Zoopresseschau

Tierpark Chemnitz 24.07.2020
Schutz der Insekten in Tierpark und Wildgatter
Der Tierpark Chemnitz und das Wildgatter wollen noch aktiver zum Schutz und Erhalt der Insekten beitragen. So wird es in beiden Einrichtungen Flächen geben, an denen Blumenwiesen wachsen dürfen, um so als Nahrungsgrundlage für Insekten zu dienen. Dass es im Tierpark und Wildgatter an einigen Stellen für das menschliche Auge dann etwas „ungepflegt“ aussehen mag, hat also einen guten Grund. Die Pflege fällt bei der Wildblumenwiese nämlich nicht so stark ins Gewicht – vielmehr braucht es Geduld, bis eine solche Wiese ihre volle Pracht entfaltet. Insekten stellen die artenreichste Tiergruppe dar. Viele in Deutschland heimische Arten stehen unter besonderem Schutz (der Schutz bezieht sich übrigens auf alle Entwicklungsstadien der Insekten, also Ei, Larve, Puppe und erwachsenes Insekt). Seit mehr als 30 Jahren wird ein Rückgang von Insekten verzeichnet. Das betrifft sowohl die Anzahl der Arten allgemein als auch die Zahl der Insekten in einzelnen Gebieten. Aktuell schreitet das große „Insektensterben“ besorgniserregend weiter voran. Wie wichtig Insekten auch für den Menschen sein können, konnten in den letzten Jahren schon viele Kinder (und auch Eltern) in zoopädagogischen Programmen in der Tierparkschule oder bei speziellen Aktionen in Ferienangeboten im Tierpark Chemnitz lernen. Der Schutz von und die Wissensvermittlung über Insekten wird in den nächsten Jahren in beiden Einrichtungen noch verstärkt werden. So sollen die Besucher zum ganzheitlichen Denken und Handeln angeregt werden. Denn ein „ökologisches Grundgesetz“ von großer und umfassender Bedeutung besagt: gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunde Menschen. Hierbei sind es oft auch die kleinen Dinge, die viel ausmachen können. Beispiele zum Insektenschutz Hannah Kunze hat sich in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr im Tierpark einem besonderen Projekt angenommen – dem Bau eines Insektenhotels. Hier wird aufgezeigt, welche verschieden Nistmöglichkeiten der Mensch den Insekten bieten kann. Während des Baus zogen auch schon einige Insektenarten und damit die ersten Gäste ein. Das Insektenhotel soll aber durch seine beeindruckende Größe auch die Aufmerksamkeit der Tierpark-Besucher auf sich ziehen und so auf die Probleme und den Schutz von Insekten aufmerksam machen. (Foto im Anhang) Die Inhaberin der Honigmanufaktur Rabenstein, Maxi Arnold, hat zwei ihrer Honigbienen-Völker im Wildgatter aufgestellt. So können die Besucher im Wildgatter das brummende bzw. summende Leben am Bienenstock beobachten. Zudem ist der Blütenbesuch durch Insekten wie z.B. Bienen zwingend notwendig für die Fortpflanzung (Bestäubung) vieler Blütenpflanzen.
Im Wildgatter haben sich auch Rote Waldameisen wieder angesiedelt. Sie sind als Vertilger anderer Insekten für die Waldhygiene besonders wichtig und so für den von Menschen genutztem Wald unverzichtbar. Ameisennester dürfen nicht zerstört werden.

Zoo Heidelberg 24.07.2020
Tierisch gute Erlebnisse in den Sommerferien – Schnupper-Workshops für Kinder im Zoo Heidelberg – es gibt noch freie Plätze!
Wer noch Ideen für die Gestaltung der Sommerferien sucht, sollte jetzt genau aufpassen: Aufgrund der großen Nachfrage des Zoo-Ferienprogramms bietet der Zoo Heidelberg in den Sommerferien zusätzlich fünf Schnupper-Workshops für Kinder ab 6 Jahren an. Jeder Schnupper-Workshop umfasst ein festes Thema. So dreht sich beispielsweise am ersten Workshop im August alles um Raubtiere, an einem die anderen Tage erfahren die Teilnehmer Spannendes zu Tierkindern, zu Tieren die im und am Wasser leben oder über die bedrohten Tiere im Zoo. Tickets für die Workshops gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Die Kosten pro Teilnehmer betragen € 20,- inkl. Eintritt. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.zooschule-heidelberg.de/workshops. Mittwoch, 12.8.2020: Raubtiere, 13.30 – 16.30 Uhr Gemeinsam mit den Zoo-Rangern finden die Teilnehmer heraus, welche Merkmale ein Raubtier ausmachen. Sind Haie, Erdmännchen und Riesenseeadler auch Raubtiere? Nach einem Besuch bei den Heidelberger Raubtieren erfahren die Teilnehmer, warum viele Raubtiere in der Natur bedroht sind und was jeder Einzelne dagegen unternehmen kann. Donnerstag, 13.8.2020: Tiere in Gefahr, 13.30 – 16.30 Uhr Beim Schnupper-Workshop „Tiere in Gefahr“ steht das Thema Artenschutz im Mittelpunkt. Die Teilnehmer schlüpfen hierbei in die Rolle von Tierschützern und gehen der Frage auf den Grund, warum Artenschutz wichtig ist. Gemeinsam mit den Zoo-Rangern werden auf eine spielerische Art und Weise Möglichkeiten gefunden, um selbst einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Freitag, 14.8.2020: Tiere im und am Wasser, 13.30 – 16.30 Uhr Das Leben im und am Wasser stellt besondere Anforderungen an Robben, Flamingos, Otter & Co. Spielerisch finden die Teilnehmer heraus, welche Besonderheiten die unterschiedlichen Tiere haben, um im und am Wasser gut zurecht zu kommen. Mittwoch, 19.8.2020: Tierkinder, 13.30 – 16.30 Uhr Jedes Jahr kommen im Zoo zahlreiche Jungtiere zur Welt. Einige davon können schon kurz nach der Geburt selbständig laufen und folgen der Mutter auf Schritt und Tritt, andere verbleiben in ihrem Nest und werden dort von den Eltern versorgt. Die Känguru-Mutter zum Beispiel trägt ihre Jungtiere im Beutel mit sich umher. Bei diesem Workshop gibt es viele Besonderheiten der Tierkinder zu entdecken. Samstag, 12.9.2020: Rekorde im Tierreich, 9.30 – 12.30 Uhr Im Zoo Heidelberg leben die schwersten Landsäugetiere, das langsamste Säugetier der Erde und das Tier, das am längsten ohne Wasser aushalten kann. In der Tierwelt gibt es zahlreiche weitere – und manchmal auch sehr lustige – Rekordhalter, die von den Workshopteilnehmern erkundet werden. Wer bei diesem Schnupper-Workshop-Angebot noch nicht das richtige entdeckt hat, für den gibt es hier einen weiteren Tipp: Alle, die zusammen mit der Familie oder im Freundeskreis den Zoo besuchen möchten, können einen Erlebnisreichen Rundgang oder einen Erlebnisreichen Rundgang Plus buchen. Bei einer Tour durch den Zoo erfahren die TeilnehmerInnen allerhand Spannendes über die Zoobewohner. Beim Erlebnisreichen Rundgang Plus ist sogar noch ein ganz besonderes Erlebnis mit dabei. Die Termine können per E-Mail (info@zooschule-heidelberg.de) oder telefonisch (06221-3955713) gebucht werden. Noch mehr Ideen im Überblick unter www.zooschule-heidelberg.de/de/angebot

Erlebnis-Zoo Hannover 24.07.2020
Junger Wilder auf Meyers Hof – Nachwuchs beim gefährdeten Harzer Rotvieh im Erlebnis-Zoo Hannover
Auf dem Zoobauernhof erkundet der jüngste Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich: Harzer Rotvieh Kälbchen Karl kam in der Nacht zum 20. Juli auf dem Zoobauernhof zur Welt. Seinen Namen haben dieses Mal die Tierpflege-Azubis ausgewählt. Sie suchten nach schönen, altdeutschen Namen für den Nachwuchs von Kuh Irma – ganz nach der Tradition des Zoobauernhofs, der bedrohte, altdeutsche Haustierrassen beherbergt. Denn Karl zählt als Rotes Höhenvieh zu den seltenen Haustierrassen und steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Gab es ursprünglich im Jahr 1896 noch über 134.000 Tiere, schrumpfte der Bestand dieser Rasse bis 1936 auf nur noch 44.000. Heute leben etwa 2.323 dieser Rinder auf Bauernhöfen sowie in Zoos und Tierparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aktiv zum Erhalt dieser Haustierrasse beizutragen. Starthilfe beim Trinken – Kälbchen Karl stand schon wenige Minuten nach der Geburt, wenn auch etwas wackelig, auf seinen Beinen. Allerdings schien er doch nicht direkt den Weg zum Euter zu finden. Kurzerhand halfen die Tierpfleger ihm bei den ersten Trinkversuchen und zeigten ihm, wo er sich an der Milchbar von Mutter Irma satt trinken kann. Inzwischen ist Karl so fit und munter, dass er täglich die große Koppel auf Meyers erobert. Besonders am frühen Morgen tobt der junge Wilde mit großen Bocksprüngen ausgelassen über die Wiese – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Irma, die gut auf ihr Kalb aufpasst. Haustierrassen – vom Aussterben bedroht – Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst unlogisch. Und obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Zoo Hoyerswerda 24.07.2020
Es ist ein Mädchen! Tierarzt bestätigt die Vermutung des Zoo-Teams
Der China-Leoparden-Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda ist ein Mädchen. Bei dem zweiten routinemäßigen Tierarzt-Check-up konnte das Geschlecht des Jungtieres genau ermittelt werden. „Die Vermutung, dass es ein Mädchen ist, hatten wir schon, aber wir wollten ganz sicher sein“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas. Bei der ersten Tierarztvisite wurde das Jungtier, um den Stress so gering wie möglich zu halten, nur mit den notwendigsten Impfschutzen versorgt und auf eventuelle gesundheitliche Einschränkungen gecheckt. Mit fast drei Monaten ist das kleine Mädchen gut entwickelt und gerade dabei seine Ernährung von Milch auf Fleisch umzustellen. Mama BaoBao bietet der Mini-Raubkatze immer wieder kleine Stückchen Fleisch schmackhaft an. Da kann auch der Nachwuchs nicht nein sagen. Vor vier Wochen betrat der Nachwuchs das erste Mal gemeinsam mit Mama BaoBao die Außenanlage und erobert seit dem nicht nur die Herzen des Zoo-Teams, sondern auch die der Besucher. Mit etwas Glück und viel Geduld kann die Mini-Raubkatze bei ihren noch etwas unbeholfenen Kletterkünsten beobachtet werden. Munter, neugierig und immer mutiger nimmt es die Anlage mehr und mehr in Beschlag. „BaoBao ist eine aufmerksame Mutter und stoppt den Spieltrieb der Kleinen meist schneller als das Jungtier es möchte“, erzählt Eugène Bruins. Die meiste Zeit des Tages verbringen Mutter und Kind jedoch mit ausgiebigen Nickerchen.

Tiergarten Kleve 24.07.2020
Unsere beiden Seehundweibchen haben Nachwuchs bekommen!
Am Montagmorgen, den 22. Juni überraschte uns unser 23-Jahre altes Seehundweibchen „Lisa“ direkt um 8.00 Uhr bei Dienstbeginn mit ihrem Jungtier. Wir hatten gar nicht mehr bei ihr mit Nachwuchs gerechnet, da sie in den letzten Jahren nicht mehr tragend geworden ist und davor leider den Nachwuchs nicht erfolgreich großgezogen hat. Seehunde sind während der Aufzucht sehr störempfindlich. Verlässt eine Seehundmutter während der Säugephase ihr Jungtier, so heult dieses vor Hunger und Verlassenheit. Da wir keinen Heuler sondern einen kleinen, niedlichen Wonneproppen haben wollten, haben wir den Zugang zum Seehundbecken sofort gesperrt, um jegliche Störung zu verhindern. Lisa kümmert sich hervorragend und liebevoll um ihr Baby, welches sein Gewicht mittlerweile fast verdreifacht hat. Am Donnerstag, den 2. Juli präsentierte uns dann auch unser zweites Seehundweibchen „Elektra“ stolz ihr Baby. Sie ist erst 5 Jahre alt und es ist ihr erstes Jungtier. Auch sie kümmert sich bestens um den Nachwuchs. Der Vater Jannik ist an der Aufzucht nicht beteiligt. Wir gehen davon aus, das Lisa einen Jungen und Elektra ein Mädchen geboren hat. Aber auch wir haben immer nur aus entsprechender Entfernung geschaut, so dass wir es noch nicht 100%ig sagen können. Wir haben daher auch noch keine Namen vergeben. Seit einer guten Woche haben wir den Zugang zum Seehundbecken nun teilweise ermöglicht, so dass die Besucher die beiden Wonneproppen mit den niedlichen Kulleraugen zwar sehen können, die Tiere aber noch genügend Ruhe und Rückzugsmöglichkeit haben. In Kürze ist die Säugephase vorbei und die Jungtiere werden dann anfangen, Fisch zu fressen. Dies ist immer eine sehr gefährliche Zeit, da die Seehunde dann nach allem schnappen, was im Wasser glitzert und sich bewegt wie ein Fisch. Daher appellieren wir erneut an unsere Besucher absolut nichts ins Seehundbecken zu werfen, da dies für die Tiere lebensgefährlich sein kann.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 24.07.2020
Wisent-Nachwuchs im Alpenzoo
Anfang Juli kam bei den Wisenten im Alpenzoo ein Kalb zur Welt. Mittlerweile tobt es schon ausgelassen auf der Anlage herum, wenn es sich nicht gerade an seine Mama kuschelt und ein Nickerchen hält. Zoodirektor Dr. André Stadler freut sich über das Jungtier: „Das Kleine entwickelt sich prächtig und ist kerngesund.“ Wisente, auch europäische Bisons genannt, sind die größten Landsäugetiere Europas. Noch ist das Kälbchen ein Leichtgewicht, doch schon in wenigen Jahren kann es bis zu 900 kg auf die Waage bringen. Erwachsene Wisente sind Kraftpakete mit kräftiger Schulterregion, erhöhtem Widerrist und breit angesetztem, meist gesenktem Kopf.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 24.07.2020
Wilhelma unterstützt Forschungsarbeit – Blutdruck wird am Schwanz gemessen: Elefanten beim Check-Up
Mit einer Manschette um den Arm, ein wenig Druckluft und einem Stethoskop lässt sich beim Menschen in wenigen Sekunden der Blutdruck bestimmen. Was bei einem Arztbesuch längst Routine ist, gehört in der Tiermedizin allerdings noch lange nicht zum Standard. In der Wilhelma in Stuttgart durfte Elefantendame Zella daher kürzlich im Rahmen eines Forschungsprojekts Pionierarbeit leisten. Sie gehört nun zu den ersten Dickhäutern, bei denen der Blutdruck erfasst wurde.Für die Messungen war Tierärztin Dr. Beate Egner im Zoologisch-Botanischen Garten zu Gast. Sie ist auf den Bereich Kardiologie spezialisiert und beschäftigt sich bereits seit 1991 besonders mit Blutdruck- und Pulswellenanlyse. „Damals hat der Blutdruck in der Diagnostik eigentlich gar keine Rolle gespielt“, berichtet Dr. Egner. „Dabei kann man an diesen Werten Erkrankungen an Herz oder Niere, Diabetes oder auch Stress schon im Frühstadium erkennen und entsprechend therapieren.“ Ermittelt wird der Blutdruck dabei mit der sogenannten hochauflösenden Oszillometrie (High Definition Oscillometry – HDO). Wie beim Menschen nutzt man dazu eine Manschette, die mit Luftdruck arbeitet, und Puls, Blutdruck und Blutfluss erfasst.Befestigt wird sie in der Regel am Schwanz des Tieres, da die Messung auf Höhe des Herzens erfolgen muss.Ein spezielles Programm zeichnet die Daten auf und macht sie in Form eines Pulswellenbildes sichtbar. An den Kurvenabständen und einzelnen Ausschlägen lassen sich nun unter anderem Unregelmäßigkeitenablesen. „Früher konnte man den Blutfluss nur beurteilen, indem man einen Katheter operativ in ein Gefäß eingesetzt hat“, erzählt die Tierärztin. „Mit der HDO können wir die Werte nun ohne Stress für das Tier in weniger als einer Minute erfassen. Die Manschette lassen sich die meisten Tiere nach gezieltem Training mit viel Belohnung ganz einfach freiwillig anlegen.“ Für ihre Forschungsarbeit über den Blutdruck von Elefanten hatte Dr. Egner daher gezielt nach Dickhäutern gesucht, die sehr gut an den Umgang mit Menschen gewöhnt sind. Die beiden älteren Elefantendamen der Wilhelma in Stuttgart waren dafür perfekte Kandidatinnen, denn die Tierpflegerinnen und Tierpfleger arbeiten seit vielen Jahren täglich mit den beiden betagten Kühen, um beispielsweise die medizinisch notwendige Fußpflege zu ermöglichen. „Man hat gemerkt, dass hier ein großes Vertrauen zwischen Mensch und Tier herrscht“, so die Tierärztin. „Zella hat sich unheimlich schnell an die Manschette gewöhnt, dadurch waren auch Messungen auf der Außenanlage möglich. Sie war dorterstaunlicherweise am ruhigsten, denn der Blutdruck war niedriger als im Innengehege. Das zeigt, dass Zellasich draußen trotz des Trubels und der vielen Gäste wohlfühlt und sogar entspannt.“Das langfristige Ziel dieses Projekts ist es, Normwerte für Elefanten und weitere Tierarten zu bestimmen, um zukünftig Abweichungen schneller erkennen zu können. Denn in der Zootiermedizin steht die Anwendung der HDO bisher noch in den Anfängen. Für Dr. Beate Egner gab es in der Wilhelma daher sogar noch die Gelegenheit für eine Premiere auf dem Gebiet: Erstmals konnte sie bei Boa, Königsnatter und Bartagame Messungen vornehmen. Die Ergebnisse wird sie nun am heimischen Computer auswerten – als Basis für ihren nächsten Besuch im Zoologisch-Botanischen Garten.

Zoo Duisburg 24.07.2020
Großes Krabbeln: Im Zoo entsteht ein Ameisen-Quartier – Eine Kolonie Blattschneiderameisen wird am Kaiserberg einziehen.
Wohnungsbaugesellschaft GEBAG ermöglicht die neue Anlage. Die Krabbelgruppe soll noch in diesem Jahr einziehen. Die Planungsphase ist vorbei, nun steht es fest: Im Zoo entsteht ein Ameisen-Quartier. Dank der Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft GEBAG kann das „städtebauliche Projekt im Miniaturformat“ für mehrere Tausend Bewohner umgesetzt werden. In der Tropenhalle Rio Negro werden die Besucher bald einen Einblick in die Lebenswelt der fleißigen Insekten bekommen. Aus nächster Nähe lassen sich dann die Blattschneiderameisen beim Zerschneiden und Transportieren von Blättern beobachten. Es werden Einblicke in eine „Stadt“ sein, die niemals schläft. GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer: „Die GEBAG hat als kommunales Wohnungsunternehmen die Aufgabe, Wohnraum für Alle in Duisburg anzubieten. Daher ist es uns eine besondere Freude, diesen ungewöhnlichen Neubau im Duisburger Zoo zu ermöglichen – und damit Wohnraum für die Allerkleinsten zu schaffen.“ Das Ameisen-Eigenheim wird sich über zwei Etagen erstrecken. Durchsichtige Rohre aus Acrylglas verbinden zahlreichen Futterstationen miteinander. In diesen Terrarien werden die Ameisen künftig ihr Futter zerlegen und die Pflanzenteile durch das über 20 Meter lange Rohrsystem bis zu ihrem Pilzgarten tragen. Dieser befindet sich im Erdgeschoss der Anlage, wird von den Ameisen selbstständig kultiviert und als Nahrung genutzt. Permanent sind die Insekten dabei, ihren Pilzgarten zu pflegen und neue Blattstücke für ihn herbeizuschaffen – Tag und Nacht. Dabei fügt sich das neue Gehege optisch und thematisch in die Duisburger Tropenhalle Rio Negro ein. Zoodirektorin Astrid Stewin: „Der Regenwald ist ein komplexes Ökosystem und Zuhause zahlreicher großer und kleiner Tierarten. Mit der neuen Anlage erhalten unsere Besucher weitere, spannende Einblicke in diesen faszinierenden und zugleich bedrohten Lebensraum. Dank dem nachhaltigen Engagement und der Partnerschaft mit der GEBAG ist das möglich und das Ameisen-Quartier kann entstehen“. Blattschneiderameisen leben ursprünglich in den Wäldern Süd- und Mittelamerikas. Die kleinen Insekten vollbringen wahre Meisterleistung. Gemeinsam errichtet die Kolonie ein weit verzweigtes Wohnsystem im Waldboden. Eine unterirdische Stadt mit Kammern für die Ameisenbrut, für Pflanzenreste und Pilzgärten. Der selbstgezüchtete Pilz dient den Blattschneiderameisen als Nahrung und sieht aus wie ein weißer, löchriger Badeschwamm. Damit er wachsen kann, füttern ihn die emsigen Insekten mit Blättern, die aber erst gefunden werden müssen. Kundschafter sind ständig auf der Suche nach neuen Pflanzen. Den Weg dorthin markieren sie mit Duftstoffen. Weitere Arbeiter folgen dieser Spur. Sind die Blätter erreicht, werden kleine Blattstücke mit den kräftigen Ameisenkiefern herausgeschnitten und zur Kolonie getragen. Begleitet wird die Schar Arbeiter von einem Heer Soldaten. Sie verteidigen ihre Artgenossen gegen potentielle Feinde. Am Nesteingang nehmen die kleineren Pilzarbeiter die Blattstücke in Empfang, zerkauen sie zu Brei und füttern damit den Pilz in den unterirdischen Kammern. Im Pilzgarten selber lebt auch die Königin, die täglich rund 25.000 Eier legt und damit die Grundlage zum stetigen Ausbau der Kolonie schafft.

Zoo Frankfurt 24.07.2020
Vierlinge bei den Fossas
Eins, zwei, drei – und nach ein paar Tagen war es klar – vier Jungtiere gab es Ende Mai bei den Fossas im Katzendschungel. Zwar bemüht sich Mutter SISSI noch, ihren quirligen Nachwuchs daran zu hindern, die sichere Wurfbox auch tagsüber zu verlassen, aber immer häufiger sind die vier jetzt bei nachmittäglichen Ausflügen zu beobachten. Am 30. Mai brachte das sieben Jahre alte Fossa-Weibchen SISSI vier Jungtiere zur Welt. Schon knapp drei Wochen zuvor war das sonst sehr harmonische Paar getrennt worden, denn bei den einzelgängerischen Fossas hat das Männchen an der Wurfhöhle nichts verloren, und die siebenjährige SISSI reagierte zunehmend gereizt auf den elfjährigen BORAHA. Eine Wurfbox und eine Sichtschutzmatte zwischen den Gehegen wurden eingebracht und nun hieß es warten. Der Leibesumfang der eher zierlichen SISSI ließ schon einen größeren Wurf erwarten. Das gute, vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Tieren und ihrem Pfleger-Team ermöglichte von Beginn an eine wöchentliche Sichtkontrolle der Wurfbox in Anwesenheit der Mutter. Im Alter von knapp sechs Wochen wurden die Vierlinge dann das erste Mal auch in die Hand genommen und von den Tierärztinnen untersucht. Dabei erhielten sie auch ihre Jungtierprophylaxe. Alle vier sind gesund und munter. Die Geschlechtsbestimmung bei sehr jungen Fossas ist nicht ganz einfach. Es sieht aber so aus, als ob es sich um zwei Weibchen und zwei Männchen handelt. „Für mich ist es immer eine besondere Freude, wenn der Zoo Erfolge in seiner Kernaufgabe, dem Erhalt in der Natur hochbedrohter Arten, vermelden kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. “Angesichts der Bedrohung, der die Fossas in ihrem Ursprungsgebiet in Madagaskar ausgesetzt sind, ist der Erhalt einer Reserve-population in Menschenobhut möglicherweise die letzte Zuflucht vor der endgültigen Ausrottung“. „SISSI ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Ganz arttypisch wechselt sie mit den Jungtieren regelmäßig zwischen den beiden Wurfboxen. Bei vier zunehmend agilen Jungtieren ist das schon eine große Aufgabe, die die Mutter aber prima meistert. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern auf die kommenden Monate, in denen die vier ihre Anlage unsicher machen werden“, erklärt Zoodirektor Dr. Miguel Casares. Wissenswertes über Fossas – Die Fossa (Cryptoprocta ferox) wird gelegentlich auch Frettkatze genannt – dabei ist die Fossa (trotz einiger anatomischer Ähnlichkeiten) gar keine Katze. Sie gehört zur Familie der Madagaskar-Raubtiere (Eupleridae) und ist das größte Raubtier der Insel. Die territorialen Einzelgänger ernähren sich vorwiegend von Lemuren, kleineren Säugetieren und Vögeln. In ihrer Heimat sind die Fossas als Hühnerdiebe verschrien und werden gezielt bejagt. Aber nicht nur aus diesem Grund gilt die Art als gefährdet. Durch Zersiedlung und Umwandlung von Regen- und Trockenwäldern in Ackerland verlieren sie ihren Lebensraum. Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt den Bestand ausgewachsener Tiere derzeit auf weniger als 3.000 Individuen.

Tierpark Neumünster 23.07.2020
Erstmalig in einem deutschen Tierpark – das Live-Escape-Game im Tierpark Neumünster
Im Tierpark Neumünster an der Geerdtsstraße gibt es ab sofort ein neues Highlight. Die Neumünsteraner Agentur „Bacos – Ideen für die Arbeit mit jungen Menschen“ hat extra für den Tierpark einen Live Escape Room entwickelt. „Escape Spiele erfreuen sich bundesweit großer Beliebtheit“ erklärt Projektleiterin Lena Ramm und ergänzt „Statt eines Raumes haben wir hier das Konzept auf der gesamten Fläche des Tierparks umgesetzt. Das dürfte einmalig in ganz Deutschland sein“. An insgesamt fünfzehn Orten im Tierpark finden sich Hinweise, um das „Rätsel des verschwundenen Schlüssels“ zu lösen. Die Geschichte, die sich hinter dem Rätsel verbirgt, ist schnell erzählt. Irgendwer ist in den Kassenbereich eingebrochen, gestohlen wurde nichts, aber der Schlüssel für die Kiste, in der die Tierpfleger ihr großes Buch der Futterrezepte aufbewahren, ist verschwunden… Mitmachen kann ab dem 28. Juli jeder, der an der Kasse einen kleinen Werkzeugkoffer mit dem benötigten Spielmaterial erwirbt. Die Gebühr beträgt 10,- € für bis zu fünf Mitspieler und für die Spielmaterialien muss ein Pfand hinterlegt werden. „Ausgelegt ist das live Escape Event für Kinder und Jugendliche. Die Mitspielenden sollten schon lesen und am besten ein Smartphone bedienen können“ erläutert Lena Ramm. „Aber auch Erwachsene, die Lust auf ein paar -teils knifflige- Rätsel haben, können natürlich mitmachen“. Die Teilnahme am „Live Escape Game“ ist jederzeit auch ohne Anmeldung möglich. „Insgesamt haben wir täglich 80 Spielsets vorrätig“, weiß Tierpark Direktorin Verena Kaspari, die sich freut mit diesem besonderen Projekt den Tierpark Besuchern ein weiteres Alleinstellungsmerkmal anbieten zu können. „Es muss gerätselt und gekniffelt werden und ist somit umfangreicher als die gängigen Tierpark Rallyes“, so Kaspari. „Die Aufgaben sind im Tierpark verteilt und so angebracht, dass man sie kaum findet, wenn man nicht gezielt danach sucht. Die Tiere und andere Besucher werden davon nichts weiter mitbekommen“. Um hinter das „Rätsel des verschwundenen Schlüssels“ zu kommen, folgt man dem normalen Tierparkrundgang und löst unterwegs die vielfältigen spannenden Rätsel – der zeitliche Aufwand beträgt, je nach Gruppe ungefähr zwei Stunden. Da die Spielmaterialien am Ende zur Kasse zurückgebracht werden sollen, ist die Teilnahme nur bis zwei Stunden vor Kassenschluss (dieser ist im August um 18 Uhr) möglich. Alle Spielmaterialien werden natürlich Corona-gerecht nach jeder Nutzung desinfiziert.

Zoo Osnabrück 23.07.2020
Gestreifter Nachwuchs im Zoo Osnabrück – Osnabrücker Zebra-Paar bekommt zum zweiten Mal ein Fohlen
Aus der afrikanischen Tierwelt „Mapungubwe“ im Zoo Osnabrück gibt es gute Nachrichten: Am Sonntag, 19. Juli kam ein Jungtier der Chapman-Zebras zur Welt. Der kleine Barbaros ist der zweite Nachwuchs von Zebraweibchen Jule (13 J.) und Zebramännchen Django (8 J.). Am Dienstag, 21. Juli war es soweit: Das junge Fohlen der Chapman-Zebras verließ zum ersten Mal den Stall und durfte unter Aufsicht seiner Mutter die große Außenanlage erkunden. „Zwei Tage zuvor, also am Sonntag, kam das Jungtier zur Welt“, berichtet Franz Schelshorn, Tierpfleger und Revierleiter. „Meine Kollegen kamen zur täglichen Morgen-Runde in den Zebra-Stall und entdeckten den Nachwuchs sofort. Da haben wir uns natürlich alle sehr gefreut. Mutter Jule hat man auch schon deutlich angesehen, dass sie kurz vor der Geburt stand – deswegen haben wir quasi täglich damit gerechnet.“ Der Geburtsvorgang verläuft bei Zebras recht schnell und auch die Fohlen können schon wenige Minuten nach der Geburt stehen. Tobias Klumpe, Zoologische Leitung, erklärt: „Das liegt daran, dass Zebras Fluchttiere sind. In der Wildbahn sind sie ständig auf der Hut vor Fressfeinden und müssen im Zweifelsfall schnell weglaufen können. So stand das Jungtier am vergangenen Sonntagmorgen schon gut auf seinen schmalen Beinen und hat auch bereits Muttermilch getrunken.“ Nachdem die Biologen und Tierpfleger die junge Familie am Sonntag in Ruhe ließen, konnten sie montags sehen, dass sich das Jungtier gut entwickelt und bereits eine kurze Erstuntersuchung gemacht werden kann. Dabei wurde der Nabel des Fohlens überprüft, es bekam einen kleinen Micro-Chip zur Wiedererkennung eingesetzt und zum Schluss konnten Biologen und Tierarzt auch das Geschlecht bestimmen: Es ist ein Männchen. Getauft wurde das kleine Zebra von Franz Schelshorn auf den Namen Barbaros. „Da es am Geburtstag meiner Frau Barbara geboren ist, die ebenfalls Tierpflegerin hier im Zoo ist, habe ich es natürlich nach ihr benannt. Das lustige ist, das Jungtier vom letzten Jahr kam an meinem Geburtstag zur Welt und bekam den Namen ‚Franz das Zebra‘“, schmunzelt Schelshorn. Das neue Zuhause erkunden – Barbaros konnte zunächst die Außenanlage kennenlernen und schon seine neuen Mitbewohner, die Nashörner und Pinselohrschweine, durch den Zaun beobachten. „Im Laufe des Tages haben wir dann bemerkt, dass die Eingewöhnung sehr gut funktioniert und insbesondere die Nashörner das Jungtier ruhig und besonnen beobachten“, erzählt Schelshorn. „Deswegen haben wir schon am Dienstagnachmittag alle Tierarten zusammengelassen.“ Klumpe ergänzt: „Es kann allerdings sein, dass wir den Hengst Django in einigen Tagen für kurze Zeit separieren müssen, da Jule dann in die sogenannte ‚Fohlenrosse‘ kommt.“ Die Fohlenrosse tritt bei Zebras etwa acht Tage nach der Geburt ein und bedeutet, dass die Stute wieder zur Paarung bereit ist. Um Mutter und Kind nicht zu viel Stress auszusetzten, wird der Vater in dieser Zeit etwas auf Abstand gehalten. „Wenn sich alle Tiere an die Situation gewöhnt haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass es eine harmonische Gruppe wie im letzten Jahr wird. Django hat sich schon in der Vergangenheit als sehr umgänglicher und liebevoller Vater gezeigt. Ich denke, dass er auch mit dem kleinen Barbaros spielen wird, was uns sehr freut, denn das Jungtier hat keine jungen Artgenossen in der Herde.“ In den nächsten fünf bis sechs Monaten wird Barbaros noch Muttermilch trinken und von seiner Mutter abhängig sein. Nach und nach wird er beginnen an etwas Gras und Heu zu knabbern, bis sich die Ernährung komplett umstellt. Mit etwa neun bis zwölf Monaten muss der junge Hengst dann in einen anderen Zoo umziehen, da in einer Zebra-Herde immer nur ein Männchen leben kann. 2019 kam im Zoo Osnabrück der Zebra-Hengst Franz das Zebra zur Welt. Er war nicht nur das erste Jungtier von Jule und Django, sondern seit rund 20 Jahren auch der erste Zebranachwuchs am Schölerberg. Franz das Zebra wurde während der coronabedingten Schließung in den Tierpark Müritz abgegeben. Wissenswertes zum Chapman-Zebra (Equus burchellii chapmani) – Das Chapman-Zebra ist eine Unterart des Steppenzebras. Es besitzt ein Stockmaß von etwa 120 Zentimetern und eine Körperlänge von rund 200 Zentimetern. Er wiegt bis zu 250 Kilogramm. Chapman-Zebras leben in kleinen Familienverbänden, die von einem Leithengst angeführt werden. Die Tragzeit liegt bei 12 Monaten und das Jungtier wiegt bei der Geburt etwa 30 Kilogramm. Chapman-Zebras sind im westlichen Sambia, Simbabwe, Botswana sowie Südafrika beheimatet.

Tierpark Berlin 23.07.2020
Gefleckte Power – Zwei Neuankömmlinge bei den Geparden im Tierpark Berlin
Majestätisch sitzt Gepard Rufaa auf einer sandigen Anhöhe und blickt über das Grasland. Kaum steht er auf um einen nächsten Streifzug zu beginnen, kommt sein athletischer Körper erst richtig zur Geltung. Beeindruckend grazil und gleichzeitig kraftvoll schreitet er durch das hohe Gras. Und das schon bald in Gesellschaft: Zwei Geparden-Brüder zogen kürzlich an die Spree und sollen zukünftig gemeinsam mit Rufaa die Geparden-Savanne des Tierpark Berlin bewohnen. Gambela und Manova, beide fünf Jahre alt, kamen am 16. Juli 2020 aus dem irischen Fota Wildlife Park nach Berlin. Nach einigen Tagen hinter den Kulissen zur Eingewöhnung lernen sie nun schrittweise ihre neue Umgebung kennen. Durch ein Kontaktgitter können die beiden erste Bekanntschaft mit Rufaa (9) machen. Bald wird es dann zum ersten direkten Aufeinandertreffen kommen. „Die meisten Katzen sind Einzelgänger“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Geparden-Männchen schließen sich häufig zu losen Verbänden zusammen. Wir sind daher zuversichtlich, dass die Zusammenführung von Rufaa und seinen beiden Artgenossen weitestgehend friedlich verläuft.“ Das (hoffentlich entstehende) Geparden-Trio bewohnt dann gemeinsam die kürzlich umgebaute Geparden-Anlage des Tierpark Berlin. Erst Ende Mai wurde dieser erste Teil der zukünftigen Afrika-Landschaft des Tierparks fertiggestellt und eröffnet. Mit sandigen, aber auch bewachsenen Untergründen entstand eine weitläufige Savannenlandschaft, die sich stark an dem natürlichen Lebensraum der Geparden orientiert. Besucher haben durch bodentiefe Scheiben direkte Einblicke in diesen Lebensraum und kommen den gefährdeten Raubtieren ganz nah. Hintergrund: Der Gepard ist das schnellste Landsäugetier der Erde. Er kann bei der Jagd einen Sprint von bis zu 102 km/h hinlegen. Dafür ist der Körper des Geparden perfekt angepasst: Er hat lange Beine, Schultern, die er dank fehlender Schlüsselbeine quasi „aushängen“ kann und besitzt eine flexible Wirbelsäule. Der lange Schwanz dient dem Gepard als Steuerung bei hohem Lauftempo. So kann er Haken im 90-Grad-Winkel schlagen, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Kölner Zoo 23.07.2020
Wuseliger Erdmännchen-Nachwuchs im Kölner Zoo
„Babette“, Chef-Erdmännin im Kölner Zoo, hat am 13. Juni 2020 vierfachen Nachwuchs bekommen. Zur Welt brachte sie diese in einer selbstgegrabenen Höhle. „Babette“ war 2019 zusammen mit zwei weiteren Erdmännchen-Damen aus den Niederlanden nach Köln gekommen. Neben den vier Weibchen und vier Jungtieren leben noch sieben Männer auf der Kölner Anlage. „Babette“ war als Zuchtweibchen nur in den ersten Tagen nach der Geburt ständig bei ihren Neugeborenen. Schon bald darauf verließ sie den Bau, um auf Nahrungssuche zu gehen. Eine gute Ernährung ist wichtig für sie, da sie die Jungtiere säugt. In der Zeit ihrer Abwesenheit bleibt immer ein erwachsenes Erdmännchen, der Babysitter, bei den Kleinen. In ihrem natürlichen Lebensraum, den trockenen Steppen und Halbwüsten im südlichen Afrika, suchen Erdmännchen vor allem nach Insekten und Spinnentieren, die ausgegraben werden müssen. Seltener stehen Vogeleier, Kleinsäuger oder saftige Früchte auf dem Speiseplan. Dieses Futter wird auch den Jungen bei Verlassen der Wurfhöhle von den Babysittern angeboten. Seit kurzem begleiten die Jungtiere ihre Babysitter auf ihren Streifzügen durch die Anlage im Kölner Zoo. Die erwachsenen Tiere übernehmen das Wärmen und Hüten. Bei feuchtem Wetter kuscheln sie sich in den Tontöpfen und mit Heu gefüllten Körben unter den Wärmelampen aneinander. Die Schirme bieten Schutz vor Regen. Zwar können die Erdmännchen im Kölner Zoo jederzeit ihr Innengehege aufsuchen, jedoch bevorzugen sie den Aufenthalt unter freiem Himmel, den immer mindestens ein Wächter auf erhöhtem Posten sitzend nach Feinden aus der Luft absucht. Dieses Verhalten ist angeboren, ebenso wie das Graben größerer Schlaf- und Wurfhöhlen sowie kleinerer Fluchtburgen, in die sie sich bei Gefahr, angezeigt durch bestimmte Rufe des Wächters, zurückziehen. Anhand der Warnlaute des Wächters können die Erdmännchen erkennen, ob es sich um einen Feind aus der Luft handelt, sie also ganz schnell in die Bauten fliehen müssen, oder um einen Bodenfeind, den man gegebenenfalls durch Zusammenrotten und Mobben vertreiben kann. In Menschenobhut müssen den Tieren die Requisiten des Lebensraums geboten werden, die Wachen und Graben möglich machen – also erhöhte Ausgucke und einen Untergrund, der das Anlegen von Höhlen erlaubt. Das Futter ist vielfältig und muss den Nährstoffansprüchen und Nahrungsaufnahmeverhalten der Erdmännchen entsprechen. Grillen stehen ebenso auf dem Speiseplan wie gelegentlich Garnelen. An anderen Tagen gibt es Stücke von Muskel- und Herzfleisch, aber auch Hackfleisch, Mäuse oder Obst. Vielfach wird das Futter in Säcken mit Heu oder Rindenmulch angeboten, sodass das Such- und Scharrverhalten stimuliert wird. Darüber hinaus graben unsere Erdmännchen bei gutem Wetter ausgiebig zwischen den Grasbüscheln und Büschen der Anlage nach Insekten und Würmern. Kölner Zoo. Begeistert für Tiere. Seit 160 Jahren. Der Kölner Zoo feiert 2020 sein 160-jähriges Bestehen. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Million Besucher.

Tiergarten Schönbrunn 23.07.2020
Im Tiergarten Schönbrunn geht’s nun schweinisch zu!
Mit lautem Grunzen sind gestern die neuesten Bewohner im Tiergarten Schönbrunn eingezogen: die Schweine Aurelia und Luise. Sie gehören einer besonderen Rasse an: Sie sind Turopolje-Schweine. Während des Transports sind die beiden im Hänger gemütlich eingeschlafen. Angekommen in ihrem neuen Zuhause haben sie sofort alles neugierig erkundet, ein paar Salatköpfe verdrückt und mit ihrem Rüssel den Boden umgegraben. „Das Turopolje-Schwein zählt zu den bedrohten heimischen Nutztierrassen. Es wird nur noch in Österreich gezüchtet. Wir freuen uns darauf, diese Rasse den Zoobesuchern vorstellen zu können, um sie noch bekannter zu machen“, so Josef Kranawetter vom Juniperhof in St. Pölten, auf dem Aurelia und Luise aufgewachsen sind. Die Neuankömmlinge mit den Hängeohren bewohnen die ehemalige Anlage der Poitou-Esel. Diese wurde mit allem ausgestattet, was Schweine zum Wohlfühlen brauchen, wie eine Suhle, einen Rindenmulch-Platz und einen Stall mit Strohbett. „Turopolje-Schweine sind blond und haben über den ganzen Körper verteilt schwarze Flecken“, erklärt Simone Haderthauer, Zoologin im Tiergarten. Den Wiener Zoo verbindet mit dieser Schweinerasse eine besondere Geschichte. „In den 1990er-Jahren war der Tiergarten maßgeblich an der Rettung dieser hochbedrohten Rasse beteiligt. Nach 25 Jahren können wir sie nun wieder den Besuchern zeigen.“ Turopolje-Schweine haben ihren Namen von der gleichnamigen Region in Kroatien, wo sie zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie gezüchtet wurden.

Zoo Zürich 23.07.2020
Verstorbene Tierpflegerin verabschiedet – Der Zoo Zürich hat am Mittwochabend mit einer Trauerfeier im Zoo seiner verstorbenen Mitarbeiterin gedacht.
Gestern Mittwochabend fand im Zoo Zürich eine Trauerfeier zum Gedenken an die beim tragischen Vorfall vom 4. Juli 2020 verstorbene Mitarbeiterin statt. Der Abschied wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Rund 200 Personen nahmen an der Feier teil, neben den Mitarbeitenden des Zoo Zürich auch Angehörige der Verstorbenen. Zoodirektor Dr. Severin Dressen, Alt-Zoodirektor Dr. Alex Rübel, Zoo-Verwaltungsratspräsident Martin Naville, die engsten Teammitglieder der Verstorbenen sowie die Angehörigen gedachten der Tierpflegerin mit Worten an die Anwesenden. Alle Gäste der Trauerfeier erhielten zudem eine Sonnenblume, die sie in einem persönlichen und stillen Adieu in ein Holzgefäss stellen konnten. Das Gefäss mit den Sonnenblumen steht nun vor der Tigeranlage. «Die Trauerfeier im Zoo war für uns alle ein wichtiger Moment des Innehaltens und Abschiednehmens», sagt Zoodirektor Dr. Severin Dressen. «Es war sehr berührend zu spüren, wie sehr unsere Mitarbeiterin mit vielen Menschen verbunden war.» Point de Presse heute Donnerstag – Für Medienschaffende, die gerne ein gesprochenes Statement zur Trauerfeier hätten, steht Zoodirektor Dr. Severin Dressen heute Donnerstag, 23. Juli 2020, um 10 Uhr im Rahmen eines Point de Presse zur Verfügung. Der Treffpunkt befindet sich auf dem Parkplatz des Restaurants Altes Klösterli. Bitte beachten Sie, dass das Thema des Point de Presse nur die Trauerfeier ist und noch keine weiteren Fragen zum Vorfall beantwortet werden können. Untersuchungen noch am Laufen – Der Hergang des Vorfalls wird von der Staatsanwaltschaft und der Stadtpolizei Zürich untersucht. Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt oder die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, wird der Zoo Zürich wieder informieren.

Zoo Basel 22.07.2020
Nachwuchs bei den Steinkäuzen
Am 10. Juni sind im Zoo Basel zwei junge Steinkäuze geschlüpft. Die Eltern der Jungvögel kamen im Februar 2018 in den Zoo Basel. Die Steinkauz-Population in der Schweiz ist abnehmend. Bei den zwei jungen Steinkäuzen handelt es sich um ein Männchen und ein Weibchen. Ihre Eltern kamen 2018 in den Zoo Basel und haben jetzt zum ersten Mal gebrütet. Sie meistern ihre Aufgabe prächtig, die Jungvögel werden gut gefüttert und sind gesund. Die erste Zeit verbrachten die Jungen vorwiegend zusammen mit der Mutter in der Brutröhre. Der Vater sitzt erhöht auf einem Baum und beobachtet die Umgebung. Die flauschigen kleinen Vögel sind jetzt schon fast so gross wie ihre Eltern und machen bereits ihre ersten Flugversuche. Trotzdem ziehen sie sich noch oft in ihre Brutröhre zurück. Mit etwas Glück kann man sie zu ruhigeren Zeiten in der Voliere gegenüber der Rentieranlage beobachten. Gut getarnte kleine Eule Der bevorzugte Lebensraum der Steinkäuze ist Kulturland und speziell Hochstammobstgärten. Sie brüten gerne in den Höhlen alter Bäume, aber auch in alten Scheunen. Steinkäuze bevorzugen Reviere mit exponierten Sitzplätzen mit guter Übersicht. Ihre Brutplätze dienen auch als Tagesverstecke. Sie jagen Insekten, Würmer, Kleinsäuger und Reptilien, die sie in spärlicher oder niedriger Bodenvegetation leichter erspähen können. Ihre Beute suchen sie mit den Augen, reagieren aber auch aufmerksam auf Beutegeräusche. Steinkäuze sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie können auch tagsüber beobachtet werden, sind aber dank ihrem Gefieder in den Baumkronen gut getarnt. Steinkäuze sind Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Hat sich ein Paar gebildet, lebt es oft über längere Zeit zusammen und bleibt seinem Brutplatz treu. Während der Brutdauer von etwa 22 bis 28 Tagen versorgt meist das Männchen das Weibchen mit Nahrung. Die Nestlingsdauer liegt bei 30 bis 35 Tagen. Die Jungvögel verlassen die Bruthöhle schon, bevor sie flugfähig sind, und werden noch einige Zeit von den Eltern gefüttert. Bestand bedroht Seit Mitte des letzten Jahrhunderts nimmt die Population des Steinkauzes in der Schweiz ab. Moderne Anbaumethoden, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zersiedelung ihres Lebensraumes haben zum starken Rückgang der Steinkauz- Populationen geführt. Heute gibt es in der Schweiz nur noch wenige Paare in der Ajoie, im Seeland, bei Genf und im Tessin.

Zoo Leipzig 22.07.2020
Erfolgreicher Elefantentransfer – Hoa & Trinh sind wohlbehalten im Tierpark Neunkirchen angekommen
Elefantentransfer erfolgreich abgeschlossen: Die beiden Elefantenkühe Hoa (35) und Trinh (38) sind heute Morgen wohlbehalten im saarländischen Zoo Neunkirchen angekommen. Per Spezialtransporter und in Begleitung ihrer Tierpfleger ging es für die beiden Kühe bereits am Dienstagabend in Richtung Neunkirchen, wo sie unmittelbar nach Ankunft im neuen Zuhause in die für sie vorgesehenen Gehegeboxen gebracht wurden. Sie dürfen sich nun in den nächsten Tagen von der Reise erholen und an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Ihre Leipziger Elefantenpfleger werden den Eingewöhnungsprozess die ersten Tage vor Ort begleiten. „Unser langfristiges Ziel für die Asiatischen Elefanten im Zoo Leipzig ist es, in einer der modernsten Anlagen Europas eine sozial intakte Elefantenherde mit unterschiedlicher Altersstruktur und Potential für den Arterhalt aufzubauen. Die notwendigen Bestandsveränderungen werden in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm erarbeitet, das auch die Empfehlung für Neunkirchen ausgesprochen hat, um der dort alleinstehenden Kuh Kirsky Gesellschaft zu ermöglichen“, erläutert Seniorkurator Gerd Nötzold die Hintergründe des Transfers. Auch Elefantenkuh Saida soll Leipzig voraussichtlich verlassen und für sie eine passende Heimat gefunden werden, da sie mit der bestehenden Herde nicht verträglich ist. Sobald sich die Planungen konkretisieren und das EEP die Empfehlung für Saida ausgesprochen hat, wird der Zoo Leipzig entsprechend informieren. Inzwischen gut eingespielt ist das Quartett um Bulle Voi Nam (18), Elefantenkuh Rani (11), Kuh Don Chung (37) und dem sechs Monate alten Bullen Kiran, der zunehmend den Umgang mit Wasser und Sand durch seine Herde kennenlernt und langsam auch Gefallen an der täglichen Badeeinheit findet.

Zoo Magdeburg 21.07.2020
70. Zoojubiläum: Besucher begeben sich auf eine historische Zeitreise
Bei strahlendem Sonnenschein konnte der Zoo Magdeburg heute sein 70. Zoojubiläum begehen. Schon am Vormittag nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich auf eine historische Zeitreise durch den Zoo zu begeben. An der Zookasse gab es mit der Eintrittskarte gleich noch die Historische Zoorallye dazu. An ausgewählten historischen Orten wurden historische Stelen aufgebaut, die daran erinnern, welche Tieranlagen sich damals dort befanden. Wo war die Bärenanlage, wo wurden die exzellenten Shetlandponys gezüchtet – die später zum erfolgreichsten Gestüt der DDR gehörten? Wie viele Flusspferde gab es in Magdeburg. Die Stelen berichten kindgerecht und für Erwachsene aus der damaligen Zeit. Am frühen Nachmittag fand auf der Wiese am Giraffenhaus eine Talkrunde zum 70. Zoojubiläum statt, die interaktiv über eine App auch die Zuhörer mit einbezog. Der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalts, Prof. Dr. Armin Willingmann, hob die wichtige wirtschaftliche und touristische Rolle des Zoologischen Gartens Magdeburg hervor. Der Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen und Vermögen der Landeshauptstadt Magdeburg, Klaus Zimmermann würdigte die historischen Leistungen und die neuesten Entwicklungen des Zoos. Als wichtiger Zeitzeuge und Ehrengast konnte der Zoo-Geschäftsführer, Dirk Wilke, den Sohn des ehemaligen 1. Tierparkleiters, Uwe Hilprecht begrüßen, der sehr bewegend aus den Geschichte der Gründungsjahre des Zoos berichtete. Auch der ehemalige Zoodirektor, Michael Schröpel, konnte sowohl aus der DDR-Zeit als auch aus der Nachwendezeit Interessantes Zoohistorisches berichten. Dirk Wilke nutzte die Talkrunde zur Würdigung der Zooleistungen in schwierigen Zeiten und berichtete über aktuelle Ereignisse. Nach der feierlichen Enthüllung einer historischen Stele, ging es mit den Bereichsleitern des Zoos auf eine Jubiläumsführung quer durch den Zoo. Das Jubiläumskuchenbüfett erwartete dann alle Besucher mit leckeren Köstlichkeiten.

Zoo Köln 21.07.2020
Kölner Zoo wird morgen 160
Vor 160 Jahren, am 22. Juli 1860, hat der Kölner Zoo erstmals seine Tore geöffnet. Mit rund 10.000 Tieren aus mehr als 850 Arten ist er heute einer der vielfältigsten in ganz Europa. Seit 1860 ist der Kölner Zoo ein unverwechselbares Stück Köln. Er vereint Tradition mit Innovationskraft und verbindet Freizeit und Erholung mit Wissenschaft und Forschung. Der Kölner Zoo setzt auch international immer wieder Maßstäbe – z.B. beim Bau moderner Tierhäuser oder bei seinem umfangreichen Artenschutzengagement. Honoriert wird dies alles von jährlich mehr als 1 Mio. Besucher. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker gratuliert: „Ich gratuliere auch stellvertretend für die Besucherinnen und Besucher dem Zoo herzlich zum 160. Geburtstag. Welches Kind hat nicht seine ersten großartigen Eindrücke von der vielfältigen Tierwelt der verschiedenen Kontinente im Köln Zoo gesammelt, Tiere beobachtet und hat viele Gedanken mit nach Hause genommen. Virtuelle Bilder können solche Live-Erlebnisse schlecht ersetzen. Der Dank geht an die Zoo-Crew, die fortlaufend den Zoo und auch die Artenschutzprogramme weiterentwickelt.“ Im Wandel der Zeit – am Puls der Zeit Der Zoo hat es in mehr als anderthalb Jahrhunderten geschafft, sich immer wieder ein stückweit neu zu erfinden – ohne beliebig oder belanglos zu werden. Die heutige Wildtierhaltung ist mit der aus der Gründungszeit nicht zu vergleichen. Zu den Aufgaben des Zoos zählen inzwischen längst auch Edukation, Forschung und Artenschutz. Der Zoo der Domstadt spielt in all diesen Bereichen international in der obersten Liga. Die Menschen merken dies und belohnen das breite Angebot des Zoos mit starkem Zuspruch. Rund 1,3 Millionen Besucher kamen allein im vergangenen Jahr und genossen die Tier- und Parkanlagen. Der Zoo schafft es dabei, die historischen Tierhäuser und Grünbereiche so zu modernisieren, dass sie aktuellen Tier- und Besucherbedürfnissen entsprechen – ohne ihren ganz eigenen baulichen Charme zu verlieren. Symbolhaft dafür steht die kürzlich eröffnete neue Tigeranlage. Sie bietet den Besuchern spektakuläre neue Einblicke auf die Amurtiger, die ihrerseits mehr Platz und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. „Der Zoo, so dürfen wir sagen, ist ein echtes Stück Köln. Er ist für viele Menschen nicht aus der Stadt wegzudenken. Darauf ruhen wir uns nicht aus, sondern sehen es als Verpflichtung, mit Innovationsgeist weiter in eine gute Zukunft des Zoos zu investieren. Die Eröffnung der Tigeranlage und die derzeit laufende denkmalgerechte Sanierung des Historischen Südamerikahauses sind beste Belege dafür“, so die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, die seit 2007 zusammen den Zoo leiten. Im Spätsommer stellen beide den „Masterplan 2030“ vor, der die Wegmarken der weiteren Zooentwicklung aufzeigt. Zahlen zum Zoo-Jubiläum: •Rd. 1.3 Mio. Menschen haben 2019 den Zoo besucht. •1,8 Mio. Euro gab der Kölner Zoo allein von 2010 bis 2019 für verschiedene Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt – von Belize bis Swasiland, von Brasilien bis Vietnam, von Köln-Dünnwald bis -Weidenpesch. • Mit rd. 10.000 Tieren aus über 850 Arten ist der Kölner Zoo einer der vielfältigsten in ganz Europa. •165 feste Mitarbeiter kümmern sich um Tiere, Besucher und Parkanlagen. •10.849 Besucher erfuhren 2019 bei 659 Führungen mehr über die Zootiere. •Die Kölner Zooschule ist die größte in Deutschland. Rund 23.000 Schüler begreifen hier Jahr für Jahr beim außerschulischen Unterricht, wie schützenswert Tiere und Umwelt sind. •Die Biologen des Kölner Zoos beraten Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in aller Welt zu Fragen rund um Tier- und Naturschutz. Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel steht als Präsident dem Weltzooverband vor. •Der Zoo ist zudem ein regionaler Wirtschaftsmotor. Eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass der Zoo 2018 in Köln branchenübergreifend eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 19 Mio. Euro generierte. Der Bruttoproduktionswert beträgt rund 36 Mio. Euro. 3 von 4 generierten Euro Bruttowertschöpfung, also 25 Mio. Euro, bleiben in Köln. Der Zoo sorgt überdies für 330 Jobs in der Region. Davon werden 264 Jobs in Köln geschaffen bzw. gesichert.

Tierpark Gotha 20.07.2020
Erste Impfung für die jungen Luchse im Tierpark Gotha
Die zwei kleinen Pinselohren bereichern die tierische Artenvielfalt im Naturschutzgebiet am Kleinen Seeberg. Am Montag, den 20. Juli 2020, erhielten die knapp neun Wochen alten Karpatenluchse zum ersten Mal Besuch von Fachtierärztin Angelika Wimmer. Zuvor sollte die Familie in der Aufzuchtphase so wenig wie möglich gestört werden. Die Untersuchung zeigte, dass es sich bei dem am 16. Mai geborenen Geschwisterpaar um ein Männchen und ein Weibchen handelt. Nach zwei kleinen Piksern und einem wütenden Knurren war der Besuch auch schon überstanden. Die Jungtiere wurden gechippt, geimpft und erhielten eine Wurmkur. „Die zwei jungen Luchse entwickeln sich prächtig und die Eltern kümmern sich vorbildlich um sie. Das Gras in der Anlage wird zurzeit nicht gemäht, damit sich die Luchsfamilie ganz natürlich zurückziehen kann. Diese Möglichkeit nutzen sie gerne, die Luchsmutter hat ihren Nachwuchs zwischen den Felssteinen, Büschen und dem hohen Gras gut versteckt.“, berichtet Angelika Wimmer, Fachtierärztin im Tierpark Gotha. Der bevorzugte Lebensraum von Luchsen sind grundsätzlich Waldareale mit dichtem Unterholz. Gelegentlich lassen sich die beiden Tierkinder bereits am späten Nachmittag bei der Erkundung ihrer Umgebung beobachten.

Tierpark Neumünster 20.07.2020
Die Brücke spendet 816,- € aus der „Masken für Neumünster-Aktion“
Die Brücke Neumünster hat durch ihre Mitarbeiter Mund-Nasen-Masken nähen lassen. Von jeder verkauften Maske wurden nun je 1,- € an den Tierpark gespendet. Daraus ergab sich die tolle Spendensumme von 816,- € für den Tierpark. Bereichsleiterin der Brücke Neumünster Andrea Jünger hat Tierpark-Chefin Verena Kaspari nun nicht nur die Spende übergeben können, sondern auch das neuste Produkt der Brücke, das Corona-Tuch. „Wir haben lange überlegt, wie man Mund-Nasen-Masken noch innovativer gestalten könnte,“ erklärt Andrea Jünger. „Das Corona -Tuch, welches dabei entstanden ist, ist nicht nur stylisch, bürotauglich und aus 100%iger Bio-Baumwolle, sondern es ist auch multifunktional. Man kann es als Halstuch, Haarband oder Mund-Nasen-Maske tragen.“ „Wir freuen uns natürlich sehr über die tolle Spende, sind jedoch auch absolut begeistert vom neuen Corona-Tuch der Brücke. Daher bieten wir die limitierte Auflage auch ab sofort bei uns im Zooshop an.“, so die Tierpark-Chefin.

Serengeti-Park Hodenhagen 20.07.2020
Ein Beitrag für die Jäger der Nacht: Avacon übergibt eine großzügige Spende an die Serengeti-Park Stiftung
Die Serengeti-Park Stiftung hat eine großzügige Spende erhalten. Am Montag (20.07.2020) übergab der regionale Netzbetreiber Avacon, vertreten durch den Kommunalreferenten Johannes Schlemermeyer, in Hodenhagen einen Spendenscheck über 2.000 Euro an den Vorsitzenden des Stiftungsbeirats, Dr. Fabrizio Sepe. „Die Themen Natur- und Umweltschutz sind für uns als regionaler Netzbetreiber ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit und liegt uns sehr am Herzen. Hierzu zählt selbstverständlich auch der Schutz von heimischen Tier- und Pflanzenarten.“, erklärt Schlemermeyer. Aktuell engagiere sich Avacon bereits in verschiedenen Bienen- und Vogelschutzprojekten. „Mit dem Projekt ‚Fledermäuse – Jäger der Nacht‘ möchten wir unsere Unterstützung für die Tierwelt erweitern und der Serengeti-Park Stiftung bei ihrer wichtigen Arbeit zur Seite stehen. Einen besonderen Stellenwert hat neben dem Schutz dieser faszinierenden Tiere auch die Einbindung von Schulklassen in dieses Projekt. Das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an den Umwelt- und Artenschutz möchten wir ebenfalls unterstützen.“ Der Vorsitzende des Stiftungsbeirats, Dr. Fabrizio Sepe, bedankt sich bei der Avacon AG und lobt das Engagement des Unternehmens. „Wir sind dankbar für jeden Beitrag, der uns bei der Arbeit der Stiftung hilft! Mit dieser großzügigen Spende können wir einen großen Schritt in die Zukunft machen und ein spannendes Projekt zum Schutz bedrohter Arten voranbringen.“, so Sepe. „Fledermäuse – Jäger der Nacht“, so heißt das Artenschutzprojekt der Stiftung, dem die Spende zu Gute kommen wird. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, von denen allein 19 in Niedersachsen und Bremen vertreten sind. Fledermäuse bewohnen unsere Welt seit über 50 Millionen Jahren. Heute ist diese Unterordnung der Fledertiere stark bedroht. Vor allen die Intensivierung der Landwirtschaft und der damit verbundene Rückgang an Insekten haben vielen Fledermausarten die Nahrungsgrundlage genommen. Durch den Verlust der Nahrung ist die Populationsgröße vieler Arten eingebrochen. Aber auch der Mangel an geeigneten Quartieren, verschärft die Situation für die Fledermäuse. Vier der in Deutschland vorkommenden Arten sind bereits vom Aussterben bedroht. Die Serengeti-Park Stiftung engagiert sich mit Hilfe der Unterstützung von Avacon im Schutz dieser bedrohten Tiere. Einige Fledermausarten, wie der Große Abendsegler, die Zwergfledermaus oder die Rauhautfledermaus beziehen künstliche Ersatzquartiere. Durch das Anbringen von Fledermauskästen erhöht die Serengeti-Park Stiftung die Verfügbarkeit ausreichender Sommerquartiere, in denen die Fledermäuse am Tage schlafen und ihre Jungtiere aufziehen können. Regelmäßig besucht die Serengeti-Park Stiftung Schulklassen, um mit ihnen über den Schutz dieser Tiere zu sprechen. Die Kinder erfahren anhand unterschiedlicher Anschauungsmaterialien wie Fledermäuse fliegen, wo sich während des Tages verstecken, was sie fressen und noch viele andere spannende Sachen aus dem Leben der Jäger der Nacht. Anschließend werden gemeinsam Fledermauskästen aufgehangen. Umweltbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Artenschutzes, da die Menschen nur bereit sind sich für das zu engagieren was sie kennen und fasziniert.

Zoo und Tierpark Berlin 20.07.2020
Abends im Dschungel Sommerabende in Zoo und Tierpark Berlin verlängert – jetzt auch im Regenwaldhaus
Seit Juni beobachten Besucher wöchentlich die abendlichen Szenen der Tierwelt in Zoo und Tierpark Berlin – Tiger, die in den Abendstunden durchs Dickicht streifen, Bisons, die sich unter alten Eichen zum Schlafen legen, Robben, die in der felsigen Bucht die letzten Sonnenstrahlen genießen. Zudem lässt sich seit vergangenen Freitag im neuen Regenwaldhaus im Tierpark der Tag auch mit einer tropischen Expedition durch das Reich der Leoparden, Krokodile und Singvögel ausklingen. Schnell fanden diese außergewöhnlichen Erlebnisse bei Groß und Klein Gefallen, sodass Zoo und Tierpark auch im August die Tore länger öffnen. „Auch, wenn uns das Wetter der letzten Wochen eher an den April erinnert, nutzten viele Besucher bereits die Möglichkeit und machten Abendspaziergänge in Zoo und Tierpark. Und es scheint ihnen gut gefallen zu haben, denn uns erreichten auf unterschiedlichen Wegen viele positive Nachrichten. Gerade in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, unseren Gästen mit besonderen Erlebnissen einen Zufluchtsort zu bieten“, erzählt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Noch bis zum 28. August 2020 öffnen Zoo und Tierpark Berlin donnerstags und freitags exklusiv von 17 bis 21 Uhr. Dabei gibt es auch in den Abendstunden immer etwas Neues zu entdecken: Während im Tierpark die Abendsonne den Dschungel des umgebauten Alfred-Brehm-Hauses in goldgelbes Licht hüllt, erobert im Zoo doppelter Seehund-Nachwuchs mit großen Kulleraugen die Herzen der Besucher. Weiterhin sorgen abwechselnd Phileas, Liv Harper, Simon Fagan, Michael Brinkworth und David Stewart Ingleton für musikalische Untermalungen. Tickets sind streng limitiert und online vorab erhältlich. Wie aktuell zu den regulären Öffnungszeiten, müssen Jahreskartenbesitzer sich auch vor einem Abendbesuch online anmelden.

Zoo Duisburg 20.07.2020
Zoo Duisburg: Wiedersehen mit Koala, Oktopus und Faultier möglich
Ein Großteil der Tierhäuser öffnet wieder. Abstandsregelungen müssen auch in den Innanlagen eingehalten werden. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist dort durch die Coronaschutzverordnung vorgeschrieben. Duisburg Vier Monate konnten die Tierhäuser des Zoo Duisburg nicht besucht werden, nun kehrt mit der Öffnung einiger Innenanlagen wieder etwas mehr Normalität am Kaiserberg ein. Ab Dienstag, 21. Juli 2020, ist unter anderem ein Wiedersehen mit der Koalafamilie und den Bewohnern des Äquatoriums möglich. Dann können die Besucher auch wieder Oktopus Teo, Stechrochen Nina oder Muräne Hedwig bestaunen. Bei jedem Zoobesuch gilt aber weiterhin, die Vorgaben der Coronaschutzverordnung einzuhalten. So müssen die Besucher 1,5 Meter Abstand zueinander einhalten, außerdem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Tierhäusern Pflicht. Hinweisschilder an den Eingängen der Innenanlagen weisen die Besucher darauf hin. Darüber hinaus muss der Zoo die Anzahl der Besucher, die sich zeitgleich in einem Tierhaus aufhalten, begrenzen. Mit der Öffnung der Tierhäuser können die Besucher wieder die nahezu vollständige Tierwelt am Kaiserberg entdecken, so dass ab 21. Juli wieder die regulären Eintrittspreise gelten. Ebenso die vor der Corona-Pandemie gültigen Rabatte für Gruppen, Studenten, Rentner und Schüler. Auch Partnerkarten der Stadt Duisburg sowie der Stadtwerke Duisburg sind damit wieder gültig. Mit dem Feierabendticket besteht eine Stunde vor Kassenschluss nun wieder die Möglichkeit, den Zoo zu einem Spaziergang zu späterer Stunde zu besuchen. Ein Besuch von Katta-Insel und Tropenhalle Rio Negro sind derzeit noch nicht möglich. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn hier leben kleinere Affenarten, welche sich weitestgehend ohne Barriere uneingeschränkt zwischen den Besuchern bewegen können. Einschränkungen gib es weiterhin im Delfinarium: Zwar können die Großen Tümmler derzeit durch eine Scheibe aus der Ferne beobachtet werden, ein Besuch der Anlage ist derzeit leider noch nicht möglich. Im Affenhaus wird nur der vordere Bereich geöffnet, in dem sich auch die Ein- und Ausgänge befinden. Da es zurzeit noch Einschränkungen zur Vermeidung von direkten Kontakten gibt, erhalten Besucher mit dem Kauf einer regulären Kinder- oder Erwachsenen-Tageskarte an den Kassen einen Rabatt-Gutschein für ihren nächsten Zoobesuch. Der Gutschein kann in der Zeit vom 01. September – 31. Dezember 2020 eingelöst werden. Der Zoo empfiehlt Besuchern, sich vor der Anfahrt im Internet über die aktuelle Auslastung des Parks zu informieren, denn aufgrund der derzeit geltenden Coronaschutzverordnung dürfen sich nur maximal 2.500 Personen zeitgleich auf dem weitläufigen Gelände aufhalten. Auf der Webseite des Zoos ist durch einen deutlichen Hinweis direkt auf der Startseite zu sehen, ob der Einlass noch möglich ist oder ob man sich der maximal zulässigen Besucherzahl nähert. Der Zoo Duisburg hat täglich von 9.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Die Kassen schließen um 17.30 Uhr, die Tierhäuser um 18.30 Uhr. Um einen geregelten Zugang zu gewährleisten, ist nur der Haupteingang an der Mülheimer Straße geöffnet. Der Nebeneingang „Tigerkasse“ ist geschlossen. Darüber hinaus kann der Zoo auch nur über den Haupteingang verlassen werden.

Zoo Leipzig 20.07.2020
Erste Tiere für Feuerland – Quirlige Kalifornische Seelöwen eingetroffen
Die ersten Tiere für Feuerland sind eingetroffen: Drei Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) aus dem Tierpark Nürnberg bezogen am vergangenen Dienstag vorrübergehend ihr neues Quartier in der Leipziger Seebärenanlage und bilden den Auftakt für den Aufbau einer Seelöwengruppe, die perspektivisch in der Erlebniswelt Südamerika – Feuerland gehalten werden soll. Mit Feuerland entsteht in den nächsten Jahren eine eindrucksvolle Wasserwelt mit einem 360-Grad-Unterwassertunnel als absolutes Highlight, der den Besuchern die Möglichkeit bietet, die Kalifornischen Seelöwen auf ihrem Tauchgang von allen Seiten zu beobachten. Die drei einjährigen, weiblichen Seelöwen werden schrittweise an die Anlage und Tierpfleger gewöhnt und mit den beiden Leipziger Seebären Danny (23) und Lippi (23) vergesellschaftet. „Ein besonderes Augenmerk bei der Ankunft und Eingewöhnung dieser Tiere richten wir auf den Zeitpunkt der konstanten Nahrungsaufnahme. Beginnen die Tiere recht schnell zu fressen, ist es für uns ein Zeichen, dass sie sich wohlfühlen. So auch unsere drei Seelöwen, die sich insgesamt sehr interessiert an ihrer neuen Umgebung zeigen und heute bereits das erste Mal das Wasserbecken erkunden durften“, freut sich Kurator Ruben Holland über die drei quirligen Neuzugänge, die ab sofort für die Besucher zu sehen sind. In den nächsten Wochen werden weitere Individuen dieser Art nach Leipzig kommen. Mit der Haltung der Kalifornischen Seelöwen betritt der Zoo Leipzig kein Neuland. Im Verlauf seiner 142-jährgen Geschichte wurden immer wieder Kalifornische Seelöwen gehalten und gezüchtet.

Zoo Landau in der Pfalz 20.07.2020
„Weißscheitelmangabe, Gibbon, Löwenaffe und Co.“ – Öffentliche Zooführung anlässlich des Welt-Mangabentages mit zoologischer Assistentin Henrike Gregersen
Wussten Sie schon, dass am 1. August Welt-Mangabentag ist? An diesem Tag möchten Artenschützer darauf aufmerksam machen, wie besonders und wie bedroht die 10 Affenarten sind, die zu dieser Gattung gezählt werden. Im Zoo Landau in der Pfalz leben Weißscheitelmangaben, ursprünglich heimisch in nur einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet zwischen Ghana und der Elfenbeinküste und auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „Von Ausrottung bedroht“ eingestuft. Wie bei vielen bedrohten Tierarten dient die ZooPopulation als Reserve für die kleiner werdenden Bestände in der Natur, und die Zuchtgruppe im Zoo Landau trägt kräftig zum Erhalt der Art in Menschenobhut bei – bereits neun Mal gab es in Landau Nachwuchs, und momentan tummeln sich sechs Jungtiere in der sehr lebhaften Gruppe. Auch bei den Braunkopfklammeraffen und den Kattas gab es in diesem Jahr schon Nachwuchs, aber auch ohne aktuelle Jungtiere sind Schimpansen, Weißhandgibbons, Totenkopfaffen und Goldgelbe Löwenaffen natürlich nicht weniger interessant! Und leider sind auch diese Arten teilweise stark bedroht. Auf dem gemeinsamen Zoorundgang wird Frau Gregersen die Primatenarten des Zoo Landau, ihre Besonderheiten, was der Zoo Landau zum Schutz der Affen tut und einige Individuen näher vorstellen, und natürlich haben unsere Gäste auch die Möglichkeit, ihre Fragen an die Expertin zu stellen! Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Voranmeldung für diese Führung erforderlich. Die Anzahl der Personen, die an der Führung teilnehmen können, ist begrenzt, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Gäste der Führung sind verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.