Zoopresseschau

Zoo Landau in der Pfalz 10.10.2020
Neues Zuhause für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“ im Zoo Landau in der Pfalz wird eingeweiht
Am 9. Oktober war es soweit: Im Zoo Landau in der Pfalz wurde die neue Anlage für in der Wildbahn besonders bedrohte philippinische Tierarten eingeweiht. Auf der 1.400 m² großen Fläche u.a. des ehemaligen Streichelzoogeländes ist eine moderne, attraktive Anlage samt Stall für Prinz-Alfred-Hirsche und Visayas-Mähnenschweine entstanden. Außengehege können die beiden Arten zukünftig zeitweise auch in Gemeinschaftshaltung nutzen. Ein angrenzendes historisches Natursteingebäude wurde ebenfalls hergerichtet und mit zwei Außenvolieren versehen. Hier werden in naher Zukunft, als eindrucksvolle Vertreter gefährdeter philippinischer Nagetiere, Nördliche Riesen-Borkenkletterer und Palawan-Stachelschweine Einzug halten. Bauherr der neuen Anlage war der Freundeskreis Zoo Landau e.V. Das mit rund 450.000 Euro zu Buche schlagende Projekt ist eine der großen Maßnahmen in der Vereinsgeschichte. In Anwesenheit von rund 80 erschienenen geladenen Gästen und Vertreterinnen und Vertretern der Presse übergab der Vorsitzende des Fördervereins, Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, im Rahmen eines in Corona-Zeiten „mit Abstand schönsten“ Festakts die Anlage an Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Back dankte in seiner Ansprache vor allem den zahlreichen Förderern. Beim Bau der Anlage war der Freundeskreis einen neuen Weg gegangen und hatte symbolisch Teile des Baugrundstücks an Unterstützerinnen und Unterstützer verkauft. „Das vielfach großartige bürgerschaftliche Engagement ist u.a. auf einer eigenen Fördertafel am neuen Gehege sichtbar,“ freut sich Back vertretend für den Gesamtvorstand des emsigen Vereins. OB Hirsch dankte für die Stadt Landau und auch im Namen des für den Zoo zuständigen Dezernenten Alexander Grassmann für das seit über drei Jahrzehnten andauernde herausragende Engagement des Zoo-Freundeskreises. „Wie schon so oft wird auch beim Bau dieses neuen attraktiven Anziehungspunkts für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher deutlich, dass der Freundeskreis als maßgeblicher Unterstützer aller großer Investitionen im Zoo nicht wegzudenken ist,“ bemerkt der Stadtchef. Dass seinen „tierischen Namensvettern“ nun noch optimalerer Lebensraum im Zoo verschafft wurde, fände natürlich sein besonderes Wohlwollen, scherzte Hirsch mit einem Augenzwinkern. Im Vorfeld der offiziellen Übergabe hatten die Gäste die Möglichkeit, die neue Anlage ganz exklusiv aus der Perspektive der tierischen Bewohner kennen zu lernen. Zoodirektor Heckel und Zookuratorin Schubert führten in kleinen Gruppen durch die Ställe und Außenanlagen und erläuterten das Konzept, das gemeinsam mit Zoo-Architekt Peter Buchert aus Landau entworfen wurde. Zwei weibliche Prinz-Alfred-Hirsche aus dem aktuellen Bestand des Zoos und eine Zuchtgruppe Visayas-Mähnenschweine mit diesjährigem Nachwuchs werden in der kommenden Woche innerhalb des Zoos ins neue Domizil umziehen. Ein männlicher Prinz-Alfred-Hirsch aus dem Opelzoo Kronberg wird im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP), das vom Zoo Landau koordiniert wird, die Hirschgruppe zeitnah vervollständigen. Nach endgültiger Fertigstellung der Kleintieranlagen werden auch die Nager einziehen. „Diese neue Anlage für die «Tierischen Juwelen der Philippinen» schlägt eine wichtige Brücke zu den erfolgreichen Artenschutzprojekten, die der Zoo Landau, der Zoo-Freundeskreis und teils auch die Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH auf den Philippinen seit vielen Jahren aktiv unterstützen,“ freut sich Zoodirektor Heckel sichtlich stolz.

Zoo Vivarium Darmstadt 09.10.2020
50 Jahre Stumpfkrokodile im Zoo Vivarium Darmstadt
Am 3. Oktober 1970 übergab ein privater Halter mehrere junge Stumpfkrokodile an das Vivarium Darmstadt. Zu dieser Zeit waren Stumpfkrokodile in Zoologischen Gärten eine absolute Seltenheit. Eine Zucht dieses Reptils gab es noch nicht, so dass die Tiere vermutlich als Wildfänge von Afrika nach Deutschland kamen. Bis 1975 lebten die kleinen Panzerechsen in der Aquarien-/Terrarienhalle des Darmstädter Tiergartens. Dann bezogen sie ihre neue Anlage im Afrikahaus. Da die Krokodile mit zunehmendem Alter größer wurden, übernahm 1984 der Zoo Krefeld zwei der Tiere. Von den in Darmstadt verbliebenen Tieren erlebten das größte Männchen und Weibchen 2011 den Umbau des Afrikahauses zum neuen Tropenhaus. Die Besucherinnen und Besucher konnten im Tropenhaus die beiden Reptilien nun auch unter Wasser beobachten. Da es für Stumpfkrokodile inzwischen ein Europäisches Zuchtbuch gab, siedelte der dort gezeugte Nachwuchs im Rahmen dieses Programmes in einen Schweizer Zoo über. Die Erbanlagen der beiden Darmstädter Gründertiere der europäischen Stumpfkrokodilpopulation konnten so in die nächste Generation gerettet werden. 2015 starb das weibliche Krokodil altersbedingt. Dem verbliebenen Männchen, das den Namen „Chopper“ trägt, wurde ein Jahr später das neue, sieben Jahre alte und ein Meter lange Weibchen „Tiny“ aus dem Reptilium Landau hinzugesellt. Der über 1,80 m lange und ungefähr 35 kg schwere Chopper ist soweit bekannt das zweitälteste Tier seiner Art.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 09.10.2020
Unterstützung in schwerer Zeit – MOHR SOLUTIONS übernimmt Patenschaft für Seelöwin – Tier- und Pflanzenpatenschaften boomen in der Wilhelma
In den auch für die Wilhelma schweren Coronazeiten unterstützen immer mehr Menschen den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart, indem sie Patenschaften für Tiere oder Pflanzen übernehmen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Patinnen und Paten von 566 um fast ein Drittel auf 747 gestiegen. Insbesondere während der achtwöchigen Schließung im Frühjahr zogen die Zahlen an. „Das ist ein klares Zeichen, dass die Menschen die Wilhelma nicht nur als Freizeiteinrichtung wahrnehmen, sondern in ihrer Arbeit für den Artenschutz und die Umweltbildung erhalten und fördern wollen“, sagte Direktor Dr. Thomas Kölpin am diesjährigen Patentag, 9. Oktober 2020. „Mit diesen Spenden können wir natürlich nicht die entstandenen Millionenlöcher stopfen, aber es ist ein spürbarer Rückenwind in der Einnahmeflaute“, so Kölpin. „Jeder Beitrag hilft uns, mehr für die Weiterentwicklung der Anlagen zu tun, als es uns sonst möglich wäre. Mein Dank für die nicht zuletzt auch moralische Unterstützung geht an alle, die sich auf diese Weise mit der Wilhelma identifizieren.“ Als neuestes Tier hat die Seelöwin Heaven jetzt mit der Göppinger Firma MOHR SOLUTIONS INGENIEURE eine Patin gefunden. Üblicherweise sind alle Gönnerinnen und Gönner am jährlichen Patentag zu einem Rundgang durch das Revier ihrer jeweiligen Patentiere eingeladen, wo die Pflegerinnen und Pfleger aus dem Alltag erzählen. Diesmal mussten sie angesichts der Zahl der Personen aus Infektionsschutzgründen die Wilhelma auf eigene Faust erkunden. Und den üblichen Bericht des Direktors gab es für sie daher schriftlich. Er zog eine positive Bilanz: Durch die Patenschaften kamen in den vergangenen zwölf Monaten 145.500 Euro zusammen gegenüber 105.000 Euro im Vergleichszeitraum zuvor. Die Einzelbeträge sind ganz unterschiedlich: von 50 Euro für eine Fledermaus bis zu 4000 Euro für einen Gorilla. Die Top Drei unter den Publikumslieblingen sind derzeit die Erdmännchen mit 116 Patenschaften, die Brillenpinguine (37) und die Schneeeulen (27). „Die Spenden setzen wir nicht für die speziellen Tiere ein, wir füttern ohnehin alle ausreichend und artgerecht“, sagt der Direktor, „am Futter für unsere 11.000 Schützlinge müssen wir trotz der Mindereinnahmen nicht sparen. Das Geld aus den Patenschaften verschwindet aber auch nicht bei den laufenden Betriebskosten, sondern fließt in Projekte, die sonst nicht in der Form umzusetzen wären.“ Ein Teil ging in die Optimierung der Schneeleoparden-Anlage, die 2018 eröffnet wurde. Die Tiere fühlen sich da so wohl, dass das Zuchtpaar bereits zwei Jungtiere erfolgreich aufgezogen hat. Außerdem konnte dank der Spenden das Seelöwen-Becken bei seiner Sanierung einige Extras erhalten. Es wurde teilweise deutlich vertieft und die Innengehege konnten runderneuert werden. Für die Robben ist auch die neueste Patenschaft in der Wilhelma zu verzeichnen. Das Göppinger Ingenieurbüro MOHR SOLUTIONS hat sich für die Seelöwin Heaven entschieden. Bei privaten Patenschaften stehen oft persönliche Verbindungen im Vordergrund, bei Firmenpatenschaften sind es eher berufliche Anknüpfungspunkte. In diesem Fall ist es eine Kombination aus beidem, denn der geschäftsführende Gesellschafter ist ein Dauerkarten-Besitzer und leidenschaftlicher Tierfotograf, der zum Beispiel regelmäßig in aller Frühe stundenlang an der Rems ausharrt, um dort die Eisvögel im Flug abzulichten. „Ich wollte gerne die Wilhelma unterstützen und habe nach einem passenden Patentier gesucht“, erklärt Sascha Mohr. „Unser Büro plant und realisiert Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen, deshalb passt eine Tierart sehr gut, die ebenso die Elemente Wasser und Luft verbindet. Außerdem sind die Kalifornischen Seelöwen tolle Tiere, die oft nicht dieselbe Beachtung finden wie Elefanten, Giraffen oder Raubkatzen. Deshalb soll ihnen mit unserer Patenschaft etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen.“ Auf die junge Heaven ist dann die Wahl gefallen, weil der Neuzugang aus dem Tiergarten Nürnberg im selben Monat geboren wurde wie Mohrs kleine Tochter.

Zoo Hoyerswerda 09.10.2020
Mini-Kugelgürteltier ist jetzt ins Tropenhaus gezogen
Der Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere Gwendolyn & Günther ist in dieser Woche ins Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas gezogen. Arthur, wie das Jungtier mittlerweile heißt, wohnt ab jetzt mit seiner Mama Gwendolyn in der Anlage von Papa Günther. Besucher können sich nun vom Mini-Gürteltier abschauen wie das mit der Ganzkörperkugel so funktioniert. Für den Umzug musste das männliche Elterntier allerdings ausziehen. „Für Günther wäre der Nachwuchs eher ein Konkurrent und das Zusammenleben würde für alle drei Gürteltiere Stress bedeuten“, erklärt Reviertierpflegerin Carolin Adler. Für den Einzug von Mutter und Kind wurde die Anlage noch einmal auf Vordermann gebracht und mit kleinen Leckerbissen – Mehlwürmer – im frischen Sand bestückt. Mama Gwendolyn hatte deshalb auch gar keine Augen mehr für den Nachwuchs und so ging Arthur munter auf Erkundungstour und tauchte regelrecht im Sand ab. Die Mehlwürmer jedoch interessierten ihn recht wenig, denn noch wird das einen Monat alte Jungtier gesäugt. Erst mit zehn Wochen wird er langsam entwöhnt und ist mit drei Monaten schon ein selbstständiges Gürteltier. Die vielen neuen Gerüche fand Arthur sehr spannend und nach kurzer Zeit war die neue Schlafhöhle schon erobert. Der Nachwuchs wiegt jetzt schon 385 Gramm und hat damit sein Geburtsgewicht mehr als verdreifacht. Er ist die Erstnachzucht dieser Art im Zoo Hoyerswerda. Die Elterntiere leben selbst erst zwei Jahre im Zoo Hoyerswerda. Für Besucher des Jungtieres der Südlichen Kugelgürteltiere gilt es Geduld zu haben, denn noch gewöhnt er sich ein und ruht sehr gern in seiner Schlafhöhle. Beim Zoospaziergang lohnt sich daher ein mehrmaliger Halt an der Anlage im Tropenhaus.

Zoo Leipzig 09.10.2020
Koala-Nachwuchs wächst & gedeiht – Schaugehege für Mutter und Jungtier vorbereitet
Das erste Koala-Jungtier (6 Monate) in der noch jungen Haltungsgeschichte des Zoo Leipzig wird bald für die Besucher zu sehen sein. In den letzten Wochen wurden verschiedene Vorkehrungen im Schaugehege getroffen. „Für den Fall, dass Mandie mit ihrem Jungtier von einer Astgabel zu anderen springt oder der Nachwuchs bald allein das Gehege erkundet, haben wir Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um möglichen Verletzungen vorzubeugen. So wurden zum Beispiel Streu als Bodenbelag eingebracht und einige spitze Astgabeln zusätzlich abgerundet. Allerdings befinden wir uns derzeit im Anfangsstadium dieses Szenarios, denn das Jungtier hält sich noch hauptsächlich im Beutel der Mutter auf, beginnt aber zunehmend heraus zu kommen. Wenn es sich sicher auf dem Rücken der Mutter festhält, können wir den Schieber zum Schaugehe ziehen und dann liegt es an Mandie, ob und wann sie ins Schaugehege geht. Wir hoffen, es dauert nicht mehr lange“, erläutert Seniorkurator Ariel Jacken. Mandies (3) Schützling hat in den vergangenen Wochen einen ordentlichen Entwicklungssprung erfahren: Das Jungtier hat nicht nur an Größe zugelegt, auch das Fell ist gewachsen und überhaupt sieht es der Mutter zunehmend ähnlich. „Wir können mehr als zufrieden sein. Mandie umsorgt ihr Junges fürsorglich und ist beim Herumklettern sehr vorsichtig, was ihre Fürsorge anschaulich unterstreicht. Außerdem hat ihr Appetit zugenommen, mittlerweile wiegt sie circa 7.100 Gramm (inklusive Jungtier) und damit etwas mehr als Oobi Ooobi. Allerdings können wir keinen Rückschluss auf das Gewicht des Jungtieres ziehen. Dieses haben wir bisher nur im gebotenen Abstand betrachtet“, berichtet Tierpfleger Philipp Hünemeyer und ergänzt, dass alle im Bereich auf den Tag warten, an welchem Mandie mit ihrem Spross auf dem Rücken das Schaugehege aufsucht.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 09.10.2020
So ein Elch hat es auch nicht leicht …
Wer in letzter Zeit bei den Elchen im Alpenzoo vorbeigeschaut hat, dem könnte aufgefallen sein, dass sich Bulle „Luke“ übermütig verhält. Das hat einen ganz einfachen Grund. Im Herbst, wenn das Geweih ausgewachsen ist, ist die Brunftzeit für die Elchbullen. Sie machen sich daran, die Basthaut ihres Geweihs an Bäumen und Sträuchern abzustreifen und zeitgleich fangen ihre Hormone an verrückt zu spielen. Dabei versucht „Luke“ sein Weibchen „Ronia“ zu beeindrucken, indem er z.B. mit seinen Hufen wild am Boden schabt. Zoodirektor Dr. André Stadler freut sich: „Unsere beiden Elche sind gesund und unser Bulle strotzt nur so vor Energie. Mit etwas Glück können wir im nächsten Jahr dann mit Elchnachwuchs rechnen. Der Herbst im Alpenzoo bietet immer wieder Beeindruckendes, ein Besuch lohnt sich also gerade jetzt!“

Tierpark Nordhorn 09.10.2020
Zwei kleine Hengste im Familienzoo Süßer Nachwuchs bei Alpaka und Zwergesel
Tierkinder sind einfach total niedlich! Große Kulleraugen und ziemlich flauschig. Ganz genau wie die beiden jüngsten Neuzugänge im Tierpark Nordhorn. Am 26. September erblickte der kleine „Kalle“ das Licht der Welt. Auf den Zwergeselnachwuchs hatten die Tierpfleger schon lange gewartet, denn Mutter „Lotta“ wurde in den letzten Wochen immer runder. Der hübsche kleine Hengst sorgt für ordentlich Stimmung im Streichelzoo am kleinen Bauernhof und legt hin und wieder richtige Spieleinheiten ein und galoppiert dabei rasant über die Sandfläche. Nur zwei Tage später gab es nach der im Mai geborenen „Katja“ noch einmal Nachwuchs bei den Alpakas auf der Südamerikaanlage. „Malina“ brachte hier einen kleinen weißen Hengst mit schwarzer Augenbinde auf die Welt. Er hat ziemlich viele Flausen im Kopf und ist bereits sehr zutraulich. Das zwischen Nasenbären und Waldbisons gelegene Gehege ist für Besucher zugänglich. Mit speziellem Streichelzoofutter, welches am Eingang käuflich erworben werden kann, kommt man den Neuweltkamelen in der Regel sehr nah. Mit etwas Geduld gelingt es dem ein oder anderen Zoobesucher auch sicherlich den „Flauschigkeitstest“ zu machen. Der Tierpark ist im Oktober noch täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Zoo Osnabrück 08.10.2020
Untersuchung beim Servalnachwuchs im Zoo Osnabrück – „Zoo-Lights“ leuchten in den Herbstferien täglich
Der Anfang August im Zoo Osnabrück geborene Servalnachwuchs ist vom Zootierarzt untersucht worden. Dabei wurde nicht nur das Geschlecht festgestellt, sondern das Jungtier hat auch einen Namen bekommen. Wer in den Herbstferien den Zoo besucht, kann sich außerdem auf die ab morgen täglich stattfindenden „Zoo-Lights“ freuen. Anfang August hat das Serval Weibchen Nahla Nachwuchs bekommen, nun wurde das Jungtier erstmals vom Zootierarzt untersucht. Das 2 Kilogramm schwere Tier mit den für Servale typischen dunklen Flecken im hellen Fell wurde geimpft, entwurmt und hat einen Mikrochip eingesetzt bekommen, wie auch bei Haustieren oder Pferden üblich. „Mit dem Chip lässt sich auch bei späteren Untersuchungen genau feststellen, um welches Tier es sich handelt, welches Geschlecht es hat und ob eine Krankheitsgeschichte vorliegt“, erklärt Zootierarzt Jannis Göttling vom Zoo Osnabrück. Das Jungtier sei jedoch gesund und gut genährt. „Nach der Kotuntersuchung wissen wir dann auch abschließend, ob die Entwurmung erfolgreich war“, so Göttling weiter. Bei der Untersuchung ist auch das Geschlecht der Katze identifiziert worden: Das Jungtier ist ein Weibchen und so hat es direkt einen Namen bekommen: „Kianga ist ein afrikanischer Name und steht für Sonnenschein“ freut sich Wolfgang Festl, Tierpfleger und Revierleiter der Afrika-Tierwelt „Takamanda“. Der Name steht auch für das muntere Gemüt Kiangas, die bereits viel im Gehege umherläuft und schon häufig dabei beobachtet wurde, wie sie an der Fensterscheibe mit Besuchern spielt. „Vielleicht ist sie nach der Untersuchung etwas zurückhaltender, aber in wenigen Tagen kann man sie bestimmt wieder munter spielen sehen“, verrät Festl. Wer Kianga im Zoo Osnabrück beobachten möchte, sollte sich jedoch nicht zu viel Zeit lassen, denn im Frühjahr wird Kianga in einen anderen Zoo umziehen, um ihre eigene Familie zu gründen. In welchem Zoo sie zukünftig leben wird, steht aber noch nicht fest. Nächstes Jahr wird erneut Nachwuchs erwartet – Servale, die in der Wildnis Einzelgänger – sind, können in menschlicher Obhut in gut strukturierten Gehegen auch als Paare zusammenleben. „Dabei bekommen sie in der Regel jährlich Nachwuchs“ erklärt Wolfgang Festl. Auch Kiangas Eltern, die fünf Jahre alte Nahla und der zehn Jahre alte Tano, konnten schon mehrfach Jungtiere großziehen. „Wenn der Nachwuchs da ist, zieht sich Tano zurück und lässt Nahla mit dem Nachwuchs alleine“, so Festl weiter. In den ersten Wochen werden die Jungtiere dann von der Mutter gesäugt und bekommen feste Nahrung vorgekaut, bevor sie eigenständig fressen können. „Zoo-Lights“ in den Herbstferien sogar täglich – Wer Kianga im Zoo beobachten möchte, hat derzeit die Möglichkeit den Besuch mit einem besonderen Erlebnis zu verbinden. In den Herbstferien leuchten ab morgen, Freitag, bis zum 24.10. die „Zoo-Lights – Geheimnisvoll Lichterwelten“ täglich statt nur freitags und samstags. Ab 17:30 Uhr erstrahlt der Zoo in besonderem Licht. Die Wege werden von bunten Strahlern und Lichtschläuchen erhellt und am Wegesrand, in Bäumen und im Dickicht sind bunt leuchtende, große Tierfiguren zu entdecken. Dieses Jahr beinhaltet die Lichtsafari erstmalig Klanginseln, die ein noch eindrucksvolleres Erlebnis versprechen, und einen Rundgang durch „Takamanda“. Nach den Herbstferien können die „Zoo-Lights“ noch am 30. und 31. Oktober besucht werden. Bis Ende Oktober bietet der Zoo Osnabrück somit ein ideales Ausflugsziel für all jene, die aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr auf den Herbsturlaub verzichten müssen. „Zoo-Lights“ im Überblick: 12.9. bis 31.10. freitags/samstags, 11. bis 24.10. täglich (Herbstferien), Immer 17:30 Uhr bis 22:30 Uhr, Kassenschluss: 21 Uhr, Tickets: E-Tickets oder Abendkasse, E-Tickets mit 50% Online-Rabatt, Gastronomie am Affentempel bis 21 Uhr geöffnet, Affenhaus bis 21 Uhr geöffnet, weitere Tierhäuser schließen ab 18 Uhr, Reinerlös geht an „Rüssel voraus!“ 50%-Rabattgutscheine bei Zoopartnern wie Bäckerei Brinkhege, Sparkasse Osnabrück, Marktkauf Osnabrück-Nahne und vielen weiteren, Rabatte nicht mit anderen Vergünstigungen kombinierbar – Preise „Zoo-Lights“: Erwachsener: 19 Euro, mit Rabatt: 9,50 Euro, Kind (7-16 J.): 15 Euro, mit Rabatt: 7,50 Euro, Kind (3-6 J.): 10 Euro, mit Rabatt: 5 Euro, Jahreskarteninhaber: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2,50 Euro, Mitglieder der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. zahlen soviel sie möchten.

Zoo Heidelberg 08.10.2020
Sparkasse Heidelberg unterstützt Artenschutz und Artenvielfalt – Spende an den Zoo Heidelberg – Zoo-Team freut sich über mobile Waage, GPS-Sender & Wildkameras
Seit Jahrzehnten ist die Sparkasse Heidelberg ein wichtiger Partner für den Zoo Heidelberg und engagiert sich für dessen Arbeit regelmäßig mit einer großzügigen Spende. Diesmal gab es für die Tierpfleger in den unterschiedlichen Revieren gleich mehrere Anlässe zur Freude. Das Kreditinstitut unterstützte den Zoo mit einer mobilen Waage für Binturong, Känguru und Co. und förderte zudem die Haltung der Feuerhornvögel. Zusätzlich konnte durch die Spende die technische Ausstattung im Bereich der Tierpflege um mehrere GPS-Sender und Wildkameras erweitert werden. „Mit der Sparkasse Heidelberg haben wir einen treuen Partner an unserer Seite. Wir freuen uns sehr über die regelmäßige Unterstützung! So können wir wichtige Anschaffungen tätigen, die ohne diese Hilfe nicht – oder erst viel später – möglich gewesen wären!“, freut sich Frank-Dieter Heck, Kaufmännischer Geschäftsführer des Zoo Heidelberg. Und Stefanie Back kann seitens der Sparkasse nur unterstreichen: „Wir unterstützen den Zoo Heidelberg sehr gerne, nicht nur, weil uns Artenschutz und -vielfalt generell wichtig ist. Auch weil der Zoo einen wichtigen Bildungsauftrag wahrnimmt, indem er seinen Besucherinnen und Besuchern das Leben und Verhalten der Tiere artgerecht nahebringt. Er sensibilisiert damit ganz allgemein auch den Blick auf die Bedeutung des reichhaltigen Lebens für unseren gesamten Planeten.“ Der Zoo Heidelberg versucht, notwendige Ausgaben für den laufenden Betrieb mit Hilfe von Eintrittsgeldern, sonstige Erlösen und durch einen laufenden Zuschuss der Stadt Heidelberg zu decken. Großzügige Spenden, wie diese durch die Sparkasse Heidelberg oder durch viele weitere Einzelpersonen und Unternehmen, haben für den Zoo Heidelberg eine hohe Bedeutung. Sie helfen dabei, zusätzliche Projekte zu finanzieren, damit der Zoo weiterhin für die Tiere artgerecht und abwechslungsreich gestaltet werden kann.

Zoo Hoyerswerda 08.10.2020
Tierische-Halloween-Party Ende des Monats entfällt
Die für den 31. Oktober 2020 geplante Tierische-Halloween-Party im Zoo Hoyerswerda entfällt. Die beliebte Gruselparty, zu der jährlich mehrere Tausend Besucher kommen, ist mit den coronabedingten Hygienevorschriften und Abstandsregeln nicht im vollen Umfang umsetzbar. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr“, sagt Stefanie Jürß, Eventmanagerin des Zoo Hoyerswerdas, und führt weiter aus: „Unter den gegebenen Voraussetzungen können wir unseren Besucher nicht die Veranstaltung bieten, die sie erwarten.“ Highlights wie das Gruselkabinett im Schloss oder Showacts bei denen sich Menschengruppen bilden, müssten komplett wegfallen. Zudem erscheint die sinnvolle und notwendige Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mit dem Wesen einer Halloweenveranstaltung, deren Reiz die unterschiedlichen gruseligen und kreativen Kostüme ausmachen, nur schwer vereinbar und gegebenenfalls auch schwer durchsetzbar. Wenn im nächsten Jahr alle Voraussetzungen stimmen, findet die Tierische-Halloween-Party wie gewohnt statt.

Kölner Zoo 08.10.2020
Neuer Okapi-Bulle im Kölner Zoo: Giraffenhals und Zebrabeine – „Fabelwesen“ zum Staunen
Sie zählen zu den anmutigsten, interessantesten und seltensten Tieren der Erde: Okapis, die 1901 erstmals in den Tiefen des kongolesischen Regenwaldes für die Wissenschaft entdeckt wurden. Mitte September kam aus dem Zoo Basel ein neuer Okapi-Bulle nach Köln. „Qenco“ soll hier in die Zucht gehen. Die drei in Köln lebenden Weibchen „Kisanga“, „Hakima“ und „Imani“ hat er nach und nach kennengelernt – seine Integration in die Gruppe verlief ohne Probleme. „Qenco“ wurde am 18. Februar 2019 im Zoo in Basel geboren. Sein Vater stammt aus San Diego, USA, die Mutter aus dem Zoo Dvur Kralove in Tschechien. Der Transport von „Qenco“ von Basel nach Köln verlief bestens. Er ging vormittags ohne Probleme in der Schweiz in den Anhänger und kam am frühen Abend in Köln entspannt hinaus. Streng geschützt, äußerst selten: Zoos engagieren sich für den Erhalt – Okapis zählen zu den Giraffenartigen. Sie werden auch „Waldgiraffen“ genannt. Die Tiere haben eine Schulterhöhe von 135 bis 160 cm. Männchen sind kleiner und leichter als Weibchen, allerdings tragen nur sie zwei spitze, hautbedeckte Knochenzapfen auf der Stirn. Wie die eigentlichen Giraffen, so haben auch die Okapis eine lange, blaue Zunge, die bis zu 25 cm ausgestreckt werden kann, um Nahrung zu greifen oder das Fell zu säubern. Einzigartig ist ihre schwarz-weiße Streifenzeichnung an Vorder- und Hinterläufen, die an Zebras erinnert. Okapis leben meist als Einzelgänger im dichten Unterholz und auf Lichtungen des afrikanischen Regenwalds in einem eng begrenzten Gebiet im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Es gibt keine feste Paarungszeit. Die Jungtiere, die wie Giraffen eine Stehmähne haben, liegen in den ersten Lebenswochen ab und folgen erst danach der Mutter. Okapis sind mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Der natürliche Feind der Okapis ist der Leopard. Das Okapi ist laut den Gesetzen des Kongo streng geschützt und ein nationales Symbol. Auf der Roten Liste der IUCN wird das Okapi als „gefährdet“ eingestuft. Es gibt keine verlässlichen Zahlen über das Vorkommen der Okapis in der Wildnis. Die Bestände nehmen. Lebensraumzerstörung ist eine große Bedrohung für die Okapis, ebenso wie die Jagd auf sie für Fleisch und Fell. Eine große Bedrohung für die Okapis ist die Präsenz von bewaffneten Gruppen in und in der Nähe von Schutzgebieten, die Naturschutz behindern und Wilderei und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen unterstützen. Der Kölner Zoo unterstützt seit vielen Jahren die Gilman Foundation, die das Okapi Conservation Project koordiniert. Ziel dieses Projektes ist es, mit dem Okapi Wildlife Reserve ein natürliches Waldgebiet zu erhalten. Dort werden Wildhüter ausgebildet und ausgestattet, Infrastrukturen zum Schutz von Habitat und Wildtieren aufgebaut und die Bevölkerung wird in Bezug auf nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, alternativer Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion unterstützt. Das Internationale Zuchtbuch dieser Art wird in Antwerpen geführt. In Europa leben derzeit 78 Okapis in 26 Zoos.

Tierpark Berlin 08.10.2020
Vorhang auf für Loha – Jury im Tierpark Berlin hat aus mehr als 1000 Vorschlägen gewählt
Ein kleines schwarzes Näschen lugt vorsichtig aus seiner Höhle. Kurz darauf ist auch das ganze rot-weiß gemusterte Gesicht zu sehen und es wird schnell klar, warum diese Tiere einst als die „schönsten Säugetiere der Welt“ bezeichnet wurden: Sobald die kleine Katzenbärin die Bühne betritt, erobert sie die Herzen im Sturm. Vom Kuscheln ist jedoch eher abzuraten. Rote Pandas haben scharfe Zähne und können mit ihren spitzen Krallen kräftige Hiebe austeilen. Pünktlich zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt hat die kleine Rote Panda-Dame nun auch einen passenden Namen: Loha! „Unter den mehr als 1000 Vorschlägen, die beim Tierpark Berlin und dem 1. FC Union eingegangen sind, hat dieser Name es sofort in die engere Auswahl geschafft“, berichtet Jochen Lesching vom 1. FC Union. Er saß für den Fußballverein in der Jury zur Namensfindung und verrät auch warum die Unioner so begeistert von diesem Namen sind: „Loha bedeutet „Eisen“ oder „eisern“ auf Hindi, die Sprache, die unter anderem auch in der Heimat ihrer Eltern gesprochen wird.“ Über die sozialen Netzwerke riefen der 1. FC Union Berlin und der Tierpark Berlin ab dem 18. September zur Namenssuche auf. Die kreativsten Vorschläge der Fußball- und Tierpark-Fans nahm anschließend die Jury – bestehend aus Mitgliedern von Tierpark und Union – genauer unter die Lupe. „Es waren viele schöne Namen in der engeren Auswahl und die Entscheidung war nicht ganz leicht“, verrät Kurator Dr. Florian Sicks, der ebenfalls mit in der Jury saß, „Doch wir finden, dass der Name Loha prima passt. Er ist kurz, einfach zu rufen und hat auch einen schönen Bezug zum ursprünglichen Lebensraum der Tiere in der Himalaya-Region. Mutter Shine (6) und Vater Joel (5) kamen im Februar aus dem indischen Padmaja Naidu Himalayan Zoological Park in Darjeeling zu uns nach Berlin.“ Ende September begleitete das schüchterne Panda-Mädchen seine Mama Shine zum ersten Mal bei ihrem Ausflug auf die Außenanlage. Seitdem ist sie regelmäßig für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Der 1. FC Union Berlin hat die Patenschaft für Loha übernommen. Hintergrund – Die Kleinen Pandas, auch Katzenbären genannt, werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Umso wertvoller ist der nun geborene Nachwuchs für die Erhaltung der gesamten Art. Die größte Bedrohung für diese sympathischen Tiere stellt der Verlust geeigneter Lebensräume im Himalaya-Gebirge dar. Wie auch in Europa macht den Wildtieren dort die zunehmende Fragmentierung ihres Lebensraumes sehr zu schaffen. Dies stört den genetischen Austausch zwischen den einzelnen Populationen. Am 6. Juni 2020 entdeckten die Tierpfleger erstmals, dass Panda-Weibchen Shine (6) nach einer Tragzeit von rund 130 Tagen Nachwuchs in ihrer Höhle zur Welt gebracht hat. Loha ist der erste Katzenbären‑Nachwuchs seit neun Jahren.

Zoo in der Wingst 08.10.2020
Rätsel Knacken im Zoo – Der Zoo in der Wingst startet ein Live Escape Spiel übers gesamte Zoogelände
Mit Beginn der Herbstferien bietet der Zoo in der Wingst seinen Besucherinnen und Besuchereine neue Attraktion. Gemeinsam mit der Agentur „Escape on Tour“ aus Kiel wurde im Zoo ein Live Escape Spiel entwickelt. „Bei einem Escape Spiel wird man klassischerweise mit mehreren Personen für eine Stunde in einem Raum eingesperrt und muss Rätsel lösen, um wieder heraus zu kommen“ erklärt Projektleiter Sven Reents von „Escape on Tour“ und fährt fort„Im Zoo ist das etwas anders, aber mindestens genauso spannend“. An fast zwanzig Stellen im Zoo wurden Rätsel und Aufgaben angebracht, teils offensichtlich, teils gut versteckt. Kleingruppen mit bis zu fünf Mitspielenden erhalten alle notwendigen Spielmaterialien in einem kleinen Koffer am Eingang. In diesem befindet sich das benötigte Spielmaterial, damit bis zu fünf Mitspielende sich auf die Suche begeben können. Ein Zeitlimit gibt es dabei bewusst nicht. „Wir wollen ja, dass die Besucher sich auch intensiv mit den Tieren und dem Drumherum auseinandersetzen und nicht durch den Park eilen“ erklärt Zoodirektor Dr. Pierre Grothmann. Eine spannende Story gibt es natürlich auch. „Verschollen im Wingster Wald“ lautet der Titel das Spiel. Ein einsamer Wanderer ist vor Kurzem von den Wegen im tiefen Wingster Wald abgekommen und seitdem nicht mehr aufzufinden. Suchtrupps wurden ausgeschickt, aber niemand war in der Lage ihn zu finden. Daher wird die Hilfe der Spielgruppebenötigt. Auf der Suche werden verschiedene Teile des Waldes durchquert und an so mancher Stelle muss man sich entscheiden, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Das Spiel ist geeignet für alle Altersgruppen –von 10 bis 90Jahren. Eine Reservierung ist nicht erforderlich. „Es können theoretisch bis zu 30 Gruppen gleichzeitig spielen“ weiß Sven Reents. „Wir freuen uns, dem Besucher mit diesem Spiel ein weiteres, interessantes Angebot geben zu können“ freut sich Dr. Grothmann. Denn durch die Corona-bedingte Situation finden sowohl die beliebten Schaufütterungen als auch Gruppenführungen weiterhin nicht statt. Die Koffer werden nach jeder Rückgabe desinfiziert. Zum Starttermin am Samstag, den 10. Oktober, wird das Team von „Escape on Tours“ im Zoo präsent sein. Sie beantworten gerne alle Fragen und überreichen den ersten Absolventen ihre Belohnungen. Der Zoo kann zu den normalen Öffnungszeiten besucht werden.Infos zu den jeweils aktuellen Corona-bedingten Einschränkungen erfahren Besucher vorab unter: www.wingstzoo.de

Tierpark Berlin 07.10.2020
Nachwuchs in Berlins Regenwald Mehrfacher Nachwuchs im „neuen“ Alfred-Brehm-Haus im Tierpark Berlin
Genüsslich verspeist ein grau-braunes Känguru saftige Blätter im Unterholz. Plötzlich regt sich ihr Bauch unterhalb der zierlichen Vorderpfoten. Ein kleiner Kopf schaut verschlafen aus dem Beutel und beäugt skeptisch die Umgebung. Die seltenen Neuguinea-Filander im Alfred-Brehm-Haus des Tierpark Berlin haben erstmals Nachwuchs. Die bis zu 60 cm große Känguruart zählt noch zu den Neuen im Tierpark Berlin. Erst kurz vor der Eröffnung des Regenwaldhauses zogen sie vom Zoo Planckendael in Belgien sowie dem Zoo Plzen in der Tschechische Republik an die Spree und bewohnen dort nun eine gemeinsame Anlage mit Baumkänguru Nunsi. Während Nunsi die Baumwipfel erklimmt, sind die beiden Filander Finja (1) und Fridolin (3) ausschließlich auf dem Boden unterwegs. Und das mittlerweile zu dritt. Seit vergangener Woche linst ein Jungtier aus Finjas Beutel. Wann genau es geboren wurde, steht dabei nicht ganz fest. „Die Geburtsdaten von Känguru-Jungtieren sind für uns nie genau zu bestimmen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor und Tierarzt Dr. Andreas Knieriem. „Bei der Geburt sind Kängurus nur etwa so groß, wie eine Gummibärchen und krabbeln direkt in den Beutel der Mutter. Bis sie dann erstmals aus dem Beutel schauen, vergehen mehrere Monate bis zu einem halben Jahr.“ Der Nachwuchs trägt einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Tierart bei. Aufgrund der anhaltenden Lebensraumzerstörung stuft die Weltnaturschutzunion (IUCN) Neuguinea-Filander als gefährdete Tierart ein. Die geheimnisvollen Beuteltiere bewohnen das Unterholz der Regenwälder Neuguineas. Durch die zurückgezogene Lebensweise ist bis heute nicht viel über sie bekannt. Im Tierpark Berlin können die Besucher den seltenen Kängurus in einer begehbaren Anlage ganz nah kommen. Weiterer Dschungel-Nachwuchs Und auch an anderer Stelle im neuen Regenwaldhaus hat sich bereits Nachwuchs eingestellt. Binturong-Dame Fiona (19) brachte am 31. Juli 2020 die kleine Sissi zur Welt. Bevor der Schleichkatzen-Sprössling (Vater: Vincent (20)) bereit für die hohen Kletterbäume und Felsen der Anlage ist, dauert es aber noch einen kleinen Moment. Voraussichtlich gegen Ende Oktober wird der putzige Binturong-Nachwuchs im Alfred-Brehm-Haus für die Tierpark-Besucher zu sehen sein. Hinter den Kulissen des Regenwaldhauses gelang indes noch ein wichtiger Erfolg: Erstmals in der Geschichte des Tierparks schlüpften drei Jungtiere der vom Aussterben bedrohten Zentralvietnamesischen Scharnierschildkröte. Durch eine bis heute starke Jagd dieser Tiere stehen sie kurz vor der Ausrottung. Umso wichtiger ist jedes einzelne Jungtier für die gesamte Art. In den kommenden Wochen werden die bisher nur 18-25 g „schweren“ Reptilien ebenfalls im Alfred-Brehm-Haus zu sehen sein. Neben dem jüngsten Nachwuchs gibt es noch rund 10.000 weitere tierische Bewohner im Tierpark Berlin zu entdecken. Zudem taucht der eintretende Herbst die 160 Hektar große Parkanlage nun Stück für Stück in bunte Farben. Europas größter Tierpark bietet somit die Möglichkeit für ausgiebige Herbstspaziergänge – mit Abstand!

Zoo Gelsenkirchen 07.10.2020
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: Eisbären Lara und Bill wieder zusammen Nachwuchs ist zunächst nicht geplant
Nach dem Weggang von Eisbärin Nanook wird ihre Mutter Lara ab heute wieder ein Gehege mit dem Eisbärmännchen Bill teilen. Bill und Lara sind die Eltern von Nanook, die 2017 als erstes Eisbärbaby in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen geboren wurde. Nach der Geburt von Nanook hatte sie mit ihrer Mutter Lara in einem eigenen großzügigen Gehege gelebt und war seitdem von Bill getrennt. In der Natur trennen sich Männchen und Weibchen nach der Paarungszeit im Frühsommer. Die Weibchen gebären während der Winterruhe und die gesamte Aufzucht der Jungtiere findet ohne väterliche Beteiligung statt. „Da sich Bill und Lara in der Vergangenheit gut verstanden haben, besteht kein Grund, sie länger voneinander zu trennen“, sagt Nadja Niemann, Kuratorin der ZOOM Erlebniswelt. Die Zusammenführung der beiden Eisbären bringe viele Vorteile für die Tiere. „Der Alltag gestaltet sich so abwechslungsreicher, da sich die Eisbären gegenseitig viele Anreize verschaffen“, so Niemann weiter. Neuer Nachwuchs sei allerdings zunächst nicht geplant. Darüber entscheidet das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, das einen Zuchtstopp für Eisbären bis 2022 ausgesprochen hat. „Es ist immer schwieriger, Eisbärjungtiere in andere Zoos zu vermitteln, da viele Einrichtungen in Europa die aufwändige Haltung dieser Tiere aufgegeben haben“, sagt Kuratorin Niemann. Für eine verantwortungsvolle Zucht von Eisbären wird daher erst geprüft, wohin Jungtiere vermittelt werden können, bevor der Nachwuchs da ist. Für Eisbären wird europaweit ein Zuchtprogramm koordiniert, da ihre Bestände in der Natur laut Roter Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet eingestuft werden. Bei der Nachzucht von Eisbären geht es darum, eine gesunde Zoopopulation mit Tieren aufrecht zu erhalten, die nicht miteinander verwandt sind. Um das zu gewährleisten, hat der Zuchtkoordinator eine Übersicht über alle verfügbaren Eisbären und deren Stammbäume, auf deren Basis er Zucht- und Tauschempfehlungen ausspricht. Sollte eine Zuchterlaubnis erteilt werden, würde sich die ZOOM Erlebniswelt erneut um Eisbärnachwuchs bemühen. Bis dahin aber werden Bill und Lara über die Paarungszeit von April bis Juni getrennt.

Zoo Leipzig 07.10.2020
Junge Rüsselhündchen in der Schau – Neue Affenart im Zoo Leipzig
Junge Rüsselhündchen zu sehen: Die am 23. August dieses Jahres geborenen Rotschulter-Rüsselhündchen haben in den letzten Wochen ordentlich an Gewicht und Größe zugenommen und sind ab sofort im Neuen Vogelhaus für die Besucher zu sehen. „Wir können mehr als zufrieden sein mit der Entwicklung der Jungtiere und uns über die erste gelungene Handaufzucht in einem deutschen Zoo freuen. Das zuständige Pfleger-Team hat mit viel Enthusiasmus hervorragende Arbeit geleistet und schließlich auch Erfahrungswerte für eine adaptierte Aufzucht bei dieser Tierart gesammelt“, schätzt Kurator Ruben Holland ein. Weil die Mutter wenige Tage nach der Geburt an einem Magengeschwür starb, mussten die beiden männlichen Jungtiere zunächst in die Handaufzucht genommen werden, bis sie selbständig Futter aufnehmen konnten. Handelte es sich in den ersten Wochen noch um einen Ersatzmilch, besteht die Hauptmahlzeit inzwischen aus Insekten. Nach erfolgtem Einzug gegenüber der Voliere des Zuchtmannes dauerte es nicht lang, bis der erste Rüsselhund voller Neugierde das neue Gehege erkundete. „Gegenwärtig setzen wir alles daran, eine Partnerin für unser Zuchtmännchen und perspektivisch auch für einen der jungen Rüsselhündchen zu bekommen, um ein weiteres Zuchtpaar zu etablieren. RotschulterRüsselhündchen werden nur in wenigen Zoos gehalten, deshalb gehen unsere Bestrebungen dahin, die Population in deutschen Zoos weiter aufzubauen“, erläutert Ruben Holland die nächsten Schritte. Neue Affenart im Zoo – Rote Sumpfspringaffen in Leipzig angekommen. Vor gut zwei Wochen bezogen zwei männliche Rote Sumpfspringaffen (4 & 5 Jahre alt) vorerst den rückwärtigen Bereich der Affeninseln. Sie werden sich zukünftig die Anlage mit den Goldgelben Löwenäffchen und Kaiserschnurrbarttamarinen teilen. „Wir wollten zusätzlich zum bestehenden Besatz eine weitere attraktive Affenart, die sich gut mit Krallenaffen vergesellschaften lässt. Die Roten Sumpfspringaffen sind zudem die einzigen Vertreter der großen Gruppe der südamerikanischen Springaffen in europäischen Zoos und werden in deutschen Zoos immer noch sehr selten gezeigt. Das Verzwirbeln ihrer langen Schwänze zu einem Zopf ist ihr Charakteristikum und ein Zeichen dafür, dass zwei Affen gut miteinander harmonieren“, erklärt Seniorkurator Ariel Jacken die getroffene Entscheidung. In den nächsten Wochen werden die Neuankömmlinge ausreichend Zeit erhalten, sich an ihr neues Zuhause und die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Bisher wurden die Tiere in einer Tropenhalle gehalten und müssen nun sukzessive an die Außenanlage gewöhnt werden. „Wir hoffen auf einen warmen Herbst, so dass die Tiere auch für unsere Besucher bald zu sehen sein werden“, so Seniorkurator Ariel Jacken.

Zooschule Landau in der Pfalz 07.10.2020
Veranstaltungshinweis 14. und 15. November 2020, 10-15 Uhr Zooschule Landau „Terrarientiere richtig halten und pflegen“ – Zooschule Landau und DGHT bieten Workshop für Kinder an
Viele Kinder wünschen sich ein Terrarientier. Doch vor der Anschaffung eines Tieres ist manches zu bedenken, und die artgerechte Pflege erfordert spezielle Kenntnisse. Des-halb bietet die Zooschule Landau in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) einen zweitägigen Workshop zur Haltung von Terrarientieren für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren an. Während des Workshops werden die Kinder erfahren, dass lebende Tiere Bedürfnisse haben und keine Spielzeuge sind. Sie werden verschiedene Tiere kennenlernen, die sich zur Haltung in Terrarien eignen. Am Beispiel einer Bartagame werden sie zudem exemplarisch lernen, wie ein Terrarium eingerichtet wird, um die Ansprüche der Tierart zu erfüllen und wie die Echsen darin gepflegt werden sollten. Die Lernsequenzen im Workshop werden spielerisch und handlungsorientiert gestaltet. Auch der Kontakt zu lebenden Tieren ist vorgesehen. Am Ende des zweitägigen Workshops erhalten alle Kinder die Möglichkeit, in einem kurzen Test ihr erworbenes Wissen unter Beweis zu stellen und ein „Kinder-Zertifikat“ zu erwerben. 2 Der zweitägige Workshop findet am 14. und 15. November 2020 in der Zeit von 10 bis 15 Uhr in der Zooschule Landau statt. Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt einmalig 15,00 Euro pro Kind, zuzüglich ist der Zoo-Eintritt von 3,50 Euro pro Tag zu entrichten. Ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen. Die Kinder sollten mit ausreichend Verpflegung für die Pausen ausgestattet werden.

Tierpark Cottbus 06.10.2020
Eröffnung Meerschweinchenhaus
Wir freuen uns über die Fertigstellung des neuen Stallgebäudes für Meerschweinchen und Hauskaninchen – und sagen damit gleichzeit „Danke!“ für die mannigfaltige Unterstützung während der ersten, zurückliegenden Wochen und Monate der Coronapandemie! Bei allen Schwierigkeiten und Sorgen haben uns viele viele Einzelspenden als Ausdruck der Unterstützung der Cottbuserinnen und Cottbuser und als Ausdruck ihrer Verbundenheit mit ihrem Tierpark erreicht, was uns sehr geholfen, motiviert und gefreut hat. Mit diesen Spenden (und dank weiterer Unterstützer!) konnten wir im Laufe des Jahres den baufälligen Holzstall der Meerschweinchen nicht nur reparieren, sondern von Grund auf neu bauen. Das neue Meerschweinchenhaus in rustikaler Holzbauweise bietet nun nicht nur viel Platz für Meerschweinchen und Kaninchen, sondern auch einen Stallgang für unsere Besucher. Wir sind sicher, dass der Besuch im Stall vor allem für die Kinder unter unseren Besuchern eine besondere Freude wird! Das neue Stallgebäude beherbergt neben Meeerschweinchen auch Kaninchen der Rassen Hasenkaninchen, Sallander, Meißener Widder und – in naher Zukunft – Flämische Riesen, die sich alle in den angeschlossenen, ganz unterschiedlich gestalteten Ausläufen interessant präsentieren. Parallel zum Bau des Meerschweinchenhauses konnte auch die Fläche des Spielplatzes erweitert werden, der allerdings noch der Ausgestaltung mit Spielgeräten und der Bepflanzung bedarf.

Thüringer Zoopark Erfurt 06.10.2020
Geckokampagne läuft im Thüringer Zoopark Erfurt und anderswo
Das Artenschutzprojekt zur Rettung des Himmelblauen Zwergtaggeckos und des Kimboza-Walds in Tansania ist im Thüringer Zoopark Erfurt ein großer Erfolg. Es wurden bereits in diesem Jahr über 6000 Euro gesammelt. Die Hälfte der Summe kam durch den Spendentrichter im Nashornhaus zusammen. Die andere Hälfte durch Spenden am Infostand, z. B. beim Zooparklauf. Nicht nur der Zoopark, auch andere Zoos beteiligen sich nun an der vom Thüringer Zoopark Erfurt initiierten Kampagne. Wer für sich und die Geckos etwas Gutes tun will, kann z. B. bei der Online-Auktion Artists for our Nature des Aquazoo Düsseldorf teilnehmen. Zwei Künstler, Herr Roy Bäthe vom Thüringer Zoopark Erfurt und Norbert Höveler, selbstständiger Illustrator, haben für die Aktion Kunstwerke gespendet. Der Erlös kommt dem Geckoprojekt zu 100% zugute. Die ausgewählten Kunstwerke werden ab dem 05. Oktober 2020 online über die Homepage des Aquazoos per Email-Gebote versteigert. Die Versteigerung endet am 26.10.2020. Nachrichten aus dem Kimboza-Wald: Im September wurden von den Spendengeldern bereits 10 km Brandschneisen angelegt, um das Übergreifen von Waldbränden in die letzten intakten Waldgebiete zu verhindern.

Tierpark Görlitz 06.10.2020
Australien – anders als gedacht
Zum Tierparkgespräch für Senioren und alle Interessierten am 17.10.2020 um 18:30 Ein ganzes Jahr ist Anna-Maria Danzeisen gemeinsam mit ihrem Mann auf Campingplätzen durch Australien gereist. Eine Reise voll spannender Begegnungen mit wilden Tieren, australischen Kuriositäten, einzigartigen Naturerlebnissen und gastfreundlichen Einheimischen, welche sie letztendlich in ihrem Buch „Australien – anders als gedacht“ festgehalten hat. In gemütlicher Runde erzählt die Autorin vor großformatigen Bildern über ihr Jahr in Down-Under und liest Passagen aus ihrem Buch vor. Wer hätte gedacht, dass man als Backpacker auch auf neugierige Haie, eine aufdringliche Maus im Auto oder diebische Dingos trifft? Und wozu braucht man eigentlich drei Autos, um den ganzen Kontinent zu bereisen?

Zoo Dresden 06.10.2020
Zwillingsnachwuchs bei den Nilgauantilopen
Der Zoo freut sich über zweifachen Nachwuchs bei den Nilgauantilopen, der am 24. September 2020 das Licht der Welt erblickte. Die beiden Jungtiere mit den Namen Chanti (Weibchen) und Charkor (Männchen) sind beide fit und seit dem 30. September auch auf der Außenanlage unterwegs. Für Mutter Priya, die seit 2016 im Zoo Dresden lebt, ist es die 3. Geburt. Zwillingsgeburten treten bei Nilgauantilopen im Gegensatz zu anderen Antilopenverwandten sehr häufig auf. Noch sind die Zwillinge nicht auf den ersten Blick zu unterscheiden, jedoch wird mit dem zunehmenden Heranwachsen der Jungtiere der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus bald deutlich erkennbar sein. Bei den Nilgauantilopen haben die Männchen Hörner und sind schwerer und größer als die Weibchen. Außerdem haben sie ein dunkelgraues bis schwarzes Fell. Weibchen hingegen haben ein hellbraunes Fell und sind hornlos. Nilgauantilopen sind eine der wenigen Antilopenarten, die nicht aus Afrika stammt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist in Indien und Pakistan. Der Name „Nilgau“ bedeutet in der indischen Amtssprache Hindi „blaue Kuh“.

Zoo Hannover 05.10.2020
Gestreiftes Trio wirbelt Sambesi auf Dreifacher Nachwuchs bei den Steppenzebras im Erlebnis-Zoo Hannover
Im Erlebnis-Zoo Hannover wirbelt ein gestreiftes Trio am Ufer des Sambesi herum: Gleich drei Zebrajungtiere rennen, toben und machen Bocksprünge, bis die Streifen leicht verwischen. Das dritte Jungtier – Otto – kam vor einer Woche zur Welt und steht inzwischen so fest auf den grazilen Beinen, dass es Lucifer und Lilly locker folgen kann. Lucifer, das älteste Jungtier, wurde am 14. August geboren. Ihm folgte Lilly, die am 7. September zur Welt kam, und nun Otto am 28. September. Die erste Zeit verbrachten die Jungtiere mit ihren Müttern hinter den Kulissen, damit sie sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen konnten. Wenn ein Zebrafohlen geboren wird, vertreibt die Mutter zunächst alle Mitglieder ihrer Herde aus ihrer Nähe. Dann stellt sie sich vor ihr Neugeborenes, damit es sich ihre Zeichnung gut einprägen kann. Etwa 20 Minuten später weiß das Kleine genau, welche Streifen zu seiner Mutter gehören und erkennt sie dann in der Herde immer wieder. Denn: Jedes Zebra hat seine ganz eigene Streifenzeichnung! Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 30 Kilo, es wird 6-8 Monate gesäugt. Erst nach einem Jahr wird der Nachwuchs sich von seiner Mutter trennen und eigene Wege gehen. Bis dahin werden Lucifer, Lilly und Otto den Sambesi noch ordentlich aufwirbeln. Die drei Streifenträger toben zwischen den Thomson-Gazellen, den Impalas und Elenantilopen herum und imponieren mit ihrem eleganten Galopp, auf den die Impalas wiederum mit ihren Riesensprüngen reagieren. Potentiell gefährdet Von allen (Wild-)Pferdearten ist das Steppenzebra am weitesten verbreitet. Trotzdem wird diese Art von der Weltnaturschutzunion IUCN als „potentiell gefährdet“ eingestuft, da die Bestände immer weiter abnehmen. Ein Problem sind beispielsweise die Weidezäune, die den Tieren bei ihrer Wanderung den Weg versperren oder den Zugang zu Trinkwasser verhindern. Im Erlebnis-Zoo Hannover wird das Grant-Steppenzebra, eine Unterart aus Ostafrika, gehalten. Steckbrief Grant-Steppenzebra (Equus quagga boehmi) Herkunft: Grasland und Steppen Ostafrikas Nahrung: Gräser Größe: 120-140 cm Widerristhöhe Gewicht: 175 – 320 kg Tragzeit: etwa ein Jahr (360-380 Tage) Erreichbares Alter: bis zu 20 Jahre in menschlicher Obhut

Wildpark MV Güstrow 05.10.2020
Spektakuläre Artenvielfalt: Riffe in der Ostsee Neue Foto-Wanderausstellung im Wildpark-MV zeigt die Schönheit der Unterwasserwelt
Wer an farbenfrohe Riffe und bunte Artenvielfalt denkt, hat meist die Unterwasserwelt in fernen Ländern im Kopf. Doch weit gefehlt: Die Tier- und Pflanzenwelt des künstlichen Großriffs in unserer Ostsee im Fischereischutzgebiet Nienhagen ist mindestens genauso spektakulär. Diese steht im Mittelpunkt der neuen Foto-Wanderausstellung des Fotografen Uwe Friedrich, die nun bis Ende des Jahres 2020 im Umweltbildungszentrum des Güstrower Wildpark-MV zu sehen sein wird. Seine Fotos zeigen, welchen nachhaltigen Effekt ein künstliches Riff auf ein Ökosystem hat. So existieren dort mittlerweile mehr als 140 einheimische Tiere und Pflanzen wie Kleine Felsengarnelen oder Miesmuscheln. Während die Wildpark-Besucher also die UnterwasserWelten mit Naturaquarium und Aquatunnel entdecken, können Sie sich gleichzeitig dank der Fotos von Uwe Friedrich in die Artenvielfalt der Ostsee entführen lassen. Das „Riff-Projekt“ wurde vom Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern und mit finanzieller Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Europäischen Union umgesetzt.

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