Ein Wochenende in der Schwäbischen Alb – Tag 1

Am Wochenende „entführte“ uns meine Schwester auf einen Wochenendausflug in die Schwäbische Alb. Die Ziele waren uns unbekannt, es war eine wirklich nette Überraschung und der erste Familienausflug seit langem (es könnten durchaus Jahrzehnte sein …).
Nachdem die Schwäbische Alb zoomäßig nicht viel zu bieten hat (jedenfalls meines Wissens nach, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren) waren unsere Ziele eher im Bereich der Schlösser, Höhlen und Türme zu suchen, aber davon hat die Schwäbische Alb ja so einige.
Die Schwäbische Alb, früher auch Schwäbischer Jura oder Schwabenalb genannt, ist ein Mittelgebirge in Süddeutschland, mit einem kleinen Teil in der Schweiz. Sie ist etwa 200 bis 220 km lang, 20 bis 40 km breit, inklusive des kleinen Schweizer Anteils 5887,35 km² groß und bis 1015,7 m ü. NHN hoch. Das Gebirge besteht aus mesozoischem Kalkstein aus der Zeit des Jura und gilt als eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete in Deutschland.
Neben dem Schwarzwald und dem Bodensee gilt die Schwäbische Alb als eine der touristischen Hauptattraktionen im Südwesten Deutschlands. Bedeutend ist sie vor allem als Wander-, Kletter- und Wintersportregion. Bekannt ist sie auch aufgrund ihrer erdgeschichtlichen Besonderheiten; durch die lange menschliche Besiedlungsgeschichte seit der Steinzeit mit zahlreichen materiellen und konstruktiven Hinterlassenschaften aus allen Epochen zeichnet sie sich als Region mit reichem kulturellem Erbe aus.
Wandern, Klettern und Wintersport ist nicht so meins (wobei Wintersport im Sommer in Deutschland eher nicht praktiziert wird).
Die Schwäbische Alb liegt großteils in Baden-Württemberg, zieht aber mit ihren Nordost-Ausläufern auch nach Bayern und mit den Südwestausläufern in die Schweiz mit den Kantonen Aargau und Schaffhausen. Die Alb ist eine durch Erosionseinflüsse zerteilte Hochebene, die nach Nordwesten durch einen sehr markanten Steilabfall begrenzt wird, nach Südosten hingegen sanft abdacht und dort größtenteils jenseits des oberen Donautals ins Alpenvorland übergeht.
Unser Ziel war Reutlingen, aber das wussten wir am Morgen noch nicht, als wir uns bereits kurz nach acht auf den Weg machten… gespannt auf das was kommen mochte. Und es war nicht gerade wenig, weshalb ich aus einem geplanten Beitrag zwei gemacht habe um diesen Beitrag nicht zu überfrachten (sowohl mit Text als auch mit Bildern), denn wie gesagt, die Schwäbische Alb hat viel zu bieten und bisher habe ich sie auf meinen Reisen eher vernachlässigt, da sie an Zoos wenig interessant ist (aber dafür landschaftlich und kulturell um so mehr). Aber das wird sich ändern.
Für den Naturfreund (der auch Tiere in freier Natur beobachten möchte) bietet die Schwäbische Alb so einiges.
Der Naturpark Obere Donau, der Geopark Schwäbische Alb und das Biosphärengebiet Schwwäbische Alb umfassen Teile des Mittelgebirges und des Umlands. Wie bereits geschrieben … die Schwäbische Alb ist touristisch zum einen sehr interessant und wird auch attraktiv gestaltet.

Blick vom Schönbergturm

Schönbergturm

Unser erstes Ziel war Pfullingen, bzw. der Schönbergturm bei Pfullingen, der schon von weitem gut erkennbar ist.
Der Schönbergturm ist ein 26,4 Meter hoher Aussichtsturm, der 1905 von dem seinerzeit an der TH Stuttgart tätigen Professor Theodor Fischer auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg erbaut wurde. Er gilt als Wahrzeichen von Pfullingen. Der Turm steht auf dem Schönberg (ursprünglich Schemberg), einem 793 Meter hohen Berg am Albtrauf, der zwei Kilometer südlich von Pfullingen den Ausgang des Echaztals überragt. Wegen seiner Form und Farbe wird der Turm im Volksmund auch Pfullinger Unterhose, „Onderhos“ genannt. Der Schönberg bildet auf seinem Gipfel ein fast ebenes Plateau, an dessen Ostspitze der Turm steht.
Bauherr des Schönbergturms war der Schwäbische Albverein. 1893 gab es erste Bestrebungen, auf dem Schönberg einen Turm zu bauen, zur Ausführung kam dann 1905 der Entwurf von Theodor Fischer, der auch die Pfullinger Hallen geplant hat. Die Baugenehmigung wurde am 28. Juni 1905 durch das Oberamt Reutlingen erteilt, der Bau von August bis November desselben Jahres durch die Stuttgarter Baufirma Luipold und Schneider durchgeführt. Am 25. März 1906 fand die Einweihungsfeier statt. Die Errichtung des Turms hatte 17.000 Mark (nach heutigen Maßstäben etwa 200.000 Euro) gekostet und wurde hauptsächlich durch den Pfullinger Mäzen Louis Laiblin finanziert.
Der in Eisenbeton ausgeführte Turm ist inklusive Fundament 28 Meter hoch und besteht aus zwei achteckigen Turmschäften mit je einer Treppe für Auf- und Abstieg, die oben durch die 8,5 Meter breite Galerie sowie unten durch den Eingangsbereich verbunden sind. Die Dächer über der Aussichtsplattform und über dem Eingangsbereich wurden ursprünglich mit Holzschindeln ausgeführt. Erst im November 1949 wurden sie durch Kupferdächer ersetzt, die mittlerweile nicht mehr kupferrot, sondern mit grüner Patina überzogen sind.
2006 wurde der Schönbergturm anlässlich seines 100. Geburtstages in eine riesige „Unterhose“ gehüllt. Vom 2. bis zum 29. Juli trug der Turm das riesige „Kleidungsstück“ und wurde nachts beleuchtet.
Der Turm ist ständig geöffnet. Von der Aussichtsplattform, die über 108 Stufen erreicht werden kann, hat man einen sehr guten Ausblick über das Albvorland und Schönbuch.

Eingang zur Nebelhöhle

Nächstes Ziel: Die Nebelhöhle.
Wanderfreunde können problemlos verschiedene Ziele der Schwäbischen Alb erwandern, Wanderwege gibt es zahlreiche, aber wer weniger zu Fuß unterwegs sein möchte, unter Zeitdruck steht oder einfach kein Wanderfan ist, kann viele Ziele auch mit dem Auto erreichen.
Die Nebelhöhle ist eine Tropfsteinhöhle und meines Wissens (oder meiner Erinnerung nach) eine der größten begehbaren, die ich bisher befahren habe (um im Bergmannsjargon zu bleiben).
Die Nebelhöhle liegt im Weißen Jura delta unter einer Kuppe in der Nähe des Albtraufs. Die derzeit bekannte Gesamtlänge ist 813 Meter, wovon 450 Meter für Besucher erschlossen sind. Die Sohle der Höhle liegt in etwa 780 m ü. NN.
Die Nebelhöhle weist beeindruckend große Gangquerschnitte auf. Es handelt sich um eine sehr alte Höhle, was daran ersichtlich ist, dass die Trockentäler der Umgebung tiefer als die Höhle liegen. In den niedrigen Höhlenteilen bemerkt man zahlreiche Deckenkolke. Weiter sind angewitterte Wände mit kreidiger Oberfläche (bis einen Zentimeter tief) zu sehen. In einigen Hallen trifft man gewaltige Versturzblöcke an. Besonders eindrucksvoll ist ein riesiger Block über dem Gang. In der Hallenmitte reihen sich trichterartige Vertiefungen aneinander.

Nebelhöhle

Die Nebelhöhle weist vor allem prächtige Bodentropfsteine auf, insbesondere die zweite Halle, zu der man durch einen regelrechten Tropfsteinwald gelangt, wobei ein mannshoher Tropfstein mitten im Weg steht. Unterhalb von Kaminen findet man vereinzelt Sinterkaskaden.
Die Nebelhöhle wurde schon in frühen Jahrhunderten häufig und regelmäßig besucht. Der erste Höhlenführer erschien bereits 1715 im Druck und spricht von beinahe täglichen Besuchen, vor allem im Sommer.
Heute zählt die Nebelhöhle mit etwa 45.000 Besuchern jährlich etwa halb so viele Gäste wie die benachbarte Karls- und Bärenhöhle. Meine Schwester meinte jedoch, dass die Nebelhöhle die interessantere der beiden Höhlen wäre, weshalb wir die Bärenhöhle auch nicht besucht haben (was aber irgendwann nachgeholt wird … ohne Mutter und Schwester).
Der Vorteil der Höhle: Man kann sie alleine erforschen
Der Nachteil der Höhle: Es gibt nur Sonderführungen an bestimmten Tagen, regelmäßige Führungen gibt es nicht.
Und so muss man sich im Vorfeld erkundigen, oder einfach nur über das gesehene Staunen, denn natürlich gibt es Tropfsteine in allen möglichen Größen und Formen, inklusive eines abgesägten Tropfsteins (der an anderer Stelle Verwendung findet, was man allerdings nicht weiß, wenn man einfach nur vor dem abgesägten Rest steht). Auch die Ulrichhöhle ist nur wirklich sehenswert, wenn man die Geschichte kennt, die dahinter steckt. Denn die Höhle selbst ist eher unspektakulär und der Weg dorthin beschwerlich.

Schloss Lichtenstein

Unser nächstes Ziel war danach Schloss Lichtenstein, ein Märchenschloss wie es im Buche steht und tatsächlich ist es nichts anderes…
An der Stelle des heutigen Schlosses wurde um 1390 die Burg Lichtenstein errichtet, nachdem die in der Nachbarschaft liegende Vorgängerburg Alt-Lichtenstein 1381 im Schwäbischen Städtekrieg zerstört und danach aufgegeben worden war. Die neue Burg Lichtenstein galt als eine der wehrhaftesten des Spätmittelalters. Bemerkenswert sind die frühen Kasematten auf der Südseite mit Schartenformen für Feuerwaffen.
Mit der Zeit schwand die strategische Bedeutung, und 1567 verlor sie ihren Status als Herzogssitz. Sie wurde nun als Forsthaus genutzt. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das Gebäude als Teil der Pfandschaft Achalm von der Tiroler Linie des Hauses Habsburg in Besitz genommen. In der Folgezeit verfiel die Anlage allmählich.
Der letzte Lichtensteiner fiel 1687 im Kampf gegen die Türken. Da keine weiteren Nachfolger bekannt sind, gelten sie seither als ausgestorben. Noch heute ist im Rittersaal des neuen Schlosses Lichtenstein an der Wand das ursprüngliche Wappen der Lichtensteiner dargestellt, der goldene Engelsflügel auf blauem Grund.
1802 wurden Teile der Burgruine abgetragen und auf Geheiß von Herzog Friedrich II., dem späteren König Friedrich I. von Württemberg, ein fürstliches Forst- und Jagdhaus errichtet. Der Rest der Burgruine wurde dabei als Unterbau für das Forsthaus genutzt.
Im 19. Jahrhundert entstand im Zuge der Romantik ein großes Interesse am mittelalterlichen Rittertum. Wilhelm Hauff veröffentlichte 1826 seinen Roman Lichtenstein, der auf die spätmittelalterliche Burg Lichtenstein Bezug nimmt. In diesem Roman wurde ein Stück württembergische Landesgeschichte popularisiert. Im Mittelpunkt der Erzählung steht u. a. der geächtete Herzog Ulrich, der 1519 vom Schwäbischen Bund aus Württemberg vertrieben wurde und zeitweilig auf dem Lichtenstein und in der benachbarten Nebelhöhle Zuflucht gefunden haben soll.
Wilhelm Graf von Württemberg (späterer Herzog von Urach), ein Vetter des Königs, interessierte sich sehr für mittelalterliche Geschichte und historische Bau- und Kunstdenkmäler. Er war von Hauffs Roman begeistert und entschloss sich zum Ankauf des Lichtenstein, nachdem er schon länger eine Burgruine auf der Schwäbischen Alb zum Wiederaufbau als Sommersitz gesucht hatte. Das zu dieser Zeit dort befindliche Forsthaus wurde 1837 von Graf Wilhelm nach Verhandlungen mit dem Uracher Oberförster Philipp Freiherr von Hügel und dessen Nachfolger Friedrich von Mandelsloh erworben. Der Graf, ein leidenschaftlicher Sammler von Waffen, Rüstungen und Gemälden, benötigte einen Aufbewahrungsort für seine Kunstgegenstände und wünschte sich dafür eine möglichst authentische Ritterburg. Nach dem Abbruch des Forst- und Jagdhauses wurde das Schloss zwischen 1840 und 1842 nach den Plänen Carl Alexander Heideloffs, unter der späteren Bauleitung von Johann Georg Rupp (1797–1883) gebaut. An der Ausstattung des Schlosses waren zudem neben Georg Eberlein der Bildhauer Ernst Machold, der Reutlinger Glasmaler Friedrich Pfort und weitere Schüler Heideloffs beteiligt. Neben dem auf steilem Felsturm über den mittelalterlichen Mauern errichteten Kernschloss entstand eine weitläufige Vorburg mit Eckbastionen und Geschütztürmen, welche zwei ältere Wirtschaftsgebäude einschloss, die umgebaut wurden. Das neugotische Lichtenstein ist eine der ersten historistischen Schlossanlagen in Südwestdeutschland, die man auf Grund ihrer Einbettung als Staffage in die Alblandschaft und ihrer qualitätsvollen Architektur und Innenausstattung zu den besten Schöpfungen des romantischen Historismus in Deutschland rechnen darf.
Der Schlossneubau entsprach den im 19. Jahrhundert gängigen, romantisierenden Vorstellungen über mittelalterliche Ritterburgen und kann dem Architekturstil der Neugotik zugeordnet werden. Graf Wilhelm suchte damit ein patriotisches Denkmal für das Haus Württemberg zu schaffen, was sich vor allem in der reichen, hochqualitativen neugotischen Innenausstattung mit Malereien von Georg Eberlein zeigt. Nach der Revolution von 1848/49 ließ der 1867 zum Herzog von Urach erhobene Graf Wilhelm, der passionierter Artillerieoffizier war, nach eigenen Entwürfen die Vorburgbefestigungen ausbauen. Im Zentrum entstand eine dem damaligen deutschen Festungsbau entsprechende Kaponniere mit vorgelagertem Außenwerk, wie sie ähnlich die Bundesfestung Ulm in weitaus größerem Maßstab zeigt. Um die Vorburgmauer wurde ein Graben gezogen. Der Graf suchte damit sein Schloss und die darin befindlichen Kunstschätze gegen befürchtete Überfälle zu sichern. In den Bastionen und hinter den Mauern waren Kanonen aufgestellt. Gleichzeitig suchte Graf Wilhelm hier quasi modellhaft die Entwicklung des Festungsbaus von der Renaissance bis in seine eigene Zeit vorzuführen.
1899–1900 entstand in der Vorburg der sog. Gerobau und schließlich 1907/08 der Fürstenbau, die sich stilistisch in die historistische Anlage einordnen.
Das Innere des Schlosses kann man im Rahmen einer halbstündigen Führung begutachten. Und das sollte man auch tun, denn es gibt einiges zu sehen. Allerdings vielleicht nicht während der Ferien und am Wochenende… wir mussten über eine Stunde auf unsere Führung warten, aber wir haben die Zeit genutzt und haben es uns im Biergarten im Alten Forsthaus gemütlich gemacht.
Nach der Führung (bei der wir unter anderem auch erfuhren woher die Ulrichhöhle in der Nebelhöhle ihren Namen hat) sahen wir uns das Schloss und die Umgebung genauer an. Das Schloß an sich ist zwar nicht groß, aber aus der Ferne und im Inneren durchaus als beeindruckend zu betrachten.

Das Schloss war auch der letzte Programmpunkt. Dann fuhren wir nach Reutlingen, wo sich unser Hotel befand: Das City Hotel Fortuna. Vier Sterne und ganz nett, aber … einige unserer IBIS-HOTELS können da durchaus mithalten. Allerdings hat das Hotel einen kleinen Bonus, aber darauf gehe ich im nächsten Beitrag ein, ich würde ja sonst zu weit vorgreifen … auch wenn das Wochenende bereits Geschichte ist.

Spreuerhofstraße, Reutlingen

Reutlingen… Reutlingen ist die neuntgrößte Stadt Baden-Württembergs. 17,5 Prozent der Gemarkung Reutlingens gehören zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb, weshalb sich die Stadt auch als das „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet.
Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Stadtgebiet (Reutlingen-Mittelstadt) stammen aus der Spätsteinzeit. Archäologische Funde auf der Achalm, einem dem Albtrauf vorgelagerten Zeugenberg, wo seit den 1970er Jahren gegraben wird, deuten auf eine dauerhafte Besiedelung in vorrömischer Zeit hin. Ausgrabungen beim „Rappenplatz“ am Südhang des Berges ergaben, dass dort insbesondere während der späten Urnenfelderzeit (10./9. Jh. v. Chr.) sowie in keltischer Zeit (zwischen dem 6. und 4. Jh. v. Chr.) gesiedelt wurde. Funde keltischer Gräber im Stadtgebiet (Bereich Seestraße und Nikolaikirche) bestätigen die jüngere Siedlungsperiode. Ausgrabungen in Betzingen und Sickenhausen bezeugen die Anwesenheit der Römer zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert n. Chr. Darüber hinaus fand man Spuren – vor allem Gräber – aus der Bronzezeit in Gönningen und aus der Hallstattzeit in Betzingen, Rommelsbach und Ohmenhausen.
Zur Stadterhebung Reutlingens sind keine zeitgenössischen Quellen erhalten. Stattdessen stehen nur spätere und teils widersprüchliche Chroniken zur Verfügung. Aus diesem Grunde ist lediglich gesichert, dass Reutlingen spätestens um 1240 zur Reichsstadt erhoben wurde.
Reutlingen hat einige sehr interessante Gebäude zu bieten, darunter zahlreiche Fachwerkhäuser (u. a. das Heimatmuseum mit Garten für Betagte oder das Naturkundemuseum) und einige Kirchen (die allerdings während unseres Besuchs, bzw. dem Schlendern durch Reutlingen vor dem Essen, nicht mehr geöffnet hatten).
Der Zunftbrunnen zeigt Miniaturskulpturen der 12 ehemaligen Zünfte der Stadt Reutlingen, gestaltet von Bonifatius Stirnberg 1983.

Stadtmauer Reutlingen

Die Spreuerhofstraße ist laut dem Guinnessbuch der Rekorde seit 2007 die engste Straße der Welt. Sie ist im Durchschnitt nur zirka 40 Zentimeter breit, an der engsten Stelle 31 Zentimeter schmal. Die Gasse entstand nach dem Stadtbrand von 1726. Der Spreuerhof war ursprünglich ein Getreidelager für das Reutlinger Spital.

Gegessen haben wir im Barfüßer Brauhaus in Reutlingen. Der Vorteil der Gaststätte war die Nähe zum Hotel. Das Essen war lecker, das Bier auch … nur … ein kleines Manko gab es: Wer Bauernfladen bestellt, bekommt diese als erster, während die anderen noch länger auf ihr Essen warten dürfen. Das konnten wir an mehreren Tischen beobachten, allerdings weiß ich nicht, ob das nur an diesem Tag der Fall war 8aus welchen Gründen auch immer) oder ob das normal war.
Was die geschmackliche Seite der Bauernfladen angeht so gibt es auch unterschiedliche Meinungen … mir hat er geschmeckt.

Den Abend konnten wir auf der Hotelterrasse ausklingen lassen. Dabei gab es eine kleine witzige Anekdote … die vermutlich nur für NICHtwürttemberger und Weinbanausen lustig ist. Auf der Karte des Hotels fand sich ein Rotwein … ein Haberschlachter, allein der Name ist schon lustig, auch unser Kellner musste bei dem Namen lachen (noch niemand hat jemand bei ihm diesen Wein bestellt und er kannte das Wort auch nicht, aber er war auch kein Einheimischer).
Haberschlacht ist ein Dorf (in Baden-Württemberg) das seit 1072 zu Brackenheim gehört. Es liegt am Südrand des Heuchelbergs.
Die Entstehung von Haberschlacht ist weitgehend unbekannt. Es wird angenommen, dass Haberschlacht im Zuge der Intensivierung des Weinbaus im Neckarland vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Der Ort wurde 1229 erstmals urkundlich erwähnt.
Ich habe den Wein nicht probiert (mir war eher nach Weißwein), aber meiner Schwester hat er geschmeckt.

Nebelhöhle
Schloss Lichtenstein
Reutlingen

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