Zoopresseschau


Teil 2 ist am Dienstag 23. März um 20.15 auf der ARD zu sehen (siehe auch weiter unten in dieser Presseschau)

Naturschutz-Tierpark Görlitz 20.03.201
Zoos fordern Öffnungen losgelöst von Inzidenzwerten – Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht gibt ihnen recht
Im Zuge der Anfang März beschlossenen Lockerungsmaßnahmen der Bund- und Länderchefs durften die meisten zoologischen Einrichtungen in Deutschland aktuell wieder öffnen. „Wir begrüßen diesen ersten Schritt in die richtige Richtung. Dennoch ist unser ohnehin schon eingeschränktes Tagesgeschäft stets von der Ungewissheit begleitet, wie lange wir geöffnet bleiben dürfen“, beurteilt Dr. Sven Hammer, Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec die gegenwärtigen Regelungen. Je nach Bundesland richtet sich eine Öffnung nach den Kreis- bzw. Landesinzidenzwerten oder beides. Ersten Rückenwind von der Justiz erfuhren zumindest niedersächsische Zoos am Freitag. Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts setzte mit einem Eilbeschluss die Regelungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung für Zoo- und Tierpark-Schließungen vorläufig außer Vollzug (Az.:13 MN 114/21). Begründet wurde das Urteil damit, dass die Schließungen als Infektionsschutzmaßnahme nicht mehr erforderlich und auch nicht mehr angemessen sei. Das Infektionsrisiko bei Aufenthalten im Freien sei vergleichsweise gering und könne durch mildere Maßnahmen als eine Schließung hinreichend effektiv reduziert werden, etwa durch Begrenzungen des Zugangs zum Zoo oder Tierpark, Steuerungen des Aufenthalts dort, Maßnahmen zur Vermeidung von Personenkontakten und Beschränkungen besonders infektionsrelevanter Einrichtungen oder Veranstaltungen (etwa Schaufütterungen). Durch eine einheitliche Öffnung von Zoos und Tierparks könnten zudem Tourismusbewegungen in Kommunen verhindert werden, in denen vergleichbare Einrichtungen mit überörtlichem Einzugsbereich aufgrund niedrigerer Inzidenzen noch geöffnet seien.
(Ich verstehe die Schließung von Zoos und Wildparks sowieso nicht. Wenn man die Tierhäuser schließt und die Besucheranzahl begrenzt, wie es die Zoos und Wildparks machen, dann spricht nichts gegen eine Öffnung. Denn … jeder kann in einen öffentlichen Park gehen und wenn man sich dort umsieht sind bei schönem Wetter Massen an Menschen unterwegs, Gruppen bilden sich und über Masken und Abstandsregelung macht sich niemand Gedanken. Ich kenne das vom Englischen Garten in München. Die Zustände in anderen Parks dürften ähnlich sein, aber … Zoos/Wildparks mussten schließen… nun ja, ich hoffe dass sie bald alle offen haben und nicht mehr schließen müssen. Mit einem entsprechenden Hygienekonzept sollte das kein Problem sein … wie es bei öffentlichen Aquarien aussieht weiß ich allerdings nicht, das stelle ich mir schwierig vor)

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 20.03.2021
Die tibetische Flagge weht wieder am Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Das einzige Tibetdorf Europas lädt ein, Landeskultur und Tierwelt hautnah selbst zu erleben. Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer und Bürgermeister Dr. Michael Wieler hatten am 10. März einen Termin, der sich mal nicht um Pandemieszenarien drehte. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Tierparks und drei Kamelen hissten sie die tibetische Flagge vor dem Eingang des Zoos. In den nächsten Wochen wird sie wieder wehen, in Erinnerung an den Volksaufstand gegen die chinesische Besatzungsmacht am 10. März 1959. Noch heute leben rund 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil. Da ihre Flagge ein besonderes Symbol des Rechts auf Selbstbestimmung ist, wird ihr Besitz oder die öffentliche Zur-Schau-Stellung von der chinesischen Regierung in Tibet hart bestraft. Darum hissen am 10. März weltweit viele Städte und Gemeinden die Flagge stellvertretend für die Tibeter. Der Görlitzer Tierpark hat dazu eine ganz besondere Beziehung – vor 15 Jahren wurde hier der Grundstein für das einzige Tibetdorf Europas gelegt. In dieser kleinen Siedlung werden das ganze Jahr über authentische tibetische Architektur, Natur, Kultur und bäuerliche Lebensweise gezeigt. Tierparkdirektor Hammer: „Durch das Tibetdorf werden wir natürlich jeden Tag indirekt an die Menschenrechtsverletzungen in Tibet erinnert. Umso wichtiger ist es uns, mit dem Hissen der Flagge gemeinsam mit der Stadt Görlitz Farbe zu bekennen und ein Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung und für Demokratie zu setzen.“

Tiergarten Kleve 19.03.2021
Die Maras sind da
Sie werden bis zu 80 Zentimeter groß, haben große Kulleraugen und besitzen lange, grazile Hinterbeine: Die Rede ist von Großen Maras, die ab sofort auch im Tiergarten Kleve zu erleben sind. Große Maras werden auch Pampashasen genannt und kommen eigentlich aus Südamerika. Die drei neuen Bewohner im Zoo an der Tiergartenstraße hat Tiergartenleiter Martin Polotzek am Mittwoch persönlich aus Aachen abgeholt: „Die Kollegen aus dem Aachener Tierpark haben nach einem neuen Platz für ihr Mara-Trio gesucht. Da haben wir natürlich sehr gerne ausgeholfen und eine ehemalige Schafsanlage zur neuen Maraanlage umgebaut.“ Die Umbauarbeiten haben die tiergarteneigenen Handwerker und Gärtner in Eigenregie durchgeführt. So wurden auf die Anlage ein neuer Stall sowie neue Versteckmöglichkeiten für die scheuen Tiere gebaut. Neue Pflanzen werden demnächst auch noch für mehr Rückzugsmöglichkeiten sorgen. Polotzek: „Maras sind sehr scheue Tiere, die bei Gefahr schnell davon laufen oder Schutz im Gebüsch oder in Höhlen suchen. Dabei können sie bis zu 45 km/h erreichen und sich auch hoppelnd und hüpfend fortbewegen, was ihnen in Kombination mit ihrem hasenähnlichen Aussehen vermutlich den Namen „Pampashase“ brachte.“ Doch mit Hasen haben Maras nichts zu tun. Sie gehören zu den Nagetieren und sind mit Meerschweinchen und Capybaras verwandt. Die stressempfindlichen und schreckhaften Tiere haben den Transport gut überstanden. Die ersten Tage haben sie zur Eingewöhnung im Stall verbracht und dürfen nun auch die große Außenanlage erkunden. Ursprünglich kommt der Große Mara aus Argentinien. Dort konnte man früher in der Pampa große Kolonien beim gemeinsamen Grasen beobachten. Doch die Bestandszahlen sind rückläufig. Grund hierfür ist neben dem Lebensraumverlust auch die zunehmende Nahrungskonkurrenz durch Haustiere und eingeschleppte Wildtiere. Daher gelten sie inzwischen als „potenziell gefährdet“. Zunächst sind nur drei männliche Maras im Tiergarten Kleve eingezogen. Ob noch weibliche Maras die Gruppe ergänzen und für Nachwuchs sorgen werden, steht noch in den Sternen… Wer die drei neuen Maras erleben möchte, kann dies täglich zwischen 9 und 18 Uhr tun, denn seit Montag, 8. März, ist der Tiergarten Kleve wieder für BesucherInnen geöffnet. Alle Gäste müssen ihren Besuch vorab unter www.tiergarten-kleve.de anmelden. Für Personen ohne Internet besteht die Möglichkeit, sich dienstags zwischen 9 und 11 Uhr telefonisch unter der 02821 26785 für einen Tiergartenbesuch zu registrieren.

Tiergarten Nürnberg 19.03.2021
Auswilderungsprojekt für Bartgeier
Bei den vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) für den Frühsommer geplanten Auswilderungen junger Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden wird im ersten Projektjahr kein fränkischer Jungvogel dabei sein. Obwohl das erfahrene Brutpaar aus dem Tiergarten der Stadt Nürnberg Anfang Januar zwei Eier gelegt hatte, ist kein Jungvogel geschlüpft. „Ein Bartgeier-Ei ist während der Brut zerbrochen, das andere war zwar befruchtet, der Embryo ist aber vor dem Schlupf abgestorben. Das ist natürlich sehr schade für das Auswilderungsprojekt, doch das ist in der Natur und in der Vogelwelt kein völlig ungewöhnliches Ereignis“, erklärt Jörg Beckmann, stellvertretender Direktor und Biologischer Leiter des Tiergartens Nürnberg. Naturgemäß sind bei weitem nicht alle Bartgeierbruten von Erfolg beschieden. Auch bei wilden Bartgeiern kommt es gelegentlich zu Brutabbrüchen, unbefruchteten Eiern und verendenden Küken vor oder nach dem Schlupf. „Natürlich wäre uns zum Start unseres Projekts ein junger fränkischer Bartgeier am liebsten gewesen, doch dann kommt eben 2022 oder 2023 einer der Vögel aus Nürnberg und wir sind hoffungsvoll, dass wir für dieses Jahr andere Jungvögel aus dem Zuchtprogramm erhalten, um mit der Auswilderung des Bartgeiers in Deutschland wie geplant 2021 beginnen zu können“, sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. In diesem Zusammenhang betonen LBV und Tiergarten Nürnberg, dass ein Nachzuchtprogramm ein hochkomplexer Prozess ist, in dem natürlich immer auch die Natur mitspielen muss. „Wir wussten von vorneherein, dass dieses Auswilderungsprojekt kein Selbstläufer ist, aber wir sind für einen Marathon angetreten und nicht für einen Sprint. Für uns geht es jetzt trotzdem weiter und nun hoffen wir, dass wir weiterhin auch Vögel aus dem internationalen Erhaltungszuchtprogramm aus anderen Ländern zugewiesen bekommen“, sagt Norbert Schäffer. Dass einer der jungen Bartgeier aus Nürnberg kommen könnte, ist nur eine Komponente des großangelegten LBV-Auswilderungsprojekts mit dem Nationalpark Berchtesgaden. Der Tiergarten Nürnberg wird auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Rückkehr des Greifvogels nach Deutschland spielen und im Frühsommer als Zwischenstation vor der Auswilderung für die anderen jungen Bartgeier dienen. „Wir hoffen natürlich, dass es nächstes Jahr auch mit einem Nürnberger Bartgeier für den Nationalpark Berchtesgaden klappt. Selbstverständlich würden wir uns sehr darüber freuen, einen Beitrag zur Rückkehr des Bartgeiers auch nach Deutschland leisten zu können“, unterstreicht Jörg Beckmann. Bisher wurden die in Nürnberg geschlüpften Küken entweder für das Erhaltungszuchtprogramm dieser gefährdeten Art benötigt oder für andere Auswilderungsprojekte bis in den Mittelmeerraum abgegeben, wo sich schon mehrere fränkische Geier bestens eingelebt haben. Zuletzt wurde 2019 ein junger Bartgeier aus dem Nürnberger Tiergarten ausgewildert. Der Vogel ist seitdem auf Korsika zuhause. Das europäische Bartgeier-Zuchtnetzwerk wird von der Vulture Conservation Foundation mit Sitz in Zürich geleitet. Die internationale Stiftung koordiniert die europaweiten Zuchtstationen und legt die Vergabe der Jungvögel auf die Auswilderungsorte seit 2013 fest. Wenn Mitte April die letzten Jungvögel in den Zuchtstationen und Zoos geschlüpft sind, wird sich aller Voraussicht nach endgültig entscheiden, ob und woher dieses Jahr die jungen Bartgeier für das LBV-Auswilderungsprojekt im Nationalpark Berchtesgaden kommen werden. Ungefähr drei Monate nach dem Schlupf sind junge Bartgeier groß genug, um ausgewildert zu werden. Hintergrund Mehr als 40 spezialisierte Zoos und Zuchtstationen haben sich zu einem internationalen Netzwerk (EEP) zusammengeschlossen. Von Berlin über Wien bis Novosibirsk und Helsinki werden Bartgeier von erfahrenen Pflegern und anderen Spezialisten gezüchtet. Der Bartgeierbestand im Erhaltungszuchtprogramm liegt derzeit bei etwa 180 Vögeln unter denen aktuell 43 Paare mit der Brut beschäftigt sind. Über 100 Jahre nach seiner Ausrottung soll dem größten Greifvogel Mitteleuropas die Rückkehr nach Deutschland ermöglicht werden. Der bayerische Naturschutzverband LBV möchte die Erfolgsgeschichte der Wiederansiedelung des majestätischen Vogels in Westeuropa in den kommenden Jahren auch im östlichen Alpenraum fortschreiben. Zum Projekt Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) zählt mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts war der majestätische Greifvogel in den Alpen ausgerottet. Im Rahmen eines großangelegten Zuchtprojekts werden seit 1986 in enger Zusammenarbeit mit dem in den 1970er Jahren gegründeten EEP der Zoos im Alpenraum junge Bartgeier ausgewildert. Während sich die Vögel in den West- und Zentralalpen seit 1997 auch durch Freilandbruten wieder selbstständig vermehren, kommt die natürliche Reproduktion in den Ostalpen nur schleppend voran. Ein vom LBV initiiertes Projekt zur Auswilderung von jungen Bartgeiern im bayerischen Teil der Alpen greift dies auf und unterstützt in Kooperation mit dem EEP und dem Nationalpark Berchtesgaden die alpenweite Wiederansiedelung. Dafür werden in den kommenden Jahren im Klausbachtal junge Bartgeier ausgewildert – im Jahr 2021 erstmals in Deutschland. Der Nationalpark Berchtesgaden eignet sich aufgrund einer Vielzahl von Faktoren als idealer Auswilderungsort in den Ostalpen. Mehr Informationen zum Projekt unter www.lbv.de/bartgeier-auswilderung.
(siehe auch hier)

Pressemitteilung der Deutschen Tierpark-Gesellschaft und des Tierpark + Fossilium Bochum 19.03.2021
Zoos in Niedersachsen dürfen unabhängig vom Inzidenzwert öffnen
Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft sieht Hoffnung für eine bundesweite Bestätigung ihrer Forderungen Die Deutsche Tierparkgesellschaft e.V. (DTG), Deutschlands mitgliederstärkster Zooverband, sieht sich durch das Urteil des 13. Senats des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in ihren Forderungen zur Öffnung von Zoos bestätigt. Das Gericht hat mit drei Eilbeschlüssen vom 19. März 2021 verschiedene Verbotsregelungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung in der derzeit geltend, zuletzt am 12. März 2021 geänderten Fassung vorläufig außer Vollzug gesetzt. „Die Zoos sind gut aufgestellt. Wir haben gute Hygienekonzepte, Platz und viel frische Luft! Das Gericht hat unsere Auffassung vollumfänglich bestätigt!“ so der Vizepräsident der DTG, Dr. Nils Kramer, Zoodirektor im Tierpark Nordhorn, dem drittgrößten Zoo in Niedersachsen. “Wir freuen uns für alle Kollegen, aber vor allem für die vielen Kinder, die nun mit ihren Familien etwas Abwechslung im Corona-Alltag erleben dürfen. Ein Besuch im Tierpark ist nicht anders zu bewerten, als ein Spaziergang an der frischen Luft!“ Die Zoos in Niedersachsen dürfen ab sofort öffnen, auch wenn sie in einem Landkreis mit einer Inzidenz über 100 liegen. Bisher mussten die dort ansässigen Zoos und Tierparks, wie auch in Nordrhein-Westfalen ab einem Inzidenzwert über 100 für den Besucherverkehr schließen. Mehrere Zoos konnten daher trotz der im März beschlossenen Lockerungen bisher nicht öffnen und einige Einrichtungen waren aufgrund steigender Fallzahlen von der erneuten Schließung bedroht. Deutsche Tierpark-Gesellschaft e.V. Geschäftsstelle: c/o Tierpark Dessau Querallee 8D-06846Dessau RoßlauTel.:0157313 050 23Dessau-Roßlau,19.03.2021Mitgliedschaften:„Wir halten unsere Forderung nach einer Öffnung aller Zoos in ganz Deutschland aufrecht!“ so der Präsident der Deutschen Tierparkgesellschaft, Gert Emmrich. „Dieses Gerichtsurteil sollte für die anderen Bundesländer wegweisend sein!“ Auch Ralf Slabik, Vizepräsident der DTG und Zoodirektor im Tierpark + Fossilium Bochum schöpft Hoffnung auf eine bundesweit einheitliche Regelung: „An den Beschlüssen in unserem benachbarten Bundesland zeigt sich, dass Zoos in der Eindämmung der Pandemie nicht das Problem sind, sondern die Lösung.“ Zur Begründung hat das niedersächsische Gericht ausgeführt, dass eine Schließung als Infektionsschutzmaßnahme nicht mehr erforderlich und auch nicht mehr angemessen sei. Das Infektionsrisiko bei Aufenthalten im Freien sei von vorneherein vergleichsweise gering und könne durch mildere Maßnahmen als eine Schließung hinreichend effektiv reduziert werden, etwa durch Begrenzungen des Zugangs zum Zoo oder Tierpark, Steuerungen des Aufenthalts dort, Maßnahmen zur Vermeidung von Personenkontakten und Beschränkungen besonders infektionsrelevanter Einrichtungen (etwa von Innenbereichen) oder Veranstaltungen (etwa Schaufütterungen, Streichelzoo). Durch eine einheitliche Öffnung von Zoos und Tierparks könnten zudem Tourismusbewegungen in Kommunen verhindert werden, in denen vergleichbare Einrichtungen mit überörtlichem Einzugsbereich aufgrund niedrigerer Inzidenzen noch geöffnet seien. Auszug aus dem Gerichtsurteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 19.03.2021: Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit drei Eilbeschlüssen vom 19. März 2021 verschiedene Verbotsregelungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung (im Folgenden: Corona-VO) in der derzeit geltend, zuletzt am 12. März 2021 geänderten Fassung vorläufig außer Vollzug gesetzt (Az.: 13 MN 132/21, 13 MN 114/21 und 13 MN 118/21).Schließung von Zoos und Tierparks in Hochinzidenz kommunen Im Verfahren 13 MN 114/21 hatte sich der Inhaber eines Tier- und Freizeitparks gegen die Schließung von Zoos und Tierparks in Hochinzidenzkommunen nach § 18a Abs. 3 Corona-VO und gegen die landesweite Schließung von Freizeitparks nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 Corona-VO gewandt. Gegenwärtig dürfen Zoos und Tierparks in Kommunen, die nicht zu den sog. Hochinzidenzkommunen (mit einer länger andauernden 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100) gehören, öffnen, während Freizeitparks nach wie vor geschlossen sind. Der 13. Senat hat die fortwährende Schließung von Zoos und Tierparks in Hochinzidenzkommunen vorläufig außer Vollzug gesetzt. Zur Begründung hat er ausgeführt, dass diese als Infektionsschutzmaßnahme nicht mehr erforderlich und auch nicht mehr angemessen sei. Das Infektionsrisiko bei Aufenthalten im Freien sei von vorneherein vergleichsweise gering und könne durch mildere Maßnahmen als eine Schließung hinreichend effektiv reduziert werden, etwa durch Begrenzungen des Zugangs zum Zoo oder Tierpark, Steuerungen des Aufenthalts dort, Maßnahmen zur Vermeidung von Personenkontakten und Beschränkungen besonders infektionsrelevanter Einrichtungen (etwa von Innenbereichen) oder Veranstaltungen (etwa Schaufütterungen, Streichelzoo). Durch eine einheitliche Öffnung von Zoos und Tierparks könnten zudem Tourismusbewegungen in Kommunen verhindert werden, in denen vergleichbare Einrichtungen mit überörtlichem Einzugsbereich aufgrund niedrigerer Inzidenzen noch geöffnet seien. Quelle: https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/vorlaufige-ausservollzugsetzung-der-coronabedingten-kontaktbeschrankungen-auf-5-personen-und-anderer-verordnungsregelungen-198645.html
(wäre schön, wenn das bundesweit der Fall wäre)

Erlebnis-Zoo Hannover 19.03.2021
Erlebnis-Zoo Hannover öffnet ab Samstag – zunächst für Jahreskartenbesitzer – Zoobesuch mit Anmeldung, Maske und Abstand und eingeschränktem Angebot
Erleichterung im Erlebnis-Zoo Hannover! Am Samstag, den 20. März 2021, öffnet der Zoo wieder – zunächst jedoch erst für Jahreskartenbesitzer. „Wir haben unsere Besucher schmerzlich vermisst und freuen uns wirklich riesig, den Menschen in der Region Hannover wieder einen Spaziergang durch den Zoo ermöglichen zu können“, so Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „In den ersten Tagen möchten wir uns bei unseren Jahreskarten-Inhabern für ihre Treue und Unterstützung bedanken und ihnen den Vortritt in die Zoowelt lassen!“ Laut Urteil des Oberverwaltungsgericht Lüneburg am heutigen Freitag, dürfen alle Zoos in Niedersachsen wieder öffnen. „Wir wurden überrascht von dem Urteil“, so der Zoogeschäftsführer. „Mit vereinten Kräften aller Zoo-Abteilungen haben wir es aber geschafft, eine schnelle Öffnung für ein zunächst stark eingeschränktes Besucher-Kontingent zu ermöglichen.“ Bedingt durch die lange Schließung und die unerwartete Erlaubnis zur Wiedereröffnung ist allerdings auch das Angebot im Zoo zunächst noch eingeschränkt. Nicht alle Tiere sind ganztägig zu sehen, es gibt noch kein gastronomisches Angebot und die Bootsfahrt wird an diesem Wochenende nicht angeboten. „Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen jetzt erst wieder an Bord geholt werden“, erklärt Casdorff, auch einige Renovierungsarbeiten seien noch nicht abgeschlossen. Beim Zoobesuch ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine Online-Anmeldung aller Gäste notwendig. Die Anmelde-Plattform auf www.erlebnis-zoo.de wird in Kürze freigeschaltet. Um den Besucherstrom und die Anzahl zu steuern, hat der Zoo feste limitierte Einlass-Zeitfenster eingerichtet, die die Besucher vorab online kostenlos mit Kontaktinformationen reservieren müssen. Gemeinsam mit der ZooCard (Jahreskarte) wird diese Voranmeldung am Eingang vorgezeigt. „Es ist wunderbar, dass es nach viereinhalb langen Monaten jetzt endlich schrittweise wieder losgehen kann“, so Casdorff. „Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die uns in den vergangenen Monaten unterstützt haben, mit dem Kauf oder der Verlängerung der Jahreskarte, einem Gutschein, einer Spende oder der Übernahme einer Tierpatenschaft. Das Zoo-Team war sehr berührt, wie sehr der Zoo unseren Besuchern am Herzen liegt.“ Alle Informationen rund um die Wiedereröffnung – über Tickets, Zutrittsfenster, Hygiene- und Abstandsvorkehrungen – finden sich unter www.erlebnis-zoo.de
Öffnungszeiten: Ab Samstag, den 20. März 2021, von 09-18.30 Uhr für alle vorangemeldeten Besucher mit ZooCard

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 19.03.2021
Giraffe George verlässt ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen. Am gestrigen Donnerstag, den 18.03.2021, hat die ZOOM Erlebniswelt einen ganz besonderen Tiertransport durchgeführt: Giraffe George aus der Erlebniswelt Afrika verließ den Zoo, um in sein neues Zuhause nach Frankreich gebracht zu werden. Der „Parc Zoologique Cerza“ hat inzwischen vermeldet, dass die Gelsenkirchener Giraffe dort gut am späten Vormittag angekommen ist. „Eine Giraffe zu transportieren gehört nicht gerade zu den alltäglichen Routinen“, sagt Tierärztin Judith Wabnitz, die die Verladung des Giraffenbullen gestern überwacht hat. George habe das Ganze vorbildlich gemeistert und sei problemlos in den Transporter gegangen. „Dass alles so glattging, haben wir dem vorbereitenden Training zu verdanken“, sagt Tierärztin Wabnitz. Wochenlang hatten die Tierpfleger mit Giraffe George trainiert, um Vertrauen aufzubauen und eine entspannte Verladesituation für das Tier zu ermöglichen. „Der Plan ist aufgegangen und so konnte George in seinem speziellen Giraffentransporter pünktlich vom Hof rollen“, so Wabnitz weiter. Giraffe George wurde am 15. März 2018 in der ZOOM Erlebniswelt geboren. Wenn Giraffenbullen geschlechtsreif werden, verlassen sie die Geburtsherde und schließen sich zu Junggesellengruppen zusammen. Der Wechsel von George in den französischen Zoo erfolgt auf Empfehlung des Europäischen Zuchtbuches. Für die Bestände der Rothschildgiraffen wird europaweit ein Zuchtprogramm koordiniert. Deren Ziel ist es, einen gesunden Bestand in Zoos zu gewährleisten, der nicht miteinander verwandt ist. Die Koordinatoren des jeweiligen Europäischen Erhaltungszuchtprogramms haben dafür eine Übersicht über alle verfügbaren Individuen und deren Stammbäume, auf deren Basis er Zucht- und Tauschempfehlungen ausspricht. In der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen leben nach dem Weggang von George nun insgesamt sieben Rothschildgiraffen – zwei Männchen und fünf Weibchen.

Zoo Heidelberg 19.03.2021
Heidelberger Waldrappe in Spanien ausgewildert – Zoo Heidelberg beteiligt sich an Auswilderungsprojekt
Ende Februar 2021 sind vier junge Waldrappe aus dem Zoo Heidelberg erfolgreich in La Janda, Cadíz, im Süden Spaniens ausgewildert worden. Dazu reisten sie bereits im Dezember von Heidelberg nach Jerez de la Frontera, um dort zusammen mit anderen Waldrappen auf die Auswilderung vorbereitet zu werden. Im Rahmen des Artenschutz-Projekts “Proyecto Eremita“ werden in dieser Region Spaniens immer wieder junge Waldrappe aus Europäischen Zoos, darunter in diesem Jahr erstmals Tiere aus dem Zoo Heidelberg, in die Natur entlassen. Ziel des Projekts ist es, über mehrere Jahre eine gesunde, sich selbst vermehrende Waldrapp-Population aufzubauen. Die vier jungen Waldrappe wurden in Heidelberg von den Elternvögeln großgezogen und waren im Alter von sechs Monaten fit und selbstständig genug, um in ihre neue spanische Heimat zu ziehen. „Der Zoo Heidelberg hält und züchtet Waldrappe seit vielen Jahren. Viele der Heidelberger Jungtiere leben inzwischen in anderen Zuchtgruppen und haben dort bereits selbst Nachwuchs gezeugt. Wir haben im letzten Jahr bereits ein Auswilderungsprojekt in Deutschland finanziell unterstützt. Waldrappe waren früher in Europa, unter anderem in Süddeutschland, weit verbreitet, wurden dort aber durch den Menschen ausgerottet. Auswilderungsprojekte wie dieses zeigen, wie die Zucht bedrohter Tiere zum Überleben der Art im Freiland erfolgreich beitragen kann“, erklärt Dr. Eric Diener, Vogelkurator im Zoo Heidelberg. Vom Aussterben bedrohte Vögel – Waldrappe stammen ursprünglich aus Regionen in Mittel- und Südeuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Da sie im Mittelalter als Delikatesse galten, wurden sie fast überall durch den Menschen ausgerottet. Lange Zeit kannte man den Waldrapp, welcher an seinem charakteristischen Federschopf gut erkennbar ist, nur aus historischen Abbildungen, bis er in Nordafrika wiederentdeckt wurde. Der Waldrapp zählt laut IUCN zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten – es gibt nur noch zwei natürliche Vorkommen in Marokko und der Türkei. Erfolgreiche Wiederauswilderungen konnten den Waldrapp in Europa wieder heimisch machen, unter anderem im Voralpenraum. Diese Waldrapp-Kolonie verbringt den Sommer in Bayern und Österreich, um zu brüten, und zieht im Herbst in das Winterquartier in der italienischen Toskana. In warmen Regionen, wie im Mittelmeerraum, finden die Vögel ganzjährig Nahrung und müssen nicht in ein Winterquartier ziehen. Durch erfolgreiche Zuchtbemühungen in Zoos, die Hand in Hand mit Artenschutzprojekten vor Ort zusammenarbeiten, kehrte der Waldrapp nach 400 Jahren Abwesenheit als Bestandteil der Europäischen Natur zurück. Das „Proyecto Eremita“ – Mit der Region La Janda in Südspanien haben die Artenschützer des „Proyecto Eremita“ eine weitere Region gefunden, die dem ursprünglichen Lebensraum des Waldrapps mit Felsen zum Brüten und offenen Wiesen zur Nahrungssuche sehr ähnlich ist. In diesem Naturschutzgebiet soll sich eine sedentäre – nicht ziehende – Population ansiedeln. Dabei setzen die Artenschützer auf eine Mischung aus handaufgezogenen Tieren und Tieren, die in Zoos von ihren Elternvögeln aufgezogen wurden. In speziellen Volieren werden die im Zoo geborenen jungen Waldrappe für die Auswilderung vorbereitet. GPS-Sender auf dem Rücken der Vögel ermöglichen den Naturschützern, die Bewegungen der Tiere nach der Auswilderung nachzuvollziehen. Erste Erfolge zeichnen sich nach 16 Jahren der Projektarbeit ab: Einige Walrappe haben in Spanien bereits in der Natur gebrütet und konnten die Küken erfolgreich großziehen. Insgesamt leben in Spanien inzwischen 115 Tiere. Der Zoo Heidelberg hofft, dass auch die Heidelberger Waldrappe ihren Weg finden und erfolgreich zum Erhalt der Population beitragen werden. In Zukunft werden sicherlich noch weitere Jungtiere aus Heidelberg die Reise nach Südspanien antreten.

Tier- und Freizeitpark Jaderberg 19.03.2021
Jaderpark entwickelt sich zum Storchenpark
Jedes Frühjahr freuen wir uns über die Rückkehr der Zugvögel aus den Überwinterungsgebieten. Ein besonderer Repräsentant ist sicher unser Weißstorch. Im Jaderpark zeichnet sich seit nunmehr 20 Jahren eine immer weiter steigende Tendenz an ankommenden Störchen ab, die hier ihr Brutquartier errichten möchten. Nachdem die ersten hier aufgewachsenen Jungvögel ihre Reise nach Afrika antreten durften, werden es jedes Jahr mehr, die in den Park kommen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir23Paarezählen. Überall klappern sie in den Bäumen und rauscht es über den Köpfen der Mitarbeiter, wenn die Vögel im Tiefflug über sie hinweggleiten. Besonders spektakulär ist das Bild am Tropenhaus. Hier hat sich inzwischen eine richtige Kolonie entwickelt, weil die beschnittenen Bäume eine gute Unterlage für den Nestbau bieten. Auch ist gerade jetzt das Treiben der Störche sehr gut zu verfolgen, da die Bäume noch kein Laub tragen. Es herrscht rege Aktivität beim Errichten neuer Horste und Ausbau der bereits vorhandenen. Herumliegende Äste sind heiß begehrt. Auf den Wiesen rund um das Parkgelände ist die Nahrungssuche in vollem Gange. Bedauerlicherweise können Besucher dieses Naturschauspiel zurzeit nicht genießen, da eine Öffnung des Jaderparks weiterhin nicht gestattet ist. Die Betreiber hoffen nun, dass zeitnah ein Saisonstart möglich wird. Unter welchen Konditionen der Park dann besucht werden kann, bleibt abzuwarten

Zoo Duisburg 18.03.2021
Deutschlandweit einzigartig, europaweit eine Seltenheit: Im Koalahaus des Zoo Duisburg wachsen derzeit gleich zwei junge Koalas auf.
Mit viel Engagement kümmert sich das erfahrene Tierpflegerteam insbesondere um das kleine Koalaweibchen Eerin. Revierleiter Mario Chindemi berichtet von den Herausforderungen der Aufzucht des Jungtieres. Ihr Name leitet sich aus der Sprache der australischen Ureinwohner ab und bedeutet „kleine graue Eule“. Deutschlandweit einzigartig, europaweit eine Seltenheit: Im Koalahaus des Zoo Duisburg wachsen derzeit gleich zwei junge Koalas auf. Während das ältere Jungtier von Mutter Gooni bereits auf den Namen Tarni getauft wurde, selbstständig umherklettert und schon zuverlässig Eukalyptus knabbert, umsorgt das erfahrene Tierpfleger-Team derzeit das Jungtier von Mutter Eora besonders intensiv. Eerin, so der Name des kleinen Weibchens, muss teilweise zugefüttert werden. Seit 1994 Leben Koalas in Duisburg. Seither wurden am Kaiserberg weit über 30 Jungtiere der grauen Beuteltiere erfolgreich aufgezogen. „Jede Geburt und jede Aufzucht ist etwas Besonderes, man kann sich noch immer an jedes einzelne Tier erinnern“, so Revierleiter Mario Chindemi. Der 56-jährige betreut die Koalas im Zoo Duisburg bereits von Beginn an, gilt als Fachmann in Sachen Pflege der sensiblen Beuteltiere. Auf die Erfahrung und das nötige Fingerspitzengefühl des gesamten Koala-Teams kommt es derzeit besonders an, denn ein Jungtier braucht Unterstützung, wird teilweise zugefüttert. „Wir mussten eingreifen und Starhilfe geben, ansonsten hätte es das kleine Koalaweibchen nicht geschafft“, erinnert sich Chindemi. Routinemäßig wiegen die Pfleger ihre Schützlinge. Vom Gewicht des Weibchens, welches mit Jungtier im Beutel gewogen wird, lassen sich Rückschlüsse auf die Entwicklung des Nachwuchses ziehen. „Im Rahmen der Kontrolle ist uns aufgefallen, dass Eoras Jungtier innerhalb einiger Tage nicht an Gewicht zugenommen hat“, so Tierpfleger Chindemi. Ein Alarmsignal, denn normalerweise legen die jungen Beuteltiere in dieser Lebensphase pro Tag etwa 10 Gramm Körpergewicht zu. „Wir haben sofort begonnen, das Jungtier mit spezieller Koalamilch zuzufüttern und zeitgleich Ursachenforschung betrieben“, schildert Tierpfleger Chindemi. Bei der Untersuchung von Mutter Eora erkannten Tierärztinnen und Pfleger den Grund für das stagnierende Wachstum des Jungtieres: Haare im Beutel hatten sich um die Zitze der Mutter gewickelt, der Milchfluss war daher nur noch sehr eingeschränkt möglich. „Kleine Ursache, große Wirkung und von außen nicht zu sehen. Sowas hatten wir bei uns noch nicht“, beschriebt Chindemi die Situation. Trotz Behandlung und mehrerer Versuche wurde schnell deutlich, dass Eora nicht mehr genug Milch geben kann. „Da überlegt man nicht lange, für uns alle war direkt klar, dass wir hier Starthilfe geben werden“, betont der Koalafachmann. Tagsüber lebt das kleine Weibchen Eerin bei Mutter Eora im Koalahaus, wird von ihr umher getragen und liebevoll umsorgt. Immer wieder kommen die Pfleger vorbei und füttern Milch zu. Zum Abend schlüpft dann Mario Chindemi in die Rolle der Koalamutter, bietet immer wieder die spezielle Koalamilch sowie Eukalyptus an und trägt die Kleine in einem selbstgenähten Beutel umher. „Dieser Stoffsack hat schon so vielen Beuteltieren übergangsweise eine Heimat geboten – egal ob Känguru Lizzy oder Wombat Apari, sie sind alle mit ihm groß geworden“, lacht der Tierpfleger. Wenn alle schlafen gehen, wird der Mini-Koala bei Mario Chindemi richtig munter, turnt umher und trainiert beim Klettern seine Muskeln. „Dann schaut sie mich mit ihren Kulleraugen an – wie eine Eule“, lacht der Pfleger. Und genau das ist auch der Ursprung ihres Namens: Eerin stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner und bedeutet übersetzte „kleine graue Eule“. Mittlerweile ist der Minikoala aus dem gröbsten raus, nimmt fleißig an Gewicht zu und wird immer agiler. Schon sehr bald wird sie dauerhaft in der Koalagruppe des Zoos leben. Gemeinsam mit ihrer Mutter Eora und Spielgefährten Tarni, der zeitgleich mit Eerin in Duisburg groß wird

Tiergarten Nürnberg 18.03.2021
Tiergarten hat mehr als 50 000 Fans bei Facebook
In der Zeit der coronabedingten Schließungen versucht der Tiergarten der Stadt Nürnberg seine Gäste digital auf dem Laufenden zu halten. Mit seinem Facebook-Auftritt hat der Zoo jetzt die 50 000er-Marke geknackt. Bis zum heutigen Donnerstag, 18. März 2021,haben genau 50 614 Gäste die Tiergarten-Facebookseite abonniert. 49 893 gefällt sie. Bürgermeister Christian Vogel, zuständig für den Tiergarten, sagt: „Der Nürnberger Tiergarten ist außergewöhnlich beliebt, weil es einfach ein einzigartiger ‚Tier-Garten‘ ist und nicht nur ein Zoo. Dass ihm gerade in schwierigen Zeiten so viele Menschen auch virtuell folgen, freut mich sehr und ist auch Beleg für die tolle Arbeit der Mitarbeitenden im Tiergarten, die den Facebook-Auftritt mit Leben füllen. Natürlich hoffe ich, dass auch der Besuch vor Ort am Schmausenbuck bald wieder möglich ist.“ Der Tiergarten Nürnberg ist auch in den Online-Portalen Instagram und YouTube aktiv. Hohe Zuwächse erzielte der Tiergarten bei seinem ab Januar 2020 bespielten Instagram-Auftritt, wo er aktuell 17 600 Abonnentinnen und Abonnenten hat. Im Werden ist der kürzlich ins Leben gerufene YouTube-Channel des Tiergartens, erreichbar unter https://t1p.de/s611, mit derzeit gut 60 Videos über den Zoo, seine Tiere und seinen Einsatz für den Artenschutz. „Es freut uns,“ sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke, „dass wir über die Social-Media-Kanäle den Kontakt mit unseren Besucherinnen und Besuchern aufrechterhalten können.“ Wie wird man Abonnement bei Facebook? Sobald eine Zuschauerin oderein Zuschauer bei Facebook eine Seite mit „Gefällt mir“ markiert, abonniert sie oder er diese Seite automatisch und sieht dementsprechend die Aktivitäten der Seite im eigenen Feed. Alle haben allerdings die Möglichkeit, dieses Abonnement manuell zu beenden. Je mehr Menschen eine Seite abonnieren und sich für Benachrichtigungen entscheiden, desto öfter werden die Streams bei Facebook angezeigt

Tierpark Nordhorn 18.03.2021
Tierische Neuzugänge im Familienzoo „Baikal“ und „Jolo“ haben sich bereits gut eingelebt
Neben der neuen Tierart „Litschi-Wasserböcke“ auf der Afrikaanlage gibt es zwei weitere interessante tierische Neuigkeiten im Tierpark am Heseper Weg. So zog vor etwa 4 Wochen der Amurleopard „Baikal“ aus dem Zoo Schönbrunn von Wien in die Grafschaft Bentheim. Die Wiener suchten dringend ein neues Zuhause für den 3-jährigen Kater, da dieser aus dem „Revier“ seiner Eltern weichen musste. Es ist typisch für die überwiegend einzelgängerisch lebenden Leoparden, dass Jungtiere, egal ob männlich oder weiblich, mit Eintritt der Geschlechtsreife aus dem elterlichen Revier vertrieben werden – häufig schon mit 1,5 bis 2 Lebensjahren. Die beiden Großkatzen in Österreich, die sogar einträchtig als Paar zusammenleben, haben es somit schon lange zusammen mit ihrem Sprössling ausgehalten. Mit der Ankunft von „Baikal“ beginnt nun im Tierpark Nordhorn eine neue Leoparden-Ära. In den vergangenen Jahren hat sich der Zoo sehr erfolgreich um die Haltung und Zucht der Nordpersischen Leoparden bemüht – einer bedrohten Leopardenunterart aus Vorderasien. Einen in der Zoogemeinschaft vielbeachteten Erfolg konnte im Jahr 2014 erzielt werden. Zum ersten Mal weltweit wurden im Tierpark Nordhorn zwei junge Nordpersische Leoparden nach künstlicher Besamung geboren. „Nachdem das recht betagte Nordpersische Zuchtpaar 2019 bzw. 2020 kurz hintereinander gestorben war, stand für uns fest, dass wir uns weiterhin an der Erhaltungszucht von bedrohten Leoparden beteiligen wollen,“ so Kurator und Inspektor Dr. Dirk Wewers. „Allerdings wechselten wir nun auf eine andere Unterart, die im Freiland unmittelbar vor der Ausrottung stehenden Amurleoparden!“ so Wewers weiter. Mit nur etwa 100 Exemplaren, die ausschließlich noch im Grenzgebiet von Sibirien und China leben, ist der Amurleopard die seltenste Großkatzenart der Erde. Fast wäre sie durch starke Bejagung und Lebensraumverlust ganz verschwunden, denn vor 20 Jahren zählte man keine 30 Tiere mehr. Nur durch ein strenges Schutzprogramm und die Gründung eines Nationalparks gelang es die Zahl bis heute fast zu vervierfachen. Auch die Zoos weltweit beteiligen sich an dem Schutz dieser schönen Großkatze. So haben sich global etwa 100 Zoos mit knapp über 200 Amurleoparden dem Erhaltungszuchtprogramm angeschlossen. Über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm kam nun der junge Kater „Baikal“ in den Tierpark Nordhorn. Er bezog die alte Leopardenanlage, die ein wenig umgebaut wurde. So konnte zum Beispiel die Trennung in zwei Außengehege entfernt werden, da „Baikal“ das Gehege alleine bewohnen wird. Im Rahmen einer Leopardenkampagne sammeln der Tierpark und der Förderverein Tierpark Nordhorn e.V. bereits seit einigen Jahren Spenden für den teuren Neubau einer Leopardenanlage als Ersatz für das in die Jahre gekommene Gehege. Der Neubau wird auf einem Teil der Afrikaanlage realisiert werden. Die ersten Baumaßnahmen in Form von Rückbau wurden bereits getätigt. Durch die Coronapandemie musste die Baustelle vorübergehend pausiert werden, wenn der Tierpark aber hoffentlich länger für Besucher geöffnet bleibt, wird in absehbarer Zeit mit den Wegebaumaßnahmen begonnen. Sobald die neue Leopardenanlage fertiggestellt ist, wird der hübsche, junge Kater eine Partnerin aus einem anderen Europäischen Zoo erhalten und die beiden werden hoffentlich in Nordhorn zur Erhaltung der Amurleoparden beitragen. Neben dem neuen Kater, gab es weiteren männlichen Raubtierzuwachs im Familienzoo. In diesem Fall bei den Wasserraubtieren – den Seehunden. Nachdem das eigentliche Zuchtmännchen „Arjen“ an den Folgen einer Lungenentzündung im vergangenen Jahr verstarb, waren die beiden Seehunddamen „Rita“ und „Didi“ alleine. Während „Rita“ mit 35 Jahren schon ziemlich betagt ist, befindet sich „Didi“ mit ihren 25 Jahren noch im besten Seehundalter. Damit es zukünftig wieder Seehundnachwuchs in Nordhorn geben kann, zog nun mit „Jolo“ ein junger Seehundbulle aus Augsburg in die Wohngemeinschaft im Seehundbecken. Da der Bulle erst 1 Jahr und 8 Monate alt ist, hat er noch einen gewissen Jungtierschutz und wurde von den beiden Damen neugierig begrüßt. Bis er sich zum Zuchtbullen mausern wird, dauert es voraussichtlich noch 2-3 Jahre, denn männliche Tiere werden in der Regel erst im Alter von 5 Jahren geschlechtsreif. Zur Zeit macht „Jolo“ den Tierpflegern und Besuchern eine Menge Freude. Er zeigt sich gerne an der Unterwasserscheibe und ist auch am Training durch die Pfleger sehr interessiert. „Mit „Jolos“ Ankunft in Nordhorn ist die alte Gruppengröße von einem Männchen und zwei Weibchen bei uns endlich wieder erreicht und durch den quirligen Bullen richtig Leben in der Bude“, so Revierleiter Tom ten Tusscher. „Es macht viel Spaß dem Jungbullen beim Training die ersten Dinge beizubringen. Er ist sehr gelehrig!“ so der Niederländische Tierpfleger weiter. Auch die Seehundanlage in Nordhorn gehört zu den älteren Anlagen, die in Zukunft vergrößert und modernisiert werden soll. Da für den Neubau der Leoparden- und Seehundanlagen jedoch Kapital in 7-stelliger Größenordnung benötigt wird, wird sich die Umsetzung noch ein paar Jahre hinziehen. Auch die Coronapandemie hat leider durch die massiven Einnahmeverluste zu Verzögerungen bei den Baumaßnahmen geführt. An den Vorhaben hält die Geschäftsleitung des Zoos aber unbeirrt fest. Möglichkeiten zur Unterstützung des Tierparks sind auf einer eigenen „Unterstützerseite“ aufgeführt und unter www.tierpark-nordhorn.de/wir-sind-zoo-unterstuetzung-fuer-den-tierpark/ zu finden. Der Familienzoo ist seit dem 8. März wieder für Besucher geöffnet. Für einen Besuch ist der Kauf eines Onlinetickets für den Vormittag oder Nachmittag erforderlich. Alle erforderlichen Details sind auf der Homepage des Familienzoos unter www.tierpark-nordhorn.de zu finden. Tickets können im Onlineshop unter https://shop.tierpark-nordhorn.de/ erworben werden

Zoo Landau in der Pfalz 18.03.2021
Spendenaktion startet am 20. März: In schwierigen Zeitenzusammenhalten -Nähzentrum Landau unterstützt die Zooschule auf kreative Art
Für jeden verkauften halben Meter Stoff mit einem Tiermuster soll ein Euro(1 €)der Zooschule Landau e.V. zugutekommen. Diese Aktion soll helfen, die Bildungseinrichtung durch die schwere Zeit ohne Einnahmen zu bringen. Als der Stoff mit den bunten Tiermotiven im Geschäft Nähzentrum Landau eintraf, entstand spontan die Idee für die vierwöchige Aktion, die von der Inhaberin Mona Roth und ihren Mitarbeiterinnen kreativ vorbereitet und durchgeführt wird. „Uns liegt das Wohl der Kinder, die durch diese Situation auch sehr eingeschränkt sind, sehr am Herzen. Die Zooschule ist aus unserer Sicht eine besonders förderwürdige Institution, weil sie Bildung und das Umweltverständnis von Kindern fördert. Gerade in und auch nach dieser schweren Zeit der Pandemie empfinden wir es als sehr wichtig, dass diese Institution weiterhin existieren kann“, so Roth. Die Vorsitzende des Fördervereins der Zooschule Landau e.V., Elena Bonatz, freut sich über die Entscheidung des Teams des Nähzentrum Landau und wertschätzt dieses Engagement: „Es ist bewundernswert, mit welchem kreativen Einsatz Frau Roth und ihr Team die Aktion vorbereitet haben. Es ist auch großartig, dass der Zooschule damit so viel Anerkennung entgegengebracht wird. Die Zooschule leistet mit ihrer breiten Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und hier vor allem für die junge Generation. Die Einrichtung ist jedoch auf ideelle und finanzielle Unterstützung angewiesen“, ergänzt Bonatz. Kunden und alle anderen, die die Zooschule unterstützen wollen, können auch direkt im Ladengeschäft Nähzentrum Landau (Inhaberin Mona Roth), Kronstr.2, 76829 Landau (am Rat-hausplatz) eine Spende für die Zooschule in eine Spendenkasse werfen. Die gesammelten Spenden werden zu 100% dem Förderverein Zooschule Landau e.V. übergeben. Mehr Informationen zur Spendenaktion sind auf der Website www.naehmaschinen-welt.de zu finden

Zoo Osnabrück 18.03.2021
Immer Action für Elefantenjunge Yaro – Elefantennachwuchs im Zoo Osnabrück entwickelt sich prächtig
Der im Dezember 2020 geborene Elefantenjunge Yaro im Zoo Osnabrück ist ein Energiepaket: Immer aktiv und immer mutiger entdeckt er seine Umgebung und fordert die älteren Geschwister heraus. Derweil liegt das Untersuchungsergebnis für den im Februar 2021 verstorbenen zweiten Elefantennachwuchs vor. „Yaro ist wirklich klasse, er hat so viel Energie und wird immer mutiger“, berichtet Nils Schröer, Tierpfleger im Elefantenhaus im Zoo Osnabrück. „Inzwischen läuft er ganz alleine im Elefantenhaus herum. Wenn es nach draußen geht, wird ihm die Gesellschaft seiner Mutter Douanita schnell zu langweilig und er läuft mit Schwester Sita oder Bruder Minh-Tan umher. Seinen größeren Bruder fordert er auch gerne zum Spielen heraus und provoziert ihn sogar manchmal.“ Yaro, Sohn von Douanita und Elefantenbulle Luka, kam am 21. Dezember 2020 als erster in Osnabrück gezeugter Elefantennachwuchs zur Welt und hält seitdem die Elefantengruppe auf Trab. „Inzwischen zeigt er Interesse am medizinischen Training und versucht mit seinem Rüssel den sogenannten Zielstab zu berühren, wenn wir mit Douanita auf freiwilliger Basis für medizinische Untersuchungen üben. Die Pellets, die wir zur Belohnung geben, hebt Yaro bereits auf und steckt sie sich in sein Maul. Er lutscht allerdings nur darauf rum, die Hälfte landet meistens wieder auf dem Boden“, lacht Schröer. Wird es Yaro zu langweilig, hat der Schlawiner bereits seine Methoden, um Aufmerksamkeit zu bekommen: „Wenn wir mit Douanita Fußpflege machen und Yaro das zu langweilig wird, rennt er weg und schreit ganz laut. Dann geht seine Mutter ihm natürlich sofort nach. Inzwischen hat sie die Taktik allerdings durchschaut und bleibt gelassen“, berichtet der Tierpfleger. Im Vergleich zu dem etwa 3,5 Jahre alten Jungbullen Minh-Tan fällt Schröer auf, dass Yaro sehr viel weniger schläft: „Er sucht wirklich immer nach Action. Wenn er dann nachts schläft, legt er sich häufig zu seiner Halbschwester Sita – und zwar gerne so, dass sie Rücken an Rücken auf dem Sandhaufen liegen. Er ist dann sehr kuschelig und sucht ihre Nähe.“ Pathologischer Bericht bestätigt Entscheidung – Während Yaro sich sehr gut entwickelt, ist inzwischen das Untersuchungsergebnis aus der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover zum zweiten, im Februar verstorbenen Elefantennachwuchs eingetroffen. Es bestätigt, dass das Team damals die richtige, wenn auch sehr schwere Entscheidung getroffen hatte, den kleinen Bullen fünf Tage nach der Geburt zu erlösen. Zootierarzt Thomas Scheibe berichtet: „Das Jungtier wollte partout nicht bei seiner Mutter trinken und suchte auch keinen Kontakt zu ihr. Das pathologische Ergebnis zeigt, dass das Tier nach den fünf Tagen schon sehr stark geschwächt und das Immunsystem sehr fragil war sowie, dass sich Entzündungen entwickelt hatten.“ Der Befund mache deutlich, dass es fraglich gewesen wäre, wie lange das Tier noch überlebt hätte. Damit ein Tier nicht unnötig weiter leidet, sei es wichtig, dann der Verantwortung nachzukommen, ergänzt der Tierarzt. Einen genaueren Hinweis darauf, warum der Nachwuchs nicht bei seiner Mutter trinken wollte und sich auch nicht für die anderen Artgenossen interessierte, zeigte die Pathologie allerdings nicht. „Die anderen Elefanten hatten sich auch nicht um ihn gekümmert, was sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise wird das Jungtier sofort umstellt und beschützt. Aber hier war nichts dergleichen zu beobachten – auch wenn Mutter Sita nach und nach eine Bindung zu ihrem Erstgeborenen entwickelte und ihn trinken lassen wollte.“ In den fünf Tagen nach der Geburt am 11. Februar kämpfte das Zooteam um das Überleben des Kleinen und versuchte mit allen Mitteln es zum Trinken bei seiner Mutter zu bewegen. Dabei unterstützten auch Elefantenexperten aus anderen Zoos. „Leider kann man bei Elefanten die Muttermilch nicht abpumpen und gleichzeitig haben Asiatische Elefantenkinder, die von Anfang an mit der Flasche und Ersatzmilch großgezogen wurden, bislang nie überlebt. Dieses Leiden wollten wir dem Kleinen ersparen. Auch das Veterinäramt versteht diese Entscheidung“, berichtet Scheibe. Elefantenkuh Sita, Mutter des zweiten Jungtieres, geht es wieder gut. Ihr war der Verlust in den ersten Tagen anzumerken, da sie ruhiger war als sonst. Doch inzwischen ist sie wieder fester Teil der Elefantengruppe und kümmert sich viel um Jungtier Yaro. Und dieser genießt die Nähe zu seiner Halbschwester sichtlich. Im Zoo Osnabrück leben fünf Elefanten: Elefantenbulle Luka (47 J.), Kühe Douanita (34 J.) und Sita (8 J.) sowie die Jungbullen Minh-Tan (3,5 J.) und Yaro (3 Monate). Wissenswertes zu Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) – Asiatische Elefanten sind etwas kleiner als Afrikanische, erreichen aber trotzdem eine Körpergröße von bis zu drei Metern und ein Gewicht von bis zu sechs Tonnen. Sie sind die größten Landsäugetiere Asiens. Asiatische Elefanten ernähren sich von Ästen, Blättern, Baumrinden, Wurzeln, Früchten und Gräsern und benötigen täglichen Zugang zu Wasser. Sie leben überwiegend in Regenwäldern und immergrünen Laubwäldern. Die Schwangerschaft eines Asiatischen Elefanten dauert fast zwei Jahre und ist eine der längsten im Tierreich. Das Junge kommt meist mit etwa 100 Kilogramm Körpergewicht auf die Welt. Der Zyklus von Elefantenkühen dauert rund 3 bis 4 Monate, die Oestrus-Phase nur maximal vier Tage. Kälber sind bei der Geburt voll entwickelt. Die Dickhäuter leben in Herden, bestehend aus Weibchen zusammen mit ihrem Nachwuchs. Ältere Bullen leben als Einzelgänger, junge hingegen in Junggesellengruppen. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN wird der Asiatische Elefant als „stark gefährdet“ eingestuft, da der Mensch ihm seinen Lebensraum nimmt. In der Natur leben nur noch kleine, isolierte Gruppen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 18.03.2021
Die Tierpark-Jahreskarte wird zur digitalen Dauerkarte
Pünktlich zur Wiedereröffnung am vergangenen Montag konnte der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec gemeinsam mit dem Start-Up zoo2go einen weiteren Meilenstein in Richtung Zukunft gehen. Ab sofort werden alle Jahreskarten nur noch online als Dauerkarten über zoo-goerlitz.de/online-tickets verkauft. Direktor Dr. Sven Hammer freut sich über die Neuerung: „Dieser Schritt erleichtert uns erheblich, die aktuellen Auflagen zur Erfassung von Kontaktdaten und Besuchsterminen umzusetzen; ein kurzer Scan der digitalen Karte ersetzt das aufwändige Sammeln von Formularen. Das ist auch für unsere Besucher wieder ein Zugewinn, schneller kann man kaum in den Tierpark kommen!“ Dass der neue Weg aufgeht, zeigt die positive Resonanz der Besucher: in den ersten zwei Tagen wurden bereits über 100 Dauerkarten verkauft. Mit der Umstellung fallen gleichzeitig die Familientarife weg, die Jahreskarte für Ermäßigte wird jedoch günstiger (von 19,90€ auf 14,90€). Aus Gründen der Nachhaltigkeit ist vorrangig die Speicherung der Karte auf dem eigenen Smartphone vorgesehen, auf Wunsch kann aber zusätzlich eine Chipkarte per Post bestellt werden. Übrigens eignet sich die digitale Karte auch ideal als Geschenk. Einfach online kaufen und anschließend vom Beschenkten innerhalb von 30 Tagen selbst aktivieren lassen.

Zoo Dresden 18.03.2021
Trauer um Koala Iragaim Zoo Dresden
Am 17.03.21 mussten wir unser Koala-Männchen Iraga nach kurzer, aber intensiver Krankheit euthanasieren. Iraga kam im Jahr 2013 aus dem Zoo Duisburg nach Dresden, wo er am 26.06.2011 geboren wurde. In Dresden entpuppte er sich schnell als umgängliches und ruhiges Tier. Im Gegensatz zum zweiten Männchen Mullaya, war Iraga stets etwas vorsichtiger und zurückhaltender. Während der letzten 7 Jahre erfreuten sich unsere Koalas guter Gesundheit und Grund zur Besorgnis gab es glücklicherweise nicht. Leider erkrankte Iraga in diesem Jahr an einer Pilzinfektion, die sowohl bei im Freiland lebenden als auch in Menschenhand gehaltenen Koalas auftritt. Der Erreger scheint mit verschiedenen Baumarten, so auch Eukalyptusarten, in Verbindung zu stehen. So findet man ihn oftmals auch bei gesunden Koalas im Nasenraum, wo er jedoch nicht immer auch zur Krankheit führt. In selteneren Fällen kann er jedoch schwere Erkrankungen auslösen, die beispielsweise durch Infektion des Nasenraums oder auch der Hirnhäute zustande kommen. Die Behandlung kann bis zu über einem Jahr dauern und beinhaltet medikamentelle und chirurgische Maßnahmen. In vielen Fällen wird jedoch keine Heilung erreicht. Wie häufig bei Wildtieren zeigte Iraga erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung überhaupt erste, unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust und verringerten Appetit. Die Diagnose konnte anschließend durch aufwändige Diagnostik inklusive Computertomografie sowie weitere Untersuchungen eindeutig gesichert werden. Hier zeigten sich umfangreiche Zubildungen und Knochenauflösungen im Nasenraum, in denen der Pilz nachgewiesen wurde. Auch im But ließ sich der Erreger bereits finden. Trotz intensiver Behandlungen durch TierärzteInnen und PflegerInnen verschlechterte sich sein Allgemeinbefinden innerhalb der letzten Woche drastisch, so dass wir uns entschlossen haben, ihn einzuschläfern. Iraga wird nun am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin pathologisch untersucht, um trotz des traurigen Ausgangs möglichst viel über die Erkrankung zu lernen und dazu beizutragen, sie besser zu bekämpfen.

Kölner Zoo 18.03.2021
Selten und imposant: Sibirisches Tigerweibchen „Akina“ neu im Kölner Zoo
Neuzugang im Kölner Zoo: Das Sibirische Tigerweibchen „Akina“ lebt seit Ende November 2020 am Rhein. Sie stammt aus dem Zoo Leipzig und ist regelmäßig auf der Außenanlage des 2020 neu eröffneten Kölner Tigerbereichs zu sehen. „Akina“ wurde im Februar 2017 im Zoo Leipzig geboren. Mit ihren rund vier Jahren ist sie nun geschlechtsreif. Das Weibchen ist nach Monaten der Eingewöhnung inzwischen selbstsicherer geworden. Sie durchstreift entspannter und aktiv die vielfältig strukturierte Kölner Anlage. „Akina“ geht auffällig oft durch das Wasser, an die Panorama-Scheiben und in die Höhle – allesamt Bereiche, die für die Zoobesucher besonders gut einsehbar sind. Sie kam auf Empfehlung des Zuchtbuchführers des Europäischen Erhaltungsprogramms (EEP) für Sibirische Tiger nach Köln. Sie passt von den genetischen Voraussetzungen her gut zum hier seit 2017 lebenden Kater „Sergan“, 5. Mit ihm soll „Akina“ in Zukunft für Nachwuchs bei dieser in freier Wildbahn hochbedrohten Katzenart sorgen. Männchen und Weibchen wurden bislang noch nicht gemeinsam auf die Anlage gelassen. „Akina“ hat aktuell noch größeren Respekt vor „Sergan“. Die Experten des Zoos gehen behutsam bei der Eingewöhnung vor. Männchen und Weibchen haben sich schon oft durch die Gitter in den benachbarten Anlagen und in den Ställen durch die Schieber gesehen. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, kommt im Amur- und Ussuri-Gebiet des russischen Fernen Ostens, nahe der Hafenstadt Wladiwostok vor. Nach einem katastrophalen Rückgang dieser Tiger-Unterart auf nur noch etwa 50 Tiere im Jahr 1940 haben sich die freilebenden Bestände durch konsequente Schutzmaßnahmen durch die russische Regierung wieder auf rund 400 erhöht. Auch im angrenzenden Nordostchina erholen sich die Bestände des Amur-Tigers langsam. Ihnen droht aber, wie allen Tigern weltweit, weiterhin die Ausrottung durch Lebensraumzerstörung, Bejagung ihrer natürlichen Beute und – v.a. – der Wilderei zur Verwendung in der traditionellen chinesischen Heilmedizin. Bei ihr wird jedem Körperteil des Tigers heilende Wirkung zugesprochen. Inzwischen schätzt man den Gesamtbestand freilebender Tiger auf nur noch etwa 4.000 Tiere. Auf jeden freilebenden Tiger kommen in Asien mittlerweile über 850.000 Menschen. Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tiger durch koordinierte Zuchtprogramme. Dazu zählt zum Beispiel das seit 1985 ins Leben gerufene Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). In ihm werden momentan 280 Amur-Tiger in 90 Haltungen koordiniert. Auch durch die Aufklärung der weltweit jährlich 600 Millionen Zoobesucher, das Sammeln von Spenden in Höhe von jährlich rund 6 Millionen US-Dollar und die Bereitstellung von Fachwissen und aktiver Hilfe versuchen Zoos, dem Tiger zu helfen. Neue Anlage für die Sibirischen Tiger – Amur-Tiger sind Publikumsmagneten im Kölner Zoo. Der Zoo hat im vergangenen Juli gemeinsam mit Kooperationspartner WWF den für rund 2 Mio. Euro aufwendig modernisierten Bereich für Sibirische Tiger eröffnet. Die Anlage wurde vergrößert und die Haltung z.B. durch zusätzliche Separierungsmöglichkeiten und den Einbau einer Trainingswand, an der die Tierpfleger mit den Tieren Beschäftigungsprogramme durchführen können, weiter optimiert. Auch die Zoobesucher profitieren. Durch den Umbau können die Großkatzen noch interessanter präsentiert werden. Ein besonderer Clou ist der Treppenabgang auf Wassergraben-Niveau mit XXL-Sichtfenstern auf die Tiere – gerade „Akina“ hält sich hier sehr gern auf. Neue, spektakuläre Einblicke bietet zudem eine neugeschaffene Höhle. Kölner Zoo seit vergangenem Freitag wieder geöffnet – sehr gute Resonanz – Der Kölner Zoo steht seit Freitag, 12. März 2021, wieder Besuchern offen. Die Rückmeldungen der Gäste zu Hygienekonzept und Zoobesuchserlebnis sind überaus gut. Der Einlass für gleichzeitige Besucher ist begrenzt. Es gilt das bereits im vergangenen Sommer bewährte Hygienekonzept des Zoos mit u.a. Termin-Reservierung, Wegeführung entgegen des Uhrzeigersinns und Abstandsregeln. Der Zoo empfiehlt das Tragen einer Maske auf dem Zoogelände. In Innenbereichen besteht die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Kinder bis einschl. 6 Jahre brauchen keine Maske. Neben einer gültigen Eintrittskarte benötigen alle Besucher zusätzlich ein „Reservierungs-Ticket“ für den entsprechenden Besuchstag. Das Reservierungs-Ticket ist kostenlos über die Zoo-Website unter www.koelnerzoo.de/reservierung-de zu ordern. Das Reservierungs-Ticket gilt für Jahres- und Tageskarten. Informationen und Buchungen unter www.koelnerzoo.de.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 18.03.2021
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen in aufwändig gedrehter Zooserie zu sehen
Am Dienstag, den 23. März 2020, ist die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen in einer aufwändigen Filmproduktion im WDR Fernsehen zu sehen. Zur prominenten Sendezeit, um 20:15 Uhr, startet der zweite Teil einer dreiteiligen Reihe von „Abenteuer Erde“, der spektakuläre Tieraufnahmen aus dem Zoo in Gelsenkirchen zeigt. In der Reihe mit dem Titel „Die wilden 12 – Unsere Zoos im Westen“ stehen verschiedene Tierarten aus den zwölf NRW-Zoos im Fokus. In der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen wurden Eisbären, Giraffen und Seelöwen gefilmt. Das Verhalten der Zootiere wurde so aufwändig gedreht wie bei Tierfilmen in der freien Natur: Zeitlupen- und Unterwasserkameras kamen zum Einsatz, kleine Action-Kameras ebenso wie lichtempfindliche Nachtkameras und Drohnen. Sie ermöglichen ungewöhnliche Perspektiven und seltene Einblicke ins Leben der Tiere. Nach 18 Monaten Drehzeit in allen Zoos sind so im Ergebnis 130 Minuten faszinierende Aufnahmen in drei Teilen entstanden. Anders als in Doku-Soaps konzentrieren sich die Filme ausschließlich auf das Verhalten der Zootiere. Durch ungewohnte Perspektiven und hautnahe Bilder wie in einem hochwertigen Naturfilm erhält der Zuschauer faszinierende und unbekannte Einblicke in Kinderstuben und das Familienleben der Tiere. Die Geschichten sind witzig, unterhaltsam, überraschend und in dieser Form neuartig. Alle zwölf NRW-Zoos werden in der Serie berücksichtigt und mit ihren zoologischen Eigenarten und landschaftlichen Besonderheiten porträtiert. Im zweiten Teil, in dem die ZOOM Erlebniswelt prominent vertreten ist, geht es darum, wie Zoos ihre Tiere fit halten und gegen Langeweile beschäftigen. Die Gelsenkirchener Eisbären entdecken hierbei Surfbretter als Eisschollen-Ersatz, die Giraffen müssen Zungenakrobatik machen, um Futter aus Flaschen zu angeln und die Seelöwen trainieren die Nähe zum Tierpfleger für Zahnpflege und Arzttermine. Der Trailer der Serie mit exklusiven Bildern von der ZOOM Erlebniswelt ist auf dem Youtube-Kanal des Gelsenkirchener Zoos zu sehen. In der Vergangenheit hat die ZOOM Erlebniswelt regelmäßig an großen Filmproduktionen teilgenommen – zuletzt in der mehrteiligen Reihe „Wilder, wilder Westen“, die in der ARD Mediathek zu finden ist.

Zoo Magdeburg 17.03.2021
Magdeburg Marketing übernimmt Patenschaft für kleinen Großen Ameisenbär
Zwei Neu-Magdeburger: MMKT-Geschäftsführer Hardy Puls zeichnet Patenschaft des Ameisenbären-Jungtiers im Magdeburger Zoo Die Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) hat die Tierpatenschaft für das Ameisenbär-Jungtier im Magdeburger Zoo übernommen. Der kleine Große Ameisenbär erblickte am 8. Februar das Licht der Welt. Geschäftsführer Hardy Puls steht seit Anfang Februar an der Spitze der MMKT. Jetzt verbindet die beiden Neu-Magdeburger eine Patenschaft. Bei dem jüngsten Sprössling der Großen Ameisenbären handelt es sich um eine zoologische Rarität. Nachzuchten in Menschenobhut sind sehr selten. Ein Jahrzehnt hat der Magdeburger Zoo auf den Ameisenbär-Nachwuchs warten müssen. Bei seiner ersten Stippvisite im Zoo schloss der neue MMKT-Geschäftsführer Hardy Puls das kleine Jungtier sofort ins Herz und entschied sich zu einer Tierpatenschaft. Die Patenschaft besiegelt noch einmal die gute langjährige Zusammenarbeit zwischen Magdeburg Marketing und dem Zoo der Landeshauptstadt. „Unser Zoo gehört zu den größten Highlights der Stadt und wir werben seit Jahren intensiv mit der besonderen Tiervielfalt“, erklärt Magdeburg Marketing-Chef Hardy Puls. Das exotische Ameisenbär-Jungtier könnte jetzt sogar überregional für noch stärkere Strahlkraft sorgen. „Gemeinsam wollen wir nicht nur den Bekanntheitsgrad des Zoos steigern, sondern allgemein die Potenziale Magdeburgs sichtbar machen“, sagt Hardy Puls und ist sich darin mit Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke einig. Dirk Wilke erklärt: „Tierpatenschaften belegen eine enge Verbundenheit zum Zoo und sind eine wichtige Wertschätzung der Arbeit der Tierpfleger.“ Gut zu wissen: Zoobesucher können den fünf Wochen alten Großen Ameisenbär bereits beobachten. Ameisenbär-Mutter Estrella trägt ihren Nachwuchs rittlings auf dem Rücken auf der Anlage umher oder wärmt ihren Nachwuchs zum Schlafen mit ihrem buschigen Schwanz. Bis zur elften Woche nimmt das Jungtier Muttermilch auf. Danach beginnt Estrella das Kleine mit vorverdautem Brei zu füttern. Wenn der Nachwuchs erst einmal groß ist, kann ein Ameisenbär bis zu 35.000 Ameisen oder Termiten täglich vertilgen. Im Zoo wird ein gleichwertiger, gehaltvoller Futterbrei mit 30 Zutaten gemixt, den die Ameisenbären mit ihrer mehr als halben Meter langen Zunge aufschlecken können. Daten der Großen Ameisenbären: Mutter „Estrella“ ist am 19. Januar 2002 in London geboren und kam am 27. August 2003 nach Magdeburg. Vater „Kaspar“ ist am 13. Juli 2000 im Zoo Dortmund geboren und kam am 15. August 2001 in den Zoo Magdeburg. Ein noch namenloses Jungtier, geboren am 8.2.2021 im Zoo Magdeburg

Zoo Zürich 17.03.2021
ERDMÄNNCHEN – MEISTER DER KOOPERATION
Erdmännchen müssen sich in ihrer afrikanischen Heimat gegen verschiedene potenzielle Fressfeinde behaupten. Nur durch eine ausgeklügelte Kommunikation und Kooperation zwischen den Gruppenmitgliedern ist dies möglich. Die Erdmännchen gehören in der Lewa Savanne zu den Lieblingen der Besucherinnen und Besucher. Sie faszinieren mit ihrem Aussehen und Verhalten sowie mit ihrem charakteristischen «auf zwei Beinen stehen». In ihrer südafrikanischen Heimat sind Erdmännchen verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Nur das Leben in der Gruppe und eine enge Kooperation ermöglichen ihnen das Überleben. Fressfeinde lauern überall Erdmännchen leben in offenen Savannen, in denen sie zum Teil weite Strecken zurücklegen müssen, um Futter zu finden. Da sie auf der Futtersuche häufig graben, können sie nicht gleichzeitig nach Raubfeinden Ausschau halten. Die offene Landschaft sowie das Graben nach Nahrung machen Erdmännchen somit zu einer leichten Beute für Angreifer. Mit ihrer Körpergrösse passen sie in das Beuteschema verschiedener Tiere wie Raubvögel, Schakale oder auch Schlangen. Um die Wahrscheinlichkeit eines unentdeckten Angriffes zu verringern, stellen sich einige Erdmännchen als «Wachposten» an exponierten Stellen auf. Sie haben einen speziellen Ruf, mit dem sie die anderen Gruppenmitglieder darüber informieren, dass jemand Wache steht. Sichten sie einen potenziellen Fressfeind, geben die Wächter einen spezifischen Alarmruf von sich. Kommunikation ist alles Die Alarmrufe zwischen den Gruppenmitgliedern sind sehr spezifisch. Sie geben dem Empfänger nicht nur Auskunft über die Richtung des Angreifers, sondern auch darüber, wie nahe die Gefahr ist. Je nachdem ob ein Angreifer aus der Luft oder vom Boden kommt, reagieren die Tiere mit Blick nach oben oder sie laufen direkt in den nächstgelegenen Bau. Der Alarmruf für eine Schlange führt meist dazu, dass sich die ganze Gruppe um die Schlange versammelt und sie mobbt, damit sie das Gebiet verlässt. Neben der Feindvermeidung ist die Kommunikation unter den Gruppenmitgliedern auch in anderen Bereichen wichtig. So äussert jedes Erdmännchen alle paar Sekunden einen Kontaktruf. Er fördert den Gruppenzusammenhalt während der Nahrungssuche. Jungtiere geben konstante Bettellaute für Futter von sich. Hat ein erwachsenes Tier Futter gefunden, wechseln die Bettellaute in einen schrilleren «Gib-mir-das-Futter»-Ruf. Neben den akustischen Rufen ist auch die Kommunikation über den Geruch wichtig. So markieren sich alle Gruppenmitglieder gegenseitig, was zu einem typischen Gruppengeruch führt. Dies hilft vor allem, gruppenfremde Artgenossen zu erkennen. Gemeinsame Jungenaufzucht In ihrer südafrikanischen Heimat leben Erdmännchen in Gruppen von 3–20 Tieren, wobei auch grössere Gruppen vorkommen. Generell pflanzt sich nur das dominante Paar fort. In den ersten Wochen nach der Geburt übernimmt jeweils ein erwachsenes Tier die Rolle des Babysitters, während der Rest der Gruppe auf Nahrungssuche ist. Der Babysitter wechselt normalerweise jeden Tag. So kümmert sich die ganze Gruppe um die Aufzucht der Jungtiere. Dies geht soweit, dass mehrere Weibchen die Jungtiere säugen, auch wenn sie selbst keine Jungen haben. Sobald die Jungen mit der Gruppe auf Nahrungssuche gehen, werden sie von verschiedenen «Helfern» gefüttert. Dank diesen Helfern ist die Überlebenschance der Jungtiere grösser, als wenn sich nur die Eltern um sie kümmern würden. Erdmännchen im Zoo Zürich Der Zoo Zürich hält seit rund einem Jahr Erdmännchen, seit der Eröffnung der neuen Lewa Savanne. Angefangen hat der Zoo mit zwei Männchen und einem Weibchen. Diese hatten in der Zwischenzeit verschiedene Würfe, wodurch die Gruppengrösse auf derzeit dreizehn Tiere angewachsen ist. Kürzlich hat das dominante Weibchen wieder Junge geworfen. Wie viele Jungtiere es sind, ist noch nicht bekannt. Forschung mit Zoo-Erdmännchen Neben ihrer Aufgabe als Botschafter für ihre Art sollen die Erdmännchen des Zoo Zürich künftig auch Teil der Forschung werden. Sie sollen als eine zusätzliche Forschungsgruppe für Dr. Marta Manser dienen, eine der führenden Erdmännchenexpertinnen weltweit. Marta Manser forscht an der Universität Zürich vor allem im Bereich Kommunikation und Entscheidungsfindung innerhalb von Erdmännchengruppen. Sie hält an der Uni auch zwei eigene Erdmännchengruppen.

Zoo Basel 17.03.2021
Zolli-Besucherzahlen 2020: Geöffnete Monate gut besucht
2020 wurden im Zoo Basel 794’974 Besuche gezählt. Das sind 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist auf die Corona bedingten Schliessungen im Frühling und Winter zurückzuführen. In den Monaten, in denen der Zoo geöffnet war, waren die Besucherzahlen jedoch durchwegs erfreulich. Das Jahr 2020 startete für den Zolli erfolgreich. Die milden Wintertage lockten aussergewöhnlich viele Besucher in den Zoo Basel. Dann kam der Lockdown: Vom 15. März bis zum 6. Juni und ab dem 22. Dezember blieben die Besucherwege im Zoo Basel leer. Daher verbuchte der Zoo Basel 2020 21 Prozent weniger Besuche als im Vorjahr: 794’974 Besuche wurden registriert (Vorjahr 1’007’150). Auch weniger Abos wurden verkauft: Es waren 29’741 Abos, zum Vergleich: im Vorjahr waren es 32’380. Abonnenten hatten die Möglichkeit, ihr Zolli-Abo um die Anzahl Schliessungs-Tage zu verlängern. Dieses Angebot nahmen nach dem Frühlings-Lockdown nicht einmal 10 Prozent der Abonnenten in Anspruch: Eine Geste der Solidarität, über welche man sich im Zolli sehr freute. Es wäre ein gutes Jahr gewesen Insgesamt war der Zolli im Jahr 2020 94 Tage geschlossen. In den Monaten dazwischen war der Zoo dank eines griffigen Schutzkonzeptes und des Einsatzes und der Unterstützung von Freiwilligen des Freundevereins für das Publikum offen. Viele Menschen schätzten es sehr, den Zoo nach dem ersten Lockdown wieder besuchen zu können. Dies spiegelte sich in den Eintrittszahlen wider, welche in den Sommermonaten rund 15 Prozent über dem Vorjahr lagen. Die Perioden des menschenleeren Zoos wurden für Unterhaltsarbeiten genutzt, die während der Öffnungszeiten üblicherweise aus Rücksicht auf die Besucher nicht ohne Weiteres durchgeführt werden können. Für die Tiere waren die Schliessungen kein Problem. Sie wurden wie gewohnt von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern mit grosser Aufmerksamkeit und Professionalität betreut. Besucher haben den Zoo vermisst Seit der Wiedereröffnung 2021 nach dem zweiten Lockdown sind die Besucherzahlen durchwegs sehr gut. Aufgrund der Besucherbeschränkung kann es aber zu Wartezeiten kommen. Die Besucherinnen und Besucher werden um Geduld und Verständnis gebeten. Eine mit den Schliessungen vergleichbare Situation gab es während der ganzen Geschichte des Zoo Basel nur einmal: Aufgrund der Maul- und Klauenseuche blieben die Tore des Zolli vom 12. November 1937 bis zum 26. Februar 1938 insgesamt 75 Tage zu.

Tiergarten Schönbrunn 16.03.2021
Robben-Männchen Comandante ist nicht mehr
Er war viele Jahre lang der Star der Robbenfütterung: Gestern musste der Tiergarten Schönbrunn das Männchen Comandante im hohen Alter von 19 Jahren leider einschläfern. „Comandante ist im Jahr 2002 bei uns im Tiergarten zur Welt gekommen. Viele Besucherinnen und Besucher sind mit ihm aufgewachsen und er ist allen ans Herz gewachsen“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Wenn Comandante bei der Fütterung seinen typischen Bauchfleck ins Wasser gemacht hat, um einen Futterfisch zu fangen, waren alle begeistert – und mitunter ordentlich nass gespritzt. Mit seiner sanftmütigen Art war er auch beim Tierpflegerteam sehr beliebt. Revierleiter Ludwig Fessl beschreibt ihn liebevoll als einen „richtig gemütlichen Wiener“. Comandante wird allen fehlen. Mähnenrobben leben an den Küsten Südamerikas und haben eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Seit einigen Wochen hat Comandante altersbedingt stark abgebaut. Gestern ging es ihm trotz tierärztlicher Behandlung schlechter, sodass er eingeschläfert werden musste. Über die Jahre hat er mehrfach für Nachwuchs gesorgt, der im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) an andere Zoos abgegeben wurde. Sein letztes Jungtier Pablo, das im Juli 2020 zur Welt kam, lebt noch in Schönbrunn. Robbenmännchen halten sich einen Harem. In der Wildbahn stößt ein junges Männchen zum Harem und übernimmt ihn. So war es auch im Tiergarten. Im Rahmen des EEPs ist 2017 das Männchen Carlos gekommen. In den ersten Jahren hat sich Carlos untergeordnet, zum Schluss hat Comandante ihm schon die Chefrolle überlassen.

Zoo Heidelberg 16.03.2021
Gestreifte Pelzknäuel im Raubtierhaus Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg haben Nachwuchs
Die Freude im Raubtierrevier des Zoo Heidelberg ist groß: Sumatra-Tigerin Karis hat in der Nacht zum 28. Februar 2021 Junge bekommen. Bisher kümmert sich die noch junge Tigerin gut um die drei kleinen Pelzknäuel. Das gesamte Zoo-Team hofft, dass die Aufzucht weiterhin gut verläuft. Der Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. „Ich freue mich für das ganze Zoo-Team, das unglaublich hart für diesen Zuchterfolg gearbeitet hat. Ein harmonisches Zuchtpaar zu formen, ist bei Tigern nicht immer leicht und sowohl die Tierpfleger als auch die Kuratorin haben sich voll für dieses Ziel eingesetzt. Und ich freue mich für die vielen Zoobesucher, die auf diesen Moment schon über 10 Jahre gewartet haben“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Gut geschützt in ihrer Wurfbox im Raubtierhaus hat Karis die Jungen zur Welt gebracht. Die Tigerin lag in den ersten beiden Wochen fast dauerhaft in der Wurfkiste, säugte die Jungen und kümmerte sich um sie. Nur zum Fressen entfernte sie sich kurz. Tiger Tebo, der Vater, ist an der Aufzucht der Jungen nicht beteiligt. Inzwischen trägt die junge Mutter die Kleinen auch in andere geschützte Bereiche auf der Innenanlage im Rautierhaus. Die ersten vier Wochen nach der Geburt sind eine kritische Zeit, in der sich zeigen wird, ob alle drei Jungtiere großwerden. Revierleiterin Bianca Weißbarth erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass Karis sich bisher sorgsam um die Kleinen kümmert. Sie ist noch eine sehr junge Mutter und wir hoffen, dass es alle Jungtiere schaffen. Aktuell sieht es gut aus!“ Für Karis ist es erst der zweite Wurf. Die Jungtiere aus dem ersten Wurf im vergangenen Sommer waren kurz nach der Geburt verstorben. Das ist nicht ungewöhnlich, denn bei den ersten Würfen ist die Sterberate der Jungtiere immer sehr hoch. Mit jedem Wurf wächst die Erfahrung der Tigerin in der Jungenaufzucht. „Es ist schön zu sehen, welche Entwicklung Karis genommen hat und wie sie viele Details bei diesem Wurf gut macht. Sie versorgt ihren Nachwuchs rund um die Uhr – die Kleinen wirken satt und zufrieden“, erklärt Weißbarth. Bis die Zoo-Besucher die drei kleinen, gestreiften Pelzknäuel sehen werden, wird es noch mehrere Wochen dauern. Noch sind die Jungtiere zu klein, um auf der Außenanlage herumzutoben. Die Tierpfleger stören die junge Mutter und ihren Nachwuchs derzeit so wenig wie möglich und beobachten die kleine Familie über Kameras. Erste Aufnahmen sind online zu sehen unter www.zoo-heidelberg.de/deinzoo.

Zoo Duisburg 16.03.2021
Zoo Duisburg optimiert Einlasssystem an den Wochenenden Nach der Wiedereröffnung des Zoos ist der Tierpark am Kaiserberg beliebtes Ausflugsziel für zahlreiche Tierfreunde. Um die Wartezeiten am Eingang zu verkürzen und Besucheransammlungen zu vermeiden, hat der Zoo sein Einlasssystem überprüft und für das kommende Wochenende optimiert.
Das Besucherinteresse nach der Wiedereröffnung des Zoos nach rund vier Monaten ist groß. Am vergangenen Wochenende bildeten sich deshalb zeitweilig an der Kasse Warteschlangen. Der Zoo hat die Abläufe analysiert und für das kommende Wochenende angepasst. Um einen möglichst schnellen Einlass in den Zoo zu ermöglichen, wird mehr Personal am Einlass eingesetzt. Außerdem werden Tageskarten-Besucher und Inhaber aller anderen Tickets an verschiedenen Kassen betreut. Die vorherige Online-Terminbuchung unter https://einlasstermin.zoo-duisburg.de ist aufgrund der geltenden Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aber auch weiterhin erforderlich. Ein Termin kann bis zu fünf Tage im Voraus reserviert werden und ist auch für Kinder unter drei Jahren notwendig. Die buchbaren Zeitfenster sind darauf angepasst, dass die Besucher aus einem Zeitfenster bereits alle im Zoo sind, bevor die Besucher des folgenden Zeitfensters an der Zookasse eintreffen. Alle Besucher werden gebeten, ihre Anreise entsprechend des gebuchten Zeitfensters zu planen und innerhalb des angemeldeten Zeitfensters am Zooeingang einzutreffen. Schon am Parkplatz werden die Besucher durch Schilder auf die für sie zuständige Kasse aufmerksam gemacht. Zusätzlich wird Service-Personal die Besucher beim zügigen Einlass unterstützen. Inhaber von Jahreskarten, Mitglieder des Fördervereins sowie Inhaber der Ruhrtop.Card werden gebeten, sich am Eingang des Zoos an der linken Kasse am Verwaltungsgebäude anzumelden. Für Tageskarten-Besucher werden die Kassen an der rechten Seite neben dem Zoo-Shop geöffnet haben. Auf diese Weise wird der Einlass erheblich beschleunigt. Auch am Eingang des Zoos müssen die bekannten Abstände zwischen den Besuchern unbedingt eingehalten werden. Hierfür sind entsprechende Markierungen auf dem Boden aufgebracht. Auf dem Zoo-Vorplatz und beim Warten auf den Einlass ist außerdem das Tragen einer medizinischen Maske ebenso Pflicht wie auf dem gesamten Zoogelände.

Zoo Hoyerswerda 16.03.2021
Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere und Weißschwanzstachelschwein-Weibchen verstorben
Der Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust der Erstnachzucht der Südlichen Kugelgürteltiere und der Weißschwanzstachelschwein-Dame vor einigen Tagen. Erstnachzucht der Südlichen Kugelgürteltiere reglos in ihrer Anlage aufgefunden Die Todesursache des sechs Monate alten Gürteltier-Männchens ist noch nicht bekannt und wird erst durch eine Obduktion geklärt. In letzter Zeit zeigte der Gürteltier-Nachwuchs eine Verschlechterung der Bewegungsfähigkeit der Hinterläufe und verlor an Gewicht. In Abstimmung mit dem Tierarzt und anderen zoologischen Einrichtungen wurde eine für ihn passende Therapie begonnen. Die Reviertierpflegerin des Vogelreviers und Tropenhauses, Carolin Adler, nahm das Jungtier zusätzlich mit zu sich nach Hause, um auch nachts für ihn sorgen und ihn mit einem speziellen Futterbrei aufpäppeln zu können. Mit Erfolg: Er legte an Gewicht zu und begann wieder zu laufen. Obwohl er auf dem Weg der Besserung war, ist er plötzlich verstorben. „Für uns als Tierpfleger*innen ist der Verlust eines Tieres immer schwer, doch gerade wenn man sich um einen Schützling so intensiv kümmert, schmerzt es noch mehr“, erzählt Carolin Adler. Ende August vergangenen Jahres kam der Nachwuchs zur Welt und war eine richtige Überraschung, denn die Trächtigkeit ist äußerlich bei den Kugelgürteltieren schwer zu erkennen. Erst beim Säubern der Schlafhöhle von Mutter Gwendolyn fiel ein zweites eingekugeltes Gürteltier auf. Weißschwanzstachelschwein-Dame überraschend an den Folgen einer Geburt verstorben Die verstorbene Weißschwanzstachelschwein-Dame lebte seit 2013 im Zoo Hoyerswerda und brachte insgesamt zehn Jungtiere zur Welt. In der vergangenen Woche zeigte sie erneut Anzeichen von Wehen. Jedoch wollte sich die Geburt des Jungtieres nicht einstellen. So wurde dann durch den Tierarzt mit Hilfe von Medikamenten die Geburt eingeleitet: Ohne Erfolg. Während einer ärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass das Jungtier schon Tage zuvor im Mutterleib verstorben war. Trotz aller notwendiger medizinischen Maßnahmen verstarb das Stachelschwein-Weibchen noch in der Nacht an einer Sepsis. „Wir sind sehr traurig, denn die zahme Dame war sowohl bei unseren Besuchern als auch im gesamten Zoo-Team sehr beliebt“, sagt Sandra Künzel, Tierpflegerin im Raubtierrevier.

Tiergarten Hellabrunn München 16.03.2021
Faultier-Nachwuchs in Hellabrunn
Nach drei Jahren gibt es wieder Nachwuchs bei den Hellabrunner Faultieren. Bereits Anfang Januar kam das zweite Jungtier von Maya und Heinz zur Welt – es dauerte jedoch eine ganze Weile, bis sich das Kleine für ein Foto zeigte. Faultier-Babys machen es einem überhaupt nicht leicht, sie zu finden – die Kleinen kuscheln sich in den ersten Lebenswochen ganz fest an den Bauch der Mutter und schlafen. In der Regel zwischen 15 und 20 Stunden am Tag, in sicherer Höhe im Hellabrunner Nashornhaus. Bedenkt man, dass Faultiere bis zu 40 Jahre alt werden können, verschlafen sie knapp 34 Jahre ihres Lebens. Erst mit drei bis fünf Monaten bewegen sich die Jungtiere dann auch selbstständig in ihrer Umgebung. In der Natur leben Faultiere etwa ein bis zwei Jahre bei ihren Eltern. Die Weibchen werden bereits mit drei Jahren geschlechtsreif, die Männchen erst mit vier bis fünf Jahren. Ob das Hellabrunner Faultier-Baby ein Weibchen oder ein Männchen ist, steht noch nicht fest. „Die Geschlechtsbestimmung bei Faultieren ist an äußerlichen Merkmalen kaum festzumachen. So wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir das Geschlecht des Jungtieres wissen“, erklärt der zuständige Kurator für Faultiere in Hellabrunn, Carsten Zehrer. Dementsprechend gibt es auch noch keinen Namen für den Nachwuchs. Zweifinger-Faultiere sind Bewohner der Regenwälder Mittel- und Südamerikas und leiden, wie viele andere Tiere und Pflanzen, an deren Abholzung und dem damit verbundenen Verlust ihres Lebensraumes. Zwar ist die Lebensweise von Faultieren nur unzureichend erforscht, jedoch weiß man, dass sie nahezu ihr gesamtes Leben an Ästen hängend in Bäumen verbringen. Faultiere sind Energiesparer – aufgrund des geringen Nährwerts ihrer Nahrung bewegen sie sich nur sehr langsam und sehr wenig. Allerdings sind Faultiere gute Schwimmer, sofern sie einmal mit Wasser in Berührung kommen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren, die ihren Scheitel auf dem Kopf oder Rücken tragen, haben Faultiere diesen auf dem Bauch. Da sie meistens kopfüber an Ästen hängen, läuft so bei Regen das Wasser besser ab. Die Kindererziehung ist bei Faultieren Aufgabe der Mutter, jedoch muss das männliche Tier nicht vom Nachwuchs getrennt werden, sodass es sich momentan die kleine Faultier-Familie zu dritt im Nashornhaus gemütlich macht. Aufgrund der derzeit geltenden behördlichen Bestimmungen ist das Nashornhaus leider für Besucherinnen und Besucher geschlossen.

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