Portrait: Gangesdelfin

Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Wale (Cetacea)
Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
Familie: Gangesdelfine (Platanistidae)
Gattung: Platanista
Art: Gangesdelfin  (Platanista gangetica)
Gangesdelfin

Gangesdelfin

Der Gangesdelfin wird maximal 2,6 Meter lang und kann ein Gewicht von über 108 kg erreichen. Weibchen sind größer und haben eine längere Schnauze. Das Kopfprofil ist durch die auffällige Melone steil und abgerundet. Auf der Melone findet sich ein länglicher, unebener Kamm, an dessen hinteren Endes das längliche, schlitzartige Blasloch liegt. Die über den Mundwinkeln liegenden Augen sind kaum entwickelt und winzig. Die Schnauze ist abgeflacht, gavialartig lang und sehr schlank. Der vordere, knollenartig verdickte Teil ist mit zahlreichen, länglichen und scharfen Zähnen besetzt, die auch bei geschlossenem Maul sichtbar bleiben. Das Genick der Tiere ist für Wale ungewöhnlich flexibel und beweglich. Der Rücken ist flach und breit. Auf dessen hinterem Abschnitt liegt die flache, dreieckige Finne, die in einem niedrigen Grat endet, der sich bis auf die breite Fluke erstreckt. Die Fluke ist hinten konkav und hat lange, spitze Enden. Die Flipper sind breit und paddelartig. Ihre Hinterkanten sind flach oder gewellt, so dass ein fingerartiger Eindruck entsteht.
Gangesdelfine sind olivgelb, olivbraun, graubraun oder graublau gefärbt. Die Bauchseite ist heller, oft rosig. Jungtiere sind einheitlich grau gefärbt.

Die Tiere ernähren sich von Fischen und Garnelen.

Der Gangesdelfin lebt in kleinen Gruppen, allein oder paarweise. Er schwimmt normalerweise langsam und springt selten. Sprünge sind jedoch durch das laute Platschen auffällig. Die Fluke ist dabei nur selten sichtbar. Tauchgänge dauern zwischen 30 Sekunden und mehrere Minuten.

Weibchen werden mit einer Länge von zwei Meter geschlechtsreif, Männchen bei 1,7 Meter Länge. Die Tragzeit beträgt etwa ein Jahr. Neugeborene sind 65 bis 90 cm lang und wiegen etwa 6,5 kg. Sie nehmen schon im Alter von einem bis zwei Monaten feste Nahrung zu sich, werden aber erst im Alter von fast einem Jahr entwöhnt.

Der Indusdelfin wurde ursprünglich dem Gangesdelfin als Unterart zugerechnet, der sich äußerlich nicht vom Gangesdelfin unterscheidet. Heute wird er jedoch in der Datenbank Mammal Species of the World als eigenständige Art geführt.

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