Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck Hamburg 31.03.2020 (stellvertretend für ein Dutzend gleichlautende PMs)
Zoos benötigen 100 Millionen Euro Soforthilfe Verband bittet Bundeskanzlerin um Unterstützung
Der Verband der Zoologischen Gärten wendet sich mit der dringlichen Bitte um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Schreiben, das heute auch an Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, die Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie den Präsidenten des Deutschen Städtetages Herrn Burkhard Jung geht, macht Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig, auf die wirtschaftlich angespannte Lage für Zoos aufmerksam. „Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren – unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden“, sagt Junhold zur derzeitigen Situation, in der die Zoos wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurden. „Momentan arbeiten wir aber ohne Einnahmen bei gleichbleibend hohen Ausgaben.“ Wie gravierend die Lage ist, lässt sich daran erkennen, dass ein einzelner großer Zoo aktuell einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro zu verkraften hat. Insgesamt 56 deutsche Zoos sind im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisiert. In den VdZ-Einrichtungen werden insgesamt mehr als 180.000 Wirbeltiere gepflegt und gezüchtet. Viele von ihnen gehören zu bedrohten Arten und sind Bestandteil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. „Ein möglicher Verlust dieses wertvollen Tierbestandes wäre ein herber Rückschlag für unseren Kampf um den Erhalt der Biodiversität und käme somit einer Katastrophe gleich“, sagt VdZ-Präsident Junhold zur Lage. Jährlich werden die 56 VdZ-Zoos in Deutschland von mehr als 35 Millionen Menschen besucht. Die meisten Zoos sind dabei Teil ihrer Kommune und je nach Wirtschaftlichkeit zu einem erheblichen Teil von deren Finanzen abhängig. Alle Mitgliedzoos brauchen die Einnahmen durch ihre Gäste, um ihre Aufgaben finanzieren und wirtschaftlich überleben zu können. Die Eigenfinanzierungsquote des laufenden Betriebs beträgt in einigen Betrieben bis zu 100%. Da davon auszugehen ist, dass viele Städte und Gemeinden gerade in strukturschwachen Regionen Deutschlands aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten werden, weist der VdZ in seinem dringlichen Brief auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung durch den Bund in dieser Notlage hin.

Tierpark Chemnitz 03.04.2020
Nachwuchs auf zwei und vier Beinen
Aus dem Tierpark Chemnitz gibt es erfreuliche Nachrichten: Nachdem Anfang des Jahres die Zwergziegen für den ersten Nachwuchs im Streichelgehege des Bauernhofs gesorgt haben (siehe PM 36/2020), zogen nun ihre Mitbewohner, die Erzgebirgsziegen, nach. In der vergangenen Woche wurden ein weibliches und drei männliche Lämmer geboren. Die drei männlichen Lämmer stammen alle von einer Mutter. Das ist eine Besonderheit, denn normalerweise werden pro Geburt nur ein bis zwei Jungtiere geboren. Seit Mitte März gibt es auch wieder Nachwuchs bei den Emus. Bei den australischen Laufvögeln haben insgesamt vier Küken das Licht der Welt erblickt. Vater „Heinrich“ kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt – typisch bei Laufvögeln – allein das Männchen. Während dieser Zeit nimmt es so gut wie keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich. „Heinrich“ und sein Nachwuchs sind momentan noch getrennt von der Emu-Henne „Katharina“ und den Benett-Kängurus untergebracht, mit denen er sich sonst die Anlage teilt. Das ist erforderlich, da das Emu-Männchen ährend der Jungenaufzucht sehr aggressiv werden kann, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen.

Zoo Leipzig 03.04.2020
Spendenaktion „Ein Bienchen für dich“ startet Zoo Leipzig setzt auf viele kleine Hilfen
Der Zoo Leipzig ist seit zwei Wochen geschlossen. „Von einem Tag auf den anderen sind unsere Einnahmen weggebrochen, während der Großteil der Kosten weiterläuft“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. So wie den Leipzigern geht es allen Mitgliedern des Verbandes der Zoologischen Gärten, deren Präsident Junhold gegenwärtig ist. Deshalb hat der Verband in dieser Woche einen Brief mit der Bitte um ein Soforthilfe-Programm von 100 Millionen Euro für die Mitgliedszoos an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt. Angesichts der vielen zentralen Themen rechnet der Verband, dass die Entscheidung trotz der Dringlichkeit etwas Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund setzt der Zoo Leipzig, der sich auch sonst zu mehr als 90 Prozent selbst finanziert und dem allein in der jetzt terminierten Schließung bis zum 19. April entsprechende Einnahmen von bis zu vier Millionen Euro fehlen, auch jetzt auf die Mithilfe vieler Zoofreunde. Mit der heute beginnenden Spendenaktion „Ein Bienchen für dich“ sind alle Zoo- und Tierfreunde aufgerufen, den Zoo Leipzig zu unterstützen. Ab einem Euro kann jeder mitmachen: Dafür gibt es eine symbolische Patenschaft für eine Biene oder auch mehrere. Die Spendenpakete sind gestaffelt und reichen von der einzelnen Biene (1 Euro) über einen kleinen Schwarm (50 Euro) und ein Hummelvolk (250 Euro) bis zur Bienenkönigin (1000 Euro). „Jede Unterstützung hilft uns. Und gemeinsam wird aus den vielen Paten ein ganzer Schwarm der Hilfe. Und jeder verdient sich damit ein tierisches Bienchen von uns“, erklärt Zoodirektor Junhold. Die Abwicklung erfolgt vollständig online über die Website des Zoos (www.zoo-leipzig.de/bienchen). Nach dem Onlineabschluss der Aktionspatenschaft bekommen die Paten eine entsprechende Bestätigung per Email. Sobald der Zoo wieder öffnen kann, werden als Dank unter allen Bienen-Paten 10 Familien-Tagestickets verlost. Bereits in den vergangenen Tagen sind Spenden in fünfstelliger Höhe über den Freundes- und Förderverein des Zoo Leipzig sowie beim Zoo selbst eingegangen. „Wir merken, dass unser Zoo und die Tiere den Leipzigern und vielen Menschen weit darüber hinaus sehr wichtig sind“, sagt Vereinspräsident Michael Weichert. Unabhängig von der Spendenaktion können Zoofreunde den Zoo auch weiterhin über den Freundes- und Förderverein unterstützen. Sowohl die Mitgliedschaft im Verein als auch Patenschaften für nahezu alle Tiere des Zoos können abgeschlossen werden (www.zoo-leipzig.de/foerdern-helfen).

Zoo Augsburg 03.04.2020
Osteraktion im Zoo Augsburg
Durch die Schließung des Zoos, die gerade in die besucherstarke Osterferienzeit fällt, sind natürlich immense Einnahmeeinbußen zu verzeichnen. Umso mehr freut es uns, dass so viele Menschen anrufen und fragen wie sie den Zoo unterstützen können. Grundsätzlich geht es ganz einfach mit der Übernahme einer Tierpatenschaft, einer Spende oder auch dem Kauf einer Einzel-, bzw. Jahreskarte. Alle Informationen dazu sind auf unserer Homepage https://www.zoo-augsburg.de/ zu finden. Dort ist die Bankverbindung für Spenden hinterlegt, sowie alles Wissenswerte zu den Tierpatenschaften (inkl. einem Vertrag zum Herunterladen). Eine besondere Aktion haben wir uns für den Online Ticketshop ausgedacht: Absofort wird keine Vorverkaufsgebühr mehr fällig. Die Preise für die einzelnen Karten sind also im Onlineshop die gleichen wir an der Zookasse (die derzeit ja leider geschlossen ist). Dies bleibt so lange bestehen, bis der Zoo wieder geöffnet ist. Der gekaufte Gutschein kann dann ganz einfach beim nächsten Zoobesuch (auf den hoffentlich nicht mehr lange gewartet werden muss) gegen eine Jahreskarte oder Einzelkarte umgetauscht werden.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 03.04.2020
Mit Kids4Wildlife zu Hause in die Zooschule gehen
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec schafft digitale Angebote. Ausgangsbeschränkungen sind hart. Für Kinder, die sich vermehrt allein beschäftigen müssen. Und für ihre Eltern, die zurzeit meist neben der Arbeit im Home Office plötzlich für die lehrreiche Unterhaltung des Nachwuchses verantwortlich sind. „Da müssen wir was tun“, dachte sich Isa Plath, Zoopädagogin im Görlitzer Tierpark. „Wenn die Kinder vorübergehend nicht zu uns in den Tierpark und in die Zooschule kommen können, dann kommen wir eben zu ihnen nach Hause. Material haben wir jedenfalls genug!“ Gesagt, getan – kurzerhand wurde die online-Plattform zoo-goerlitz.de/kids4wildlife eingerichtet, auf der ab sofort jeden Freitag neue Rätsel, Videos, Malbilder, Bastelanleitungen und vieles mehr aus der bunten Welt der (Zoo-)Tiere Einzug finden. Doch auch den Görlitzer Tierpark treffen die Ausgangsbeschränkungen hart. Die Mitarbeiter und Tiere freuen sich über Spenden (IBAN: DE07 8505 0100 0000 0122 03, Kennwort „für unseren Tierpark“ oder über paypal.me/zoogoerlitz) in dieser schweren Zeit und hoffen, bald wieder vor Ort für alle Besucher und Tierparkfreunde da zu sein.

Zoo Magdeburg 03.04.2020
Känguru Ötzi mit Familienanschluss
Seit wenigen Tagen ist das Kängurujunge Ötzi auch nachts bei der Kängurufamilie. Ötzi musste mit der Flasche aufgezogen werden, nachdem es von seiner Mutter nicht mehr in den Beutel gelassen wurde. Als Ersatzmutter fungiert die Zoo-Bereichsleiterin Ellen Driechciarz, die sich fürsorglich um den Kleinen kümmert, ihn auch während der Arbeit im Beutel einige Wochen bei sich trug. Das Jungtier bekommt dreimal am Tag noch seine Kängurumilch. Er hat weiter zugenommen und wiegt jetzt 4100 Gramm (2985 Gramm wog es am 9. März). Außerdem hat ein weiteres Flinke Känguru (Macropus agiles) – so die präzise Artbezeichnung – inzwischen den mütterlichen Beutel verlassen. Ein weiteres, noch sehr kleines Jungtier befindet sich noch im Beutel. Insgesamt gehören zur Kängurufamilie jetzt ein Männchen, vier Weibchen und drei Jungtiere. Ein genaues Geburtsdatum ist bei Kängurus nicht ermittelbar. Die Kängurumutter bringt ein Jungtier nach einer Tragzeit von 30 Tagen zur Welt, das jedoch auf dem Stadium eines Embryos ist und weniger als ein Gramm wiegt. Für die Mutter wenig belastend, ist der Geburtsvorgang für das Jungtier ein sehr mühsamer Akt. Es muss aus eigener Kraft von der Geburtsöffnung in den mütterlichen Beutel klettern. Die nackten, blinden und tauben Jungtiere haben einen ausgeprägten Test- und Geruchssinn und kräftige Vorderfüße mit Krallen. Hat das Neugeborene nach wenigen Minuten den Beutel erreicht, saugt es sich an einer der zwei Milchzitzen fest. Hier wächst es neun Monate heran, ehe es den Beutel fertig entwickelt wieder verlässt.

Wisentgehege Springe 03.04.2020
Die niedlichen Frischlinge sind da – Im Wildschweingehege gibt es die ersten Jungtiere der Saison
Im Wisentgehege Springe sind die ersten Jungtiere der Saison zur Welt gekommen. Die gestreiften Minis bleiben immer in der Nähe ihrer Wildschweinmütter – auch wenn sie bereits neugierig das Gehege erkunden. In den nächsten Tagen sollten weitere Bachen, wie die Mütter in der Fachsprache genannt werden, ihre Frischlinge bekommen. Die Paarungszeit der Wildschweine liegt im Winter. Nach knapp vier Monaten bringen die Bachen ihre Frischlinge zur Welt. Dazu graben sie sich den „Kessel“. Das ist eine Erdmulde, die gerne geschützt z. B. unter Baumreisig, in natürlicher Baumverjüngung oder unter Brombeerranken liegt. Im Wisentgehege stehen Wurfhütten bereit. Stroh dient zur Auspolsterung. Die Frischlinge sind bereits kurz nach der Geburt auf den Beinen, alle Sinne sind sofort ausgeprägt. In den ersten Tagen dient der Kessel als Basislager für die Familie. Aber schon früh werden Streifzüge in die Umgebung unternommen. An der Jungtieraufzucht beteiligen sich die männlichen Wildschweine übrigens nicht. Manchmal nutzen befreundete oder verwandte Bachen den gleichen Kessel um die Frischlinge gemeinsam aufzuziehen. Die Kleinen behalten ihr gestreiftes Fell für etwa 12 bis 14 Wochen. Dann wechseln sie zum ersten Mal die Farbe und erscheinen in einem einheitlich rötlich-braunen Borstenkleid. Wildschweinmütter sind ausgesprochen fürsorglich und sehr wehrhaft, wenn sie eine Bedrohung für ihren Nachwuchs sehen. Achtung liebe Besucher, derzeit ist das Wisentgehege wegen der Corona Pandemie geschlossen. Bitte informieren Sie sich vor der Anfahrt im Internet unter www.wisentgehege-springe.de ob geöffnet ist. Oder laden Sie unsere kostenlose Wisentgehege App auf Ihr Smartphone. Dort erhalten Sie auch entsprechende Informationen.

Tierpark Hellabrunn 03.04.2020
Der Tierpark Hellabrunn in Zeiten der Corona-Krise
Im Rahmen der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen bleibt auch der Münchner Tierpark bis voraussichtlich 19. April 2020 für Besucher geschlossen. Viele fragen sich, wie es Hellabrunn und den Zootieren in Zeiten der Corona-Krise ergeht. In der neuen Podcast-Folge von „Mia san Tier – Der Zoo-Podcast aus Hellabrunn“ klären Tierparkdirektor Rasem Baban, zoologische Leiterin Beatrix Köhler und leitende Zootierärztin Dr. Christine Gohl diese Fragen. „Seit dem 17. März 2020 ist der Tierpark vorübergehend für Besucher geschlossen. Dass Hellabrunn den Menschen am Herzen liegt, haben die letzten Wochen nochmals eindrücklich gezeigt: Von Privatpersonen und Medien haben wir zahlreiche Anfragen, Unterstützungsangebote und bestärkende Zuschriften bekommen. Wir freuen uns sehr über das große Interesse der Öffentlichkeit, wie der Tierpark und vor allem die tierischen Bewohner Hellabrunns mit der aktuellen Situation umgehen. Das haben wir zum Anlass genommen, eine rund 20-minütige Podcast-Folge zum Thema ‚Der Tierpark Hellabrunn in Zeiten der Corona-Krise‘ zu veröffentlichen“, erklärt Dennis Späth, Leiter der Unternehmenskommunikation in Hellabrunn. Die neue Podcast-Folge von „Mia san Tier – Der Zoo-Podcast aus Hellabrunn“ erscheint am Freitag, den 3. April 2020. Auf Tiergeräusche und Hintergrundkulisse aus dem Tierpark müssen die Zuhörer diesmal jedoch verzichten. Denn in Zeiten des Abstandhaltens ist auch die Aufnahmesituation für den Podcast eine andere: Die Interviews fanden ausnahmsweise nur telefonisch statt. Tierparkdirektor Rasem Baban gibt im Zoo-Podcast Einblicke in adaptierte Arbeitsabläufe und wirtschaftliche Herausforderungen für Hellabrunn: „Die groben Arbeitsabläufe des Tierparks haben sich nicht verändert, jedoch haben sich die zeitlichen Achsen verschoben. Auch wir müssen aktuell darauf achten, dass sich Tierpfleger oder Mitarbeiter der Werkstatt und Gärtnerei nicht zur selben Zeit am selben Ort befinden. Deswegen haben wir ein rotierendes Zwei-Gruppen-Schichtsystem ins Leben gerufen, damit sich die Kolleginnen und Kollegen zu keiner Zeit begegnen. Die Versorgung der Tiere läuft selbstverständlich ausnahmslos weiter.“ Beatrix Köhler, die zoologische Leiterin des Tierparks, erzählt in der neuen Podcast-Folge, ob und wie die Tiere das Ausbleiben der Besucher wahrnehmen: „Das ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Ein Haifisch ist beispielsweise nicht so sehr auf Besucher fokussiert wie ein Menschenaffe. Auch umgekehrt betrachten sie nämlich gerne die Besucher. Für die Menschenaffen ist das jetzt ein bisschen so als sei der Fernseher kaputt. Ihnen fehlen die Besucher durchaus.“ Dr. Christine Gohl, die leitende Zootierärztin, antwortet auf die Frage nach einer möglichen Übertragung des Coronavirus von Mensch auf Zootier: „Wir Zootierärzte sind deutschland- und europaweit sehr gut vernetzt und im steten Austausch. Aktuell gibt es keinen Hinweis, dass eine Erkrankung an COVID-19 im Zootierbereich stattgefunden hat. Dennoch wenden wir in unserer täglichen Arbeit sehr hohe Hygienestandards an, um jedes Risiko auszuschließen.“ Jede Episode von „Mia san Tier – Der Zoo-Podcast aus Hellabrunn“ ist auf der Website des Tierparks unter www.hellabrunn.de/podcast als mp3-Datei zum Download verfügbar. Der Podcast kann zudem auf den Plattformen Spotify, Apple Podcasts und deezer gestreamt und abonniert werden.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 03.04.2020
Tierpaten unterstützen den Alpenzoo
Seit 14. März ist der Alpenzoo geschlossen. An einem schönen Frühlingswochenende tummeln sich normalerweise tausende Besucherinnen und Besucher im Zoo, um die Tierwelt des Alpenraumes zu erleben. Nun herrscht gähnende Leere. Die Eintrittserlöse fallen weg, Ausgaben, wie Futter- und Betriebskosten, bleiben allerdings bestehen. Vor Ort sind derzeit nur jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Versorgung der Tiere zuständig sind. Zoodirektor Dr. André Stadler ist stolz auf seine Mannschaft: „Ich bin sehr dankbar für die tolle Zusammenarbeit in meinem Team. Jeder gibt sein Bestes, um diese herausfordernde Situation zu meistern. So können wir auch in diesen Zeiten den hohen Standard der Tierhaltung sicherstellen. Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Tierpatinnen und Tierpaten, die sich im Moment dem Alpenzoo gegenüber besonders solidarisch zeigen und ihre Beiträge überweisen, ohne ihre Jahreskarte nützen zu können. Das ist großartig, und da hoffen wir natürlich auf viele Nachahmer.“ Wer also in diesen schwierigen Zeiten den Alpenzoo unterstützen möchte, kann das über eine Tierpatenschaft gerne tun. Wir bieten sowohl Patenschaften für Privatpersonen als auch für Firmen an, die von € 10,- bis € 75,- pro Monat möglich sind. Über www.alpenzoo.at / Patenschaften ist der Kontakt zum Alpenzoo möglich.

Güstrower Wildpark-MV 03.04.2020
Tierisch tolle Geschenkideen zu Ostern – Gutscheine für Tierbegegnung, Wolfshütte & Co. aus dem Wildpark-MV
Alles anders in diesem Jahr – auch zu Ostern. Die Feiertage werden aufgrund der aktuellen Lage und Ausgehbeschränkungen mit Sicherheit sehr ruhig. Es wird keine großen Familientreffen geben. Dennoch muss man auf Geschenke für seine Liebsten nicht verzichten und kann ihnen, ob nah oder fern, eine Freude bereiten. Der Wildpark-MV hat einige tierische tolle Ideen parat, die ganz einfach per Post verschickt werden. Wie wäre es mit einem Gutschein für eine Tierbegegnung bei Luchs, Eule & Co.? Ein einmaliges Erlebnis für Oma, Papa oder die beste Freundin. Auch eine Nacht bei den Wölfen in der Wolfshütte oder der Tierpflegertag kommen immer bestens an. Wer einen Tag oder gleich 365 Tage in der heimischen Wildnis verschenken möchte, kann zu Tages- oder Jahreskarte greifen. Vorfreude auf die gemeinsame Zeit „nach Corona“ ist damit garantiert! Alle Informationen gibt es auf der Webseite des Wildpark-MV unter: www.wildpark-mv.de/besuch-und-service/gutscheine-geschenke

Zoo Landau in der Pfalz 02.04.2020
„Tierisch viel Spaß“ – Online-Ferienprogramm für Kinder: Ab dem 6. April 2020 präsentiert die Zooschule jeden Tag ein Überraschungsan­gebot auf ihrer Webseite
Spiel- und Sportplätze sind geschlossen und auch der Landauer Zoo und die Zooschule dürfen derzeit aufgrund der zwingend erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen nicht besucht werden. Damit in den Ferien keine Lange­weile aufkommt, entwickelt die Zooschule für Kinder ein buntes und abwechs­lungsreiches Aktionsprogramm für Zuhause. Bereits ab dem 6. April präsentieren die Zoopädagoginnen und Zoopädagogen auf der Webseite der Zooschule www.zooschule-landau.de täglich neue Anregungen zum Malen, Basteln, Rätseln und zum Forschen und Entdecken. Beispielsweise haben Kinder jeden Tag die Möglichkeit, ein Tier aus dem Landauer Zoo anhand eines Fotoausschnittes zu erraten. In einer Bastel­werkstatt entstehen täglich Zoo-Tiere aus Abfall- oder Naturmaterialien; es sind dazu keine Materialeinkäufe nötig. Eine Forscherwerkstatt lädt Kinder ein, sich mit einheimischen und exotischen Vögeln zu befassen. Weitere tierbezogenen Aktionsangebote runden das Programm ab. Wer die Zooschule in der aktuellen, schwierigen Zeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Mit­gliedschaft im Förderverein oder mit einer Spende tun. IBAN: DE62 5486 2500 0002 7363 49 BIC: GENODE61SUW Weitere Informationen finden sich unter www.zooschule-landau.de/zooschule/foerderung-spenden/foerderverein.

Tiergarten Worms 02.04.2020
Tiergarten Worms startet Ostermalaktion für Kinder
Bis zum 11. April 2020, 11 Uhr, sind alle kleinen und großen Kinder eingeladen, bunte Osterbilder zu malen. Diese können – eingescannt oder abfotografiert – per E-Mail an das Tiergartenteam gesendet werden. Alle eingereichten Kunstwerke werden in einer virtuellen Ausstellung am Ostersonntag zu sehen sein. Unter allen Teilnehmern der Aktion verlost der Tiergarten Worms zehn Sachpreise. Noch 10 Tage bis Ostern – wie wäre es also damit in Ruhe gemeinsam zu Hause zu basteln, Eier zu färben und vor allem die schönsten Ostermotive aufs Papier zu bringen: ob prall gefüllte Osternester, bunte Ostersträuße oder Motive vom vermissten Lieblingstier aus dem Tiergarten – erlaubt ist was gefällt. Danach einfach ein Foto des Kunstwerkes mit einer kleinen Entstehungsgeschichte – zum Beispiel: Warum habt ihr Euch für dieses Motiv entschieden? Was hat beim Malen gut funktioniert, was nicht? Wie gefällt Euch das Bild? – sowie, dem Namen und Alter des Künstlers oder der Künstlerin hinzufügen und mit der Einwilligung der Eltern an den Tiergarten senden. Bitte beachten Sie, dass für die Veröffentlichung des Bildes die Einverständniserklärung erforderlich ist. Informationen zur Ostermalaktion und Teilnahme finden Sie unter: www.tiergarten-worms.de

Kölner Zoo 02.04.2020
Artenschutz im Zoo hört auch in Krisenzeiten nicht auf
Hochseltener Fisch: Erste europäische Zoo-Nachzucht des vom Aussterben bedrohten Loiselles Buntbarsch gelungen. Der Kölner Zoo hat aufgrund der Corona-Krise derzeit vorübergehend für Besucher geschlossen. Auch wenn die Gästewege und die Kassenhäuschen leer sind – hinter den Kulissen sind Tierpfleger und das restliche Zooteam weiter tagtäglich für den Artenschutz aktiv. Ein Beispiel ist das Engagement des Zoos für den Erhalt der Fauna von Madagaskar. Die dortige Artenvielfalt ist einzigartig. 90 Prozent der Wirbeltiere, die auf der afrikanischen Insel leben, sind nur hier zu finden. Dieser Artenschatz ist massiv bedroht. Grund sind vor allem der Lebensraumverlust durch Abholzung und Brandrodung für Palmölplantagen und das folgende Austrocknen von Flüssen und Seen. Der Kölner Zoo setzt sich nachhaltig für die Bewahrung der Artenvielfalt Madagaskars ein. So engagiert er sich u.a. für den Erhalt bedrohter madagassischer Süßwasserfische. Die Experten des Zoos freuen sich, dass im Rahmen dieser Anstrengungen nun die Vermehrung von Loiselles Buntbarsch (Ptychochromis loisellei) gelungen ist. Es ist das erste Mal, dass in Europa bei diesem Fisch eine Nachzucht geglückt ist. Loiselles Buntbarsche wurden erst vor 14 Jahren wissenschaftlich beschrieben. Ihr Name erinnert an den mittlerweile im Ruhestand befindlichen Kurator des New Yorker Aquariums, Paul Loiselle, der sich stark für die Erhaltung der madagassischen Fischfauna eingesetzt hat. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt diese Art als stark gefährdet. Die Elterntiere von Loiselles Buntbarsch erhielt der Kölner Zoo im vergangenen Jahr vom Toronto Zoo in Kanada mit dem Ziel, eine Erhaltungszucht dieser bedrohten Art in Europa aufzubauen. Denn laut den Datenbanken ZIMS und Zootierliste wird diese Art derzeit in keinem anderen Zoo in Deutschland bzw. Europa gehalten. Aufgabe des Kölner Aquarium-Teams ist es, die Haltung und Vermehrung dieser bedrohten Art in Köln zu etablieren und dann Nachwuchs an andere Zoos in Deutschland und Europa abzugeben. So sollen das Haltungsnetzwerk und dadurch der ex situ Schutz dieser Arten erweitert werden – also der Schutz in Menschenhand durch Aufbau von Reservepopulationen, um bei Bedarf in der Natur durch Wiederansiedlung aushelfen zu können. Kölner Engagement für den Artenschutz in Madagaskar Dem Kölner Aquariumsleiter Prof. Dr. Thomas Ziegler wurde von der internationalen Madagaskar Fauna & Flora Gruppe die Aufgabe übertragen, die Zoohaltungen und Nachzuchtprogramme bedrohter madagassischer Süßwasserfische international besser zu verteilen. Vier bedrohte Fischarten aus Madagaskar wurden im Aquarium des Kölner Zoos bereits erfolgreich vermehrt und diese an andere Zoos im In- und Ausland verteilt. Mit Loiselles Buntbarsch ist jetzt eine fünfte bedrohte und in Köln erfolgreich vermehrte madagassische Süßwasserfischart dazu gekommen. Die kleinen Fischlarven, die erst am Dienstag geschlüpft sind und die derzeit noch heftig von ihrem Elternpaar verteidigt werden, müssen jetzt noch weiter vom engagierten Aquarianerteam rund um Reviertierpflegerin Nathalie Frank-Klein aufgezogen werden und wachsen. Dann können sie an andere interessierte Zoos zur Ausweitung der Erhaltungszucht abgegeben werden. Wer den Zoo und seine zahlreichen Engagements unterstützen will, findet hier Informationen und Kontaktdaten: https://koelnerzoo.de/spende-sponsoring Kölner Zoo. Begeistert für Tiere. Seit 160 Jahren. Der Kölner Zoo feiert 2020 sein 160-jähriges Bestehen. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Million Besucher.

Tierpark Nordhorn 02.04.2020
Ostern im Tierpark Nordhorn – Absage an den Osterhasen – Viele Jungtiere, aber keine Besucher
Die Osterzeit ist normalerweise eine der besucherstärksten Zeiten im Familienzoo on der Grafschaft Bentheim. Es locken viele Jungtiere, die aufblühende Natur und verschiedene Programmpunkte 1000de Besucher in den Zoo am Heseper Weg. Aber was ist schon normal in diesen Tagen? Die Jungtiere sind da, die Natur ist in Aufbruchstimmung, aber die Besucher dürfen den Zoo nicht betreten. Abgesagt wurde die Osterzeit mit der Vechtehoffamilie, das Osterbrunch im Gasthaus „De MalleJan“, die traditionelle Eiersuche, die seit Einführung erstmals in der Geschichte des Zoos nicht stattfinden kann, der dekorative Eierbaum und die Eierrallye – auch den Osterhasen mussten die Mitarbeiterinnen des Veranstaltungsteams in diesem Jahr ausladen. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind absolut richtig, aber der finanzielle und ideelle Schaden für den Tierpark immens. Alle Mitarbeiter freuen sich sonst, wenn nach der langen Winterphase der frisch herausgeputzte Park in frischem Frühlingsglanz erstrahlt und sich die vielen Besucher an den zahlreichen Jungtieren und anderen Neuerungen erfreuen. So gut es geht, versuchen die Tierpfleger, Handwerker und das Marketingteam in diesen Tagen ein bisschen Zoofeeling per Social-Media Kanal nach Hause zu bringen. Es wird eine Zeit nach Corona geben und dann freuen wir uns auf zahlreiche Gäste am Heseper Weg! Bis dahin halten wir alle Interessierten auf der Webseite unter www.tierpark-nordhorn.de, auf Facebook unter www.facebook.com/TierparkNordhorn und auf dem Instagram-Account des Zoos auf dem Laufenden.

Tiergarten Schönbrunn 02.04.2020
Neuigkeiten zu Eisbären-Mädchen Finja
Jeden Tag erreichen den Tiergarten Schönbrunn Nachrichten von Besuchern, die das Eisbären-Mädchen Finja vermissen. Ab Freitag gibt es für alle Finja-Fans einen Lichtblick: Der Bildband „Finja. Das Schönbrunner Eisbären-Mädchen“ von Zoofotograf Daniel Zupanc erscheint. „Auch wir Tierpfleger sind schon gespannt auf das Buch. Daniel Zupanc war in den ersten Wochen jeden Tag im Tiergarten und hat Finjas erste große Abenteuer festgehalten“, schildert Tierpflegerin Alessa Esau. Auf 144 Seiten zeigt der Bildband in liebevoll zusammengestellten Fotoalben Finja beim Planschen, Spielen mit ihrer Mutter Nora und Erkunden ihrer Umgebung. Wer bis 5. April im Onlineshop des Tiergartens unter www.zoovienna.at/shop bestellt, erhält das Buch rechtzeitig vor Ostern. Finja ist nicht nur im Tiergarten, sondern auch mit dem Buch Botschafterin ihrer bedrohten Artgenossen in der Arktis. Von jedem verkauften Exemplar spendet der KIKO Verlag 1 Euro an die Organisation Polar Bears International, die sich der Rettung der Eisbären in der Arktis verschrieben hat. In diese wichtige Arbeit gibt das Buch einen Einblick. Außerdem schreibt Tiergarten-Pressesprecherin Johanna Bukovsky von Finjas Entwicklung und stellt ihre Eltern Nora und Ranzo sowie ihr Zuhause, die Eisbärenwelt, vor. Mittlerweile ist Finja ein gutes Stück gewachsen und verliert ihre ersten Milchzähne. Esau: „Finja hat schon fast 30 Kilogramm und ist so stark, dass sie ihr Spielzeug durch die Gegend tragen und werfen kann. Am liebsten spielt die Wasserratte in den Schwimmbecken.“ Der Bildband „Finja. Das Schönbrunner Eisbären-Mädchen“ ist ab 3. April um 21,95 Euro erhältlich – über die Onlineshops der Buchhändler und des Tiergartens. Infos zum Buch: „Finja. Das Schönbrunner Eisbären-Mädchen“ Johanna Bukovsky und Daniel Zupanc KIKO Verlag Hardcover mit Schutzumschlag, 144 Seiten, 23 x 21 cm ISBN 978-3-902644-37-4

Zoo Basel 02.04.2020
Klammeraffen und Somali-Wildesel – Nachwuchs im Zoo Basel
Es spazieren zwar keine Besucher über die Wege, aber der Alltag der Tiere im geschlossenen Zoo ist derselbe geblieben. Auch Nachwuchs hat sich eingestellt: Bei den Klammeraffen und den Somali-Wildeseln. Gleich zwei Klammeraffen-Weibchen haben Junge geboren: Am 29. Februar kam das Junge von Juanita (14) zur Welt und am 14. März jenes von Jetta (21). Juanita und Jetta sind beides erfahrene Mütter. Ihre Kinder sind wohlauf, ob es Männchen oder Weibchen sind, ist jedoch noch nicht bekannt. Daher sind die beiden auch noch namenlos. Ihr Vater Ferdinand (27) lebt seit 2003 im Zoo Basel und ist der Vater aller seit dann im Zoo Basel geborenen Klammeraffenkinder. Zolli freut sich über Somali-Wildesel-Junges Bei den Somali-Wildeseln hat Tana (26) am 20. März ein Hengstfohlen geboren. Der kleine Rehani ist der Sohn von Adam (4), der zurzeit das genetisch wichtigste Tier im Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist. Rehani ist jetzt viel mit seiner Mutter auf der Anlage unterwegs und testet mit gewagten Sprüngen seine langen Beine. Somali-Wildesel sind sehr bedroht. In der Natur gibt es nur noch rund 200 Tiere. Klimaveränderung und die Bedrohung durch den Menschen und durch Haustiere machen ihnen das Leben schwer. In Menschenobhut sind Somali-Wildesel ebenfalls selten. Im Zuchtbuch sind 291 Tiere verzeichnet, davon sind 165 EEP-Tiere. Die genetische Grundlage ist schmal, denn alle EEP-Tiere gehen zurück auf einen Import von 17 Tieren Anfang der 70-er Jahre in den Zoo Basel und nach Hai Bar. Umso grösser ist die Freude, dass durch Rehani Adams wertvolle Gene in die nächste Generation weitergegeben werden. Gefährdete Kletterkünstler Auch Klammeraffen sind gefährdet und ihre Population nimmt ab. Grosse, ungestörte Waldgebiete, wie sie der Geoffroy-Klammeraffe bewohnt, gibt es nur noch wenige. Wo früher enorme Waldflächen waren, werden heute Nahrungsmittel angebaut. Die Jagd ist – wenn auch in geringerem Masse – ebenfalls eine Ursache ihrer Gefährdung und auch als Haustiere oder vermeintliches Heilmittel werden viele Affen genutzt. Zoo Basel unterstützt Projekte in der Natur Der Zoo Basel engagiert sich nicht nur in Erhaltungszuchtprogrammen, sondern auch für die Tiere in der Natur. Das vom Zoo Basel unterstützte Wildesel-Projekt in Eritrea beispielsweise liefert wertvolle Angaben, um die Biologie der Wildesel zu erforschen und die Ansprüche an ihren Lebensraum zu verstehen. Dank der Resultate können Schutzbestimmungen für die Teilgebiete erarbeitet werden. Ziel ist es, das Ökosystem zu erhalten, die Wildesel zu schützen und die Nahrungsressourcen für die lokale Bevölkerung langfristig zu sichern. Der Zoo Basel unterstützt das Projekt seit 2013. Heute 2. April: Live Übertragung auf der FB-Seite des Zoo Basel: https://www.facebook.com/zoobasel/ 1. Um 11:30 Uhr: Live Schaltung zu Kurator Adrian Baumeyer bei den Klammeraffen. 2. Um 14:30 Uhr: Live Schaltung zu Kurator Adrian Baumeyer beim Somali-Wildesel.

Zoo Landau in der Pfalz 01.04.2020
Nachwuchs im Zoo Landau in der Pfalz unbeeindruckt von Corona-Krise
Glücklicherweise zeigen sich zumindest die meisten unserer Zootiere völlig unbeeindruckt vom weltweiten, weitgehenden Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie. Und so durfte sich das Team des Zoo Landau in den letzten Tagen über einigen Nachwuchs freuen. Am 23. März schlüpfte das erste Küken der Saison im Vogelrevier. Die Socorrotauben machten in diesem Jahr den Anfang, und wir sind sehr erfreut, dass das erfahrene Paar, das seit dem Jahr 2018 bereits vier Küken erfolgreich aufgezogen hat, sich auch in diesem Jahr wieder vorbildlich um den Nachwuchs kümmert. Mit der Socorro-Taube pflegt der Zoo Landau eine der Tierarten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „Ausgerottet in der Wildnis“ geführt ist. Nachdem die kleine zimtbraune Taube auf der dem mexikanischen Festland im Pazifik vorgelagerten Insel Socorro durch menschliche Besiedlung und deren Folgen ausgerottet wurde, hat sie nur dank der Haltung in amerikanischen und europäischen Zoos überlebt. Das Europäische Ex-Situ-Programm (EEP) wird vom Zoo Frankfurt koordiniert, und es laufen nun Bemühungen, die Tierart auf ihrer Heimatinsel wieder anzusiedeln. Besonders erfreulich ist auch der Nachwuchs bei einer weiteren stark bedrohten Vogelart des Zoos. Am 28. März und 1. April schlüpften die ersten Küken bei den Humboldt-Pinguinen. Auch hier sind die Eltern in der Aufzucht erfahren, und der Nachwuchs gedeiht prima. Acht weitere Paare brüten momentan, d.h. wir dürfen uns auf weiteren Nachwuchs, der auch in diesem Fall die wichtige Reserve-Population des EEP stützt, freuen. Bei den Humboldt-Pinguinen ist der Zoo Landau sehr direkt in die Schutzbemühungen für die Tierart in den Heimatländern Chile und Peru involviert. Neben 20 weiteren Zoos ist der Zoo Landau Mitglied und aktiver Unterstützer der Artenschutzorganisation Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V., die sich in Südamerika und mit Umweltbildungsmaßnahmen in Europa aktiv für den Erhalt des Lebensraums des Humboldt-Pinguins einsetzt. Mehr zur Arbeit von Sphenisco finden Sie unter www.sphenisco.org Auch im Streichelzoo geht es quirlig zu. 15 junge Zicklein, geboren zwischen 30. Dezemer 2019 und 25. März 2020 tummeln sich unter den erwachsenen Ziegen und Zwergschafen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Streichelzootiere die Besucher momentan besonders vermissen. Natürlich wird die Futtermenge, die sie sonst über die Besucherfütterung bekommen, mit dem Hauptfutter gegeben, aber die Abwechslung und das Schmusen mit den Zoogästen scheint den Tieren doch zu fehlen. Selbst ohne Futter wird man derzeit als Zoomitarbeiter sofort von der ganzen Herde bestürmt, sobald man den Streichelzoo betritt.

Zoo Heidelberg 01.04.2020
Zerstört die Corona-Krise die Zukunft des Zoos? Zuerst stehen Gorilla-Anlage und Flamingo-Haus auf der Kippe.
Herbe Auswirkungen der Corona-Krise auf den Zoo Heidelberg Wie das Corona-Virus selbst, sind die Auswirkungen der aktuellen Krise auf den Zoo Heidelberg nicht unmittelbar sichtbar, aber dennoch vorhanden. Der notwendige Zoo-Betrieb läuft weiter. Die Zootiere genießen mit ihrem Nachwuchs die Sonne in ihren Anlagen, die Blumenwiesen blühen, die Tierpfleger versorgen die Tiere täglich. „In den vergangenen zwei Wochen haben unsere Mitarbeiter mit großem Engagement Konzepte und Regelungen zu einem Notbetrieb entwickelt und umgesetzt“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Die grundlegende Versorgung der Tiere ist mit diesem System – wenn es bei unseren Mitarbeitern nicht zu hohen krankheitsbedingten Ausfällen bekommt – vorerst gewährleistet. Trotzdem blicken wir sehr besorgt in die Zukunft.“ Mit dieser Situation ist der Zoo Heidelberg nicht alleine. Fast alle deutschen Zoos teilen diese tiefe Besorgnis, wie der Verband der Zoologischen Gärten am Dienstag, 31. März 2020, in einer Pressemitteilung bekannt gab. Die vorsorgliche Schließung des Zoos ist eine notwendige und wichtige Maßnahme, um die Verbreitung des Virus zu einzudämmen. Diese Maßnahme trifft den Zoo Heidelberg zum jetzigen Zeitpunkt jedoch besonders hart. „Im Frühjahr, haben wir als Zoo unsere Hauptsaison. Jeden Monat fehlen uns Einnahmen von fast 500.000 Euro, die wir im Spätjahr nichtmehr aufholen können“, so der Zoodirektor. Gleichzeitig bleiben die laufenden Ausgaben während der Krise fast unverändert: Die tierischen Bewohner müssen versorgt, die Tierhäuser beheizt und die technischen Anlagen gewartet werden. Weit über die Hälfte der Ausgaben deckt der Zoo Heidelberg aus selbst erwirtschaften Einnahmen ab, den größten Teil davon bilden die Besuchereinnahmen. „Aufgrund unserer sehr hohen Eigenfinanzierungsquote, die wir in den vergangenen Jahren erfolgreich aufgebaut haben, spüren wir die Krise nun besonders deutlich“, so Wünnemann. Zooeigene Rücklagen fast aufgebraucht Noch kann der Zoo Heidelberg auf eigene Rücklagen zugreifen, jedoch mit fatalen Auswirkungen für die Zukunft. Der Zoo hat diese Gelder nicht ohne Grund angespart. Mit diesen sollten beispielsweise das neue Flamingohaus und die Außenanlage für die Gorillas finanziert werden. „Wenn sich die aktuelle Situation weiter zieht, haben wir nächste Woche die Rücklagen für das neue Flamingohaus aufgebracht, Ende Juli wäre der geplante Ausbau der Gorilla-Anlage vorerst Geschichte. Sollte es wirklich so kommen, platzen nicht nur unsere Träume von einem zukunftsfähigen Zoo, dann beginnt die Abwärtsspirale: Die fehlenden Investitionen verringern die Attraktivität, was zu weniger Besucher führt, was wiederum weniger Einnahmen zur Folge hat… wo das endet, will sich keiner aus dem Zoo-Team vorstellen“, erklärt der Zoodirektor. „Ebenso wenig wie die Situation, wenn Ende des Sommers die Liquidität erschöpft wäre.“ Zoo darf nicht aus dem Blickfeld der Stadt geraten Kurzfristig braucht der Zoo Heidelberg einen Ausgleich für die fehlenden Einnahmen. Der Zoo Heidelberg ist die besucherstärkste Kultur- und Bildungsinstitution der Stadt und mit dem integrierten Science-Center der vielfältigste und am häufigsten genutzte, außerschulische Lernort der Region. In den vergangenen dreißig Jahren hat die Stadt Heidelberg wichtige Dinge entwickelt und auf den Weg gebracht: Schulen, Theater, Stadthalle, Großsporthalle, Kongresszentrum, Karlstorbahnhof, Haus der Jungend und einiges mehr. Der Zoodirektor betont: „Es ist jetzt nötig, dass für die nächsten zehn Jahre der Zoo im Fokus des Engagements der Stadt Heidelberg steht. Der Zoo Heidelberg darf nicht vergessen werden.“ Solidarität zeigen – gemeinsam die Krise meistern Die Sorgen um die eigene Zukunft teilen derzeit viele Zoos in Deutschland. Stellvertretend wendete sich der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), dem auch der Zoo Heidelberg angehört, am Dienstag, 31. März 2020, mit der Bitte um ein Soforthilfe-Programm für Zoos an Bundeskanzlerin Angela Merkel. In den VdZ-Einrichtungen werden insgesamt mehr als 180.000 Wirbeltiere gepflegt und gezüchtet. Viele von ihnen gehören zu bedrohten Arten und sind Bestandteil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. „Ein möglicher Verlust dieses wertvollen Tierbestandes wäre ein herber Rückschlag für unseren Kampf um den Erhalt der Biodiversität und käme somit einer Katastrophe gleich“, sagt VdZ-Präsident Junhold zur Lage. Gleichzeitig zu dieser Petition sucht der Zoo Heidelberg selbst nach Lösungsansätzen. Aktuell spart der Betrieb in allen Bereichen. Nur die nötigsten Dinge, wie Futtermittel oder Material für Not-Reparaturen werden gekauft. Mit den Tiergartenfreunden, dem Förderverein des Zoos, steht der Zoo in gutem Kontakt. Der erste Vorsitzende, Dr. Jan Gradel plädiert für Solidarität: „Besonders jetzt ist es wichtig, zusammenzuhalten und alles zu versuchen, die Auswirkungen der Krise abzufedern. Mit Spenden von unseren Mitgliedern können wir als Förderverein dazu einen Teil beitragen, aber natürlich nur einen geringen Teil auffangen. All unseren Mitgliedern liegt der Zoo sehr am Herzen. Wir hoffen inständig, dass es schnellstmöglich eine gute und nachhaltige Lösung für den Zoo in Heidelberg gibt.“ Zudem haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat des Zoo Heidelberg eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit geschlossen. Viele der über 100 Mitarbeiter nehmen damit erhebliche Einschränkungen in Kauf, um ihre Arbeitsplätze behalten zu können. „Umso wichtiger ist nun, die Hilfe der Stadt und unserer Zoofreunde – auch um die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten. Wir haben mit einem großartigen Team über die Jahre einen tollen Zoo aufgebaut, der sich jede Hilfe wahrlich verdient hat“, so Zoodirektor Dr. Wünnemann.

Tiergarten Schönbrunn Wien 31.03.2020
So meistert der Tiergarten Schönbrunn die Corona-Krise
Seit 12. März ist der Tiergarten Schönbrunn geschlossen. Wo sich sonst an einem schönen Frühlingswochenende tausende Besucherinnen und Besucher tummeln, um Elefanten, Tiger & Co. zu erleben, herrscht nun gähnende Leere. Die Eintrittserlöse fallen weg, die Futter- und Betriebskosten gehen allerdings weiter. Vor Ort sind derzeit nur jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Versorgung der Tiere und die Instandhaltung der Anlagen zuständig sind: Tierpfleger, Tierärzte, Zoologische Kuratoren, Techniker und Handwerker. Jeder Bereich wurde in Teams aufgeteilt, die abwechselnd Dienst versehen. Mit 1. April hat der Tiergarten Schönbrunn in Abstimmung mit dem Betriebsrat 70 Prozent seiner rund 230 Mitarbeiter für drei Monate zur Kurzarbeit angemeldet. Betriebsratsvorsitzender Alexander Keller: „Ich bin froh, dass wir uns zusammen mit der Geschäftsführung auf dieses Modell einigen konnten. Durch die Kurzarbeit konnten wir sicherstellen, dass kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verliert. Alle Mitarbeiter sind sehr dankbar für diese Lösung und unterstützen den Tiergarten in dieser Krisensituation mit allen Kräften.“ Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck gibt den Dank an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück: „Es ist eine sehr herausfordernde Zeit. Ich danke meinem gesamten Team für die großartige Unterstützung, sodass diese Lösung gefunden werden konnte! Alle haben den Ernst der Lage erkannt und so konnten gemeinsam gute Lösungen gefunden werden.“ Der hohe Standard der Tierhaltung bleibt natürlich unverändert. 1991 wurde der Tiergarten Schönbrunn aus der Bundesverwaltung ausgegliedert und operiert seit 1992 als eigenständige Ges.m.b.H.. Derzeit ist der Tiergarten gezwungen, auf jene Mittel zurückzugreifen, die er durch seinen wirtschaftlichen Erfolg angespart hat. Seit einigen Jahren beträgt die Eigenfinanzierungsquote über 100 Prozent. Damit finanziert der Tiergarten nicht nur seinen laufenden Betrieb selbst, sondern auch die letzten Bauprojekte, wie zum Beispiel die neue Flusspferdanlage. Auch für das nächste Großprojekt, das Aquarium, soll der Tiergarten die Mittel selbst aufbringen. Wie hart diese Zeit den Tiergarten Schönbrunn finanziell treffen wird, wird sich erst zeigen, wenn klar ist, wie lange die Schließung andauern wird. Hering-Hagenbeck: „Uns erreicht derzeit eine Vielzahl an netten Nachrichten von Tiergarten-Fans, die sich schon freuen, wenn wir wieder öffnen dürfen. Diese Verbundenheit zu spüren, tut in dieser herausfordernden Zeit besonders gut.“

Thüringer Zoopark Erfurt 31.03.2020
UV-Augenschutz nun auch für Zooparktiere
Die immer heißeren Sommer und die immer stärkere Sonneneinstrahlung machen einen Sonneschutz nicht nur für Menschen immer wichtiger. Auch wenn keiner mehr vom Ozon-Loch spricht, die Situation hat sich nicht verbessert. An verschiedenen Zooparktieren wird deshalb nun ausprobiert, wie die Tiere vor zu viel UV-Licht geschützt werden können. Sonnenmilch wird z. B. mit Erfolg schon länger bei empfindlicher Schweinehaut und auch für rosa Pferdenüstern auf Axmanns Hof angewandt. Nun geht es um den Schutz der Augen und Netzhaut vor zu starker Sonneneinstrahlung. Augenentzündungen sind die kurzfristige Folge. Es kann bei zu starker UV-Bestrahlung jedoch zu Netzhautverbrennungen und Folgeerkrankungen wie Maculadegeneration und Grauem Star kommen. Da sich Wildtiere nicht einfach eine Sonnenbrille aufsetzen lassen, wird nun zunächst mit den Elefanten im Training geübt, die Sonnenbrille zu tragen. Ganz wichtig ist dabei, dass der Elefant die Brille nicht verrückt oder gar frisst. Für die Elefanten ist es einfach eine Erweiterung des sowieso täglich durchgeführten medizinischen Gesundheits-Training. Problematisch war es zunächst einen Hersteller zu finden, der die Brille aus pflanzlichen Rohstoffen herstellen kann. So dass beim Verschlucken keine Gefährdung für die Dickhäuter möglich ist. Da jedoch keine Sehstärken in den „Gläsern“ korrigiert werden müssen, waren Polymere aus Maisstärke die erste Wahl. Sie sind durchsichtig – und vielen bereits als Plastikersatz bei Biomülltüten bekannt. Bulle Kibo hat den Dreh inzwischen raus. Die Brille bleibt da, wo sie hingehört. Dass er dabei ziemlich cool aussieht, ist nur ein Nebeneffekt. Aber ein schöner… Mit freundlichen Grüßen aus dem Zoo

Zoo Osnabrück 30.03.2020
Zoo Osnabrück aktiviert Sponsorennetzwerk für Gesundheitsversorgung in der Region Atemschutzmasken mit Firma DIGILED besorgt
In schwierigen Zeiten halten wir zusammen: Während der Zoo selbst in Existenznot wegen fehlender Besucher ist, hat er parallel sein Sponsorennetzwerk aktiviert, um Firmen für Hilfsaktionen für die Osnabrücker Region zusammenzuführen. So ist nun über den Sponsor DIGILED neue Schutzausrüstung für Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime und Pflegedienste erhältlich. „Wir haben zwar selbst gerade große Schwierigkeiten, da wir aktuell keine Einnahmen haben und deswegen auf jede zusätzliche Spende angewiesen sind, aber wir sehen auch gleichzeitig unsere Verantwortung für die Region als große Institution“, betont Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Und da kann unser großes Sponsorennetzwerk helfen. Knapp 200 Firmen aus der Region aus verschiedenen Branchen sind Zooförderer. Da ergeben sich großartige Kooperationen, gerade in dieser besonderen Notsituation.“ Im März hatte deswegen der Zoogeschäftsführer bei Firmen angefragt, ob Hilfe für die Region durch gemeinsame Aktionen möglich sei. Jens Hasselmann, Betreiber der Kurklinik in Bad Rothenfelde und ebenfalls Zooförderer, berichtete von der misslichen Lage, dass kaum noch Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger erhältlich sei. Daraufhin meldete sich Joachim Fiedler, Geschäftsführer von DIGILED: „Wir haben für den Zoo die ‚Zoo-Lights‘ in China produziert und haben dort sehr gute Kontakte zu Produzenten. Da heutzutage in China sehr viel produziert wird, wie auch Schutzausrüstung für Krankenhäuser, haben wir unsere Kontakte vor Ort genau danach angefragt.“ Ab dem 21.3.2020 besteht nun für Kliniken, Pflegeheime, Arztpraxen und Betriebe die Möglichkeit über folgende E-Mail-Adresse info@digi-led.de FFP2-Masken, 3 lagige Masken und weitere Ausrüstung zu vernünftigen Preisen zu ordern. „Wir wissen, dass diese Produkte aktuell absolute Mangelware sind und so manche Firma versucht damit nun Profit zu machen. Die Angebotslage im Internet ist sehr undurchsichtig und teilweise unseriös. Wir bieten damit eine sichere Alternative“, so Fiedler und ergänzt: „Als Zoo-Sponsor bitten wir gleichzeitig alle Menschen und Firmen in der Region unserem wunderschönen Zoo in der Krise zu helfen. Die Tiere müssen weiter versorgt werden und wir wollen schließlich, dass der Zoo uns auch nach Corona weiter zur Verfügung steht. Spenden können ganz einfach über die Homepage des Zoos getätigt werden.“ Auf der Website des Zoos www.zoo-osnabrueck.de oder direkt unter bit.ly/SpendenZooOS kann man unkompliziert und schnell einen Beitrag leisten. Im Gegensatz zu vielen anderen Zoos finanziert sich der Zoo Osnabrück fast ausschließlich selbst und generiert 75 Prozent seiner Erlöse durch Eintrittsgelder. „Um einen Teil unserer monatlichen Kosten in Höhe von 700.000 Euro zu minimieren, mussten wir in einigen Abteilungen bereits Kurzarbeit einführen. Beispielsweise in der Tierpflege ist dies aber schwer umzusetzen, denn die Tiere benötigen weiterhin die Pflege unserer Mitarbeiter“, berichtet Andreas Busemann. „Daher freuen wir uns umso mehr über jede einzelne Spende.“ Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.238 Tiere aus 292 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher.

Zoo Magdeburg 30.03.2020
Jungtier vorerst im Stall: Oryxantilope geboren
Erneut gab es im Zoo Magdeburg Nachwuchs: am 21. März 2020 wurde eine südafrikanische Oryxantilope (Oryx gazella) geboren. „Das Jungtier wog am dritten Tag bereits 13.5 Kilogramm. Es bleibt in den ersten Lebenswochen mit seiner Mutter „Fiene“ geschützt im warmen Innenstall. Je nachdem wie die Wetterlage ist, kann es bereits nach ein bis zwei Monaten mit seiner Mutter gemeinsam die weitläufige AFRICAMBO Anlage erkunden“, erklärt der Zoo-Bereichsleiter Daniel Drewes. Natürlich gibt es anfangs diese Ausflüge nur mit Mutter „Fiene“ allein. Erst später trifft das Jungtier auf die ganze Oryxantilopen-Herde und nach einer Eingewöhnungszeit auch auf die weiteren Mitbewohnern der Afrikasavanne: den Defassa-Wasserböcken, Grevy-Zebras und Blessböcken. Bei dieser Eingewöhnung ist viel tiergärtnerisches Fingerspitzengefühl gefragt, um die Gefahr von Unfällen und zwischenartlichen Aggressionen auf einem Minimum zu beschränken. Im Zoo Magdeburg leben insgesamt sechs Oryxantilopen: Flic, seine vier Weibchen Fiene, Klara, Karla, Zafi und das männliche, noch nameloses Jungtier. Die eleganten südafrikanischen Oryxantilopen, die auch als Südafrikanischer Spießbock bezeichnet werden, sind sehr genügsam und können in den Wüsten, Halbwüsten und Savannenlandschaften auch ohne Oberflächenwasser überleben, da sie ihren Wasserbedarf über ihre Nahrung abdecken können. Auf ihren Speiseplan stehen vor allem Gräser, aber auch Sukkulenten und Wolfsmilchgewächse.

Wisentgehege Springe 30.03.2020
Happy Birthday Akela, Tala, Yakima und Nantan – Zehn Jahre Wolfsprojekt im Wisentgehege – Party ohne Gäste
Am Mittwoch, 1. April werden unsere Timberwölfe Akela, Tala, Yakima und Nantan zehn Jahre alt. Kein Scherz! Mit ihnen hat die Wolfseuphorie im Wisentgehege angefangen. Somit hat auch das Wolfsprojekt mit unserem Kooperationspartner Matthias Vogelsang sein 10-jähriges Bestehen. Ihre Geburtstagsparty werden die vier, wie in diesen Zeiten üblich, unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit ihren menschlichen Rudelmitgliedern feiern. Die Geschwister sind die Stars des Wolfsprojekts. Sie sind Hauptbestandteil einer jeden Veranstaltung zum Thema Wolf und stehen seit fast zehn Jahren ihren „Wolf“ im täglichen Geschäft. Geboren wurden sie in einem Zoo in Ungarn. Mit zehn Lebenstagen haben Birgit und Matthias Vogelsang sie zu sich genommen und mit der Flasche aufgezogen. Das ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, als Mensch mit ihnen zu leben und Kontakt zu Besuchern herzustellen. Mit ca. sechs Wochen sind sie zunächst zusammen mit ihren Zieheltern im Wisentgehege in die damals neu errichtete Anlage eingezogen. Akela, Tala, Yakima und Nantan haben eine riesige Fangemeinde und unzählige Herzen erobert. Wissend, dass sie in den Herbst ihres Lebens eintreten, wünscht ihnen das Team des Wisentgeheges alles Gute und noch viele schöne Jahre und unseren Besuchern. Und wenn es wieder möglich ist, gibt es viele tolle Wolfserlebnisse. Happy Birthday Akela, Tala, Yakima und Nantan!

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