Zoopresseschau

Münchener Tierpark 16.10.2020
Giovanna, Nookie und Nuna: Die neue Eisbären-Weibchen-Gruppe in Hellabrunn
Die Eisbären-Anlage in Hellabrunn ist jetzt ganz offiziell eine Dreier-Damen-WG: Denn vor kurzem wurden die beiden weiblichen Neuzugänge erfolgreich mit der Hellabrunner Eisbärin Giovanna zusammengeführt. Zwölf Tage – seit der taggleichen Ankunft der beiden Neuzugänge Anfang Oktober – hat die stufenweise Eingewöhnung der neuen Eisbären-Wohngemeinschaft im Münchner Tierpark gedauert und verlief insgesamt sehr harmonisch: Zunächst erkundeten die zwei neuen Eisbärinnen die Felsenanlage in der Hellabrunner Polarwelt getrennt voneinander. Die jeweilig andere Jungbärin konnte dabei von der anderen Seite des sogenannten Schmuse-Gitters zusehen. Beim gegenseitigen Beschnüffeln und den sanften Berührungen mit der Schnauze durch die Stäbe vermittelten beide einen solch entspannten Eindruck, dass sie bereits wenige Tage nach ihrem Eintreffen zusammengeführt werden konnten. Anfangs noch etwas schüchtern, wagte die jüngere, fast dreijährige Eisbärin Nanook, die in ihrem Geburtszoo – der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen – den Spitznamen „Nookie“ bekommen hat, den ersten Schritt und forderte die bald vier Jahre alte Eisbärin aus Frankreich zuerst zum Spielen auf. Tags darauf waren die beiden bereits ein Herz und eine Seele und sind seither praktisch nur noch als lebhaftes Doppelpack an Land und im Wasser unterwegs. Eine Woche nach ihrem Eintreffen erkundeten sie die Tundra-Anlage in Hellabrunn bereits gemeinsam. „Trotz des grauen Herbstwetters haben sich die beiden Neu-Münchnerinnen schon hervorragend hier eingelebt. Sie sprühen vor Energie und sind sehr verspielt. Für Besucherinnen und Besucher gibt es hier immer etwas Spannendes zu beobachten“, so Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende der Münchener Tierpark Hellabrunn AG und 3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München. „Da beide Neuzugänge phonetisch denselben Namen tragen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise, hat die Eisbärin aus Frankreich von ihrem Tierpaten nun einen neuen Hellabrunner Hausnamen erhalten. Sie wird im Münchner Tierpark fortan mit dem Namen ‚Nuna‘ gerufen“, verkündet Tierparkdirektor Rasem Baban. „Wie schon ihr Zuchtbuch-Name ‚Nanuq‘ wohnt auch ihrem neuen Namen eine Bedeutung inne. Der Name ‚Nuna‘ entstammt ebenfalls einem Wort aus der Inuit-Sprache und soll so viel wie ‚das Land, das an die nördlichen Ozeane angrenzt‘ heißen.“ Französische Eisbären-Fans dürften jedoch beruhigt sein: Im Europäischen Zuchtbuch für Eisbären, in dem alle europäischen Zoos geführt werden, die sich an der Erhaltungszucht für diese bedrohte Tierart beteiligen, bleibt ihr eingetragener Name „Nanuq“ bestehen. Sollte Nuna Hellabrunn also eines Tages auf Empfehlung des Zuchtbuchkoordinators verlassen, kann sie gegebenenfalls wieder den in Zoos sehr beliebten Eisbären-Namen „Nanuq“, der in der Inuit-Sprache „Eisbär“ bedeutet, annehmen. Im Rahmen der schrittweisen Eingewöhnung lernten Nuna und Nookie am vergangenen Montag ebenfalls ihre neue Mitbewohnerin, die erwachsene Eisbärin Giovanna, kennen. Die Zusammenführung der drei wurde durchaus mit Spannung erwartet. Gegenüber ihrer dreijährigen Tochter Quintana, die Hellabrunn im Juli verlassen hat, hatte sich Giovanna zuletzt ablehnend verhalten. Der Grund hierfür: Die fast ausgewachsene, junge Eisbären-Dame hatte immer noch versucht, bei ihrer Mutter zu trinken: eine Unannehmlichkeit, die bei den Neuzugängen nicht mehr zu erwarten ist. „Der Vorteil einer reinen Weibchen-Haltung ist, dass wir den Tundra- und Felsenteil der Eisbären-Anlage nun nicht mehr zeitweise abtrennen müssen, da das Zusammenleben in einer reinen Weibchen-Haltung in der Regel sehr gut funktioniert. Die Eisbärinnen können so entscheiden, in welchem Teil der Anlage sie sich gerade aufhalten möchten“, so Beatrix Köhler, Leiterin der Zoologischen Abteilung und Kuratorin für Eisbären.

Tierpark Chemnitz 16.10.2020
Neue Bewohner im Tierpark Chemnitz -Tropenhaus nach Baumaßnahme ab morgen wieder geöffnet
In den Tierpark Chemnitz sind drei neue Bewohnereingezogen. Die drei Kreuzottern sind ab sofort im Freiland-Terrarium zu finden. Das wurde extra für sie gebaut. In diesem können die Schlangen ganzjährig unter natu – rnahen Bedingungen gehalten werden. Denn Kreuzottern bevorzugen –eher untypisch für Reptilien –kühlere Regionen. Aufgrund der sinkenden Außentemperaturen kann es sein, dass sich die Kreuzottern im Tierpark bereits in eine der Höhlen im Freiland-Terrarium zurückgezogen haben, um dort zu überwintern. Aufgrund der naturnahen Gestaltung des Terrariums braucht man aber selbst bei warmen Temperaturen ein wenig Geduld und ein gutes Auge, um die Tiere zu entdecken. Da Schlangen bei Menschen oft keinen guten Ruf genießen, soll das neue Zuhause samt den Bewohnern auch stark in die pädagogische Arbeit des Tierparks eingebunden werden. Die Kreuzotter ist eine der am weitesten verbreiteten Schlangenarten in Europa. Sie ist die einzige Giftschlange Ostdeutschlands und neben Ringelnatter und Schlingnatter eine von insgesamt drei Schlangenarten, die auch in Sachsen heimisch sind. Verwandtschaftlich zählt man sie zur Familie der Vipern. Diese Schlangen sind allesamt giftig. So besitzen Kreuzottern zwei Giftzähne, mit denen sie Gift aus ihren Giftdrüsen in potenzielle Beutetiere spritzen können. Für den Menschen ist der Biss einer Kreuzotter jedoch so gut wie nie tödlich. Nur für geschwächte oder kranke Menschen kann das Gift einer Kreuzotter lebensbedrohlich sein. Allerdings ist die Kreuzotter eher scheu und beißt nur, wenn man auf sie tritt, sie reizt oder anfasst. Kreuzottern verdanken ihren Namen dem deutlichen dunklen Zickzack-Band auf ihrem Rücken. Sie können zwischen 50 und 75 Zentimeter lang werden. Ihre Verwandtschaft zu den Vipern kann man gut an dem dreieckigen Kopf und den senkrechten Pupillen erkennen.

Zoo Leipzig 16.10.2020
Bunter Herbst im Zoo Leipzig – Tickets für Halloween-Spektakel online sichern
Die Tage werden kürzer, doch das Zoo-Abenteuer bleibt tierisch spannend: Auch im Herbst lädt der Zoo Leipzig zu Abenteuer-Safaris mit den Zoolotsen ein und verspricht durch zahlreiche tierische Highlights unvergessliche Stunden in der Natur. Die fünf neuen Seelöwen fühlen sich zunehmend heimisch und auch die jungen Rüsselhündchen leben sich in ihrem Gehege ein. Unterdessen haben die größten Neuzugänge, die fünf Asiatischen Elefanten Kewa, Astra, Thuza, Pantha und Edgar, ihre neue Heimat intensiv erkundet und lernen die neuen Routinen kennen. Sie genieße nimmer wieder das Bad im Elefantentempel. Auch die Löwenjungtiere Hanna, Elsa und Mateo wachsen unter den wachsamen Augen von Vater Majo zusehends heran. Neben den tierischen Entdeckungen im herbstlich dekorierten Zoo können Ferienkinder vom 17. Oktober bis 01. November am Bastelstand mit den Zoolotsen ihrer Kreativität frönen. Den Schlusspunkt unter das Herbstgeschehen setzt das südamerikanische Halloween-Spektakel am 31. Oktober. Das Motto der Veranstaltung lautet Dia de los animales muertos und lehnt sich an das farbenfrohe südamerikanische Fest an. Es stellt ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Tierarten in den Fokus. Auch kulturell wird das Halloween-Spektakel mit einem bunten Programm angereichert: Auf der Bühne im Konzertgarten wird es verschiedene Tanzdarbietungen gebieten, der Riesenkürbis wartet darauf, geschätzt zu werden und um 18.30 sowie 19.30 Uhr findet eine Feuershow statt. Werin den Herbstferien den Zoo besuchen oder das Halloween-Spektakel nicht verpassen möchte, sollte sich im Vorfeld seines Besuchs einOnlineticket unter www.zoo-leipzig.de/ticketssichern.

Zoo Heidelberg 16.10.2020
Willkommen in der Großfamilie! Erdmännchen im Zoo Heidelberg haben zum vierten Mal Nachwuchs
Aus eins und eins mach viele! Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr hat das Erdmännchen-Paar im Zoo Heidelberg für Nachwuchs gesorgt: Fünf Erdmännchen kamen im Oktober zur Welt. Dem jüngsten Nachwuchs geht es gut. die Mutter kümmert sich, wie auch bei den vorherigen Würfen, sorgfältig um die Kleinen. Inzwischen lebt eine richtige „Großfamilie“ aus Eltern und Geschwistern unterschiedlichen Alters auf der Anlage im Zoo Heidelberg. In der Regel werfen Erdmännchen zweimal pro Jahr, manchmal folgt noch ein dritter Wurf mit Jungtieren. „Dass wir dieses Jahr insgesamt vier Würfe haben, ist sehr ungewöhnlich – aber wir freuen uns natürlich sehr darüber und hoffen, dass es auch den jüngsten fünf Erdmännchen weiterhin so gut geht!“, berichtet Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere. Die Kleinen halten sich noch viel in ihrer unterirdischen Wurfhöhle auf, werden sich in den nächsten Wochen aber immer regelmäßiger auf der Anlage zeigen und das turbulente Leben in der Kolonie kennenlernen. Ein paarder Jungtiere aus den ersten Würfen haben in einem anderen Zoo ein neues Zuhause gefunden – durch die fünf „Neuen“ bleibt es quirlig in der Großfamilie. Die Geschwister lernen voneinander: Durch gemeinsames Spielen und Rangeln verbessern vor allem die Jüngeren ihre Fähigkeiten im Klettern, Rennen und Verstecken und gucken sich von den Älteren ab, wie man geschickt ein Stückchen Fleisch, knackiges Gemüse oder Insekten frisst. Zoo-Besucher können die Großfamilie rund um die Anlage aus unterschiedlichen Perspektiven beobachten und gut am Leben der kleinen Raubtiere teilhaben. Besonders interessant wird es beim Versuch, die Gruppenmitglieder zu zählen – für große und kleine Zoobesucher ist das eine spannende Herausforderung! Wer sich selbst testen möchte: Die Kolonie besteht derzeit aus 40 Beinen, 20 dunklen Knopf-Augen und zehn Köpfen…Hintergrund: Erdmännchen zählen zu den Mangusten. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 30 cmund wiegen etwa 600 g bis 900 g. Erdmännchen kommen in der Natur in trockenen Regionen im südlichen Afrika vor. Sie leben in Gruppen von vier bis zwanzig Tieren mit ausgeprägtem Sozialverhalten und ernähren sich vorwiegend von Insekten und kleinen Wirbeltieren.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 16.10.2020
Bunter Herbst im Alpenzoo
Langsam werden die Tage wieder kürzer, die Blätter an den Bäumen haben schon begonnen sich zu verfärben und verteilen sich auf den Wegen im Alpenzoo. Auch wenn sich manche Tiere, wie die Schlangen und Murmeltiere, schon für die kalte Zeit zurückgezogen haben, gibt es im Alpenzoo trotzdem viel zu sehen und zu entdecken, und es gilt geradezu als Geheimtipp, im Herbst den Alpenzoo zu besuchen. Imposantes Schauspiel ist jetzt z.B. die Brunft bei den Steinböcken oder aber das rege Treiben im Gämsengehege. „Mit Blick über das Inntal den Gämsen zuzuschauen, das hat schon was“, erklärt Zoodirektor Stadler erfreut.

Zoo Duisburg 16.10.2020
Beutelglück im Doppelpack: Gleich zwei Koalas wachsen derzeit in den Beuteln ihrer Mütter heran
Dass es nun gleich zweimal mit Nachwuchs geklappt hat, ist nicht selbstverständlich, denn für die Nachzucht der Beuteltiere braucht es auch Fingerspitzengefühl. Nicht größer als ein Gummibärchen waren die zwei kleinen Koalas, als sie vor über drei Monaten geboren wurden. Seitdem wuchs der Nachwuchs in den schützenden Beuteln der Mütter heran. Nun schaute von einem der Mini-Koalas erstmals ein Ärmchen heraus.Irwin und Eora – sie sind das Traumpaar im Koalahaus. Der gebürtige Australier und die charmante Französin haben in den vergangenen Jahren bereits fünf Mal für flauschigen Nachwuchs in Duisburg gesorgt. Zwischen den Beiden hat es nun wieder gefunkt: Bereits seit rund 100 Tagen wächst in Eoras Beutel ein kleiner Koala heran. Und es gibt weitere schöne Nachrichten aus dem Koalahaus. Auch Gooni ist Mutter geworden. „Dass es bei Gooni nun erstmals mit Nachwuchs geklappt hat, freut uns natürlich besonders“, so Tierpfleger Mario Chindemi. Erst im Februar holte der Koalakenner Goonis neuen Partner Tinaroo persönlich in Leipzig ab. Nach einer kurzen Eingewöhnung lernte dieser seine Partnerin kennen – mit Erfolg. Der Revierleiter plaudert mit einem Schmunzeln aus dem Nähkästchen: „Das erste Zusammentreffen der Zwei war ruppig, was für Koalas aber völlig normal ist. Sie sind nicht wirklich romantisch veranlagt“. Daher ist beim Zusammenführen der Tiere Fingerspitzengefühl gefragt. „Das Zeitfenster, in dem wir die Tiere zusammenlassen können, ist recht kurz. Teilweise akzeptiert das Weibchen ihren Partner nur wenige Stunden – diesen Moment müssen wir am Verhalten der Tiere erkennen“, berichtet Chindemi von den Herausforderungen. Wird der entscheidende Zeitpunkt verpasst, wird es ungemütlich. Dann mutieren die sonst so träge und kuschelig wirkenden Beuteltiere zu wahren Kratzbürsten. Der ungebetene Herrenbesuch wird mit lauten Schreien vor einem Annäherungsversuch gewarnt. Bleibt die Warnung ungehört, macht das Koalamännchen im Zweifelsfall auch Bekanntschaft mit Krallen und Zähnen der Weibchen.Bei Eora und Irwin sowie Gooni und Tinaroo hat alles gepasst. Nach rund 34 Tagen Schwangerschaft wurde jeweils ein winziges, gummibärchengroßes Jungtier geboren. Dann hieß es abwarten. „Nach etwa 140 Tagen schauen mal die Ärmchen und Beinchen heraus, ab Tag 160 auch der Kopf – an diesem Punkt sind wir zumindest bei dem etwas älteren Jungtier von Gooni nun“, weiß Chindemi. Seit 1994 beheimatet der Zoo Duisburg die grauen Beuteltiere. Europaweit gilt der Zoo heute als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Art. Dennoch ist jede Geburt ein ganz besonderer Moment.

Tierpark Weze 16.10.2020
Lieblingsfotos gesucht!
Mit mehr als 400 Tieren in über 50 verschiedenen Arten bietet der Tierpark eine Vielzahl von Fotomotiven. Für die Erstellung eines Kalenders, der Ende November erscheinen soll,wollen wir Fotos unserer Besucher verwenden. Schicken Sie uns Ihr Lieblingsfoto aus dem Tierpark! Bei dem herbstlichen Wetter findet sich bestimmt eine stille Minute um mal im Fotoarchiv zu stöbern.Das Foto sollte folgende Kriterien erfüllen:- Aufnahme im Querformat- eine möglichst hohe Auflösung (bei geringer Auflösung ist ein Druck nicht möglich)- Tiere und/oder Personen dürfen nicht am Rand des Bildes zu sehen sein, da für den Druck ein Rand von 3mm pro Seite eingerechnet werden muss. Bitte schicken Sie ihr Lieblingsfoto in originaler Auflösung ausschließlich via Email an den Tierpark (info@tierparkweeze.de). Bitte geben Sie in der Email als Betreff „Lieblingsfoto“ ein und geben auch Ihren vollständigen Namen an, damit wir die Bilder exakt zuordnen können. Einsendungen sind bis zum 31.10.2020 möglich. Danach erfolgt die Auswahl der Bilder. Wir freuen uns auf möglichst viele Einsendungen, kreative Bilder und viele tierische Eindrücke! Mit der Einsendung des Fotos erklären Sie sich mit der Veröffentlichung, auch über den Kalender hinaus einverstanden.Der Tierpark freut sich nach wie vor über Spenden oder die Übernahme von Patenschaften. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite des Tierparks unter www.tierparkweeze.de

Tiergarten Nürnberg 15.10.2020
Online-Kunstversteigerung zugunsten von Yaqu Pacha
Noch bis Montag, 26. Oktober 2020, 12 Uhr, können Kunstinteressierte bei der Online-Kunstversteigerung des Aquazoo Löbbecke Museums zugunsten der im Tiergarten der Stadt Nürnberg beheimateten Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha e.V. auf ein Kunstwerk bieten. Bei der Auktion „Artists for our nature“, die im Internet zu finden ist unter www.duesseldorf.de/aquazoo, bieten der Bildhauer Jörg Mazur und die Malerin Birgit Jensen je ein Kunstwerk an. Der Erlös der Versteigerung geht vollständig an Yaqu Pacha. Von Jörg Mazur wird die Bronzeskulptur „Kleines Panzernashorn vom Sockel schreitend“ versteigert. Die in der Kunstgießerei Kayser in Düsseldorf gefertigte Skulptur misst 20 auf 10 auf 11 Zentimeter (LxBxH), wurde 2020 gefertigt und vom Künstler signiert. Der Abguss für die Auktion „Artists for Nature“ ist der erste Abguss einer auf 100 Stück limitierten Bronzeedition und stellt das frühere Nürnberger Panzernashorn Ropen dar (www.joerg mazur.de/skulpturen). Mazur schreibt zu seiner Entscheidung, Yaqu Pacha zu unterstützen: „Die Existenz dieser Skulptur hängt zusammen mit der ‚Deadline‘-Ausstellung von Yaqu Pacha und meiner Delphin-Installation im Historischen Rathaussaal in Nürnberg im Jahr 2007. Da Nürnberg Dürerstadt ist und auch der Historische Rathaussaal einst nach Plänen Dürers bemalt wurde, war es für mich selbstverständlich, bei diesem Aufenthalt auch die Panzernashörner im Zoo Nürnberg zu besuchen. Denn die physische Präsenz von Nashörnern hat mir schon immer imponiert und war mir Inspiration für Zeichnungen, grafische Arbeiten und Malerei.“ Bei seinem Besuch im Tiergarten sah Mazur den Nashornbullen Ropen erst nach einigen vergeblichen Versuchen, ihn aus der hintersten Ecke des Geheges hervorzulocken. Doch schließlich stand das Tier in einem Sonnenfleck, mitten in der Freifläche des Geheges und drehte sich „zu meiner Freude ganz langsam einmal 360 Grad um die eigene Achse. Da ich meine Kamera parat hatte, konnte ich diese Drehung fotografisch festhalten“, so Mazur. Auf der Basis dieser Fotografien entstand die Bronzeskulptur. Von Birgit Jensen (www.birgitjensen.com) wird das Werk „Waldmaus (1992)“, ein Siebdruck auf Affichenpapier im Format DIN A2 (Auflage: 19/30) zugunsten von Yaqu Pacha versteigert. Jensen unterstützt Yaqu Pacha, weil der Verein „durch Kernprojekte in Südamerika in Kooperation mit internationalen und lokalen Partnern einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz“ leistet. Jensen sagt dazu: „Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den wasserlebenden Säugetierarten. Viele von ihnen sind Endglieder der Nahrungskette. Sie gelten als Bioindikatoren, deren Dasein vom Gesamtzustand des Ökosystems abhängig ist. Besonders möchte ich das Engagement von Yaqu Pacha in der Umweltpädagogik unterstützen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation der Menschen in Lateinamerika drastisch verschlechtert. Gefahren wie zum Beispiel Überfischung, Beifang und zunehmende Kontamination der Gewässer führen dazu, dass langfristig ihre Arbeitsplätze gefährdet sind. Yaqu Pachas Strategie ist, durch gezielte Informationen und das Aufzeigen von natürlichen Zusammenhängen, Menschen für die Naturschätze des eigenen Landes zu begeistern und durch Wissen zum Handeln zu ermutigen. Dies ist meiner Ansicht nach der nachhaltigste Weg, um langfristig den Naturschutzgedanken in der Bevölkerung zu verankern.“ Die Mindestgebote bei der Auktion betragen 50 Euro. Höchstgebote können per E-Mail abgegeben werden an aquazoo@duesseldorf.de. Anzugeben sind der Titel des Kunstwerks, der eigene Name, Adresse und Telefonnummer. Die Gebote sind verbindlich. Die Organisatoren informieren die Ersteigerer rechtzeitig, dass sie den Zuschlag erhalten haben. Er oder sie soll dann den Betrag innerhalb einer Woche nach Auktionsende bezahlen. Die Teilnahmebedingungen finden sich auf der Internetseite des Aquazoos unter www.duesseldorf.de/aquazoo/.

Zoo Dresden 15.10.2020
Tierisch starke Herbstferien im Zoo Dresden
Endlich Ferien! Wenn am 17. Oktober die sächsischen Schüler in die Herbstferien starten, freuen sich alle kleinen und großen Zoobewohner auf einen Besuch. Bei einem Blick in die Entdeckerhütte der Kirk-Dikdik-Anlage kann mit etwas Glück das weibliche Jungtier dieser kleinen Antilopenart beobachtet werden und im Zoo unter der Erde gibt es bei Wanderratte, Etruskerspitzmaus und Spanischen Rippenmolchen immer etwas zu entdecken. Aufregend ist es aktuell auch bei den Erdmännchen. Die Jungtiere sind immer mittendrin und werden von allen Familienmitgliedern liebevoll umsorgt und beschützt. Schneeleoparden und Rote Pandas nutzen die kühleren Temperaturen verstärkt für Erkundungsrundgänge auf ihren Außenanlagen und Elefanten, Giraffen und Geparden genießen die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. Bei einem tierischen Quiz können Rätselfreunde nicht nur ihr Wissen testen, sondern mit etwas Glück ein DVB-Zoo-Überraschungspaket gewinnen. Vom 19. – 23. Oktober startet zudem die Herbstferienaktionswoche mit den Dresdner Verkehrsbetrieben. Auf der Pinguinwiese sorgen dann Spiel- und Bastelaktionen, sowie die Auftritte von Liederliesel und Leichtfuss für einen abwechslungsreichen Ferientag. Am Infostand der Zooscouts können sich Löwenfans über das DVB-Patentier Layla und Löwen im Allgemeinen informieren. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage müssen öffentliche Tierpflegertreffpunkte leider weiterhin entfallen. Der Zookasper spielt mit begrenzter Platzkapazität Dienstag, Donnerstag und an den Wochenenden (10:30, 11:30, 14:30 und 16 Uhr). Im Zoogelände gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln und in geschlossenen Räumen Maskenpflicht. Trotz coronabedingter Schließung von sechs Wochen konnte der Zoo Dresden bisher mehr als 570.000 Besucher begrüßen. „Dass wir die 500.000er Marke bereits vor den Herbstferien geknackt haben, stimmt uns für den weiteren Jahresverlauf optimistisch“, so Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. Ukena dankt allen Gästen für deren Treue und Unterstützung in den vergangenen Monaten.

Kölner Zoo 15.10.2020
„Tiere, wie Du sie noch nie gesehen hast“: GAG und Zoo prämieren die Gewinner des Malwettbewerbs
Die GAG Immobilien AG hat im Frühjahr den Kölner Zoo mit einer Spende in Höhe von 11.111 Euro unterstützt und unter dem Motto „Tiere, wie Du sie noch nie gesehen hast“ einen gemeinsamen Malwettbewerb ausgerufen. Annähernd 100 kreative Bilder von Kindern zwischen vier und zwölf Jahren sind daraufhin eingegangen. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von GAG und Zoo hat die Kunstwerke mit Lieblingstieren oder Tieren, die die Kinder im Zoo am liebsten besuchen, gesichtet und die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt. Prämiert wurden Siegerbilder in drei Altersgruppen – vier bis fünf Jahre, sechs bis acht Jahre und neun bis zwölf Jahre. Die Siegerbilder werden das Motiv einer Anzeigenkampagne, dazu erhalten die drei Gewinnerinnen und Gewinner jeweils eine Familien-Jahreskarte für den Zoo. Unter allen Einsendungen werden außerdem 33 Familieneintrittskarten für den Kölner Zoo verlost. Die GAG zeigt die eingesandten Bilder darüber hinaus in einer Online-Ausstellung auf der Internetseite ihrer Kulturkirche Ost – https://kulturkirche-ost.de/zoo-malwettbewerb-2020/ „Es ist schon beeindruckend, welche kreativen Ergebnisse dieser Wettbewerb gebracht hat. Das zeigt, wie wichtig der Kölner Zoo gerade für die Kinder ist“, zeigt sich der GAG-Vorstandsvorsitzende Uwe Eichner begeistert von den Wettbewerbs-Ergebnissen. „Wir danken der GAG für die Unterstützung und den gemeinsamen Aufruf zum Malwettbewerb. Es ist eine tolle Sache, die Zootiere auf ganz besondere Art durch Kinderaugen neu zu sehen“, so Zoo-Vorstand Prof. Theo B. Pagel. Mit dieser Aktion unterstützt die GAG bereits zum dritten Mal den Kölner Zoo. Schon in ihrem Jubiläumsjahr 2013 stellte sie einen stattlichen Betrag für den Neubau des Spielplatzes „Almira“ auf dem Zoo-Gelände zur Verfügung. Vier Jahre später finanzierte sie die Erweiterung dieses Spielplatzes.

Tierpark Neumünster 14.10.2020
Dachrinnenreinigung für den guten Zweck
Die in Neumünster ansässige Firma „L&L Dachtechnik“, hat bereits im Mai diesen Jahres dem Tierpark Neumünster, in Form einer besonderen Kundenaktion, ihre Unterstützung zugesagt. Das Team um L&L-Geschäftsführer Leroy Laubinger, bietet Kunden die Dachrinnenreinigung für 1,- € pro Meter, inklusive 10,- € Anfahrtskosten an. Die somit erarbeiteten Gelder werden zu 100% an den Tierpark Neumünster gespendet. Ein erstes Zwischenergebnis konnte nun bereits in Form eines Schecks über 1539,- € an Tierparkleiterin Verena Kaspari überreicht werden. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass viele Firmen uns auch weiterhin mit solch großartigen Aktionen unterstützen.“, so Kaspari. „Die Sonderaktion zur Dachrinnenreinigung werden wir auch weiterhin ausführen, als Spendenaktion für den Tierpark, da wir noch einige Termine dieses Jahr zu vergeben haben.“, erklärt Leroy Laubinger. Zudem wird die Firma L&L das Tierpark-Team bei der Reinigung, der ein oder anderen etwas heikel gelegenen Dachrinne zukünftig unterstützen. „Wir haben hier schon so einige Dachrinnen, die für uns recht schwierig zu erreichen sind“, erläutert die TierparkChefin. „Daher freut sich das Team sehr darüber, dass wir diesbezüglich nun solch professionelle Unterstützung bekommen.“

Zoo Rostock 14.10.2020
Herzlich willkommen, Orang-Utan-Weibchen Surya!
„Frischer Wind“ für die Orang-Utan-Gruppe im Tiergarten Schönbrunn: Das siebenjährige Weibchen Surya aus dem Zoo Rostock ist gestern eingezogen. Zu sehen ist die neue Bewohnerin allerdings noch nicht. Zuerst soll sie sich ganz in Ruhe hinter den Kulissen eingewöhnen. „Die Eingewöhnung von Surya ist ein bisschen so, als würden wir in eine Wohngemeinschaft einziehen. Zuerst macht man es sich in seinem Zimmer gemütlich. Dann lernt man die anderen Bereiche und die Mitbewohner kennen“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Die Mitbewohner sind in Suryas Fall die Weibchen Mota und Sol sowie das Männchen Vladimir. Sobald Surya soweit ist, wird sie die Innenanlage erkunden und zu sehen sein. Surya wurde am 28. Juni 2013 im Zoo Rostock geboren und dem Tiergarten Schönbrunn über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) vermittelt. Ziel ist es, die Wiener Orang-Utan-Gruppe zu vergrößern und die Altersstruktur zu verbessern. Besonders die 24-jährige Sol wird sich über die junge Spielgefährtin freuen. Mit Vladimir könnte Surya künftig für den langersehnten Orang-Utan-Nachwuchs sorgen. Sichtkontakt zueinander haben sie schon. Suryas vertraute Tierpflegerin aus Rostock hat sie auf der Reise nach Wien begleitet und bleibt die erste Zeit hier. Sie beschreibt ihren Schützling als „verspielten, freundlichen Wirbelwind“. Das passt zu ihrem Namen. „Surya“ bedeutet im Indischen: Sonne oder sonniges Gemüt.

Zoo Schwerin 13.10.2020
Die Dunkel-Munkel-Safari ersetzt in diesem Jahr die Dunkel-Munkel-Party im Zoo Schwerin
In diesem Jahr müssen die Hexentänze am 31. Oktober auf dem Waldgeisterplatz im Schweriner Zoo leider ausfallen. Auch Hexen und Geister müssen sich an das Tanzverbot halten. So ganz lassen es sich die Gestalten der Nacht jedoch nicht nehmen, an Halloween mit den Rothunden um die Wette zu kichern. Anstelle der zentralen Versammlung auf dem Waldgeisterplatz wird es für ausreichend Abstand auf dem gesamten Zoogelände schaurig-schön zugehen. Der Zoowald erstrahlt im Lichterkettenglanz, merkwürdige Gestalten verstecken sich in den Bäumen, Geister schweben über den Wegen und die erleuchteten Kürbisse scheinen sich im aufsteigenden Nebel zu bewegen. Mit einer verlängerten Kassenöffnungszeit bis 17.30 Uhr sind alle großen und kleinen Besucher herzlich Willkommen kostümiert und mit Laterne zu einem Gruselspaziergang in den Zoo zu kommen. Wer an einer geführten Tour teilnehmen möchte, muss sich vorab anmelden unter 0385 – 3955119 oder per E-Mail an service@zoo-schwerin.de.

Zoo Wuppertal 13.10.2020
Die Elefantenanlage im Grünen Zoo Wuppertal wird 25 Jahre alt Beginn einer der erfolgreichsten Zuchten Afrikanischer Elefanten in Europa
Die Elefantenanlage und das Elefantenhaus im Grünen Zoo Wuppertal feiern im Oktober ihr 25-jähriges Jubilä-um. Am 14. Oktober 1995 wurde die neue Elefantenan-lage im Beisein des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau eröffnet. Dr. Ulrich Schürer, der damalige Zoodirektor, hatte die Anlage mit Unterstützung des Architekten Hans Joachim Schürmann vom Hochbauamt der Stadt Wuppertal und den Gartenarchitekten Rose und Gustav Wörner geplant und für 13,6 Millionen D-Mark realisiert. Die Stadt Wuppertal als Träger des Zoologischen Gartens übernahm die Finanzierung des Baus, für den sich besonders auch der inzwischen verstorbene Stadtver-ordnete Wilfried Jakob, der viele Jahre Mitglied im Beirat des Zoo-Verein Wuppertal e.V. war, eingesetzt hatte. Auch Johannes Rau, der frühere Wuppertaler Oberbürgermeister und spätere Bundespräsident, war zur Zeit der Eröffnung noch Mitglied im Beirat des Zoo-Vereins. Mit der Eröffnung der Anlage, die bis heute zu den modernsten Ele-fantenanlagen Deutschlands und zu den Highlights des Grünen Zoos zählt, startete ein neues und sehr erfolgreiches Kapitel in der Elefan-tenhaltung des Wuppertaler Zoos. Diese begann bereits 1927 im ehemaligen Elefantenhaus, das inzwischen zum Südamerikahaus umgestaltet wurde und heute u.a. einen Baird’s Tapir, zwei Faultiere und eine Rotte Halsbandpekaris beherbergt. Mit dem Umzug auf die neue Elefantenanlage 1995 war auch der Aufbau einer neuen Herde Afrikanischer Elefanten verbunden, die 2005 in der ersten Geburt eines Afrikanischen Elefanten in einem NRW-Zoo mündete. Bis heu-te kamen in Wuppertal 13 gesunde Jungtiere zu Welt, der Grüne Zoo gehört damit zu den erfolgreichsten Elefantenhaltern in Europa. Zwei weitere „Wuppertaler“ Kälber kamen in den Zoos von Wien und Beekse Bergen zur Welt, in die ihre bereits trächtigen Mütter zusammen mit ihren älteren Jungtieren abgege-ben worden waren. Seit 2016 leitet Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz das Europäische Zucht-buch für Afrikanische Elefanten und koordiniert im Rahmen des Europäischen Erhaltungs-zuchtprogrammes die Gruppenkonstellationen und das Tiermanagement dieser bedrohten Tierart in allen Zoos des europäischen Zooverbands EAZA. Sehr erfreulich war die Geburt von zwei Elefantenkäl-bern im Jubiläumsjahr der Elefantenanlage. Am 6. März wurde zunächst der kleine Bulle Tsavo geboren, um den sich seine erfahrene Mutter Sweni gewohnt gut küm-merte. Am 20. April bekam dann Elefantenkuh Tika, die bereits selbst in Wuppertal geboren worden war, ihre erste Tochter. Ihre Trächtigkeit war durch künstliche Besamung erreicht worden, eine Premiere für den Grü-nen Zoo. Mit dem Kalb Kimana kam damit der erste Nachwuchs in zweiter Zoo-Generation im Grünen Zoo Wuppertal zur Welt. Über diesen schönen Erfolg einer nachhaltigen Elefan-tenhaltung freute sich das Zooteam ganz besonders. Die Namen der beiden jüngsten Mitglieder der Wupper-taler Elefantenherde, die nach der Anfang dieser Woche erfolgten Abgabe des Jungbullen Jogi an den Zoo Ar-cachon Basin in La Teste, Frankreich, aktuell acht Tiere umfasst, weisen auf Schutzgebiete für Elefanten in Ostafrika hin, für die sich der Grüne Zoo mit Hilfe des Zoo-Verein Wuppertal e.V. engagiert. Der Tsavo-Nationalpark in Kenia wird über den Kimana-Landschaftskorridor mit den großen Nationalparks Kilimanjaro, Amboseli und den Chyulu Hills verbunden. Diese Gebiete sind wichtige Lebensräume für Afrikanische Elefanten, für deren Schutz sich die Big Life Foundation einsetzt. Diese hat vom Zoo-Verein Wuppertal e.V. jüngst 12.000 Euro erhalten, für die der Zoo-Verein zwei großzügige Zuwendungen erhalten hatte. Der Zoo-Verein und der Grüne Zoo unterstützen daneben auch bereits seit vielen Jah-ren Maßnahmen im Krüger Nationalpark in Südafrika zur Verhinderung von Wilderei.

Zoo Duisburg 12.10.2020
Franzose Elvis sorgt in der neuen Erdmännchenfamilie erstmals für putzigen Nachwuchs. Das Jungtier wagt sich derzeit nur selten aus dem schützenden Bau. Die Aufzucht ist Familiensache.
Schon länger hatten die Tierpfleger den Verdacht, dass sich bei Familie Erdmännchen etwas anbahnt – ein runder Bauch bei Weibchen Sophie erweckte Hoffnung auf Nachwuchs bei den afrikanischen Miniaturraubtieren. Nun hat sich ein kleines Erdmännchen das erste Mal gezeigt. Nur mit viel Geduld und etwas Glück kann man das Jungtier bei den Ausflügen beobachten. Erst zum Jahreswechsel wurde die Erdmännchen-Anlage renoviert, Tunnelröhren verlegt und der Bodengrund ausgetauscht. Dann zogen die neuen Bewohner ein: Im Februar siedelten die Weibchen Scarlett und Sophie aus dem Zoo Halle nach Duisburg, Mitte Juni folgte Erdmann Elvis. Die dominante Sophie schloss den feschen Franzosen direkt in ihr Herz und gemeinsam bezogen sie eine frisch gebuddelte Wohnhöhle – fernab der neugierigen Blicke des Zoo-Teams. Aber den wachsamen Augen der Pfleger entging nicht, dass Sophie kräftig an Gewicht zunahm und einen runden Bauch bekam. Schon seit einiger Zeit war Familie Erdmännchen nur noch selten zu sehen und verbrachte viel Zeit unter der Erde. Abwechselnd wurden die Eingänge noch intensiver als ohnehin schon bewacht. Dann die Gewissheit: Ein kleines Erdmännchen schaute vor wenigen Tagen kurz aus einem der Eingänge, tippelten einige Schritte durch den Sand um dann auch wieder im unterirdischen Tunnelsystem zu verschwinden. Die ersten Lebenswochen verbringen kleine Erdmännchen, die bei ihrer Geburt nackt und blind sind, im schützenden Bau. Erst nach etwa zwei Wochen, werden sie aktiver und verlassen zum ersten Mal die unterirdischen Höhlen mit den übrigen Familienmitgliedern. In den nächsten Tagen und Wochen wird das Kleine daher immer häufiger auf Entdeckungstour gehen und die Anlage erkunden. Um derzeit einen Blick auf den jüngsten Zoobewohner zu erhaschen, brauchen Besucher deswegen viel Geduld und auch etwas Glück. Die Jungtier-Aufzucht ist übrigens nicht nur Aufgabe der Eltern, wie Biologe Volker Grün erklärt: „Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Zwar bekommt nur das dominante Weibchen mit ihrem auserwählten Partner Nachwuchs, aber alle Familienmitglieder umsorgen die Kleinen und passen auf. Weibchen Scarlett wird somit eine wichtige Rolle als Tante einnehmen“.

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