Zoopresseschau

Zoo Magdeburg 24.09.2026
3. Herbstmarkt am 3. Oktober 2026 im Zoo
30 kreative Aussteller mit regionalen handgefertigten Artikeln laden zum Staunen und Stöbern ein “Am 3. Oktober 2026 richtet der Zoo von 10 bis 17 Uhr zum dritten Mal den Herbstmarkt aus. Gleich hinter der Erdmännchen Anlage bieten über 30 Aussteller an ihren kreativen Ständen handgefertigte Kunstwerke und so manche Schätze an. Entlang des Hauptweges ist eine bunte Vielfalt mit regionalen selbstgefertigten Artikeln zu finden, darunter: Nähwaren, handgefertigte Accessoires, Schmuck, Kerzen, Keramikfiguren zum Bemalen für Groß & Klein, Holzarbeiten, Deko- und Geschenkartikel, Tierzubehör, Kleidung, Töpferwaren und vieles mehr“, erläutert Zoomitarbeiterin Luise Swaczyna. Um 11 Uhr und 15 Uhr geht es los mit einem tierischen Spaziergang quer durch den Zoo: Die Walliser Schwarznasenschafe haben auf der Wiese des Herbstmarktes derzeit ihren temporären Weideplatz – dort ist der Treffpunkt für den besonderen Zoo-Spaziergang. Musikalisch umrahmt wird der Herbstmarkt von der Taiko-Gruppe higashi daiko des HKC Magdeburg-Barleben e.V., der sich 14:00 und 16:00 Uhr
präsentieren wird. Die Kinder können ihr Wissen am Zoopädagogik-Stand testen und sich auf der Hüpfburg austoben. Der Förderverein Zoofreunde Magdeburg e.V. unterstützt den Zoo mit einem kreativen Bastelstand und gibt Interessenten gern Auskunft über seine Arbeit und Projekte. Außerdem warten zahlreiche Spielgeräte und ein Kinderschminkstand auf die Kinder. […]

Alpenzoo Innsbruck 24.09.2026
Abschied von Braunbärin Martina
Heute mussten wir im Alpenzoo leider Abschied von unserer Braunbärin „Martina“ nehmen. Aufgrund eines Knochentumors sowie einer starken Arthrose und der damit verbundenen zunehmenden Einschränkung ihrer Lebensqualität wurde die 35 Jahre alte Bärin heute eingeschläfert. Mit ihren beachtlichen 35 Jahren war Martina bereits eine sehr alte Braunbärin und über 22 Jahre ein fester Bestandteil des Alpenzoo. Generationen von Besucherinnen und Besuchern konnten die imposante Bärin über die lange Zeit im Alpenzoo beobachten. Mit ihrer ruhigen und zugleich beeindruckenden Art begeisterte sie Groß und Klein und war für viele ein ganz besonderer und wichtiger Teil des Alpenzoo-Besuchs. Doch Martina war nicht nur bei den Besucherinnen und Besuchern beliebt. Auch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Alpenzoo hatten die Bärin über die Jahre fest ins Herz geschlossen. Viele von ihnen haben Martina über einen langen Zeitraum begleitet. Der Abschied von Martina fällt uns daher nicht leicht. Der gesamte Alpenzoo trauert um eine besondere Bärin, die über viele Jahre zum Zoo und zu unserem Alltag gehört hat. Ob und wann wieder ein Braunbären-Weibchen zu unserem Männchen Ander nach Innsbruck kommt, wird gemeinsam mit dem zuständigen Zuchtbuch abgeklärt. Fest steht: Auch in Zukunft werden im Alpenzoo Braunbären leben. „Mit Martina verliert der Alpenzoo eine ganz besondere Bärin. 35 Jahre sind für einen Braunbären ein außergewöhnlich hohes Alter. Sie war eine wertvolle Botschafterin ihrer Art“, sagt Zoodirektor Dr. André Stadler. „Auch wenn uns der Abschied heute schwerfällt, sind wir dankbar für die vielen Jahre, die wir Martina begleiten durften. Sie wird uns und all jenen, die sie kennenlernen durften, in liebevoller Erinnerung bleiben“.

Tierpark Nordhorn 24.09.2026
Tierpark Nordhorn erhält erneut Artenschutzpreis der Stadt Nordhorn
Den Artenschutzpreis erhielt der Nordhorner Familienzoo für sein Engagement zur Förderung der Igelpopulation durch Aufklärung seiner Besucher. Umgesetzt wurde das Projekt im vergangenen Jahr durch die Auszubildenden des 3. Lehrjahres im Bereich Tierpflege, Marketing und Garten- und Landschaftsbau. Sie schufen mitten im Familienzoo gemeinsam ein kleines „Igelparadies“. Kurator Dr. Dirk Wewers nahm den Preis gemeinsam mit den beiden Tierpflegern Lisa Schoemaker und David Kremer aus den Händen von Stadtbaurätin Milena Schauer und dem Umweltbeauftragten der Stadt Nordhorn, Gerwin Rademaker, entgegen und freute sich sehr: „Herzlichen Dank für die Auszeichnung und vor allem auch für das Engagement der Stadt Nordhorn. Ein tolles Signal für alle, egal ob Privatleute, Kindergärten und Schulen, Vereine oder Firmen, die sich vor Ort in Sachen Naturund Artenschutz engagieren und so unseren heimischen Tierarten helfen.“ Zum bereits fünften Mal hat die Stadt Nordhorn kürzlich ihren Artenschutzpreis an engagierte Einzelpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen vergeben, die sich in herausragender Weise für den Schutz der Artenvielfalt in Nordhorn einsetzen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro vergeben, wobei der Tierpark Nordhorn für sein „Igelparadies“ 750 Euro erhielt. „Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung unserer Artenschutzarbeit! Das ganze Team ist darauf sehr stolz,“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. Im Jahr 2024 wurde der Europäische Igel von der Deutschen Wildtierstiftung zum „Tier des Jahres“ gekürt – und genau dieses bedrohte heimische Wildtier stand im Fokus des Azubi-Projekts. Die vier Auszubildenden gestalteten gemeinsam einen kleinen Bereich in der Nähe der Voliere mit Steinbock, Geier und Waldrapp zu einem echten „Igelparadies“ um. Die Besucher können sich an diesem Ort über den Europäischen Igel informieren, der in vielen Gärten zunehmend gefährdet ist. An verschiedenen Informationsstationen erfahren sie, wie sie den Igel in ihrem eigenen Garten schützen können. Per QR-Code können Interessierte dann auch die Bauanleitung für die einzelnen Maßnahmen direkt auf ihrem Mobiltelefon aufrufen und so die Idee in ihrem eigenen Garten einfach umsetzen. Die Auszubildenden haben die gesamte Gestaltung des Projekts selbst übernommen – von der Konzeptentwicklung über die Gestaltung der Texte und Schilder bis hin zu den baulichen Arbeiten im „Igelparadies“. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Azubis zusammengearbeitet haben, um diesen Bereich mit viel Hingabe und Fachwissen zu gestalten“, so Dirk Wewers. „Der Schutz einheimischer Tierarten ist für uns als Zoo von zentraler Bedeutung. Wir hoffen, dass diese Aktion die Besucher sensibilisiert und sie mit praktischen Tipps im Umgang mit Wildtieren bereichert.“

Zoo Duisburg 24.09.2026
Lernen mit allen Sinnen: i-Dötzchen-Tag begeistert Erstklässler*innen
Sparkasse Duisburg, Wohnungsbaugesellschaft GEBAG und duisport (Duisburger Hafen AG) realisieren den Zoobesuch für alle Schulen und Kindergärten Duisburgs und übernehmen die Kosten für den Eintritt. Das Projekt ist einzigartig in NRW. Neugierige Blicke, strahlende Kinderaugen und jede Menge Fragen: Auch in diesem Jahr starteten hunderte Erstklässlerinnen und Erstklässler mit einer einzigartigen Aktion in das neue Schuljahr – dem i-Dötzchen-Tag im Zoo Duisburg am heutigen Donnerstag, 24. September. Oberbürgermeister Sören Link, Schirmherr des i-Dötzchen-Tages, begrüßte alle Kinder persönlich im Zoo. Expedition Artenschutz: Besondere Angebote beim i-Dötzchen-Tag An verschiedenen Stationen entdeckten die Kinder die faszinierende Tierwelt des Zoo Duisburg und erfuhren dabei Spannendes über die unterschiedlichen Tierarten. In der Luchshütte galt es, verschiedene Exponate den passenden Tieren zuzuordnen. Am Delfinarium lernten die i-Dötzchen die Säugetiere kennen, die im Wasser leben – und gingen der Frage nach, welche Unterschiede es zwischen ihnen gibt und welche Gemeinsamkeiten sie verbindet. Außerdem erfuhren sie, warum in Australien Tierarten leben, die sonst nirgends in der Welt zu finden sind. Auch die heimische Natur stand an diesem Tag im Fokus: Die Kinder lernten Tiere und ihre Besonderheiten kennen, die sie direkt vor ihrer eigenen Haustür entdecken können. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die frischgebackenen Schulkinder den Zoo erkunden“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. „Der i-Dötzchen-Tag ist ein treffender Start in einen neuen Lebensabschnitt, in dem es für die Erstklässler jeden Tag viel Neues zu lernen und zu entdecken gibt.“ Einzigartig in NRW: Starke Partnerschaft für nachhaltiges Lernen Der i-Dötzchen-Tag ist nur durch die langjährige Unterstützung der Sparkasse Duisburg, der Wohnungsbaugesellschaft GEBAG und seit diesem Jahr auch durch die Duisburger Hafen AG möglich. Gemeinsam übernehmen die Duisburger Unternehmen bereits seit Jahren die Kosten für den Zooeintritt für alle Duisburger Schülerinnen und Schüler sowie Kitas der Stadt – und das auch im Schuljahr 2026/2027. „Dieses Angebot ist in NRW einzigartig und eine wunderbare Möglichkeit, allen Erstklässlerinnen und Erstklässlern einen besonderen Tag im Zoo zu ermöglichen. Die Kinder können Tiere hautnah erleben, ihre Neugier auf die Natur wecken und spielerisch Begeisterung für Artenvielfalt und Naturschutz entwickeln. Möglich wird dieses Projekt durch die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten – und genau solche gemeinsamen Erlebnisse können den Grundstein dafür legen, dass aus Neugier Begeisterung und aus Begeisterung Wertschätzung für unsere Tierwelt entsteht“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin. Auch für die Sparkasse Duisburg ist der Tag besonders. „Wenn Kinder mit leuchtenden Augen Tiere entdecken, Fragen stellen und ganz nebenbei etwas über Natur und Artenschutz lernen, dann wird unmittelbar sichtbar, was dieses Engagement bewirkt. Uns als Sparkasse Duisburg ist wichtig, dass alle Kinder in unserer Stadt solche Erfahrungen machen können, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern. Genau dafür übernehmen wir gemeinsam mit unseren Partnern Verantwortung“, sagt Marcel Groß, Pressesprecher der Sparkasse Duisburg. Auch die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEABG fördert das Lernerlebnis mit allen Sinnen. „Der Zoobesuch ist für Kinder ein besonderes Erlebnis, das Neugier weckt und Wissen auf anschauliche Weise vermittelt. Uns ist wichtig, dass alle Duisburger Kinder – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien – daran teilhaben können. Deshalb unterstützen wir diese schöne Aktion auch in diesem Jahr sehr gerne. Dieses Engagement ist für die GEBAG daher eine Herzensangelegenheit“, betont Winand Schneider, Geschäftsführer der GEBAG. „Als Duisburger Unternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt und engagieren uns auf vielfältige Weise für soziale, kulturelle und gesellschaftliche Projekte. Besonders am Herzen liegt uns, Kindern unabhängig von ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien den Zugang zu Bildung und besonderen Erlebnissen zu ermöglichen. Der kostenlose Zoobesuch schafft genau das: Er weckt Neugier, vermittelt Wissen und eröffnet neue Perspektiven“, sagt duisport-CEO Markus Bangen. Größter außerschulischer Lernort mit eigener Zooschule Mit mehreren tausend Schülerinnen und Schülern im Jahr ist der Zoo Duisburg der größte außerschulische Lernort auf dem Stadtgebiet. „Zoologische Gärten sind bedeutende Lernorte und machen biologische Vielfalt auf besondere Weise erlebbar“, erklärt Zoodirektorin Astrid Stewin. Ein wichtiger Baustein ist die Zooschule, die lehrplangerechte Inhalte für alle Schulformen im Zoo vermittelt. Möglich wird der Unterricht durch Lehrerinnen und Lehrer, die von der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Schulamt Duisburg gestellt werden. Daher ist der Besuch in der Zooschule ein wertvoller Bestandteil frühkindlicher Bildung.

Zoo Schwerin 24.09.2026
Stadtwerke übernehmen Patenschaft für Asiatische Löwen im Zoo Schwerin
Acht Asiatische Löwen leben derzeit im Zoo Schwerin – darunter die drei Jungtiere Saira, Narami und Najuk, die die Löwin Heidi Anfang dieses Jahres zur Welt gebracht hat. Damit beherbergt der Zoo Schwerin das größte Rudel Asiatischer Löwen in einem europäischen Zoo. Künftig bekommen die imposanten Tiere besondere Unterstützung aus der Landeshauptstadt: Die Stadtwerke Schwerin übernehmen die Patenschaft für die Asiatischen Löwen und unterstützen damit die Erhaltungszucht der stark bedrohten Art. „Mit der Patenschaft möchten wir unser Engagement hier in Schwerin ausbauen und zugleich die wertvolle Arbeit des Zoos unterstützen. Als Erholungs- und Umweltbildungsstätte ist er eine unverzichtbare Institution für die Region. Darüber hinaus leistet der Zoo Schwerin mit der Haltung und Zucht der Asiatischen Löwen einen wichtigen Beitrag zum internationalen Artenschutz. Diese Arbeit unterstützen wir sehr gern“, sagt Hanno Nispel, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin.Zoodirektor Dr. Tim Schikora ist dankbar für den Beitrag: „Die Asiatischen Löwen stehen beispielhaft dafür, wie Zoos heute modernen Artenschutz erlebbar machen. Umso mehr freuen wir uns, mit den Stadtwerken Schwerin einen starken Partner an unserer Seite zu wissen. Die Unterstützung kommt unmittelbar unserer Arbeit zugute und hilft uns dabei, unsere Aufgaben im Arten- und Naturschutz wahrzunehmen.“ Die Asiatischen Löwen gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen. Der Zoo Schwerin beteiligt sich bereits seit mehreren Jahren mit der Haltung und Zucht der Asiatischen Löwen am Europäischen Ex-situ-Programm (EEP) der EAZA. Ziel des Programms ist es, Arten außerhalb ihres natürlichen Lebensraums zu erhalten und durch koordinierte Zuchtprogramme langfristig eine stabile und gesunde Reservepopulation aufzubauen. Zusammenarbeit bei weiteren Projekten Die Kooperation zwischen den Stadtwerken Schwerin und dem Zoo geht über die Löwenpatenschaft hinaus. Auch im Veranstaltungsbereich werden beide Partner künftig enger zusammenarbeiten. Schon am 9. Oktober starten die WILD LIGHTS: Sie verwandeln den Zoo in den Abendstunden in eine besondere Erlebniswelt und verbinden Lichtinstallationen mit der naturnahen und außergewöhnlichen Atmosphäre des Zoos. Die Stadtwerke Schwerin unterstützen das imposante Licht-Event als offizieller Partner. Bis zur Eröffnung der WILD Lights sind es nur noch zwei Wochen. Die Arbeiten im Zoo laufen auf Hochtouren. Die Veranstaltung startet am 9. Oktober und leuchtet bis zum 29. November.

Opel-Zoo Kronberg 24.09.2026
Herbstferienprogramm im Opel-Zoo
Herbstführungen mit dem Forstamt Königstein und Mitmachaktionen Die hessischen Herbstferien stehen vor der Türe und im Opel-Zoo wird wieder ein umfangreiches Ferienprogramm angeboten, bei dem es unter anderem um herbstliche Themen geht. In den Ferienführungen dienstags, 6. und 13. Oktober 2026 erläutern Revierleiterin Carolin Scheller bzw. Waldpädagoge Thorsten Willig vom Forstamt Königstein, was sich im Herbst im heimischen Wald tut und was diese Veränderungen für die Tiere bedeuten. Die Ferienführungen starten um 11 h an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang; sie sind kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und es ist keine Voranmeldung erforderlich. Kostenfrei und ohne Voranmeldung sind auch die Ferienaktionen in der Zooschule, die mittwochs, den 07. und 14. Oktober 2026 und donnerstags, den 08. und 15. Oktober 2026, jeweils von 10 bis 13 Uhr in der Zooschule stattfinden. Die Zoobesucher können dort „mitmachen, erforschen und erleben“ und angeleitet von den Zoopädagogen interessante Sachverhalte rund um den Herbst erfahren. „Forschung im Zoo“ erleben auch die Teilnehmer an der Öffentlichen Führung, die am Samstag, 10. Oktober 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers startet und bei der Forschende der Opel-Zoo Stiftungsprofessur Zootierbiologie an er Goethe-Universität Frankfurt von den „verborgenen Seiten der Antilopen“ berichtet. Vom Schlaf zum Mikrobiom lautet der Untertitel der Führung und es ist sicher spannend zu erfahren, ob es da Unterschiede zu anderen Tierarten und/oder innerhalb der Antilopenarten gibt, die im Opel-Zoo gehalten werden. Dies sind Impala, Streifengnu und Tiefland-Nyala. Auch an der Öffentlichen Führung können die Zoobesucher kostenfrei und ohne Voranmeldung teilnehmen.Die Tierpfleger-Gespräche finden auch in den Herbstferien statt und zwar jeweils um 14 Uhr: Am Montag das Elefantentraining, am Dienstag bei Erdmännchen, Hyäne oder Gibbon, am Mittwoch bei Gepard, Hirscheber oder Nasenbär, am Donnerstag bei Luchs, Schnee-Eule oder Nandu und am Freitag beim Dromedar. Beim Brillenpinguin berichten die Tierpfleger täglich um 16 Uhr Interessantes über ihre Schützlinge und stehen auch für Fragen zur Verfügung. Neben dem umfangreichen Herbstferienprogramm locken zu einem Zoobesuch auch immer wieder die Elefanten mit der nun 17 Monate alten und immer noch sehr verspielten Kaja und darüber hinaus viele weitere Jungtiere, so beispielsweise bei den Impalas, die im August 2026 zur Welt kamen.

Tiergarten Schönbrunn 24.09.2026
Noch ganz in Grau: Flamingo-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Rosa Flamingos. Doch von strahlendem Rosa fehlt bei den sechzehn Küken noch jede Spur. Sie tragen ein mausgraues Dunenkleid. „Das unscheinbare Dunenkleid bietet ihnen in den lehmigen Bruthügeln eine ideale Tarnung und schützt sie damit optimalerweise vor Feinden“, erklärt Kurator Dr. Folko Balfanz. Erst im Alter von etwa drei Jahren erstrahlt ihr Federkleid in prächtigem Rosa. „Die charakteristische Färbung der Rosa Flamingos stammt von ihrer Nahrung. Kleine Krebse und Algen, die sie mit ihrem Schnabel aus dem Wasser filtern, enthalten Farbstoffe aus der Gruppe der Carotinoide.“ In den ersten Lebenswochen werden die Küken von ihren Eltern noch mit Kropfmilch ernährt – einer nährstoffreichen Absonderung aus Drüsen in der Speiseröhre. Insgesamt gibt es sechs Flamingo-Arten. Der Rosa Flamingo ist die einzige Art, die auch in Europa vorkommt. Große Kolonien sind etwa in der Camargue in Südfrankreich und in Andalusien im Süden Spaniens zu finden. Der Rosa Flamingo ist zugleich die größte aller Flamingo-Arten. Er kann bis zu 1,40 Meter groß werden. „Bei uns gibt es derzeit Küken in allen Größen. Die ersten sind Ende August geschlüpft. Sie haben ihre Nester bereits verlassen und sich zu einer Art Kindergarten zusammengeschlossen“, so Tierpfleger Dominik Eigenbauer. Die Kükengruppe wird stets von einzelnen erwachsenen Vögeln begleitet. Die Eltern kommen weiterhin regelmäßig, um ihre Jungtiere mit Kropfmilch zu versorgen. Das eigene Küken in der Gruppe zu finden, ist für sie kein Problem. Sie erkennen es an seinem individuellen Ruf.

Zoo Berlin 23.09.2026
Abschied von Gorilla-Dame Mpenzi – Zoo Berlin trauert um langjähriges Mitglied der Gorillafamilie
Das Team des Zoo Berlin trauert um Gorilla-Dame Mpenzi. Die 41-jährige Westliche Flachlandgorilla-Dame ist nach einem medizinisch notwendigen Eingriff nicht mehr aus der Narkose erwacht. Mpenzi wurde 1985 im Zoo Berlin geboren, sie ist die Enkelin des ältesten Gorillas der Welt: Fatou (69). Aufgrund von Zahnproblemen war bei Mpenzi eine Behandlung unter Vollnarkose notwendig geworden. Zahnerkrankungen können auch weitreichende Risiken bergen und die Herzgesundheit beeinflussen. Der Eingriff selbst verlief planmäßig. Nachdem der erste Backenzahn gezogen war, stellte sich unter endoskopischer Beurteilung heraus, dass auch die Wurzeln der beiden folgenden Backenzähne massiv angegriffen waren und entfernt werden mussten. Trotz engmaschiger Überwachung nach dem Eingriff stellte die Gorilla-Dame während des Erwachsens aus der Narkose die Atmung ein. „Bei älteren Tieren wägen wir sehr sorgfältig ab, ob ein Eingriff unter Vollnarkose vermeidbar ist. In Mpenzis Fall war die Zahnbehandlung erforderlich“, erklärt Veterinärmediziner und Direktor von Zoo und Tierpark Berlin, Dr. Andreas Knieriem. „Der Eingriff wurde von einem Team aus sechs erfahrenen Veterinärmediziner*innen aus dem Zoo Berlin und dem Leibniz Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) durchgeführt und verlief ohne Auffälligkeiten. Umso trauriger ist es für uns, dass Mpenzi im Nachgang der Operation nicht mehr erwachte. Trotz aller Erfahrung und moderner tiermedizinischer Möglichkeiten lässt sich ein Narkoserisiko leider niemals vollständig ausschließen.“ Die genaue Todesursache wird nun im Rahmen einer pathologischen Untersuchung ermittelt. „Im natürlichen Lebensraum liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Gorillas bei 35-40 Jahren, damit war Mpenzi – auch wenn sie die Enkelin von Gorilla Fatou ist – ebenfalls schon eine ältere Dame. In menschlicher Obhut können Gorillas über 40 Jahre alt werden. Im Vergleich zum Menschen wäre das etwa ein Alter von 70-80 Jahren“, erklärt Biologin Dr. Jennifer Hahn und fügt hinzu: „Wir haben der Gorillagruppe jetzt noch Zeit gegeben, sich von Mpenzi zu verabschieden und das Affenhaus für Zoo-Gäste geschlossen.“ Hintergrund Mpenzi wurde am 9. Juli 1985 im Zoo Berlin geboren und war damit über vier Jahrzehnte Teil der Berliner Gorillafamilie. Die eher zurückhaltende Gorilla-Dame ließ ihren Artgenossen häufig den Vortritt. Im täglichen Training mit ihren Tierpfleger*innen zeigte sie dagegen eine andere Seite: Hier war Mpenzi oft als Erste zur Stelle. Ihr Tod ist daher vor allem für die Tierpfleger*innen, die Mpenzi über viele Jahre begleitet haben, ein großer Verlust. Westliche Flachlandgorillas sind unter anderem durch Lebensraumzerstörung und Wilderei vom Aussterben bedroht. Die Zoologischen Gärten Berlin unterstützen die Wildlife Conservation Society Kongo vor Ort unter anderem in der Ausbildung lokaler Forschungs-Assistent*innen und bei der oft beschwerlichen Feldforschung. Der unermüdliche Einsatz für das gemeinsame Ziel verbindet: Die Heimat der gutmütigen Gorillas für immer zu erhalten.

Zoo Frankfurt am Main 23.09.2026
Hoffnung für eine nahezu ausgestorbene Art: Zuchterfolg bei den Socorrotauben
Socorrotauben sind in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausgestorben und werden zurzeit ausschließlich in Zoos und spezialisierten Zuchtstationen gehalten. Der Frankfurter Zoo koordiniert seit 1995 das Erhaltungszucht-Programm für die Art. Im August gab es bei den mitunter schwer zu züchtenden Tauben dort hochwillkommenen Nachwuchs. Socorrotauben (Zenaida graysoni) sind sogenannte Inselendemiten, das heißt, sie kommen – besser gesagt, sie kamen – weltweit ausschließlich auf der im Ostpazifik gelegenen und zu Mexiko gehörenden Vulkaninsel Socorro vor. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entdeckt und 1871 wissenschaftlich beschrieben, verschwand die Art innerhalb weniger Jahre, nachdem auf der ehemals unbewohnten Insel 1957 eine Station der mexikanischen Marine errichtet worden war. Als Expeditionen der kalifornischen Akademie der Wissenschaften in den 1980er Jahren keine wildlebenden Socorrotauben mehr nachweisen konnten, wurde das „Projekt Socorrotaube“ gestartet. Dieses besteht im Wesentlichen aus zwei Säulen: einem international angelegten Erhaltungszucht-Programm des europäischen Zooverbandes EAZA (Ex-situ Programm, EEP) sowie der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen für die eleganten kupferfarbenen Tauben auf ihrer Heimatinsel. „Dass jetzt ein Küken dieser in der Natur ausgestorbenen Taubenart im Frankfurter Zoo geschlüpft ist, ist ein großer Zuchterfolg, der nicht zuletzt dem großen Engagement des Zoo-Teams zu verdanken ist“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Der Frankfurter Zoo koordiniert das EEP für die Socorrotaube seit vielen Jahren. Es ist daher umso schöner, dass wir mit der Nachzucht dieses Jahr ganz unmittelbar einen weiteren Beitrag zur Erhaltung dieser extrem seltenen Art leisten können“, so Hartwig. „Das Küken – ein Weibchen – ist am 10. August geschlüpft. Unser genetisch wichtiger Täuber ist bereits sieben Jahre alt und eigentlich schon in der postreproduktiven Phase“, erklärt Dr. Simon Rohner, Kurator im Zoo Frankfurt und dort für die Vogelhaltung verantwortlich. „Ihn mit dem deutlich jüngeren Weibchen zur Zucht zu bringen, setzt viel Erfahrung beim Tierpflegeteam mit den anspruchsvollen Tieren und ein genaues Beobachten der Individuen voraus. Damit es mit der Paarung klappt, haben wir unsere Haltung Stück für Stück an die Bedürfnisse unserer beiden Vögel angepasst“, so Rohner. In EAZA-Zoos werden derzeit 153 Socorrotauben gehalten. Insgesamt sind weltweit nur 222 Tiere dieser Art in Zoos und Vogelparks gelistet. Aktuell arbeiten Europäische Zoos zusammen mit wissenschaftlichen Instituten und der Regierung in Mexiko sowie weiteren internationalen Partnern wie der Weltnaturschutz-Union (IUCN) und der Zoological Society of London (ZSL) daran, den Lebensraum der Tauben auf Socorro wiederherzustellen. Durch eine Kooperation mit der für die Insel verantwortlichen mexikanischen Marine konnten bereits einige Maßnahmen umgesetzt bzw. angegangen werden. So gibt es, zum Beispiel, ein Projekt, das zum Ziel hat, die in der Vergangenheit von Bewohnern der Militärbasis mitgebrachten und dann verwilderten Katzen von der Insel zu entfernen; bei den ebenfalls verwilderten Schafen, die zu negativen Veränderungen des Lebensraums der Socorrotaube geführt hatten, ist dies bereits gelungen. Damit wurde eine Grundvoraussetzung für die geplante Wiederansiedlung der Tauben auf Socorro erfüllt. Seit vielen Jahren wird daran gearbeitet, junge und zuchtfähige Tauben aus europäischen Zoos nach Mexiko zu bringen, um auch dort wieder eine sich reproduzierende Population aufzubauen. Solche internationalen Transfers unterliegen jedoch diversen Hürden, wie etwa Regelungen zum Schutz vor Tierseuchen, und sind daher hoch komplex und langwierig in Planung und Umsetzung. Dennoch ist es dem Projekt vor einigen Jahren gelungen, einige Socorrotauben nach 40 Jahren erstmals wieder in einen Zoo auf dem mexikanischen Festland zurück zu bringen.

Zoo Münster 23.09.2026
Einziger Zoo in Deutschland mit Spermien-Biobank: Allwetterzoo-Tierärztin Dr. Imke Wiemann erhält Nachhaltigkeitspreis der Volksbank Westmünsterland eG
Hinter den Kulissen des Allwetterzoo Münster verbirgt sich eine Sammlung von unschätzbarem Wert. Als einziger Zoo in Deutschland unterhält der Allwetterzoo Münster eine eigene Spermien-Biobank für bedrohte Wildtierarten. Ihre Gründerin ist Dr. Imke Wiemann, Zoo-Tierärztin im Allwetterzoo Münster. Sie hat vor 15 Jahren aus eigenem Antrieb mit der Sammlung der für die Arterhaltung so wichtigen Spermienproben begonnen. Ihr Ziel ist es, eine einzigartige Genreserve aufzubauen. Mittlerweile lagert Wiemann Spermien für Zoos in ganz Deutschland ein. Darunter sind Spermien von Asiatischen Löwen, Persischen Leoparden, Anoas, Elefanten, Wombats, Goldkatzen und vielen weiteren stark bedrohten Tierarten. Nachhaltigkeitspreis für Zoo-Tierärztin Dr. Imke Wiemann Für ihre wertvolle Arbeit wurde Wiemann nun mit dem Nachhaltigkeitspreis der Volksbank Westmünsterland eG ausgezeichnet. „Der Allwetterzoo Münster denkt Artenschutz weit über die Gegenwart hinaus. Mit dem Aufbau einer Genreserve für bedrohte Tierarten verbindet er Wissenschaft, Forschung und Nachhaltigkeit auf beeindruckende Weise und leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Dieses zukunftsweisende Engagement hat die Jury besonders überzeugt“, sagt Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Westmünsterland eG. Wiemann lagert die Spermien bei annähernd minus 200 Grad in flüssigem Stickstoff – eine Spende der Westfalen AG. So können die Spermien – wenn nötig – jahrzehntelang überleben, bevor sie aufgetaut und dann beispielsweise bei einer künstlichen Besamung zum Einsatz kommen. Diese wird ausschließlich nach Abstimmung mit Koordinator*innen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme durchgeführt. Im Allwetterzoo Münster war das zuletzt bei der Persischen Leopardenkatze Nahla der Fall. Sie wurde künstlich besamt, im Juli 2025 kam daraufhin das Jungtier Shirin zur Welt, die bis heute im Allwetterzoo lebt. Der Vater von Shirin ist ein Kater aus dem Kölner Zoo, der sich nicht auf natürliche Weise fortpflanzt, für die Genetik und den Arterhalt aber extrem wichtig ist. Imke Wiemann ist eine der wenigen Tierärzt*innen in Deutschland, die künstliche Besamungen bei Wildtieren durchführen kann. Wiemann: „Grundstein für die weitere Forschung“ „Künstliche Besamungen und die Gewinnung von Spermien gehören bislang noch nicht zum klassischen Zootierarzt-Alltag, weil wir insgesamt noch zu wenig wissen. Langfristig werden wir aber nicht auf Spermien-Biobanken verzichten können, wenn wir Arten genetisch sinnvoll in Zuchtprogrammen erhalten wollen. Wir müssen jetzt damit anfangen und dürfen nicht erst dann ins Handeln kommen, wenn es schon zu spät ist. Vielleicht werde ich es nicht mehr erleben, dass einige der Proben Verwendung finden, aber ich habe zumindest hier in Münster einen Grundstein für die weitere Forschung gelegt“, sagt Wiemann. Das Preisgeld von 3000 Euro will Wiemann in neue medizinische Geräte investieren. „Imke Wiemanns Arbeit und ihr Engagement sind für uns als Allwetterzoo, aber auch für den Artenschutz generell, von enormer Bedeutung. Die Spermien-Biobank ist bereits heute ein wichtiger Baustein für den Erhalt verschiedenster Arten und wird in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Zoodirektorin Dr. Simone Schehka.

Zoo Augsburg 23.09.2026
Bierle, Tierle, Artenschutz
Zoo Augsburg und Riegele BierManufaktur laden zu einem außergewöhnlichen Genusserlebnis ein. Was haben außergewöhnliche Brauspezialitäten und bedrohte Tierarten gemeinsam? Beide stehen für Vielfalt, Charakter und den Wert des Besonderen. Unter dem Motto „Bierle, Tierle, Artenschutz“ laden der Zoo Augsburg und die Riegele BierManufaktur zu einer neuen Veranstaltungsreihe ein, die Biergenuss mit Natur- und Artenschutz verbindet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein besonderer Abend: Wenn die letzten Tagesgäste den Zoo verlassen haben und hinter den Kulissen langsam Ruhe einkehrt, öffnen sich die Tore für ein exklusives Erlebnis nach Zooschluss. In dieser besonderen Abendstimmung erleben die Gäste den Zoo aus einer ganz neuen Perspektive. Während einer Führung erfahren sie Spannendes über die Vielfalt der Tierwelt, die Bedrohung zahlreicher Arten und die wichtige Rolle moderner Zoos beim internationalen Artenschutz. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Tierarten und ihre Lebensräume – sowie die Frage, warum biologische Vielfalt weltweit schützenswert ist. Zwischendurch werden an 2 Stationen Brauspezialitäten der Augsburger Traditionsbrauerei Riegele verkostet. Die preisgekrönte BierManufaktur, bekannt für ihre außergewöhnlichen Brauspezialitäten und die Vielfalt internationaler Bierstile, präsentiert ausgewählte Biere mit unterschiedlichen Aromen und Charakteren. Von fruchtig-hopfigen India Pale Ales über kräftige Starkbiere bis hin zu dunklen Spezialitäten erleben die Gäste die beeindruckende Vielfalt moderner Braukunst. „Artenvielfalt ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt – in der Natur ebenso wie in der Braukultur“, erklärt Zoodirektor Dr. Philipp Wagner. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir Menschen für den Artenschutz begeistern und zeigen, wie sich Genuss, Wissen und Regionalität miteinander verbinden lassen.“ Die Führung übernimmt die Artenschutzkuratorin Laura Japke persönlich und gibt den Gästen exklusive Einblicke in die Arbeit des Zoo Augsburg sowie in seine vielfältigen Artenschutzprojekte. Die Kooperation zwischen dem Zoo Augsburg und der Riegele BierManufaktur steht dabei ganz im Zeichen regionaler Partnerschaft. Beide Institutionen sind tief in Augsburg verwurzelt und legen großen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und die Vermittlung von Wissen. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber ebenso wie an Naturinteressierte, die den Zoo einmal aus einer neuen Perspektive erleben möchten. Genuss, spannende Geschichten und faszinierende Einblicke in die Welt der Tiere machen „Bierle, Tierle, Artenschutz“ zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung auf der Homepage unter www.zoo-augsburg.de/veranstaltungen möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Da im Rahmen der Führung überwiegend alkoholhaltige Getränke verkostet werden, wird eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Veranstaltung: Bierle, Tierle, Artenschutz – Die Artenschutzführung mit Genuss! Datum: Samstag, 10. Oktober 2026 Uhrzeit: 17:30 bis 20:30 Uhr Ort: Zoo Augsburg Veranstalter: Zoo Augsburg in Kooperation mit der Riegele BierManufaktur Kosten: 65 Euro inklusive Zooeintritt

Opel Zoo Kronberg 23.09.2026
Opel-Zoo stellt die Weichen für die Zukunft – Nach fast drei Jahrzehnten erfolgreicher Zooleitung steht die Nachfolge fest
Im Opel-Zoo steht die Nachfolge für den langjährigen Direktor Dr. Thomas Kauffels fest. Mit Blick auf seinen bevorstehenden Ruhestand wird die Zooleitung nach einer am 1. Juli 2027 beginnenden vierwöchigen gemeinsamen Übergabephase zum 1. August 2027 an Herrn Dr. Jochen Reiter übergeben. Die Fertigstellung der neuen Asienanlage bis zum Frühjahr 2028 wird Dr. Kauffels weiter begleiten und dem Zoo auch darüber hinaus eng verbunden bleiben. Der Vorstand der gemeinnützigen von Opel Hessischen Zoostiftung als Trägerin des Opel-Zoo hat sich nach einem strukturierten und mehrstufigen Auswahlverfahren für Herrn Dr. Jochen Reiter als Nachfolger entschieden. Mit der frühzeitigen Nachfolgeregelung schafft die Stiftung Kontinuität und zugleich Raum für neue Impulse. Dr. Reiter verfügt über langjährige Führungserfahrung in zoologischen Einrichtungen. Seit 2016 ist der Zoologe Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf; zuvor war er unter anderem wissenschaftlicher Leiter des Zoo Duisburg. Mit dem Opel-Zoo ist er bereits bestens vertraut: Von August 2002 bis Dezember 2006 arbeitete er hier als Zooinspektor. In dieser Funktion war er unter anderem Dienstvorgesetzter der Tierpfleger und Handwerker, verantwortlich für die Futtermeisterei und eng in die tierärztliche Betreuung, Tiertransporte sowie Arbeitssicherheit eingebunden. „Mit Dr. Jochen Reiter haben wir einen Nachfolger gefunden, der große zoologische und wissenschaftliche Erfahrung, Führungskompetenz und Gestaltungswillen mit einem modernen Verständnis von Tierhaltung, Artenschutz, Forschung und Bildung verbindet“, erklärt Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der von Opel Hessischen Zoostiftung. „Ich freue mich sehr, dass wir ihn für diese Aufgabe gewinnen konnten. Die Tatsache, dass er den Opel-Zoo aus eigener Tätigkeit bereits sehr gut kennt und nun mit einem großen Erfahrungsschatz nach Kronberg zurückkehrt, ist für uns ein besonderer Glücksfall.“ Seit fast drei Jahrzehnten prägt Dr. Thomas Kauffels die Entwicklung des Opel-Zoo maßgeblich. Unter seiner Führung wurde die langfristige Zoo-Vision Schritt für Schritt verwirklicht. Zahlreiche neue Anlagen und Projekte haben das Profil des Opel-Zoo nachhaltig geprägt und ihn zu einer modernen, zukunftsfähigen zoologischen Einrichtung weiterentwickelt, die gerade in der zoologischen Fachwelt hohes Ansehen genießt. Tierhaltung, Artenschutz, Bildung und wissenschaftliche Arbeit wurden in dieser Zeit kontinuierlich optimiert und gestärkt. Im Mittelpunkt der kommenden Monate steht insbesondere die neue Asienanlage, eines der bedeutendsten Vorhaben in der Geschichte des Opel-Zoo. Dr. Kauffels wird das Projekt auch nach Übergabe der Zooleitung weiter begleiten und bis zu seiner Fertigstellung im Frühjahr 2028 zum Abschluss führen. „Der Opel-Zoo hat einen großen Teil meines beruflichen Lebens geprägt und ich bin dankbar für das, was wir hier gemeinsam entwickeln konnten“, sagt Dr. Thomas Kauffels. „Es war mir immer wichtig, den Zoo fachlich weiterzuentwickeln, ihn modern und zukunftsfähig aufzustellen und zugleich seine besondere Identität zu bewahren. Besonders freue ich mich, die neue Asienanlage noch bis zu ihrer Fertigstellung begleiten zu können. Mit Dr. Jochen Reiter weiß ich den Opel-Zoo anschließend in sehr guten Händen.“ „Mit dem Opel-Zoo verbinde ich eine wichtige Zeit meines beruflichen Weges“, sagt Dr. Jochen Reiter. „Umso mehr freue ich mich darauf, nach Kronberg zurückzukehren und gemeinsam mit dem Team die erfolgreiche Entwicklung des Zoos fortzuführen. Bewährtes weiterzuentwickeln und zugleich neue Impulse zu setzen, ist für mich eine große und schöne Verantwortung.“ Eine persönliche Vorstellung von Herrn Dr. Reiter im Rahmen einer Pressekonferenz ist Mitte kommenden Jahres geplant. Bis zum Sommer 2027 wird Herr Dr. Kauffels den Opel-Zoo weiterhin in bewährter Weise leiten.

Tiergarten Straubing 22.09.2026
Erfolgreicher MINT-Aktionstag im Tiergarten
Im September, machte bereits zum zweiten Mal das MINT-Mobil anlässlich der Code Week Bayern Station im Tiergarten Straubing. Zahlreiche Kinder nutzten die verschiedenen Stationen, um selbst zu experimentieren, zu tüfteln und erste Erfahrungen mit Technik und Programmierung zu sammeln. Beim kindgerechten Programmieren, einfachen Lötübungen und anschaulichen Experimenten aus der Bionik konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge spielerisch entdecken. Das große Interesse zeigte einmal mehr, wie gut sich das Naturerlebnis im Tiergarten mit praktischer MINT-Bildung verbinden lässt. Wer diesmal nicht dabei sein konnte, erhält bereits in den Herbstferien eine weitere Gelegenheit: Am Donnerstag, 5. November 2026, findet von 10 bis 15 Uhr in der Zooschule erneut ein Aktionstag im Rahmen der Code Week Bayern statt. Unter dem Motto „Technik zum Anfassen“ warten wieder spannende Experimente, Programmierangebote für Kinder, leicht verständliche Lötstationen und Bionik zum Ausprobieren. Das Mitmachangebot ist für alle Kinder kostenlos. Es fällt lediglich der reguläre Tiergarteneintritt an.

Zoo Zürich 22.09.2026
VOM LORI ZUM LORI
Seit Anfang September lebt bei uns im Zoo ein Schwarm bedrohter Scharlachbrustloris. Der Einzug der Tiere ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum grossen Ziel: Bis 2030 sollen im Zoo Zürich nur noch bedrohte oder für die Forschung relevante Tierarten leben. Dafür stellt der Zoo den Tierbestand konsequent um. Nicht gefährdete Arten gehen, bedrohte ziehen ein. Aus dem Regenbogenlori wurde so der Scharlachbrustlori. Der Wechsel der Papageienart in der Lori-Voliere im Lebensraum Australien steht stellvertretend für einen Prozess, der im Zoo Zürich bereits seit längerem läuft und noch nicht abgeschlossen ist. In den kommenden Jahren werden weitere nicht gefährdete Arten den Zoo verlassen und bedrohte neu hinzukommen. Aktuell gilt bereits mehr als die Hälfte aller Wirbeltierarten im Zoo als bedroht. Bei den Säugetieren, Amphibien und Reptilien sind es mehr als 70 Prozent. Anteil bedrohter Wirbeltierarten im Bestand des Zoo Zürich: (Stand Ende 2025) Säugetiere 72 % Amphibien 82 % Reptilien 71 % Vögel 54 % Fische 31 % Rarität unter den Loris Die zehn nun bei uns eingezogenen Scharlachbrustloris (Trichoglossus forsteni) sind in diesem Kontext besonders speziell. Es handelt sich um eine in der Natur so gut wie nicht mehr vorkommende Unterart, den Mitchell-Scharlachbrustlori (Trichoglossus forsteni mitchellii). Auf noch eine Handvoll Tiere wird der aktuelle Bestand im natürlichen Verbreitungsgebiet auf den indonesischen Inseln Bali und Lombok geschätzt. Der illegale Fang der Tiere für den internationalen Heimtiermarkt hatte die Art innerhalb weniger Jahrzehnte an den Rand der Ausrottung getrieben. Es besteht gar der Verdacht, dass die wenigen noch existierenden Tiere möglicherweise keine eigenständige Population mehr bilden, sondern entflohene Einzeltiere aus Fangaktionen sind.

Tiergarten Kleve 22.09.2026
NRW-Umweltminister Oliver Krischer zu Gast im Tiergarten Kleve: „Ein Juwel für die Stadt, für die Region und für Nordrhein-Westfalen“ – Minister übernimmt Schirmherrschaft für Artenschutztag und würdigt Entwicklung des Tiergartens
Hoher Besuch beim diesjährigen Artenschutztag im Tiergarten Kleve: Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, übernahm die Schirmherrschaft für die Veranstaltung am 30. August 2026 und ließ es sich nicht nehmen, den Tiergarten auch persönlich zu besuchen. Bei einem ausführlichen Rundgang informierte er sich über die Artenschutzarbeit und die aktuelle Entwicklung des Tiergartens. Begleitet wurde der Minister dabei von Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek, Josef Kanders, Christian Bomblat und Dirk Posdena als Mitglieder des Vorstands des Tiergarten Kleve e.V., Marie-Christin Kuypers von der Deutschen Tierparkgesellschaft (DTG) sowie dem Landtagsabgeordneten Dr. Volkhard Wille. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung moderner Zoos für den Erhalt bedrohter Tierarten, die Umweltbildung sowie die weitere Entwicklung des Tiergartens Kleve zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum. Dabei erhielt Minister Krischer Einblicke in verschiedene Tieranlagen und Artenschutzprojekte und informierte sich über die zahlreichen Veränderungen, die der Tiergarten in den vergangenen Jahren angestoßen hat. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, Minister Krischer als Schirmherrn unseres Artenschutztages persönlich im Tiergarten Kleve begrüßen zu dürfen“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit und zugleich eine der Hauptaufgaben moderner, wissenschaftlich geführter Zoos. Der ausführliche Rundgang hat uns die Gelegenheit gegeben, zu zeigen, wie wir Artenschutz, moderne Tierhaltung und Umweltbildung in Kleve miteinander verbinden und welche großen Schritte wir in den kommenden Jahren noch gehen möchten.“ Auch Umweltminister Oliver Krischer hob in seinem Grußwort die Bedeutung zoologischer Einrichtungen hervor. Viele Menschen hätten heute kaum noch eine unmittelbare Berührung mit Natur und Tieren. Umso wichtiger seien Orte, die Begeisterung für die Natur wecken und Wissen über Tiere, Lebensräume und deren Schutz vermitteln. „Zoos leisten eine wichtige Arbeit für den Artenschutz und die Umweltbildung. Gerade weil vielen Menschen heute die unmittelbare Berührung mit der Natur fehlt, brauchen wir Orte, an denen Tiere und Natur erlebbar werden“, betonte Minister Oliver Krischer. „Was hier in Kleve geleistet wird, ist nicht nur ein Kleinod auf sechs Hektar, sondern ein Juwel für die Stadt, für die Region und für Nordrhein-Westfalen.“ Der Schutz der Biodiversität und der Erhalt der Artenvielfalt besitzen für die nordrhein-westfälische Landesregierung einen hohen Stellenwert. Beim Rundgang wurde daher auch darüber gesprochen, wie zoologische Einrichtungen durch Erhaltungszucht, die Unterstützung von Artenschutzprojekten in den natürlichen Lebensräumen bedrohter Arten sowie durch Bildungsarbeit einen konkreten Beitrag leisten können. Der Tiergarten Kleve engagiert sich sowohl bei nationalen als auch internationalen Artenschutzprojekten und entwickelt sich im Zuge seines Masterplans kontinuierlich zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum weiter. So durfte beim Rundgang mit dem Minister ein Blick auf die zahlreichen neuen Anlagen wie das Reich der Roten Pandas und das geplante Artenschutzzentrum Südamerika nicht fehlen. Neben neuen, naturnah gestalteten Tieranlagen soll dabei auch die Rolle des Tiergartens als Bildungs- und außerschulischer Lernort weiter gestärkt werden. Minister Krischer zeigte sich von dieser Entwicklung angetan: „Der Tiergarten Kleve wird sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln und sowohl seinen Beitrag für den Artenschutz als auch seine Rolle als Ort für Artenschutz, Umweltpädagogik und Umweltbildung weiter verstärken. Das ist eine gute Entwicklung, zu der wir den Tiergarten weiter ermutigen werden. Sie machen hier eine tolle Arbeit – das ist praktizierter Artenschutz und praktizierte Umweltbildung.“ Für Dr. Polotzek ist diese Anerkennung zugleich Ansporn für die kommenden Jahre: „Das große Interesse und die wertschätzenden Worte des Ministers sind für unser gesamtes Team eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit. Gleichzeitig haben wir deutlich gemacht, dass wir noch viel vorhaben. Wir möchten den Tiergarten Kleve konsequent zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum weiterentwickeln und noch mehr Menschen für den Schutz unserer biologischen Vielfalt begeistern.“ Der Besuch fand im Rahmen des Artenschutztages 2026 statt. An rund einem Dutzend Informationsständen konnten sich die Besucherinnen und Besucher über verschiedene vom Tiergarten unterstützte Artenschutzprojekte informieren. Mitmachaktionen für die ganze Familie und Vorträge ermöglichten es zudem, die Arbeit von Artenschützerinnen und Artenschützern aus erster Hand kennenzulernen.

Tierpark Bern 21.09.2026
Wissenschaftlich geführte Schweizer Zoos: vernetztes Engagement für den Artenschutz
Die wissenschaftlich geführten Zoos der Schweiz haben heute im Tierpark Bern aufgezeigt, wie sie zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen: mit international koordinierten Zuchtprogrammen, Forschung, Bildung und konkreten Projekten zum Schutz der Biodiversität. Im Zentrum steht der sogenannte One Plan Approach – ein Ansatz, der den Schutz von Tieren in der Wildnis und in menschlicher Obhut ganzheitlich betrachtet. Die sieben im Verein zooschweiz organisierten Zoos begrüssen jährlich über 3,1 Millionen Gäste, darunter mehr als 130’000 Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich nehmen fast 120’000 Personen an verschiedenen Bildungsangeboten wie beispielsweise Zooführungen teil. Damit schaffen die Zoos Zugang zur Natur, vermitteln ökologische Zusammenhänge und zeigen auf, wie jede und jeder Einzelne zum Erhalt der Biodiversität beitragen kann. «In einer idealen Welt bräuchte es keine Zoos», sagt Severin Dressen, Direktor des Zoo Zürich. Doch diese Welt existiert nicht: Schätzungen zufolge sterben pro Tag rund 150 Tier-, Pflanzenund Pilzarten aus. Diese unwiederbringlichen Verluste gehen meist auf menschengemachte Einflüsse zurück. Dazu gehören die Zerstörung der Lebensräume, Wilderei, illegaler Handel mit Wildtieren oder die Veränderung des Weltklimas. Eine zentrale Aufgabe von Zoos im Artenschutz ist der langfristige Erhalt von genetisch gesunden Reservepopulationen. Sie sind eine Art Versicherung für bedrohte Tierarten – insbesondere dann, wenn die Bestände in ihren natürlichen Lebensräumen verloren gehen. «Moderne, wissenschaftlich geführte Zoos können hier mit ihrer Expertise in der Haltung, Zucht und Erforschung von Wildtieren einen konkreten Beitrag leisten, um den Erhalt der Artenvielfalt zu unterstützen», erklärt Dressen. Zoos arbeiten koordiniert in internationalen Erhaltungszuchtprogrammen der Europäischen Zoovereinigung EAZA. Derzeit sind rund ein Drittel der in den Mitgliedszoos von zooschweiz gehaltenen Tierarten vom Aussterben bedroht oder potenziell gefährdet. Artenschutz endet aber nicht an den Zoogrenzen. So finanzieren und unterstützen die sieben Mitglieder von zooschweiz Naturschutzprojekte direkt in den natürlichen Lebensräumen der Artgenossen aus ihren Tierbeständen mit insgesamt 7,1 Millionen Franken pro Jahr. Das Engagement reicht von Beiträgen an die Betriebsbudgets von Schutzgebieten und der Ausbildung von Rangerteams über die Umweltbildung der lokalen Bevölkerung bis hin zur Forschungsarbeit vor Ort. Ziel ist es, die noch wildlebenden Tierpopulationen sowie deren Lebensräume zu sichern. Erfolgreiche Luchs-Auswilderungen Nebst der langfristigen Absicherung gefährdeter Arten ausserhalb des natürlichen Lebensraums können die Reservepopulationen auch für Wiederansiedlungen in der Natur zur Verfügung stehen. Solche Massnahmen sind aber nur sinnvoll, wenn die Tiere gesund sind, selbständig überleben können und ihr Lebensraum langfristig geschützt ist. Die Mitglieder von zooschweiz sind regelmässig an Auswilderungsprojekten beteiligt – so zum Beispiel bei «Linking Lynx», das dem Schutz des Karpatenluchses in Europa gewidmet ist. Bereits wurden mehrere Tiere aus Schweizer Zoos erfolgreich in Deutschland ausgewildert. Auch der Tierpark Bern beteiligt sich bei Luchsauswilderungen. Direktorin Friederike von Houwald sagt: «Wissenschaftliche Zoos retten Tierarten nicht alleine. Aber sie sind ein wichtiges Puzzleteil im gesamten Netzwerk des Natur- und Artenschutzes. Die Stärke der Zoos liegt darin, ihre Erkenntnisse aus den vier Kernaufgaben Naturschutz, Artenschutz, Forschung und Bildung optimal miteinander zu verbinden und so zu dauerhaften Lösungen beitragen zu können.» Die Zoos orientieren sich dabei am von der Weltnaturschutzunion IUCN vertretenen «One Plan Approach». Dieser verbindet Massnahmen im natürlichen Lebensraum, also in situ, mit Massnahmen ausserhalb dieses Lebensraums, also ex situ. Entscheidend ist, dass Behörden, Naturschutzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Zoos nicht getrennt planen, sondern gemeinsam Strategien für den ganzheitlich gedachten Erhalt einer Art entwickeln. Die IUCN räumt wissenschaftlichen Zoos eine bedeutende Rolle beim Erhalt und bei der Rettung bedrohter Arten ein. Fortpflanzung ist ein Grundbedürfnis Zoos müssen koordinieren, welche Tiere sich fortpflanzen, um einen regelmässigen Wechsel der Generationen zu garantieren und die genetische Vielfalt in den Zoopopulationen zu erhalten. Dank der artgerechten Haltung und veterinärmedizinischen Versorgung werden Tiere in Zoos oftmals älter als in der Natur. Damit bleibt aber weniger Platz übrig für reproduktionsfähige Jungtiere. Ein Dilemma. «Die Überalterung gefährdet eine der Kernaufgaben wissenschaftlicher Zoos: die Erhaltung von Reservepopulationen für den Artenschutz», sagt Marcus Clauss, CoDirektor der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere am Tierspital der Universität Zürich. «Nachwuchs ist jedoch nicht nur für genetisch gesunde Bestände wichtig», betont Clauss, «sondern auch für das Tierwohl. Die Fortpflanzung ist ein Grundbedürfnis jedes Tieres, weshalb diese in Zoos generell zugelassen werden sollte. Zusätzlich ermöglicht Nachwuchs den Tieren, artspezifische Sozialstrukturen zu bilden und natürliches Verhalten wie Paarbindung, Brutpflege und Jungenaufzucht zu entwickeln.» Indessen sind die Haltungskapazitäten in den europäischen Zoos pro Tierart beschränkt, weshalb es bei genetisch überrepräsentierten Tieren dann zu Tötungen kommen muss. Marcus Clauss hat im letzten Jahr eine Studie zum Thema Überalterung von Zoopopulationen publiziert – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Zoo Zürich. Sie steht beispielhaft für die vielfältige Forschungsarbeit der sieben zooschweiz-Mitglieder, die derzeit an mehr als 130 wissenschaftlichen Projekten beteiligt sind. Diese Arbeiten tragen dazu bei, Erkenntnisse zu gewinnen, die für den Erhalt unserer Biodiversität wichtig sind.

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