Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 07.08.2020
Erfolgreiche Erstnachzucht bei seltenen Ibisvögeln/Die Waldrappe im Bochumer Tierpark haben Nachwuchs
Vor drei Jahren zogen vier Waldrappe in den Tierpark + Fossilium Bochum. Für die Artenschutzarbeit des Bochumer Zoos war der Einstieg in die Haltung und gleichsam in das begleitende Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Ibisvögel ein wichtiger Schritt. In diesem Sommer gelang nun erstmals die Nachzucht der bedrohten Vogelart. Vier Wochen nach dem Schlupf ist der Jungvogel bereits ordentlich gewachsen und trägt schon ein dichtes, schwarzes Federkleid. Noch wird der Nachwuchs von beiden Eltern versorgt, bis er lernt, selbstständig Nahrung zu sich zu nehmen. „Uns macht es sehr stolz zu sehen, wie gut die Aufzucht des Jungvogels durch die Elterntiere klappt. Es war uns sehr wichtig, den jungen Eltern dafür viel Freiraum zu lassen, um Erfahrungen zu sammeln und nur im Notfall einzugreifen. Dies war zum Glück nicht nötig: Das Küken entwickelt sich wie es soll. Dies ist es ein positives und richtungsweisendes Zeichen für die Waldrappzucht hier im Bochumer Tierpark“, fasst Ralf Slabik erfreut zusammen. Waldrappe zeichnen sich durch ein sehr auffälliges Erscheinungsbild aus. Ihr prächtiges schwarzes, grün-violett schimmerndes Gefieder steht dabei im Kontrast zu ihrem kahlenKopf, der von langen Schopffedern eingerahmt ist. Bei Jungvögeln ist der Kopf hingegen noch grau befiedert. Ebenfalls charakteristisch sind der rote, gekrümmte und schmale Schnabel sowie die hellen Beine, die aus dem schwarzen Federkleid herausragen. Waldrappe sind gesellige Tiere und pflegen ausgiebige Begrüßungsrituale. So sind auch aus der Bochumer Voliere gerade während der Jungtieraufzucht laute „Schlürfgeräusche“ – ähnlich der Trinkgeräusche mit einem Strohhalm – zu vernehmen, die die bizarren Vögel von sich geben. Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der einst heimische Waldrapp aufgrund starker Bejagung in Europa vollständig ausgerottet. Noch heute zählt er zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit. Dank der Bemühungen der Zoogemeinschaft durch übergreifende Zuchtprogramme konnte mittlerweile jedoch eine stabile Reservepopulation aufgebaut werden. Mithilfe angegliederter Auswilderungs- bzw. Wiederansiedlungsprojekte haben sich außerdem bereits kleinere Kolonien z.B. in Süddeutschland und Österreich gebildet.

Zoo Duisburg 07.08.2020
Besucherservice des Zoo Duisburg in neuen Räumlichkeiten
Der Zentrale Besucherservice des Zoo Duisburg ist umgezogen. In den neuen, barrierefreien Räumlichkeiten erhalten die Besucher Auskunft zum Angebot, Veranstaltungen und Jahreskarten. Seit letzter Woche weht frischer Wind durch den neu eröffneten Besucherservice des Zoos. Entstanden ist eine ca. 55 m² große, moderne Besucherzone mit Theken- und Wartebereich und einem separaten Backoffice-Büro. Der Besucherzugang erfolgt nun über einen neuen, eigenen Eingang. Durch die Errichtung einer Rampe wird dabei der barrierefreie Zugang gewährleistet. „Es war uns wichtig, einen einladenden, zentralen Kundenbereich zu schaffen und so ein besseres Serviceangebot für unsere Zoobesucher zu ermöglichen“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin. Hauptanlaufstelle ist der Besucherservice für Jahreskartenkunden – und die, die es noch werden wollen. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiter Informationen zu den Veranstaltungsprogrammen des Zoos wie Kindergeburtstagen und Führungen. Der Zentrale Besucherservice hat durchgehende Öffnungszeiten an sieben Tagen in der Woche von März bis Oktober von 10.00 bis 18.00 Uhr und von November bis Februar von 10.00 bis 16.30 Uhr.

Erlebnis-Zoo Hannover 07.08.2020
Eisbär-Jungtier Nana eiskalt erfrischt – Tierischer Sommerspaß mit Eistorten im Erlebnis-Zoo Hannover
Eiszeit im Erlebnis-Zoo Hannover! Eisbär-Jungtier Nana und ihre Mutter Milana wurden in Yukon Bay mit zwei Eistorten überrascht, die sie sich nicht nur schmecken ließen – Jungtier Nana spielte auch mit ihrer Torte bis zum letzten Tropfen. Und war prompt eiskalt erfrischt. Für die bärenstarken Eistorten füllten die Tierpfleger 10-Liter-Eimer zu einem Viertel mit kleingeschnittenen Fleischstückchen, Haferschleim, Fisch, Nüssen und Obst und gossen dann Wasser und einen Hauch Lebertran hinzu. Die Behälter wurden über Nacht in der Tiefkühlkammer gelagert – zwölf Stunden später war der eiskalte Beschäftigungsspaß fertig. Die Eistorten wurden vorsichtig aus ihren Eimern gelöst und in das Hafenbecken in der Kanadalandschaft Yukon Bay geworfen. Nana und Milana schwammen sofort auf die eiskalten Torten zu und dann ging es los. Nach kurzem Gerangel – eine Torte enthielt Fleisch und Obst, die andere Fisch und Obst – schnappten sich die beiden ein Eisstück und brachten es zum Zerlegen auf die kleine Insel im Hafenbecken. Nana schob die Torte mit der Nase vor sich her, tunkte sie ins Wasser, holte sie wieder hervor, leckte und knabberte (und testete kurz die Torte ihrer Mutter, wurde aber knurrend eines Besseren belehrt). Schließlich stellte sie sich auf die Hinterbeine und warf ihre Torte ins Wasser, um sie da wieder zu „erlegen“ und erneut zu werfen. Eisiger Spaß bis zum letzten Tautropfen! Und so sind Eistorten Tierbeschäftigung und Kühlsystem zugleich. Eigentlich ist die eisige Abkühlung nicht notwendig. Tiere können mit Hitze sehr viel besser umgehen als Menschen. Sie sind belastbarer, haben ein höchst stabiles Herz-Kreislaufsystem und sind im Ganzen viel vernünftiger: Sie ziehen sich bei Hitze in den Schatten oder ins Wasser zurück, trinken viel und bewegen sich nicht unnötig – abgesehen von kleinen Eisbären, für die das Leben viel zu spannend ist, um still zu verharren… Stark bedroht – Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft. Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten und für den Schutz des Lebensraumes zu sensibilisieren. Hilfe vor Ort – Seit über zehn Jahren unterstützt der Erlebnis-Zoo die Artenschutz-Organisation Polar Bears International. Das Team aus renommierten Wissenschaftlern erforscht das größte Landraubtier der Welt. Beim sogenannten „Bear Tracker“-Projekt werden weibliche Tiere mit Peilsender-Halsbändern ausgestattet. Dank der modernen Technik können die Wissenschaftler so nachverfolgen, bis wohin sich das Verbreitungsgebiet der Bärinnen erstreckt, wie die Wanderrouten verlaufen und wo die Weibchen ihren Nachwuchs bekommen. Mittels der Daten können die Artenschützer herausfinden, wo notwendige Schutzzonen errichtet werden sollen. Denn das Eis schmilzt den arktischen Tieren buchstäblich unter den Pfoten weg und nimmt ihnen ihre Lebensgrundlage: die Jagdmöglichkeit auf fettreiche Robben an deren Atemlöchern im Packeis. Die Eisbären weichen immer öfter zur Nahrungssuche auf das Festland aus, Mensch-Tier-Konflikte sind die Folge, die durch Schutzzonen verhindert werden sollen.

Zoo Heidelberg 07.08.2020
Flauschige Küken im Zoo Heidelberg – Nachwuchs bei den Graumöwen und Inkaseeschwalben
Zu einer richtigen kleinen Kinderstube ist das Küstenpanorama im Zoo Heidelberg geworden. Auch in diesem Jahr ziehen die Graumöwen und Inkaseeschwalben wieder erfolgreich Nachwuchs groß. Drei Graumöwen-Küken sind bereits geschlüpft und tapsen auf der Anlage umher. Bei den Inkaseeschwalben haben die Tierpfleger ebenfalls drei Jungtiere gesichtet. Zoobesucher können die kleinen „Flauschebällchen“ bei einem Gang durch die Voliere hautnah beobachten. Versteckt im Strandhafer hat eine Graumöwe ihr Nest gebaut. Dort sind zwei kleine Küken geschlüpft. Eine andere Graumöwe bevorzugte für ihr Nest einen Platz direkt neben dem Besucherweg, wo ein weiteres Küken geschlüpft ist. Die jungen Graumöwen tapsen bereits eifrig im Gehege umher. „Sie wirken mit ihrem Küken-Flaum und ihren tapsigen Bewegungen noch ein bisschen unbedarft. Das ist ganz normal. So süß sie auch aussehen: Wir bitten unsere Besucher eindringlich, die Küken nicht anzufassen. Die Eltern kommunizieren mit den Kleinen dauerhaft über Rufe und finden sie so ganz einfach wieder, auch wenn sie sich ein bisschen weiter vom Nest entfernt haben“, erklärt Dr. Eric Diener, Vogelkurator im Zoo Heidelberg. Besonders gerne tummeln sich die Küken links des Besucherwegs, im Bereich neben dem Nistkasten. Mit rund sechs Wochen werden Graumöwen flügge und starten dann ihre ersten Flugversuche. Während die Graumöwen oft auf dem Boden brüten und dort aufwachsen, bevorzugen Inkaseeschwalben höher gelegene Orte als Brutplätze. „In freier Natur würden Inkaseeschwalben auf Felsvorsprüngen oder in kleinen Höhlen auf steilen Klippen brüten. Hier im Zoo haben wir die erhöhten Nistkästen angebracht, welche die Küstenvögel gerne nutzen“, so Diener. Gut geschützt bleiben die jungen Inkaseeschwalben im Kasten sitzen, bis sie flügge werden. Nur zur Fütterungszeit, wenn ihnen die Eltern kleine Fische bringen, recken sie ihre Köpfchen ein Stück weit heraus. Vom Besucherweg aus lässt sich diese Fütterung mit ein wenig Geduld mehrmals am Tag beobachten. Der Lebensraum von Graumöwen und Inkaseeschwalben erstreckt sich über die südamerikanische Pazifikküste. Beide Vogelarten zählen zu den Seevögeln und sind sichere, wendige Flieger. Während Inkaseeschwalben ihre Brutgebiete direkt an den steilen Felsküsten anlegen, zieht es die Graumöwen zur Brutzeit weiter ins Landesinnere. Inmitten der lebensfeindlichen Atacama-Wüste, gut geschützt vor Fressfeinen, ziehen die Graumöwen ihre Jungen dort groß. Was für den Nachwuchs von Vorteil ist, bedeutet gleichzeitig eine große Belastung für die Elterntiere: Während der Aufzucht fliegen die Graumöwen-Eltern mehrmals pro Woche zurück an die bis zu 100 km entfernte Küste, um im Meer auf Nahrungssuche zu gehen.

Münchner Tierpark Hellabrunn 06.08.2020
Hellabrunn verbessert Barrierefreiheit durch E-Mobil-Ausleihe mit Anderwerk
Der Münchner Tierpark Hellabrunn verbessert die Barrierefreiheit auf seinem Gelände für mobilitätseingeschränkte Tierparkgäste. Ab Donnerstag, den 06.08.20 steht der neue städtische Service, der „Elektromobil-Verleih im Münchner Tierpark“, allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung, die den Tierpark nicht zu Fuß erlaufen können und mobilitätseingeschränkt sind. Das neue Mobilitätsprojekt des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) wurde heute von Tierparkdirektor Rasem Baban und Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft, präsentiert. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und dem Referat für Arbeit und Wirtschaft in unserem Tierpark durch dieses neue Mobilitätsangebot die Barrierefreiheit für betroffene Besucher entscheidend verbessern und somit den Inklusionsgedanken weiter voran-bringen. Der Münchner Tierpark Hellabrunn mit seinen rund 40 Hektar Gesamtfläche und 15 Kilo-metern Besucherwegen wird mit den kostenlos ausleihbaren Elektromobilen viel einfacher zu „erfahren“ sein. Dadurch können wir dazu beitragen, das Natur- und Bildungserlebnis für bewegungsbeschränkte Mitmenschen bei ihrem Zoobesuch zu verbessern.“, verdeutlicht Rasem Baban, Direktor und Vorstand des Tierparks. Auch Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft wertet das Projekt als wichtigen Beitrag für die Inklusion und betont den vielfältigen kommunalen Nutzen: „Wir erhöhen das Dienstleistungsangebot der Kommune für mobilitätseingeschränkte Menschen und ermöglichen ihnen den Tierpark entspannt zu erfahren. Zugleich qualifizieren wir mit dem Projekt langzeitarbeitslose Menschen, die dadurch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mittels sinnstiftender Tätigkeit in öffentlich geförderter Beschäftigung finden. Kurzum: Ein Projekt, das soziale, inklusive und klimafreundliche Zielsetzungen durch öffentlich geförderte Beschäftigung umsetzt.“ Der Elektromobil-Verleih wird in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern Münchener Tierpark Hellabrunn AG, dem städtischen Behindertenbeirat und dem Jobcenter München umgesetzt. Träger des Projektes ist der Soziale Betrieb Anderwerk GmbH, der die Infrastruktur vor Ort aufgebaut hat, ein Team für die Dienstleistung stellt und qualifiziert. Reservierung und Verleih ist von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr ausschließlich über das Service-telefon unter 0159 049 847 16 oder über das Internet www.anderwerk.de/e-mobil oder per E-Mail elektromobil@anderwerk.de möglich. Sollten Sie darüber hinaus Unterstützung für die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Münchner Tierpark Hellabrunn benötigen, nutzen Sie das weitere Mobilitätsprojekt vom MBQ, den Bus & Bahn Begleitservice München (kostenfreie Buchung von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, unter 089 544 918 920).

Thüringer Zoopark Erfurt 06.08.2020
Zuckersüß und Topfit
Das gestern im Thüringer Zoopark Erfurt geborene Elefantenjungtier hat seine erste Nacht im Zoopark hervorragend gemeistert. In den Morgenstunden hat der kleine Elefant außerdem das erste Mal getrunken. Zoopark-Direktorin Dr. Dr. Sabine Merz, Tierärztin Tina Risch, die Elefantenpfleger und Kollegen sind wahnsinnig glücklich und beruhigt. Alle Zeichen für einen hervorragenden Start in das Elefantenleben sehen sehr gut aus! Heute Mittag hat Mutter Chupa ihre kleine Tochter dann das erste Mal in das Elefantenhaus geführt. Mit großen Augen und viel Entdeckersinn hat das Jungtier die neue Umgebung erkundigt. Mama Chupa ist ihr dabei natürlich nicht von der Seite gewichen. In den kommenden Tagen werden Mutter und Kalb mit den restlichen Elefantenkühen zusammengeführt. Dieser Prozess benötigt viel Ruhe, das Elefantenhaus bleibt infolgedessen für die Besucher vorerst geschlossen. Papa Kibon muss sich noch etwas gedulden, Vorrang haben bei der Zusammenführung die weiblichen Artgenossen. Bis das Elefantenhaus wieder für die Besucher geöffnet wird, können sich alle kleinen Elefantenfreunde an dem neuen Baby-Spielelefanten, gegenüber der Besucherplattform am Elefantengehege erfreuen. Die lebensgroße Skulptur wurde übrigens auf den Namen Marina getauft. Ein Hommage an die erste Erfurter Elefantenkuh und der 60-jährigen Elefantenhaltung im Thüringer Zoopark Erfurt. Wie das Elefantenkalb später heißen soll ist noch nicht klar. Wesenszüge und Charaktereigenschaften sollen mit einfließen, dafür müssen auch die Mitarbeiter des Zoopark den kleinen Rüsselträger erst einmal genau kennenlernen.

Kölner Zoo 06.08.2020
Sehr selten, außergewöhnlich hübsch: Großer Bambuslemur im Kölner Zoo geboren
Zwei große Kulleraugen, winzige Hände, weiße Öhrchen: Der Nachwuchs bei den Großen Bambuslemuren im Kölner Zoo hat eindeutig das Zeug zum Publikumsliebling. Das Jungtier trägt den Namen „Mahery“ und ist sehr wahrscheinlich männlich. Die Geburt war Ende Mai. Mutter „Izy“ ist gebürtige Kölnerin. Sie trägt den Nachwuchs aktuell noch rund um die Uhr am Bauch. Vater „Woody“ kam vor einigen Jahren aus dem Zoo in Besançon an den Rhein. Gemeinsam haben sie bereits mehrfach Nachwuchs aufgezogen. Bereits in ein paar Wochen wird sich das Kleine vom Bauch von Mutter „Izy“ lösen und anfangen, selbstständig auf Bäume und Äste im Madagaskarhaus zu klettern. Bambuslemuren erreichen eine Kopfrumpflänge von 40 bis 42 Zentimetern. Ihr Schwanz ist mit 45 bis 48 Zentimetern etwas länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 2 bis 2,5 Kilogramm. Die Hinterbeine sind als Anpassung an die springende Fortbewegung leicht verlängert. Das Fell ist relativ unauffällig in Braun- oder Grautönen gefärbt. Der Kopf ist rundlich, die Ohren sind klein und abgerundet. Die Primaten leben ausschließlich in zwei kleinen Regenwaldgebieten mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars. Sie sind dämmerungsaktiv, leben zumeist in Bäumen, können aber auch auf den Boden kommen. Bambuslemuren leben in Gruppen von drei bis fünf Tieren. Zu den Familienverbänden zählen ein Männchen, ein bis zwei Weibchen und die dazugehörigen Jungtiere. Ihre Hauptnahrung ist der namensgebende Bambus. Nach 150-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen zwischen Oktober und November im Freiland meist ein Jungtier zur Welt. In Zoos kommt es v.a. im Frühsommer zu Geburten. Das Jungtier wird mit rund acht Monaten (wenn das Nahrungsangebot am größten ist) entwöhnt. Bambuslemuren sind mit zwei Jahren geschlechtsreif. Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Großen Bambuslemuren auf nur noch wenige 100 Tiere zusammengeschrumpft. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) ein. In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige Zoo, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur 25 Tiere in sechs europäischen Zoos.

Zoo Osnabrück 06.08.2020
Erste Untersuchung beim Wolfsnachwuchs – Wolfswelpen im Zoo Osnabrück mittlerweile drei Monate alt
Anfang Mai kamen im Zoo Osnabrück fünf kleine Hudson Bay-Wölfe zur Welt. Nun stand die erste Untersuchung vom Zootierarzt an. Bei der Untersuchung konnten die Zoomitarbeiter auch das Geschlecht der Welpen ermitteln. Mit etwa drei Monaten waren die Osnabrücker Wolfswelpen alt genug für ihre erste Untersuchung. „Dazu haben wir die Welpen als erstes vom Rest der Gruppe separiert, um sie in Ruhe zu untersuchen. Natürlich schauen wir zunächst, ob alle gesund und die Bäuche gut gefüllt sind. Als das dann sichergestellt war, konnten wir sie impfen und ihnen eine Wurmkur zu verabreichen“, erklärt Tobias Klumpe, Zoologische Leitung. Außerdem wurde den Welpen je ein kleiner Micro Chip zur Wiedererkennung eingesetzt – wie es auch bei Haustieren gemacht wird. Klumpe berichtet weiter: „Der Chip ist besonders wichtig, da wir die Wölfe daran identifizieren können. Daten wie zum Beispiel das Geschlecht sind über die jeweilige Chip-Nummer hinterlegt und werden bei jeder weiteren Untersuchung, oder wenn die Welpen beispielsweise in einen anderen Zoo umziehen, aufgerufen. Am Schluss der heutigen Untersuchung konnten wir noch die Geschlechter der Jungtiere ermitteln: Es sind drei Weibchen.“ Die Geschlechter der anderen beiden Welpen konnten noch nicht bestimmt werden, da sie sich vor Beginn der Aktion schnell in ihrer Höhle versteckten. Die Nachzügler werden in den nächsten Tagen untersucht. Damit die Zoomitarbeiter sie unter ihren Geschwistern erkennen können, wurden die bereits untersuchten Tiere mit einem blauen, für die Tiere ungefährlichen Farbspray markiert. Wolfswelpen werden immer mutiger – In den letzten Wochen haben sich die Welpen deutlich sichtbar verändert: Sie sind größer geworden, ihr Fell ist bereits fast so hell wie das der älteren Artgenossen und sie wiegen mittlerweile circa 14 Kilo. Außerdem trinken die fünf kleinen Wölfe kaum noch Muttermilch – sie haben vom Rudel gelernt Fleisch zu fressen und kauen ihre Nahrung bereits selbst. Die ersten drei Lebenswochen verbrachten die Jungen in ihrer geschützten Wurfhöhle, nach und nach wurden sie jedoch immer mutiger, neugieriger und waren auch für Besucher immer besser zu sehen. „In dieser Zeit haben wir das Rudel ganz genau von außen beobachtet. Mit der Erstuntersuchung haben wir bis jetzt gewartet, um die Familie bei der Jungenaufzucht nicht zu stören“, erklärt Marcel Köck-Nitschke, Tierpfleger im Zoo Osnabrück. „Mittlerweile laufen die Jungen gut mit dem Rudel mit. Sie sind sogar schon alleine auf der Anlage unterwegs und trauen sich bis in das Vorgehege des Stalls, um sich ein Stück Fleisch zu holen“, freut sich Köck-Nitschke. Besucher können die Jungtiere am besten an ihrer geringeren Größe vom Rest des Rudels unterscheiden, außerdem ist ihr Fell noch ein wenig dunkler als das der älteren Tiere. Vom Höhenpfad aus haben Besucher eine sehr gute Sicht auf die über 4.000 Quadratmeter große Anlage in der Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“, wo das Rudel durch den Wolfswald streift. Wissenswertes zum Hudson Bay-Wolf (Canis lupus hudsonicus) – Der Hudson Bay-Wolf lebt nördlich und westlich der Hudson Bay (Kanada) in den Provinzen Manitoba, Nunavut und in den North West Territories. Diese Unterart des Wolfes ist vergleichsweise zu anderen Unterarten sehr hochbeinig. Die weißen Wölfe besitzen ein Fell mit dichter Unterwolle bis zu 6.500 Haare pro Quadratzentimeter – damit schützt sie das Fell vor Temperaturen von unter minus 50 Grad. Wie alle Unterarten des Wolfes lebt der Hudson Bay-Wolf im Familienverband. In der Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Kleinsäuger wie Schneehasen, aber auch Karibus und Elche, die sie sozial organisiert jagen.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 06.08.2020
Alpenzoo wildert Gämsen im Kühtai aus
Am Mittwoch, 5. 8. 20 wurden zwei Gämsen im hinteren Längental im Kühtai ausgewildert. Dort hat die TIWAG vor, in den kommenden sechs Jahren ihr neues Kraftwerk zu bauen. Der Kraftwerksbetreiber will nun erforschen, wie sich die Bauarbeiten auf das Leben der rund 70 Gämsen, die dort in kleinen Rudeln leben, auswirkt. Die beiden einjährigen Böcke aus dem Alpenzoo wurden besendert, um ihre jeweiligen Aufenthaltsorte zu kennen bzw. um in den nächsten Jahren Informationen über das Leben der Tiere zu erhalten. Zoodirektor Stadler ist zuversichtlich, dass die jungen Böcke schnell Kontakt mit anderen Gämsen aufnehmen und sich einer Herde anschließen werden.

Tierpark Hellabrunn München 05.08.2020
Hellabrunn darf die Besucherzahlen erhöhen
Einige Tage nach Beginn der bayerischen Sommerferien und der Zusage des Stadtrats für ein Rettungspaket gibt es eine weitere gute Nachricht aus Hellabrunn: Der Münchner Tierpark Hellabrunn darf jetzt mehr Besucher auf sein Gelände lassen; ab Donnerstag, den 06.08.2020 können täglich bis zu 8.740 Personen mit vorab gebuchtem Online-Ticket in den Tierpark kommen. „Wir freuen uns sehr über die behördliche Genehmigung, die Besucherzahlen erhöhen zu dürfen!“ gibt sich Rasem Baban, Hellabrunner Vorstand und Direktor erleichtert. „Die ausgeschilderten Hygiene- und Abstandsregeln, die derzeitigen Vorkehrungen zum Vorab-Online-Ticketkauf und die vorsorgliche Schließung von neuralgischen Punkten wie den großen Tierhäusern, die nur unter hohem personellen Zusatzaufwand zu betreiben wären, bleiben bis auf Weiteres bestehen.“ erklärt Baban. „Wir freuen uns über jeden zusätzlichen Besucher hier in Hellabrunn, appellieren aber an jeden einzelnen Gast, die klar kommunizierten Regeln konsequent einzuhalten und Rücksicht auf andere zu nehmen. Der Vorab-Online-Verkauf über das Portal MünchenTicket stellt sicher, dass man am geplanten Tag einen ganztägigen Zutritt erhält. Dadurch werden lange Warteschlangen vor den Kassen vermieden, welche auch weiterhin erstmal nur der Einlasskontrolle und nicht dem Ticketverkauf dienen.“, erinnert der Tierparkchef.

Zoo Leipzig 05.08.2020
Zoo Leipzig reagiert auf großen Zuspruch – Datiertes Online-Ticket garantiert Zutritt
Die Beliebtheit des Zoo Leipzig als Ausflugsziel ist ungebrochen und der Zoo ist dankbar für den großen Besucherzuspruch in den ersten Ferienwochen. Um die Planbarkeit für seine Gäste zu erhöhen und die Organisation der Zootage zu optimieren, gibt es ab sofort ein begrenztes Kontingent an datierten Tagestickets, die den Zutritt am gewählten Besuchstag zu jeder Zeit garantieren. Auch die Tageskassen sind weiterhin geöffnet. Diese können aber je nach Besucheraufkommen im Tagesverlauf zeitweise geschlossen werden, so dass es für Gäste ohne Onlineticket zu Wartezeiten kommen kann. Zudem lohnt sich für Leipziger und Gäste der Besuch mit dem ab 16 Uhr gültigen Abendticket. Seit Wiedereröffnung des Zoos nach einer siebenwöchigen Schließzeit besteht auf dem Zoogelände eine Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Diese schließt ein, dass jeder Besucher eine entsprechende Abdeckung bei sich hat, um sie im Bedarfsfall sowie bei verpflichtender Nutzung (z.B. derzeit in den Zooshops sowie auf der Bootsfahrt in Gondwanaland) nutzen zu können. Die kurzfristigen Anpassungen der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie wurden auf Basis der Erfahrungen in den ersten beiden Ferienwochen vorgenommen. Der Zoo Leipzig bittet seine Besucher um Verständnis und Unterstützung bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sowie der Einhaltung von Abständen zum Schutz aller Besucher und Mitarbeiter.

Wildpark MV Güstrow 05.08.2020
Neue Besucherlieblinge im Wildpark-MV Sperbereulen & Waldohreulen in begehbare Volieren eingezogen
Eulen zählen zu den Besucherlieblingen schlechthin – nun ist der Wildpark-MV um gleich zwei Eulenarten reicher. In den wiedereröffneten Eulenwald sind zwei Pärchen der Waldohreulen gezogen und teilen sich ihr neues Zuhause mit Waldkäuzen und Schleiereulen. In direkter Nachbarschaft leben die großen Verwandten, die Uhus. Besucher können den Eulenwald betreten und mit etwas Glück einen näheren Blick auf die Bewohner mit den charakteristischen Federohren und den orange-gelben Augen erhaschen. „Kennerblick und etwas Geduld sind gefragt: Waldohreulen sind dämmerungs- und nachtaktiv und schmiegen sich auf den Ästen sitzend eng an den Stamm. Das gut getarnte Gefieder leistet sein Übriges“, weiß Tierpflegerin Jana Röhlke. Eine völlig neue Eulenart, die bisher noch nie im Wildpark-MV lebte, ist in die Freiflugvoliere im Damwildgehege gezogen: die Sperbereule. Auch hier leben nun zwei Pärchen und sorgen hoffentlich im nächsten Jahr bereits für Nachwuchs. „Die Besucher erkennen sie an ihrer sogenannten Sperberung, eine auf hellem Untergrund dunkel quergebänderte Gefiederzeichnung im Brust-, Bauch- und Flankenbereich – ähnlich der des namensgebenden Sperbers“, so Jana Röhlke. Im Gegensatz zu den Waldohreulen sind Sperbereulen im Übrigen tag- und dämmerungsaktiv – gute Sichtungen sind, auch dank der begehbaren Voliere, garantiert.

Thüringer Zoopark Erfurt 05.08.2020
Nach 666 Tagen: Elefanten-Kuh im Thüringer Zoopark Erfurt geboren
Freudige Nachrichten aus dem Thüringer Zoopark Erfurt: Bei den Afrikanischen Elefanten wurde heute Morgen ein Jungtier geboren. Chupa, die 2003 im französischen Réserve Africaine de Sigean geboren wurde, brachte diese Nacht, 0:16 Uhr, ein weibliches Kalb zur Welt. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Thüringer Zoopark Erfurt, dass es Nachwuchs bei den Elefanten gibt. Das kleine Kalb ist 114 kg schwer und 93 cm hoch. Die Geburt verlief ohne Komplikationen, das Jungtier wirkt sehr fit. Mutter und Kalb befinden sich aktuell im Hintergrund des Elefantenhauses und werden von den Elefantentierpflegern und Tierärztin Tina Risch betreut. Zoodirektorin Dr.Dr. Sabine Merz erlebte das Geschehen live mit und freut sich über diese gelungene Zucht, die für die Erhaltung der Afrikanischen Elefanten sehr wichtig ist. „Die ersten Stunden sind extrem wichtig für Mutter und Kalb, beide Tiere müssen sich aneinander gewöhnen und benötigen dafür viel Ruhe. Die erste Nahrungsaufnahme und das Tränken stehen noch bevor, alle Anzeichen dafür sind positiv“ sagt sie und bittet um Verständnis, dass Mutter und Kind derzeit noch nicht zu sehen sind. Das Elefantenhaus bleibt für die Eingewöhnung vorerst für die Besucher geschlossen. Die restlichen Elefanten sind auf der Außenanlage zu sehen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 04.08.2020
Fotokurs – Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec durch die Linse betrachtet
Noch zeigt sich der Sommer in allen Facetten, aber bald schon taucht der Herbst die Natur in bunteste Farben – ein Fest für alle Naturfotografen. Auch im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec gibt es dann eine Unmenge stimmungsvoller Motive zu entdecken. Wie aber mache ich die schönsten Bilder? Wie lasse ich störende Gitter verschwinden und was ist der Trick, damit ich auch durch Scheiben ein tolles Foto bekomme? Tipps und Anleitungen dazu gibt es am Samstag, den 05.09.2020. Am frühen Morgen lassen sich ganz besondere Fotos gerade von den scheueren Bewohnern des Tierparks schießen, Beginn ist daher um 7 Uhr. Die Veranstaltung endet gegen 14 Uhr. Die Kursgebühr pro Person beträgt 10 Euro (inklusive Eintritt). Mitzubringen sind Outdoor-geeignete Kleidung, die eigene Kamera und, sofern vorhanden, Stative. Vorwissen ist nicht nötig. Der Workshop findet auch bei Regenwetter statt, dann an wettergeschützten Plätzen und in den Häusern des Tierparks.

Zoo Vivarium Darmstadt 04.08.2020
Neue umweltfreundliche Komposttoilette im Zoo Vivarium Darmstadt
Nach dem erfolgreichen ersten Praxiseinsatz anlässlich des Darmstädter Weihnachtsmarktes 2019 nimmt der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) die ressourcenschonende Toilettenanlage auch für seine Einrichtungen, wie den Zoo Vivarium, in Betrieb. Der Darmstädter Tiergarten verfügt seit gut einer Woche über die neue umweltfreundliche Komposttoilette für seine Besucherinnen und Besucher. Die barrierefreie Toilette befindet sich gegenüber der Tapiraußenanlage und wird sehr positiv von den Zoogästen angenommen. Die Komposttoilette verfügt über eine Solarbeleuchtung, ein Urinal aus Edelstahl, einen Hände-Desinfektionsgel-Spender und ist absolut geruchsfrei. Sie benötigt weder Strom-, Wasser- noch Kanalisationsanschluss und schont damit die Umwelt nachhaltig. Zudem werden die gesammelten Ressourcen biologisch behandelt, mit Pflanzenkohle und Grünkompost vermischt und zu einem hochwertigen Produkt veredelt. Mit diesem umweltfreundlichen System bleibt durch die Entstehung von einem wertvollen Bodenverbesserer der natürliche Kreislauf erhalten.

Tierpark Gotha 04.08.2020
Außergewöhnliches Design für neue Toilettenanlage
Neuer Sanitärbereich im Tierpark Gotha ab sofort geöffnet. Es scheint kaum vorstellbar, dass sich hinter dem farbenfrohen Äußeren der neuen Toilettenanlage im Tierpark Gotha lediglich ein schlichter, weißer Toilettencontainer verbirgt. Dank fleißiger Hände und der schicken Beklebung, ausgeführt durch MB Autodesign + Werbung GmbH, ist daraus ein echter Hingucker geworden, der sich schön zwischen die umstehenden Gebäude einfügt. In den letzten Tagen wurde im Eingangsbereich ein Podest ergänzt und nun darf die Toilettenanlage auch genutzt werden. Weitere Toiletten sowie ein Wickeltisch und eine behindertengerechte Toilette befinden sich am südöstlichen Ende des Tierparks, in unmittelbarer Nähe zum Abenteuerspielplatz.

Tiergarten Schönbrunn Wien 04.08.2020
Vierfacher Nachwuchs bei Geparden
Vier auf einen Streich: Im Tiergarten Schönbrunn hat Geparden-Weibchen Afra am 22. Juni Nachwuchs bekommen. Gut geschützt hat sie ihre vier Jungtiere in den vergangenen Wochen in einer Wurfhöhle großgezogen. „Gestern sind die Jungtiere zum ersten Mal noch ganz zaghaft herausgetapst. Nun hüpfen sie schon verspielt durchs Stroh oder auf Mutter Afra herum, die immer ein wachsames Auge auf sie hat“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Durch eine Einsichtscheibe sind die Jungtiere nun mit etwas Glück in einem geschützten Bereich der Außenanlage für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Ein Tipp des Direktors: „In etwa zwei Wochen sind die Jungtiere groß genug, um die gesamte Außenanlage zu erkunden. Dann kann man sie bei ihren Abenteuern noch besser beobachten.“ Das Geschlecht der jungen Geparde ist noch nicht bekannt. Aber jetzt kann das Tierpfleger-Team ein genaues Auge darauf haben. Der Gepard steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Der Verlust von Lebensraum in der afrikanischen Savanne macht der Raubkatze zu schaffen. Zoos züchten Geparde im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Afra stammt aus einer Zuchtstation in Südafrika und lebt bereits seit 2013 im Tiergarten Schönbrunn. Doch zum Nachwuchsglück hat das passende Männchen gefehlt: Im März 2020 kam Ghalib aus dem Zoo Erfurt, der dort bereits Vater von zwei Würfen war. Wie in der Wildbahn ist Ghalib an der Aufzucht nicht beteiligt. Afra ist eine fürsorgliche Geparden-Mama. Revierleiter Andreas Eder: „Bei der Geburt sind Geparde etwa ein halbes Kilogramm schwer. Die ersten drei Monate werden sie gesäugt. Mittlerweile sind die Jungtiere etwa 40 Zentimeter groß. Sie haben schon die ersten Milchzähne. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Afra ihnen zeigt, dass man als Raubkatze Fleisch frisst.“

Zoo Augsburg 03.08.2020
Verlängerte Öffnungszeiten
Wie schon erwähnt hat der Zoo Augsburg extrem mit den Auswirkungen der Corona Pandemie zu kämpfen. Schon jetzt verzeichnen wir einen Einnahmeverlust durch fehlende Besuchereintritte von etwa 1,5 Millionen Euro. Die Hoffnung, dass die Tierhäuser in nächster Zeit geöffnet werden können ist leider in weite Ferne gerückt. Um die Einnahmeverluste etwas zu kompensieren, werden im August die Öffnungszeiten am Donnerstag und Freitag erweitert. Das bedeutet konkret: 06.8. und 07.8. 9 – 20 Uhr (Einlassende 19 Uhr) 13.8. und 14.8. 9 – 20 Uhr (Einlassende 19 Uhr) 20.8. und 21.8. 9 – 20 Uhr (Einlassende 19 Uhr) 27.8. und 28.8. 9 – 20 Uhr (Einlassende 19 Uhr) an den übrigen Tagen schließt der Zoo wie immer im August um 18:30 Uhr (Einlassende 17:30 Uhr) Gleichzeitig werden das Kattaland und die begehbare Vogelvoliere für die Besucher geöffnet. Für beide Anlagen ist hierfür eine Einbahnstraßenregelung festgelegt worden – und für das Kattaland gilt eine MASKENPFLICHT in den Schleusen. Gleichzeitig werden die Eintrittspreise der Einzelkarten ab 6.8. auf das übliche Niveau angepasst.

Zoo Zürich 03.08.2020
Schneeleopard Villy im Zoo Zürich. ABSCHIED VON SCHNEELEOPARD VILLY
Im Zoo Zürich ist der betagte Schneeleopard Villy gestorben. Das 17-jährige Männchen litt an Altersgebrechen. Der Zoo Zürich musste heute Montag, 3. August 2020, das Schneeleopardenmännchen Villy einschläfern. Villy litt seit längerer Zeit an Altersgebrechen, die seine Lebensqualität zunehmend beeinträchtigten, namentlich Nierenversagen und Arthrose. Beide Erkrankungen sind typisch für alte Katzen. In den letzten Tagen verschlechterte sich Villys Gesundheitszustand nun trotz tiermedizinischer Betreuung dermassen, dass beschlossen wurde, ihn von seinem Leiden zu erlösen und zu euthanasieren. Mit 17 Jahren war Villy eines der ältesten der derzeit lebenden Männchen in Zoos. Villy kam am 7. Mai 2003 im Zoo von Tallinn (Estland) zur Welt. In den Zoo Zürich kam er drei Jahre später, im Dezember 2006. Mit seiner langjährigen Partnerin Dshamilja (2019 im Alter von knapp 19 Jahren verstorben) hatte er im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms fünf Jungtiere im Zoo Zürich. Diese leben heute in anderen Zoos in Europa und den USA. Villy war ein freundlicher Kater, der von Dshamilja auch zur Geburtszeit und während der Jungenaufzucht nie abgetrennt werden musste. Normalerweise sind Schneeleoparden eher einzelgängerisch unterwegs. Im Zoo Zürich leben nun noch die beiden zweijährigen Schneeleoparden Shahrukh und Saida, wobei Saida eine Enkelin von Villy und Dshamilja ist. Die beiden Tiere kamen Ende 2019 und Anfang 2020 aus zwei Zoos in England nach Zürich. Schneeleoparden erreichen mit zwei bis drei Jahren die Geschlechtsreife, Männchen manchmal auch erst vierjährig. Wann die beiden ein erstes Mal Nachwuchs haben, ist entsprechend offen. In der Natur gefährdet Schneeleoparden sind in ihrem natürlichen Lebensraum im zentralasiatischen Hochgebirge gefährdet. Die Bestände wildlebender Tiere nehmen ab. Der Grund dafür ist zum einen die illegale Jagd auf die Tiere wegen ihres Fells und der Knochen. Zum anderen findet der Schneeleopard immer weniger Futter, weil der Mensch auch seine Beutetiere bejagt und deren Bestände dezimiert.

Tierpark Chemnitz 03.08.2020
Neue Vogelpärchen ziehen in den Tierpark und das Wildgatter
Ein Pärchen Rotschnabeltukane ist Ende Juni in den Tierpark Chemnitz gezogen. Die erste Zeit verbrachten die beiden Tiere hinter den Kulissen im Papageienhaus, um sich einzugewöhnen. Seit letzter Woche sind sie auch für die Besucher zu sehen. Rotschnabeltukane kommen in den tropischen Wäldern Südamerikas vor. Dort sind sie reine Baumbewohner. Das monogame Paar bebrütet in Baumhöhlen abwechselnd zwei bis drei Eier. Die Brutzeit dauert ca. 15 Tage, mit etwa 50 Tagen sind die Jungvögel ausgeflogen. Durch Lebensraumzerstörung aber auch Bejagung gilt der Bestand in der Wildbahn als gefährdet. Tukane gehören zu den Spechtvögeln. Das erkennt man ganz deutlich am Aufbau der Füße, an denen zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten gerichteten sind. So sehen z.B. auch die Füße der einheimischen Buntspechte aus. Das auffälligste Merkmal der Tukane ist allerdings ihr enormer Schnabel. Obwohl dieser schwer wirkt, ist er eher leichtgewichtig. Er dient den Vögeln unter anderem zur Kontrolle des Wärmehaushaltes. Im Unterschied zu den wesentlich bekannteren Riesentukanen ist der Schnabel bei den Rotschnabeltukanen wesentlich bunter gefärbt. Der Tierpark Chemnitz ist mit dieser beeindruckenden Vogelart sicherlich um eine tierische Attraktion reicher, denn diese Unterart des Weißbrusttukans wird nur ganz selten in Zoos gehalten. Auch das Wildgatter Oberrabenstein vermeldet geflügelten Zuwachs: Seit einer Woche lebt ein Zwergadler-Weibchen in der ehemaligen Mäusebussard-Voliere. Ein weiteres Tier soll noch folgen. Die Voliere wurde durch einen Sturmschaden schwer beschädigt und musste erst wieder aufgebaut werden. Während dieser Zeit stand sie leer. Die kleinste europäische Adler-Art wird deutschlandweit in keiner weiteren zoologischen Einrichtung gezeigt. Diese kleinen, etwa bussardgroßen Adler werden wegen ihrer Federn, die die Beine fast vollständig bedecken, im Englischen und Französischen „gestiefelter Adler“ genannt. Je nach Verbreitungsgebiet sind Zwergadler ausgeprägte Zugvögel. So ziehen die in Westeuropa beheimateten Zwergadler im September nach Afrika südlich der Sahara. Die osteuropäischen Brutvögel überwintern in Indien. In wärmeren Verbreitungsgebieten gibt es auch ganzjährige Vorkommen.

Zoo Hannover 03.08.2020
Alles Gute, lieber Max! Schimpansen-Senior feiert 56. Geburtstag im Erlebnis-Zoo
Eigentlich lässt es Schimpanse Max inzwischen eher ruhig angehen. Darf er auch, schließlich ist er das älteste Tier im Erlebnis-Zoo Hannover. Heute war dann aber doch ein aufregender Tag für den Schimpansen-Senior: Max feierte seinen 56. Geburtstag! Und dafür stand der inzwischen ziemlich angegraute Primat sogar ausnahmsweise früh auf. Denn auf der großen Außenanlage von Afi Mountain eine affenstarke Überraschung auf ihn: Futtermeister Thomas Severitt hat für den beliebten Zoo-Bewohner eine Reistorte „gebacken“ und kunstvoll dekoriert mit süßen Erdbeeren und Pflaumen, saftiger Ananas und Kiwi, gebettet auf roten Frühlingszwiebeln und Salat und garniert mit süßem Honig und Streuseln. Nach der ersten großen Freude und Aufregung, setzte sich Max vor seine Reistorte und naschte genüsslich Erdbeeren und Pflaumen– sehr zur Freude des Zoo-Teams, das gespannt zuschaute. Als dann die Schimpansen-Weibchen Chunya und Victoria dazukamen, war es um die Ruhe geschehen. Kurzerhand nahm die freche Victoria die Torte in die Hände und machte sich mit ihr davon – ein Tortendiebstahl an Max‘ Ehrentag! „Wie im letzten Jahr“, schmunzelte das Zoo-Team. Die Schimpansen-Weibchen teilten schließlich aber doch noch den Rest des Kuchens mit dem Geburtstagskind. Bis auf den letzten Krümel Reis war alles in Windeseile verputzt. Sogar die Salatblätter, auf denen die Torte präsentiert wurde, sammelte Victoria noch ein. „So soll eine gute Feier doch sein“, freute sich das Zoo-Team. „Die Torte und das Buffet leer, die Gäste und Max satt und zufrieden.“ Hohes Alter Grund zum Feiern gibt es allemal, ist es doch nicht selbstverständlich, dass der 56. Geburtstag eines Schimpansen gefeiert werden kann. In der Wildnis erreichen sie gerade einmal ein Alter von maximal 40 Jahren. In Zoos können die beeindruckenden Primaten bis zu 50 Jahre alt werden. Dank der guten und aufmerksamen Pflege seiner Tierpfleger ist Max in seinem hohen Alter noch fit und gesund. Ihm werden auch bestimmte Privilegien eingeräumt: Max darf morgens so lange schlafen wie er mag und wird mit besonders leckerem Futter und Getränken verwöhnt. Ein toller Kerl „Max ist eine echte Persönlichkeit!“, da ist sich das ganze Team vom Erlebnis-Zoo einig. Ein sehr intelligenter Affe, menschenbezogen und neugierig. Viele Besucher kennen den Schimpansen-Senior seit Jahren und haben ihn in ihr Herz geschlossen. Er trug lange Jahre die Verantwortung als Clan-Chef der Schimpansen, übergab seine Rolle mit zunehmendem Alter aber an den jüngeren Toto. Oft sitzt er an seinem Lieblingsplatz direkt vor den Scheiben, genießt die Sonne oder interagiert mit den Besuchern. Zu seinen Pflegern hat Max eine enge, vertrauensvolle Beziehung. Er macht gerne auf sich aufmerksam, ist ein guter „Zuhörer“ und bekommt im Alter noch mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge. Hintergrund Max kam 1966 im Alter von zwei Jahren nach Hannover, als der Zoo noch von der Tierhandlung Ruhe geführt wurde. Damals war es üblich, dass Tiere aus der freien Wildbahn in Zoos kamen. Ein genaues Geburtsdatum kennen die Pfleger daher nicht von Max. Sie einigten sich irgendwann auf den 3. August. Stark gefährdet Schimpansen stehen als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Wie auch andere Primatenarten werden sie in einigen Regionen Afrikas gejagt. Als sogenanntes Bushmeat wird ihr Fleisch auf den lokalen Märkten verkauft. Oft erlegen Wilderer dabei auch Weibchen mit Jungtieren. Der Nachwuchs wird als Haustier verkauft.

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