Portrait: Bahamasternkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Mellisugini
Gattung: Calliphlox
Art: Bahamasternkolibri(Calliphlox evelynae)

Bahamasternkolibri (John Gould)

Der Bahamasternkolibri erreicht eine Körperlänge von 7,8 bis 8,2 cm bei einem Gewicht von 2,5 bis 3,3 gr. Die Männchen haben einen leicht gebogenen Schnabel. Der Rücken schimmert grün. Hinter dem Auge liegt ein kleiner weißer Fleck. Kinn und Kehle glitzern violett, die Brust ist weiß. Der rötlichbraune Bauch hat grünliche Beimischungen. Die hinteren Flanken sind rötlichbraun. Beim stark gegabelten Schwanz sind die äußeren Steuerfedern grün, der Rest mit teils zimtfarbenen Innenfahnen. Im Schlichtkleid wird die Färbung der Kehle durch ein blasses Grau ersetzt. Die Weibchen besitzen eine dumpf grüne Oberseite und ebenfalls einen weißen postokularen Fleck. Kinn und Kehle sind hellgrau mit kleinen grünen Flecken. Die Brust ist weißlich, der Bauch rötlichbraun. Der Schwanz ist im Gegensatz zum Männchen abgerundet, wobei die zentralen Steuerfedern grün, die anderen zimtfarben mit einem breiten schwarzen subterminalen Band sind. Juvenile Männchen haben enge hell gelbbraune Flecken auf der Oberseite, eine hellgraue bis dunkel zimtfarbene Kehle mit Linien und dunklen Flecken und oft magentafarbene Flecken. Beim gegabelten Schwanz sind die äußeren Steuerfedern etwas länger, überwiegen schwärzlich nur wenig Zimtfarbe an der Basis, sowie kleinere zimtfarbene Flecken. Junge Weibchen haben ebenfalls helle gelbbraune bis graue Flecken auf der Unterseite, hellere zimtfarbene Seiten ohne grüne Flecken, sowie einen helleren zimtfarbenen Schwanz.

Die Vögel sammeln Nektar an blühenden Büschen, Reben und Bäumen. Dabei ist es egal, ob dies einheimische oder eingeführte Pflanzenarten sind. Zu den Nektarquellen gehören Russelia, Löwenohren, Prunkwinden, Euphorbia fulgens, Pedilanthus, Duranta, Wandelröschen, Stachytarpheta, Ernodes, Dicliptera, Kordien und Bauhinien. Die Insekten jagen sie im Flug. Die Männchen verteidigen ihr Revier aggressiv. Sie werden generell als Standvögel betrachtet, doch gab es auch Berichte über einzelne Exemplare in den USA oder auf Kuba.

Der Ruf besteht aus einem rhythmischen prititidi, prititidi, prititidi und gelegentlich aus einem schrillen tit, titit, tit, titi, welches oft durch Erhöhung der Geschwindigkeit in ein Rasseln übergeht.

Die Art kommt praktisch in allen Lebensräumen der Bahamas und der Turks- und Caicosinseln vor. Das Habitat reicht von den Küstengebieten über Kiefernwälder bis hin zu Gärten und Parkanlagen.

Die Vögel brüten das ganze Jahr über, doch ist die Hauptbrutsaison von Januar bis April. Dabei bauen sie ein kleines, kelchförmiges Nest aus Pflanzenfasern und Spinnweben, das sie mit baumwollähnlichen Materialien ausschmücken. Die Außenseite wird mit kleinen Baumrindestücken dekoriert. Das Nest bauen sie in den Verästelungen kleiner Zweige oder am Ende der Zweige in Höhen zwischen einem und sieben Metern. Über die Nistbäume existieren nur wenige Beobachtungen: ein Nest wurde in einer Kasuarine entdeckt. Das Gelege enthält zwei Eier; die Brutzeit dauert 15 bis 16 Tage. Die Küken sind schwarz mit grauem Rücken. Die Nestlingszeit beträgt 20 bis 24 Tage und die Jungtiere bleiben weitere 20 bis 30 Tage bei ihren Eltern. Ihre erste Brut haben sie im zweiten Jahr ihres Lebens.

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