Zoopresseschau

Zoo Zürich 09.07.2022
WEITERER KRITISCHER HERPESVIRUSFALL BEI DEN ELEFANTEN
Nach dem Tod des Elefantenbullen Umesh ist im Zoo Zürich ein weiterer Elefant am Herpesvirus erkrankt und in kritischem Zustand. Die achtjährige Elefantenkuh Omysha wird zurzeit behandelt. Bei der Elefantenkuh Omysha hat sich der für Elefanten typische «Elephant Endotheliotropic Herpes Virus» (EEHV) im Körper stark vermehrt und die Krankheit «EEHV haemorrhagic disease» (EEHV-HD) ausgelöst. Der Zoo hat sofort eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten sowie Blutplasmatransfusionen von anderen Elefanten gestartet. Durch die Transfusionen können Antikörper eines anderen Elefanten übertragen werden und dem erkrankten Tier bei der Abwehr des Virus helfen. Das für Elefanten typische EEHV ist wahrscheinlich bei allen Elefanten latent vorhanden. Dies bedeutet, dass alle Elefanten Träger des Virus sind, es aber unscheinbar und nicht akut gefährlich ist. Bricht das Virus jedoch aus und vermehrt sich im Körper, kann es die EEHV-HD auslösen. Diese Krankheit führt vor allem bei jungen Elefanten häufig zum Tode. Sie ist sowohl in Zoos als auch in der Natur verbreitet. Auch andere Elefanten zeigen Anzeichen erhöhter Virenlast – Neben Omysha zeigen derzeit auch andere Elefanten im Zoo Zürich eine erhöhte Anzahl Viren im Körper. Bei ihnen ist das Virus im Körper aktiv, hat aber einen definierten Schwellenwert noch nicht überschritten. Deshalb startet der Zoo bei diesen Tieren noch mit keiner Therapie. Solche Perioden mit erhöhter Virenlast kommen immer wieder vor und können dazu führen, dass der Elefant Antikörper bilden kann. Der Zoo Zürich überwacht alle seine Elefanten engmaschig und kann somit gegebenenfalls sofort mit einer Therapie starten.

Tierpark Goerlitz 09.07.2022
Ferienauftakt im Tierpark – Steine bemalen für Groß und Klein! Zum Stein-Mal-Tag am 15.07.2022 von 10 – 16 Uhr
Bunt, vielfältig und wunderschön zeigt sich unsere Tierwelt jeden Tag im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. Diese Farbenvielfalt „zu Stein zu bringen“, dazu rufen die Mitarbeiter alle kreativen Köpfe am letzten Freitag vor den Ferien auf. Egal ob Roter Panda, Blauer Pfau oder Goldfasan – jeder kann seinem Lieblingstier ein Denkmal in der öffentlichen Ausstellung in der Tierpark-Buchenallee setzen. Farben, Steine und Pinsel stehen bereit, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die ersten 100 Stein-Künstler dürfen sich nach getaner „Arbeit“ über eine kleine Überraschung freuen. Sie erhalten je eine Kinderfreikarte für den Findlingspark Nochten.

Zoo Landau in der Pfalz 08.07.2022
Naturschutzforschung: Zoo Landau in der Pfalz beteiligt sich an Schildkrötenstudie, die die Evolutionstheorien über das Altern in Frage stellt
Auch wenn die Menschen im Vergleich zu ihren historischen Vorbildern länger leben, können wir der Unvermeidlichkeit des Alterns nicht entkommen. Die Testudines – die Ordnung, zu der Schildkröten und Wasserschildkröten gehören – können sich diesem Trend jedoch widersetzen, indem sie im Vergleich zu Menschen und anderen Arten einem anderen Alterungsmuster folgen. In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, untersuchten Forscherinnen und Forscher anhand von Daten, die auch der Zoo Landau in der Pfalz in Zusammenarbeit mit anderen Zoos und Aquarien zur Verfügung gestellt hatte, 52 Schildkrötenarten. Die vom Zoo Landau im zoologischen Informationsmanagementsystem (ZIMS) Species360 erfassten Daten ermöglichten es den Forscherinnen und Forschern, herauszufinden, dass Schildkröten im Gegensatz zu Menschen und anderen Arten gängigen Evolutionstheorien trotzen und ihre Alterungsrate als Reaktion auf verbesserte Umweltbedingungen, wie z.B. in der Haltung in Menschenobhut, verringern können. Evolutionstheorien über das Altern sagen voraus, dass alle lebenden Organismen mit dem Alter schwächer und schlechter werden (ein Prozess, der als „Seneszenz“ bekannt ist) und schließlich sterben. Anhand von Daten, die u.a. vom Zoo Landau erfasst wurden, haben Forscherinnen und Forscher der Species360 Conservation Science Alliance und der University of Southern Denmark nun gezeigt, dass bestimmte Tierarten, wie z.B. Wasser- und Landschildkröten, langsamer altern oder sogar gar nicht altern, wenn sich ihre Lebensbedingungen verbessern. Von 52 Schildkrötenarten zeigen 75 Prozent eine extrem langsame Seneszenz, 2 während 80 Prozent eine langsamere Seneszenz aufweisen als der moderne Mensch. „Wir haben herausgefunden, dass einige dieser Arten ihre Alterungsrate als Reaktion auf die verbesserten Lebensbedingungen in Zoos und Aquarien im Vergleich zum natürlichen Lebensraum verringern können“, sagte die Mitautorin der Studie Prof. Dalia Conde, Species360 Director of Science und Leiterin der Species360 Conservation Science Alliance. „Darüber hinaus spielen moderne zoologische Einrichtungen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung, Bildung und Forschung, und diese Studie zeigt den immensen Wert von Zoos und Aquarien, die Aufzeichnungen für den Fortschritt der Wissenschaft führen.“ Landaus Zoodirektor und Zootierarzt Dr. Jens-Ove Heckel führt aus: „Im Rahmen unseres Engagements für die Erhaltung und das Wohlergehen der Tiere zeichnet unser Zoo Daten über die Tiere in unserem Bestand auf, um sicherzustellen, dass unsere Tiere gut gepflegt werden und einen Beitrag zum Management und zur Erhaltung der Artenpopulationen leisten können. Wir sind stolz darauf, dass unsere Daten, zu dieser Studie beigetragen und den Forscherinnen und Forschern geholfen haben, die Alterung dieser Arten besser zu verstehen.“ Der Zoo Landau in der Pfalz ist Mitglied von Species360, einer gemeinnützigen Organisation, die das Zoological Information Management Systems (ZIMS) pflegt – die größte Datenbank über Wildtiere in menschlicher Obhut. Als Teil des Engagements des Landauer Zoos für den Naturschutz und die Gewährleistung hoher Tierschutzstandards nutzt er ZIMS, um detaillierte Aufzeichnungen über seine Tiersammlungen zu führen. In die Kartei werden regelmäßig alle Daten zu Geburten, Todesfällen, Neuzugängen und Abgängen eingepflegt, aber darüber hinaus auch individuelle Kennzeichnungen, Maße und Gewichte sowie wichtige tierärztliche Daten, die so allen Mitgliedern von Species 360 und hierüber auch Forscherinnen und Forschern auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden. Der Artikel ist hier online verfügbar: https://www.science.org/doi/10.1126/science.abl7811. Weitere Informationen über die Studie und andere Projekte, die ZIMS-Daten verwenden, sind unter https://conservation.species360.org/in-the-news/ zu finden.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 08.07.2022
Von Buschi bis Batak: Ende der Haltung nach 60 Jahren – Die letzten Orang-Utans verlassen die Wilhelma
Einen freudigen Abschied nimmt die Wilhelma von ihren Sumatra-Orang-Utans. So geht eine denkwürdige Ära für den Zoologisch-Botanischen Garten positiv zu Ende oder erfährt zumindest eine markante Zäsur. Am kommenden Dienstag, 12. Juli, reisen mit Moni, Karo und Batak die drei letzten Artgenossen ab, um in ihre neue Heimat in belgischen Zoos aufzubrechen. Die Haltung der asiatischen Menschenaffen endet damit nach 60 schillernden Jahren – jedenfalls vorläufig. Freundinnen und Freunde der charaktervollen Tiere haben bis Montagabend Zeit, sie noch einmal in Stuttgart zu besuchen. „Es gibt nur lachende Augen, wir schließen dieses Kapitel mit einem Happy End“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Wir konnten alle gleichzeitig vermitteln, so dass keiner alleine zurückbleibt, und das in Zoos, die für Orang-Utans geeignetere Gehege haben als unser Provisorium. Es wird ihnen dort gut gehen.“ Was nicht bedeutet, dass die Wilhelma dieses Buch dauerhaft zuschlägt. „Wir können uns eine Fortsetzung vorstellen, wenn es gelingt, die Voraussetzungen für eine moderne Haltung zu schaffen“, betont Kölpin. „Unsere Außenanlagen für Afrikanische Menschenaffen haben neue Maßstäbe gesetzt, den Standard wollen wir auch für Orang-Utans erreichen.“ So sei der Neubau eines Asienhauses wünschenswert. Im Masterplan zur Weiterentwicklung der Wilhelma haben jedoch andere Projekte Vorrang: Aktuell entstehen ein Asiatischer Bauernhof und die Terra Australis für Koalas & Co. Dann folgen eine Tigeranlage und das Großprojekt der Elefantenwelt. Bis vielleicht Orang-Utans einmal zurückkehren, ist es folglich ein weiter Weg. Die Wilhelma setzt sich aber ungebrochen für deren Überleben in der Natur ein und verstärkt ihr Engagement noch. Als wichtige Partnerin im internationalen Artenschutz fördert sie seit zwölf Jahren auf Borneo ein Wiederaufforstungsprogramm, um den „Waldmenschen“ – so die Übersetzung von Orang-Utan – durch Kahlschlag geraubten Lebensraum zurückzugeben. „Dank der tollen Unterstützung unserer Gäste, die bei dem Kauf ihrer Eintrittskarte einen Artenschutz-Euro zahlen, können wir über die nächsten drei Jahre 100.000 Euro in dieses erfolgreiche Zukunftsprojekt stecken“, so Kölpin. In den renaturierten Gebieten des Lamandau Wildlife Reserve sind inzwischen bereits wieder Geburten der vom Aussterben hochbedrohten Menschenaffen zu verzeichnen. Im krassen Gegensatz dazu begann die Orang-Utan-Haltung in der Wilhelma 1962 mit dem Import von Wildfängen – heute undenkbar. Wildfänge sind mittlerweile verboten und die Zoos untereinander gut vernetzt, um eine sich selbst erhaltende Reservepopulation in menschlicher Obhut zu pflegen, die im Zweifelsfall mit Zwischenschritten in der Wildnis wieder angesiedelt werden könnte. Die ersten Vertreter waren damals Charly, Kiki, Suma und der legendär gewordene Buschi. Er wurde stolze 51 Jahre alt und stellte damit den Altersrekord für männliche Sumatra-Orang-Utans in Europa auf. Mit seinen Kindern, deren Enkeln und Urenkeln steuerte er viele Hoffnungsträger zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bei, in dem inzwischen rund 150 Artgenossen erfasst sind. Insgesamt kamen in der Wilhelma 22 Jungtiere zur Welt. Seit Buschi 2011 starb, ist er selbst im Staatlichen Naturkundemuseum Stuttgart lebensgetreu für die Nachwelt erhalten, allerdings derzeit nicht in der Dauerausstellung zu sehen. Von seinen Töchtern leben Moni und Karolin bis jetzt noch in der Wilhelma. Sein auserkorener Nachfolger Moritz blieb trotz Gesellschaft verschiedenster Weibchen ohne Nachkommen. Weil das Menschenaffenhaus von 1973 zunehmend baufällig wurde, entschieden die Zoologen sich, keinen neuen Zuchtmann zu suchen, sondern die jüngeren Weibchen an andere Institutionen zu vermitteln, in denen sie Hoffnung auf Nachwuchs haben würden. 2016 gingen Conny und Sinta in den Hamburger Tierpark Hagenbeck beziehungsweise den belgischen Zoo Pairi Daiza. Die beiden Älteren, Moni und Karolin, die mit inzwischen 44 und 48 Jahren über das zuchtfähige Alter hinaus sind, behielten zunächst Stuttgart als Ruhesitz, auch als Moritz 2017 starb. Als klar wurde, dass das alte Bauwerk bald so nicht mehr bewohnbar sein würde, fiel die Entscheidung, das frühere Menschenaffenhaus als Terra Australis zum Schwerpunkt auf den Fünften Kontinent umzubauen. Somit wohnten die Orang-Utans seit 2017 zur „Untermiete“ neben den Gorillas in deren Silberrücken-Gehege. „Das sollte nie zur Dauerlösung werden“, sagt der Direktor. „Zum einen möchten wir die elfköpfige Gorilla-Gruppe nicht kleinersetzen und zum anderen ist die Anlage auf die Flachlandgorillas ausgelegt und für die Orang-Utans als Baumbewohner nicht optimal“, erläutert Kölpin. „Umso freudiger ist es, dass wir jetzt auf Empfehlung der EEP-Koordinatorin die drei in gute Hände mit zweckmäßigeren Gehegen weitergeben können.“ Zuletzt hatte seit Jahresbeginn Karo und Moni als Gast der junge Batak Gesellschaft geleistet, für den der Tierpark Hagenbeck ein neues Domizil suchte. Für den Zwölfjährigen sollte die Wilhelma nur ein Zwischenquartier sein. Die EEP-Koordinatorin kennt alle Orang-Utans der kooperierenden Zoos individuell und schlägt jeweils vor, wohin sie bei einem Wechsel nach Alter, Wesen und Verwandtschaft am besten passen. So kommen sie in Zoos mit langjähriger Erfahrung, in denen sie auf Artgenossen treffen werden, mit denen sie aller Voraussicht nach gut harmonieren. Moni und Karo bleiben zusammen und verbringen ihren Lebensabend im Zoo Planckendael in Mechelen. Dort wohnen sie künftig in einem modernen Neubau mit vier weiteren Orang-Utans. Batak findet sein neues Zuhause in der „Monde Sauvage“ bei Lüttich.

Tierpark Berlin 08.07.2022
Ein bisschen Frieda, so viel Freude – Kleine Botschafterin – große Mission: Giraffennachwuchs im Tierpark Berlin hat einen Namen
Fast pünktlich zum Welt-Giraffen-Tag am 21. Juni kam im Tierpark Berlin eine kleine Giraffe zur Welt. Gemeinsam mit der HOWOGE, der langjährigen Patin der Giraffenherde, hat der Tierpark Berlin nun einen passenden Namen für das Nesthäkchen gefunden: Die Tochter von Amalka (8) und Jabulani (10) heißt ab heute Frieda! Der Name Frieda leitet sich vom althochdeutschen Wort „fridu“ ab, was übersetzt „Friede“, „Schutz“ und „Sicherheit“ bedeutet. Er war unter mehreren hundert Vorschlägen auf den Social-Media-Kanälen von HOWOGE und Tierpark Berlin einer der meistgenannten Namen. „Der Name drückt also aus, was wir uns in diesen unruhigen Zeiten alle wünschen: ein friedliches Miteinander“, begründet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem die Namenswahl und bedankt sich bei der Patin in diesem Zuge für die großzügige Unterstützung bei der Erneuerung des Stallbodens: „Unsere Giraffenherde kann sich sehr glücklich schätzen, so zuverlässige Paten zu haben, die ihnen und uns als Tierpark gerade in so herausfordernden Zeiten treu zur Seite stehen. Ein solch tatkräftiges Engagement ist keine Selbstverständlichkeit.“ Für Giraffen-Mutter Amalka ist die kleine Frieda bereits der dritte Nachwuchs. Mutter und Tochter erkunden seit knapp zwei Wochen nun auch die Außenanlage, wo Frieda neugierig und immer sicherer herumgaloppiert und ihre übrigen langhalsigen Mitbewohnerinnen besser kennenlernt. Neben Amalka, Jabulani und Frieda leben derzeit vier weitere Giraffen im Tierpark Berlin. „Er freut uns, dass wir hier vor Ort einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Unterkunft unserer Patentiere leisten konnten. Die Renovierung eines Giraffenwohnzimmers gehört auch bei uns nicht zum Tagessgeschäft“, berichtet Ullrich Schiller, Geschäftsführer der HOWOGE. Er fügt hinzu: „Nicht nur unsere Mieter*innen liegen uns sehr am Herzen, sondern auch der nachhaltige Schutz von Tieren und Naturräumen. Wir unterstützen den Tierpark Berlin deshalb sehr gern bei dieser wichtigen Aufgabe.“ Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Giraffen in ihrem Gesamtbestand seit einigen Jahren als „gefährdet“ gelistet. Bei einem Großteil der neun Unterarten nimmt die Entwicklung der Populationszahlen rapide ab. „Berlin World Wild“, das Artenschutzprogramm von Zoo und Tierpark Berlin unterstützt das Wild Nature Institute in Tansania, um die Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen. Die Wissenschaftler*innen des Wild Nature Institute erforschen die Giraffen vor Ort, um wirkungsvolle Maßnahmen zum Giraffenschutz empfehlen zu können. Zudem betreiben sie Umweltbildung, um vor allem bei Schulkindern eine Faszination für das größte Landsäugetier der Welt zu wecken. Giraffen-Fakten auf einen Blick: 60 kg Geburtsgewicht – ein ausgewachsener Giraffenbulle bringt bis zu 1.200 kg auf die Waage, 1,80 m groß bei der Geburt – ausgewachsen sind Bullen bis zu 5,50 m hoch 25 Jahre Lebenserwartung, Rund 15 Monate Tragzeit, Bis zu 50 cm lange, blaue Zunge, Sieben Halswirbel – genau wie der Mensch, Bis zu 55km/h schnell, Nur noch 2.000 Rothschild-Giraffen leben in der afrikanischen Savanne

Erlebnis-Zoo Hannover
Wombat-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover lüftet Geheimnis
Unzählige Male knieten, hockten und lagen die Tierpfleger im Erlebnis-Zoo Hannover hinter Nacktnasenwombat-Weibchen Maya und versuchten, einen Blick auf ihren Nachwuchs im Beutel zu erhaschen und endlich das Geheimnis um das Geschlecht des Jungtiers zu lüften. Da der Beutel bei Wombats nach hinten geöffnet ist, damit beim Graben der Bauten und Höhlen kein Dreck in den Beutel und damit auf das Jungtier gelangt, schauten die Tierpfleger immer wieder gespannt auf das Hinterteil des Wombat-Weibchens. Bei der Fütterung zur Mittagszeit gelang es dem Team schließlich, das entscheidende Detail zu sehen. Als sich der Nachwuchs im Beutel umdrehte, hing das Hinterteil kurz heraus und zeigte deutlich: Mayas Mini-Wombat ist männlich! Das Team freut sich sehr über die gute Entwicklung des Jungtiers: Der kleine Wombat wächst und streckt immer öfter neugierig die markante nackte Nase aus dem mütterlichen Beutel heraus. Die Tierpfleger sind sich sicher: Bald wird er den Beutel ganz verlassen und seine ersten Schritte auf eigenen Pfoten auf der Außenanlage wagen. Wombat-Patenschaft – Wombat-Fans können Teil der Wombat-Wimmelpatenschaft werden und als Spendenpate den Erlebnis-Zoo bei seiner Arbeit für den Natur- und Artenschutz unterstützen. Die Patenschaft kann selbst übernommen oder als Überraschung an die Liebsten verschenkt werden. Alle Informationen gibt es unter www.erlebnis-zoo.de/wombatpatenschaft Hintergrund: Europaweit gibt es nur 16 Tiere der Unterart des Tasmanischen Nacktnasenwombats in zoologischen Gärten. Kelly und Maya sind die einzigen Vertreter ihrer Unterart in Deutschland. Für die beiden ist es der zweite gemeinsame Nachwuchs. Ihr Jungtier Cooper lebt inzwischen im Zoo in Prag. Außerdem gibt es Haltungen des Tasmanischen Nacktnasenwombats im belgischen Pairi Daiza, im niederländischen Brabant, in Budapest und in Kopenhagen. Steckbrief: Tasmanischer Nacktnasenwombat (Vombatus Ursinus Tasmanienses), Herkunft: Australien (Tasmanien),, Feucht- und Trockenwälder, Nahrung: Gräser, Kräuter, Pilze, Wurzeln, Größe: 70 bis 115 cm lang, Gewicht: 22 bis 39 kg, Erreichbares Alter: bis 26 Jahre in menschlicher Obhut, Tragzeit: 22 Tage + 6 bis 7 Monate Beuteltragezeit, Geburtsgewicht 2 Gramm

Opel-Zoo 08.07.2022
Weitere Erstnachzucht im Opel-Zoo – Jungvogel bei den Temminck-Tragopanen
2022 ist für den Opel-Zoo tiergärtnerisch ein offensichtlich erfolgreiches Jahr: Nach Erstgeburten beim Pinselohrschwein, beim Roten Vari und Weißrüsselnasenbär sowie dem Schlupf beim Rosapelikan kann nun noch über die Erstnachzucht beim Temminck-Tragopan berichtet werden. Das Küken ist am 21. Mai geschlüpft. Der Vogel mit dem nicht jedem geläufigen Namen gehört zu den Fasanenartigen und lebt in Süd- und Südostasien. Dort bewohnt er kühle, regenreiche Gebirgswälder in Höhenlagen von 900 bis 2.700 m, bevorzugt an Steilhängen und windigen Berggraten. Wie auch beim Satyr-Tragopan besteht ein deutlicher Geschlechtsdiphormismus: Beim Hahn sind die Partien von Gesicht und Hals blau, der Kopf ist schwarz mit orangen Bereichen, das Gefieder ist an der Oberseite des Körpers rot mit runden, schwarz umrandeten, weißen Flecken und die Unterseite rot mit hellgrauen Keilflecken. Die Henne hingegen trägt ein unscheinbares graubraunes Gefieder mit schwarzer Sprenkelung. Die Temminck-Tragopane leben paarweise und halten sich sowohl am Boden als auch im Geäst auf. Oft gehen sie im Geäst auf Nahrungssuche nach Blüten, Blättern, Knospen, Früchten, Beeren und Insekten. Auch die Brut erfolgt auf Bäumen, wobei sich nur die Henne um Nestbau und Aufzucht kümmert. Da aber der farbenprächtige Hahn alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird diese Vogelart gerne in Zoologischen Gärten gehalten, um auf die Beeinträchtigung und Fragmentierung in seinem Ursprungsgebiet aufmerksam zu machen. Denn auch wenn der Temminck-Tragopan in seinem Bestand im Freiland nicht als gefährdet gilt, nimmt er aber ab.

Zoo Duisburg 08.07.2022
Besonderer Name: Deswegen heißt Duisburgs Seekuh ‚Manfred‘
Seinen Namen brachte er aus dem hohen Norden mit ins Ruhrgebiet. Am 12.05.2017 wurde Manfred im dänischen Zoo Odense geboren. Seinen Namen brachte er aus dem hohen Norden mit ins Ruhrgebiet. Aber wieso wurde die Seekuh auf den Namen Manfred getauft? „Seinen Namen hat Manfred von seinen ehemaligen Tierpflegern in Dänemark bekommen“, erzählt Kuratorin Sandra Dollhäupl. „Er setzt sich aus den Silben ‚Man‘ und ‚Fred‘ zusammen. Jede der Silben hat eine eigene Bedeutung“. So sind ‚Man‘ die Anfangsbuchstaben von Manati, wie Seekühe auch genannt werden. ‚Fred‘ stammt aus dem dänischen und heißt übersetzt „Frieden“. Der Name Manfred bedeutet daher so viel wie ‚friedvoller Manati‘ oder ‚friedliche Seekuh‘. Ein Name, der treffender kaum sein könnte, denn Seekühe sind friedfertige Pflanzenfresser und haben ein ruhiges Gemüt. Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen die sanften Tiere flache Wasserzonen. Im Zoo Duisburg stehen bergeweise Gemüse auf dem Speiseplan. „Derzeit vertilgen Manfred und sein Bruder Pablo täglich etwa acht Kisten Futter“, erzählt Revierleiter Maik Peschke. Mehrmals am Tag servieren die Pfleger unter anderem verschiedene Blattsalate, Staudensellerie, Spitzkohl und Wirsing. Sobald Maik Peschke die Futterplattform betritt, schwimmen seine Schützlinge herbei. Vorsichtig stibitzen sich die Seekühe das frische Grün von der Wasseroberfläche, ziehen es hinunter und halten es mit den vorderen Flossen fest. „Meist dauert es nur wenige Minuten, bis ein großer Kopf Blattsalat verspeist ist“, berichtet der Tierpfleger. Als besonderes Leckerchen reicht das Pfleger-Team übrigens Muscheln. „Die füttern wir aus der Hand, um die Bindung zwischen den Tieren und uns zu stärken“, so Peschke.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 08.07.2022
Abendführungen im Alpenzoo
Jeden Sommer bietet der Alpenzoo seinen Besuchern die Möglichkeit, zweimal in der Woche an einer Abendführung teilzunehmen. Zoobegeisterte können jeden Dienstag und Donnerstag um 18:00 Uhr bei den Führungen dabei sein und mehr über die Tiere des Alpenraums erfahren. Eine Voranmeldung ist dafür nicht notwendig. Die Abendführungen finden von 12.07. bis 8.9.2022 statt. Zusätzlich zu den Abendführungen kann der Alpenzoo noch etwas weiteres für seine Besucher ankündigen. Der 10 Jahre alte Zooführer des Alpenzoo bekommt einen Nachfolger. Dieser neue Zooführer, passend zum 60. Geburtstagsjahr des Alpenzoo ist ab sofort im Zooshop erhältlich.

Zoologischer Garten Berlin 07.07.2022
NABU zeigt interaktive Schneeleoparden-Ausstellung im Tierpark Berlin
Zum Start der Sommerferien: Expedition ins Reich der Schneeleoparden. Nachdem der Tierpark Berlin im Frühjahr seine neue Himalaya-Landschaft eröffnet hat, gibt es in den ersten drei Sommerferienwochen eine weitere Schneeleoparden-Attraktion: Mit der Ausstellung „Expedition Schneeleo“ lädt der NABU zu einer Reise in das Reich der gefährdeten Großkatze. Noch bis zum 28. Juli können Besucher*innen auf interaktive Weise erfahren, wie der Schneeleopard lebt, welchen Gefahren er ausgesetzt ist und was jede*r beitragen kann, um ihn zu schützen. Pfotenabdrücke im Sand erstellen, Beutetiere auf einem Monitor fangen, eine echte, von Rangern beschlagnahmte Eisenschlagfalle erkunden: Die Mischung aus digitalen und analogen Aktionen machen die Ausstellung am Wasserspielplatz zu einem ganz besonderen Erlebnis für Groß und Klein. Am Ende der zwölf Länder-Stationen kann man dem „Geist der Berge“ sogar Auge in Auge gegenüberstehen – per Augmented Reality. Der Besuch der Ausstellung ist im Tierpark-Ticket enthalten. „Schneeleoparden zählen zu den seltensten Großkatzen der Erde. Weltweit leben nur noch 4.000 bis 6.400 von ihnen in freier Wildbahn. Unsere Ausstellung lenkt den Fokus der Besucher*innen auf die Besonderheit und Schutzbedürftigkeit einer relativ unbekannten Großkatzenart“, so Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales.

Tiergarten Nürnberg 07.07.2022
Tiger-Tausch im Tiergarten für Zuchtvorhaben
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat am Dienstag, 5. Juli 2022, seinen Sibirischen Tiger Nikolai auf Empfehlung des Europäischen Zuchtprogramms EEP (EAZA Ex-situ Programm) an einen Zoo in Schweden abgegeben. In Kürze wird der Tiergarten einen Kater aus einem anderen Zoo übernehmen. Der Hintergrund des Tiger-Tauschs: Nikolai sollte im Tiergarten zusammen mit dem Weibchen Katinka für Nachwuchs sorgen und damit zum Erhalt dieser stark gefährdeten Tierart beitragen. Da die beiden sozial nicht harmonierten, erfolgt nun ein Tausch über das EEP. Dabei handelt es sich um ein übliches Vorgehen im Rahmen der Erhaltungszucht. Erhaltungszuchtprogramme bedrohter Tierarten dienen dem Artenschutz und versuchen Arten und Unterarten für zukünftige Generationen zu erhalten. EEPs haben das Ziel, über einen Zeitraum von 100 Jahren 95 Prozent der genetischen Information seiner Gründertiere zu erhalten und möglichst alle Gene gleichmäßig in der Population zu verteilen. Die genetische Vielfalt ist für die Gesundheit und Überlebensfähigkeit einer Population ausgesprochen wichtig. Dies besonders auch, wenn die Tiere oder ihre Nachkommen später ausgewildert werden sollen. Die Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umweltbedingungen, die etwa durch den Klimawandel hervorgerufen werden, ist von der genetischen Vielfalt innerhalb der Population abhängig. Verpaarungsversuche zwischen Nikolai und Katinka ohne Erfolg Nikolai wurde 2017 im Zoo von Lissabon geboren und lebte ab Januar 2020 zusammen mit seiner Schwester im Serengetipark Hodenhagen. Mitte November 2020 kam er schließlich auf Empfehlung des EEP in den Tiergarten Nürnberg, um sich dort mit dem Weibchen Katinka zu verpaaren. Das EEP trifft diese Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien. Nikolai und Katinka haben genetisch gut zusammengepasst, allerdings sozial nicht harmoniert. Über mehrere Monate wurden sie regelmäßig zusammengelassen. Die Verpaarungsversuche blieben aber ohne Erfolg. Tiergartendirektor Dr. Dag Encke: „In solchen Fällen kann es bei Raubkatzen zu aggressiven Auseinandersetzungen kommen, die auch mit dem Tod eines Tieres enden können. Wir haben uns deshalb nach Abstimmung mit der EEP-Koordinatorin entschieden, die Verpaarungsversuche nicht fortzuführen. Dass die Zusammenführung und Zucht bei Raubkatzen nicht sofort klappt, ist nicht ungewöhnlich. In solchen Fällen ist ein Tausch der Kater oder der Katzen über das EEP ein Seite 2 von 2 übliches Vorgehen. Wir werden in Kürze einen neuen Tiger erhalten, der sich mit Katinka hoffentlich besser versteht. Jeder Nachwuchs ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser stark gefährdeten Art.“ Durch Wilderei und Lebensraumverlust stark gefährdet Großraubtiere wie Tiger erfüllen wichtige Funktionen in der Natur. Oft fungieren sie als sogenannte Schlussstein-Arten, die für die Stabilität ganzer Ökosysteme sorgen. Fehlen diese Arten, so kann es zu Kaskadeneffekten kommen, die das ganze System destabilisieren. 2014 wurde der Weltbestand aller sechs Tiger-Unterarten zusammen in der Natur auf lediglich rund 3 000 Tiere in elf Staaten geschätzt. 1998 sollen es noch 5 000 bis 7 000 Tiger gewesen sein. In zehn Staaten sind Tiger bereits ausgestorben. Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica), auch als Amurtiger bekannt, bilden eine Unterart der Tiger und gehören zu den größten lebenden Katzen der Welt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) bewertet ihren Bestand als „stark gefährdet“. Der größte Feind der Amurtiger ist der Mensch. Wilderei und Lebensraumverlust, auch durch Waldbrände, bedrohen die wildlebenden Tiger. Amurtiger leben in einem Gebiet vom russischen Fernen Osten bis hin zu angrenzenden Regionen in Nordkorea und China. Nach der Ankunft des neuen Tigers wird der Tiergarten über weitere Details informieren.

Zoo Osnabrück 07.07.2022
8 Millionen Euro teure „Wasserwelten“ im Zoo Osnabrück eröffnet – Neuer Meilenstein in der Zoogeschichte – Eröffnungswochenende für Besucher
Im Zoo Osnabrück wurde heute das neue Areal „Wasserwelten“ im Beisein von Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Wirtschaftsminister, sowie Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück, und 250 geladenen Gästen eröffnet. Seehunde, Seelöwen, Pinguine und Pelikane sind in der 5.000 Quadratmeter großen und knapp 8 Millionen Euro teuren Tierwelt zuhause. Auf die Besucher wartet ein großes Eröffnungswochenende. Bunte Fischerhäuser, eine Mole mit Leuchtturm, Dünenlandschaft, Kiefern und bunte Bojen – ein Ausflug in die Osnabrücker „Wasserwelten“ ist fast wie ein Ausflug an die Küste. Mit viel Liebe zum Detail, inspiriert von nordischen Küsten ist die neue Tierwelt entstanden und bietet nun den Tieren große, tiefe Becken und den Besuchern ein spannendes Ausflugsziel mit Unterwassereinblicken und Spielplatz. Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann kam zur Eröffnung, auch weil die „Wasserwelten“ mit Unterstützung durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die Niedersächsische N-Bank finanziert wurde: „Die neuen Anlagen im Osnabrücker Zoo versprechen eine noch größere Attraktivität für Besucherinnen und Besucher, aber ebenso mehr Tierwohl und Umweltschutz. Sie sind kreativ, innovativ, nachhaltig und damit serviceorientiert. Mich freut es sehr, dass das Land Niedersachsen geholfen hat, die Erfolgsgeschichte des Osnabrücker Zoos weiterzuschreiben.“ Der Zoo Osnabrück, der sich fast ausschließlich selbst finanziert, ist auf Unterstützung durch Fördermittel sowie auf Hilfe aus der Wirtschaft angewiesen und so befanden sich auch viele der zahlreichen Sponsoren des Zoos unter den Gästen. Bauprojekt mit engem Zeitplan – Etwas über ein Jahr lang hatte der Zoo an der neuen Tierwelt gebaut und trotz Corona und Lieferengpässen alle Zeitrahmen einhalten können. Der Entwurf für die „Wasserwelten“ stammt von den Architekten der Firma dan pearlman Erlebnisarchitektur, die seit rund 20 Jahren in sich stimmige Erlebniswelten realisieren und als Generalplaner für Architektur und Landschaftsplanung verantwortlich sind: „Herausforderung war der enge Zeitplan durch die Förderung und auch der begrenzte Platz auf dem Areal. Wir haben es aber geschafft sowohl den Raum effizient zu nutzen als auch eine besondere Kulisse mit viel Flair zu schaffen, die die Besucher aus ihrem Alltag in eine Urlaubsatmosphäre entführen“, freut sich Architekt Kieran Stanley. Die Ausschreibung und Projektbetreuung der „Wasserwelten“ übernahm im Auftrag von dan pearlman das Architektur- und Ingenieurbüro pbr Planungsbüro Rohling AG. Besonders hervorzuheben ist die innovative Filtertechnik für die riesigen Wasserbecken, die mit Faserbällen den Wasserwechsel nur noch alle ein bis zwei Jahre notwendig macht – bei etwa 2,4 Millionen Liter Wassermenge und einer Ersparnis von etwa 10 Millionen Liter jährlich ein großer Pluspunkt für die Umwelt und das Zoobudget. Neuer Glanz am alten Zoo-Eingang – Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde begrüßte an dem besonderen Tag die Gäste und ist sehr zufrieden mit dem neuen Areal: „Hier am alten Eingang befanden sich vorher in die Jahre gekommene Anlagen, ein Teich und Spielplätze – nun ist dieser Bereich nicht wiederzuerkennen und ist das neue Schmuckstück hier im Zoo. Die Seelöwen sind schon seit vielen Jahrzehnten treue Begleiter unserer Zoobesucher und die Fütterung ist das Highlight für viele Kinder. Das wird hier nun ein besonderes Erlebnis.“ Noch müssen sich die Tiere allerdings eingewöhnen: „Die Tiere sind seit ein paar Tagen in ihren neuen Gehegen und Becken und sind noch etwas unsicher. Denn anders, als man vielleicht vermutet, ist so ein neues Zuhause für die Tiere erstmal ungewohnt und ein wenig unheimlich. Deswegen zeigen sich Seehunde und Seelöwen vielleicht noch nicht so oft und an das Training müssen wir sie erst langsam wieder heranführen“, so Andreas Wulftange, zoologischer Leiter. Er sei auf jeden Fall froh, dass die Tiere nun teilweise drei Mal so viel Platz und mit einer Beckentiefe von 3 Metern viel Raum zum Tauchen haben. Mittelfristig plane er weitere Seehunde und Seelöwen nach Osnabrück in die „Wasserwelten“ zu holen. Ein besonderes Dankeschön: „Wasserwelten Mariasiel“ – Die Finanzierung der „Wasserwelten“ stand zum Glück bereits vor der Corona-Pandemie fest, berichtet Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „Wir hatten die Zusage der Förderung durch EFRE-Mittel über die N-Bank in Höhe von letztendlich 2,8 Millionen Euro – hier möchte ich mich noch mal ausdrücklich bei Herrn Dr. Althusmann bedanken. Außerdem flossen knapp 1,6 Millionen Euro einer besonderen Erbschaft von Maria Ahrens und ihrer Familie in den neuen Bereich, weswegen wir die ‚Wasserwelten‘ auch gerne ‚Mariasiel‘ nennen möchten – eine Idee unseres technischen Leiters Thorsten Vaupel.“ Busemann bedankte sich ausdrücklich bei der Familie, ohne die die „Wasserwelten Mariasiel“ so nicht zustande gekommen wären. Vaupel war als technischer Leiter die Schnittstelle zwischen Zoo und Baufirmen: „Das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Gewerken hat wirklich richtig gut geklappt, alle haben angesichts des engen Zeitrahmens schnell und lösungsorientiert gearbeitet. Wenn der Eröffnungstermin näher rückt, wird es natürlich nochmal hektisch.“ Unterwasser-Galerie zeigt Schwimmkünste der Tiere – Nun ist aber fast alles fertig, ein paar letzte Wegearbeiten sowie die Aufbereitung des alten Spielplatzes mit der historischen Lokomotive werden noch parallel zum Zoobetrieb laufen. Auch Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter ist von dem Ergebnis begeistert: „Der Zoo Osnabrück war bereits vor den ‚Wasserwelten‘ ein Highlight für die Menschen hier vor Ort und Besucher der Region, der neue Bereich macht den Zoo nun noch attraktiver. Besonders gut gefällt mir die Panorama-Unterwasser-Galerie, ein Raum, der sowohl die Seehunde als auch die Seelöwen in ihrem Lebensraum Wasser zeigt.“ Besucher können die „Wasserwelten Mariasiel“ ab sofort besichtigen und sich auf das Eröffnungswochenende am 9. und 10. Juli freuen. In der neuen Tierwelt stehen dann von 9 bis 16 Uhr die Zoopädagogen mit Aktionsständen, das Piratentheater „Bernd Backenbart“ tritt mit Jonglage und Zauberei auf, Walkingacts in Form von Seepferdchen sind am Sonntag auf den Zoowegen unterwegs und Glitzertattoos werden angeboten. Neben dem neuen Spielplatz lädt außerdem eine Hüpfburg im Zoozentrum zum Toben ein. Weitere Informationen zum Eröffnungswochenende und zum Zoo Osnabrück auf www.zoo-osnabrueck.de.

Kölner Zoo 07.07.2022
Drei Schwarzstörche im Kölner Zoo geschlüpft
Im Kölner Zoo sind vor gut sechs Wochen drei Schwarzstörche geschlüpft. Das großschnäblige Trio wird immer munterer und stakst bereits aktiv durch den Schwarzstorchbereich im beschaulichen „Eulenkloster“ des Zoos. Es handelt sich um ein männliches Jungtier und zwei Weibchen. Das Geschlecht wurde durch genetische Analysen von Federproben bestimmt. Das Elternpaar hat bereits einmal Nachwuchs großgezogen. Der Vater ist zwölf Jahre alt und stammt aus dem Wildpark Eekholt in Schleswig-Holstein. Das 16-jährige Weibchen ist im Kölner Zoo geboren. Schwarzstörche sind deutlich scheuer und damit unbekannter als ihre näher am Menschen lebenden weißen Verwandten. Besonderes Merkmal ist das namensgebende schwarz gefärbte Gefieder, das teils auch grünlich schimmert. Bei ausgewachsenen Tieren leuchten Schnabel und Beine in kräftigem Rot. Schwarzstörche leben in großen, ruhigen Waldflächen. Sie fressen u.a. kleine Amphibien und Fische, die sie in Gewässern aufspüren. Dank erfolgreich greifender Schutzmaßnahmen gilt die kleine Population der Schwarzstörche in Deutschland als nicht mehr gefährdet.

Tierpark Bochum 06.07.2022
Launch der neuen Tierpark-App Ein modernes, inklusives Tierpark-Erlebnis für alle – Ausgezeichnet vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW
Eine Gruppe Rollstuhlfahrer, zwei blinde Freundinnen, eine Familie mit Kindern im Grundschulalter sowie ihre schwerhörige Großmutter verabreden sich im Zoo – dies ist nicht der Anfang einer Kurzgeschichte, sondern der Inklusionsgedanke der neuen Smartphone-App im Tierpark + Fossilium Bochum. Das hier entwickelte intelligente Informationssystem ist auf die individuellen Bedürfnisse verschiedener Besuchergruppen zugeschnitten und ermöglicht ein gemeinsames Zooerlebnis. Mittels interaktiver Erlebnisstationen und des eigenen Smartphones wird die reale Tierwelt mit digitalen Angeboten verknüpft. Dies verspricht nicht nur Spaß an der Nutzung, sondern auch eine unterhaltsame, zielgruppengerechte und barrierefreie Wissensvermittlung. Seit Mittwoch, 06.07.2022, ist die vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW ausgezeichnete Tierpark-App in allen App-Stores für Android- und IOS-Geräte verfügbar. Jährlich besuchen rund 350.000 Menschen aus ganz NRW das beliebte Ausflugsziel in Bochum. Als Natur- und Umweltbildungszentrum verfolgt der Tierpark das Ziel der generationenübergreifenden, barrierefreien Wissensvermittlung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. „Gleichberechtigung bedeutet für uns, dass Blinde mit den Händen jedes Detail eines Tieres ‚sehen‘ können – so wie es für Sehende mit den Augen möglich ist. Ebenso bedeutet Gleichberechtigung, die Rufe des Erdmännchens über das Hörgerät in der individuell angepassten Lautstärke wahrzunehmen. Chancengerechte Teilhabe meint, den Tierpark als Rollstuhlfahrer:in ohne Hindernisse erkunden zu können oder als siebenjährige Grundschülerin kindgerecht aufbereitetes Tierwissen zu erhalten. All das vereint die neue Tierpark-App“, resümiert Ralf Slabik, Geschäftsführer der Tierpark Bochum gGmbH, die Intention des Projekts. Die Smartphone-Anwendung kombiniert Spaß, Inklusion und Tierwissen auf besondere Weise. Neben der App auf dem eigenen Smartphone wird die neue Besucher-Attraktion durch interaktive Stationstische an ausgewählten Tieranlagen ergänzt. Von Lernspielen, Tierpark-Rallyes oder Augmented Reality – also digitale Tieranimationen – bis hin zu Videos mit Untertiteln für Hörgeschädigte, Tastmodelle oder Beschilderung in Braille-Schrift für Blinde, werden Informationen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Ein verlegtes Blindenleitsystem erleichtert blinden und sehbehinderten Menschen zusätzlich die Orientierung im Park. „Dieses Projekt ist beispielhaft für das, was Inklusion für unsere Stadt bedeutet: Die Fähigkeiten und Interessen eines Jeden zu fördern, auf seine individuellen Bedürfnisse

Zoo Heidelberg 06.07.2022
Ausstellung KLIMAFLUCHT im Zoo Heidelberg eröffnet Persönliche Schicksale geben dem Klimawandel ein Gesicht
Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer im Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland? Was hat das alles mit internationaler Klimapolitik zu tun? Mit der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragestellungen befasst sich die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT der Deutschen KlimaStiftung. Am Mittwoch, 06. Juli 2022, wurde die Ausstellung im Zoo Heidelberg feierlich eröffnet. Nach den beiden Grußworten von Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann und Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, konnten die Teilnehmer selbst die Ausstellung erkunden. Bis zum 20. September 2022 ist sie im Roten Saal der Explo-Halle täglich von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr zu sehen, der Eintritt ist bereits im Zoo-Eintritt enthalten. In der Ausstellung begegnen die Besucher zwölf betroffenen Menschen aus verschiedenen Regionen unserer Erde, die als lebensgroße Figuren den Einfluss des Klimawandels auf das Leben von Menschen in aller Welt veranschaulichen. Sie berichten in verständlichen Audio-Sequenzen von realen Sorgen und Schicksalen aus ihrem Alltag. Neben den persönlichen Erfahrungsberichten der Menschen bietet die Ausstellung Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und die Größe des ökologischen Fußabdrucks in den jeweiligen Ländern. Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher auf das Thema klimabedingte Migration aufmerksam zu machen und für die weltweiten Auswirkungen des menschlichen Handelns und Konsums zu sensibilisieren. „Der Klimawandel ist für viele Menschen in Mitteleuropa noch sehr abstrakt, das Ausmaß und die Bedeutung nur schwer zu erfassen. Durch die persönlichen Erfahrungsberichte wird das Thema greifbar und berührt emotional. Das sind beste Voraussetzungen, um das eigene Handeln in dieser Hinsicht zu überdenken“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Sonderausstellung stellt eine hervorragende Ergänzung zu den vielfältigen Angeboten des Zoo Heidelberg als UNESCO-Lernort für Bildung für Nachhaltige Entwicklung dar. Denn auch im Zoo selbst und in den Programmen der Zoo-Akademie finden sich Bezüge zum Klimawandel, einem der wichtigsten Themen weltweit. Im Zoo Heidelberg begegnen die Besucher Tieren, wie z. B. den Sumatratigern oder Mähnenrobben, die aufgrund ihrer Anpassung und Popularität hervorragende Botschafter für die großen bedrohten Natur- und Landschaftsräume sind. Durch ihre Spezialisierung und Lebensraumansprüche sind sie jedoch in ihrem Überleben als Art durch den Klimawandel gefährdet. Insbesondere bei Angeboten und Workshops rund um den Bauernhof im Zoo Heidelberg wird das Konsumverhalten des Menschen, welches eine wesentliche Rolle in Bezug auf das Klima spielt, thematisiert und auf erlebnisorientierte Weise aufgegriffen. Die Zoobesucher sollen über ihre Erlebnisse im Zoo anschaulich lernen, Zusammenhänge zu sehen und ein persönliches Verständnis für die Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln. Eine Entdeckungstour durch den Zoo Heidelberg offenbart darüber hinaus noch viele weitere Bezüge zwischen Mensch, Tier und Klimawandel, welche die Ausstellung ideal ergänzen.

Zoo Osnabrück 06.07.2022
Alles Gute, Minh-Tan! Zoo Osnabrück: Dickhäuter feiert Geburtstag und verlässt Osnabrück
Eine aufregende Zeit für den Elefantenbullen Minh-Tan: Nach einer überstandenen Erkrankung am Herpes-Virus feiert der Dickhäuter seinen fünften Geburtstag und verlässt in Kürze seinen Geburtsort Osnabrück. Am kommenden Wochenende haben Fans noch die Gelegenheit, sich von dem Asiatischen Elefanten zu verabschieden. Vor fünf Jahren herrschte große Aufregung im Zoo Osnabrück: Zum ersten Mal kam ein Asiatischer Elefant am Schölerberg zur Welt. „Wir hatten erst später mit der Geburt gerechnet und so war die Aufregung groß, als eine Tierpflegerin morgens Blut im Elefantenhaus meldete – allerdings wurde nach dem ersten Schrecken schnell klar, dass unsere Elefantenherde über Nacht gewachsen war“, erinnert sich Andreas Wulfange, zoologischer Leiter und zuständig für die Elefanten. Mittlerweile ist die Geburt von Minh-Tan, dessen Name übersetzt „Glück“ heißt, fünf Jahre her. Die Freude über seinen Geburtstag am vergangenen Montag, 4. Juli, war am Schölerberg doppelt groß, denn erst vor Kurzem hatte Minh-Tan eine für junge Elefanten lebensgefährliche Infektion mit dem Herpes-Virus überstanden. Vier Wochen lang hatte er den Zoo in Atem gehalten, doch die aufwändigen Behandlungen waren von Erfolg gekrönt und Minh-Tan hatte die Infektion überstanden. Abschied in einen anderen Zoo Nun steht ein bereits länger geplanter Transfer bevor, wie Biologe Wulftange erklärt: „In der Wildbahn verlassen die Jungbullen nach einiger Zeit ihre Muttergruppen und schließen sich Jungbullengruppen an, um ihre Kräfte zu messen und viel zu lernen. Das steht Minh-Tan nun auch bevor.“ So heißt es Abschied nehmen: Noch in diesem Monat wird der Dickhäuter den Zoo Osnabrück verlassen. „Natürlich ist uns Minh-Tan besonders ans Herz gewachsen, denn er war der erste Asiatische Elefant, der bei uns zur Welt gekommen ist – auch wenn er nicht bei uns gezeugt wurde“, so Wulftange. „Doch für alle ist es das Beste, wenn er in eine Junggesellengruppe umzieht. Minh-Tan ist sehr reif für sein Alter und so kommt es immer wieder zu Reibereien mit seinen Artgenossen. In Heidelberg wird er auf gleichaltrige Sparringsparter treffen, was ihm in seiner Entwicklung helfen wird. Wir freuen uns, dass wir mit dem Zoo Heidelberg tolles, neues Zuhause für ihn gefunden haben.“ Umzüge wie der des Dickhäuters werden mit großem Aufwand organisiert – so prüft der Zuchtbuchkoordinator für Asiatische Elefanten, welcher Elefant in welcher zoologischen Einrichtung aus wissenschaftlichen und sozialen Aspekten ein neues Zuhause finden sollte. Gemeinsam mit den Vertretern der verschiedenen Zoos werden dann die Transfers geplant. „Die Entscheidungsfindung und Planung ist langwierig, denn wir sind uns unserer besonders großen Verantwortung unseren Schützlingen gegenüber sehr bewusst“, betont Wulftange. Asiatische Elefanten gelten als gefährdete Tierart. Nach Minh-Tans Umzug nach Heidelberg leben dann noch Elefantenkuh Douanita (35 J.), Tochter Sita (9 J.), Sohn Yaro (1,5 J.) und der erwachsene Elefantenbulle Luka (49 J., Vater von Yaro) am Schölerberg.

Tierpark Nordhorn 06.07.2022
Spende für Forscherwerkstatt-Programm „Mit Kescher und Gummistiefel“ Projekt „BiotopVerbund – Landschaft + Menschen verbinden“ fördert „Vechtekiste“
Schüler wollen aktiv sein – das ist die Erfahrung der Zooschulmitarbeiter, wenn der Unterricht im außerschulischen Lernstandort Tierpark Nordhorn stattfindet. Aus diesem Grund wurden unter dem Titel Forscherwerkstatt einige Praktika entwickelt, bei denen die Kinder die Natur entdecken und Spannendes erforschen können! Ein Programmteil nennt sich „Mit Kescher und Gummistiefel“. Dabei werden die Tiere am Vechtealtarm mitten im Tierpark gekeschert und untersucht. Zur besseren Ausstattung der Forscherwerkstatt übergab die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim im Rahmen des Projekts „BiotopVerbund – Landschaft + Menschen verbinden“ der Zooschule des Familienzoos nun eine spezielle Kiste, die mit Bestimmungsbüchern, Kescher, einem Klassensatz Lupen und weiteren Materialien für Nachwuchs-Naturforscher ausgestattet ist. Die sogenannte „Vechtekiste“ wurde nach der Übergabe direkt von den Schülern der 10a des Burggymnasiums Bentheim zusammen mit der Zooschulmitarbeiterin Rebecca Schulte-Iserlohe eingesetzt. „Es hat den Kindern Spaß gemacht die gekescherten Lebewesen in den Becherlupen zu untersuchen und mithilfe der Literatur näher zu bestimmen,“ resümiert die Biologin nach dem 2-stündigen ForscherwerkstattProgramm am Altarm der Vechte. Ein gutes Zeichen für den Sponsor, dass die „Vechtekiste“ eine sinnvolle Ergänzung für die Zooschularbeit ist. „Kindern die spannende Tier- und Pflanzenwelt am Vechtealtarm im Tierpark näherzubringen ist wichtig für die Wertschätzung der biologischen Vielfalt hier vor Ort! Daher unterstützen wir die Arbeit der Zooschule gern“, sagt Manuela Monzka von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Sie betreut das Biotopverbund-Projekt, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie mit Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert wird (weitere Informationen zum Projekt sind unter www.biotopverbund.de zu finden). Alle Informationen zu den Programmen der Forscherwerkstatt der Zooschule sind auf der Webseite des Zoos unter www.tierpark-nordhorn.de/zooschul-themenforscherwerkstatt/ aufgeführt.

Zoo Heidelberg 06.07.2022
Wechsel in der Elefanten WG im Zoo Heidelberg Elefant Tarak zieht nach Köln, Minh-Tan kommt aus Osnabrück
Ein Abschied aus dem Zoo Heidelberg steht bevor: Der Asiatische Elefantenbulle Tarak wird den Zoo Heidelberg im Juli verlassen. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Asiatische Elefanten zieht Elefant Tarak in den Kölner Zoo, um dort als Zuchtbulle zu leben. In seiner Zeit in Heidelberg wurde aus einem jungen Elefanten ein sehr sozialer, souveräner Bulle, der nun reif genug ist, die Jungbullen-WG zu verlassen. Die Lücke in der Gruppe wird jedoch rasch geschlossen: Heidelberg darf sich auf einen Neuzugang aus Osnabrück, den fünfjährigen Minh-Tan freuen. Insgesamt 12 Jahre lebte Elefant Tarak im Zoo Heidelberg. Als Elefantenkalb kam er 2010 in die damals neu gegründete Jungbullen-WG und hat inzwischen mehrere Mitbewohner, darunter die Elefanten Voi Nam, Thai und Gandhi, erlebt. Während seiner Zeit in Heidelberg hat er sich zu einem sozialen Bullen entwickelt, der oft zwischen den anderen Elefanten vermittelt. Auch zu seinen Tierpflegern hat er ein sehr gutes Verhältnis und zeigt sich bei den täglichen Trainingseinheiten clever und kooperativ. Nach Gandhis Abschied 2018 musste sich Tarak gegen die jüngeren Elefanten der Gruppe, Ludwig und Yadanar und seit Mai 2021 auch gegen Namsai, als Leitbulle behaupten. Zu Beginn fiel ihm dies etwas schwer, denn Veränderungen machen ihn oft nervös. Inzwischen jedoch hat er seinen Platz gefunden und füllt seine Rolle als Leitbulle sehr gut aus. Mit seinem toleranten Führungsstil kann er sich gegen seine drei Mitbewohner durchsetzen. „Tarak war vergleichsweise lange in Heidelberg. Wir haben ihm bewusst diese Zeit gelassen, damit er seine Position als Gruppenchef festigen kann. Unser Plan ging auf: Besonders im letzten Jahr hat Tarak sehr viel Selbstbewusstsein tanken können. Jetzt ist er reif, um in den Kölner Zoo weiterzuziehen“, erklärt Dr. Klaus Wünnemann, Zoodirektor und Kurator für die Asiatischen Elefanten im Zoo Heidelberg. Wer sich von Tarak verabschieden möchte, hat noch am kommenden Wochenende die Möglichkeit, ihn auf der Außenanlage zu beobachten. Für die drei Mitbewohner, Ludwig, Yadanar und Namsai bleibt es weiterhin aufregend. Sie bekommen bereits kurz nach Taraks Abreise einen neuen Mitbewohner. Der fünfjährige Elefant Minh-Tan kommt aus dem Zoo Osnabrück nach Heidelberg. Nach seiner Herpesinfektion, die er erst kürzlich erfolgreich überstanden hat, ist der Jungbulle nun fit genug für einen Transport. „Wir freuen uns, Minh-Tan als den neuen ‚Vierten im Bunde‘ begrüßen zu dürfen. Ihm stehen im Zoo Heidelberg aufregende Jahre mit seinen Mitbewohnern bevor, in denen er sicherlich viel lernen wird und wir dürfen ihn auf diesem Weg begleiten“, sagt Wünnemann. Die Jungbullen-WG: Ein Aufenthalt auf Zeit in Heidelberg Die Zeit im Zoo Heidelberg ist für jeden Elefanten begrenzt. Als erster Zoo in Deutschland hatte es sich der Zoo Heidelberg zur Aufgabe gemacht, eine Anlauf- und Ausbildungsstelle für junge Elefantenbullen zu bieten. Als Vorreiter in der Haltung junger Elefantenbullen unterstützt Heidelberg damit das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten. Das Konzept orientiert sich an den natürlichen Entwicklungsstufen, die ein Elefant, egal ob in der Natur oder in einem Zoo, in seinem Leben durchlaufen muss. Mit rund fünf Jahren müssen Jungbullen ihre Geburtsgruppe verlassen und schließen sich zu Junggesellengruppen zusammen. Diese Möglichkeit des Zusammenlebens erhalten sie im Zoo Heidelberg. Bei Rangeleien messen sie gegenseitig ihre Kräfte und lernen wichtige Verhaltensweisen, welche sie als erwachsene Elefanten benötigen. Sobald die jungen Bullen mit 12 bis 15 Jahren sozial gereift sind, können sie den Zoo Heidelberg verlassen, um in anderen Zoos eine eigene Zuchtgruppe zu übernehmen. Der Zoo Heidelberg ist für alle jungen Elefanten eine Zwischenstation, um Erfahrung zu sammeln und eine Grundausbildung zu erhalten.

Opel-Zoo Kronberg 06.07.2022
Vier weitere weiße Nasen Erstnachwuchs bei den Weißrüssel-Nasenbären im Opel-Zoo
Nach Geburten beim Pinselohrschwein, beim Roten Vari und dem Schlupf beim Rosapelikan kann der Opel-Zoo erneut bei einer weiteren Tierart Erstnachwuchs vermelden: Seit 2021 lebt im Kronberger Freigehege ein Pärchen Weißrüssel-Nasenbären, das nun erstmals Nachwuchs bekommen hat. Die vier Jungtiere sind bereits am 11. Mai 2022 zur Welt gekommen, bleiben aber zunächst zurückgezogen mit ihrer Mutter im Schutz des Stalles in einem Blätternest. Nun sind sie bereits so groß, dass sie immer öfter neugierig ihre Außenanlage erkunden. Nasenbären sind die einzigen tagaktiven Kleinbären. So können die Zoobesucher sie gut dabei beobachten, wie sie für die Nahrungssuche die Bäume verlassen, um den Boden mit ihrer empfindlichen Schnauze nach Insekten und Früchten abzusuchen. Dabei halten sie ihren Schwanz, den sie beim Klettern zum Balancieren nutzen, senkrecht nach oben. Sie sind äußerst geschickte Kletterer, können sogar kopfüber abwärts klettern. Als Allesfresser ernähren sie sich auch von Echsen, Nagern und gelegentlich Vögeln. Obwohl der Bestand der Weißrüssel-Nasenbären im Freiland in den südwestlichen US-Staaten und Mittelamerika noch nicht als gefährdet eingestuft ist, ist er doch wegen Bejagung und Habitatverlust abnehmend; lokal ist diese Tierart sogar ausgerottet. Andererseits kommt sie auch in zahlreichen Nationalparks und sonstigen Schutzgebieten vor. Das auffälligste Merkmal der Nasenbären ist die namensgebende Nase, die sich rüsselartig weit über das Maul hinaus verlängert. Bei den Weißrüssel- Nasenbären ist sie weiß gefärbt, wie es nicht nur bei den Ausgewachsenen, sondern auch schon bei den vier Jungtieren im Opel-Zoo zu erkennen ist.

Tiergarten Nürnberg 05.07.2022
Alpensteinböcke in Österreich ausgewildert
Zehn Alpensteinböcke (Capra ibex) aus vier verschiedenen Zoos haben seit letzter Woche eine neue Heimat: Sie wurden bei Altenmarkt im Pongau in Österreich ausgewildert. Auch der Tiergarten der Stadt Nürnberg war mit zwei Steinböcken an der Aktion beteiligt. Im 19. Jahrhundert war der Alpensteinbock als das Symboltier der Alpen beinahe ausgerottet. Inzwischen sind die Bestände durch Schutzprojekte und erfolgreiche Auswilderungen wieder stabil. Bei Altenmarkt im Pongau wurden bereits zwei Mal Steinböcke ausgewildert. Die Population hat sich seitdem gut entwickelt. Zusammen mit den jetzt ausgewilderten Tieren leben nach Schätzungen lokaler Wildbiologen wieder 50 bis 60 Tiere in der Region. Ziel des Auswilderungsprojekts ist es, die einzelnen Vorkommen miteinander zu verknüpfen und so die genetische Vielfalt der Populationen zu erhöhen. „Auswilderungen machen nur einen sehr kleinen Teil der Arten- und Naturschutzarbeit von Zoos aus. Dennoch gehören sie zu den absoluten Höhepunkten unserer Arbeit“, sagt Jörg Beckmann, biologischer Leiter und stellvertretender Direktor des Tiergartens Nürnberg. „Sie zeigen eindrucksvoll, was wir mit unserem Engagement erreichen können. Neben den Steinböcken gibt es viele andere Tierarten, die nur dank gezielter Zuchtprogramme sowie durch Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte überlebt haben. Wenn ihre Bestände heute wieder stabil sind oder sogar steigen, ist das ein großartiger Erfolg für den Artenschutz.“ Tiere bleiben über Marken und Sender unter Beobachtung Bei der Auswilderungsaktion vergangene Woche, die auf einer privaten Initiative basiert, wurden insgesamt zehn Steinböcke mit einem Helikopter ins Gasthofgebirge oberhalb der Baumgrenze geflogen. Ein Männchen und ein Weibchen stammen aus dem Tiergarten Nürnberg. Die weiteren Steinböcke kommen aus dem Alpenzoo Innsbruck, dem Tierpark Hellabrunn in München und dem Tierpark Görlitz. Nachdem die zehn Kisten geöffnet wurden, sind die ein- bis zweijährigen Tiere nach kurzer Orientierung arttypisch bergauf in das höher gelegene, felsige Gelände gestiegen. Dort bleiben die Steinböcke weiter unter Beobachtung. Die Tiere erhielten gut erkennbare Ohrmarken mit Nummern, die sich auch aus großer Entfernung mit einem Beobachtungsfernrohr, einem Spektiv, ablesen lassen. So können die Herkunft und der Verbleib der Steinböcke nachverfolgt werden, auch wenn sie abwandern sollten. Zwei Steinböcke haben außerdem GPS-Sender bekommen. Ein Wildbiologe verfolgt darüber die Tiere und gewinnt mit seinem Monitoring wertvolle Daten über das Verhalten und die Bewegungsmuster der Tiere. Im Vorfeld der Auswilderung hatte er auch den Lebensraum im Hinblick auf Aspekte wie Nahrungsangebot oder Geländebeschaffenheit umfassend begutachtet und bewertet. „Mit solchen Projekten bringt man nicht nur den Steinbock zurück in seinen angestammten Lebensraum, man fügt auch wieder ein Mosaiksteinchen ins Ökosystem ein, das der Mensch entfernt hatte“, sagt Beckmann. „Dadurch können Kreisläufe wieder geschlossen werden. Ausfallendes Winterfell nutzen andere Arten zum Beispiel zum Nestbau und Insekten verwerten den Kot der Tiere. Kadaver und Knochen verendeter Steinböcke wiederum dienen zum Beispiel Kolkraben und Bartgeiern als Futter.“ Tiergarten hat bislang rund 30 Alpensteinböcke ausgewildert Der Tiergarten Nürnberg hält seit Mitte der 1960er Jahre Alpensteinböcke und beteiligt sich seit 1995 an Auswilderungsprojekten. Bislang hat der Tiergarten insgesamt rund 30 nachgezüchtete Alpensteinböcke in Österreich ausgewildert – im Nationalpark Hohe Tauern, im Naturpark Zillertal, im Lessachtal in Österreich und dieses Jahr im Pongau. Nahezu alle Steinbockvorkommen im Alpenraum außerhalb des Gran Paradiso Nationalparks in Italien gehen auf erfolgreiche Auswilderungen zurück. Die Steinbockauswilderungen in den Alpen gehören somit zu den Erfolgsgeschichten der Erhaltungszucht durch Zoos und Wildparks. Lebten Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch rund 100 Steinböcke im heutigen Gran Paradiso, sind es heute im gesamten Alpenraum laut Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) wieder rund 53 000 Tiere. Alpensteinböcke waren seit jeher auch Fleischlieferanten für die Menschen in den Alpen. So hat Steinbockfleisch und vor allem dessen energiereiches Fett vor rund 5 300 Jahren zur letzten Mahlzeit der Gletschermumie Ötzi gehört, der 1991 in den Ötztaler Alpen in Südtirol gefunden wurde.

Zoo Berlin 05.07.2022
Ausgezeichnet: Junge Artenschützer*innen
Bundesumweltministerin Steffi Lemke verleiht mit Zoo und Tierpark Berlin Artenschutzpreis | Zwei Millionen Euro für den Schutz der Biodiversität Die „Klimaschützenden Supereisbären“ der Lina-Morgenstern Gemeinschaftsschule in Berlin-Kreuzberg haben eine Vision: Sie möchten ihre in einem urbanen Umfeld gelegene Schule zu einer grünen Insel umgestalten, mit Mitschüler*innen für Waldtage zusammenkommen und Bienen- und Nistkästen auf dem Schulhof aufstellen. Eines ist ihnen dabei wichtig: alle mit einbinden und sich mit anderen vernetzen. Mit ihrem Engagement haben sie die Jury des Artenschutzpreises der Zoologischen Gärten Berlin überzeugt und wurden daher von Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen hat die Jury Artenschutz-Konzepte mit konkreten Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt fünf Berliner Schulen ausgewählt. Für die Preisverleihung wurden die Klassen und AGs in den Zoo Berlin geladen. „Mit der Punktevergabe habe ich mich sehr schwergetan, es waren so viele schöne Ideen von richtig engagierten Kindern dabei. Liebe Nachwuchs-Artenschützer*innen – ihr seid für viele andere große und kleine Menschen eine echte Inspiration – macht weiter so“, freut sich Moderator und Weltentdecker Willy Weitzel, der Mitglied der Jury war. Die Schüler*innen der Bienen-AG des Barnim Gymnasium Berlin (Falkenberg) etwa wünschen sich einen interaktiven Lehrpfad, in welchem ihre Mitschüler*innen in die Welt der fleißigen Insekten eintauchen können. Totholzzäune, Wassertränken für Vögel und Insekten sowie Fledermauskästen wird die Gerhardt Hauptmann Gymnasium auf ihrem Schulhof mit Hilfe des Preisgelds anschaffen können. „Mit unserem Artenschutz-Preis möchten wir jene junge Menschen unterstützen, die schon heute Umwelt- und Klimathemen gemeinsam denken und sich tatkräftig für eine lebenswerte Zukunft engagieren und unsere Welt ein bisschen bunter, vielfältiger und lebenswerter machen“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem anlässlich der Verleihung im Zoo Berlin. Die Schirmherrschaft für den in diesem Jahr erstmals vergebenen Artenschutz-Preis hat die Bundesumweltministerin Steffi Lemke übernommen: „Dem Zoo und dem Tierpark Berlin ist es gelungen, echte Heldinnen und Helden im Naturschutz zu finden. Euer Engagement hilft, mehr Menschen für den Natur- und Artenschutz zu gewinnen“, erklärt Bundesministerin Lemke im Zoo Berlin. Intakte Ökosysteme liefern nicht nur wichtige Rohstoffe, sauberes Trinkwasser und gute Luft, sondern sorgen ebenso für fruchtbare Böden und helfen bei der Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen. „Es freut mich jedes Mal besonders, wenn ich junge Menschen treffen darf, die sich engagieren und die ganz konkret etwas anpacken. Also solche Helden wir Ihr, und wir brauchen noch viel mehr von Euch“, ergänzt die Bundesministerin an die geladenen Kinder gerichtet. Zwei Millionen Euro für den Schutz der Biodiversität Der Mensch hat die Natur fast überall auf der Erde stark verändert. Vor allem die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, Umweltverschmutzung, intensive Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei haben dazu geführt, dass weltweit Arten und Lebensräume in dramatischem Ausmaß bedroht sind. Als eine Folge listet die Weltnaturschutzunion IUCN aktuell fast 37.500 Tier- und Pflanzenarten als bedroht. Das sind mehr als jemals zuvor. Doch es gibt Hoffnung, denn ein Großteil bedrohter Tierarten kann durch sinnvolle Maßnahmen langfristig geschützt werden. „Artenschutz ist unsere Kernaufgabe. Deshalb ist es unser Ziel, das Artenschutz-Programm schon im kommenden Jahr auf zwei Millionen Euro aufzustocken und den Umfang somit fast zu verdoppeln. Dieses Engagement ist uns nur möglich, weil uns jedes Jahr Millionen natur- und tierinteressierte Menschen besuchen“, erklärt Direktor Knieriem. Dank eines Artenschutz-Beitrags, welches jedes gelöste Ticket beinhaltet, können sich die Zoologischen Gärten Berlin weltweit dort engagieren, wo Tier und Natur am dringendsten auf Unterstützung angewiesen sind. Insgesamt werden im Rahmen des Artenschutz-Programms „Berlin World Wild“ über 35 Projekte auf der ganzen Welt – von Tansania bis zur Arktis – unterstützt. Hintergrund Preisverleihung Aus Ideen von insgesamt über 570 teilnehmenden Schüler*innen wurden von einer Jury fünf Konzepte aus Berliner Schulen prämiert. Insgesamt vergeben Zoo und Tierpark Berlin 15.500 € an die Preisträger*innen, damit diese ihre erarbeitenden Konzepte umsetzen können. Folgende Preisträger*innen wurden von der Jury – bestehend aus Moderator Willy Weitzel, Säugetierkurator Dr. Florian Sicks, Insektenexpertin Dr. Melanie von Orlow vom NABU Berlin, Zooschulleiterin Ulrike Barnett und Artenschutz-Koordinatorin Katharina Sperling vom Zoo und Tierpark Berlin – ausgewählt: 1.Platz Lina-Morgenstern- Gemeinschaftsschule (Kreuzberg) Klimaschützende Supereisbären 2.Platz Gerhardt Hauptmann Gymnasium (Friedrichshagen) Artenschutz auf unserem Schulhof 3.Platz Charlie Chaplin Schule (Reinickendorf, Märkisches Viertel) diverse* Schule – diverser* Schulgarten 4.Platz Emmy-Noether Gymnasium (Köpenick, Müggelheim) Vorstellung der Reptilienstation 5.Platz Barnim Gymnasium Berlin (Falkenberg) „Barnim für Vielfalt“ – Lehrpfad über Bienen und Pflanzen

Zoo Frankfurt am Main 05.07.2022
Wir machen Platz für den König: Start des Umbaus der Löwen-Außenanlage
Die Vorbereitungen zum Umbau der Löwen-Außenanlage sind mit dem Auszug von Junglöwe KIRON abgeschlossen. Jetzt starten die Arbeiten zur Umwandlung des großen Wassergrabens in Gehegefläche. Mit der Neugestaltung der Anlage entsteht ein Bereich mit optimalen Haltungsbedingen für die Tiere und hoher Aufenthaltsqualität auch für die Besucherinnen und Besucher. Die Löwen im Frankfurter Zoo sollen mehr Platz bekommen. Um das Gehege zu vergrößern, wird die Fläche des ehemaligen Wassergrabens in die Außenanlage integriert. Die Größe der Anlage kann dadurch von bisher 495 m² auf über 1.000 m² mehr als verdoppelt werden. „Ich freue mich sehr darüber, dass es jetzt losgeht“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Die Asiatischen Löwen, aber auch die Besucherinnen und Besucher werden vom Umbau der Außenanlage profitieren, denn auch der Besucherbereich wird komplett umgestaltet. Dieses – noch vergleichsweise kleine – Bauprojekt wird sich deutlich positiv auf den Erlebniswert auswirken, und es zeigt, wohin wir bei der Zoogestaltung und der Verbindung zwischen Tier und Mensch wollen.“ Die Löwen-Außenanlage mit dem charakteristischen Felsen in der Mitte wurde 1955 eröffnet. „Vor 67 Jahren war die Anlage topmodern, vor allem durch den ungehinderten Blick auf die Tiere, die nur durch den breiten Wassergraben vom Besucherbereich getrennt waren. Allerdings waren die Löwen daher verhältnismäßig weit vom Besucherweg entfernt. Diese Distanz – die noch dazu auf Kosten der Fläche für die Tiere geht – wollen wir mit dem Umbau überwinden“, erläutert Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „Mit dem Umbau ertüchtigen wir unsere Löwen-Haltung für die kommenden Jahre, denn wir wollen auch zukünftig in der Lage sein, Löwen im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen zu züchten. Das ist wichtig, da alle Löwenarten in ihren Lebensräumen hochbedroht sind. Von den Asiatischen Löwen, die Art also, die wir halten, waren in der Natur nach Angaben der Roten Liste bedrohter Tierarten der Weltnaturschutz-Union IUCN über viele Jahre lediglich 350 Individuen gemeldet“, so Geiger. Aktuelle Zahlen aus Indien deuten auf eine positive Entwicklung der Population hin. So veröffentlichte der indische Premierminister Narendra Modi höchstpersönlich zum World Lion Day 2021 die Zahl von 674 Löwen in seinem Land. Ihr Lebensraum, der sich einst vom südlichen Kaukasus über den Nahen Osten bis Indien ersteckte, ist auf ein kleines Gebiet, den Gir-Nationalpark im Bundesstaat Gujarat, geschrumpft. „Durch die geschickte Transformation des acht Meter breiten und drei Meter tiefen Wassergrabens in eine für die Löwen nutzbare Landschaft mit Sandplätzen, Felsen und abwechslungsreicher Bepflanzung, verdoppelt sich die Gehegefläche nahezu. Mit minimalen baulichen Eingriffen entsteht so eine sowohl für die Löwen, als auch für die Besucher äußerst attraktive Anlage“, sagt Jobst Jung vom Amt für Bau und Immobilien (ABI) der Stadt Frankfurt am Main, das die Baumaßnahme koordiniert. Entsprechend dem dreistufigen Gehegerelief – Felsen, ebenerdig, Trockengraben – sind drei attraktive Besuchereinblicke geplant. Von einem erhöhten Holzpodest aus ist die gesamte Anlage gut zu überblicken. In einer tiefergelegten Grotte bieten große Glasscheiben einen direkten Einblick in den Graben. Der dritte Einblick ist auf Höhe des alten Gehegeniveaus geplant, ebenfalls durch große Glasscheiben. Für eine erfolgreiche Haltung und Zucht von Großkatzen wird nach modernen Standards auch im Außenbereich eine Anlage benötigt, die bei Bedarf in zwei abgeschlossene Bereiche getrennt werden kann. Auch diese Vorgabe wird beim Umbau berücksichtigt und damit eine wichtige Voraussetzung für die Zucht der Tierart erfüllt. Mit dem Bau wurde die Landschaftsarchitektin Ariane Röntz beauftragt. Sie war unter anderem bereits am Bau der 2019 eröffneten Pinguinanlage beteiligt. Ihr zur Seite steht Harald Fay von Fay & Schlimbach Architekten, der ebenfalls bereits an Projekten des Zoos beteiligt war. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf 1,8 Mio. Euro. Die Stadt Frankfurt stellt rund 1,5 Mio. Euro bereit. Außerdem stehen Spenden und Drittmittel in Höhe von 313.000 Euro zur Verfügung – auch dank der Stiftung Zoo Frankfurt, die Planung und Bau mit 75.000 Euro unterstützt. „Dieses großartaige Engagement ist überwältigend. Vielen herzlichen Dank an Alle, die dazu beigetragen haben, dass der Umbau der Löwen-Außenanlage jetzt starten kann“, so Geiger. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2023 geplant.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 04.07.2022
Zurück ins Land der Ahnen
Drei junge Steinbockgeißen des Naturschutz Tierparks Görlitz- Zgorzelec erfolgreich in den Österreichischen Alpen ausgewildert. Nach einer monatelangen aufwändigen Vorbereitung begann vergangene Woche für drei 2021 im Görlitzer Tierpark geborene Steinbockgeißen, sowie sieben weitere Steinböcke aus den Zoos von München, Nürnberg und Innsbruck ein komplett neues Leben in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Reise der Görlitzer Tiere startete am sehr frühen Dienstagmorgen, Ankunft in Österreich am Abend. Die Auswilderung war für den Mittwochvormittag geplant, doch aufgrund starken Nebels konnte der Helikopter, der die Kisten mit den Tieren zum Auswilderungsplatz auf 2300m fliegen sollte, nicht starten. Die Aktion musste um einen Tag verschoben werden. „Dann lief aber alles vorbildlich“, berichtet Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer, der mit seiner Kuratorin den Transport begleitete. „Die Schieber der aufgereihten Kisten wurden gleichzeitig auf Kommando geöffnet und eine Menschenkette gewährleistete, dass die Tiere Richtung Felswand und nicht bergab liefen,“ ergänzt er. Ein toller Anblick, den die Beteiligten jedoch nicht lange genießen konnten, denn nach kürzester Zeit waren die Steinböcke in den Geröllfeldern der steilen Berghänge verschwunden. Bereits 2011 wurde im Gasthofgebirge des Salzburger Landes das Auswilderungsprojekt für Steinwild initiiert. Motivation war nicht die künftige Bejagung, sondern die Ergänzung des ursprünglichen Wildarteninventars durch das dort ausgerottete Steinwild. Intensive Bejagung führte dazu, dass es Anfang des 19. Jahrhunderts in Österreich keinen einzigen Steinbock mehr gab. Dem König der Alpen wurden Wunderkräfte zugeschrieben: Fleisch, Fell, Blut, Magenbezoare, Fersengelenke, das gemahlene Horn und sogar die Exkremente der Steinböcke wurden als Heilmittel vermarktet. Besonders skurril ist der Aberglaube um das „Herzkreuzerl“ – einer kreuzförmigen Verknöcherung der Aorta, der eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wurde. „Wir sind sehr stolz mit unseren Tieren zur Wiederansiedlung einer einst im Herkunftsgebiet ausgerotteten Tierart beitragen zu dürfen. Dies zeigt, wie wichtig der Erhalt und die Zucht von Tierarten in menschlicher Obhut ist, äußert Sven Hammer. Um weiterhin Informationen über das Verhalten der ausgewilderten Steinböcke und ihre Bewegungsmuster zu erhalten hat man zwei Tiere vor dem Transport mit Halsbandsendern versehen. Auch eine Görlitzer Geiß trägt jetzt Halsband.

Tierpark Berlin 04.07.2022
Die Rückkehr der Gefährten – Bärenstarkes Come Back Die Malaienbären Frodo und Josy kehren zurück in ihre Heimat Berlin
Ick hab dir vermisst! Nach einem Ausflug in Richtung Westen ziehen Josephine (22) und Frodo (18) nach mehr als 15 Jahren nun wieder in ihre Geburtsstadt Berlin. Im Regenwaldhaus des Tierpark Berlin teilen sich die beiden Malaienbären zusammen mit den Schleichkatzen ab heute ein Zuhause. Die Malaienbären, auch „Sonnenbären“ genannt, sind die kleinste der acht Großbärenarten. Namensgeber für den außergewöhnlichen Spitznamen ist der U-Förmige Fleck auf der Brust. Dank seines geringen Gewichts und der langen Krallen ist der Malaienbär ein großartiger Kletterer. Am liebsten verbringt er den Tag hoch oben in den Bäumen – dösend, Sonne tankend oder auf der Suche nach leckeren Früchten. „Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind die Malaienbären gefährdet“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Vor allem der Verlust ihrer Regenwälder macht ihnen zu schaffen. Zudem werden Organe von Bären in der traditionellen asiatischen Medizin auch als Heilmittel verwendet. Ihre Tatzen gelten in Suppen als delikate Einlage.“ Zurück zu den Wurzeln: Frodo kam 2004 im Tierpark Berlin zu Welt. Seine Mutter Tina zeigte damals zu überschwängliche Muttergefühle. Durch übertriebene „Streicheleinheiten“ wurde das Fell von Baby Frodo arg in Mitleidenschaft gezogen. So wurde Tierpfleger Michael Horn zum Adoptiv-Papa. „Ich habe Frodo damals zusammen mit einem Kollegen mit der Flasche aufgezogen. Er war ein ausgesprochen liebenswerter kleiner Kerl“, erinnert sich der heutige Obertierpfleger Michael Horn und ließ es sich nicht nehmen „seinen“ Frodo heute persönlich aus Münster abzuholen. Malaienbär-Dame Josephine, auch Josy genannt, wurde im Jahr 2000 im Zoo Berlin geboren. Sie zog am 1. Juni 2006 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Allwetterzoo Münster, wo sie 2018 auf den gleichgesinnten Heimat-Berliner Frodo traf, der aus dem Königlichen Burgers‘ Zoo Arnheim folgte. Malaienbär-Dame Tina ist das quirlige Leben in der Wohngemeinschaft mit ihren 34 Jahren inzwischen zu bunt. Die betagte Seniorin bezog vor einigen Tagen daher ein gemütliches neues Eigenheim im hinteren Ruhebereich des Alfred-Brehm-Hauses.

Tiergarten Kleve 04.07.2022
Stinkende Streifen im Miniformat
Die Streifenskunks, oft auch als Stinktier bezeichnet, im Tiergarten Kleve haben Nachwuchs. Am 4. Mai kamen die drei Kleinen bereits zur Welt. Nachdem sie die ersten Lebenswochen in unterirdischen Höhlen verbracht haben, sind sie nun auch immer häufiger für die Gäste des Familienzoos am Niederrhein zu sehen. „Stinktiere werden als Nesthocker geboren“, erklärt Tierarzt und Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Bei der Geburt sind die Kleinen noch blind und taub, weswegen die Mutter den Nachwuchs in einer selbst gegrabenen Höhle zur Welt gebracht hat. Hier verbrachten die Jungtiere die ersten Wochen, bis sie nun Tag für Tag agiler werden und immer mehr die Höhle verlassen.“ Streifenskunks bringen nach rund zwei Monaten Tragzeit meist drei bis fünf Jungtiere zur Welt, die allein vom Weibchen aufgezogen werden. Männliche Stinktiere distanzieren sich nach der Paarung wieder vom Weibchen und zeigen keinerlei Interesse an dem Nachwuchs. Entwöhnt werden junge Skunks mit rund zwei Monaten. Nach etwa einem halben Jahr erreichen sie bereits die Geschlechtsreife. Beheimatet sind Streifenskunks nahezu in ganz Nordamerika und wurden dort früher intensiv als Pelztier gehalten. Daher gibt es Stinktiere in verschiedenen Farbschlägen. Die Jungtiere im Tiergarten Kleve sind braun, schwarz und weiß. Mit rund zwei Monaten stand für die drei kleinen Stinktierbabys im Tiergarten Kleve nun der erste tiermedizinische Gesundheitscheck durch Tierarzt Martin Polotzek an: „Wir schauen uns ganz genau die Augen, Nase und die Zähne der kleinen Skunks an. Des Weiteren haben wir die Tiere gewogen, den Mikrochip unter die Haut gesetzt und das Geschlecht bestimmt.“ Hierbei ist oberste Vorsicht geboten, denn die Kleinen machen ihrem Namen alle Ehre: „Ursprünglich als Waffe gegen Feinde entwickelt, haben auch die jungen Stinktiere beim Gesundheitscheck ihr stinkendes Sekret gegen und Tierärzte und Tierpfleger gespritzt. Da man das Sekret auch noch in einigen Metern Entfernung riechen kann, haben auch unsere BesucherInnen eine kleine Kostprobe riechen können und werden wohl nie vergessen, wie sehr ein Stinktier stinken kann.“, lacht Tierarzt Polotzek. „Wo sonst außer im Zoo kann man Tiere mit allen Sinnen wahrnehmen?“ Im Zuge des neuen Masterplans „Tiergarten Kleve 20+“ sollen die Stinktiere bald eine neue Anlage im zukünftigen Themenbereich Nordamerika bekommen. Bis dahin ist der Nachwuchs täglich von 9-18 Uhr neben den Erdmännchen im Tiergarten Kleve zu sehen.

Opel Zoo Kronberg 04.07.2022
Aktionstage „Biologische Vielfalt erleben“ am 12. und 13. Juli im Opel-Zoo
Öffentliche Führung „Elefanten – Riesen der Savanne“ am 9. Juli Die Aktionstage „Biologische Vielfalt im Opel-Zoo erleben“ laden am 12. und 13. Juli jeweils von 9 bis 13 Uhr Schüler*innen und andere Zoobesucher ein, Biodiversität auf interessante Weise zu erfahren. Gleichzeitig können sie zahlreiche bedrohte Tierarten beobachten, die im Opel-Zoo gehalten werden. An sieben Beobachtungsstationen auf dem gesamten Zoogelände leiten Zoopädagogen sowie Mitarbeitende und Studenten der Didaktik der Biowissenschaften und der Opel-Zoo Stiftungsprofessur für Zootierbiologie der Goethe-Universität Frankfurt zum genauen Beobachten an und teilen ihr Wissen. So können die Teilnehmenden anhand altersdifferenziert gestalteter Laufzettel viel Spannendes entdecken. Warum haben Pinguine helle Bäuche und dunkle Rücken? Wie schaffen es die Lemuren, derartig flink durch die ganze Madagaskar-Voliere zu klettern? Wer weiß, welcher Schädel zu welchem Tier gehört und was ist auf der Anlage Afrika Savanne zu beobachten, auf der verschiedene Tierarten zusammenleben? Wer alle Stationen besucht und den Tierforschern über die Schulter schaut, erfährt viel über die die enorme biologische Vielfalt des Lebens auf der Erde, die „Biodiversität“. Sie ist die Lebensgrundlage für den Menschen und alle anderen Organismen. Zusätzlich wird aufgezeigt, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, diese Vielfalt zu schützen und durch nachhaltiges Handeln zu bewahren. Die Teilnahme an den Aktionstagen ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich und alle Stationen sind so gestaltet, dass sie mit genügend Abstand „coronakonform“ besucht werden können. Sicher eine gute Ausflugsidee im Rahmen der Projektwochen der Schulen vor den hessischen Sommerferien! Auch über die Aktionstage hinaus bieten die öffentlichen Führungen im Opel-Zoo immer wieder Gelegenheit, Interessantes über die Tiere und die Situation ihrer Artgenossen im Freiland zu erfahren. Am Samstag, dem 9. Juli um 15 Uhr geht es um die „Elefanten – Riesen der Savanne“. Auch diese Führung kann ohne Voranmeldung und ohne Zuschlag zum Eintrittspreis besucht werden. Sie startet an der Statue des Zoogründers im Zoo, direkt hinter dem Haupteingang.

Zoo Duisburg 04.07.2022
Zoo Duisburg: Besondere Aktionen in den Sommerferien
Neben „tierischen Ferientagen“ und kindgerechten Sonderführungen haben Gäste des Zoos im Rahmen der Führung „Das Erwachen der Zootiere“ noch vor der regulären Öffnungszeit die Möglichkeit, den Zoo zu besuchen. Einige wenige freie Plätze gibt es auch bei den beliebten Abendsafaris. Duisburg „Tierische Ferientage“ Tierische Ferientage im Zoo – in den Sommerferien ist das am Kaiserberg möglich. Gemeinsam mit den Zoobegleitern gehen Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren drei Tage lang auf Weltreise, werden zu Forschern und das, ohne sich in ein Flugzeug setzen zu müssen. Neben spannenden Tierbeobachtungen und Tierpflegergesprächen erfahren die kleinen Zoofans auch, wie ein Zoo funktioniert, welche wichtigen Aufgaben Zoologische Gärten erfüllen und wie aufwändig es ist, Gehege zu planen. Die Kosten belaufen sich auf 135 Euro pro Kind und beinhalten die Aktionen innerhalb der drei tierischen Ferientage sowie den Eintritt für den Zoo. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Freie Plätze sind noch an folgenden Terminen verfügbar: 19.07. – 21.07.2022 (9.00 – 15.00 Uhr) 26.07. – 28.07.2022 (9.00 – 15.00 Uhr) 02.08. – 04.08.2022 (9.00 – 15.00 Uhr) Sommerferienführung für Kinder Wie groß wird eine Giraffe, was frisst eine Seekuh und wie viele Stunden schläft ein Löwe am Tag? Im Rahmen der kindgerechten Sommerferien-Führung geben die Zoobegleiter spannende Einblicke in die facettenreiche Tierwelt im Zoo Duisburg. Der Preis für die rund einstündige Zooführung zzgl. Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder ab 3 bis einschl. 17 Jahren. Die Führung startet an ausgewählten Terminen jeweils um 14.00 Uhr am Haupteingang. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Freie Plätze sind noch an folgenden Terminen verfügbar: 08.07.2022 (14.00 Uhr) 22.07.2022 (14.00 Uhr) 05.08.2022 (14.00 Uhr) Sonderführung: Lernen im Tierreich Lernen gehört zum Leben dazu – das ist bei Tieren nicht anders als bei Menschen. So lernen Tierkinder von ihren Eltern, wie ein Schlafnest gebaut wird, welche Blätter gefressen werden können oder Strategien zur erfolgreichen Jagd. Im Rahmen der kindgerechten Führung geben die Zoobegleiter spannende Einblicke in das ‚Lernen von Tierkindern‘. Der Preis für die rund einstündige Zooführung zzgl. Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder ab 3 bis einschl. 17 Jahren. Die Führung startet an ausgewählten Terminen jeweils um 12.00 Uhr am Haupteingang. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Freie Plätze sind noch am 01.08.2022 verfügbar: Sonderführung: „Erwachen der Zootiere“ Wie starten die Tierpfleger in den Tag, welche Tiere sind schon früh auf den Beinen und wer zählt zu den Langschläfern? Noch vor der regulären Öffnungszeit haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die Tagesabläufe am Kaiserberg aus erster Hand zu informieren und die besondere morgendliche Atmosphäre zu erleben. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5-stündige Zooführung außerhalb der Öffnungszeiten beträgt 24 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder. Die Führung startet an ausgewählten Terminen um 7.30 Uhr am Haupteingang. Freie Plätze sind noch an folgenden Terminen verfügbar: 10.07.2022 (7.30 Uhr) 24.07.2022 (7.30 Uhr) 07.08.2022 (7.30 Uhr) Abendsafaris für Familien Wenn die Sonne untergeht, startet im Zoo Duisburg die Abendsafari. Während der Dämmerung erkunden die Teilnehmer im stimmungsvollen Rahmen den Zoo, besuchen ausgewählte Tierhäuser und sehen mit etwas Glück Tiere, die tagsüber unsichtbar sind. Der Preis für die rund zweistündige Zooführung außerhalb der Öffnungszeiten beträgt 30 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren. Eine vorherige Buchung der Abendsafari über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Freie Plätze sind noch an folgenden Terminen verfügbar: 08.07.2022 (19.00 Uhr) 22.07.2022 (19.00 Uhr) 05.08.2022 (19.00 Uhr)

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