Heinrich Dathe: Lebenserinnerungen eines leidenschaftlichen Tiergärtners (Rezension)

Heinrich Dathe, der langjährige Direktor des Berliner Tierparks, hat viel in seinem Leben geschrieben, nur für eine Biographie fand er nie die Zeit. Irgendwann fing er damit an, zu spät, wie man meinen mag und dann ereilte ihn der Tod bevor er sein Werk vollenden konnte.
Heinrich Dathe starb am 6. Januar 1991, seine Lebenserinnerungen eines leidenschaftlichen Tiergärtners erschienen anlässlich seines 100. Geburtstag, mit Vorwörtern seiner Kinder und dem damaligen Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz
Ich hätte mir mehr über die Zeit während und nach dem Tierparks gewünscht, aber davon berichten die Lebenserinnerungen wenig.
Allerdings ist das Buch auch so interessant und kurzweilig zu lesen, obwohl ich zugeben muss, dass ich mit einigen Worten nichts anfangen konnte, bzw, ich die Bedeutung erst später erahnen konnte.
In seinen Lebenserinnerungen beschreibt Dathe ausführlich seine Kindheit und die Anfänge seiner beruflichen Laufbahn. Er berichtet von seinem Studium, seinen ersten Jahren als Mitarbeiter im Zoo Leipzig, seinem Kriegsdienst und der Kriegsgefangenschaft. Dathe beschreibt wie er nach dem Krieg wieder in Leipzig anfing und letztendlich den Posten des Tierparkdirektors in Berlin annahm.
Unterhaltsame Anekdoten rund um sein Leben (mit und ohne Tierbeteiligung), historische Zeichnungen und Fotografien, sowie einige ausgewählte (an anderer Stelle bereits veröffentlichten) Geschichten rund um den Tierpark, bereichern die Lebenserinnerungen.
Einiges erfährt der Leser über die Entstehung des Berliner Tierparks, aber der Tierpark bildet nicht der Hauptteil des Buches.
Trotzdem erfährt man einiges aus dem Mund einer bekannten und interessanten Persönlichkeit, so dass auch der Nichtberliner Tierparkfreund seine Freude am Lesen haben wird.

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