausgaben für Energie und Personalkosten sowie aktuellen Kürzungen des städtischen Finanzzuschuss um rund 12%. Der Aufsichtsrat des Zoo steht hinter der Entscheidung der Zooleitung. Aufsichtsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister der Stadt Dresden Detlef Sittel: „Seit nunmehr acht Jahren ist es uns gelungen, die Eintrittspreise stabil zu halten. Acht Jahre, in denen sich im Zoo einiges getan hat. So zogen Koalas und Erdmännchen neu in den Zoo und wurden zu absoluten Besucherlieblingen. 2018 konnten sowohl das umgebaute Afrikahaus als auch das Pinguin Café an die Besucher übergeben werden. Und seit letztem Herbst ist mit der begehbaren Flamingovoliere eine weitere attraktive Anlage für die Besucher fertig gestellt.“ Aber es sind nicht nur die großen Meilensteine, sondern auch viele kleine, zum Teil unscheinbare Neuerungen, die dazu führen, dass der Zoo dauerhaft zu einer der beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Stadt Dresden gehört. So erhielten Kleine Pandas und Buntmarder neue Anlagen. Bei den Geparden und im Streichelgehege wurden kleinere Umbauten vorgenommen, Spielplätze erneuert und viele Anstrengungen in eine barrierefreie Gestaltung des Zoogeländes unternommen. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena sieht in der geplanten Eintrittspreiserhöhung keine Alternative: „Diese Entscheidung war notwendig, um den Zoo perspektivisch wirtschaftlich seriös zu betreiben. Bei steigenden Kosten müssen wir bei den Einnahmen entgegen wirken.“ Neben den gestiegenen Betriebskosten, wie z.B. für Energie und Futter werden sich im kommenden Jahr auch die Personalkosten deutlich erhöhen. Trotz der aktuell wirtschaftlich angespannten Situation wurde zum Jahresbeginn ein Haustarifvertrag ausgehandelt, der laut Ukena „für eine faire und angemessene Vergütung unserer Mitarbeiter sorgen soll.“ Bei den Überlegungen zur neuen Preisgestaltung war dem Zoodirektor vor allem wichtig, sich für Dresdner und Familien auch künftig in einem erschwinglichen Preisniveau zu bewegen. So werden sich zum 1. Juni zwar die Tagestickets signifikant erhöhen, Jahreskarten hingegen erhalten nur eine moderate Preiserhöhung. Somit rentiert sich der Kauf weiterhin bereits beim dritten Zoobesuch. Bei Familienkarten hält der Zoo weiterhin an seiner großzügigen Regelung fest – bis zu vier Kinder können auch ab Juni mit auf die Familienkarte den Zoo besuchen und Kinder unter drei Jahren zahlen nichts.

Zoo Salzburg 22.03.2021
Bilder mit Seltenheitswert: Salzburger Braunbär spielt im Schnee
Das hatte Aragon definitiv anders geplant. Als der Braunbär Ende Februar um ein paar Wochen früher als sonst aus der Winterruhe erwacht war, standen die Zeichen eindeutig auf Frühlingslüftchen und nicht auf Schneetreiben. Nachdem die Temperaturen zu dem Zeitpunkt auf über 20 Grad Celsius kletterten, blieb den Salzburger Bären auch fast nichts anderes übrig, als auf ihre innere Bärenuhr zu hören und das Jahr 2021 einzuläuten. Nachdem März und Februar in diesem Jahr jedoch offensichtlich die Rollen vertauscht haben, hat es die beiden Sonnenanbeter jetzt eiskalt erwischt. Einmal „putz und munter“ haben sich die Braunbären – wie manche vielleicht vermuten würden – jedoch nicht wieder hingelegt, um die Wetterkapriolen einfach zu verschlafen. Vielmehr nahm vor allem der 28jährige Aragon die Situation in bäriger Gemütlichkeit einfach so wie sie ist. Er setzte sich mitten in die tiefverschneite Winterlandschaft und spielte versonnen mit den weißen Flocken, die es komischerweise vom Himmel regnete. Ja, man kann sagen, Aragon hatte sogar sichtlich Spaß und mit ihm natürlich die Besucher, die sich über das seltene Schauspiel freuen durften. Bei all der guten Laune, die Braunbär Aragon versprühte, sollte jedoch nicht vergessen werden, dass solche Wetterkapriolen Wildtiere in freier Natur in ernste Schwierigkeiten bringen können. So müssen sich Aragon und Blanca keine Sorgen um eine etwaige Nahrungsknappheit aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs machen. In freier Natur sieht das anders aus. Erwacht ein Igel beispielsweise schon früh aus dem Winterschlaf und wird dann von einem Kälteeinbruch überrascht, kann das auch tragisch enden.

Zoo Köln 22.03.2021
Passender Rahmen für ein architektonisches Schmuckstück des Rheinlands: Zoomauer abschnittsweise neu gestaltet
Wer mit Auto, Bahn oder per Pedes die Riehler Straße entlangkommt, hat es schon von weitem im Blick: das 1899 erbaute Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus. Es ragt mit seinen charakteristischen vier Türmen im russischen Zuckerbäckerstil als architektonisches Schmuckstück über die den Zoo einfassende Mauer hinaus. Die Zooverantwortlichen haben nun, in Vorbereitung der voraussichtlich nach Ostern erfolgenden Öffnung des Hauses, die Zoomauer auf Höhe des Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses durch zwei bekannte Graffiti-Künstler neu gestalten lassen. Die Zoomauer ist durchgehend durch vom Zoo beauftragte Graffiti-Künstler mit knallig bunten Tiermotiven verziert. Diese wurden nun auf Höhe des Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses entfernt und die Mauer weiß grundiert. „Wir wollen diesem beeindruckenden Haus, das ein Highlight jeden Zoobesuchs hier in Köln werden wird, auch von außen deutlich sichtbar einen würdigen Rahmen bieten. Die beste Werbung für das Haus ist das Gebäude selbst. Das haben wir nun nochmal herausgestellt“, so die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, der die Idee zu dieser Aktion hatte. Thomas Kubig aus Wuppertal (www.kubig.org und Sebastian Karbowiak (www.kompagnon.org) aus Köln, beides bekannte Graffiti-Künstler, gestalteten den betreffenden, rund 60 Meter umfassenden Bereich der Zoomauer komplett neu. Sie zogen die Gebäudelinien optisch weiter, sodass sich das Gesamtensemble „Reichert-Haus“ mit überraschender Tiefenwirkung bis auf die Zoomauer entfaltet. Kubig und Kompagnon wählten dafür dieselben Farbtöne, die auch bei der denkmalgerechten Sanierung des Tierhauses zum Einsatz kamen. Links und rechts davon gestalteten die Künstler die Mauer zur Einrahmung mit historischen Blumen- und Postkartenmotiven aus der ursprünglichen Bauzeit des Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses von 1899. Tipp für alle, die neugierig geworden sind: Das in rund 2,5 Wochen entstandene Kunstwerk kann in der Gesamtperspektive am besten von der gegenüberliegenden Straßenseite aus betrachtet werden. Die Zooverantwortlichen haben das Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus in den vergangenen rund zwei Jahren u.a. mit Fördermitteln der NRW-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nach strengen Kriterien denkmalgerecht kernsaniert. Entstanden ist Außen die weitestgehend originalgetreue Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade. Im Inneren können die Zoo-Besucher bald eine Dschungelerlebnislandschaft mit Faul- und Gürteltieren, freifliegenden Aras und freilaufenden Primaten sowie weiteren Tieren mittel- und Südamerikas bestaunen. Die fristgerechte Fertigstellung erfolgt in Kürze. Über den Eröffnungstermin informiert der Zoo rechtzeitig.

Zoo Basel 22.03.2021
Gorilla Quarta gestorben
Die betagte Quarta ist in der Nacht auf den 18.3. im Kreise ihrer Gruppe gestorben. Sie war 52 Jahre alt. Nach wenigen Tagen Apathie hat sich Quarta am 17. März am Nachmittag hingelegt und ist in der Nacht darauf gestorben. Die Mitglieder der Gorillagruppe waren die ganze Zeit bei ihr. Den Gorillas wurde die Zeit für den Abschied gelassen, die sie dafür brauchten. Quarta war das älteste Mitglied der Gorillagruppe. Sie wurde am 17.7.1968 im Zoo Basel geboren. Sie ist die Schwester der berühmten Goma, die als erster in einem europäischen Zoo geborener Gorilla eine Berühmtheit wurde. Quarta hat neun Kinder geboren. Ihre Tochter Faddama lebt heute noch im Zoo Basel. Ebenfalls ihre Enkel Makala und Quaziba. Als Quarta geboren wurde, waren die Gorillas noch im Vogelhaus untergebracht. Sie erlebte noch den damals üblichen direkten Kontakt mit den Pflegern. Später zog sie ins damals neue Affenhaus um und war dabei, als man im Zolli begann Gorillas nur noch unter sich in der Gruppe zu halten. Mit 52 Jahren hat Quarta ein hohes Alter erreicht. In der Natur werden Gorillas 35 bis 40 Jahre alt. Sie war laut der Tierdatenbank (ZIMS) weltweit der siebt-älteste in einem Zoo lebende Gorilla. Schon länger war bekannt, dass sie unter einer Fuchsbandwurm Infektion litt und wurde deshalb behandelt. Wie bei anderen Todesfällen von Zootieren findet eine pathologische Untersuchung statt um die Todesursache festzustellen.

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