Zoo Leipzig 02.10.2026
1 Jahr Europäisches Artenschutzprojekt Erfolgreiche Feldhamster-Zuchtsaison 2026
Ein Jahr nach dem Start des EU-Life-Projektes »LIFE4HamsterSaxony« im Oktober 2025 ziehen der Zoo Leipzig, der Landkreis Nordsachsen und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) eine positive Zwischenbilanz. Messbare Erfolge gibt es sowohl bei der Auswilderung gezüchteter Feldhamster als auch beim Aufbau der Erhaltungszucht. Zudem sind feldhamsterfreundliche Bewirtschaftungsmaßnahmen im Projektgebiet südwestlich von Delitzsch und nördlich des Flughafens Leipzig/Halle erfolgreich angelaufen. Insgesamt 93 Feldhamster wurden im Mai 2026 auf zwei feldhamsterfreundlich bewirtschafteten Feldern in Nordwestsachsen ausgewildert. Die ersten Jungtiere zeigten sich bereits im Juni auf den Flächen und in der zooeigenen Zuchtstation können sich die Projektverantwortlichen über 271 Feldhamsterjungtiere aus 39 Würfen (2025: 196) freuen. „Die Zahlen stimmen uns erneut zuversichtlich, dass wir unserem gemeinsamen Ziel Schritt für Schritt näherkommen. Bis 2031 soll sich in Nordwestsachsen eine selbsttragende Feldhamsterpopulation etablieren. Ein erfolgreiches Zuchtgeschehen schafft dafür die entscheidende Grundlage und trägt dazu bei, den vom Aussterben bedrohten Feldhamster wieder dauerhaft in das bestehende Ökosystem zu integrieren und seine wichtige Rolle als Teil dieses Lebensraums zu sichern. Es deutet alles darauf hin, dass sich das Feldhamsterschutzprojekt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, was mich darin bestärkt, dass ein gemeinsames Agieren im Sinne des Arten- und Naturschutzgedankens möglich und erfolgreich sein kann“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Parallel zum Auswilderungs- und Zuchtgeschehen im Rahmen des LIFE4HamsterSaxony- Projektes wurden in weiteren Zoo-Projekten in Sachsen-Anhalt 129 Tiere ausgewildert. Langfristiges Ziel ist es hier, bestehende und neu ausgewilderte Populationen in den kommenden Jahren miteinander zu vernetzen und den genetischen Austausch zu fördern. „Unser großes Anliegen ist es auch, Natur und Landwirtschaft wieder stärker zusammenzubringen. Die Erfolge aus den ersten beiden Pilotjahren 2024 und 2025 sprechen für sich und machen deutlich, welche positiven Auswirkungen diese Symbiose für beide Parteien haben kann. Erste Auswertungen zeigen, dass sich rund um die Auswilderungsflächen die Artenvielfalt erhöht. Neben Feldhase, Dachs und Wachtel konnten auch seltene Vogelarten wie Steinschmätzer oder Blaukehlchen sowie zahlreiche Insektenarten beobachtet werden. Das zeigt, dass gezielter Feldhamsterschutz positive Impulse für die gesamte Artenvielfalt geben kann“, erklärt Thomas Liebenstein, Projektmanager Artenschutz. Projekthintergrund Das EU-LIFE-Projekt »LIFE4HamsterSaxony« startete im Oktober 2025 und ist bis Ende 2031 bewilligt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12,2 Millionen Euro. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 75 Prozent der Gesamtkosten; die verbleibenden 25 Prozent tragen der Freistaat Sachsen, vertreten durch das LfULG, der Zoo Leipzig sowie in einem geringen Maßdas Landratsamt Nordsachsen. Das LfULG ist Leadpartner und damit verantwortlich für die Projektleitung und Projektabwicklung sowie für die Umsetzung der naturschutzfachlichen und landwirtschaftlichen Aufgabenpakete. Der Zoo Leipzig übernimmt die Zucht und Auswilderung von Feldhamstern und das Landratsamt Nordsachsen, als zuständige untere Naturschutzbehörde, die administrativen Aufgaben. Eine entscheidende Grundlage für den erfolgreichen Förderantrag, der im September 2024 bei der EU eingereicht wurde, bildeten die langjährigen Vorarbeiten des im Jahr 2008 gegründeten Arbeitskreises »Kooperativer Feldhamsterschutz«. Die kontinuierliche Zusammenarbeit der Projektpartner und die gemeinsam entwickelte Strategie haben wesentlich dazu beigetragen, die Voraussetzungen für das EU-LIFE-Projekt zu schaffen.
Alpenzoo Innsbruck 02.10.2026
Der Herbst kündigt sich an: Die Tiere im Alpenzoo bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor
Die Tage werden langsam kürzer, die Temperaturen kühler und auch in der Natur kündigt sich der Herbst an. Im Alpenzoo lässt sich der Wechsel der Jahreszeit derzeit besonders gut beobachten. Viele Tiere bereiten sich auf die kommenden kalten Monate vor und zeigen dabei ganz typische saisonale Veränderungen. Ganz besonders spannend ist es für die heurigen Jungtiere. Bei Wisent, Steinbock und Gämse wird das Fell bereits dichter. Das Sommerfell weicht nach und nach dem deutlich kräftigeren Winterfell, das die Tiere in den kommenden Monaten vor Kälte und Schnee schützt. Die Tiere passen ihren Körper damit schon jetzt an die bevorstehenden Bedingungen im alpinen Winter an. Auch bei den Steinböcken wird es zunehmend spannend. Mit dem Herbst nähert sich langsam die Brunftzeit, in der die Böcke um die Gunst der Weibchen kämpfen. Erste Rangkämpfe lassen sich bereits beobachten: Die imposanten Tiere stellen sich einander gegenüber und schlagen immer wieder mit ihren kräftigen Hörnern aufeinander. Was spektakulär aussieht, ist ein natürliches Verhalten und dient dazu, die Rangordnung unter den Böcken zu klären. Wer die Murmeltiere noch einmal beobachten möchte, sollte die Gelegenheit jetzt nutzen. Mit etwas Glück sind sie derzeit noch außerhalb ihres Baus zu sehen. Bald ziehen sie sich für die kalte Jahreszeit zurück und verbringen die Wintermonate im geschützten Bau. Während ihres Winterschlafs fahren die Tiere ihren Stoffwechsel stark herunter und überdauern so die nahrungsarme und kalte Jahreszeit. Der Herbst ist damit eine besonders spannende Zeit für einen Besuch im Alpenzoo. Denn während sich die Landschaft langsam verändert, beginnt auch bei den Tieren eine wichtige Vorbereitungsphase auf den Winter. Dichteres Fell, erste Brunftkämpfe und die letzten Aktivitäten der Murmeltiere machen den Jahreszeitenwechsel im Zoo unmittelbar erlebbar.
Zoo Zürich 01.10.2026
Verbinden, was zusammengehört
Wer heute den Zoo Zürich besucht, erlebt einen modernen, innovativen und wissenschaftsorientierten Zoo. In den vergangenen rund 30 Jahren hat sich der Zoo von einer klassischen zoologischen Institution zu einer führenden Naturschutzorganisation entwickelt. Artenschutz, Lebensraumschutz, Forschung und Bildung prägen heute seine Arbeit – in Zürich und weltweit. Diesen Wandel macht der Zoo Zürich ab heute auch in seinem öffentlichen Auftritt mit einem modernisierten Markenauftritt sichtbar. Wer kennt es nicht? Das Logo des Zoo Zürich mit dem charakteristischen roten «h». Seit rund 30 Jahren steht es für das Staunen der Zoogäste beim Eintauchen in die Welt der Tiere auf dem Zürichberg. Doch heute geht es um weit mehr als die Faszination für exotische Tiere. Im Mittelpunkt steht der Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume. Dafür engagiert sich der Zoo Zürich als moderne Naturschutzorganisation mit den vier Hauptaufgaben Artenschutz, Lebensraumschutz, Forschung und Bildung für den Erhalt der weltweiten Biodiversität. Der neue Markenauftritt macht diesen ganzheitlichen Ansatz eines modernen, wissenschaftlich geführten Zoos nun auch nach aussen sichtbar. Das Miteinander von Natur, Tier und Mensch Natur, Tier und Mensch: Der Zoo der Zukunft verbindet, was zusammengehört. Er bringt Menschen näher an die Natur und macht Zusammenhänge erlebbar. In naturnah gestalteten Lebensräumen lädt der Zoo Zürich dazu ein, zu beobachten, zu entdecken und die Vielfalt des Lebens mit neuen Augen zu sehen. «So schlägt er die Brücke zwischen Zürich und den Naturräumen dieser Welt – und inspiriert Menschen, sich gemeinsam für den Schutz der globalen Artenvielfalt einzusetzen», sagt Claudia Herkert-Derungs, Bereichsleiterin Marketing & Edukation und Vize-Direktorin. Sie hat den modernisierten Auftritt des Zoos gemeinsam mit ihrem Team entwickelt. Die Strategie wird sichtbar Das Logo wurde behutsam modernisiert, vereinfacht und konsequent für die digitale Anwendung weiterentwickelt. Organische Formen, natürliche Farben und eine ausdrucksstarke Bildwelt unterstreichen im neuen Corporate Design den Bezug zur schützenswerten Natur. Der neue Markenauftritt wird Schritt für Schritt eingeführt. Im Sinne eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen werden bestehende Materialien nicht vorschnell ersetzt, sondern erst dann erneuert, wenn dies ohnehin ansteht. Zum Start des neuen Markenauftritts wurden deshalb zunächst die wichtigsten Berührungspunkte mit den Zoogästen angepasst – darunter die Webseite, die Plakatkampagne, die Eintrittstickets sowie das neu gestaltete Zoo-Magazin «Habitat». Sein Name steht sinnbildlich für die Verbindung zwischen den Lebensräumen im Zoo und ihren natürlichen Vorbildern. Die vollständige Umstellung auf das neue Erscheinungsbild erfolgt in den kommenden Monaten und Jahren schrittweise. Wertvolle Unterstützung Die strategischen Grundlagen und die künftige Markenpositionierung wurden im Bereich Marketing & Edukation des Zoo Zürich erarbeitet. Auch die Umsetzung des neuen Markenauftritts lag weitgehend in den Händen dieses Teams, das dabei von spezialisierten Agenturen begleitet wurde: Gold Interactive, MetaDesign und Rembrand. Mehr als ein neuer Markenauftritt «Verbinden, was zusammengehört» ist demnach weit mehr als nur der neue Claim. «Er bringt auf den Punkt, wofür der Zoo Zürich steht: Menschen für die Natur zu begeistern und sie einzuladen, Verantwortung für ihren Schutz zu übernehmen», fasst Claudia Herkert-Derungs das Bestreben des Zoo Zürich als moderner Zoo mit dem neuen Markenauftritt zusammen.
Zoo Duisburg 01.10.2026
Dr. Philipp Koch ist neuer Zoologischer Leiter des Zoo Duisburg
Seit dem 1. Oktober 2026 unterstützt der 36-Jährige das rund 100-köpfige Team des Zoo Duisburg. Der Zoo Duisburg hat seit dem 1. Oktober 2026 einen neuen Zoologischen Leiter. In dieser Position leitet Dr. Philipp Koch künftig den gesamten zoologischen Bereich. Dies umfasst die strategische und personelle Führung des Teams, die Steuerung aller wissenschaftlichen Aufgaben inklusive des Artenschutzes sowie die zoologische Fachbetreuung der aktuellen Masterplan-Projekte. Mit seiner Erfahrung als langjähriger Fachlicher Leiter des Tierparks Walldorf bringt Dr. Philipp Koch wichtige Impulse und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Zoo Duisburg ein. „Tiere haben mich schon immer fasziniert – umso mehr freue ich mich, meine Leidenschaft nun auch im Zoo Duisburg beruflich einbringen zu können. Ich bin gespannt auf die neue Aufgabe, das Team und viele besondere Begegnungen mit unseren Tieren“, sagt Dr. Philipp Koch. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dr. Philipp Koch. Seine Expertise, seine Ideen und seine tiefe Verbundenheit mit der zoologischen Arbeit qualifizieren ihn in besonderem Maße für die Leitung unseres zoologischen Bereichs. Ich bin überzeugt, dass er wichtige Impulse setzen und gemeinsam mit unserem Team den Zoo und seine Entwicklung voranbringen wird“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin. Mit dem nachfolgenden Interview möchte der Zoo Duisburg Dr. Philipp Koch vorstellen. Was hat Dich an der Aufgabe als Zoologischer Leiter besonders gereizt – und worauf freust Du dich am meisten? Koch: Die Expertise, die ich im Tierpark Walldorf gewonnen habe, will ich nun im größeren Kontext, auch international, umsetzen. Das ist für mich als Zoologischer Leiter in Duisburg besonders reizvoll. Ich freue mich sehr darauf, mit so vielen neuen Kolleginnen und Kollegen die Erfolgsgeschichte des Zoo Duisburg weiterschreiben zu dürfen. Gab es eine Tierart, die dich in deinem beruflichen Werdegang besonders fasziniert oder geprägt hat? Koch: Das waren die Wölfe, die einen Ruf haben, den sie nicht verdienen. Ich habe erlebt, wie ein Kind voller Faszination für die Tiere war – bis die Eltern es fragten, ob es denn auch den Wolf möge, der Rotkäppchens Großmutter gefressen hat. Im „Netzwerk Große Beutegreifer“ habe ich mich dafür engagiert, über diese Tiere aufzuklären. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Menschen mitzunehmen – auch auf der emotionalen Ebene. Mein Studium habe ich mit dem klaren Wunsch angetreten, Tiere zu schützen und Menschen über sie zu informieren. Tierwohl und Tierschutz stehen dabei an erster Stelle. Zoologische Arbeit bedeutet heute weit mehr als die Haltung von Tieren. Welche Themen liegen dir besonders am Herzen? Koch: Jeder Zoo sollte sich der Umweltbildung widmen, sollte als Naherholungsort fungieren, sollte sich dem Artenschutz verschreiben und Forschung betreiben. Nur dadurch lernen wir, was wir tun können, um die Tiere und ihre Lebensräume zu schützen – und nur durch Umweltbildung schaffen wir es, dieses Wissen so zu verbreiten, dass diese Punkte nachhaltig verändert werden können. Hier im Zoo Duisburg wird dies nicht nur geleistet, sondern auch gelebt. Das macht für mich die Faszination für den Zoo Duisburg aus. Zur Person Dr. Philipp Koch wurde 1990 in Wolmirstedt, Sachsen- Anhalt geboren. Nach seinem Studium der Biologie an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale), widmete er sich seiner Doktorarbeit – einem Kooperationsprojekt des Julius-Kühn-Instituts Münster, dem Institut für Veterinärmedizin der Universität Leipzig, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Bad-Lauchstädt und der Freien Universität Berlin. Erste Erfahrung mit der Zootierhaltung sammelte er im Bergzoo Halle, wo er als Assistenz des Kuratoriums angestellt wurde. 2022 trat er die Stelle als Fachliche Leitung des Tierparks Walldorf an. Seit Oktober 2026 ist er Zoologischer Leiter im Zoo Duisburg.
Tiergarten Schönbrunn 01.10.2026
Tiergarten Schönbrunn erneut für hohe Tierwohlstandards ausgezeichnet
Pünktlich zum Welttierschutztag am 4. Oktober gibt es im Tiergarten Schönbrunn Grund zur Freude: Die internationale Global-Humane-Zertifizierung für hohe Standards im Tierwohl wurde erneut bestätigt. Bereits im Vorjahr war Schönbrunn als erster Zoo Österreichs mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Bei der neuerlichen Überprüfung wurden auch die neuen Anlagen, der aktuelle Tierbestand und umgesetzte Verbesserungsmaßnahmen berücksichtigt. Die Global Humane Society, der internationale Teil der American Humane Society, überprüft das Wohlergehen von Tieren in Zoos, Aquarien und Naturschutzzentren weltweit. Seit der ersten Zertifizierung hat sich im Tiergarten viel getan: Die neue Anlage für asiatische Gebirgstiere bietet Himalaya-Tahren und erstmals auch den gefährdeten Goldtakinen ein Zuhause. Für die von der Ausrottung bedrohten Onager, eine Wildeselart aus dem heutigen Iran, wurde eine Steppenlandschaft geschaffen. Auch die Umgestaltung des historischen Bärenkäfigs in eine moderne Anlage für zwei stark bedrohte heimische Arten, Feldhamster und Blauracken, floss in die neuerliche Bewertung ein. „Wir freuen uns besonders, dass auch unsere neuen Anlagen und der weiterentwickelte Tierbestand erfolgreich in die erneute Zertifizierung aufgenommen wurden. Für uns ist es eine wichtige Bestätigung, dass wir bei der Weiterentwicklung des Tiergartens das Tierwohl konsequent mitdenken“, sagt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Die neuerliche Zertifizierung bestätigt nicht nur die bestehenden Standards, sondern würdigt auch konkrete Verbesserungen, die seit der ersten Überprüfung umgesetzt wurden. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, wie der neugestalteten Präriehund-Anlage. Auch kleinere Anregungen aus dem ersten Zertifizierungsprozess wurden aufgegriffen und in den Arbeitsalltag integriert. So wurden beispielsweise zwei Auftau-Kühlschränke für die Fischversorgung der Mähnenrobben und Pinguine angeschafft. Auch bei der Beschäftigung und geistigen Anregung der Tiere, dem sogenannten Enrichment, wird ein neues System getestet. Ein Enrichment-Plan soll den Tierpflegerinnen und Tierpflegern einen besseren Überblick darüber geben, welche Beschäftigungsangebote in den vergangenen Tagen bereits zum Einsatz gekommen sind und welche sich besonders bewährt haben. So sollen die Tiere regelmäßig abwechslungsreiche und zugleich sinnvolle Anregungen erhalten. „Das Wohl unserer Tiere erfordert stetige Aufmerksamkeit und Weiterentwicklung. Wir überprüfen unsere Abläufe laufend und setzen Verbesserungen gemeinsam dort um, wo sie das Wohlbefinden unserer Tiere weiter fördern“, betont Hering-Hagenbeck. Zum Welttierschutztag unterstreicht der Tiergarten Schönbrunn damit seinen Anspruch, die Bedürfnisse der Tiere bestmöglich zu berücksichtigen und die Standards in der Tierhaltung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Zoo Hoyerswerda 30.09.2026
Artenschutz kennt keine Grenzen Warum Zootiere weltweit auf Reisen gehen
Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Ein Tag, der die besondere Verantwortung der Menschen gegenüber Tieren bewusst machen soll. Im Zoo Hoyerswerda bedeutet das Artenschutz auch über Ländergrenzen hinaus. Ende August hat ein Springtamarin den Zoo Hoyerswerda verlassen. Sein Ziel: Singapur. Eine Reise, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint. Warum sollte ein kleines Äffchen mehrere tausend Kilometer zurücklegen, wenn es doch auch in seinem bisherigen Zoo bleiben könnte? „Nicht immer ist der beste Platz für ein Tier dort, wo es geboren wurde. Manchmal ist sein wichtigster Beitrag zum Artenschutz viele hundert oder sogar tausende Kilometer entfernt“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter. Für viele Zootiere endet ihre Bedeutung nicht an den Grenzen ihrer eigenen Einrichtung. Sie sind durch Zuchtprogramme der EAZA (European Union of Zoos and Aquaria) Teil einer weltweit vernetzten Population. Wenn ein Tier den Zoo wechselt, kann das deshalb ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt seiner Art sein. Der Springtamarin ist dabei nicht das einzige Tier, das in diesem Jahr aus dem Zoo Hoyerswerda auf eine internationale Reise gegangen ist. Bereits im April zog Leopardin Nala nach Frankreich, im Frühjahr reiste ein Gürteltier nach England. Demnächst wird der Ara-Nachwuchs nach Schweden und England gehen. Vier unterschiedliche Tierarten, vier unterschiedliche Ziele und doch steckt hinter allen Transporten dasselbe Prinzip: Zoos arbeiten über Ländergrenzen hinweg zusammen, um langfristig (genetisch) gesunde Tierpopulationen zu erhalten. Ein Tier, das heute den Zoo Hoyerswerda verlässt, kann morgen in einer anderen Einrichtung Teil einer neuen Gruppe werden. Vielleicht bekommt es dort Nachwuchs. Vielleicht trägt es dazu bei, eine bisher wenig vertretene genetische Linie zu erhalten. Und vielleicht profitieren von dieser Zusammenarbeit irgendwann sogar Schutzprogramme in den natürlichen Lebensräumen der jeweiligen Art. Gemeinsam statt allein: Populationen weltweit denken Viele Tierarten können in Zoos nicht in ausreichend großen Populationen an einem einzigen Standort gehalten werden. Erst durch die Zusammenarbeit zahlreicher Zoos entsteht eine Population, die groß genug ist, um ihre genetische Vielfalt langfristig zu bewahren. Der sogenannte One Plan Approach der Weltnaturschutzunion IUCN geht noch einen Schritt weiter: Populationen in menschlicher Obhut und Wildpopulationen werden als miteinander verbundene Teile eines Gesamtsystems betrachtet. Damit werden Zoos zu einem Bestandteil internationaler Artenschutzstrategien. Voraussetzung dafür sind koordinierte Zuchtprogramme, wissenschaftlich fundiertes Populationsmanagement, Monitoring und langfristige internationale Partnerschaften. Ein Transport ist mehr als eine Reise „Als mittelgroßer Zoo sind wir stolz, dass unsere Nachzuchten nicht nur europaweit, sondern sogar weltweit Zoologische Einrichtungen unterstützen“, sagt Eugène Bruins. Für Besucherinnen und Besucher ist ein Tiertransport meist nur für einen kurzen Moment sichtbar: Eine Transportbox wird vorbereitet, ein Tier wird verabschiedet und schließlich beginnt die Reise. Hinter jedem nationalen oder internationalen Tiertransport stehen umfangreiche Vorbereitungen. Tierärztliche Untersuchungen, Transportplanung, behördliche Vorgaben und die Abstimmung zwischen den beteiligten Einrichtungen müssen berücksichtigt werden. Fun Fact: Für den Transport nach Singapur sind insgesamt 137 Mails zwischen Singapur und Hoyerswerda geschrieben worden. Der internationale Tiertransport ist deshalb nicht einfach eine Reise von A nach B. Er ist ein Teil des Plans für das Überleben einer Art.
Tierpark Nordhorn 30.09.2026
„Tolle Knolle“ und Oldtimertreff im Tierpark Nordhorn – Aktionen rund um die Kartoffel am Vechtehof und Oldtimertreff am Sonntag
Wenn der Duft von frisch gebackenen Reibekuchen durch den historischen Vechtehof zieht und Kinder mit Kartoffeln kreativ werden, dreht sich im Tierpark Nordhorn wieder alles um die „Tolle Knolle“. Am Samstag, den 10. Oktober und Sonntag, den 11. Oktober 2026 ist die Vechtehoffamilie zu Gast am historischen Bauernhof und lädt zu einem abwechslungsreichen Wochenende rund um die Kartoffel ein. In ihren typischen Grafschafter Trachten zeigt die Vechtehoffamilie, was sich mit der vielseitigen Knolle alles anstellen lässt. An beiden Tagen können Kinder ab 11.00 Uhr in der Heuremise selbst kreativ werden: Beim Kartoffeldruck entstehen hübsche, individuell gestaltete Leinenbeutel. Auch kulinarisch spielt die Kartoffel die Hauptrolle. Auf der alten Kochmaschine in der guten Stube des Vechtehofes werden Reibekuchen gebraten und frischer Apfelmus gekocht. Daneben köchelt ein großer Topf mit deftiger Kartoffelsuppe für die hungrigen Gäste. Und wenn im alten Herd das Feuer knistert, schmeckt es gleich doppelt so gut, versprochen! Am Sonntag kommt ein besonderer Blickfang hinzu: Im gesamten Tierpark sind viele schöne Oldtimer unterschiedlichster Marken, Modelle und Epochen zu bewundern. Beim diesjährigen Oldtimertreff erwartet die Besucher damit wieder eine abwechslungsreiche Mischung automobiler Klassiker. Einen besonderen Akzent setzen in diesem Jahr die großen und stattlichen US-Cars, die sich rund um den Lindenplatz präsentieren. Von 11 bis 16 Uhr können die Besucher bei trockenem Wetter die unterschiedlichsten Modelle auf vier Rädern bestaunen. Vom Eingang bis hin zur Cafeteria sorgen die historischen Fahrzeuge mit glänzendem Chrom und interessanten Karosserien für eine nostalgische Reise in die Vergangenheit. So trifft an diesem Sonntag Grafschafter Tradition auf automobile Klassiker. Eine spontane Teilnahme mit dem eigenen Oldtimer ist bei diesem Treff im Tierpark nicht möglich. Die Fahrzeuge müssen vorher angemeldet sein, da der Platz im Familienzoo zur Ausstellung der Automobile begrenzt ist.
Wildpark Lüneburger Heide 30.09.2026
Wildpark Lüneburger Heide investiert Millionen in die Zukunft
Neue Spiel-Erlebniswelt, modernes Restaurant und nachhaltiges Funktionsgebäude: Bis Frühjahr 2027 setzt der Wildpark mehrere große Zukunftsprojekte um Nindorf-Hanstedt. Der Wildpark Lüneburger Heide stellt die Weichen für die kommenden Jahre: Bis zum Frühjahr 2027 investiert der Park mehrere Millionen Euro in gleich mehrere große Projekte. Im Mittelpunkt stehen ein völlig neues Spielerlebnis für kleine Besucherinnen und Besucher, die umfassende Sanierung und Neuausrichtung des Hauptrestaurants sowie der Bau eines modernen Funktionsgebäudes für die Mitarbeitenden. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und eine langfristige Weiterentwicklung des Wildparks bilden dabei den roten Faden. Eines der sichtbarsten Projekte wird dort entstehen, wo sich heute der große Abenteuerspielplatz befindet. Unter dem Namen „Willis Wilde Welt“ entwickelt der Wildpark eine neue und in dieser Form einzigartige Spielwelt für kleine und große Besucher. Was genau sich hinter „Willis Wilder Welt“ verbirgt, möchte soll an dieser Stelle noch nicht vollständig verraten. Nur so viel: Wildpark-Maskottchen Willi Wildpark und seine Freunde Wolf, Bär und Co. werden darin eine im wahrsten Sinne des Wortes große Rolle spielen. Weitere Details zur neuen Erlebniswelt werden in den kommenden Monaten nach und nach bekannt gegeben. Viele der bestehenden Spielgeräte des heutigen Abenteuerspielplatzes bleiben dem Wildpark dabei erhalten. Sie werden demontiert und an anderen Stellen im Park wieder aufgebaut, sodass zusätzliche Spielmöglichkeiten entstehen und bewährte Elemente weiter genutzt werden können. Vom 70er-Jahre-Charme zu moderner Gemütlichkeit Parallel dazu wird das Hauptrestaurant des Wildparks grundlegend saniert und neu aufgestellt. Dabei geht es um weit mehr als eine optische Modernisierung. Das Gebäude wird energetisch umfassend ertüchtigt, unter anderem mit moderner Dämmung und einer neuen Wärmepumpenanlage. Auch im Innenbereich beginnt eine neue Ära: Der rustikale Charme vergangener Jahrzehnte weicht einer modernen, warmen und zeitgemäßen Atmosphäre. Ein frisches gastronomisches Konzept, optimierte Arbeits- und Serviceabläufe sowie ein großzügiger Veranstaltungsbereich sollen das Restaurant künftig sowohl für den täglichen Wildparkbesuch als auch für Feiern, Gruppen und Veranstaltungen noch attraktiver machen. Die Sanitärbereiche werden ebenfalls modernisiert, und auch die Fassade erhält einen neuen, zeitgemäßen Auftritt. Mit dem neuen Konzept bekommt das Restaurant zudem einen neuen Namen – der allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten wird. Die Arbeiten am Restaurant und an „Willis Wilder Welt“ sollen bis Mitte März abgeschlossen sein. Damit möchte der Wildpark mit frischem Schwung und zahlreichen Neuerungen in die neue Saison starten. Neues Funktionsgebäude auf rund 1.000 Quadratmetern Ein weiteres großes Zukunftsprojekt entsteht hinter den Kulissen. Auf rund 1.000 Quadratmetern Fläche baut der Wildpark ein zweigeschossiges Funktionsgebäude mit Satteldach. Es wird künftig zentrale Arbeitsbereiche des Parks unter einem Dach zusammenführen. Geplant sind moderne Büros, Umkleidebereiche und eine Kantine für die Mitarbeitenden ebenso wie Lagerflächen und Arbeitsräume für die Tierpflege. Helle, zeitgemäße Arbeitsplätze und ein großer Besprechungsraum sollen deutlich bessere Bedingungen für die tägliche Zusammenarbeit schaffen. Auch Wildpark-Chef Alexander Tietz wird mit seinem Büro in das neue Gebäude einziehen. Der Neubau reagiert auf eine Entwicklung, die für Besucherinnen und Besucher kaum sichtbar ist: Der Wildpark ist über viele Jahre gewachsen. Mit diesem Wachstum sind auch die Aufgaben, Teams und betrieblichen Anforderungen größer geworden. Die bisherige Infrastruktur wird diesen Anforderungen inzwischen nicht mehr in allen Bereichen gerecht. Das neue Funktionsgebäude ist deshalb ausdrücklich auch eine Investition in die Mitarbeitenden und in die langfristige Leistungsfähigkeit des Wildparks. Möglichst unabhängig von fossilen Energien Bei der Planung spielt die Energieversorgung eine zentrale Rolle. Das neue Gebäude wird energetisch auf einen modernen Standard gebracht und mit Photovoltaikanlagen sowie einem Stromspeicher ausgestattet. Ziel ist es, den Energiebedarf des Gebäudes so weit wie möglich selbst zu decken und langfristig möglichst autark zu betreiben. Auch darüber hinaus beschäftigt sich Alexander Tietz intensiv mit der Frage, wie der Wildpark seine Infrastruktur zukunftsfähig weiterentwickeln kann. Mittelfristig soll unter anderem auch der Fuhrpark stärker elektrifiziert werden. Das langfristige Ziel: den Verbrauch fossiler Ressourcen weiter reduzieren und die Energieversorgung des Parks Schritt für Schritt nachhaltiger und unabhängiger gestalten. Damit verbindet der Wildpark wirtschaftliche Weiterentwicklung mit einem klaren Blick auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte Zur Zukunftsstrategie gehört zugleich die Frage, wie der Wildpark qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und langfristig binden kann. In unmittelbarer Nähe des Wildparks werden deshalb 13 weitere Unterkünfte für Mitarbeitende entstehen, so dass der Park mit den bereits bestehenden Einheiten dann 20 Unterkünfte verfügbar hat. Gerade für einen Betrieb mit spezialisierten Tätigkeiten – etwa in der Tierpflege, Technik, Gastronomie oder im Besucherservice – ist die Gewinnung von Fachkräften von entscheidender Bedeutung. Mit modernen Arbeitsbedingungen und zusätzlichen Wohnmöglichkeiten möchte der Wildpark seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern. Ein Wildpark im Wandel „Wir investieren ganz bewusst in die Zukunft des Wildparks – in ein besonderes Erlebnis für unsere Gäste, in moderne und nachhaltige Infrastruktur und vor allem auch in gute Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Der Wildpark ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, unsere Strukturen mitwachsen zu lassen. Dabei wollen wir nicht nur moderner, sondern auch energieeffizienter und unabhängiger von fossilen Ressourcen werden“, fasst Alexander Tietz zusammen. Der Wildpark entwickelt sich weiter, ohne seinen Charakter aus den Augen zu verlieren. Natur- und Tiererlebnis bleiben das Herz des Parks – ergänzt um moderne Infrastruktur, nachhaltigere Technik und neue Angebote für die kommenden Generationen. Und ein Geheimnis bleibt vorerst noch bestehen: Was Willi Wildpark, Wolf, Bär und ihre Freunde in „Willis Wilder Welt“ genau vorhaben, wird noch nicht verraten. Fest steht nur: Es wird groß.
Zoo Hannover 30.09.2026
Mehr Sonnenstrom für Tier und Mensch: Erlebnis-Zoo Hannover baut Solarflächen aus – Anzahl der Ladesäulen auf Zoo-Parkplatz wird verdoppelt
Der Erlebnis-Zoo Hannover nutzt die Kraft der Sonne und baut seine eigene Stromerzeugung weiter aus: Drei Carports mit Solardächern werden zurzeit auf dem Zoo-Parkplatz installiert, eine weitere Photovoltaik-Anlage wird auf dem Dach des Eingangsgebäudes über dem Zoo-Shop errichtet. Die gemeinsame Maßnahme zur nachhaltigen Energiegewinnung fördert die Gesellschafterin des Zoos, die Region Hannover. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Anzahl der E-Ladesäulen von enercity auf dem Parkplatz von sechs auf zwölf verdoppelt, darunter zwei 25-kW-Ladesäulen. „Der Erlebnis-Zoo Hannover zeigt einmal mehr, wie Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln erfolgreich zusammenwirken können“, so Jens Palandt, Erster Regionsrat und Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen. „Mit dem konsequenten Ausbau seiner Photovoltaik-Anlagen stärkt der Zoo seine Energieunabhängigkeit, senkt dauerhaft Betriebskosten und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien in der Region Hannover.“ Der Erlebnis-Zoo hat die Nachhaltigkeit in seinen Werten verankert und denkt den Arten-, Umwelt- und Klimaschutz bei allen Neubauten mit. So betreibt der Zoo bereits seit 2016 auf seinem Gemeinschaftsgebäude eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von ca. 49.000 kWh/a und hat 2023 eine Anlage mit einer Kapazität von ca. 34.000 kWh/a auf dem Dach der Tribüne in der Kanadalandschaft Yukon Bay errichtet. Ende 2024 folgte die PV-Anlage auf dem Parkhaus des Zoos mit rund 548.000 kWh/a, die 2025 um weitere 77 Module mit einer Leistung von 30,8 kWp an der Fassade des Parkhauses ergänzt wurden. „Die Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil unseres Energiemanagements: Mit den neuen PV-Anlagen senken wir die Energiekosten weiter,“ erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Die Solardächer auf den Carports erreichen eine Leistung von rund 63,6 kWp (etwa 55.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr), die Anlage auf dem Dach des Zoo-Shops erzeugt ca. 49.400 kWh pro Jahr. Weitere PV-Flächen sind im Bereich der neuen Elefantenlaufhalle, deren Hochbau gerade beginnt, vorgesehen. Die Arbeiten an den Carports sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Während der Bauarbeiten sind die Ladesäulen auf dem Zoo-Parkplatz nicht erreichbar.
Naturschutz-Tierpark Görlitz 29.09.2026
Herbstferien im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Faszinierende Tierkontakte, Spiele, Rätselspaß und neue Entdeckerwelt – Tierpark bei jedem Wetter Tierische Begegnungen, besondere Ferienaktionen und jede Menge Entdeckungen unter Dach: In den Herbstferien lohnt sich ein Besuch im Görlitzer Tierpark bei jedem Wetter. Neben Jungtieren und außergewöhnlich nahen Tierkontakten wartet mit der neuen Entdeckerwelt „Wild Love Stories“ ein besonderes Indoor-Erlebnis auf kleine und große Gäste. Im Herbst zeigt sich die weitläufige Parkanlage in den schönsten Farben und auf den Natur-Spielplätzen im gesamten Park darf geklettert, balanciert und ausprobiert werden. Vor allem kommen Besucher den Tieren hier außergewöhnlich nah: Esel bürsten, Stachelschweine füttern oder einem Kamel tief in die Augen schauen, während es direkt aus der Hand frisst – zahlreiche Tierbegegnungen und Natur-Schau-Spiele machen den Herbstspaziergang zum Erlebnis. Und Nachwuchs gibt es derzeit ebenfalls reichlich zu entdecken: Drei Kamelfohlen, neugierige junge Stachelschweine und kleine Esel gehören zu den tierischen Höhepunkten der Herbstferien. Besonders spannend wird es am 14. und 21. Oktober 2026. Bei den Kürbis-Führungen können Gäste jeweils um 10 Uhr beobachten, was passiert, wenn Zebramangusten, Rhesusaffen und andere Tierparkbewohner auf Kürbisse treffen. Die Teilnahme kostet 25 Euro inklusive Tierparkeintritt. Eine Anmeldung ist unter service@tierpark-goerlitz.de erforderlich. Als kostenloses Ferienextra gibt es an der Tierparkkasse außerdem einen Herbst-Bastelbogen. Mit Rätseln, Mal- und Mitmachideen können Kinder den Tierparkbesuch kreativ begleiten und ein Stück Herbstspaß mit nach Hause nehmen. Auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, gibt es im Tierpark viel zu erleben. In der Entdeckerscheune können Kinder nach Herzenslust klettern, toben und rutschen. Im begehbaren Bauernhof, im Eselstall und in der Kaninchenwelt kommen die Besucher Schafen, Rindern, Kaninchen, Meerschweinchen und weiteren tierischen Bewohnern ganz nah. Auch die neue, teilüberdachte Artenschutzvoliere lässt sich betreten. Hier begegnen Besucher Kattas, Graubrustsittichen und Buschschliefern. Antworten auf viele überraschende tierische Fragen gibt es in der neuen Indoor-Entdeckerwelt „Wild Love Stories“: Was haben Pinguine bei der Partnerwahl auf Lager? Welches Tier beherrscht besonders verrückte Verführungstricks? Und warum produzieren Kängurumütter gleichzeitig zwei verschiedene Sorten Milch? In drei über den Tierpark verteilten Innenräumen dreht sich alles um Verführung, Paarung und Nachwuchs im Tierreich – unterhaltsam, überraschend und wissenschaftlich fundiert. Kleine Animationsfilme, analoge und digitale Spielstationen sowie der LOVE-O-MAT laden zum Ausprobieren, Staunen und Schmunzeln ein. Kindgerecht und gleichzeitig spannend für Erwachsene macht „Wild Love Stories“ sichtbar, was sich in der Natur häufig im Verborgenen abspielt. Ganz nebenbei erfahren die Gäste, warum Fortpflanzung und Vielfalt auch für den Erhalt bedrohter Tierarten eine entscheidende Rolle spielen. Damit verbinden die Herbstferien im Görlitzer Tierpark Naturerlebnis und Tierbegegnungen mit abwechslungsreichen Entdeckungen.
Zoo Heidelberg 29.09.2026
Erfolgreicher Artenschutz vor unserer Haustür – Der Zoo Heidelberg und der BUND Dossenheim wildern gemeinsam Steinkäuze aus
Vor Kurzem konnten sechs junge Steinkäuze in der Region per Soft-Release vom Zoo Heidelberg und dem BUND Dossenheim ausgewildert werden. Die Jungvögel wurden für drei Tage in kleine Volieren gesetzt, die unmittelbar an geeigneten Nisthilfen angebracht waren. Dort wurden die Tiere mit Futter versorgt. Anschließend wurden die Volieren geöffnet und die Jungkäuze freigelassen. Der Vorteil: Die Tiere kennen die Nisthilfe bereits als sicheren Ort und nutzen sie häufig auch nach der Freilassung weiter. Dadurch soll die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass die Vögel in dem vorgesehenen Gebiet bleiben und dort ein neues Revier besetzen. Vier der ausgewilderten Jungkäuze sind im Zoo Heidelberg geschlüpft und aufgewachsen. Zwei weitere Tiere stammen aus dem Alpenzoo Innsbruck. Joshua Förg, Kurator im Zoo Heidelberg freut sich über den neuen Partner beim Projekt „Gemeinsam für den Steinkauz“. „Mit dem Alpenzoo Innsbruck konnten wir einen hervorragenden Partner für unsere SteinkauzAuswilderungsmaßnahmen finden. Um genetische Vielfalt sicherzustellen, übernehmen die beiden Tiere aus Innsbruck eine wichtige Funktion“, erklärt Förg. Die Auswilderungen erfolgten an fünf Standorten in Leimen, Reilingen und Heidelberg. An einem Standort wurden probeweise zwei Tiere – ein Männchen aus Innsbruck und ein Weibchen aus Heidelberg – in zwei wenige Meter voneinander entfernten Minivolieren ausgewildert. Ob sich dort im kommenden Jahr ein neues Revierpaar etabliert, wird mit großer Spannung beobachtet. Wie erfolgreich diese Auswilderungsmethode sein kann, zeigte sich bereits. An einem Standort, an dem zuvor keine Steinkäuze nachgewiesen worden waren, wurde 2024 ein Vogel per Soft-Release vom Zoo Heidelberg und dem BUND Dossenheim ausgewildert. 2025 konnte dort ein unberingtes Weibchen beobachtet werden, 2026 gelang an diesem Standort schließlich eine erfolgreiche Brut mit sieben Jungvögeln. 2026 war für das Artenschutzprojekt „Gemeinsam für den Steinkauz“ das bislang erfolgreichste Brutjahr. Im Projektgebiet zwischen Hemsbach-Laudenbach und Reilingen wurden insgesamt 90 Jungvögel dokumentiert. Auch die Zahl der Brutpaare stieg erneut: von 17 im Vorjahr auf nun 22 Brut- bzw. 23 Revierpaare. Damit setzt sich der seit Projektbeginn 2020 andauernde positive Bestandstrend fort. Damals war in der gesamten Großregion nur noch ein bekanntes Brutpaar dokumentiert. Die 22 Brutpaare verteilen sich inzwischen auf zehn Gemarkungen, darunter Ladenburg, Weinheim und Heidelberg. Der Steinkauz ist eine Artenschutz-Erfolgsgeschichte: Dank der gemeinsamen Arbeit vom Zoo Heidelberg und BUND Dossenheim hat sich die Zahl der Brutpaare und Jungvögel im Projektgebiet in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches erhöht. Die erfolgreiche Saison 2026 bestätigt, dass die Schutzmaßnahmen wirken und die Population wieder stabil wächst. Entsprechend optimistisch blicken die Projektpartner auf die kommenden Jahre.
Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), 29.09.2026
Für jedes Tier ein ganzes Team
In wissenschaftlich geführten Zoos sorgen Menschen aus Dutzenden Berufen für Tierwohl, Artenschutz, Forschung und Bildung – natürlich auch am Welttierschutztag
Für jedes Tier ein ganzes Team / In wissenschaftlich geführten Zoos sorgen Menschen aus Dutzenden Berufen für Tierwohl, Artenschutz, Forschung und Bildung – natürlich auch am Welttierschutztag
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Um halb sieben ist es noch still im Zoo. Die Tierpflegenden sind jedoch schon vor Ort und kümmern sich um die Tiere. Sie füttern, versorgen und beobachten sie. So startet der Arbeitstag in einem modernen Zoo, lange bevor die Besucherinnen und Besucher den Zoo betreten.
So oder ähnlich beginnt der Morgen in den 71 wissenschaftlich geführten Zoos im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien. Rund 41 Millionen Gäste besuchen diese Zoos im Jahr. Sie kommen wegen der Tiere. Was sie selten sehen: das große Team, das sich für die Tiere einsetzt.
Vor fast 100 Jahren wurde am 4. Oktober der Welttierschutztag ausgerufen, um auf die besondere Verantwortung der Menschen für die Tiere aufmerksam zu machen. In den Zoos ist das gelebte Realität – an jedem Tag im Jahr.
Von der Futterküche bis zur Werkstatt
Tierpflegende begleiten ihre Tiere oft über viele Jahre und kümmern sich tagtäglich um das Wohl ihrer Schützlinge. Tierärztinnen und Tierärzte behandeln am Vormittag ein Nashorn und am Nachmittag einen Frosch, kümmern sich um Impfungen und überwachen die Gesundheit der Tiere. Biologinnen und Biologen planen, welche Tiere genetisch gut zusammenpassen und wie ein Lebensraum im Zoo gestaltet sein muss, damit die Bedürfnisse der tierischen Bewohner erfüllt sind. Gärtner pflegen den teils sehr alten Baumbestand auf dem Gelände oder schneiden Futter in den zooeigenen Plantagen. Handwerker bauen Kletterbäume, Futterkisten und Rückzugsorte. Zoopädagogen zeigen Schulklassen, wie ein Tier lebt und erklären, warum es im natürlichen Lebensraum bedroht ist. Dazu kommen Haustechnik, Verwaltung, Kasse, Gastronomie und viele mehr. VdZ-Zoos schaffen über 7.000 Arbeitsplätze im deutschsprachigen Raum.
„Tierwohl entsteht nicht auf dem Papier, sondern wird jeden Tag gelebt. Es braucht ein Team von gut ausgebildeten Menschen – im Stall, in der Werkstatt, im Management und in der Verwaltung“, sagt Volker Homes, VdZ-Geschäftsführer. „Um die Aufgaben der Zoos umzusetzen, brauchen wir Expertinnen und Experten mit sehr unterschiedlichen Berufen, die das gemeinsame Ziel haben: Den Tieren geht es gut! Wir lernen jeden Tag mehr über sie und geben dieses Wissen und die Begeisterung auch an unsere Besucher weiter. Und wir teilen es mit einem großen globalen Netzwerk mit vielen aktiven Partnern, denn nur gemeinsam können wir bedrohte Arten schützen.“
Lernen, forschen, staunen
Für viele Menschen ist der Zoo der erste Ort, an dem sie einem Nashorn, einer Eule oder einem Tiger gegenüberstehen. Oder es ist die seltene Gelegenheit, einem Tier nahe zu sein, beispielsweise eine Ziege zu streicheln oder zu füttern. Zoopädagoginnen und Zoopädagogen machen daraus Unterricht zum Anfassen, mit Führungen, Schulprogrammen und Projekttagen. Jährlich nehmen rund 1,2 Millionen Zoobesuchende an über 170.000 speziellen Bildungsangeboten der VdZ-Zoos teil.
Auch die Forschung lebt von Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Hochschulen und weiteren Forschungseinrichtungen untersuchen Zoos etwa Verhalten, Ernährung oder Tiermedizin. Die Erkenntnisse helfen den Tieren im Zoo und oft auch ihren Artgenossen in der Natur. Die VdZ-Zoos wirken jährlich an rund 200 wissenschaftlichen Studien mit.
Teamarbeit als Brücke zwischen Zoo und Natur
Mehrere hundert wissenschaftlich geführte Zoos in ganz Europa stimmen sich ab, welche Tiere in welchem Zoo leben und Nachwuchs bekommen. So bleiben gesunde, genetisch vielfältige Bestände bedrohter Arten erhalten. Was das bewirken kann, zeigen Tiere wie der Europäische Wisent, der Luchs, der Feldhamster, das Przewalskipferd, der Gänsegeier, der Waldrapp, die Europäische Sumpfschildkröte und noch viele weitere, die wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum angesiedelt werden können. Dabei arbeiten Zoos eng mit Universitäten, Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen und unterstützen Schutzprojekte vor Ort.
59 Millionen Euro haben VdZ-Zoos alleine in den vergangenen fünf Jahren in Natur- und Artenschutzprojekte weltweit investiert. Jährlich wildern sie in gemeinsamen Projekten rund 500 Tiere aus rund 20 gefährdeten Tierarten in Europa aus und zusätzlich über 230.000 Insekten, Amphibien und Fische. Und sie engagieren sich mit Personal, Expertenwissen und Sachspenden in mindestens 155 Projekten in 55 Ländern weltweit.
„Heute sind viele Mitglieder des VdZ Teil des Netzwerks der Weltnaturschutzunion IUCN und Experten aus Zoos leisten einen direkten Beitrag zur Arbeit der IUCN-Kommission für das Überleben gefährdeter Arten“, sagt Her Excellency Razan Khalifa Al Mubarak, IUCN-Präsidentin. „Der Verband der Zoologischen Gärten spiegelt dieses Engagement wider. Die Zoos dieses Verbandes begrüßen jedes Jahr Dutzende Millionen Besucher, leisten Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung und unterstützen Schutzprojekte auf der ganzen Welt. In einer Zeit, in der der Verlust der biologischen Vielfalt eine der größten modernen Herausforderungen darstellt, sind Partnerschaften wie diese wichtiger denn je.“
Quelle: Die genannten Zahlen stammen aus regelmäßigen Abfragen unter den 71 VdZ-Zoos
Zoo Neunkirchen 28.09.2026
Spielplatz am Affenhaus runderneuert – Ein besonderer Ort zum Spielen, Toben und Entdecken
Der Spielplatz am Affenhaus des Neunkircher Zoos erstrahlt nach kompletter Neuerrichtung in frischem Glanz. Am Montag, 28. September 2026, wurde die neugestaltete Anlage von Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzender Lisa Hensler und Zoodirektor Konstantin Ruske zusammen mit vielen Kindern aus der benachbarten KITA Wellesweiler offiziell wiedereröffnet. Seit vielen Jahren ist der Spielplatz ein beliebter Anlaufpunkt für Familien und eine feste Station für die jüngsten Zoogäste. Da die Anlage inzwischen in die Jahre gekommen war, wurde sie umfassend erneuert und modernisiert. Mit neuen Spielgeräten, einer modernen Gestaltung und einem an den Zoo angepassten Design wurde der Spielplatz deutlich aufgewertet. So begrüßt nun beispielsweise ein hölzerner Orang-Utan gemeinsam mit dem Zoo-Logo die kleinen Besucherinnen und Besucher. Unter einem Schneeleoparden können sie zudem eine ausgedehnte Schaukelrunde einlegen. Nach der Neuaufstellung lädt der Spielplatz wieder zum Klettern, Schaukeln und Toben ein. Gleichzeitig fügt er sich mit seinen tierischen Gestaltungselementen passend in das Umfeld des Zoos ein. In unmittelbarer Nähe zu Orang-Utans, Fossas und Zwergziegen können Kinder hier Bewegung und gemeinsames Spielen miteinander verbinden. Ermöglicht wurde der dringend notwendige Neuaufbau durch einen Zuschuss der Kreisstadt Neunkirchen in Höhe von rund 60.000 Euro. Der Neunkircher Zoo freut sich sehr über diese Unterstützung. Sie ermöglicht es, den beliebten Spielplatz wieder zu einem attraktiven Erlebnisort für die jüngsten Zoobesucherinnen und Zoobesucher zu machen. Mit der Wiedereröffnung steht Familien damit wieder rechtzeitig zu den Herbstferien ein moderner und abwechslungsreicher Spielbereich zur Verfügung – als Ergänzung zum Zoobesuch und als Ort, an dem die kleinen Besucherinnen und Besucher nach Herzenslust spielen, entdecken und sich bewegen können.
Zoo Krefeld 28.09.2026
Nach fünf Jahren: Sumatra-Tiger Leopold verlässt den Krefelder Zoo – Im tschechischen Brünn soll er weiteren Nachwuchs zeugen
Nach mehr als fünf Jahren heißt es im Zoo Krefeld Abschied nehmen von SumatraTiger Leopold. Der siebenjährige Kater hat Krefeld verlassen und wird in den Zoo Brünn nach Tschechien ziehen. Der Wechsel erfolgt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms und hat für die weitere Zucht der hochbedrohten Sumatra-Tiger eine besondere Bedeutung. Im Zoo Brünn wird die Zucht der Sumatra-Tiger derzeit neu aufgebaut. Eine besondere Rolle spielt dabei ein Austausch mit Indonesien. Ein Tigerpaar, ein Kater und eine Katze, wird aus einem indonesischen Zoo nach Brünn kommen. Während der Kater anschließend in einen anderen europäischen Zoo weiterziehen wird, bleibt die Katze in Brünn. Leopold wurde vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm als zukünftiger Zuchtpartner für sie ausgewählt. Bei dieser Entscheidung spielt neben seiner Abstammung vor allem Leopold selbst eine wichtige Rolle. Der siebenjährige Kater passt vom Alter gut zu der neuen Katze, hat bereits erfolgreich für Nachwuchs gesorgt und Erfahrung im Umgang mit anderen Tigern. Leopold gilt als ausgesprochen entspannter und umgänglicher Kater und hat sich auch bei der Zusammenführung mit Mau im Krefelder Zoo als gut kompatibler Partner erwiesen. Damit bringt er sehr gute Voraussetzungen für den Aufbau des neuen Zuchtpaares in Brünn mit. Gerade bei einer Tierart mit einer kleinen Population in Menschenhand ist die genetische Vielfalt von großer Bedeutung. Welche Tiger miteinander für Nachwuchs sorgen sollen, entscheiden deshalb nicht die einzelnen Zoos. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm koordiniert die Population und berücksichtigt dabei neben der Abstammung und Verwandtschaft der Tiere auch weitere Faktoren für die Zusammenstellung geeigneter Zuchtpaare. Manchmal bedeutet Artenschutz deshalb auch Abschied nehmen und ein Tier an einen anderen Zoo abzugeben. Leopold kam Anfang 2021 aus dem Naturzoo Rheine nach Krefeld. Der damals zweijährige Kater war vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm als Partner für Tigerkatze Mau ausgewählt worden. Bis aus den beiden tatsächlich ein erfolgreiches Zuchtpaar wurde, brauchten die Tierpfleger allerdings einen langen Atem. Mau zeigte sich bei den ersten Begegnungen eher abweisend und auch der junge Leopold musste zunächst lernen, wie man sich erfolgreich paart. Im November 2022 war es dann soweit: Mau brachte den ersten gemeinsamen Nachwuchs zur Welt. Zwei Jungtiere, Bari und Dao, wurden erfolgreich aufgezogen und haben Krefeld mittlerweile verlassen. Im Juni dieses Jahres folgte der zweite Wurf. Von drei geborenen Jungtieren entwickelt sich ein junger Kater gut und wird derzeit von Mau aufgezogen. Nach zwei Würfen endet damit die gemeinsame Zeit von Mau und Leopold in Krefeld. Dass Leopold den Zoo verlässt, bedeutet allerdings nicht, dass seine Aufgabe als Zuchtkater erfüllt ist, ganz im Gegenteil. Auch in Brünn soll der bereits zweimal erfolgreiche Kater weiter zum Erhalt der Sumatra-Tiger beitragen. Seinen Tierpflegern wird Leopold dabei nicht nur als erfolgreicher Zuchtkater in Erinnerung bleiben. Über die intensive tägliche Arbeit ist eine besondere Beziehung zu ihm entstanden. Und er hat eine ungewöhnliche Vorliebe: Curry. Verstreuen seine Tierpfleger etwas von dem Gewürz auf der Anlage, wird es von Leopold ausgiebig abgeleckt oder er wälzt sich gleich darin. Tiger sind in der Natur stark bedroht. Der Sumatra-Tiger gilt als akut vom Aussterben bedroht. Im Zoo Krefeld lebt mit ihm die kleinste Unterart der gestreiften Großkatze. Auf Sumatra ist ihre Anzahl durch Lebensraumverlust, beispielsweise durch Palmölplantagen, und Bejagung auf nur noch wenige hundert Tiere zusammengeschmolzen. Die Nachzucht der hoch bedrohten Sumatra-Tiger in Zoos im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms ist für die Schaffung einer Reservepopulation ein wichtiger Schritt zum Überleben der Tiger. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Jungtiere zu züchten. Entscheidend ist, eine genetisch vielfältige und langfristig stabile Population zu erhalten. Der Austausch von Tieren zwischen den Zoos und in diesem Fall sogar mit Indonesien ist dafür von besonderer Bedeutung. Zoos helfen dem Überleben dieser Art aber nicht nur durch den Aufbau einer Reservepopulation, sondern sind auch aktiv in den Artenschutz vor Ort involviert. Die „WildCats Conservation Alliance“ unterstützt und finanziert zahlreiche Schutzmaßnahmen für Tiger in ihren natürlichen Lebensräumen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Sumatra. Ein großer Teil der finanziellen Unterstützung für die Arbeit der Organisation stammt von Zoos. Auch der Zoo Krefeld unterstützte jahrelang ein Projekt zum Schutz der Sumatra-Tiger im Kerinci-Seblat-Nationalpark finanziell. Wie diese Beispiele zeigen, findet die Zusammenarbeit der Zoos untereinander und mit Artenschutzorganisationen längst international statt. Leopold ist dafür ein gutes Beispiel: von Rheine über Krefeld nach Brünn leistet er mit seiner genetischen Linie einen weiteren Beitrag zum Erhalt der Sumatra-Tiger.
Zoo Salzburg 28.09.2026
Nächster Schritt: Löwe Kiano für Besuchende zu sehen
Die Eingewöhnungsphase der beiden neuen Löwen im Zoo Salzburg läuft bisher nach Plan, benötigt jedoch Zeit. Nun ist ein weiterer Schritt erreicht und der vier Jahre alte Kiano befindet sich auch während der Öffnungszeiten in dem für Besucherinnen und Besucher einsehbaren Außenbereich. Mit ein wenig Glück kann man ihn wahlweise während seiner Ausflüge, bei denen er auch schon mal lautstark verkündet, dass er da ist, oder bei einem genüsslichen Sonnenbad beobachten. Während Kiano sich von Anfang an als ausgesprochen ruhiger und souveräner Zeitgenosse präsentierte, zeigte die im November 2026 zwei Jahre alt werdende Löwin Dara mehr Unsicherheiten. Sie ist jedoch dank dem guten Einfühlungsvermögen ihrer Tierpflegerinnen schon ein gutes Stück weitergekommen und gewöhnt sich in ihrem Tempo an die neue Umgebung. „Der nachfolgende Schritt wird nun sein, die beiden Löwen zusammenzulassen. Nachdem sie bereits vermehrt die Nähe des anderen suchen, sind wir hier ganz zuversichtlich“, verrät Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Im Hinblick auf unsere Besucherinnen und Besucher freuen wir uns, dass Kiano jetzt zu sehen ist und auch andere außer uns diesen wirklich schönen und stattlichen Löwen mit der auffallend üppigen Mähne bewundern dürfen.“ Wer in diesen Tagen den neuen Salzburger Löwen besucht, wird sofort sehen, dass seine Mähne nicht nur dunkler erscheint, sondern sich auch über die Schultern und den Bauch erstreckt. Dieses ins Auge springende, äußere Merkmal ist kennzeichnend für Nördliche Löwen, zu dessen Vertretern Kiano und Dara gehören. Hat man den „König der Tiere“ früher meist nur in Afrikanische und Asiatische Löwen unterschieden, gilt seit 2017 die Einteilung in die Unterarten Nördlicher und Südlicher Löwe. Genetische Analysen zeigten nämlich, dass die Populationen aus West- und Zentralafrika enger mit den in Indien lebenden Löwen verwandt sind als mit den im östlichen und südlichen Afrika vorkommenden Raubkatzen. Weibchen Dara kam am Anfang September 2026 in Salzburg an. Geboren wurde sie im englischen Whipsnade Zoo. Männchen Kiano reiste ein paar Tage später aus dem Zoo Pilsen an.
Zoo Köln 28.09.2026
Ein kleiner Teil der Durchgehtiergehege ist vorübergehend vorsorglich geschlossen – Kölner Zoo ansonsten regulär geöffnet
In einer nicht öffentlichen Quarantäne-Einheit des Kölner Zoos wurde bei neu angeschafften Entenvögeln das Vogelgrippe-Virus festgestellt. In Absprache und Kooperation mit den zuständigen Behörden hat der Zoo daraufhin umgehend Schutzmaßnahmen für seinen wertvollen Vogelbestand ergriffen. Dazu zählt auch, dass derzeit vorsorglich die Durchgehtiergehege, der Hippodom und das Eulenkloster, geschlossen bleiben müssen, da in diesen Anlagen freifliegende Vögel leben. Außerdem findet die Flugschau derzeit nicht statt, alle anderen Angebote des Kölner Zoos sind normal verfügbar. Der Kölner Zoo hat regulär geöffnet. Eine Gefahr für Gäste besteht nicht. „Die Schließung dieser Tiergehege ist rein vorsorglich und dient dem Schutz unserer Vogelbestände. Eine Gefahr für Menschen besteht nicht. Der Zoo kann normal besucht werden, insbesondere unsere neuen Highlights, die neue Giraffenanlage und das Drachenhaus mit den Komodowaranen kann man besuchen“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Unsere Quarantänemaßnahmen zeigen, dass unsere Abläufe funktionieren. Die Zusammenarbeit mit den Behörden läuft – wie immer – sehr besonnen und vorbildlich, dafür sind wir sehr dankbar.“ Der Zoo informiert, sobald die genannten Anlagen wieder geöffnet werden können.
Tierpark Hellabrunn München 28.09.2026
12 Monate voller Artenvielfalt: Der neue Hellabrunn-Kalender 2027 ist da!
Ab sofort ist der Hellabrunn-Kalender 2027 an den Tierpark-Kassen und in den beiden Zooshops erhältlich. Zwölf eindrucksvolle Tieraufnahmen geben einen Einblick in die faszinierende Vielfalt der tierischen Bewohner Hellabrunns und begleiten durch das kommende Jahr. Ob im Schnee, unter sommerlicher Sonne oder in sattem Frühlingsgrün: Die Monatsmotive zeigen Tiere aus den verschiedensten Geozonen und Jahreszeiten. Säugetiere, Vögel und Wassertiere sorgen für eine abwechslungsreiche Mischung. Ein QR-Code führt jeden Monat zu spannenden Zusatzinformationen über die jeweilige Tierart und ihre Schutzbemühungen. Eines der Symbole „Bedrohte Vielfalt“, „Grundlage des Lebens“ oder „Faszinierende Wunderwelt“ liefert zudem interessante Fakten rund um das Thema Biodiversität. Das Titelbild zeigt Schimpansen-Nachwuchs Ayana. Darüber hinaus können sich Tierpark-Fans auf außergewöhnliche Porträts von Zwergotter, Eisbär, der Violetten Harlekinkröte und vielen weiteren tierischen Bewohnern freuen. Das übersichtliche Kalendarium bietet ausreichend Platz für persönliche Notizen und Termine. Damit eignet sich der Kalender sowohl für den eigenen Gebrauch als auch als Geschenk für Tier- und Naturfreunde. Der Hellabrunn-Kalender 2027 im DIN-A3-Format ist für 10 Euro ab sofort exklusiv an den Tierpark-Kassen sowie in den beiden Zooshops erhältlich.
Tiergarten Kleve 28.09.2026
Tierische Tüftler gesucht: Neue Herbstferienaktion im Tiergarten Kleve
Wie beschäftigt man eigentlich ein Erdmännchen? Worüber freut sich ein Schwein – und welche kniffligen Aufgaben bringen Zwergseidenäffchen zum Klettern und Tüfteln? Bei der neuen Herbstferienaktion „Tierische Tüftler – Wir bauen Beschäftigung für Zootiere“ können Kinder im Tiergarten Kleve genau das herausfinden. Dabei lernen sie nicht nur die besonderen Fähigkeiten verschiedener Tierarten kennen, sondern werden selbst kreativ und bauen Beschäftigungsmaterialien für die Tiere. Beschäftigung gehört im Tiergarten zum Alltag: Futter wird versteckt, spannende Gerüche werden angeboten oder kleine Aufgaben sorgen dafür, dass die Tiere suchen, klettern, wühlen und knobeln können. Dieses sogenannte „Enrichment“ orientiert sich an den natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnissen der jeweiligen Tierart und ist damit ein wichtiger Bestandteil moderner Tierhaltung. Warum das so ist, können Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in den Herbstferien nun selbst entdecken. Bei der dreistündigen Ferienaktion „Tierische Tüftler“ begeben sie sich gemeinsam mit der Zoopädagogik auf Entdeckungstour durch den Tiergarten. Zunächst beobachten sie verschiedene Tierarten und gehen der Frage nach, womit sich die Tiere beschäftigen und welche besonderen Fähigkeiten sie besitzen. Anschließend werden die Kinder selbst zu kleinen Tierexpertinnen und Tierexperten. „Gute Tierbeschäftigung ist weit mehr als einfach nur Spielzeug für Tiere“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Sie setzt dort an, wo die natürlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse einer Tierart liegen. Ein Schwein möchte beispielsweise seinen hervorragenden Geruchssinn einsetzen und wühlen, während andere Tiere besonders gerne klettern, suchen oder mit ihren Pfoten geschickt nach Futter arbeiten. Mit unserer neuen Ferienaktion möchten wir Kindern zeigen, wie spannend moderne Tierhaltung ist und wie viel Wissen hinter einer guten Beschäftigung steckt.“ Im „Tier-Workshop“ wird dieses Wissen spielerisch vermittelt. Bilder, Schädel, Fellproben, Futter und weitere Anschauungsmaterialien helfen den Kindern dabei, die „Superkräfte“ ausgewählter Tierarten zu entdecken. Je nach Veranstaltungstag können dabei beispielsweise Erdmännchen, Zwergseidenäffchen, Schweine, Zwergotter, Hühner oder Polarfüchse im Mittelpunkt stehen. Die natürlichen Fähigkeiten reichen vom ausdauernden Buddeln und Schnüffeln über geschicktes Klettern und Greifen bis hin zum gezielten Picken und Tasten. „Uns ist wichtig, dass die Kinder die Zusammenhänge selbst entdecken“, sagt Zoopädagoge und Biologe Jonas Lehmann. „Wenn sie zunächst beobachten, wie sich ein Tier verhält, anschließend seine besonderen Fähigkeiten kennenlernen und dann überlegen, welche Beschäftigung dazu passen könnte, wird aus theoretischem Wissen plötzlich eine ganz konkrete Aufgabe. Genau dieses eigene Entdecken macht diese Aktion besonders spannend.“ Nach dem Workshop geht es an die praktische Arbeit: Aus Materialien wie Pappe, Papier, Stroh, Ästen und Schnur gestalten die Kinder selbst geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei können beispielsweise Fummelboxen, Futter-Girlanden oder andere kleine Herausforderungen entstehen. Entscheidend ist, dass die Beschäftigung zur jeweiligen Tierart passt und natürliche Verhaltensweisen anregt. Das Konzept verbindet damit Tierbeobachtung und Wissensvermittlung ganz bewusst mit kreativem Arbeiten und eigenem Erleben. Der Höhepunkt folgt anschließend direkt bei den Tieren: Gemeinsam mit der Tierpflege wird das gebastelte Enrichment eingesetzt. Dann können die Nachwuchs-Tüftler beobachten, wie die Tiere ihre selbst gebauten Beschäftigungen erkunden und nutzen. Die Herbstferienaktion richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren und findet jeweils von 9 bis 12 Uhr statt. Pro Termin können maximal zwölf Kinder teilnehmen. Jedes Kind muss während der gesamten Veranstaltung von einer erwachsenen Begleitperson begleitet werden. Die Teilnahme am Ferienprogramm kostet 24,90 Euro pro Kind, zuzüglich des regulären Tiergarteneintritts für das Kind und eine Begleitperson. Besonders interessant ist das Angebot damit auch für Familien mit Tiergarten-Jahreskarten: Gültige Jahreskarten können selbstverständlich für den Eintritt genutzt werden, sodass in diesem Fall lediglich der Preis für das Ferienprogramm anfällt. Die Anmeldung ist direkt an der Tiergartenkasse oder online möglich. Da die Teilnehmerzahl auf zwölf Kinder pro Termin begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

