Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 07.05.2021
Mit Spinnen und Schlangen für den Ernstfall üben – WDR-Serie „Feuer und Flamme“ zeigt Kooperationsprojekt zwischen Feuerwehr Bochum und Tierpark + Fossilium Bochum
Die neue Staffel der WDR-Dokuserie „Feuer und Flamme“ über die Einsätze der Feuerwehr Bochum hatte in der ersten Maiwoche Premiere. Am Montag, 10.05.2021, wird die zweite Folge ausgestrahlt. Protagonisten dieser Episode sind auch einige Tiere und Mitarbeiter:innen des Tierpark + Fossilium Bochum. Im Rahmen der jüngst beschlossenen Kooperation unterstützt der Tierpark die Feuerwehr bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Nachwuchskräfte und Wachabteilungen im Umgang mit Wildtieren und Exoten. Erste Schulungen fanden bereits im vergangenen Jahr als Testballon während der Dreharbeiten zur vierten Staffel statt. Einen Tag lang begleitete das Drehteam von „Feuer und Flamme“ die Einsatzkräfte während ihres Workshops im Bochumer Tierpark. Das Thema: Reptilien und Spinnentiere. Die Aufnahmen zeigen dabei sowohl Ausschnitte der theoretischen Einführung, als auch praktische Übungen am lebenden Tier. Abteilungsleiter der Zoologie, Diplom-Biologe Jens Stirnberg, und Revierleiter des Aquarien- und Terrarienhauses, Sebastian Manickam, sind die Experten im Tierpark für Schlangen, Echsen und Spinnen. Die Basis der Schulung bildet die Einführung in die Artenkunde und Gesetzeslage. Wie unterscheide ich Gifttiere von ungefährlichen Arten? Welche Schlangen- und Echsenarten werden privat besonders häufig gehalten und welche sind in Deutschland heimisch? Welche Haltungsvorgaben beschreibt das Gifttiergesetz und wo liegen die Zuständigkeitsbereiche der verschiedenen betroffenen Behörden? Nach der Theorie folgt die Praxis. Für die Feuerwehr, die jedes Jahr zu etwa 400 Einsätzen der „Tierrettung“ gerufen wird, ist eine fachgerechte Unterweisung äußerst wertvoll. An Zwergbartagame, Korn- und Schönnatter werden das Handling der Tiere und der Einsatz von Equipment für das Greifen und Sichern der Tiere unter Anleitung erprobt. „An Bartagame und Kornnatter, die auch in der Zoopädagogik eingesetzt werden, lässt sich der Umgang mit Exoten gut erproben. Die Schulungs-Teilnehmer:innen bekommen ein Gespür für das Verhalten und die Bewegung der Tiere. Ein gesunder Respekt vor Wildtieren sollte immer bleiben, doch gerade bei verschreckten Individuen, mit denen es die Feuerwehr in der Regel zu tun hat, ist ein besonnenes und routiniertes Handeln für die Sicherheit von Mensch und Tier essenziell“, erklärt Revierleiter Sebastian Manickam, der durch den Workshop führt. Zoodirektor Ralf Slabik: „Als Experten für Wildtiere und besonders für Reptilien, arbeiten wir bereits seit vielen Jahren beratend mit der Feuerwehr sowie dem örtlichen Gesundheits- und Veterinäramt zusammen. Der Ausbau dieser Zusammenarbeit in Form von regelmäßigen Schulungsangeboten ist für uns zukunftsweisend für die Rolle der Zoos und Teil unseres Selbstverständnisses als Natur- und Umweltbildungszentrum der Stadt Bochum.“ Die zweite Folge von „Feuer und Flamme“ wird am Montag, 10.05.2021, im WDR Fernsehen gezeigt und kann bereits jetzt in der ARD-Mediathek abgerufen werden: https://www.ardmediathek.de/video/feuer-und-flamme/schwerer-verkehrsunfall-oder-mit-gifttieren-ueben-fuer-den-ernstfall-s04-e02/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWViOTVkN2ExLTY4ODctNDIwMy1iYjMwLTY1MDU1NTljYmYyZg/

Tierpark Nordhorn 07.05.2021
Feinbrennerei Sasse spendet für den Natur- und Umweltschutz! Scheckübergabe bei Schafauftrieb der Tierparkschafe in Tillenberge
Anlässlich des Schafauftriebs des Tierparks Nordhorn wurde jüngst wiederum ein Spendenscheck der Feinbrennerei Sasse an die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim für den von ihr verwalteten Sonderfonds „Grafschafter Kräuterwacholder“ überreicht. Der Betriebsinhaber der Feinbrennerei, Rüdiger Sasse, übergab diesmal persönlich den Spendenscheck an die Naturschutzstiftung. „Ich freue mich, der Naturschutzstiftung eine Spende in Höhe von 16.596,40 Euro überreichen zu können, die aus dem letztjährigen Verkauf des „Grafschafter Kräuterwacholders“ resultiert“, so Sasse. Der Sonderfonds dient zur Realisierung von Naturschutzprojekten. Seitens der Naturschutzstiftung bedankten sich die Geschäftsführer Hartmut Schrap und Paul Uphaus für dieses außerordentliche Engagement für den Naturschutz seitens der Firma Sasse. Beide Geschäftsführer erklärten, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte mit dem Geld aus dem Sonderfonds umgesetzt bzw. unterstützt werden konnten. So wurde z.B. die Einrichtung eines Schleuderraumes im Lehrbienenhaus im Tierpark Nordhorn sowie die Unterstützung bei dem Erhalt und der Pflege der Wacholderheide am Kloster Bardel finanziert. Unterstützung erfährt auch der regelmäßig stattfindende Haus- und Nutztiertag in Uelsen. In einem Schafstall am Kloster Bardel kamen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Lämmer der Bentheimer Landschafe des Nordhorner Tierparks zur Welt. Rund 60 Mutterschafe und 85 Lämmer weiden jetzt wieder im NSG Tillenberge. „Unsere Schafe leisten wertvolle Naturschutzarbeit, da der Tierpark Nordhorn als regionales Arten- und Naturschutzzentrum verschiedene Naturschutzflächen betreut,“ betont Dr. Nils Kramer bei der Spendenübergabe, die inmitten der Schafherde stattfand. Die Tiere werden für einige Wochen in der Kulturlandschaft bleiben und zu deren Erhalt beitragen. Die Initiative zur Einrichtung eines Sonderfonds für den Naturschutz entstand 2010, als die Feinbrennerei Sasse für die Grafschaft anlässlich des 125. Geburtstages einen Likör kreierte. Dabei sollte aus den Verkaufserlösen des Kräuterwacholders jeweils ein fester Anteil für Naturschutzprojekte gespendet werden. Auf diesem Wege sind nunmehr bereits insgesamt ca. 182.000 Euro zusammengekommen.

Tierpark Neumünster 07.05.2021
Eine wunderbare Spendenaktion für Kinder
Im gesamten März hat der Verein „Patienten und Zahnärzte helfen Kindern in Not e.V.“ von montags bis freitags alle Eintrittsgelder für Kinder zwischen 4 und 15 Jahren übernommen, so dass alle Kinder kosten-losen Eintritt in den Tierpark erhalten haben. „Eine wunderbare Aktion, von der insgesamt 4367 Kinder mit ihren Familien profitieren konnten“ , berichtet Tierparkchefin Verena Kaspari. „Wir sind sehr froh, dass wir vielen Familien eine unbeschwerte Zeit im Tierpark bescheren konnten und somit ein wenig Normalität in diesen schwierigen Zeiten ermöglichten.“, erläutert Gundula Probst, 1. Vorsitzende des Vereins. Eine wunderbare Aktion, die viele strahlende Kinderaugen beschert hat, so das gemeinsame Fazit.

Zooverein Wuppertal 07.05.2021
Großzügige Spende der Nord-Apotheke
Eine großzügige Zuwendung der Nord-Apotheke in Wuppertal durfte der Zoo-Verein Wuppertal e.V. kurz vor den Osterferien entgegen nehmen. Am 22. März fand vor der Nord-Apotheke an der Nevigeser Straße 338 in Uellendahl-Katernberg die Übergabe eines Schecks über die stattliche Summe von 5.000 Euro statt, mit der Inhaber Rolf Bohnen und sein Team den Zoo-Verein und seine Arbeit für den Grünen Zoo Wuppertal unterstützen. Das Geld für diese besondere Spende stammt aus den Einnahmen der Verkäufe von FFP2-Masken, für die viele Menschen Gutscheine aus einem Bundesprogramm des Bundesgesundheitsministeriums erhalten hatten. Diese Gutscheine konnten zu Beginn des Jahres 2021 gegen eine geringe Zuzahlung in den Apotheken eingelöst werden. Die Beschäftigten der Nord-Apotheke hatten die Idee, mit den Einnahmen aus diesen Maskenverkäufen den Zoo-Verein und damit auch den Grünen Zoo Wuppertal zu unterstützen. Viele Kundinnen und Kunden beteiligten sich mit zusätzlichen privaten Spenden an der Aktion und trugen so zum beeindruckenden Gesamtergebnis bei. Der Grüne Zoo war – wie alle Zoos in NRW – während des langen Lockdown im Winters geschlossen. Auch die vom Zoo-Verein über die vereinseigene Zoo-Service Wuppertal GmbH betriebenen Kioske und der Souvenirshop im Grünen Zoo waren durch die Zooschließung mit betroffen. Der Zoo-Verein Wuppertal e.V. freut sich sehr über diese großartige Untertützung, die ihm bei seinem Engagement für den Grünen Zoo hilft. Seine Mittel setzt der Zoo-Verein vor allem für Invesitionen in Anlagen und Gebäude im Grünen Zoo ein und fördert in Absprache mit dem Zoo Forschungs-, Natur- und Artenschutzprojekte für bedrohte Arten und ihre Lebensräume. Trotz der coronabedingten Einschränkungen und längerer Zoo-Schließungen kann der Zoo-Verein ein kontinuierliches Mitgliederwachstum verzeichnen und hat mittlwerweile mehr als 2.130 Mitglieder. Damit drückt sich eine erfreuliche Verbundenheit und ein steigendes Engagement der Menschen für den Grünen Zoo Wuppertal aus. Der Zoo-Verein bedankt sich herzlich bei der Nord-Apotheke für die tolle Unterstützung!

Zoo Berlin 07.05.2021
Alle lieben Capybara-Babys – Nachwuchs bei den Wasserschweinen
Flinke Ferkelchen auf Erkundungstour: Aufgeregt wuselt der kaninchengroße Wasserschwein-Nachwuchs hinter Mama Marly und Papa Augustin her, als die Eltern ihre drei kleinen Schweinchen zum allerersten Rundgang durch den großen Garten mitnehmen. Hier werden ein paar Grashalme gekostet, dort wird neugierig der große Badeteich beäugt – bei ihrem ersten Ausflug zeigt sich das mutige Trio von ihren deutlich größeren WG-Nachbarn kaum beeindruckt. Den Vikunjas hingegen sind die neuen Mini-Schweinchen noch nicht so ganz geheuer. Nach einer Tragzeit von knapp fünf Monaten erblickten die drei noch namenlosen Wasserschweinchen am 19. April 2021 das Licht der Welt. Die kleinsten der größten noch lebenden Nagetiere der Welt sind schon kurz nach der Geburt weit entwickelt und nagen bereits an ersten Gräsern und Pflanzen. Nach nur zwei Monaten endet die Säugezeit, sodass die kleinen Wasserratten schnell auf sich allein gestellt sind. Ganz art-typisch werden auch die Jungtiere rasch einen Faibel für Wasser entwickeln. Nicht nur die Körperpflege, sondern auch das Nickerchen und kleinere Mahlzeiten finden mit Bauch und Beinen im sicheren und kühlen Nass statt. Für die zweijährige Marly sind die drei Ferkelchen ihr aller erster Nachwuchs. „Für uns im Zoo Berlin sind das die ersten Capybara-Jungtiere seit sechs Jahren. Es ist schön zu sehen, wie bei den steigenden Temperaturen die Natur erwacht, das Grün sprießt und bei unseren tierischen Bewohnern all die munteren Neuzugänge herumtollen“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und fügt hinzu: „Dies ist nun schon unser zweiter Frühling im Ausnahmezustand – da ist einem jedes Stück Normalität und Ablenkung willkommen.“ Wasserschwein Papa Augustin hat an diesem Freitag gleich doppelten Grund zur Freude: Gemeinsam mit den WG-Mitbewohnern des Erweiterungsgeländes – Tapir, Vikunja und Co. – feiert er am 07. Mai auch seinen fünften Geburtstag.

Zoo Osnabrück 07.05.2021
3.000 Euro für „Rüssel voraus!“ „Leonia“ verkaufen beliebte Geschirrhandtücher für Osnabrücker Elefanten
Der Lions Clubs Osnabrück-Nord „Leonia“ verkauft bereits seit vielen Jahren in der Weihnachtszeit Geschirrhandtücher für den guten Zweck. Die wechselnden Motive sind immer beliebt, doch so beliebt wie das Motiv mit dem Zoo Osnabrück war bisher noch keines. Dank dem Verkauf ab Anfang Dezember 2020 konnten die „Leonia“ nun bereits 3.000 Euro an den Zoo überreichen und damit die Spendenkampagne „Rüssel voraus!“ für den neuen Elefantenpark unterstützen. Die Osnabrücker Elefanten schauen interessiert zu, wie Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Präsident der Zoogesellschaft Osnabrück e.V., den symbolischen Spendenscheck von 3.000 Euro für die Modernisierung ihres Zuhauses von Monika Bergmann-Rasch vom Lions Club Osnabrück-Nord „Leonia“ entgegennahm. „Ich bin sehr froh über die Unterstützung der ‚Leonia‘, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement schon vielen Osnabrücker Institutionen geholfen haben“, bedankt sich Brickwedde. Jedes Jahr verkaufen die „Leonia“ Geschirrhandtücher für einen guten Zweck, mit selbst gestalteten Motiven. Das geschieht meist auf dem Weihnachtsmarkt, doch wenn der aufgrund von Corona nicht stattfindet, verschicken die kreativen Frauen die Handtücher auch per Bestellung aus der heimischen Küche. „Vor Weihnachten war es besonders viel, ich hatte schon gar keine Lust mehr Weihnachtsgeschenke für meine Familie zu verpacken“, erinnert sich Bergmann-Rasch von den „Leonia“. „Das Zoo-Motiv ist das bisher erfolgreichste Motiv und das, obwohl wir es fast nur online verkaufen konnten.“ Rathaus Motiv für „Kinder in Not Osnabrück e.V.“ – Neben dem Zoo Osnabrück unterstützen die „Leonia“ aber auch andere Organisationen. Denn außer dem Geschirrhandtuch mit dem Zoo-Motiv, gibt es auch ein weiteres mit dem Rathaus Osnabrück. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Rathaus-Handtuchs haben die „Leonia“ im Februar an den Verein „Kinder in Not Osnabrück e.V.“ gespendet. „Ich denke schon, dass das beliebte Zoo-Motiv auch den Verkauf des Rathaus-Motivs beflügelt hat. Es ist also eine Win-Win Situation, denn wir können den Elefanten im Zoo helfen, bekommen für unsere anderen Projekte aber auch etwas von der Strahlkraft des Zoos ab“, freut sich Bergmann-Rasch. Auch der Zoo Osnabrück freut sich über die Beliebtheit der Geschirrtücher und hat sie bereits im Dezember in sein Angebot im Zoo-Online-Shop (shop.zoo-osnabrueck.de) aufgenommen. Zukünftig sollen die Handtücher zudem in verschiedenen Lebensmittelgeschäften in der Region verkauft werden. Natürlich gibt es die Tücher auch weiterhin per E-Mail-Bestellungen an leonia.geschirrtuch@gmail.com direkt bei den „Leonia“ zu kaufen, die den heimischen Versand weiterhin fortführen, um für den guten Zweck zu sammeln. Für die Bestellungen per E-Mail hat Monika Bergmann-Rasch jedoch noch eine Bitte. „Wenn Sie ein Geschirrtuch bestellt haben, fragen Sie bitte nicht per E-Mail nach der Rechnung, sonst ist irgendwann mein Postfach voll,“ schmunzelt Bergmann-Rasch. „Die Rechnung wird mit dem Geschirrhandtuch versandt und liegt dem Paket bei.“ Wenn die Geschirrtücher weiterhin so zahlreich bestellt werden wie in den vergangenen Monaten, freut das auch die Elefanten im Zoo Osnabrück. Voraussichtlich 12 Millionen Euro soll ihre neue, vergrößerte Anlage kosten. Um das ambitionierte Projekt in den nächsten Jahren zu realisieren, muss also noch eine Menge Geld gesammelt werden, die Geschirrtücher der „Leonia“ helfen dabei. Im Zoo Osnabrück leben fünf Elefanten: Elefantenbulle Luka (48 J.), Kühe Douanita (34 J.) und Sita (8 J.) sowie die Jungbullen Minh-Tan (3,5 J.) und Yaro (5 Monate).

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 07.05.2021
Ein neues Heim für die Biber im Alpenzoo
Dank der Finanzierung der „Freunde des Alpenzoo“ konnte Ende April dieses Jahres eine größere Renovierung der Biberanlage erfolgen. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1996 und simuliert einen Biberbau. Da Biber eher dämmerungs- und nachtaktiv sind, sehen die meisten Besucher sie meist schlafend in ihrer Höhle. Einzig die späten Besucher können die Biber ab und an beim Schwimmen beobachten. Untertags gewährt eine Scheibe Einblick in die Höhle der Tiere. Sehr beliebt ist die Biber-Höhle auch bei unseren kleinsten Besuchern, denn den größten Nager Europas so nah zu sehen, versetzt die Kinder immer wieder in Staunen. Einen Nachteil hatte die Höhle allerdings, sie sah nicht aus wie eine Biberhöhle! Biber bauen klassisch ihren Bau selbst, bestehend aus vielen Ästen und mit einem Unterwassereingang. Unsere Höhle musste anno dazumal natürlich aus Beton nachgebaut werden, wie sollte es auch anders gehen? Jetzt konnte aber mit Hilfe einer Spezialfirma eine tatsächlich gelungene Illusion geschaffen werden. In einem Zeitraum von ca. 10 Tagen wurde die gesamte Anlage mit Kunstfels verkleidet, die nun den Eindruck gibt, als würde man in den Bau hineinschlüpfen und die Biber beim Schlafen beobachten. Auch das Außenbecken wurde so verändert, dass sich die Besucher vermeintlich am Rand eines Gewässers wähnen, wo Biber heimisch sind, und zwei Kunstfelsbäume am Eingang der Höhle scheinen von einem Biber bearbeitet worden zu sein. Dieser sehr gelungene Umbau ist der natürlichen Situation eines Biberhabitats nachempfunden, natürliche Biberspuren sind mittlerweile wieder am Inn oder Lech finden. Positive Besucher-Reaktionen ließen nicht auf sich warten, wichtig war uns aber, dass sich unsere Biber-Familie heimisch fühlt! Dazu tragen sicher auch neue Futterstationen bei, wo frische Weidenzweige zum Knabbern angeboten werden! Ich danke den „Freunden des Alpenzoo“, allen voran Obmann Christoph Kaufmann, die diesen Umbau möglich gemacht haben. Ein wahrlich gelungener Auftakt eines Zoobesuchs, denn schließlich befindet sich die neue Biberanlage direkt am Eingang des Alpenzoo.

Tierpark Sababurg 06.05.2021
Die Greifvögel fliegen wieder im Tierpark Sababurg
Nach Aufhebung der Aufstallungspflicht für Geflügel in bestimmten Gebieten des Landkreises Kassel am 04.05.2021 ist es wieder soweit! Die Greifvögel im Tierpark Sababurg fliegen wieder! Um 11:30 Uhr lässt Falkner Rainer Cremer seine Greifvögel am Burgberg starten. Das große Flugprogramm beginnt. Die Besucher können täglich (außer montags) um 11:30, 14:00 und 16:15 Uhr die Flugkünste der Greifvögel bestaunen und vieles über deren Verhalten lernen. Mit dabei sind wieder die Publikumslieblinge wie die Weißkopfseeadler „Joker“ und „Medusa“ der Steppenadler „Pablo“, Schreiseeadler „Zorbo“ und Kordillierenadler „Cindy“. Zum Flugprogramm gehören natürlich auch wieder pfeilschnelle Falken, in Kompanie fliegende Harris Hawks, Rot- und Schwarzmilane und die lautlosen Jäger der Nacht, die Uhus und die Schnee-Eulen. Lassen Sie sich von den Königen der Lüfte faszinieren. Die Anlage am Burgberg im Tierpark gewährt einen herrlichen Blick über den gesamten Park und ist für die Vorführungen bestens geeignet. Die Jahreskarten 2021 für den Tierpark Sababurg gibt es wieder zu tierisch günstigen Preisen. Wer jetzt noch keine Jahreskarte hat, kann seine Jahreskarte direkt am Infozentrum des Tierparks erwerben oder im neuen Online-Shop des Tierparks als Gutschein bestellen. Einfach https://www.tierpark-sababurg.de/online-shop/ eingeben und Ihre Bestellung aufgeben.

Tiergarten Kleve 06.05.2021
Ein neues Königreich für die Klever Erdmännchen
Bei den Erdmännchen im Klever Tiergarten tut sich was: In den letzten Wochen hat sich das Bild ihrer Anlage um 180 Grad gewandelt. Wo früher sandiger Boden war, ist nun dunkle Erde zum Buddeln und Graben. Tiergartenleiter Martin Polotzek fasst die Veränderungen zusammen: „Früher wurden unsere Erdmännchen auf Sand gehalten. Das sieht zwar schön aus, ist aber zum Graben nicht ideal, da die Gänge so immer wieder zusammengefallen sind. Daher haben wir nun in den vergangenen Wochen den kompletten Bodengrund der Anlage entfernt und durch lehmhaltige Muttererde, die genügend Stabilität für selbstgegrabene Gänge bietet, ersetzt.“ Zusätzlich zum Wechsel des Bodengrunds wurde die Anlage neu gestrichen und neu bepflanzt. Außerdem komplettieren neue Wurzeln und Baumstämme das neue Königreich für Familie Erdmann. Polotzek: „Erdmännchen leben in großen Familienverbänden, in denen sich nur das dominante Weibchen- die Königin- fortpflanzt. Innerhalb der Gruppe gibt es eine strenge Aufgabenteilung und so gibt es immer ein Erdmännchen, das Ausschau nach Gefahr halten muss. Und dieser Wächter benutzt dafür gerne erhöhte Punkte. Daher haben wir mit den neuen Wurzeln und Baumstämmen genug neue Möglichkeiten hierfür geschaffen.“ Nach wenigen Wochen Umbauarbeiten, die die TiergartenmitarbeiterInnen in Eigenregie durchgeführt haben, durften nun die Erdmännchen zum ersten Mal ihr neues Reich erkunden. Tierpflegerin Anna Liebeton freut sich darüber, dass ihre Schützlinge nun bessere Haltungsbedingungen haben: „Am Anfang sind unsere drei Erdmännchen mit erhobenen Schwänzen über die Anlage gelaufen. Das machen sie immer, wenn ihnen eine Situation nicht geheuer ist und sie leicht verängstigt sind. Doch nach und nach wurden sie immer mutiger und erkundeten immer mehr jede Ecke in ihrem neuen Reich.“ Als besondere Raffinesse haben die TiergartenmitarbeiterInnen auch einige künstliche Gänge ins Erdreich eingebaut. Dies hat einen guten Grund, wie Liebeton erklärt: „In der Wildbahn graben Erdmännchen ihre Gänge nicht immer selbst, sondern nutzen gerne die Baute von Erdhörnchen und anderen Tieren mit. Und so haben wir unserem Erdmännchentrio auch ein fertiges Gangsystem unter der Erde installiert, sodass sie auch bei uns nicht alle Gänge selber graben müssen.“ Doch nicht nur an der Anlage hat sich einiges verändert, auch die Struktur innerhalb der Gruppe ist nun eine andere. „Eine Erdmännchengruppe besteht immer aus einem dominanten Weibchen, mehreren Männchen und deren Nachkommen. Die anderen Weibchen werden von der Königin unterdrückt, dass sie sich selber meist gar nicht fortpflanzen können. Wir haben unsere Erdmännchengruppe nun neu strukturiert und Tiere mit einem anderen Park getauscht, sodass wir mit der neuen Gruppe und der neuen Anlage bald hoffentlich wieder in die Zucht dieser possierlichen Raubtiere einsteigen können.“, berichtet Tiergartenleiter Martin Polotzek.

Tierpark Chemnitz 06.05.2021
Tierpark Chemnitz: Nachwuchs bei den Lisztaffen – Primaten-Art gilt als vom Aussterben bedrohte Tierart
Zum zweiten Mal hat das seit Anfang 2020 im Tierpark Chemnitz zusammenlebende Lisztaffen-Zuchtpärchen Nachwuchs bekommen. Am 9. April entdeckten die Tierpfleger:innen ein Jungtier auf dem Rücken des Vatertieres. Die Mitarbeit der ganzen Affenfamilie bei der Aufzucht der Jungtiere ist eine Besonderheit von Krallenaffen, zu denen die Lisztaffen gehören. So erhöhen sich die Überlebenschancen für den Nachwuchs. Zudem können die älteren Geschwister, die oft noch einige Zeit in der Familiengruppe bleiben, Erfahrungen in der Jungenaufzucht sammeln. Letztlich wird natürlich auch das Weibchen entlastet, da die Jungtiere der Mutter oft nur zum Säugen übergeben werden. Lisztaffen gehören zu den am stärksten bedrohten Primaten der Welt. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN (Weltnaturschutzunion) und werden als vom Aussterben bedroht eingestuft – der stärksten von drei Gefährdungskategorien. Der Bestand der ausschließlich in Kolumbien beheimateten Art ist in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang in der Gesamtpopulation ist wie so oft die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von bedrohten Tierarten wie den Lisztaffen. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet. Obwohl das Krallenaffenhaus, wie alle Tierhäuser, zurzeit für die Besucher:innen nicht zugänglich ist, sind die Tiere häufig – vor allem bei guten Wetter – auf der Außenanlage zu sehen.

ZOOM Erlebniswelt 06.05.2021
Zebrafohlen in der ZOOM Erlebniswelt geboren
In der ZOOM Erlebniswelt ist am Montag, den 03.05.2021, ein Zebrafohlen geboren worden. Die Tierpfleger fanden das Jungtier am frühen Morgen wohlauf im Stall. Der kleine Hengst ist der Sohn von Zebra Sambesi und Farida. Sambesi ist als Leithengst Anführer der Gruppe, die insgesamt fünf Stuten umfasst. Ein sechste Stute ist seine Tochter Fine, die in den nächsten Wochen in eine andere zoologische Einrichtung wechseln wird. Um Inzucht zu vermeiden, wird die junge Zebrastute abgegeben, bevor sie geschlechtsreif wird. Mutter Farida ist die Lieblingsstute von Sambesi. Als erfahrene Mutter kümmert sie sich vorbildlich um ihr Junges. Maximal ein Fohlen bekommen Zebras im Jahr – und das auch nicht jedes Jahr. Die erste Woche bleibt das Jungtier noch viel im Stall und lernt nach und nach das großzügige Außengelände kennen. Wenn das Wetter schön wird, ist der Kleine voraussichtlich am Wochenende auf der Savanne zu sehen. Seine Tierpfleger beschreiben ihn als mutig, denn er versteckt sich nicht sofort hinter seiner Mutter, wenn sie auf ihn zugehen. In den nächsten Tagen vergeben sie einen Namen für den kleinen Hengst. Der Anfangsbuchstabe steht zumindest schon fest: Ein „S“ wie Vater Sambesi.

Zoo Osnabrück 06.05.2021
Jetzt geht’s los für die „Wasserwelten“ Spatenstich für die neue Tierwelt im Zoo Osnabrück
8 Millionen Euro für 5.000 Quadratmeter „Wasserwelten“ – das neue Bauprojekt ist ein weiterer Meilenstein für den Zoo Osnabrück. Hier bekommen Seehunde, Seelöwen, Rosa-Pelikane und Humboldt-Pinguine im Sommer 2022 ein neues Zuhause. Bis es soweit ist, steht noch viel Arbeit an. Der erste, offizielle „Spatenstich“ wurde heute getan. Gleichzeitig hofft der Zoo, dass es mit der neuen Corona-Landesverordnung weiterhin keine Testpflicht in Gebieten mit einer Corona-7-Tage-Inzidenz unter 100 gibt. „Als das bisherige Seelöwenbecken 1973 eröffnet wurde, war das ein ganz besonderes Highlight. Der Zoo und alle Osnabrücker waren sehr stolz, das große Projekt für damals 500.000 Euro realisieren zu können – auch wenn die Seelöwen erst 1984 einzogen. Heute ist das Becken mehr als in die Jahre gekommen und wir wollen es seit langem modernisieren“, so Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Präsident der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. Dem Zoopräsidenten ist auch der Umweltaspekt der Investition besonders wichtig. „Mit der neuen Filteranlage sparen wir jährlich über 15 Millionen Liter Wasser, da wir statt einmal in der Woche nur noch einmal im Jahr das Wasser austauschen müssen.“ Doch gerade die Technik macht die Haltung von Wassertieren besonders teuer, deswegen verhalf erst eine Erbschaft dem Zoo das Projekt anzugehen, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtet: „Wir haben die ‚Wasserwelten‘ bereits vor der Corona-Zeit geplant, finanziert mit 2 Millionen Euro durch die Erbschaft von Maria Ahrens, 2 Millionen Euro durch das Land Niedersachsen mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und einem Kredit.“ Die Freude über die großzügigen Hilfen wuchs noch einmal in der vergangenen Woche: „Wir haben erfahren, dass das Land die Förderung von 2 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro aufgrund der Corona-Situation erhöht – die Finanzierung wäre sonst gefährdet gewesen. Dafür bedanken wir uns herzlich bei dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann“, so der Geschäftsführer. Nordische Erlebniswelt mit Unterwassereinsichten – Nachdem nun die Fläche, wo früher die Gehege der Humboldt-Pinguine, der Rosa-Pelikane und das NOZ-Streichelland lagen, dem Erdboden gleichgemacht wurde, starten in Kürze die Bauarbeiten. Kieran Stanley, Architekt der „Wasserwelten“ von der dan pearlman Erlebnisarchitektur GmbH, beschreibt die neue Tierwelt beim Spatenstich: „Die zoologische Grundidee ist natürlich den Tieren eine artgerechte Heimat mit großen Gehegen zu errichten. Darüber hinaus erschaffen wir eine nordische Erlebnislandschaft mit Dünen, Kunststrand und Felsen sowie einer Architektur und Bepflanzung abgeleitet von Nordküsten, damit die Besucher in diese Welt eintauchen und ein Teil von ihr werden können.“ Auch ein weiterer Spielbereich wird in maritimer Optik errichtet. Technik und Stallungen werden als nordische Fischerhütten in die Landschaft eingebettet. Eine besondere Herausforderung, die gleichzeitig eine Besonderheit der Themenwelt ausmacht, war die Integration von neuen Bereichen in die bestehenden, wie die bisherige Gastronomie. „Hier entstehen Synergieeffekte. Von der Terrasse der Zoo-Gaststätte können Besucher auf die ‚Wasserwelten‘ schauen, das ist natürlich toll. Ein weiteres Highlight sind die Unterwassereinsichten. Unterhalb einer Mole mit Leuchtfeuer können die Besucher zwischen Seelöwen und Seehunde quasi abtauchen und ein Teil der Unterwasserwelt werden – das alles natürlich barrierefrei.“ Sechs Becken für Seehunde und Seelöwen – Bis es soweit ist, müssen noch über 4.500 Kubikmeter Erde abtransportiert werden. Denn für Seelöwen und Seehund werden insgesamt sechs Becken gebaut, drei für jede Tierart, die miteinander verbunden werden. Damit beginnen auch die Bauarbeiten, wie Thorsten Vaupel, technischer Leiter im Zoo Osnabrück, berichtet: „Mitte Mai wird ein imposanter Baukran aufgestellt, der für die jeweiligen Arbeiten auf dem gesamten Baugelände genutzt werden kann. Als erstes werden dann die Wasserbecken ausgehoben, bis zu vier Meter tief muss dafür gegraben werden. Die Erde wird größtenteils abtransportiert. Dann wird die Technik verlegt und die Becken werden gegossen.“ Darauf folge der Ausbau mit Verkleidung, Holzbau, Technik und Filteranlagen. Ganz zum Schluss verleiht der Landschaftsbau mit Betonfelsen und thematisch passender Bepflanzung den „Wasserwelten“ ihr charakteristisches Äußeres. Gesteuert wird der Bau über das Planungsbüro Rohling (pbr) in Osnabrück. Gerade in den nächsten Wochen kann es wegen der Bodenarbeiten für die Becken zu vermehrten Verkehr am Wanderweg kommen, der am Schölerberg um den Zoo führt: „Die Baustellenzufahrt kreuzt den Wanderweg, dafür wurde extra eine Ampelanlage installiert. Die LKW-Fahrer müssen einen Knopf drücken, nach 30 Sekunden schaltet sich ihre Ampel auf Grün und sie können den Wanderweg passieren. Die Wanderer und Spaziergänger erhalten gleichzeitig ein rotes Haltesignal“, beschreibt Vaupel die Situation vor Ort. Die Tiere der „Wasserwelten“ – Die tierischen Bewohner der neuen Themenlandschaft leben alle bereits im Zoo Osnabrück und erhalten in ihrem neuen Zuhause zwischen drei- und fünfmal so viel Platz. So übertreffen die neuen Anlagen, die auch mit dem Veterinäramt abgestimmt werden, die Angaben im Säugetiergutachten. Andreas Wulftange, zoologischer Leiter für die „Wasserwelten“, erklärt: „Während die Seelöwen von dem Bau nicht beeinträchtigt sind, sondern einfach in ihrem alten Becken im Zoozentrum bleiben können, mussten wir die anderen Arten teilweise umsetzen: Die Humboldt-Pinguine leben bereits in einer Voliere neben der Zoo-Gaststätte, die Rosa-Pelikane nutzen ihr Haus vom Winterquartier und einen kleineren, provisorischen Außenbereich, der Teil ihres alten Geheges war.“ Die Seehunde können noch in ihrem Becken bleiben, auch wenn es später Teil der „Wasserwelten wird“: „Hier ziehen später die Humboldt-Pinguine ein. Momentan haben wir am Beckenrand zusätzliche Holzplatten befestigt, damit die Tiere möglichst wenig von den Bauarbeiten gestört werden. Jungtier Bente und Weibchen Biene sind ganz gelassen, Männchen Max ist etwas unruhiger, aber die Bauarbeiter nehmen natürlich auch Rücksicht auf die Tiere, fahren in Beckennähe langsamer und machen immer wieder Pausen“, so der Biologe. Fertigstellung bis Sommer 2022 – Der Zeitplan für die „Wasserwelten“ ist ambitioniert – den Grund hierfür erläutert Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „Da sowohl die Erbschaft als auch die Förderung des Landes vorgibt, dass die Fertigstellung bis Ende Juni 2022 erfolgt sein muss, ist das unsere Zielgerade.“ Architekt Kieran Stanley ist optimistisch: „Es ist zwar eine zeitliche Herausforderung und ein komplexes Projekt, da Neues in Altes integriert werden muss, gleichzeitig sollen natürlich die Qualität und Kosten stimmen. Aber diese Anforderungen sind unser Kerngeschäft, wir sind gut organisiert und vorbereitet.“ Auf die Besucher wartet auf jeden Fall ein großes neues Highlight, das rein vom Budget das zweitgrößte Projekt nach der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ darstellt. Zoo macht Verluste durch Besucherobergrenze und Testpflicht – Während die Bauarbeiten für die „Wasserwelten“ starten können, hofft der Zoo Osnabrück, dass mit den Anpassungen der Corona-Verordnungen, die ab dem 10. Mai gelten sollen, die Testpflicht in Gebieten mit einer Corona-7-Tage Inzidenz unter 100 weiterhin wegfällt und nicht eingeführt wird. „Aktuell ist der Wert in Osnabrück über 100, weswegen sich Besucher vor einem Zoobesuch in einem offiziellen Testzentrum testen lassen müssen. Dadurch sowie durch die Besucherobergrenze haben wir aktuell Einbußen von bis zu 70 Prozent im Vergleich zu einem Vor-Coronajahr“, berichtet Geschäftsführer Andreas Busemann. „Würde die Testpflicht auch bei einem Wert unter 100 gelten, wie die Landespolitik es zurzeit überlegt, wäre das für uns wirklich eine weitere Hiobsbotschaft. Wir erhalten zwar Unterstützung, aber dennoch tun die Verluste sehr weh, zumal wir in dieser Jahreszeit eigentlich ein Polster für die Wintermonate erarbeiten.“ Zudem habe der Zoo ein sehr gut funktionierendes Hygienekonzept mit Onlineanmeldung, Maskenpflicht und geschlossenen Tierhäusern, weswegen eine Testpflicht unter einem Inzidenzwert von 100 dem Geschäftsführer unverhältnismäßig erscheint. „Wir bitten die Politiker hier wirklich mit Augenmaß zu entscheiden. Unsere Besucher sind die ganze Zeit an der frischen Luft und halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht“, betont Busemann.

Zoologischer Garten Berlin 06.05.2021
Seltene Schätzchen: Willkommen Madiba und Akua – Roloway-Meerkatzen sollen im Tierpark Berlin zur Rettung der Art beitragen
Neugierig schnappt sich die kleine Roloway-Meerkatze ein saftiges Stück Paprika, bevor sie sich mit dem Snack auf einen höhergelegenen Ast zurückzieht. In der vergangenen Woche zogen erstmals zwei Roloway-Meerkatzen in den Tierpark Berlin. In ihrem neuen Habitat haben sich die schwarz-weiße Primaten aber offensichtlich schnell eingelebt. Der Umzug nach Berlin hat einen wichtigen Hintergrund: Madiba und seine Partnerin Akua gehören zu den seltensten Primaten der Welt. In Berlin sollen die vom Aussterben bedrohten Affen zukünftig für Nachwuchs sorgen und damit zur Rettung dieser äußerst seltenen Tierart beitragen. Das Männchen Madiba (5) stammt aus dem Zoo Duisburg, seine Partnerin Akua (4) aus dem Ouwehands Dierenpark in Rhenen. Das erste Aufeinandertreffen der Roloway-Meerkatzen lief äußerst harmonisch. Mit ihrem charakteristisch langen weißen Spitzbart, ihrer auffälligen Gesichtsfärbung und dem sehr langen Schwanz bewegen sich Roloway-Meerkatzen flink von Ast zu Ast. Die tagaktiven Baumbewohner können in Haremsgruppen aus bis zu 30 Tieren zusammenleben, auf ihrem Speiseplan stehen hauptsächlich Früchte, Blüten, Samen und Insekten. Für die Nacht ziehen sie sich in die Baumkronen zurück, in welchen sie es sich in Astgabeln gemütlich machen. Im natürlichen Lebensraum sind sie ausschließlich in zwei kleinen Gebieten im Süden von Ghana und an der Elfenbeinküste zu finden. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und Wilderei haben die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten rapide abgenommen. Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN leben nur noch rund 300 Roloway-Meerkatzen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet. „Vor diesem Hintergrund ist die Erhaltungszucht von besonders großer Bedeutung. Indem wir diese Tierart bei uns im Tierpark Berlin erhalten, sichern wir als eine Arche der Gene langfristig die Existenz dieser Primaten“, erläutert Kurator und Tierpark-Tierarzt Dr. Andreas Pauly. Es wäre nicht die erste Tierart welche von der Zusammenarbeit verschiedener Partner profitiert. „Um dem weltweiten Artensterben entgegenzuwirken, müssen Akteure aus Arten-, Klima- und Naturschutz zusammenkommen. Nur so können wir faszinierende Geschöpfe wie die Roloway-Meerkatzen langfristig schützen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Die Zoologischen Gärten Berlin werden sich zukünftig noch stärker auch für den Schutz der natürlichen Lebensräume hoch bedrohter Tiere wie der Roloway-Meerkatzen einsetzen.

Zoo Heidelberg 06.05.2021
Elefanten-WG im Zoo Heidelberg vergrößert sich – Neuer Mitbewohner zieht zu Tarak, Ludwig und Yadanar
Im Mai erhalten die drei jungen Elefantenbullen im Zoo Heidelberg tonnenschwere Verstärkung: Ein neuer Elefant wird in den Zoo einziehen. Der „Neue“ hört auf den Namen Namsai und kommt aus dem Zoo Kolmarden in Schweden. Mit seinen fast acht Jahren ist der Jungbulle bereit, sich von seiner Geburtsgruppe zu lösen und im Zoo Heidelberg von einem Elefanten-Teenager zu einem selbstbewussten Elefantenbullen heranzuwachsen. Elefant Namsai wird in der Heidelberger WG der jüngste Mitbewohner sein. Mit dem Umzug beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Wie es Elefanten in freier Wildbahn in diesem Alter ebenfalls tun würden, schließt er sich einer Gruppe anderer männlicher Elefanten an – Tarak, Yadanar und Ludwig. Mit ihnen wird Namsai die nächsten Jahre zusammenleben. Wie sich die drei Heidelberger mit dem Schweden verstehen und anfreunden wird spannend zu beobachten sein. In der für ihn neuen Sozialgruppe lernt er alle Verhaltensweisen, die für das Gemeinschaftsleben wichtig sind. Sobald die Bullen sozial gereift, meist mit zehn bis zwölf Jahren, können sie Heidelberg verlassen, um in anderen Zoos eine eigene Zuchtgruppe zu übernehmen. „Der Zoo Heidelberg ist für die jungen Elefantenbullen eine Zwischenstation, um in ihrer Jugend ohne den Schutz der eigenen Familie wichtige soziale Erfahrungen zu sammeln. Namsai stehen in Heidelberg einige aufregende und hoffentlich auch lehrreiche Jahre bevor. Und wir können ihn auf diesem Weg begleiten“, freut sich Zoodirektor Dr. Wünnemann.

Kölner Zoo 06.05.2021
Seltenes Baudet du Poitou-Fohlen im Kölner Zoo zur Welt gekommen
Zottelige Verstärkung auf dem Clemenshof im Kölner Zoo: Dort kam am 21. April ein kleines Baudet du Poitou-Eselfohlen zur Welt. Sie heißt „Lou de la Mer“. Der Name stammt von ihrer Mutter, „Elly de la Mer“, ab, die seit vergangenem Jahr im Kölner Zoo lebt. Der Vater ist ein Zuchthengst von der Arche Wader in Schleswig-Holstein. „Lou de la Mer“ ist ein munteres und neugieriges Jungtier, das gern mit ihrer Mutter spielt. Muttertag kann also kommen! Der Baudet du Poitou-Esel ist eine gefährdete Großeselrasse. Er ist nach dem gleichnamigen Gebiet Poitou in der französischen Region Aquitaine-Limousin-Poitou-Charentes benannt. Die Rasse war früher in ganz Südwestfrankreich verbreitet. Heute existieren jedoch nur noch wenige Reinzuchten. Hengste erreichen ein Stockmaß von 140 bis 150 cm. Stuten sind 135 bis 145 cm groß. Baudet du Poitou-Esel haben eine robuste Statur und können bis zu 450 Kilogramm auf die Waage bringen. Damit sind sie die schwerste Eselart der Welt. Sie haben in der Regel ein langes, zottiges Fell, das meist dunkelbraun ist. Maul, Augenränder und Bauch sind weißgrau gezeichnet. Ihr Kopf ist auffällig groß und langgezogen. Die Ohren werden bis zu 40 cm lang und sind durch das üppige Fell vor Wind und Kälte geschützt. Der Clemenshof im Kölner Zoo ist ein Bauernhof nach bergischem Vorbild. Auf mehr als 4.000 Quadratmetern leben dort verschiedene Haustierarten – besonders solche, die vom Aussterben bedroht sind. Große und kleine Zoobesucher erfahren hier alles über seltene heimische Nutztierarten und die kleinbäuerliche Lebensmittelproduktion.

Zoo Basel 06.05.2021
Frühling im Zoo Basel: Nachwuchs bei den Bisons, Rentieren und Mufflons
Im Zoo Basel gibt es Nachwuchs bei den Huftieren – und das gleich mehrfach. Bei den Mufflons, den Rentieren und Bisons sind Jungtiere zu sehen. Im Zoo Basel häuften sich in den letzten Tagen die Huftier-Geburten: Bei den Mufflons sind am 14. und 15. April zwei Jungtiere geboren. Das Geschlecht bis jetzt noch nicht bekannt. Dann wurden am 27. und am 30. April zwei Rentierjungtiere auf der Anlage entdeckt, ein Weibchen und ein Männchen. Und am 30. April kam auch noch das erste Bisonkalb zur Welt, am 3. Mai folgte ein zweites. Bei den Bisons, Rentieren und Mufflons ist in den nächsten Tagen mit weiterem Nachwuchs zu rechnen. Junger Vater bei den Bisons Der Bisonbulle Paco ist mit seinen knapp drei Jahren noch sehr jung und der Nachwuchs kam eher überraschend. In der Natur müssen sich Bisonbullen erst behaupten und um ihre Weibchen kämpfen. Deshalb pflanzen sich die Männchen oft erst nach fünf bis sechs Jahren fort. Erst dann sind sie den Kämpfen körperlich gewachsen und können sich in der Herde durchsetzen. Mufflons, Rentiere und Bisons gehören zur Gruppe der Paarhufer. Diesen ist gemeinsam, dass sie auf der dritten und vierten Zehe laufen, das entspricht dem Mittel- und Ringfinger des Menschen. Paarhufer ziehen meist nur ein Jungtier aufs Mal gross. In Ausnahmefällen kann es zwar zu Zwillingsgeburten kommen, diese sind jedoch eher selten. Unzimperliche Nestflüchter – Die Jungtiere der Mufflons, Rentiere und auch der Bisons sind Nestflüchter. Bereits wenige Augenblicke nach der Geburt sind sie auf den Beinen. Oft werden sie beim Aufstehen vom Muttertier, und im Falle der Bisons von der ganzen Herde, unterstützt oder mit einem – manchmal ruppigen – Schubs dazu aufgefordert. Kurze Zeit später laufen die Jungen, beschützt von ihrer Mutter, in der Herde mit.

Tierpark Nordhorn 06.05.2021
#wirsindzoo 3.0 – unser Tierpark braucht Unterstützung! Förderverein des Nordhorner – Familienzoos wirbt um tatkräftige Unterstützer
Nachdem der Tierpark nach dem ersten Entwurf der bundesweiten „Notbremse“ geschlossen werden sollte, ist es der Zoowelt gelungen, zumindest eine weitere Offenhaltung der Zoos zu erreichen, da die Ansteckungsgefahr an der frischen Luft gegen Null geht und Zoos gerade in dieser Zeit einen besonderen Erholungswert darstellen. „Darüber freuen wir uns sehr!“ so der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Dietmar Brookmann. Dies führt allerdings zu anderen großen Problemen, denn der Tierpark unterliegt jetzt einer Testpflicht, die es bisher nicht gab. Die Erfahrungen anderer zoologischer Gärten, die bereits vor einiger Zeit eine Testpflicht auferlegt bekommen haben, zeigen, dass alle Zoos mit Testpflicht einen Besucherrückgang von über 70% zu verzeichnen haben. „Unser Tierpark benötigt im Schnitt 1000 Besucher am Tag, damit sich jeder Tag von Einnahmen und Ausgaben die Waage hält“, so Brookmann weiter. Dass diese Zahlen mit Testpflicht schwer zu erreichen sind, hat schon der Freitag mit nur 300 Besuchern gezeigt. Der Tierpark ist bei der einzigen Coronahilfe, die es in diesem Jahr gibt (Überbrückungshilfe III), nicht antragsberechtigt. Insofern beginnt für den Tierpark nun die wirtschaftlich wohl härteste Zeit in der Coronakrise, da sowohl die Einnahmen deutlich zurückgehen, als auch keine Zuschüsse durch Coronahilfen zu erwarten sind. Diese Einschnitte kommen in einer Zeit der Hochsaison, in der sich normalerweise nicht nur jeder Tag selbst trägt, sondern auch ein Vorrat für die auch in normalen Zeiten einkommensschwache kalte Jahreszeit erwirtschaftet werden kann. Aus diesem Grund musste der Tierpark im Laufe der Woche die Sparanstrengungen wieder deutlich erhöhen. Die Arbeiten von Fremdfirmen werden beendet, ein allgemeiner Ausgabestopp verhängt, Reparaturen verschoben und Kurzarbeit angemeldet. „Der Tierpark braucht weiterhin unsere Hilfe!“ wirbt der 1. Vorsitzende des Fördervereins und appelliert: „Besuchen Sie weiterhin den Tierpark, helfen Sie durch eine Spende, eine Mitgliedschaft im Förderverein oder eine Patenschaft!“ Weitere Informationen gibt es unter www.tierpark-nordhorn.de/foerderverein/

Zoo Leipzig 06.05.2021
Erster Nachwuchs im Jubiläumsjahr von Pongoland Bonoboweibchen Luiza sorgte für Zuwachs
Erster Nachwuchs im Jubiläumsjahr der Menschenaffenanlage Pongoland: Bonoboweibchen Luiza(16)brachte am 30. April vormittags im Schlafraum ihren ersten Nachwuchs zurWelt. Die Pfleger konnten bereitsfeststellen, dass es sich um ein weibliches Jungtier handelt. „Mit Blickauf das 20-jährigeJubiläum von Pongoland in diesem Jahr ist der Nachwuchsfür uns einbesonderes Geschenk,und wirhoffen, dass sich die Mutter-Kind-Bindung in den nächstenTagen festigen wirdund Luiza weiterhin ihreTochtergut versorgt, sie ordentlich am Bauch festhältund regelmäßigtrinken lässt. Als Erstgebärende fehlt ihr die Erfahrung und es bleibt immer ein gewissesRestrisikobestehen.Wir sind aber zuversichtlich, dass Luizaalles richtig macht“, schätztZoodirektorProf. Jörg Junhold ein. Wer der Vaterdes neuen Bewohners ist, steht nicht fest, dennsowohlYaro als auch Kasaikommen in Frage.Mit LuizasTochter vergrößert sich die Leipziger Bonobogruppe auf 13 Tiere. Erst im vergangenen Jahr sorgte Bonoboweibchen Lexi(21) mit ihrem SohnHodari(1)für Zuwachs, der sich seitdem bestens entwickelt hat. Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen und kann sich regelmäßig über Zuchterfolge bei den stark gefährdeten Menschenaffenarten freuen. Bereits seit dem Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas durchgehend gehalten. Bonobos hingegen sind seit 1989 in Leipzig zu sehen. Gegenwärtig leben 53 Menschenaffen –13 Bonobos, 6 Flachlandgorillas, 26 Schimpansen und 8 Orang-Utans in Pongoland.

Tiergarten Schönbrunn 06.05.2021
Bison-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn
Calamity Jane: So heißt der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn. Die legendäre US-amerikanische Wildwestheldin hat den perfekten Namen für ein Bison-Mädchen geliefert, das am 15. April zur Welt gekommen ist. „Unser Bison-Nachwuchs erlebt auch bereits erste große Abenteuer, er läuft und springt durch die Anlage. Noch ist das Jungtier aber vom Herumtoben schnell müde und macht immer wieder kurze Nickerchen im Rindenmulch oder Sand – meist in der Nähe von Mutter Yvonka“, erzählt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Vater der kleinen Calamity Jane ist der stattliche Bulle Menewa, der 2011 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurde. Das Fell neugeborener Bisons ist orangefarben. Erst im Alter von einem halben Jahr bekommen sie das bisontypische dunkelbraune Fell. Einst zogen 60 Millionen Bisons in riesigen Herden durch Nordamerika. Sie sicherten den indigenen Völkern durch ihr Fleisch und ihr Fell das Überleben. Das Eindringen der europäischen Siedler brachte die imposanten Wildrinder an den Rand der Ausrottung. Nur etwa 500 Bisons überlebten die gnadenlose Jagd. Hering-Hagenbeck: „Heute ist die Bison-Population zwar stabil, allerdings bewohnen die einstigen Könige der Prärie nur noch ein Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes.“ Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN gibt es derzeit rund 18.000 wildlebende Bisons. Zwei große Herden mit insgesamt fast 5.000 Tieren leben im Yellowstone Nationalpark. In der Nähe des heutigen Nationalparkgebietes betrieb Calamity Jane einst auf ihrer Farm für kurze Zeit eine Gastwirtschaft.

Zoo Zürich 06.05.2021
Nashornbulle Rami verlässt Zoo Zürich
Der Nashornbulle Rami hat im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes den Zoo Zürich Richtung Italien verlassen. Rami ist mit den weiblichen Nashörnern des Zoos Zürich eng verwandt und kommt somit für eine Zucht nicht in Frage. Es wird schon bald ein anderer Bulle im Zoo Zürich einziehen. Der Nashornbulle Rami kam im Dezember 2019 zusammen mit den weiblichen Nashörnern Tanda, Talatini und Teshi aus Israel in den Zoo Zürich. Er hat den gleichen Vater wie die beiden Weibchen Talatini und Teshi sowie des im Zoo Zürich geborenen weiblichen Jungtiers Ushindi. Um eine gesunde Genetik innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) zu gewährleisten, wurde Rami nun an den Zoo «Zoom Torino» abgegeben. Mit knapp viereinhalb Jahren ist Rami ein Teenager, der noch einige Jahre braucht, bis er selbst züchten kann. In seiner neuen Heimat wird er auf ein anderes junges Männchen treffen. Beide werden gemeinsam aufwachsen bevor sie mit weiblichen Tieren zusammenkommen. Dies entspricht dem natürlichen Verhalten von Breitmaulnashörnern. Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes – Mit dem Überführen von Rami, Tanda, Talatini und Teshi von Israel nach Zürich wurden diese Tiere Teil des Erhaltungszuchtprogrammes für Breitmaulnashörner in europäischen Zoos. Es war von Anfang an die Bestimmung von Rami, dass er als Zuchtbulle in Zürich nicht in Frage kam. Durch seine Integration in das Erhaltungszuchtprogramm kann er aber in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine gesunde und stabile Ersatzpopulation der in der Wildnis potenziell bedrohten Breitmaulnashörnern zu gewährleisten. Die Koordinatoren des Zuchtprogrammes geben Empfehlungen darüber aus, wie Jung- und Zuchttiere innerhalb der europäischen Zoos verteilt werden sollten, um eine gesunde Genetik zu erhalten. Aufgrund einer solchen Empfehlung wurde Rami jetzt in den «Zoom Torino» abgegeben. Ein anderer Bulle steht schon bereit – Ebenfalls im Rahmen des EEP wurde mit Kimba ein Ersatz für Rami im Zoo Zürich definiert. Kimba kommt aus dem deutschen Zoo Schwerin, ist 12 Jahre alt und soll im Zoo Zürich für Nachwuchs sorgen. Der Zoo Zürich wird über die Ankunft Anfang Juni wieder berichten.

Zoo Schwerin 05.05.2021
Nashornbulle Kimba zieht in die Schweiz
Sie sind bekannt in Schwerin. Als schwerstes Dreiergespann der Stadt sind sie ein Highlight bei jedem Zoobesuch. Meist sieht man sie gemeinsam in der Sonne liegen oder sich über die nächste Heumahlzeit hermachen. Von allen Unterscheidungsmerkmalen sticht Kimba meist durch seine Größe zwischen Clara und Karen hervor. Trotz seiner Größe und seines Gewichts gibt er in der Gruppe jedoch nicht den Ton an. Bei den Nashörnern führen die weiblichen Tiere die Gruppe an und so sieht man Kimba trotz aller Nähe stets eine gewisse Distanz zu seinen beiden Damen wahren. Seit 2016 ist er Teil der Gruppe. Jedoch ist der erhoffte Nachwuchs bisher ausgeblieben. Da die Tragzeit von Nashörnern 16 Monate beträgt, ist eine Schwangerschaft nicht immer gleich ersichtlich. Doch nachdem nach vier Jahren und zahlreichen Deckversuchen keine Befruchtung stattgefunden hat, wurden beide Kühe und Kimba untersucht und getestet. Das ernüchternde Ergebnis stellte die Unfruchtbarkeit von Kimba fest. Da diese bei Nashörnern nicht immer nur physische Gründe haben muss, sondern auch psychisch bedingt sein kann, spielen hier die Gruppenzusammenstellung und die Persönlichkeiten der Kühe möglicherweise eine Rolle. In Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wurde eine neue Gruppe für Kimba gefunden. Im Zoo Zürich warten gleich vier weibliche Tiere auf ihn: ein Familiengespann aus Mutter Tanda und ihren drei Töchtern Teshi, Talatini und Ushindi. Auf der dortigen Lewa Savanne leben sie neben anderen Arten auch wie im Schweriner Zoo mit Grevy-Zebras und Säbelantilopen zusammen. Die Abgabe von Kimba ist ein trauriger aber wichtiger Schritt für die Erhaltungszucht dieser imposanten und bedrohten Tiere. Voraussichtlich Anfang Juni wird Kimba die Reise in die Schweiz antreten. Im Gegenzug wird noch in diesem Sommer ein neuer Bulle in den Zoo Schwerin ziehen. Dieser hat bereits erfolgreich für Nachwuchs gesorgt und soll auch hier den lang gehegten Wunsch von Nashorn-Nachwuchs erfüllen. Für die europäische Population von Breitmaulnashörnern ist Nachwuchs von Kimba, vor allem aber von den nicht verwandten Weibchen Clara und Karen wichtig. Bei beiden Tieren handelt es sich um Zuchtlinien, die sich aus genetischer Sicht nur wenig im Zuchtprogramm wiederfinden. Eine Vergrößerung dieser Familienzweige ist für eine nachhaltige und über mehrere Jahrzehnte gesunde Population sehr hilfreich.

Zoo Hannover 05.05.2021
Bezaubernder Late-Zoo Erlebnis-Zoo Hannover öffnet bis zum 19. August immer donnerstags bis 21 Uhr
Den Feierabend echt anders genießen und entspannt auf einen tierischen Spaziergang gehen: Vom 06. Mai – 19. August bleibt der Erlebnis-Zoo Hannover immer donnerstags bis 21 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 20.30 Uhr). Eine fast verzaubernde Stille legt sich abends über die Savanne am Sambesi, die Wildnis Kanadas in Yukon Bay und die verwunschene Ruine des indischen Dschungelpalastes. Die Pfauen stimmen ihren abendlichen Gesang an, die Flamingos schnattern eifrig beim Abendbrot, während ein Boot auf dem Sambesi an ihnen vorbeigleitet. In der Ferne brüllt der Löwe bei seinem abendlichen Streifzug und aus dem Hafenbecken von Yukon Bay ertönt ein leises Plätschern der verspielten Robben. Beim Late-Zoo können Zoo-Besucher mit dem Boot über den Sambesi fahren (bis 20.30 Uhr) und die abendliche Atmosphäre bei einem Spaziergang durch die einzigartig gestalteten Themenwelten zum vergünstigten Preis genießen. Die Zoo-Gastronomie verwöhnt die Gäste mit köstlichen To-Go-Angeboten. Viele Tiere sind noch auf ihren Anlagen zu sehen. Nur manche Arten sind echte Gewohnheitstiere, bestehen auf ihren festen Tagesablauf und verabschieden sich schon früher in ihr Nachtquartier. Spätestens in der Dämmerung werden dann die nachtaktiven Tiere wach: Die Stachelschweine, die quirligen Waschbären und die Wombats. Eine tolle Chance für Besucher, den kleinen Wombat-Nachwuchs Cooper persönlich zu sehen. Besuch mit Jahreskarte und Tagesticket Der Besuch des Late-Zoo ist für Jahreskartenbesitzer kostenlos. Sie benötigen für den Tag des Besuchs eine Zutrittsberechtigung, die kostenlos unter shop.erlebnis-zoo.de buchbar ist. Tagestickets können online unter shop.erlebnis-zoo.de gebucht werden. Ab 16.30 Uhr gelten vergünstigte Ticketpreise.

Zoo Hoyerswerda 04.05.2021
Happy Birthday Nala China Leoparden-Nachwuchs ist ein Jahr alt geworden
Heute feiert Leoparden-Nachwuchs Nala ihren ersten Geburtstag. Dafür ließen sich die Tierpflerger*innen ein ganz besonders Geburtstagsgeschenk einfallen. Ein auf vier Beinen mit Schafsfell umhüllter Weidenkorb wartete auf die Leopardin als sie die Außenanlage betritt. Ähnlich groß wie sie selbst, wurde erst aus größerem Abstand das ominöse „Tier“ betrachtet. Die unterschiedlichsten Gerüche lockten Nala jedoch immer näher. Nach Raubkatzenmanier wurde sich erst angeschlichen, um die „Beute“ dann blitzschnell zu erlegen. Lohn für diese Mühe waren die im Weidenkorb versteckten Küken und eine Ochsenschwanz. Aber auch das Schafsfell war eine duftende Bereicherung. Der Leoparden-Nachwuchs ist das erste Jungtier der im Zoo Hoyerswerda lebenden China Leoparden BaoBao und San. Während das Männchen bereits im vergangenem Jahr schon auf die neue Leopardenanlage ziehen konnte, blieben Mutter und Nachwuchs auf der für sie gewohnten Anlage. Dort eroberten sie nicht nur die Herzen des Zoo-Teams, sondern auch die der Besucher. Für den Zoo Hoyerswerda war es eine Erfolgsnachzucht. Mutter BaoBao hatte bevor sie im Jahr 2018 nach Hoyerswerda kam, bereits dreimal Nachwuchs. Jedes Mal endete es tragisch, die Jungtiere überlebten nicht. Aus diesem Grund wurde vom Zuchtbuchkoordinator für China Leoparden ein Wechsel der Partner und somit der Umzug nach Hoyerswerda vorgeschlagen, um so einen Gendefekt oder Erbkrankheiten auszuschließen. Nala ist zu einer gesunden und kräftigen Leoparden-Dame herangewachsen. „BaoBao hat die Aufzucht hervorragend gemeistert und ihre Tochter gut erzogen“, berichtet Tierpflegerin Sandra Künzel.

Zoo Osnabrück 04.05.2021
3. Children‘s Charity-Gala „Flügel für die Zukunft“ am 13. November 2021
Roter Teppich zugunsten von Kindern und Tieren – Veranstalter optimistisch gestimmt Auch wenn aktuell noch Corona die Nachrichten überlagert, sind sich der Zoo Osnabrück und die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ einig: Die 3. Children‘s Charity-Gala „Flügel für die Zukunft“ wird stattfinden – und zwar am 13. November im Alando Ballhaus mit Schirmherr Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Der Erlös der exklusiven Veranstaltung mit Glamour-Faktor und rotem Teppich geht an Projekte für Kinder und Tiere. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Gala, wenn auch vielleicht mit Vorsichtsmaßnahmen, stattfinden kann. Wir haben schon ganz besondere Gäste und ein tolles Programm, aber noch nicht alles ist spruchreif,“ verrät Heike Drogies, Projektverantwortliche im Zoo Osnabrück. Was auf jeden Fall schon feststeht, ist das musikalische Highlight des Abends: „The hardest working Show-Band: Ten Ahead“ aus Köln, die zu den Top-Ten Livebands Deutschlands gehört und deren Musiker und Sänger regelmäßig mit international bekannten Künstlern auf der Bühne stehen. Der Fokus des abendlichen Programms der Gala liegt aber zunächst auf der Preisverleihung an drei Kinder-Charity-Projekte in den Kategorien Regional, National und International, die jeweils mit einem Award und 2.000 Euro ausgezeichnet werden. „Wir haben in diesem Jahr die Projekte noch selbst ausgewählt, ab nächstem Jahr soll dann ein Kuratorium aus besonderen Aktionen auswählen. So bauen wir die Gala Schritt für Schritt weiter aus – sie wird und ist bereits ein Highlight und ein Aushängeschild der Stadt Osnabrück“, ist John McGurk überzeugt, der im Zoo für Charity-Projekte zuständig und auch Vorsitzender der Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ ist. Schirmherr Christian Wulff hält Festrede Ein Höhepunkt ist die Festrede des Schirmherrn der Veranstaltung, Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Außerdem werden weitere prominente Gäste erwartet. Auch eine exklusive Versteigerung steht auf dem Programm. Durch den Abend führen Schauspielerin Daniela Schwerdt und Kulturredakteur Stefan Alberti von der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Um 18 Uhr startet der Empfang. Nach Begrüßung und Grußworten sorgen wir ab 19:30 Uhr erstmal für das leibliche Wohl, bevor dann um 20:30 Uhr die Festrede und die Preisverleihungen beginnen. Ab circa 22 Uhr werden wir dann mit der Band Ten Ahead die Party eröffnen“, gibt Drogies einen Ausblick auf den Ablauf. Unterstützt wird der besondere Abend von den Hauptsponsoren, dem Autohaus BERESA und der Kommunikationsagentur team4media sowie von dem Medienpartner Neue Osnabrücker Zeitung. „Für uns war es ganz klar, dass wir diese Gala von Anfang an unterstützen, denn hier können wir den Menschen in Osnabrück ein tolles Event ermöglichen und gleichzeitig Kindern und Tieren helfen“, berichtet Thomas Graß-Stüve, Leiter Verkauf PKW vom Autohaus BERESA. Auch für die Kommunikationsagentur team4media stand schnell fest, dass sie bei der 3. Charity-Gala wieder dabei sind: „Wir haben mit dem Design bereits den German Design Award in der Kategorie Event gewonnen und der gute Gedanke dahinter ist für uns natürlich mehr als überzeugend“, so Geschäftsführer Axel Voss. Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke von der Neuen Osnabrücker Zeitung schließt sich an: „Für uns als Osnabrücker Medienunternehmen hat diese exklusive Veranstaltung einen sehr hohen Stellenwert – sowohl für die Bürger hier vor Ort als auch im Sinne der guten Sache: Für den Zoo und für Kinder.“ Tickets jetzt buchen Wer bei dem Abend mit Glamour-Faktor dabei sein will, kann sich bereits jetzt Karten sichern und Tische buchen. „Wir bieten Vierer- und Achtertische an. Außerdem können Zweier- und Einzeltickets gekauft werden, die wir jeweils auf Tische verteilen. Das ist auch eine tolle Gelegenheit, um Mitarbeiter oder Kunden einzuladen und ihnen Danke für die langjährige Zusammenarbeit zu sagen. Diesen hochwertigen Abend werden sie auf jeden Fall noch lange in Erinnerung behalten – gerade nach der anstrengenden Corona-Zeit“, ist sich McGurk sicher. 149 Euro kostet eine Karte, die neben der Veranstaltung mit Live-Band ein hochwertiges Buffet und begleitende Getränke zum Essen beinhaltet. Die Karten können ab sofort über den Online-Shop des Zoos unter shop.zoo-osnabrueck.de bestellt werden. Weitere Informationen zur Gala sind auf www.fluegel-fuer-die-zukunft.de zu finden. Der Reinerlös der Charity-Veranstaltung fließt zu gleichen Teilen an den Zoo Osnabrück sowie an die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“, die Projekte für benachteiligte Kinder unterstützt. 2019 kamen bei der zweiten Gala mit 250 Gästen 21.000 Euro, auch dank vieler Sponsoren, zusammen. Der Anteil für den Zoo floss damals in den Verein „Löwen für Löwen“ für den Umbau der Löwenanlage. 2021 geht der Erlös des Zoos in die Spendenkampagne „Rüssel voraus“ für eine größere Elefantenanlage. Der Zoo Osnabrück und die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ haben die Charity-Gala auf die Beine gestellt, um Kindern und Tieren zu helfen. Es geht um Respekt vor dem Leben und der Natur, denn nur in einer intakten Umwelt haben Kinder eine Zukunft.

Tierpark Gotha 04.05.2021
Doppelter Flauschalarm im Tierpark Gotha
Zwei Eselfohlen erblickten in den vergangenen Tagen das Licht der Welt. Innerhalb einer Woche wurden im Tierpark Gotha gleich zwei Eselfohlen geboren. Der flauschige Nachwuchs auf seinen langen Beinen und mit den großen Ohren begeistert sowohl die Besucher des Parks als auch die Tierpfleger. „Für unsere Eselstute Stella war es das erste Fohlen, aber sie hat es ohne Komplikationen am 30. April zur Welt gebracht und hervorragend angenommen. Der Nachwuchs unserer Stute Luna wurde dann am 3. Mai geboren. Die beiden jungen Hengste sind gesund und erkunden an der Seite ihrer Mütter schon neugierig unsere Anlage“, äußert sich Anett Engelhardt, amtierende Leiterin des Tierpark Gotha, zu dem Eselnachwuchs. Die Esel im Tierpark Gotha gehören zu den Hauseseln. Seit etwa 43 Jahren wird diese Rasse in der Erlebniswelt am Kleinen Seeberg gehalten. Sie gehen auf die Zuchtlinie des Thüringer Waldesels zurück, zu dessen besonderen Merkmalen die graue Fellfarbe, der schwarze Strich entlang der Rückenlinie – der sogenannte Aalstrich – und das schwarze Schulterkreuz, eine ebenfalls schwarze Linie entlang der Schulterblätter, zählen. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2 in 99867 Gotha und hat während der Sommerzeit täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. Der Eintritt in den Tierpark kostet 6,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro. Weitere Informationen zum Tierpark sowie zu den Schutzmaßnahmen sind unter www.tierpark-gotha.de zu finden.

Zoo Leipzig 04.05.2021
Zoo Leipzig öffnet nach 189 Tagen wieder
Grünes Licht für den Zoo Leipzig: Nach 189 Tagen ohne Besucher werden am kommenden Montag, 10. Mai 2021, die Zoo-Tore wieder öffnen. Es gelten jedoch strenge Corona-Schutzbestimmungen: Die Tierhäuser und Zoo-Shops müssen zunächst geschlossen bleiben, wohingegen die gastronomischen Einrichtungen mit einem To-Go-Angebot starten dürfen. An Engstellen, wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, müssen medizinische Gesichtsmasken getragen werden. Zoobesucher benötigen zudem ein datiertes Onlineticket sowie den Nachweis eines aktuellen negativen Corona-Selbsttests oder aus dem Testzentrum. Tagesbesucher und Jahreskartengäste erhalten alle Informationen auf www.zoo-leipzig.de/offen. Der Ticketverkauf für die ersten drei Öffnungstage am 10., 11. und 12. Mai beginnt diesen Freitag (7. Mai). „Wir sind erleichtert und freuen uns tierisch auf die Rückkehr unserer Gäste. Mehr als sechs Monate mussten wir den Alltag ohne sie meistern. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf den geplanten Start am Montag auf Hochtouren“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Aufgrund der Einschränkungen gilt zunächst der reduzierte Winterpreis. „In der Corona-Pandemie ist dem Zoo sein Erfolg auf die Füße gefallen: Seine Anziehungskraft über die Stadtgrenzen hinaus ist so groß, dass wir Sorgen hatten, die Inzidenzen in Leipzig könnten mit einer Zoo-Öffnung steigen und wir würden Schulen und Kitas gefährden. Die Entwicklung ist in Leipzig jetzt aber stabil, sachsenweit zeigt sie in die richtige Richtung. Wir halten es jetzt für verantwortbar, in einem ersten Schritt die Außenbereiche des Zoos wieder zu öffnen und den gestressten Familien wieder eine schöne Freizeitalternative zu bieten“, sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke sagt: „Dass der aktuelle Inzidenzwert sich mit heutigen Stand auf dem Wert stabilisiert, der die Öffnung der größten Touristenattraktion Leipzigs ermöglicht, ist dem umsichtigen Verhalten der Leipzigerinnen und Leipziger in dieser schwierigen Situation zu verdanken. Dass der Zoo nun wieder Besucherinnen und Besucher empfangen darf, sehe ich als Hoffnungssignal, dass in naher Zukunft auch Museen und dann weitere Kultureinrichtungen unserer Stadt wieder Publikum begrüßen dürfen.“ „Unsere Besucher kennen all diese Regelungen aus dem Vorjahr und wir sind überzeugt, dass sie die notwendigen Maßnahmen, die eine Zooöffnung möglich machen, wieder mittragen werden“, sagt Jörg Junhold. „Wir sind extrem dankbar für die breite öffentliche und politische Unterstützung, die uns durch eine schwere Zeit getragen hat. Jetzt sehnen wir unsere Besucher herbei“, blickt er optimistisch auf die kommende Woche. Dinosaurier-Ausstellung eröffnet mit Neustart Neben dem Löwennachwuchs von Kigali und Majo hat der Tierbestand des Zoo Leipzig weiteren Zuwachs bekommen: 20 Dinosaurier in Originalgröße bevölkern das Zoogelände. Die von Jurassic-Park- Berater Don Lessem entworfene Ausstellung feiert damit am Montag ebenfalls Deutschland-Premiere. Vom Argentinosaurus, dem größten je gefundenen Dinosaurier mit einer Länge von 35 Metern über den Tyrannosaurus Rex bis hin zu beeindruckenden Flugsauriern reicht die Vielfalt der urzeitlichen Wesen. Dabei wird stets die Brücke zum heutigen Tierbestand des Zoos geschlagen und Gemeinsamkeiten werden aufgezeigt. Der Besuch der Ausstellung ist im Zooticket inklusive.

Zoo Duisburg 04.05.2021
Premiere im Zoo Duisburg: Meißner Widder haben Nachwuchs
Ihre renovierte Anlage haben die Tiere vor einigen Monaten bezogen. Meißner Widder zählen zu den bedrohten Haustierrassen. Duisburg Sieben auf einen Streich: Bei den Meißner Widdern hat es erstmals Nachwuchs gegeben. Frühlingshafte Temperaturen lockten die Jungtiere nun auf die Außenanlage. Die Anzeichen waren deutlich: Die Häsin hatte einen prallen Bauch, guten Appetit und schon selbst ein Nest im Stall vorbereitet. Für Weibchen ‚Schlapp Schlapp‘ ist es der erste Nachwuchs, den sie vorbildlich groß zieht. „Die Aufzucht läuft völlig unproblematisch“, freut sich Revierleiter Maik Elbers. Und das Pfleger-Team hofft gespannt auf weiteren Nachwuchs bei den Meißner Widdern. „Auch die zwei anderen Weibchen der Gruppe hatten Herrenbesuch, schon bald sollte der Kindergarten Zuwachs bekommen“, so Tierpfleger Elbers weiter. Die ersten zwei Lebenswochen verbrachten die nackten wie blinden Widderbabies im warmen, ausgepolsterten Nest. Vor einigen Tagen schauten sie dann aus der schützenden Wurfbox heraus und hoppelten eine erste Runde durch den Stall. Bei Frühlingshaften Temperaturen ging es für die Mini-Widder auf die Außenanlage: Hoppeln, Buddeln und frisches Gras naschen stand auf dem Tagesplan für die sieben Racker. Auffällig dabei: Die Kleinen haben noch alle Stehohren. Diese kippen meist ab der zwölften Lebenswoche zur Seite. Auch am Erscheinungsbild der Kleinen wird sich einiges tun: Noch sind die Jungtiere zwar nur so groß wie die Handfläche eines Menschen, schon bald werden sie ein stattliches Gewicht von bis rund 5 kg erreichen. Früher wurden Meißner Widder wegen ihres samtigen Fells auch in Deutschland häufiger gezüchtet. Im Laufe der letzten Jahrhunderte geriet die Rasse zunehmend in Vergessenheit – denn sie hatte keine wirtschaftliche Bedeutung. Die Bestände schrumpften und mit weniger als 50 registrierten Tieren im Jahr 1976 drohten die Meißner Widder zu verschwinden. Nicht umsonst gilt diese Art als bedrohte Haustierrasse. Ein Schicksal, welches Meißner Widder mit viele weiteren, alten Haustierrassen teilen. Engagierte Züchter wie auch Zoologische Gärten setzen sich dafür ein, alte Haustierrassen zu bewahren. Denn diese gelten als widerstandsfähiger gegenüber den Rassen, welche in der konventionellen Landwirtschaft gehalten werden. Neben Meißner Widdern leben im Zoo Duisburg mit den Kune-Kune Schweinen, den Dahomey-Zwergrindern und Vertretern der Hühnerrasse „Deutscher Sperber“ weitere bedrohte Haustierrassen.

Zoo Osnabrück 03.05.2021
„Maiabende“ im Zoo Osnabrück zu vergünstigten Eintrittspreisen
Verlängerte Öffnungszeiten am Wochenende und vor Feiertagen Im Mai werden die Temperaturen langsam sommerlich und die Tage spürbar länger. Der Zoo Osnabrück nutzt das, um seinen Besuchern einen Abendespaziergang im Zoo zu ermöglichen. Deswegen bleibt im Mai der Zoo Osnabrück an jedem Freitag und Samstag sowie vor und an Feiertagen von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet. Für die „Maiabende“ gelten ab 17:30 Uhr vergünstigte Eintrittspreise, E-Tickets sind um weitere 50 Prozent reduziert. Der Zoo Osnabrück lädt auch im Mai zu einem abendlichen Zoobesuch ein. „Wir möchten unseren Besuchern mit den ‚Maiabenden‘ die Möglichkeit geben in diesen schwierigen Zeiten den Zoo als Ort der Erholung zu nutzen“, sagt Christina Bunde, Kassenleiterin im Zoo Osnabrück. Bereits im April hatte der Zoo mit dem „Frühlingsleuchten“ in den Abendstunden täglich geöffnet. Die tierischen Lichtinstallationen bleiben auch weiterhin im Zoo, stehen jedoch nicht mehr im Fokus des abendlichen Spaziergangs. „Es wird immer später dunkel und unsere bunt beleuchteten Tierfiguren entfalten erst bei Dunkelheit ihre volle Wirkung“, erklärt Bunde. „Dadurch, dass die Temperaturen steigen, sind aber im Vergleich zum April mehr Tiere auch abends noch auf ihren Außenanlagen. Unsere echten Tiere lösen damit bei den ‚Maiabenden‘ sozusagen die beleuchteten Tierfiguren ab“, schmunzelt Bunde. Insbesondere in der nordischen Themenwelt „Kajanaland“ und im nordamerikanischen „Manitoba“ sind in den Abendstunden noch viele der dort lebenden Tiere zu sehen, die munter durch ihre Gehege laufen. Schwarzbären, Hudson-Bay Wölfe, Biber, Vielfraße, Rentiere oder Luchse können dann von Höhenpfaden oder entlang verschlungener Wege entdeckt werden. Auch die Seelöwen schwimmen abends in ihrem Becken und in der afrikanischen Themenwelt „Takamanda“ sind die Hyänen auf Streifzug durch ihr Gehege und im Südamerika Bereich können die Vikunjas und Mähnenwölfe dabei beobachtet werden, wie sie die letzten Sonnenstrahlen genießen. E-Ticket zum halben Preis Für den abendlichen Zoobesuch an den „Maiabenden“ von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr (Kassenschluss 19 Uhr) gelten vergünstigte Eintrittspreise. Zusätzlich sind E-Tickets um 50 Prozent reduziert (über www.zoo-osnabrueck.de erhältlich). Für Erwachsene kostet der Eintritt dann nur 9,50 Euro anstatt 19 Euro. Wer bereits ein E-Ticket für das „Frühlingsleuchten“ gekauft, aber noch nicht genutzt hat, kann es auch an den „Maiabenden“ nutzen. Auch die Gastronomie am „Affentempel“ bleibt abends mit to-go-Angeboten geöffnet und schließt je nach Wetterlage zwischen 20 Uhr und 21 Uhr. Einem abendlichen Familienpicknick im Zoo steht somit nichts im Wege. Die genauen Termine der „Maiabende“ sind: 7./8. Mai, 12. bis 15 Mai (Himmelfahrt), 21. bis 24. Mai (Pfingsten), 28./29. Mai. Auch für den abendlichen Zoobesuch während der „Maiabende“ ist eine Online-Anmeldung auf der Homepage des Zoos sowie für alle Besucher ab 6 Jahren ein negatives Corona-Testergebnis notwendig. Der Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein und muss an einer offiziellen Stelle, wie dem Testzentrum am Zoo, durchgeführt worden sein. Wer vor mindestens 15 Tagen die zweite Corona-Impfung erhalten hat, kann alternativ auch seinen Impfpass an der Kasse vorzeigen. Für den Zoobesuch gelten die gängigen Hygienevorschriften. Auf dem ganzen Gelände gilt eine Maskenpflicht und die Tierhäuser müssen geschlossen bleiben. Alle Informationen zu Corona-Hygienemaßnahmen, der Onlineanmeldung und zur Testpflicht veröffentlicht der Zoo Osnabrück unter www.zoo-osnabrueck.de.

Zoo Hannover 03.05.2021
Neuer Hochgenuss für Hannover Baumwipfelpfad: Erlebnis-Zoo und Stadt Hannover präsentieren Ideenskizze
Über die Wipfel der Bäume wandern, dem Wald im Wandel der Jahreszeiten auf Augenhöhe begegnen – das könnte auf dem Baumwipfelpfad der „Erlebniswelt Wald“ in Hannover möglich werden. Eine erste Ideenskizze für eine solche Erlebniswelt präsentierten Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff heute in luftiger Höhe vor der schon maigrünen Kulisse der Eilenriede. „Der Baumwipfelpfad mit einem dazugehörenden Erlebniszentrum ist als nachhaltiges, generationsübergreifendes Naturerlebnis angelegt – als Hochgenuss für Hannover!“, so Casdorff. Den Wunsch, die rund 640 Hektar große, beeindruckende Eilenriede näher erlebbar zu machen, hatte der Rat der Landeshauptstadt schon lange. Als im Juli des vergangenen Jahres beschlossen wurde, Vorschläge für mehr Naturerlebnis im Stadtwald zu machen, wandte sich Zoogeschäftsführer Casdorff an die Wirtschafts- und Umweltdezernentin. Die Idee: Ein waldverträglicher Baumwipfelpfad in Kombination mit einem Indoor-Walderlebnis-Zentrum und ökologischen Bildungsangeboten für alle Altersgruppen – unter der Nutzung bereits bestehender Ressourcen des Erlebnis-Zoo. Startpunkt: Die Rotunde neben dem Zoo am Rande der Eilenriede. „Das bereits bestehende Ausstellungsgebäude bietet mit seinem Standort direkt an der Eilenriede den idealen Ort für ein Wald-Wissens-Zentrum“, so Casdorff. Durch die Kombination von Theorie und Praxis könnten die diversen Facetten und Funktionen des Waldes – von der Ökologie, Biologie, Nachhaltigkeit, die Klima-Zusammenhänge bis hin zur gesellschaftlichen Bedeutung – an einem zentralen Ort vereint und erlebbar gemacht werden. Die Ideenskizze sieht vor, den Besuchern bereits im Vorgebäude der Rotunde das Gefühl zu vermitteln, in den Wald einzutauchen. Mit interaktiven Lernelementen, digitalen Informationssäulen, Laborinseln, Audiosesseln und Hologrammen könnten theoretische Inhalte modern und einprägsam präsentiert werden – es würden alle Sinne angesprochen. Das Herzstück der Erlebniswelt Wald sei dann das runde Ausstellungsgebäude mit seinem 15 Meter hohen Besucherturm in der Mitte, der – so die Ideenskizze – um „verästelte“ Plattformen erweitert werden könne. Digitale Projektionen des Waldes auf den Wänden des runden Ausstellungsgebäudes, unterstützt durch Audioelemente, zeigen Lebens- und Vegetationsraum des Waldes. „Auf dem Weg hoch auf den Baumwipfelpfad könnten alle Schichten des Waldes von der Wurzel bis zur Baumkrone interaktiv erlebt werden“, so Casdorff. Von der obersten Plattform des Besucherturmes ginge es direkt auf den Baumwipfelpfad. Auf dem Pfad über die Baumkronen könnten die Besucher erleben, was sie in der Waldwelt bereits erfahren haben. Der Weg führe entlang verschiedener Waldbereiche zu den verschiedenen Zonen des Pfades vom Aktivbereich bis zur Ruhe- und Beobachtungsplattform. Interaktive Erlebnisstationen und Infotafeln vervollständigten das Naturerlebnis. „Die Idee eines Baumwipfelpfades mit entsprechender Erlebniswelt am Zoo ist hervorragend. Damit könnte die vorhandene Rotunde optimal einbezogen und ein länger bestehender Wunsch der Ratspolitik nach einer solchen Einrichtung erfüllt werden“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette und führt weiter aus: „Zudem wäre dies eine sehr gute Ergänzung der Umweltbildungsangebote der Stadt, etwa der Waldstation Eilenriede. Deshalb unterstützen wir die weiteren Planungen konstruktiv. Unabdingbar ist es, den Pfad ohne massiven Eingriff in den Wald zu realisieren. Eine solche Bewertung wird nach einer ingenieurtechnischen Ausbauplanung möglich sein“, erläutert die Dezernentin. Noch ist der Baumwipfelpfad eine reine Ideenskizze, die jetzt erst einmal in den verschiedenen Gremien besprochen werden muss. „Wenn die Idee dort und in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wird, sind wir gerne bereit, ein detailliertes Konzept auszugestalten und auch die Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Business-Plans zu klären“, so Casdorff. Ende des Jahres könnte die ‚Idee Erlebniswelt Wald/Baumwipfelpfad‘ dann als belastbares Konzept zur Entscheidung vorgelegt werden. „Der Ausblick über die Baumkronen ist einfach atemberaubend schön, ein Baumwipfelpfad spricht alle Altersgruppen an und macht den Wald für jeden lebendig“, so Casdorff. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Hannover für die neue Attraktion über den Wipfeln stark macht und der Erlebnis-Zoo beitragen kann, die einzigartige Naturwelt Wald begreifbar zu machen.“

Zoo Heidelberg 03.05.2021
Tiger-Nachwuchs im Zoo Heidelberg entwickelt sich gut Erste Untersuchung bestätig: Alle sind kerngesund!
Der Tigernachwuchs im Zoo Heidelberg entwickelt sich sehr gut. Inzwischen sind die drei Jungtiere richtig aktiv und erkunden jeden Winkel des Innengeheges. Tiger-Mutter Karis kümmert sich sehr fürsorglich um den Wurf und lässt die Kleinen kaum aus den Augen. Bei der ersten tierärztlichen Untersuchung bestätigte sich dieser Eindruck: Alle drei sind kerngesund! Beschäftigungsmaterialien, wie beispielsweise Kartons, Holzröhren oder Bälle, welche die Tierpfleger den Tigern im Gehege anbieten, werden von den Kleinen gerne angenommen. Neugierig untersuchen sie die noch unbekannten Materialien. Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere erklärt: „Die Materialien zu erkunden ist wichtig für die Entwicklung der Jungtiere. Mit jeder neuen Bewegung, die sie dabei ausführen, werden sie sicherer.“ In den nächsten Tagen, je nach Wetterlage, planen die Tierpfleger im Zoo Heidelberg dem jungen Trio die Möglichkeit zu geben, einen ersten Ausflug nach draußen auf die Außenanlage zu wagen. Wie die jungen Tiger und Mutter Karis das Angebot annehmen werden, wird sicherlich für alle eine Überraschung sein. „Es kann sein, dass sie sich gemeinsam zeigen, aber wir geben Mutter und Nachwuchs jederzeit die Möglichkeit, sich wieder nach Innen zurückzuziehen. Viel Geduld ist dafür auf jeden Fall notwendig“, sagt die Kuratorin. Bei der ersten tierärztlichen Untersuchung kamen Pfleger und Tierärztin den Kleinen ganz nah. Das Ergebnis freut das gesamte Zoo-Team: Alle drei sind wohlgenährt und kerngesund. Neben der Kontrolle von Gebiss und Pfoten wurden die Jungen gewogen und geimpft. Sie bekamen einen Chip mit einer persönlichen Identifikationsnummer unter die Haut gesetzt. Zusätzlich machten die Tierpfleger Nahaufnahmen des Gesichts, um die Jungtiere künftig anhand der Maserung des Fells unterscheiden zu können. Das Geschlecht wurde ebenfalls bestimmt. „Bei jungen Tigern ist die Unterscheidung zwischen Kater und Katze nicht immer eindeutig. Nach der ersten Untersuchung könnte es sich um drei Weibchen handeln. Nach der zweiten Untersuchung in ein paar Wochen wissen wir mehr“, erklärt Reichler. Die Namen stehen bereits fest: Die drei Weibchen werden Jambi, Dumai und Sabah heißen. Bei der Auswahl der Namen hatten die Tierpfleger Unterstützung durch die Tierpaten und von den Stadtwerken Heidelberg als Goldsponsor des Zoo Heidelberg.

Zoo Krefeld 03.05.2021
Zoo Krefeld: Artenschutzreihe startet mit Online-Vortrag aus Kolumbien
„Arten- und Naturschutz in Kolumbien – wie man ein Ökosystem vor illegalen Handel schützen kann“ ist das Thema des ersten Beitrags in diesem Jahr in der Vortragreihe des Krefelder Zoos rund um das Thema Artenschutz. Er startet am Dienstag, 4. Mai, um 19 Uhr via Zoom und dauert etwa eine Stunde. Ivan Lozano, Mitgründer des Bioparque La Reserva in Cota, wird live aus Kolumbien von seiner Arbeit zum Schutz des kolumbianischen Ökosystems berichten. Der Vortrag wird auf Englisch gehalten und abschnittsweise ins Deutsche übersetzt. Teilnehmende können sich über folgende Kennzahlen zuschalten: www.zoom.us, Meeting-ID: 916 9717 4402, Kenncode: 377873. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch freut sich der Zoo über Spenden für die Artenschutzprojekte weltweit. Es kann online gespendet werden unter www.zookrefeld.de/artenschutz/schutzprojekte-weltweit/. Im Nordwesten Südamerikas liegt die Gemeinde Cota. Hier gründete Ivan Lozano zusammen mit Sandra Zangen im Jahr 2008 den Bioparque La Reserva. Die gemeinnützige Einrichtung ist ein natürlicher Park und Schutzzentrum für Tiere und Pflanzen, die vor illegalem Handel gerettet wurden. Besucher können die Natur und das kolumbianische Ökosystem bei geführten Touren kennen und schützen lernen. Dort wurden Projekte etabliert, die einen Beitrag zur Umwelterziehung in Kolumbien und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt des Landes leisten. Außerdem wird dort wissenschaftlich geforscht, um das Wissen über bedrohte Arten auszubauen. Neben Berg-Nasenbären und Harpyien leben im Bioparque zahlreiche andere Säugetier- und Vogelarten. Ein Schwerpunkt der Arbeit von Ivan Lozano ist der Schutz von einheimischen Froscharten, in dem von ihm gegründeten Projekt „Tesoros de Colombia“. Durch den Aufbau eines legalen, internationalen Handels mit diesen begehrten Fröschen, kann der Bestand in der Wildnis geschützt werden.

Serengeti-Park Hodenhagen 03.05.2021
Der Serengeti-Park hat ein junges Dickhäuter-Trio! In Hodenhagen ist ein drittes Nashornbaby geboren
Nach knapp 1,5 Jahren Tragzeit war es am Freitag (30.04.2021) soweit: Breitmaulnashornkuh Kianga hat im Serengeti-Park Hodenhagen ein Jungtier geboren und damit das junge Dickhäuter-Trio des Parks komplettiert! Zuvor war bereits am 31. Januar und 06. Februar jeweils ein gesundes, weibliches Breitmaulnashornkalb im Serengeti-Park geboren. Das Jungtier der 17-jährigen Kianga ist ein gesunder und sehr aufgeweckter Bulle. Er ist das 51. Breitmaulnashorn, das seit der Gründung des Parks im Jahr 1974 in Hodenhagen geboren ist. Dank seiner weitläufigen Flächen und der naturnahen und artgerechten Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern überhaupt vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet höhere Geburtenraten. „Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht. Da die südlichen Breitmaulnashörner auf der Roten Liste der IUCN als ‚potentiell gefährdet‘ eingestuft sind, freuen wir uns natürlich besonders über die Geburt eines gesunden und kräftigen Jungtieres.“, erklärt Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe. Der kleine Bulle soll den Namen Kai bekommen. Kai ist eine Ableitung aus dem alten friesischen Wort „kempe“ und bedeutet soviel wie „Kämpfer“. Für den Serengeti-Park hat diese Namensgebung aber noch eine ganz andere große Bedeutung: 1991 ist hier schon einmal ein Nashornbulle mit dem Namen Kai geboren, der Weltgeschichte geschrieben hat! Mit Kai gelang die weltweit erste Auswilderung eines in Europa geborenen Breitmaulnashorns. Er ist vor knapp 25 Jahren, im September 1996, in den Etosha Nationalpark in Namibia ausgewildert worden und hat dort mindestens neun Mal für Nachwuchs gesorgt. „Artenschutz ist für uns eine zentrale Aufgabe. Ich habe Kai auf seiner Reise in die Wildnis begleitet. Der Natur etwas zurückzugeben war auch für mich persönlich ein sehr bewegender Moment. Ich freue mich, zum 25. Jubiläum der Auswilderung unserem jüngsten Nachwuchs den stolzen Namen Kai zu geben!“, so Dr. Sepe. Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seinen südlichen Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum simum) am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversität zu erhalten. Aktuell gibt es mehr als 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Fast 99% der Population leben in nur vier afrikanischen Ländern: Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia. Das Breitmaulnashorn ist das zweitgrößte Landsäugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopfrumpflänge bis zu vier Metern und eine Schulterhöhe bis zu zwei Metern auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 Kilogramm. Die Tragzeit bei Nashörnern beträgt rund 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht können sie im Galopp auch 40 km/h erreichen. Nach der erfolgreichen Entbindung steht Nashornmutter Kianga nun eine weitere große Aufgabe bevor: Nashornbabys werden knapp ein Jahr von ihren Müttern gesäugt und nehmen dabei pro Tag gut 20 Liter Muttermilch zu sich. Bis der kleine Kai zusammen mit den anderen beiden Jungtieren für Gäste zu sehen sein wird, werden aber noch einige Wochen vergehen. Der Nachwuchs muss erst noch etwas größer werden, um mit der Herde zusammen in die Freianlage des Parks ziehen zu können. Bis dahin wird in der Kinderstube fleißig gesäugt und gekuschelt.

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