Zoopresseschau

Tierpark Berlin 03.01.2020
Oh Tannenbaum – Alle Jahre wieder werden im Tierpark Berlin Weihnachtsbäume vernascht
Ob Zahnstocher, Rückenbürste oder Sparringspartner – die Tiere im Tierpark Berlin beweisen deutlich mehr Kreativität im Umgang mit Tannenbäumen als die meisten Menschen. Die ungewöhnliche Form, der interessante Geruch und das prickelnde Gefühl auf der Zunge sorgen für ein ganz anderes Fest, ein Fest der Sinne. Für manche von ihnen ist das nadelige Gehölz einmal im Jahr auch eine ungewöhnliche Erweiterung des Speiseplans. „Die Baumstachler sind einige der wenigen Tiere, die Nadelhölzer auch in ihrem natürlichen Lebensraum regelmäßig fressen“, erklärt der stellvertretende Zoologische Leiter Dr. Florian Sicks. „Das hält die Elefanten aber nicht davon ab, die Bäume ebenfalls komplett zu verspeisen.“ Beim diesem seltenen Festschmaus stehen traditionell nur die nicht-verkauften Weihnachtsbäume bestimmter Händler auf dem Speiseplan. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Bäume qualitativ unbedenklich und somit für unsere Tiere geeignet sind“, erläutert Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Das Tierwohl geht für uns immer vor. Aus diesem Grund können wir auch keine privaten Weihnachtsbaum-Spenden annehmen.“ Nachdem Kamel, Elefant & Co. ihren verspäteten Weihnachtsschmaus beendet haben, neigt sich im Tierpark Berlin die Weihnachtszeit nun offiziell dem Ende zu.

Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. 03.01.2020
Zeit für Zoofreunde: Solidarität mit Zoo Krefeld – Freunde der Hauptstadtzoos bitten um Spenden für den Zoo Krefeld
Mit großer Erschütterung haben wir von der Katastrophe im Zoo Krefeld in der Silvesternacht erfahren, wo das gesamte Affenhaus mit den darin lebenden Tieren abbrannte. Tief schockiert von den Ereignissen rund um den Brand im Krefelder Zoo, dem Verlust der wertvollen Menschenaffen sowie der anderen Tiere und auch den Umständen, die zum Brand geführt haben, bittet der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. um Unterstützung und um Solidarität mit den Zoofreunden in Krefeld. Nun wollen die Berliner Freunde von Zoo und Tierpark mit einem Spendenaufruf den Zoo in Krefeld unterstützen. „Der Schaden für Krefeld ist enorm und wir wollen Solidarität und Unterstützung aus Berlin dieser tierischen Oase zukommen lassen.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos. Gespendet werden kann unter: Freunde Hauptstadtzoos Commerzbank Berlin IBAN DE02 1204 0000 0912 9008 00, BIC COBADEFFXXX Betreff: Hilfe Zoo Krefeld Die Solidaritätsspende wird für den Wiederaufbau eines Menschaffenhauses an die Krefelder Zoofreunde weitergeleitet. „Die dramatischen Verluste benötigen die Unterstützung aller Tierfreunde.“, so Ziolko weiter.

Zoo Leipzig 03.01.2020
Drei gute Nachrichten zum Jahresauftakt – Nachwuchs bei bedrohten Arten geboren
Alle guten Dinge sind drei: Und deshalb kann der Zoo Leipzig zum Start in das Jahr 2020 Nachwuchs bei drei seltenen Tierarten verkünden. Die Lippenbären, Schimpansen und Löwen haben Jungtiere geboren. „Die Geburten zum Ende des vergangenen Jahres waren gleichermaßen ein versöhnlicher Abschluss und ein guter Auftakt für das neue Jahr“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Die gelungenen Geburten sind der Lohn für die engagierte Arbeit des gesamten Teams. Jetzt müssen wir die Daumen drücken, dass der Nachwuchs gesund heranwächst. Die ersten kritischen Tage haben alle gut überstanden.“ Am Morgen des 24. Dezembers hat Lippenbärin Rachana ein Jungtier geboren. Für die stark vom Aussterben bedrohte Tierart ist die Geburt ein besonderer Erfolg, da Mutter und Vater Subodh im Rahmen eines interkontinentalen Austausches im Jahr 2013 aus Indien nach Leipzig kam, um die genetische Vielfalt im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zu bereichern. Mutter und Jungtier sind in der Mutterstube, wo das Jungtier gut versorgt wird. Das Westafrikanische Schimpansenweibchen Kisha hat am ersten Weihnachtstag einen Sohn geboren. Die Geburt fand im Kreis der Gruppe auf der Innenanlage statt und ist ohne Komplikationen gelaufen. Seither kümmert sich die Mutter vorbildlich um ihr zweites Jungtier. Die beiden sind ganztägig auf der Innenanlage von Pongoland zu sehen. „So sehr wir uns über den Nachwuchs und das gute Gruppenverhalten freuen, so sehr leiden wir mit den Kollegen in Krefeld, die ihre Menschenaffen im Feuer verloren haben“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold. Den Schlusspunkt unter das Geburtstrio setzte Löwin Kigali, die am 26. und 27. Dezember Jungtiere geboren hat. Bis zu fünf Löwenjungtiere wurden gleichzeitig gesichtet und sind von unterschiedlicher Konstitution. Die unerfahrene Mutter, die im August ihren ersten Wurf nicht aufzog, kümmert sich bislang gut um den Nachwuchs, der beim Saugen beobachtet wurde. Vater Majo ist schon seit längerer Zeit von Kigali abgetrennt und je nach Wetterlage auf der Löwensavanne Makasi Simba oder in der Löwenhöhle zu sehen. Mutter und Jungtiere genießen bis auf Weiteres die Ruhe in der Mutterstube und sind noch nicht untersucht worden.

Zoo Landau in der Pfalz 03.01.2020
Kreativ-Workshop für Kinder in der Zooschule: Wir basteln mit alten Kalendern – Samstag, 25. Januar 2020 von 14.00 Uhr – 17.00 Uhr in der Zooschule
Wohin mit den alten Kalendern? Viel zu schade zum Wegwerfen! Mit Phantasie und Krea­tivität lassen sich damit tolle Sachen gestalten. Anregungen dazu liefert die Zooschule Landau. Für Kinder im Alter von 7-11 Jahren findet hier am Samstag, den 25. Januar 2020, ein Kreativ-Workshop statt. Von 14.00 bis 17.00 Uhr wird nicht nur mit Kalenderbildern gebastelt, sondern es können auch Tiere hautnah erlebt werden. Kosten Workshop: 9,50 Euro zuzüglich Zooeintritt 2,50 Euro. Bastelmaterial ist im Preis enthalten, ein alter Kalender sollte jedoch mitgebracht werden. Treffpunkt: Um 13.45 Uhr an der Zookasse. Eine telefonische Anmeldung ist dringend erforderlich und nehmen wir ab sofort entgegen: Zooverwaltung: 06341 / 13 70 10 und 13 70 11 oder unter zoo@landau.de

Zoo Frankfurt 02.01.2020
Vortrag im Zoo – Kleines Land am großen Strom – Zoologische Impressionen aus Gambia
Gambia liegt umrahmt vom Senegal an der Westküste Afrikas und gilt als der kleinste Flächenstaat des afrikanischen Kontinents. Über ein Zehntel des Landes sind Wasserflächen und der gleichnamige Fluss Gambia gilt wiederum als einer der großen Hauptströme Afrikas. Während Gambia bei niederländischen und englischen Vogelliebhabern ein gern gewähltes Reiseziel ist, so unbekannt ist es in der Regel hier in Deutschland.Der Naturliebhaber und Reptilienspezialist Felix Hulbert bereiste das Land während der Trockenzeit 2013, sowie zum Beginn der Regenzeit 2015. In mehreren kleinen Schutzgebieten, vornehmlich im Küstenbereich, konnten nicht nur unzählige Vogelarten beobachtet werden, sondern auch einige der dort ansässigen Reptilienarten. Abseits des Tourismus waren die Eindrücke von Land und Leuten sehr einprägend und die Besuche bei Einheimischen und Auswanderern gaben einen kleinen Einblick in das eigentliche Leben in diesem faszinierenden Land.
Referent: Felix Hulbert, Zoo Frankfurt Wann: Dienstag, 7. Januar 2020 Wo: Kleiner Saal, Zoogesellschaftshaus Beginn: 18 Uhr Eintritt: kostenfrei. Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo – Abenteuer Naturschutz“ statt.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 02.01.2020
Verspätete Festtage für die Tiere im Alpenzoo – Einige Zootiere sind mit Nadelbäumen auf ihren Anlagen überrascht worden.
Steinböcke, Gämsen, Elche und Wisente freuen sich über die willkommene Abwechslung und haben die Christbäume zum Fressen gern. Gerade im Winter, wenn es nur wenig Laub gibt, wird das Nadelgestrüpp sehr gerne angenommen. In den nicht verkauften Tannen und Fichten von Händlern stecken ätherische Öle, die den Bäumen einen außergewöhnlichen Geschmack verleihen. Nicht nur die Huftiere sind begeistert. Für einige Tiere dienen die Tannenbäume auch als Beschäftigung. So spielte das Braunbär-Männchen Ander wild mit den Bäumen, warf sie hoch in die Luft, wälzte sich in den weichen Nadeln und genoss den ungewohnten Duft. „Bei den Nadelbäumen handelt es sich ausschließlich um unbehandelte, überschüssige Ware aus dem Handel. So ist gesichert, dass das Futter und das Spielzeug den Tieren nicht schadet“, so Zoodirektor Dr. André Stadler. Für die gebrauchten Bäume aus den Wohnzimmern der Bürger findet der Alpenzoo leider keine Verwendung. Zu groß ist die Gefahr, dass übrig gebliebenes Lametta oder Baumschmuck in die Mägen der Tiere gelangt. Der Alpenzoo wünscht allen ein frohes, neues Jahr!

Münchner Tierpark Hellabrunn 02.01.2020
Frohes neues Jahr: Das Vortragsprogramm von Hellabrunn ist da!
Der Münchner Tierpark Hellabrunn hat im Schaltjahr 2020 sogar an 366 Tagen im Jahr geöffnet – aber auch an ausgewählten Abenden hat der Münchner Tierpark einiges zu bieten, um interessierten Tier- und Naturfreunden spezielle Themen aus Fauna & Flora durch kompetente und versierte Experten zu präsentieren. Seit kurzem ist das neue Vortragsprogramm des Hellabrunner Artenschutzzentrums für das neue Jahr online und es lohnt sich, den einen oder anderen der insgesamt zehn kostenlosen Vortragstermine bereits zu Jahresbeginn im Kalender rot anzustreichen und sich zeitig anzumelden, denn die verfügbaren Plätze sind begrenzt. Den Auftakt macht der bekannte Naturfotograf Norbert Rosing gleich am Mittwoch, den 08.01.2020 um 19:00 Uhr mit seinem Vortrag „Naturschätze Deutschlands – Wälder, Felsen, Landschaften“. Sein Vortrag wird umrahmt von der ohnehin gerade präsentierten und von Rosing konzipierten Fotoausstellung zum Thema „Wildnis“. Aber auch ernste Themen kommen gleich zu Jahresbeginn auf die Agenda: Und so wird am 20.02.2020 um 19:00 Uhr der renommierte Meteorologe und Biologe Prof. Dr. Dr. Peter Höppe (ehemals LMU München) zum Thema „Klima im Wandel: Weshalb wir handeln müssen“ referieren und die Dringlichkeit und Herausforderungen unserer Zeit in Sachen Klimaschutz skizzieren. Zu Beginn des Frühjahrs, am Donnerstag, den 19.03.2020 um 19:00 Uhr gibt der Permakulturexperte Dominik Hölzl vom Kartoffelkombinat e.V. dann praktische Tipps und Handlungsempfehlungen zu Aktivitäten im eigenen Garten daheim – eingebettet in seinem Vortrag zum Thema „Bauerngarten: ein lebendiges Ökosystem“. Das Vortragsjahr 2020 in Hellabrunn setzt sich mit sieben weiteren Veranstaltungen im Artenschutzzentrum fort, unter denen sich vielseitige Tier- und Lebensraumthemen exotischer, aber auch heimischer Prägung finden, die zumeist auch einen Bezug zum Tierpark Hellabrunn haben. „Das Vortragsprogramm in unserem Artenschutzzentrum ist ein ganz wichtiger Eckpfeiler unseres Umweltbildungs- und Aufklärungsauftrags, den Hellabrunn als moderner und wissenschaftlich geführter Tierpark auf vielfältige Weise wahrnimmt. Bei diesen durch unser engagiertes Edukationsteam organisierten Veranstaltungen werden wir regelmäßig von hochkompetenten und erfahrenen Referenten unterstützt, um einerseits die inhaltlich hohe Qualität zu gewährleisten und andererseits die Themen für ein breites Publikum anschaulich und verständlich zu vermitteln – eine wichtige Aufgabe in herausfordernden Zeiten!“ so Rasem Baban, Tierparkdirektor und Vorstand des Münchner Tierpark Hellabrunn. Das ganze Programm lässt sich einsehen auf der Webseite des Münchner Tierpark Hellabrunn www.hellabrunn.de/veranstaltungen . Die Teilnahme ist kostenlos, bedingt aber eine vorherige schriftliche Anmeldung unter artenschutz@hellabrunn.de, da die verfügbaren Plätze limitiert sind.

Tierpark Nordhorn 31.12.2019
Über 466.000 Besucher – neuer Rekord im Tierpark! Fast eine halbe Million Gäste im Nordhorner Familienzoo
Mit einem nie dagewesenen Besucheransturm konnte der Tierpark Nordhorn das Jahr 2019 abschließen und in sein anstehendes Jubiläumsjahr zum 70jährigen Bestehen starten. Mit exakt 466.033 Besucher konnte ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden und damit nach dem Vorjahr bereits das zweite Mal in der Zoogeschichte die Marke von 450.000 Besuchern geknackt werden. Das Vorjahr wurde um fast 15.000 Besucher übertroffen. Insgesamt konnte in den letzten 5 Jahren die Besucherzahl um sagenhafte 60.000 Besucher auf nun mehr fast eine halbe Millionen Besucher gesteigert werden. „Wir freuen uns sehr über dieses tolle Ergebnis!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Es bestätigt unsere kontinuierliche und nachhaltige Entwicklung!“ Obwohl der Sommer wie im Jahr zuvor eher zu heiß war und die Temperaturen mehr zum Besuch ins Freibad einluden als zu einem Zoobesuch, waren das Frühjahr und die zweite Jahreshälfte gut besucht und konnten so zu einer erneuten Besucherzahlsteigerung beitragen. Die Weiterentwicklungen im nun vergangenen Jahr wurden von den Besuchern gut angenommen. Die beiden neuen begehbaren Anlagen für die Alpakas und die Vietnam-Sikahirsche haben Jung und Alt begeistert. Insbesondere die in freier Wildbahn ausgerottete Hirsche haben sich aufgrund ihrer Zutraulichkeit zu neuen Publikumslieblingen entwickelt. „Die Vietnamsikas sind durch ihre erlebbare Nähe hervorragende Botschafter für den Artenschutz!“ so Kramer weiter. Über diese Neuerungen hinaus, konnte das Zusammenspiel von regionaler Gastronomie und abwechslungsreichen Veranstaltungen die Menschen immer wieder begeistern. „Eine wirklich tolle Leistung des gesamten Zooteams!“ so Kramer. Und auch im kommenden Jahr soll die kontinuierliche Entwicklung weitergehen. Und das nicht nur im Hinblick auf die bauliche Weiterentwicklung. Zum 70jährigen Bestehen des Nordhorner Familienzoos möchte dieser seinen Besuchern natürlich auch weitere Höhepunkte bieten und zudem seine inhaltliche Arbeit weiter ausbauen. „Ein schöner Park und großer Besucherzustrom sind wichtig, um unsere Kernanliegen wie Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung weiter voranzutreiben!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Auch auf diesen Gebieten wollen wir unsere Leistungen ausbauen und mehr erreichen!“

Zoologisch Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 30.12.2019
Neuzugänge im Aquarium der Wilhelma Fünf Seewölfe: Grimmige Charakterköpfe mit wuchtigem Gebiss
Fünf „herbe Schönheiten“ hat die Wilhelma als Neuzugänge zu vermelden. Die Gestreiften Seewölfe sind jetzt in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart eingezogen, wo sie eine lange Tradition aufleben lassen. Artgenossen von ihnen waren bereits 1967 nach Eröffnung des Aquariums zu sehen. Diese einheimischen Charakterköpfe haben einen zwiespältigen Ruf. Wer im Internet nach „Seewolf“ sucht, erhält zum einen Kochrezepte und zum anderen Fotos des Filmschauspielers Raimund Harmstorf. Der wettergegerbte Haudegen war in der bekannten Titelrolle „Der Seewolf“ gut anzuschauen, aber als raubeiniger Kapitän eines Robbenfängers nicht gut zu genießen. Der namensgebende Meeresfisch ist dagegen kein schöner Anblick, aber für Gourmets ein Genuss. Diese Bewohner der kalten Meere auf der Nordhalbkugel sind auch in der Ostsee anzutreffen. Sie können anderthalb Meter lang und mehr als 20 Kilo schwer werden. Dagegen würden die sechs Monate alten Jungtiere in der Wilhelma possierlich wirken, wenn sie nicht schon so grimmig wie die großen ausschauten. Markant ist beim Gestreiften Seewolf nämlich der auffällig wuchtige Kopf, von dem sich eine stachelbesetzte Rückenflosse bis kurz vor die Schwanzflosse zieht. Quer dazu zieren rund ein Dutzend Streifen seine meist graugrünen Flanken. Das kräftige Maul verfügt über Hauzähne vorne und Mahlzähne hinten. Mit diesem fast raubtierartigen Gebiss schnappt und zermalmt der Seewolf zum Beispiel Krabben, Hummer, Seeigel und Muscheln. Durch die harten Schalen seiner Beutetiere nutzen sich seine Zähne recht stark ab. Doch er hat nie versiegenden Nachschub: Die verschlissenen Zähne fallen aus und werden ersetzt. So kann der Seewolf, der den felsigen Meeresgrund in 20 bis 500 Metern Tiefe als Lebensraum bevorzugt, bis zu 25 Jahre alt werden – wenn er nicht vorher gegessen wird. Fischer ziehen den bereits als überfischt geltenden Seewolf nur als Beifang aus dem Meer. Und selbst dann nur mit größter Vorsicht. Denn der „schwer bewaffnete“ Anarhichas lupus kann auch an Deck eines Fischerboots noch lange um sich beißen. Der wegen seines imposanten Gebisses im Fischhandel bisweilen „Steinbeißer“ genannte Seewolf gehört zu der Ordnung der Barschartigen. Er ist nicht zu verwechseln mit dem in der Zoologie eigentlich Steinbeißer genannten Cobitis taenia. Dieser Süßwasserfisch zählt zu den Karpfenartigen.

Zoo Landau in der Pfalz 30.12.2019
Zoo Landau in der Pfalz kann 2019 mit erfreulichen Zahlen abschließen: Positive Bilanz eines engagierten Zoojahres
Das Jahresende ist auch für jeden Zoo ein naheliegender Anlass, Rückschau zu halten. Die Bilanz 2019 des beliebten Landauer Zoos kann mit etlichen imposanten und positiven Zahlen aufwarten. Noch bevor die letzten Tage des Jahres vergangen sind, erfreut sich der Zoo mit fast 165.000 zahlenden Besuchern am weit überdurchschnittlichen Zuspruch von Zoofans. Und das trotz weitgehend verregneter Herbstferien und Wochenenden der letzten Wochen. Auch die Zooschule Landau kann mit knapp 15.000 Nutzern auf ein über dem Schnitt der letzten Jahre liegendes Ergebnis verweisen. Für viele der über 40 Veranstaltungen im Zoo zeichnete die beliebte Umweltbildungsinstitution verantwortlich. Aber auch die Tiere des Zoos liefern beeindruckende Zahlen: Niemals zuvor gab es 425 Einzeltierpatenschaften für eines der ca. 1.200 Tiere und damit eine derartig großzügige und wertvolle Förderung vielen Tierpatinnen und Tierpaten für zahlreiche Schützlinge. Auch herrschte in reges Kommen und Gehen. So erhielt der Zoo Landau im Laufe des Jahres 44 Tiere aus anderen zoologischen Einrichtungen. Immerhin 60 Tiere wurden meist im Rahmen koordinierter Zuchtprogramme aus Landau abgegeben. Die weiteste Reise aus Landau trat die Weißscheitelmangabe William an. Das Tier wurde zum Erhalt dieser extrem gefährdeten Affenart an den Zoo im spanischen Cordoba abgegeben. Den weitesten Weg nach Landau hatten die vier Zwergotter, die im Frühjahr aus einem Zoo im Vereinigten Königreich in die Südpfalz übersiedelten. Die zahlreichen Besucher ermöglichten dem Zoo über den 2012 eingeführten sog. Artenschutz-Cent seine sechs internationalen und regionalen Naturschutzprojekte maßgeblich zu fördern. Diverse Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit im Zoo im Rahmen eines insgesamt fast € 300.000 umfassenden Förderprogramms konnten schon zum Abschluss gebracht werden. Und die hauptsächlich durch den Freundeskreis Zoo Landau e.V. getragene, ca. € 450.000 umfassende, Baumaßnahme einer neuen Gehegeanlage für philippinische Tierarten machte wichtige Fortschritte. Das freut auch viele der inzwischen über 6.000 Follower der Zoo-Facebook-Seite. „Dieses sind nur einige ausgewählte Zahlen, die die stolze Bilanz des Jahres 2019 im Zoo Landau in der Pfalz prägen,“ stellen Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel und der für den Zoo zuständige Dezernent Alexander Grassmann zufrieden fest. Eine tolle Teamleistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Förderer und sonstiger Unterstützer würde auf diese Weise verdient gewürdigt.

Tiergarten Schönbrunn Wien 30.12.2019
Nachwuchs bei den Weißhandgibbons
Stets eng an seine Mama gekuschelt: So zeigt sich der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn. Am 18. Dezember ist ein Gibbon zur Welt gekommen. „Unser Weibchen Sipura ist eine erfahrene Mutter und kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Das Kleine wird gesäugt und an ihrem Bauch hängend überallhin mitgetragen. Deshalb können wir das Geschlecht noch nicht erkennen“, so Revierleiter Fredi Maier. Erst im Alter von drei Monaten wird das Jungtier erste Kletterversuche unternehmen. Seine große Schwester Saya kann es kaum erwarten. „Saya ist zweieinhalb Jahre alt und zeigt sich jetzt schon sehr interessiert. Im Sommer werden die beiden Jungtiere gemeinsam durch die Anlage toben.“ Bis dahin ist Vater Rao ein geduldiger Spielgefährte für Saya. Gibbons wurden von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres 2019“ gewählt. Trauriger Anlass war, dass alle 20 Gibbon-Arten stark bedroht sind. Die Abholzung der Regenwälder in ihrer Heimat Südostasien ist dafür hauptsächlich verantwortlich. Auch die Wilderei stellt ein massives Problem dar. Die „Zootier des Jahres“-Aktion, an der sich auch der Tiergarten Schönbrunn finanziell beteiligt hat, erzielte heuer ein Rekordergebnis. Mehr als 115.000 Euro wurden von den teilnehmenden Partnern bereitgestellt. Die gesammelten Gelder werden in Schutzmaßnahmen für Gibbons in Laos und Vietnam fließen, um ein Schutzgebiet entstehen zu lassen und Ranger im Kampf gegen die Wilderei zu unterstützen.

In der Silvesternacht ist das Menschenaffenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt. Bis auf zwei Schimpansen haben keine Tiere überlebt.
Die Schimpansen Bally und Limbosind nur leicht verletzt und sind nun in zwei Boxen im GorillaGarten (den der Brand verschont hat) untergebracht. Sie werden von mehreren Zootierärzten betreut.
Wer dem Zoo Krefeld helfen und spenden möchte, kann dies über folgende Spendenkonten tun:
Zoo Krefeld gGmbH
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE 10 3205 0000 0000 4271 53
BIC: SPKRDE33
Verwendungszweck: Spende Affenhaus

Zoofreunde Krefeld e.V.
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE 42 3205 0000 0000 3177 43
BIC: SPKRDE33
Verwendungszweck: Spende Affenhaus

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